Königreich Schattenkuppen

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Königreich Schattenkuppen
Wappen
Reichswappen
Schnellübersicht
Fläche ca. 43.800.000 Morgen
Einwohnerzahl ca. 110000
Bevölkerungsdichte ca. 0,0025 Ew/Morgen
Gehört zu Heiliges Kaiserreich
Hauptstadt Xavern
Oberhaupt König Malmfried


Allgemeines

Lage des Köngreichs Schattenkuppen

Westlichste Provinz und Königreich des Heiligen Kaiserreiches. Beinhaltet das weitgehend autonome Gebiet der Halblinge mit den Freien Flusstälern

Wappen

Zwei stilisierte Berge, schwarz auf silber.

Landschaft und Klima

Waldig mit Hochgebirge und vor allem den Ausläufern der Schattenkuppen. An den Südhängen der niederen Lagen gedeihen Obstplantagen.

Seen und Flüsse

Der Rifan entspringt als Bergbach in den nördlichen Schattenkuppen bei Altpforten und fließt an Veen vorbei nach Osten in die Freien Flusstäler, wo er am See bei Noigarmingen seine Quellflüsse aus den Hügeln aufnimmt; von dort zieht er als großer Strom durch das Reich bis nach Eodatia. Im Süden der Provinz sammelt ein namenloser Waldfluss die Bäche von Sonnbach und Eichfeld und wendet sich nach Südwesten in das Fürstentum Athois. Der Bele berührt die Provinz nur jenseits des Hauptkamms; er gehört zu Lothrinien.

Zwei Übergänge führen über das Gebirge nach Lothrinien: der Geierpass zwischen Bachtal und Burg Felswacht, der einzige, der einem Heer offensteht und deshalb auf beiden Seiten bewacht wird, und der Schattenpass zwischen Veen und Burg Hohenwolfen, ein Saumpfad, der seit der Abspaltung Lothriniens kaum noch begangen wird.

Flora und Fauna

Die Niederungen im Osten tragen Eichen- und Buchenwälder, die Hänge Tannen und Bergwald bis zur Baumgrenze, darüber liegen Hochweiden und Fels. An den Südhängen der niederen Lagen gedeihen die Obstplantagen, für die Veen und Sonnbach bekannt sind; um Eichfeld werden die Schweine im Herbst zur Eichelmast in die Eichenwälder getrieben.

Rotwild und Wildschweine sind überall zu finden, in den Bergen die wilden Vorfahren des Schwarzkuppenschweins. Am Rand des Gebirges jagen Schwarzwölfe, die man jenseits der Berge „lothrinische Wölfe“ nennt, über den Pässen kreisen die Geier, und von den Höhen erzählen die Bergleute von Harpyien und Höhlenspinnen, ohne dass jemand aus dem Tal sie je gesehen hätte.

Bevölkerung

Rund 110.000 Menschen, fast ausschließlich Mittelländer, dazu Zwerge in Altpforten und Bachtal, die den Handel mit den Dûn-Zwergen der nördlichen Schattenkuppen und den Bergbau tragen. Die Halblinge der Freien Flusstäler zählen nicht zur Provinz, obwohl ihr Gebiet mitten in ihr liegt. Etwa die Hälfte der Bevölkerung lebt in den acht Städten und Dörfern, der Rest auf Höfen an den Hängen, in Köhlersiedlungen und in den Bergdörfern der Gruben.

Geschichte

  • 194 n.Z.: Das Königreich Schattenkuppen ist eines der fünf Kernlande, aus denen das Kaiserreich gegründet wird (mit Deodatien, Silberküste, Athois und dem Ostrakerreich).
  • ab 400 n.Z.: Von hier aus wird die Westmark jenseits des Gebirges besiedelt, das heutige Lothrinien; die Burgen am Geierpass sichern den Übergang.
  • 789–810 n.Z.: Das Haus Schattenkuppen stellt drei Kaiser, Grimbadur (789–802), Boramon (802–809) und Grimfur (809–810). Unter Grimbadur wird die Reichsstraße III von Eodatia bis nach Xavern gebaut, die Kriegerschule zu Xavern geht auf dieselbe Zeit zurück. Mit Grimfurs Ende beginnt die Kaiserlose Zeit (810–833); was das Haus damals verloren hat, steht in keiner Chronik, und in Xavern spricht man nicht gern darüber.
  • 850 n.Z.: Lothrinien erklärt sich für unabhängig. Das Reich erkennt die Abspaltung bis heute nicht an; Veen verliert seine Rolle als Tor nach Westen, und an Schattenpass und Geierpass beziehen kaiserliche Grenzposten Stellung, denen gegenüber die lothrinischen Gebirgsjäger liegen.
  • vor rund dreißig Jahren: Der erbenlose Baron von Veen verschwindet nach einem Blitzschlag in sein Turmhaus spurlos. Ein Statthalter verwaltet die Baronie seither.
  • heute: König Malmfried regiert in Xavern.

Herrschaft und Politik

Oberhaupt

König Malmfried aus dem Haus Schattenkuppen, das seit der Reichsgründung die Könige der Provinz und drei Kaiser des Reiches gestellt hat. Die Erbfolge folgt der Primogenitur, Residenz ist Xavern.

Staatsform und Verwaltung

Königreich innerhalb des Reiches. Das Land um Xavern mit Niederxavern, Sonnbach, Eichfeld und Bamburg ist Hausbesitz der Krone; Bachtal und Altpforten unterstehen königlichen Vögten, die Baronie Veen wird seit dem Verschwinden des Barons von einem Statthalter verwaltet. Das Gebiet der Freien Flusstäler liegt zwar innerhalb der Provinz, ist aber autonom und untersteht dem Rat der Zwei in Thalhaim; die Krone erhebt dort weder Steuern noch Zoll.

Militär

Die Provinz unterhält kein stehendes Heer, sondern die königliche Garde in Xavern, die Grenzposten an Schattenpass und Geierpass mit dem Wachturm über Bachtal und die Besatzungen der Burgen, allen voran die Bamburg am Aufstieg zum Gebirge. Im Kriegsfall stellen die Baronien und Vogteien ihre Aufgebote. Die Kriegerschule zu Xavern bildet seit über zweihundert Jahren Zweihänderkämpfer für Krone und Reich aus und gilt als die beste Schule ihrer Art im Kaiserreich; ihr jährliches Kampfturnier zieht Kämpfer aus dem ganzen Westen an. Das Reich hält zudem eigene Vorposten in den Schattenkuppen, die zuletzt wegen der Unruhen in Westendar verstärkt wurden.

Städte

Wirtschaft und Handel

Die Provinz lebt von dem, was Berg und Waldrand hergeben: Obst und Obstbrand aus Veen und Sonnbach, Holz aus den Wäldern um Niederxavern, Eisen und etwas Silber aus den Gruben von Bachtal, Holzkohle und Almkäse aus Bamburg und das zwergische Werkzeug aus den Schmieden von Altpforten, das im ganzen Reich gehandelt wird. Der Handel läuft über die Reichsstraße III, die in Xavern beginnt und bei Eichfeld die Provinz reichseinwärts verlässt, sowie über die Landstraßen in die Freien Flusstäler, aus denen Wein und Bier kommen. Mit Lothrinien gibt es keinen offiziellen Handel; was dennoch über die Pässe kommt, wird an den Schlagbäumen nicht allzu genau angesehen.

Religion

Der Glaube im Kaiserreich mit Iatan an der Spitze; Tempel in Xavern und den größeren Orten, Schreine in den Dörfern. In Altpforten und Bachtal werden die Schreine der zwergischen Gemeinden geduldet. Priester des Aiagos, die ihr Glück im Binnenland versuchen, finden in den Bergen wenig Gehör.

Kultur und Küche

Die Küche ist die des Waldrands und der Berge: Obst in jeder Form, Obstbrände aus Veen, Eichelmast-Schinken aus Eichfeld, Almkäse aus Bamburg und das dunkle Bier der Flusstäler. Gesellschaftliches Ereignis des Jahres ist das Kampfturnier der Kriegerschule zu Xavern, dessen Sieger eine Turniermedaille erhalten. Man ist stolz auf die Kaiserzeit des Hauses Schattenkuppen und redet nicht darüber, wie sie endete.

Sagen und Legenden

  • Die alte Pforte: Unter oder am Berg bei Altpforten soll eine Stadt gelegen haben, von der nur die Steine unter den Fundamenten des Dorfes geblieben sind. Wer sie sucht, sagt man, findet sie nicht mit der Schaufel.
  • Der Baron von Veen: Seit dem Blitzschlag vor dreißig Jahren wird der verschwundene Baron immer wieder auf dem Stumpf seines Turmhauses gesehen, meist bei Gewitter. Der Statthalter lässt den Turm nicht abreißen.
  • Der Stein mit der Zahl: An der Reichsstraße III steht ein Meilenstein Kaiser Grimbadurs, in den eine spätere Hand die Zahl 810 geritzt hat. Niemand weiß, wer.