Hauptmenü öffnen

AntamarWiki β

Änderungen

Liedgut des Barden Walter von der Salzwiese

4.326 Bytes hinzugefügt, Montag um 16:02
Balladen
Der Zwerg schaut verdutzt auf seine Hände, sichtlich erstaunt über dieses glückliche Ende,<br />
"Gern geschehen, Vogelscheuche! Nun wach du wieder über das Gelände, Und sag jedem Vogel, dass besser er verschwände."<br />
 
</div>
</div>
 
<div class="NavFrame collapsed">
<div class="NavHead">Die glutäugige Susanne</div>
<div class="NavContent">
 
Es dachten sich die Eltern der glutäugigen Susanne, "<br />
das Kind ist nun erwachsen bald,"<br />
wir geben sie zu einem Manne,"<br />
denn sonst ist sie schon bald … zu alt."<br />
 
Ein reicher Händler war der erste Kandidat, "<br />
er schien dem Vater eine gute Partie, "<br />
auch wenn er keine Haare auf dem Kopf mehr hat, "<br />
Die Mutter meint: „Den nimmt das Kind doch nie!“ "<br />
 
Dennoch wurde flugs, er zum Sonntagsmahl geladen, "<br />
er erschien im feinsten Zwirn und mit schwarzem Hut, "<br />
doch biss der Hund ihn in die Waden, "<br />
er roch wohl nicht besonders gut? "<br />
 
Susanne lobt den Hund und füttert ihn mit Leckerbissen, "<br />
denn diesen Kahlkopf will sie nicht zum Manne."<br />
Der Vater tobt: „Hast du denn gar kein Gewissen? "<br />
Nicht die Haare machen aus, den guten Ehemanne!“ "<br />
 
Susanne schmollt: „Ist mir egal, den Kahlkopf nehme ich nicht!“ "<br />
Der Händler schaut erst dumm, setzt wieder auf den Hut und geht dann wortlos fort. "<br />
Der Vater schreit: „Hat denn mein Wunsch in diesem Hause kein Gewicht? "<br />
Ich stand beim Händler doch im Wort!“ "<br />
 
Susanne tobt und weint und schmollt, "<br />
umarmt den Vater stumm."<br />
sie mag nicht wenn der Vater grollt "<br />
und hofft sie stimmt ihn um. "<br />
 
„Mein Vater, mein Vater ich liebe dich sehr“, "<br />
hört es der Vater in seinen Ohren hallen. "<br />
„Bitte bring mir keinen Kahlkopf mehr,"<br />
doch einer mit güldnen Locken, der könnt mir gefallen.“"<br />
 
„Papperlapapp!“ sagt der Vater geschwind,"<br />
„Güldene Locken ersetzen nicht Gold und Position"<br />
so kommst du mir nicht davon, mein Kind,"<br />
den nächsten den ich dir präsentiere, der wird mein Schwiegersohn.“"<br />
 
Der Sohn des Stadtkämmerers, ein Jüngling mit goldenem Haar,"<br />
schon lange verliebt in Susanne, die im Stadtpark er gesehen,"<br />
wurde durch Dritte die Geschichte gewahr,"<br />
und meinte sofort: „Da muss was geschehen!“"<br />
 
Flugs suchte er den Vater der Holden auf in seinem Kontor,"<br />
der saß hinter seinem Schreibtisch mit grimmigem Gesicht"<br />
Der Jüngling trat mutig und beherzt davor,"<br />
„Gebt mir Susanne zu Weibe“ verlangte er schlicht."<br />
 
Der Vater Susannchens guckt bass erstaunt,"<br />
auf den blondgelockten Jüngling von gutem Stande"<br />
weil Kandidat Susannens Gnade fand, war schon übel er gelaunt,"<br />
des Stadtkämmerer Sohn jedoch, schien ihm geeignet für Familienbande."<br />
 
Vom Diener lässt er flugs Frau und Tochter holen,"<br />
der Jüngling freut sich, vor Aufregung das Gesicht ganz fahl, <br />
der Vater hat Susanne dann barsch befohlen"<br />
„Dieser hier wird dein Gemahl, ich lass dir keine andre Wahl!“"<br />
 
Susannchen erst stumm und blass dann bass erstaunt,"<br />
glaubt ihren Augen nicht zu trauen,"<br />
„Gut, ihn nehme ich“ hat sie dann leis geraunt"<br />
und kann nicht aufhören mit Schauen."<br />
 
Verliebt strahlt sie den Jüngling an, sie kann es gar nicht fassen."<br />
Der Vater hochzufrieden, schaut stolz zu seiner Gattin hin,"<br />
„Die Hochzeit, Weib, kannst du nun richten, dieses Mal scheint es zu passen.“"<br />
Die Mutter strahlt nicht minder, hat Enkelkinder schon im Sinn."<br />
 
Was ihr, ihr lieben Leute, euch sicher schon gedacht,"<br />
weil es sich nach der Geschicht' vermuten lässt,"<br />
die große Liebe war es, die Glut der Minne war entfacht,"<br />
es dauerte nicht lange, da gab 's ein schönes Hochzeitsfest,"<br />
 
Doch die Moral von der Geschicht',"<br />
die es ja immer geben muss,"<br />
die verrate ich euch noch nicht,"<br />
denn für heut ist erst Mal Schluss."<br />
 
Ein ander Mal bin ich dann da "<br />
und singe euch, was noch geschah,"<br />
mit der glutäugigen Susanne "<br />
und ihrem blondgelockten Manne."<br />
Bis dahin, ihr lieben Leut',"<br />
geduldet euch .. bin durch für heut'! "<br />
=='''Gassen- und Handwerkslieder'''==
148
Bearbeitungen