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Chronologie Emreia

2 Bytes entfernt, 13:51, 25. Mai 2025
Niedergang der el Siddigla
===Aufstieg der el Siddigla Dynastie===
1088 A.Z. ist der Kampf gegen die Besatzung schon im Gange. Das Kaiserreich Südstern hat die Kontrolle über die Wüste und weite Teile des Landes bereits verloren. Sie bemühen sich die Garnisonsstädte zu halten und in Verhandlungen überzugehen, da sich eine Besatzung nicht mehr lohnt. Im selben Jahr tauchen in dem Tempelkomplex weitere Schriftrollen auf. Die einheimische Fürstenfamilie el Siddigla hatte die weitere Erforschung finanziert, nachdem die Kirchen ihr Interesse an den Ruinen verloren hatten. Durch die Besatzung war die einstige Herrscherfamilie nur noch auf den Rang von Händlern und Pfandleihern herab gesunken. Dennoch gelang es, Spektakuläres in dem Tempel zu finden. In weiteren bisher unbekannten Rollen schreibt [[Ilai der Asket]] von einer Vision, die ihm Schamm Shamm Ra gegeben hat. Darin sah er zwei Architekten, einen gebildeten und einen törichten. Beide bauten einen gigantischen Tempel. Der gebildete machte viele Berechnungen. Doch der törichte baute direkt auf einer Düne los. Als beide fertig waren versank der Tempel des törichten Baumeisters im Sand. Doch der Tempel des gebildeten Baumeisters überdauerte die Äonen. Ilai fragte, was diese Vision zu bedeuten habe. Darauf erklärte ihm Schamm Shamm Ra: "Die Tempel sind die Reiche. Mein Segen liegt auf der Familie el Siddigla. Unter ihnen sollen sich die tüchtigen Herrscherinnen befinden. Sie werden die Einheit Emreias garantieren und die Äonen überdauern. Sollte jedoch eine andere Familie sich anmaßen zu herrschen, wird es wie mit dem ersten Tempel sein. Kein Stein wird an seinem Platz sein und das Reich im Wüstensand verschwinden."
Da Schrift und Aussehen mit den schon gefundenen Rollen überein stimmten, erkannte die Priesterschaft diese verschollenen Sprüche Illai des Asketen auch als authentisch an. Fortan befehligte Lenia el Siddigla zusammen mit den Hohenpriestern den sogenannten Aufstand. Im Folgenden kam es jedoch nicht zu nennenswerten Kampfhandlungen. Einzelne Anschläge und vor allem diplomatische Verhandlungen zur Festigung der Einheit des Reiches bestimmten weiterhin die Politik.
===Niedergang der el Siddigla===
Doch die lange Dynastie führt schließlich zu einer Dekadenz in der Herrscherfamilie, die ihren Untergang selber verschuldet. Die Familie lebt zurückgezogen im größten Luxus in ihren Palästen und fühlt sich als unangreifbar. Schon seit längerem hat der Senheddryn mit mehreren tüchtigen Hohepriestern einen Großteil der Macht übernommen. Wesire und Sultana sind meistens mit einem immer größer werdenden Anteil, der in ihre Privatkassen fließt zufrieden. Sultana Eda el Siddigla verkauft schließlich einen größeren Teil der Ernte, als das Reich schultern kann. Im Jahr 1213 A.Z. tritt der Chufu nur gering über die Ufer. In den Kornkammern sind zu wenig Reserven und es kommt zu einer Hungersnot. Im gleichem Jahr erkrankt Eda el Siddigla überraschend und stirbt schon nach drei Tagen an heftigem Fieber.
Doch dieses mal wählt das Orakel in der Tempelstätte Negris eine Sultana, die nicht aus der Familie el Siddigla stammt. Dieses Novum sorgte innerhalb der Kirchen für heftige Diskussionen. Da das Orakel unfehlbar ist, wurde zuerst vermutet es gäbe eine Verbindung zwischen der gewählten Sultana und der Familie el Siddigla. Doch als sich herausstellte, dass beide Familienstammbäume sich nicht überschneiden, musste eine neue Lösung gefunden werden. Es setzte sich der Vorschlag durch, dass der Segen Schamm Shamm Ras zwar nur auf der Familie el Siddigla liege, aber damit keine Adoption ausgeschlossen sei. Schließlich einigten sich der Vorsitzende des Senheddryn und die Familie el Siddigla darauf, dass die neue Sultana Xhemile für die jährliche Allimentierung von 5000 Goldstücken und eine Einmalzahlung von 50.0000 Goldstücken von der Familie el Siddigla adoptiert werde.
Xhemile entließ alle Wesire und stützte sich vermehrt auf den Senheddryn. Da sie eine lange Zeit des Missbrauchs seitens der Sultana beendete und eine lange Herrschaft ausübte, wurde sie später als Xhemile die Gerechte in den Geschichtsbüchern geführt.
Damit war der zukünftige Weg der Herrschaft in Emreia vorbestimmt. Die Herrschaft der Familie el Siddigla besteht nur noch formal. Jede Sultana muss sich vor Antritt ihrer Herrschaft den Titel der Familie el Siddigla erkaufen.
===Nekromantische Krise===
Schon immer in der Geschichte Emreias haben die ausgedehnten Totenstädte Nekromanten aus der ganzen Welt angelockt. Einige der Totenstädte befinden sich in der Wüste an längst aufgegebenen Siedlungen. Die Bedingungen waren optimal für nekormantische nekromantische Experimente. Diese abgeschiedenen Orte haben riesige Grabmäler, unzählige meist gut konservierte Leichen und liegen häufig fernab der nächsten SiedelungSiedlungen. Die Nekromantie Emreias blühte und immer wieder übernahmen Magier Teile der Totenstädte.
Um 1550 A.Z. ist Emreia durch einen inneren Konflikt zwischen Nord- und Südreich geschwächt. Einige Hohepriesterämter sind doppelt umkämpft und von beiden Reichen besetzt. Dies macht sich eine Gruppe von Nekromanten zunutze und übernimmt zunächst unbemerkt die Nekropole [[Al Ibassi]] etwa 100 Meilen südwestlich von Disar. Diese gehörte zu einer vor mehr als 200 Jahren ausgetrockneten Oase und ist in einer Schlucht angelegt. Wie lange sie Zeit hatten, sich einen untoten Hofstaat zu erschaffen, lässt sich nur vermuten. Jedoch wird das Treiben erst 1554 entdeckt. Die ersten Versuche der Tempelgarde Nahubis, die Nekropole unter Kontrolle zu bringen, scheiterten. So musste schließlich die Armee ausrücken, um die Nekropole zu erobern. Da die Tempelanlagen und Gräber mit magischen Fallen gespickt waren, wurde darauf verzichtet, in das Innere des Komplexes vorzudringen. Stattdessen wurde, nachdem man die Schlacht auf dem Feld gewonnen hatte, an den Ausgängen der Schlucht große Mauern errichtet und magisch versiegelt. Somit waren sowohl die restlichen Untoten als auch die Magier (sofern diese noch lebten), eingeschlossen und zum Sterben verdammt.
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