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Liedgut des Barden Walter von der Salzwiese

250 Bytes entfernt, Montag um 16:13
Balladen
denn sonst ist sie schon bald … zu alt."<br />
Ein reicher Händler war der erste Kandidat, "<br /> er schien dem Vater eine gute Partie, "<br /> auch wenn er keine Haare auf dem Kopf mehr hat, "<br /> Die Mutter meint: „Den nimmt das Kind doch nie!“ "<br />
Dennoch wurde flugs, er zum Sonntagsmahl geladen, "<br /> er erschien im feinsten Zwirn und mit schwarzem Hut, "<br /> doch biss der Hund ihn in die Waden, "<br /> er roch wohl nicht besonders gut? "<br />
Susanne lobt den Hund und füttert ihn mit Leckerbissen, "<br /> denn diesen Kahlkopf will sie nicht zum Manne."<br /> Der Vater tobt: „Hast du denn gar kein Gewissen? "<br /> Nicht die Haare machen aus, den guten Ehemanne!“ "<br />
Susanne schmollt: „Ist mir egal, den Kahlkopf nehme ich nicht!“ "<br /> Der Händler schaut erst dumm, setzt wieder auf den Hut und geht dann wortlos fort. "<br /> Der Vater schreit: „Hat denn mein Wunsch in diesem Hause kein Gewicht? "<br /> Ich stand beim Händler doch im Wort!“ "<br />
Susanne tobt und weint und schmollt, "<br /> umarmt den Vater stumm."<br /> sie mag nicht wenn der Vater grollt "<br /> und hofft sie stimmt ihn um. "<br />
„Mein Vater, mein Vater ich liebe dich sehr“, "<br /> hört es der Vater in seinen Ohren hallen. "<br /> „Bitte bring mir keinen Kahlkopf mehr,"<br /> doch einer mit güldnen Locken, der könnt mir gefallen.“"<br />
„Papperlapapp!“ sagt der Vater geschwind,"<br /> „Güldene Locken ersetzen nicht Gold und Position"<br /> so kommst du mir nicht davon, mein Kind,"<br /> den nächsten den ich dir präsentiere, der wird mein Schwiegersohn.“"<br />
Der Sohn des Stadtkämmerers, ein Jüngling mit goldenem Haar,"<br /> schon lange verliebt in Susanne, die im Stadtpark er gesehen,"<br /> wurde durch Dritte die Geschichte gewahr,"<br /> und meinte sofort: „Da muss was geschehen!“"<br />
Flugs suchte er den Vater der Holden auf in seinem Kontor,"<br /> der saß hinter seinem Schreibtisch mit grimmigem Gesicht"<br /> Der Jüngling trat mutig und beherzt davor,"<br /> „Gebt mir Susanne zu Weibe“ verlangte er schlicht."<br />
Der Vater Susannchens guckt bass erstaunt,"<br /> auf den blondgelockten Jüngling von gutem Stande"<br /> weil Kandidat Susannens Gnade fand, war schon übel er gelaunt,"<br /> des Stadtkämmerer Sohn jedoch, schien ihm geeignet für Familienbande."<br />
Vom Diener lässt er flugs Frau und Tochter holen,"<br /> der Jüngling freut sich, vor Aufregung das Gesicht ganz fahl, <br /> der Vater hat Susanne dann barsch befohlen"<br /> „Dieser hier wird dein Gemahl, ich lass dir keine andre Wahl!“"<br />Susannchen erst stumm und blass dann bass erstaunt,"<br />glaubt ihren Augen nicht zu trauen,"<br />„Gut, ihn nehme ich“ hat sie dann leis geraunt"<br />und kann nicht aufhören mit Schauen."<br />
Susannchen erst stumm und blass dann bass erstauntVerliebt strahlt sie den Jüngling an,sie kann es gar nicht fassen."<br /> glaubt ihren Augen nicht Der Vater hochzufrieden, schaut stolz zu trauenseiner Gattin hin,"<br /> „Gut„Die Hochzeit, Weib, kannst du nun richten, ihn nehme ich“ hat sie dann leis gerauntdieses Mal scheint es zu passen.“"<br /> und kann Die Mutter strahlt nicht aufhören mit Schauenminder, hat Enkelkinder schon im Sinn."<br />
Verliebt strahlt sie den Jüngling anWas ihr, ihr lieben Leute, euch sicher schon gedacht, sie kann es gar nicht fassen."<br /> Der Vater hochzufrieden, schaut stolz zu seiner Gattin hinweil es sich nach der Geschicht' vermuten lässt,"<br /> „Die Hochzeitdie große Liebe war es, Weibdie Glut der Minne war entfacht, kannst du nun richten, dieses Mal scheint es zu passen.“"<br /> Die Mutter strahlt es dauerte nicht minderlange, da gab 's ein schönes Hochzeitsfest, hat Enkelkinder schon im Sinn."<br />
Was ihr, ihr lieben Leute, euch sicher schon gedachtDoch die Moral von der Geschicht',"<br /> weil die es sich nach der Geschicht' vermuten lässtja immer geben muss,"<br /> die große Liebe war es, die Glut der Minne war entfachtverrate ich euch noch nicht,"<br /> es dauerte nicht lange, da gab 's ein schönes Hochzeitsfest,denn für heut ist erst Mal Schluss."<br />
Doch die Moral von Ein ander Mal bin ich dann da "<br />und singe euch, was noch geschah,"<br />mit der Geschicht',glutäugigen Susanne "<br /> die es ja immer geben muss,und ihrem blondgelockten Manne."<br /> die verrate ich euch noch nichtBis dahin, ihr lieben Leut',"<br /> denn geduldet euch .. bin durch für heut ist erst Mal Schluss.'! "<br />
Ein ander Mal bin ich dann da "<br /div> und singe euch, was noch geschah,"<br /> mit der glutäugigen Susanne "<br /> und ihrem blondgelockten Manne."<br /> Bis dahin, ihr lieben Leut',"<br /> geduldet euch .. bin durch für heut'! "<br /div>
=='''Gassen- und Handwerkslieder'''==
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