Wallbruch
Allgemein
Wallbruch ist ein Bauerndorf am Südrand des Düstertann, im äußersten Süden des Herzogtums Ostrakerreich an der Grenze zum Königreich Eodatien. Der einzige Weg führt nach Norden durch den Wald nach Finsterwalde.
Wallbruch liegt am Südrand des Düstertann, dort, wo der dichte Wald in feuchte Bruchwiesen ausläuft und das Land nach Süden hin offener wird. Seinen Namen trägt der Ort von den Resten eines alten Erdwalls, der sich mit Graben und verwitterten Steinsockeln quer durch die Gemarkung zieht: ein Stück Grenzbefestigung aus der Zeit des alten Reiches, an dieser Stelle längst eingebrochen und von den Bauern seit Generationen als Steinbruch für ihre Höfe genutzt. Wer heute den „gebrochenen Wall“ überschreitet, bemerkt kaum mehr als eine flache Welle im Weideland.
Rund elfhundert Menschen leben hier, verteilt auf den Dorfkern um den Anger und ein gutes Dutzend Gehöfte an den Bruchwiesen. Man lebt von Rindern und Gerste, von Köhlerei und Holzschlag am Waldrand und vom Torfstechen in den nassen Senken. Die Höfe sind niedrige Fachwerkbauten mit Schilfdächern, die Scheunen stehen auf Feldsteinsockeln, weil der Boden im Frühjahr Wasser zieht. In der Ortsmitte sammelt sich das Leben um den Dorfbrunnen, die kleine Schmiede und das Gasthaus, in dem Fuhrleute und Köhler ihren Lohn vertrinken.
Nach Norden führt nur ein Waldweg durch den Düstertann nach Finsterwalde, eine stille Strecke von mehreren Tagen, auf der niemand gern die Nacht abseits des Weges verbringt. Nach Süden und Osten liegt jenseits der Grenzsteine bereits das Königreich Eodatien; ein kurfürstlicher Grenzposten mit drei Reitern und einem Zöllner sitzt in einem befestigten Hof am Wall und hält ein Auge auf Viehtreiber, Schmuggler und das, was nachts aus dem Wald kommt.
Herkunft des Namens
Nach dem eingebrochenen Grenzwall des alten Reiches, der quer durch die Gemarkung zieht.
Politik
Ein Dorf der kurfürstlichen Krone. Ein Grenzposten mit drei Reitern und einem Zöllner sitzt in einem befestigten Hof am Wall und hält die Grenze nach Eodatien.
Geschichte
Der Wall stammt aus der Zeit vor der Großen Katastrophe, als das Ostrakerreich und Deodatien noch getrennte Reiche waren. Das Dorf wuchs aus den Höfen, die seine Steine verbauten.
Einwohner
ca. 1.100 Menschen: Bauern, Köhler und Torfstecher.
Berühmte Personen
Bisher ist keine berühmte Person in diesem Ort geboren worden oder lebt(e) hier.
Stadtbild
Dorfkern um den Anger mit Brunnen, Schmiede und Gasthaus; ringsum Gehöfte auf Feldsteinsockeln mit Schilfdächern.
Berühmte Bauwerke
- Der gebrochene Wall, Erdwall mit Graben und verwitterten Steinsockeln aus der Zeit des alten Reiches, heute kaum mehr als eine Welle im Weideland.
Banken
Vor Ort gibt es keine Bankfilialen.
Gasthäuser
- "Zum gebrochenen Wall" (einfaches Gasthaus, mit Betten): Das einzige Gasthaus des Dorfes steht am Anger, ein langgestreckter Fachwerkbau mit Schilfdach und einer Schankstube, in der sich Köhler, Torfstecher und Fuhrleute die Bänke teilen. Der Rauch der Herdstelle hängt tief, das Bier kommt aus dem eigenen Sudkessel, und wer bleiben will, bekommt einen Strohsack im Dachraum über dem Stall. Wirtin Hedda Torfhauer.
Händler
- Bauernstände am Anger (Lebensmittel): Rund um den Dorfbrunnen bieten Bauersleute aus den Höfen an den Bruchwiesen ihre Erzeugnisse an: Gerstenbrot, Rindfleisch, Käse und im Herbst Pilze aus dem Düstertann. Viel Auswahl gibt es nicht, aber die Preise sind ehrlich.
Kampfschulen und Lehranstalten
Vor Ort gibt es keine Kampfschulen oder Lehranstalten.
Umgebung
- Landschaft: Bruchwiesen und Weideland südlich des Düstertann, Reste des alten Grenzwalls
- Vegetation: Grasland und Wiesen, Torfsenken, Waldrand
- Tierwelt: Rinder, Wild aus dem Düstertann
Wegweiser
Landweg
- Finsterwalde (Hl. Kaiserreich (Herzogtum Ostrakerreich)), 159 Meilen (Dichter Wald, Waldgebiet)
Nach Süden und Osten gibt es noch keine Wege; das Königreich Eodatien ist im Spiel noch nicht bereisbar.
