Liedgut des Barden Walter von der Salzwiese: Unterschied zwischen den Versionen

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Und tief in ihr drinnen, verborgen und sacht,<br />
 
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lebt weiter die Liebe bei Tag und bei Nacht.<br />
 
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Ihr Leute, lasset mich berichten, .<br />
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von gar wundersamen Geschichten, .<br />
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Eine tue ich Euch nun kund, .<br />
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sie ist bei Orstoc einst geschehen, .<br />
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und ihr Held, das war ein Hund. .<br />
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Ein reicher Bauer mit dem Namen Friedrich Klein, .<br />
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kehrte nach dem Marktbesuch in ein Wirtshaus ein. .<br />
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Er hatte Vieh verkauft, trug bei sich den Erlös, .<br />
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Das rochen in der Schenke zwei Räuber, bitterbös. .<br />
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Als nun der reiche Bauer des Nachts zu Bette ging, .<br />
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beschlossen diese Räuber zu drehen ein schlimmes Ding. .<br />
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Sie schlichen im Gasthaus in seine Kammer hinein, .<br />
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und drangen mit ihren Messern bedrohlich ein auf Friedrich Klein..<br />
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Schon packten ihn die Schlimmen, an seiner bloßen Kehle, .<br />
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da schrie mit letzten Kräften, Friedrich die Angst sich von der Seele .<br />
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Das hörte im Stalle, nicht sein Knecht aber der treue Hund, .<br />
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er riss sich von der Kette und schon er in der Kammer stund .<br />
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bevor die Mörder die Messer setzten an, .<br />
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er stürzt sich auf die Kerle und rettet so den Mann. .<br />
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Es wurde überwältigt, die böse Mörderbrut, .<br />
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zu Orstoc, auf dem Richtblock, da floss zum Lohn ihr Blut. .<br />
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Doch in dem Kampf fügten sie dem treuen Tier zu eine böse Wund. .<br />
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Und schon am nächsten Tage da starb der arme Hund. .<br />
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Es setzt in seinem Garten, der Bauer Klein .<br />
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dem treuen braven Hunde aus Marmor einen Stein. .<br />
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Darauf stand geschrieben dieses hier: .<br />
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Viel treuer als die Menschen ist oft ein Hundetier. .<br />
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Version vom 16. Februar 2026, 14:36 Uhr


Walter von der Salzwiese – Barde aus Vellhafen

Walter von der Salzwiese gilt als einer der hoffnungsvollsten jungen Spielleute Vellhafens. Mit seinen gerade einmal erwachsenen Jahren hat er sich bereits einen Ruf erarbeitet, der manch älteren Barden neidisch werden lässt. Freundlich im Wesen, mit einer klaren, warmen Stimme und einem Talent, das Zuhörer mühelos in seinen Bann zieht, ist er in Schenken, auf Märkten und bei Festen gern gesehen.

Sein erstes Werk, „Das Lied von Brunihild“, verbreitete sich rasch über die Grenzen Vellhafens hinaus und wurde zu einem antamarweit bekannten Gassenhauer. Schon als Junge schickte Walter seine Verse und Melodien an den Vellhafener Kurier und erhielt dort früh Anerkennung für seine Dicht- und Vortragskunst.

Herkunft und Familie

Walter stammt aus Ismar, wo sein Vater Hein von der Salzwiese einen erfolgreichen Hof bewirtschaftet. Die Schafe der Familie grasen auf den salzhaltigen Wiesen Ismars, was dem Fleisch der berühmten Salzlämmer einen besonderen Geschmack verleiht. Wohlstand und Fleiß prägen Walters Herkunft, und es mangelte der Familie nie an etwas.

Sein künstlerisches Talent verdankt Walter vor allem seiner Mutter Irina, die einst als Bardin unter dem Beinamen „Die Lerche aus Ismar“ bekannt war. Sie tritt heute nicht mehr öffentlich auf, doch ihre Stimme und ihr Gespür für Melodie leben in ihrem Sohn weiter. Walters Brüder hingegen blieben der Landwirtschaft treu und führen den elterlichen Hof fort.

Balladen

Walters Balladen erzählen von Liebe, Schicksal, Heldentum und den stillen Tragödien des Alltags. Sie sind länger gefasste Erzählgedichte, die oft auf wahren Begebenheiten beruhen oder von alten Sagen inspiriert wurden. Mit klarer Stimme und feinem Gespür für Stimmung trägt Walter sie auf Märkten, in Schenken und bei Festen vor.

Gassen- und Handwerkslieder

In diesen Liedern besingt Walter das Leben der einfachen Leute: Handwerker, Händler, Hafenarbeiter und all jene, die in den Straßen und Gassen Vellhafens ihren Alltag bestreiten. Die Stücke sind oft humorvoll, manchmal rau, aber stets voller Wärme für die Menschen, die sie porträtieren. Viele davon entstanden unterwegs, zwischen Marktständen, Werkstätten und Tavernen.

Belbrücks

Belbrücks sind kurze, scherzhafte Fünfzeiler, die in Antamar weit verbreitet sind. Walter sammelt sie seit seiner Jugend und dichtet selbst unzählige neue, meist über Orte, Menschen oder Begebenheiten, die ihm auf seinen Reisen begegnen. Sie folgen einer festen Reimform und werden in Tavernen gern laut mitgesprochen — oft zur großen Freude des Publikums.