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Beerenschnaps

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[[Datei:Beerenschnaps.png|300px|thumb|right|Beerenschnaps]]
Eine == Beschreibung ==Der Beerenschnaps ist eine farbintensive, hochprozentige Spirituose, die durch das Einlegen oder Mitvergären von wilden Waldbeeren gewonnen wird. Seine Färbung reicht je nach den verwendeten Früchten von einem tiefen, leuchtenden Rubinrot bis hin zu dunklen, fast violetten Farbtönen. Im Duft entfaltet das Getränk ein intensiv fruchtiges Aroma, das stark an reife Himbeeren, Brombeeren und wilde Waldfrüchte erinnert, jedoch stets von einer scharfen, stechenden Alkoholnote begleitet wird. Im Geschmack dominieren zunächst die fruchtige Süße und die feine Herbe der Beeren, ehe sich die brennende Hitze des gebrannten Alkohols im Rachen ausbreitet. Vertrieben und gelagert wird der Schnaps standardmäßig in einer Fünf-Schank-Flasche aus einfachem Ton oder dunklem Glas. == Herstellung ==Die Herstellung von Beerenschnaps ist in ganz Antamar verbreitet, da sie eine hervorragende Möglichkeit bietet, die im Spätsommer reichlich anfallenden Waldfrüchte für den Winter zu konservieren. Besonders bekannt für ihre feinen Brände sind die waldreichen Hügelketten in [[Lothrinien]], die [[Freie Flusstäler|Freien Flusstäler]] sowie die dichten Forste im [[Heiliges Kaiserreich|Heiligen Kaiserreich]]. Als Grundlage dient meist ein einfacher Kornbrand oder Kartoffelschnaps. Die frisch gesammelten Früchte werden entweder direkt gemaischt und mitvergoren oder als ganze Beeren für mehrere Monde im fertigen Alkohol eingelegt, um die Farbstoffe und Aromen herauszuziehen. Über die Händler des [[Vellhafener Städtebund]]es gelangen die Flaschen als geschätzte Alltagsspirituose in die Tavernen der freien Städte. == Nutzung ==Der Beerenschnaps ist ein fest verankertes Genussmittel im Alltag von Waldläufern, einfachen Soldaten und ländlichen Handwerkern. === Tavernenkultur & Alltagsnutzen ===In den ländlichen Schankhäusern von [[Emreia]] und den Küstenstädten von [[Westendar]] ist der Beerenschnaps eine allgegenwärtige und erschwingliche Spirituose. Er wird von Jägern, Holzfällern und Reisenden geschätzt, um nach einem langen Tag im nasskalten Unterholz die Glieder aufzuwärmen. Aufgrund des relativ hohen Fruchtzuckergehalts ist der Schnaps extrem lagerstabil und verdirbt auch auf langen Reisen in den Packtaschen von Abenteurern nicht. Auf Schiffen im [[Südmeer]] wird er hingegen seltener getrunken, da dort leichtere Brände oder süßlicher Rum bevorzugt werden. === Heilkunde & Alchemie ===In der praktischen Volksheilkunde wird dem Beerenschnaps eine anregende, appetitfördernde und leicht magenberuhigende Wirkung nachgesagt, weshalb er gern nach schweren, fetten Fleischmahlzeiten gereicht wird. Bei Erkältungen und Schüttelfrost nutzen ihn ländliche Heiler als wärmenden Trunk vor dem Schlafen. Alchemisten schätzen den einfachen Fruchtschnaps aufgrund seiner mangelnden Reinheit kaum für feine Rezepturen, da die Fruchtreste die alchemistischen Reaktionen stören würden; er findet höchstens in der ländlichen Kräutermedizin Verwendung als einfache, haltbare Basis, um wärmende Umschläge bei Gliederschmerzen anzusetzen. === Magie & Ritus ===In der wirkenden Magie besitzt der Beerenschnaps keinerlei Relevanz. Es handelt sich um ein rein profanes Genussmittel ohne jede astrale Ladung, weshalb er weder als Zauberfokus noch im Artefaktbau verwendet werden kann. Auch in den Magierakademien wird er gemieden, da der Genuss von schwerem Alkohol die geistige Konzentration beim Formen von Astralkräften nachhaltig stört. Im weltlichen Volksglauben der lothrinischen Waldläufer existiert jedoch die schlichte Tradition, die letzte leere Fün-Schank-Flasche des Winters symbolisch an den Wurzeln eines fruchtbaren Himbeerstrauchs zu vergraben, um die Natur im nächsten Frühjahr um reiche Erträge zu bitten. == Trivia ==* Unter den ländlichen Brennmeister in [[Lothrinien]] gilt die alte Bauernregel: ''„Ist der Sommer voll Beeren im Tann, zündet der Schnapsuns im Winter erst an; herbstet es sauer und spärlich im Moos, bleibt auch der Brand in der Kehle nur bloß.“''* Der Alchemist [[Malte von Gisholm]] aus den freien Städten notierte in seinen Studien über das Volk: ''„Der feine Patrizier mag seinen gezierten [[Weißwein]] aus [[Vinodulcina]] im Silberbecher schwenken, doch der gemeine Söldner im nassen Graben verlangt nach einer schlichten Fün-Schank-Flasche Beerenschnaps – denn nichts vertreibt die Furcht vor dem morgigen Tage so verlässlich wie der billige Brand aus dem Walde.“''
[[Kategorie:Spirituose]]
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