Liedgut des Barden Walter von der Salzwiese: Unterschied zwischen den Versionen

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liebe Sprosse, hab Dank, das vergess ich dir nie!<br />
 
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'''''Hinweis: Nach einem alten irdischen Volkslied'''''
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Mein Nachbar drüben, über'm Wasser, <br />
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der ist ein schlimmer Vogelhasser. <br />
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Und wie das Meer mich stets erfreuen kann,<br />
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Erfreut ihn stets der Vogelfang.<br />
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Doch jüngst geschah <br />
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Ein Streich ihm, den ich gerne sah.<br />
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Den Vöglein stellt er nach mit Netzen, <br />
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Nicht um ihre Liedern sehr zu schätzen.<br />
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Nein, weil er sie gebraten frisst.<br />
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Wann just nicht gerade Fastentag ist.<br />
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Oft nehm' ich unbemerkt und leise <br />
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Ihm aus dem Garn die frevle Speise, <br />
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Und Amsel, Fink und Hänfling sind froh <br />
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Entfliegen ihm mit Jubilo. <br />
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Doch jüngst kam über ihn ein andrer, <br />
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Ein sturmgewaltiger Wolkenwandrer.<br />
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Verfolgend eine Dohlenschar,<br />
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Strich über's Meer der Königsaar, <br />
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Und flog und sah die Gefahr nicht, <br />
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Flog mitten in die Netze dicht.<br />
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Da lief mit lautem Siegesgeschrei <br />
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Der Nachbar schnell zum Fang herbei. <br />
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Doch, als er schon ganz nahe war, <br />
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Zerriss das Garn der stolze Aar. <br />
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Und flog so ungestüm dahin sodann, <br />
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Zu Boden, schreiend, fiel der Mann! <br />
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Und mit den arg zerfetzten Netzen <br />
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Wird er kein Vöglein mehr verletzen. <br />
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Merke: Garn, für Gimpel stark genug, <br />
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Hemmt nicht des Königsadlers Flug. <br />
 
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Version vom 17. Mai 2026, 13:32 Uhr


Walter von der Salzwiese – Barde aus Vellhafen

Walter von der Salzwiese gilt als einer der hoffnungsvollsten jungen Spielleute Vellhafens. Mit seinen gerade einmal 22 Jahren hat er sich bereits einen Ruf erarbeitet, der manch älteren Barden neidisch werden lässt. Freundlich im Wesen, mit einer klaren, warmen Stimme und einem Talent, das Zuhörer mühelos in seinen Bann zieht, ist er in Schenken, auf Märkten und bei Festen gern gesehen.

Sein erstes Werk, „Das Lied von Brunihild“, verbreitete sich rasch über die Grenzen Vellhafens hinaus und wurde zu einem antamarweit bekannten Gassenhauer. Schon als Junge schickte Walter seine Verse und Melodien an den Vellhafener Kurier und erhielt dort früh Anerkennung für seine Dicht- und Vortragskunst.

Herkunft und Familie

Walter stammt aus Ismar, wo sein Vater Hein von der Salzwiese einen erfolgreichen Hof bewirtschaftet. Die Schafe der Familie grasen auf den salzhaltigen Wiesen Ismars, was dem Fleisch der berühmten Salzlämmer einen besonderen Geschmack verleiht. Wohlstand und Fleiß prägen Walters Herkunft, und es mangelte der Familie nie an etwas.

Sein künstlerisches Talent verdankt Walter vor allem seiner Mutter Irina, die einst als Bardin unter dem Beinamen „Die Lerche aus Ismar“ bekannt war. Sie tritt heute nicht mehr öffentlich auf, doch ihre Stimme und ihr Gespür für Melodie leben in ihrem Sohn weiter. Walters Brüder hingegen blieben der Landwirtschaft treu und führen den elterlichen Hof fort.

Hinweis

Die hier aufgeführten Lieder und Verse stammen — mit wenigen Ausnahmen (die aber immer extra gekennzeichnet sind) — aus meiner eigener Feder. Der Barde Walter von der Salzwiese wird im Spiel von mir verkörpert. Tica

Balladen

Walters Balladen erzählen von Liebe, Schicksal, Heldentum und den stillen Tragödien des Alltags. Sie sind länger gefasste Erzählgedichte, die oft auf wahren Begebenheiten beruhen oder von alten Sagen inspiriert wurden. Mit klarer Stimme und feinem Gespür für Stimmung trägt Walter sie auf Märkten, in Schenken und bei Festen vor.

Hymnen und Festlieder

In diesen Stücken besingt Walter jene besonderen Augenblicke, in denen eine Gemeinschaft zusammenkommt: Feste, Wettbewerbe, Ehrentage und all die Momente, die Vellhafen und seine Menschen prägen. Manche dieser Lieder wurden eigens für große Feiern geschaffen, andere haben sich wie von selbst zu Hymnen entwickelt, weil sie von vielen Stimmen getragen wurden. Sie klingen nicht nur in Tavernen, sondern auf Plätzen, bei Umzügen und überall dort, wo das Herz der Stadt schlägt.

Gassen- und Handwerkslieder

In diesen Liedern besingt Walter das Leben der einfachen Leute: Handwerker, Händler, Hafenarbeiter und all jene, die in den Straßen und Gassen Vellhafens ihren Alltag bestreiten. Die Stücke sind oft humorvoll, manchmal rau, aber stets voller Wärme für die Menschen, die sie porträtieren. Viele davon entstanden unterwegs, zwischen Marktständen, Werkstätten und Tavernen.

Schmäh- und Spottlieder

Hier versammelt Walter von der Salzwiese all jene Lieder, in denen er mit fröhlicher Frechheit an Kronen, Krägen und Amtsketten zupft. Ob eitler Edelmann, überhebliche Amtsperson oder eine politische Entscheidung, die mehr Schatten als Glanz wirft – niemand ist vor Walters spitzem Humor sicher. Seine Spottlieder sind weniger Anklage als Kunststück: kleine musikalische Sticheleien, die Missgeschicke, Übertreibungen und Fehltritte in heitere Reime verwandeln. Mal neckisch, mal schelmisch, mal überraschend treffend – doch immer mit einem Lächeln, das zeigt, dass selbst die Mächtigen über sich lachen dürfen.

Belbrücks

Belbrücks sind kurze, scherzhafte Fünfzeiler, die in Antamar weit verbreitet sind. Walter sammelt sie seit seiner Jugend und dichtet selbst unzählige neue, meist über Orte, Menschen oder Begebenheiten, die ihm auf seinen Reisen begegnen. Sie folgen einer festen Reimform und werden in Tavernen gern laut mitgesprochen — oft zur großen Freude des Publikums.