Kaiserstein
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Allgemein
Kaiserstein ist die Residenzstadt der Markgrafschaft Ostmark, die größte Stadt der Mark und der nordöstlichste Legionsstandort des Heiligen Kaiserreiches. Ihren Namen verdankt sie einem mannshohen Granitblock, der schon zur Zeit der Nordlandkriege als Grenzmal des Reiches am Ende der Straße stand und den der Kaiser im Jahre 520 n.Z. als Reichsstein neu setzen und beschriften ließ, als die Ostmark zum Schutz gegen die Aivarunen eingerichtet wurde. Der Stein steht noch heute auf dem Marktplatz, von einem schmiedeeisernen Gitter umgeben, und trägt die verwitterte Inschrift, die das Land bis hierher dem Reich zuspricht. Um diesen Stein und das Legionslager daneben ist die Stadt gewachsen.
Über der Stadt erhebt sich auf einem bewaldeten Hügel die Burg des Markgrafen Friedmuth von Ostmark, ein weitläufiger Bau aus grauem Bruchstein mit vier Ecktürmen, von dem aus die Mark seit Generationen in Primogenitur regiert wird. Unterhalb der Burg drängen sich Fachwerkhäuser mit steilen, schindelgedeckten Dächern, die den harten ostmärkischen Wintern trotzen. Eine doppelte Ringmauer mit drei Toren umschließt die Stadt; vor dem Osttor liegt das Lager der Kaiserlichen Legion, deren Soldaten das Straßenbild ebenso prägen wie Fuhrleute, Holzhändler und die Salzkarawanen aus Salzklamm.
Kaiserstein besitzt Marktrecht und ist der Endpunkt der Ostmarkstraße, der Reichsstraße IX, die von Retaria über Tamurfurt und Auenfurt hierher führt. Hier wird umgeschlagen, was aus dem Grauland und aus den Wäldern der Mark kommt und was die Köhler und Flößer vom Rand des Breitwalds bringen: Holz, Salz, Felle, Pferde und Getreide.
Herkunft des Namens
Nach dem Reichsstein auf dem Marktplatz: einem Grenzmal des Reiches aus der Zeit der Nordlandkriege, das der Kaiser 520 n.Z. als Reichsstein neu setzen und beschriften ließ.
Politik
Residenz des Markgrafen Friedmuth von Ostmark. Standort der einzigen Kaiserlichen Legion östlich des Tamurs. Die Beziehungen zur benachbarten Adelsrepublik Grauland sind seit den Steppenkriegen eng; grauländische Gesandte und Kaufleute gehören zum Stadtbild.
Geschichte
- 393 n.Z.: Zwei Legionen brechen vom befestigten Lager Kaiserstein aus in die Grauen Lande auf (Der zweite Nordlandkrieg).
- 520 n.Z.: Einrichtung der Ostmark; der alte Grenzstein wird als Reichsstein neu gesetzt und beschriftet.
- 522 bis 526 n.Z.: Die Steppenkriege. Die Stadt wird von aivarunischen Reitern bedrängt; die grauländischen Flügelhasuren retten die Mark. Seither feiert Kaiserstein jedes Jahr im Spätsommer das Hasurenfest: Geschmückte Reiter ziehen durch die Gassen, und am Reichsstein werden Kränze niedergelegt.
Einwohner
Rund 20.000 Menschen, dazu die Soldaten der Legion vor dem Osttor. Fast ausschließlich Mittelländer, daneben grauländische Kaufleute und einige aivarunische Söldner.
Berühmte Personen
- Markgraf Friedmuth von Ostmark, Landesherr der Ostmark.
- Rittmeisterin Jadwiga Sablinska, ehemalige Offizierin der grauländischen Flügelhasuren, heute Kampflehrerin in Kaiserstein.
Stadtbild
Natürlich gewachsen um Reichsstein und Legionslager, eng bebaut mit Fachwerkhäusern unter steilen Schindeldächern. Bauland innerhalb der Mauern ist knapp; vor dem Osttor entsteht eine Vorstadt aus Ställen, Schenken und Lagerhäusern.
Berühmte Bauwerke
- Der Reichsstein auf dem Marktplatz.
- Die Burg des Markgrafen auf dem Burghügel.
- Das Legionslager vor dem Osttor.
Besonderheiten
- Lagerhaus
- Gosse
- Alchimistisches Labor
- Tempel: Tempel des Iatan, der Rhea und des Athos sowie Schreine der Lhaja, der Licia und des Nergas.
Banken
- Imperiale Handelsbank: An der Nordseite des Marktes steht die Filiale der Imperialen Handelsbank, ein quaderförmiger Bau aus dem gleichen grauen Granit wie der Reichsstein, mit vergitterten Fenstern und einer eisenbeschlagenen Tür, vor der zwei Gardisten des Markgrafen Wache stehen. Drinnen sitzen die Geldwechsler hinter einem langen Tresen aus Eichenholz und rechnen mit klappernden Abakussen die Wechsel der Salz- und Holzhändler ab.
Gasthäuser
- Zum Reichsstein: Die große Herberge am Markt, gleich gegenüber dem Reichsstein, ist das erste Haus am Platz für Händler, Kuriere und Reisende, die über die Ostmarkstraße kommen. Der Schankraum mit seiner schweren Balkendecke fasst gut hundert Gäste, an den Wänden hängen die Wappen der ostmärkischen Adelshäuser, und im Kamin brennen Scheite, die so dick sind wie ein Mannsbein. Wirt Ansgar Steinhauser führt das Haus in dritter Generation und hält seine Gäste über alles auf dem Laufenden, was am Hof des Markgrafen und im Legionslager geredet wird. Auf der Karte stehen Wildbraten aus dem Ostmärker Forst, Räucherfisch aus Asmarea und das dunkle Kaisersteiner Bockbier.
- Zur Marketenderin: Vor dem Osttor, zwischen Legionslager und Rappenhof, steht eine langgestreckte Bretterbude mit einem Schild, auf dem eine Frau mit Bierkrug und Schwert gemalt ist. Hier trinken die Legionäre nach dem Dienst, hier wird gewürfelt, gesungen und gelegentlich geprügelt. Das Bier ist billig, der Eintopf reichlich, und in der Kammer hinter dem Schankraum findet sich fast immer noch ein Strohsack. Berit Kesselflick, die Wirtin, ist selbst zwölf Jahre mit dem Tross der Legion gezogen.
- Zum Flügelhasar: Am Fuß des Burghügels, in einem ehemaligen Stadtpalais, liegt das vornehmste Haus Kaisersteins. Über dem Portal prangt ein geflügelter Reiter in Bronze, zur Erinnerung an die grauländischen Flügelhasuren. Drinnen empfangen dich Teppiche, Kerzenleuchter aus Messing und Bedienstete in Livree; die Gästezimmer haben eigene Kamine. Wirt Leopold Feinhals, ein ehemaliger Truchsess des Markgrafen, achtet auf Manieren und Kleidung seiner Gäste. Offiziere, Kaufherren und Gesandte aus dem Grauland steigen hier ab.
Händler
- Markt am Reichsstein (Lebensmittel): Rund um den Reichsstein haben Bauern und Händler aus dem Umland ihre Stände aufgeschlagen: Brotlaibe, Räucherspeck, Käse aus den Waldweilern, Rüben, Äpfel und im Herbst Fässer voller Sauerkraut.
- Sturmfelser Rüstungen (Rüstungsmacher): Ein kleiner, sauberer Laden mit dem Schild „Sturmfelser Rüstungen, Inhaber Firutin Sturmfels“. Die Legion ist sein bester Kunde, aber er nimmt sich auch für Reisende Zeit.
- Gestüt Rappenhof (Tierhandel): Vor dem Osttor, gleich neben dem Legionslager. Der Hof liefert der Legion ihre Remonten und verkauft Pferde, Ochsen und Esel an jeden, der bar bezahlt. Gero Rappweiler führt den Hof.
- Legionsschmiede Eisenhauer (Waffenschmiede): Ambros Eisenhauer hat zwanzig Jahre lang für die Legion Klingen ausgebessert, bevor er sich selbstständig machte. An den Wänden hängen Schwerter, Speere und Streitäxte in Reih und Glied wie Soldaten beim Appell.
- Tuchhaus Nadelfein (Schneider): Wendelgard Nadelfein näht für die Offiziersfrauen der Legion ebenso wie für Fuhrleute, die einen neuen Wintermantel brauchen, denn die ostmärkischen Winter verzeihen dünne Kleidung nicht.
- Ostmärker Handelskontor (Handelshaus): Zusammenschluss der Kaufleute der Mark, gegründet, um den großen Handelsgesellschaften aus dem Kernland etwas entgegenzusetzen. Kontorist Baldemar Grenzlin führt durch Lagerräume voller Salzfässer, Fellballen, Holz und Waren aus dem Grauland.
- Kram und Krempel am Stein (Krämer): Ein schmales Haus in der Gasse hinter dem Markt, vollgestopft bis unters Dach. Ottilie Krummstab findet in dem Chaos jedes Stück blind. „Wenn ich es nicht habe, brauchst du es auch nicht.“
- Kräuterkammer Wurzelmann (Kräuter- & Pflanzenhandel): Ilsebill Wurzelmann sammelt im Ostmärker Forst und in den Hängen bei Salzklamm; die Feldschere der Legion kaufen bei ihr, was ihre eigenen Vorräte nicht hergeben.
- Zum Goldenen Reichsadler (Luxusartikel): Das einzige Geschäft der Stadt mit Glasscheiben in den Fenstern. Aurelio Prunkmann versorgt den markgräflichen Hof und die Offiziere mit Silberbesteck, Parfüm, Seide, Gewürzen und Wein aus dem Süden.
- Marschgepäck Bandelier (Ausrüstungshandel): Ein ehemaliger Feldwebel der Legion verkauft alles, was ein Mensch unterwegs braucht, und packt ungefragt vor, was er für nötig hält.
- Schreibstube am Stein (Buchhandel): Magister Corvin Feder kopiert Urkunden für den Markgrafen, schreibt Briefe für Soldaten und verkauft, was an Büchern seinen Weg in die Ostmark gefunden hat, darunter die gesammelten Stücke des Wilhelm Schüttelspieß.
- Wechselstube Kaiserstein (Edelsteinschleifer): Halb- und echte Edelsteine als Alternative zu Münzen. Hesekiel Funkelmann prüft jeden Stein mit einer Lupe, die er nie aus der Hand legt.
Kampfschulen und Lehranstalten
- Legionslager Kaiserstein (Kampfschule): Vor dem Osttor liegt das befestigte Lager der Kaiserlichen Legion. Auf dem Exerzierplatz drillen die Ausbilder Rekruten aus der ganzen Ostmark; gegen eine Gebühr dürfen auch Auswärtige mit antreten. Die Ausbildung ist hart und schnörkellos: Schild hoch, Speer vor, Reihe halten.
- Markgräfliche Leibgarde (Kampfschule): Im Waffenhof der Burg exerziert die Leibgarde des Markgrafen. Die Offiziere nehmen gegen gute Bezahlung auch fremde Schüler an, wenn diese sich anständig zu benehmen wissen. Unterrichtet wird die Kunst des Schwertes und der Parade, wie sie am Hof gepflegt wird.
- Rittmeisterin Jadwiga Sablinska (Kampflehrerin): Ehemalige Rittmeisterin der grauländischen Flügelhasuren. Sie unterrichtet in einem Hinterhof beim Rappenhof den Kampf mit Säbel und Lanze, streng, ungeduldig und mit hartem Akzent. Nur für Kämpfer mit Säbel oder Speer.
Umgebung
- Landschaft: Hügeliges Waldland, Burghügel über der Stadt
- Vegetation: Ostmärker Forst (Eiche, Buche, Kiefer), Rodungen mit Roggen und Hafer
- Tierwelt: Wölfe und Bären im Forst, Pferdezucht vor den Toren
Wegweiser
Landweg
- Adelarbourg (Adelsrepublik Grauland), 221 Meilen (Reichsstraße IX, Waldgebiet)
- Auenfurt (Hl. Kaiserreich (Grafschaft Zweiseen)), 373 Meilen (Reichsstraße IX, Moorgebiet)
- Huckendorf (Hl. Kaiserreich (Markgrafschaft Ostmark)), 280 Meilen (Waldweg, Waldgebiet)
