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Guî
,keine Bearbeitungszusammenfassung
= Sprache =
Tatsächlich sind viele Begriffe aus der sehr komplizierten Sprache in verschiedene Diebesdialekte eingeflossen, jedoch weist keine der bekannten Gaunersprachen auch nur ansatzweise Ähnlichkeiten mit der sehr komplexen Grammatik der Sprache des fahrenden Volkes auf.
Eine besondere Eigenheit dieser Sprache ist der Umgang der Guîrfóg mit ihr. Wenn ein Aussenstehender ihre Sprache benutzt, ohne sie wirklich flüssig zu beherrschen, wird dies als Beleidigung aufgefasst. Spricht man die Sprache jedoch flüssig und weitestgehend akzentfrei, so fühlen sich die Guîrfóg in höchstem Masse geehrt und werden ihrem Gegenüber sofort anbieten, von der Sippe [[Guîrfóg#Adoption|adoptiert]] zu werden ( was man dankend ablehnen sollte ). Üblicherweise sprechen alle Angehörigen der Sippen die jeweilige Landessprache, die sie oft auch zumindest rudimentär lesen können. Ihre eigene Sprache beherrschen alle Guîrfóg flüssig, ebenso die zugehörige, mit ihren verschlungenen Schriftzeichen schön anzuschauende, Silbenschrift.
== Wichtige Begriffe ==
| Fluch / böses Omen || '''Prįkâzâ'''
|}
= Schrift =
Aus dem Taktrat Traktat ''„Codex Curvatura: Eine komparative Analyse der morpho-syllabischen Glyphenstruktur innerhalb der nomadischen Gųî-Kultur“'', vorgelegt von Magistra Alara von Silberstein, Ordinaria für Xenolinguistik und vergleichende Philologie an der Sprachenschule von Nathania:
''„Während meiner Studien an der Sprachenschule von Nathania begegneten mir viele Schriftsysteme, doch kaum eines entzieht sich einer einfachen Kategorisierung so beharrlich wie das '''Gųî''' des fahrenden Volkes. In der Gelehrtenwelt herrscht oft die herablassende Meinung vor, es handle sich lediglich um dekorative Ornamente. Doch wer die verschlungenen Linien auf den Gųrdô-Wagen genauer betrachtet, erkennt eine hocheffiziente Silbenschrift von bemerkenswerter Informationsdichte.
''Strukturell ist Gųî keine Lautschrift wie unsere '''Imperialen Zeichen'''. Vielmehr repräsentiert jedes Glyph eine vollständige Silbe, deren Bedeutung durch minimale Variationen in der Linienstärke oder Neigung nuanciert wird. Optisch erinnert der Duktus an die Eleganz '''Altelfischer Zeichen''' – geschwungen, flüssig und ohne harte Kanten. Dennoch vermuten wir die spirituellen Wurzeln eher in einer Weiterentwicklung der '''Sadhischen Runen''', bedingt durch die tiefe mythologische Verbindung der Guîrfóg zum lúnasadhischen Kulturraum.'' ''Für die Archivierung in unseren Bibliotheken nutzen wir ein System der erweiterten Transkription, um den fremdartigen Charakter dieser 'lebenden' Schrift zu bewahren. Es folgt eine Übersicht der gängigsten Silben-Entsprechungen unserer Forschungsliteratur:“''
{| class="prettytable" style="background: white;"
!align="left" width="40%" style="background:#F4F4F4;" |Gųî-Transkription
|-
| A (weich) || '''Â/ â'''
|-
| E (betont) || '''Ę/ ę'''
|-
| I (hoch) || '''Į/ į'''
|-
| O (tief) || '''Ô/ ô'''
|-
| U (dunkel) || '''Ų/ ų'''
|-
| Reibe-Laut (ch) || '''Çh/ çh'''
|-
| Konsonanten-Anlaut || '''Gų / gų / Ph / ph / Zh/ zh'''
|}