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Balladen
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Es dachten sich die Eltern der glutäugigen Susanne, "<br />das Kind ist nun erwachsen bald,"<br />wir geben sie zu einem Manne,"<br />denn sonst ist sie schon bald ... zu alt."<br />
Ein reicher Händler war der erste Kandidat, "<br />er schien dem Vater eine gute Partie, "<br />auch wenn er keine Haare auf dem Kopf mehr hat, "<br />Die Mutter meint: „Den "Den nimmt das Kind doch nie!"<br />
Dennoch wurde flugs, er zum Sonntagsmahl geladen, "<br />er erschien im feinsten Zwirn und mit schwarzem Hut, "<br />doch biss der Hund ihn in die Waden, "<br />er roch wohl nicht besonders gut? "<br />
Susanne lobt den Hund und füttert ihn mit Leckerbissen, "<br />denn diesen Kahlkopf will sie nicht zum Manne."<br />Der Vater tobt: „Hast "Hast du denn gar kein Gewissen? "<br />Nicht die Haare machen aus, den guten Ehemanne!" "<br />
Susanne schmollt: „Ist "Ist mir egal, den Kahlkopf nehme ich nicht!"<br />Der Händler schaut erst dumm, setzt wieder auf den Hut und geht dann wortlos fort. "<br />Der Vater schreit: „Hat "Hat denn mein Wunsch in diesem Hause kein Gewicht? "<br />Ich stand beim Händler doch im Wort!"<br />
Susanne tobt und weint und schmollt, "<br />umarmt den Vater stumm."<br />sie mag nicht wenn der Vater grollt "<br />und hofft sie stimmt ihn um. "<br />
„Mein "Mein Vater, mein Vater ich liebe dich sehr“sehr", "<br />hört es der Vater in seinen Ohren hallen. "<br />„Bitte "Bitte bring mir keinen Kahlkopf mehr,"<br />doch einer mit güldnen Locken, der könnt mir gefallen."<br />
„Papperlapapp"Papperlapapp!" sagt der Vater geschwind,"<br />„Güldene "Güldene Locken ersetzen nicht Gold und Position"<br />so kommst du mir nicht davon, mein Kind,"<br />den nächsten den ich dir präsentiere, der wird mein Schwiegersohn."<br />
Der Sohn des Stadtkämmerers, ein Jüngling mit goldenem Haar,"<br />schon lange verliebt in Susanne, die im Stadtpark er gesehen,"<br />wurde durch Dritte die Geschichte gewahr,"<br />und meinte sofort: „Da "Da muss was geschehen!"<br />
Flugs suchte geht er den zum Vater der Holden auf in seinem Kontor,"<br />der saß hinter seinem Schreibtisch mit grimmigem Gesicht". <br />Der Jüngling trat sprach mutig und beherzt davornun vor,"<br />„Gebt "Gebt mir Susanne zu Weibe“ Weibe!" verlangte er schlicht."<br />
Der Vater Susannchens guckt guckte bass erstaunt,"<br />auf den blondgelockten Jüngling von gutem Stande". <br />weil Weil kein Kandidat Susannens Gnade fand, war er schon übel er gelaunt,"<br />des Stadtkämmerer Sohn jedoch, schien ihm geeignet für Familienbande."<br />
Vom Diener lässt er flugs Frau und Tochter holen,"<br />
der Jüngling freut sich, vor Aufregung das Gesicht ganz fahl, <br />
der Vater hat Susanne dann barsch befohlen"<br />„Dieser "Dieser hier wird dein Gemahl, ich lass dir keine andre Wahl!"<br />Susannchen erst stumm und blass dann bass erstaunt,"<br />glaubt ihren Augen nicht mehr zu trauen,"<br />„Gut"Gut, ihn nehme ich“ ich" hat sie dann leis leise geraunt"<br />und kann gar nicht aufhören mit staunendem Schauen."<br />
Verliebt strahlt sie den Jüngling an, sie kann es gar nicht fassen."<br />Der Vater hochzufrieden, schaut stolz zu seiner Gattin hin,"<br />„Die "Die Hochzeit, Weib, kannst du nun richten, dieses Mal scheint es zu passen."<br />Die Mutter strahlt nicht minder, hat Enkelkinder schon im Sinn."<br />
Was ihr, ihr lieben Leute, euch sicher schon gedacht,"<br />weil es sich nach der Geschicht' vermuten lässt,"<br />die große Liebe war es, die Glut der Minne war entfacht,"<br />es dauerte nicht lange, da gab 's ein schönes Hochzeitsfest,"<br />
Doch die Moral von der Geschicht',"<br />die es ja immer geben muss,"<br />die verrate ich euch noch nicht,"<br />denn für heut ist erst Mal Schluss."<br />
Ein ander Mal bin ich dann da "<br />und singe euch, was noch geschah,"<br />mit der glutäugigen Susanne " <br />und ihrem blondgelockten Manne."<br />Bis dahin, ihr lieben Leut',"<br />geduldet euch .. bin durch für heut'! "<br />
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