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Liedgut des Barden Walter von der Salzwiese

10.258 Bytes hinzugefügt, 15:29
Balladen
denn der landet bei dir auf Bart und dem Kopf, <br />
und alle lachen laut über dich, du armer Tropf.<br />
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<div class="NavHead">Der Zwerg und die drei Prüfungen</div>
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'''''Hinweis: Diese Ballade basiert lose auf einem derben irdischen Witz, der in Mittelalterforen kursiert.''''' <br />
'''''Die gereimte Fassung stammt von Tica.'''''<br />
 
Da waren wilde Orks, ein Trupp, ein schlimmer, <br />
sorgten beim Gegner für Gewimmer, <br />
Sie fingen einen Menschen ein <br />
und auch ein grimmig Zwergelein. <br />
Sowie 'nen Elf mit seinem Bogen, <br />
haben sie an Land gezogen. <br />
 
Der Ork-Anführer sprach zu den dreien: <br />
"Wenn ihr euch selbst wollt befreien, <br />
ihr müsst tun drei Dinge schwer, <br />
schafft ihr's nicht, lebt ihr nicht mehr. <br />
Schafft ihr jedoch alle drei, <br />
dann lass ich euch tatsächlich frei!" <br />
 
"Das erste Ding: Ihr müsst viel saufen, <br />
und dann ohne lang' verschnaufen, <br />
das zweite Ding: 'nem Bär die Pranken brechen, <br />
das sein sehr schwer, ich kann versprechen. <br />
Das dritte Ding: Ihr kriegt ein Jüngferlein, <br />
nach eurem Besuch sie darf keins mehr sein! <br />
Also was ist? Wollt machen ihr? <br />
Dann geht in diese Zelte hier!" <br />
 
Der Elf strafft sich, steht und geht <br />
ins erste Zelt mit 'nem Fass Met. <br />
Er säuft und säuft, kein Met gewöhnt, <br />
Wankt halbtot raus, er kotzt und stöhnt. <br />
Die Orken kennen kein Erbarmen, <br />
erschlagen ihn, den Elf, den Armen. <br />
 
Der Mensch, ein großer Kriegersmann, <br />
versucht das Met und sieh mal an: <br />
Es geht! Er torkelt zwar, aber er steht. <br />
Die Ork-Anführer nickt und sagt: "War schwer, <br />
nun noch schwerer, geh zum Bär!" <br />
Der Mensch geht rein ins Zelt zum Bär, <br />
doch raus, das kam er nimmer mehr! <br />
Er wurde daraus tot geborgen, <br />
nun ist er ledig aller Sorgen. <br />
 
Nun geht der Zwerg ganz siegessicher, <br />
ins Zelt zum Met, mit viel Gekicher. <br />
Säuft alles aus, kommt winkend 'raus <br />
und erntet von den Orks Applaus. <br />
Nun zu Ding zwei, dem Bären, <br />
den will der Zwerg nun auch beehren, <br />
die Orken sehen das Zelt wild schwanken, <br />
Nicken, sind ganz in Gedanken an die starken Bärenpranken. <br />
 
Dann Ruhe und als wär's das normalste Ding auf der Welt, <br />
kommt 'raus der Zwerg, ganz unversehrt aus dem nun stillen Bärenzelt, <br />
"Das wär' geschafft, es war recht schwer, <br />
doch schafft mir nun die Jungfer her, <br />
Muss ihr ja doch noch die Arme brechen, <br />
Dann bin ich frei, so lautete euer Versprechen!" <br />
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<div class="NavHead">Havlind, die Möwe </div>
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'''''Hinweis: Dieses Lied stammt nicht aus der Feder des Barden Walter von der Salzwiese. Es ist ein Erbstück seiner Mutter Irina, die als „Lerche aus Ismar“ bekannt war und es häufig sang. Walter übernahm es später in sein Repertoire und machte es in Vellhafen und Umgebung bekannt. ''''' <br />
 
 
Von Havlind, der Möwe, will ich für euch singen,<br />
von der Magie, die sie nach Ismar gebracht,<br />
auf silbernen Schwingen,<br />
inmitten der Nacht.<br />
 
Havlind, die Schwester aus dem fernen Licht,<br />
wenn das Meer tobt und die Welle bricht,<br />
wenn die Schiffe drohen, unterzugehen,<br />
dann kann Havlind die Götter sehen.<br />
 
Sie schwebt hoch oben über dem stürmischen Geschehn,<br />
ihr Flug ist ein Lied, das die Winde drehn.<br />
Es legt sich der Sturm, das Wasser wird still —<br />
das alles geschieht, weil Havlind es will.<br />
 
Mit sanfter Magie hat sie Wind und Wellen geführt,<br />
die Seeleute im Sturm haben etwas gespürt.<br />
Eine Ahnung von Schicksal und höherer Macht, <br />
die ihnen hier die Rettung gebracht. <br />
 
Doch Havlind, die hat niemand gesehn,<br />
still ließ sie dieses Wunder geschehn.<br />
Havlind, die Möwe klein und unerkannt,<br />
hat sie die Menschen geschützt, den Sturm gebannt. <br />
 
Sie wacht über das Meer und Insel, die meine Heimat ist.<br />
Sie will, dass ihr glaubt — aber nicht wisst.<br />
Havlind, Wächterin über Salz und Zeit, <br />
bringt Sanftmut und Frieden, ihr Ruf trägt weit. <br />
 
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<div class="NavHead">Flocke, mein verrücktes Schaf</div>
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'''''Hinweis: Eine humorvolle Volksballade aus Ismar, die von den Eskapaden des berüchtigten Salzwiesen-Schafs ‚Flocke‘ erzählt. Das Lied gilt als eines der beliebtesten Werke Walters und wird häufig auf Märkten und in Schenken vorgetragen ''''' <br />
 
 
Lady Flocke, die verrückte Socke, ist mein Lieblingsschaf,<br />
dabei ist sie alles andere, nur niemals lieb und brav. <br />
Ihre Neugier treibt sie ständig in neue Abenteuer,<br />
so langsam aber sicher wird das für mich mächtig teuer. <br />
Was sie erlebt, das wollt ihr hören? Wird gemacht! <br />
Hört mir nur zu und wehe jemand lacht! <br />
 
Just vor drei Tagen ist Flocke ins Badehaus gegangen, <br />
im warmem Wasser einmal tauchen, das war ihr Verlangen.<br />
Sie blökte vor Vergnügen: "Mäh!", doch die Menschen machten "Bäh!" <br />
Denn Flocke hat ohne schlechtes Gewissen, einfach in die Bütt geschissen. <br />
Die Strafe die betrug drei Gulden, <br />
gehört ab sofort zu meinen Schulden.<br />
 
 
'''Refrain:''' <br />
''Oh Flocke, du geliebtes, doch verrücktes Schaf,''<br />
''sei doch endlich einmal brav.''<br />
''Mein Geldbeutel wird leer und leerer,''<br />
''und meine Sorgen immer schwerer.''<br />
''Statt zu grasen auf der Wiese,''<br />
''lautet stets deine Devise:''<br />
''"Mäh! Ich muss los - will Abenteuer!"''<br />
''Doch für mich wird es zu teuer.''<br />
 
 
Am nächsten Tag ging sie zum Schmied, ganz ungeniert. <br />
Auf der Werkbank lag sein Werkzeug, gut sortiert. <br />
Flocke stupste mit der Nase sacht, <br />
wie so ein Schaf das nun mal macht, <br />
das gute Werkzeug ins Schmiedefeuer, <br />
verdammt, es war so gut und teuer! <br />
 
Der Schmied, der fluchte wie ein Bär,<br />
doch Lady Flocke nahm es nicht schwer.<br />
Sie blökte stolz: "Das wollt’ ich schon,<br />
ein Werkzeug mit ’nem neuen Ton!"<br />
Nun schulde ich dem Schmied drei Gulden und neun Taler,<br />
mein Vermögen wieder schmaler. <br />
 
 
'''Refrain:''' <br />
''Oh Flocke, du geliebtes, doch verrücktes Schaf,''<br />
''sei doch endlich einmal brav.''<br />
''Mein Geldbeutel wird leer und leerer,''<br />
''und meine Sorgen immer schwerer.''<br />
''Statt zu grasen auf der Wiese,''<br />
''lautet stets deine Devise:''<br />
''"Mäh! Ich muss los - will Abenteuer!"''<br />
''Doch für mich wird es zu teuer.''<br />
 
 
Gestern dann, oh welch ein Graus, <br />
büxte sie zum Hafen aus. <br />
Sie stand auf einem Fischerboot, <br />
als wär’s ihr Platz – ganz ohne Not. <br />
"Bei allen Göttern! Was ist das?" <br />
schrie der Fischer und wurde blass. <br />
 
Und wieder zahl ich – ach du Schreck – <br />
denn der halbe Fang war weg.<br />
Flocke hatte zerkaut das Netz,<br />
und den Fischer so entsetzt.<br />
Er wollte für den Schaden fünfzehn Gulden,<br />
Flocke erhöht so meine Schulden.<br />
 
 
'''Refrain:''' <br />
''Oh Flocke, du geliebtes, doch verrücktes Schaf,''<br />
''sei doch endlich einmal brav.''<br />
''Mein Geldbeutel wird leer und leerer,''<br />
''und meine Sorgen immer schwerer.''<br />
''Statt zu grasen auf der Wiese,''<br />
''lautet stets deine Devise:''<br />
''"Mäh! Ich muss los - will Abenteuer!"''<br />
''Doch für mich wird es zu teuer.''<br />
 
 
Nun muss ich gucken wo sie ist, <br />
sie macht bestimmt schon wieder Mist.<br />
Oh Graus, sie ist bei meinen Bäcker <br />
und blökt: "Das Brot! Es riecht so lecker!<br />
 
Kaum bin ich dort angekommen, <br />
hab ich dem Geschrei entnommen,<br />
zu spät, es ist passiert, <br />
Flocke steht da ungerührt,<br />
mit Krümeln von dem Brot verziert.<br />
 
Der Bäcker brüllt: "Kein Brot mehr, alle müssen schmachten,<br />
dieses Schaf solltest du schlachten!<br />
Den Schaden, den bezahlst du mir,<br />
zwanzig Gulden will ich - jetzt und hier!" <br />
 
 
'''Refrain:''' <br />
''Oh Flocke, du geliebtes, doch verrücktes Schaf,''<br />
''sei doch endlich einmal brav.''<br />
''Mein Geldbeutel wird leer und leerer,''<br />
''und meine Sorgen immer schwerer.''<br />
''Statt zu grasen auf der Wiese,''<br />
''lautet stets deine Devise:''<br />
''"Mäh! Ich muss los - will Abenteuer!"''<br />
''Doch für mich wird es zu teuer.''<br />
 
 
Nun steh ich hier, erzähle euch meine Sorgen.<br />
Kein Gold mehr im Beutel, musste mir schon was borgen.<br />
Doch Lady Flocke, das verrückte Tier,<br />
soll ich schlachten? Nein, sie bleibt bei mir! <br />
 
Hab sie mit der Flasche ernährt, als Lämmchen, mutterlos, <br />
und dachte, dieses Wollknäuel kriegst du schon groß. <br />
Das habe ich geschafft, nun ist sie ein stolzes Schaf, <br />
und ich hab sie lieb, auch wenn sie nicht so brav. <br />
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Da war einst ein Fleischer in '''Ismar''', <br />
dessen Ware einfach nur Mist war, <br />
seine Würste schmeckten zum Kotzen, <br />
da taten die Kunden oft motzen, <br />
sein Name war Thönn Jes, war ja eh klar. <br />
 
 
Einen Burschen aus '''Mindans''' quälte das Verlangen, <br />
zur Liebsten zu eilen, auf dem Weg lagen Schlangen. <br />
Eines von den Dingern hat ihn gebissen, <br />
da hat er vor Angst in die Buxe geschissen, <br />
und das Verlangen war ihm gründlich vergangen. <br />
 
 
Ein Bäckergeselle aus '''Lerbreck''', <br />
der traf auf ner Wiese nen Heuschreck. <br />
Da rastetete er wild und doll aus, <br />
landete - logisch - im Tollhaus. <br />
Die Lerbrecker sagen: Nu isser weg, der Jeck!<br />
 
 
Theodius, ein Geweihter aus '''Breggans''', <br />
fing einst eine Schneegans, <br />
Er wollte sie rupfen, braten und essen, <br />
doch er hat dabei ganz vergessen: <br />
Er lebt ja streng nach Vegans! <br />
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für Salami war er immer bereit, <br />
und verschlang sie rasant wie'n Tsunami. <br />
 
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<div class="NavHead">Eiskönigreich</div>
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Da war einst ein Drache im Eise, <br />
der machte sich auf die Reise, <br />
von Nordhaar bis zur Stadt '''Eiswind''', <br />
"Ein Drache!" schrie laut ein Elfenkind. <br />
der Drache zog wieder ab, das war weise. <br />
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