Santo Tiberio: Unterschied zwischen den Versionen

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== Allgemein ==
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'''Santo Tiberio''' ist die Hauptstadt des [[Königreich Westendar|Königreichs Westendar]] und gleichzeitig diejenige des Fürstentums [[Caramanca]]. Die Stadt liegt direkt am [[Antlantik]] am [[Golf von Westendar]]. '''Santo Tiberio''' ist fast komplett aus roten Terracottaziegeln in einem einzigartigen Farbton gebaut. Die Wände sind größtenteils unverputzt, und auch die flach geneigten Dächer sind mit roten Dachziegeln gedeckt. Es gibt zwei deutlich voneinander getrennte Stadtteile (Ciudad Real und Afueras). Von der Mündung des nahen Flusses Isarcó hält sich die Stadt fern, da es hier Sumpffieber und Überschwemmungen gibt. Ein Kanal verbindet die Stadt jedoch direkt mit dem Fluss.
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=== Santo Tiberio (Ciudad Real) ===
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Der Stadtteil ''Ciudad Real'' liegt auf einem großen sanften Hügel unweit der Küste und umfasst die massiv ummauerte Altstadt ''Santo Tiberios'' mit den berühmtesten Gebäuden des Landes. Zu nennen ist natürlich der gewaltige Königspalast, '''Palacio Ladrillo''' geheißen. Er liegt unmittelbar am ''Plaza Grande'', welcher der wohl größte Marktplatz [[Anteria]]s ist. Der Palast ist wie der Rest der Stadt größtenteils aus roten Terracottaziegeln errichtet. Man sollte sich von seiner äußeren Erscheinung aber nicht täuschen lassen, im Inneren ist er prachtvoll mit Marmor und ähnlich kostspieligen Materialien ausgestattet. Angeblich stammen die ältesten Teile des Palastes noch aus der Zeit des ''Imperium Magnum Auretiani''.<br />
  
[[Santo Tiberio Umbau]]
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Teil des Palastes, anders als dieser jedoch der Öffentlichkeit zugänglich, ist der '''Jardín de las cien fuentes''', ein großzügiger Zier- und Obstgarten, der sich unterhalb des Palastes über mehrere Terrassen erstreckt und für den Duft seiner Zitrusbäume sowie die zahlreichen plätschernden Springbrunnen berühmt ist. Tagsüber darf jeder ehrbare Bürger oder Reisende ihn besuchen, sofern nicht eine königliche Gesellschaft in ihm geplant ist. Durch den Garten verläuft eine gewundene Alee, die zu einem eigenen, dem König vorbehaltenen Stadttor führt.<br />
  
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Die '''Neue Kaserne''' wurde im Jahre 1738 AZ errichtet, nachdem die alte Kaserne, die am selben Ort stand, bis auf die Grundmauern abbrannte. Da Westendar lange Zeit keiner äußeren Bedrohung ausgesetzt war, steht die Kaserne seit der Auflösung der zweiten Legion, die hier stationiert war, im Jahre 1892 AZ, zum größten Teil leer. Nur ein paar der Gebäude werden noch von der Stadtwache genutzt. Der Rest ist im Laufe der Zeit verfallen, doch ein Teil davon wurde vor rund 40 Jahren auf Bestreben von ''José Ramon'', dem Bruder des Königs, wieder aufgebaut, um der wachsenden Zahl an verarmten Edelleuten, die vom Land in die Stadt zogen, ein billiges Heim zu bieten. Immerhin ist jeder westendarer Edelmann immer auch ein Soldat des Königs!<br />
  
== Allgemein ==
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Die '''Catedral de la Hermandad Divino''' ist bei weitem das größte und imposanteste Bauwerk in ''Santo Tiberio''. Sie wurde nicht wie der Rest der Stadt aus Lehmziegeln sondern aus weißem Kalkstein errichtet, der dazu extra aus über hundert Meilen entfernten Steinbrüchen herangeschifft wurde. Die beiden Türme, die für [[Iatan]] und [[Athos]], das göttlichen Bruderpaar stehen, ragen jeweils einhundertundelf Schritt in den Himmel. Neben dem großen Doppelaltar gibt es auch kleine Seitenkapellen für die anderen Götter des Pantheon sowie zahlreiche Schreine für Heilige und Grabplatten für bedeutende Familien der Stadt. Tatsächlich wurde die Kathedrale nach und nach um etliche An- und Umbaute erweitert, während die Vorderseite mit dem großen Portal frei steht, sind die anderen Seiten regelrecht mit der umgebenden Stadt verwuchert. In einem eigenen kleinen Viertel, das dem Klerus vorbehalten ist, gilt Kirchenrecht und Kirchenfrieden.<br />
  
'''Santo Tiberio''' ist die Hauptstadt des [[Königreich Westendar|Königreichs Westendar]] und gleichzeitig diejenige des Fürstentums [[Caramanca]]. Die Stadt liegt direkt am [[Antlantik]] am [[Golf von Westendar]]. '''Santo Tiberio''' ist fast komplett aus roten Lehmziegeln gebaut. Die Wände sind größtenteils unverputzt, und auch die Dächer sind mit roten Dachziegeln gedeckt. Es gibt zwei Stadtteile.
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Obwohl außerhalb der Mauern gelegen und wenig "königlich", gehört auch der gut befestigte '''Hafen''' mit seinen Werften, Lagerhäusern, Fischerhütten und Seemannskneipen zur Ciudad Real. Da die weißen Türme der Kathedrale ein hervorragendes Seezeichen sind, reichen einige Feuerbecken an der Hafeneinfahrt aus, um Schiffe in der Dämmerung hinein zu lotsen, einen Leuchtturm gibt es nicht.<br />
  
=== Santo Tiberio (Ciudad Real) ===
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Während es die meiste Zeit des Jahres genug Wasser gibt, trocknen im heißen Westendarer Sommer doch oft für Wochen oder gar Monate die Bäche, Brunnen und Quellen aus, die die Stadt mit frischem Wasser versorgen. Daher wurden etliche Zysternen in den Hügel gegraben, die das Regenwasser von den Hausdächern im regnerischen Frühjahr sammeln und dann, kühl und frisch gehalten, im Sommer wieder her geben. Nach und nach wurden die größeren Zysternen mit Tunneln verbunden, um das gesammelte Wasser gerecht an alle Bürger zu verteilen. Diese '''Große Zysterne''' fasst tausende Kubikschritt Wasser und mutet Besuchern, die hier sogar mit dem Boot fahren können, wie eine Zwergenfestung unter dem Berg an (besteht aber aus Ziegelgewölben).<br />
  
Der Stadtteil ''Ciudad Real'' umfasst die alten Viertel '''Santo Tiberios''' mit den berühmtesten Gebäuden des Landes. Zu nennen ist natürlich der gewaltige Königspalast, ''Ziegelpalast'' geheißen. Er liegt unmittelbar am ''Plaza grande'', welcher der wohl größte Marktplatz [[Anteria]]s ist. Der Palast ist wie der Rest der Stadt größtenteils aus roten Lehmziegeln errichtet. Man sollte sich von seiner äußeren Erscheinung aber nicht täuschen lassen, im Inneren ist er prachtvoll mit Marmor und ähnlich kostspieligen Materialien ausgestattet. Angeblich stammen die ältesten Teile des Palastes noch aus der Zeit des ''Imperium Magnum Auretiani''.<br />
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Unterhalb der Zysternen gibt es ein Netz von '''Abwasserkanälen''', die das Abwasser der offen oder abgedeckt durch die Straßen laufenden Kloaken sammelt und - in einem besonders billigen Teil Afueras´ ausspuckt. Hier sammeln einige der ärmsten Einwohner irgendwie nutzbaren Müll aus dem "Wasser" und schöpfen den Rest auf klapprige Eselskarren, um ihn an Bauern zu verkaufen, die damit ihre Felder düngen.<br />
Die ''Neue Kaserne'' wurde im Jahre 1738 AZ errichtet, nachdem die alte Kaserne, die am selben Ort stand, bis auf die Grundmauern abbrannte. Da Westendar lange Zeit keiner äußeren Bedrohung ausgesetzt war, steht die Kaserne seit der Auflösung der zweiten Legion, die hier stationiert war, im Jahre 1892 AZ, zum größten Teil leer. Nur ein paar der Gebäude werden noch von der Stadtwache genutzt. Der Rest ist im Laufe der Zeit verfallen, doch ein Teil davon wurde vor rund 40 Jahren auf Bestreben von ''José Ramon'', dem Bruder des Königs, wieder aufgebaut, um der wachsenden Zahl an Obdachlosen ein billiges Heim zu bieten.<br />
 
Die ''Kathedrale des göttlichen Bruderpaares'' ist bei weitem das größte und imposanteste Bauwerk in '''Santo Tiberio'''. Sie wurde nicht wie der Rest der Stadt aus Lehmziegeln sondern aus weißem Kalkstein errichtet, der dazu extra aus über hundert Meilen entfernten Steinbrüchen herangeschifft wurde. Die beiden Türme, die für [[Iatan]] und [[Athos]], dem göttlichen Bruderpaar stehen, ragen jeweils hundertelf Schritt in den Himmel.
 
  
 
=== Santo Tiberio (Afueras) ===
 
=== Santo Tiberio (Afueras) ===
  
Der Stadttteil ''Afueras'' ist eigentlich nur eine Ansammlung verschiedener Dörfer, die vor gut 100 Jahren nach '''Santo Tiberio''' eingemeindet worden sind, nachdem sich die Hauptstadt immer weiter ausgedehnt hatte. Viele dieser "Dörfer" bewahren nach wie vor ihre jahrhundertealten Traditionen. Das äußert sich insbesondere darin, dass man, wenn man in die Innenstadt möchte, nach "Santo Tiberio" geht, als ob man selbst dort gar nicht wohne.<br />
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Der Stadttteil ''Afueras'' ist eigentlich nur eine Ansammlung verschiedener Vorstädte, Adelshöfe und Dörfern, die vor gut 200 Jahren nach ''Santo Tiberio'' eingemeindet worden sind, nachdem sich die Hauptstadt immer weiter ausgedehnt hatte. Viele dieser "Dörfer" bewahren nach wie vor ihre jahrhundertealten Traditionen. Das äußert sich insbesondere darin, dass man, wenn man in die Innenstadt möchte, nach "Santo Tiberio" geht, als ob man selbst dort gar nicht wohne.<br />
Die Bürger ''Afueras''' gehören mehrheitlich den ärmeren Schichten an und verdienen mangels lokalen Arbeitsmöglichkeiten ihren Lebensunterhalt in der ''Ciudad Real''. Bedeutende Gebäude finden sich in in den ''Afueras'' so gut wie gar nicht. Die meisten Häuser verfügen bloß über ein oder zwei Stockwerke.<br />
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Das zu den ''Afueras'' gehörende "Dorf" ''Favela'' hat eine gewisse unrühmliche Bekanntheit in ganz Westendar, und sogar darüber hinaus, erlangt. Die zwielichtigen Bewohner haben einfach ohne Erlaubnis am ehemaligen Stadtrand ihre primitiven Hütten errichtet, und es werden von Jahr zu Jahr mehr. Während die Stadtgarde dem hiesigen Verbrechen kaum Herr zu werden vermag, rühmen "liberale" Durchreisende den Untergrundmarkt, auf dem man angeblich ALLES erhalten kann, sofern man das notwendige Kleingeld besitzt.
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Die Einwohner ''Afueras'' gehören mehrheitlich den ärmeren Schichten an, auch wenn es durchaus auch wohlhabende und reiche Gegenden gibt. Während die lukrativen und edlen Gewerbe in der Ciudad Real zu finden sind, wurden vor allem jene Gewerbe nach Afueras verbannt, die viel Platz brauchen (Seiler, Gärtner, Viehhaltung), Lärm machen (Schmiede), Gestank verbreiten (Gerber, Färber) oder eine große Feuergefahr bergen (Töpfereien, Ziegeleien). Etliche Einwohner Afueras müssen aber täglich in die Ciudad Real oder den dazu gehörigen Hafen gehen, um dort ihr Brot zu verdienen.<br />
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Während ein großer Teil Afueras´ seit der Eingemeindung zu Santo Tiberio gehört und somit auch der Stadtwache und den königlichen Gerichten untersteht, hat sich jeder der mächtigen Fürsten des Landes hier eine eigene '''Fürstliche Domäne''' gesichert, die nur seiner Macht und Rechtsprechung untersteht. Hier haben sie befestigte Landgüter errichtet, in denen sie stets einige Truppen an Fußvolk und vor allem leichter Reiterei, den Equidores, bereit halten. Sollte der lange befürchtete und immer deutlicher schwelende Bürgerkrieg endlich ausbrechen, können sie sich schnell aus ihren ungleich prachtvolleren und wohnlicheren, aber fast unbefestigten Stadtpalais hierher auf "ihre Ländereien" zurückziehen.<br />
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Das zu ''Afueras'' gehörende "Dorf" '''Favela''' hat eine gewisse unrühmliche Bekanntheit in ganz Westendar, und sogar darüber hinaus, erlangt. Die zwielichtigen Bewohner haben einfach ohne Erlaubnis auf einem steilen Hügel mit einer verlassenen Burgruine ihre primitiven Hütten und wackeligen Häuser errichtet, und es werden von Jahr zu Jahr mehr. Während die Stadtgarde dem hiesigen Verbrechen kaum Herr zu werden vermag, rühmen "liberale" Durchreisende den Untergrundmarkt, auf dem man angeblich ALLES erhalten kann, sofern man das notwendige Kleingeld besitzt. Es sei aber gewarnt, dass Bettelei, Diebereien und sogar bewaffneter Raub hier nicht selten sind und die Stadtwache nicht auf Hilferufe unbesonnener Besucher reagiert. <br />
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Zwischen den zerstreuten Siedlungsteilen Afueras fand sich auch genug Platz für eine '''Rennbahn''', auf der wöchentlich und vor allem an den Feiertagen spektakuläre, wilde und alles andere als ungefährliche Pferde- und Wagenrennen stattfinden. Die meisten Pferdebesitzer vertrauen ihre kostbaren Pferde einem der 4 professionellen Rennställe an, die wiederum stets auf der Suche nach ebenso talentierten wie wagemutigen Reitern und Wagenlenkern sind. Jeder der Ställe trainiert nur Perde von Besitzern einer Schicht: Der "weiße" Stall die der königlichen Familie, der "blaue" die der Fürsten, der "rote" Stall Pferde des niederen Adels und der "grüne" schließlich, der jüngste Stall, auch die Pferde einfacher Bürger (auch wenn sich natürlich nur reiche Kaufleute Rennpferde leisten können). <br />
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Einer der schauerlichsten Orte der Stadt ist ganz sicher die '''Boca del equilibrio''', die Richtstätte der Stadt. Anders als in den meisten Städten, die ihre Galgen auf einem Hügel errichten, werden hier die Verbrecher mittels Strang, Rad, Richtschwert oder Scheiterhaufen in einem steilen kleinen Tal gerichtet, dessen Hänge gleich als Tribünen für die Volksmassen bei den Hinrichtungsspektakeln dienen. Neben den mit verwesenden Leichen bestückten Tötungshilfsmitteln gibt es hier aber auch den offiziellen Abladeplatz für verendete Tiere, Knochen, Schlachtabfälle und anderen pestilentischen Müll, die von den Schindern über eine hölzerne Rampe mitten in das Tal gekarrt und dort hinunter geschüttet werden. Da es in der Grube angeblich des Nachts umgeht und auch gewissenlose Leichenteilsammler hier nach Beute suchen, wurde ein hoher und spitzer Zaun aus Eisenteilen um das Tal errichtet. Eine kleine Kapelle am Eingangstor dient den Delinquenten zum letzten Gebet und den an der Exekution beteiligten Henkersknechten der Abbitte.<br />
  
  
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'''Santo Tiberio''' ist nach ihrem Gründer und Schutzheiligen [[Tiberius I.]] benannt.
 
'''Santo Tiberio''' ist nach ihrem Gründer und Schutzheiligen [[Tiberius I.]] benannt.
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== Geschichte ==
 
== Geschichte ==
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* [[König Felipe Miguel IV.]], gleichzeitig auch Fürst von [[Caramanca]] residiert im Ziegelpalast der Stadt. Aufgrund seines gesundheitlichen Zustandes hat er diesen seit Jahren nicht mehr verlassen.
 
* [[König Felipe Miguel IV.]], gleichzeitig auch Fürst von [[Caramanca]] residiert im Ziegelpalast der Stadt. Aufgrund seines gesundheitlichen Zustandes hat er diesen seit Jahren nicht mehr verlassen.
* [[Pablo y Rechendro]] der im Namen des Königs regiert wohnt ebenfals in einem Flügel des Ziegelpalasts.
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* Reichsverweser [[Pablo y Rechendro]], der im Namen des Königs regiert, wohnt ebenfals in einem Flügel des Ziegelpalasts.
* [[Guilermo Estalero]] der uneheliche Neffe des Königs ist der Anführer der Stadtwache, er wohnt in der Neuen Kaserne.
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* Teniente general [[Guilermo Estalero]], der uneheliche Neffe des Königs, ist der Anführer der Königlichen Garde, er wohnt in der Neuen Kaserne.
  
  
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* Kathedrale des göttlichen Bruderpaares
 
* Kathedrale des göttlichen Bruderpaares
  
== Örtlichkeiten ==
 
 
=== Santo Tiberio (Ciudad Real) ===
 
 
==== Händler ====
 
 
* Smaragd Ana (Edelsteinschleifer; Besitzerin: Ana Antello)
 
Der Name, über den du gerade noch geschmunzelt hast, bewahrheitet sich als du durch die Türe in den geräumigen Raum trittst. Eine hübsche junge Frau steht vor dir und strahlt dich lächelnd an.<br>
 
"Was darf es sein, werter Kunde.", fragt sie dich und deutet zugleich auf die Waren.<br>
 
Du schaust dir die Ware an und entscheidest dich sehr schnell für die passende Ware.
 
* Geschwister Luka (Lebensmittel; Besitzer: Geschwister Luka)
 
Der Duft von frischem Brot und die Farben von verschiedenem Obst fordern deine Sinne heraus, als du in den Laden trittst. Langsam und gut gelaunt schaust du dich um.<br>
 
Nach einiger Zeit und knurrendem Magen entscheidest du dich und kaufst die Waren, die dir zusagen.
 
* Der Edle (Luxusartikel; Besitzer: Miguel Ferez)
 
Sofort nach dem eintreten begrüsst dich ein Mann mittlerem Alters und weicht dir nicht mehr von der Seite. Egal welche Ware du auch betrachtest er erzählt dir es sei die beste und ein besonders wertvolles Stück.<br>
 
Die Tische biegen sich unter der Last der Gegenstände, die hier angeboten werden und doch halten sie dem Gewicht stand.
 
* Schutz und Klasse (Rüstungsmacher; Besitzer: Quinton Dujas)
 
Männer und Frauen in Rüstungen laufen in dem Laden umher und präsentieren den Kunden die Waren. Quinton, ein kräftiger junger Mann, stolziert zwischen ihnen umher und erklärt seine Waren.<br>
 
Lächelnd beobachtest du die Vorführung in dem großen hellen Raum und schaust dich nach den gesuchten Gegenständen um.
 
* Alejandros Waffen (Waffenschmiede; Besitzer: Alejandro Guerro)
 
Mit dem Hammer auf der schulter steht der knapp zwei Schritt große Alejandro vor dir und schaut dich durchdringend an. Erst als du ihm deinen Wunsch mitgeteilt hast, entspannt er sich und hört auf mit dem Muskelspiel. Schnell holt er eine Auswahl der gewünschten Ware und erzählt dir über deren Herstellung.
 
* Vellhafener Kontor (Handelshaus; Besitzer: Fabian Medios)
 
Das hiesige Kontor des bekannten Handelshauses ist aufgebaut wie die meisten anderen, so dass du dich schnell zurechtfindest. Der Besitzer schaut dich allerdings misstrauisch an und meint schließlich: "Santo Gria im Eimer werdet ihr bei uns nicht finden!"
 
 
==== Gasthäuser ====
 
 
* Cantina Capital (Sehr gutes Haus)
 
Mitten im Zentrum der Stadt liegt dieses gute Haus, welches das Wappen der Stadt unter seinem Namen trägt.<br>
 
Tanz und Gesang empfangen dich, als du in den geräumigen Gastraum kommst. An der rechten Seite des Raumes gibt es sogar eine kleine Bühne, auf der gerade ein paar Unterhaltungskünstler aktiv sind.<br>
 
Freundliche Bedienungen und sauberes Mobilar machen es dir leicht dich wohl zu fühlen. Die Umgebung, sowie die Speisen und Getränke helfen dir dich zu entspannen und die Vorführung zu geniessen.
 
* Para Palacio (Sehr edles Haus)
 
Durch eine Doppeltüre hast du einen großen Raum betreten, dessen Wege mit Teppich ausgelegt sind. Helle Möbel und gut gekleidetes Personal verleihen dem ganzen einen edles Flair, der sofort überspringt. Handläufe aus poliertem Metall am Tresen und an der Treppe, sorgen ebenfalls für das edle Aussehen des Gasthauses.<br>
 
Über die Treppe kommst du in die obere Etage, wo die Zimmer mit Läufern und Himmelbett ausgestattet sind.<br>
 
Auch die Küche lässt keinen Wunsch offen und verwöhnt die Gäste nicht nur mit Spezialitäten aus Westendar.
 
 
==== Banken ====
 
 
* Banca d'Aurecciani
 
Das große Gebäude am Platz fällt durch seine schwarzen Gitter auf, die wie Zähne von dem roten Mauerwerk abstechen. Einige Wächter in den Farben der Stadt laufen um das Gebäude, um es jeder Zeit zu sichern.<br>
 
Auch als du eintrittst siehst du diese Wächter, die hier umher laufen und jeden Kunden genau beobachten.<br>
 
Sogar hinter dem älteren Mann, der dich bedienen soll, steht ein solcher Wächter und achtet auf alles.
 
 
==== Kampfschulen ====
 
 
* Instrucción de arma
 
Das klirren von Waffen hallt über die Mauer, die du ansteuerst um dein Wissen um die Kampfkunst zu erweitern.<br>
 
Viele Männer und Frauen stehen auf dem großen Hof und werden von verschiedenen Leuten angeschriehen.<br>
 
Zum einen ist das die schlanke schwarzhaarige mit der Narbe auf der Wange, die mit eine Holzschwert ein paar Jünglinge antreibt. Dann gibt es noch den fast schon mager wirkenden Soldaten, der mit Hilfe von Metallstangen die Leute unterrichtet. Und zu guter letzt gibt es den muskulösen Veteranen, dessen Oberkörper mit Narben übersäht ist und den Auszubildenen mit einem echten Schwert zu leibe rückt.<br>
 
- Isabel Juncio (Amateur)<br>
 
- David Tores (Soldat)<br>
 
- Hauptmann Javier (Veteran)<br>
 
 
==== Arenen ====
 
 
* El Toro
 
Gelber Sand und Stierköpfe auf den Toren der Arena, bilden den Innenbereich, in dem sich jeder messen kann.<br>
 
Hin und wieder kommt es vor, das hier Wettkämpfe statt finden, aber diese sind eher selten. Hauptsächlich die Wanderer in Westendar besuchen die Arena, um diese mit ihrem Blut zu tränken und vor ihren Kontrahenten zu protzen.
 
 
=== Santo Tiberio (Afueras) ===
 
 
==== Händler ====
 
 
* Rad und Wagen (Stellmacher; Besitzerin: Gezena Zejar)
 
Hämmern, sägen, zischen - genau das sind die Geräusche die dich hier empfangen.<br>
 
Ein umfunktionierter Stall dient hier als Fertigungsstätte, die von einer Frau mittleren Alters geleitet wird.<br>
 
Hinter einem halbfertigen Fuhrwagen entdeckst du die Besitzerin und teilst ihr deinen Wunsch mit, dem sie mit einem lächeln begegnet. Zusammen geht ihr in den hinteren Teil der Scheune, wo der gewünschte Gegenstand steht und wo ihr um den Preis feilscht.
 
* Westendar-Waren (Lebensmittel; Besitzerin: Jakinda Pojse)
 
In Kisten auf einem schrägen Tisch werden dir die Waren des Ladens gezeigt. Obst, Brot, Fleisch und noch einiges mehr wird dir hier anschaulich gezeigt.<br>
 
Nachdem du deine Waren zusammen gestellt hast, gehst du zu Jakinda Pojse und bezahlst den zuvor gefeilschten Preis.
 
* Wanderers-Allerlei (Krämer; Besitzerin: Die lachende Jimena)
 
6 große Kisten, verteilt im ganzen Raum, stellen den gesamten Besitzt von Jimena da.<br>
 
Wer hier etwas kaufen möchte muss sich durch die Kisten wühlen, um die begehrte Ware zu finden.<br>
 
Jimena sitzt unterdessen auf dem einzigen Tisch und amüsiert sich in ihrem blauen Kleid köstlich über die suchenden Kunden. Immer wenn ein Kunde die gefundenen Waren bezahlen möchte, verschwindet kurz das Lachen und sie wird erst, um kurz darauf wieder lachend die Kundschaft zu beobachten.
 
* Xever-Handel (Handelshaus; Besitzer: Xever Karjo)
 
Hinter der Türe zum Handelshaus wirst du von einem Fauchen begrüsst, was dich zusammenzucken lässt. Schnell drehst du dich zur Seite und greifst zu Waffe, als du die rothaarige Katze siehst. Lachend entspannst du dich und gehst weiter in den kleinen Raum hinein.<br>
 
Am anderen Ende des Raumes wird ein Vorhang geteilt und ein grauhaariger Mann von kräftiger Statur steht vor dir.<br>
 
"Sprecht und sagt mir euer begehr oder verlasst mich wieder.", zischt er dir entgegen.<br>
 
Du nennst ihm deinen Wunsch, bezahlst nach erhalt die Ware und verlässt, begleitet von einem Fauchen, den Laden.
 
* Paz Bücher (Buchhandel; Besitzer: Paz Otell)
 
Hohe Regale und Stapel auf den Tischen empfangen den Büchersuchenden, als du in das Haus eintrittst. Viele Kunden laufen hier umher oder sitzen an einem Tisch und blättern.<br>
 
Neugierig schreitest du die hohen Regale ab und schaust dir die Buchrücken an, bis du auf das Buch triffst das du gesucht hast.
 
* Untergrundmarkt
 
In einer verwahrlosten Gasse, in der kaum Menschen zu sehen sind, findest du die Person für deine Geschäfte.<br>
 
Flüsternd und mit der Hand an der Waffe wird verhandelt, bis ihr zu einer Einigung kommt und euch wieder trennt.
 
  
 
== Umgebung ==
 
== Umgebung ==
  
Grasland und Wiese, Küste und Strand
+
Grasland und Wiese, Küste und Strand.
  
  
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* [[Porto Novo]] = 160 Meilen (Küstenstrasse)
 
* [[Porto Novo]] = 160 Meilen (Küstenstrasse)
 
* [[Sinistora]] = 253 Meilen (Landstrasse: Wiese; Küstenstrasse 5%)
 
* [[Sinistora]] = 253 Meilen (Landstrasse: Wiese; Küstenstrasse 5%)
 
 
eingebaut a.
 

Version vom 19. September 2010, 18:04 Uhr


Santo Tiberio
Wappen der Stadt Santo Tiberio
Übersicht
Status
Erstellung

Einwohner
35.000

Marktrecht
Ja

Hafenstadt
Ja

Zugehörigkeit
Kontinent

Kultur

Land

Provinz


Allgemein

Santo Tiberio ist die Hauptstadt des Königreichs Westendar und gleichzeitig diejenige des Fürstentums Caramanca. Die Stadt liegt direkt am Antlantik am Golf von Westendar. Santo Tiberio ist fast komplett aus roten Terracottaziegeln in einem einzigartigen Farbton gebaut. Die Wände sind größtenteils unverputzt, und auch die flach geneigten Dächer sind mit roten Dachziegeln gedeckt. Es gibt zwei deutlich voneinander getrennte Stadtteile (Ciudad Real und Afueras). Von der Mündung des nahen Flusses Isarcó hält sich die Stadt fern, da es hier Sumpffieber und Überschwemmungen gibt. Ein Kanal verbindet die Stadt jedoch direkt mit dem Fluss.

Santo Tiberio (Ciudad Real)

Der Stadtteil Ciudad Real liegt auf einem großen sanften Hügel unweit der Küste und umfasst die massiv ummauerte Altstadt Santo Tiberios mit den berühmtesten Gebäuden des Landes. Zu nennen ist natürlich der gewaltige Königspalast, Palacio Ladrillo geheißen. Er liegt unmittelbar am Plaza Grande, welcher der wohl größte Marktplatz Anterias ist. Der Palast ist wie der Rest der Stadt größtenteils aus roten Terracottaziegeln errichtet. Man sollte sich von seiner äußeren Erscheinung aber nicht täuschen lassen, im Inneren ist er prachtvoll mit Marmor und ähnlich kostspieligen Materialien ausgestattet. Angeblich stammen die ältesten Teile des Palastes noch aus der Zeit des Imperium Magnum Auretiani.

Teil des Palastes, anders als dieser jedoch der Öffentlichkeit zugänglich, ist der Jardín de las cien fuentes, ein großzügiger Zier- und Obstgarten, der sich unterhalb des Palastes über mehrere Terrassen erstreckt und für den Duft seiner Zitrusbäume sowie die zahlreichen plätschernden Springbrunnen berühmt ist. Tagsüber darf jeder ehrbare Bürger oder Reisende ihn besuchen, sofern nicht eine königliche Gesellschaft in ihm geplant ist. Durch den Garten verläuft eine gewundene Alee, die zu einem eigenen, dem König vorbehaltenen Stadttor führt.

Die Neue Kaserne wurde im Jahre 1738 AZ errichtet, nachdem die alte Kaserne, die am selben Ort stand, bis auf die Grundmauern abbrannte. Da Westendar lange Zeit keiner äußeren Bedrohung ausgesetzt war, steht die Kaserne seit der Auflösung der zweiten Legion, die hier stationiert war, im Jahre 1892 AZ, zum größten Teil leer. Nur ein paar der Gebäude werden noch von der Stadtwache genutzt. Der Rest ist im Laufe der Zeit verfallen, doch ein Teil davon wurde vor rund 40 Jahren auf Bestreben von José Ramon, dem Bruder des Königs, wieder aufgebaut, um der wachsenden Zahl an verarmten Edelleuten, die vom Land in die Stadt zogen, ein billiges Heim zu bieten. Immerhin ist jeder westendarer Edelmann immer auch ein Soldat des Königs!

Die Catedral de la Hermandad Divino ist bei weitem das größte und imposanteste Bauwerk in Santo Tiberio. Sie wurde nicht wie der Rest der Stadt aus Lehmziegeln sondern aus weißem Kalkstein errichtet, der dazu extra aus über hundert Meilen entfernten Steinbrüchen herangeschifft wurde. Die beiden Türme, die für Iatan und Athos, das göttlichen Bruderpaar stehen, ragen jeweils einhundertundelf Schritt in den Himmel. Neben dem großen Doppelaltar gibt es auch kleine Seitenkapellen für die anderen Götter des Pantheon sowie zahlreiche Schreine für Heilige und Grabplatten für bedeutende Familien der Stadt. Tatsächlich wurde die Kathedrale nach und nach um etliche An- und Umbaute erweitert, während die Vorderseite mit dem großen Portal frei steht, sind die anderen Seiten regelrecht mit der umgebenden Stadt verwuchert. In einem eigenen kleinen Viertel, das dem Klerus vorbehalten ist, gilt Kirchenrecht und Kirchenfrieden.

Obwohl außerhalb der Mauern gelegen und wenig "königlich", gehört auch der gut befestigte Hafen mit seinen Werften, Lagerhäusern, Fischerhütten und Seemannskneipen zur Ciudad Real. Da die weißen Türme der Kathedrale ein hervorragendes Seezeichen sind, reichen einige Feuerbecken an der Hafeneinfahrt aus, um Schiffe in der Dämmerung hinein zu lotsen, einen Leuchtturm gibt es nicht.

Während es die meiste Zeit des Jahres genug Wasser gibt, trocknen im heißen Westendarer Sommer doch oft für Wochen oder gar Monate die Bäche, Brunnen und Quellen aus, die die Stadt mit frischem Wasser versorgen. Daher wurden etliche Zysternen in den Hügel gegraben, die das Regenwasser von den Hausdächern im regnerischen Frühjahr sammeln und dann, kühl und frisch gehalten, im Sommer wieder her geben. Nach und nach wurden die größeren Zysternen mit Tunneln verbunden, um das gesammelte Wasser gerecht an alle Bürger zu verteilen. Diese Große Zysterne fasst tausende Kubikschritt Wasser und mutet Besuchern, die hier sogar mit dem Boot fahren können, wie eine Zwergenfestung unter dem Berg an (besteht aber aus Ziegelgewölben).

Unterhalb der Zysternen gibt es ein Netz von Abwasserkanälen, die das Abwasser der offen oder abgedeckt durch die Straßen laufenden Kloaken sammelt und - in einem besonders billigen Teil Afueras´ ausspuckt. Hier sammeln einige der ärmsten Einwohner irgendwie nutzbaren Müll aus dem "Wasser" und schöpfen den Rest auf klapprige Eselskarren, um ihn an Bauern zu verkaufen, die damit ihre Felder düngen.

Santo Tiberio (Afueras)

Der Stadttteil Afueras ist eigentlich nur eine Ansammlung verschiedener Vorstädte, Adelshöfe und Dörfern, die vor gut 200 Jahren nach Santo Tiberio eingemeindet worden sind, nachdem sich die Hauptstadt immer weiter ausgedehnt hatte. Viele dieser "Dörfer" bewahren nach wie vor ihre jahrhundertealten Traditionen. Das äußert sich insbesondere darin, dass man, wenn man in die Innenstadt möchte, nach "Santo Tiberio" geht, als ob man selbst dort gar nicht wohne.

Die Einwohner Afueras gehören mehrheitlich den ärmeren Schichten an, auch wenn es durchaus auch wohlhabende und reiche Gegenden gibt. Während die lukrativen und edlen Gewerbe in der Ciudad Real zu finden sind, wurden vor allem jene Gewerbe nach Afueras verbannt, die viel Platz brauchen (Seiler, Gärtner, Viehhaltung), Lärm machen (Schmiede), Gestank verbreiten (Gerber, Färber) oder eine große Feuergefahr bergen (Töpfereien, Ziegeleien). Etliche Einwohner Afueras müssen aber täglich in die Ciudad Real oder den dazu gehörigen Hafen gehen, um dort ihr Brot zu verdienen.

Während ein großer Teil Afueras´ seit der Eingemeindung zu Santo Tiberio gehört und somit auch der Stadtwache und den königlichen Gerichten untersteht, hat sich jeder der mächtigen Fürsten des Landes hier eine eigene Fürstliche Domäne gesichert, die nur seiner Macht und Rechtsprechung untersteht. Hier haben sie befestigte Landgüter errichtet, in denen sie stets einige Truppen an Fußvolk und vor allem leichter Reiterei, den Equidores, bereit halten. Sollte der lange befürchtete und immer deutlicher schwelende Bürgerkrieg endlich ausbrechen, können sie sich schnell aus ihren ungleich prachtvolleren und wohnlicheren, aber fast unbefestigten Stadtpalais hierher auf "ihre Ländereien" zurückziehen.

Das zu Afueras gehörende "Dorf" Favela hat eine gewisse unrühmliche Bekanntheit in ganz Westendar, und sogar darüber hinaus, erlangt. Die zwielichtigen Bewohner haben einfach ohne Erlaubnis auf einem steilen Hügel mit einer verlassenen Burgruine ihre primitiven Hütten und wackeligen Häuser errichtet, und es werden von Jahr zu Jahr mehr. Während die Stadtgarde dem hiesigen Verbrechen kaum Herr zu werden vermag, rühmen "liberale" Durchreisende den Untergrundmarkt, auf dem man angeblich ALLES erhalten kann, sofern man das notwendige Kleingeld besitzt. Es sei aber gewarnt, dass Bettelei, Diebereien und sogar bewaffneter Raub hier nicht selten sind und die Stadtwache nicht auf Hilferufe unbesonnener Besucher reagiert.

Zwischen den zerstreuten Siedlungsteilen Afueras fand sich auch genug Platz für eine Rennbahn, auf der wöchentlich und vor allem an den Feiertagen spektakuläre, wilde und alles andere als ungefährliche Pferde- und Wagenrennen stattfinden. Die meisten Pferdebesitzer vertrauen ihre kostbaren Pferde einem der 4 professionellen Rennställe an, die wiederum stets auf der Suche nach ebenso talentierten wie wagemutigen Reitern und Wagenlenkern sind. Jeder der Ställe trainiert nur Perde von Besitzern einer Schicht: Der "weiße" Stall die der königlichen Familie, der "blaue" die der Fürsten, der "rote" Stall Pferde des niederen Adels und der "grüne" schließlich, der jüngste Stall, auch die Pferde einfacher Bürger (auch wenn sich natürlich nur reiche Kaufleute Rennpferde leisten können).

Einer der schauerlichsten Orte der Stadt ist ganz sicher die Boca del equilibrio, die Richtstätte der Stadt. Anders als in den meisten Städten, die ihre Galgen auf einem Hügel errichten, werden hier die Verbrecher mittels Strang, Rad, Richtschwert oder Scheiterhaufen in einem steilen kleinen Tal gerichtet, dessen Hänge gleich als Tribünen für die Volksmassen bei den Hinrichtungsspektakeln dienen. Neben den mit verwesenden Leichen bestückten Tötungshilfsmitteln gibt es hier aber auch den offiziellen Abladeplatz für verendete Tiere, Knochen, Schlachtabfälle und anderen pestilentischen Müll, die von den Schindern über eine hölzerne Rampe mitten in das Tal gekarrt und dort hinunter geschüttet werden. Da es in der Grube angeblich des Nachts umgeht und auch gewissenlose Leichenteilsammler hier nach Beute suchen, wurde ein hoher und spitzer Zaun aus Eisenteilen um das Tal errichtet. Eine kleine Kapelle am Eingangstor dient den Delinquenten zum letzten Gebet und den an der Exekution beteiligten Henkersknechten der Abbitte.


Herkunft des Namens

Santo Tiberio ist nach ihrem Gründer und Schutzheiligen Tiberius I. benannt.


Geschichte

Tiberius I. hat Westendar im Jahre 191 AZ für das Imperium Magnum Auretiani eroberte. Noch im selben Jahr gründete er an dem Ort, an dem er das Festland betreten hatte, eine Siedlung, der er den Namen Novo Aranum gab. Die Siedlung wuchs schnell, da sich hier sowohl einheimische Bauern und Handwerker als auch auretianische Siedler niederließen. Bei Tiberius' Tod soll Novo Aranum bereits über 7.000 Einwohner gehabt haben, und das nur 18 Jahre nach der Gründung. Im Jahre 227 wurde die Stadt auf Befehl des Kaisers Gavanius dem Frommen in Santo Tiberio umbenannt und auch die Provinzialregierung Westendars wurde hierher verlegt.


Bevölkerung

Santo Tiberio ist mit 35.000 Einwohnern die größte Stadt Westendars. Die Bevölkerung besteht zu:

  • 94% aus Menschen
  • 4,5% aus Zwergen
  • 1% Elfen und Halbelfen
  • 0,5% aus anderen Rassen


Berühmte Personen

  • König Felipe Miguel IV., gleichzeitig auch Fürst von Caramanca residiert im Ziegelpalast der Stadt. Aufgrund seines gesundheitlichen Zustandes hat er diesen seit Jahren nicht mehr verlassen.
  • Reichsverweser Pablo y Rechendro, der im Namen des Königs regiert, wohnt ebenfals in einem Flügel des Ziegelpalasts.
  • Teniente general Guilermo Estalero, der uneheliche Neffe des Königs, ist der Anführer der Königlichen Garde, er wohnt in der Neuen Kaserne.


Berühmte Bauwerke

  • Ziegelpalast
  • Neue Kaserne
  • Kathedrale des göttlichen Bruderpaares


Umgebung

Grasland und Wiese, Küste und Strand.


Wegweiser

Santo Tiberio (Ciudad Real)

  • Santo Tiberio (Afueras), 1 Meile, Innenstadt, Stadt
  • Hafen: Porto Olivo = 433 Meilen (Meer)
  • Hafen: Lothrinshaven (Lothrinien) = 1920 Meilen (Meer)
  • Hafen: Vellhafen (Vellhafener Städtebund) = 6900 Meilen (Meer)
  • Kutsche: Arilla, 556 Meilen
  • Kutsche: Dextruna, 317 Meilen

Santo Tiberio (Afueras)

  • Santo Tiberio (Ciudad Real), 1 Meile, Innenstadt, Stadt
  • Osteo Magno = 268 Meilen (Landstrasse: Wiese; Küstenstrasse 80%)
  • Novo Tiberio = 208 Meilen (Landstrasse: Wiese; Küstenstrasse 60%)
  • Vitoria = 265 Meilen (Landstrasse: Wiese; Küstenstrasse 70%)
  • Porto Novo = 160 Meilen (Küstenstrasse)
  • Sinistora = 253 Meilen (Landstrasse: Wiese; Küstenstrasse 5%)