Ludewigsheim
Allgemein
Ludewigsheim ist die wohl unbedeutendste Stadt in Korumand. An der Mündung des Ludflo gelegen, fristet sie ein eher kümmerliches Dasein. Von der einstigen Stadt, von der die Erkundungsexpeditionen ins Land starteten, ist nicht mehr viel übrig geblieben. Auch die Lage als Grenzstadt zu Grünbergen macht die kleine Stadt nicht interessant, da keine Strassenverbindung dorthin existiert. Einzig und allein ist die Flussverbindung über den Ludflo zu Brauerswall und Mittwald noch eine Lebensberechtigung für die kleine Stadt. Die Bewohner leben autark vom Fischfang und der Schafzucht. Erwähnenswert ist noch der Schneider Geeral von Schetzeneck, der mit Nadel und Faden aus Stoffstücken wahre Zauberwerke schafft.
Herkunft des Namens
Um des Namens Herkunft streiten sich die verstaubten Gelehrten und die Bewohner von Korumand.
Die Gelehrten sagen: Von hier aus startete ein Entdecker und Kapitän namens Ludewig von Jaarle die Erkundung des Landes. Angeblich ist es die erste erwähnte Route, doch wirklich nachgewiesen wurde das nie.
Die Bewohner von Korumand sagen: Hier ist der Geburtsort von einem der größten Gaukler von Antamar - Ihro hochallerlöblichste Magnifizenz Ludewig von Schlotterhausen - Ein Gaukler, wie er im berühmten Buche steht, mit Narrenkappe, Schellenschuhen und bunter Kleidung. Manchmal mit Fackeln oder Bällen jonglierend, manchmal dichtend oder Späße treibend, manchmal mit Willi, seiner Bauchrednerpuppe in Form eines Kuschelorks auf den Knien, so sieht man ihn. Berühmte Dichter- und sogar Bogenwettbewerbe hat er schon gewonnen. Großes Ansehen genießt er immer noch in seiner ehemaligen Schule in Versbrunn
Wappen
In Gold ein schwarzes Kreuz. Nach Deutung der Herolde das Kreuz des Hauses des Silmon, der Ordenskirche des Pares in Nordwald, der sich der Ort seit alters verbunden fühlt.
Politik
Die wohl unbedeutendste Stadt Korumands und zugleich Grenzstadt zu Grünbergen, ohne Straßenverbindung dorthin; Obrigkeit ist ein Ortsvorsteher, der nach Nordwald berichtet. Die Binnenschiffer aus Grünbergen, die den Ludflo herabkommen, werden bewirtet, aber im Auge behalten.
Geschichte
Von hier aus soll der Kapitän Ludewig von Jaarle die Erkundung des Landes begonnen haben, wenn man den Gelehrten glaubt; die Korumander halten den Gaukler Ludewig von Schlotterhausen für den Namensgeber. Von der einstigen Stadt der Erkundungsexpeditionen ist wenig geblieben, allein die Flussverbindung nach Mittwald und Brauerswall hält den Ort am Leben.
Einwohner
etwa 1.000, Mittelländer, die autark von Fischfang und Schafzucht leben.
Berühmte Personen
Bisher ist keine berühmte Person in dieser Stadt geboren worden oder lebt(e) hier.
Stadtbild
Kümmerliche Reste einer alten Stadt an der Mündung des Ludflo; Wahrzeichen ist Das schiefe Haus, das alte Leuchtfeuer, in dem heute die Schneiderei sitzt.
Berühmte Bauwerke
- Das schiefe Haus: Schneiderei des Geeral von Schetzeneck
Besonderheiten
- Hafen: Hafen an der Mündung des Ludflo, Verbindung nach Anselmen, Mittwald und Brauerswall
- Tempel: Tempel des Iatan und der Rhea; Schreine der Lhaja und des Athos.
Banken
Vor Ort gibt es keine Bankfilialen.
Gasthäuser
- Wellenbrecher (Einfache Spelunke): Der Wellenbrecher ist eine kleine Spelunke mit einer begrenzten Auswahl an Bieren und Speisen. Dennoch ist sie der Treffpunkt zwischen den Einheimischen und den Binnenschiffern aus Grünbergen, und so gibt es immer wieder Neuigkeiten. Die Wirtin hört zu, schenkt ein und behält die Gäste vom Ludflo im Auge; wer aus Grünbergen kommt, bekommt sein Bier, aber nicht den Platz am Fenster.
Händler
- Altendörfers zweiter Laden (Lebensmittel): Auch ein ruhiger Ort wie Ludewigsheim braucht Abwechslung, und wenn sie in buntgemischtem Obst, in den Gerüchen von Gewürzen und frischem Brot besteht, ist das gut. Landerich Altendörfer aus Mittwald lässt den Laden von seiner Nichte führen und kommt selbst mit dem Kahn über den Bagos, wenn Nachschub fällig ist.
- Roraimas Kontor am Ludflo (Spezialitäten): Spezialitäten, hier in Ludewigsheim? Was kann es da schon geben? Kann es sein, dass hier Waren aus Grünbergen angeboten werden, die die Binnenschiffer den Ludflo herunterbringen? Der Verwalter des kleinen Ladens, den Orfeo Roraima aus Mittwald hier unterhält, beantwortet solche Fragen nicht, und die Ludewigsheimer stellen sie nicht.
- Schneiderei im schiefen Haus (Schneider): Wegen ihm kommt man eigentlich nur nach Ludewigsheim: Geeral von Schetzeneck. Im berühmten schiefen Haus, dem alten Leuchtfeuer, zaubert der „Magier an Nadel, Stoff und Faden“ wahre Kunstwerke, die, obwohl einmalig, dennoch erschwinglich sind. Wer den wohltemperierten Raum betritt und die ausgelegten Stücke betrachtet, bekommt den Mund vor Erstaunen nicht mehr zu.
Kampfschulen und Lehranstalten
Vor Ort gibt es keine Kampfschulen oder Lehranstalten.
Umgebung
- Landschaft: Mündung des Ludflo in die Bucht von Mandoran am Golf von Inoda, Flussau und Felder
- Vegetation: Flussau mit Schilf und Weiden, Schafweiden und Felder
- Tierwelt: Schafe auf den Weiden, Wolfsbarsch vor der Mündung, Forellen im Ludflo
Wegweiser
Landweg
- Mittwald (Hl. Kaiserreich (Herzogtum Korumand)), 261 Meilen (Weg, Flussau)
Seeweg
- Anselmen (Hl. Kaiserreich (Herzogtum Korumand)), 420 Meilen (Meer)
- Brauerswall (Hl. Kaiserreich (Königreich Grünbergen)), 251 Meilen (Flussaufwärts)
- Mittwald (Hl. Kaiserreich (Herzogtum Korumand)), 255 Meilen (Flussaufwärts)
