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Als wir einmal durch die Sartogassosee fuhren, da gerieten wir in eins dieser riesigen Tangfelder die es dort gibt. Nur mühsam kamen wir voran und ständig mussten wir den Tang, der sich vor dem Bug aufhäufte und uns bremste, mit Äxten klein hauen. Manche von den Strängen waren so dick wie mein Oberschenkel. Das war vielleicht eine Plackerei. Wie ich grade hinten am Heck war, hör ich auf einmal vom Bug einen Aufschrei. Sofort schnapp ich meine Axt und stürm nach vorne, da seh ich das so ein riesiger Tentakel einen von meinen Leuten gepackt hat und unter Wasser zieht. Im ersten Moment war ich wie gelähmt, doch dann ruf ich den Jungs und Mädels zu, dass wir das Boot frei kriegen müssen und schnell weg müssen, weil da so ein Meeresdämon, ein Riesenkraken es auf uns abgesehen hat. Kaum hab ich es gesagt, peitschen schon die Tentakel übers Deck und greifen gierig nach der Mannschaft. Die braven Jungs und Mädels hauen und stechen mit allem was sie zur Hand kriegen nach den Tentakeln, aber das nützte nicht viel. Schließlich streckte das Biest auch seinen Kopf aus dem Wasser. Das war ein Anblick sag ich euch, Augen so groß wie Kutschenräder und der Schnabel wie ein Scheunentor. Aber da hatte ich eine Idee, ich rannte zur Kombüse und schnappte mir das Fass mit dem Pfeffer und schleuderte es dem Biest in den Rachen. Da wurde es ganz rot und schnaubte und schniefte und brausteprustete. Durch das ganze Spektakel war zum Glück das Tangfeld vor unserem Schiff aufgerissen, also die Mannschaft ran an die Ruder und uns frei pullen von diesem verfluchten Tangfeld mit seinem Riesenmonster. Leider waren aufgrund des geopferten Pfeffers die Speisen aus der Kombüse für den Rest der Reise etwas fad. Zu unserem Unglück kreuzte auch keiner von diesen genovesischen Pfeffersäcken mehr unsere Fahrt.
Und so lernte ich an jenem Tag: Manche Männer klammern sich an ihr Leben – andere an ihren Rum. Das Zeug war wirklich lecker!
Ich will euch jetzt von dem größten Fisch erzählen, den ich je gefangen habe. Wir kreuzten im Goldenen Meer Richtung Südosten, in der Hoffnung dort unentdeckte Inseln zu finden und vielleicht mit Schätzen beladen wieder zurückzukehren. Unser Schiff hatte aber ne böse Flaute erwischt. Wochenlang kein Lüftchen. Die Vorräte wurden langsam knapp. Es musste was zu Essen her, wir ham auch versucht zu angeln, aber da biss doch nix an. Also hab ich gesacht, ich nehm die Jolle und ruder raus, versuch weiter draußen was zu fangen. Gesagt, getan. Ich hab auch tatsächlich nen riesiegen Schwertfisch an den Haken bekommen. Das war ein Kampf den müde zu kriegen, die Angelrute schnitt mir tief in die Handflächen, aber ich hab nich aufgegeben. Konnte doch meine Jungs und Mädels an Bord nich verhungern lassen. Irgendwann hab ich ihn kleingekriegt. Nu war der aber viel zu groß für meine kleine Nussschale. Also schnapp ich mir ne Brasse und vertäu den Fisch am Boot. Nu aber fix zurück zu unserem Schiff. Aber da hatte ich die Rechnung ohne die Haie gemacht. Die wollten mir meine Beute wegfressen. Ich schnapp mir also den Fischerspeer und mit ein paar schnellen Stichen erledige ich eins von den Biestern. Und dann, Knack, bricht der Schaft und die Speerspitze bleibt im Hai stecken. Also zieh ich mein Messer und stech auf die Viecher ein, zwei erledige ich, aber dann bricht mir die Klinge ab. Aber ich bin ja nicht von gestern. Also brech ich dem Schwertfisch sein Schwert hab und mach damit die restlichen Haie nieder. Das war ein Hauen und ein Stechen sag ich euch. Endlich hatte ich mein Schiff wieder erreicht und wir hieven den Schwertfisch an Bord. Davon sind alle erst mal wieder so richtig satt geworden. Und am nächsten Tag frischt der Wind wieder auf. Das war bestimmt ein Segen von Ronskrir für den heldenhaften Fischfang.
==Prüfvermerk==