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W20

Version vom 5. Juli 2026, 16:29 Uhr von Wulfen (Diskussion | Beiträge) (Text erweitert.)
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Inhaltsverzeichnis

Definition

Die Bezeichnung W20 steht im Rollenspiel- und Spielsystemkontext für einen zwanzigseitigen Würfel. Seine mathematisch ideale Körperform entspricht einem regelmäßigen Ikosaeder, der von zwanzig deckungsgleichen, gleichseitigen Dreiecken begrenzt wird und zu den fünf Platonischen Körpern gehört. Ein W20 liefert bei jedem Wurf eine Zufallszahl, die einen Wert zwischen 1 und 20 abbildet. Er bildet das mathematische Fundament für viele Pen-and-Paper-Systeme und ist ein zentraler Baustein für die Wahrscheinlichkeitsberechnungen im Hintergrund von Antamar.

Anwendung im Spiel

Im Spielsystem von Antamar erfüllt der W20 eine Reihe von Kernaufgaben bei der schnellen und präzisen Abwicklung von Proben und Kampfeffekten.

Eigenschaftsproben & Talentprüfungen

Bei der direkten Überprüfung von Charakterattributen (wie Mut, Klugheit oder Körperkraft) greifen viele traditionelle Mechanismen auf den W20 zurück. In der Regel muss ein Spieler mit dem W20 einen Wert würfeln, der kleiner oder gleich dem Eigenschaftswert seines Charakters ist, um eine Aktion erfolgreich abzuschließen. Auch bei komplexeren Talentproben im Hintergrund des Browsergames – etwa beim Navigieren von Schiffen auf dem Südmeer oder beim Verhandeln im Vellhafener Städtebund – ist der W20 ein oft genutztes Kontrollinstrument.

Kritische Ergebnisse

Aufgrund der klaren Struktur des Zwanzigflächners lassen sich Extremereignisse besonders leicht definieren. Das Würfeln einer „1“ wird im Kampfsystem oder bei Talentprüfungen fast universell als kritischer Erfolg (ein sogenannter „Glückstreffer“ oder ein Meisterstück) gewertet, der zusätzliche Boni gewährt. Umgekehrt bedeutet das Würfeln einer „20“ einen kritischen Fehlschlag (einen „Patzer“), der selbst für erfahrene Helden in Regionen wie Emreia oder den Freien Flusstälern fatale Konsequenzen nach sich ziehen kann.

Wahrscheinlichkeiten

Da es sich beim Ikosaeder um einen vollkommen symmetrischen Körper handelt, weist der W20 eine lineare Wahrscheinlichkeitsverteilung auf. Jede der zwanzig Ziffern besitzt bei jedem einzelnen Wurf die exakt gleiche mathematische Chance von genau fünf Prozent (5 %), als Ergebnis auf der Oberseite liegenzubleiben. Im Gegensatz zu addierten Würfelkombinationen (wie dem dreifachen W20 bei einer klassischen 3W20-Probe, die eine Glockenkurve erzeugt) bleibt der Ausgang eines einzelnen W20-Wurfs absolut unvorhersehbar.

Trivia

  • Der W20 ist das unbestrittene Symbol der gesamten Rollenspielkultur weltweit geworden und ziert unzählige Logos, Wappen und Abzeichen von Gilden und Vereinen.
  • Unter Spielern ist die Angst vor dem sogenannten „Würfel-Fluch“ weit verbreitet: Ein W20, der in einem wichtigen Moment eine „20“ (einen Patzer) zeigt, wird scherzhaft als „vorgeführt“ bezeichnet und manchmal zur Bestrafung für den Rest des Abends in ein separates Behältnis verbannt.