Rifansund
Allgemein
Rifansund liegt am östlichen Arm des Rifandeltas, dort, wo die Via Aurisia das Wasser erreicht. Über den Sund geht es nach Steinklippen, über die Reichsstraße nach Theadorsheim und nach Osten.
Rifansund liegt am östlichen Arm des Deltas, dort, wo die Via Aurisia auf das Wasser trifft. Was über die Reichsstraße kommt, wird hier auf Frachtkähne umgeladen, was von See kommt, geht hier an Land, und dazwischen liegen die Fischerboote des Sunds. Der Sund selbst ist tückisch: Die Sandbänke wandern mit jedem Hochwasser, und ohne einen Lotsen aus der Lotsenstube am Anleger sitzt ein beladener Kahn schneller auf Grund, als der Schiffer fluchen kann.
Reich wird die Stadt davon nicht. Keine hundert Meilen flussaufwärts liegt Eodatia, und wer in Rifansund zu Geld kommt, zieht dorthin, wer bleibt, arbeitet für Häuser, deren Herren in der Hauptstadt sitzen. So ist der Ort geblieben, was er war, ein Umschlagplatz, an dem alles kurz haltmacht und nichts lange bleibt. Die Geschwister Sundvogt, die Krämerin und der Schmied, gelten schon als alteingesessen, weil ihre beiden Läden am selben Anleger stehen.
Fremde fallen hier weniger auf als anderswo. Zwischen den Speichern steht das Zelt eines Händlers aus dem Süden, dessen Branntwein man riecht, ehe man ihn sieht, und am Sammelplatz für Holz und Gestein handelt eine Frau, deren Namen die halbe Stadt falsch ausspricht. Abends sitzen beide mit den Lotsen im Gasthaus „Zum Lotsen“ am Anleger.
Herkunft des Namens
Nach dem Sund, dem Deltaarm mit seinen wandernden Sandbänken.
Politik
Ein Ort der Krone; die Lotsen bilden eine eigene Bruderschaft, ohne deren Zeichen kein beladener Kahn ausläuft.
Geschichte
Als Umschlagplatz zwischen Reichsstraße und Wasser entstanden und immer im Schatten der nahen Hauptstadt geblieben.
Einwohner
Rund 7.500 Menschen: Lotsen, Schauerleute und Fischer, dazu Händler aus Übersee, die hier löschen.
Berühmte Personen
- Alrun Sundvogt, Krämerin am Anleger
- Tammo Sundvogt, Schmied
Stadtbild
Anleger, Speicher und Krananlagen am Wasser, dahinter enge Gassen; Frachtkähne und Fischerboote liegen nebeneinander vertäut.
Berühmte Bauwerke
- Die Lotsenstube am Anleger, in der die Karten der wandernden Sandbänke geführt werden.
Besonderheiten
- Hafen
Banken
Vor Ort gibt es keine Bankfilialen.
Gasthäuser
- "Zum Lotsen" (gutes Gasthaus, mit Betten): Am Anleger von Rifansund, wo die Frachtkähne der Via Aurisia und die Fischerboote des Sunds nebeneinander vertäut liegen, steht das Gasthaus "Zum Lotsen", ein solider Bau aus Flussstein mit einem Laternenmast auf dem Dach, dessen Licht nachts die Einfahrt in den Sund markiert. Die Lotsen der Stadt haben hier ihren Stammtisch, und wer die Untiefen des Sunds nicht kennt, tut gut daran, sich einen von ihnen zu mieten, bevor er weiterfährt. In der Gaststube sitzen Kahnführer, Kapitäne aus Eodatia und Reisende der Reichsstraße nach Larsan, die Küche bringt Flussfisch und Braten aus dem Umland, und die Zimmer sind so ruhig, wie ein Haus am Anleger es sein kann. Wirtin Merle Sundvogt.
Händler
- Zelt der Genüsse (Lebensmittel): Schon der branntweingeschwängerte Geruch in der Luft lässt vermuten: Die Speisen dienen hier eher als Gundlage für die hochprozentigen Flüssigkeiten. Diese allerdings sind vorzüglich und Bared versteht sich zudem darauf diese noch miteinander zu mischen ... was erstaunlich gut schmeckt ...
- Roh- & Naturstoffhandel (Rohstoffumschlag): Kein richtiges Ladengeschäft, sondern eher eine Art Sammelplatz für Abgebautes und Gesammeltes aus der Region findest du hier. Neben Holz und Gestein lassen sich an diesen Umschlagplätzen manchmal auch Felle, Pelze oder Edelsteine finden. Nebenbei trifft man auch des öfteren kundige Männer und Frauen aus Handwerk und Verarbeitung.
- Krämer am Sund (Krämer): Der Krämerladen von Alrun Sundvogt liegt am Anleger von Rifansund, wo die Frachtkähne der Via Aurisia und die Fischerboote des Sunds nebeneinander vertäut sind. Das Sortiment ist knapp, aber verlässlich: Seile, Kerzen, Salz, Öl, Nähzeug, Werkzeug und ein paar Dinge, die die Kapitäne aus Eodatia mitgebracht haben. Alrun, eine ruhige Frau mit Wollmütze, kennt die Untiefen des Sunds besser als ihre eigenen Preise, sagt man.
- Schmiede am Sund (Werkzeugmacher): Am Anleger von Rifansund, ein paar Schritte vom Krämerladen der Alrun Sundvogt entfernt, hämmert ihr Bruder Tammo in der Schmiede am Sund, deren Esse man vom Wasser aus als roten Punkt in der Dämmerung sieht. Der Schmied beschlägt die Frachtkähne der Via Aurisia mit Beschlägen, Haken und Ketten, die Karren der Reichsstraße nach Larsan mit Reifen und Achsnägeln, und schmiedet für die Fischer und Höfe des Sunds Äxte, Sägen, Hämmer, Zangen und Spaten, die an der Wand neben der Tür hängen. Tammo Sundvogt, ein stiller Mann mit dem breiten Rücken eines Ruderers und verbrannten Händen, nickt dir zu, ohne den Hammer wegzulegen.
Kampfschulen und Lehranstalten
- Lotsenstube am Sund (Lehrmeister): Die Untiefen des Sunds vor Rifansund haben schon manchen Frachtkahn der Via Aurisia auf Grund gesetzt, und darum halten die Lotsen des Ortes seit Generationen ihre Stube am Anleger, gleich neben dem Krämerladen. Der alte Lotse Hauke Sundvogt, ein Onkel der Krämerin, lehrt dort gegen eine Gebühr, was er selbst in fünfzig Jahren gelernt hat: die Bänke und Rinnen des Sunds, das Peilen nach Landmarken und Sternen, das Lesen der Karte und das Führen eines Bootes durch die Strömung an der Rifanmündung. Seine Schüler sind Kahnführer, Fischer und hin und wieder ein Kapitän aus Eodatia, der den Sund nicht noch einmal auf eigene Faust versuchen will. Lehrt Navigation, Boote fahren, Geografie.
Umgebung
- Landschaft: Deltaarm mit Sandbänken, Prielen und Schilf, landeinwärts die Ebene
- Vegetation: Grasland und Wiesen, Fluss- und Seeufer
- Tierwelt: Aale und Krebse, Watvögel und Seeschwalben
Wegweiser
Landweg
- Larsan (Hl. Kaiserreich (Königreich Eodatien)), 105 Meilen (Via Aurisia (Reichsstraße IV), Grasland und Wiesen)
- Theadorsheim (Eodatia) (Hl. Kaiserreich (Königreich Eodatien)), 97 Meilen (Via Aurisia (Reichsstraße IV), Flussau)
Seeweg
- Steinklippen (Eodatia) (Hl. Kaiserreich (Königreich Eodatien)), 119 Meilen (Meer)