Viereichen
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Allgemein
Innerhalb der massiven Palisaden des großen Dorfes lebt es sich ganz gemütlich, zumal der breit und kräftig dahinfließende Arelt auch eine gewisse beruhigende Sicherheit und Abstand zum düsteren Rosenforst am anderen Ufer bringt. Um den zentralen Platz stehen noch heute vier mächtige jahrtausendealte Eichen, die den legendären Gründervätern Ennius und Quintus lange Zeit als Schutz vor Sonne, Wind und Wetter gedient haben sollen. Heute sind sie ein mystisch verklärter Ort, der Menschen aus weit entfernten Gegenden anlockt, die hier Rhea danken und gedenken.
Ein Dach hat der Tempel der Göttin nie bekommen: Die Priester lesen unter den Kronen der vier Eichen, und die Pilger hängen bunte Bänder und geflochtene Kränze in die untersten Äste. In der Herberge am Platz sind an den hohen Feiertagen der Rhea alle Betten belegt, und die Krämer und Kräuterkundigen des Dorfes leben gut von den Gästen.
Viereichen liegt am Südufer des Arelt, ein gutes Stück oberhalb der Stelle, an der der Fluss in das Fürstentum Wulffenberg übertritt. Die Uferstraße führt flussaufwärts nach Blauenbach, ein Weg nach Süden verliert sich in den Wäldern Richtung Zieghusen.
Herkunft des Namens
Nach den vier jahrtausendealten Eichen auf dem Dorfplatz.
Politik
Dorf im Großherzogtum Rosenburg, seit der Neuziehung der Grenzen westlichster Ort des Großherzogtums am Arelt. Ein Schultheiß spricht Recht, die Priester der Rhea haben das letzte Wort in allem, was die Eichen betrifft.
Geschichte
Die Gründerväter Ennius und Quintus sollen unter den vier Eichen geschlafen haben, als es Viereichen noch nicht gab. Aus dem Lager wurde ein Dorf, aus dem Rastplatz ein Heiligtum der Rhea; die Palisaden stammen aus den Zeiten, als aus dem Rosenforst mehr kam als Wild.
Einwohner
Rund 1.250 Menschen, fast ausschließlich Mittelländer: Bauern, Fischer, Krämer und die Priesterschaft der Rhea, dazu das Jahr über Pilger aus dem ganzen Kaiserreich.
Berühmte Personen
- Ennius und Quintus, die legendären Gründerväter des Dorfes.
Stadtbild
Ein großes Dorf hinter Palisaden, in der Mitte der Platz mit den vier Eichen, ringsum Höfe aus Fachwerk und Lehm mit Strohdächern.
Berühmte Bauwerke
- Die Vier Eichen, das dachlose Heiligtum der Rhea auf dem Dorfplatz.
Besonderheiten
- Tempel: Die Vier Eichen (Tempel der Rhea) und ein Tempel des Iatan, Schreine des Aiagos und der Aphrosia.
Banken
Vor Ort gibt es keine Bankfilialen.
Gasthäuser
- Pilgerherberge zu den Vier Eichen: Gleich hinter dem Tempelplatz steht die Herberge, ein langes Haus aus Eichenbohlen mit einem Schlafsaal für die Pilger und ein paar Kammern für Reisende, die für sich sein wollen. In der Stube brennt ein Feuer, an den Wänden hängen Bänder und Kränze, die dankbare Gäste zurückgelassen haben, und aus der Küche kommen Eintopf, Brot und dünnes Bier, an den Feiertagen der Rhea auch Honigkuchen. Herbergsvater Aurel Eichhoff, ein bedächtiger Mann mit einem Rhea-Amulett am Hals, nimmt von Pilgern, was sie geben können, und von allen anderen den vollen Preis. Er kennt die Geschichte der Gründerväter Ennius und Quintus in mehr Fassungen, als das Dorf Einwohner hat.
Händler
- Markt unter den Eichen (Lebensmittel): Im Schatten der vier Eichen stehen die Tische der Bauern und Fischer des Dorfes: Brot, Ziegenkäse, geräucherte Arelt-Forellen, Honig und an Feiertagen Kränze und Bänder für die Pilger. Eine junge Frau mit Blumen im Haar führt das Wort und segnet jeden Kauf mit einem kurzen Wort an Rhea.
- Gundels Zeughaus (Ausrüstungshandel): Gundel, eine rüstige weißhaarige Frau undefinierbaren Alters führt ihr Geschäft in aller Ruhe und Bestimmtheit. Hier wird bestimmt niemand übereilt oder gedrängt oder gar übervorteilt. Fein säuberlich stapeln sich einfache und auch ein paar besondere Ausrüstungsgegenstände überall im Laden, ein System gibt es bestimmt, auch wenn es erst einmal verdeckt scheint.
- Xanduriels Kräuterstübchen (Kräuter- & Pflanzenhandel): Der Elf Xanduriel hat sich vor einigen Jahren im Ort niedergelassen und gilt seitdem als heil- und kräuterkundiger Helfer für alle in Not Geratenen der Gegend. Vielen armen Seelen hat er schon geholfen, selbst wenn sie nicht in der Lage waren, ihn zu bezahlen. Im Gegenzug bietet er in seinem Haus am Rande der Stadt einige seltene Kräuter zu einem Preis, bei dem jeder gute Kunde weiß, dass damit gleichwohl die freiwilligen und kostenfreien Hilfsaktionen unterstützt werden.
- Mischmasch (Krämer): Hier bist du bei einem ganz klassischen Krämer, wie man ihn erwartet, mit wenig Platz, viel Gerümpel, zugestellten Gängen und einem Pfeife paffenden hutzligen alten Mann, der ständig irgendetwas sortiert.
Kampfschulen und Lehranstalten
Vor Ort gibt es keine Kampfschulen oder Lehranstalten.
Umgebung
- Landschaft: Flusstal des Arelt, jenseits des Flusses der Rosenforst, im Süden Wälder Richtung Eodatien
- Vegetation: Eichen, Felder und Gärten, Wildrosen am Rand des Rosenforsts
- Tierwelt: Forellen im Arelt, Wild aus dem Rosenforst
Wegweiser
Landweg
- Blauenbach (Hl. Kaiserreich (Großherzogtum Rosenburg)), 175 Meilen (Landstraße, Fluss- und Seeufer)
- Zieghusen (Hl. Kaiserreich (Königreich Eodatien)), 145 Meilen (Landstraße, Fluss- und Seeufer)
