Steinklippen (Eodatia)
Allgemein
Steinklippen ist der Seehafen von Eodatia, der Hauptstadt des Heiligen Kaiserreichs, an der Mündung des Unterrifan ins Meer. In den natürlichen Buchten unter den Klippen liegen der Überseehafen, die Werften und die Flottenbasis der Galeeren des Reiches; über das Seetor kommt, wer aus Übersee oder von den Küsten des Südens nach Eodatia reist.
Direkt an Theadorsheim schließt sich Steinklippen an, eine ehemals eigenständige Stadt, die vor etwa 350 Jahren durch das Gold der Stadtoberen erworben wurde. Ziel war die Errichtung eines neuen, größeren Hafens direkt am Meer. Durch das rapide Wachstum Eodatias wollte der Kaiser einen zweiten Übersee-Umschlag getrennt von dem bisherigen Flusshafen errichten und zugleich eine mächtige Flottenbasis für die Galeeren des Reiches aufbauen. Steinklippen bot sich hierzu an, da der Ort an der Mündung des Unterrifan natürliche Buchten bietet, die ideal für wettergeschützte Anlagen sind. Die hier stehenden Kaiser-Valkim-Thermen sind weithin berühmt für ihre heilkräftige Wirkung, die angeblich aus einer nur hier bekannten Mischung von See-, Fluss- und Quellwasser sowie einigen geheimen Ingredienzen bestehen und viele Krankheiten heilen können.
Herkunft des Namens
Nach den Felsklippen, die die Buchten an der Mündung des Unterrifan gegen das offene Meer schützen.
Politik
Steinklippen untersteht als Flottenbasis unmittelbar dem Reich; der Hafenzoll wird am Seetor erhoben. Die Königlich Eodatische Werften Compagnie baut hier im Auftrag von Krone und Reich.
Geschichte
Vor etwa 350 Jahren kaufte die Stadt den damals eigenständigen Ort mit dem Gold ihrer Stadtoberen, um einen zweiten, größeren Hafen direkt am Meer und eine Flottenbasis anzulegen. Die Kaiser-Valkim-Thermen sind seit Jahrhunderten für ihre Heilkraft berühmt.
Einwohner
Seeleute, Werftarbeiter, Lastträger, Marinesoldaten, Zöllner, dazu die Badegäste der Thermen und in den Speichergassen allerlei Volk, das man besser nicht nach seinem Gewerbe fragt.
Stadtbild
Speicher an Speicher, Krantürme und Teerküchen; die Gassen riechen nach Salz, Fisch und Pech. Über dem Hafen die Thermen, an der Mündung die Docks der Werften.
Berühmte Bauwerke
- Kaiser-Valkim-Thermen, weithin berühmt für ihre heilkräftigen Bäder aus See-, Fluss- und Quellwasser.
- Flottenbasis der Galeeren des Reiches in den Buchten unter den Klippen.
- Werften der Königlich Eodatischen Werften Compagnie.
- Seetor mit dem Hafenzoll.
Besonderheiten
- Markt
- Hafen
- Lagerhaus
Banken
- Vellhafener Handelsbank: Am Hafen von Steinklippen, keine hundert Schritt vom Seetor entfernt, unterhält die Vellhafener Handelsbank eine Filiale für die Seehändler: ein niedriges, schweres Haus aus Klippenstein mit einem Schalterraum, der nach Salz und Pfeffer riecht, weil die Gewürzspeicher gleich nebenan liegen. Die Kapitäne aus dem Städtebund lösen hier die Kreditbriefe der Hauptstadt ein, bevor sie wieder auslaufen, und die Reeder von Steinklippen finanzieren hier ihre Ladungen für den Norden.
Gasthäuser
- "Zum Taschendieb" (einfaches Gasthaus, mit Betten): Das Gasthaus "Zum Taschendieb" scheint eine ziemlich derbe Taverne zu sein. Als du sie betrittst, fällt dir als erstes der Wirt auf, der mit seiner schwarzen Augenklappe nicht gerade vertrauenerweckend aussieht. Die Tische und Stühle sind aus einfachem, unbearbeitetem Holz und wirken recht schlicht. Wirt Harkon Einauge.
Händler
- Dargels Werkzeugladen (Werkzeugmacher): Wie es sich für eine richtig Hafenstadt gehört, ist das Angebot an richtigem Werkzeug recht umfangreich und vor allem gut. Diese Händlerin stellt dabei die besten Stücke zur Verfügung und kann auch sonst so manchen Tipp fürs Handwerk geben. “...
- Farlorn Eichenlaub, Schmiede (Rüstungsmacher): Dieser Steinbau hebt sich ein bisschen von allen anderen Gebäuden ab. Er scheint größer und auch besser befestigt zu sein als die restlichen Häuser der Umgebung. „Farlorn Eichenlaub, Schmied“ steht auf dem Schild.
- Nahrungsmittel (Lebensmittel): Nicht ein Stand oder Geschäft, sondern verschiedene kleine Auslagen bilden das Angebot, das von den Bauern, Hirten und Sammlern der Umgebung hier zum Verkauf angepriesen wird.
- Ahmed der Stählerne (Waffenschmiede): Ahmed ben Hasrend schmiedet in seiner Werkstatt am Hafen Klingen für Seeleute und Marinesoldaten; der Beiname stammt von seinen Kunden.
- Königlich Eodatische Werften Compagnie (Boots-/Schiffbauer): Die Werften Compagnie baut und repariert unter Meister Andrianus Boote, Küstensegler und die Galeeren des Reiches; kleinere Boote werden auch an Privatleute verkauft.
Kampfschulen und Lehranstalten
- Marineakademie am Seetor (Marineakademie): Hinter dem Seetor, wo die Galeeren des Reiches in den geschützten Buchten unter den Klippen liegen, steht die Marineakademie: ein wuchtiger Steinbau mit eigenem Exerzierkai, auf dem die Ausbilder der Reichsflotte ihre Seekadetten drillen. Gelehrt wird, was auf engem Deck zählt: der Säbel und der kurze Speer, das Entern über die Reling, der Kampf mit dem Rücken zum Wasser, ohne Raum zum Ausweichen. Wer nicht zur Flotte gehört, darf gegen eine Gebühr an die Flottenkasse mitüben; die Ausbilder nehmen darauf keine Rücksicht, und wer im Übungskampf ins Hafenbecken fällt, wird ausgelacht, bevor man ihn herauszieht.
- Chadim ben Yakuban (Lehrmeister): Chadim ben Yakuban hat in der zweiten Schlacht von Ruzuk gestanden, und wer ihn danach fragt, bekommt keine Antwort, sondern eine Übung. Seine Halle liegt in einer der Speichergassen hinter dem Seetor, ein ehemaliger Segelspeicher mit Sandboden, in dem es nach Tauwerk und Öl riecht. Der Meister, ein hagerer Mann mit grauem Bart und ruhigen Händen, lehrt den Säbel, wie ihn die Seeleute der Flotte führen, und die schwere Zweihandklinge, mit der er selbst berühmt wurde. Lehrt Säbel, Zweihandklingen und Selbstbeherrschung.
- Kuolema Tejtedotter (Lehrmeisterin): In einer Kammer über einem Tauwerkspeicher unweit des Seetors, kaum größer als eine Schiffskoje, hat sich Kuolema Tejtedotter niedergelassen. Die alte Frau aus dem Norden hat mehr Jahre auf dem Varunischen Meer verbracht, als sie zugibt, und man munkelt in den Speichergassen, nicht alle davon auf ehrlichen Schiffen. Ihre Arme sind bis zu den Schultern mit Wellen, Ankern und Runen bedeckt, und mit Nadel und Ruß bringt sie dieselbe Kunst jedem bei, der ruhige Hände und ein paar Heller hat. Lehrt Tätowieren.
- Wulffdan Trondeson (Lehrmeister): Wulffdan Trondeson hat als Steuermann auf den Galeeren des Reiches gedient und danach ein halbes Leben lang Küstensegler zwischen Eodatia und den Seestädten geführt. Heute sitzt der alte Seebär in einer Stube am Flottenhafen, aus deren Fenster man die Buchten unter den Klippen überblickt, und unterrichtet, was er selbst auf dem Wasser gelernt hat: Segel und Ruder, den Umgang mit dem Boot in der Strömung der Rifanmündung, Karten, Sterne und Küstenlinien. Seine Art ist rau und direkt, und wer eine Frage zweimal stellt, bekommt sie zweimal barsch beantwortet, aber richtig. Lehrt Seefahrt, Geografie, Navigation und Boote fahren.
- Kaiser-Valkim-Thermen (Lehrmeister): Die Kaiser-Valkim-Thermen sind weithin berühmt für die Heilkraft ihres Wassers, doch ihr eigentlicher Schatz sind die Bademeister, die seit Generationen die Kranken und Verwundeten pflegen, die hierher gebracht werden. In einem Seitenflügel der Thermen, zwischen dampfenden Becken und Liegen aus hellem Holz, unterrichtet der Obere Bademeister Quintus Valla jeden, der es ernst meint: Wunden reinigen und verbinden, Fieber deuten, Knochen setzen, und was ein Körper braucht, um wieder auf die Beine zu kommen. Marinesoldaten und Werftarbeiter sind seine häufigsten Patienten und darum auch seine besten Lehrstücke. Lehrt Wundenheilung, Krankheitsheilung, Erste Hilfe und Anatomie.
Umgebung
- Landschaft: Küste mit Klippen und Buchten an der Mündung des Unterrifan ins Thalassa
- Vegetation: Strandhafer und Salzwiesen, Tamarisken an den Klippen
- Tierwelt: Möwen, Kormorane, Seehunde vor den Klippen, Ratten in den Speichern
Wegweiser
Landweg
- Fischerort-Südstadt (Eodatia) (Hl. Kaiserreich (Königreich Eodatien)), 7 Meilen (Innenstadt, Stadt)
- Palaststadt (Eodatia) (Hl. Kaiserreich (Königreich Eodatien)), 11 Meilen (Innenstadt, Stadt)
- Theadorsheim (Eodatia) (Hl. Kaiserreich (Königreich Eodatien)), 7 Meilen (Innenstadt, Stadt)
