Königreich Eodatien

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Königreich Eodatien
Wappen
Kein Wappen vorhanden
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Schnellübersicht
Fläche ca. 66.900.000 Morgen
Einwohnerzahl ca. 3000000
Bevölkerungsdichte ca. 0,045 Ew/Morgen
Gehört zu Heiliges Kaiserreich
Hauptstadt Eodatia
Oberhaupt Viala Thesia von Deodatien


Allgemeines

Das Königreich Eodatien ist das Kernland des Heiligen Kaiserreichs: die Provinz um die Reichshauptstadt Eodatia im Delta des Rifan, vom Thalassa im Süden bis an das Varunische Meer im Norden. Aus der alten auretianischen Provinz Deodatien hervorgegangen, war es 194 n.Z. eines der fünf Kernlande der Reichsgründung und hat mit dem Haus Eodatien in fünf Anläufen mehr Kaiser gestellt als jedes andere Haus. Es ist Kurfürstentum, und seine fruchtbaren Böden haben ihm den Namen „Kornkammer des Reiches“ eingetragen.

Das Königreich grenzt im Westen an das Königreich Schattenkuppen und das Fürstentum Athois, im Norden an das Fürstentum Valon, die Grafschaft Wimarsfeste und das Herzogtum Ostrakerreich, im Nordosten an das Fürstentum Wulffenberg, das Großherzogtum Rosenburg und die Grafschaft Aldenburg-Meronshain, im Osten an das Königreich Silberküste. Die Reichsstadt Vitalon liegt mitten in der Provinz. Handelsregion ist das Zentrale Kaiserreich.

OOC: Das Königreich ist im Spiel angelegt (42 Orte, davon die sieben Bezirke Eodatias), aber noch nicht bereisbar: Die meisten Orte sind noch nicht an das Wegenetz angeschlossen. Der Wiki-Stand folgt den Spieldaten.

Wappen

Das Königreich führt kein eigenes Wappen; an den Grenzposten und Amtsstuben der Krone weht der silberne Adler des Reiches auf Schwarz. Das Wappen der Hauptstadt mit dem Doppelkopfadler und den fünf Brücken beschreibt der Artikel Wappen Eodatias.

Landschaft und Klima

Ein weites, fruchtbares Tiefland um den Unterlauf des Rifan, nach Norden hin hügelig und bewaldet. Das Delta bei Eodatia mit seinem Schwemmland erlaubt zwei Ernten im Jahr; landeinwärts folgen Weiden, Felder und Obstgärten, an den Rändern die großen Wälder. Das Klima ist mild und feucht, mit warmen Sommern, nebligen Wintern und den Hochwassern des Rifan im Frühjahr und Herbst.

Seen und Flüsse

Der Rifan durchfließt das Königreich von Nordwesten nach Südosten und teilt sich vor Eodatia in sieben Hauptarme, darunter den Hellrifan im Westen der Stadt und den Unterrifan, der bei Steinklippen ins Meer mündet. Das Meer vor dem Delta heißt bei den Eodatiern Thalassa. Im Nordosten liegt Zieghusen unmittelbar an der Grenze zum Großherzogtum Rosenburg; der Arelt fließt ein gutes Stück weiter nördlich an Viereichen vorbei durch Rosenburg und Wulffenberg zum Varunischen Meer. Im Norden liegt Deichaue an einer Bucht des Varunischen Meeres; der Dunkelquell, an dem der Ort einst lag, ist versiegt. Um Sandstadt und nach Norden hin erstrecken sich die Wälder des Wispertann und des Düstertann mit der berüchtigten Wargenspalte.

Flora und Fauna

Weizen, Roggen, Gerste, Dinkel und Hafer auf den Feldern, Wein und Obst an den Hängen, Auwald mit Weiden und Pappeln an den Flüssen, Eichen, Buchen und Tannen in den nördlichen Wäldern. Berühmt sind die Rinder von Dorfingen; das Delta liefert Fisch, Krebse und Muscheln, die Küste bei Calesia Perlen. In den Wäldern des Nordens leben Rotwild, Wildschweine und Wölfe; von den Wargen des Düstertann erzählt man sich in Sandstadt und Wulffenberg.

Bevölkerung

Rund drei Millionen Menschen, fast ausschließlich Mittelländer; allein die Hauptstadt zählt 900.000. Die Sprache ist Imperial. Neben dem Hochadel der Hauptstadt und einer breiten Schicht aus Handwerkern, Händlern und Gelehrten stellen die Freibauern des Kernlandes, seit den Landreformen des Hauses Eodatien ein selbstbewusster Stand, den Großteil der Bevölkerung.

Geschichte

Aus den Trümmern der auretianischen Provinz Deodatien erhob sich die Region nach der Großen Katastrophe als erste wieder; 194 n.Z. gründete Lucian mit den Kernlanden Deodatien, Silberküste, Athois, Schattenkuppen und Ostrakerreich das Kaiserreich (siehe Chronologie des Heiligen Kaiserreichs). Das Haus Eodatien stellte die ersten Kaiser, von Kaiser Arnhelmd I. bis Arnhelmd III., und kehrte im 5., 7., 8. und 9. Jahrhundert n.Z. mehrfach auf den Thron zurück, zuletzt mit Piernan (883 bis 890). Seither regieren Kaiser aus anderen Häusern in Eodatia, heute Kaiser Valerian II. Faustus aus dem Haus Alvion. Der Name „Deodatien“ lebt im Kaisertitel „Rex Deodatiae“ und in der Geschichtsschreibung fort; im Spiel und in der Reichsverwaltung heißt die Provinz Königreich Eodatien.

Die mythische Gründung

Vor tausenden Jahren erschlug der Held Deodatus an den Ufern des Flusses Rifan den Riesen Krodod, der die dortige Gegend unsicher gemacht und Menschen zu dutzenden gefressen hatte. Der Held besiegte den schrecklichen Riesen nach einem tagelangen Kampf und befreite die Menschen, einfache auretianische Siedler, von der Plage. Nach seinem Sieg zog Deodatus in die mächtige Burg des Riesen und verteilte die Schätze an die wenigen Bauern der Gegend. Diese entschieden daraufhin, ihm zu Ehren ein Denkmal zu errichten und den Ort Deodatium Libera zu taufen. Der Held Deodatus zog weiter und vollbrachte andere ruhmreiche Taten, doch der Ort, im fruchtbaren Delta gelegen, wuchs und gedieh. Hatte der Riese die Gegend bisher menschenleer gehalten, so zog nun die Nachricht seines Todes beständig mehr, vor allem auretianische Auswanderer an, die von Landwirtschaft und sich entwickelndem Handwerk leben und profitieren konnten.

Die Deodatier folgten keinem Herrscher oder Anführer, sondern wählten aus dem Kreis der Männer drei Weise, die gemeinsam die Geschicke der Ansiedlung lenkten. Einer sorgte sich um die Landwirtschaft und den Handel, einer um die Kultur und Bildung und einer um das Kriegshandwerk. Ein neuer Hort des Friedens, des Handels und der Kultur erblühte…

Krieger wurden immer wichtiger; wilde Menschen aus der Ferne zogen bald durch die Lande und plünderten wo immer sie konnten. Die große und mächtige Stadt Deodatiera, wie der Name mittlerweile im Volk verwurzelt war, schützte nicht mehr nur die eigenen Bürger, sondern inzwischen auch die Bauern, Dörfer und kleinen Städte in weitem Umkreis. Als die Barbarenhorden aber auf die reiche Stadt selbst aufmerksam wurden, sich in der Nähe sogar niederließen und durch Raubzüge die Sicherheit der ganzen Region bedrohten, stellte der Stratege in nur einem Jahr ein Heer auf, wie es noch nie gesehen wurde: Tausende und abertausende Männer und Frauen in blinkenden bronzenen Brustpanzern, bewaffnet mit tödlichen Speeren und scharfen Schwertern rückten am Morgen des 500. Jahrestages des Sieges über Krodod aus den mächtigen Mauern der Stadt und – geführt durch brillante Strategie und übermenschlichen Mut - erschlugen sie zehntausende ihrer Feinde. In dieser Zeit färbte das Blut der getöteten Gegner den Boden auf Jahre rot. Als Ehrerweisung und Dank für ihren Sieg wurden die Mutigsten der Kämpfer in die danach benannte, neu gegründete Rote Legion berufen, die fürderhin erbarmungslos alle Feinde der Stadt verfolgte und tötete.

Nachdem alle Barbaren verjagt wurden, baten andere Städte die weitgerühmten Deodatier um Hilfe, da auch sie unter den Überfällen fremde Reiterhorden litten. So wurden bald neue Legionen aufgestellt, der Einfluss der Deodatier nahm zu und viele Gebiete unterstellten sich dem Schutz der Roten Legion.

Die Deodater kämpften Jahrzehnt um Jahrzehnt gegen die kulturlosen Plünderer und errichteten durch Handel und kluge Politik ein Reich von beachtlicher Größe. Nach einer langen Zeit des Kampfes und der Ausbreitung schließlich hatten sie die fremden Reitervölker schließlich zurückgeschlagen. Hunderte Städte, tausende Dörfer und Weiler unterstanden nun dem Reich, das weiterhin weise von den Trioren gelenkt wurde. Da die Städte untereinander einen regen Austausch und Handel betrieben, profitierte Deodatiera von seiner zentralen Küstenlage und wurde bald die größte aller Städte. Da die Legionen inzwischen aus Männern aller Gebiete geformt wurden, die Anführer auf Grund ihrer Erfahrung fast immer Deodatier waren, formte sich dadurch alsbald eine militärische und politische Führerschaft der Stadt Deodatius’.

Nach Jahrzehnten des Friedens und Wohlstands kam es zu einem Krieg gegen ein westliches Reich. Der Auslöser ist heutzutage nicht mehr bekannt, Legenden erzählen von einem faux pas während einer diplomatischen Begegnung, der etwas mit Delikatessen und ihrer Verwendung zu tun hatte. Der Krieg wütete fürchterlich, denn das Reich der Ostrakäer war groß und seine Armee um ein vielfaches größer. Nur auf Grund der überlegenen Disziplin und Ausrüstung gelang es, den Feind zurückzuschlagen und auf dessen Hauptstadt vorzurücken. Als fast alle Legionen auf ostrakäischem Gebiet standen geschah das Unfassbare: An der Küste vor Deodatiera landete ein Flotte dutzender Kriegsgaleeren und tausende Ostrakäer landeten im Rücken der Legionen um die fast schutzlose Hauptstadt zu belagern. Die Kriegslist war fürchterlich, denn während die Legionen weit im Westen einen geschlagen geglaubten Feind bekämpften, stand dieser nun vor der eigenen Hauptstadt. Nicht lange konnte man Stand halten, die Stadt fiel und mit ihr all ihre Führer, ihre Verteidiger und viele ihrer Bürger.

Als die in der Ferne stehenden Legionäre Nachricht von dem Massaker an ihren Väter und Söhnen erhielten, befiel sie der Wahn und sie kehrten nicht um, wie es der Gegner gehofft hatte, sondern machten auf ihrem Weg in das Herz des Ostrakäischen Reiches alles nieder was nicht auf Knien vor ihnen kroch. Besonders die IV. Legion machte sich einen schrecklichen Namen durch die völlige Vernichtung mehrerer zahlenmäßig haushoch überlegener feindlicher Truppen und führt seit diesen Tagen den Namen Unsterbliche Legion. Nach wenigen Wochen hatten sie die drei größten Heere des Gegners aufgerieben und deren Hauptstadt geschleift. Das ostrakäische Reich brach schließlich zusammen und blieb besetzt. Die Generäle der Legionen In den nachfolgenden Jahren und Jahrhunderten dehnte sich das Reich weiter und weiter aus, teils durch kriegerische Auseinandersetzungen, oft aber auch durch geschickte Politik und Beeinflussung.

Doch nach diesen hunderten Jahren der Herrschaft der Kriegsfürsten kam es zum Großen Krieg gegen das technologisch überlegene Reich Auretianien, der mit einer Niederlage und jahrhundertelanger Besetzung endete.

Herrschaft und Politik

Oberhaupt

Die Krone des Königreichs residiert im alten Königspalast der Palaststadt von Eodatia; die Herrscherin ist in der Reichstabelle des Heiligen Kaiserreichs verzeichnet. Die Erbfolge folgt der Primogenitur. Der Kaiser trägt daneben traditionell den Titel eines Königs von Deodatien („Rex Deodatiae“) und ist Schutzherr der Hauptstadt.

Staatsform und Verwaltung

Königreich und Kurfürstentum innerhalb des Reiches. Reich und Krone sitzen in derselben Stadt: Der Kaiserpalast mit der Reichskanzlei auf dem Heiligen Hügel verwaltet die Reichsangelegenheiten, der Königspalast die Provinz. Die Hochstadt Eodatias verwaltet ein geheimer Rat der Alten, die übrigen Bezirke unterstehen der Stadt; die Landorte werden von Schulzen und Vögten der Krone geführt. Der Zoll am Rifan wird in Sonnenbrück für das Reich erhoben, der Hafenzoll am Seetor von Steinklippen.

Militär

Die Legionen des Reiches haben ihre Flottenbasis in Steinklippen, wo die Galeeren des Reiches liegen, und ihre Armeeakademie in der Palaststadt. Die Palastgarde bewacht die Hochstadt, die Stadtwache in blauen Mänteln die übrigen Bezirke. Das Königreich gilt als das sicherste Land unter den Sieben Göttern und hält deshalb keine Garnison an jeder Wegkreuzung; die Grenzposten an den Reichsstraßen sind Posten der Krone. Die Kaiserliche Akademie „Licias Schwert“ bildet die Kampfmagier und Hofmagier des Reiches aus.

Städte

Hauptstadt ist Eodatia mit ihren sieben Bezirken (in Klammern der Zusatz „(Eodatia)“ der Spielorte). Verlinkt sind die Orte mit eigener Seite; die übrigen sind im Spiel angelegt, aber noch ohne Beschreibung.

  • Huglacker
  • Inarasruh
  • Innerfelden
  • Kaiserspfalz
  • Larsan
  • Maartenshof
  • Mittwalde
  • Muffhusen
  • Niedorf
  • Palaststadt
  • Quassel
  • Rabenort
  • Reimheim
  • Rifanfurten

Wirtschaft und Handel

Die Kornkammer des Reiches: Das Delta und das Kernland liefern mehr Getreide, als die Provinz braucht, dazu Wein, Obst, Gemüse, die Rinder von Dorfingen und den Fisch der Küste. Eodatia ist der größte Markt und der größte Hafen des Reiches; die Königlich Eodatische Handelsgesellschaft unterhält Kontore in vielen Städten Antamars, die Königlich Eodatische Werften Compagnie baut in Steinklippen die Schiffe des Reiches, und die Imperiale Handelsbank hat ihren Hauptsitz in der Palaststadt. Über den Rifan kommen Holz, Wein und Bier aus den Freien Flusstälern und Erz aus den Bergen bei Altpforten; die Via Aurisia und die Kaiser-Ionas-Allee führen den Landhandel nach Osten und Norden. Die Provinz gehört zur Handelsregion Zentrales Kaiserreich.

Rohstoffe

Getreide, Wein, Obst, Rinder, Fisch, Perlen von der Küste bei Calesia, Holz aus den nördlichen Wäldern.

spezielle Erzeugnisse

Kaiserkorn, der klare Schnaps aus Eodatia; Eodatischer Landwein; Eodatischer Samt und Eodatisches Glas; die Gesetzessammlung „Lex Eodatiae“ in sieben Bänden; der „Eodatia-Kurier“, das Blatt der Hauptstadt.

Religion

Der Glaube im Kaiserreich mit Iatan an der Spitze. Der Heilige Kaisertempel auf dem Heiligen Hügel von Eodatia ist das religiöse Zentrum des ganzen Reiches und Sitz des Rates der sieben Hohenpriester; in der Hauptstadt haben außerdem der Bund des Allsehenden und der Drachenorden der Licia ihren Sitz. Die Iatanskirche beansprucht bis heute das alleinige Recht, den Kaiser zu krönen, was seit dem Ersten Haus Eodatien immer wieder zu Streit mit dem Thron führt.

Kultur und Küche

Die Küche des Kernlandes ist die der Kornkammer: Brot in allen Formen, Rindfleisch aus Dorfingen, Fisch und Muscheln aus dem Delta, dazu Landwein und Kaiserkorn. Die Kaiser-Festspiele im Athos-Kolosseum und die Wagenrennen ziehen jedes Jahr Zehntausende an, das Flavium-Amphitheater in Sonnenbrück gilt als die modernste Bühne Antamars. Die Fünf Akademien Eodatias streiten öffentlich über die Gründung der Stadt; wer auf den Plätzen zuhört, lernt, wie man mit „schlagkräftigen Argumenten“ diskutiert. Am Kaiser-Arnhelmd-Tag, dem ersten Sonntag jedes Monats, verteilen die Bäckergilden Brot an die Armen. Eine blutige Eigenheit des Landes ist der Faustkampfsport Pykmei.

Sagen und Legenden

  • Muffhusen: Der abgebrannte Marktflecken an der Kaiser-Ionas-Allee, in dem nachts die Seelen der Kaufleute heulen; wer in Wulffenberg fragt, wer das Feuer gelegt hat, bekommt keine Antwort. Siehe Muffhusen.
  • Die Sandbäder von Sandstadt: Die Heilquelle und der Sand der Lichtung sollen Krüppel wieder zum Laufen gebracht haben; Magier behaupten, beides sei die Folge einer vorzeitlichen magischen Katastrophe, die mit der Wargenspalte im Düstertann zusammenhängt. Siehe Sandstadt.
  • Die Katakomben von Eodatia: Unter der Hauptstadt liegen weitläufige Tunnel, Ruinen und Hohlräume, in denen das Grab Kaiser Arnhelmds I. vermutet wird; manche Schatzsucher sind dort für immer verschollen.
  • Kaiser Valdemars Wacht: Kaiser Valdemar, der Erbauer des Großen Wehrwalls, soll in besonderen Nächten noch immer auf den Mauern der Hauptstadt umgehen und deren Verteidigungsbereitschaft prüfen.
  • Das Fischergrab: Im Häusermeer der Südstadt sollen sich selbst die Büttel verlaufen; wer dort verschwindet, taucht selten wieder auf.