Wiesczarna

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Wiesczarna
Reichswappen
Übersicht
Fläche
37.500 M²

Einwohner

Bev.-dichte
0,375/M²

Sprache

Schrift

Hauptstadt

Oberhaupt


Allgemeines

Karte von Wiesczarna (Schwarzland)

Das Inselreich Wiesczarna besteht aus sieben Inseln, die ringförmig angeordnet sind und den Kraterrand eines riesigen, immer noch aktiven Vulkans, des Orialcon, bilden. Derzeit tritt aus dem Krater ein gasförmiger Stoff aus, der dichten Nebel über dem Meer entstehen lässt. Der Durchmesser in West-Ost-Richtung beträgt etwa 450 Meilen, in Nord-Süd-Richtung etwa 300. Die Landfläche ist etwa 37.500 M² groß. Im Volksmund wird die Inselgruppe auch Schwarzland genannt, nicht etwa wegen der dortigen Herrschaft der Schwarzmagier, sondern weil die Inseln aus einiger Entfernung aufgrund ihrer vulkanischen Beschaffenheit schwarz aussehen.

Das Besondere (und für Magier Interessante) an den Inseln ist, dass es dort keine Eisenerzlagerstätten gibt, die den magischen Fluss in diesem Gebiet stören könnten. Somit ist der magische Fluss in Wiersczarna ungehemmt.

Inseln:

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Orte:

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Landschaft und Klima

Die Inseln bestehen aus vulkanischem Gestein. Zum offenen Meer hin weisen schroffe, aus Vulkanstein bestehende, 80 bis 130 Schritt hohe Klippen, welche eine Art natürlicher Barriere für die Städte und Siedlungen des Inselreiches bilden. Davon ausgenommen ist die Insel Oseik, die sich als einzige der Inseln im Ring selbst befindet und keine derartige Klippenbildung aufweist. Die nach innen gewandten Seiten der Inseln sind vom Meer aus zu erreichen und werden von Stränden aus schwarzem Sand gesäumt.

Ein steter Strom kühler Wasser - und Luftmassen aus dem Norden beschert dem Inselreich ein mildes, der Vegetation wohlgesonnenes, immerfeuchtes subtropisches Klima. Große Flächen der einzelnen Inseln sind von Urwäldern bedeckt. Der meiste Niederschlag fällt im Sommerhalbjahr. Die höchste Erhebung der Insel ist 957 Schritt hoch.

Über den Gewässern innerhalb des Inselringes liegt, begründet in der immer noch immensen vulkanischen Aktivität des Gebietes, ständig Nebel, welcher die Navigation der Schiffe innerhalb des Ringes erheblich erschwert. Weite Zeugen der vulkanischen Aktivität sind vereinzelte, niemals zu versiegen scheinende Lavaströme, die sich in das Meer ergießen und somit die Inseln heute noch wachsen lassen.

Bäche und Flüsse fehlen auf den Inseln fast komplett. Fallender Regen versickert schnell im porösen Sand und Gestein.

Flora und Fauna

Begründet in der vor langer Zeit vollzogenen geographischen Separation vom Rest Antamars und den speziellen Lebensverhältnissen, welche auf den Inseln vorherrschen, hat sich hier eine ganz andersartige Flora und Fauna entwickeln können. Im Reich Wiesczarna wimmelt es nur so von exotischen Tieren und Pflanzen, die sonst nirgendwo anzutreffen sind. Während in anderen Regionen Antamars die Säugetiere ihre Vormachtstellung gesichert haben, konnten sich hier vor allem Insekten und Amphibien behaupten, so dass diese die vorherrschenden Gattungen auf den Inseln darstellen. Die wenigen Säugetierarten, die im Schwarzland zu finden sind, wurden größtenteils von den ersten Siedlern eingeschleppt.

Ähnlich sieht es im Pflanzenreich aus, das sich ebenso stark vom Rest Antamars unterscheidet wie die Fauna Wiesczarnas und eine unheimliche hohe Artenvielfalt hervorgebracht hat. Das bekannteste Gewächs ist der Wobanbaum, der den Bewohnern als zusätzliche Trinkwasserquelle dient. Schon manchem hat diese Pflanze im Dschungel das überleben gesichert, denn Bäche oder Flüsse sucht man hier vergebens.

Die Gewässer um den Inselring beheimaten unzählige Fischarten und bieten den Bewohnern Wiesczarnas ausreichend Nahrung, während das Binnenmeer, bedingt durch die relativ hohe Temperatur des Wassers und der aufsteigenden vulkanischen Gase, eher ein lebensfeindlicheres Milieu für Fischarten darstellt. Da immer wieder Schiffe unter mysteriösen Umständen verschwinden und so mancher Augenzeuge sein Leben darauf verschwören würde, wird allgemein vermutet, dass dieses Binnenmeer nicht ganz so tot ist, wie es auf den ersten Anschein zu vermuten wäre.

Die Forschungen und Experimente der Schwarzmagier haben auf jeder der Inseln ganz eigene, teils massive, Veränderungen der Tier- und Pflanzenwelt bedingt.

Pflanzenwelt

Bäume

Blumen, Moose, Sukkulenten, Kakteen

Sträucher

Kräuter und Gräser

Landwirtschaftliche Nutzpflanzen

Außergewöhnliche Pflanzen

Tierwelt

Haus- & Nutztiere

Jagdwild

Raubtiere

Vögel

Reptilien

Meeresbewohner

Bevölkerung

Die hier lebende Bevölkerung besteht aus etwa 100.000 Einwohnern, größtenteils Menschen, von denen Makuewa-Sklaven den aller größten Teil ausmachen. Die zweite große Schicht der Bürgerschaft ist wesentlich kleiner und besteht zu größten Teilen aus Opportunisten, Zugezogenen oder solchen, die in ihrer eigentlichen Heimat aus den unterschiedlichsten Gründen nicht mehr willkommen sind. Beide Gruppen werden überwacht und beherrscht von den Piraten, die nur den Magiern Rechenschaft schuldig sind.

Im Inneren der Inseln leben noch einige versprengte Waldmenschenstämme, zu denen auch häufig entflohene Sklaven stoßen.

Die offizielle Amtssprache auf Wiesczarna ist das Imperial. In der Schriftform werden Imperiale Zeichen verwendet.

Geschichte

Etwa um 395 n.Z. beginnt die Geschichte des heutigen Wiesczarna. Noch während im heutigen Grauland der zweite Nordlandkrieg tobt, erhebt sich im Heiligen Kaisereich eine junge Magierin Namens Thabita Cacoethes und predigt eine neue Form der Magie und des Licia-Glaubens, der die Kirche der Licia gegen sie aufbringt. Sie fordert Macht für die ihrer Meinung nach einzig Wissenden, den Magiern. Und meint, sich mit dem Anhäufen von Wissen auch über die göttliche Ordnung stellen zu können.

Ihre Thesen und ihr Aufbegehren gegen das bestehende magische Recht haben heiße Dispute und eine Spaltung der Magier des Nordkontinents zur Folge. Ihre Forderungen werden vom Großteil der magischen Gesellschaft und vor allem den Kirchen strikt abgelehnt und verurteilt. Als Folge schart sie alle ihre Anhänger um sich und beschließt die Flucht ins Exil. Vorher jedoch stiehlt sie noch das Buch der Macht, den Codex Potestatis, der jahrhundertelang von der Kirche der Licia an einem geheimen Ort unter Verschluss gehalten wurde.

Aufgrund dieser Tat rufen die Kirchen zur Verfolgung der Magierin, sowie ihrer Anhänger auf. Doch der tobende Krieg im Osten des Kontinents begrenzt die Reichweite der kirchlichen Macht enorm und so gelingt den nun als Schwarzmagiern gebrandmarkten Anhängern Thabitas die Flucht von Anteria.

Von da an ist ein Großteil der tatsächlichen Ereignisse historisch ungenau. Manche behaupten, Thabita Cacoethes sei erst in Goragossa auf Kreor Rußhand - einen seinerzeit berüchtigten Piratenkapitän - getroffen, andere wiederum sind der Ansicht, sie habe den Kontakt schon viel früher hergestellt und die Flucht bereits lange vor ihrer Ächtung durch die Kirche geplant. In jedem Fall besaß Kreor Rußhand jene für Thabita Cacoethes wichtigen Informationen, nämlich äußerst umfangreiche und präzise Kenntnisse von Antamars Geografie, weit über den Wissensstand üblicher Seekarten hinaus. Die Piraten brachten Thabita Cacoethes und ihr Gefolge aus Magiern und deren Familien sowie Sympathisanten auf die Inselgruppe des heutigen Wiesczarna.

Zu jener Zeit lebten dort nur einige vereinzelte Makuewa-Stämme isoliert und rückständig. Die Ankunft der vielen Fremden erschien ihnen wundersam und sie empfingen sie als Boten des Meeres, das in ihrer Religion eine große Bedeutung besaß. Die Dschungelmenschen zeigten den fremden Siedlern die besten Plätze für ihre ersten Zelte und Blockhütten sowie die besonderen Eigenheiten der Umgebung auf den Inseln. Auf diese Weise entstanden die ersten kleineren Siedlungen und diese wuchsen bald zu Ortschaften. Weit entfernt vom Nordkontinent und gestrandet am Rand der Welt blühte auch die Gesellschaft der Magier auf und entwickelte erste eigene Regeln. Zu den ersten größeren Steinbauten zählte die Akademie von Wiesczarna und der Kapelle der Kirche der wahren Licia. Die Bodenschätze der Insel wurden erschlossen und zeitgleich gingen die Piraten auf den südlichen Küsten des Festlandes ihrer Arbeit nach. Vor allem die Ausbeutung der nur in Stämmen organisierten Makuewa und deren Versklavung wurde bald zur ersten Säule der Wirtschaftspolitik Wiesczarnas.

Die Sklaverei war Thabitas Dank an die Gastfreundschaft der Ureinwohner und ihr Geschenk an deren Brüder und Schwestern auf dem Festland. Oft landeten die Piraten an der Küste Eriaths, plünderten die Dörfer der Makuewa und raubten gezielt die Kinder und zu Beginn auch kräftige Erwachsene für die Arbeit in den Salz- und Edelsteinminen, die die Magier mittlerweile auf Wiesczarna eingerichtet hatten. Bisweilen gab es mit vielen Dörfern sogar regelrechte Verträge über Abgaben in der Form von Neugeborenen. Diese wurden auf der Insel für die Sklavenarbeit ausgebildet und zu loyalen Dienern. Anfänglichen Widerstand der Makuewa konnten die militärisch weit überlegenen Piraten schnell im Keim ersticken und bald schon waren die Schiffe Wiesczarnas die einzigen, die sich auf den Routen des Schwarzmeeres sicher fühlen durften.

Die Existenz Wiesczarnas kursierte zwar als Gerücht weiterhin vor allem in Kirchenkreisen, wurde jedoch von keiner der großen Nationen Anterias jemals ernstlich beachtet. Kein weltlicher Herrscher hatte im Laufe der Zeit jemals Interesse daran, eine Flotte und Besatzungsstreitmacht an den äußersten Rand der Welt zu schicken, um sich mit ein paar Magiern einzulassen, die nach außen hin nie aktiv wurden und sich selbst erfolgreich isoliert hatten. Immer wieder gab es zwar Bestrebungen innerhalb der Kirche, Gesandte, Spione oder Ordenskrieger zu entsenden, doch offiziell ist nicht bekannt, ob ein solches Vorhaben jemals unternommen wurde. Abenteurer und Ausgestoßene aller Art zieht es jedoch bis heute auf jene geheimnisvolle Inselgruppe. Manche lockt die Möglichkeit, hier Gold zu machen, andere die vielen seltenen Wesen, die hier alle an einem Ort zu finden sind. Was die Magier jedoch auf den Inseln erreichen wollen und ob die selbst gewählte Isolation Teil eines Planes ist, ist nicht bekannt...

Herrschaft und Politik

Wiesczarna wird autokratisch von Thabita Cacoethes regiert, welche alle Machtfäden in der Hand hält und diese im Hintergrund geschickt zu ziehen weiß. Ihr zur Seite steht Dex Spreccia als Anführer der Schwarzmeer-Piraten, die den militärischen Arm des Reiches bilden und darüber hinaus noch fünf sogenannte Custodi. Diese stehen jeweils einer der Inseln als Stellvertreter Thabitas vor und bilden die oberste regionale Instanz der Rechtssprechung. Die fünf Custodi und Thabita Cacoethes selbst bilden den Rat von Orialcon, das oberste Führungsgremium von Wiesczarna. Zumindest lautet so gerne die offizielle Version.

Eine Sonderstellung nimmt der Voxus ein. Er ist in erster Linie der Bote sowie die Stimme der Schwarzmagierin. So findet die Kommunikation mit der Außenwelt und mit ihren Untergebenen meist über diesen statt. Darüber hinaus ist er der oberste Vollstrecker des Reiches - er ist es, der die Todesurteile vollzieht, welche von Thabita ausgesprochen werden.

Die unterste Führungsebene bilden schließlich die Majori, welche jeweils einer einzelnen größeren Ortschaft oder Stadt vorstehen und dafür Sorge zu tragen haben, dass die Bevölkerung zuallererst Gehorsam zeigt (sie fungieren auch als unterste Ebene des Rechtssystems auf den Inseln) und dann in zweiter Linie produktiv für das Inselreich tätig ist.

Das militärische Zentrum des Reiches bildet die Insel Soucca, die den Piraten überlassen worden ist. Auch Coral, die offizielle Hauptstadt Wiesczarnas, befindet sich dort. Das wirkliche Machtzentrum aber ist auf Drou zu finden, jener Insel, von der Thabita aus ihr Reich regiert. Dort residiert sie in ihrem Turm, der sich in der Stadt Woha, auf dem Grund und Boden der dort ansässigen schwarzmagischen Akademie, befindet.

Jede der Inseln wird von einem anderen Herrscher regiert, der sehr weitreichende Befugnisse hat - vor allem in Bezug auf Rechtsprechung. Diese Freiheit gewährt Thabita Cacoethes den Custodi scheinbar bewusst und dennoch scheint es klare Regeln zu geben, wie weit einer der Inselherrscher seine Rechte ausreizen kann. Im Interesse der Erzherrscherin zu handeln, ist auch im Interesse des eigenen Überlebens.

Magiergesetze

Magier bilden auf Wiesczarna die höchste Schicht innerhalb der Gesellschaft. Neben vielen Freiheiten, gehen jedoch auch eine ganze Reihe besonderer Pflichten damit einher, die in den sogenannten Magiergesetzen festgehalten sind und deren Einhaltung von einer speziellen Gruppierung überwacht wird - dem Orden des Inneren.

Die Magier dürfen Wiesczarna nicht verlassen, nur Angehörige des Heeres sind davon ausgenommen und stehen dabei jederzeit unter strenger Bewachung durch Agenten des Ordens. Magiern sind Partnerschaften und/oder Ehen nur untereinander gestattet und müssen innerhalb eines Zeitraums von fünf Jahren zu Nachkommen führen, sonst werden sie für ungültig erklärt und die Verbindung (im Zweifelsfalle gewaltsam) aufgelöst. Magisch begabten Frauen werden ihre Kinder direkt nach der Geburt genommen und in die Akademie verfrachtet. Zeigen sie dort magische Begabung, beginnt ihre Ausbildung, sollten sie keine magische Begabung aufweisen, werden sie meist an der hiesigen Kirche überantwortet und dort zu Tempeldienern.

Alle ausgebildeten Magier tragen ein Amulett, dessen Zweck den meisten Magiern sehr bewusst ist, auch wenn niemals offen ausgesprochen wird, welche Bedeutung es innehat. Entfernt sich ein Magier unerlaubt, wird ein vermutlich magischer Mechanismus im Inneren des Amuletts ausgelöst, der dem flüchtigen Magier das Gesicht bis zur Unkenntlichkeit verbrennt und meist den Tod zur Folge hat. Trotz fehlender offizieller Verlautbarung des Ordens, ist dies ein offenes Geheimnis unter der magischen Gemeinschaft der Inseln.

Für die Magier Wiesczarnas ist es also praktisch nahezu unmöglich die Inseln zu verlassen, schließlich wird auch die gesamte Seefahrt zentral koordiniert und strengstens überwacht. Im gleichen Maße, wie Wieszcarna die Hochburg und das größte Zentrum für magisch Begabte ist, ist es auch ihr Gefängnis und jeder Fluchtversuch ein meist sinnloses Unterfangen.

Magiern ist es zudem nicht gestattet, eigene Unternehmen oder Handelsgesellschaften zu gründen. Dies hat dazu geführt, dass die ertragreichsten Wirtschaftsunternehmen auf den Inseln in Händen einer starken bürgerlichen Oberschicht verblieben sind. So sind die reichsten Sklavenhändler und Minenbesitzer Nichtmagier. Praktisch stehen diese aber indirekt oft in Diensten ihres örtlichen Custodis und treten einen Teil ihrer Gewinne ab.

Sklaverei

Sklaverei ist ein integraler Bestandteil der wiesczarnischen Gesellschaft. Der Großteil der versklavten Bevölkerung besteht aus Makuewa. Viele dieser sind Nachkommen der ursprünglichen Ureinwohner, ein weiterer Großteil wird allerdings auf dem Festland Eriaths gejagt und in Schiffgaleeren auf die Inseln verfrachtet.

Das schlimmste Los trifft hierbei die einfachen Arbeiter, die in den Plantagen und Minen des Inselreiches zur Arbeit eingesetzt werden, während Fachkräfte und Haussklaven bisweilen sogar einen höheren Lebensstandard genießen können, als Leibeigene auf Anteria. In der Regel besitzt jeder Bürgerhaushalt der mittleren und höheren Klassen mindestens einen Sklaven. Nicht alle der Sklaven werden allerdings geraubt, sondern auch von anderen sklavenhaltenden Gesellschaften, wie dem Südstern erworben.

Sklaven sind nichts rechtsfähig und in allen Belangen abhängig von und vertreten durch ihre Herren. Sklaven willkürlich zu töten ist allerdings nicht erlaubt. Auf einigen Inseln existiert je nach der Rechtslage, welche die hiesigen Herrscher vorgegeben haben, auch Schuldsklaverei. So ist es bisweilen nicht unüblich, dass sich arme Wiesczarnen, die ihre Schulden nicht zahlen können, für eine Weile als Sklave in die Dienste eines Herren begeben.

Auf Soucca allerdings findet man so gut wie gar keine Sklaven und auch keine Gesellschaften und Unternehmungen für den Handel mit ihnen, auch wenn die Sklavengaleeren auf ihrer Rückfahrt vom Festland selbstverständlich Coral anlaufen, wie jedes Schiff, das nach Wiesczarna kommt. Dieser Umstand ist auf die Geschichte der Insel als Hort der ersten wiesczarnischen Freibeuter zurückzuführen.

Entlaufene Sklaven schließen sich meist, mangels Alternativen, den verbliebenen Waldmenschenstämmen an. Diese leben meist im dichten Dschungel des Inselinneren. Hierdurch kam es zur Vermischung verschiedener Stammeseinflüsse.

Diplomatie

Das Reich hisst seine offizielle Flagge nur innerhalb seiner Grenzen. Die Flotte fährt meist unter den erbeuteten Fahnen anderer Länder und treibt regen Handel mit einigen der umliegenden Reiche. Vor allem die Sartogasso-Inseln und der Südstern sind sehr beliebte Handelspartner und schauen meist auch nie allzugenau auf Schiffspapiere oder Waren.

Staatsform

Wiesczarna ist kein Staat im modernen Sinne. Das Land wird regiert von Macht und wer die meiste davon auf sich vereint, steht oben.

Militär

Ein typischer Wachturm an der Steilküste Wiesczarnas

Die ursprünglichen Piraten Rußhands nennen sich heute Schwarzmeer-Piraten und ihnen angehörig sind etwa 6000 Männer und Frauen, die Seesöldner, Sklavenjäger oder einfache Wachen sein können. Eigentlich sind sie daher schon längst keine Piratenbande im eigentlichen Sinne mehr, doch fühlen sie sich dieser Tradition verbunden. Die Ausrüstung der Truppen ist dabei sehr unterschiedlich und reicht von einfachen Rüstungen und Schwertern, bis hin zu modernerer Artillerie, die sich auf Schiffen einsetzen lässt.

Die hochseetüchtige 30-40 Schiffe umfassende Flotte des Inselreiches besteht aus Koggen und Karavellen sowie etlichen kleineren Schiffen, welche sowohl zu Kriegs- als auch zu Handelszwecken eingesetzt werden. Zwischen den einzelnen Inseln verkehren zudem leicht bewaffnete Sklavengaleeren, die auch von jenen Magiern genutzt werden, die sich mit der Erforschung des unterseeischen Vulkans beschäftigen.

Die äußeren Küsten sind mit Wachtürmen gesäumt, um frühzeitig mögliche Angreifer entdecken zu können. Inwieweit das Militär Wiesczarnas durch Magier verstärkt wird, ist nicht bekannt, ebenso wenig wie deren mögliche Anzahl. Die theoretischen Möglichkeiten, die sich durch Kampfmagier in Seeschlachten bieten, reichen meist auch zur Abschreckung.

Wirtschaft

Aufgrund der vielfältigen natürlichen Ressourcen ist die Wirtschaft des Reiches relativ unabhängig vom Rest Antamars. Fast alles, was die Bevölkerung zum Überleben braucht, ist auf den Inseln zu finden. Eine Ausnahme von dieser Regel ist Holz, welches in größeren Lagern auf dem Festland geschlagen und weit transportiert wird, und Luxusartikel für die Magier sowie Waffen für die Piraten, welche entweder auf Raubzügen erbeutet oder mit den Einnahmen aus dem Exportgeschäft mit diversen Inselgütern angeschafft werden. Zu diesen Exportgütern zählen unter anderem:

Salz

Eine der Haupteinnahmequellen und gleichzeitig eines der am meisten exportierten Güter des Reiches ist Meersalz. Große Teile der Bevölkerung sind mit der Gewinnung des weißen Goldes beschäftigt. Der Gewinn geht jedoch fast gänzlich in den Staatsschatz über.

Die Bevölkerung hat sich auf die Gewinnung von Salz aus Meerwasser spezialisiert, welches als Haupthandelsgut gilt. Die daraus erzielten Gewinne streichen die Magier zu 100% ein.

Blutsalz

Jedes Jahr am 8. Erdmond (Zirkulatio aeternus - heiliger Feiertag der Licia, der das Ende des alten und den Beginn des neuen Kirchenjahres einleitet) wird in Anchonir ein blutiges Ritual durchgeführt, bei dem sieben Menschen in einem Salzgewinnungsbecken an einen Pfahl gebunden werden. Diesen wird an den Unterschenkeln die Hauptschlagader aufgeschnitten und das austretende Blut vermischt sich mit dem Meerwasser im Becken. Das daraus gewonnene hellrote Salz ist in gewissen Kreisen sehr begehrt.

Schwefel

An Orten, wo vulkanische Gase austreten, kann dieser Rohstoff abgebaut werden, und an diesen mangelt es in Wiesczarna wahrlich nicht. Der kristallisierte Schwefel wird häufig von Kindern abgebaut und findet vor allem in der Alchimie seine Anwendung.

Orialsand

Der "Orialsand" ist ein weiteres Mysterium der Inseln. Nah genug an den Vulkanen ist schon so mancher auf die leicht blauen, feinkörnigen Kristalle gestoßen, die sich durch keine Flamme entzünden lassen.

Erst der findige Alchimist vermag die Kristalle mit jenen Stoffen zu versetzen, welche sie zu einer tödlichen Waffe machen: dem Seelenbrand. Die wenigsten versuchen sich jedoch an diesem Teufelszeug, da man schon manches Haus wegen des seltsamen Pulvers in einer mächtigen blauen Explosion zu Asche werden sah.

Edelsteine

Einige der Inseln beherbergen reiche Vorkommen an verschiedenen Edelsteinen, die auch für magische Rituale Verwendung finden können.

Kultur und Küche

Die eher primitiv lebenden Ureinwohner sind sehr naturverbunden und beten Naturgötter an. Alles was sie zum Leben brauchen, gibt ihnen der Wald und das Meer. Die wichtigste Pflanze ist der Wobanbaum, denn es gibt wenig Trinkwasser auf den Inseln.

Kulinarische Spezialitäten sind hier Insekten.

Sagen und Legenden

Thabita Cacoethes soll herausgefunden haben, dass auf dem Grund des Binnenmeers im Inneren des Vulkans das Element der fünften Kraft, die Leere, zu finden sein soll, das Antamar hier freigibt. Ohnehin ranken sich mannigfaltige Legenden um die Herrscherin der Insel und ihre Pläne. Die meisten behandeln die Frage, wie sie so viele Jahrhunderte lang überleben konnte. Manche sprechen von magischen Ritualen, andere vom Einfluss des Codex potestatis oder der Nähe zum Orialcon. Weniger träumerische Zeitgenossen sprechen von der Möglichkeit, dass sie vielleicht unlängst tot ist und man nur versucht, ihre Legende aufrecht zu erhalten.

Hinweise zum Hintergrund