Liedgut des Barden Walter von der Salzwiese: Unterschied zwischen den Versionen

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<div class="NavHead">Das Lumpensammlerlied des Willem Willink</div>
 
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Mein Gott Pares hat mich verdammt auf Erden, <br />
 
ein Hader- und Lumpensammler zu werden. <br />
 
Ich bin Willem Willink, ja seht mich nur an, <br />
 
ein Lumpenkerl, ein armer, doch ehrlicher Mann. <br />
 
Mit verschossener Jacke, zerrissener Hose, <br />
 
ja starrt mich ruhig an – ich bin keine Mimose. <br />
 
 
Das ist mir lieber, als wenn ihr verächtlich wegseht,<br />
 
als wär ich nur Dreck, den man mit Füßen wegfegt.<br />
 
Manch einer hält Nase und Maul mit dem Tuche bedeckt,<br />
 
weil mein Duft ihn erschreckt und seine Sinne befleckt.<br />
 
Doch nach Ambra und Moschus kann ich nicht duften,<br />
 
muss für Hadern und Lumpen tagtäglich schuften.<br />
 
 
Bin kein feiner Pflastertreter mit Gold und mit Muße –<br />
 
das Glück war bei anderen auf besserem Fuße.<br />
 
Hab des Lebens Mühsal bis zur Neige geleert,<br />
 
doch blieb ich stets ehrlich, hab mich nie beschwert.<br />
 
Im Meer der Schmerzen bin ich geschwommen,<br />
 
auf einem Lumpensack dann zu liegen gekommen.<br />
 
 
Und nun stapf ich durch Vellhafens Gassen,<br />
 
um eure alten Tücher und Kleider zu fassen.<br />
 
Bringt mir ruhig ungewaschen, ungekrumpen,<br />
 
eure Lappen, Fetzen, Flecken und Lumpen.<br />
 
Alles rein in den Sack – man macht daraus Papier:<br />
 
 
Eingeweicht, gestampft, gegautscht – harte Arbeit, kein Pläsier.<br />
 
Dann geschöpft, gepresst, getrocknet – ein neues Werk erschaffen,<br />
 
verkauft an Schreiber, Pfeffersäcke und auch an die Pfaffen.<br />
 
Ich bin Willem Willink, pack Lumpen in meinen Sack,<br />
 
und bin schon wieder fort – schwuppdiwupp, zackzack!<br />
 
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=='''Gassen - und Handwerkslieder'''==
 
=='''Gassen - und Handwerkslieder'''==

Version vom 16. Februar 2026, 13:17 Uhr


Walter von der Salzwiese – Barde aus Vellhafen

Walter von der Salzwiese gilt als einer der hoffnungsvollsten jungen Spielleute Vellhafens. Mit seinen gerade einmal erwachsenen Jahren hat er sich bereits einen Ruf erarbeitet, der manch älteren Barden neidisch werden lässt. Freundlich im Wesen, mit einer klaren, warmen Stimme und einem Talent, das Zuhörer mühelos in seinen Bann zieht, ist er in Schenken, auf Märkten und bei Festen gern gesehen.

Sein erstes Werk, „Das Lied von Brunihild“, verbreitete sich rasch über die Grenzen Vellhafens hinaus und wurde zu einem antamarweit bekannten Gassenhauer. Schon als Junge schickte Walter seine Verse und Melodien an den Vellhafener Kurier und erhielt dort früh Anerkennung für seine Dicht- und Vortragskunst.

Herkunft und Familie

Walter stammt aus Ismar, wo sein Vater Hein von der Salzwiese einen erfolgreichen Hof bewirtschaftet. Die Schafe der Familie grasen auf den salzhaltigen Wiesen Ismars, was dem Fleisch der berühmten Salzlämmer einen besonderen Geschmack verleiht. Wohlstand und Fleiß prägen Walters Herkunft, und es mangelte der Familie nie an etwas.

Sein künstlerisches Talent verdankt Walter vor allem seiner Mutter Irina, die einst als Bardin unter dem Beinamen „Die Lerche aus Ismar“ bekannt war. Sie tritt heute nicht mehr öffentlich auf, doch ihre Stimme und ihr Gespür für Melodie leben in ihrem Sohn weiter. Walters Brüder hingegen blieben der Landwirtschaft treu und führen den elterlichen Hof fort.

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Gassen - und Handwerkslieder