Liedgut des Barden Walter von der Salzwiese: Unterschied zwischen den Versionen

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(Schmäh- und Spottlieder)
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''Hinweis: Dieses Lied ist eine antamarisierte Bearbeitung des irdischen Volksliedes „O hängt ihn auf“ aus dem 19. Jahrhundert. Die Melodie und Grundstruktur stammen aus der Vorlage, der Text wurde von mir für ein Rollenspielereignis in Vellhafen angepasst.''
 
''Hinweis: Dieses Lied ist eine antamarisierte Bearbeitung des irdischen Volksliedes „O hängt ihn auf“ aus dem 19. Jahrhundert. Die Melodie und Grundstruktur stammen aus der Vorlage, der Text wurde von mir für ein Rollenspielereignis in Vellhafen angepasst.''
  
Oh hängt ihn auf! Oh hängt ihn auf!
 
Oh hängt ihn auf, den Kranz voll Lorbeeren!
 
Dich oh Conte, dich oh Conte, dich mit deinem schiefen Hals, dich wollen wir verehren.
 
  
Wir treten, dich - wir treten dich, wir treten dich zu ehren, heut zusammen.
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Oh hängt ihn auf! Oh hängt ihn auf! <br />
Wohl in den Leib, wohl in den Leib, wohl in den Leib lodern helle Flammen.
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Oh hängt ihn auf, den Kranz voll Lorbeeren! <br />
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Dich oh Conte, dich oh Conte, dich mit deinem schiefen Hals, dich wollen wir verehren. <br />
  
Du bist ein Vieh, du bist ein vie -, du bist ein vielgeliebter Conte in Vellhafen,  
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Wir treten, dich - wir treten dich, wir treten dich zu ehren, heut zusammen. <br />
Und auch ein Hund, und auch ein hund -, und auch einhundert Jahre sollst schaffen.
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Wohl in den Leib, wohl in den Leib, wohl in den Leib lodern helle Flammen. <br />
  
Oh wie gemein, oh wie gemein, oh wie gemeinsam unser Herzen schlagen,  
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Du bist ein Vieh, du bist ein vie -, du bist ein vielgeliebter Conte in Vellhafen, <br />
Siehst du heut aus, siehst du heut aus, siehst du heut aus den Worten , die wir sagen.  
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Und auch ein Hund, und auch ein hund -, und auch einhundert Jahre sollst schaffen. <br />
  
Oh wie es riecht, oh wie es riecht, oh wie es riecht nach deinem Ruhm im Lande.
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Oh wie gemein, oh wie gemein, oh wie gemeinsam unser Herzen schlagen,  <br />
Aus deinem Mund, aus deinem Mund, aus deinem Mund, oh Conte, kam nie ein Wort der Schande.
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Siehst du heut aus, siehst du heut aus, siehst du heut aus den Worten , die wir sagen. <br />
  
Wir brechen dir, wir brechen dir, wir brechen dir zum Ruhm der Feinde Speere.
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Oh wie es riecht, oh wie es riecht, oh wie es riecht nach deinem Ruhm im Lande. <br />
Selbst Hals und Bein, selbst Hals und Bein, selbst Hals und Beine opfern wir zur Ehre.
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Aus deinem Mund, aus deinem Mund, aus deinem Mund, oh Conte, kam nie ein Wort der Schande. <br />
  
Oh wie es glänzt, oh wie es glänzt, oh wie es glänzt in deinen goldnen Haaren,
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Wir brechen dir, wir brechen dir, wir brechen dir zum Ruhm der Feinde Speere. <br />
vor Speck und Dreck, vor Speck und Dreck, vor Speck und Dreck soll man dich, oh Conte, stets bewahren.
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Selbst Hals und Bein, selbst Hals und Bein,  selbst Hals und Beine opfern wir zur Ehre. <br />
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Oh wie es glänzt, oh wie es glänzt, oh wie es glänzt in deinen goldnen Haaren, <br />
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vor Speck und Dreck, vor Speck und Dreck, vor Speck und Dreck soll man dich, oh Conte, stets bewahren. <br />
  
 
=='''Belbrücks'''==  
 
=='''Belbrücks'''==  

Version vom 18. Februar 2026, 10:16 Uhr


Walter von der Salzwiese – Barde aus Vellhafen

Walter von der Salzwiese gilt als einer der hoffnungsvollsten jungen Spielleute Vellhafens. Mit seinen gerade einmal erwachsenen Jahren hat er sich bereits einen Ruf erarbeitet, der manch älteren Barden neidisch werden lässt. Freundlich im Wesen, mit einer klaren, warmen Stimme und einem Talent, das Zuhörer mühelos in seinen Bann zieht, ist er in Schenken, auf Märkten und bei Festen gern gesehen.

Sein erstes Werk, „Das Lied von Brunihild“, verbreitete sich rasch über die Grenzen Vellhafens hinaus und wurde zu einem antamarweit bekannten Gassenhauer. Schon als Junge schickte Walter seine Verse und Melodien an den Vellhafener Kurier und erhielt dort früh Anerkennung für seine Dicht- und Vortragskunst.

Herkunft und Familie

Walter stammt aus Ismar, wo sein Vater Hein von der Salzwiese einen erfolgreichen Hof bewirtschaftet. Die Schafe der Familie grasen auf den salzhaltigen Wiesen Ismars, was dem Fleisch der berühmten Salzlämmer einen besonderen Geschmack verleiht. Wohlstand und Fleiß prägen Walters Herkunft, und es mangelte der Familie nie an etwas.

Sein künstlerisches Talent verdankt Walter vor allem seiner Mutter Irina, die einst als Bardin unter dem Beinamen „Die Lerche aus Ismar“ bekannt war. Sie tritt heute nicht mehr öffentlich auf, doch ihre Stimme und ihr Gespür für Melodie leben in ihrem Sohn weiter. Walters Brüder hingegen blieben der Landwirtschaft treu und führen den elterlichen Hof fort.

Hinweis

Die hier aufgeführten Lieder und Verse stammen — mit wenigen Ausnahmen (die aber immer extra gekennzeichnet sind) — aus meiner eigener Feder. Der Barde Walter von der Salzwiese wird im Spiel von mir verkörpert. Tica

Balladen

Walters Balladen erzählen von Liebe, Schicksal, Heldentum und den stillen Tragödien des Alltags. Sie sind länger gefasste Erzählgedichte, die oft auf wahren Begebenheiten beruhen oder von alten Sagen inspiriert wurden. Mit klarer Stimme und feinem Gespür für Stimmung trägt Walter sie auf Märkten, in Schenken und bei Festen vor.

Gassen- und Handwerkslieder

In diesen Liedern besingt Walter das Leben der einfachen Leute: Handwerker, Händler, Hafenarbeiter und all jene, die in den Straßen und Gassen Vellhafens ihren Alltag bestreiten. Die Stücke sind oft humorvoll, manchmal rau, aber stets voller Wärme für die Menschen, die sie porträtieren. Viele davon entstanden unterwegs, zwischen Marktständen, Werkstätten und Tavernen.

Schmäh- und Spottlieder

Hier versammelt Walter von der Salzwiese all jene Lieder, in denen er mit fröhlicher Frechheit an Kronen, Krägen und Amtsketten zupft. Ob eitler Edelmann, überhebliche Amtsperson oder eine politische Entscheidung, die mehr Schatten als Glanz wirft – niemand ist vor Walters spitzem Humor sicher. Seine Spottlieder sind weniger Anklage als Kunststück: kleine musikalische Sticheleien, die Missgeschicke, Übertreibungen und Fehltritte in heitere Reime verwandeln. Mal neckisch, mal schelmisch, mal überraschend treffend – doch immer mit einem Lächeln, das zeigt, dass selbst die Mächtigen über sich lachen dürfen.