Blauenbach
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Allgemein
Am Rande des uralten Rosenforsts auf einer natürlichen Anhöhe liegt das kleine Städtchen Blauenbach. Seinen Namen hat es von einem besonderen Schimmern, das den unterhalb der Stadt vorbeifließenden Arelt im Spätsommer auszeichnet. Über die Jahrhunderte haben die Bürger es sich zu eigen gemacht, ihre Häuser in besonderen Stilen, vor allem in blauen Farben, zu decken. Auch die beeindruckende Stadtmauer wird gekrönt von einer tiefblauen Beschindelung. Aus der ursprünglichen Eigenheit ist über die Zeit eine feste Tradition und seit einiger Zeit auch ein handfestes wirtschaftliches Interesse geworden. Einige der besten Ziegeleien und Schindelmacher sowie zuletzt auch Glaser haben hier ihre Tradition begründet und führen mittlerweile Geschäfte, deren hochwertige Produkte und Lieferungen weit über die Landesgrenzen hinaus gerühmt und begehrt werden.
Durch die hohe Wirtschaftskraft der Städter und die lang gerühmte malerische Farbgebung, die mit sich auch andere architektonische Feinheiten hervorbrachte, ist Blauenbach auch Sommerresidenz vieler reicher Rosenburger und berühmter Wulffenberger aus dem benachbarten Fürstentum geworden.
Blauenbach liegt am Nordufer des Arelt, der unterhalb der Stadt eine weite Schleife um die Anhöhe zieht; im Rücken der Stadt beginnt der Rosenforst. Die alte Uferstraße folgt dem Fluss hinauf nach Weidenblick und hinab nach Viereichen und Wulffenberg, und über den Kamm zieht die Landstraße nach Mahleden.
Herkunft des Namens
Nach dem blauen Schimmern des Arelt im Spätsommer, das die Stadt auf ihre Dächer übertragen hat.
Politik
Stadt mit Marktrecht im Großherzogtum Rosenburg, bis zur Neuziehung der Grenzen lange zwischen dem Großherzogtum und dem Fürstentum Wulffenberg umstritten. Das Wort führen die vereinigten Zünfte der Ziegler, Schindelmacher, Töpfer und Glaser, deren Zunfthaus am Markt das prächtigste blaue Dach der Stadt trägt.
Geschichte
Aus der Eigenheit, die Dächer blau zu decken, wurde über die Jahrhunderte eine Tradition und daraus ein Gewerbe: Ziegeleien und Schindelmacher, zuletzt auch Glashütten, die den Sand des Arelt schmelzen. Seit die Sommergäste aus Rosenburg und Wulffenberg ihre Häuser auf die Anhöhe bauen, ist die Stadt über ihre Mauern hinausgewachsen.
Einwohner
Rund 12.800 Menschen, fast ausschließlich Mittelländer: Ziegler, Schindelmacher, Töpfer, Glaser, Maurer und Zimmerer, dazu im Sommer die Herrschaften aus Rosenburg und Wulffenberg mit ihrem Gesinde.
Berühmte Personen
- Prof. Dr. Dr. Titian Ulfrik von und zu Blauenbach, Archäologe und Völkerkundler, führt heute die Buchhandlung „Der Professor“ in der Residenzstadt Rosenburg.
Stadtbild
Eng bebaute Altstadt hinter einer Mauer mit tiefblauer Schindelkrone, auf der Anhöhe darüber die Sommerhäuser der Reichen mit Gärten und Rosenspalieren, vor dem Blautor die Ziegelöfen und Glashütten am Fluss.
Berühmte Bauwerke
- Die Stadtmauer mit ihrer tiefblauen Beschindelung.
- Das Zunfthaus der Ziegler und Glaser am Markt.
Besonderheiten
- Markt
- Mietstall (Stallungen am Blautor)
- Tempel: Tempel des Iatan, der Rhea und des Athos, Schreine des Pares, des Aiagos und des Nergas.
Banken
- KfW - Kommerz für Wanderer-Bank: Seit die Sommergäste ihr Geld nach Blauenbach bringen, hat auch die KfW hier eine Filiale: ein schmales Haus am Markt mit blauem Schindeldach und einer Tür, die dicker ist als die Mauern. Der Schalterraum ist klein und kühl, hinter dem Gitter sitzt ein Wechselbeauftragter, der die Wechsel der Ziegler und Glaser ebenso nüchtern abrechnet wie die Reisekassen der Herrschaften aus Rosenburg.
Gasthäuser
- Bachhaus: An den vielen Jagdtrophäen an allen Wänden, aber auch an den uralten Möbeln erkennt man im "Bachhaus", wie alt dieses Haus schon ist. Alles ist voll gestellt, zugestellt oder sogar übereinander gestapelt. Geschichten aus den frühen Tagen des Hauses kann nur noch die uralte Gesine erzählen, die wohl seit Jahren nicht mehr aus ihrem Sessel aufgestanden ist.
- Sommerhaus zum Blauen Dach (Edles Haus): Auf der Anhöhe über dem Arelt, mit Blick über den Fluss und den Rosenforst, steht das Sommerhaus, das erste Haus am Platz für die Herrschaften, die den Sommer in Blauenbach verbringen. Weiße Wände, ein tiefblaues Schindeldach, eine Terrasse mit Rosenspalieren und ein Speisesaal mit Glasfenstern aus der hiesigen Hütte; die Zimmer haben Federbetten, Waschtische und Diener, die auf ein Klingeln kommen. Wirt Leander Himmelblau, ein gebürtiger Rosenburger mit tadellosen Manieren, kennt die Ränge und Titel seiner Gäste auswendig und die Neuigkeiten vom Hof des Großherzogs früher als die Zeitung. Wer nicht standesgemäß gekleidet ist, bekommt einen Tisch am Rand und einen Blick, der ihn daran erinnert.
Händler
- Blauenbacher Wochenmarkt (Lebensmittel): Unter den blauen Schindeldächern der Marktlauben bieten die Bauern aus dem Areltal und vom Rand des Rosenforsts ihre Waren an: Brot, Käse, Eier, Räucherfisch, Wildbret aus dem Forst und im Sommer Beeren und Pilze. Die Sommergäste der Stadt kaufen hier ihre Körbe voll, entsprechend selbstbewusst sind die Preise.
- Augustus Baumaterialien (Werkzeugmacher): Augustus Plattklopfer beliefert die Ziegeleien, Schindelmacher und Maurer der Stadt mit dem, was sie zum Arbeiten brauchen: Kellen, Hämmer, Dachhaken, Zangen, Sägen, Winkel und Lote, dazu Werkzeug für Zimmerer und Glaser. Der Laden liegt an der Straße zu den Ziegelöfen, und der Staub der Tonerde liegt auf allem. Augustus, ein vierschrötiger Mann mit Lederschürze, prüft jedes Stück, bevor er es aus der Hand gibt.
- Süßes & Saures (Spezialitäten): Ein kleiner netter Feinkostladen, der nur das Beste aus der handwerklichen Kunst zweier Meister präsentiert, empfängt dich. Hermione della Trelliano führt, was die Sommergäste aus Rosenburg und Wulffenberg schätzen: kandierte Wildrosenblüten und Hagebuttenmus aus dem Rosenforst, eingelegte Flusskrebse aus dem Arelt, Senf, Essig und Konfekt aus dem Süden. Süß und sauer stehen in getrennten Regalen, und wer beides zusammen kauft, bekommt einen Blick, der Bände spricht.
- Ylvas Leder, Ringe & Platten (Rüstungsmacher): Eine blonde Hünin aus dem Norden betreibt diese private Schmiede. Ihre Oberarme sind so dick wie kleine Baumstämme und ihr Humor so kraftvoll wie ihre Hammerschläge. Ylva Bodi Firjasddottir ist mit einem Schiff nach Wulffenberg gekommen und den Arelt hinauf in Blauenbach hängen geblieben, weil ihr die blauen Dächer gefielen. Sie fertigt Lederharnische, Kettenhemden und Plattenteile in jeder Größe und behauptet, noch keinen Kunden gehabt zu haben, der ihr zu breit gewesen wäre.
- Kunsthandwerkerin Coralia (Luxusartikel): Direkt am Markt und damit in bester Lage findet sich das Ladengeschäft der berühmten Coralia. Ihre Kunstfertigkeit sowie ihr Gespür für seltene Stücke haben ihr einen besonderen Ruf und ein nicht geringes Vermögen eingebracht. In den Vitrinen liegen Schmuck aus blauem Glas der hiesigen Hütten, geschnitzte Dosen, Spiegel, Seidentücher und Kleinodien, die die Sommergäste aus Rosenburg mitbringen und wieder mit nach Hause nehmen. Coralia Veralis, eine stille Frau mit Lupe am Band, taxiert jeden Besucher beim Eintreten mit einem einzigen Blick.
- Bauzeugs und mehr (Rohstoffumschlag): Herkam ist wohl einer der bekanntesten Männer in Blauenbach, beliefert er doch so ziemlich jeden Maurer und Zimmerer in der Stadt und der näheren Umgebung. Auf seinem Hof vor dem Blautor stapeln sich Ziegel aus den Öfen der Stadt, die berühmten blau glasierten Schindeln, Kalk, Ton, Bauholz aus dem Rosenforst und Bruchstein vom Eisenwald. Herkam Ervondort führt über alles Buch und weiß, wer in der Stadt gerade baut, bevor der Bauherr es selbst weiß.
- Glashütte zum Blauen Bach (Luxusartikel): Am Ufer des Arelt, wo der Sand für die Schmelze gewaschen wird, steht die älteste Glashütte der Stadt. Aus dem Ofen kommen Fensterscheiben für die Sommerhäuser der Reichen, Karaffen, Spiegel, Brenngläser und die kleinen blauen Flakons, die man in halb Rosenburg als Andenken aus Blauenbach kennt. Sigune Blauglas, deren Familie der Hütte seit fünf Generationen vorsteht, verkauft im Schauraum nur, was ihr selbst gefällt, und das ist nicht billig.
Kampfschulen und Lehranstalten
- Zunfthaus der Ziegler und Glaser zu Blauenbach (Schule): Das Zunfthaus am Markt, ein Backsteinbau mit dem prächtigsten blauen Dach der Stadt, ist Sitz der vereinigten Zünfte der Ziegler, Schindelmacher, Töpfer und Glaser. In den Werkstätten im Hof bilden die Meister Lehrlinge aus dem ganzen Großherzogtum aus, und gegen Lehrgeld nehmen sie auch Fremde für einige Wochen an den Ofen, an die Töpferscheibe oder ans Reißbrett. Zunftmeister Eberwin Schindler, ein grauhaariger Mann mit verbrannten Fingerkuppen, prüft am Ende selbst, was einer gelernt hat. (Glaskunst, Töpfern, Steinmetz, Baukunst, Feilschen)
Umgebung
- Landschaft: Anhöhe über dem Arelt, Flusstal mit Sandbänken, im Norden der Rosenforst, im Osten die Ausläufer des Eisenwalds
- Vegetation: Eichen und Buchen des Rosenforsts, Wildrosen an den Waldrändern, Gärten und Rosenspaliere der Sommerhäuser
- Tierwelt: Wild aus dem Rosenforst, Flusskrebse und Forellen im Arelt
Wegweiser
Landweg
- Lotahal (Hl. Kaiserreich (Grafschaft Aldenburg-Meronshain)), 185 Meilen (Landstraße, Fluss- und Seeufer)
- Mahleden (Hl. Kaiserreich (Großherzogtum Rosenburg)), 202 Meilen (Landstraße, Waldrand)
- Viereichen (Hl. Kaiserreich (Großherzogtum Rosenburg)), 175 Meilen (Landstraße, Fluss- und Seeufer)
- Weidenblick (Hl. Kaiserreich (Großherzogtum Rosenburg)), 226 Meilen (Landstraße, Fluss- und Seeufer)
- Wulffenberg (Hl. Kaiserreich (Fürstentum Wulffenberg)), 221 Meilen (Landstraße, Fluss- und Seeufer)
