Asmarea
Inhaltsverzeichnis
Allgemein
Asmarea liegt am Südufer des Nebelsees, dort, wo der Silberfluss aus dem Grauland kommend in den See mündet. Die alten Ostmärker nennen den See nur „das kleine Meer“, und aus dieser Bezeichnung soll der Name der Stadt entstanden sein. An den meisten Morgen liegt dichter Nebel über dem Wasser, aus dem die Fischerboote wie Schatten auftauchen, und das dumpfe Tuten der Nebelhörner vom Bollwerk begleitet den Tagesanbruch.
Die Stadt lebt vom Fischfang, vom Schilfschnitt und vom Handel über den See. Flache Lastkähne bringen Felle, Erz und Holz aus dem Grauland herüber, ostmärkisches Salz und Getreide gehen den umgekehrten Weg. Am gegenüberliegenden Nordwestufer beginnt das Land der Aivarunen, deren Boote gelegentlich in der Nacht die Fischgründe abstreifen. Deshalb sind das Ufer und die Mündung des Silberflusses von hölzernen Wachtürmen gesäumt, auf denen markgräfliche Grenzer Dienst tun.
Asmarea besteht aus einem Kranz reetgedeckter Fischerkaten, die auf Pfählen über dem sumpfigen Ufer stehen, und einem älteren, steinernen Kern um den Fischmarkt und den Tempelplatz. Räucherkammern, Netzflickereien und Bootswerften säumen den Uferweg. Wer hier ankommt, riecht die Stadt lange bevor er sie sieht: nach Rauch, Fisch und dem Torf, der in den Öfen brennt.
Herkunft des Namens
Von „das kleine Meer“, wie die Ostmärker den Nebelsee nennen.
Politik
Ein markgräflicher Vogt befehligt die Grenzer auf den Wachtürmen. Die Kahnführer unterhalten enge Verbindungen ins Grauland; die Nähe der Aivarunenlande sorgt für ständige Wachsamkeit.
Geschichte
Aus einem Fischerdorf und einem Wachposten der Markgrafschaft Ostmark am Nebelsee entstanden, mit dem Seehandel ins Grauland zur Stadt gewachsen.
Einwohner
Rund 7.700 Menschen, überwiegend Mittelländer: Fischer, Kahnführer, Schilfschneider und Grenzer.
Berühmte Personen
Bisher ist keine berühmte Person in dieser Stadt geboren worden oder lebt(e) hier.
Stadtbild
Reetgedeckte Pfahlbauten am Ufer um einen steinernen Kern mit Fischmarkt und Tempelplatz; hölzerne Wachtürme entlang des Ufers.
Berühmte Bauwerke
- Das Bollwerk mit den Nebelhörnern an der Silberflussmündung.
Besonderheiten
- Gosse
- Alchimistisches Labor
- Tempel: Tempel des Iatan und der Rhea, Schreine der Lhaja und des Athos.
Banken
Vor Ort gibt es keine Bankfilialen.
Gasthäuser
- Zur Nebelkrähe: Das Gasthaus steht auf Pfählen direkt über dem Wasser, und bei Wind schaukelt der ganze Schankraum leise mit. Netze und Glasschwimmer hängen von der Decke, in einer Ecke brennt ein Torfofen. Fischer, Kahnführer und Grenzer sitzen hier beisammen, und wer eine Überfahrt ins Grauland sucht, findet sie an diesen Tischen. Wirtin Ragna Schilfmoor kocht die beste Fischsuppe am See und schweigt über alles, was ihre Gäste nachts vom anderen Ufer erzählen.
Händler
- Ufermarkt Asmarea (Lebensmittel): Auf den Bohlen des Uferwegs bieten Fischersfrauen und Bauern aus dem Hinterland ihre Waren an: Räucherfisch, Krebse, Brot, Eier und Torf. Alke, eine Fischersfrau mit vom Wind geröteten Wangen, führt das Wort.
- Fischhalle am Nebelsee (Fischmarkt): Die offene Halle am Bollwerk ist der Mittelpunkt Asmareas. Hechte, Zander, Aale und die kleinen silbernen Nebelseemaränen, die geräuchert bis nach Kaiserstein gehen. Fischmeister Jorund Hallbrecht lässt sich auf kein langes Feilschen ein.
- Umschlag am Bollwerk (Rohstoffumschlag): Ein umzäunter Platz am Ufer, auf dem sich stapelt, was die Kähne über den See bringen: Schilfbündel, Bauholz, Fellballen aus dem Grauland, Erz, Torf und Salz. Hedda Rohrbeck kennt jeden Kahnführer auf dem Nebelsee beim Namen.
- Kramladen zur Laterne (Krämer): Lampenöl, Kerzen, Netzgarn, Haken, Ölzeug und alles, was in einer Stadt am Wasser ständig nass wird. Diethelm Docht redet gern und lange über den See und die Boote, die nachts vom anderen Ufer kommen.
Kampfschulen und Lehranstalten
Vor Ort gibt es keine Kampfschulen oder Lehranstalten.
Umgebung
- Landschaft: Seeufer, Silberflussmündung, Schilfgürtel
- Vegetation: Wald im Hinterland, Schilf und Erlenbruch am Ufer
- Tierwelt: Hecht, Zander, Aal, Nebelseemaräne; Reiher und Nebelkrähen
Wegweiser
Landweg
Noch keine Wege angelegt.
