Vellhafener Städtebund: Unterschied zwischen den Versionen
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Einige reiche Städte an der Küste und auf Inseln haben sich von der [[Adelsrepublik Grauland]] unabhängig erklärt und zu einem Handelsbündnis zusammengeschlossen. In diesem Bündnis sind die einzelnen Städte gleichberechtigt, wenn auch Vellhafen als Gründungsstadt ein besonderer Ehrenvorrang zukommt. Das Verhältnis zwischen dem Städtebund und der Adelsrepublik Grauland ist oft schwierig: Die Adelsrepublik betrachtet die freien Städte als abtrünnige Gebiete, während die Einwohner des Städtebundes sich oft über die rückständigen und hinterwäldlerischen Grauländer mokieren. Zu bewaffneten Auseinandersetzungen ist es aber schon lange nicht mehr gekommen - zu sehr sind die Streitparteien aufeinander als Handelspartner angewiesen, und es hat sich ein friedliches, wenn auch nicht gerade freundschaftliches Nebeneinander eingespielt. | Einige reiche Städte an der Küste und auf Inseln haben sich von der [[Adelsrepublik Grauland]] unabhängig erklärt und zu einem Handelsbündnis zusammengeschlossen. In diesem Bündnis sind die einzelnen Städte gleichberechtigt, wenn auch Vellhafen als Gründungsstadt ein besonderer Ehrenvorrang zukommt. Das Verhältnis zwischen dem Städtebund und der Adelsrepublik Grauland ist oft schwierig: Die Adelsrepublik betrachtet die freien Städte als abtrünnige Gebiete, während die Einwohner des Städtebundes sich oft über die rückständigen und hinterwäldlerischen Grauländer mokieren. Zu bewaffneten Auseinandersetzungen ist es aber schon lange nicht mehr gekommen - zu sehr sind die Streitparteien aufeinander als Handelspartner angewiesen, und es hat sich ein friedliches, wenn auch nicht gerade freundschaftliches Nebeneinander eingespielt. | ||
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Da der Städtebund über eine große Fläche entlang der Küste und auf einigen Inseln angesiedelt ist, kann man eine breites Spektrum an Landschaften vorfinden. Die Niederlassungen befinden sich in der gemäßigten Klimazone.<br/> | Da der Städtebund über eine große Fläche entlang der Küste und auf einigen Inseln angesiedelt ist, kann man eine breites Spektrum an Landschaften vorfinden. Die Niederlassungen befinden sich in der gemäßigten Klimazone.<br/> | ||
| − | Da die Städte des Bundes nicht direkt an großen Flüssen liegen, verfügt jede Stadt über ein ausgeklügeltes System an Zisternen und Pumpwerken, welche frisches Wasser aus | + | Da die Städte des Bundes nicht direkt an großen Flüssen liegen, verfügt jede Stadt über ein ausgeklügeltes System an Zisternen und Pumpwerken, welche frisches Wasser aus größeren Tiefen an die Oberfläche fördern. Ferner wurden von Seefahrern aus fernen Ländern Pläne für eine ausgeklügelte Kanalisation mitgebracht, welche dann in weiser Voraussicht in jeder Stadt installiert wurde.<br/> |
| − | + | Des Weiteren gehört zum Gebiet jeder Stadt eine gewisse Fläche an Umland, welche die Städte teilweise landwirtschaftlich stützen und versorgen - gleichzeitig dienen sie auch als Schutz. | |
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| + | Die Adelsrepublik Grauland, reich an Rohstoffen, galt lange als politisch unzuverlässig und war für die Handelshäuser Vellhafens ein schwer kalkulierbarer Partner. In dieser Unsicherheit schlossen die führenden Handelsfamilien der Stadt, selbst erfahren in Intrigen und Machtspielen, heimlich einen Bund mit nahezu allen Hafenstädten der Republik. | ||
| − | Die | + | Die Bevölkerung jener Städte, die unter der Willkür der lokalen Grafen litt, unterstützte die Handelsfürsten bei der Gründung des Bundes. Die Bürger, die die Händler oft spöttisch als „reiche Pfeffersäcke“ bezeichneten, erhofften sich durch den Zusammenschluss mehr Freiheit, eine unbestechliche Verwaltung und eine unabhängige Rechtsprechung. Die Kaufleute versprachen diese Reformen und gewannen so breite Unterstützung. |
| − | + | Vor etwa 150 Jahren erklärte sich der Zusammenschluss für unabhängig und nahm den Namen Vellhafener Städtebund an, nach seiner größten Stadt. In der Folge wurden Teile des Umlands der Mitgliedsstädte — Vellhafen, Ismar, Orstoc, Hammabourg, Lerbreck, Novgora, Brembourg, Mindans, Breggans, Regga und Strelasa — durch Söldner und Freiwillige besetzt. Nach einem kurzen Krieg erkannte der Adelsmarschall die Unabhängigkeit des Städtebundes widerwillig an, da das Grauland auf die Häfen für seine Exporte angewiesen blieb. Gleichzeitig benötigten die Städte des Bundes die Rohstoffe Graulands als Handelsgüter. | |
| − | Der | + | Der Städtebund führte Zölle ein und festigte seine Eigenständigkeit. Das Grauland, nun wirtschaftlich geschwächt, beklagt bis heute den Verlust der wohlhabenden Hafenstädte; einzelne Adlige hegen nach wie vor Pläne, die alten Verhältnisse wiederherzustellen und ihre frühere Macht zurückzugewinnen. |
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| + | Der '''Vellhafener Tag''' ist das oberste Leitungs- und Beschlussgremium des Städtebundes. Sitzungen des Vellhafener Tags finden nach Erfordernis statt; gewöhnlich lädt Vellhafen ein, da die Stadt als Ursprung des Bundes gilt. Aus dieser Stellung leitet Vellhafen jedoch keine besonderen Vorrechte gegenüber den übrigen Mitgliedsstädten ab. | ||
| − | Auf | + | Auf dem '''Vellhafener Tag''' werden alle Fragen verhandelt, die das Verhältnis der Kaufleute und Städte untereinander sowie die Beziehungen zu auswärtigen Handelspartnern betreffen. Der Tag verfügt nicht über Zwangsgewalt gegenüber den Mitgliedsstädten: Die Ausführung seiner Beschlüsse hängt vom Willen der einzelnen Städte ab. Jede Stadt entscheidet in eigenem Ermessen, ob sie einen Beschluss mitträgt oder eigene Wege beschreitet; gebunden fühlt man sich nur, wenn ein Beschluss mit den örtlichen Interessen übereinstimmt; andernfalls wird die Mitwirkung verweigert. |
| − | + | Als besonders wirksames Sanktionsmittel kennt der Bund die '''Vervellung''': die vorübergehende Verweigerung des Handels mit einer Stadt oder einem Land, verbunden mit dem Entzug des Geleits, dem Aberkennen von Handelsprivilegien und dem Entzug der Nutzungsrechte an Kontoren. Die '''Vervellung''' wird nur selten und nur in äußerster Not angewandt. | |
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| − | + | Zu den regelmäßigen Gegenständen der Verhandlungen auf dem Vellhafener Tag zählen unter anderem: Beglaubigung von Verträgen, Beratung, Verleihung oder Entzug von Handelsprivilegien, diplomatische Unternehmungen des Bundes, Fragen von Krieg und Frieden, finanzielle und militärische Maßnahmen sowie wirtschaftliche Vorschriften aller Art. | |
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| − | Der Bund besteht aus | + | Der Bund besteht aus elf gleichberechtigten Städten, die von den [[Oldermänner]]n repräsentiert werden. |
| − | Diese Oldermänner | + | Diese Oldermänner werden von der Einwohnern in ihrer jeweiligen Stadt gewählt. |
| − | Da bei diesen Wahlen | + | Da bei diesen Wahlen ein besonderes Ansehen und das Vermögen der Kandidaten eine große Rolle spielen, kann man von einer Timokratie sprechen. |
=== Militär === | === Militär === | ||
| − | Der Vellhafener Städtebund hat eine Miliz-Armee und kann notfalls auf zahlreiche lokale Söldner zurückgreifen, verfügt aber nur über wenig stehende Truppen | + | Der Vellhafener Städtebund hat eine Miliz-Armee und kann notfalls auf zahlreiche lokale Söldner zurückgreifen, verfügt aber nur über wenig stehende Truppen. Die Milizionäre fahren entweder als Seesoldaten auf den wenigen echten Kriegsschiffen mit oder sie bewachen als Stadtgarde die Städte und erfüllen polizeiliche Aufgaben. |
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| + | Seitdem die Kaufleute verpflichtet wurden, auf ihren größeren Schiffen wenigstens zwanzig Bewaffnete mitzuführen, heuern sie zum Schutz ihrer Kontore und Schiffe oftmals größere Zahlen der ortsansässigen Söldnertruppen an, die sich nach Inkrafttreten dieser Vorschrift schnell in allen Städten des Bundes gebildet haben. Sollten für eine größerer Handelsoperation zusätzliche Soldaten benötigt werden, so werden kurzfristig auch externe Söldner angeworben. | ||
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| + | Daneben ist jeder Bürger der Städte des Bundes verpflichtet sich an regelmäßigen Wehrübungen zu beteiligen. Dabei herrschen Infanteriewaffen eindeutig vor, nur reiche Bürger können es sich leisten an Schwert oder Zweihandschwert zu üben (z.B. in [[Liechtenhoffers Schwertschule]]). Daneben haben sich in den Städten Armbrust-Schützenvereine gebildet, in denen sich die Bürger an der Waffe üben, da die Armbrust in der Städteverteidigung und auf Schiffen wesentlich nützlicher ist, als der Bogen. | ||
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| + | Die Seemacht des Bundes liegt im fortschrittlichen ökonomischen, politischen und kulturellen Entwicklungsstand der Seestädte begründet, wobei der Seehandel und die Seeschifffahrt die eigentliche Stärke der Städtegemeinschaft ausmachen. Die Handelsflotte Vellhafens zählt rund hundert Fahrzeuge, die Flotte Ismars umfasst insgesamt achtzig Schiffe. Im gesamten Vellhafener Städtebund sind rund fünfhundert Schiffe beheimatet. Bedenkt man, dass die Handelsschiffe kurzfristig zu Kriegsschiffen um - und aufgerüstet werden können, wird ersichtlich, dass die Städte bei Bedrohung ihrer Handelsinteressen beachtliche Flottengeschwader in den Krieg führen können. | ||
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Die Aufrüstung von Handelsschiffen für Kriegszwecke, zum Beispiel zur Piratenbekämpfung oder in der Konvoifahrt, erfordert von den Städten ein enormes Maß an militärischer Planung und Organisation. | Die Aufrüstung von Handelsschiffen für Kriegszwecke, zum Beispiel zur Piratenbekämpfung oder in der Konvoifahrt, erfordert von den Städten ein enormes Maß an militärischer Planung und Organisation. | ||
| − | Kommt es zum Kriege, beschließt der Vellhafener-Tag die Vorhaben und das Ziel des Seekriegsunternehmens, die zu stellenden Kontingente sowie die Lastenverteilung auf die einzelnen Städte. Der | + | Kommt es zum Kriege, beschließt der Vellhafener-Tag die Vorhaben und das Ziel des Seekriegsunternehmens, die zu stellenden Kontingente sowie die Lastenverteilung auf die einzelnen Städte. Der Beschluss des Vellhafener-Tages stellt ein verbindliche Grundlage für den Kriegsplan dar. |
| − | Ferner verfügt der Bund auch über ein straff organisiertes Netz von Handelsagenten, welche ferne Länder bereisen, um neue Märkte zu | + | |
| − | Diese Handelsagenten | + | Ferner verfügt der Bund auch über ein straff organisiertes Netz von Handelsagenten, welche ferne Länder bereisen, um neue Märkte zu erschließen und weitere Handelsbeziehungen zu knüpfen. Diese Handelsagenten sind zugleich auch hervorragende Spione und halten den Bund über Vorkommnisse und Geschehen in anderen Ländern auf dem Laufenden. Diese Handelsspione werden in der Führung von Verhandlungen aller Art geschult. Es ist ein offenes Geheimnis, dass sie auch, sollte es darauf ankommen, die Verhandlungen durch tatkräftiges Eingreifen beschleunigen und so dem Bund zu genehmen Abschlüssen verhelfen. Sie sind innerhalb des Bundes in der VhA, der [[Vellhafener Agentur]] organisiert. |
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Die Wirtschaft des Bundes, ist vor allem auf den Handel ausgelegt. | Die Wirtschaft des Bundes, ist vor allem auf den Handel ausgelegt. | ||
| − | Tagtäglich bereist ein Großteil der | + | Tagtäglich bereist ein Großteil der Handelsflotte die Meere und handelt mit vielen Städten auf ganz Antamar. Da der Bund selbst nur über relativ kleine Ländereien verfügt, welche die Städte nicht vollständig versorgen können, wird ein großer Teil der benötigten Güter von der [[Adelsrepublik Grauland]] oder von ausserhalb erworben. Dies gilt speziell für Rohstoffe, zum Teil aber auch für Nahrung. Um den Warenfluss zusätzlich zu verbessern und den Mitgliedern des Bundes eine sichere Anlage für ihr Kapital zu bieten, wurde im Vellhafener Städtebund eine Reihe von Vellhafener Handelsbanken errichtet, welche nur in den Mitgliedsstädten oder bei speziellen Handelspartnern des Bundes zu finden sind und sowohl den Einheimischen als auch den Besuchen der Städte die Möglichkeit geben, ihre Währungen günstig zu tauschen oder dort zu deponieren. |
| − | == Religion | + | == Religion == |
Der Glaube im Städtebund geht auf die Religion im Grauland zurück, welche sich wiederum im Pantheon des Heiligen Kaiserreiches begründet. Eine herausragende Stellung nehmen jedoch Pares und vor allem Aiagos ein, da man hauptsächlich Handwerk, Handel und der Seefahrt nachgeht. In fast allen Städten des Bundes finden sich daher Tempel dieser beiden Gottheiten, deren Kirchen man nachsagt gelegentlich auch einen gewissen Einfluss auf wichtige Entscheidungen der Stadträte zu nehmen. Tempel des Aiagos sind zudem meist Prestigeobjekte und werden deshalb monumental, um nicht zu sagen protzig, gebaut. Die reichen Händler der Stadt greifen oft tief in die eigene Tasche , um ein wahrhaftig beeindruckendes Gotteshaus zu schaffen, sei es aus Frömmigkeit oder aus Geltungssucht. Der Wettbewerb um den größten Tempel hat im Bund inzwischen schon fast Tradition und wird vor allem zwischen Vellhafen, Ismar und Lerbreck betrieben. Generell sind die Kirchen des Pares und des Aiagos, bedingt durch den Wohlstand und die Zahlkraft ihrer Gönner, sehr reich. Böse Zungen sprechen sogar von Gier und Prunksucht, dieser Vorwurf lässt sich auch nicht so einfach von der Hand weißen. Der Klerus einiger Städte bemüht sich zwar besonders um Bescheidenheit und die Rückbesinnung auf das Gebet und die Frömmigkeit, andere Vertreter sehen in monumentalen Tempeln und edlen Gewändern jedoch eine besonders starke Verehrung der Götter. | Der Glaube im Städtebund geht auf die Religion im Grauland zurück, welche sich wiederum im Pantheon des Heiligen Kaiserreiches begründet. Eine herausragende Stellung nehmen jedoch Pares und vor allem Aiagos ein, da man hauptsächlich Handwerk, Handel und der Seefahrt nachgeht. In fast allen Städten des Bundes finden sich daher Tempel dieser beiden Gottheiten, deren Kirchen man nachsagt gelegentlich auch einen gewissen Einfluss auf wichtige Entscheidungen der Stadträte zu nehmen. Tempel des Aiagos sind zudem meist Prestigeobjekte und werden deshalb monumental, um nicht zu sagen protzig, gebaut. Die reichen Händler der Stadt greifen oft tief in die eigene Tasche , um ein wahrhaftig beeindruckendes Gotteshaus zu schaffen, sei es aus Frömmigkeit oder aus Geltungssucht. Der Wettbewerb um den größten Tempel hat im Bund inzwischen schon fast Tradition und wird vor allem zwischen Vellhafen, Ismar und Lerbreck betrieben. Generell sind die Kirchen des Pares und des Aiagos, bedingt durch den Wohlstand und die Zahlkraft ihrer Gönner, sehr reich. Böse Zungen sprechen sogar von Gier und Prunksucht, dieser Vorwurf lässt sich auch nicht so einfach von der Hand weißen. Der Klerus einiger Städte bemüht sich zwar besonders um Bescheidenheit und die Rückbesinnung auf das Gebet und die Frömmigkeit, andere Vertreter sehen in monumentalen Tempeln und edlen Gewändern jedoch eine besonders starke Verehrung der Götter. | ||
| − | == | + | == Kulturelles == |
Da der Bund ursprünglich aus der [[Adelsrepublik Grauland]] stammt, sind immer noch deren kulturelle und kulinarische Einflüsse spürbar. In der letzten Zeit kann man jedoch auch Einflüsse aus anderen Reichen wahrnehmen, da viele Seefahrer neue Entdeckungen und Waren, von ihren Reisen mitbrachten. | Da der Bund ursprünglich aus der [[Adelsrepublik Grauland]] stammt, sind immer noch deren kulturelle und kulinarische Einflüsse spürbar. In der letzten Zeit kann man jedoch auch Einflüsse aus anderen Reichen wahrnehmen, da viele Seefahrer neue Entdeckungen und Waren, von ihren Reisen mitbrachten. | ||
| − | Eine | + | Eine große Feierlichkeit in den Städte sind ist das alljährliche Vogelschießen, bei dem die besten Schützen aus den verschiedenen Schützenvereinen um den Titel des Schützenkönigs konkurrieren. Ziel des Vogelschießens ist es einen hölzernen Vogel, meist einen Adler, der verdächtig an das Wappentier der Grauländer erinnert, mittels der Armbrust abzuschießen. Derjenige, der dabei das letzte Stück des Vogels trifft wird zum Schützenkönig gekürt. |
| − | + | '''Liedgut''' des Städtebundes: [[Liedgut aus der Zeit vor, während und nach der Gründung des Vellhafener Städtebundes]] | |
| − | + | ==Sagen und Legenden== | |
Aktuelle Version vom 2. Februar 2026, 08:33 Uhr
Inhaltsverzeichnis
Allgemeines
Einige reiche Städte an der Küste und auf Inseln haben sich von der Adelsrepublik Grauland unabhängig erklärt und zu einem Handelsbündnis zusammengeschlossen. In diesem Bündnis sind die einzelnen Städte gleichberechtigt, wenn auch Vellhafen als Gründungsstadt ein besonderer Ehrenvorrang zukommt. Das Verhältnis zwischen dem Städtebund und der Adelsrepublik Grauland ist oft schwierig: Die Adelsrepublik betrachtet die freien Städte als abtrünnige Gebiete, während die Einwohner des Städtebundes sich oft über die rückständigen und hinterwäldlerischen Grauländer mokieren. Zu bewaffneten Auseinandersetzungen ist es aber schon lange nicht mehr gekommen - zu sehr sind die Streitparteien aufeinander als Handelspartner angewiesen, und es hat sich ein friedliches, wenn auch nicht gerade freundschaftliches Nebeneinander eingespielt.
Mitglieder des Bundes
- Stadt Vellhafen ca.49000 Einwohner
- Stadt Ismar ca.43000 Einwohner
- Stadt Orstoc ca.38000 Einwohner
- Stadt Hammabourg ca.39000 Einwohner
- Stadt Lerbreck ca.30000 Einwohner
- Stadt Novgora ca.26000 Einwohner
- Stadt Brembourg ca.24000 Einwohner
- Stadt Mindans ca. 19000 Einwohner
- Stadt Breggans ca.17000 Einwohner
- Stadt Regga ca. 16000 Einwohner
- Stadt Strelasa ca. 15000 Einwohner
Wappen
Landschaft und Klima
Da der Städtebund über eine große Fläche entlang der Küste und auf einigen Inseln angesiedelt ist, kann man eine breites Spektrum an Landschaften vorfinden. Die Niederlassungen befinden sich in der gemäßigten Klimazone.
Da die Städte des Bundes nicht direkt an großen Flüssen liegen, verfügt jede Stadt über ein ausgeklügeltes System an Zisternen und Pumpwerken, welche frisches Wasser aus größeren Tiefen an die Oberfläche fördern. Ferner wurden von Seefahrern aus fernen Ländern Pläne für eine ausgeklügelte Kanalisation mitgebracht, welche dann in weiser Voraussicht in jeder Stadt installiert wurde.
Des Weiteren gehört zum Gebiet jeder Stadt eine gewisse Fläche an Umland, welche die Städte teilweise landwirtschaftlich stützen und versorgen - gleichzeitig dienen sie auch als Schutz.
Flora und Fauna
Da an der Küste meist ein recht rauer Wind weht, haben sich hier besonders widerstandsfähige Pflanzen und Tiere angesiedelt, ansonsten gleicht die Flora und Fauna derer, der Adelsrepublik Grauland.
Auf den sehr begrenzten Ländereien des Vellhafener Bundes findet man vor allem folgende Fauna und Flora vor:
Pflanzenwelt
Tierwelt
|
Nutz- & Haustiere |
Wildtiere Schlangen: Raubtiere: Sonstige: Fische:
|
Meereslebewesen |
|---|
Bevölkerung
Die Bevölkerung des Städtebundes, ist aufgrund seiner weitreichenden Handelsbeziehungen sehr gemischt. Immer wieder kann man hier Seefahrer aus fernen Ländern antreffen, welche sich hier auch zum Teil niedergelassen haben. Wo immer der Bund als Bezugspunkt städtischer Traditionen beschworen wird, gelten die Bewohner als weltoffen, urban, nüchtern und zuverlässig, aristokratisch-reserviert und steif.
Sprichwort: Wo es etwas zu Handeln gibt, dort wird man uns finden.
Bevölkerung: ca. 350.000 in den Städten, von denen jedoch aufgrund der großen Flotte mehrere Tausend in fernen Ländern unterwegs sind, sowie weitere 80.000 Bewohner im Umland.
Sprache und Schrift
Die offizielle Amtssprache im Vellhafener Städtebund ist das Imperial. In der Schriftform werden Imperiale Zeichen verwendet.
Geschichte
Die Adelsrepublik Grauland, reich an Rohstoffen, galt lange als politisch unzuverlässig und war für die Handelshäuser Vellhafens ein schwer kalkulierbarer Partner. In dieser Unsicherheit schlossen die führenden Handelsfamilien der Stadt, selbst erfahren in Intrigen und Machtspielen, heimlich einen Bund mit nahezu allen Hafenstädten der Republik.
Die Bevölkerung jener Städte, die unter der Willkür der lokalen Grafen litt, unterstützte die Handelsfürsten bei der Gründung des Bundes. Die Bürger, die die Händler oft spöttisch als „reiche Pfeffersäcke“ bezeichneten, erhofften sich durch den Zusammenschluss mehr Freiheit, eine unbestechliche Verwaltung und eine unabhängige Rechtsprechung. Die Kaufleute versprachen diese Reformen und gewannen so breite Unterstützung.
Vor etwa 150 Jahren erklärte sich der Zusammenschluss für unabhängig und nahm den Namen Vellhafener Städtebund an, nach seiner größten Stadt. In der Folge wurden Teile des Umlands der Mitgliedsstädte — Vellhafen, Ismar, Orstoc, Hammabourg, Lerbreck, Novgora, Brembourg, Mindans, Breggans, Regga und Strelasa — durch Söldner und Freiwillige besetzt. Nach einem kurzen Krieg erkannte der Adelsmarschall die Unabhängigkeit des Städtebundes widerwillig an, da das Grauland auf die Häfen für seine Exporte angewiesen blieb. Gleichzeitig benötigten die Städte des Bundes die Rohstoffe Graulands als Handelsgüter.
Der Städtebund führte Zölle ein und festigte seine Eigenständigkeit. Das Grauland, nun wirtschaftlich geschwächt, beklagt bis heute den Verlust der wohlhabenden Hafenstädte; einzelne Adlige hegen nach wie vor Pläne, die alten Verhältnisse wiederherzustellen und ihre frühere Macht zurückzugewinnen.
Herrschaft und Politik
Der Vellhafener Tag ist das oberste Leitungs- und Beschlussgremium des Städtebundes. Sitzungen des Vellhafener Tags finden nach Erfordernis statt; gewöhnlich lädt Vellhafen ein, da die Stadt als Ursprung des Bundes gilt. Aus dieser Stellung leitet Vellhafen jedoch keine besonderen Vorrechte gegenüber den übrigen Mitgliedsstädten ab.
Auf dem Vellhafener Tag werden alle Fragen verhandelt, die das Verhältnis der Kaufleute und Städte untereinander sowie die Beziehungen zu auswärtigen Handelspartnern betreffen. Der Tag verfügt nicht über Zwangsgewalt gegenüber den Mitgliedsstädten: Die Ausführung seiner Beschlüsse hängt vom Willen der einzelnen Städte ab. Jede Stadt entscheidet in eigenem Ermessen, ob sie einen Beschluss mitträgt oder eigene Wege beschreitet; gebunden fühlt man sich nur, wenn ein Beschluss mit den örtlichen Interessen übereinstimmt; andernfalls wird die Mitwirkung verweigert.
Als besonders wirksames Sanktionsmittel kennt der Bund die Vervellung: die vorübergehende Verweigerung des Handels mit einer Stadt oder einem Land, verbunden mit dem Entzug des Geleits, dem Aberkennen von Handelsprivilegien und dem Entzug der Nutzungsrechte an Kontoren. Die Vervellung wird nur selten und nur in äußerster Not angewandt.
Zu den regelmäßigen Gegenständen der Verhandlungen auf dem Vellhafener Tag zählen unter anderem: Beglaubigung von Verträgen, Beratung, Verleihung oder Entzug von Handelsprivilegien, diplomatische Unternehmungen des Bundes, Fragen von Krieg und Frieden, finanzielle und militärische Maßnahmen sowie wirtschaftliche Vorschriften aller Art.
Oberhäupter des Bundes
Durch die enorme Kaufkraft des Bundes und den seit je her mächtigen, ansässigen Handelsfamilien, besetzen zumeist nur sehr wohlhabende Kaufleute die höheren Positionen innerhalb des Bundes. Das Ergebnis ist, dass die Städte in erster Linie von Kaufleuten beherrscht wurden. Die Oberhäupter des Bundes, sind 11 Oldermänner, welche jeweils eine Stadt des Bundes vertreten.
Staatsform
Der Bund besteht aus elf gleichberechtigten Städten, die von den Oldermännern repräsentiert werden. Diese Oldermänner werden von der Einwohnern in ihrer jeweiligen Stadt gewählt. Da bei diesen Wahlen ein besonderes Ansehen und das Vermögen der Kandidaten eine große Rolle spielen, kann man von einer Timokratie sprechen.
Militär
Der Vellhafener Städtebund hat eine Miliz-Armee und kann notfalls auf zahlreiche lokale Söldner zurückgreifen, verfügt aber nur über wenig stehende Truppen. Die Milizionäre fahren entweder als Seesoldaten auf den wenigen echten Kriegsschiffen mit oder sie bewachen als Stadtgarde die Städte und erfüllen polizeiliche Aufgaben.
Seitdem die Kaufleute verpflichtet wurden, auf ihren größeren Schiffen wenigstens zwanzig Bewaffnete mitzuführen, heuern sie zum Schutz ihrer Kontore und Schiffe oftmals größere Zahlen der ortsansässigen Söldnertruppen an, die sich nach Inkrafttreten dieser Vorschrift schnell in allen Städten des Bundes gebildet haben. Sollten für eine größerer Handelsoperation zusätzliche Soldaten benötigt werden, so werden kurzfristig auch externe Söldner angeworben.
Daneben ist jeder Bürger der Städte des Bundes verpflichtet sich an regelmäßigen Wehrübungen zu beteiligen. Dabei herrschen Infanteriewaffen eindeutig vor, nur reiche Bürger können es sich leisten an Schwert oder Zweihandschwert zu üben (z.B. in Liechtenhoffers Schwertschule). Daneben haben sich in den Städten Armbrust-Schützenvereine gebildet, in denen sich die Bürger an der Waffe üben, da die Armbrust in der Städteverteidigung und auf Schiffen wesentlich nützlicher ist, als der Bogen.
Die Seemacht des Bundes liegt im fortschrittlichen ökonomischen, politischen und kulturellen Entwicklungsstand der Seestädte begründet, wobei der Seehandel und die Seeschifffahrt die eigentliche Stärke der Städtegemeinschaft ausmachen. Die Handelsflotte Vellhafens zählt rund hundert Fahrzeuge, die Flotte Ismars umfasst insgesamt achtzig Schiffe. Im gesamten Vellhafener Städtebund sind rund fünfhundert Schiffe beheimatet. Bedenkt man, dass die Handelsschiffe kurzfristig zu Kriegsschiffen um - und aufgerüstet werden können, wird ersichtlich, dass die Städte bei Bedrohung ihrer Handelsinteressen beachtliche Flottengeschwader in den Krieg führen können.
Die Aufrüstung von Handelsschiffen für Kriegszwecke, zum Beispiel zur Piratenbekämpfung oder in der Konvoifahrt, erfordert von den Städten ein enormes Maß an militärischer Planung und Organisation. Kommt es zum Kriege, beschließt der Vellhafener-Tag die Vorhaben und das Ziel des Seekriegsunternehmens, die zu stellenden Kontingente sowie die Lastenverteilung auf die einzelnen Städte. Der Beschluss des Vellhafener-Tages stellt ein verbindliche Grundlage für den Kriegsplan dar.
Ferner verfügt der Bund auch über ein straff organisiertes Netz von Handelsagenten, welche ferne Länder bereisen, um neue Märkte zu erschließen und weitere Handelsbeziehungen zu knüpfen. Diese Handelsagenten sind zugleich auch hervorragende Spione und halten den Bund über Vorkommnisse und Geschehen in anderen Ländern auf dem Laufenden. Diese Handelsspione werden in der Führung von Verhandlungen aller Art geschult. Es ist ein offenes Geheimnis, dass sie auch, sollte es darauf ankommen, die Verhandlungen durch tatkräftiges Eingreifen beschleunigen und so dem Bund zu genehmen Abschlüssen verhelfen. Sie sind innerhalb des Bundes in der VhA, der Vellhafener Agentur organisiert.
Seefahrt
Ein weiterer Vorteil der vellhafener Schifffahrt ist eine gewisse Rechtssicherheit gegenüber Konkurrenten, z.B. ein Seerecht, welches Fragen der Befrachtung, der Bemannung, des Verhaltens im Seenotfall usw. regelt. Die Rechtssicherheit für die Schiffe, vor allem in anderen Reichen, ist grundlegend für das reibungslose Funktionieren der Handelsorganisation. Auch die Belange der technischen Schiffssicherheit und der Seefähigkeit der Schiffe werden sehr ernst genommen, ebenso wie der Schutz der Handelsschiffe vor Piraterie. Die Schiffer fahren deshalb meist im Verband in Fahrtgemeinschaften von zwei und drei Schiffen, und ab 950 nZ müssen größere Schiffe je 20 Bewaffnete an Bord haben.
Obzwar die Vellhafener sich zum Schutze vor Piraterie auch auf Konvois bewaffneter Kauffahrer verlassen können, haben Mitglieder des Vellhafener Städtebundes beschlossen ein abschreckendes Kriegsschiff vom Stapel zu lassen, um den erstarkende grauländischen Seestreitkräften ein deutliches Signal zu senden. Die gemeinsam finanzierte und regelmäßig patrouillierende Adler von Vellhafen kann als eines der modernsten und schlagkräftigsten Kriegsschiffe überhaupt gelten und dient vor allem dazu die wachsende Zahl grauländischer Kriegsschiffe in Schach zu halten.
verbreitete Schiffstypen des Bundes sind :
Diese Schiffstypen werden von allen größeren Städten auf Reede gelegt. Einzig die modernen Werften in Vellhafen und Hammabourg bauen derzeit auch größere Schiffe wie Karacken und Galeonen von denen die Adler von Vellhafen bislang die Krönung der Städtebündlerischen Schiffsbaukunst darstellt.
Wissenschaft
Wirtschaft
Die Wirtschaft des Bundes, ist vor allem auf den Handel ausgelegt. Tagtäglich bereist ein Großteil der Handelsflotte die Meere und handelt mit vielen Städten auf ganz Antamar. Da der Bund selbst nur über relativ kleine Ländereien verfügt, welche die Städte nicht vollständig versorgen können, wird ein großer Teil der benötigten Güter von der Adelsrepublik Grauland oder von ausserhalb erworben. Dies gilt speziell für Rohstoffe, zum Teil aber auch für Nahrung. Um den Warenfluss zusätzlich zu verbessern und den Mitgliedern des Bundes eine sichere Anlage für ihr Kapital zu bieten, wurde im Vellhafener Städtebund eine Reihe von Vellhafener Handelsbanken errichtet, welche nur in den Mitgliedsstädten oder bei speziellen Handelspartnern des Bundes zu finden sind und sowohl den Einheimischen als auch den Besuchen der Städte die Möglichkeit geben, ihre Währungen günstig zu tauschen oder dort zu deponieren.
Religion
Der Glaube im Städtebund geht auf die Religion im Grauland zurück, welche sich wiederum im Pantheon des Heiligen Kaiserreiches begründet. Eine herausragende Stellung nehmen jedoch Pares und vor allem Aiagos ein, da man hauptsächlich Handwerk, Handel und der Seefahrt nachgeht. In fast allen Städten des Bundes finden sich daher Tempel dieser beiden Gottheiten, deren Kirchen man nachsagt gelegentlich auch einen gewissen Einfluss auf wichtige Entscheidungen der Stadträte zu nehmen. Tempel des Aiagos sind zudem meist Prestigeobjekte und werden deshalb monumental, um nicht zu sagen protzig, gebaut. Die reichen Händler der Stadt greifen oft tief in die eigene Tasche , um ein wahrhaftig beeindruckendes Gotteshaus zu schaffen, sei es aus Frömmigkeit oder aus Geltungssucht. Der Wettbewerb um den größten Tempel hat im Bund inzwischen schon fast Tradition und wird vor allem zwischen Vellhafen, Ismar und Lerbreck betrieben. Generell sind die Kirchen des Pares und des Aiagos, bedingt durch den Wohlstand und die Zahlkraft ihrer Gönner, sehr reich. Böse Zungen sprechen sogar von Gier und Prunksucht, dieser Vorwurf lässt sich auch nicht so einfach von der Hand weißen. Der Klerus einiger Städte bemüht sich zwar besonders um Bescheidenheit und die Rückbesinnung auf das Gebet und die Frömmigkeit, andere Vertreter sehen in monumentalen Tempeln und edlen Gewändern jedoch eine besonders starke Verehrung der Götter.
Kulturelles
Da der Bund ursprünglich aus der Adelsrepublik Grauland stammt, sind immer noch deren kulturelle und kulinarische Einflüsse spürbar. In der letzten Zeit kann man jedoch auch Einflüsse aus anderen Reichen wahrnehmen, da viele Seefahrer neue Entdeckungen und Waren, von ihren Reisen mitbrachten.
Eine große Feierlichkeit in den Städte sind ist das alljährliche Vogelschießen, bei dem die besten Schützen aus den verschiedenen Schützenvereinen um den Titel des Schützenkönigs konkurrieren. Ziel des Vogelschießens ist es einen hölzernen Vogel, meist einen Adler, der verdächtig an das Wappentier der Grauländer erinnert, mittels der Armbrust abzuschießen. Derjenige, der dabei das letzte Stück des Vogels trifft wird zum Schützenkönig gekürt.
Liedgut des Städtebundes: Liedgut aus der Zeit vor, während und nach der Gründung des Vellhafener Städtebundes