Fürstentum Wulffenberg: Unterschied zwischen den Versionen

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Das '''Fürstentum Wulffenberg''' ist ein kleines, altes Land am Südostufer des [[Varunisches Meer|Varunischen Meeres]], ein schmaler Küstenstreifen zwischen dem [[Königreich Deodatien]] im Westen und Süden und dem [[Großherzogtum Rosenburg]] im Osten. Sein Herz ist die Residenz [[Wulffenberg]] an der Mündung des Arelt, „die dräuende Alte“, Sitz des Fürsten, der Wolfenritter und der wichtigsten Reichsgarnison am Varunischen Meer. Durch das Fürstentum zieht die Kaiser-Ionas-Allee ([[Straße|Reichsstraße I]]) von Rosenburg nach Eodatia; wer sie reist, kommt an Wulffenberg nicht vorbei.
 
Das '''Fürstentum Wulffenberg''' ist ein kleines, altes Land am Südostufer des [[Varunisches Meer|Varunischen Meeres]], ein schmaler Küstenstreifen zwischen dem [[Königreich Deodatien]] im Westen und Süden und dem [[Großherzogtum Rosenburg]] im Osten. Sein Herz ist die Residenz [[Wulffenberg]] an der Mündung des Arelt, „die dräuende Alte“, Sitz des Fürsten, der Wolfenritter und der wichtigsten Reichsgarnison am Varunischen Meer. Durch das Fürstentum zieht die Kaiser-Ionas-Allee ([[Straße|Reichsstraße I]]) von Rosenburg nach Eodatia; wer sie reist, kommt an Wulffenberg nicht vorbei.
  
Das Fürstentum gehört seit den Jahren 295 bis 320 n.Z. zum Reich, ist loyal, aber eigenbrötlerisch: Die Fürsten haben nie versucht, ihr Land zu vergrößern, und lassen sich von niemandem in ihre Angelegenheiten reden. Nach außen wirkt Wulffenberg grau und verschlossen, nach innen ist es ein wohlhabendes Land von Handwerkern, Bauern, Brauern und Fischern.
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Das Fürstentum gehört seit den Jahren 295 bis 320 n.Z. zum Reich, ist loyal, aber eigenbrötlerisch: Über die alten Grenzen hinaus haben die Fürsten nie Land begehrt. Was sie aber einmal als das Ihre ansehen, geben sie nicht her, wie der lange Streit mit Rosenburg um Viereichen zeigt, und Konkurrenz vor der eigenen Haustür haben sie nie geduldet. In ihre Angelegenheiten lassen sie sich von niemandem reden. Nach außen wirkt Wulffenberg grau und verschlossen, nach innen ist es ein wohlhabendes Land von Handwerkern, Bauern, Brauern und Fischern.
  
 
=== Wappen ===
 
=== Wappen ===

Version vom 5. September 2026, 14:32 Uhr


Fürstentum Wulffenberg
Wappen
Schnellübersicht
Fläche ca. ??? Morgen
Einwohnerzahl ca. 60.000
Bevölkerungsdichte ca. ??? Ew/Morgen
Gehört zu Heiliges Kaiserreich
Hauptstadt Wulffenberg
Oberhaupt Wolfger III. von Wulffenberg


Allgemeines

Das Fürstentum Wulffenberg ist ein kleines, altes Land am Südostufer des Varunischen Meeres, ein schmaler Küstenstreifen zwischen dem Königreich Deodatien im Westen und Süden und dem Großherzogtum Rosenburg im Osten. Sein Herz ist die Residenz Wulffenberg an der Mündung des Arelt, „die dräuende Alte“, Sitz des Fürsten, der Wolfenritter und der wichtigsten Reichsgarnison am Varunischen Meer. Durch das Fürstentum zieht die Kaiser-Ionas-Allee (Reichsstraße I) von Rosenburg nach Eodatia; wer sie reist, kommt an Wulffenberg nicht vorbei.

Das Fürstentum gehört seit den Jahren 295 bis 320 n.Z. zum Reich, ist loyal, aber eigenbrötlerisch: Über die alten Grenzen hinaus haben die Fürsten nie Land begehrt. Was sie aber einmal als das Ihre ansehen, geben sie nicht her, wie der lange Streit mit Rosenburg um Viereichen zeigt, und Konkurrenz vor der eigenen Haustür haben sie nie geduldet. In ihre Angelegenheiten lassen sie sich von niemandem reden. Nach außen wirkt Wulffenberg grau und verschlossen, nach innen ist es ein wohlhabendes Land von Handwerkern, Bauern, Brauern und Fischern.

Wappen

Ein roter, aufgerichteter Wolf auf silbernem Grund. Die Residenzstadt führt zwei einander zugewandte schwarze Wölfe über blauem Wasser.

Landschaft und Klima

Ein flacher, feuchter Küstenstreifen am Varunischen Meer: Salzwiesen, Deiche und Kornfelder im Norden um Sternbach und Haseldam, der Flusshügel von Wulffenberg im Süden, dahinter dichter Wald. Das Wetter ist das des Binnenmeeres: Nieselregen, Nebel und Zwielicht sind in Wulffenberg so üblich, dass die Städter den Sonnenschein von Sternbach für eine Eigenheit halten.

Seen und Flüsse

Der Arelt kommt aus dem Großherzogtum Rosenburg, tritt unterhalb von Viereichen ins Fürstentum über und mündet bei Wulffenberg ins Varunische Meer; die alte Steinbrücke der Reichsstraße ist der einzige feste Übergang über seinen Unterlauf. Der Sternbach ist ein träges, fischreiches, aber nicht schiffbares Flüsschen, das bei der gleichnamigen Stadt in das Meer fließt. Das Varunische Meer selbst ist flach, brackig und voller Sandbänke; die Küstensegler von Wulffenberg und Sternbach fahren nach Kahnfurt und Blauseeheim.

Wälder

Westlich und südwestlich von Wulffenberg beginnt der Düstertann, ein dichter, dunkler Wald, aus dessen Tiefen seit jeher „Plagen“ über das Fürstentum kommen: Wölfe, Varge und Dinge, die niemand benennen will. Im Düstertann liegt die Wargenspalte, eine Schlucht, die im Epigraph der Residenz als „furchtbar“ besungen wird und die kein Wulffenberger freiwillig aufsucht. Im Nordosten reicht der Rosenforst des Großherzogtums bis an die Weiden von Haseldam.

Flora und Fauna

Korn, Hopfen und Gerste auf den Uferfeldern des Sternbach, Schafe auf den Salzwiesen von Haseldam, Fisch und Riesenstör im Varunischen Meer. Im Düstertann Rotwild, Wildschwein, Bär und Wolf; von den Vargen, riesigen wolfsartigen Bestien mit glühenden Augen, die sich beim Tod in übel riechenden Rauch auflösen sollen, berichten die Holzfäller mehr, als den Gelehrten lieb ist.

Bevölkerung

Etwa 60.000 Menschen, fast ausschließlich Mittelländer. Die drei Orte des Fürstentums sind Wulffenberg (rund 5.600 Einwohner), Sternbach (rund 9.500) und Haseldam (rund 550); der Rest lebt auf Höfen und in Weilern entlang der Küste und der Reichsstraße.

Sprache und Schrift

Imperial (Imperiale Zeichen).

Geschichte

Der Hügel an der Areltmündung war schon vor der Reichszeit ein befestigter Flussübergang, an dem sich die Handelswege trafen; die alte, massive Steinbrücke stammt nach Meinung der Gelehrten noch aus der Zeit vor der Großen Katastrophe. Die Herren „zum Berg der Wulffen“ hielten den Übergang durch die dunklen Jahrhunderte, bis das Land in den Jahren 295 bis 320 n.Z. zusammen mit Rosenburg, Aldenburg und Grünbergen als befriedetes Land in das Heilige Kaiserreich eintrat (siehe Chronologie des Heiligen Kaiserreichs).

Unter Kaiser Ionas (342 bis 365 n.Z.) wurde die Reichsstraße I von Eodatia nach Rosenburg erneuert, die seither seinen Namen trägt; einige Zeit danach setzte man auch die Areltbrücke wieder instand, und Wulffenberg wurde zur Reichsgarnison am Varunischen Meer.

Mit dem Großherzogtum Rosenburg stritt das Fürstentum über Generationen um das Rhea-Dorf Viereichen am Südufer des Arelt, bis ein kaiserlicher Schiedsspruch die Grenzen neu ziehen ließ und das Dorf Rosenburg zusprach. Die Wulffenberger haben das nie ganz verwunden; die reichen Familien beider Länder verbringen dennoch gemeinsam den Sommer in Blauenbach.

Vor rund sechzig Jahren wurde Wulffenberg von marodierenden Söldnerheeren belagert, deren Herkunft die Chronisten verschweigen. Die Stadt hielt, und noch heute erzählt man, dass die Töpfe des Hauses Cellarius damals zu Helmen wurden. Seither herrscht ein relativer Friede, unterbrochen nur von den Plagen aus dem Düstertann.

Herrschaft und Politik

Oberhaupt

Fürst Wolfger III. von Wulffenberg, Erbfolge nach Primogenitur. Das Fürstentum hat keine Kurwürde.

Staatsform und Verwaltung

Fürstentum mit kleinem Hof in Wulffenberg. Der Fürst hält keinen zweiten Hof: In Sternbach vertritt ihn ein Zöllner, in Haseldam ein Schultheiß. Die Bürgerschule der Residenz unterhält er aus eigener Schatulle.

Militär

  • Reichsgarnison Wulffenberg: die wichtigste kaiserliche Garnison am Varunischen Meer, in der Feste auf dem Stadthügel.
  • Wolfenritter: der Orden der kühnen und streitbaren Verteidiger der Krone derer zum Berg der Wulffen, ein Athos-Orden des Fürstenhauses mit geheimer Akademie in Wulffenberg.
  • Stadtgarde Wulffenberg: Bogenschützen, die ihre Kunst auch zahlungswilligen Bürgern beibringen.

Städte

Wirtschaft und Handel

Wulffenberg lebt von seinen Handwerkern und Künstlern: den Klingen Havards, den Instrumenten der Lyra Stellarius, den Knobelspielen der Blauen Spielkiste und den Töpfen des Hauses Cellarius. Sternbach liefert Korn und das Sternenbräu, das auch am Fürstenhof getrunken wird, Haseldam die wolligsten Schafe diesseits des Varunischen Meeres. Die Reichsstraße I bringt den Durchgangshandel zwischen Rosenburg und Eodatia, etwa das Setvenner Segeltuch, und der Hafen von Wulffenberg verbindet das Fürstentum über See mit Kahnfurt und Blauseeheim. Das Fürstentum gehört zur Handelsregion Zentrales Kaiserreich.

Religion

Der Glaube im Kaiserreich mit Iatan an der Spitze; die Fischer und Küstensegler halten sich an Aiagos. Über allem steht in Wulffenberg jedoch Athos: Die Wolfenhalle, der Tempel des Kriegsgottes auf der Kuppe des Stadthügels, ist zugleich das Herz der Wolfenritter, die der Athos-Kirche des Westens folgen. Die Pilger des Fürstentums ziehen zu Rhea nach Viereichen jenseits der Grenze.

Kultur und Küche

Das Theater von Wulffenberg und die Musikschule „Sang & Klang“ tragen den Ruf der Stadt weit hinaus; die Wulffenberger gelten als kunstsinnig, wortkarg und wetterfest. Man isst Räucherfisch und Lammeintopf, trinkt Sternenbräu und die Schnäpse aus dem „Haus am Markt“ und lässt sich vom Nieselregen nichts anmerken.

Sagen und Legenden

  • Aus dem Düstertann kommen die Varge: riesige Wölfe mit rot glühenden Augen, die einzelne Reisende anfallen und sich, erschlagen, in grün-grauen Rauch auflösen. Was sie schickt, weiß niemand; die Wargenspalte gilt als ihr Ursprung.
  • Muffhusen, ein Marktflecken an der Reichsstraße jenseits der Grenze zu Deodatien, blühte einst als Konkurrenz zu Wulffenberg, bis ein Feuer es zerstörte. Nachts sollen dort die Seelen der Kaufleute heulen; wer in Wulffenberg fragt, wer das Feuer gelegt hat, bekommt keine Antwort.
  • Im Fischerdorf Deichaue jenseits der Westgrenze ist der Dunkelquell versiegt; die Alten sagen, sein Wasser sei in die Wargenspalte gelaufen.