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Liedgut des Barden Walter von der Salzwiese: Unterschied zwischen den Versionen

(Walter von der Salzwiese – Barde aus Vellhafen)
K (Walter von der Salzwiese – Barde aus Ismar)
 
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=='''Walter von der Salzwiese – Barde aus Vellhafen'''==  
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=='''Walter von der Salzwiese – Barde aus Ismar'''==  
  
 
Walter von der Salzwiese gilt als einer der hoffnungsvollsten jungen Spielleute Vellhafens. Mit seinen gerade einmal 22 Jahren hat er sich bereits einen Ruf erarbeitet, der manch älteren Barden neidisch werden lässt. Freundlich im Wesen, mit einer klaren, warmen Stimme und einem Talent, das Zuhörer mühelos in seinen Bann zieht, ist er in Schenken, auf Märkten und bei Festen gern gesehen.
 
Walter von der Salzwiese gilt als einer der hoffnungsvollsten jungen Spielleute Vellhafens. Mit seinen gerade einmal 22 Jahren hat er sich bereits einen Ruf erarbeitet, der manch älteren Barden neidisch werden lässt. Freundlich im Wesen, mit einer klaren, warmen Stimme und einem Talent, das Zuhörer mühelos in seinen Bann zieht, ist er in Schenken, auf Märkten und bei Festen gern gesehen.
  
Sein erstes Werk, „Das Lied von Brunihild“, verbreitete sich rasch über die Grenzen Vellhafens hinaus und wurde zu einem antamarweit bekannten Gassenhauer. Schon als Junge schickte Walter seine Verse und Melodien an den Vellhafener Kurier und erhielt dort früh Anerkennung für seine Dicht- und Vortragskunst.
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Sein erstes Werk, „Das Lied von Brunihild“, verbreitete sich rasch über die Grenzen Ismars hinaus und wurde zu einem antamarweit bekannten Gassenhauer. Schon als Junge schickte Walter seine Verse und Melodien an den Vellhafener Kurier und erhielt dort früh Anerkennung für seine Dicht- und Vortragskunst. Später lud der Kurier den jungen Mann nach Vellhafen ein. Walter folgte dem Ruf nur zu gern und zeigt seine Kunst nun hier in der größten und führenden Stadt des Städtebundes. 
  
 
'''Herkunft und Familie'''
 
'''Herkunft und Familie'''
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<div class="NavHead">Das Lied von Brunihild</div>
 
<div class="NavHead">Das Lied von Brunihild</div>
 
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'''Hinweis: "Das Lied von Brunihild" ist ein erzählendes Lied in Moritat‑Tradition, das die tragische Geschichte der jungen Brunihild, ihres Verlobten Joost und eines Schneidermeister schildert. Das Stück greift typische Motive alter Gassenlieder auf: Eifersucht, Verrat, soziale Erwartungen und ein unglückseliges Ende und gehört zu Walters dramatischen Liedern über menschliche Fehltritte und ihre Folgen. '''
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War einst ein kleines Schneiderlein,<br />
 
War einst ein kleines Schneiderlein,<br />
 
das konnt schneidern, mit Stichlein fein.<br />
 
das konnt schneidern, mit Stichlein fein.<br />
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<div class="NavHead">Der Sohn der Maar-Fiar</div>
 
<div class="NavHead">Der Sohn der Maar-Fiar</div>
 
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'''Hinweis: "Der Sohn der Maar‑Fiar" ist ein episches Heldenlied über Takoya vom Ostmeer, einen der letzten Angehörigen des untergegangenen Aivarunen‑Stammes der Maar‑Fiar. Das Lied schildert ihre Lebensweise, ihre Jagdtraditionen und den gewaltsamen Untergang des Clans durch fremde Eindringlinge, die in der Sprache der Aivarunen als Qim‑Mas ("Fremde") bezeichnet werden. Es gehört zu Walters ernsten Stücken, die historische Ereignisse und den Verlust ganzer Gemeinschaften in einer Mischung aus Klage und Heldenerzählung bewahren.'''
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Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, <br />
 
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, <br />
 
sein Clan längst erloschen, seine Geschichte dieses Lied bewahr. <br />
 
sein Clan längst erloschen, seine Geschichte dieses Lied bewahr. <br />
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<div class="NavHead">Der Ring des Räubers </div>
 
<div class="NavHead">Der Ring des Räubers </div>
 
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'''Hinweis: "Der Ring des Räubers" ist ein erzählendes Lied über die Liebe zwischen einer jungen Maid und einem Räuber, der sie schließlich verlässt und ihr nur einen gestohlenen Ring zurücklässt. Das Stück greift typische Motive alter Volks‑ und Räuberlieder auf – verbotene Liebe, gesellschaftliche Ächtung und ein stilles Weiterleben im Kloster – und gehört zu Walters balladenhaften Liedern über verlorene Zuneigung und die Folgen eines ungleichen Bundes.'''
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Nicht weit von hier in einem tiefen Tal,<br />
 
Nicht weit von hier in einem tiefen Tal,<br />
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<div class="NavHead">Der treue Hund</div>
 
<div class="NavHead">Der treue Hund</div>
 
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'''Hinweis: "Der treue Hund" ist ein erzählendes Volkslied aus Orstoc, das die Geschichte eines Bauern und seines Hundes schildert, der ihm das Leben vor zwei Räubern rettet und dabei selbst zu Tode kommt. Das Lied folgt der Tradition einfacher Moritaten und Tierheldenlieder, die Treue, Mut und Opferbereitschaft betonen. Es gehört zu Walters Stücken, die Alltagsgeschichten aus verschiedenen Regionen in Liedform bewahren.'''
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Ihr Leute, lasset mich berichten, <br />
 
Ihr Leute, lasset mich berichten, <br />
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<div class="NavHead">Die Geschichte vom Räuber Hannes</div>
 
<div class="NavHead">Die Geschichte vom Räuber Hannes</div>
 
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'''Hinweis: "Die Geschichte vom Räuber Hannes" ist ein erzählendes Lied in der Tradition alter Räuber‑ und Moritatenlieder. Es wird im Rahmen eines Gesprächs zwischen einer Großmutter und ihrem Enkel erzählt und schildert die Festnahme des Räubers Hannes durch den Büttel Reodan. Das Stück verbindet humorvolle Elemente mit einer einfachen Moral und gehört zu Walters heiteren Volksliedern, die Alltagsfiguren und lokale Geschichten in Liedform festhalten.'''
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Es sagt einst ein Kind zur seiner Großmama: <br />
 
Es sagt einst ein Kind zur seiner Großmama: <br />
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<div class="NavHead">Die Vogelscheuche Martha Stroh</div>
 
<div class="NavHead">Die Vogelscheuche Martha Stroh</div>
 
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'''Hinweis: "Die Vogelscheuche Martha Stroh" ist ein humoristisches Lied über eine Vogelscheuche und einen Zwerg, das in der Tradition einfacher Spaß‑ und Fabellieder steht. Es erzählt eine kurze, überzeichnete Begebenheit mit komischer Wendung und gehört zu Walters heiteren Stücken, die alltägliche Figuren in spielerischer Form darstellen.'''
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Die Vogelscheuche Martha Stroh, wurd' ihres Daseins nicht mehr froh.<br />
 
Die Vogelscheuche Martha Stroh, wurd' ihres Daseins nicht mehr froh.<br />
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Es dachten sich die Eltern der glutäugigen Susanne, "<br />
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'''Hinweis: "Die glutäugige Susanne" ist ein heiteres erzählendes Lied über die Suche der jungen Susanne nach einem passenden Ehemann. Das Stück greift typische Motive bürgerlicher Schwank‑ und Hochzeitslieder auf und schildert in humorvoller Form mehrere erfolglose Bewerber, bevor Susanne schließlich den Sohn des Stadtkämmerers heiratet. Das Lied endet mit einem Ausblick auf eine mögliche Fortsetzung und gehört zu Walters leichten, unterhaltsamen Stücken über Liebe und Familienalltag.'''
das Kind ist nun erwachsen bald,"<br />
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wir geben sie zu einem Manne,"<br />
 
denn sonst ist sie schon bald … zu alt."<br />
 
  
Ein reicher Händler war der erste Kandidat, "<br />
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Es dachten sich die Eltern der glutäugigen Susanne, <br />
er schien dem Vater eine gute Partie, "<br />
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das Kind ist nun erwachsen bald,<br />
auch wenn er keine Haare auf dem Kopf mehr hat, "<br />
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wir geben sie zu einem Manne,<br />
Die Mutter meint: „Den nimmt das Kind doch nie!“ "<br />
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denn sonst ist sie schon bald ... zu alt.<br />
  
Dennoch wurde flugs, er zum Sonntagsmahl geladen, "<br />
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Ein reicher Händler war der erste Kandidat, <br />
er erschien im feinsten Zwirn und mit schwarzem Hut, "<br />
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er schien dem Vater eine gute Partie, <br />
doch biss der Hund ihn in die Waden, "<br />
+
auch wenn er keine Haare auf dem Kopf mehr hat, <br />
er roch wohl nicht besonders gut? "<br />
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Die Mutter meint: "Den nimmt das Kind doch nie!" <br />
  
Susanne lobt den Hund und füttert ihn mit Leckerbissen, "<br />
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Dennoch wurde flugs, er zum Sonntagsmahl geladen, <br />
denn diesen Kahlkopf will sie nicht zum Manne."<br />
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er erschien im feinsten Zwirn und mit schwarzem Hut, <br />
Der Vater tobt: „Hast du denn gar kein Gewissen? "<br />
+
doch biss der Hund ihn in die Waden, <br />
Nicht die Haare machen aus, den guten Ehemanne!“ "<br />
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er roch wohl nicht besonders gut? <br />
  
Susanne schmollt: „Ist mir egal, den Kahlkopf nehme ich nicht!“ "<br />
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Susanne lobt den Hund und füttert ihn mit Leckerbissen, <br />
Der Händler schaut erst dumm, setzt wieder auf den Hut und geht dann wortlos fort. "<br />
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denn diesen Kahlkopf will sie nicht zum Manne. <br />
Der Vater schreit: „Hat denn mein Wunsch in diesem Hause kein Gewicht? "<br />
+
Der Vater tobt: "Hast du denn gar kein Gewissen? <br />
Ich stand beim Händler doch im Wort!"<br />
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Nicht die Haare machen aus, den guten Ehemanne!" "<br />
  
Susanne tobt und weint und schmollt, "<br />
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Susanne schmollt: "Ist mir egal, den Kahlkopf nehme ich nicht!" <br />
umarmt den Vater stumm."<br />
+
Der Händler schaut erst dumm, setzt wieder auf den Hut und geht dann wortlos fort. <br />
sie mag nicht wenn der Vater grollt "<br />
+
Der Vater schreit: "Hat denn mein Wunsch in diesem Hause kein Gewicht? <br />
und hofft sie stimmt ihn um. "<br />
+
Ich stand beim Händler doch im Wort!" <br />
  
„Mein Vater, mein Vater ich liebe dich sehr“, "<br />
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Susanne tobt und weint und schmollt, <br />
hört es der Vater in seinen Ohren hallen. "<br />
+
umarmt den Vater stumm. <br />
„Bitte bring mir keinen Kahlkopf mehr,"<br />
+
sie mag nicht wenn der Vater grollt <br />
doch einer mit güldnen Locken, der könnt mir gefallen.“"<br />
+
und hofft sie stimmt ihn um. <br />
  
„Papperlapapp!“ sagt der Vater geschwind,"<br />
+
"Mein Vater, mein Vater ich liebe dich sehr", <br />
„Güldene Locken ersetzen nicht Gold und Position"<br />
+
hört es der Vater in seinen Ohren hallen. <br />
so kommst du mir nicht davon, mein Kind,"<br />
+
"Bitte bring mir keinen Kahlkopf mehr, <br />
den nächsten den ich dir präsentiere, der wird mein Schwiegersohn."<br />
+
doch einer mit güldnen Locken, der könnt mir gefallen." <br />
  
Der Sohn des Stadtkämmerers, ein Jüngling mit goldenem Haar,"<br />
+
"Papperlapapp!" sagt der Vater geschwind, <br />
schon lange verliebt in Susanne, die im Stadtpark er gesehen,"<br />
+
"Güldene Locken ersetzen nicht Gold und Position <br />
wurde durch Dritte die Geschichte gewahr,"<br />
+
so kommst du mir nicht davon, mein Kind, <br />
und meinte sofort: „Da muss was geschehen!“"<br />
+
den nächsten den ich dir präsentiere, der wird mein Schwiegersohn."<br />
  
Flugs suchte er den Vater der Holden auf in seinem Kontor,"<br />
+
Der Sohn des Stadtkämmerers, ein Jüngling mit goldenem Haar, <br />
der saß hinter seinem Schreibtisch mit grimmigem Gesicht"<br />
+
schon lange verliebt in Susanne, die im Stadtpark er gesehen, <br />
Der Jüngling trat mutig und beherzt davor,"<br />
+
wurde durch Dritte die Geschichte gewahr, <br />
„Gebt mir Susanne zu Weibe“ verlangte er schlicht."<br />
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und meinte sofort: "Da muss was geschehen!" <br />
  
Der Vater Susannchens guckt bass erstaunt,"<br />
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Flugs geht er zum Vater der Holden in seinem Kontor, <br />
auf den blondgelockten Jüngling von gutem Stande"<br />
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der saß hinter seinem Schreibtisch mit grimmigem Gesicht. <br />
weil Kandidat Susannens Gnade fand, war schon übel er gelaunt,"<br />
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Der Jüngling sprach mutig und beherzt nun vor, <br />
des Stadtkämmerer Sohn jedoch, schien ihm geeignet für Familienbande."<br />
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"Gebt mir Susanne zu Weibe!" verlangte er schlicht. <br />
  
Vom Diener lässt er flugs Frau und  Tochter holen,"<br />
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Der Vater Susannchens guckte bass erstaunt, <br />
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auf den blondgelockten Jüngling von gutem Stande. <br />
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Weil kein Kandidat Susannens Gnade fand, war er schon übel gelaunt, <br />
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des Stadtkämmerer Sohn jedoch, schien ihm geeignet für Familienbande.<br />
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Vom Diener lässt er flugs Frau und  Tochter holen, <br />
 
der Jüngling freut sich, vor Aufregung das Gesicht ganz fahl, <br />
 
der Jüngling freut sich, vor Aufregung das Gesicht ganz fahl, <br />
der Vater hat Susanne dann barsch befohlen"<br />
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der Vater hat Susanne dann barsch befohlen <br />
„Dieser hier wird dein Gemahl, ich lass dir keine andre Wahl!"<br />
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"Dieser hier wird dein Gemahl, ich lass dir keine andre Wahl!" <br />
Susannchen erst stumm und blass dann bass erstaunt,"<br />
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Susannchen erst stumm und blass dann bass erstaunt,<br />
glaubt ihren Augen nicht zu trauen,"<br />
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glaubt ihren Augen nicht mehr zu trauen, <br />
„Gut, ihn nehme ich“ hat sie dann leis geraunt"<br />
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"Gut, ihn nehme ich" hat sie dann leise geraunt <br />
und kann nicht aufhören mit Schauen."<br />
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und kann gar nicht aufhören mit staunendem Schauen. <br />
  
Verliebt strahlt sie den Jüngling an, sie kann es gar nicht fassen."<br />
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Verliebt strahlt sie den Jüngling an, sie kann es nicht fassen. <br />
Der Vater hochzufrieden, schaut stolz zu seiner Gattin hin,"<br />
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Der Vater hochzufrieden, schaut stolz zu seiner Gattin hin, <br />
„Die Hochzeit, Weib, kannst du nun richten, dieses Mal scheint es zu passen."<br />
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"Die Hochzeit, Weib, kannst du nun richten, dieses Mal scheint es zu passen." <br />
Die Mutter strahlt nicht minder, hat Enkelkinder schon im Sinn."<br />
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Die Mutter strahlt nicht minder, hat Enkelkinder schon im Sinn. <br />
  
Was ihr, ihr lieben Leute, euch sicher schon gedacht,"<br />
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Was ihr, ihr lieben Leute, euch sicher schon gedacht, <br />
weil es sich nach der Geschicht' vermuten lässt,"<br />
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weil es sich nach der Geschicht' vermuten lässt, <br />
die große Liebe war es, die Glut der Minne war entfacht,"<br />
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die große Liebe war es, die Glut der Minne war entfacht, <br />
es dauerte nicht lange, da gab 's ein schönes Hochzeitsfest,"<br />
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es dauerte nicht lange, da gab 's ein schönes Hochzeitsfest, <br />
  
Doch die Moral von der Geschicht',"<br />
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Doch die Moral von der Geschicht', <br />
die es ja immer geben muss,"<br />
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die es ja immer geben muss, <br />
die verrate ich euch noch nicht,"<br />
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die verrate ich euch noch nicht, <br />
denn für heut ist erst Mal Schluss."<br />
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denn für heut ist erst Mal Schluss. <br />
  
Ein ander Mal bin ich dann da "<br />
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Ein ander Mal bin ich dann da <br />
und singe euch, was noch geschah,"<br />
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und singe euch, was noch geschah, <br />
mit der glutäugigen Susanne "<br />
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mit der glutäugigen Susanne <br />
und ihrem blondgelockten Manne."<br />
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und ihrem blondgelockten Manne. <br />
Bis dahin, ihr lieben Leut',"<br />
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Bis dahin, ihr lieben Leut', <br />
geduldet euch .. bin durch für heut'! "<br />
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geduldet euch .. bin durch für heut'! <br />
  
 
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<div class="NavHead">Markgraf Berenhard der Laute</div>
 
<div class="NavHead">Markgraf Berenhard der Laute</div>
 
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'''Hinweis: "Markgraf Berenhard der Laute" ist ein kurzes Klage‑ und Warnlied aus der Region um Isenburg. Es thematisiert die Entführung eines Kindes durch den Markgrafen Berenhard und ruft die Bewohner der Stadt dazu auf, wachsam zu sein und nach dem verschwundenen Mädchen zu suchen. Das Stück gehört zu Walters ernsten Liedern, die lokale Begebenheiten und düstere Ereignisse in knapper, eindringlicher Form festhalten.'''
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Der Markgraf Berenhardt der Laute, hat uns unser Kind geraubt,<br />
 
Der Markgraf Berenhardt der Laute, hat uns unser Kind geraubt,<br />
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<div class="NavHead">Sven der Rote auf der Suche</div>
 
<div class="NavHead">Sven der Rote auf der Suche</div>
 
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'''Hinweis: "Sven der Rote auf der Suche" ist ein humorvolles Lied über den Nordahejmra Sven den Roten, der sich auf die Suche nach einer idealisierten Traumfrau macht. Das Stück erzählt in satirischer Form von seinen erfolglosen Annäherungsversuchen und der deutlichen Abfuhr, die er erhält. Es gehört zu Walters heiteren Liedern, die mit einem Augenzwinkern übertriebene Erwartungen und ungebetenes Werben aufs Korn nehmen.'''
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Sven der Rote saß beim nem Met, <br />
 
Sven der Rote saß beim nem Met, <br />
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Das habe ich geschafft, nun ist sie ein stolzes Schaf, <br />
 
Das habe ich geschafft, nun ist sie ein stolzes Schaf, <br />
 
und ich hab sie lieb, auch wenn sie nicht so brav. <br />
 
und ich hab sie lieb, auch wenn sie nicht so brav. <br />
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<div class="NavHead">Die singende Kehle</div>
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'''''Hinweis: Walter verfasste die Ballade „Die singende Kehle“ nach einem Besuch der gleichnamigen Felsspalte nördlich von Vellhafen. Er ging auf Empfehlung von Sommersprosse, einer jungen Vellhafenerin dorthin, um sich das Phänomen selbst anzuhören.'''''  <br />
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Eine holde Maid hat mir gesagt, <br />
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als ich nach etwas Besonderem gefragt,<br />
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es gäb eine seltsame Spalte im Stein,<br />
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da könne gar niemand ungerührt sein.<br />
 +
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Sie sprach: "Nach Norden, wo die Klippen stehn,<br />
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dorthin solltest du bei Flut einmal gehn.<br />
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Denn am Fuß des alten Turms, längst ohne Schein,<br />
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da unten, in dunkler Spalte, da singt der Stein."<br />
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"Wenn das Wasser dort drückt mit Macht und Gewalt,<br />
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pfeift es und gurgelt, urtümlich und alt.<br />
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Als würde die Erde singen – ihr eigenes Lied,<br />
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erzeugt eine Ehrfurcht, der sich niemand entzieht."<br />
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Ich tat wie geheißen und wanderte hin,<br />
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die Neugier trieb mich, hatte Großes im Sinn.<br />
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Denn ich bin ein Barde, hab Musik im Blut –<br />
 +
das musste ich hören, was die Spalte dort tut.<br />
 +
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Schon bevor ich am Ziel war, da hörte ich schon<br />
 +
ein seltsames Pfeifen, den gurgelnden Ton.<br />
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Ich spitzte die Ohren und eilte zum Spalt,<br />
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war seltsam ergriffen von musikalischer Gewalt.<br />
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 +
Das Wasser ergoss sich in tosender Gischt,<br />
 +
in den Felsen hinein und auch mein Gesicht.<br />
 +
Ich schmeckte das Salz, lauschte den wilden Tönen<br />
 +
und sah Meer und Erde der Kunst hier frönen.<br />
 +
 +
Ich saß an der Spalte, vor Ehrfurcht gebannt,<br />
 +
den Wind im Haar, das Bier zur Hand.<br />
 +
Sah, wie die Gischt aufstieg, wild und frei,<br />
 +
höher als Masten der Koggen am Kai.<br />
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Dann hob ich an und stimmte leise ein in den Gesang –<br />
 +
ein Loblied auf Mutter Natur nun erklang.<br />
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Schrieb auf Papier Text und Melodie,<br />
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liebe Sprosse, hab Dank, das vergess ich dir nie!<br />
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<div class="NavHead">Der Adler</div>
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<div class="NavContent">
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'''Hinweis: "Der Adler" ist ein altes Volkslied, das Walter in leicht angepasster Form in sein Repertoire aufgenommen hat. Es erzählt in balladenhafter Weise von einem Vogelsteller, dessen Netze durch einen Adler zerrissen werden, und greift typische Motive traditioneller Tier‑ und Morallieder auf.''' <br />
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'''OT‑Hinweis: Vorlage ist ein altes irdisches Volkslied. Der Text wurde von Tica für Antamar umgeschrieben und angepasst.'''
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 +
 +
Mein Nachbar drüben, über'm Wasser, <br />
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der ist ein schlimmer Vogelhasser. <br />
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Und wie das Meer mich stets erfreuen kann,<br />
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Erfreut ihn stets der Vogelfang.<br />
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 +
Doch jüngst geschah <br />
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Ein Streich ihm, den ich gerne sah.<br />
 +
 +
Den Vöglein stellt er nach mit Netzen, <br />
 +
Nicht um ihre Liedern sehr zu schätzen.<br />
 +
 +
Nein, weil er sie gebraten frisst.<br />
 +
Wann just nicht gerade Fastentag ist.<br />
 +
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Oft nehm' ich unbemerkt und leise <br />
 +
Ihm aus dem Garn die frevle Speise, <br />
 +
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Und Amsel, Fink und Hänfling sind froh <br />
 +
Entfliegen ihm mit Jubilo. <br />
 +
 +
Doch jüngst kam über ihn ein andrer, <br />
 +
Ein sturmgewaltiger Wolkenwandrer.<br />
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 +
Verfolgend eine Dohlenschar,<br />
 +
Strich über's Meer der Königsaar, <br />
 +
 +
Und flog und sah die Gefahr nicht, <br />
 +
Flog mitten in die Netze dicht.<br />
 +
 +
Da lief mit lautem Siegesgeschrei <br />
 +
Der Nachbar schnell zum Fang herbei. <br />
 +
 +
Doch, als er schon ganz nahe war, <br />
 +
Zerriss das Garn der stolze Aar. <br />
 +
 +
Und flog so ungestüm dahin sodann, <br />
 +
Zu Boden, schreiend, fiel der Mann! <br />
 +
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Und mit den arg zerfetzten Netzen <br />
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Wird er kein Vöglein mehr verletzen. <br />
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Merke: Garn, für Gimpel stark genug, <br />
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Hemmt nicht des Königsadlers Flug. <br />
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=='''Seemannslieder/Shanties'''==
 +
 +
In dieser Rubrik sammelt Walter jene Lieder, die nach Salz, Wind und dem Meer klingen. Es sind Stücke, die auf Deck, in Hafenkneipen oder beim Rudern gesungen werden. Sie erzählen von Walfang, Sturmfahrten, Geisterschiffen und all den Geschichten, die Matrosen einander bei Rum und Laternenlicht zuflüstern. Manche dienen dem Takt beim Arbeiten, andere dem Mut in dunklen Nächten, wieder andere einfach der guten Laune an Bord. Es sind Lieder, die jeder mitsingen kann, ohne den Text kennen zu müssen – denn die See braucht keine feinen Worte, nur starke Stimmen.
 +
 +
<div class="NavFrame collapsed">
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<div class="NavHead">Rum för de Jungs un de Deerns</div>
 +
<div class="NavContent">
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 +
'''Hinweis: "Rum för de Jungs un de Deerns" ist ein ein Lied für gute Laune, starke Stimmen und volle Rumfässer. '''
 +
 +
Rum för de Jungs un de Deerns, jo-ho! <br />
 +
Rum för de Seel, wenn de Wind weht so! <br />
 +
Rum för de Nacht, un de Welt ward froh! <br />
 +
jo-ho, jo-ho, jo-ho!  <br />
 +
 +
Auf großer Fahrt, ein paar Monde erst her,  <br />
 +
da sahen wir ’nen Wal, so schwer wie’n Kutter im Meer.  <br />
 +
Nen Wal, so groß, größer als ein stattliches Haus, <br />
 +
un dieser Riesenwal sprang plötzlich aus dem Wasser heraus. <br />
 +
Der gewaltige Wal blies Wasser aus seinem Atemloch,  <br />
 +
die Fontäne stand höher, als ein Glockenturm hoch. <br />
 +
Er schlug mit der Flosse, als wollt er uns winken,  <br />
 +
spülte Wasser an Deck – wir dachten, wir sinken.  <br />
 +
 +
Rum för de Jungs un de Deerns, jo-ho! <br />
 +
Rum för de Seel, wenn de Wind weht so! <br />
 +
Rum för de Nacht, un de Welt ward froh! <br />
 +
jo-ho, jo-ho, jo-ho! <br />
 +
 +
Der Hein schrie vor Angst: "Steuermann! Schnell weg! <br />
 +
Sonst ersäuft uns das Vieh hier oben auf Deck!"  <br />
 +
Der Kapitän rief: "Jau, der Hein hat wohl Recht,  <br />
 +
denn bleiben wir auf Kurs, dann geht’s uns schlecht. <br />
 +
So nahmen wir Reißaus vor dem gewaltigen Tier,  <br />
 +
und um den Schreck wegzusaufen, da reichte kein Bier.  <br />
 +
Wir soffen den ganzen Vorrat an Rum,  <br />
 +
kein Tropfen blieb über, ja wir sind nich dumm. <br />
 +
 +
Rum för de Jungs un de Deerns, jo-ho! <br />
 +
Rum för de Seel, wenn de Wind weht so! <br />
 +
Rum för de Nacht, un de Welt ward froh! <br />
 +
jo-ho, jo-ho, jo-ho! <br />
 +
 +
</div>
 +
</div>
 +
 +
<div class="NavFrame collapsed">
 +
<div class="NavHead">Das Geisterschiff</div>
 +
<div class="NavContent">
 +
 +
'''Hinweis: Dieses Lied erzählt von dem Geisterschiff, welches man nur erreicht, wenn man den Mut hat, längsseits zu gehen. Viele Seeleute prahlen damit – doch in Wahrheit drehen die meisten Kapitäne ab, lange bevor die Segel aus Schatten sichtbar werden. '''
 +
 +
 +
In kalter Nacht, dicht bei Nordahejms Strand,<br />
 +
da sahen wir ein Schiff, schwarz wie Torf in der Hand.<br />
 +
Kein Licht an Bord, kein Rufen, kein Mann,<br />
 +
nur Segel im Wind, die kein Sterblicher spann.<br />
 +
 +
''Refrain''
 +
Auf Matrosen, ohe! Alle Deck! <br />
 +
Jo‑ho, bringt uns vom Geisterschiff weg!<br />
 +
 +
Es glitt durch die Wellen, so still wie der Tod,<br />
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kein Kielwasser hinter sich, kein Laut, kein Boot.<br />
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"Das Geisterschiff!", rief Hein bleich wie Schnee <br />
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und wir alle schauten hinaus auf die See.<br />
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''Refrain''
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Auf Matrosen, ohe! Alle Deck! <br />
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Jo‑ho, bringt uns vom Geisterschiff weg!<br />
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Denn jeder Mann, jede Frau, ob Bettler oder Lord, <br />
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kennt das Schiff mit den Geistern an Bord. <br />
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Großer Reichtum soll es denen bescheren, <br />
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die sich trauen, es mit ´nem Besuch zu beehren. <br />
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''Refrain''
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Auf Matrosen, ohe! Alle Deck! <br />
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Jo‑ho, bringt uns vom Geisterschiff weg!<br />
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Doch braucht man viel Mut, um es wirklich zu entern, <br />
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man hörte, die meisten, die es versuchen, die kentern. <br />
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Deshalb sagte unser Käpten: "Nein ich drehe nicht bei, <br />
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ob ich Reichtümer verpass´ ist mir einerlei."  <br />
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''Refrain''
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Auf Matrosen, ohe! Alle Deck! <br />
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Jo‑ho, bringt uns vom Geisterschiff weg!<br />
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So brachte das Schiff uns weder Reichtum, noch Ruhm oder Ehre, <br />
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denn es geistert weiter über Antamars Meere. <br />
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Unheimlich und still gleitet es übers Wasser, Nacht für Nacht, <br />
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und hat schon so manchen um den Schlaf gebracht. <br />
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''Refrain''
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Auf Matrosen, ohe! Alle Deck! <br />
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Jo‑ho, bringt uns vom Geisterschiff weg!<br />
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=='''Lieder des Herzens / Liebeslieder'''==
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In dieser Rubrik finden sich jene seltenen Stücke, die Walter nicht für Märkte, Tavernen oder Feste schrieb, sondern für einzelne Menschen, die ihm besonders am Herzen liegen. Diese Lieder sind persönlicher, leiser und oft in seinem heimischen Dialekt gehalten. Sie erzählen nicht von Heldentaten oder großen Ereignissen, sondern von Nähe, Zuneigung und auch von Schmerz in den stillen Momenten, in denen ein Barde nicht für die Welt singt – sondern für ein einziges Herz. Manche dieser Lieder trägt Walter nur im kleinen Kreis vor, andere bleiben fast geheim und werden nur denen anvertraut, die ihm wirklich etwas bedeuten.
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<div class="NavHead">Für mien Leevje</div>
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'''Hinweis:''' '''"För mien Leevje" ist ein persönliches Liebeslied, das Walter im Küstendialekt des Vellschen Städtebundes verfasst hat. Er schrieb es für Sprosse in einer stillen Stunde am Hafen von Vellhafen. Walter singt dieses Lied nicht öffentlich – es gehört zu den wenigen Stücken, die er nur im kleinen Kreis oder allein für die Person vorträgt, der sie gelten. Eine Fassung für Nicht‑Plattsprecher folgt im Anschluss.'''
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Wenn ik di seh, du mien leeve Deern,  <br />
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is vull mien Hart un leddig mien Hirn.  <br />
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Wenn ik in dien Ogen kiek, <br />
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warrt mi so warm – wat is dat för’n Trick? <br />
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Föhl bloot Glück un schöön Shiet,  <br />
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gah bloot nienich weg, man nimm mi mit. <br />
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Wenn mien Hand du höllst, warrt mi so warm, <br />
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mien Hart kloppt los – dat maakt Alarm. <br />
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Mien Mund so dröög, bün opgeregt,  <br />
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wat dat Geföhl sik ümmer legt? <br />
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Föhl bloot Glück un schöön Shiet,  <br />
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gah bloot nienich weg, man nimm mi mit. <br />
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Wenn du mi küsst, mien sööt Maid, <br />
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vergeet ik Ruum, vergeet ik Tied. <br />
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Steih dor as ’n Mast in’n Winterwind,  <br /> 
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de nich mehr weet, woneem he begint.  <br />
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Föhl bloot Glück un schöön Shiet,  <br />
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gah bloot nienich weg, man nimm mi mit.  <br />
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'''Für Nicht-Plattsprecher'''
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Wenn ich dich seh, du min leeve Deern, <br /> 
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ist voll mein Herz und leer mein Hirn. <br /> 
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Wenn ich in deine Augen kiek, <br /> 
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wird mir so warm- was ist das fürn Trick. <br /> 
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Fühle nur Glück und schönen Shiet, <br /> 
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geh bloß nie weg, sondern nimm mich mit. <br /> 
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Wenn meine Hand du hältst, wird mir so warm, <br /> 
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mein Herz klopft los, es macht Alarm, <br /> 
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Mein Mund so trocken, bin aufgeregt, <br /> 
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ob das Gefühl sich jemals legt? <br /> 
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Fühle nur Glück und schönen Shiet, <br /> 
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geh bloß nie weg, sondern nimm mich mit. <br /> 
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Wenn du mich küsst, meine süße Maid, <br /> 
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vergesse ich Raum, vergess ich Zeit.  <br /> 
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Steh da stocksteif, wie ein Mast im Winterwind<br /> 
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der nicht mehr weiß, wo er beginnt. <br /> 
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Fühle nur Glück und schönen Shiet, <br /> 
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geh bloß nie weg, sondern nimm mich mit. <br /> 
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<div class="NavHead">Worte wie Messer</div>
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'''Hinweis:''' '''"Worte wie Messer" ist ein persönliches Lied über Liebeskummer. Walter singt über Worte, über ein Urteil über seine Person, was ihn sehr verletzte.'''
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Ach Bruder, kennst du das? <br />
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Wenn Worte schneiden wie ein Messer, <br />
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scharf und tiefer als eine Klinge je stach? <br />
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Wie die Seele brennt nach erlittener Schmach, <br /> 
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wie es weiter bohrt, obwohl die Worte längst verklungen, <br />
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bis der rohe Schmerz die Herrschaft errungen? <br />
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''Ach Bruder, ich hörte wie du,'' <br />
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''früher diese Lieder unserer Mutter.'' <br />
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''Über die Minne und den Schmerz und die Pein,''<br />   
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''ich hörte sie wohl, wusste aber nicht,'' <br />
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''dass so hart wird, mich derart anficht.'' <br />
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''Auch bei mir .. auch bei mir  .. auch bei mir.'' <br />
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Ach Bruder kennst du das? <br />
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Wenn die Sehnsucht nach Worten, die heilen,<br />
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so schmerzt, als würd es in Stücke dich teilen? <br />
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Ach Bruder, ich war dumm und naiv, <br />
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deshalb traf mich das Messer so tief. <br /> 
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''Ach Bruder, ich hörte wie du,'' <br />
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''früher diese Lieder unserer Mutter.'' <br />
 +
''Über die Minne und den Schmerz und die Pein,''<br />   
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''ich hörte sie wohl, wusste aber nicht,'' <br />
 +
''dass so hart wird, mich derart anficht.'' <br />
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''Auch bei mir .. auch bei mir  .. auch bei mir.'' <br />
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Ach Bruder, kennst du das?<br />
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Ich hör ihre Stimme im Kopf, seh ihr liebes Gesicht,<br />
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und wünsch mir so sehr, dass sie wieder zu mir spricht.<br />
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Nicht mit Verachtung, nur wie zuvor,<br />
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mit Freude und Lachen, so warm wie ein Chor:<br />
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"So schöner Shiet, gah bloot nienich weg, man nimm mi mit!" <br />
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''Ach Bruder, ich hörte wie du,'' <br />
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''früher diese Lieder unserer Mutter.'' <br />
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''Über die Minne und den Schmerz und die Pein,''<br />   
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''ich hörte sie wohl, wusste aber nicht,'' <br />
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''dass so hart wird, mich derart anficht.'' <br />
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''Auch bei mir .. auch bei mir  .. auch bei mir.'' <br />
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=='''Hymnen und Festlieder'''==
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In diesen Stücken besingt Walter jene besonderen Augenblicke, in denen eine Gemeinschaft zusammenkommt: Feste, Wettbewerbe, Ehrentage oder einfach zu Momenten gemeinsamer Freude. Manche dieser Lieder wurden eigens für große Feiern geschaffen, andere haben sich wie von selbst zu Hymnen entwickelt, weil sie von vielen Stimmen getragen wurden. Sie erklingen in Tavernen, auf Plätzen, bei Umzügen und überall dort, wo Vellhafen lacht, tanzt und sein Herz zeigt. Manche dieser Lieder heben die Stimmung, laden zum Tanz ein oder vertreiben für einen Augenblick die Sorgen – und werden gerade deshalb zu einem Teil der lebendigen Festkultur der Stadt.
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<div class="NavHead">Wir sind freie Vellsche Städte ... </div>
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'''''Hinweis: "Wir sind freie Vellsche Städte ..." ist die heutige Hymne des Vellhafener Städtebundes.'''''<br />
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'''''Die Hymne besingt die Freiheit der Städte und ihren Zusammenhalt am Meer.'''''<br />
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Singend steh'n wir hier beisammen und geben allen kund,<br />
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unsere geliebte Heimat ist der Vellsche Städtebund.<br />
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Unsere Städte liegen am Meer und wir sind frei,<br />
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von der lang ertrag'nen Adelstyrannei.<br />
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Wir gehorchen keinem Kaiser, keinem König, keinem Graf,<br />
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hier sorgen gewählte Oldermänner für uns'ren ruhigen Schlaf.<br />
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Wir sind frei wie das Meer, wir sind frei wie der Wind,<br />
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sind froh, dass die Adligen im Grauland verblieben sind.<br />
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Der schöne Vellsche Adler, unser Flaggschiff, unser Stolz,<br />
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gebaut mit Sachverstand und Liebe aus eisenhartem Holz.<br />
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Er verteidigt unsere Städte, bewacht das ganze Meer, <br />
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Feinde und Piraten haben keine Chance mehr. <br />
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Wir haben uns geschworen, trotz Sturm und kalter Flut,<br />
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treu stehen wir zur Heimat, sie liegt uns heiß im Blut.<br />
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Am Meer sind wir geboren, am Wasser leben wir,<br />
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und so die Götter wollen, so sterben wir auch hier.<br />
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Mindans, Regga, Hammabourg und auch Novgora,<br />
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wir sind freie Vellsche Städte und das ist wunderbar!<br />
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Auch Lerbreck, Ismar und Strelasa singt es immerdar,<br />
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wir sind freie Vellsche Städte und das ist wunderbar!<br />
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Vellhafen, Orstoc, Brembourg das ist doch sonnenklar, <br />
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wir sind freie Vellsche Städte und das ist wunderbar! <br />
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<div class="NavHead">So frei ... </div>
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'''''Hinweis: Entstanden anlässlich der feierlichen Freilassung des von der Falknerin Margaretha Plankner aufgepäppelten Adlers Aetós.''''' <br />
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'''''Das Lied wurde beim großen Adlerfest vorgetragen, das von den Vellschen Einnetzadlern in Zusammenarbeit mit dem Vellhafener Kurier ausgerichtet wurde.''''' <br />
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Ein Adler muss fliegen, so frei, so frei,<br />
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dort droben am Himmel an den Wolken vorbei, <br />
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Ein Adler muss fliegen, hoch und noch höher hinauf,<br />
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fast bis zur Sonne, schwingt er sich auf. <br />
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Der Adler muss fliegen, stolz und unbeschwert, <br />
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mit gar scharfen Krallen ist der Vogel bewehrt. <br />
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Ein Adler muss fliegen, wachsam und munter, <br />
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hat er Beute erspäht, dann stürzt er hinunter. <br />
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Ein Adler muss fliegen, pfeilschnell und genau, <br />
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die Beute fangen, bevor sie verschwindet im Bau. <br />
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Ein Adler muss fliegen, lasst ihn frei, so frei, <br />
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ihr habt ihn großgezogen, doch nun ist es vorbei. <br />
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Ein Adler muss fliegen, so frei, so frei, <br />
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dort droben am Himmel an den Wolken vorbei. <br />
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<div class="NavHead">Tanz und sing mit mir ...</div>
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'''''Hinweis: Dieses Lied gehört zu Walters hellen Feststücken: ein Tanzlied, das Mut macht, die Sorgen vertreibt und Menschen in einem fröhlichen Kreis zusammenführt. Es wird oft in Tavernen und bei kleinen Feiern angestimmt, wenn jemand Trost braucht oder die Stimmung gehoben werden soll.''''' <br />
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Wenn der Alltag Kummer und Sorgen gebiert, <br /> 
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die dich drücken und plagen,<br />
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dann komm, lass uns tanzen, bis das Dunkel verliert, <br />
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für einen Moment all die Mühen verjagen.<br />
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'''''Tanz und sing mit mir, meine süße Maid,'''  <br />
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'''''wild und lachend im fröhlichen Kreis.'''''<br />
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'''''Lass uns vergessen des Tages Leid,'''''<br />
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'''''lass uns singen vor Freude, hell und nicht leis.'''''<br />
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Wenn die Schultern sinken, von Lasten beschwert, <br />
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und du bist mutlos statt keck,<br />
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dann komm, lass uns singen, wie das Herz es begehrt, <br />
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ein Lied, und sieh: Die Schwere ist weg.<br />
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'''''Tanz und sing mit mir, meine süße Maid,'''  <br />
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'''''wild und lachend im fröhlichen Kreis.'''''<br />
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'''''Lass uns vergessen des Tages Leid,'''''<br />
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'''''lass uns singen vor Freude, hell und nicht leis.'''''<br />
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Wenn das Leben uns beutelt und hart mit uns spricht, <br />
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wenn quälende Gedanken sich regen,<br />
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dann komm, tanz mit mir – hier weint man nicht,<br />
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lass uns singend die Sorgen hinfort fegen.<br />
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'''''Tanz und sing mit mir, meine süße Maid,'''  <br />
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'''''wild und lachend im fröhlichen Kreis.'''''<br />
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'''''Lass uns vergessen des Tages Leid,'''''<br />
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'''''lass uns singen vor Freude, hell und nicht leis.'''''<br />
  
 
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<div class="NavHead">Das Lumpensammlerlied des Willem Willink</div>
 
<div class="NavHead">Das Lumpensammlerlied des Willem Willink</div>
 
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'''Hinweis: "Das Lumpensammlerlied des Willem Willink" ist ein Gassenlied über einen Lumpen- und Hadersammler aus Vellhafen. Walter schrieb es nach einer Begegnung mit dem realen Willem Willink. Das Lied zeichnet ein humorvolles aber ehrliches Bild seines harten Alltags und gehört zu Walters bekanntesten Stücken über das Leben der einfachen Leute. '''
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Mein Gott Pares hat mich verdammt auf Erden, <br />
 
Mein Gott Pares hat mich verdammt auf Erden, <br />
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<div class="NavHead">Anne Samthaut und der hungrige Bilibo</div>
 
<div class="NavHead">Anne Samthaut und der hungrige Bilibo</div>
 
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'''Hinweis: "Anne Samthaut und der hungrige Bilibo" ist ein humorvolles Erzählgedicht über die Halblingsfrau Anne Samthaut aus Altpforten und den Halbling Bilibo Binsofroh aus Huggelshausen. Das Lied beschreibt auf augenzwinkernde Weise, wie ihre gemeinsame Liebe zu Kuchen und Torten sie zusammenführte und schließlich zu einer kleinen Familie werden ließ. Es gehört zu Walters heiteren Stücken über das Alltagsleben einfacher Leute.'''
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Anne Samthaut , Halblingsfrau aus Altpforten , <br />
 
Anne Samthaut , Halblingsfrau aus Altpforten , <br />
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Und die Moral von der Geschicht? <br />
 
Und die Moral von der Geschicht? <br />
 
Das tut mir Leid. Die gibt es nicht. <br />
 
Das tut mir Leid. Die gibt es nicht. <br />
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<div class="NavHead">Salz muss in die Suppe ... </div>
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'''Hinweis: "Salz muss in die Suppe " ist ein Küchenlied über das rechte Maß beim Salzen und deutet leise an, dass ein „Zu viel“ nicht nur beim Essen schiefgehen kann.'''
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Salz muss in die Suppe, muss rein, muss rein.<br />
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Doch bedenkt, ihr lieben Leut, zu viel darf es nicht sein.<br />
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Salz muss auch ins Brot, tut not, tut not.<br />
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Doch bloß nicht vergessen: subtil – und nicht zu viel.<br />
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Denn ein Zuviel ist niemals gut,<br />
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verdirbt das Essen, nimmt den Mut.<br />
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Ein bisschen reicht, dann schmeckt es fein –<br />
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so soll’s bei allen Dingen sein.<br />
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Zu viel Salz auf den Fisch, tu es nich, tu es nich.<br />
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Nur ein wenig darf es sein, salze fein.<br />
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Salz muss auch aufs Ei, streu es drauf, streu es drauf.<br />
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Doch gib auf die Menge Acht und salze mit Bedacht.<br />
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Denn ein Zuviel ist niemals gut,<br />
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verdirbt das Essen, nimmt den Mut.<br />
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Ein bisschen reicht, dann schmeckt es fein –<br />
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so soll’s bei allen Dingen sein. <br />
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da nannte er sich einen Dichter <br />
 
da nannte er sich einen Dichter <br />
 
und blieb den ganzen Tag daheim. <br />
 
und blieb den ganzen Tag daheim. <br />
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Da war einst ein Krieger in '''Eisentrutz''',<br />
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der haute im Gasthaus enorm auf den Putz,<br />
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Der Schanktisch der wackelt, der Wirt nicht lang fackelt<br />
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haute einmal nur zu, da gab er dann Ruh,<br />
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der Krieger, der trunkene Nichtsnutz.<br />
  
  

Aktuelle Version vom 4. Juli 2026, 10:23 Uhr


Inhaltsverzeichnis

Walter von der Salzwiese – Barde aus Ismar

Walter von der Salzwiese gilt als einer der hoffnungsvollsten jungen Spielleute Vellhafens. Mit seinen gerade einmal 22 Jahren hat er sich bereits einen Ruf erarbeitet, der manch älteren Barden neidisch werden lässt. Freundlich im Wesen, mit einer klaren, warmen Stimme und einem Talent, das Zuhörer mühelos in seinen Bann zieht, ist er in Schenken, auf Märkten und bei Festen gern gesehen.

Sein erstes Werk, „Das Lied von Brunihild“, verbreitete sich rasch über die Grenzen Ismars hinaus und wurde zu einem antamarweit bekannten Gassenhauer. Schon als Junge schickte Walter seine Verse und Melodien an den Vellhafener Kurier und erhielt dort früh Anerkennung für seine Dicht- und Vortragskunst. Später lud der Kurier den jungen Mann nach Vellhafen ein. Walter folgte dem Ruf nur zu gern und zeigt seine Kunst nun hier in der größten und führenden Stadt des Städtebundes.

Herkunft und Familie

Walter stammt aus Ismar, wo sein Vater Hein von der Salzwiese einen erfolgreichen Hof bewirtschaftet. Die Schafe der Familie grasen auf den salzhaltigen Wiesen Ismars, was dem Fleisch der berühmten Salzlämmer einen besonderen Geschmack verleiht. Wohlstand und Fleiß prägen Walters Herkunft, und es mangelte der Familie nie an etwas.

Sein künstlerisches Talent verdankt Walter vor allem seiner Mutter Irina, die einst als Bardin unter dem Beinamen „Die Lerche aus Ismar“ bekannt war. Sie tritt heute nicht mehr öffentlich auf, doch ihre Stimme und ihr Gespür für Melodie leben in ihrem Sohn weiter. Walters Brüder hingegen blieben der Landwirtschaft treu und führen den elterlichen Hof fort.

Hinweis

Die hier aufgeführten Lieder und Verse stammen — mit wenigen Ausnahmen (die aber immer extra gekennzeichnet sind) — aus meiner eigener Feder. Der Barde Walter von der Salzwiese wird im Spiel von mir verkörpert. Tica

Balladen

Walters Balladen erzählen von Liebe, Schicksal, Heldentum und den stillen Tragödien des Alltags. Sie sind länger gefasste Erzählgedichte, die oft auf wahren Begebenheiten beruhen oder von alten Sagen inspiriert wurden. Mit klarer Stimme und feinem Gespür für Stimmung trägt Walter sie auf Märkten, in Schenken und bei Festen vor.

Seemannslieder/Shanties

In dieser Rubrik sammelt Walter jene Lieder, die nach Salz, Wind und dem Meer klingen. Es sind Stücke, die auf Deck, in Hafenkneipen oder beim Rudern gesungen werden. Sie erzählen von Walfang, Sturmfahrten, Geisterschiffen und all den Geschichten, die Matrosen einander bei Rum und Laternenlicht zuflüstern. Manche dienen dem Takt beim Arbeiten, andere dem Mut in dunklen Nächten, wieder andere einfach der guten Laune an Bord. Es sind Lieder, die jeder mitsingen kann, ohne den Text kennen zu müssen – denn die See braucht keine feinen Worte, nur starke Stimmen.

Lieder des Herzens / Liebeslieder

In dieser Rubrik finden sich jene seltenen Stücke, die Walter nicht für Märkte, Tavernen oder Feste schrieb, sondern für einzelne Menschen, die ihm besonders am Herzen liegen. Diese Lieder sind persönlicher, leiser und oft in seinem heimischen Dialekt gehalten. Sie erzählen nicht von Heldentaten oder großen Ereignissen, sondern von Nähe, Zuneigung und auch von Schmerz in den stillen Momenten, in denen ein Barde nicht für die Welt singt – sondern für ein einziges Herz. Manche dieser Lieder trägt Walter nur im kleinen Kreis vor, andere bleiben fast geheim und werden nur denen anvertraut, die ihm wirklich etwas bedeuten.

Hymnen und Festlieder

In diesen Stücken besingt Walter jene besonderen Augenblicke, in denen eine Gemeinschaft zusammenkommt: Feste, Wettbewerbe, Ehrentage oder einfach zu Momenten gemeinsamer Freude. Manche dieser Lieder wurden eigens für große Feiern geschaffen, andere haben sich wie von selbst zu Hymnen entwickelt, weil sie von vielen Stimmen getragen wurden. Sie erklingen in Tavernen, auf Plätzen, bei Umzügen und überall dort, wo Vellhafen lacht, tanzt und sein Herz zeigt. Manche dieser Lieder heben die Stimmung, laden zum Tanz ein oder vertreiben für einen Augenblick die Sorgen – und werden gerade deshalb zu einem Teil der lebendigen Festkultur der Stadt.

Gassen- und Handwerkslieder

In diesen Liedern besingt Walter das Leben der einfachen Leute: Handwerker, Händler, Hafenarbeiter und all jene, die in den Straßen und Gassen Vellhafens ihren Alltag bestreiten. Die Stücke sind oft humorvoll, manchmal rau, aber stets voller Wärme für die Menschen, die sie porträtieren. Viele davon entstanden unterwegs, zwischen Marktständen, Werkstätten und Tavernen.

Schmäh- und Spottlieder

Hier versammelt Walter von der Salzwiese all jene Lieder, in denen er mit fröhlicher Frechheit an Kronen, Krägen und Amtsketten zupft. Ob eitler Edelmann, überhebliche Amtsperson oder eine politische Entscheidung, die mehr Schatten als Glanz wirft – niemand ist vor Walters spitzem Humor sicher. Seine Spottlieder sind weniger Anklage als Kunststück: kleine musikalische Sticheleien, die Missgeschicke, Übertreibungen und Fehltritte in heitere Reime verwandeln. Mal neckisch, mal schelmisch, mal überraschend treffend – doch immer mit einem Lächeln, das zeigt, dass selbst die Mächtigen über sich lachen dürfen.

Belbrücks

Belbrücks sind kurze, scherzhafte Fünfzeiler, die in Antamar weit verbreitet sind. Walter sammelt sie seit seiner Jugend und dichtet selbst unzählige neue, meist über Orte, Menschen oder Begebenheiten, die ihm auf seinen Reisen begegnen. Sie folgen einer festen Reimform und werden in Tavernen gern laut mitgesprochen — oft zur großen Freude des Publikums.