Düstertann

Der Düstertann ist ein großer, dunkler Tannen- und Mischwald im Westen des Heiligen Kaiserreiches, am Südwestufer des Varunischen Meeres. Er erstreckt sich vom Süden des Herzogtums Ostrakerreich über den Norden des Königreichs Eodatien bis vor die Tore von Wulffenberg im Fürstentum Wulffenberg. Nach Westen geht er in das Hügelland der Freien Flusstäler über.
Im Ostrakerreich liegen Finsterwalde tief im Wald, Riesensee am Seeufer und Wallbruch an seinem Südrand; in Eodatien säumen Deichaue, Sandstadt und Dorfingen seine Ränder. Nur wenige Pfade führen hindurch, und die Bewohner der Randdörfer bleiben auf ihnen. Der Wald gilt als unheimlich: In mondlosen Nächten hört man Geräusche aus seinen Tiefen, obwohl kein Wind geht. Die Sagen kennen die Finstermänner von Finsterwalde, groß wie Bäume und knorrig wie Wurzeln, und im Osten die Varge, riesige Wölfe mit glühenden Augen, deren Ursprung die Wulffenberger in der Wargenspalte vermuten. Handfester sind Wölfe, Bären und Wildschweine, dazu Köhler, Jäger und Holzfäller, die an den Waldrändern vom Düstertann leben.
Der Name wird in den Randorten unterschiedlich gebraucht; in Sandstadt spricht man vom Wispertann.