Liedgut des Barden Walter von der Salzwiese: Unterschied zwischen den Versionen

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Sonst landet man am Ende nur an einem Strick und baumelt dann im Wind. <br />
 
Sonst landet man am Ende nur an einem Strick und baumelt dann im Wind. <br />
 
Drum werde artig und bleib brav, sonst kommt Reodan mein Kind. <br />
 
Drum werde artig und bleib brav, sonst kommt Reodan mein Kind. <br />
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<div class="NavHead">Die Vogelscheuche Martha Stroh</div>
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Die Vogelscheuche Martha Stroh, wurd' ihres Daseins nicht mehr froh.<br />
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Denn es war nun einmal so, ein Strohhalm piekste sie am Po.<br />
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Sie fand es schrecklich, musste weinen, so schlimm juckte es der Kleinen.<br />
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Denn, auch eine Scheuche hat ein Recht auf einen - unversehrten Po, sollte man meinen.<br />
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Da kam ein Zwerg am Feld vorbei, hörte sogleich das Wehgeschrei.<br />
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"Mach doch hier nicht so' n Bohei! Trink dir nen Schnaps oder auch zwei."<br />
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"Was kannst es denn so Schlimmes geben, dass du so greinst wie um dein Leben?<br />
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Oder trinkt den vergorenen Saft der Reben, das wird deine Stimmung heben!"<br />
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"Törichter Zwerg, was rätst du mir da, kleiner Mann? Fast wie der Mönch vorhin, der riet zu Baldrian.<br />
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Doch musst doch sehen, dass ich nichts trinken kann, schau einfach meinen Mund mal an!"<br />
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Der Zwerg guckt Martha böse an und ganz brüskiert, "Töricht sagst du?" Er holt aus und hat ihr einfach eine geschmiert,<br />
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Martha erbebt als sie die Ohrfeige kassiert und durch die Erschütterung den Pieksehalm am Po verliert!<br />
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Martha ganz gücklich, kann's kaum fassen: "Hab Dank, mein Retter. Das pieksige Stroh hat mich verlassen!<br />
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"So lass ich mir gerne eins verpassen, wenn dann die Pieksehalme meinen Po in Frieden lassen!"<br />
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Der Zwerg schaut verdutzt auf seine Hände, sichtlich erstaunt über dieses glückliche Ende,<br />
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"Gern geschehen, Vogelscheuche! Nun wach du wieder über das Gelände, Und sag jedem Vogel, dass besser er verschwände."<br />
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<div class="NavHead">Die glutäugige Susanne</div>
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Es dachten sich die Eltern der glutäugigen Susanne, "<br />
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das Kind ist nun erwachsen bald,"<br />
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wir geben sie zu einem Manne,"<br />
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denn sonst ist sie schon bald … zu alt."<br />
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Ein reicher Händler war der erste Kandidat, "<br />
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er schien dem Vater eine gute Partie, "<br />
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auch wenn er keine Haare auf dem Kopf mehr hat, "<br />
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Die Mutter meint: „Den nimmt das Kind doch nie!“ "<br />
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Dennoch wurde flugs, er zum Sonntagsmahl geladen, "<br />
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er erschien im feinsten Zwirn und mit schwarzem Hut, "<br />
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doch biss der Hund ihn in die Waden, "<br />
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er roch wohl nicht besonders gut? "<br />
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Susanne lobt den Hund und füttert ihn mit Leckerbissen, "<br />
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denn diesen Kahlkopf will sie nicht zum Manne."<br />
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Der Vater tobt: „Hast du denn gar kein Gewissen? "<br />
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Nicht die Haare machen aus, den guten Ehemanne!“ "<br />
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Susanne schmollt: „Ist mir egal, den Kahlkopf nehme ich nicht!“ "<br />
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Der Händler schaut erst dumm, setzt wieder auf den Hut und geht dann wortlos fort. "<br />
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Der Vater schreit: „Hat denn mein Wunsch in diesem Hause kein Gewicht? "<br />
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Ich stand beim Händler doch im Wort!“ "<br />
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Susanne tobt und weint und schmollt, "<br />
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umarmt den Vater stumm."<br />
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sie mag nicht wenn der Vater grollt "<br />
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und hofft sie stimmt ihn um. "<br />
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„Mein Vater, mein Vater ich liebe dich sehr“, "<br />
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hört es der Vater in seinen Ohren hallen. "<br />
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„Bitte bring mir keinen Kahlkopf mehr,"<br />
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doch einer mit güldnen Locken, der könnt mir gefallen.“"<br />
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„Papperlapapp!“ sagt der Vater geschwind,"<br />
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„Güldene Locken ersetzen nicht Gold und Position"<br />
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so kommst du mir nicht davon, mein Kind,"<br />
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den nächsten den ich dir präsentiere, der wird mein Schwiegersohn.“"<br />
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Der Sohn des Stadtkämmerers, ein Jüngling mit goldenem Haar,"<br />
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schon lange verliebt in Susanne, die im Stadtpark er gesehen,"<br />
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wurde durch Dritte die Geschichte gewahr,"<br />
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und meinte sofort: „Da muss was geschehen!“"<br />
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Flugs suchte er den Vater der Holden auf in seinem Kontor,"<br />
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der saß hinter seinem Schreibtisch mit grimmigem Gesicht"<br />
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Der Jüngling trat mutig und beherzt davor,"<br />
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„Gebt mir Susanne zu Weibe“ verlangte er schlicht."<br />
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Der Vater Susannchens guckt bass erstaunt,"<br />
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auf den blondgelockten Jüngling von gutem Stande"<br />
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weil Kandidat Susannens Gnade fand, war schon übel er gelaunt,"<br />
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des Stadtkämmerer Sohn jedoch, schien ihm geeignet für Familienbande."<br />
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Vom Diener lässt er flugs Frau und  Tochter holen,"<br />
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der Jüngling freut sich, vor Aufregung das Gesicht ganz fahl, <br />
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der Vater hat Susanne dann barsch befohlen"<br />
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„Dieser hier wird dein Gemahl, ich lass dir keine andre Wahl!“"<br />
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Susannchen erst stumm und blass dann bass erstaunt,"<br />
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glaubt ihren Augen nicht zu trauen,"<br />
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„Gut, ihn nehme ich“ hat sie dann leis geraunt"<br />
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und kann nicht aufhören mit Schauen."<br />
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Verliebt strahlt sie den Jüngling an, sie kann es gar nicht fassen."<br />
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Der Vater hochzufrieden, schaut stolz zu seiner Gattin hin,"<br />
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„Die Hochzeit, Weib, kannst du nun richten, dieses Mal scheint es zu passen.“"<br />
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Die Mutter strahlt nicht minder, hat Enkelkinder schon im Sinn."<br />
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Was ihr, ihr lieben Leute, euch sicher schon gedacht,"<br />
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weil es sich nach der Geschicht' vermuten lässt,"<br />
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die große Liebe war es, die Glut der Minne war entfacht,"<br />
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es dauerte nicht lange, da gab 's ein schönes Hochzeitsfest,"<br />
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Doch die Moral von der Geschicht',"<br />
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die es ja immer geben muss,"<br />
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die verrate ich euch noch nicht,"<br />
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denn für heut ist erst Mal Schluss."<br />
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Ein ander Mal bin ich dann da "<br />
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und singe euch, was noch geschah,"<br />
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mit der glutäugigen Susanne "<br />
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und ihrem blondgelockten Manne."<br />
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Bis dahin, ihr lieben Leut',"<br />
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geduldet euch .. bin durch für heut'! "<br />
  
 
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Da war einst ein Kerl aus '''Jatzlauken''', <br />
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der wollt nur Trompeten und Pauken, <br />
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denn laute Musik, die liebte er sehr, <br />
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seinen Nachbarn machte das Leben er schwer. <br />
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Sie schimpfen ihn deshalb nen lauten Rabauken. <br />
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Da war einst ein Recke aus '''Bragen''', <br />
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der wollt auch was Besonderes wagen, <br />
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er ging zu einem großen Turnier, <br />
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kam, sah und siegte gegen Vier, <br />
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Gewann dann nen Helm mit Kragen. <br />
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Da war einst der Vater vom Recken aus '''Bragen''', <br />
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der wollte dem Sohn die Teilnahme versagen, <br />
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"Bleib weg vom Turnier!" Wütend er droht: <br />
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"Denn wenn du verlierst, dann bist ja tot!<br />
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Warum willst du dich unbedingt schlagen?" <br />
  
 
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hat er sich gründlich umgeschaut, <br />
 
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und brachte sie, heil und am Stück, zurück.<br />
 
und brachte sie, heil und am Stück, zurück.<br />
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Da war einst ein Burgherr auf '''Burg Obquell''', <br />
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der fror ganz erbärmlich, trotz Wolle und Fell. <br />
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Der Wind hier oben schneidend und bitterkalt, <br />
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von drinnen die Stimm' seiner Frau erschallt: <br />
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Mein Liebster, an den Kamin, zack zack aber schnell.<br />
  
 
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ging er den Leuten dort schwer auf den Keks. <br />
 
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Die schickten den Jauler in die Wüste zur Kur.<br />  
 
Die schickten den Jauler in die Wüste zur Kur.<br />  
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Da war einst ein Aivarune aus '''Qara Qorum''', <br />
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der fummelte sich immer am Ohr rum. <br />
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Seine Frau machte das Gefummel nervös, <br />
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schrie ihn an und wurde ganz bös. <br />
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Er hörte nicht auf, das war ganz dumm. <br />
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Da war einst ne Dame aus '''Liwa''', <br />
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die war eine rechte Diva, <br />
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trug nur seidene Kleider und Hüte, pompöse, <br />
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Verrückt, ja aber sie war keine Böse. <br />
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Denn das war was, was sie nie war. <br />
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Da war einst ein Knabe aus '''Horami''',  <br />
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aß für sein Leben gerne Salami,  <br />
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Ob morgens, abends, zu jeder Zeit,  <br />
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für Salami war er immer bereit,  <br />
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und verschlang sie rasant wie'n Tsunami.  <br />
  
 
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Aktuelle Version vom 16. Februar 2026, 16:13 Uhr


Walter von der Salzwiese – Barde aus Vellhafen

Walter von der Salzwiese gilt als einer der hoffnungsvollsten jungen Spielleute Vellhafens. Mit seinen gerade einmal erwachsenen Jahren hat er sich bereits einen Ruf erarbeitet, der manch älteren Barden neidisch werden lässt. Freundlich im Wesen, mit einer klaren, warmen Stimme und einem Talent, das Zuhörer mühelos in seinen Bann zieht, ist er in Schenken, auf Märkten und bei Festen gern gesehen.

Sein erstes Werk, „Das Lied von Brunihild“, verbreitete sich rasch über die Grenzen Vellhafens hinaus und wurde zu einem antamarweit bekannten Gassenhauer. Schon als Junge schickte Walter seine Verse und Melodien an den Vellhafener Kurier und erhielt dort früh Anerkennung für seine Dicht- und Vortragskunst.

Herkunft und Familie

Walter stammt aus Ismar, wo sein Vater Hein von der Salzwiese einen erfolgreichen Hof bewirtschaftet. Die Schafe der Familie grasen auf den salzhaltigen Wiesen Ismars, was dem Fleisch der berühmten Salzlämmer einen besonderen Geschmack verleiht. Wohlstand und Fleiß prägen Walters Herkunft, und es mangelte der Familie nie an etwas.

Sein künstlerisches Talent verdankt Walter vor allem seiner Mutter Irina, die einst als Bardin unter dem Beinamen „Die Lerche aus Ismar“ bekannt war. Sie tritt heute nicht mehr öffentlich auf, doch ihre Stimme und ihr Gespür für Melodie leben in ihrem Sohn weiter. Walters Brüder hingegen blieben der Landwirtschaft treu und führen den elterlichen Hof fort.

Hinweis

Die hier aufgeführten Lieder und Verse stammen — mit wenigen Ausnahmen (die aber immer extra gekennzeichnet sind) — aus meiner eigener Feder. Der Barde Walter von der Salzwiese wird im Spiel von mir verkörpert. Tica

Balladen

Walters Balladen erzählen von Liebe, Schicksal, Heldentum und den stillen Tragödien des Alltags. Sie sind länger gefasste Erzählgedichte, die oft auf wahren Begebenheiten beruhen oder von alten Sagen inspiriert wurden. Mit klarer Stimme und feinem Gespür für Stimmung trägt Walter sie auf Märkten, in Schenken und bei Festen vor.

Gassen- und Handwerkslieder

In diesen Liedern besingt Walter das Leben der einfachen Leute: Handwerker, Händler, Hafenarbeiter und all jene, die in den Straßen und Gassen Vellhafens ihren Alltag bestreiten. Die Stücke sind oft humorvoll, manchmal rau, aber stets voller Wärme für die Menschen, die sie porträtieren. Viele davon entstanden unterwegs, zwischen Marktständen, Werkstätten und Tavernen.

Belbrücks

Belbrücks sind kurze, scherzhafte Fünfzeiler, die in Antamar weit verbreitet sind. Walter sammelt sie seit seiner Jugend und dichtet selbst unzählige neue, meist über Orte, Menschen oder Begebenheiten, die ihm auf seinen Reisen begegnen. Sie folgen einer festen Reimform und werden in Tavernen gern laut mitgesprochen — oft zur großen Freude des Publikums.