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Definition
Die Bezeichnung W6 steht im Rollenspiel- und Spielsystemkontext für den klassischen, sechsseitigen Würfel. Seine mathematische Körperform entspricht einem regelmäßigen Hexaeder (Würfel), welcher zu den fünf Platonischen Körpern gehört und von sechs quadratischen, deckungsgleichen Begrenzungsflächen umschlossen wird. Ein W6 liefert bei jedem Wurf eine Zufallszahl, die einen ganzzahligen Wert zwischen 1 und 6 abbildet. Er ist das älteste und im Alltag am weitesten verbreitete Würfelformat der bekannten Welt.
Anwendung im Spiel
Im Spielsystem von Antamar erfüllt der W6 elementare Aufgaben bei der schnellen Berechnung von variablen Werten, insbesondere bei Kampfeffekten und einfachen Zufallsentscheidungen.
Schadensberechnung im Kampf
Der W6 ist das primäre Werkzeug zur Ermittlung des angerichteten Schadens bei einer Vielzahl von Standardwaffen. Ob ein Kurzschwert aus Westendar, ein Jagdbogen aus den Freien Flusstälern oder der gezielte Hieb einer Streitaxt im Godentum Nordahejmr – der Grundschaden wird häufig in Vielfachen des W6 angegeben (z. B. 1W6, 2W6 oder 1W6+3). Das Würfelergebnis wird nach einem erfolgreichen Treffer direkt mit den Schadensboni des Waffe addiert und vom Rüstungsschutz des Gegners abgezogen.
Treffertabellen & Mengenermittlung
Neben der reinen Schadensermittlung nutzt das System den W6 im Hintergrund für kleinere Zufallstabellen. Dies betrifft beispielsweise das Auswürfeln der genauen Trefferzone am Körper des Gegners im Kampf oder das Bestimmen von kleineren Beutemengen in Schatztruhen (wie die Anzahl gefundener Heilkräuter aus der antamarischen Flora). Auch einfache Ja/Nein-Entscheidungen des Systems auf Reisen durch Emreia werden gelegentlich über eine gerade oder ungerade Augenzahl des W6 simuliert.
Wahrscheinlichkeiten
Da das Hexaeder ein vollkommen symmetrischer Körper ist, weist der W6 eine streng lineare Wahrscheinlichkeitsverteilung auf. Jede der sechs Augenzahlen besitzt bei einem einzelnen Wurf die exakt gleiche mathematische Chance von genau einem Sechstel (ca. 16,67 %), als Ergebnis auf der Oberseite liegenzubleiben. Werden jedoch mehrere W6 addiert geworfen (wie 2W6 oder 3W6), verschiebt sich die Verteilung zu einer Glockenkurve, bei der mittlere Ergebnisse (wie die 7 bei 2W6) statistisch deutlich häufiger auftreten als die Extremwerte.