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Liedgut des Barden Walter von der Salzwiese

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Balladen
Havlind, Wächterin über Salz und Zeit, <br />
bringt Sanftmut und Frieden, ihr Ruf trägt weit. <br />
 
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<div class="NavHead">Flocke, mein verrücktes Schaf</div>
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'''''Hinweis: Eine humorvolle Volksballade aus Ismar, die von den Eskapaden des berüchtigten Salzwiesen-Schafs ‚Flocke‘ erzählt. Das Lied gilt als eines der beliebtesten Werke Walters und wird häufig auf Märkten und in Schenken vorgetragen ''''' <br />
 
 
Lady Flocke, die verrückte Socke, ist mein Lieblingsschaf,<br />
dabei ist sie alles andere, nur niemals lieb und brav. <br />
Ihre Neugier treibt sie ständig in neue Abenteuer,<br />
so langsam aber sicher wird das für mich mächtig teuer. <br />
Was sie erlebt, das wollt ihr hören? Wird gemacht! <br />
Hört mir nur zu und wehe jemand lacht! <br />
 
Just vor drei Tagen ist Flocke ins Badehaus gegangen, <br />
im warmem Wasser einmal tauchen, das war ihr Verlangen.<br />
Sie blökte vor Vergnügen: "Mäh!", doch die Menschen machten "Bäh!" <br />
Denn Flocke hat ohne schlechtes Gewissen, einfach in die Bütt geschissen. <br />
Die Strafe die betrug drei Gulden, <br />
gehört ab sofort zu meinen Schulden.<br />
 
 
'''Refrain:''' <br />
''Oh Flocke, du geliebtes, doch verrücktes Schaf,''<br />
''sei doch endlich einmal brav.''<br />
''Mein Geldbeutel wird leer und leerer,''<br />
''und meine Sorgen immer schwerer.''<br />
''Statt zu grasen auf der Wiese,''<br />
''lautet stets deine Devise:''<br />
''"Mäh! Ich muss los - will Abenteuer!"''<br />
''Doch für mich wird es zu teuer.''<br />
 
 
Am nächsten Tag ging sie zum Schmied, ganz ungeniert. <br />
Auf der Werkbank lag sein Werkzeug, gut sortiert. <br />
Flocke stupste mit der Nase sacht, <br />
wie so ein Schaf das nun mal macht, <br />
das gute Werkzeug ins Schmiedefeuer, <br />
verdammt, es war so gut und teuer! <br />
 
Der Schmied, der fluchte wie ein Bär,<br />
doch Lady Flocke nahm es nicht schwer.<br />
Sie blökte stolz: "Das wollt’ ich schon,<br />
ein Werkzeug mit ’nem neuen Ton!"<br />
Nun schulde ich dem Schmied drei Gulden und neun Taler,<br />
mein Vermögen wieder schmaler. <br />
 
 
'''Refrain:''' <br />
''Oh Flocke, du geliebtes, doch verrücktes Schaf,''<br />
''sei doch endlich einmal brav.''<br />
''Mein Geldbeutel wird leer und leerer,''<br />
''und meine Sorgen immer schwerer.''<br />
''Statt zu grasen auf der Wiese,''<br />
''lautet stets deine Devise:''<br />
''"Mäh! Ich muss los - will Abenteuer!"''<br />
''Doch für mich wird es zu teuer.''<br />
 
 
Gestern dann, oh welch ein Graus, <br />
büxte sie zum Hafen aus. <br />
Sie stand auf einem Fischerboot, <br />
als wär’s ihr Platz – ganz ohne Not. <br />
"Bei allen Göttern! Was ist das?" <br />
schrie der Fischer und wurde blass. <br />
 
Und wieder zahl ich – ach du Schreck – <br />
denn der halbe Fang war weg.<br />
Flocke hatte zerkaut das Netz,<br />
und den Fischer so entsetzt.<br />
Er wollte für den Schaden fünfzehn Gulden,<br />
Flocke erhöht so meine Schulden.<br />
 
 
'''Refrain:''' <br />
''Oh Flocke, du geliebtes, doch verrücktes Schaf,''<br />
''sei doch endlich einmal brav.''<br />
''Mein Geldbeutel wird leer und leerer,''<br />
''und meine Sorgen immer schwerer.''<br />
''Statt zu grasen auf der Wiese,''<br />
''lautet stets deine Devise:''<br />
''"Mäh! Ich muss los - will Abenteuer!"''<br />
''Doch für mich wird es zu teuer.''<br />
 
 
Nun muss ich gucken wo sie ist, <br />
sie macht bestimmt schon wieder Mist.<br />
Oh Graus, sie ist bei meinen Bäcker <br />
und blökt: "Das Brot! Es riecht so lecker!<br />
 
Kaum bin ich dort angekommen, <br />
hab ich dem Geschrei entnommen,<br />
zu spät, es ist passiert, <br />
Flocke steht da ungerührt,<br />
mit Krümeln von dem Brot verziert.<br />
 
Der Bäcker brüllt: "Kein Brot mehr, alle müssen schmachten,<br />
dieses Schaf solltest du schlachten!<br />
Den Schaden, den bezahlst du mir,<br />
zwanzig Gulden will ich - jetzt und hier!" <br />
 
 
'''Refrain:''' <br />
''Oh Flocke, du geliebtes, doch verrücktes Schaf,''<br />
''sei doch endlich einmal brav.''<br />
''Mein Geldbeutel wird leer und leerer,''<br />
''und meine Sorgen immer schwerer.''<br />
''Statt zu grasen auf der Wiese,''<br />
''lautet stets deine Devise:''<br />
''"Mäh! Ich muss los - will Abenteuer!"''<br />
''Doch für mich wird es zu teuer.''<br />
 
 
Nun steh ich hier, erzähle euch meine Sorgen.<br />
Kein Gold mehr im Beutel, musste mir schon was borgen.<br />
Doch Lady Flocke, das verrückte Tier,<br />
soll ich schlachten? Nein, sie bleibt bei mir! <br />
 
Hab sie mit der Flasche ernährt, als Lämmchen, mutterlos, <br />
und dachte, dieses Wollknäuel kriegst du schon groß. <br />
Das habe ich geschafft, nun ist sie ein stolzes Schaf, <br />
und ich hab sie lieb, auch wenn sie nicht so brav. <br />
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