Auenhof-Weststadt (Eodatia)
Inhaltsverzeichnis
Allgemein
Auenhof-Weststadt ist der westliche Bezirk von Eodatia, der Hauptstadt des Heiligen Kaiserreichs, beiderseits des Hellrifan, eines der Arme des Rifan. Vom einstigen Bauerndorf Auenhof ist wenig geblieben: Mietskasernen bis zu sechs Geschossen prägen den Bezirk, in dem der Großteil des einfachen Volkes der Stadt wohnt. Am Westtor beginnt die Reichslandstraße nach Calesia, die Calesiastraße.
Westlich der Palaststadt liegt das einstmals malerische Auenhof, das erst spät an die Metropole angeschlossen wurde, aber in den letzten 100 Jahren umso stärker gewachsen ist. Heute erstrecken sich, soweit das Auge reicht, Mietskasernen, nur unterbrochen von wenigen verbliebenen Höfen, die neben Vieh auch leichte Landwirtschaft betreiben. Durch eine recht gezielte Bebauung, die immer wieder größere Ansammlungen der teils bis zu sechsgeschossigen Gebäude mit landwirtschaftlicher Nutzung abwechseln, entsteht in den eher mittellosen Bevölkerungsschichten jedoch nicht der Eindruck einer Verarmung und man sieht sich weit über den Hafenbaracken stehend. Quer durch Auenhof fließt der Hellrifan, einer der Arme des Rifan, und mündet schließlich an der Grenze zu Fischerort ins Thalassa. In der Ortsmitte führte einst die einzige Fährverbindung über den breiten Strom, so dass hier uralte militärische Wehrbauten und jüngere prächtige Gebäude von den recht guten Einnahmen aus den Fährgeldern künden. An den westwärts gelegenen Außenbereichen siedeln sich nach und nach wieder Bauersleute an, die die relative Nähe zu den Märkten der Stadt schätzen.
Wo einst allein die Fähre über den Hellrifan setzte, führt heute eine der fünf steinernen Brücken der Stadt hinüber zur Hochstadt. Die Fährleute-Zunft hat ihr Gewerbe darum auf die kleineren Arme und die Vorstädte verlegt und wacht eifersüchtig über jede Anlegestelle.
Herkunft des Namens
Auenhof nach den alten Höfen in der Flussau des Hellrifan, Weststadt nach der Lage westlich der Palaststadt.
Politik
Das Westtor ist eines der vier Reichstore der Stadt. Die Fährleute-Zunft, die ihre alten Rechte an der Fährstelle verlor, als die Brücke gebaut wurde, hält heute die Anlegestellen an den kleineren Armen und in den Vorstädten in der Hand.
Geschichte
Auenhof wurde spät an die Stadt angeschlossen und ist in den letzten hundert Jahren umso stärker gewachsen. An der alten Fährstelle über den Hellrifan künden Wehrbauten und stattliche Häuser noch von den Einnahmen aus den Fährgeldern; heute führt hier eine der fünf steinernen Brücken zur Hochstadt.
Einwohner
Tagelöhner, Handwerker, Fuhrleute, Zugewanderte aus allen Provinzen, am Westrand wieder Bauersleute, die die Nähe zu den Märkten schätzen. Arm, aber nicht elend, und stolz darauf, nicht in den Hafenbaracken zu wohnen.
Stadtbild
Blöcke bis zu sechsgeschossiger Mietskasernen, dazwischen verbliebene Höfe mit Vieh und Gärten, der Stadionmarkt im alten Stadion und die Brücke über den Hellrifan mit den alten Wehrtürmen an der Fährstelle.
Berühmte Bauwerke
- Brücke über den Hellrifan an der alten Fährstelle, mit den uralten Wehrbauten.
- Stadionmarkt im ehemaligen Stadion des Bezirks.
- Westtor am Beginn der Calesiastraße.
Banken
- Imperiale Handelsbank: Am Anfang der Calesiastraße, wo die Weststadt in den alten Auenhof übergeht, hat die Imperiale Handelsbank eine kleine Filiale in einem ehemaligen Gutshaus mit Innenhof eingerichtet. Sie versorgt die Handwerker und Händler des Bezirks, die den weiten Weg über die Brücken in die Palaststadt scheuen, und die Reisenden, die von Calesia und der Küste her in die Stadt kommen.
Gasthäuser
- "Bei Onkel Igor" (gutes Gasthaus, mit Betten): Du bist froh, als du das Innere des Gasthofs "Bei Onkel Igor" erreicht hast. Draußen war es kalt, der Wind blies heftig und ein kalter Regen tat sein Übriges, um deine Vorfreude auf ein gemütliches Nachtlager zu verstärken. Der Wirt sieht dich erfreut an und fragt sogleich, was er für dich tun könne. Wirt Onkel Igor.
- "Götterglanz" (einfaches Gasthaus, mit Betten): "Götterglanz" stand auf dem Schild vor der Tür, welche zur örtlichen Taverne gehört. Allerdings sind alles, was hier wirklich glänzt, die Gläser in den Regalen. Der Rest der Taverne ist versifft und verdreckt. Wirt Borin "Glanz" Trübauge.
Händler
- Nahrungsmittel (Lebensmittel): Nicht ein Stand oder Geschäft, sondern verschiedene kleine Auslagen bilden das Angebot, das von den Bauern, Hirten und Sammlern der Umgebung hier zum Verkauf angepriesen wird.
- Krämer (Krämer): Inmitten der engen Gassen von Fachwerkhäusern hängt ein Schild, welches hier endlich einen Krämer ausweist. Als du eintrittst, kommt dir ein schwitzender, feister Mann in gehobenem Alter entgegen. „Zum Gruße, edler Wandersmann!
- Graschas Stübchen (Kräuter- & Pflanzenhandel): In Graschas Stübchen riecht es nach getrockneten Kräutern, Wurzeln und Salben; die alte Grascha kennt jedes Kraut der Flussauen und schweigt über ihre Kunden.
- Falknerei Hayando (Tierhandel): Hayando züchtet und verkauft Falken, Habichte und Jagdhunde; die besten Vögel gehen an die hohen Häuser der Palaststadt.
- Stadionmarkt (Markt): Wie der Name schon sagt findet der Markt im ehemaligen Stadion statt, das auch nebenher als Steinbruch und Truppenübungsplatz benutzt wird Entsprechend in eine Ecke gezwängt ist dann auch der Markt. Trotzdem findet man hier fast alles, vom Alltäglichen bis zum Kuriosen. Nur wo man es finden kann und ob man es sich dann auch leisten kann, ist die Frage.
Kampfschulen und Lehranstalten
- Wehrhof an der Hellrifan-Brücke (Kampfschule): Die alten Wehrtürme an der einstigen Fährstelle über den Hellrifan haben ihre militärische Bedeutung längst verloren, doch in ihrem Hof übt bis heute die Bürgerwehr des Auenhofs, die in den Mietskasernen für Ruhe sorgt, wenn die Stadtwache nicht kommt. Ein pensionierter Legionär, den alle nur den Feldwebel nennen, bringt hier Lastträgern, Fährknechten und Gesellen die Grundlagen bei: Schild hoch, fest stehen, den Knüppel richtig halten. Die Gebühren sind niedrig, weil im Auenhof niemand viel hat, und wer sich gut anstellt, bekommt die zweite Lektion umsonst.
- Brauhaus Pexmet (Lehrmeister): Das Brauhaus Pexmet liegt zwischen zwei Mietskasernen am Hellrifan, und sein süßliches Braunbier fließt in den meisten Schenken der Weststadt. Ettel Plumbion, der Braumeister, ein rotgesichtiger Mann mit Schürze und ständig feuchten Händen, nimmt gegen eine Gebühr Lehrlinge an, die bei ihm Malz darren, Würze kochen und die Kunst des Hopfens lernen, wie sie in den Höfen des Auenhofs seit Generationen gepflegt wird. Wer die Lektion übersteht, darf am Ende sein eigenes Fass anstechen und muss es dann auch trinken. Lehrt Brauen.
- Magister Pompeius (Lehrmeister): Magister Pompeius ist ein älterer Magier, welcher in der privaten Schule auch Nichtmagiebegabten die Grundzüge der theoretischen Magie lehrt. Lehrt Magietheorie.
- Mechtbert Gnitzinger (Lehrmeister): Mechtbert Gnitzinger, der jüngere Bruder des Magus Varrod drüben in Theadorsheim, hat mit der Gelehrsamkeit seines Bruders nichts im Sinn. Er lebt auf einem der verbliebenen Höfe am Westrand des Auenhofs, wo Gemüsegärten und Kräuterbeete bis an die Mietskasernen reichen, und zieht dort Pflanzen, die sonst nur in den Wäldern jenseits des Westtors wachsen. Der mürrische Mann lehrt, was er selbst am liebsten allein täte: Kräuter finden, bestimmen, trocknen und wissen, welche heilen und welche nicht. Lehrt Pflanzenkunde und Kräuter suchen.
- Porthos di Lupo (Lehrmeister): Porthos di Lupo war Söldner, Fallensteller und Fuhrmann, bevor er in einem Hof am Stadionmarkt seine Gerberei aufmachte, in der es nach Lohe und Talg riecht. Der alte Abenteurer trägt im Winter einen Mantel aus Wolfsfellen, die er, wie er beteuert, alle selbst erlegt hat, und lehrt jedem, der die Gebühr zahlt und den Geruch erträgt, wie man Felle gerbt, Leder walkt und daraus Beutel, Gürtel und Stiefel macht. Bei der Arbeit erzählt er Geschichten, von denen mindestens die Hälfte wahr ist. Lehrt Gerben/Kürschnern und Lederarbeiten.
- Wulfhardt (Lehrmeister): Auf dem alten Turnierplatz im Schatten der Wehrtürme an der Hellrifan-Brücke hält der alte Wulfhardt seine Lehrstunden ab. Der ehemalige Ritter, den ein Sturz bei den Kaiser-Festspielen aus dem Sattel und aus dem Dienst warf, unterrichtet seither, was er selbst am besten konnte: das Reiten und den Angriff mit der eingelegten Lanze auf den Ring, die Puppe und, für die Fortgeschrittenen, den Gegenmann. Seine Pferde sind alt, aber geduldig, und die Bauernkinder vom Westrand, die er als Knappen anstellt, sammeln die Schüler auf, die im Sand landen. Lehrt Lanzenreiten und Reiten.
Umgebung
- Landschaft: Flussau beiderseits des Hellrifan, nach Westen hin Felder und Weiden an der Reichslandstraße nach Calesia
- Vegetation: Auwiesen, Weiden, Gärten und Felder am Westrand
- Tierwelt: Vieh der Höfe, Reiher und Enten am Hellrifan, Falken der Falknerei
Wegweiser
Landweg
- Calesia (Hl. Kaiserreich (Königreich Eodatien)), 100 Meilen (Reichslandstraße, Grasland und Wiesen)
- Fischerort-Südstadt (Eodatia) (Hl. Kaiserreich (Königreich Eodatien)), 7 Meilen (Innenstadt, Stadt)
- Palaststadt (Eodatia) (Hl. Kaiserreich (Königreich Eodatien)), 6 Meilen (Innenstadt, Stadt)
- Sonnenbrück (Eodatia) (Hl. Kaiserreich (Königreich Eodatien)), 8 Meilen (Innenstadt, Stadt)