Theadorsheim (Eodatia)
Inhaltsverzeichnis
Allgemein
Theadorsheim ist der östliche Bezirk von Eodatia, der Hauptstadt des Heiligen Kaiserreichs, jenseits des Hauptarms des Rifan gegenüber der Palaststadt. Hier beginnt die Via Aurisia (Reichsstraße IV), die Eodatia über Rifansund und Larsan nach Osten verlässt, und hier steht das Athos-Kolosseum, in dem die alljährlichen Kaiser-Festspiele ausgetragen werden.
Östlich der Palaststadt, auf der gegenüberliegenden Seite des Rifan-Armes liegt das Viertel Theadorsheim. Einst als Landsitz des Kaisers Theador entstanden hat sich über die Jahrhunderte der Ort immer weiter ausgedehnt und wurde schließlich von der expandierenden Hauptstadt aufgesogen. Die östlich gelegenen Randgebiete werden auch heute noch hauptsächlich von Bauernhöfen und Landwirtschaft geprägt, gehen aber recht schnell in Ansammlungen kleiner Wohngebäude und bald in größere, mehrstöckige Wohngebäude über.
Das neue Zentrum von Theadorsheim ist die Kreuzung zweier bedeutender Handelsstrecken, zu Reichsstraßen ausgebauten Verbindungen zwischen Eodatia und dem Umland, insbesondere den alten Seestädten Samnia und Marea. An der alten Stadtgrenze zum inneren Eodatia steht das riesige, über 300 Jahre alte Athos-Kolosseum mit Plätzen für fast 66.000 Schaulustige. Hier finden die alljährlichen Kaiser-Festspiele statt, werden Wagenrennen veranstaltet und auch sonst allerlei Kurzweil.
Am Ufer gegenüber der Hochstadt enden die Pfeiler der eingestürzten Hauptbrücke; bis zu ihrem Wiederaufbau setzen Fähren den Verkehr über den Hauptarm des Rifan. Am Großen Markt, der unter Kaiser Arnhelmd II. als gepflasterter Platz mit unterirdischer Regenwasserabführung angelegt wurde, erhebt sich die Marktbasilika, der Sitz der Handelsgerichtsbarkeit, in der die Streitigkeiten der Kaufleute aus dem ganzen Reich verhandelt werden.
Herkunft des Namens
Nach Kaiser Theador (279 bis 290 n.Z.) aus dem Ersten Haus Eodatien, dessen Landsitz hier stand.
Politik
Am Großen Markt tagt in der Marktbasilika die Handelsgerichtsbarkeit des Reiches. Das Osttor am Beginn der Via Aurisia ist eines der vier Reichstore der Stadt; bis zum Wiederaufbau der eingestürzten Hauptbrücke laufen die Fähren über den Hauptarm unter Aufsicht der Fährleute-Zunft.
Geschichte
Aus dem Landsitz Kaiser Theadors wurde über die Jahrhunderte ein Dorf, dann eine Vorstadt, schließlich ein Bezirk der wachsenden Hauptstadt. Das Athos-Kolosseum ist über dreihundert Jahre alt, der Große Markt geht auf Kaiser Arnhelmd II. zurück, die Via Aurisia auf Kaiser Valdemar.
Einwohner
Nach Osten hin Bauern und Gärtner, zur Stadt hin Handwerker, Fuhrleute, Händler und die Leute, die vom Kolosseum leben: Wagenlenker, Tierwärter, Gaukler und Losverkäufer.
Stadtbild
Von den Höfen am Ostrand über kleine Wohnhäuser bis zu den mehrstöckigen Mietshäusern nahe der Brücke wird die Bebauung nach Westen hin dichter. Das neue Zentrum ist die Kreuzung der beiden Reichsstraßen am Großen Markt; an der alten Stadtgrenze zum inneren Eodatia ragt das Kolosseum auf.
Berühmte Bauwerke
- Athos-Kolosseum, über 300 Jahre alt, mit Plätzen für fast 66.000 Zuschauer; Schauplatz der Kaiser-Festspiele und der Wagenrennen.
- Marktbasilika am Großen Markt, Sitz der Handelsgerichtsbarkeit.
- Großer Markt, der gepflasterte Marktplatz Kaiser Arnhelmds II.
- Osttor und der Beginn der Via Aurisia.
- Pfeiler der Hauptbrücke, die eingestürzte Verbindung zur Palaststadt.
Besonderheiten
- Markt
- Arena (Athos-Kolosseum)
- Lagerhaus
- Mietstall (Handelsstall Theadorsheim)
Banken
- Imperiale Handelsbank: Am Großen Markt von Theadorsheim, zwischen der Marktbasilika und der Münze, hat die Imperiale Handelsbank ihre Filiale für die Kaufleute des Ostens eingerichtet: ein strenger Bau aus hellem Sandstein mit vergitterten Fenstern und dem Doppelkopfadler über dem Tor. Wer vor dem Handelsgericht in der Basilika streitet, hinterlegt hier seine Sicherheiten, wer über die Via Aurisia in die Stadt kommt, wechselt hier das Geld der Provinzen in Münzen aus der Prägung nebenan.
Gasthäuser
- "Silberbarren" (gutes Gasthaus, mit Betten): Ein etwas angetrunkener Skalde namens Hjore Asgardson bietet im "Silberbarren" ein – dem Mitgegröle nach – recht lustiges Lied von seinen Wanderjahren durchs Kaiserreich zum Besten; es handelt von Branwen in Vitalon, Zoe in Samnia, Isora in Aurisia und Swenna in Vellhafen, und in jedem Refrain muss er weiterwandern. Barde Hjore Asgardson.
- "Ritter und Knecht" (einfaches Gasthaus, mit Betten): "Ritter und Knecht" ist eine dunkle Kneipe in einer Gasse hinter dem Athos-Kolosseum, in der nach den Rennen und Spielen die Wagenlenker, Stallknechte und Tierwärter einkehren, die von der Arena leben. Ihren Namen hat sie von dem Brettspiel, das an jedem Tisch gespielt wird und bei dem der Knecht den Ritter schlagen kann, wenn er nur lange genug wartet, was hier als Lebensweisheit gilt. Es gibt Bier, Branntwein und einen Eintopf, dessen Fleisch nach den Renntagen niemand zu genau hinterfragt; die wenigen Kammern hinter der Schankstube vermietet die Wirtin nur an Gäste, die sie kennt. Wirtin Maera Düstermund.
Händler
- Kontor Hamsbach (Handelshaus): Dieses Handelskontor handelt mit allen Waren, die es auf dem freien Markt gibt. Die Waren, die dieses Haus feilbietet, sind von höchster Qualität und genügen auch erlesensten Ansprüchen.
- Nahrungsmittel (Lebensmittel): Nicht ein Stand oder Geschäft, sondern verschiedene kleine Auslagen bilden das Angebot, das von den Bauern, Hirten und Sammlern der Umgebung hier zum Verkauf angepriesen wird.
- Flickwerk (Schneider): Der Schneider Aremal di′Annos flickt, wendet und näht in einer Werkstatt hinter dem Großen Markt; seine Stoffe kommen von den Kontoren nebenan.
- Spagyrische Mittel für Jedermann (Alchimist): Du kommst in einen völlig zugestellten Verkaufsraum. Dort stehen unzählige Fläschchen und Tiegel in allen Formen und Farben in den Regalen. Dir raubt es die Luft.
- Spiel mit! (Spielzeuggeschäft): Lars Harnischträger verkauft in seinem bunten Laden am Kolosseum Spielzeug, Würfel und Brettspiele für Kinder und für die Wettfreunde der Rennen.
- Traumleben Verlag (Buchhandel): Der Verlag des Herrn Horn druckt und verkauft Bücher, Flugschriften und die Programme der Festspiele.
Kampfschulen und Lehranstalten
- Gladiatorenschule am Athos-Kolosseum (Kampfschule): Unter den Rängen des Athos-Kolosseums, in den Gewölben hinter dem Löwentor, liegt die Schule des Lanista Drusus Cato, der die Kämpfer für die Kaiser-Festspiele stellt. Auf dem sandigen Übungsplatz im Hof drillen Arenaveteranen Anfänger und Freiwillige, und wer die Gebühr zahlt, darf sich mit ihnen messen: erst mit den Neulingen, dann mit den Gladiatoren, die im Herbst vor sechzigtausend Schaulustigen antreten. Gelehrt wird, was in der Arena Beifall bringt: schnelle Finten, der gezielte Stich, die Parade mit dem kleinen Schild und das Gespür dafür, wann der Gegner müde wird.
- Bara Maszan (Schule): Die Bardenschule der Bara Maszan liegt in einer Gasse hinter dem Athos-Kolosseum, und wenn Festspiele sind, hört man bis in ihre Übungsräume den Lärm der Ränge. Die Leiterin, eine Sängerin mit silbernen Strähnen und einer Stimme, die auch ohne Anstrengung den Hof füllt, hat selbst zweimal bei den Kaiser-Festspielen gesungen und bildet seither Barden, Spielleute und Vortragskünstler aus, die später an den Höfen des Reiches gefragt sind. Anfänger lernen bei ihr Laute und Flöte, die Fortgeschrittenen Versmaß, Rede und die Kunst, ein Publikum zu gewinnen, das eigentlich Wagenrennen sehen wollte. Lehrt Dichtkunst, Galanterie, Rhetorik, Singen, Musik und Verführen.
- Jasse Toukolainen (Schule): Am Großen Markt, wo die Reichsstraßen aus dem Osten und vom Meer zusammenlaufen, betreibt der alte Jasse Toukolainen seine Sprachschule. Der weißhaarige Mann aus dem Norden kam vor vierzig Jahren als Dolmetscher der Marktbasilika nach Eodatia, wo die Kaufleute aus dem ganzen Reich ihre Streitigkeiten verhandeln, und hat seither jede Sprache aufgeschnappt, die an seinem Tisch gesprochen wurde. Er lehrt das Imperial der Kanzleien und seine Schrift, das Nordahejmisch seiner Heimat samt Runen, das Bajidai der Wüstenhändler und, für die Hartgesottenen, das Knurren der Goblins, das er nach eigener Auskunft von einem Gefangenen lernte. Lehrt Imperial, Imperiale Zeichen, Bajidai, Bayjad, Nordahejmisch, Nordahejmrunen und Goblinisch.
- Varrod Gnitzinger zu Köhlerfort (Lehrmeister): Auch wenn man es hier kaum erwartet, hat man in Varrod Gnitzinger zu Köhlerfort einen äußerst kompetenten Magus gefunden, dessen Erklärungen durchaus auch Laien verständlich sind. Lehrt Magietheorie, Magira und Magiraglyph.
Umgebung
- Landschaft: Flussau am Hauptarm des Rifan, nach Osten hin Felder und Höfe an der Via Aurisia
- Vegetation: Auwald am Ufer, Getreidefelder und Obstgärten im Osten
- Tierwelt: Reiher und Enten in der Au, Pferde und Ochsen der Fuhrleute
Wegweiser
Landweg
- Akademieviertel (Eodatia) (Hl. Kaiserreich (Königreich Eodatien)), 4 Meilen (Innenstadt, Stadt)
- Palaststadt (Eodatia) (Hl. Kaiserreich (Königreich Eodatien)), 4 Meilen (Innenstadt, Stadt)
- Rifansund (Hl. Kaiserreich (Königreich Eodatien)), 97 Meilen (Via Aurisia (Reichsstraße IV), Flussau)
- Sonnenbrück (Eodatia) (Hl. Kaiserreich (Königreich Eodatien)), 6 Meilen (Innenstadt, Stadt)
- Steinklippen (Eodatia) (Hl. Kaiserreich (Königreich Eodatien)), 7 Meilen (Innenstadt, Stadt)