Rifanfurten
Allgemein
Rifanfurten liegt an der alten Furt, an der die Kaiser-Ionas-Allee den Rifan quert. Flussaufwärts liegt die Reichsstadt Vitalon, flussabwärts Sonnenbrück.
Bei Rifanfurten läuft der Rifan flach über breite Kiesbänke, und genau deshalb liegt hier eine Stadt: Seit Menschengedenken quert die Kaiser-Ionas-Allee den Strom an dieser Furt. Bei niedrigem Wasser gehen die Karren hindurch, sonst setzen die Fähren über, und die Fährleute von Rifanfurten geben ihr Handwerk seit Generationen weiter. Eine Brücke hat es mehrfach gegeben, das Frühjahrshochwasser hat sich bisher jede geholt, und die Stadt hat aufgehört, es noch einmal zu versuchen.
Vom Übersetzen lebt fast jeder hier. Oberhalb der Landebrücke steht die Wagnerei an der Furt, ein Hof voller Räder und Achsen, in dem gerichtet wird, was die Kiesbank krumm gemacht hat, unterhalb sammelt sich auf den Weiden das Vieh, das Marret Lowanger über den Strom bringt, ganze Herden auf einmal, ehe sie weiter nach Eodatia getrieben werden. An der Landebrücke ziehen die Furtfischer ihre Reusen, und auf der Anhöhe über den Kiesbänken steht das Fährhaus „Zur Furt“, in dem die Flussschiffer auf besseres Wasser warten.
Das Wahrzeichen der Stadt ist kein Turm, sondern ein Baum: Um den Stamm einer uralten Eiche, deren Krone weit über die Dächer ragt, haben die Lowangers ihr Geschäft gebaut, Stiegen und Galerien rings um das Holz. Wer nach Rifanfurten kommt, sucht das Hausbaumhaus, noch ehe er die Furt sucht.
Herkunft des Namens
Nach den Furten, an denen der Rifan hier flach über die Kiesbänke läuft.
Politik
Ein Ort der Krone an der Reichsstraße; die Fährleute bilden eine eigene Zunft, die das Übersetzen regelt.
Geschichte
Die Furt ist älter als der Ort. Brücken wurden mehrfach gebaut und vom Frühjahrshochwasser wieder fortgerissen.
Einwohner
Rund 9.500 Menschen: Fährleute, Wagner, Viehhändler, Fischer und alles, was vom Übersetzen lebt.
Berühmte Personen
- Marret Lowanger, Viehhändlerin an der Furt
- Bertram Kiesbank, Wagner
Stadtbild
Landebrücke und Fähranleger an den Kiesbänken, darüber auf der Anhöhe das Fährhaus; im Ort Wagnerhöfe, Viehweiden und das Hausbaumhaus.
Berühmte Bauwerke
- Das Hausbaumhaus, um den Stamm einer uralten Eiche gebaut, mit Stiegen und Galerien rings um das Holz.
- Die Fähren an der Furt, die Karren, Vieh und Reisende über den Rifan setzen.
Besonderheiten
- Hafen
Banken
Vor Ort gibt es keine Bankfilialen.
Gasthäuser
- "Zur Furt" (gutes Gasthaus, mit Betten): Das Fährhaus "Zur Furt" steht auf einer Anhöhe über den Kiesbänken, an denen der Rifan flach über die alte Furt läuft, und ist seit jeher der Gasthof der Fährleute und Flussschiffer von Rifanfurten. Wer den Fluss überqueren oder auf ihm reisen will, wartet hier auf die Fähre, auf besseres Wetter oder auf einen Kahn, der noch Platz hat, und der Wirt weiß meist genauer als die Fährleute selbst, wann welches Boot ablegt. Die Gaststube ist niedrig und voller Flusskarten, die niemand mehr braucht, die Küche bringt Aal, Hecht und Zander aus dem Rifan, und die Zimmer im Obergeschoss haben Fenster zum Fluss, hinter denen man nachts das Wasser über die Kiesbänke rauschen hört. Wirt Ansgar Kiesbank.
Händler
- Nahrungsmittel (Lebensmittel): Nicht ein Stand oder Geschäft, sondern verschiedene kleine Auslagen bilden das Angebot, das von den Bauern, Hirten und Sammlern der Umgebung hier zum Verkauf angepriesen wird.
- Hausbaumhaus (Ausrüstungshandel): Um den Stamm einer uralten Eiche, deren Krone weit über die Dächer von Rifanfurten ragt, haben die Lowangers ihr Geschäft gebaut: Stiegen, Galerien und kleine Kammern klettern am Baum hinauf, und auf jeder Ebene hängt, steht und lehnt Ausrüstung für alle, die den Rifan hinauf oder hinab wollen. Jorgen Lowanger kommt dir eine knarrende Treppe herunter entgegen. „Seile, Laternen, Kessel, Zelte – was auf einen Kahn passt, findet Ihr hier.
- Fischmarkt an der Furt (Fischmarkt): An der alten Furt, wo der Rifan flach über die Kiesbänke läuft, ziehen die Fischer von Rifanfurten ihre Reusen und Netze, und an der Landebrücke darunter wird der Fang verkauft. Aale, Hechte, Zander und Karpfen aus dem Fluss liegen neben Heringen und Muscheln, die die Küstenboote heraufbringen. Die Furtfischer sind wortkarge Leute; sie nennen einen Preis, und wer ihn nicht zahlen will, kann weitergehen.
- Wagnerei an der Furt (Stellmacher): Oberhalb der Landebrücke, wo die Fähre von Rifanfurten die Karren über die Kiesbank setzt, liegt die Wagnerei an der Furt, ein weiter Hof voller Räder, Deichseln und halbfertiger Wagenkästen. Wagner Bertram Kiesbank repariert, was die Furt zerbricht, Achsen, Räder, Deichseln, Bodenbretter, und baut daneben Karren, Leiterwagen, Kastenwagen und Kutschen für die Fuhrleute, die den Rifan entlang zwischen Eodatia und dem Hinterland fahren; die Fährleute der Zunft, die jeden Wagen sehen, der über den Fluss will, schicken ihm die Kundschaft gleich vom Ufer herauf. Bertram, ein schwerer Mann mit Hobelspänen im Bart, klopft an die Speichen eines Rades, bevor er den Kopf hebt.
- Viehtrieb an der Furt (Tierhandel): Auf den Weiden unterhalb der Furt, wo das Vieh gesammelt wird, bevor die Fähre es über den Rifan setzt, hat Marret Lowanger ihren Viehhandel: ein paar Pferche aus Eichenpfählen, eine Waage, ein Unterstand und eine Schreibstube, in der die Verträge gemacht werden. Hier wechselt den Besitzer, was über den Fluss getrieben wird, Zugochsen und Maultiere für die Fuhrleute, Milchkühe und Schweine für die Höfe des Hinterlands, Pferde für die Reisenden, die den Rifan hinauf oder hinab wollen, und hin und wieder ein Rifantaler, wenn ein Gestüt des Umlands eines abgibt. Marret, eine Schwester des Händlers vom Hausbaumhaus und der Fährmeisterin, hat die Lowanger-Nase und ein Auge, das ein krankes Tier auf hundert Schritt erkennt.
Kampfschulen und Lehranstalten
- Fährleute von Rifanfurten (Lehrmeister): An der alten Furt, wo der Rifan flach über die Kiesbänke läuft, setzen die Fährleute von Rifanfurten seit Menschengedenken Karren, Vieh und Reisende über, wenn das Wasser zu hoch für die Furt steht. Ihre Zunftstube liegt an der Landebrücke unter der großen Eiche des Hausbaumhauses, und Fährmeisterin Jolle Lowanger, eine Schwester des Händlers, unterrichtet dort jeden, der es lernen will: das Staken und Rudern in der Strömung, das Schwimmen mit Kleidern am Leib, das Führen eines Karrens über die Kiesbank und das Schlagen der Seile, an denen die Fähre hängt. Wer die Prüfung besteht, darf einmal allein übersetzen, bei Niedrigwasser. Lehrt Boote fahren, Schwimmen, Fahrzeug lenken, Seiler.
Umgebung
- Landschaft: Breite Kiesbänke und Auen am Rifan, dahinter Weiden
- Vegetation: Grasland und Wiesen, Flussau, Fluss- und Seeufer
- Tierwelt: Flussfische und Reiher, Rinderherden auf den Auweiden
Wegweiser
Landweg
- Rogenfeld (Hl. Kaiserreich (Königreich Eodatien)), 97 Meilen (Kaiser-Ionas-Allee (Reichsstraße I), Flussau)
- Vitalon (Hl. Kaiserreich (Freie Reichsstadt)), 104 Meilen (Kaiser-Ionas-Allee (Reichsstraße I), Fluss- und Seeufer)
Seeweg
- Sonnenbrück (Eodatia) (Hl. Kaiserreich (Königreich Eodatien)), 120 Meilen (Flussabwärts)
- Vitalon (Hl. Kaiserreich (Freie Reichsstadt)), 104 Meilen (Flussaufwärts)