Suederhafen
Allgemein
Suederhafen ist die Fischerstadt an der Südküste des Königreichs Eodatien, östlich des Rifandeltas. Von hier fahren die Küstensegler nach Steinklippen und weiter bis Samnia, landwärts führt die Landstraße nach Larsan.
Suederhafen sitzt auf der flachen Küste östlich des Deltas, und die Stadt beginnt und endet am Süderkai. Von der Mole laufen die Boote zum Heringsfang aus, und was sie zurückbringen, wird auf demselben Kai verkauft: Heringe und Sprotten in Körben, Muscheln in nassen Säcken, dazwischen das Rufen der Fischer und der Streit um die besten Plätze. Was nicht am Ort bleibt, geht mit den Küstenseglern nach Steinklippen und weiter in die Hauptstadt, und die mutigeren Schiffer fahren bis Samnia.
Das Amt führt die Hafenmeisterei am Ende des Kais, ein niedriges Steinhaus, in dem Liegeplätze, Zölle und Streitigkeiten geregelt werden und in dem der Hafenmeister jeden Schiffer beim Namen kennt. Gleich daneben halten die Kaiwächter Wache, und dazwischen liegen die Läden der Brüder Kaiweg: Jorun führt den Krämerladen, bei dem sich die Schiffer vor dem Auslaufen eindecken, Fenno die Schmiede am Ende des Kais. Abends füllt sich die Hafenschenke „Zum Süderkai“, deren Fensterfront so liegt, dass man jedes einlaufende Boot sieht, ehe es festgemacht hat.
Herkunft des Namens
Der südliche Hafen des Königreichs, so benannt aus dem Blickwinkel der Hauptstadt.
Politik
Ein Ort der Krone; die Hafenmeisterei verwaltet Liegeplätze und Zölle, die Kaiwächter halten Ordnung am Kai.
Geschichte
Aus einem Fischerdorf am flachen Strand gewachsen und seit dem Bau des Kais auch Umschlagplatz der Küstenfahrt.
Einwohner
Rund 10.000 Menschen: Fischer, Schiffer und Handwerker. Jorun und Fenno Kaiweg führen Krämerladen und Schmiede am Kai.
Berühmte Personen
- Bodo Sturmhagen, Kaiwächter
Stadtbild
Der Süderkai mit Mole, Fischmarkt, Hafenmeisterei und Wachstube, dahinter Netzschuppen, Räucherkaten und die Häuser der Fischer.
Berühmte Bauwerke
- Die Hafenmeisterei am Ende des Süderkais, in der Liegeplätze, Zölle und Streitigkeiten geregelt werden.
Besonderheiten
- Markt
- Hafen
Banken
- Imperiale Handelsbank: Am Hafenplatz von Suederhafen, neben der Hafenmeisterei, unterhält die Imperiale Handelsbank eine Filiale in einem zweistöckigen Steinhaus, dessen Erdgeschoss früher ein Salzspeicher war. Kapitäne und Fischhändler hinterlegen hier den Erlös des Süderkais, bevor sie ihn mit an Bord nehmen, und die Kaufleute der Stadt wechseln, was die Schiffe aus fremden Häfen an Münzen mitbringen.
Gasthäuser
- "Zum Süderkai" (gutes Gasthaus, mit Betten): Zwischen der Hafenmeisterei und dem Fischmarkt am Süderkai liegt die Hafenschenke "Zum Süderkai", ein breites Haus mit einer Fensterfront zum Wasser, von der aus man jedes Boot ein- und auslaufen sieht. Die Gaststube gehört den Fischern und Schiffern der Stadt; hier wird der Fang des Tages beredet, über den Hafenmeister geschimpft und über den Preis der Heringe gestritten. Auf den Tisch kommen Fischsuppe, gebratene Sprotten und ein dunkles Bier, das die Wirtin von einem Bauern aus dem Hinterland bezieht. Wirtin Alke Kaiweg.
Händler
- Nahrungsmittel (Lebensmittel): Nicht ein Stand oder Geschäft, sondern verschiedene kleine Auslagen bilden das Angebot, das von den Bauern, Hirten und Sammlern der Umgebung hier zum Verkauf angepriesen wird.
- Fischmarkt am Süderkai (Fischmarkt): Am Süderkai von Suederhafen landen die Fischerboote ihren Fang an, und gleich neben der Mole wird er verkauft: Heringe und Sprotten in Körben, Muscheln in Säcken, größere Fische auf Eis aus den Kellern der Stadt. Die Fischer vom Süderkai handeln selbst, ohne Zwischenhändler, und entsprechend rau geht es zu. Wer nicht von hier ist, zahlt ein paar Heller mehr, und wer das merkt und lacht, bekommt sie wieder abgezogen.
- Hafenkrämer Suederhafen (Krämer): Zwischen Fischmarkt und Hafenmeisterei hat Jorun Kaiweg seinen Krämerladen, in dem sich die Schiffer von Suederhafen vor dem Auslaufen eindecken: Seile, Laternen, Öl, Salz, Kerzen, Nähzeug und alles, was in einer Kiste an Bord Platz hat. Der Krämer, ein rundlicher Mann mit einer Kapitänsmütze, die er nie zur See getragen hat, begrüßt jeden Kunden wie einen alten Bekannten. „Tretet ein, was fehlt, das findet sich, und was sich nicht findet, das braucht Ihr auch nicht.“
- Schmiede am Süderkai (Werkzeugmacher): Am Ende des Süderkais, hinter der Hafenmeisterei, steht die Schmiede von Fenno Kaiweg, dem jüngsten der drei Kaiweg-Brüder, und ihr Hämmern hallt über das Hafenbecken, sobald die Boote am Morgen ausgelaufen sind. Fenno fertigt, was die Fischer von Suederhafen brauchen und bezahlen können: Anker, Haken, Beschläge, Ketten und Nägel für die Boote, dazu Äxte, Sägen, Hämmer und Zangen für die Werkstätten und Höfe des Hinterlands. Was fertig ist, hängt an der Wand zum Kai; was nicht da ist, schmiedet er bis zum nächsten Morgen.
Kampfschulen und Lehranstalten
- Wachstube am Süderkai (Kampflehrer): Zwischen Fischmarkt und Hafenmeisterei von Suederhafen liegt die Wachstube am Süderkai, von der aus ein halbes Dutzend Kaiwächter über Boote, Netze und Fässer wacht. Ihr Anführer Bodo Sturmhagen, ein breiter Mann mit Fischerbart und einem Enterbeil am Gürtel, hat lange auf den Küstenseglern der Hauptstadt gedient und bringt jedem, der die Gebühr zahlt, die Grundlagen bei, die man am Wasser braucht: Deckung, Schritt und Schlag auf glatten Planken, und wie man einen Matrosen zu Boden bringt, ohne ihn ins Hafenbecken zu stoßen. Ein Übungspartner aus Holz und ein alter Matrose stehen für die ersten Lektionen bereit.
- Hafenmeisterei Suederhafen (Lehrmeister): Die Hafenmeisterei von Suederhafen ist ein niedriges Steinhaus am Ende des Süderkais, in dem der Hafenmeister Egbert Kaiweg über Liegeplätze, Fanggründe und das Wetter wacht. Der Bruder des Hafenkrämers hat vierzig Jahre auf See verbracht und gibt seine Kenntnis in Kursen weiter, die er zwischen den Pflichten des Amtes abhält: Netze und Reusen, das Lesen des Himmels über dem Varunischen Meer, das Rudern und Segeln der kleinen Boote und die Regeln der Küstenfahrt nach Eodatia. Seine Schüler sitzen auf umgedrehten Fischkisten und schreiben nichts mit, weil er es ihnen verbietet. Lehrt Fischen, Seefahrt, Wettervorhersage, Boote fahren.
Umgebung
- Landschaft: Flache Südküste mit Sandbänken und Prielen, landeinwärts die fruchtbare Ebene
- Vegetation: Grasland und Wiesen, Küste und Strand
- Tierwelt: Heringe, Sprotten und Muscheln, Möwen und Austernfischer
Wegweiser
Landweg
- Larsan (Hl. Kaiserreich (Königreich Eodatien)), 108 Meilen (Landstraße, Küste und Strand)
Seeweg
- Samnia (Hl. Kaiserreich (Freie Reichsstadt)), 384 Meilen (Meer)
- Steinklippen (Eodatia) (Hl. Kaiserreich (Königreich Eodatien)), 194 Meilen (Meer)