Markgrafschaft Ostmark: Unterschied zwischen den Versionen
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| − | Die '''Markgrafschaft Ostmark''' ist die östlichste Grenzprovinz des [[Heiliges Kaiserreich|Heiligen Kaiserreiches]]. Sie wurde im Jahr 520 n.Z. als Wehrmark gegen die [[Aivarunen]] eingerichtet und grenzt heute an die [[Adelsrepublik Grauland]], das [[Königreich Grünbergen]], die [[Grafschaft Zweiseen]] und die [[Aivarunenlande]]. Regiert wird sie in Primogenitur von Markgraf Friedmuth von Ostmark aus der Residenzstadt [[Kaiserstein]]. | + | Die '''Markgrafschaft Ostmark''' ist die östlichste Grenzprovinz des [[Heiliges Kaiserreich|Heiligen Kaiserreiches]]. Sie wurde im Jahr 520 n.Z. als Wehrmark gegen die [[Aivarunen]] eingerichtet und grenzt heute an die [[Adelsrepublik Grauland]], das [[Königreich Grünbergen]], die [[Grafschaft Zweiseen]] und die [[Aivarunenlande]]; jenseits des Tamurs liegen die Grafschaft [[Sonnenburg-Athois]] und die [[Markgrafschaft Tamurlande]]. Regiert wird sie in Primogenitur von Markgraf Friedmuth von Ostmark aus der Residenzstadt [[Kaiserstein]]. |
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| − | Die Ostmark ist ein weites, waldreiches Land zwischen dem [[Tamur]] im Westen und dem [[Graustein-Gebirge|Grausteingebirge]] im Osten. Sie gilt als rau, dünn besiedelt und wehrhaft. Ihre Bedeutung für das Reich liegt weniger im Reichtum als in der Lage: Hier endet die Ostmarkstraße ([[Straße|Reichsstraße IX]]), hier steht die einzige Legion östlich des Tamurs, und hier läuft der Landhandel zwischen Kaiserreich und Grauland über die Grenze. | + | Die Ostmark ist ein weites, waldreiches Land zwischen dem [[Tamur]] und dem [[Ewigmoor]] im Westen und dem [[Graustein-Gebirge|Grausteingebirge]] im Osten. Sie gilt als rau, dünn besiedelt und wehrhaft. Ihre Bedeutung für das Reich liegt weniger im Reichtum als in der Lage: Hier endet die Ostmarkstraße ([[Straße|Reichsstraße IX]]), hier steht die einzige Legion östlich des Tamurs, und hier läuft der Landhandel zwischen Kaiserreich und Grauland über die Grenze. |
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Das Klima ist kontinental: kurze, heiße Sommer und lange, harte Winter mit viel Schnee. Die Winter der Ostmark sind berüchtigt und deutlich strenger als im benachbarten [[Grafschaft Zweiseen|Zweiseen]]. | Das Klima ist kontinental: kurze, heiße Sommer und lange, harte Winter mit viel Schnee. Die Winter der Ostmark sind berüchtigt und deutlich strenger als im benachbarten [[Grafschaft Zweiseen|Zweiseen]]. | ||
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* '''[[Nebelsee]]:''' Der große See im Nordosten, von den Ostmärkern „das kleine Meer“ genannt. An seinem Südufer liegt [[Asmarea]]. | * '''[[Nebelsee]]:''' Der große See im Nordosten, von den Ostmärkern „das kleine Meer“ genannt. An seinem Südufer liegt [[Asmarea]]. | ||
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* '''Der Hexensee:''' Ein kleiner, versteckter Waldsee eine halbe Tagesreise von [[Huckendorf]] am Rand des Breitwalds, um dessen Insel sich Hexengeschichten ranken. | * '''Der Hexensee:''' Ein kleiner, versteckter Waldsee eine halbe Tagesreise von [[Huckendorf]] am Rand des Breitwalds, um dessen Insel sich Hexengeschichten ranken. | ||
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* '''Wald:''' Eiche, Rotbuche und Kiefer im Ostmärker Forst; Silbertannen an den Hängen des Grausteingebirges. | * '''Wald:''' Eiche, Rotbuche und Kiefer im Ostmärker Forst; Silbertannen an den Hängen des Grausteingebirges. | ||
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* '''Nutzpflanzen:''' Roggen, Hafer und Rüben auf den Rodungen; Wermut, Minze und Wundkräuter werden im Forst gesammelt. | * '''Nutzpflanzen:''' Roggen, Hafer und Rüben auf den Rodungen; Wermut, Minze und Wundkräuter werden im Forst gesammelt. | ||
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* '''Nutztiere:''' Die Ostmark züchtet schwere Pferde für die Legion; im Norden werden Rinder und Schafe gehalten. | * '''Nutztiere:''' Die Ostmark züchtet schwere Pferde für die Legion; im Norden werden Rinder und Schafe gehalten. | ||
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== Kultur und Küche == | == Kultur und Küche == | ||
| − | Die Ostmärker essen deftig: Wildbraten, Räucherfisch aus Asmarea, Roggenbrot, Sauerkraut und das dunkle Kaisersteiner Bockbier. In Huckendorf wird Baumrindenschnaps | + | Die Ostmärker essen deftig: Wildbraten, Räucherfisch aus Asmarea, Roggenbrot, Sauerkraut und das dunkle Kaisersteiner Bockbier. In Huckendorf wird Wacholderschnaps gebrannt und der grauländische Baumrindenschnaps aus [[Barkholtz]] getrunken, in Salzklamm ein scharfes Bergmannsbier gebraut. Jedes Jahr im Spätsommer feiert Kaiserstein das '''Hasurenfest''' zur Erinnerung an die Rettung der Mark durch die grauländischen Flügelhasuren. |
== Sagen und Legenden == | == Sagen und Legenden == | ||
Aktuelle Version vom 3. September 2026, 20:38 Uhr
| Markgrafschaft Ostmark | |
|---|---|
| Wappen | |
| Schnellübersicht | |
| Fläche | ca. 600.000 Morgen |
| Einwohnerzahl | ca. 350.000 |
| Bevölkerungsdichte | ca. 0,6 Ew/Morgen |
| Gehört zu | Heiliges Kaiserreich |
| Hauptstadt | Kaiserstein |
| Oberhaupt | Friedmuth von Ostmark |
Die Markgrafschaft Ostmark ist die östlichste Grenzprovinz des Heiligen Kaiserreiches. Sie wurde im Jahr 520 n.Z. als Wehrmark gegen die Aivarunen eingerichtet und grenzt heute an die Adelsrepublik Grauland, das Königreich Grünbergen, die Grafschaft Zweiseen und die Aivarunenlande; jenseits des Tamurs liegen die Grafschaft Sonnenburg-Athois und die Markgrafschaft Tamurlande. Regiert wird sie in Primogenitur von Markgraf Friedmuth von Ostmark aus der Residenzstadt Kaiserstein.
Inhaltsverzeichnis
Allgemeines
Die Ostmark ist ein weites, waldreiches Land zwischen dem Tamur und dem Ewigmoor im Westen und dem Grausteingebirge im Osten. Sie gilt als rau, dünn besiedelt und wehrhaft. Ihre Bedeutung für das Reich liegt weniger im Reichtum als in der Lage: Hier endet die Ostmarkstraße (Reichsstraße IX), hier steht die einzige Legion östlich des Tamurs, und hier läuft der Landhandel zwischen Kaiserreich und Grauland über die Grenze.
Wappen
Das Wappen der Ostmark zeigt in Gold einen schwarzen Balken.
Landschaft und Klima
Den größten Teil der Mark bedeckt der Ostmärker Forst, ein dichter Mischwald aus Eichen, Buchen und Kiefern, der sich vom Tamur bis an die Hänge des Grausteingebirges zieht und im Süden ohne sichtbare Grenze in den Breitwald Grünbergens übergeht. Im Norden lichtet sich der Wald zu Grasland und Weiden um Burgdorf, Kirchflecken und Tamurfurt, die jenseits des Silberflusses in die offene Steppe der grauländischen Krônmark Silvartann übergehen. Im Westen reicht das Ewigmoor von Zweiseen her bis vor die Tore Kaisersteins. Im Nordosten begrenzt der Nebelsee das Land, im Osten die ersten Ketten des Grausteingebirges, in denen bei Salzklamm Salz gebrochen wird.
Das Klima ist kontinental: kurze, heiße Sommer und lange, harte Winter mit viel Schnee. Die Winter der Ostmark sind berüchtigt und deutlich strenger als im benachbarten Zweiseen.
Seen und Flüsse
- Tamur: Der große Strom bildet die Nordwestgrenze der Mark gegen die Aivarunenlande, die Markgrafschaft Tamurlande und Sonnenburg-Athois. Bei Tamurfurt liegt der einzige Übergang.
- Nebelsee: Der große See im Nordosten, von den Ostmärkern „das kleine Meer“ genannt. An seinem Südufer liegt Asmarea.
- Silberfluss: Grenzfluss zum Grauland auf den letzten 90 Meilen vor seiner Mündung in den Nebelsee.
- Unterer Tamursee: Berührt die Mark im Südwesten; aus ihm tritt der Grones aus.
- Grones: Abfluss des Unteren Tamursees, fließt seicht und breit an Huckendorf vorbei nach Osten durch den Breitwald nach Grünbergen.
- Der Hexensee: Ein kleiner, versteckter Waldsee eine halbe Tagesreise von Huckendorf am Rand des Breitwalds, um dessen Insel sich Hexengeschichten ranken.
Flora und Fauna
- Wald: Eiche, Rotbuche und Kiefer im Ostmärker Forst; Silbertannen an den Hängen des Grausteingebirges.
- Grasland: Hartes Gras, Wacholder und Schlehe auf den Weiden im Norden.
- Nutzpflanzen: Roggen, Hafer und Rüben auf den Rodungen; Wermut, Minze und Wundkräuter werden im Forst gesammelt.
- Wildtiere: Wölfe und Bären im Forst, Wisente und Wildpferde auf den Weiden des Nordens, Hechte, Zander und die kleinen Nebelseemaränen im See.
- Nutztiere: Die Ostmark züchtet schwere Pferde für die Legion; im Norden werden Rinder und Schafe gehalten.
Bevölkerung
Die rund 350.000 Ostmärker sind fast ausschließlich Mittelländer. Die meisten leben als Bauern, Holzfäller und Köhler in kleinen Weilern auf den Rodungen des Forsts, die auf keiner Reisekarte verzeichnet sind. Auf den Weiden im Norden gibt es Rinderhirten, am Nebelsee Fischer, in Salzklamm Bergleute. Hinzu kommen Soldaten der Legion und der Grenzposten sowie eine kleine Zahl grauländischer Kaufleute und aivarunischer Söldner. Die Ostmärker gelten als wortkarg, ausdauernd, gastfreundlich gegenüber Gästen und misstrauisch gegenüber Obrigkeiten, die nicht aus der Mark stammen.
Geschichte
- 393 n.Z.: Zwei kaiserliche Legionen überschreiten von Kaiserstein aus die Grenze zu den Grauen Landen, um gegen den Athosanier-Orden zu kämpfen (Der zweite Nordlandkrieg). Kaiserstein ist damals noch ein befestigtes Lager am Ende der Straße.
- 520 n.Z.: Der Kaiser richtet die Ostmark als Grenzmark gegen die Aivarunen ein und lässt am Ende der Reichsstraße den Reichsstein setzen, um den herum die Stadt Kaiserstein entsteht.
- 522 bis 526 n.Z.: Die Steppenkriege. Aivarunische Reiter fallen in großer Zahl in die Ostmark ein, die kaiserlichen Truppen werden geschlagen und nach Norden getrieben. Erst die grauländischen Flügelhasuren, gemeinsam mit den Resten der Legion und einem Trupp Amazonen, erringen einen legendären Sieg. Seither pflegt die Ostmark ein enges, wenn auch nicht immer spannungsfreies Verhältnis zur Adelsrepublik Grauland.
- In den folgenden Jahrhunderten wird die Mark langsam besiedelt. Salzklamm wird zum Bergwerksort, Asmarea zur Fischer- und Wachstadt am Nebelsee, Kirchflecken zur Zollstelle für den Handel mit dem Grauland.
- Heute regiert Markgraf Friedmuth von Ostmark, der die Mark seinem Vater in Primogenitur nachfolgend übernommen hat.
Herrschaft und Politik
Oberhaupt
Markgraf Friedmuth von Ostmark, Residenz in Kaiserstein.
Staatsform und Verwaltung
Erbliche Markgrafschaft in Primogenitur. Der Markgraf ernennt Vögte für die Salzklamm, den Nebelsee und die Grenzposten; die Dörfer im Forst verwalten sich weitgehend selbst. Die Zölle an der Grauland-Grenze und der Salzzehnt aus Salzklamm sind die wichtigsten Einnahmen der Mark.
Militär
- Die Kaiserliche Legion im Lager vor Kaiserstein, die einzige Legion östlich des Tamurs.
- Die Markgräfliche Leibgarde in der Burg von Kaiserstein.
- Die Garnison Tamurfurt, die die Furt über den Tamur und die Grenze zu den Aivarunenlanden hält.
- Grenzer und Landwehr auf den Wachtürmen am Nebelsee, am Grauland-Tor von Kirchflecken und am Grenzposten Huckendorf.
Städte
- Kaiserstein – Residenzstadt und Legionsstandort (ca. 20.000 Einwohner)
- Asmarea – Fischer- und Wachstadt am Nebelsee (ca. 7.700 Einwohner)
- Tamurfurt – Festungsstadt an der Tamurfurt (ca. 6.200 Einwohner)
- Kirchflecken – Zoll- und Handelsstadt an der Grauland-Grenze (ca. 4.000 Einwohner)
- Salzklamm – Salzbergwerk in den Ausläufern des Grausteingebirges (ca. 3.300 Einwohner)
- Huckendorf – Köhlerdorf am Rand des Breitwalds (ca. 1.800 Einwohner)
- Burgdorf – befestigtes Dorf im Forst (ca. 800 Einwohner)
Wirtschaft und Handel
Das wichtigste Erzeugnis der Ostmark ist das Salz aus Salzklamm, das über die Salzstraße nach Kaiserstein und von dort ins Reich und ins Grauland geht. Daneben liefert die Mark Holz, Holzkohle, Felle, Pferde und Räucherfisch. Der Handel mit dem Grauland läuft über Kirchflecken und über den Nebelsee; der Handel ins Reich über die Ostmarkstraße durch Zweiseen, das dafür Zoll erhebt. In Kaiserstein hat sich das Ostmärker Handelskontor als Zusammenschluss der heimischen Kaufleute gebildet, in Kirchflecken ist die Handelsgesellschaft Salion vertreten. Die Imperiale Handelsbank unterhält Filialen in Kaiserstein und Kirchflecken.
Religion
Verehrt werden die Neun Götter des Kaiserreiches (Glaube im Kaiserreich). In allen größeren Orten stehen Tempel und Schreine; Kirchflecken ist aus einer Wallfahrtsstätte hervorgegangen.
Kultur und Küche
Die Ostmärker essen deftig: Wildbraten, Räucherfisch aus Asmarea, Roggenbrot, Sauerkraut und das dunkle Kaisersteiner Bockbier. In Huckendorf wird Wacholderschnaps gebrannt und der grauländische Baumrindenschnaps aus Barkholtz getrunken, in Salzklamm ein scharfes Bergmannsbier gebraut. Jedes Jahr im Spätsommer feiert Kaiserstein das Hasurenfest zur Erinnerung an die Rettung der Mark durch die grauländischen Flügelhasuren.
Sagen und Legenden
- Die Hexe vom Hexensee: Auf der Insel in einem versteckten Waldsee bei Huckendorf soll eine Hexe hausen. Niemand aus dem Dorf rudert dorthin (Breitwald).
- Der rote Stollen: Die Bergleute von Salzklamm erzählen von einem verschütteten Stollen, in dem das Salz rot schimmert und aus dem niemand zurückgekommen ist.
- Die Boote im Nebel: Am Nebelsee weiß jeder Fischer von Booten ohne Lichter, die in Nebelnächten vom aivarunischen Ufer herüberkommen.
- Der Reichsstein: Wer den Stein auf dem Markt von Kaiserstein berührt und dabei lügt, dem soll die Hand für ein Jahr zittern.
