Ein irdischer == Beschreibung ==Die Ulme ist ein mächtiger, sommergrüner Laubbaum, der Wuchshöhen von bis zu vierzig Schritt erreichen kann und sich durch eine stattliche, oft unregelmäßig gewölbte Krone auszeichnet. Markant sind ihre wechselständig angeordneten Blätter, die eine charakteristische, asymmetrische Blattrasis aufweisen – eine Blatthälfte ist am Stielansatz stets kürzer als die andere. Die Blattränder sind scharf doppelt gesägt, und die Oberseite fühlt sich oft rau an. Die Rinde junger Bäume ist zunächst glatt und graubraun, entwickelt jedoch im Laufe der Jahrzehnte eine tief rissige, korkartige und widerstandsfähige Borke. Noch vor dem Blattaustrieb im zeitigen Frühjahr erscheinen die büscheligen, unauffälligen Blüten, aus denen sich flache, ringsum geflügelte Nussfrüchte entwickeln, die vom Wind verbreitet werden. == Vorkommen ==Die Ulme ist ein sehr anpassungsfähiger Baum, der vor allem feuchte, nährstoffreiche und tiefgründige Böden in Flussauen, Mischwäldern und an Hügelhängen schätzt. Sie ist über weite Teile Antamars verbreitet. Große Wildbestände finden sich in den waldreichen Tälern von Emreia und entlang der großen Flussläufe in den Handelsrepubliken. Doch selbst im kühleren Klima der kargen Nordreiche trotzt sie in geschützten Tälern dem Wind. Im Süden, wie in den Ausläufern des Sultanats Izthalûn, ist sie seltener anzutreffen und beschränkt sich dort meist auf die kühleren Gebirgslagen oder die Uferzonen lebensspendender Oasen. == Nutzung ==Aufgrund der außergewöhnlichen Zähigkeit und Elastizität ihrer Fasern ist die Ulme in allen Kulturkreisen Antamars ein hochgeschätzter Rohstofflieferant. === Handwerk & Alltagsnutzen ===Das Holz der Ulme, im Fachjargon der Handwerker oft als Rüsternholz bezeichnet, zeichnet sich durch eine extreme Spaltfestigkeit und Zähigkeit aus. Es verzieht sich unter Wasser kaum, weshalb es im Schiffbau der Handelsrepubliken für Kielschweine, Ruderblätter und Mühlenräder unverzichtbar ist. Wagner und Stellmacher nutzen es bevorzugt für die Herstellung von hochbelasteten Wagenrädern, Achsen und Speichen. Auch im Bogenbau findet die Ulme traditionell Verwendung, da ihre elastischen Holzfasern den enormen Zugkräften von Langbögen standhalten, ohne zu splittern. === Heilkunde & Alchemie ===In der antamarischen Heilkunde wird vor allem die innere, schleimreiche Rinde (der Bast) junger Ulmenzweige genutzt. Als Absud zubereitet, ergeben diese Rindenstücke ein schleimlösendes Mittel, das bei festsitzendem Husten, Halsentzündungen und Magenverstimmungen verabreicht wird. Äußerlich angewendet helfen Ulmenrinden-Umschläge, eiternde Wunden zu reinigen und Entzündungen zu hemmen. Alchemisten nutzen fein gemörserte Ulmenrinde als natürliches Bindemittel, um flüssigen Elixieren eine zähflüssige, stabile Konsistenz zu verleihen, was besonders bei der Herstellung von langanhaltenden Gegengiften von Vorteil ist. === Magie & Ritus ===In der aktiven Magie gilt die Ulme als Symbol des Schutzes, der Standhaftigkeit und des elementaren Gleichgewichts. Da das Holz selbst unter stärksten mechanischen Belastungen nicht bricht, nutzen Artefaktbauer Ulmenholz als Basis für Schutzartefakte, die physische Schäden oder kinetische Einschläge absorbieren sollen. Magier, die sich auf die Bannung von Wesenheiten oder den Schutz vor Naturkatastrophen spezialisiert haben, verwenden aus Ulmenholz geschnitzte Zauberfokusse, um ihre Barriere- und Abwehrzauber zu stabilisieren. In rituellen Praktiken werden Ulmenblätter zudem verbrannt, um den Geist zu erden und die magische Konzentration vor aufwendigen Beschwörungen im Flusslauf der Astralkräfte zu festigen. [[Kategorie:Antamarische Flora]]