Brandtbergen
Allgemein
Brandtbergen liegt am Fuß der Sierra del Sombra, wie die Westendarer das Südende der Schattenkuppen nennen, in einem Kessel zwischen den letzten Bergrücken und dem Wald Rauentann, der sich von hier nach Norden entlang der Grenze zieht. Über der Stadt steht auf einem Felssporn die Burg Rauentann, deren Grafentitel die Herzöge von Salion als Zweitwürde führen; unten drängen sich Schmelzhütten, Schmieden und Lagerhäuser um einen Marktplatz, auf dem es nach Kohle und Schwefel riecht. Aus den Stollen der Sierra kommen Eisen, Kupfer und der gelbe Schwefel der Vulkane.
Die Landstraße führt nach Süden an die Küste nach Andarea, gut drei Tagesreisen. Nach Westen windet sich ein alter Weg über die Ausläufer der Sierra nach Vallerica in Westendar, den seit den Unruhen dort mehr Schmuggler als Händler benutzen; an der Passhöhe steht ein Wachposten der Krone.
Wappen
Gespalten: vorn auf Blau der steigende silberne Löwe Salions, hinten auf Grün zwei schwarze Schrägbalken, das Wappen der Grafschaft Rauentann.
Herkunft des Namens
Nach den „gebrannten Bergen“, den schwefelgelben, kahlen Hängen über der Stadt; in westendarischen Chroniken auch Brandbergen geschrieben.
Politik
Sitz der Grafschaft Rauentann (Zweittitel des Herzogs), Wachposten der Krone am Pass nach Vallerica.
Geschichte
Im Jahr 472 n.Z. fiel vor der Stadt König Bastiao Paquo von Südwestendar im Kampf gegen die Aufständischen der Confederatio Salionis, denen die Dûn-Zwerge der Sierra zur Seite standen (siehe Geschichte Westendars). Ein grauer Stein am Passweg erinnert daran. Seither gilt Brandtbergen als der Ort, an dem Salion aufhörte, westendarisch zu sein.
Einwohner
Rund 4.500, davon gut ein Drittel Dûn-Zwerge, die Gruben und Hütten betreiben; sonst Mittelländer: Bergleute, Hüttenleute, Fuhrleute.
Berühmte Personen
- Murgosch, Sohn des Urgrosch, Erzhändler der Familie Tosch Mur.
- Grimwold, Sohn des Tosch, Lehrmeister der Ambosswerkstatt.
Stadtbild
Burg Rauentann auf dem Felssporn, darunter das Hüttenviertel mit Schmelzöfen, der Markt mit Ambosshof und Gasthaus, am Ortsausgang der Passweg.
Berühmte Bauwerke
- Burg Rauentann über der Stadt.
- Der Stein der Confederatio am Passweg (Schlacht von 472).
Besonderheiten
- Tempel
Banken
Vor Ort gibt es keine Bankfilialen.
Gasthäuser
- "Zum Gefallenen König" (Gasthaus): Benannt nach König Bastiao Paquo; über dem Kamin hängt ein verbeulter Helm, dunkles schweres Bier, Bänke aus Grubenholz. Wirt Bruno Kalkmann.
Händler
- Ambosshof (Lebensmittel): Herberge und Proviantstube der Dûn-Zwerge; Trar Tischler.
- Lagerhaus Tosch Mur (Rohstoffumschlag): Eisen, Kupfer, Schwefel, Alaun, Kohle und Bauholz aus dem Rauentann; Murgosch, Sohn des Urgrosch.
- Krämerei am Passweg (Krämer): Grubenlampen, Seile, Salz, Heilkräuter; Nuria Steinbach fragt nicht, wohin man geht.
Kampfschulen und Lehranstalten
- Ambosswerkstatt (Lehrmeister): Der Dûn-Zwerg Grimwold lehrt Schmiedekunst, Bergbau und Gesteinskunde.
Umgebung
- Landschaft: Bergkessel am Fuß der Sierra del Sombra, schwefelgelbe Hänge, nach Norden der Wald Rauentann.
- Vegetation: Kiefern und Korkeichen an den unteren Hängen, darüber Fels; im Rauentann Tannen und Steineichen.
- Tierwelt: Bergziegen, schwarzborstige Schweine, Geier über den Pässen.
