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	<title>AntamarWiki - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<updated>2026-04-05T00:46:43Z</updated>
	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://wiki.antamar.eu/index.php?title=Vellhafen&amp;diff=126682</id>
		<title>Vellhafen</title>
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		<updated>2026-03-30T12:37:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tica: /* Küche */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Stadtbox &lt;br /&gt;
 |status=Eingebaut + Anreisbar&amp;lt;!--Erstellung/Eingebaut/Anreisbar--&amp;gt; &lt;br /&gt;
 |name=Vellhafen&amp;lt;!--Nur ersetzen wenn nicht gleich Seitenname--&amp;gt;&lt;br /&gt;
 |wappen=StadtVellhafen.jpg&amp;lt;!--Nur wenn ungleich Wappen_name.png; wenn kein Wappen benötigt nein einfügen --&amp;gt; &lt;br /&gt;
 |einwohner=49.000&lt;br /&gt;
 |marktrecht=Ja&lt;br /&gt;
 |hafen=Ja&lt;br /&gt;
 |kontinent=Anteria&lt;br /&gt;
 |kultur=Mittelländer&lt;br /&gt;
 |land=Vellhafener Städtebund&lt;br /&gt;
 |provinz=&lt;br /&gt;
}} &lt;br /&gt;
[[Bild:vellhafen.png|thumb|right|200px|Wappen der Stadt Vellhafen.]]&lt;br /&gt;
== Allgemein ==&lt;br /&gt;
Vellhafen auf der Insel Vellheim gelegen, ist die führende Stadt im Städtebund. Durch ihre zahlreichen Bewohner und Besucher entsteht hier ein ständiges Kommen und Gehen. Besonders interessant und eindrucksvoll ist der große Hafen, in dem bei Tag und Nacht ein reges Treiben herrscht. Ständig legen Schiffe aus ganz Antamar hier an und bringen neue Handelsgüter, welche zum Teil direkt wieder verladen und verschifft werden. Über allem thront die &amp;quot;[[Adler von Vellhafen]]&amp;quot;, welche an ihrem Liegeplatz eine imposante Erscheinung bietet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehr berüchtigt ist auch das Nachtleben in dieser riesigen Stadt, da ständig abenteuerlustige Seefahrer durch die Straßen streifen. Erst kürzlich wurde sogar ein illegaler Schwarzmarkthandel ausgehoben, aber es wird gemunkelt, dass die Hehler dafür umso dreister in einem anderen Ort des Städtebundes fortgesetzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herkunft des Namens ===&lt;br /&gt;
unbekannt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sonstiges ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wappen:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; 16-strahlige, weiße Kompassrose auf blauem Grund&lt;br /&gt;
* Stadt des Vellhafener Bundes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Küche ====&lt;br /&gt;
Die einfachen und ärmeren Leute essen gerne die traditionellen Gerichte , die wohlhabenderen und reichen Pfeffersäcke ebenso, bereichern ihre Tafeln aber auch mit exotischen Lebensmitteln aus ganz Antamar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Typische Gerichte:&lt;br /&gt;
* alle Arten von gebratenem und gekochtem Fisch&lt;br /&gt;
* alle Arten von gebratenem und gekochtem Rind- und Schweinefleisch&lt;br /&gt;
* alle Arten von Wildgerichten (Reh, Hirsch, Wildschwein, Hasen) &lt;br /&gt;
* Kartoffelsuppe mit Röstbrot&lt;br /&gt;
* Raskaus - Eintopf aus Pökelfleisch, Kartoffeln, Roter Bete, Zwiebeln und Speck&lt;br /&gt;
* Rundstücke - rund geformte kleine Brote aus einem Weizenmehlteig  &lt;br /&gt;
* Salzlamm - Gebratenes Lamm von Lämmern, die in den Salzwiesen Ismars am Meer geweidet haben &lt;br /&gt;
* Saure Fischröllchen - In Salzlake eingelegte Fischröllchen mit Zwiebeln &lt;br /&gt;
* Vellhafener Fischkloppse - Ein frisch gebratener Fischklops in einem Rundstück&lt;br /&gt;
* Vellhafener Eselsohren - ein Gebäck aus Hafermehl, Haferflocken und gemahlenen Nüssen, geformt wie ein Eselsohr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
Führende Stadt im Städtebund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einwohner ==&lt;br /&gt;
ca. 49.000 - hauptsächlich Mittelländer, aber auch viele andere Kulturen und Rassen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Berühmte Personen ===&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Herrmann Rüder]]:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Mitglied einer der einflussreichsten Kaufmannsfamilien Vellhafens und Kapitän der [[Adler von Vellhafen]].&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pieter Hinrich Schirrmaker:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Amtierender Oldermann für die Stadt Vellhafen&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sebastian Kiepensand:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Verstorbener Oldermann. Während seiner Amtszeit sehr geachtet und als &amp;quot;Problemlöser&amp;quot; anerkannt, erlangte Kiepensand eine gewisse Berühmtheit, weil sich nach seinem Tode die Vellhafener bei Problemen stets fragen: &amp;quot;Wie hätte Oldermann Kiepensand das geregelt?&amp;quot; Der Spruch ist inzwischen zum geflügelten Wort geworden.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Greetje van Diekmann:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Suppenköchin. Auf dem Vellhafener Markt bietet die alte Bäuerin, von den meisten nur als &amp;quot;das Greetje&amp;quot; bezeichnet, schon seit vielen Götterläufen leckere und nahrhafte Suppen an. Das Greetje ist bekannt wie ein bunter Hund, ihr Stand auf dem Marktplatz ist ein beliebter Treffpunkt für die Bürger und Besucher der Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stadtbild ==&lt;br /&gt;
Für die Ansiedlung von neuen Niederlassungen ist genug Platz gelassen worden, der aber schnell vergriffen war, so dass man einiges Glück haben muss, um heutzutage eine Niederlassung eröffnen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Berühmte Bauwerke ===&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Prunkvolles Gildenhaus der Oldermänner:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Schon von weitem kannst du das prächtige Gildenhaus der Oldermänner erkennen. Hier tagt der Rat der Oldermänner, welcher über das Geschick des Vellhafener Städtebundes bestimmt.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Obsidianstatue:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Auf einem kleinen Platz, unweit des Marktplatzes kannst du eine imposante Statue aus schwarzem Obsidian erkennen. Gut und gerne acht Schritt ragt sie in die Höhe. Die Statue selbst stellt einen muskulösen Krieger mit einem Speer dar.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;[[Adler von Vellhafen]]&amp;quot;:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Die Adler von Vellhafen, auch Vellscher Adler genannt, ist ein modernes Kriegsschiff des Vellhafener Städtebundes. Sie liegt in einem abgesperrten Bereich des Hafens, kann aber auch aus einiger Entfernung bewundert werden.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Statue des &amp;quot;Aidan von Pryde&amp;quot;:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Die prächtige und überaus eindrucksvolle Statue aus schwarzem Marmor stellt einen großen Gönner und Architekten der Stadt Vellhafen, sowie einen weitgereisten Entdecker, dar.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Die Statue einer nackten Orkfrau:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Überlebensgroße Statue einer nackten Orkfrau, die die Weltoffenheit Vellhafens betonen und der Völkerverständigung dienen soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Besonderheiten ===&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Markt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lagerhaus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gosse&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kaianlagen:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; eine günstige Möglichkeit die Insel zu verlassen, für alle Junghelden. Siehe: [[Hilfe für Anfänger]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Alchimistisches Labor:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Unweit des Hafen befindet sich ein großer, einzelnstehender Speicher, welcher zu einem gutausgestatteten Labor umgebaut wurde. Alleine schon die etwas isolierte Lage zu den anderen Gebäuden des Stadtviertels, gewährt den Anwohnern einen gewissen Schutz vor fehlgeschlagenen Experimenten. &lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Auftragsbörse:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;Willkommen bei der Vellhafener Auftragsbörse!&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;, steht an einem Schild an der Wand geschrieben. Die Tür ist verschlossen, doch an dem Schwarzen Brett hängen einige Zettel mit Aufträgen.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ausrufer:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Mitten auf dem zentralen Markt, befindet sich der städtische Ausrufer. Er gibt Gerüchte und Ankündigungen aus aller Welt zum Besten.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Händler-Therme:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Vor dir siehst du ein großes Gebäude aus prächtig mit Fischen, Wassergeistern und Nymphen bemaltem Fachwerk, über dem ständig Rauchschwaden aus mehreren Kaminen aufsteigen. Aber es ist keine Gießerei oder Schmiede, sondern das große Badehaus von Vellhafen, die &amp;quot;Händler-Therme&amp;quot;. Hier kehren aber nicht nur die Händler der Stadt ein, sondern auch einfache Bürger gönnen sich den wöchentlichen Besuch.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tempel:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; An einem zentralen Platz von Vellhafen siehst du vor dir einen wahrhaft eindrucksvoll in den Himmel ragenden Tempel der Kirche der neun Götter des Kaiserreiches, welche natürlich auch hier an der Ostküste verehrt werden. &lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Theater:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Ein imposantes Gebäude.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wundheiler:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; In einer stillen Seitengasse von Vellhafen hängt über einem kleinen Laden ein verwittertes altes Schild, das einen Alchimistenmörser, eine Schlange und ein Bündel Kräuter zeigt. Offenbar hat hier ein Heiler seine Praxis.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Yachthafen:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Etwas abseits der Liegeplätze für die Handels- und Kriegsschiffe, befindet sich ein kleinerer Hafen. In diesem Hafen liegen vor allem die kleineren Boote von vermögenden Kaufleuten und anderen wohlhabenden Leuten. Im Sommer werden von hier auch regelmäßig kleinere Wettrennen gestartet.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;Zum Goldstück&amp;quot;:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Extrem nobles Hotel (siehe auch Gasthäuser)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Universität Vellhafen:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (siehe auch Kampfschulen und Lehranstalten)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Arena des Bundes:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; In dieser Arena, welche ein Stück außerhalb der Stadt liegt treffen sich viele Kämpfer aus dem Vellhafener Bund und deren Handelspartnern. Während es in der Woche hier eher ruhiger zugeht, finden am Wochenende regelmäßige Kämpfe statt.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stadtpark:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Der Stadtpark befindet sich am Rande der Stadt. Er besteht aus einem mehrere hundert Schritt großem Gelände, welches mit zahlreichen prächtigen Pflanzen begrünt wurde. Die Pflanzen sind zum Teil einheimisch, aber es gibt auch zahlreiche Arten die von Übersee importiert wurden um einen kleinen Hauch von Exklusivität zu verbreiten. Der Park wird von zahlreichen kunstvoll angelegten und gepflasterten Wegen durchschnitten, welche sich in seinem Zentrum auf einem kleinen Platz treffen. Auf diesem Platz sind ebenso wie auf den zahlreichen Wegen kleine Sitzbänke zu finden, welche zum Teil aus einem dunklen Holz, aber auch aus poliertem Stein bestehen. Aufgrund der hier herrschenden Ruhe und der Natürlichkeit, ist dieser Park sehr beliebt bei den Bewohnern der Stadt, da er Entspannung und Erholung vom geschäftigen und lärmenden Leben bietet, welches die Innenstadt durchzieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Banken ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Spoiler - Öffnen auf eigene Gefahr!&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Imperiale Handelsbank:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Du betrittst die Bank, wie jede andere zuvor und bist doch überrascht. Vellhafens Bank scheint eine der reichsten Filiale von allen zu sein, da hier mit feinsten Hölzern gearbeitet wurde. Nach kurzem überlegen, kommst Du zu der Erkenntnis, das es verständlich ist, da Vellhafen ein Knotenpunkt ist. Viele kommen hier durch oder reisen von hier per Schiff, wenn sie durch die Lande ziehen. So macht die Bank gute Umsätze mit Einzahlungen und Auszahlungen.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Vellhafener Handelsbank:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Willkommen in der Filiale, der Vellhafener Handelsbank. Die Bank wurde gegründet, um schnelle Käufe innerhalb des Bundes tätigen zu können und die Gewinne aus den Verkäufen, sicher deponieren zu können. Die Handelsbank nimmt natürlich auch gerne die Währungen der Handelspartner des Bundes an und tauscht sie zu günstigen Kursen bei Bedarf auch in die einheimische Währung.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gasthäuser ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Spoiler - Öffnen auf eigene Gefahr!&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;Zum Goldstück&amp;quot;:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Direkt am großen Markt in der Altstadt gelegen, ist diese Herberge höchster Kategorie die beste Adresse für gut betuchte Reisende.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;Zum Plankengänger&amp;quot;:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Hier wird noch richtiges Seemannsgarn gesponnen. Ehemalige Seebären und Matrosen aller Flotten treffen sich hier, um sich bei Honig- und Zuckerschnaps gegenseitig die Tasche voll zu hauen. Es gibt wohl nichts in Agirs weitem Reich, das nicht einer der Gäste im Plankengänger schon gesehen und oftmals bekämpft hätte - von Kraken bis zu Seedrachen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Händler ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Spoiler - Öffnen auf eigene Gefahr!&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kolonialwarengeschäft Brenhilf &amp;amp; Söhne (Kolonialwaren):&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Es ist eng in diesem Geschäft, sehr eng. Überall stapeln sich Kisten mit fremdländischen Beschriftungen, die du nicht entziffern kannst. Die Regale an den Wänden reichen bis unter die Decke; bestückt sind sie mit einer Unzahl von exotischen Behältnissen unbekannten Inhalts. Der Besitzer des Ladens schlängelt sich umständlich nach der Begrüßung an seinen Waren vorbei, bis zu dir vor.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Handelskontor Vellhafener Agentur (Handelshaus):&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Nach der freundlichen Begrüßung durch einen Angestellten,  schaust du dich um. In dem Raum befinden sich mehrere Regale, die vor lauter Ausrüstungsgegenständen überquellen. Tatsächlich findet sich hier beinahe alles, was das Herz eines Abenteurers oder einer Abenteurerin, wie du es bist, begehrt.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ausrüstungshandel Brendal (Ausrüstungshandel):&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Das Handelshaus in Vellhafen ist wohl immer noch eines der größten Kaufhäuser in Vellhafen, und so ist es auch kein Wunder, dass hier das Angebot seinesgleichen sucht. Neben allem, was der Reisende braucht, gibt es Spielwaren und sogar Einrichtungsgegenstände. Eine geschäftige junge Frau kommt bei deinem Eintreten sofort zu dir.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Puschiske Schmied (Waffenschmiede):&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Der Waffenschmied Puschiske befindet sich direkt am Hafen, zur Hauptklientel gehören demnach auch Matrosen und Seefahrer. Die maritime Lage macht sich durch allerlei Kuriositäten aus fernen Landen bemerkbar, die anscheinend zufriedene Kunden dem Haus überlassen haben. Der Laden ist von innen und außen mit Seesternen, großen Muscheln, alten Netzen und aufgeriebenen Tauen geschmückt. Besonders stolz ist man hier allerdings auf einen echten Hai der, wenn auch nicht besonders groß, ausgestopft die Treppe hinab zum im Keller gelegenen Lager bewacht.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rüstungsmacher Thorwulf (Rüstungsmacher):&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Thorwulf ist ein Nordahejmr, auch wenn man ihm dies nicht direkt ansehen kann. Dem Äußeren nach denkst du zuerst, einen typischen Grauländer vor dir zu haben. Sowohl sein Aussehen als auch seine Kleidung unterscheiden sich nicht von dem anderer Bürger Vellhafens. Wie viele Nordhejmr besitzt Thorwulf jedoch eine weithin berüchtigte Eigenart: Den Hang zum geselligen Beisammensein. Schon kurze Zeit nachdem er dich begrüßt hat, wirst du von ihm zu einem Schluck des frisch importierten Nordvindr eingeladen. Um dem übermäßigem Alkoholkonsum zu entkommen täuschst du Interesse an einem ausliegende Lederhelm vor. „Ein schönes Stück, sehr gut gepflegt&amp;quot;, beginnt er schon leicht angetrunken.&amp;quot; Den hab ich von Mulziber gekauft, weil seine Schwester Emerisab demnächst den Kreis mit dem Sohn des Schusters abschreiten wird und er noch dringend Geld brauchte, um ihr ein Geschenk zu kaufen. Die Verwandtschaft ihres Zukünftigen, Perjian heißt er, kommt dafür von überall her. Würde euch gute Dienste leisten, der Helm natürlich, nicht Perjian. Und überhaupt nicht teuer. Wie sagt mein Onkel Alrech immer…“&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jaakon′s Importe (Rüstungsmacher):&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Ein kleinerer Händler am Markt hat sich auf den Import von erlesenen Rüstungen aus dem Kaiserreich spezialisiert und scheint damit ein gutes Geschäft zu machen, wie sonst läßt es sich erklären, dass er sich in direkter Konkurrenz zu den großen Handelshäusern halten kann?!&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nahrungsmittel (Lebensmittel):&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Dieser Laden kann getrost als Halle bezeichnet werden, denn in den weitläufigen Räumlichkeiten laufen überall Käufer, Lieferanten und Angestellte des Inhabers umher und kaufen oder verkaufen zahlreiche lokale oder per Schiff angelieferte Nahrungsmittel. Man wird fast überwältigt von den Geruchsnoten der einzelnen Waren, welche sich zu einer einzigartigen Komposition vermischen sowie der Vielfalt der hier angebotenen Produkte und natürlich von dem Stimmengewirr der Anwesenden, welches in den unterschiedlichsten Sprachen und Dialekten an dein Ohr dringt.  Fast erschlagen von den ganzen Sinneseindrücken steht du am Eingang und willst dich gerade einer der zahlreichen Auslagen zuwenden, als du auch schon von einem der zahlreichen Angestellten angesprochen wirst: &amp;quot;Den Göttern zum Gruße, wie kann ich Euch behilflich sein?&amp;quot;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Luxuswaren Gesse (Luxusartikel):&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Nach der freundlichen Begrüßung schaust du dich noch ein wenig um und kannst allerhand Schmuckstücke und andere Luxusartikel in wohlsortierten Auslagen erkennen.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Werftanlagen &amp;quot;Die schnittigen Planken&amp;quot; (Boots-/Schiffbauer):&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; In dieser recht großen und hervorragend ausgestatteten Werft werden zahlreiche Neubauten gefertigt und es werden Reparaturen aller Arten an den Schiffen ausgeführt.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schneiderei Ermine (Schneider):&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Im Angebot ist eher einfache Kleidung, aber neuerdings auch vermehrt edlere Kleidungsstücke, da die Vellhafener Oberschicht dort einkauft. Zusätzlich zur Kleidung werden auch passende, kleine Accessoires angeboten. Sehr beliebt ist dieser Landen auch bei den Künstlern des städtischen Theaters und den fahrenden Künstlern, welche ihre Darbietungen auf der Bühne vor den Toren der Stadt zu Schau stellen, da hier auch noch in kürzester Zeit neue Kleidungsstücke und Änderungen geordert werden können.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wechselstube Vellhafen (Edelsteinschleifer):&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Im Sortiment befinden sich die verschiedensten Halb- und echten Edelsteine. Es blinkt in vielen Farben, unter anderem aber auch in Stahl, denn die Wachen sehen nicht aus, als ob sie Spaß verstünden. Da der Preis dieser Stein antamarweit fast gleichbleibend ist, eignen sie sich hervorragend als Alternative zu herkömmlichen Münzen. Zudem sind sie bedeutend kleiner und resistenter als die gängigen Prägungen.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Vellhafener Fischmarkt (Fischmarkt):&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Ein kleiner Fischmarkt am Rande des Hafens. Hier werden unter dem lauten Geschreie der Händler allerhand frische Fische und anderes Meeresgetier angeboten.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ein bewachter Stand:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Etwas abseits des Marktes kannst du einen kleinen Stand erkennen, welcher zu deiner Verwunderung von zwei schwer gerüsteten Wachen flankiert wird. Bei näherer Betrachtung fällt dir ein sorgfältig gearbeitetes Schild auf: ANTAMARISCHER HOLZPLÄTTCHENTAUSCHHÄNDLER&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kampfschulen und Lehranstalten ===&lt;br /&gt;
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&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Spoiler - Öffnen auf eigene Gefahr!&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Offiziersschule Vellhafen (Armeeakademie):&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; An der Armeeschule mitten in der Stadt werden alle Offiziersanwärter wie auch Stadtgardisten ausgebildet. Sie steht für alle Bürger, die in die Dienste des Vellhafener Städtebundes treten, offen.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Marineakademie (Marineakademie):&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Kleine, auch begabten Stipendiaten offenstehende Akademie in der die Kinder der Vellhafener Oberschicht zusammen mit Bürgerlichen und Gemeinen ausgebildet werden. Die Akademie verfügt über mehrere Ausbildungsstätten im ganzen Vellhafener-Städtebund und ist Waffen- und Militärtechnisch immer auf dem neuesten Stand.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gerlindas Musikschule (Lehrmeister):&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Ein einem kleinen, aber recht hübschen Häuschen unweit des Stadtrandes, hat die Dame Gerlinda Thischner eine kleine Schule eröffnet. Hier unterweist sie ihre fortgeschrittenen Schüler in der Kunst des Gesanges, der Musik und des Tanzes. Viele ihrer Schüler sind Künstler des hiesigen Theaters und auch von außerhalb treffen immer wieder neue Schüler ein, die ihre Erfahrungen schätzen und sich von ihr unterrichten lassen wollen.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Universität Vellhafen (Universität):&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; An der Universität in Vellhafen werden vor allem die Fähigkeiten zum Handel, der Schiffsführung und des Schiffbaus gefördert, aber auch etliche bedeutendere Nebenfächer kann man hier finden. Die Universität befindet sich im Zentrum der Stadt und ist schon von weitem durch ihre aufwändig gestaltete Fassade zu erkennen.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Freie Akademie des Wissens zu Vellhafen]] (Magierakademie):&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Finanziert durch die örtliche Kaufmannsgilde und gegründet unter dem Schutz des Kaisers Valerian II., ist diese Akademie einzigartig in ihrer Entstehungsgeschichte und ihrer Mission. Die Akademie, die in dem umgebauten und prachtvoll wiederhergestellten Speicher und Kontorgebäude &amp;quot;Boltenhagen&amp;quot; beheimatet ist, thront majestätisch über dem Hafen und erlaubt einen weiten Blick auf das Meer und die vorbeiziehenden Schiffe. Die schlichte, aber eindrucksvolle Fassade lässt die Ehrfurcht gebietende Macht und das Wissen erahnen, welches innerhalb dieser Mauern gelehrt werden wird.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Umgebung ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Landschaft:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Küste; Flaches Land mit kleinen Wäldchen und Weiden. &lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Vegetation:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; -&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tierwelt:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; -&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wegweiser ==&lt;br /&gt;
=== Landweg ===&lt;br /&gt;
* [[Ansiedlung an der Küste]] (Vellhafener Städtebund), 38 Meilen (Landstraße, Küste und Strand)&lt;br /&gt;
* [[Lichtung im Wald]] (Vellhafener Städtebund), 4 Meilen (Landstraße, Wald)&lt;br /&gt;
* [[Platz an der Steilküste]] (Vellhafener Städtebund), 230 Meilen (Trampelpfad, Küste und Strand)&lt;br /&gt;
* [[Stadtpark (Vellhafen)]] (Vellhafener Städtebund), 1 Meile (Innenstadt, Stadt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Seeweg ===&lt;br /&gt;
* [[Aichohiro]] (Königreich Aichihiro), 1250 Meilen (Meer)&lt;br /&gt;
* [[Al&amp;#039;Paq]] (Emirat Karkasso), 6750 Meilen (Meer)&lt;br /&gt;
* [[Altersheim (Turina Avis)]] (Emirat Karkasso), 6500 Meilen (Meer)&lt;br /&gt;
* [[Ber&amp;#039;Burana]] (Kalifat Dorien), 5000 Meilen (Meer)&lt;br /&gt;
* [[Breggans]] (Vellhafener Städtebund), 1680 Meilen (Meer)&lt;br /&gt;
* [[Brembourg]] (Vellhafener Städtebund), 920 Meilen (Meer)&lt;br /&gt;
* [[Danzak Amrech Muhiza]] (Emirat Seydjuk), 5500 Meilen (Meer)&lt;br /&gt;
* [[Faelughaven]] (Fürstentum Thelessa), 480 Meilen (Meer)&lt;br /&gt;
* [[Genovia]] (Nuovo Imperio Aurecciani), 8600 Meilen (Meer)&lt;br /&gt;
* [[Hammabourg]] (Vellhafener Städtebund), 910 Meilen (Meer)&lt;br /&gt;
* [[Ismar]] (Vellhafener Städtebund), 790 Meilen (Meer)&lt;br /&gt;
*[[Iskandera]] (Emreia), 4050 Meilen (Meer)&lt;br /&gt;
* [[Kalibah]] (Sawajidden-Kalifat), 8100 Meilen (Meer)&lt;br /&gt;
* [[Laarnfell]] (Adelsrepublik Grauland), 990 Meilen (Meer)&lt;br /&gt;
* [[Lapis]] (Adelsrepublik Grauland (Kolonie)), 7250 Meilen (Meer)&lt;br /&gt;
* [[Lerbreck]] (Vellhafener Städtebund), 640 Meilen (Meer)&lt;br /&gt;
* [[Lothrinshaven]] (Kgr. Lothrinien (Erzgrafschaft Hohenwolfen)), 9700 Meilen (Meer)&lt;br /&gt;
* [[Mandoran (Unterstadt)]] (Stadtstaat Mandoran), 3700 Meilen (Meer)&lt;br /&gt;
* [[Mindans]] (Vellhafener Städtebund), 1760 Meilen (Meer)&lt;br /&gt;
* [[Nordahejm]] (Godentum Nordahejmr (Sturöja)), 12900 Meilen (Meer)&lt;br /&gt;
* [[Nova Cataia]] (Großfürstentum des Südmeers), 13000 Meilen (Meer)&lt;br /&gt;
* [[Novgora]] (Vellhafener Städtebund), 1470 Meilen (Meer)&lt;br /&gt;
* [[Orstoc]] (Vellhafener Städtebund), 510 Meilen (Meer)&lt;br /&gt;
* [[Regga]] (Vellhafener Städtebund), 1100 Meilen (Meer)&lt;br /&gt;
* [[Santo Tiberio (Ciudad Real)]] (Kgr. Westendar (Fürstentum Caramanca)), 6900 Meilen (Meer)&lt;br /&gt;
* [[Sebeč]] (Herzogtum Galfar), 1920 Meilen (Meer)&lt;br /&gt;
* [[Strelasa]] (Vellhafener Städtebund), 150 Meilen (Meer)&lt;br /&gt;
* [[Venlona (Laguna Libera)]] (Freie Stadt), 1650 Meilen (Meer)&lt;br /&gt;
* [[Wangalen]] (Orkreich (Freie Stadt)), 11500 Meilen (Meer)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tica</name></author>
		
	</entry>
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		<id>https://wiki.antamar.eu/index.php?title=Irina_von_der_Salzwiese&amp;diff=126655</id>
		<title>Irina von der Salzwiese</title>
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		<updated>2026-03-17T09:10:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tica: Die Seite wurde neu angelegt: „&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Irana von der Salzwiese&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine berühmte Bardin, die einst unter dem Beinamen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Die Lerche aus Ismar&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bekannt war.   Irina tritt heute nicht meh…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Irana von der Salzwiese&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine berühmte Bardin, die einst unter dem Beinamen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Die Lerche aus Ismar&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bekannt war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Irina tritt heute nicht mehr auf, sondern lebt im Kreise ihrer Familie auf einem Bauernhof in Ismar. Man weidet dort in den Ismarer Salzwiesen die berühmten Salzlämmer und verkauft im sie gesamten Städtebund als Spezialität. Irinas Gatte und die zwei Söhne der beiden bewirtschaften den Hof. Der jüngste Sohn Walter hat das Talent der Mutter geerbt und bereist als Barde ganz Antamar. Auch er verfügt über eine schöne Stimme, aber anderes als seine Mutter, deren glockenhelle Stimme stets gerühmt wurde, liegt sein Talent eher im Schreiben und Vertonen von Balladen und Gassenliedern.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tica</name></author>
		
	</entry>
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		<id>https://wiki.antamar.eu/index.php?title=Ismar&amp;diff=126654</id>
		<title>Ismar</title>
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		<updated>2026-03-17T08:44:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tica: /* Berühmte Personen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Stadtbox &lt;br /&gt;
 |status=Eingebaut + Anreisbar&amp;lt;!--Erstellung/Eingebaut/Anreisbar--&amp;gt; &lt;br /&gt;
 |name=Ismar&amp;lt;!--Nur ersetzen wenn nicht gleich Seitenname--&amp;gt; &lt;br /&gt;
 |wappen=ismar.png&amp;lt;!--Nur wenn ungleich Wappen_name.png; wenn kein Wappen benötigt nein einfügen --&amp;gt; &lt;br /&gt;
 |einwohner=43.000&lt;br /&gt;
 |marktrecht=Ja&lt;br /&gt;
 |hafen=Ja&lt;br /&gt;
 |kontinent=Anteria&lt;br /&gt;
 |kultur=Mittelländer&lt;br /&gt;
 |land=Vellhafener Städtebund&lt;br /&gt;
 |provinz=&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemein ==&lt;br /&gt;
Mit ihren 43.000 Einwohnern ist Ismar nach Vellhafen die zweitgrößte Stadt des Bundes, die Beziehung zur großen Schwester könnte man durchaus als Hassliebe bezeichnen. Gegen das Grauland und Konkurrenz von Außen tritt man zwar als geschlossene Einheit auf, untereinander neidet man sich gegenseitig jedoch den Erfolg und ist stets bemüht die Gegenseite zu übertreffen. Dies beginnt beim erbitterten Wettstreit um den Sieg bei der jährlichen Städtebundregatta und endet gelegentlich in schon fast kindischen Aktionen, wie dem Bau des neuen Agir-Tempels im Hafenviertel. Die reichen Kaufmänner der Stadt wollten sich mit dem Monumentalbau, der vor etwa 40 Jahren begonnen wurde, selbst zu Lebzeiten ein Denkmal setzen und versuchten ungeduldig die Fertigstellung zu beschleunigen. Deshalb ist der Westflügel des Gotteshauses wegen eines Konstruktionsfehlers eingestürzt, was zahlreichen Bauarbeitern das Leben kostete. Die Priester wollten diesen Makel jedoch nicht beheben lassen, um die Stadtältesten der Folgen ihrer Unbedachtheit und Ungeduld zu gemahnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihren Reichtum bezieht die Stadt unter anderem aus den hochwertigen Hölzern, die in den dichten Wäldern der Insel wachsen und die für den Schiffbau im ganzen Städtebund eine wichtige Grundlage darstellen. Besonders Orstoc ist oft auf Lieferungen aus Ismar angewiesen, da die Umgebung der Stadt kaum bewaldet ist. Diesen Umstand wissen sich die gerissenen Händler Ismars zu Nutze zu machen, die Preise werden häufig geschickt in die Höhe getrieben. Böse Zungen behaupten deshalb, dass die kleinen Brände, die gelegentlich in den Kontoren ausbrechen, kein Zufall sind. Diese werden jedoch auch durch die vielen Holzlager in der Stadt begünstigt, viele Häuser wurden daher inzwischen aus feuerfestem Backstein errichtet. Große Teile der Stadt werden durch eine starke Mauer geschützt, die vor rund 100 Jahren neu errichtet wurde, als innerhalb des alten Rings kein Platz mehr für neue Bauten war. In der Altstadt befinden sich jedoch nach wie vor die Häuser der reichsten Familien, sowie das alte mehrstöckige Ratsgebäude, das auf Besucher oft imposant wirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenfalls sehenswert ist die zentrale Wasserversorgung am Marktplatz, die das Grundwasser der Insel anzapft und auf einem komplexen System aus Rohren und Pumpen basiert. In den vielen engen Gassen der Stadt herrscht ein unglaubliches Gedränge und Geschubse, generell gleicht Ismar wegen seiner Betriebsamkeit einem riesigen Ameisenhaufen. Diesen Umstand machen sich auch die zahlreichen Taschendiebe und Einbrecher der Stadt zu nutze, die oft kleinen Diebesbanden angehören. Unter den einzelnen Gruppen herrscht ein harter Konkurrenzkampf, nicht selten findet man daher Leichen mit durchgeschlitzter Kehle in der Gosse des Armenviertels.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herkunft des Namens ===&lt;br /&gt;
Die Stadt wurde bei der Gründung erst Izmar Havn genannt und erhielt ihren aktuellen Namen erst später.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sonstiges ===&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wappen:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Goldener Stierkopf mit Hut und Rüschenkragen über einem silbernem Fisch auf blauem Grund&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stadtsiegel:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
:::[[Bild:Ismar.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
Der gewählte Vertreter dieser Stadt ist der Oldermann [[Chrischan Vernar]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
* Die Stadt erhielt ihr Marktrecht mit der Gründung im Jahre 499 nZ.&lt;br /&gt;
* Im Jahr 650 nZ kam es zu einem ersten großen Stadtbrand. Die reiche Stadt wurde mit vielen Backsteinhäusern wiederaufgebaut. &lt;br /&gt;
* 790 nZ erreichte der Schwarze Tod die Stadt, und mehr als 5.000 Einwohner erlagen der Krankheit.&lt;br /&gt;
* Das gestiegene Selbstbewusstsein der Stadt spiegelt sich im Aufstand 839 nZ gegen die [[Adelsrepublik Grauland]] und die Abspaltung von selben wider.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einwohner ==&lt;br /&gt;
Zahl: ca. 43.000 - hauptsächlich Mittelländer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Berühmte Personen ===&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Ennrich Berwin]]:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Gründer der Stadt&lt;br /&gt;
* Sortebeker - berühmter Freibeuter - Namensgeber für [[Sortebeker Bier]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Irina von der Salzwiese]]:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Berühmte Bardin aus Ismar - bekannt unter dem Namen *Die Lerche aus Ismar*&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stadtbild ==&lt;br /&gt;
Hafenstadt auf der Insel Insgar. Platz für neue Niederlassungen ist reichlich vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Berühmte Bauwerke ===&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Brennerei&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; des berühmten Seemanns Wassers&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Zentrale Wasserverteilung:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Sie kann auf dem Marktplatz bewundert werden.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Altes Ratsgebäude&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gebrauchte Schiffe:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Für alle, die sich immer schon einmal ein halb abgesoffenes Boot oder Schiff andrehen lassen wollten. (siehe auch unter Händler)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gasthaus zum fliegenden Ismarer:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (siehe auch unter Gasthäuser)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Besonderheiten ===&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Markt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hafen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lagerhaus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gosse&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mietstall&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tempel:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; An einem zentralen Platz von Ismar siehst du vor dir einen wahrhaft eindrucksvoll in den Himmel ragenden Tempel der Kirche der neun Götter des Kaiserreiches, welche natürlich auch hier an der Ostküste verehrt werden.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wundheiler:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; In einer stillen Seitengasse von Ismar hängt über einem kleinen Laden ein verwittertes altes Schild, das einen Alchimistenmörser, eine Schlange und ein Bündel Kräuter zeigt. Offenbar hat hier ein Heiler seine Praxis.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Salzwiesen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Die Wiesen, die direkt am Meer liegen, werden als Weideland für Schafe genutzt. Die Tiere fressen dort nahrhafte Kräuter und Gemüse, die besonders bei den Lämmern für einen einzigartigen Geschmack des Fleisches sorgen. Er ist süßer und kräftiger und man muss das Fleisch vor der Zubereitung nicht würzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Banken ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Spoiler - Öffnen auf eigene Gefahr!&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Vellhafener Handelsbank:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Willkommen in der Filiale, der Vellhafener Handelsbank. Die Bank wurde gegründet, um schnelle Käufe innerhalb des Bundes tätigen zu können und die Gewinne aus den Verkäufen, sicher deponieren zu können. Die Handelsbank nimmt natürlich auch gerne die Währungen der Handelspartner des Bundes an und tauscht sie zu günstigen Kursen bei Bedarf auch in die einheimische Währung.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gasthäuser ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Spoiler - Öffnen auf eigene Gefahr!&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;Gasthaus zum fliegenden Ismarer&amp;quot;:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Dieses Gasthaus im Ismarer Hafen ist weit bekannt. Hier treffen sich gerne die Seefahrer aus aller Welt und erzählen ihre meist doch recht fantasievollen Geschichten. Von außen wirkt das Gebäude wie ein großes Lagerhaus und nur das Schild mit dem Humpen und dem geflügelten Schiff über der Türe weisen auf die Nutzung des Gebäudes hin. Im Inneren findet man jedoch eine recht gehobene Ausstattung vor. Die Bänke und Tische bestehen aus einem dunklen, exotischen Holz und die Wände sind mit allerlei Mitbringsel aus fernen Ländern verziert. An der Stirnseite befindet sich ein großer, offener Kamin, der für ein angenehmes Licht und Wärme sorgt.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zur Heimat:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Diese Taverne wird von einem schlanken, gut aussehenden jungen Mann geführt, der eine sehr charismatische Persönlichkeit zu haben scheint. Sein gewinnbringendes Lächeln lässt dich die Strapazen des Tages vergessen. Du bist froh, als er dich nach deinen Wünschen fragt. Noch bist du der einzige Gast hier, aber es ist auch noch recht früh am Tag.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Händler ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Spoiler - Öffnen auf eigene Gefahr!&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nahrungsmittel (Lebensmittel):&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Nicht ein Stand oder Geschäft, sondern verschiedene kleine Auslagen bilden das Angebot, das von den Bauern, Hirten und Sammlern der Umgebung hier zum Verkauf angepriesen wird.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Apotheke Vilburn Martan (Alchimist):&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Du betrittst den kleinen Laden, drinnen riecht es nach Kräutern und allerlei Medikamenten. Du siehst dich um, ob du einige nützliche Heilkräuter finden könntest, als ein kleiner Mann mit einem langen Bart aus dem hinteren Teil des Ladens hervortritt und dich nach deinen Wünschen fragt. Er betont nebenbei immer wieder, dass es in seinem Laden die besten Heilkräuter in ganz Mindans geben würde.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Warenhandel Vindest (Waren):&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Kaum bist du in den Laden getreten, als du von einer netten, jungen Dame mit den Worten: &amp;quot; Seid herzlich Willkommen, schaut Euch nur in Ruhe um&amp;quot;, begrüßt wirst.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gewürzhandel Karolusjaar (Gewürzhandel):&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; In diesem Steinhaus am Ende der Olderstraße findet man einen alten Mann, der in einem grauen Umhang gewandet ist. Er wirkt zwar alt, aber er strahlt ein Wissen und sehr viel Erfahrung aus. Sein schütteres graues Haar tritt nur ganz leicht unter seiner Kapuze hervor. &amp;quot;Wenn Ihr etwas über Mohn und seine Anwendung wissen wollt, dann seid Ihr bei mir genau richtig.&amp;quot;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Handelskontor Vellhafener Agentur (Handelshaus):&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; &amp;quot;Willkommen im Kontor der Vellhafener Agentur&amp;quot;, begrüßt dich der junge Mann als du eintrittst. &amp;quot; Schaut Euch nur in Ruhe um, wir führen Waren aus ganz Antamar.&amp;quot;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Balurat der Fleißige (Rüstungsmacher):&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Der Schmied Jucaro Balurat macht seinem Geschäftsnamen alle Ehre, da er am Amboss steht und fleißig an einem Schwert arbeitet. Er ist ein großer, muskulöser Mann in den besten Jahren, dessen kahler Schädel vor Schweiß glänzt. Er bemerkt dich erst gar nicht, so vertieft ist er in seine Arbeit, doch das stört dich nicht, da du so fasziniert verfolgen kannst, wie der Helm unter seinen Händen allmählich Gestalt annimmt. Nach einer Weile scheint er zufrieden zu sein, und steckt sie mit einem Grunzen zum Abkühlen in ein Wasserbad. Erst dann wendet er sich dir mit prüfendem Blick zu. &amp;quot;Welche Rüstung darf&amp;#039;s denn sein?&amp;quot; kommt er direkt zum Punkt.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Veerner-Waffen (Waffenschmiede):&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Auf deiner Suche nach einem Händler stolperst du, von einer rasenden Kutsche abgedrängt, in eine kleine dunkle Gasse aus der du schnell wieder entkommen willst, als dein Blick auf ein kleines, nur noch an einer Angel hängendes Schild fällt. Neugierig trittst du ein und findest dich wieder in ... ja, wo nur? In einer gewaltigen Rumpelkammer. Alte Waffen stapeln sich bis an die Decke. Wo bist du da nur hineingeraten? Nach einiger Zeit schlurft dann auch schon ein alter Herr mit Halbglatze aus dem Dämmerlicht und lächelt dich fragend an.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Magisches Allerley (Artefaktschmiede):&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Wenn man ein magisches Artefakt sucht, dann ist man bei Daikoron richtig. Ein unheimlicher und mächtiger Magier, der seine eigenen magischen Werke verkauft. Man sollte aber nicht versuchen mit ihm zu feilschen. Der letzte, der das versuchte, kann heute nicht mehr sprechen.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Flinke Finger (Schneider):&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; In diesem Laden gibt es verschiedene Gewänder, welche man durchaus auch in der gehobenen Gesellschaft tragen kann.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kräuter und Pflanzen (Kräuter- &amp;amp; Pflanzenhandel):&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Als du das Geschäft betrittst, strömen dir unzählige Gerüche von getrockneten und frischen Kräutern entgegen. Etwas überfordert, durch die zahlreichen Tiegel, Döschen und Säcke, die sich in den vielen Regalen und Auslagen befinden, bleibst du erst einmal stehen und überlegst, was genau du kaufen willst.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nassibansab (Werkzeugmacher):&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; In diesem gut sortierten Laden kannst du allerhand Werkzeuge erwerben. Schau dich ruhig um, eventuell ist ja auch etwas für dich dabei.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kenza′s (Buchhandel):&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; In diesem kleinen, mit Regalen voll gestellten Laden ist es recht gemütlich. Neben den Regalen voller Bücher befindet sich auch eine kleine Sitzecke, in der man entspannt in den Büchern blättern kann. Für gute Freunde des Hauses stellt der Inhaber auch noch gerne ein exklusives, importiertes Getränk auf das dazugehörende Tischchen.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gebrauchte Schiffe (Boots-/Schiffbauer):&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Willkommen beim quasselnden Lukas! Schon von außen gleicht dieser Laden, an der hintersten Ecke des Hafens, einem wahren Trümmerfeld aus alten Schiffsteilen und Schiffszubehör. Die alte Schnigge, welche vor dem Laden am Kai festgemacht ist, sieht auch schon so aus, als hätte sie ihre besten Tage hinter sich. Das einzige noch gut erhaltene an dem Schiff scheint ein Stück an den Mast genageltes Pergament zu sein, auf dem in krakeligen Buchstaben steht: &amp;quot;garantiert neu und günstig&amp;quot;. Seinen bezeichnenden Namen hat der Besitzer dieses Ladens auch nicht von ungefähr, denn sobald man in seinen Laden geht, versucht er dem ahnungslosen Käufer, unter ständigem Gerede, wertlosen oder uralten Tand anzudrehen.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wechselstube (Edelsteinschleifer):&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Im Sortiment befinden sich die verschiedensten Halb- und echten Edelsteine. Es blinkt in den unterschiedlichsten Farben, unter anderem aber auch in Stahl, denn die Wachen sehen nicht aus, als ob sie Spaß verstünden. Da der Preis der Edelsteine in der gesamten bekannten Welt fast gleichbleibend ist, eignen sie sich hervorragend als Alternative zu herkömmlichen Münzen. Zudem sind sie bedeutend kleiner und resistenter als die gängigen Prägungen.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ein bewachter Stand:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Etwas abseits des Marktes kannst du einen kleinen Stand erkennen, welcher zu deiner Verwunderung von zwei schwer gerüsteten Wachen flankiert wird. Bei näherer Betrachtung fällt dir ein sorgfältig gearbeitetes Schild auf: ANTAMARISCHER HOLZPLÄTTCHENTAUSCHHÄNDLER&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kampfschulen und Lehranstalten ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Spoiler - Öffnen auf eigene Gefahr!&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;Trainingshalle des wahren Kampfes wider die Selbstgefälligen&amp;quot; (Kampfschule):&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; -&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Frunolf Geerdson (Lehrmeister):&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Ein älterer Gelehrter, der sein Wissen gegen bare Münze weiter vermittelt.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schule der Handelsagentur (Schule):&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Während an der Vellhafener Universität vor allem die technischen und handwerklichen Aspekte der Seefahrt gelehrt werden, ist man in dieser Schule vor allem darauf bedacht, den Schülern die verschiedenen Sprachen der Handelspartner und die entsprechende Etikette zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Umgebung ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Landschaft:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Küste; Im Hinterland gibt noch mehrere kleinere Weiher, welche die Stadt mit ihren Erzeugnissen versorgen. &lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Vegetation:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Wälder , deren Holz zum Bau von Schiffen verwendet wird, sind auf der Insel zahlreich vorhanden.  &lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tierwelt:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Das Seegebiet um die Insel herum hat reiche Fischgründe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wegweiser ==&lt;br /&gt;
=== Landweg ===&lt;br /&gt;
* [[Ismar]] (Vellhafener Städtebund), 164 Meilen Rundweg über die Insel (Weg, Grasland und Wiesen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Seeweg ===&lt;br /&gt;
* [[Amrunhaven]] (Fürstentum Thelessa), 350 Meilen (Meer)&lt;br /&gt;
* [[Breggans]] (Vellhafener Städtebund), 790 Meilen (Meer)&lt;br /&gt;
* [[Hammabourg]] (Vellhafener Städtebund), 130 Meilen (Meer)&lt;br /&gt;
* [[Lerbreck]] (Vellhafener Städtebund), 120 Meilen (Meer)&lt;br /&gt;
* [[Novgora]] (Vellhafener Städtebund), 580 Meilen (Meer)&lt;br /&gt;
* [[Regga]] (Vellhafener Städtebund), 275 Meilen (Meer)&lt;br /&gt;
* [[Vellhafen]] (Vellhafener Städtebund), 790 Meilen (Meer)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Städte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vellhafener Städtebund]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tica</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.antamar.eu/index.php?title=Ismar&amp;diff=126653</id>
		<title>Ismar</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.antamar.eu/index.php?title=Ismar&amp;diff=126653"/>
		<updated>2026-03-17T08:39:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tica: /* Besonderheiten */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Stadtbox &lt;br /&gt;
 |status=Eingebaut + Anreisbar&amp;lt;!--Erstellung/Eingebaut/Anreisbar--&amp;gt; &lt;br /&gt;
 |name=Ismar&amp;lt;!--Nur ersetzen wenn nicht gleich Seitenname--&amp;gt; &lt;br /&gt;
 |wappen=ismar.png&amp;lt;!--Nur wenn ungleich Wappen_name.png; wenn kein Wappen benötigt nein einfügen --&amp;gt; &lt;br /&gt;
 |einwohner=43.000&lt;br /&gt;
 |marktrecht=Ja&lt;br /&gt;
 |hafen=Ja&lt;br /&gt;
 |kontinent=Anteria&lt;br /&gt;
 |kultur=Mittelländer&lt;br /&gt;
 |land=Vellhafener Städtebund&lt;br /&gt;
 |provinz=&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemein ==&lt;br /&gt;
Mit ihren 43.000 Einwohnern ist Ismar nach Vellhafen die zweitgrößte Stadt des Bundes, die Beziehung zur großen Schwester könnte man durchaus als Hassliebe bezeichnen. Gegen das Grauland und Konkurrenz von Außen tritt man zwar als geschlossene Einheit auf, untereinander neidet man sich gegenseitig jedoch den Erfolg und ist stets bemüht die Gegenseite zu übertreffen. Dies beginnt beim erbitterten Wettstreit um den Sieg bei der jährlichen Städtebundregatta und endet gelegentlich in schon fast kindischen Aktionen, wie dem Bau des neuen Agir-Tempels im Hafenviertel. Die reichen Kaufmänner der Stadt wollten sich mit dem Monumentalbau, der vor etwa 40 Jahren begonnen wurde, selbst zu Lebzeiten ein Denkmal setzen und versuchten ungeduldig die Fertigstellung zu beschleunigen. Deshalb ist der Westflügel des Gotteshauses wegen eines Konstruktionsfehlers eingestürzt, was zahlreichen Bauarbeitern das Leben kostete. Die Priester wollten diesen Makel jedoch nicht beheben lassen, um die Stadtältesten der Folgen ihrer Unbedachtheit und Ungeduld zu gemahnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihren Reichtum bezieht die Stadt unter anderem aus den hochwertigen Hölzern, die in den dichten Wäldern der Insel wachsen und die für den Schiffbau im ganzen Städtebund eine wichtige Grundlage darstellen. Besonders Orstoc ist oft auf Lieferungen aus Ismar angewiesen, da die Umgebung der Stadt kaum bewaldet ist. Diesen Umstand wissen sich die gerissenen Händler Ismars zu Nutze zu machen, die Preise werden häufig geschickt in die Höhe getrieben. Böse Zungen behaupten deshalb, dass die kleinen Brände, die gelegentlich in den Kontoren ausbrechen, kein Zufall sind. Diese werden jedoch auch durch die vielen Holzlager in der Stadt begünstigt, viele Häuser wurden daher inzwischen aus feuerfestem Backstein errichtet. Große Teile der Stadt werden durch eine starke Mauer geschützt, die vor rund 100 Jahren neu errichtet wurde, als innerhalb des alten Rings kein Platz mehr für neue Bauten war. In der Altstadt befinden sich jedoch nach wie vor die Häuser der reichsten Familien, sowie das alte mehrstöckige Ratsgebäude, das auf Besucher oft imposant wirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenfalls sehenswert ist die zentrale Wasserversorgung am Marktplatz, die das Grundwasser der Insel anzapft und auf einem komplexen System aus Rohren und Pumpen basiert. In den vielen engen Gassen der Stadt herrscht ein unglaubliches Gedränge und Geschubse, generell gleicht Ismar wegen seiner Betriebsamkeit einem riesigen Ameisenhaufen. Diesen Umstand machen sich auch die zahlreichen Taschendiebe und Einbrecher der Stadt zu nutze, die oft kleinen Diebesbanden angehören. Unter den einzelnen Gruppen herrscht ein harter Konkurrenzkampf, nicht selten findet man daher Leichen mit durchgeschlitzter Kehle in der Gosse des Armenviertels.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herkunft des Namens ===&lt;br /&gt;
Die Stadt wurde bei der Gründung erst Izmar Havn genannt und erhielt ihren aktuellen Namen erst später.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sonstiges ===&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wappen:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Goldener Stierkopf mit Hut und Rüschenkragen über einem silbernem Fisch auf blauem Grund&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stadtsiegel:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
:::[[Bild:Ismar.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
Der gewählte Vertreter dieser Stadt ist der Oldermann [[Chrischan Vernar]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
* Die Stadt erhielt ihr Marktrecht mit der Gründung im Jahre 499 nZ.&lt;br /&gt;
* Im Jahr 650 nZ kam es zu einem ersten großen Stadtbrand. Die reiche Stadt wurde mit vielen Backsteinhäusern wiederaufgebaut. &lt;br /&gt;
* 790 nZ erreichte der Schwarze Tod die Stadt, und mehr als 5.000 Einwohner erlagen der Krankheit.&lt;br /&gt;
* Das gestiegene Selbstbewusstsein der Stadt spiegelt sich im Aufstand 839 nZ gegen die [[Adelsrepublik Grauland]] und die Abspaltung von selben wider.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einwohner ==&lt;br /&gt;
Zahl: ca. 43.000 - hauptsächlich Mittelländer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Berühmte Personen ===&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Ennrich Berwin]]:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Gründer der Stadt&lt;br /&gt;
* Sortebeker - berühmter Freibeuter - Namensgeber für [[Sortebeker Bier]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stadtbild ==&lt;br /&gt;
Hafenstadt auf der Insel Insgar. Platz für neue Niederlassungen ist reichlich vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Berühmte Bauwerke ===&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Brennerei&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; des berühmten Seemanns Wassers&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Zentrale Wasserverteilung:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Sie kann auf dem Marktplatz bewundert werden.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Altes Ratsgebäude&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gebrauchte Schiffe:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Für alle, die sich immer schon einmal ein halb abgesoffenes Boot oder Schiff andrehen lassen wollten. (siehe auch unter Händler)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gasthaus zum fliegenden Ismarer:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (siehe auch unter Gasthäuser)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Besonderheiten ===&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Markt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hafen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lagerhaus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gosse&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mietstall&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tempel:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; An einem zentralen Platz von Ismar siehst du vor dir einen wahrhaft eindrucksvoll in den Himmel ragenden Tempel der Kirche der neun Götter des Kaiserreiches, welche natürlich auch hier an der Ostküste verehrt werden.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wundheiler:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; In einer stillen Seitengasse von Ismar hängt über einem kleinen Laden ein verwittertes altes Schild, das einen Alchimistenmörser, eine Schlange und ein Bündel Kräuter zeigt. Offenbar hat hier ein Heiler seine Praxis.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Salzwiesen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Die Wiesen, die direkt am Meer liegen, werden als Weideland für Schafe genutzt. Die Tiere fressen dort nahrhafte Kräuter und Gemüse, die besonders bei den Lämmern für einen einzigartigen Geschmack des Fleisches sorgen. Er ist süßer und kräftiger und man muss das Fleisch vor der Zubereitung nicht würzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Banken ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Spoiler - Öffnen auf eigene Gefahr!&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Vellhafener Handelsbank:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Willkommen in der Filiale, der Vellhafener Handelsbank. Die Bank wurde gegründet, um schnelle Käufe innerhalb des Bundes tätigen zu können und die Gewinne aus den Verkäufen, sicher deponieren zu können. Die Handelsbank nimmt natürlich auch gerne die Währungen der Handelspartner des Bundes an und tauscht sie zu günstigen Kursen bei Bedarf auch in die einheimische Währung.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gasthäuser ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Spoiler - Öffnen auf eigene Gefahr!&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;Gasthaus zum fliegenden Ismarer&amp;quot;:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Dieses Gasthaus im Ismarer Hafen ist weit bekannt. Hier treffen sich gerne die Seefahrer aus aller Welt und erzählen ihre meist doch recht fantasievollen Geschichten. Von außen wirkt das Gebäude wie ein großes Lagerhaus und nur das Schild mit dem Humpen und dem geflügelten Schiff über der Türe weisen auf die Nutzung des Gebäudes hin. Im Inneren findet man jedoch eine recht gehobene Ausstattung vor. Die Bänke und Tische bestehen aus einem dunklen, exotischen Holz und die Wände sind mit allerlei Mitbringsel aus fernen Ländern verziert. An der Stirnseite befindet sich ein großer, offener Kamin, der für ein angenehmes Licht und Wärme sorgt.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zur Heimat:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Diese Taverne wird von einem schlanken, gut aussehenden jungen Mann geführt, der eine sehr charismatische Persönlichkeit zu haben scheint. Sein gewinnbringendes Lächeln lässt dich die Strapazen des Tages vergessen. Du bist froh, als er dich nach deinen Wünschen fragt. Noch bist du der einzige Gast hier, aber es ist auch noch recht früh am Tag.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Händler ===&lt;br /&gt;
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&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nahrungsmittel (Lebensmittel):&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Nicht ein Stand oder Geschäft, sondern verschiedene kleine Auslagen bilden das Angebot, das von den Bauern, Hirten und Sammlern der Umgebung hier zum Verkauf angepriesen wird.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Apotheke Vilburn Martan (Alchimist):&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Du betrittst den kleinen Laden, drinnen riecht es nach Kräutern und allerlei Medikamenten. Du siehst dich um, ob du einige nützliche Heilkräuter finden könntest, als ein kleiner Mann mit einem langen Bart aus dem hinteren Teil des Ladens hervortritt und dich nach deinen Wünschen fragt. Er betont nebenbei immer wieder, dass es in seinem Laden die besten Heilkräuter in ganz Mindans geben würde.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Warenhandel Vindest (Waren):&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Kaum bist du in den Laden getreten, als du von einer netten, jungen Dame mit den Worten: &amp;quot; Seid herzlich Willkommen, schaut Euch nur in Ruhe um&amp;quot;, begrüßt wirst.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gewürzhandel Karolusjaar (Gewürzhandel):&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; In diesem Steinhaus am Ende der Olderstraße findet man einen alten Mann, der in einem grauen Umhang gewandet ist. Er wirkt zwar alt, aber er strahlt ein Wissen und sehr viel Erfahrung aus. Sein schütteres graues Haar tritt nur ganz leicht unter seiner Kapuze hervor. &amp;quot;Wenn Ihr etwas über Mohn und seine Anwendung wissen wollt, dann seid Ihr bei mir genau richtig.&amp;quot;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Handelskontor Vellhafener Agentur (Handelshaus):&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; &amp;quot;Willkommen im Kontor der Vellhafener Agentur&amp;quot;, begrüßt dich der junge Mann als du eintrittst. &amp;quot; Schaut Euch nur in Ruhe um, wir führen Waren aus ganz Antamar.&amp;quot;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Balurat der Fleißige (Rüstungsmacher):&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Der Schmied Jucaro Balurat macht seinem Geschäftsnamen alle Ehre, da er am Amboss steht und fleißig an einem Schwert arbeitet. Er ist ein großer, muskulöser Mann in den besten Jahren, dessen kahler Schädel vor Schweiß glänzt. Er bemerkt dich erst gar nicht, so vertieft ist er in seine Arbeit, doch das stört dich nicht, da du so fasziniert verfolgen kannst, wie der Helm unter seinen Händen allmählich Gestalt annimmt. Nach einer Weile scheint er zufrieden zu sein, und steckt sie mit einem Grunzen zum Abkühlen in ein Wasserbad. Erst dann wendet er sich dir mit prüfendem Blick zu. &amp;quot;Welche Rüstung darf&amp;#039;s denn sein?&amp;quot; kommt er direkt zum Punkt.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Veerner-Waffen (Waffenschmiede):&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Auf deiner Suche nach einem Händler stolperst du, von einer rasenden Kutsche abgedrängt, in eine kleine dunkle Gasse aus der du schnell wieder entkommen willst, als dein Blick auf ein kleines, nur noch an einer Angel hängendes Schild fällt. Neugierig trittst du ein und findest dich wieder in ... ja, wo nur? In einer gewaltigen Rumpelkammer. Alte Waffen stapeln sich bis an die Decke. Wo bist du da nur hineingeraten? Nach einiger Zeit schlurft dann auch schon ein alter Herr mit Halbglatze aus dem Dämmerlicht und lächelt dich fragend an.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Magisches Allerley (Artefaktschmiede):&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Wenn man ein magisches Artefakt sucht, dann ist man bei Daikoron richtig. Ein unheimlicher und mächtiger Magier, der seine eigenen magischen Werke verkauft. Man sollte aber nicht versuchen mit ihm zu feilschen. Der letzte, der das versuchte, kann heute nicht mehr sprechen.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Flinke Finger (Schneider):&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; In diesem Laden gibt es verschiedene Gewänder, welche man durchaus auch in der gehobenen Gesellschaft tragen kann.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kräuter und Pflanzen (Kräuter- &amp;amp; Pflanzenhandel):&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Als du das Geschäft betrittst, strömen dir unzählige Gerüche von getrockneten und frischen Kräutern entgegen. Etwas überfordert, durch die zahlreichen Tiegel, Döschen und Säcke, die sich in den vielen Regalen und Auslagen befinden, bleibst du erst einmal stehen und überlegst, was genau du kaufen willst.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nassibansab (Werkzeugmacher):&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; In diesem gut sortierten Laden kannst du allerhand Werkzeuge erwerben. Schau dich ruhig um, eventuell ist ja auch etwas für dich dabei.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kenza′s (Buchhandel):&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; In diesem kleinen, mit Regalen voll gestellten Laden ist es recht gemütlich. Neben den Regalen voller Bücher befindet sich auch eine kleine Sitzecke, in der man entspannt in den Büchern blättern kann. Für gute Freunde des Hauses stellt der Inhaber auch noch gerne ein exklusives, importiertes Getränk auf das dazugehörende Tischchen.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gebrauchte Schiffe (Boots-/Schiffbauer):&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Willkommen beim quasselnden Lukas! Schon von außen gleicht dieser Laden, an der hintersten Ecke des Hafens, einem wahren Trümmerfeld aus alten Schiffsteilen und Schiffszubehör. Die alte Schnigge, welche vor dem Laden am Kai festgemacht ist, sieht auch schon so aus, als hätte sie ihre besten Tage hinter sich. Das einzige noch gut erhaltene an dem Schiff scheint ein Stück an den Mast genageltes Pergament zu sein, auf dem in krakeligen Buchstaben steht: &amp;quot;garantiert neu und günstig&amp;quot;. Seinen bezeichnenden Namen hat der Besitzer dieses Ladens auch nicht von ungefähr, denn sobald man in seinen Laden geht, versucht er dem ahnungslosen Käufer, unter ständigem Gerede, wertlosen oder uralten Tand anzudrehen.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wechselstube (Edelsteinschleifer):&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Im Sortiment befinden sich die verschiedensten Halb- und echten Edelsteine. Es blinkt in den unterschiedlichsten Farben, unter anderem aber auch in Stahl, denn die Wachen sehen nicht aus, als ob sie Spaß verstünden. Da der Preis der Edelsteine in der gesamten bekannten Welt fast gleichbleibend ist, eignen sie sich hervorragend als Alternative zu herkömmlichen Münzen. Zudem sind sie bedeutend kleiner und resistenter als die gängigen Prägungen.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ein bewachter Stand:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Etwas abseits des Marktes kannst du einen kleinen Stand erkennen, welcher zu deiner Verwunderung von zwei schwer gerüsteten Wachen flankiert wird. Bei näherer Betrachtung fällt dir ein sorgfältig gearbeitetes Schild auf: ANTAMARISCHER HOLZPLÄTTCHENTAUSCHHÄNDLER&lt;br /&gt;
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=== Kampfschulen und Lehranstalten ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;Trainingshalle des wahren Kampfes wider die Selbstgefälligen&amp;quot; (Kampfschule):&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; -&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Frunolf Geerdson (Lehrmeister):&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Ein älterer Gelehrter, der sein Wissen gegen bare Münze weiter vermittelt.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schule der Handelsagentur (Schule):&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Während an der Vellhafener Universität vor allem die technischen und handwerklichen Aspekte der Seefahrt gelehrt werden, ist man in dieser Schule vor allem darauf bedacht, den Schülern die verschiedenen Sprachen der Handelspartner und die entsprechende Etikette zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
== Umgebung ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Landschaft:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Küste; Im Hinterland gibt noch mehrere kleinere Weiher, welche die Stadt mit ihren Erzeugnissen versorgen. &lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Vegetation:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Wälder , deren Holz zum Bau von Schiffen verwendet wird, sind auf der Insel zahlreich vorhanden.  &lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tierwelt:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Das Seegebiet um die Insel herum hat reiche Fischgründe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wegweiser ==&lt;br /&gt;
=== Landweg ===&lt;br /&gt;
* [[Ismar]] (Vellhafener Städtebund), 164 Meilen Rundweg über die Insel (Weg, Grasland und Wiesen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Seeweg ===&lt;br /&gt;
* [[Amrunhaven]] (Fürstentum Thelessa), 350 Meilen (Meer)&lt;br /&gt;
* [[Breggans]] (Vellhafener Städtebund), 790 Meilen (Meer)&lt;br /&gt;
* [[Hammabourg]] (Vellhafener Städtebund), 130 Meilen (Meer)&lt;br /&gt;
* [[Lerbreck]] (Vellhafener Städtebund), 120 Meilen (Meer)&lt;br /&gt;
* [[Novgora]] (Vellhafener Städtebund), 580 Meilen (Meer)&lt;br /&gt;
* [[Regga]] (Vellhafener Städtebund), 275 Meilen (Meer)&lt;br /&gt;
* [[Vellhafen]] (Vellhafener Städtebund), 790 Meilen (Meer)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Städte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vellhafener Städtebund]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tica</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.antamar.eu/index.php?title=Ismar&amp;diff=126652</id>
		<title>Ismar</title>
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		<updated>2026-03-17T08:30:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tica: /* Besonderheiten */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Stadtbox &lt;br /&gt;
 |status=Eingebaut + Anreisbar&amp;lt;!--Erstellung/Eingebaut/Anreisbar--&amp;gt; &lt;br /&gt;
 |name=Ismar&amp;lt;!--Nur ersetzen wenn nicht gleich Seitenname--&amp;gt; &lt;br /&gt;
 |wappen=ismar.png&amp;lt;!--Nur wenn ungleich Wappen_name.png; wenn kein Wappen benötigt nein einfügen --&amp;gt; &lt;br /&gt;
 |einwohner=43.000&lt;br /&gt;
 |marktrecht=Ja&lt;br /&gt;
 |hafen=Ja&lt;br /&gt;
 |kontinent=Anteria&lt;br /&gt;
 |kultur=Mittelländer&lt;br /&gt;
 |land=Vellhafener Städtebund&lt;br /&gt;
 |provinz=&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemein ==&lt;br /&gt;
Mit ihren 43.000 Einwohnern ist Ismar nach Vellhafen die zweitgrößte Stadt des Bundes, die Beziehung zur großen Schwester könnte man durchaus als Hassliebe bezeichnen. Gegen das Grauland und Konkurrenz von Außen tritt man zwar als geschlossene Einheit auf, untereinander neidet man sich gegenseitig jedoch den Erfolg und ist stets bemüht die Gegenseite zu übertreffen. Dies beginnt beim erbitterten Wettstreit um den Sieg bei der jährlichen Städtebundregatta und endet gelegentlich in schon fast kindischen Aktionen, wie dem Bau des neuen Agir-Tempels im Hafenviertel. Die reichen Kaufmänner der Stadt wollten sich mit dem Monumentalbau, der vor etwa 40 Jahren begonnen wurde, selbst zu Lebzeiten ein Denkmal setzen und versuchten ungeduldig die Fertigstellung zu beschleunigen. Deshalb ist der Westflügel des Gotteshauses wegen eines Konstruktionsfehlers eingestürzt, was zahlreichen Bauarbeitern das Leben kostete. Die Priester wollten diesen Makel jedoch nicht beheben lassen, um die Stadtältesten der Folgen ihrer Unbedachtheit und Ungeduld zu gemahnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihren Reichtum bezieht die Stadt unter anderem aus den hochwertigen Hölzern, die in den dichten Wäldern der Insel wachsen und die für den Schiffbau im ganzen Städtebund eine wichtige Grundlage darstellen. Besonders Orstoc ist oft auf Lieferungen aus Ismar angewiesen, da die Umgebung der Stadt kaum bewaldet ist. Diesen Umstand wissen sich die gerissenen Händler Ismars zu Nutze zu machen, die Preise werden häufig geschickt in die Höhe getrieben. Böse Zungen behaupten deshalb, dass die kleinen Brände, die gelegentlich in den Kontoren ausbrechen, kein Zufall sind. Diese werden jedoch auch durch die vielen Holzlager in der Stadt begünstigt, viele Häuser wurden daher inzwischen aus feuerfestem Backstein errichtet. Große Teile der Stadt werden durch eine starke Mauer geschützt, die vor rund 100 Jahren neu errichtet wurde, als innerhalb des alten Rings kein Platz mehr für neue Bauten war. In der Altstadt befinden sich jedoch nach wie vor die Häuser der reichsten Familien, sowie das alte mehrstöckige Ratsgebäude, das auf Besucher oft imposant wirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenfalls sehenswert ist die zentrale Wasserversorgung am Marktplatz, die das Grundwasser der Insel anzapft und auf einem komplexen System aus Rohren und Pumpen basiert. In den vielen engen Gassen der Stadt herrscht ein unglaubliches Gedränge und Geschubse, generell gleicht Ismar wegen seiner Betriebsamkeit einem riesigen Ameisenhaufen. Diesen Umstand machen sich auch die zahlreichen Taschendiebe und Einbrecher der Stadt zu nutze, die oft kleinen Diebesbanden angehören. Unter den einzelnen Gruppen herrscht ein harter Konkurrenzkampf, nicht selten findet man daher Leichen mit durchgeschlitzter Kehle in der Gosse des Armenviertels.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herkunft des Namens ===&lt;br /&gt;
Die Stadt wurde bei der Gründung erst Izmar Havn genannt und erhielt ihren aktuellen Namen erst später.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sonstiges ===&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wappen:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Goldener Stierkopf mit Hut und Rüschenkragen über einem silbernem Fisch auf blauem Grund&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stadtsiegel:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
:::[[Bild:Ismar.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
Der gewählte Vertreter dieser Stadt ist der Oldermann [[Chrischan Vernar]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
* Die Stadt erhielt ihr Marktrecht mit der Gründung im Jahre 499 nZ.&lt;br /&gt;
* Im Jahr 650 nZ kam es zu einem ersten großen Stadtbrand. Die reiche Stadt wurde mit vielen Backsteinhäusern wiederaufgebaut. &lt;br /&gt;
* 790 nZ erreichte der Schwarze Tod die Stadt, und mehr als 5.000 Einwohner erlagen der Krankheit.&lt;br /&gt;
* Das gestiegene Selbstbewusstsein der Stadt spiegelt sich im Aufstand 839 nZ gegen die [[Adelsrepublik Grauland]] und die Abspaltung von selben wider.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einwohner ==&lt;br /&gt;
Zahl: ca. 43.000 - hauptsächlich Mittelländer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Berühmte Personen ===&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Ennrich Berwin]]:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Gründer der Stadt&lt;br /&gt;
* Sortebeker - berühmter Freibeuter - Namensgeber für [[Sortebeker Bier]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stadtbild ==&lt;br /&gt;
Hafenstadt auf der Insel Insgar. Platz für neue Niederlassungen ist reichlich vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Berühmte Bauwerke ===&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Brennerei&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; des berühmten Seemanns Wassers&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Zentrale Wasserverteilung:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Sie kann auf dem Marktplatz bewundert werden.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Altes Ratsgebäude&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gebrauchte Schiffe:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Für alle, die sich immer schon einmal ein halb abgesoffenes Boot oder Schiff andrehen lassen wollten. (siehe auch unter Händler)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gasthaus zum fliegenden Ismarer:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (siehe auch unter Gasthäuser)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Besonderheiten ===&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Markt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hafen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lagerhaus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gosse&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mietstall&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tempel:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; An einem zentralen Platz von Ismar siehst du vor dir einen wahrhaft eindrucksvoll in den Himmel ragenden Tempel der Kirche der neun Götter des Kaiserreiches, welche natürlich auch hier an der Ostküste verehrt werden.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wundheiler:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; In einer stillen Seitengasse von Ismar hängt über einem kleinen Laden ein verwittertes altes Schild, das einen Alchimistenmörser, eine Schlange und ein Bündel Kräuter zeigt. Offenbar hat hier ein Heiler seine Praxis.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Salzwiesen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Banken ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Spoiler - Öffnen auf eigene Gefahr!&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Vellhafener Handelsbank:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Willkommen in der Filiale, der Vellhafener Handelsbank. Die Bank wurde gegründet, um schnelle Käufe innerhalb des Bundes tätigen zu können und die Gewinne aus den Verkäufen, sicher deponieren zu können. Die Handelsbank nimmt natürlich auch gerne die Währungen der Handelspartner des Bundes an und tauscht sie zu günstigen Kursen bei Bedarf auch in die einheimische Währung.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gasthäuser ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Spoiler - Öffnen auf eigene Gefahr!&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;Gasthaus zum fliegenden Ismarer&amp;quot;:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Dieses Gasthaus im Ismarer Hafen ist weit bekannt. Hier treffen sich gerne die Seefahrer aus aller Welt und erzählen ihre meist doch recht fantasievollen Geschichten. Von außen wirkt das Gebäude wie ein großes Lagerhaus und nur das Schild mit dem Humpen und dem geflügelten Schiff über der Türe weisen auf die Nutzung des Gebäudes hin. Im Inneren findet man jedoch eine recht gehobene Ausstattung vor. Die Bänke und Tische bestehen aus einem dunklen, exotischen Holz und die Wände sind mit allerlei Mitbringsel aus fernen Ländern verziert. An der Stirnseite befindet sich ein großer, offener Kamin, der für ein angenehmes Licht und Wärme sorgt.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zur Heimat:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Diese Taverne wird von einem schlanken, gut aussehenden jungen Mann geführt, der eine sehr charismatische Persönlichkeit zu haben scheint. Sein gewinnbringendes Lächeln lässt dich die Strapazen des Tages vergessen. Du bist froh, als er dich nach deinen Wünschen fragt. Noch bist du der einzige Gast hier, aber es ist auch noch recht früh am Tag.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Händler ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Spoiler - Öffnen auf eigene Gefahr!&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nahrungsmittel (Lebensmittel):&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Nicht ein Stand oder Geschäft, sondern verschiedene kleine Auslagen bilden das Angebot, das von den Bauern, Hirten und Sammlern der Umgebung hier zum Verkauf angepriesen wird.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Apotheke Vilburn Martan (Alchimist):&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Du betrittst den kleinen Laden, drinnen riecht es nach Kräutern und allerlei Medikamenten. Du siehst dich um, ob du einige nützliche Heilkräuter finden könntest, als ein kleiner Mann mit einem langen Bart aus dem hinteren Teil des Ladens hervortritt und dich nach deinen Wünschen fragt. Er betont nebenbei immer wieder, dass es in seinem Laden die besten Heilkräuter in ganz Mindans geben würde.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Warenhandel Vindest (Waren):&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Kaum bist du in den Laden getreten, als du von einer netten, jungen Dame mit den Worten: &amp;quot; Seid herzlich Willkommen, schaut Euch nur in Ruhe um&amp;quot;, begrüßt wirst.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gewürzhandel Karolusjaar (Gewürzhandel):&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; In diesem Steinhaus am Ende der Olderstraße findet man einen alten Mann, der in einem grauen Umhang gewandet ist. Er wirkt zwar alt, aber er strahlt ein Wissen und sehr viel Erfahrung aus. Sein schütteres graues Haar tritt nur ganz leicht unter seiner Kapuze hervor. &amp;quot;Wenn Ihr etwas über Mohn und seine Anwendung wissen wollt, dann seid Ihr bei mir genau richtig.&amp;quot;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Handelskontor Vellhafener Agentur (Handelshaus):&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; &amp;quot;Willkommen im Kontor der Vellhafener Agentur&amp;quot;, begrüßt dich der junge Mann als du eintrittst. &amp;quot; Schaut Euch nur in Ruhe um, wir führen Waren aus ganz Antamar.&amp;quot;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Balurat der Fleißige (Rüstungsmacher):&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Der Schmied Jucaro Balurat macht seinem Geschäftsnamen alle Ehre, da er am Amboss steht und fleißig an einem Schwert arbeitet. Er ist ein großer, muskulöser Mann in den besten Jahren, dessen kahler Schädel vor Schweiß glänzt. Er bemerkt dich erst gar nicht, so vertieft ist er in seine Arbeit, doch das stört dich nicht, da du so fasziniert verfolgen kannst, wie der Helm unter seinen Händen allmählich Gestalt annimmt. Nach einer Weile scheint er zufrieden zu sein, und steckt sie mit einem Grunzen zum Abkühlen in ein Wasserbad. Erst dann wendet er sich dir mit prüfendem Blick zu. &amp;quot;Welche Rüstung darf&amp;#039;s denn sein?&amp;quot; kommt er direkt zum Punkt.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Veerner-Waffen (Waffenschmiede):&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Auf deiner Suche nach einem Händler stolperst du, von einer rasenden Kutsche abgedrängt, in eine kleine dunkle Gasse aus der du schnell wieder entkommen willst, als dein Blick auf ein kleines, nur noch an einer Angel hängendes Schild fällt. Neugierig trittst du ein und findest dich wieder in ... ja, wo nur? In einer gewaltigen Rumpelkammer. Alte Waffen stapeln sich bis an die Decke. Wo bist du da nur hineingeraten? Nach einiger Zeit schlurft dann auch schon ein alter Herr mit Halbglatze aus dem Dämmerlicht und lächelt dich fragend an.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Magisches Allerley (Artefaktschmiede):&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Wenn man ein magisches Artefakt sucht, dann ist man bei Daikoron richtig. Ein unheimlicher und mächtiger Magier, der seine eigenen magischen Werke verkauft. Man sollte aber nicht versuchen mit ihm zu feilschen. Der letzte, der das versuchte, kann heute nicht mehr sprechen.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Flinke Finger (Schneider):&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; In diesem Laden gibt es verschiedene Gewänder, welche man durchaus auch in der gehobenen Gesellschaft tragen kann.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kräuter und Pflanzen (Kräuter- &amp;amp; Pflanzenhandel):&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Als du das Geschäft betrittst, strömen dir unzählige Gerüche von getrockneten und frischen Kräutern entgegen. Etwas überfordert, durch die zahlreichen Tiegel, Döschen und Säcke, die sich in den vielen Regalen und Auslagen befinden, bleibst du erst einmal stehen und überlegst, was genau du kaufen willst.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nassibansab (Werkzeugmacher):&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; In diesem gut sortierten Laden kannst du allerhand Werkzeuge erwerben. Schau dich ruhig um, eventuell ist ja auch etwas für dich dabei.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kenza′s (Buchhandel):&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; In diesem kleinen, mit Regalen voll gestellten Laden ist es recht gemütlich. Neben den Regalen voller Bücher befindet sich auch eine kleine Sitzecke, in der man entspannt in den Büchern blättern kann. Für gute Freunde des Hauses stellt der Inhaber auch noch gerne ein exklusives, importiertes Getränk auf das dazugehörende Tischchen.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gebrauchte Schiffe (Boots-/Schiffbauer):&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Willkommen beim quasselnden Lukas! Schon von außen gleicht dieser Laden, an der hintersten Ecke des Hafens, einem wahren Trümmerfeld aus alten Schiffsteilen und Schiffszubehör. Die alte Schnigge, welche vor dem Laden am Kai festgemacht ist, sieht auch schon so aus, als hätte sie ihre besten Tage hinter sich. Das einzige noch gut erhaltene an dem Schiff scheint ein Stück an den Mast genageltes Pergament zu sein, auf dem in krakeligen Buchstaben steht: &amp;quot;garantiert neu und günstig&amp;quot;. Seinen bezeichnenden Namen hat der Besitzer dieses Ladens auch nicht von ungefähr, denn sobald man in seinen Laden geht, versucht er dem ahnungslosen Käufer, unter ständigem Gerede, wertlosen oder uralten Tand anzudrehen.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wechselstube (Edelsteinschleifer):&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Im Sortiment befinden sich die verschiedensten Halb- und echten Edelsteine. Es blinkt in den unterschiedlichsten Farben, unter anderem aber auch in Stahl, denn die Wachen sehen nicht aus, als ob sie Spaß verstünden. Da der Preis der Edelsteine in der gesamten bekannten Welt fast gleichbleibend ist, eignen sie sich hervorragend als Alternative zu herkömmlichen Münzen. Zudem sind sie bedeutend kleiner und resistenter als die gängigen Prägungen.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ein bewachter Stand:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Etwas abseits des Marktes kannst du einen kleinen Stand erkennen, welcher zu deiner Verwunderung von zwei schwer gerüsteten Wachen flankiert wird. Bei näherer Betrachtung fällt dir ein sorgfältig gearbeitetes Schild auf: ANTAMARISCHER HOLZPLÄTTCHENTAUSCHHÄNDLER&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kampfschulen und Lehranstalten ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Spoiler - Öffnen auf eigene Gefahr!&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;Trainingshalle des wahren Kampfes wider die Selbstgefälligen&amp;quot; (Kampfschule):&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; -&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Frunolf Geerdson (Lehrmeister):&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Ein älterer Gelehrter, der sein Wissen gegen bare Münze weiter vermittelt.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schule der Handelsagentur (Schule):&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Während an der Vellhafener Universität vor allem die technischen und handwerklichen Aspekte der Seefahrt gelehrt werden, ist man in dieser Schule vor allem darauf bedacht, den Schülern die verschiedenen Sprachen der Handelspartner und die entsprechende Etikette zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Umgebung ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Landschaft:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Küste; Im Hinterland gibt noch mehrere kleinere Weiher, welche die Stadt mit ihren Erzeugnissen versorgen. &lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Vegetation:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Wälder , deren Holz zum Bau von Schiffen verwendet wird, sind auf der Insel zahlreich vorhanden.  &lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tierwelt:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Das Seegebiet um die Insel herum hat reiche Fischgründe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wegweiser ==&lt;br /&gt;
=== Landweg ===&lt;br /&gt;
* [[Ismar]] (Vellhafener Städtebund), 164 Meilen Rundweg über die Insel (Weg, Grasland und Wiesen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Seeweg ===&lt;br /&gt;
* [[Amrunhaven]] (Fürstentum Thelessa), 350 Meilen (Meer)&lt;br /&gt;
* [[Breggans]] (Vellhafener Städtebund), 790 Meilen (Meer)&lt;br /&gt;
* [[Hammabourg]] (Vellhafener Städtebund), 130 Meilen (Meer)&lt;br /&gt;
* [[Lerbreck]] (Vellhafener Städtebund), 120 Meilen (Meer)&lt;br /&gt;
* [[Novgora]] (Vellhafener Städtebund), 580 Meilen (Meer)&lt;br /&gt;
* [[Regga]] (Vellhafener Städtebund), 275 Meilen (Meer)&lt;br /&gt;
* [[Vellhafen]] (Vellhafener Städtebund), 790 Meilen (Meer)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Städte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vellhafener Städtebund]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tica</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.antamar.eu/index.php?title=Liedgut_des_Barden_Walter_von_der_Salzwiese&amp;diff=126630</id>
		<title>Liedgut des Barden Walter von der Salzwiese</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.antamar.eu/index.php?title=Liedgut_des_Barden_Walter_von_der_Salzwiese&amp;diff=126630"/>
		<updated>2026-03-12T11:18:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tica: /* Belbrücks */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Walter von der Salzwiese – Barde aus Vellhafen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walter von der Salzwiese gilt als einer der hoffnungsvollsten jungen Spielleute Vellhafens. Mit seinen gerade einmal erwachsenen Jahren hat er sich bereits einen Ruf erarbeitet, der manch älteren Barden neidisch werden lässt. Freundlich im Wesen, mit einer klaren, warmen Stimme und einem Talent, das Zuhörer mühelos in seinen Bann zieht, ist er in Schenken, auf Märkten und bei Festen gern gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein erstes Werk, „Das Lied von Brunihild“, verbreitete sich rasch über die Grenzen Vellhafens hinaus und wurde zu einem antamarweit bekannten Gassenhauer. Schon als Junge schickte Walter seine Verse und Melodien an den Vellhafener Kurier und erhielt dort früh Anerkennung für seine Dicht- und Vortragskunst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Herkunft und Familie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walter stammt aus Ismar, wo sein Vater Hein von der Salzwiese einen erfolgreichen Hof bewirtschaftet. Die Schafe der Familie grasen auf den salzhaltigen Wiesen Ismars, was dem Fleisch der berühmten Salzlämmer einen besonderen Geschmack verleiht. Wohlstand und Fleiß prägen Walters Herkunft, und es mangelte der Familie nie an etwas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein künstlerisches Talent verdankt Walter vor allem seiner Mutter Irina, die einst als Bardin unter dem Beinamen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;„Die Lerche aus Ismar“&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bekannt war. Sie tritt heute nicht mehr öffentlich auf, doch ihre Stimme und ihr Gespür für Melodie leben in ihrem Sohn weiter. Walters Brüder hingegen blieben der Landwirtschaft treu und führen den elterlichen Hof fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hinweis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die hier aufgeführten Lieder und Verse stammen — mit wenigen Ausnahmen (die aber immer extra gekennzeichnet sind)  — aus meiner eigener Feder.&lt;br /&gt;
Der Barde Walter von der Salzwiese wird im Spiel von mir verkörpert. Tica&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Balladen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
Walters Balladen erzählen von Liebe, Schicksal, Heldentum und den stillen Tragödien des Alltags. Sie sind länger gefasste Erzählgedichte, die oft auf wahren Begebenheiten beruhen oder von alten Sagen inspiriert wurden. Mit klarer Stimme und feinem Gespür für Stimmung trägt Walter sie auf Märkten, in Schenken und bei Festen vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Das Lied von Brunihild&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
War einst ein kleines Schneiderlein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das konnt schneidern, mit Stichlein fein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und dieses kleine Schneiderlein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging Nächtens in den Wald hinein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dort traf er sich mit Brunihild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die beiden trieben es dort wild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf einer Lichtung unerlaubt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er die Unschuld ihr geraubt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bruni aber war dem Joost versprochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der, der hatt&amp;#039; bald Lunt&amp;#039; gerochen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es kam, wie es dann kommen musste:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Joost, der ahnte, wenn auch nicht wusste,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass Brunihild ihn dreist belogen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und wahrscheinlich auch betrogen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er will es wissen, noch genauer,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und legt sich Nächtens auf die Lauer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Genau vor Brunihildes Elternhaus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und richtig, kaum war&amp;#039;s dunkel, trat sie hinaus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grimmig sieht Joost wie seine Braut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die selbst des Nachts sehr schön ausschaut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sich im Walde mit einem Schneider trifft,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihn gar küsst und herzt, das blonde Gift.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es schmerzt ihn sehr, er leidet Pein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie er so sieht sein Brunilein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Hals ihm schwillt und er sieht rot,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
stürmt auf die Lichtung: Schneider tot!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es heult und schreit die Braut vom Joost:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du Mörder! Bist du noch bei Trost?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch Joost, der schaut sie lange an,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kalt und böse sagt er dann:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du nahmst meinen Ring, warst mir versprochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bist mit dem Schneider hier ins Laub gekrochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hast ihn geküsst, geherzet sehr&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weißt du, dich will ich gar nicht mehr!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brunihilde, die war fassungslos,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
drehte sich um und rannte los.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach Hause will ich, denkt die Maid&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und rafft dann flugs das lange Kleid,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und sie rennet schnell und schneller,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zuhaus geht`s zunächst mal in den Keller.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wäscht aus das Kleid, besudelt von des Schneiders Blut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
lauscht nach oben, ob der Joost ihr womöglich folgen tut.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Joost jedoch, der will nur die Verlobung lösen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gleichgültig ihm ist, ob im Guten oder Bösen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Egal, ob sie ihn anzeigt, dieses Weib&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hauptsache sie bleibt ihm nun vom Leib.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am Elternhaus der Brunihild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ruft er laut und fuchtelt wild,:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich möchte meinen Ring zurück,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von diesem ungetreuen Stück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es wird keine Hochzeit geben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so eine heirat´ ich nie im Leben.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vater und Mutter sind bass erstaunt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was der Joost da ausposaunt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie befragen dann ihr Kind und schau&amp;#039;n es ratlos an:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sag uns Brunihild, was hast du nur getan,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass der Joost dich untreu schilt?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Setz uns bitte mal ins Bild.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Maid, die schweigt, nimmt kreidebleich&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Ring vom Finger dann sogleich.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vater gibt den Schmuck zurück,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf das er andere Hände schmück&amp;#039;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Joost läuft nun geschwind davon,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und dann brüllt der Vater schon:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was sollen denn die Leute denken?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Musstest du den Joost so kränken?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kind was hast du bloß gemacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
in dieser unglückseligen Nacht?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch Brunihild, die Ungetreue,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sagt kein Wort, schweigt nun auf Neue.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Mutter redet auf sie ein:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sag mir den Grund, Brunhildilein!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch auch der Mutter bleibt sie eine Antwort schuldig,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
diese schäumt vor Wut, fragt ungeduldig:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was sollen wir den Leuten sagen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wenn nach der Hochzeit sie uns fragen?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maid schweigt weiter, geht auf ihr Zimmer,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Lage, die wird schlimm und schlimmer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn Brunihilde weiß, dass sie ein Kindlein trägt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
in knapp fünf Monden es in der Wiege quäkt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Schande&amp;quot; denkt sie, &amp;quot;Welch ein Graus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie komme ich aus der Sache raus?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich geh ins Wasser!&amp;quot; ihr Entschluss,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sprach&amp;#039;s und ging geschwind zum Fluss.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am nächsten Tag hat der Vater sie gefunden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie aus dem Wasser raus gewunden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu einem Medicus verbracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch der hat nur aufgelacht:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Eine Tote bringt ihr mir? Was soll ich tun?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lasst sie auf dem Nergasacker ruh&amp;#039;n.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater sprach: &amp;quot;Mir ist nicht nach Scherzen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
untersuche ob ein Kind sie trug, unter ihrem Herzen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Medicus untersucht die Tote nun geschwind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann sagt er: &amp;quot;Ja, sie erwartete ein Kind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In vier, fünf Monden wär`s soweit gewesen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das kann ich an dem Körper lesen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater nickt, bezahlt den Mann, und nimmt die Leich&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bringt sie zum Nergasacker dann sogleich.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch Nergas Diener schicken ihn fort:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Begrabt sie einem anderen Ort!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nerga hasst jene, die sich selbst des Lebens berauben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das weiß der Vater, durch seinen tiefen Götterglauben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es schwillt die Wut ganz tief in ihm,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er denkt: Der Joost war mit Brunihild intim,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dafür sollte er nun bezahlen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn er verursacht diese Qualen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Leich&amp;#039; der Tochter in den Armen, die Augen voller Schmerz,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
stellt er den Joost und ohne Fragen, sticht er ihm `nen Dolch ins Herz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Richter nach acht langen Wochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat den Vater freigesprochen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn, so sprach der weise Mann:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bin selber Vater und daher ich verstehen kann,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was ihn zu dieser Tat gebracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vielleicht hätt`ich&amp;#039;s ebenso gemacht?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Betrüge den Verlobten nicht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eifersucht bei einem Mann,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gar schlimme Folgen haben kann!&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der Sohn der Maar-Fiar&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sein Clan längst erloschen, seine Geschichte dieses Lied bewahr. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Maar-Fiar waren Jäger, Jäger am Meer, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihre hölzernen Kanus glitten pfeilschnell umher. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, der stolze Aiva&amp;#039;un, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der verehrte gar sehr Lunin und auch den goldenen Lun, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
War nur Lunin, nicht Lun, am Nachthimmel zu sehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so wussten die Maar-Fiar: Es ist Zeit, auf die Jagd zu gehen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er und die Gefährten schoben ihre Kanus in die Wellen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
im Wissen, das Lunin ihren Weg wird erhellen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vier saßen in den Kanus, ob Mann, ob Frau,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zwei lenkten durch die Wogen, zwei spähten hinaus ins Grau. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Netzen und Angeln machten sie reiche Beute, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vom Ausmaß ihres Fangs erzählt man sich noch heute. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Speere und Spieße waren stets messerscharf gewetzt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
damit auch Raubfisch, kein Hai ihre Netze zerfetzt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eroberer und Mörder schlichen heran in dunkler Nacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als weder Lunin noch Lun den Himmel bewacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie drangen gewaltsam ein in Takoyas Haus, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
löschten zunächst seiner Familie die Lebenslichter aus. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gefesselt und geknebelt, gezwungen zuzusehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie all die Untaten vor seinen Augen geschehen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vom Schmerz wie von Sinnen, von Wut angefacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er das Unmögliche dennoch vollbracht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er zerriss seine Fesseln, spuckte den Knebel aus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
erschlug jeden Qim‑Mas, den er fand im Haus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er war nicht zu halten, von der Rache beseelt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
seine Muskeln und Sehnen in Eisen gestählt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch als er im Haus sein Werk vollbracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
trat er hinaus in die stockdunkle Nacht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Dutzend Qim‑Mas rangen den wilden Takoya nieder,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er starb – doch sein Pan‑Teon lebt fort, davon künden die Lieder. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Maar‑Fiar, den stolzen Jägern der Meere,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gebührt auf ewig unsere stille Ehre.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein ganzer Clan, gefallen durch fremde Horden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
durch wilde Feinde, die nur brandschatzen und morden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in der alten Heimat der Maar-Fiar, das weiß jedes Kind, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weht nun an allen Orten eine fremde Flagge im Wind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Grauländer, diese Qim-Mas, wohnen nun dort, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Geister der Maar-Fiar hüten jeden Ort. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der Ring des Räubers &amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht weit von hier in einem tiefen Tal,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da wohnte eine Maid im Wald an einem Wasserfall. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie war so schön, so schön wie Milch und Blut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von ganzem Herzen war sie einem Manne gut. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du armes Kind, du dauerst meine Seele. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weil ich nur ein Räuber bin, wohn&amp;#039; in einer Höhle&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Du kannst fürwahr nicht länger bei mir sein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ich muss jetzt fort, tief in den Wald hinein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nimm diesen Ring, und sollte man dich fragen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so sag&amp;#039; ein Räuber habe ihn getragen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der dich geliebt, geliebt bei Tag und Nacht&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der so manchen um Hab und Gut gebracht&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sprach er nach vielen Monden zu ihr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nach so  vielen Tagen und Nächten mit Pläsier, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihr half kein Wehen und auch kein Klagen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie musste seinen Weggang weinend ertragen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schöne tat, was der Geliebte ihr gesagt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging zurück zu ihrem Dorf, tieftraurig verzagt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie zeigte den Leuten den güldenen Ring, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das vermaledeite wertvolle, aber gestohlene Ding. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie weinte: &amp;quot;Der Räuber, den ich geliebt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat ihn getragen bei Tag und auch bei Nacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der so  manchen um Hab und Gut gebracht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat mich geliebt, bei Tag und auch bei Nacht.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Leute im Dorf waren empört, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht die Liebe an sich hat sie gestört, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aber, dass sie einem Räuber galt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dieses man eine Sünde schalt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sprachen: &amp;quot;Geh in den Tempel, törichte Maid &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und klag den Geweihten dort dein Leid, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Ring, den spende an die Götter, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann verstummen auch die Spötter.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie kann man einen Räuber lieben, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Unglückseliges Kind, was hat dich umgetrieben?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maid weinte bitter und lange, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vor der Zukunft war ihr sehr bange. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Verlust des Liebsten hat sie schon entsetzt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
war sie nun zusätzlich Hohn und Spott ausgesetzt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie trat in einen heiligen Orden ein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um eine Dienerin für die Götter zu sein. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So lebt sie nun dorten, fleißig und fromm,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Jahre verrinnen, die Welt bleibt ihr stumm.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch manchmal im Dunkel, wenn die Kerzen vergeh’n,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
meint sie den Räuber wie im Traume zu seh’n.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann flüstert sie leise, so sanft wie der Wind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass Herzen nicht wählen, wohin sie bestimmt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und tief in ihr drinnen, verborgen und sacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
lebt weiter die Liebe bei Tag und bei Nacht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der treue Hund&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr Leute, lasset mich berichten, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von gar wundersamen Geschichten, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine tue ich Euch nun kund, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie ist zu Orstoc einst geschehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ihr Held, das war ein Hund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein reicher Bauer mit dem Namen Friedrich Klein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kehrte nach dem Marktbesuch in ein Wirtshaus ein. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er hatte Vieh verkauft, trug bei sich den Erlös, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das rochen in der Schenke zwei Räuber, bitterbös. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als nun der reiche Bauer des Nachts zu Bette ging, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
beschlossen diese Räuber zu drehen ein schlimmes Ding. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie schlichen im Gasthaus in seine Kammer hinein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und drangen mit ihren Messern bedrohlich ein auf Friedrich Klein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schon packten ihn die Schlimmen, an seiner bloßen Kehle, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da schrie mit letzten Kräften, Friedrich die Angst sich von der Seele &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das hörte im Stalle, nicht sein Knecht aber der treue Hund, .&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er riss sich von der Kette und schon er in der Kammer stund &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bevor die Mörder die Messer setzten an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er stürzt sich auf die Kerle und rettet so den Mann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ward überwältigt, die böse Mörderbrut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu Orstoc, auf dem Richtblock, da floss zum Lohn ihr Blut. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch in dem Kampf fügten sie dem treuen Tier zu eine böse Wund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und schon am nächsten Tage da starb der arme Hund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es setzt in seinem Garten, der Bauer Klein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dem treuen braven Hunde aus Marmor einen Stein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darauf stand geschrieben dieses hier: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Viel treuer als die Menschen ist oft ein Hundetier. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Die Geschichte vom Räuber Hannes&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es sagt einst ein Kind zur seiner Großmama: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wenn ich erwachsen bin, was werd ich da?  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hab wenig Lust auf Feldarbeit. Kann ich vielleicht ein Räuber sein? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Muss wenig tun, nur ein bisschen rauben. Das wär&amp;#039; einfach und sehr fein.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Alte wiegt besorgt den Kopf, streichelt sanft den Enkelsohn. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich erzähl dir &amp;#039;ne Geschichte, die beantwortet deine Frage schon.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lehnt sich zurück, dann hebt sie an und sie erzählt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Geschichte vom Räuber Hannes hat sie gewählt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch des Waldes düstre Gründe auf naturverschlungnem Pfaden  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wandelt eine Magd zum Markt nach Vellhafen mit schmerzenden Waden. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hui, da plötzlich stürmt des Banditen kühner Sohn aus dem Geheg, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
scharf bewehrt bis an die Zähne, und vertritt ihr flugs den Weg. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Seid Ihr&amp;quot;, fragt die Frau erblassend, einer dunklen Ahnung voll, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;nicht vielleicht der Räuber Hannes, der allhier grassieren soll?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ja, ich bin´s, du Unglücksel´ge, ja, ich bin´s, der sich dir zeigt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und du bist diejen´ge, welche sich nun vor mir verneigt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn mit hochwillkomm´ner Beute nahst du mir zu guter Stund!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sprachs und nahm ihr weg den Korb, durchwühlt ihn schnell bis auf den Grund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wie Schuppen von den Augen fällt´s der schlichten Magd sogleich: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ihr seid Hannes!&amp;quot;, ruft sie bleich. &amp;quot;Bin es!&amp;quot; spricht der Räuber weich. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bin´s und sage dir noch dieses: ich töte dich du dummes Weib, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bringst du mir nicht auf dem Rückweg Gold, ramm ich meinen Dolch in deinen Leib.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Magd wird blass und blässer und eilt zum Markt, sucht den Büttel Reodan, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
findet ihn, fragt ängstlich dann, ob er ihr wohl helfen kann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jener stimmt zu, sie zu begleiten, denn den Räuber will er fangen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
baumeln soll der Räuber Hannes, an dem Galgen soll er hangen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesagt, getan und aus dem Walde eilt der Hannes schnell heran, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn er sieht nur das Mägdelein und nicht den guten Reodan. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jener hat sich vorher schon gut versteckt hinter einer dicken Eich, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er springt heraus, macht sich ganz groß und packt sogleich, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann den Räuber Hannes fest am Arm und am Halse an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
damit der Bösewicht dem harten Griffe nicht entweichen kann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Schurke! Hab dich!&amp;quot; so donnert er, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Nun entkommst du mir nicht mehr!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Mit des Seilers Tochter mach ich dich bekannt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aufatmen wird das ganze Land.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Werde besser Räuber nicht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sonst landet man am Ende nur an einem Strick und baumelt dann im Wind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Drum werde artig und bleib brav, sonst kommt Reodan mein Kind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Die Vogelscheuche Martha Stroh&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vogelscheuche Martha Stroh, wurd&amp;#039; ihres Daseins nicht mehr froh.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn es war nun einmal so, ein Strohhalm piekste sie am Po.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie fand es schrecklich, musste weinen, so schlimm juckte es der Kleinen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn, auch eine Scheuche hat ein Recht auf einen - unversehrten Po, sollte man meinen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da kam ein Zwerg am Feld vorbei, hörte sogleich das Wehgeschrei.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Mach doch hier nicht so&amp;#039; n Bohei! Trink dir nen Schnaps oder auch zwei.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was kannst es denn so Schlimmes geben, dass du so greinst wie um dein Leben?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Oder trinkt den vergorenen Saft der Reben, das wird deine Stimmung heben!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Törichter Zwerg, was rätst du mir da, kleiner Mann? Fast wie der Mönch vorhin, der riet zu Baldrian.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch musst doch sehen, dass ich nichts trinken kann, schau einfach meinen Mund mal an!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zwerg guckt Martha böse an und ganz brüskiert, &amp;quot;Töricht sagst du?&amp;quot; Er holt aus und hat ihr einfach eine geschmiert,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Martha erbebt als sie die Ohrfeige kassiert und durch die Erschütterung den Pieksehalm am Po verliert!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Martha ganz gücklich, kann&amp;#039;s kaum fassen: &amp;quot;Hab Dank, mein Retter. Das pieksige Stroh hat mich verlassen!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;So lass ich mir gerne eins verpassen, wenn dann die Pieksehalme meinen Po in Frieden lassen!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zwerg schaut verdutzt auf seine Hände, sichtlich erstaunt über dieses glückliche Ende,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Gern geschehen, Vogelscheuche! Nun wach du wieder über das Gelände, Und sag jedem Vogel, dass besser er verschwände.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Die glutäugige Susanne&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es dachten sich die Eltern der glutäugigen Susanne, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Kind ist nun erwachsen bald,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wir geben sie zu einem Manne,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn sonst ist sie schon bald … zu alt.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein reicher Händler war der erste Kandidat, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er schien dem Vater eine gute Partie, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auch wenn er keine Haare auf dem Kopf mehr hat, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Mutter meint: „Den nimmt das Kind doch nie!“ &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch wurde flugs, er zum Sonntagsmahl geladen, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er erschien im feinsten Zwirn und mit schwarzem Hut, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch biss der Hund ihn in die Waden, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er roch wohl nicht besonders gut? &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Susanne lobt den Hund und füttert ihn mit Leckerbissen, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn diesen Kahlkopf will sie nicht zum Manne.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater tobt: „Hast du denn gar kein Gewissen? &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nicht die Haare machen aus, den guten Ehemanne!“ &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Susanne schmollt: „Ist mir egal, den Kahlkopf nehme ich nicht!“ &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Händler schaut erst dumm, setzt wieder auf den Hut und geht dann wortlos fort. &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater schreit: „Hat denn mein Wunsch in diesem Hause kein Gewicht? &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich stand beim Händler doch im Wort!“ &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Susanne tobt und weint und schmollt, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
umarmt den Vater stumm.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie mag nicht wenn der Vater grollt &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und hofft sie stimmt ihn um. &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Mein Vater, mein Vater ich liebe dich sehr“, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hört es der Vater in seinen Ohren hallen. &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Bitte bring mir keinen Kahlkopf mehr,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch einer mit güldnen Locken, der könnt mir gefallen.“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Papperlapapp!“ sagt der Vater geschwind,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Güldene Locken ersetzen nicht Gold und Position&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so kommst du mir nicht davon, mein Kind,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den nächsten den ich dir präsentiere, der wird mein Schwiegersohn.“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sohn des Stadtkämmerers, ein Jüngling mit goldenem Haar,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
schon lange verliebt in Susanne, die im Stadtpark er gesehen,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wurde durch Dritte die Geschichte gewahr,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und meinte sofort: „Da muss was geschehen!“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Flugs suchte er den Vater der Holden auf in seinem Kontor,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der saß hinter seinem Schreibtisch mit grimmigem Gesicht&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Jüngling trat mutig und beherzt davor,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Gebt mir Susanne zu Weibe“ verlangte er schlicht.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vater Susannchens guckt bass erstaunt,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf den blondgelockten Jüngling von gutem Stande&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil Kandidat Susannens Gnade fand, war schon übel er gelaunt,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
des Stadtkämmerer Sohn jedoch, schien ihm geeignet für Familienbande.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Diener lässt er flugs Frau und  Tochter holen,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der Jüngling freut sich, vor Aufregung das Gesicht ganz fahl, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der Vater hat Susanne dann barsch befohlen&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Dieser hier wird dein Gemahl, ich lass dir keine andre Wahl!“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Susannchen erst stumm und blass dann bass erstaunt,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
glaubt ihren Augen nicht zu trauen,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Gut, ihn nehme ich“ hat sie dann leis geraunt&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und kann nicht aufhören mit Schauen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verliebt strahlt sie den Jüngling an, sie kann es gar nicht fassen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater hochzufrieden, schaut stolz zu seiner Gattin hin,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Die Hochzeit, Weib, kannst du nun richten, dieses Mal scheint es zu passen.“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Mutter strahlt nicht minder, hat Enkelkinder schon im Sinn.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ihr, ihr lieben Leute, euch sicher schon gedacht,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil es sich nach der Geschicht&amp;#039; vermuten lässt,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die große Liebe war es, die Glut der Minne war entfacht,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
es dauerte nicht lange, da gab &amp;#039;s ein schönes Hochzeitsfest,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch die Moral von der Geschicht&amp;#039;,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die es ja immer geben muss,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die verrate ich euch noch nicht,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn für heut ist erst Mal Schluss.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein ander Mal bin ich dann da &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und singe euch, was noch geschah,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
mit der glutäugigen Susanne &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ihrem blondgelockten Manne.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bis dahin, ihr lieben Leut&amp;#039;,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
geduldet euch .. bin durch für heut&amp;#039;! &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Markgraf Berenhard der Laute&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Markgraf Berenhardt der Laute, hat uns unser Kind geraubt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von Isenburg zur Festung hinauf, wo man sie zu seh&amp;#039;n geglaubt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nehmt die Fackel brave Leut&amp;#039;, helft, dass man sie wieder find&amp;#039;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Keine Hoffnung gibt&amp;#039;s ihr Braven, dort regieren Schwert und Wind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auf dem Turme hört man&amp;#039;s klagen, sind das dort droben unsre Frau&amp;#039;n?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die, die ihr lebt dort in der Stadt Isenburg, tut auf eure Brut gut schau&amp;#039;n!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Sven der Rote auf der Suche&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sven der Rote saß beim nem Met, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
überlegte wie es nun weitergeht. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Warf den Becher voll Wut an die Wand!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er schrie: &amp;quot;Ich zieh mir ein Weibsbild an Land. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Rothaarig, stolz mit schwellender Brust soll sie sein &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und gehören soll sie nur mir allein!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sven der Rote, sprang auf, ging fort, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
suchte die Frau erst hier, dann dort. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch keine der Frauen, die er traf. war so wie erdacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie das schöne Bild, was sich in seinem Kopf breitgemacht. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines Tages aber, Sven der Rote war Gast hier in diesem Haus, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
fielen ihm beinah die Augen heraus. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn es kam eine Frau mit rotem Haar und schwellender Brust hinein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
setzte sich an einen Tisch und trank ein Glas Wein. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sven sprang auf, war himmlisch entzückt &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und vor lauter Liebeswahn beinah verrückt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er ging zum Tische, sprach: &amp;quot;Du Schöne sei mein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
willst du bitte mein Augenstern sein?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Frau sah Sven den Roten zunächst schweigend nur an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch dann, dann hat sie plötzlich etwas getan. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie schüttelt wild den Kopf und dann dem Sven den Wein ins Gesicht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was willst du von mir, du Tropf&amp;quot; hat sie dabei laut gezischt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Lass mich in Frieden besoffener Nordmann, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sonst zeig ich dir mal, was ne Nordfrau so kann!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Belästige hübsche Nordahejmra nicht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
willst du keinen er Wein im Gesicht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn der landet bei dir auf Bart und dem Kopf, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und alle lachen laut über dich, du armer Tropf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der Zwerg und die drei Prüfungen&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hinweis: Diese Ballade basiert lose auf einem derben irdischen Witz, der in Mittelalterforen kursiert.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Die gereimte Fassung stammt von Tica.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da waren wilde Orks, ein Trupp, ein schlimmer,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sorgten beim Gegner für Gewimmer, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie fingen einen Menschen ein  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und auch ein grimmig Zwergelein.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sowie &amp;#039;nen Elf mit seinem Bogen,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
haben sie an Land gezogen.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ork-Anführer sprach zu den dreien: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wenn ihr euch selbst wollt befreien, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihr müsst tun drei Dinge schwer, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
schafft ihr&amp;#039;s nicht, lebt ihr nicht mehr. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schafft ihr jedoch alle drei, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann lass ich euch tatsächlich frei!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Das erste Ding: Ihr müsst viel saufen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und dann ohne lang&amp;#039; verschnaufen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das zweite Ding: &amp;#039;nem Bär die Pranken brechen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das sein sehr schwer, ich kann versprechen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das dritte Ding: Ihr kriegt ein Jüngferlein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nach eurem Besuch sie darf keins mehr sein! &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Also was ist? Wollt machen ihr? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dann geht in diese Zelte hier!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Elf strafft sich, steht und geht &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ins erste Zelt mit &amp;#039;nem Fass Met. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er säuft und säuft, kein Met gewöhnt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wankt halbtot raus, er kotzt und stöhnt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Orken kennen kein Erbarmen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
erschlagen ihn, den Elf, den Armen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mensch, ein großer Kriegersmann, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
versucht das Met und sieh mal an: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es geht! Er torkelt zwar, aber er steht. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Ork-Anführer nickt und sagt: &amp;quot;War schwer, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nun noch schwerer, geh zum Bär!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Mensch geht rein ins Zelt zum Bär, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch raus, das kam er nimmer mehr! &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er wurde daraus tot geborgen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nun ist er ledig aller Sorgen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun geht der Zwerg ganz siegessicher, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ins Zelt zum Met, mit viel Gekicher. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Säuft alles aus, kommt winkend &amp;#039;raus &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und erntet von den Orks Applaus. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nun zu Ding zwei, dem Bären, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den will der Zwerg nun auch beehren, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Orken sehen das Zelt wild schwanken, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nicken, sind ganz in Gedanken an die starken Bärenpranken. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann Ruhe und als wär&amp;#039;s das normalste Ding auf der Welt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kommt &amp;#039;raus der Zwerg, ganz unversehrt aus dem nun stillen Bärenzelt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Das wär&amp;#039; geschafft, es war recht schwer, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch schafft mir nun die Jungfer her, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Muss ihr ja doch noch die Arme brechen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dann bin ich frei, so lautete euer Versprechen!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Havlind, die Möwe &amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hinweis: Dieses Lied stammt nicht aus der Feder des Barden Walter von der Salzwiese. Es ist ein Erbstück seiner Mutter Irina, die als „Lerche aus Ismar“ bekannt war und es häufig sang. Walter übernahm es später in sein Repertoire und machte es in Vellhafen und Umgebung bekannt. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Havlind, der Möwe, will ich für euch singen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von der Magie, die sie nach Ismar gebracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf silbernen Schwingen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
inmitten der Nacht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Havlind, die Schwester aus dem fernen Licht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wenn das Meer tobt und die Welle bricht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wenn die Schiffe drohen, unterzugehen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann kann Havlind die Götter sehen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie schwebt hoch oben über dem stürmischen Geschehn,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihr Flug ist ein Lied, das die Winde drehn.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es legt sich der Sturm, das Wasser wird still —&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das alles geschieht, weil Havlind es will.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit sanfter Magie hat sie Wind und Wellen geführt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Seeleute im Sturm haben etwas gespürt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine Ahnung von Schicksal und höherer Macht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die ihnen hier die Rettung gebracht. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch Havlind, die hat niemand gesehn,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
still ließ sie dieses Wunder geschehn.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Havlind, die Möwe klein und unerkannt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat sie die Menschen geschützt, den Sturm gebannt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie wacht über das Meer und Insel, die meine Heimat ist.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie will, dass ihr glaubt — aber nicht wisst.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Havlind, Wächterin über Salz und Zeit, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bringt Sanftmut und Frieden, ihr Ruf trägt weit. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gassen- und Handwerkslieder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesen Liedern besingt Walter das Leben der einfachen Leute: Handwerker, Händler, Hafenarbeiter und all jene, die in den Straßen und Gassen Vellhafens ihren Alltag bestreiten. Die Stücke sind oft humorvoll, manchmal rau, aber stets voller Wärme für die Menschen, die sie porträtieren. Viele davon entstanden unterwegs, zwischen Marktständen, Werkstätten und Tavernen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Das Lumpensammlerlied des Willem Willink&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Gott Pares hat mich verdammt auf Erden, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein Hader- und Lumpensammler zu werden. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin Willem Willink, ja seht mich nur an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein Lumpenkerl, ein armer, doch ehrlicher Mann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit verschossener Jacke, zerrissener Hose, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ja starrt mich ruhig an – ich bin keine Mimose. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist mir lieber, als wenn ihr verächtlich wegseht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als wär ich nur Dreck, den man mit Füßen wegfegt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Manch einer hält Nase und Maul mit dem Tuche bedeckt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil mein Duft ihn erschreckt und seine Sinne befleckt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch nach Ambra und Moschus kann ich nicht duften,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
muss für Hadern und Lumpen tagtäglich schuften.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bin kein feiner Pflastertreter mit Gold und mit Muße –&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Glück war bei anderen auf besserem Fuße.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hab des Lebens Mühsal bis zur Neige geleert,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch blieb ich stets ehrlich, hab mich nie beschwert.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Meer der Schmerzen bin ich geschwommen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf einem Lumpensack dann zu liegen gekommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun stapf ich durch Vellhafens Gassen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um eure alten Tücher und Kleider zu fassen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bringt mir ruhig ungewaschen, ungekrumpen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
eure Lappen, Fetzen, Flecken und Lumpen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Alles rein in den Sack – man macht daraus Papier:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eingeweicht, gestampft, gegautscht – harte Arbeit, kein Pläsier.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dann geschöpft, gepresst, getrocknet – ein neues Werk erschaffen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
verkauft an Schreiber, Pfeffersäcke und auch an die Pfaffen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin Willem Willink, pack Lumpen in meinen Sack,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und bin schon wieder fort – schwuppdiwupp, zackzack!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Ich liebte ein Mädchen ... &amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hinweis: Dieses Lied basiert auf dem irdischen Stück „Ich liebte ein Mädchen“ von Insterburg &amp;amp; Co. &amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Die antamarisierte Fassung stammt vom Spieler Pyromaniac.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Liwa, das war die reinste Diva.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Techuan, das hatte nie ein Röckchen an.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Toapac, dem gab ich meinen Anorak.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Yunava, das war mit ihrer Mutter da.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Pechutli, das fuhr so gerne Wasserski.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Mascunja, das zeigte mir ihr *tralala*&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Ximalcuan, das sah mich immer traurig an.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Punac, dann packte ich den Rucksack.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mir wurde nämlich Xetoka zu klein ,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so ging ich in die Wüste rein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Kalibah, das sagt ständig oh la la.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Finnekish, das aß am liebsten Tintenfisch.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Kefybeg, das nahm mir meine Stiefel weg.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Yntrein, dem zeigte ich mein Holzbein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Altersheim, das brachte ich beizeiten heim.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Tarrikum, das war ein wenig andersrum.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Ylgen, das konnte viel vertilgen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Djerset, dort sind sie alle sehr fett.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Esnau, das war wohl meine Traumfrau.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Yrlensbar, das war einfach wunderbar.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Chal&amp;#039;ginn, dort gehe ich nie wieder hin.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in El Bachan, die Rettung war ein Äppelkahn.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von nun an war mir auch Eriath zu klein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
drum stach ich in die See hinein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Mandoran, das sprach mich dort im Hafen an.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Eisentrutz, das wollte nur mit Kautschukschutz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Eisenstein, das lud mich in ihr Zimmer ein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Hälstrond, das war so richtig hellblond.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Hornsandt, das an der Straße ganz vorn stand.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Jotunheim, dem geht wohl jeder auf den Leim.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Belbrück, dort hatte ich ganz schnell Glück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Berggugg, das soff mit einem Zwergschluck.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Cargnac, zu zweit in einem Schlafsack.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Ismar, in deren Kleid ein Riss war.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Diertal, ich glaube es war viermal.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Echelon, da kam ich grade so davon.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Eisenrose, ach dort ist meine Unterhose.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Bragen, darüber darf ich nichts sagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Minenhall, das quatschte wie ein Wasserfall.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Dwimorgrim, da sollte ich mal wieder hin.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sind zwar keine Heldentaten, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was noch so war, wird nicht verraten. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Anne Samthaut und der hungrige Bilibo&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anne Samthaut , Halblingsfrau aus Altpforten , &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
buk ständig Kuchen und auch Torten, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bilibo Binsofroh, aus Huggelshausen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kam, um das Backwerk zu verschmausen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Flugs nahm die resolute Anne, den hungrigen Bilibo zum Manne, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn ihm schmeckten alle Sorten, ihrer Kuchen und auch Torten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bei so viel Süßem wurde Bilibos Bäuchlein kugelrund, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bei Anne hatte es sichtlich einen anderen Grund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Welchen, konnte man nach neun Monden sehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu dritt sie durch die Welt nun gehen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit kleinem Sohn leben sie nun in Veen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mal ehrlich? Ist das nicht wunderscheen? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das tut mir Leid. Die gibt es nicht. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schmäh- und Spottlieder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;==&lt;br /&gt;
Hier versammelt Walter von der Salzwiese all jene Lieder, in denen er mit fröhlicher Frechheit an Kronen, Krägen und Amtsketten zupft. Ob eitler Edelmann, überhebliche Amtsperson oder eine politische Entscheidung, die mehr Schatten als Glanz wirft – niemand ist vor Walters spitzem Humor sicher. Seine Spottlieder sind weniger Anklage als Kunststück: kleine musikalische Sticheleien, die Missgeschicke, Übertreibungen und Fehltritte in heitere Reime verwandeln. Mal neckisch, mal schelmisch, mal überraschend treffend – doch immer mit einem Lächeln, das zeigt, dass selbst die Mächtigen über sich lachen dürfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Conte Schiefhals&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hinweis: Dieses Lied ist eine antamarisierte Bearbeitung des irdischen Volksliedes „O hängt ihn auf“ aus dem 19. Jahrhundert. Die Melodie und Grundstruktur stammen aus der Vorlage, der Text wurde von mir für ein Rollenspielereignis in Vellhafen angepasst. Tica&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh hängt ihn auf! Oh hängt ihn auf! &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Oh hängt ihn auf, den Kranz voll Lorbeeren! &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dich oh Conte, dich oh Conte, dich mit deinem schiefen Hals, dich wollen wir verehren. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir treten, dich - wir treten dich, wir treten dich zu ehren, heut zusammen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wohl in den Leib, wohl in den Leib, wohl in den Leib lodern helle Flammen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du bist ein Vieh, du bist ein vie -, du bist ein vielgeliebter Conte in Vellhafen,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und auch ein Hund, und auch ein hund -, und auch einhundert Jahre sollst schaffen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh wie gemein, oh wie gemein, oh wie gemeinsam unser Herzen schlagen,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Siehst du heut aus, siehst du heut aus, siehst du heut aus den Worten , die wir sagen.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh wie es riecht, oh wie es riecht, oh wie es riecht nach deinem Ruhm im Lande. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aus deinem Mund, aus deinem Mund, aus deinem Mund, oh Conte, kam nie ein Wort der Schande. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir brechen dir, wir brechen dir, wir brechen dir zum Ruhm der Feinde Speere. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Selbst Hals und Bein, selbst Hals und Bein,  selbst Hals und Beine opfern wir zur Ehre. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh wie es glänzt, oh wie es glänzt, oh wie es glänzt in deinen goldnen Haaren, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vor Speck und Dreck, vor Speck und Dreck, vor Speck und Dreck soll man dich, oh Conte, stets bewahren. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Belbrücks&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Belbrücks sind kurze, scherzhafte Fünfzeiler, die in Antamar weit verbreitet sind. Walter sammelt sie seit seiner Jugend und dichtet selbst unzählige neue, meist über Orte, Menschen oder Begebenheiten, die ihm auf seinen Reisen begegnen. Sie folgen einer festen Reimform und werden in Tavernen gern laut mitgesprochen — oft zur großen Freude des Publikums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Heiliges Kaiserreich&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst Mädchen aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bragen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die wollt&amp;#039; was Besonderes wagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie sucht nach `nem Gatten im Kurier,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
jetzt hat sie nicht einen, sondern gleich vier,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die sich täglich übers Essen beklagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war mal ein Bauer aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ackerheim&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der machte in jeden Satz &amp;#039;nen Reim. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und als sein Haar wurde lichter, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da nannte er sich einen Dichter &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und blieb den ganzen Tag daheim. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Kind in &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kirchflecken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das wollte die Welt noch entdecken.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es konnte krabbeln, noch nich´ so gut laufen  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und purzelte prompt in jeden Misthaufen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und erschreckte wandernde Recken. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Oma aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Siebenbrück&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der bastelt der Sohn eine feine Krück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hat Oma hocherfreut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aber den Sohn hat&amp;#039;s gereut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn die Oma haute damit Leute in Stück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Junge aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Amartrutz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der nahm immer alle Gauner in Schutz, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als Mann er studierte, wurd&amp;#039; Rechtsanwalt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Gauner haben ihn nun bezahlt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und schon nannt&amp;#039; ihn keiner mehr Nichtsnutz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Kerl aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jatzlauken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der wollt nur Trompeten und Pauken, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn laute Musik, die liebte er sehr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
seinen Nachbarn machte das Leben er schwer. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie schimpfen ihn deshalb nen lauten Rabauken. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Recke aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bragen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der wollt auch was Besonderes wagen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er ging zu einem großen Turnier, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kam, sah und siegte gegen Vier, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gewann dann nen Helm mit Kragen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst der Vater vom Recken aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bragen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der wollte dem Sohn die Teilnahme versagen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bleib weg vom Turnier!&amp;quot; Wütend er droht: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Denn wenn du verlierst, dann bist ja tot!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Warum willst du dich unbedingt schlagen?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Thelessa&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gute Fürst aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Faelughaven&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
muss wie jeder in der Nacht auch schlafen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um dann sanft in den Schlaf zu gleiten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hilft dem gute Fürst beizeiten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Zählen von weißen Schafen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Orklande&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es zogen einst drei Kelten nach Westen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu suchen &amp;#039;nen Vierten, wenn möglich den Besten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie fanden ihn nah dem &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Orken-Lande&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht mittig sondern eher am Rande,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
im Eichenbaum sitzend auf Ästen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Vellhafener Städtebund&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Fleischer in &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ismar&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dessen Ware einfach nur Mist war, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
seine Würste schmeckten zum Kotzen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da taten die Kunden oft motzen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sein Name war Thönn Jes, war ja eh klar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen Burschen aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mindans&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; quälte das Verlangen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zur Liebsten zu eilen, auf dem Weg lagen Schlangen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eines von den Dingern hat ihn gebissen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da hat er vor Angst in die Buxe geschissen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und das Verlangen war ihm gründlich vergangen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Bäckergeselle aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lerbreck&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der traf auf ner Wiese nen Heuschreck. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Da rastetete er wild und doll aus, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
landete - logisch - im Tollhaus. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Lerbrecker sagen: Nu isser weg, der Jeck!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Theodius, ein Geweihter aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Breggans&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
fing einst eine Schneegans, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er wollte sie rupfen, braten und essen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch er hat dabei ganz vergessen: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er lebt ja streng nach Vegans! &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Königreich Lothrinien&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Pferdehirt aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Belbrück&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das war ein rechter Franz im Glück, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als von der Weide eine Herde Pferde wurde geklaut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er sich gründlich umgeschaut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und brachte sie, heil und am Stück, zurück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Burgherr auf &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Burg Obquell&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der fror ganz erbärmlich, trotz Wolle und Fell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Wind hier oben schneidend und bitterkalt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von drinnen die Stimm&amp;#039; seiner Frau erschallt: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mein Liebster, an den Kamin, zack zack aber schnell.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Adelsrepublik Grauland&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Jungfer aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Surquell&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die war ganz besonders schnell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Da kam ein Jüngling aus Untermoor, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der setzte ihr nen Floh ins Ohr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und zog sie nieder auf sein Schafsfell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Dûn-Reich&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Hund in &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tsakmur&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der ging allen auf die Hutschnur. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weil er bellte und jaulte, immer und stets, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging er den Leuten dort schwer auf den Keks. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die schickten den Jauler in die Wüste zur Kur.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Aivarunenlande&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Aivarune aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Qara Qorum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der fummelte sich immer am Ohr rum. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Seine Frau machte das Gefummel nervös, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
schrie ihn an und wurde ganz bös. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er hörte nicht auf, das war ganz dumm. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Xetoka&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Dame aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Liwa&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die war eine rechte Diva, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
trug nur seidene Kleider und Hüte, pompöse, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Verrückt, ja aber sie war keine Böse. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn das war was, was sie nie war. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Inoda&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Knabe aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Horami&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aß für sein Leben gerne Salami,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ob morgens, abends, zu jeder Zeit,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
für Salami war er immer bereit,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und verschlang sie rasant wie&amp;#039;n Tsunami.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Eiskönigreich&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Drache im Eise, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der machte sich auf die Reise, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von Nordhaar bis zur Stadt &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Eiswind&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ein Drache!&amp;quot; schrie laut ein Elfenkind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der Drache zog wieder ab, das war weise. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tica</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.antamar.eu/index.php?title=Liedgut_des_Barden_Walter_von_der_Salzwiese&amp;diff=126629</id>
		<title>Liedgut des Barden Walter von der Salzwiese</title>
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		<updated>2026-03-12T10:44:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tica: /* Belbrücks */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Walter von der Salzwiese – Barde aus Vellhafen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walter von der Salzwiese gilt als einer der hoffnungsvollsten jungen Spielleute Vellhafens. Mit seinen gerade einmal erwachsenen Jahren hat er sich bereits einen Ruf erarbeitet, der manch älteren Barden neidisch werden lässt. Freundlich im Wesen, mit einer klaren, warmen Stimme und einem Talent, das Zuhörer mühelos in seinen Bann zieht, ist er in Schenken, auf Märkten und bei Festen gern gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein erstes Werk, „Das Lied von Brunihild“, verbreitete sich rasch über die Grenzen Vellhafens hinaus und wurde zu einem antamarweit bekannten Gassenhauer. Schon als Junge schickte Walter seine Verse und Melodien an den Vellhafener Kurier und erhielt dort früh Anerkennung für seine Dicht- und Vortragskunst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Herkunft und Familie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walter stammt aus Ismar, wo sein Vater Hein von der Salzwiese einen erfolgreichen Hof bewirtschaftet. Die Schafe der Familie grasen auf den salzhaltigen Wiesen Ismars, was dem Fleisch der berühmten Salzlämmer einen besonderen Geschmack verleiht. Wohlstand und Fleiß prägen Walters Herkunft, und es mangelte der Familie nie an etwas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein künstlerisches Talent verdankt Walter vor allem seiner Mutter Irina, die einst als Bardin unter dem Beinamen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;„Die Lerche aus Ismar“&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bekannt war. Sie tritt heute nicht mehr öffentlich auf, doch ihre Stimme und ihr Gespür für Melodie leben in ihrem Sohn weiter. Walters Brüder hingegen blieben der Landwirtschaft treu und führen den elterlichen Hof fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hinweis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die hier aufgeführten Lieder und Verse stammen — mit wenigen Ausnahmen (die aber immer extra gekennzeichnet sind)  — aus meiner eigener Feder.&lt;br /&gt;
Der Barde Walter von der Salzwiese wird im Spiel von mir verkörpert. Tica&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Balladen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
Walters Balladen erzählen von Liebe, Schicksal, Heldentum und den stillen Tragödien des Alltags. Sie sind länger gefasste Erzählgedichte, die oft auf wahren Begebenheiten beruhen oder von alten Sagen inspiriert wurden. Mit klarer Stimme und feinem Gespür für Stimmung trägt Walter sie auf Märkten, in Schenken und bei Festen vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Das Lied von Brunihild&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
War einst ein kleines Schneiderlein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das konnt schneidern, mit Stichlein fein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und dieses kleine Schneiderlein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging Nächtens in den Wald hinein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dort traf er sich mit Brunihild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die beiden trieben es dort wild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf einer Lichtung unerlaubt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er die Unschuld ihr geraubt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bruni aber war dem Joost versprochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der, der hatt&amp;#039; bald Lunt&amp;#039; gerochen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es kam, wie es dann kommen musste:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Joost, der ahnte, wenn auch nicht wusste,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass Brunihild ihn dreist belogen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und wahrscheinlich auch betrogen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er will es wissen, noch genauer,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und legt sich Nächtens auf die Lauer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Genau vor Brunihildes Elternhaus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und richtig, kaum war&amp;#039;s dunkel, trat sie hinaus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grimmig sieht Joost wie seine Braut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die selbst des Nachts sehr schön ausschaut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sich im Walde mit einem Schneider trifft,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihn gar küsst und herzt, das blonde Gift.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es schmerzt ihn sehr, er leidet Pein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie er so sieht sein Brunilein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Hals ihm schwillt und er sieht rot,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
stürmt auf die Lichtung: Schneider tot!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es heult und schreit die Braut vom Joost:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du Mörder! Bist du noch bei Trost?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch Joost, der schaut sie lange an,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kalt und böse sagt er dann:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du nahmst meinen Ring, warst mir versprochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bist mit dem Schneider hier ins Laub gekrochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hast ihn geküsst, geherzet sehr&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weißt du, dich will ich gar nicht mehr!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brunihilde, die war fassungslos,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
drehte sich um und rannte los.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach Hause will ich, denkt die Maid&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und rafft dann flugs das lange Kleid,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und sie rennet schnell und schneller,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zuhaus geht`s zunächst mal in den Keller.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wäscht aus das Kleid, besudelt von des Schneiders Blut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
lauscht nach oben, ob der Joost ihr womöglich folgen tut.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Joost jedoch, der will nur die Verlobung lösen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gleichgültig ihm ist, ob im Guten oder Bösen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Egal, ob sie ihn anzeigt, dieses Weib&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hauptsache sie bleibt ihm nun vom Leib.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am Elternhaus der Brunihild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ruft er laut und fuchtelt wild,:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich möchte meinen Ring zurück,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von diesem ungetreuen Stück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es wird keine Hochzeit geben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so eine heirat´ ich nie im Leben.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vater und Mutter sind bass erstaunt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was der Joost da ausposaunt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie befragen dann ihr Kind und schau&amp;#039;n es ratlos an:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sag uns Brunihild, was hast du nur getan,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass der Joost dich untreu schilt?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Setz uns bitte mal ins Bild.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Maid, die schweigt, nimmt kreidebleich&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Ring vom Finger dann sogleich.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vater gibt den Schmuck zurück,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf das er andere Hände schmück&amp;#039;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Joost läuft nun geschwind davon,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und dann brüllt der Vater schon:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was sollen denn die Leute denken?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Musstest du den Joost so kränken?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kind was hast du bloß gemacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
in dieser unglückseligen Nacht?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch Brunihild, die Ungetreue,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sagt kein Wort, schweigt nun auf Neue.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Mutter redet auf sie ein:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sag mir den Grund, Brunhildilein!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch auch der Mutter bleibt sie eine Antwort schuldig,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
diese schäumt vor Wut, fragt ungeduldig:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was sollen wir den Leuten sagen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wenn nach der Hochzeit sie uns fragen?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maid schweigt weiter, geht auf ihr Zimmer,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Lage, die wird schlimm und schlimmer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn Brunihilde weiß, dass sie ein Kindlein trägt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
in knapp fünf Monden es in der Wiege quäkt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Schande&amp;quot; denkt sie, &amp;quot;Welch ein Graus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie komme ich aus der Sache raus?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich geh ins Wasser!&amp;quot; ihr Entschluss,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sprach&amp;#039;s und ging geschwind zum Fluss.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am nächsten Tag hat der Vater sie gefunden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie aus dem Wasser raus gewunden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu einem Medicus verbracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch der hat nur aufgelacht:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Eine Tote bringt ihr mir? Was soll ich tun?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lasst sie auf dem Nergasacker ruh&amp;#039;n.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater sprach: &amp;quot;Mir ist nicht nach Scherzen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
untersuche ob ein Kind sie trug, unter ihrem Herzen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Medicus untersucht die Tote nun geschwind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann sagt er: &amp;quot;Ja, sie erwartete ein Kind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In vier, fünf Monden wär`s soweit gewesen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das kann ich an dem Körper lesen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater nickt, bezahlt den Mann, und nimmt die Leich&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bringt sie zum Nergasacker dann sogleich.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch Nergas Diener schicken ihn fort:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Begrabt sie einem anderen Ort!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nerga hasst jene, die sich selbst des Lebens berauben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das weiß der Vater, durch seinen tiefen Götterglauben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es schwillt die Wut ganz tief in ihm,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er denkt: Der Joost war mit Brunihild intim,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dafür sollte er nun bezahlen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn er verursacht diese Qualen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Leich&amp;#039; der Tochter in den Armen, die Augen voller Schmerz,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
stellt er den Joost und ohne Fragen, sticht er ihm `nen Dolch ins Herz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Richter nach acht langen Wochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat den Vater freigesprochen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn, so sprach der weise Mann:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bin selber Vater und daher ich verstehen kann,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was ihn zu dieser Tat gebracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vielleicht hätt`ich&amp;#039;s ebenso gemacht?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Betrüge den Verlobten nicht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eifersucht bei einem Mann,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gar schlimme Folgen haben kann!&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der Sohn der Maar-Fiar&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sein Clan längst erloschen, seine Geschichte dieses Lied bewahr. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Maar-Fiar waren Jäger, Jäger am Meer, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihre hölzernen Kanus glitten pfeilschnell umher. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, der stolze Aiva&amp;#039;un, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der verehrte gar sehr Lunin und auch den goldenen Lun, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
War nur Lunin, nicht Lun, am Nachthimmel zu sehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so wussten die Maar-Fiar: Es ist Zeit, auf die Jagd zu gehen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er und die Gefährten schoben ihre Kanus in die Wellen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
im Wissen, das Lunin ihren Weg wird erhellen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vier saßen in den Kanus, ob Mann, ob Frau,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zwei lenkten durch die Wogen, zwei spähten hinaus ins Grau. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Netzen und Angeln machten sie reiche Beute, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vom Ausmaß ihres Fangs erzählt man sich noch heute. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Speere und Spieße waren stets messerscharf gewetzt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
damit auch Raubfisch, kein Hai ihre Netze zerfetzt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eroberer und Mörder schlichen heran in dunkler Nacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als weder Lunin noch Lun den Himmel bewacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie drangen gewaltsam ein in Takoyas Haus, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
löschten zunächst seiner Familie die Lebenslichter aus. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gefesselt und geknebelt, gezwungen zuzusehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie all die Untaten vor seinen Augen geschehen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vom Schmerz wie von Sinnen, von Wut angefacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er das Unmögliche dennoch vollbracht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er zerriss seine Fesseln, spuckte den Knebel aus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
erschlug jeden Qim‑Mas, den er fand im Haus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er war nicht zu halten, von der Rache beseelt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
seine Muskeln und Sehnen in Eisen gestählt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch als er im Haus sein Werk vollbracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
trat er hinaus in die stockdunkle Nacht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Dutzend Qim‑Mas rangen den wilden Takoya nieder,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er starb – doch sein Pan‑Teon lebt fort, davon künden die Lieder. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Maar‑Fiar, den stolzen Jägern der Meere,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gebührt auf ewig unsere stille Ehre.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein ganzer Clan, gefallen durch fremde Horden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
durch wilde Feinde, die nur brandschatzen und morden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in der alten Heimat der Maar-Fiar, das weiß jedes Kind, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weht nun an allen Orten eine fremde Flagge im Wind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Grauländer, diese Qim-Mas, wohnen nun dort, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Geister der Maar-Fiar hüten jeden Ort. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der Ring des Räubers &amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht weit von hier in einem tiefen Tal,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da wohnte eine Maid im Wald an einem Wasserfall. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie war so schön, so schön wie Milch und Blut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von ganzem Herzen war sie einem Manne gut. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du armes Kind, du dauerst meine Seele. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weil ich nur ein Räuber bin, wohn&amp;#039; in einer Höhle&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Du kannst fürwahr nicht länger bei mir sein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ich muss jetzt fort, tief in den Wald hinein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nimm diesen Ring, und sollte man dich fragen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so sag&amp;#039; ein Räuber habe ihn getragen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der dich geliebt, geliebt bei Tag und Nacht&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der so manchen um Hab und Gut gebracht&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sprach er nach vielen Monden zu ihr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nach so  vielen Tagen und Nächten mit Pläsier, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihr half kein Wehen und auch kein Klagen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie musste seinen Weggang weinend ertragen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schöne tat, was der Geliebte ihr gesagt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging zurück zu ihrem Dorf, tieftraurig verzagt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie zeigte den Leuten den güldenen Ring, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das vermaledeite wertvolle, aber gestohlene Ding. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie weinte: &amp;quot;Der Räuber, den ich geliebt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat ihn getragen bei Tag und auch bei Nacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der so  manchen um Hab und Gut gebracht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat mich geliebt, bei Tag und auch bei Nacht.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Leute im Dorf waren empört, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht die Liebe an sich hat sie gestört, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aber, dass sie einem Räuber galt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dieses man eine Sünde schalt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sprachen: &amp;quot;Geh in den Tempel, törichte Maid &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und klag den Geweihten dort dein Leid, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Ring, den spende an die Götter, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann verstummen auch die Spötter.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie kann man einen Räuber lieben, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Unglückseliges Kind, was hat dich umgetrieben?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maid weinte bitter und lange, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vor der Zukunft war ihr sehr bange. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Verlust des Liebsten hat sie schon entsetzt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
war sie nun zusätzlich Hohn und Spott ausgesetzt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie trat in einen heiligen Orden ein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um eine Dienerin für die Götter zu sein. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So lebt sie nun dorten, fleißig und fromm,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Jahre verrinnen, die Welt bleibt ihr stumm.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch manchmal im Dunkel, wenn die Kerzen vergeh’n,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
meint sie den Räuber wie im Traume zu seh’n.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann flüstert sie leise, so sanft wie der Wind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass Herzen nicht wählen, wohin sie bestimmt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und tief in ihr drinnen, verborgen und sacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
lebt weiter die Liebe bei Tag und bei Nacht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der treue Hund&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr Leute, lasset mich berichten, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von gar wundersamen Geschichten, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine tue ich Euch nun kund, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie ist zu Orstoc einst geschehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ihr Held, das war ein Hund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein reicher Bauer mit dem Namen Friedrich Klein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kehrte nach dem Marktbesuch in ein Wirtshaus ein. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er hatte Vieh verkauft, trug bei sich den Erlös, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das rochen in der Schenke zwei Räuber, bitterbös. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als nun der reiche Bauer des Nachts zu Bette ging, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
beschlossen diese Räuber zu drehen ein schlimmes Ding. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie schlichen im Gasthaus in seine Kammer hinein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und drangen mit ihren Messern bedrohlich ein auf Friedrich Klein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schon packten ihn die Schlimmen, an seiner bloßen Kehle, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da schrie mit letzten Kräften, Friedrich die Angst sich von der Seele &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das hörte im Stalle, nicht sein Knecht aber der treue Hund, .&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er riss sich von der Kette und schon er in der Kammer stund &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bevor die Mörder die Messer setzten an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er stürzt sich auf die Kerle und rettet so den Mann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ward überwältigt, die böse Mörderbrut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu Orstoc, auf dem Richtblock, da floss zum Lohn ihr Blut. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch in dem Kampf fügten sie dem treuen Tier zu eine böse Wund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und schon am nächsten Tage da starb der arme Hund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es setzt in seinem Garten, der Bauer Klein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dem treuen braven Hunde aus Marmor einen Stein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darauf stand geschrieben dieses hier: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Viel treuer als die Menschen ist oft ein Hundetier. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Die Geschichte vom Räuber Hannes&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es sagt einst ein Kind zur seiner Großmama: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wenn ich erwachsen bin, was werd ich da?  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hab wenig Lust auf Feldarbeit. Kann ich vielleicht ein Räuber sein? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Muss wenig tun, nur ein bisschen rauben. Das wär&amp;#039; einfach und sehr fein.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Alte wiegt besorgt den Kopf, streichelt sanft den Enkelsohn. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich erzähl dir &amp;#039;ne Geschichte, die beantwortet deine Frage schon.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lehnt sich zurück, dann hebt sie an und sie erzählt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Geschichte vom Räuber Hannes hat sie gewählt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch des Waldes düstre Gründe auf naturverschlungnem Pfaden  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wandelt eine Magd zum Markt nach Vellhafen mit schmerzenden Waden. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hui, da plötzlich stürmt des Banditen kühner Sohn aus dem Geheg, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
scharf bewehrt bis an die Zähne, und vertritt ihr flugs den Weg. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Seid Ihr&amp;quot;, fragt die Frau erblassend, einer dunklen Ahnung voll, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;nicht vielleicht der Räuber Hannes, der allhier grassieren soll?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ja, ich bin´s, du Unglücksel´ge, ja, ich bin´s, der sich dir zeigt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und du bist diejen´ge, welche sich nun vor mir verneigt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn mit hochwillkomm´ner Beute nahst du mir zu guter Stund!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sprachs und nahm ihr weg den Korb, durchwühlt ihn schnell bis auf den Grund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wie Schuppen von den Augen fällt´s der schlichten Magd sogleich: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ihr seid Hannes!&amp;quot;, ruft sie bleich. &amp;quot;Bin es!&amp;quot; spricht der Räuber weich. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bin´s und sage dir noch dieses: ich töte dich du dummes Weib, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bringst du mir nicht auf dem Rückweg Gold, ramm ich meinen Dolch in deinen Leib.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Magd wird blass und blässer und eilt zum Markt, sucht den Büttel Reodan, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
findet ihn, fragt ängstlich dann, ob er ihr wohl helfen kann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jener stimmt zu, sie zu begleiten, denn den Räuber will er fangen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
baumeln soll der Räuber Hannes, an dem Galgen soll er hangen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesagt, getan und aus dem Walde eilt der Hannes schnell heran, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn er sieht nur das Mägdelein und nicht den guten Reodan. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jener hat sich vorher schon gut versteckt hinter einer dicken Eich, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er springt heraus, macht sich ganz groß und packt sogleich, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann den Räuber Hannes fest am Arm und am Halse an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
damit der Bösewicht dem harten Griffe nicht entweichen kann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Schurke! Hab dich!&amp;quot; so donnert er, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Nun entkommst du mir nicht mehr!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Mit des Seilers Tochter mach ich dich bekannt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aufatmen wird das ganze Land.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Werde besser Räuber nicht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sonst landet man am Ende nur an einem Strick und baumelt dann im Wind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Drum werde artig und bleib brav, sonst kommt Reodan mein Kind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Die Vogelscheuche Martha Stroh&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vogelscheuche Martha Stroh, wurd&amp;#039; ihres Daseins nicht mehr froh.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn es war nun einmal so, ein Strohhalm piekste sie am Po.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie fand es schrecklich, musste weinen, so schlimm juckte es der Kleinen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn, auch eine Scheuche hat ein Recht auf einen - unversehrten Po, sollte man meinen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da kam ein Zwerg am Feld vorbei, hörte sogleich das Wehgeschrei.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Mach doch hier nicht so&amp;#039; n Bohei! Trink dir nen Schnaps oder auch zwei.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was kannst es denn so Schlimmes geben, dass du so greinst wie um dein Leben?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Oder trinkt den vergorenen Saft der Reben, das wird deine Stimmung heben!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Törichter Zwerg, was rätst du mir da, kleiner Mann? Fast wie der Mönch vorhin, der riet zu Baldrian.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch musst doch sehen, dass ich nichts trinken kann, schau einfach meinen Mund mal an!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zwerg guckt Martha böse an und ganz brüskiert, &amp;quot;Töricht sagst du?&amp;quot; Er holt aus und hat ihr einfach eine geschmiert,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Martha erbebt als sie die Ohrfeige kassiert und durch die Erschütterung den Pieksehalm am Po verliert!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Martha ganz gücklich, kann&amp;#039;s kaum fassen: &amp;quot;Hab Dank, mein Retter. Das pieksige Stroh hat mich verlassen!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;So lass ich mir gerne eins verpassen, wenn dann die Pieksehalme meinen Po in Frieden lassen!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zwerg schaut verdutzt auf seine Hände, sichtlich erstaunt über dieses glückliche Ende,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Gern geschehen, Vogelscheuche! Nun wach du wieder über das Gelände, Und sag jedem Vogel, dass besser er verschwände.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Die glutäugige Susanne&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es dachten sich die Eltern der glutäugigen Susanne, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Kind ist nun erwachsen bald,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wir geben sie zu einem Manne,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn sonst ist sie schon bald … zu alt.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein reicher Händler war der erste Kandidat, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er schien dem Vater eine gute Partie, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auch wenn er keine Haare auf dem Kopf mehr hat, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Mutter meint: „Den nimmt das Kind doch nie!“ &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch wurde flugs, er zum Sonntagsmahl geladen, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er erschien im feinsten Zwirn und mit schwarzem Hut, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch biss der Hund ihn in die Waden, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er roch wohl nicht besonders gut? &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Susanne lobt den Hund und füttert ihn mit Leckerbissen, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn diesen Kahlkopf will sie nicht zum Manne.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater tobt: „Hast du denn gar kein Gewissen? &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nicht die Haare machen aus, den guten Ehemanne!“ &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Susanne schmollt: „Ist mir egal, den Kahlkopf nehme ich nicht!“ &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Händler schaut erst dumm, setzt wieder auf den Hut und geht dann wortlos fort. &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater schreit: „Hat denn mein Wunsch in diesem Hause kein Gewicht? &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich stand beim Händler doch im Wort!“ &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Susanne tobt und weint und schmollt, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
umarmt den Vater stumm.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie mag nicht wenn der Vater grollt &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und hofft sie stimmt ihn um. &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Mein Vater, mein Vater ich liebe dich sehr“, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hört es der Vater in seinen Ohren hallen. &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Bitte bring mir keinen Kahlkopf mehr,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch einer mit güldnen Locken, der könnt mir gefallen.“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Papperlapapp!“ sagt der Vater geschwind,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Güldene Locken ersetzen nicht Gold und Position&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so kommst du mir nicht davon, mein Kind,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den nächsten den ich dir präsentiere, der wird mein Schwiegersohn.“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sohn des Stadtkämmerers, ein Jüngling mit goldenem Haar,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
schon lange verliebt in Susanne, die im Stadtpark er gesehen,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wurde durch Dritte die Geschichte gewahr,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und meinte sofort: „Da muss was geschehen!“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Flugs suchte er den Vater der Holden auf in seinem Kontor,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der saß hinter seinem Schreibtisch mit grimmigem Gesicht&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Jüngling trat mutig und beherzt davor,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Gebt mir Susanne zu Weibe“ verlangte er schlicht.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vater Susannchens guckt bass erstaunt,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf den blondgelockten Jüngling von gutem Stande&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil Kandidat Susannens Gnade fand, war schon übel er gelaunt,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
des Stadtkämmerer Sohn jedoch, schien ihm geeignet für Familienbande.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Diener lässt er flugs Frau und  Tochter holen,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der Jüngling freut sich, vor Aufregung das Gesicht ganz fahl, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der Vater hat Susanne dann barsch befohlen&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Dieser hier wird dein Gemahl, ich lass dir keine andre Wahl!“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Susannchen erst stumm und blass dann bass erstaunt,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
glaubt ihren Augen nicht zu trauen,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Gut, ihn nehme ich“ hat sie dann leis geraunt&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und kann nicht aufhören mit Schauen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verliebt strahlt sie den Jüngling an, sie kann es gar nicht fassen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater hochzufrieden, schaut stolz zu seiner Gattin hin,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Die Hochzeit, Weib, kannst du nun richten, dieses Mal scheint es zu passen.“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Mutter strahlt nicht minder, hat Enkelkinder schon im Sinn.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ihr, ihr lieben Leute, euch sicher schon gedacht,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil es sich nach der Geschicht&amp;#039; vermuten lässt,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die große Liebe war es, die Glut der Minne war entfacht,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
es dauerte nicht lange, da gab &amp;#039;s ein schönes Hochzeitsfest,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch die Moral von der Geschicht&amp;#039;,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die es ja immer geben muss,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die verrate ich euch noch nicht,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn für heut ist erst Mal Schluss.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein ander Mal bin ich dann da &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und singe euch, was noch geschah,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
mit der glutäugigen Susanne &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ihrem blondgelockten Manne.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bis dahin, ihr lieben Leut&amp;#039;,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
geduldet euch .. bin durch für heut&amp;#039;! &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Markgraf Berenhard der Laute&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Markgraf Berenhardt der Laute, hat uns unser Kind geraubt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von Isenburg zur Festung hinauf, wo man sie zu seh&amp;#039;n geglaubt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nehmt die Fackel brave Leut&amp;#039;, helft, dass man sie wieder find&amp;#039;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Keine Hoffnung gibt&amp;#039;s ihr Braven, dort regieren Schwert und Wind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auf dem Turme hört man&amp;#039;s klagen, sind das dort droben unsre Frau&amp;#039;n?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die, die ihr lebt dort in der Stadt Isenburg, tut auf eure Brut gut schau&amp;#039;n!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Sven der Rote auf der Suche&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sven der Rote saß beim nem Met, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
überlegte wie es nun weitergeht. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Warf den Becher voll Wut an die Wand!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er schrie: &amp;quot;Ich zieh mir ein Weibsbild an Land. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Rothaarig, stolz mit schwellender Brust soll sie sein &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und gehören soll sie nur mir allein!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sven der Rote, sprang auf, ging fort, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
suchte die Frau erst hier, dann dort. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch keine der Frauen, die er traf. war so wie erdacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie das schöne Bild, was sich in seinem Kopf breitgemacht. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines Tages aber, Sven der Rote war Gast hier in diesem Haus, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
fielen ihm beinah die Augen heraus. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn es kam eine Frau mit rotem Haar und schwellender Brust hinein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
setzte sich an einen Tisch und trank ein Glas Wein. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sven sprang auf, war himmlisch entzückt &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und vor lauter Liebeswahn beinah verrückt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er ging zum Tische, sprach: &amp;quot;Du Schöne sei mein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
willst du bitte mein Augenstern sein?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Frau sah Sven den Roten zunächst schweigend nur an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch dann, dann hat sie plötzlich etwas getan. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie schüttelt wild den Kopf und dann dem Sven den Wein ins Gesicht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was willst du von mir, du Tropf&amp;quot; hat sie dabei laut gezischt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Lass mich in Frieden besoffener Nordmann, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sonst zeig ich dir mal, was ne Nordfrau so kann!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Belästige hübsche Nordahejmra nicht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
willst du keinen er Wein im Gesicht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn der landet bei dir auf Bart und dem Kopf, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und alle lachen laut über dich, du armer Tropf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der Zwerg und die drei Prüfungen&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hinweis: Diese Ballade basiert lose auf einem derben irdischen Witz, der in Mittelalterforen kursiert.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Die gereimte Fassung stammt von Tica.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da waren wilde Orks, ein Trupp, ein schlimmer,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sorgten beim Gegner für Gewimmer, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie fingen einen Menschen ein  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und auch ein grimmig Zwergelein.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sowie &amp;#039;nen Elf mit seinem Bogen,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
haben sie an Land gezogen.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ork-Anführer sprach zu den dreien: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wenn ihr euch selbst wollt befreien, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihr müsst tun drei Dinge schwer, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
schafft ihr&amp;#039;s nicht, lebt ihr nicht mehr. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schafft ihr jedoch alle drei, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann lass ich euch tatsächlich frei!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Das erste Ding: Ihr müsst viel saufen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und dann ohne lang&amp;#039; verschnaufen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das zweite Ding: &amp;#039;nem Bär die Pranken brechen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das sein sehr schwer, ich kann versprechen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das dritte Ding: Ihr kriegt ein Jüngferlein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nach eurem Besuch sie darf keins mehr sein! &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Also was ist? Wollt machen ihr? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dann geht in diese Zelte hier!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Elf strafft sich, steht und geht &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ins erste Zelt mit &amp;#039;nem Fass Met. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er säuft und säuft, kein Met gewöhnt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wankt halbtot raus, er kotzt und stöhnt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Orken kennen kein Erbarmen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
erschlagen ihn, den Elf, den Armen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mensch, ein großer Kriegersmann, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
versucht das Met und sieh mal an: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es geht! Er torkelt zwar, aber er steht. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Ork-Anführer nickt und sagt: &amp;quot;War schwer, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nun noch schwerer, geh zum Bär!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Mensch geht rein ins Zelt zum Bär, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch raus, das kam er nimmer mehr! &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er wurde daraus tot geborgen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nun ist er ledig aller Sorgen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun geht der Zwerg ganz siegessicher, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ins Zelt zum Met, mit viel Gekicher. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Säuft alles aus, kommt winkend &amp;#039;raus &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und erntet von den Orks Applaus. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nun zu Ding zwei, dem Bären, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den will der Zwerg nun auch beehren, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Orken sehen das Zelt wild schwanken, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nicken, sind ganz in Gedanken an die starken Bärenpranken. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann Ruhe und als wär&amp;#039;s das normalste Ding auf der Welt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kommt &amp;#039;raus der Zwerg, ganz unversehrt aus dem nun stillen Bärenzelt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Das wär&amp;#039; geschafft, es war recht schwer, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch schafft mir nun die Jungfer her, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Muss ihr ja doch noch die Arme brechen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dann bin ich frei, so lautete euer Versprechen!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Havlind, die Möwe &amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hinweis: Dieses Lied stammt nicht aus der Feder des Barden Walter von der Salzwiese. Es ist ein Erbstück seiner Mutter Irina, die als „Lerche aus Ismar“ bekannt war und es häufig sang. Walter übernahm es später in sein Repertoire und machte es in Vellhafen und Umgebung bekannt. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Havlind, der Möwe, will ich für euch singen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von der Magie, die sie nach Ismar gebracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf silbernen Schwingen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
inmitten der Nacht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Havlind, die Schwester aus dem fernen Licht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wenn das Meer tobt und die Welle bricht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wenn die Schiffe drohen, unterzugehen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann kann Havlind die Götter sehen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie schwebt hoch oben über dem stürmischen Geschehn,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihr Flug ist ein Lied, das die Winde drehn.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es legt sich der Sturm, das Wasser wird still —&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das alles geschieht, weil Havlind es will.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit sanfter Magie hat sie Wind und Wellen geführt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Seeleute im Sturm haben etwas gespürt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine Ahnung von Schicksal und höherer Macht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die ihnen hier die Rettung gebracht. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch Havlind, die hat niemand gesehn,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
still ließ sie dieses Wunder geschehn.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Havlind, die Möwe klein und unerkannt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat sie die Menschen geschützt, den Sturm gebannt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie wacht über das Meer und Insel, die meine Heimat ist.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie will, dass ihr glaubt — aber nicht wisst.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Havlind, Wächterin über Salz und Zeit, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bringt Sanftmut und Frieden, ihr Ruf trägt weit. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gassen- und Handwerkslieder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesen Liedern besingt Walter das Leben der einfachen Leute: Handwerker, Händler, Hafenarbeiter und all jene, die in den Straßen und Gassen Vellhafens ihren Alltag bestreiten. Die Stücke sind oft humorvoll, manchmal rau, aber stets voller Wärme für die Menschen, die sie porträtieren. Viele davon entstanden unterwegs, zwischen Marktständen, Werkstätten und Tavernen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Das Lumpensammlerlied des Willem Willink&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Gott Pares hat mich verdammt auf Erden, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein Hader- und Lumpensammler zu werden. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin Willem Willink, ja seht mich nur an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein Lumpenkerl, ein armer, doch ehrlicher Mann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit verschossener Jacke, zerrissener Hose, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ja starrt mich ruhig an – ich bin keine Mimose. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist mir lieber, als wenn ihr verächtlich wegseht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als wär ich nur Dreck, den man mit Füßen wegfegt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Manch einer hält Nase und Maul mit dem Tuche bedeckt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil mein Duft ihn erschreckt und seine Sinne befleckt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch nach Ambra und Moschus kann ich nicht duften,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
muss für Hadern und Lumpen tagtäglich schuften.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bin kein feiner Pflastertreter mit Gold und mit Muße –&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Glück war bei anderen auf besserem Fuße.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hab des Lebens Mühsal bis zur Neige geleert,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch blieb ich stets ehrlich, hab mich nie beschwert.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Meer der Schmerzen bin ich geschwommen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf einem Lumpensack dann zu liegen gekommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun stapf ich durch Vellhafens Gassen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um eure alten Tücher und Kleider zu fassen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bringt mir ruhig ungewaschen, ungekrumpen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
eure Lappen, Fetzen, Flecken und Lumpen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Alles rein in den Sack – man macht daraus Papier:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eingeweicht, gestampft, gegautscht – harte Arbeit, kein Pläsier.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dann geschöpft, gepresst, getrocknet – ein neues Werk erschaffen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
verkauft an Schreiber, Pfeffersäcke und auch an die Pfaffen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin Willem Willink, pack Lumpen in meinen Sack,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und bin schon wieder fort – schwuppdiwupp, zackzack!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Ich liebte ein Mädchen ... &amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hinweis: Dieses Lied basiert auf dem irdischen Stück „Ich liebte ein Mädchen“ von Insterburg &amp;amp; Co. &amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Die antamarisierte Fassung stammt vom Spieler Pyromaniac.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Liwa, das war die reinste Diva.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Techuan, das hatte nie ein Röckchen an.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Toapac, dem gab ich meinen Anorak.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Yunava, das war mit ihrer Mutter da.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Pechutli, das fuhr so gerne Wasserski.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Mascunja, das zeigte mir ihr *tralala*&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Ximalcuan, das sah mich immer traurig an.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Punac, dann packte ich den Rucksack.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mir wurde nämlich Xetoka zu klein ,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so ging ich in die Wüste rein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Kalibah, das sagt ständig oh la la.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Finnekish, das aß am liebsten Tintenfisch.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Kefybeg, das nahm mir meine Stiefel weg.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Yntrein, dem zeigte ich mein Holzbein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Altersheim, das brachte ich beizeiten heim.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Tarrikum, das war ein wenig andersrum.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Ylgen, das konnte viel vertilgen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Djerset, dort sind sie alle sehr fett.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Esnau, das war wohl meine Traumfrau.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Yrlensbar, das war einfach wunderbar.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Chal&amp;#039;ginn, dort gehe ich nie wieder hin.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in El Bachan, die Rettung war ein Äppelkahn.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von nun an war mir auch Eriath zu klein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
drum stach ich in die See hinein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Mandoran, das sprach mich dort im Hafen an.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Eisentrutz, das wollte nur mit Kautschukschutz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Eisenstein, das lud mich in ihr Zimmer ein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Hälstrond, das war so richtig hellblond.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Hornsandt, das an der Straße ganz vorn stand.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Jotunheim, dem geht wohl jeder auf den Leim.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Belbrück, dort hatte ich ganz schnell Glück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Berggugg, das soff mit einem Zwergschluck.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Cargnac, zu zweit in einem Schlafsack.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Ismar, in deren Kleid ein Riss war.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Diertal, ich glaube es war viermal.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Echelon, da kam ich grade so davon.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Eisenrose, ach dort ist meine Unterhose.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Bragen, darüber darf ich nichts sagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Minenhall, das quatschte wie ein Wasserfall.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Dwimorgrim, da sollte ich mal wieder hin.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sind zwar keine Heldentaten, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was noch so war, wird nicht verraten. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Anne Samthaut und der hungrige Bilibo&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anne Samthaut , Halblingsfrau aus Altpforten , &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
buk ständig Kuchen und auch Torten, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bilibo Binsofroh, aus Huggelshausen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kam, um das Backwerk zu verschmausen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Flugs nahm die resolute Anne, den hungrigen Bilibo zum Manne, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn ihm schmeckten alle Sorten, ihrer Kuchen und auch Torten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bei so viel Süßem wurde Bilibos Bäuchlein kugelrund, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bei Anne hatte es sichtlich einen anderen Grund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Welchen, konnte man nach neun Monden sehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu dritt sie durch die Welt nun gehen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit kleinem Sohn leben sie nun in Veen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mal ehrlich? Ist das nicht wunderscheen? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das tut mir Leid. Die gibt es nicht. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schmäh- und Spottlieder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;==&lt;br /&gt;
Hier versammelt Walter von der Salzwiese all jene Lieder, in denen er mit fröhlicher Frechheit an Kronen, Krägen und Amtsketten zupft. Ob eitler Edelmann, überhebliche Amtsperson oder eine politische Entscheidung, die mehr Schatten als Glanz wirft – niemand ist vor Walters spitzem Humor sicher. Seine Spottlieder sind weniger Anklage als Kunststück: kleine musikalische Sticheleien, die Missgeschicke, Übertreibungen und Fehltritte in heitere Reime verwandeln. Mal neckisch, mal schelmisch, mal überraschend treffend – doch immer mit einem Lächeln, das zeigt, dass selbst die Mächtigen über sich lachen dürfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Conte Schiefhals&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hinweis: Dieses Lied ist eine antamarisierte Bearbeitung des irdischen Volksliedes „O hängt ihn auf“ aus dem 19. Jahrhundert. Die Melodie und Grundstruktur stammen aus der Vorlage, der Text wurde von mir für ein Rollenspielereignis in Vellhafen angepasst. Tica&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh hängt ihn auf! Oh hängt ihn auf! &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Oh hängt ihn auf, den Kranz voll Lorbeeren! &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dich oh Conte, dich oh Conte, dich mit deinem schiefen Hals, dich wollen wir verehren. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir treten, dich - wir treten dich, wir treten dich zu ehren, heut zusammen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wohl in den Leib, wohl in den Leib, wohl in den Leib lodern helle Flammen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du bist ein Vieh, du bist ein vie -, du bist ein vielgeliebter Conte in Vellhafen,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und auch ein Hund, und auch ein hund -, und auch einhundert Jahre sollst schaffen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh wie gemein, oh wie gemein, oh wie gemeinsam unser Herzen schlagen,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Siehst du heut aus, siehst du heut aus, siehst du heut aus den Worten , die wir sagen.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh wie es riecht, oh wie es riecht, oh wie es riecht nach deinem Ruhm im Lande. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aus deinem Mund, aus deinem Mund, aus deinem Mund, oh Conte, kam nie ein Wort der Schande. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir brechen dir, wir brechen dir, wir brechen dir zum Ruhm der Feinde Speere. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Selbst Hals und Bein, selbst Hals und Bein,  selbst Hals und Beine opfern wir zur Ehre. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh wie es glänzt, oh wie es glänzt, oh wie es glänzt in deinen goldnen Haaren, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vor Speck und Dreck, vor Speck und Dreck, vor Speck und Dreck soll man dich, oh Conte, stets bewahren. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Belbrücks&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Belbrücks sind kurze, scherzhafte Fünfzeiler, die in Antamar weit verbreitet sind. Walter sammelt sie seit seiner Jugend und dichtet selbst unzählige neue, meist über Orte, Menschen oder Begebenheiten, die ihm auf seinen Reisen begegnen. Sie folgen einer festen Reimform und werden in Tavernen gern laut mitgesprochen — oft zur großen Freude des Publikums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Heiliges Kaiserreich&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst Mädchen aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bragen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die wollt&amp;#039; was Besonderes wagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie sucht nach `nem Gatten im Kurier,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
jetzt hat sie nicht einen, sondern gleich vier,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die sich täglich übers Essen beklagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war mal ein Bauer aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ackerheim&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der machte in jeden Satz &amp;#039;nen Reim. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und als sein Haar wurde lichter, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da nannte er sich einen Dichter &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und blieb den ganzen Tag daheim. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Kind in &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kirchflecken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das wollte die Welt noch entdecken.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es konnte krabbeln, noch nich´ so gut laufen  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und purzelte prompt in jeden Misthaufen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und erschreckte wandernde Recken. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Oma aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Siebenbrück&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der bastelt der Sohn eine feine Krück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hat Oma hocherfreut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aber den Sohn hat&amp;#039;s gereut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn die Oma haute damit Leute in Stück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Junge aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Amartrutz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der nahm immer alle Gauner in Schutz, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als Mann er studierte, wurd&amp;#039; Rechtsanwalt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Gauner haben ihn nun bezahlt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und schon nannt&amp;#039; ihn keiner mehr Nichtsnutz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Kerl aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jatzlauken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der wollt nur Trompeten und Pauken, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn laute Musik, die liebte er sehr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
seinen Nachbarn machte das Leben er schwer. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie schimpfen ihn deshalb nen lauten Rabauken. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Recke aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bragen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der wollt auch was Besonderes wagen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er ging zu einem großen Turnier, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kam, sah und siegte gegen Vier, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gewann dann nen Helm mit Kragen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst der Vater vom Recken aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bragen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der wollte dem Sohn die Teilnahme versagen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bleib weg vom Turnier!&amp;quot; Wütend er droht: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Denn wenn du verlierst, dann bist ja tot!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Warum willst du dich unbedingt schlagen?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Thelessa&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gute Fürst aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Faelughaven&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
muss wie jeder in der Nacht auch schlafen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um dann sanft in den Schlaf zu gleiten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hilft dem gute Fürst beizeiten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Zählen von weißen Schafen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Orklande&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es zogen einst drei Kelten nach Westen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu suchen &amp;#039;nen Vierten, wenn möglich den Besten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie fanden ihn nah dem &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Orken-Lande&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht mittig sondern eher am Rande,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
im Eichenbaum sitzend auf Ästen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Vellhafener Städtebund&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Fleischer in &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ismar&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dessen Ware einfach nur Mist war, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
seine Würste schmeckten zum Kotzen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da taten die Kunden oft motzen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sein Name war Thönn Jes, das war ja eh klar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen Burschen aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lerbreck&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; quälte das Verlangen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zur Liebsten zu eilen, auf dem Weg lagen Schlangen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eines von den Dingern hat ihn gebissen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da hat er vor Angst in die Buxe geschissen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und das Verlangen war ihm gründlich vergangen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Königreich Lothrinien&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Pferdehirt aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Belbrück&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das war ein rechter Franz im Glück, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als von der Weide eine Herde Pferde wurde geklaut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er sich gründlich umgeschaut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und brachte sie, heil und am Stück, zurück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Burgherr auf &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Burg Obquell&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der fror ganz erbärmlich, trotz Wolle und Fell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Wind hier oben schneidend und bitterkalt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von drinnen die Stimm&amp;#039; seiner Frau erschallt: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mein Liebster, an den Kamin, zack zack aber schnell.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Adelsrepublik Grauland&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Jungfer aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Surquell&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die war ganz besonders schnell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Da kam ein Jüngling aus Untermoor, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der setzte ihr nen Floh ins Ohr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und zog sie nieder auf sein Schafsfell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Dûn-Reich&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Hund in &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tsakmur&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der ging allen auf die Hutschnur. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weil er bellte und jaulte, immer und stets, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging er den Leuten dort schwer auf den Keks. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die schickten den Jauler in die Wüste zur Kur.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Aivarunenlande&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Aivarune aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Qara Qorum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der fummelte sich immer am Ohr rum. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Seine Frau machte das Gefummel nervös, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
schrie ihn an und wurde ganz bös. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er hörte nicht auf, das war ganz dumm. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Xetoka&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Dame aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Liwa&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die war eine rechte Diva, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
trug nur seidene Kleider und Hüte, pompöse, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Verrückt, ja aber sie war keine Böse. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn das war was, was sie nie war. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Inoda&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Knabe aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Horami&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aß für sein Leben gerne Salami,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ob morgens, abends, zu jeder Zeit,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
für Salami war er immer bereit,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und verschlang sie rasant wie&amp;#039;n Tsunami.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Eiskönigreich&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Drache im Eise, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der machte sich auf die Reise, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von Nordhaar bis zur Stadt &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Eiswind&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ein Drache!&amp;quot; schrie laut ein Elfenkind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der Drache zog wieder ab, das war weise. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tica</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.antamar.eu/index.php?title=Liedgut_des_Barden_Walter_von_der_Salzwiese&amp;diff=126628</id>
		<title>Liedgut des Barden Walter von der Salzwiese</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.antamar.eu/index.php?title=Liedgut_des_Barden_Walter_von_der_Salzwiese&amp;diff=126628"/>
		<updated>2026-03-12T10:39:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tica: /* Balladen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Walter von der Salzwiese – Barde aus Vellhafen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walter von der Salzwiese gilt als einer der hoffnungsvollsten jungen Spielleute Vellhafens. Mit seinen gerade einmal erwachsenen Jahren hat er sich bereits einen Ruf erarbeitet, der manch älteren Barden neidisch werden lässt. Freundlich im Wesen, mit einer klaren, warmen Stimme und einem Talent, das Zuhörer mühelos in seinen Bann zieht, ist er in Schenken, auf Märkten und bei Festen gern gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein erstes Werk, „Das Lied von Brunihild“, verbreitete sich rasch über die Grenzen Vellhafens hinaus und wurde zu einem antamarweit bekannten Gassenhauer. Schon als Junge schickte Walter seine Verse und Melodien an den Vellhafener Kurier und erhielt dort früh Anerkennung für seine Dicht- und Vortragskunst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Herkunft und Familie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walter stammt aus Ismar, wo sein Vater Hein von der Salzwiese einen erfolgreichen Hof bewirtschaftet. Die Schafe der Familie grasen auf den salzhaltigen Wiesen Ismars, was dem Fleisch der berühmten Salzlämmer einen besonderen Geschmack verleiht. Wohlstand und Fleiß prägen Walters Herkunft, und es mangelte der Familie nie an etwas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein künstlerisches Talent verdankt Walter vor allem seiner Mutter Irina, die einst als Bardin unter dem Beinamen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;„Die Lerche aus Ismar“&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bekannt war. Sie tritt heute nicht mehr öffentlich auf, doch ihre Stimme und ihr Gespür für Melodie leben in ihrem Sohn weiter. Walters Brüder hingegen blieben der Landwirtschaft treu und führen den elterlichen Hof fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hinweis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die hier aufgeführten Lieder und Verse stammen — mit wenigen Ausnahmen (die aber immer extra gekennzeichnet sind)  — aus meiner eigener Feder.&lt;br /&gt;
Der Barde Walter von der Salzwiese wird im Spiel von mir verkörpert. Tica&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Balladen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
Walters Balladen erzählen von Liebe, Schicksal, Heldentum und den stillen Tragödien des Alltags. Sie sind länger gefasste Erzählgedichte, die oft auf wahren Begebenheiten beruhen oder von alten Sagen inspiriert wurden. Mit klarer Stimme und feinem Gespür für Stimmung trägt Walter sie auf Märkten, in Schenken und bei Festen vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Das Lied von Brunihild&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
War einst ein kleines Schneiderlein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das konnt schneidern, mit Stichlein fein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und dieses kleine Schneiderlein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging Nächtens in den Wald hinein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dort traf er sich mit Brunihild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die beiden trieben es dort wild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf einer Lichtung unerlaubt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er die Unschuld ihr geraubt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bruni aber war dem Joost versprochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der, der hatt&amp;#039; bald Lunt&amp;#039; gerochen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es kam, wie es dann kommen musste:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Joost, der ahnte, wenn auch nicht wusste,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass Brunihild ihn dreist belogen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und wahrscheinlich auch betrogen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er will es wissen, noch genauer,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und legt sich Nächtens auf die Lauer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Genau vor Brunihildes Elternhaus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und richtig, kaum war&amp;#039;s dunkel, trat sie hinaus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grimmig sieht Joost wie seine Braut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die selbst des Nachts sehr schön ausschaut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sich im Walde mit einem Schneider trifft,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihn gar küsst und herzt, das blonde Gift.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es schmerzt ihn sehr, er leidet Pein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie er so sieht sein Brunilein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Hals ihm schwillt und er sieht rot,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
stürmt auf die Lichtung: Schneider tot!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es heult und schreit die Braut vom Joost:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du Mörder! Bist du noch bei Trost?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch Joost, der schaut sie lange an,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kalt und böse sagt er dann:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du nahmst meinen Ring, warst mir versprochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bist mit dem Schneider hier ins Laub gekrochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hast ihn geküsst, geherzet sehr&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weißt du, dich will ich gar nicht mehr!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brunihilde, die war fassungslos,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
drehte sich um und rannte los.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach Hause will ich, denkt die Maid&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und rafft dann flugs das lange Kleid,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und sie rennet schnell und schneller,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zuhaus geht`s zunächst mal in den Keller.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wäscht aus das Kleid, besudelt von des Schneiders Blut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
lauscht nach oben, ob der Joost ihr womöglich folgen tut.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Joost jedoch, der will nur die Verlobung lösen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gleichgültig ihm ist, ob im Guten oder Bösen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Egal, ob sie ihn anzeigt, dieses Weib&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hauptsache sie bleibt ihm nun vom Leib.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am Elternhaus der Brunihild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ruft er laut und fuchtelt wild,:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich möchte meinen Ring zurück,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von diesem ungetreuen Stück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es wird keine Hochzeit geben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so eine heirat´ ich nie im Leben.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vater und Mutter sind bass erstaunt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was der Joost da ausposaunt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie befragen dann ihr Kind und schau&amp;#039;n es ratlos an:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sag uns Brunihild, was hast du nur getan,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass der Joost dich untreu schilt?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Setz uns bitte mal ins Bild.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Maid, die schweigt, nimmt kreidebleich&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Ring vom Finger dann sogleich.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vater gibt den Schmuck zurück,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf das er andere Hände schmück&amp;#039;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Joost läuft nun geschwind davon,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und dann brüllt der Vater schon:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was sollen denn die Leute denken?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Musstest du den Joost so kränken?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kind was hast du bloß gemacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
in dieser unglückseligen Nacht?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch Brunihild, die Ungetreue,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sagt kein Wort, schweigt nun auf Neue.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Mutter redet auf sie ein:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sag mir den Grund, Brunhildilein!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch auch der Mutter bleibt sie eine Antwort schuldig,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
diese schäumt vor Wut, fragt ungeduldig:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was sollen wir den Leuten sagen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wenn nach der Hochzeit sie uns fragen?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maid schweigt weiter, geht auf ihr Zimmer,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Lage, die wird schlimm und schlimmer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn Brunihilde weiß, dass sie ein Kindlein trägt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
in knapp fünf Monden es in der Wiege quäkt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Schande&amp;quot; denkt sie, &amp;quot;Welch ein Graus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie komme ich aus der Sache raus?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich geh ins Wasser!&amp;quot; ihr Entschluss,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sprach&amp;#039;s und ging geschwind zum Fluss.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am nächsten Tag hat der Vater sie gefunden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie aus dem Wasser raus gewunden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu einem Medicus verbracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch der hat nur aufgelacht:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Eine Tote bringt ihr mir? Was soll ich tun?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lasst sie auf dem Nergasacker ruh&amp;#039;n.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater sprach: &amp;quot;Mir ist nicht nach Scherzen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
untersuche ob ein Kind sie trug, unter ihrem Herzen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Medicus untersucht die Tote nun geschwind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann sagt er: &amp;quot;Ja, sie erwartete ein Kind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In vier, fünf Monden wär`s soweit gewesen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das kann ich an dem Körper lesen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater nickt, bezahlt den Mann, und nimmt die Leich&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bringt sie zum Nergasacker dann sogleich.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch Nergas Diener schicken ihn fort:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Begrabt sie einem anderen Ort!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nerga hasst jene, die sich selbst des Lebens berauben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das weiß der Vater, durch seinen tiefen Götterglauben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es schwillt die Wut ganz tief in ihm,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er denkt: Der Joost war mit Brunihild intim,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dafür sollte er nun bezahlen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn er verursacht diese Qualen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Leich&amp;#039; der Tochter in den Armen, die Augen voller Schmerz,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
stellt er den Joost und ohne Fragen, sticht er ihm `nen Dolch ins Herz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Richter nach acht langen Wochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat den Vater freigesprochen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn, so sprach der weise Mann:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bin selber Vater und daher ich verstehen kann,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was ihn zu dieser Tat gebracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vielleicht hätt`ich&amp;#039;s ebenso gemacht?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Betrüge den Verlobten nicht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eifersucht bei einem Mann,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gar schlimme Folgen haben kann!&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der Sohn der Maar-Fiar&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sein Clan längst erloschen, seine Geschichte dieses Lied bewahr. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Maar-Fiar waren Jäger, Jäger am Meer, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihre hölzernen Kanus glitten pfeilschnell umher. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, der stolze Aiva&amp;#039;un, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der verehrte gar sehr Lunin und auch den goldenen Lun, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
War nur Lunin, nicht Lun, am Nachthimmel zu sehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so wussten die Maar-Fiar: Es ist Zeit, auf die Jagd zu gehen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er und die Gefährten schoben ihre Kanus in die Wellen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
im Wissen, das Lunin ihren Weg wird erhellen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vier saßen in den Kanus, ob Mann, ob Frau,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zwei lenkten durch die Wogen, zwei spähten hinaus ins Grau. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Netzen und Angeln machten sie reiche Beute, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vom Ausmaß ihres Fangs erzählt man sich noch heute. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Speere und Spieße waren stets messerscharf gewetzt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
damit auch Raubfisch, kein Hai ihre Netze zerfetzt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eroberer und Mörder schlichen heran in dunkler Nacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als weder Lunin noch Lun den Himmel bewacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie drangen gewaltsam ein in Takoyas Haus, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
löschten zunächst seiner Familie die Lebenslichter aus. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gefesselt und geknebelt, gezwungen zuzusehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie all die Untaten vor seinen Augen geschehen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vom Schmerz wie von Sinnen, von Wut angefacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er das Unmögliche dennoch vollbracht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er zerriss seine Fesseln, spuckte den Knebel aus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
erschlug jeden Qim‑Mas, den er fand im Haus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er war nicht zu halten, von der Rache beseelt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
seine Muskeln und Sehnen in Eisen gestählt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch als er im Haus sein Werk vollbracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
trat er hinaus in die stockdunkle Nacht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Dutzend Qim‑Mas rangen den wilden Takoya nieder,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er starb – doch sein Pan‑Teon lebt fort, davon künden die Lieder. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Maar‑Fiar, den stolzen Jägern der Meere,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gebührt auf ewig unsere stille Ehre.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein ganzer Clan, gefallen durch fremde Horden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
durch wilde Feinde, die nur brandschatzen und morden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in der alten Heimat der Maar-Fiar, das weiß jedes Kind, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weht nun an allen Orten eine fremde Flagge im Wind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Grauländer, diese Qim-Mas, wohnen nun dort, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Geister der Maar-Fiar hüten jeden Ort. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der Ring des Räubers &amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht weit von hier in einem tiefen Tal,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da wohnte eine Maid im Wald an einem Wasserfall. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie war so schön, so schön wie Milch und Blut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von ganzem Herzen war sie einem Manne gut. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du armes Kind, du dauerst meine Seele. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weil ich nur ein Räuber bin, wohn&amp;#039; in einer Höhle&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Du kannst fürwahr nicht länger bei mir sein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ich muss jetzt fort, tief in den Wald hinein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nimm diesen Ring, und sollte man dich fragen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so sag&amp;#039; ein Räuber habe ihn getragen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der dich geliebt, geliebt bei Tag und Nacht&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der so manchen um Hab und Gut gebracht&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sprach er nach vielen Monden zu ihr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nach so  vielen Tagen und Nächten mit Pläsier, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihr half kein Wehen und auch kein Klagen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie musste seinen Weggang weinend ertragen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schöne tat, was der Geliebte ihr gesagt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging zurück zu ihrem Dorf, tieftraurig verzagt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie zeigte den Leuten den güldenen Ring, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das vermaledeite wertvolle, aber gestohlene Ding. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie weinte: &amp;quot;Der Räuber, den ich geliebt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat ihn getragen bei Tag und auch bei Nacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der so  manchen um Hab und Gut gebracht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat mich geliebt, bei Tag und auch bei Nacht.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Leute im Dorf waren empört, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht die Liebe an sich hat sie gestört, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aber, dass sie einem Räuber galt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dieses man eine Sünde schalt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sprachen: &amp;quot;Geh in den Tempel, törichte Maid &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und klag den Geweihten dort dein Leid, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Ring, den spende an die Götter, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann verstummen auch die Spötter.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie kann man einen Räuber lieben, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Unglückseliges Kind, was hat dich umgetrieben?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maid weinte bitter und lange, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vor der Zukunft war ihr sehr bange. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Verlust des Liebsten hat sie schon entsetzt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
war sie nun zusätzlich Hohn und Spott ausgesetzt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie trat in einen heiligen Orden ein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um eine Dienerin für die Götter zu sein. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So lebt sie nun dorten, fleißig und fromm,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Jahre verrinnen, die Welt bleibt ihr stumm.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch manchmal im Dunkel, wenn die Kerzen vergeh’n,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
meint sie den Räuber wie im Traume zu seh’n.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann flüstert sie leise, so sanft wie der Wind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass Herzen nicht wählen, wohin sie bestimmt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und tief in ihr drinnen, verborgen und sacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
lebt weiter die Liebe bei Tag und bei Nacht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der treue Hund&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr Leute, lasset mich berichten, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von gar wundersamen Geschichten, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine tue ich Euch nun kund, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie ist zu Orstoc einst geschehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ihr Held, das war ein Hund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein reicher Bauer mit dem Namen Friedrich Klein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kehrte nach dem Marktbesuch in ein Wirtshaus ein. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er hatte Vieh verkauft, trug bei sich den Erlös, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das rochen in der Schenke zwei Räuber, bitterbös. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als nun der reiche Bauer des Nachts zu Bette ging, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
beschlossen diese Räuber zu drehen ein schlimmes Ding. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie schlichen im Gasthaus in seine Kammer hinein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und drangen mit ihren Messern bedrohlich ein auf Friedrich Klein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schon packten ihn die Schlimmen, an seiner bloßen Kehle, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da schrie mit letzten Kräften, Friedrich die Angst sich von der Seele &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das hörte im Stalle, nicht sein Knecht aber der treue Hund, .&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er riss sich von der Kette und schon er in der Kammer stund &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bevor die Mörder die Messer setzten an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er stürzt sich auf die Kerle und rettet so den Mann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ward überwältigt, die böse Mörderbrut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu Orstoc, auf dem Richtblock, da floss zum Lohn ihr Blut. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch in dem Kampf fügten sie dem treuen Tier zu eine böse Wund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und schon am nächsten Tage da starb der arme Hund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es setzt in seinem Garten, der Bauer Klein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dem treuen braven Hunde aus Marmor einen Stein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darauf stand geschrieben dieses hier: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Viel treuer als die Menschen ist oft ein Hundetier. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Die Geschichte vom Räuber Hannes&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es sagt einst ein Kind zur seiner Großmama: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wenn ich erwachsen bin, was werd ich da?  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hab wenig Lust auf Feldarbeit. Kann ich vielleicht ein Räuber sein? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Muss wenig tun, nur ein bisschen rauben. Das wär&amp;#039; einfach und sehr fein.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Alte wiegt besorgt den Kopf, streichelt sanft den Enkelsohn. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich erzähl dir &amp;#039;ne Geschichte, die beantwortet deine Frage schon.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lehnt sich zurück, dann hebt sie an und sie erzählt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Geschichte vom Räuber Hannes hat sie gewählt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch des Waldes düstre Gründe auf naturverschlungnem Pfaden  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wandelt eine Magd zum Markt nach Vellhafen mit schmerzenden Waden. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hui, da plötzlich stürmt des Banditen kühner Sohn aus dem Geheg, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
scharf bewehrt bis an die Zähne, und vertritt ihr flugs den Weg. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Seid Ihr&amp;quot;, fragt die Frau erblassend, einer dunklen Ahnung voll, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;nicht vielleicht der Räuber Hannes, der allhier grassieren soll?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ja, ich bin´s, du Unglücksel´ge, ja, ich bin´s, der sich dir zeigt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und du bist diejen´ge, welche sich nun vor mir verneigt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn mit hochwillkomm´ner Beute nahst du mir zu guter Stund!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sprachs und nahm ihr weg den Korb, durchwühlt ihn schnell bis auf den Grund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wie Schuppen von den Augen fällt´s der schlichten Magd sogleich: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ihr seid Hannes!&amp;quot;, ruft sie bleich. &amp;quot;Bin es!&amp;quot; spricht der Räuber weich. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bin´s und sage dir noch dieses: ich töte dich du dummes Weib, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bringst du mir nicht auf dem Rückweg Gold, ramm ich meinen Dolch in deinen Leib.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Magd wird blass und blässer und eilt zum Markt, sucht den Büttel Reodan, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
findet ihn, fragt ängstlich dann, ob er ihr wohl helfen kann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jener stimmt zu, sie zu begleiten, denn den Räuber will er fangen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
baumeln soll der Räuber Hannes, an dem Galgen soll er hangen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesagt, getan und aus dem Walde eilt der Hannes schnell heran, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn er sieht nur das Mägdelein und nicht den guten Reodan. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jener hat sich vorher schon gut versteckt hinter einer dicken Eich, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er springt heraus, macht sich ganz groß und packt sogleich, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann den Räuber Hannes fest am Arm und am Halse an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
damit der Bösewicht dem harten Griffe nicht entweichen kann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Schurke! Hab dich!&amp;quot; so donnert er, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Nun entkommst du mir nicht mehr!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Mit des Seilers Tochter mach ich dich bekannt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aufatmen wird das ganze Land.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Werde besser Räuber nicht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sonst landet man am Ende nur an einem Strick und baumelt dann im Wind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Drum werde artig und bleib brav, sonst kommt Reodan mein Kind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Die Vogelscheuche Martha Stroh&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vogelscheuche Martha Stroh, wurd&amp;#039; ihres Daseins nicht mehr froh.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn es war nun einmal so, ein Strohhalm piekste sie am Po.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie fand es schrecklich, musste weinen, so schlimm juckte es der Kleinen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn, auch eine Scheuche hat ein Recht auf einen - unversehrten Po, sollte man meinen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da kam ein Zwerg am Feld vorbei, hörte sogleich das Wehgeschrei.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Mach doch hier nicht so&amp;#039; n Bohei! Trink dir nen Schnaps oder auch zwei.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was kannst es denn so Schlimmes geben, dass du so greinst wie um dein Leben?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Oder trinkt den vergorenen Saft der Reben, das wird deine Stimmung heben!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Törichter Zwerg, was rätst du mir da, kleiner Mann? Fast wie der Mönch vorhin, der riet zu Baldrian.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch musst doch sehen, dass ich nichts trinken kann, schau einfach meinen Mund mal an!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zwerg guckt Martha böse an und ganz brüskiert, &amp;quot;Töricht sagst du?&amp;quot; Er holt aus und hat ihr einfach eine geschmiert,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Martha erbebt als sie die Ohrfeige kassiert und durch die Erschütterung den Pieksehalm am Po verliert!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Martha ganz gücklich, kann&amp;#039;s kaum fassen: &amp;quot;Hab Dank, mein Retter. Das pieksige Stroh hat mich verlassen!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;So lass ich mir gerne eins verpassen, wenn dann die Pieksehalme meinen Po in Frieden lassen!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zwerg schaut verdutzt auf seine Hände, sichtlich erstaunt über dieses glückliche Ende,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Gern geschehen, Vogelscheuche! Nun wach du wieder über das Gelände, Und sag jedem Vogel, dass besser er verschwände.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Die glutäugige Susanne&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es dachten sich die Eltern der glutäugigen Susanne, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Kind ist nun erwachsen bald,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wir geben sie zu einem Manne,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn sonst ist sie schon bald … zu alt.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein reicher Händler war der erste Kandidat, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er schien dem Vater eine gute Partie, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auch wenn er keine Haare auf dem Kopf mehr hat, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Mutter meint: „Den nimmt das Kind doch nie!“ &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch wurde flugs, er zum Sonntagsmahl geladen, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er erschien im feinsten Zwirn und mit schwarzem Hut, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch biss der Hund ihn in die Waden, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er roch wohl nicht besonders gut? &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Susanne lobt den Hund und füttert ihn mit Leckerbissen, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn diesen Kahlkopf will sie nicht zum Manne.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater tobt: „Hast du denn gar kein Gewissen? &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nicht die Haare machen aus, den guten Ehemanne!“ &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Susanne schmollt: „Ist mir egal, den Kahlkopf nehme ich nicht!“ &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Händler schaut erst dumm, setzt wieder auf den Hut und geht dann wortlos fort. &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater schreit: „Hat denn mein Wunsch in diesem Hause kein Gewicht? &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich stand beim Händler doch im Wort!“ &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Susanne tobt und weint und schmollt, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
umarmt den Vater stumm.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie mag nicht wenn der Vater grollt &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und hofft sie stimmt ihn um. &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Mein Vater, mein Vater ich liebe dich sehr“, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hört es der Vater in seinen Ohren hallen. &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Bitte bring mir keinen Kahlkopf mehr,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch einer mit güldnen Locken, der könnt mir gefallen.“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Papperlapapp!“ sagt der Vater geschwind,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Güldene Locken ersetzen nicht Gold und Position&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so kommst du mir nicht davon, mein Kind,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den nächsten den ich dir präsentiere, der wird mein Schwiegersohn.“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sohn des Stadtkämmerers, ein Jüngling mit goldenem Haar,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
schon lange verliebt in Susanne, die im Stadtpark er gesehen,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wurde durch Dritte die Geschichte gewahr,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und meinte sofort: „Da muss was geschehen!“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Flugs suchte er den Vater der Holden auf in seinem Kontor,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der saß hinter seinem Schreibtisch mit grimmigem Gesicht&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Jüngling trat mutig und beherzt davor,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Gebt mir Susanne zu Weibe“ verlangte er schlicht.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vater Susannchens guckt bass erstaunt,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf den blondgelockten Jüngling von gutem Stande&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil Kandidat Susannens Gnade fand, war schon übel er gelaunt,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
des Stadtkämmerer Sohn jedoch, schien ihm geeignet für Familienbande.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Diener lässt er flugs Frau und  Tochter holen,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der Jüngling freut sich, vor Aufregung das Gesicht ganz fahl, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der Vater hat Susanne dann barsch befohlen&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Dieser hier wird dein Gemahl, ich lass dir keine andre Wahl!“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Susannchen erst stumm und blass dann bass erstaunt,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
glaubt ihren Augen nicht zu trauen,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Gut, ihn nehme ich“ hat sie dann leis geraunt&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und kann nicht aufhören mit Schauen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verliebt strahlt sie den Jüngling an, sie kann es gar nicht fassen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater hochzufrieden, schaut stolz zu seiner Gattin hin,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Die Hochzeit, Weib, kannst du nun richten, dieses Mal scheint es zu passen.“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Mutter strahlt nicht minder, hat Enkelkinder schon im Sinn.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ihr, ihr lieben Leute, euch sicher schon gedacht,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil es sich nach der Geschicht&amp;#039; vermuten lässt,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die große Liebe war es, die Glut der Minne war entfacht,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
es dauerte nicht lange, da gab &amp;#039;s ein schönes Hochzeitsfest,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch die Moral von der Geschicht&amp;#039;,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die es ja immer geben muss,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die verrate ich euch noch nicht,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn für heut ist erst Mal Schluss.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein ander Mal bin ich dann da &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und singe euch, was noch geschah,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
mit der glutäugigen Susanne &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ihrem blondgelockten Manne.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bis dahin, ihr lieben Leut&amp;#039;,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
geduldet euch .. bin durch für heut&amp;#039;! &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Markgraf Berenhard der Laute&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Markgraf Berenhardt der Laute, hat uns unser Kind geraubt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von Isenburg zur Festung hinauf, wo man sie zu seh&amp;#039;n geglaubt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nehmt die Fackel brave Leut&amp;#039;, helft, dass man sie wieder find&amp;#039;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Keine Hoffnung gibt&amp;#039;s ihr Braven, dort regieren Schwert und Wind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auf dem Turme hört man&amp;#039;s klagen, sind das dort droben unsre Frau&amp;#039;n?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die, die ihr lebt dort in der Stadt Isenburg, tut auf eure Brut gut schau&amp;#039;n!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Sven der Rote auf der Suche&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sven der Rote saß beim nem Met, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
überlegte wie es nun weitergeht. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Warf den Becher voll Wut an die Wand!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er schrie: &amp;quot;Ich zieh mir ein Weibsbild an Land. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Rothaarig, stolz mit schwellender Brust soll sie sein &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und gehören soll sie nur mir allein!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sven der Rote, sprang auf, ging fort, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
suchte die Frau erst hier, dann dort. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch keine der Frauen, die er traf. war so wie erdacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie das schöne Bild, was sich in seinem Kopf breitgemacht. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines Tages aber, Sven der Rote war Gast hier in diesem Haus, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
fielen ihm beinah die Augen heraus. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn es kam eine Frau mit rotem Haar und schwellender Brust hinein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
setzte sich an einen Tisch und trank ein Glas Wein. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sven sprang auf, war himmlisch entzückt &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und vor lauter Liebeswahn beinah verrückt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er ging zum Tische, sprach: &amp;quot;Du Schöne sei mein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
willst du bitte mein Augenstern sein?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Frau sah Sven den Roten zunächst schweigend nur an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch dann, dann hat sie plötzlich etwas getan. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie schüttelt wild den Kopf und dann dem Sven den Wein ins Gesicht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was willst du von mir, du Tropf&amp;quot; hat sie dabei laut gezischt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Lass mich in Frieden besoffener Nordmann, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sonst zeig ich dir mal, was ne Nordfrau so kann!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Belästige hübsche Nordahejmra nicht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
willst du keinen er Wein im Gesicht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn der landet bei dir auf Bart und dem Kopf, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und alle lachen laut über dich, du armer Tropf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der Zwerg und die drei Prüfungen&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hinweis: Diese Ballade basiert lose auf einem derben irdischen Witz, der in Mittelalterforen kursiert.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Die gereimte Fassung stammt von Tica.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da waren wilde Orks, ein Trupp, ein schlimmer,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sorgten beim Gegner für Gewimmer, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie fingen einen Menschen ein  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und auch ein grimmig Zwergelein.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sowie &amp;#039;nen Elf mit seinem Bogen,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
haben sie an Land gezogen.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ork-Anführer sprach zu den dreien: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wenn ihr euch selbst wollt befreien, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihr müsst tun drei Dinge schwer, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
schafft ihr&amp;#039;s nicht, lebt ihr nicht mehr. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schafft ihr jedoch alle drei, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann lass ich euch tatsächlich frei!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Das erste Ding: Ihr müsst viel saufen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und dann ohne lang&amp;#039; verschnaufen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das zweite Ding: &amp;#039;nem Bär die Pranken brechen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das sein sehr schwer, ich kann versprechen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das dritte Ding: Ihr kriegt ein Jüngferlein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nach eurem Besuch sie darf keins mehr sein! &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Also was ist? Wollt machen ihr? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dann geht in diese Zelte hier!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Elf strafft sich, steht und geht &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ins erste Zelt mit &amp;#039;nem Fass Met. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er säuft und säuft, kein Met gewöhnt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wankt halbtot raus, er kotzt und stöhnt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Orken kennen kein Erbarmen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
erschlagen ihn, den Elf, den Armen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mensch, ein großer Kriegersmann, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
versucht das Met und sieh mal an: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es geht! Er torkelt zwar, aber er steht. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Ork-Anführer nickt und sagt: &amp;quot;War schwer, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nun noch schwerer, geh zum Bär!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Mensch geht rein ins Zelt zum Bär, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch raus, das kam er nimmer mehr! &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er wurde daraus tot geborgen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nun ist er ledig aller Sorgen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun geht der Zwerg ganz siegessicher, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ins Zelt zum Met, mit viel Gekicher. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Säuft alles aus, kommt winkend &amp;#039;raus &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und erntet von den Orks Applaus. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nun zu Ding zwei, dem Bären, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den will der Zwerg nun auch beehren, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Orken sehen das Zelt wild schwanken, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nicken, sind ganz in Gedanken an die starken Bärenpranken. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann Ruhe und als wär&amp;#039;s das normalste Ding auf der Welt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kommt &amp;#039;raus der Zwerg, ganz unversehrt aus dem nun stillen Bärenzelt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Das wär&amp;#039; geschafft, es war recht schwer, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch schafft mir nun die Jungfer her, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Muss ihr ja doch noch die Arme brechen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dann bin ich frei, so lautete euer Versprechen!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Havlind, die Möwe &amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hinweis: Dieses Lied stammt nicht aus der Feder des Barden Walter von der Salzwiese. Es ist ein Erbstück seiner Mutter Irina, die als „Lerche aus Ismar“ bekannt war und es häufig sang. Walter übernahm es später in sein Repertoire und machte es in Vellhafen und Umgebung bekannt. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Havlind, der Möwe, will ich für euch singen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von der Magie, die sie nach Ismar gebracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf silbernen Schwingen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
inmitten der Nacht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Havlind, die Schwester aus dem fernen Licht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wenn das Meer tobt und die Welle bricht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wenn die Schiffe drohen, unterzugehen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann kann Havlind die Götter sehen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie schwebt hoch oben über dem stürmischen Geschehn,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihr Flug ist ein Lied, das die Winde drehn.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es legt sich der Sturm, das Wasser wird still —&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das alles geschieht, weil Havlind es will.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit sanfter Magie hat sie Wind und Wellen geführt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Seeleute im Sturm haben etwas gespürt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine Ahnung von Schicksal und höherer Macht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die ihnen hier die Rettung gebracht. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch Havlind, die hat niemand gesehn,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
still ließ sie dieses Wunder geschehn.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Havlind, die Möwe klein und unerkannt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat sie die Menschen geschützt, den Sturm gebannt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie wacht über das Meer und Insel, die meine Heimat ist.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie will, dass ihr glaubt — aber nicht wisst.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Havlind, Wächterin über Salz und Zeit, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bringt Sanftmut und Frieden, ihr Ruf trägt weit. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gassen- und Handwerkslieder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesen Liedern besingt Walter das Leben der einfachen Leute: Handwerker, Händler, Hafenarbeiter und all jene, die in den Straßen und Gassen Vellhafens ihren Alltag bestreiten. Die Stücke sind oft humorvoll, manchmal rau, aber stets voller Wärme für die Menschen, die sie porträtieren. Viele davon entstanden unterwegs, zwischen Marktständen, Werkstätten und Tavernen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Das Lumpensammlerlied des Willem Willink&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Gott Pares hat mich verdammt auf Erden, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein Hader- und Lumpensammler zu werden. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin Willem Willink, ja seht mich nur an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein Lumpenkerl, ein armer, doch ehrlicher Mann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit verschossener Jacke, zerrissener Hose, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ja starrt mich ruhig an – ich bin keine Mimose. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist mir lieber, als wenn ihr verächtlich wegseht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als wär ich nur Dreck, den man mit Füßen wegfegt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Manch einer hält Nase und Maul mit dem Tuche bedeckt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil mein Duft ihn erschreckt und seine Sinne befleckt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch nach Ambra und Moschus kann ich nicht duften,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
muss für Hadern und Lumpen tagtäglich schuften.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bin kein feiner Pflastertreter mit Gold und mit Muße –&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Glück war bei anderen auf besserem Fuße.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hab des Lebens Mühsal bis zur Neige geleert,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch blieb ich stets ehrlich, hab mich nie beschwert.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Meer der Schmerzen bin ich geschwommen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf einem Lumpensack dann zu liegen gekommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun stapf ich durch Vellhafens Gassen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um eure alten Tücher und Kleider zu fassen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bringt mir ruhig ungewaschen, ungekrumpen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
eure Lappen, Fetzen, Flecken und Lumpen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Alles rein in den Sack – man macht daraus Papier:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eingeweicht, gestampft, gegautscht – harte Arbeit, kein Pläsier.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dann geschöpft, gepresst, getrocknet – ein neues Werk erschaffen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
verkauft an Schreiber, Pfeffersäcke und auch an die Pfaffen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin Willem Willink, pack Lumpen in meinen Sack,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und bin schon wieder fort – schwuppdiwupp, zackzack!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Ich liebte ein Mädchen ... &amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hinweis: Dieses Lied basiert auf dem irdischen Stück „Ich liebte ein Mädchen“ von Insterburg &amp;amp; Co. &amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Die antamarisierte Fassung stammt vom Spieler Pyromaniac.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Liwa, das war die reinste Diva.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Techuan, das hatte nie ein Röckchen an.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Toapac, dem gab ich meinen Anorak.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Yunava, das war mit ihrer Mutter da.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Pechutli, das fuhr so gerne Wasserski.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Mascunja, das zeigte mir ihr *tralala*&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Ximalcuan, das sah mich immer traurig an.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Punac, dann packte ich den Rucksack.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mir wurde nämlich Xetoka zu klein ,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so ging ich in die Wüste rein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Kalibah, das sagt ständig oh la la.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Finnekish, das aß am liebsten Tintenfisch.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Kefybeg, das nahm mir meine Stiefel weg.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Yntrein, dem zeigte ich mein Holzbein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Altersheim, das brachte ich beizeiten heim.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Tarrikum, das war ein wenig andersrum.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Ylgen, das konnte viel vertilgen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Djerset, dort sind sie alle sehr fett.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Esnau, das war wohl meine Traumfrau.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Yrlensbar, das war einfach wunderbar.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Chal&amp;#039;ginn, dort gehe ich nie wieder hin.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in El Bachan, die Rettung war ein Äppelkahn.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von nun an war mir auch Eriath zu klein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
drum stach ich in die See hinein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Mandoran, das sprach mich dort im Hafen an.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Eisentrutz, das wollte nur mit Kautschukschutz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Eisenstein, das lud mich in ihr Zimmer ein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Hälstrond, das war so richtig hellblond.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Hornsandt, das an der Straße ganz vorn stand.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Jotunheim, dem geht wohl jeder auf den Leim.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Belbrück, dort hatte ich ganz schnell Glück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Berggugg, das soff mit einem Zwergschluck.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Cargnac, zu zweit in einem Schlafsack.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Ismar, in deren Kleid ein Riss war.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Diertal, ich glaube es war viermal.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Echelon, da kam ich grade so davon.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Eisenrose, ach dort ist meine Unterhose.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Bragen, darüber darf ich nichts sagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Minenhall, das quatschte wie ein Wasserfall.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Dwimorgrim, da sollte ich mal wieder hin.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sind zwar keine Heldentaten, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was noch so war, wird nicht verraten. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Anne Samthaut und der hungrige Bilibo&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anne Samthaut , Halblingsfrau aus Altpforten , &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
buk ständig Kuchen und auch Torten, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bilibo Binsofroh, aus Huggelshausen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kam, um das Backwerk zu verschmausen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Flugs nahm die resolute Anne, den hungrigen Bilibo zum Manne, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn ihm schmeckten alle Sorten, ihrer Kuchen und auch Torten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bei so viel Süßem wurde Bilibos Bäuchlein kugelrund, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bei Anne hatte es sichtlich einen anderen Grund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Welchen, konnte man nach neun Monden sehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu dritt sie durch die Welt nun gehen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit kleinem Sohn leben sie nun in Veen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mal ehrlich? Ist das nicht wunderscheen? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das tut mir Leid. Die gibt es nicht. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schmäh- und Spottlieder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;==&lt;br /&gt;
Hier versammelt Walter von der Salzwiese all jene Lieder, in denen er mit fröhlicher Frechheit an Kronen, Krägen und Amtsketten zupft. Ob eitler Edelmann, überhebliche Amtsperson oder eine politische Entscheidung, die mehr Schatten als Glanz wirft – niemand ist vor Walters spitzem Humor sicher. Seine Spottlieder sind weniger Anklage als Kunststück: kleine musikalische Sticheleien, die Missgeschicke, Übertreibungen und Fehltritte in heitere Reime verwandeln. Mal neckisch, mal schelmisch, mal überraschend treffend – doch immer mit einem Lächeln, das zeigt, dass selbst die Mächtigen über sich lachen dürfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Conte Schiefhals&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hinweis: Dieses Lied ist eine antamarisierte Bearbeitung des irdischen Volksliedes „O hängt ihn auf“ aus dem 19. Jahrhundert. Die Melodie und Grundstruktur stammen aus der Vorlage, der Text wurde von mir für ein Rollenspielereignis in Vellhafen angepasst. Tica&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh hängt ihn auf! Oh hängt ihn auf! &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Oh hängt ihn auf, den Kranz voll Lorbeeren! &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dich oh Conte, dich oh Conte, dich mit deinem schiefen Hals, dich wollen wir verehren. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir treten, dich - wir treten dich, wir treten dich zu ehren, heut zusammen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wohl in den Leib, wohl in den Leib, wohl in den Leib lodern helle Flammen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du bist ein Vieh, du bist ein vie -, du bist ein vielgeliebter Conte in Vellhafen,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und auch ein Hund, und auch ein hund -, und auch einhundert Jahre sollst schaffen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh wie gemein, oh wie gemein, oh wie gemeinsam unser Herzen schlagen,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Siehst du heut aus, siehst du heut aus, siehst du heut aus den Worten , die wir sagen.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh wie es riecht, oh wie es riecht, oh wie es riecht nach deinem Ruhm im Lande. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aus deinem Mund, aus deinem Mund, aus deinem Mund, oh Conte, kam nie ein Wort der Schande. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir brechen dir, wir brechen dir, wir brechen dir zum Ruhm der Feinde Speere. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Selbst Hals und Bein, selbst Hals und Bein,  selbst Hals und Beine opfern wir zur Ehre. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh wie es glänzt, oh wie es glänzt, oh wie es glänzt in deinen goldnen Haaren, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vor Speck und Dreck, vor Speck und Dreck, vor Speck und Dreck soll man dich, oh Conte, stets bewahren. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Belbrücks&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Belbrücks sind kurze, scherzhafte Fünfzeiler, die in Antamar weit verbreitet sind. Walter sammelt sie seit seiner Jugend und dichtet selbst unzählige neue, meist über Orte, Menschen oder Begebenheiten, die ihm auf seinen Reisen begegnen. Sie folgen einer festen Reimform und werden in Tavernen gern laut mitgesprochen — oft zur großen Freude des Publikums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Heiliges Kaiserreich&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst Mädchen aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bragen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die wollt&amp;#039; was Besonderes wagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie sucht nach `nem Gatten im Kurier,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
jetzt hat sie nicht einen, sondern gleich vier,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die sich täglich übers Essen beklagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war mal ein Bauer aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ackerheim&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der machte in jeden Satz &amp;#039;nen Reim. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und als sein Haar wurde lichter, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da nannte er sich einen Dichter &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und blieb den ganzen Tag daheim. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Kind in &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kirchflecken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das wollte die Welt noch entdecken.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es konnte krabbeln, noch nich´ so gut laufen  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und purzelte prompt in jeden Misthaufen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und erschreckte wandernde Recken. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Oma aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Siebenbrück&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der bastelt der Sohn eine feine Krück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hat Oma hocherfreut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aber den Sohn hat&amp;#039;s gereut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn die Oma haute damit Leute in Stück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Junge aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Amartrutz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der nahm immer alle Gauner in Schutz, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als Mann er studierte, wurd&amp;#039; Rechtsanwalt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Gauner haben ihn nun bezahlt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und schon nannt&amp;#039; ihn keiner mehr Nichtsnutz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Kerl aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jatzlauken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der wollt nur Trompeten und Pauken, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn laute Musik, die liebte er sehr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
seinen Nachbarn machte das Leben er schwer. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie schimpfen ihn deshalb nen lauten Rabauken. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Recke aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bragen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der wollt auch was Besonderes wagen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er ging zu einem großen Turnier, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kam, sah und siegte gegen Vier, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gewann dann nen Helm mit Kragen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst der Vater vom Recken aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bragen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der wollte dem Sohn die Teilnahme versagen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bleib weg vom Turnier!&amp;quot; Wütend er droht: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Denn wenn du verlierst, dann bist ja tot!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Warum willst du dich unbedingt schlagen?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Thelessa&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gute Fürst aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Faelughaven&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
muss wie jeder in der Nacht auch schlafen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um dann sanft in den Schlaf zu gleiten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hilft dem gute Fürst beizeiten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Zählen von weißen Schafen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Orklande&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es zogen einst drei Kelten nach Westen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu suchen &amp;#039;nen Vierten, wenn möglich den Besten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie fanden ihn nah dem &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Orken-Lande&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht mittig sondern eher am Rande,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
im Eichenbaum sitzend auf Ästen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Vellhafener Städtebund&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Fleischer in &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ismar&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dessen Ware einfach nur Mist war, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
seine Würste schmeckten zum Kotzen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da taten die Kunden oft motzen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sein Name war Thönn Jes, das war ja eh klar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen Burschen aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lerbreck&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; quälte das Verlangen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zur Liebsten zu eilen, auf dem Weg lagen Schlangen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eines von den Dingern hat ihn gebissen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da hat er vor Angst in die Buxe geschissen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und das Verlangen war ihm gründlich vergangen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Königreich Lothrinien&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Pferdehirt aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Belbrück&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das war ein rechter Franz im Glück, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als von der Weide eine Herde Pferde wurde geklaut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er sich gründlich umgeschaut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und brachte sie, heil und am Stück, zurück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Burgherr auf &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Burg Obquell&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der fror ganz erbärmlich, trotz Wolle und Fell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Wind hier oben schneidend und bitterkalt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von drinnen die Stimm&amp;#039; seiner Frau erschallt: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mein Liebster, an den Kamin, zack zack aber schnell.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Adelsrepublik Grauland&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Jungfer aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Surquell&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die war ganz besonders schnell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Da kam ein Jüngling aus Untermoor, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der setzte ihr nen Floh ins Ohr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und zog sie nieder auf sein Schafsfell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Dûn-Reich&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Hund in &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tsakmur&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der ging allen auf die Hutschnur. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weil er bellte und jaulte, immer und stets, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging er den Leuten dort schwer auf den Keks. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die schickten den Jauler in die Wüste zur Kur.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Aivarunenlande&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Aivarune aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Qara Qorum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der fummelte sich immer am Ohr rum. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Seine Frau machte das Gefummel nervös, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
schrie ihn an und wurde ganz bös. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er hörte nicht auf, das war ganz dumm. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Xetoka&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Dame aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Liwa&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die war eine rechte Diva, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
trug nur seidene Kleider und Hüte, pompöse, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Verrückt, ja aber sie war keine Böse. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn das war was, was sie nie war. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Inoda&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Knabe aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Horami&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aß für sein Leben gerne Salami,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ob morgens, abends, zu jeder Zeit,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
für Salami war er immer bereit,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und verschlang sie rasant wie&amp;#039;n Tsunami.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Eiskönigreich&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Drache im Eise, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der machte sich auf die Reise, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von Nordhaar bis zur Stadt &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Eiswind&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ein Drache!&amp;quot; schrie laut ein Elfenkind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da zog der Drache wieder ab, das war weise. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tica</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.antamar.eu/index.php?title=Liedgut_des_Barden_Walter_von_der_Salzwiese&amp;diff=126627</id>
		<title>Liedgut des Barden Walter von der Salzwiese</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.antamar.eu/index.php?title=Liedgut_des_Barden_Walter_von_der_Salzwiese&amp;diff=126627"/>
		<updated>2026-03-12T10:30:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tica: /* Balladen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Walter von der Salzwiese – Barde aus Vellhafen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walter von der Salzwiese gilt als einer der hoffnungsvollsten jungen Spielleute Vellhafens. Mit seinen gerade einmal erwachsenen Jahren hat er sich bereits einen Ruf erarbeitet, der manch älteren Barden neidisch werden lässt. Freundlich im Wesen, mit einer klaren, warmen Stimme und einem Talent, das Zuhörer mühelos in seinen Bann zieht, ist er in Schenken, auf Märkten und bei Festen gern gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein erstes Werk, „Das Lied von Brunihild“, verbreitete sich rasch über die Grenzen Vellhafens hinaus und wurde zu einem antamarweit bekannten Gassenhauer. Schon als Junge schickte Walter seine Verse und Melodien an den Vellhafener Kurier und erhielt dort früh Anerkennung für seine Dicht- und Vortragskunst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Herkunft und Familie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walter stammt aus Ismar, wo sein Vater Hein von der Salzwiese einen erfolgreichen Hof bewirtschaftet. Die Schafe der Familie grasen auf den salzhaltigen Wiesen Ismars, was dem Fleisch der berühmten Salzlämmer einen besonderen Geschmack verleiht. Wohlstand und Fleiß prägen Walters Herkunft, und es mangelte der Familie nie an etwas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein künstlerisches Talent verdankt Walter vor allem seiner Mutter Irina, die einst als Bardin unter dem Beinamen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;„Die Lerche aus Ismar“&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bekannt war. Sie tritt heute nicht mehr öffentlich auf, doch ihre Stimme und ihr Gespür für Melodie leben in ihrem Sohn weiter. Walters Brüder hingegen blieben der Landwirtschaft treu und führen den elterlichen Hof fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hinweis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die hier aufgeführten Lieder und Verse stammen — mit wenigen Ausnahmen (die aber immer extra gekennzeichnet sind)  — aus meiner eigener Feder.&lt;br /&gt;
Der Barde Walter von der Salzwiese wird im Spiel von mir verkörpert. Tica&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Balladen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
Walters Balladen erzählen von Liebe, Schicksal, Heldentum und den stillen Tragödien des Alltags. Sie sind länger gefasste Erzählgedichte, die oft auf wahren Begebenheiten beruhen oder von alten Sagen inspiriert wurden. Mit klarer Stimme und feinem Gespür für Stimmung trägt Walter sie auf Märkten, in Schenken und bei Festen vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Das Lied von Brunihild&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
War einst ein kleines Schneiderlein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das konnt schneidern, mit Stichlein fein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und dieses kleine Schneiderlein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging Nächtens in den Wald hinein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dort traf er sich mit Brunihild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die beiden trieben es dort wild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf einer Lichtung unerlaubt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er die Unschuld ihr geraubt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bruni aber war dem Joost versprochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der, der hatt&amp;#039; bald Lunt&amp;#039; gerochen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es kam, wie es dann kommen musste:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Joost, der ahnte, wenn auch nicht wusste,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass Brunihild ihn dreist belogen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und wahrscheinlich auch betrogen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er will es wissen, noch genauer,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und legt sich Nächtens auf die Lauer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Genau vor Brunihildes Elternhaus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und richtig, kaum war&amp;#039;s dunkel, trat sie hinaus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grimmig sieht Joost wie seine Braut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die selbst des Nachts sehr schön ausschaut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sich im Walde mit einem Schneider trifft,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihn gar küsst und herzt, das blonde Gift.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es schmerzt ihn sehr, er leidet Pein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie er so sieht sein Brunilein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Hals ihm schwillt und er sieht rot,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
stürmt auf die Lichtung: Schneider tot!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es heult und schreit die Braut vom Joost:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du Mörder! Bist du noch bei Trost?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch Joost, der schaut sie lange an,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kalt und böse sagt er dann:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du nahmst meinen Ring, warst mir versprochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bist mit dem Schneider hier ins Laub gekrochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hast ihn geküsst, geherzet sehr&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weißt du, dich will ich gar nicht mehr!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brunihilde, die war fassungslos,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
drehte sich um und rannte los.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach Hause will ich, denkt die Maid&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und rafft dann flugs das lange Kleid,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und sie rennet schnell und schneller,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zuhaus geht`s zunächst mal in den Keller.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wäscht aus das Kleid, besudelt von des Schneiders Blut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
lauscht nach oben, ob der Joost ihr womöglich folgen tut.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Joost jedoch, der will nur die Verlobung lösen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gleichgültig ihm ist, ob im Guten oder Bösen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Egal, ob sie ihn anzeigt, dieses Weib&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hauptsache sie bleibt ihm nun vom Leib.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am Elternhaus der Brunihild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ruft er laut und fuchtelt wild,:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich möchte meinen Ring zurück,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von diesem ungetreuen Stück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es wird keine Hochzeit geben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so eine heirat´ ich nie im Leben.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vater und Mutter sind bass erstaunt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was der Joost da ausposaunt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie befragen dann ihr Kind und schau&amp;#039;n es ratlos an:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sag uns Brunihild, was hast du nur getan,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass der Joost dich untreu schilt?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Setz uns bitte mal ins Bild.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Maid, die schweigt, nimmt kreidebleich&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Ring vom Finger dann sogleich.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vater gibt den Schmuck zurück,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf das er andere Hände schmück&amp;#039;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Joost läuft nun geschwind davon,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und dann brüllt der Vater schon:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was sollen denn die Leute denken?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Musstest du den Joost so kränken?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kind was hast du bloß gemacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
in dieser unglückseligen Nacht?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch Brunihild, die Ungetreue,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sagt kein Wort, schweigt nun auf Neue.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Mutter redet auf sie ein:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sag mir den Grund, Brunhildilein!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch auch der Mutter bleibt sie eine Antwort schuldig,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
diese schäumt vor Wut, fragt ungeduldig:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was sollen wir den Leuten sagen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wenn nach der Hochzeit sie uns fragen?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maid schweigt weiter, geht auf ihr Zimmer,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Lage, die wird schlimm und schlimmer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn Brunihilde weiß, dass sie ein Kindlein trägt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
in knapp fünf Monden es in der Wiege quäkt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Schande&amp;quot; denkt sie, &amp;quot;Welch ein Graus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie komme ich aus der Sache raus?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich geh ins Wasser!&amp;quot; ihr Entschluss,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sprach&amp;#039;s und ging geschwind zum Fluss.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am nächsten Tag hat der Vater sie gefunden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie aus dem Wasser raus gewunden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu einem Medicus verbracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch der hat nur aufgelacht:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Eine Tote bringt ihr mir? Was soll ich tun?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lasst sie auf dem Nergasacker ruh&amp;#039;n.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater sprach: &amp;quot;Mir ist nicht nach Scherzen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
untersuche ob ein Kind sie trug, unter ihrem Herzen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Medicus untersucht die Tote nun geschwind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann sagt er: &amp;quot;Ja, sie erwartete ein Kind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In vier, fünf Monden wär`s soweit gewesen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das kann ich an dem Körper lesen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater nickt, bezahlt den Mann, und nimmt die Leich&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bringt sie zum Nergasacker dann sogleich.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch Nergas Diener schicken ihn fort:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Begrabt sie einem anderen Ort!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nerga hasst jene, die sich selbst des Lebens berauben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das weiß der Vater, durch seinen tiefen Götterglauben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es schwillt die Wut ganz tief in ihm,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er denkt: Der Joost war mit Brunihild intim,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dafür sollte er nun bezahlen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn er verursacht diese Qualen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Leich&amp;#039; der Tochter in den Armen, die Augen voller Schmerz,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
stellt er den Joost und ohne Fragen, sticht er ihm `nen Dolch ins Herz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Richter nach acht langen Wochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat den Vater freigesprochen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn, so sprach der weise Mann:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bin selber Vater und daher ich verstehen kann,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was ihn zu dieser Tat gebracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vielleicht hätt`ich&amp;#039;s ebenso gemacht?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Betrüge den Verlobten nicht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eifersucht bei einem Mann,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gar schlimme Folgen haben kann!&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der Sohn der Maar-Fiar&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sein Clan längst erloschen, seine Geschichte dieses Lied bewahr. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Maar-Fiar waren Jäger, Jäger am Meer, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihre hölzernen Kanus glitten pfeilschnell umher. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, der stolze Aiva&amp;#039;un, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der verehrte gar sehr Lunin und auch den goldenen Lun, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
War nur Lunin, nicht Lun, am Nachthimmel zu sehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so wussten die Maar-Fiar: Es ist Zeit, auf die Jagd zu gehen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er und die Gefährten schoben ihre Kanus in die Wellen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
im Wissen, das Lunin ihren Weg wird erhellen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vier saßen in den Kanus, ob Mann, ob Frau,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zwei lenkten durch die Wogen, zwei spähten hinaus ins Grau. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Netzen und Angeln machten sie reiche Beute, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vom Ausmaß ihres Fangs erzählt man sich noch heute. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Speere und Spieße waren stets messerscharf gewetzt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
damit auch Raubfisch, kein Hai ihre Netze zerfetzt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eroberer und Mörder schlichen heran in dunkler Nacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als weder Lunin noch Lun den Himmel bewacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie drangen gewaltsam ein in Takoyas Haus, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
löschten zunächst seiner Familie die Lebenslichter aus. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gefesselt und geknebelt, gezwungen zuzusehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie all die Untaten vor seinen Augen geschehen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vom Schmerz wie von Sinnen, von Wut angefacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er das Unmögliche dennoch vollbracht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er zerriss seine Fesseln, spuckte den Knebel aus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
erschlug jeden Qim‑Mas, den er fand im Haus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er war nicht zu halten, von der Rache beseelt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
seine Muskeln und Sehnen in Eisen gestählt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch als er im Haus sein Werk vollbracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
trat er hinaus in die stockdunkle Nacht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Dutzend Qim‑Mas rangen den wilden Takoya nieder,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er starb – doch sein Pan‑Teon lebt fort, davon künden die Lieder. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Maar‑Fiar, den stolzen Jägern der Meere,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gebührt auf ewig unsere stille Ehre.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein ganzer Clan, gefallen durch fremde Horden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
durch wilde Feinde, die nur brandschatzen und morden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in der alten Heimat der Maar-Fiar, das weiß jedes Kind, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weht nun an allen Orten eine fremde Flagge im Wind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Grauländer, diese Qim-Mas, wohnen nun dort, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Geister der Maar-Fiar hüten jeden Ort. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der Ring des Räubers &amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht weit von hier in einem tiefen Tal,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da wohnte eine Maid im Wald an einem Wasserfall. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie war so schön, so schön wie Milch und Blut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von ganzem Herzen war sie einem Manne gut. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du armes Kind, du dauerst meine Seele. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weil ich nur ein Räuber bin, wohn&amp;#039; in einer Höhle&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Du kannst fürwahr nicht länger bei mir sein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ich muss jetzt fort, tief in den Wald hinein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nimm diesen Ring, und sollte man dich fragen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so sag&amp;#039; ein Räuber habe ihn getragen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der dich geliebt, geliebt bei Tag und Nacht&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der so manchen um Hab und Gut gebracht&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sprach er nach vielen Monden zu ihr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nach so  vielen Tagen und Nächten mit Pläsier, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihr half kein Wehen und auch kein Klagen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie musste seinen Weggang weinend ertragen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schöne tat, was der Geliebte ihr gesagt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging zurück zu ihrem Dorf, tieftraurig verzagt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie zeigte den Leuten den güldenen Ring, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das vermaledeite wertvolle, aber gestohlene Ding. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie weinte: &amp;quot;Der Räuber, den ich geliebt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat ihn getragen bei Tag und auch bei Nacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der so  manchen um Hab und Gut gebracht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat mich geliebt, bei Tag und auch bei Nacht.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Leute im Dorf waren empört, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht die Liebe an sich hat sie gestört, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aber, dass sie einem Räuber galt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dieses man eine Sünde schalt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sprachen: &amp;quot;Geh in den Tempel, törichte Maid &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und klag den Geweihten dort dein Leid, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Ring, den spende an die Götter, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann verstummen auch die Spötter.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie kann man einen Räuber lieben, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Unglückseliges Kind, was hat dich umgetrieben?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maid weinte bitter und lange, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vor der Zukunft war ihr sehr bange. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Verlust des Liebsten hat sie schon entsetzt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
war sie nun zusätzlich Hohn und Spott ausgesetzt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie trat in einen heiligen Orden ein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um eine Dienerin für die Götter zu sein. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So lebt sie nun dorten, fleißig und fromm,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Jahre verrinnen, die Welt bleibt ihr stumm.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch manchmal im Dunkel, wenn die Kerzen vergeh’n,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
meint sie den Räuber wie im Traume zu seh’n.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann flüstert sie leise, so sanft wie der Wind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass Herzen nicht wählen, wohin sie bestimmt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und tief in ihr drinnen, verborgen und sacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
lebt weiter die Liebe bei Tag und bei Nacht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der treue Hund&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr Leute, lasset mich berichten, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von gar wundersamen Geschichten, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine tue ich Euch nun kund, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie ist zu Orstoc einst geschehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ihr Held, das war ein Hund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein reicher Bauer mit dem Namen Friedrich Klein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kehrte nach dem Marktbesuch in ein Wirtshaus ein. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er hatte Vieh verkauft, trug bei sich den Erlös, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das rochen in der Schenke zwei Räuber, bitterbös. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als nun der reiche Bauer des Nachts zu Bette ging, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
beschlossen diese Räuber zu drehen ein schlimmes Ding. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie schlichen im Gasthaus in seine Kammer hinein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und drangen mit ihren Messern bedrohlich ein auf Friedrich Klein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schon packten ihn die Schlimmen, an seiner bloßen Kehle, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da schrie mit letzten Kräften, Friedrich die Angst sich von der Seele &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das hörte im Stalle, nicht sein Knecht aber der treue Hund, .&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er riss sich von der Kette und schon er in der Kammer stund &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bevor die Mörder die Messer setzten an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er stürzt sich auf die Kerle und rettet so den Mann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ward überwältigt, die böse Mörderbrut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu Orstoc, auf dem Richtblock, da floss zum Lohn ihr Blut. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch in dem Kampf fügten sie dem treuen Tier zu eine böse Wund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und schon am nächsten Tage da starb der arme Hund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es setzt in seinem Garten, der Bauer Klein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dem treuen braven Hunde aus Marmor einen Stein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darauf stand geschrieben dieses hier: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Viel treuer als die Menschen ist oft ein Hundetier. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Die Geschichte vom Räuber Hannes&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es sagt einst ein Kind zur seiner Großmama: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wenn ich erwachsen bin, was werd ich da?  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hab wenig Lust auf Feldarbeit. Kann ich vielleicht ein Räuber sein? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Muss wenig tun, nur ein bisschen rauben. Das wär&amp;#039; einfach und sehr fein.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Alte wiegt besorgt den Kopf, streichelt sanft den Enkelsohn. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich erzähl dir &amp;#039;ne Geschichte, die beantwortet deine Frage schon.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lehnt sich zurück, dann hebt sie an und sie erzählt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Geschichte vom Räuber Hannes hat sie gewählt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch des Waldes düstre Gründe auf naturverschlungnem Pfaden  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wandelt eine Magd zum Markt nach Vellhafen mit schmerzenden Waden. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hui, da plötzlich stürmt des Banditen kühner Sohn aus dem Geheg, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
scharf bewehrt bis an die Zähne, und vertritt ihr flugs den Weg. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Seid Ihr&amp;quot;, fragt die Frau erblassend, einer dunklen Ahnung voll, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;nicht vielleicht der Räuber Hannes, der allhier grassieren soll?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ja, ich bin´s, du Unglücksel´ge, ja, ich bin´s, der sich dir zeigt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und du bist diejen´ge, welche sich nun vor mir verneigt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn mit hochwillkomm´ner Beute nahst du mir zu guter Stund!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sprachs und nahm ihr weg den Korb, durchwühlt ihn schnell bis auf den Grund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wie Schuppen von den Augen fällt´s der schlichten Magd sogleich: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ihr seid Hannes!&amp;quot;, ruft sie bleich. &amp;quot;Bin es!&amp;quot; spricht der Räuber weich. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bin´s und sage dir noch dieses: ich töte dich du dummes Weib, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bringst du mir nicht auf dem Rückweg Gold, ramm ich meinen Dolch in deinen Leib.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Magd wird blass und blässer und eilt zum Markt, sucht den Büttel Reodan, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
findet ihn, fragt ängstlich dann, ob er ihr wohl helfen kann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jener stimmt zu, sie zu begleiten, denn den Räuber will er fangen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
baumeln soll der Räuber Hannes, an dem Galgen soll er hangen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesagt, getan und aus dem Walde eilt der Hannes schnell heran, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn er sieht nur das Mägdelein und nicht den guten Reodan. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jener hat sich vorher schon gut versteckt hinter einer dicken Eich, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er springt heraus, macht sich ganz groß und packt sogleich, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann den Räuber Hannes fest am Arm und am Halse an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
damit der Bösewicht dem harten Griffe nicht entweichen kann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Schurke! Hab dich!&amp;quot; so donnert er, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Nun entkommst du mir nicht mehr!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Mit des Seilers Tochter mach ich dich bekannt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aufatmen wird das ganze Land.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Werde besser Räuber nicht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sonst landet man am Ende nur an einem Strick und baumelt dann im Wind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Drum werde artig und bleib brav, sonst kommt Reodan mein Kind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Die Vogelscheuche Martha Stroh&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vogelscheuche Martha Stroh, wurd&amp;#039; ihres Daseins nicht mehr froh.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn es war nun einmal so, ein Strohhalm piekste sie am Po.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie fand es schrecklich, musste weinen, so schlimm juckte es der Kleinen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn, auch eine Scheuche hat ein Recht auf einen - unversehrten Po, sollte man meinen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da kam ein Zwerg am Feld vorbei, hörte sogleich das Wehgeschrei.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Mach doch hier nicht so&amp;#039; n Bohei! Trink dir nen Schnaps oder auch zwei.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was kannst es denn so Schlimmes geben, dass du so greinst wie um dein Leben?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Oder trinkt den vergorenen Saft der Reben, das wird deine Stimmung heben!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Törichter Zwerg, was rätst du mir da, kleiner Mann? Fast wie der Mönch vorhin, der riet zu Baldrian.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch musst doch sehen, dass ich nichts trinken kann, schau einfach meinen Mund mal an!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zwerg guckt Martha böse an und ganz brüskiert, &amp;quot;Töricht sagst du?&amp;quot; Er holt aus und hat ihr einfach eine geschmiert,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Martha erbebt als sie die Ohrfeige kassiert und durch die Erschütterung den Pieksehalm am Po verliert!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Martha ganz gücklich, kann&amp;#039;s kaum fassen: &amp;quot;Hab Dank, mein Retter. Das pieksige Stroh hat mich verlassen!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;So lass ich mir gerne eins verpassen, wenn dann die Pieksehalme meinen Po in Frieden lassen!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zwerg schaut verdutzt auf seine Hände, sichtlich erstaunt über dieses glückliche Ende,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Gern geschehen, Vogelscheuche! Nun wach du wieder über das Gelände, Und sag jedem Vogel, dass besser er verschwände.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Die glutäugige Susanne&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es dachten sich die Eltern der glutäugigen Susanne, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Kind ist nun erwachsen bald,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wir geben sie zu einem Manne,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn sonst ist sie schon bald … zu alt.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein reicher Händler war der erste Kandidat, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er schien dem Vater eine gute Partie, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auch wenn er keine Haare auf dem Kopf mehr hat, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Mutter meint: „Den nimmt das Kind doch nie!“ &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch wurde flugs, er zum Sonntagsmahl geladen, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er erschien im feinsten Zwirn und mit schwarzem Hut, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch biss der Hund ihn in die Waden, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er roch wohl nicht besonders gut? &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Susanne lobt den Hund und füttert ihn mit Leckerbissen, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn diesen Kahlkopf will sie nicht zum Manne.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater tobt: „Hast du denn gar kein Gewissen? &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nicht die Haare machen aus, den guten Ehemanne!“ &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Susanne schmollt: „Ist mir egal, den Kahlkopf nehme ich nicht!“ &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Händler schaut erst dumm, setzt wieder auf den Hut und geht dann wortlos fort. &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater schreit: „Hat denn mein Wunsch in diesem Hause kein Gewicht? &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich stand beim Händler doch im Wort!“ &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Susanne tobt und weint und schmollt, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
umarmt den Vater stumm.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie mag nicht wenn der Vater grollt &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und hofft sie stimmt ihn um. &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Mein Vater, mein Vater ich liebe dich sehr“, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hört es der Vater in seinen Ohren hallen. &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Bitte bring mir keinen Kahlkopf mehr,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch einer mit güldnen Locken, der könnt mir gefallen.“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Papperlapapp!“ sagt der Vater geschwind,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Güldene Locken ersetzen nicht Gold und Position&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so kommst du mir nicht davon, mein Kind,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den nächsten den ich dir präsentiere, der wird mein Schwiegersohn.“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sohn des Stadtkämmerers, ein Jüngling mit goldenem Haar,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
schon lange verliebt in Susanne, die im Stadtpark er gesehen,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wurde durch Dritte die Geschichte gewahr,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und meinte sofort: „Da muss was geschehen!“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Flugs suchte er den Vater der Holden auf in seinem Kontor,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der saß hinter seinem Schreibtisch mit grimmigem Gesicht&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Jüngling trat mutig und beherzt davor,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Gebt mir Susanne zu Weibe“ verlangte er schlicht.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vater Susannchens guckt bass erstaunt,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf den blondgelockten Jüngling von gutem Stande&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil Kandidat Susannens Gnade fand, war schon übel er gelaunt,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
des Stadtkämmerer Sohn jedoch, schien ihm geeignet für Familienbande.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Diener lässt er flugs Frau und  Tochter holen,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der Jüngling freut sich, vor Aufregung das Gesicht ganz fahl, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der Vater hat Susanne dann barsch befohlen&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Dieser hier wird dein Gemahl, ich lass dir keine andre Wahl!“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Susannchen erst stumm und blass dann bass erstaunt,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
glaubt ihren Augen nicht zu trauen,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Gut, ihn nehme ich“ hat sie dann leis geraunt&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und kann nicht aufhören mit Schauen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verliebt strahlt sie den Jüngling an, sie kann es gar nicht fassen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater hochzufrieden, schaut stolz zu seiner Gattin hin,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Die Hochzeit, Weib, kannst du nun richten, dieses Mal scheint es zu passen.“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Mutter strahlt nicht minder, hat Enkelkinder schon im Sinn.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ihr, ihr lieben Leute, euch sicher schon gedacht,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil es sich nach der Geschicht&amp;#039; vermuten lässt,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die große Liebe war es, die Glut der Minne war entfacht,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
es dauerte nicht lange, da gab &amp;#039;s ein schönes Hochzeitsfest,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch die Moral von der Geschicht&amp;#039;,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die es ja immer geben muss,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die verrate ich euch noch nicht,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn für heut ist erst Mal Schluss.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein ander Mal bin ich dann da &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und singe euch, was noch geschah,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
mit der glutäugigen Susanne &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ihrem blondgelockten Manne.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bis dahin, ihr lieben Leut&amp;#039;,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
geduldet euch .. bin durch für heut&amp;#039;! &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Markgraf Berenhard der Laute&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Markgraf Berenhardt der Laute, hat uns unser Kind geraubt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von Isenburg zur Festung hinauf, wo man sie zu seh&amp;#039;n geglaubt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nehmt die Fackel brave Leut&amp;#039;, helft, dass man sie wieder find&amp;#039;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Keine Hoffnung gibt&amp;#039;s ihr Braven, dort regieren Schwert und Wind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auf dem Turme hört man&amp;#039;s klagen, sind das dort droben unsre Frau&amp;#039;n?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die, die ihr lebt dort in der Stadt Isenburg, tut auf eure Brut gut schau&amp;#039;n!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Sven der Rote auf der Suche&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sven der Rote saß beim nem Met, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
überlegte wie es nun weitergeht. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Warf den Becher voll Wut an die Wand!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er schrie: &amp;quot;Ich zieh mir ein Weibsbild an Land. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Rothaarig, stolz mit schwellender Brust soll sie sein &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und gehören soll sie nur mir allein!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sven der Rote, sprang auf, ging fort, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
suchte die Frau erst hier, dann dort. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch keine der Frauen, die er traf. war so wie erdacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie das schöne Bild, was sich in seinem Kopf breitgemacht. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines Tages aber, Sven der Rote war Gast hier in diesem Haus, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
fielen ihm beinah die Augen heraus. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn es kam eine Frau mit rotem Haar und schwellender Brust hinein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
setzte sich an einen Tisch und trank ein Glas Wein. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sven sprang auf, war himmlisch entzückt &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und vor lauter Liebeswahn beinah verrückt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er ging zum Tische, sprach: &amp;quot;Du Schöne sei mein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
willst du bitte mein Augenstern sein?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Frau sah Sven den Roten zunächst schweigend nur an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch dann, dann hat sie plötzlich etwas getan. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie schüttelt wild den Kopf und dann dem Sven den Wein ins Gesicht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was willst du von mir, du Tropf&amp;quot; hat sie dabei laut gezischt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Lass mich in Frieden besoffener Nordmann, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sonst zeig ich dir mal, was ne Nordfrau so kann!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Belästige hübsche Nordahejmra nicht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
willst du keinen er Wein im Gesicht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn der landet bei dir auf Bart und dem Kopf, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und alle lachen laut über dich, du armer Tropf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der Zwerg und die drei Prüfungen&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hinweis: Diese Ballade basiert lose auf einem derben irdischen Witz, der in Mittelalterforen kursiert.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Die gereimte Fassung stammt von Tica.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da waren wilde Orks, ein Trupp, ein schlimmer,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sorgten beim Gegner für Gewimmer, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie fingen einen Menschen ein  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und auch ein grimmig Zwergelein.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sowie &amp;#039;nen Elf mit seinem Bogen,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
haben sie an Land gezogen.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ork-Anführer sprach zu den dreien: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wenn ihr euch selbst wollt befreien, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihr müsst tun drei Dinge schwer, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
schafft ihr&amp;#039;s nicht, lebt ihr nicht mehr. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schafft ihr jedoch alle drei, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann lass ich euch tatsächlich frei!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Das erste Ding: Ihr müsst viel saufen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und dann ohne lang&amp;#039; verschnaufen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das zweite Ding: &amp;#039;nem Bär die Pranken brechen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das sein sehr schwer, ich kann versprechen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das dritte Ding: Ihr kriegt ein Jüngferlein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nach eurem Besuch sie darf keins mehr sein! &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Also was ist? Wollt machen ihr? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dann geht in diese Zelte hier!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Elf strafft sich, steht und geht &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ins erste Zelt mit &amp;#039;nem Fass Met. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er säuft und säuft, kein Met gewöhnt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wankt halbtot raus, er kotzt und stöhnt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Orken kennen kein Erbarmen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
erschlagen ihn, den Elf, den Armen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mensch, ein großer Kriegersmann, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
versucht das Met und sieh mal an: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es geht! Er torkelt zwar, aber er steht. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Ork-Anführer nickt und sagt: &amp;quot;War schwer, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nun noch schwerer, geh zum Bär!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Mensch geht rein ins Zelt zum Bär, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch raus, das kam er nimmer mehr! &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er wurde daraus tot geborgen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nun ist er ledig aller Sorgen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun geht der Zwerg ganz siegessicher, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ins Zelt zum Met, mit viel Gekicher. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Säuft alles aus, kommt winkend &amp;#039;raus &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und erntet von den Orks Applaus. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nun zu Ding zwei, dem Bären, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den will der Zwerg nun auch beehren, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Orken sehen das Zelt wild schwanken, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nicken, sind ganz in Gedanken an die starken Bärenpranken. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann Ruhe und als wär&amp;#039;s das normalste Ding auf der Welt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kommt &amp;#039;raus der Zwerg, ganz unversehrt aus dem nun stillen Bärenzelt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Das wär&amp;#039; geschafft, es war recht schwer, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch schafft mir nun die Jungfer her, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Muss ihr ja doch noch die Arme brechen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dann bin ich frei, so lautete euer Versprechen!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Die Möwe &amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hinweis: Diese Ballade stammt nicht aus Walters Feder sondern ist ein Lied, welches seine Mutter Irina, die &amp;quot;Lerche aus Ismar&amp;quot; immer sang.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Die gereimte Fassung stammt von Tica.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Havlind, der Möwe, will ich für euch singen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von der Magie, die sie nach Ismar gebracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf silbernen Schwingen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
inmitten der Nacht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Havlind, die Schwester aus dem fernen Licht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wenn das Meer tobt und die Welle bricht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wenn die Schiffe drohen, unterzugehen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann kann Havlind die Götter sehen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie schwebt hoch oben über dem stürmischen Geschehn,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihr Flug ist ein Lied, das die Winde drehn.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es legt sich der Sturm, das Wasser wird still —&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das alles geschieht, weil Havlind es will.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit sanfter Magie hat sie Wind und Wellen geführt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Seeleute im Sturm haben etwas gespürt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine Ahnung von Schicksal und höherer Macht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die ihnen hier die Rettung gebracht. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch Havlind, die hat niemand gesehn,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
still ließ sie dieses Wunder geschehn.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Havlind, die Möwe klein und unerkannt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat sie die Menschen geschützt, den Sturm gebannt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie wacht über das Meer und Insel, die meine Heimat ist.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie will, dass ihr glaubt — aber nicht wisst.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Havlind, Wächterin über Salz und Zeit, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bringt Sanftmut und Frieden, ihr Ruf trägt weit. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gassen- und Handwerkslieder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesen Liedern besingt Walter das Leben der einfachen Leute: Handwerker, Händler, Hafenarbeiter und all jene, die in den Straßen und Gassen Vellhafens ihren Alltag bestreiten. Die Stücke sind oft humorvoll, manchmal rau, aber stets voller Wärme für die Menschen, die sie porträtieren. Viele davon entstanden unterwegs, zwischen Marktständen, Werkstätten und Tavernen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Das Lumpensammlerlied des Willem Willink&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Gott Pares hat mich verdammt auf Erden, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein Hader- und Lumpensammler zu werden. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin Willem Willink, ja seht mich nur an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein Lumpenkerl, ein armer, doch ehrlicher Mann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit verschossener Jacke, zerrissener Hose, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ja starrt mich ruhig an – ich bin keine Mimose. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist mir lieber, als wenn ihr verächtlich wegseht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als wär ich nur Dreck, den man mit Füßen wegfegt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Manch einer hält Nase und Maul mit dem Tuche bedeckt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil mein Duft ihn erschreckt und seine Sinne befleckt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch nach Ambra und Moschus kann ich nicht duften,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
muss für Hadern und Lumpen tagtäglich schuften.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bin kein feiner Pflastertreter mit Gold und mit Muße –&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Glück war bei anderen auf besserem Fuße.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hab des Lebens Mühsal bis zur Neige geleert,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch blieb ich stets ehrlich, hab mich nie beschwert.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Meer der Schmerzen bin ich geschwommen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf einem Lumpensack dann zu liegen gekommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun stapf ich durch Vellhafens Gassen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um eure alten Tücher und Kleider zu fassen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bringt mir ruhig ungewaschen, ungekrumpen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
eure Lappen, Fetzen, Flecken und Lumpen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Alles rein in den Sack – man macht daraus Papier:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eingeweicht, gestampft, gegautscht – harte Arbeit, kein Pläsier.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dann geschöpft, gepresst, getrocknet – ein neues Werk erschaffen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
verkauft an Schreiber, Pfeffersäcke und auch an die Pfaffen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin Willem Willink, pack Lumpen in meinen Sack,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und bin schon wieder fort – schwuppdiwupp, zackzack!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Ich liebte ein Mädchen ... &amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hinweis: Dieses Lied basiert auf dem irdischen Stück „Ich liebte ein Mädchen“ von Insterburg &amp;amp; Co. &amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Die antamarisierte Fassung stammt vom Spieler Pyromaniac.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Liwa, das war die reinste Diva.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Techuan, das hatte nie ein Röckchen an.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Toapac, dem gab ich meinen Anorak.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Yunava, das war mit ihrer Mutter da.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Pechutli, das fuhr so gerne Wasserski.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Mascunja, das zeigte mir ihr *tralala*&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Ximalcuan, das sah mich immer traurig an.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Punac, dann packte ich den Rucksack.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mir wurde nämlich Xetoka zu klein ,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so ging ich in die Wüste rein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Kalibah, das sagt ständig oh la la.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Finnekish, das aß am liebsten Tintenfisch.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Kefybeg, das nahm mir meine Stiefel weg.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Yntrein, dem zeigte ich mein Holzbein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Altersheim, das brachte ich beizeiten heim.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Tarrikum, das war ein wenig andersrum.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Ylgen, das konnte viel vertilgen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Djerset, dort sind sie alle sehr fett.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Esnau, das war wohl meine Traumfrau.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Yrlensbar, das war einfach wunderbar.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Chal&amp;#039;ginn, dort gehe ich nie wieder hin.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in El Bachan, die Rettung war ein Äppelkahn.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von nun an war mir auch Eriath zu klein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
drum stach ich in die See hinein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Mandoran, das sprach mich dort im Hafen an.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Eisentrutz, das wollte nur mit Kautschukschutz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Eisenstein, das lud mich in ihr Zimmer ein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Hälstrond, das war so richtig hellblond.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Hornsandt, das an der Straße ganz vorn stand.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Jotunheim, dem geht wohl jeder auf den Leim.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Belbrück, dort hatte ich ganz schnell Glück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Berggugg, das soff mit einem Zwergschluck.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Cargnac, zu zweit in einem Schlafsack.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Ismar, in deren Kleid ein Riss war.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Diertal, ich glaube es war viermal.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Echelon, da kam ich grade so davon.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Eisenrose, ach dort ist meine Unterhose.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Bragen, darüber darf ich nichts sagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Minenhall, das quatschte wie ein Wasserfall.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Dwimorgrim, da sollte ich mal wieder hin.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sind zwar keine Heldentaten, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was noch so war, wird nicht verraten. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Anne Samthaut und der hungrige Bilibo&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anne Samthaut , Halblingsfrau aus Altpforten , &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
buk ständig Kuchen und auch Torten, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bilibo Binsofroh, aus Huggelshausen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kam, um das Backwerk zu verschmausen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Flugs nahm die resolute Anne, den hungrigen Bilibo zum Manne, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn ihm schmeckten alle Sorten, ihrer Kuchen und auch Torten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bei so viel Süßem wurde Bilibos Bäuchlein kugelrund, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bei Anne hatte es sichtlich einen anderen Grund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Welchen, konnte man nach neun Monden sehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu dritt sie durch die Welt nun gehen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit kleinem Sohn leben sie nun in Veen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mal ehrlich? Ist das nicht wunderscheen? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das tut mir Leid. Die gibt es nicht. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schmäh- und Spottlieder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;==&lt;br /&gt;
Hier versammelt Walter von der Salzwiese all jene Lieder, in denen er mit fröhlicher Frechheit an Kronen, Krägen und Amtsketten zupft. Ob eitler Edelmann, überhebliche Amtsperson oder eine politische Entscheidung, die mehr Schatten als Glanz wirft – niemand ist vor Walters spitzem Humor sicher. Seine Spottlieder sind weniger Anklage als Kunststück: kleine musikalische Sticheleien, die Missgeschicke, Übertreibungen und Fehltritte in heitere Reime verwandeln. Mal neckisch, mal schelmisch, mal überraschend treffend – doch immer mit einem Lächeln, das zeigt, dass selbst die Mächtigen über sich lachen dürfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Conte Schiefhals&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hinweis: Dieses Lied ist eine antamarisierte Bearbeitung des irdischen Volksliedes „O hängt ihn auf“ aus dem 19. Jahrhundert. Die Melodie und Grundstruktur stammen aus der Vorlage, der Text wurde von mir für ein Rollenspielereignis in Vellhafen angepasst. Tica&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh hängt ihn auf! Oh hängt ihn auf! &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Oh hängt ihn auf, den Kranz voll Lorbeeren! &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dich oh Conte, dich oh Conte, dich mit deinem schiefen Hals, dich wollen wir verehren. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir treten, dich - wir treten dich, wir treten dich zu ehren, heut zusammen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wohl in den Leib, wohl in den Leib, wohl in den Leib lodern helle Flammen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du bist ein Vieh, du bist ein vie -, du bist ein vielgeliebter Conte in Vellhafen,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und auch ein Hund, und auch ein hund -, und auch einhundert Jahre sollst schaffen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh wie gemein, oh wie gemein, oh wie gemeinsam unser Herzen schlagen,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Siehst du heut aus, siehst du heut aus, siehst du heut aus den Worten , die wir sagen.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh wie es riecht, oh wie es riecht, oh wie es riecht nach deinem Ruhm im Lande. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aus deinem Mund, aus deinem Mund, aus deinem Mund, oh Conte, kam nie ein Wort der Schande. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir brechen dir, wir brechen dir, wir brechen dir zum Ruhm der Feinde Speere. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Selbst Hals und Bein, selbst Hals und Bein,  selbst Hals und Beine opfern wir zur Ehre. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh wie es glänzt, oh wie es glänzt, oh wie es glänzt in deinen goldnen Haaren, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vor Speck und Dreck, vor Speck und Dreck, vor Speck und Dreck soll man dich, oh Conte, stets bewahren. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Belbrücks&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Belbrücks sind kurze, scherzhafte Fünfzeiler, die in Antamar weit verbreitet sind. Walter sammelt sie seit seiner Jugend und dichtet selbst unzählige neue, meist über Orte, Menschen oder Begebenheiten, die ihm auf seinen Reisen begegnen. Sie folgen einer festen Reimform und werden in Tavernen gern laut mitgesprochen — oft zur großen Freude des Publikums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Heiliges Kaiserreich&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst Mädchen aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bragen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die wollt&amp;#039; was Besonderes wagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie sucht nach `nem Gatten im Kurier,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
jetzt hat sie nicht einen, sondern gleich vier,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die sich täglich übers Essen beklagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war mal ein Bauer aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ackerheim&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der machte in jeden Satz &amp;#039;nen Reim. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und als sein Haar wurde lichter, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da nannte er sich einen Dichter &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und blieb den ganzen Tag daheim. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Kind in &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kirchflecken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das wollte die Welt noch entdecken.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es konnte krabbeln, noch nich´ so gut laufen  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und purzelte prompt in jeden Misthaufen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und erschreckte wandernde Recken. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Oma aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Siebenbrück&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der bastelt der Sohn eine feine Krück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hat Oma hocherfreut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aber den Sohn hat&amp;#039;s gereut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn die Oma haute damit Leute in Stück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Junge aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Amartrutz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der nahm immer alle Gauner in Schutz, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als Mann er studierte, wurd&amp;#039; Rechtsanwalt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Gauner haben ihn nun bezahlt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und schon nannt&amp;#039; ihn keiner mehr Nichtsnutz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Kerl aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jatzlauken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der wollt nur Trompeten und Pauken, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn laute Musik, die liebte er sehr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
seinen Nachbarn machte das Leben er schwer. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie schimpfen ihn deshalb nen lauten Rabauken. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Recke aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bragen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der wollt auch was Besonderes wagen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er ging zu einem großen Turnier, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kam, sah und siegte gegen Vier, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gewann dann nen Helm mit Kragen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst der Vater vom Recken aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bragen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der wollte dem Sohn die Teilnahme versagen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bleib weg vom Turnier!&amp;quot; Wütend er droht: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Denn wenn du verlierst, dann bist ja tot!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Warum willst du dich unbedingt schlagen?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Thelessa&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gute Fürst aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Faelughaven&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
muss wie jeder in der Nacht auch schlafen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um dann sanft in den Schlaf zu gleiten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hilft dem gute Fürst beizeiten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Zählen von weißen Schafen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Orklande&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es zogen einst drei Kelten nach Westen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu suchen &amp;#039;nen Vierten, wenn möglich den Besten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie fanden ihn nah dem &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Orken-Lande&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht mittig sondern eher am Rande,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
im Eichenbaum sitzend auf Ästen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Vellhafener Städtebund&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Fleischer in &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ismar&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dessen Ware einfach nur Mist war, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
seine Würste schmeckten zum Kotzen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da taten die Kunden oft motzen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sein Name war Thönn Jes, das war ja eh klar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen Burschen aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lerbreck&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; quälte das Verlangen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zur Liebsten zu eilen, auf dem Weg lagen Schlangen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eines von den Dingern hat ihn gebissen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da hat er vor Angst in die Buxe geschissen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und das Verlangen war ihm gründlich vergangen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Königreich Lothrinien&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Pferdehirt aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Belbrück&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das war ein rechter Franz im Glück, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als von der Weide eine Herde Pferde wurde geklaut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er sich gründlich umgeschaut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und brachte sie, heil und am Stück, zurück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Burgherr auf &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Burg Obquell&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der fror ganz erbärmlich, trotz Wolle und Fell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Wind hier oben schneidend und bitterkalt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von drinnen die Stimm&amp;#039; seiner Frau erschallt: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mein Liebster, an den Kamin, zack zack aber schnell.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Adelsrepublik Grauland&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Jungfer aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Surquell&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die war ganz besonders schnell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Da kam ein Jüngling aus Untermoor, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der setzte ihr nen Floh ins Ohr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und zog sie nieder auf sein Schafsfell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Dûn-Reich&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Hund in &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tsakmur&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der ging allen auf die Hutschnur. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weil er bellte und jaulte, immer und stets, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging er den Leuten dort schwer auf den Keks. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die schickten den Jauler in die Wüste zur Kur.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Aivarunenlande&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Aivarune aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Qara Qorum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der fummelte sich immer am Ohr rum. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Seine Frau machte das Gefummel nervös, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
schrie ihn an und wurde ganz bös. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er hörte nicht auf, das war ganz dumm. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Xetoka&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Dame aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Liwa&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die war eine rechte Diva, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
trug nur seidene Kleider und Hüte, pompöse, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Verrückt, ja aber sie war keine Böse. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn das war was, was sie nie war. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Inoda&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Knabe aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Horami&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aß für sein Leben gerne Salami,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ob morgens, abends, zu jeder Zeit,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
für Salami war er immer bereit,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und verschlang sie rasant wie&amp;#039;n Tsunami.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Eiskönigreich&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Drache im Eise, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der machte sich auf die Reise, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von Nordhaar bis zur Stadt &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Eiswind&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ein Drache!&amp;quot; schrie laut ein Elfenkind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da zog der Drache wieder ab, das war weise. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tica</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.antamar.eu/index.php?title=Liedgut_des_Barden_Walter_von_der_Salzwiese&amp;diff=126561</id>
		<title>Liedgut des Barden Walter von der Salzwiese</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.antamar.eu/index.php?title=Liedgut_des_Barden_Walter_von_der_Salzwiese&amp;diff=126561"/>
		<updated>2026-02-19T08:11:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tica: /* Belbrücks */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Walter von der Salzwiese – Barde aus Vellhafen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walter von der Salzwiese gilt als einer der hoffnungsvollsten jungen Spielleute Vellhafens. Mit seinen gerade einmal erwachsenen Jahren hat er sich bereits einen Ruf erarbeitet, der manch älteren Barden neidisch werden lässt. Freundlich im Wesen, mit einer klaren, warmen Stimme und einem Talent, das Zuhörer mühelos in seinen Bann zieht, ist er in Schenken, auf Märkten und bei Festen gern gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein erstes Werk, „Das Lied von Brunihild“, verbreitete sich rasch über die Grenzen Vellhafens hinaus und wurde zu einem antamarweit bekannten Gassenhauer. Schon als Junge schickte Walter seine Verse und Melodien an den Vellhafener Kurier und erhielt dort früh Anerkennung für seine Dicht- und Vortragskunst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Herkunft und Familie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walter stammt aus Ismar, wo sein Vater Hein von der Salzwiese einen erfolgreichen Hof bewirtschaftet. Die Schafe der Familie grasen auf den salzhaltigen Wiesen Ismars, was dem Fleisch der berühmten Salzlämmer einen besonderen Geschmack verleiht. Wohlstand und Fleiß prägen Walters Herkunft, und es mangelte der Familie nie an etwas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein künstlerisches Talent verdankt Walter vor allem seiner Mutter Irina, die einst als Bardin unter dem Beinamen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;„Die Lerche aus Ismar“&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bekannt war. Sie tritt heute nicht mehr öffentlich auf, doch ihre Stimme und ihr Gespür für Melodie leben in ihrem Sohn weiter. Walters Brüder hingegen blieben der Landwirtschaft treu und führen den elterlichen Hof fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hinweis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die hier aufgeführten Lieder und Verse stammen — mit wenigen Ausnahmen (die aber immer extra gekennzeichnet sind)  — aus meiner eigener Feder.&lt;br /&gt;
Der Barde Walter von der Salzwiese wird im Spiel von mir verkörpert. Tica&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Balladen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
Walters Balladen erzählen von Liebe, Schicksal, Heldentum und den stillen Tragödien des Alltags. Sie sind länger gefasste Erzählgedichte, die oft auf wahren Begebenheiten beruhen oder von alten Sagen inspiriert wurden. Mit klarer Stimme und feinem Gespür für Stimmung trägt Walter sie auf Märkten, in Schenken und bei Festen vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Das Lied von Brunihild&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
War einst ein kleines Schneiderlein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das konnt schneidern, mit Stichlein fein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und dieses kleine Schneiderlein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging Nächtens in den Wald hinein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dort traf er sich mit Brunihild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die beiden trieben es dort wild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf einer Lichtung unerlaubt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er die Unschuld ihr geraubt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bruni aber war dem Joost versprochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der, der hatt&amp;#039; bald Lunt&amp;#039; gerochen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es kam, wie es dann kommen musste:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Joost, der ahnte, wenn auch nicht wusste,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass Brunihild ihn dreist belogen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und wahrscheinlich auch betrogen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er will es wissen, noch genauer,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und legt sich Nächtens auf die Lauer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Genau vor Brunihildes Elternhaus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und richtig, kaum war&amp;#039;s dunkel, trat sie hinaus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grimmig sieht Joost wie seine Braut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die selbst des Nachts sehr schön ausschaut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sich im Walde mit einem Schneider trifft,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihn gar küsst und herzt, das blonde Gift.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es schmerzt ihn sehr, er leidet Pein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie er so sieht sein Brunilein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Hals ihm schwillt und er sieht rot,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
stürmt auf die Lichtung: Schneider tot!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es heult und schreit die Braut vom Joost:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du Mörder! Bist du noch bei Trost?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch Joost, der schaut sie lange an,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kalt und böse sagt er dann:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du nahmst meinen Ring, warst mir versprochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bist mit dem Schneider hier ins Laub gekrochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hast ihn geküsst, geherzet sehr&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weißt du, dich will ich gar nicht mehr!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brunihilde, die war fassungslos,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
drehte sich um und rannte los.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach Hause will ich, denkt die Maid&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und rafft dann flugs das lange Kleid,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und sie rennet schnell und schneller,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zuhaus geht`s zunächst mal in den Keller.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wäscht aus das Kleid, besudelt von des Schneiders Blut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
lauscht nach oben, ob der Joost ihr womöglich folgen tut.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Joost jedoch, der will nur die Verlobung lösen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gleichgültig ihm ist, ob im Guten oder Bösen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Egal, ob sie ihn anzeigt, dieses Weib&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hauptsache sie bleibt ihm nun vom Leib.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am Elternhaus der Brunihild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ruft er laut und fuchtelt wild,:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich möchte meinen Ring zurück,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von diesem ungetreuen Stück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es wird keine Hochzeit geben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so eine heirat´ ich nie im Leben.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vater und Mutter sind bass erstaunt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was der Joost da ausposaunt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie befragen dann ihr Kind und schau&amp;#039;n es ratlos an:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sag uns Brunihild, was hast du nur getan,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass der Joost dich untreu schilt?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Setz uns bitte mal ins Bild.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Maid, die schweigt, nimmt kreidebleich&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Ring vom Finger dann sogleich.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vater gibt den Schmuck zurück,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf das er andere Hände schmück&amp;#039;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Joost läuft nun geschwind davon,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und dann brüllt der Vater schon:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was sollen denn die Leute denken?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Musstest du den Joost so kränken?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kind was hast du bloß gemacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
in dieser unglückseligen Nacht?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch Brunihild, die Ungetreue,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sagt kein Wort, schweigt nun auf Neue.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Mutter redet auf sie ein:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sag mir den Grund, Brunhildilein!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch auch der Mutter bleibt sie eine Antwort schuldig,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
diese schäumt vor Wut, fragt ungeduldig:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was sollen wir den Leuten sagen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wenn nach der Hochzeit sie uns fragen?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maid schweigt weiter, geht auf ihr Zimmer,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Lage, die wird schlimm und schlimmer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn Brunihilde weiß, dass sie ein Kindlein trägt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
in knapp fünf Monden es in der Wiege quäkt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Schande&amp;quot; denkt sie, &amp;quot;Welch ein Graus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie komme ich aus der Sache raus?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich geh ins Wasser!&amp;quot; ihr Entschluss,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sprach&amp;#039;s und ging geschwind zum Fluss.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am nächsten Tag hat der Vater sie gefunden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie aus dem Wasser raus gewunden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu einem Medicus verbracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch der hat nur aufgelacht:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Eine Tote bringt ihr mir? Was soll ich tun?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lasst sie auf dem Nergasacker ruh&amp;#039;n.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater sprach: &amp;quot;Mir ist nicht nach Scherzen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
untersuche ob ein Kind sie trug, unter ihrem Herzen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Medicus untersucht die Tote nun geschwind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann sagt er: &amp;quot;Ja, sie erwartete ein Kind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In vier, fünf Monden wär`s soweit gewesen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das kann ich an dem Körper lesen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater nickt, bezahlt den Mann, und nimmt die Leich&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bringt sie zum Nergasacker dann sogleich.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch Nergas Diener schicken ihn fort:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Begrabt sie einem anderen Ort!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nerga hasst jene, die sich selbst des Lebens berauben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das weiß der Vater, durch seinen tiefen Götterglauben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es schwillt die Wut ganz tief in ihm,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er denkt: Der Joost war mit Brunihild intim,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dafür sollte er nun bezahlen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn er verursacht diese Qualen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Leich&amp;#039; der Tochter in den Armen, die Augen voller Schmerz,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
stellt er den Joost und ohne Fragen, sticht er ihm `nen Dolch ins Herz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Richter nach acht langen Wochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat den Vater freigesprochen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn, so sprach der weise Mann:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bin selber Vater und daher ich verstehen kann,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was ihn zu dieser Tat gebracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vielleicht hätt`ich&amp;#039;s ebenso gemacht?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Betrüge den Verlobten nicht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eifersucht bei einem Mann,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gar schlimme Folgen haben kann!&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der Sohn der Maar-Fiar&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sein Clan längst erloschen, seine Geschichte dieses Lied bewahr. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Maar-Fiar waren Jäger, Jäger am Meer, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihre hölzernen Kanus glitten pfeilschnell umher. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, der stolze Aiva&amp;#039;un, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der verehrte gar sehr Lunin und auch den goldenen Lun, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
War nur Lunin, nicht Lun, am Nachthimmel zu sehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so wussten die Maar-Fiar: Es ist Zeit, auf die Jagd zu gehen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er und die Gefährten schoben ihre Kanus in die Wellen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
im Wissen, das Lunin ihren Weg wird erhellen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vier saßen in den Kanus, ob Mann, ob Frau,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zwei lenkten durch die Wogen, zwei spähten hinaus ins Grau. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Netzen und Angeln machten sie reiche Beute, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vom Ausmaß ihres Fangs erzählt man sich noch heute. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Speere und Spieße waren stets messerscharf gewetzt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
damit auch Raubfisch, kein Hai ihre Netze zerfetzt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eroberer und Mörder schlichen heran in dunkler Nacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als weder Lunin noch Lun den Himmel bewacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie drangen gewaltsam ein in Takoyas Haus, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
löschten zunächst seiner Familie die Lebenslichter aus. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gefesselt und geknebelt, gezwungen zuzusehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie all die Untaten vor seinen Augen geschehen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vom Schmerz wie von Sinnen, von Wut angefacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er das Unmögliche dennoch vollbracht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er zerriss seine Fesseln, spuckte den Knebel aus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
erschlug jeden Qim‑Mas, den er fand im Haus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er war nicht zu halten, von der Rache beseelt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
seine Muskeln und Sehnen in Eisen gestählt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch als er im Haus sein Werk vollbracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
trat er hinaus in die stockdunkle Nacht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Dutzend Qim‑Mas rangen den wilden Takoya nieder,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er starb – doch sein Pan‑Teon lebt fort, davon künden die Lieder. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Maar‑Fiar, den stolzen Jägern der Meere,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gebührt auf ewig unsere stille Ehre.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein ganzer Clan, gefallen durch fremde Horden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
durch wilde Feinde, die nur brandschatzen und morden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in der alten Heimat der Maar-Fiar, das weiß jedes Kind, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weht nun an allen Orten eine fremde Flagge im Wind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Grauländer, diese Qim-Mas, wohnen nun dort, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Geister der Maar-Fiar hüten jeden Ort. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der Ring des Räubers &amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht weit von hier in einem tiefen Tal,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da wohnte eine Maid im Wald an einem Wasserfall. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie war so schön, so schön wie Milch und Blut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von ganzem Herzen war sie einem Manne gut. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du armes Kind, du dauerst meine Seele. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weil ich nur ein Räuber bin, wohn&amp;#039; in einer Höhle&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Du kannst fürwahr nicht länger bei mir sein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ich muss jetzt fort, tief in den Wald hinein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nimm diesen Ring, und sollte man dich fragen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so sag&amp;#039; ein Räuber habe ihn getragen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der dich geliebt, geliebt bei Tag und Nacht&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der so manchen um Hab und Gut gebracht&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sprach er nach vielen Monden zu ihr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nach so  vielen Tagen und Nächten mit Pläsier, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihr half kein Wehen und auch kein Klagen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie musste seinen Weggang weinend ertragen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schöne tat, was der Geliebte ihr gesagt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging zurück zu ihrem Dorf, tieftraurig verzagt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie zeigte den Leuten den güldenen Ring, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das vermaledeite wertvolle, aber gestohlene Ding. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie weinte: &amp;quot;Der Räuber, den ich geliebt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat ihn getragen bei Tag und auch bei Nacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der so  manchen um Hab und Gut gebracht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat mich geliebt, bei Tag und auch bei Nacht.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Leute im Dorf waren empört, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht die Liebe an sich hat sie gestört, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aber, dass sie einem Räuber galt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dieses man eine Sünde schalt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sprachen: &amp;quot;Geh in den Tempel, törichte Maid &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und klag den Geweihten dort dein Leid, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Ring, den spende an die Götter, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann verstummen auch die Spötter.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie kann man einen Räuber lieben, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Unglückseliges Kind, was hat dich umgetrieben?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maid weinte bitter und lange, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vor der Zukunft war ihr sehr bange. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Verlust des Liebsten hat sie schon entsetzt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
war sie nun zusätzlich Hohn und Spott ausgesetzt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie trat in einen heiligen Orden ein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um eine Dienerin für die Götter zu sein. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So lebt sie nun dorten, fleißig und fromm,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Jahre verrinnen, die Welt bleibt ihr stumm.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch manchmal im Dunkel, wenn die Kerzen vergeh’n,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
meint sie den Räuber wie im Traume zu seh’n.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann flüstert sie leise, so sanft wie der Wind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass Herzen nicht wählen, wohin sie bestimmt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und tief in ihr drinnen, verborgen und sacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
lebt weiter die Liebe bei Tag und bei Nacht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der treue Hund&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr Leute, lasset mich berichten, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von gar wundersamen Geschichten, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine tue ich Euch nun kund, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie ist zu Orstoc einst geschehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ihr Held, das war ein Hund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein reicher Bauer mit dem Namen Friedrich Klein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kehrte nach dem Marktbesuch in ein Wirtshaus ein. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er hatte Vieh verkauft, trug bei sich den Erlös, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das rochen in der Schenke zwei Räuber, bitterbös. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als nun der reiche Bauer des Nachts zu Bette ging, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
beschlossen diese Räuber zu drehen ein schlimmes Ding. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie schlichen im Gasthaus in seine Kammer hinein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und drangen mit ihren Messern bedrohlich ein auf Friedrich Klein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schon packten ihn die Schlimmen, an seiner bloßen Kehle, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da schrie mit letzten Kräften, Friedrich die Angst sich von der Seele &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das hörte im Stalle, nicht sein Knecht aber der treue Hund, .&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er riss sich von der Kette und schon er in der Kammer stund &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bevor die Mörder die Messer setzten an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er stürzt sich auf die Kerle und rettet so den Mann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ward überwältigt, die böse Mörderbrut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu Orstoc, auf dem Richtblock, da floss zum Lohn ihr Blut. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch in dem Kampf fügten sie dem treuen Tier zu eine böse Wund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und schon am nächsten Tage da starb der arme Hund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es setzt in seinem Garten, der Bauer Klein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dem treuen braven Hunde aus Marmor einen Stein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darauf stand geschrieben dieses hier: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Viel treuer als die Menschen ist oft ein Hundetier. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Die Geschichte vom Räuber Hannes&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es sagt einst ein Kind zur seiner Großmama: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wenn ich erwachsen bin, was werd ich da?  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hab wenig Lust auf Feldarbeit. Kann ich vielleicht ein Räuber sein? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Muss wenig tun, nur ein bisschen rauben. Das wär&amp;#039; einfach und sehr fein.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Alte wiegt besorgt den Kopf, streichelt sanft den Enkelsohn. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich erzähl dir &amp;#039;ne Geschichte, die beantwortet deine Frage schon.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lehnt sich zurück, dann hebt sie an und sie erzählt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Geschichte vom Räuber Hannes hat sie gewählt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch des Waldes düstre Gründe auf naturverschlungnem Pfaden  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wandelt eine Magd zum Markt nach Vellhafen mit schmerzenden Waden. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hui, da plötzlich stürmt des Banditen kühner Sohn aus dem Geheg, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
scharf bewehrt bis an die Zähne, und vertritt ihr flugs den Weg. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Seid Ihr&amp;quot;, fragt die Frau erblassend, einer dunklen Ahnung voll, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;nicht vielleicht der Räuber Hannes, der allhier grassieren soll?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ja, ich bin´s, du Unglücksel´ge, ja, ich bin´s, der sich dir zeigt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und du bist diejen´ge, welche sich nun vor mir verneigt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn mit hochwillkomm´ner Beute nahst du mir zu guter Stund!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sprachs und nahm ihr weg den Korb, durchwühlt ihn schnell bis auf den Grund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wie Schuppen von den Augen fällt´s der schlichten Magd sogleich: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ihr seid Hannes!&amp;quot;, ruft sie bleich. &amp;quot;Bin es!&amp;quot; spricht der Räuber weich. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bin´s und sage dir noch dieses: ich töte dich du dummes Weib, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bringst du mir nicht auf dem Rückweg Gold, ramm ich meinen Dolch in deinen Leib.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Magd wird blass und blässer und eilt zum Markt, sucht den Büttel Reodan, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
findet ihn, fragt ängstlich dann, ob er ihr wohl helfen kann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jener stimmt zu, sie zu begleiten, denn den Räuber will er fangen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
baumeln soll der Räuber Hannes, an dem Galgen soll er hangen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesagt, getan und aus dem Walde eilt der Hannes schnell heran, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn er sieht nur das Mägdelein und nicht den guten Reodan. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jener hat sich vorher schon gut versteckt hinter einer dicken Eich, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er springt heraus, macht sich ganz groß und packt sogleich, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann den Räuber Hannes fest am Arm und am Halse an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
damit der Bösewicht dem harten Griffe nicht entweichen kann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Schurke! Hab dich!&amp;quot; so donnert er, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Nun entkommst du mir nicht mehr!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Mit des Seilers Tochter mach ich dich bekannt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aufatmen wird das ganze Land.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Werde besser Räuber nicht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sonst landet man am Ende nur an einem Strick und baumelt dann im Wind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Drum werde artig und bleib brav, sonst kommt Reodan mein Kind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Die Vogelscheuche Martha Stroh&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vogelscheuche Martha Stroh, wurd&amp;#039; ihres Daseins nicht mehr froh.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn es war nun einmal so, ein Strohhalm piekste sie am Po.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie fand es schrecklich, musste weinen, so schlimm juckte es der Kleinen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn, auch eine Scheuche hat ein Recht auf einen - unversehrten Po, sollte man meinen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da kam ein Zwerg am Feld vorbei, hörte sogleich das Wehgeschrei.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Mach doch hier nicht so&amp;#039; n Bohei! Trink dir nen Schnaps oder auch zwei.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was kannst es denn so Schlimmes geben, dass du so greinst wie um dein Leben?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Oder trinkt den vergorenen Saft der Reben, das wird deine Stimmung heben!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Törichter Zwerg, was rätst du mir da, kleiner Mann? Fast wie der Mönch vorhin, der riet zu Baldrian.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch musst doch sehen, dass ich nichts trinken kann, schau einfach meinen Mund mal an!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zwerg guckt Martha böse an und ganz brüskiert, &amp;quot;Töricht sagst du?&amp;quot; Er holt aus und hat ihr einfach eine geschmiert,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Martha erbebt als sie die Ohrfeige kassiert und durch die Erschütterung den Pieksehalm am Po verliert!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Martha ganz gücklich, kann&amp;#039;s kaum fassen: &amp;quot;Hab Dank, mein Retter. Das pieksige Stroh hat mich verlassen!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;So lass ich mir gerne eins verpassen, wenn dann die Pieksehalme meinen Po in Frieden lassen!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zwerg schaut verdutzt auf seine Hände, sichtlich erstaunt über dieses glückliche Ende,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Gern geschehen, Vogelscheuche! Nun wach du wieder über das Gelände, Und sag jedem Vogel, dass besser er verschwände.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Die glutäugige Susanne&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es dachten sich die Eltern der glutäugigen Susanne, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Kind ist nun erwachsen bald,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wir geben sie zu einem Manne,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn sonst ist sie schon bald … zu alt.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein reicher Händler war der erste Kandidat, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er schien dem Vater eine gute Partie, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auch wenn er keine Haare auf dem Kopf mehr hat, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Mutter meint: „Den nimmt das Kind doch nie!“ &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch wurde flugs, er zum Sonntagsmahl geladen, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er erschien im feinsten Zwirn und mit schwarzem Hut, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch biss der Hund ihn in die Waden, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er roch wohl nicht besonders gut? &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Susanne lobt den Hund und füttert ihn mit Leckerbissen, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn diesen Kahlkopf will sie nicht zum Manne.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater tobt: „Hast du denn gar kein Gewissen? &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nicht die Haare machen aus, den guten Ehemanne!“ &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Susanne schmollt: „Ist mir egal, den Kahlkopf nehme ich nicht!“ &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Händler schaut erst dumm, setzt wieder auf den Hut und geht dann wortlos fort. &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater schreit: „Hat denn mein Wunsch in diesem Hause kein Gewicht? &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich stand beim Händler doch im Wort!“ &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Susanne tobt und weint und schmollt, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
umarmt den Vater stumm.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie mag nicht wenn der Vater grollt &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und hofft sie stimmt ihn um. &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Mein Vater, mein Vater ich liebe dich sehr“, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hört es der Vater in seinen Ohren hallen. &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Bitte bring mir keinen Kahlkopf mehr,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch einer mit güldnen Locken, der könnt mir gefallen.“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Papperlapapp!“ sagt der Vater geschwind,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Güldene Locken ersetzen nicht Gold und Position&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so kommst du mir nicht davon, mein Kind,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den nächsten den ich dir präsentiere, der wird mein Schwiegersohn.“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sohn des Stadtkämmerers, ein Jüngling mit goldenem Haar,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
schon lange verliebt in Susanne, die im Stadtpark er gesehen,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wurde durch Dritte die Geschichte gewahr,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und meinte sofort: „Da muss was geschehen!“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Flugs suchte er den Vater der Holden auf in seinem Kontor,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der saß hinter seinem Schreibtisch mit grimmigem Gesicht&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Jüngling trat mutig und beherzt davor,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Gebt mir Susanne zu Weibe“ verlangte er schlicht.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vater Susannchens guckt bass erstaunt,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf den blondgelockten Jüngling von gutem Stande&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil Kandidat Susannens Gnade fand, war schon übel er gelaunt,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
des Stadtkämmerer Sohn jedoch, schien ihm geeignet für Familienbande.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Diener lässt er flugs Frau und  Tochter holen,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der Jüngling freut sich, vor Aufregung das Gesicht ganz fahl, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der Vater hat Susanne dann barsch befohlen&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Dieser hier wird dein Gemahl, ich lass dir keine andre Wahl!“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Susannchen erst stumm und blass dann bass erstaunt,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
glaubt ihren Augen nicht zu trauen,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Gut, ihn nehme ich“ hat sie dann leis geraunt&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und kann nicht aufhören mit Schauen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verliebt strahlt sie den Jüngling an, sie kann es gar nicht fassen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater hochzufrieden, schaut stolz zu seiner Gattin hin,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Die Hochzeit, Weib, kannst du nun richten, dieses Mal scheint es zu passen.“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Mutter strahlt nicht minder, hat Enkelkinder schon im Sinn.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ihr, ihr lieben Leute, euch sicher schon gedacht,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil es sich nach der Geschicht&amp;#039; vermuten lässt,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die große Liebe war es, die Glut der Minne war entfacht,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
es dauerte nicht lange, da gab &amp;#039;s ein schönes Hochzeitsfest,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch die Moral von der Geschicht&amp;#039;,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die es ja immer geben muss,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die verrate ich euch noch nicht,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn für heut ist erst Mal Schluss.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein ander Mal bin ich dann da &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und singe euch, was noch geschah,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
mit der glutäugigen Susanne &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ihrem blondgelockten Manne.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bis dahin, ihr lieben Leut&amp;#039;,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
geduldet euch .. bin durch für heut&amp;#039;! &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Markgraf Berenhard der Laute&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Markgraf Berenhardt der Laute, hat uns unser Kind geraubt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von Isenburg zur Festung hinauf, wo man sie zu seh&amp;#039;n geglaubt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nehmt die Fackel brave Leut&amp;#039;, helft, dass man sie wieder find&amp;#039;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Keine Hoffnung gibt&amp;#039;s ihr Braven, dort regieren Schwert und Wind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auf dem Turme hört man&amp;#039;s klagen, sind das dort droben unsre Frau&amp;#039;n?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die, die ihr lebt dort in der Stadt Isenburg, tut auf eure Brut gut schau&amp;#039;n!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Sven der Rote auf der Suche&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sven der Rote saß beim nem Met, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
überlegte wie es nun weitergeht. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Warf den Becher voll Wut an die Wand!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er schrie: &amp;quot;Ich zieh mir ein Weibsbild an Land. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Rothaarig, stolz mit schwellender Brust soll sie sein &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und gehören soll sie nur mir allein!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sven der Rote, sprang auf, ging fort, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
suchte die Frau erst hier, dann dort. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch keine der Frauen, die er traf. war so wie erdacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie das schöne Bild, was sich in seinem Kopf breitgemacht. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines Tages aber, Sven der Rote war Gast hier in diesem Haus, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
fielen ihm beinah die Augen heraus. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn es kam eine Frau mit rotem Haar und schwellender Brust hinein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
setzte sich an einen Tisch und trank ein Glas Wein. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sven sprang auf, war himmlisch entzückt &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und vor lauter Liebeswahn beinah verrückt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er ging zum Tische, sprach: &amp;quot;Du Schöne sei mein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
willst du bitte mein Augenstern sein?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Frau sah Sven den Roten zunächst schweigend nur an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch dann, dann hat sie plötzlich etwas getan. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie schüttelt wild den Kopf und dann dem Sven den Wein ins Gesicht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was willst du von mir, du Tropf&amp;quot; hat sie dabei laut gezischt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Lass mich in Frieden besoffener Nordmann, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sonst zeig ich dir mal, was ne Nordfrau so kann!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Belästige hübsche Nordahejmra nicht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
willst du keinen er Wein im Gesicht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn der landet bei dir auf Bart und dem Kopf, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und alle lachen laut über dich, du armer Tropf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der Zwerg und die drei Prüfungen&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hinweis: Diese Ballade basiert lose auf einem derben irdischen Witz, der in Mittelalterforen kursiert.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Die gereimte Fassung stammt von Tica.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da waren wilde Orks, ein Trupp, ein schlimmer,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sorgten beim Gegner für Gewimmer, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie fingen einen Menschen ein  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und auch ein grimmig Zwergelein.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sowie &amp;#039;nen Elf mit seinem Bogen,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
haben sie an Land gezogen.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ork-Anführer sprach zu den dreien: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wenn ihr euch selbst wollt befreien, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihr müsst tun drei Dinge schwer, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
schafft ihr&amp;#039;s nicht, lebt ihr nicht mehr. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schafft ihr jedoch alle drei, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann lass ich euch tatsächlich frei!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Das erste Ding: Ihr müsst viel saufen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und dann ohne lang&amp;#039; verschnaufen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das zweite Ding: &amp;#039;nem Bär die Pranken brechen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das sein sehr schwer, ich kann versprechen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das dritte Ding: Ihr kriegt ein Jüngferlein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nach eurem Besuch sie darf keins mehr sein! &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Also was ist? Wollt machen ihr? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dann geht in diese Zelte hier!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Elf strafft sich, steht und geht &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ins erste Zelt mit &amp;#039;nem Fass Met. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er säuft und säuft, kein Met gewöhnt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wankt halbtot raus, er kotzt und stöhnt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Orken kennen kein Erbarmen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
erschlagen ihn, den Elf, den Armen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mensch, ein großer Kriegersmann, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
versucht das Met und sieh mal an: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es geht! Er torkelt zwar, aber er steht. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Ork-Anführer nickt und sagt: &amp;quot;War schwer, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nun noch schwerer, geh zum Bär!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Mensch geht rein ins Zelt zum Bär, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch raus, das kam er nimmer mehr! &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er wurde daraus tot geborgen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nun ist er ledig aller Sorgen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun geht der Zwerg ganz siegessicher, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ins Zelt zum Met, mit viel Gekicher. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Säuft alles aus, kommt winkend &amp;#039;raus &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und erntet von den Orks Applaus. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nun zu Ding zwei, dem Bären, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den will der Zwerg nun auch beehren, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Orken sehen das Zelt wild schwanken, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nicken, sind ganz in Gedanken an die starken Bärenpranken. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann Ruhe und als wär&amp;#039;s das normalste Ding auf der Welt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kommt &amp;#039;raus der Zwerg, ganz unversehrt aus dem nun stillen Bärenzelt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Das wär&amp;#039; geschafft, es war recht schwer, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch schafft mir nun die Jungfer her, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Muss ihr ja doch noch die Arme brechen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dann bin ich frei, so lautete euer Versprechen!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gassen- und Handwerkslieder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesen Liedern besingt Walter das Leben der einfachen Leute: Handwerker, Händler, Hafenarbeiter und all jene, die in den Straßen und Gassen Vellhafens ihren Alltag bestreiten. Die Stücke sind oft humorvoll, manchmal rau, aber stets voller Wärme für die Menschen, die sie porträtieren. Viele davon entstanden unterwegs, zwischen Marktständen, Werkstätten und Tavernen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Das Lumpensammlerlied des Willem Willink&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Gott Pares hat mich verdammt auf Erden, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein Hader- und Lumpensammler zu werden. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin Willem Willink, ja seht mich nur an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein Lumpenkerl, ein armer, doch ehrlicher Mann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit verschossener Jacke, zerrissener Hose, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ja starrt mich ruhig an – ich bin keine Mimose. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist mir lieber, als wenn ihr verächtlich wegseht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als wär ich nur Dreck, den man mit Füßen wegfegt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Manch einer hält Nase und Maul mit dem Tuche bedeckt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil mein Duft ihn erschreckt und seine Sinne befleckt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch nach Ambra und Moschus kann ich nicht duften,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
muss für Hadern und Lumpen tagtäglich schuften.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bin kein feiner Pflastertreter mit Gold und mit Muße –&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Glück war bei anderen auf besserem Fuße.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hab des Lebens Mühsal bis zur Neige geleert,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch blieb ich stets ehrlich, hab mich nie beschwert.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Meer der Schmerzen bin ich geschwommen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf einem Lumpensack dann zu liegen gekommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun stapf ich durch Vellhafens Gassen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um eure alten Tücher und Kleider zu fassen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bringt mir ruhig ungewaschen, ungekrumpen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
eure Lappen, Fetzen, Flecken und Lumpen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Alles rein in den Sack – man macht daraus Papier:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eingeweicht, gestampft, gegautscht – harte Arbeit, kein Pläsier.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dann geschöpft, gepresst, getrocknet – ein neues Werk erschaffen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
verkauft an Schreiber, Pfeffersäcke und auch an die Pfaffen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin Willem Willink, pack Lumpen in meinen Sack,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und bin schon wieder fort – schwuppdiwupp, zackzack!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Ich liebte ein Mädchen ... &amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hinweis: Dieses Lied basiert auf dem irdischen Stück „Ich liebte ein Mädchen“ von Insterburg &amp;amp; Co. &amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Die antamarisierte Fassung stammt vom Spieler Pyromaniac.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Liwa, das war die reinste Diva.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Techuan, das hatte nie ein Röckchen an.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Toapac, dem gab ich meinen Anorak.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Yunava, das war mit ihrer Mutter da.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Pechutli, das fuhr so gerne Wasserski.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Mascunja, das zeigte mir ihr *tralala*&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Ximalcuan, das sah mich immer traurig an.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Punac, dann packte ich den Rucksack.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mir wurde nämlich Xetoka zu klein ,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so ging ich in die Wüste rein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Kalibah, das sagt ständig oh la la.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Finnekish, das aß am liebsten Tintenfisch.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Kefybeg, das nahm mir meine Stiefel weg.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Yntrein, dem zeigte ich mein Holzbein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Altersheim, das brachte ich beizeiten heim.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Tarrikum, das war ein wenig andersrum.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Ylgen, das konnte viel vertilgen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Djerset, dort sind sie alle sehr fett.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Esnau, das war wohl meine Traumfrau.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Yrlensbar, das war einfach wunderbar.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Chal&amp;#039;ginn, dort gehe ich nie wieder hin.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in El Bachan, die Rettung war ein Äppelkahn.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von nun an war mir auch Eriath zu klein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
drum stach ich in die See hinein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Mandoran, das sprach mich dort im Hafen an.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Eisentrutz, das wollte nur mit Kautschukschutz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Eisenstein, das lud mich in ihr Zimmer ein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Hälstrond, das war so richtig hellblond.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Hornsandt, das an der Straße ganz vorn stand.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Jotunheim, dem geht wohl jeder auf den Leim.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Belbrück, dort hatte ich ganz schnell Glück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Berggugg, das soff mit einem Zwergschluck.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Cargnac, zu zweit in einem Schlafsack.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Ismar, in deren Kleid ein Riss war.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Diertal, ich glaube es war viermal.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Echelon, da kam ich grade so davon.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Eisenrose, ach dort ist meine Unterhose.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Bragen, darüber darf ich nichts sagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Minenhall, das quatschte wie ein Wasserfall.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Dwimorgrim, da sollte ich mal wieder hin.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sind zwar keine Heldentaten, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was noch so war, wird nicht verraten. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Anne Samthaut und der hungrige Bilibo&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anne Samthaut , Halblingsfrau aus Altpforten , &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
buk ständig Kuchen und auch Torten, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bilibo Binsofroh, aus Huggelshausen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kam, um das Backwerk zu verschmausen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Flugs nahm die resolute Anne, den hungrigen Bilibo zum Manne, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn ihm schmeckten alle Sorten, ihrer Kuchen und auch Torten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bei so viel Süßem wurde Bilibos Bäuchlein kugelrund, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bei Anne hatte es sichtlich einen anderen Grund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Welchen, konnte man nach neun Monden sehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu dritt sie durch die Welt nun gehen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit kleinem Sohn leben sie nun in Veen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mal ehrlich? Ist das nicht wunderscheen? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das tut mir Leid. Die gibt es nicht. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schmäh- und Spottlieder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;==&lt;br /&gt;
Hier versammelt Walter von der Salzwiese all jene Lieder, in denen er mit fröhlicher Frechheit an Kronen, Krägen und Amtsketten zupft. Ob eitler Edelmann, überhebliche Amtsperson oder eine politische Entscheidung, die mehr Schatten als Glanz wirft – niemand ist vor Walters spitzem Humor sicher. Seine Spottlieder sind weniger Anklage als Kunststück: kleine musikalische Sticheleien, die Missgeschicke, Übertreibungen und Fehltritte in heitere Reime verwandeln. Mal neckisch, mal schelmisch, mal überraschend treffend – doch immer mit einem Lächeln, das zeigt, dass selbst die Mächtigen über sich lachen dürfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Conte Schiefhals&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hinweis: Dieses Lied ist eine antamarisierte Bearbeitung des irdischen Volksliedes „O hängt ihn auf“ aus dem 19. Jahrhundert. Die Melodie und Grundstruktur stammen aus der Vorlage, der Text wurde von mir für ein Rollenspielereignis in Vellhafen angepasst. Tica&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh hängt ihn auf! Oh hängt ihn auf! &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Oh hängt ihn auf, den Kranz voll Lorbeeren! &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dich oh Conte, dich oh Conte, dich mit deinem schiefen Hals, dich wollen wir verehren. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir treten, dich - wir treten dich, wir treten dich zu ehren, heut zusammen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wohl in den Leib, wohl in den Leib, wohl in den Leib lodern helle Flammen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du bist ein Vieh, du bist ein vie -, du bist ein vielgeliebter Conte in Vellhafen,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und auch ein Hund, und auch ein hund -, und auch einhundert Jahre sollst schaffen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh wie gemein, oh wie gemein, oh wie gemeinsam unser Herzen schlagen,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Siehst du heut aus, siehst du heut aus, siehst du heut aus den Worten , die wir sagen.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh wie es riecht, oh wie es riecht, oh wie es riecht nach deinem Ruhm im Lande. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aus deinem Mund, aus deinem Mund, aus deinem Mund, oh Conte, kam nie ein Wort der Schande. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir brechen dir, wir brechen dir, wir brechen dir zum Ruhm der Feinde Speere. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Selbst Hals und Bein, selbst Hals und Bein,  selbst Hals und Beine opfern wir zur Ehre. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh wie es glänzt, oh wie es glänzt, oh wie es glänzt in deinen goldnen Haaren, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vor Speck und Dreck, vor Speck und Dreck, vor Speck und Dreck soll man dich, oh Conte, stets bewahren. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Belbrücks&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Belbrücks sind kurze, scherzhafte Fünfzeiler, die in Antamar weit verbreitet sind. Walter sammelt sie seit seiner Jugend und dichtet selbst unzählige neue, meist über Orte, Menschen oder Begebenheiten, die ihm auf seinen Reisen begegnen. Sie folgen einer festen Reimform und werden in Tavernen gern laut mitgesprochen — oft zur großen Freude des Publikums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Heiliges Kaiserreich&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst Mädchen aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bragen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die wollt&amp;#039; was Besonderes wagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie sucht nach `nem Gatten im Kurier,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
jetzt hat sie nicht einen, sondern gleich vier,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die sich täglich übers Essen beklagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war mal ein Bauer aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ackerheim&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der machte in jeden Satz &amp;#039;nen Reim. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und als sein Haar wurde lichter, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da nannte er sich einen Dichter &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und blieb den ganzen Tag daheim. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Kind in &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kirchflecken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das wollte die Welt noch entdecken.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es konnte krabbeln, noch nich´ so gut laufen  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und purzelte prompt in jeden Misthaufen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und erschreckte wandernde Recken. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Oma aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Siebenbrück&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der bastelt der Sohn eine feine Krück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hat Oma hocherfreut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aber den Sohn hat&amp;#039;s gereut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn die Oma haute damit Leute in Stück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Junge aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Amartrutz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der nahm immer alle Gauner in Schutz, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als Mann er studierte, wurd&amp;#039; Rechtsanwalt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Gauner haben ihn nun bezahlt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und schon nannt&amp;#039; ihn keiner mehr Nichtsnutz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Kerl aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jatzlauken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der wollt nur Trompeten und Pauken, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn laute Musik, die liebte er sehr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
seinen Nachbarn machte das Leben er schwer. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie schimpfen ihn deshalb nen lauten Rabauken. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Recke aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bragen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der wollt auch was Besonderes wagen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er ging zu einem großen Turnier, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kam, sah und siegte gegen Vier, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gewann dann nen Helm mit Kragen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst der Vater vom Recken aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bragen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der wollte dem Sohn die Teilnahme versagen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bleib weg vom Turnier!&amp;quot; Wütend er droht: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Denn wenn du verlierst, dann bist ja tot!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Warum willst du dich unbedingt schlagen?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Thelessa&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gute Fürst aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Faelughaven&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
muss wie jeder in der Nacht auch schlafen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um dann sanft in den Schlaf zu gleiten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hilft dem gute Fürst beizeiten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Zählen von weißen Schafen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Orklande&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es zogen einst drei Kelten nach Westen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu suchen &amp;#039;nen Vierten, wenn möglich den Besten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie fanden ihn nah dem &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Orken-Lande&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht mittig sondern eher am Rande,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
im Eichenbaum sitzend auf Ästen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Vellhafener Städtebund&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Fleischer in &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ismar&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dessen Ware einfach nur Mist war, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
seine Würste schmeckten zum Kotzen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da taten die Kunden oft motzen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sein Name war Thönn Jes, das war ja eh klar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen Burschen aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lerbreck&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; quälte das Verlangen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zur Liebsten zu eilen, auf dem Weg lagen Schlangen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eines von den Dingern hat ihn gebissen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da hat er vor Angst in die Buxe geschissen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und das Verlangen war ihm gründlich vergangen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Königreich Lothrinien&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Pferdehirt aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Belbrück&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das war ein rechter Franz im Glück, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als von der Weide eine Herde Pferde wurde geklaut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er sich gründlich umgeschaut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und brachte sie, heil und am Stück, zurück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Burgherr auf &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Burg Obquell&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der fror ganz erbärmlich, trotz Wolle und Fell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Wind hier oben schneidend und bitterkalt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von drinnen die Stimm&amp;#039; seiner Frau erschallt: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mein Liebster, an den Kamin, zack zack aber schnell.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Adelsrepublik Grauland&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Jungfer aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Surquell&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die war ganz besonders schnell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Da kam ein Jüngling aus Untermoor, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der setzte ihr nen Floh ins Ohr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und zog sie nieder auf sein Schafsfell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Dûn-Reich&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Hund in &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tsakmur&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der ging allen auf die Hutschnur. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weil er bellte und jaulte, immer und stets, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging er den Leuten dort schwer auf den Keks. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die schickten den Jauler in die Wüste zur Kur.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Aivarunenlande&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Aivarune aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Qara Qorum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der fummelte sich immer am Ohr rum. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Seine Frau machte das Gefummel nervös, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
schrie ihn an und wurde ganz bös. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er hörte nicht auf, das war ganz dumm. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Xetoka&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Dame aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Liwa&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die war eine rechte Diva, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
trug nur seidene Kleider und Hüte, pompöse, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Verrückt, ja aber sie war keine Böse. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn das war was, was sie nie war. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Inoda&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Knabe aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Horami&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aß für sein Leben gerne Salami,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ob morgens, abends, zu jeder Zeit,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
für Salami war er immer bereit,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und verschlang sie rasant wie&amp;#039;n Tsunami.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Eiskönigreich&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Drache im Eise, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der machte sich auf die Reise, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von Nordhaar bis zur Stadt &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Eiswind&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ein Drache!&amp;quot; schrie laut ein Elfenkind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da zog der Drache wieder ab, das war weise. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tica</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.antamar.eu/index.php?title=Liedgut_des_Barden_Walter_von_der_Salzwiese&amp;diff=126560</id>
		<title>Liedgut des Barden Walter von der Salzwiese</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.antamar.eu/index.php?title=Liedgut_des_Barden_Walter_von_der_Salzwiese&amp;diff=126560"/>
		<updated>2026-02-19T08:07:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tica: /* Belbrücks */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Walter von der Salzwiese – Barde aus Vellhafen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walter von der Salzwiese gilt als einer der hoffnungsvollsten jungen Spielleute Vellhafens. Mit seinen gerade einmal erwachsenen Jahren hat er sich bereits einen Ruf erarbeitet, der manch älteren Barden neidisch werden lässt. Freundlich im Wesen, mit einer klaren, warmen Stimme und einem Talent, das Zuhörer mühelos in seinen Bann zieht, ist er in Schenken, auf Märkten und bei Festen gern gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein erstes Werk, „Das Lied von Brunihild“, verbreitete sich rasch über die Grenzen Vellhafens hinaus und wurde zu einem antamarweit bekannten Gassenhauer. Schon als Junge schickte Walter seine Verse und Melodien an den Vellhafener Kurier und erhielt dort früh Anerkennung für seine Dicht- und Vortragskunst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Herkunft und Familie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walter stammt aus Ismar, wo sein Vater Hein von der Salzwiese einen erfolgreichen Hof bewirtschaftet. Die Schafe der Familie grasen auf den salzhaltigen Wiesen Ismars, was dem Fleisch der berühmten Salzlämmer einen besonderen Geschmack verleiht. Wohlstand und Fleiß prägen Walters Herkunft, und es mangelte der Familie nie an etwas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein künstlerisches Talent verdankt Walter vor allem seiner Mutter Irina, die einst als Bardin unter dem Beinamen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;„Die Lerche aus Ismar“&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bekannt war. Sie tritt heute nicht mehr öffentlich auf, doch ihre Stimme und ihr Gespür für Melodie leben in ihrem Sohn weiter. Walters Brüder hingegen blieben der Landwirtschaft treu und führen den elterlichen Hof fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hinweis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die hier aufgeführten Lieder und Verse stammen — mit wenigen Ausnahmen (die aber immer extra gekennzeichnet sind)  — aus meiner eigener Feder.&lt;br /&gt;
Der Barde Walter von der Salzwiese wird im Spiel von mir verkörpert. Tica&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Balladen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
Walters Balladen erzählen von Liebe, Schicksal, Heldentum und den stillen Tragödien des Alltags. Sie sind länger gefasste Erzählgedichte, die oft auf wahren Begebenheiten beruhen oder von alten Sagen inspiriert wurden. Mit klarer Stimme und feinem Gespür für Stimmung trägt Walter sie auf Märkten, in Schenken und bei Festen vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Das Lied von Brunihild&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
War einst ein kleines Schneiderlein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das konnt schneidern, mit Stichlein fein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und dieses kleine Schneiderlein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging Nächtens in den Wald hinein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dort traf er sich mit Brunihild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die beiden trieben es dort wild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf einer Lichtung unerlaubt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er die Unschuld ihr geraubt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bruni aber war dem Joost versprochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der, der hatt&amp;#039; bald Lunt&amp;#039; gerochen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es kam, wie es dann kommen musste:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Joost, der ahnte, wenn auch nicht wusste,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass Brunihild ihn dreist belogen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und wahrscheinlich auch betrogen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er will es wissen, noch genauer,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und legt sich Nächtens auf die Lauer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Genau vor Brunihildes Elternhaus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und richtig, kaum war&amp;#039;s dunkel, trat sie hinaus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grimmig sieht Joost wie seine Braut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die selbst des Nachts sehr schön ausschaut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sich im Walde mit einem Schneider trifft,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihn gar küsst und herzt, das blonde Gift.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es schmerzt ihn sehr, er leidet Pein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie er so sieht sein Brunilein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Hals ihm schwillt und er sieht rot,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
stürmt auf die Lichtung: Schneider tot!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es heult und schreit die Braut vom Joost:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du Mörder! Bist du noch bei Trost?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch Joost, der schaut sie lange an,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kalt und böse sagt er dann:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du nahmst meinen Ring, warst mir versprochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bist mit dem Schneider hier ins Laub gekrochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hast ihn geküsst, geherzet sehr&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weißt du, dich will ich gar nicht mehr!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brunihilde, die war fassungslos,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
drehte sich um und rannte los.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach Hause will ich, denkt die Maid&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und rafft dann flugs das lange Kleid,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und sie rennet schnell und schneller,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zuhaus geht`s zunächst mal in den Keller.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wäscht aus das Kleid, besudelt von des Schneiders Blut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
lauscht nach oben, ob der Joost ihr womöglich folgen tut.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Joost jedoch, der will nur die Verlobung lösen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gleichgültig ihm ist, ob im Guten oder Bösen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Egal, ob sie ihn anzeigt, dieses Weib&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hauptsache sie bleibt ihm nun vom Leib.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am Elternhaus der Brunihild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ruft er laut und fuchtelt wild,:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich möchte meinen Ring zurück,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von diesem ungetreuen Stück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es wird keine Hochzeit geben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so eine heirat´ ich nie im Leben.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vater und Mutter sind bass erstaunt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was der Joost da ausposaunt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie befragen dann ihr Kind und schau&amp;#039;n es ratlos an:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sag uns Brunihild, was hast du nur getan,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass der Joost dich untreu schilt?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Setz uns bitte mal ins Bild.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Maid, die schweigt, nimmt kreidebleich&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Ring vom Finger dann sogleich.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vater gibt den Schmuck zurück,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf das er andere Hände schmück&amp;#039;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Joost läuft nun geschwind davon,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und dann brüllt der Vater schon:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was sollen denn die Leute denken?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Musstest du den Joost so kränken?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kind was hast du bloß gemacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
in dieser unglückseligen Nacht?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch Brunihild, die Ungetreue,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sagt kein Wort, schweigt nun auf Neue.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Mutter redet auf sie ein:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sag mir den Grund, Brunhildilein!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch auch der Mutter bleibt sie eine Antwort schuldig,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
diese schäumt vor Wut, fragt ungeduldig:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was sollen wir den Leuten sagen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wenn nach der Hochzeit sie uns fragen?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maid schweigt weiter, geht auf ihr Zimmer,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Lage, die wird schlimm und schlimmer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn Brunihilde weiß, dass sie ein Kindlein trägt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
in knapp fünf Monden es in der Wiege quäkt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Schande&amp;quot; denkt sie, &amp;quot;Welch ein Graus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie komme ich aus der Sache raus?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich geh ins Wasser!&amp;quot; ihr Entschluss,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sprach&amp;#039;s und ging geschwind zum Fluss.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am nächsten Tag hat der Vater sie gefunden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie aus dem Wasser raus gewunden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu einem Medicus verbracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch der hat nur aufgelacht:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Eine Tote bringt ihr mir? Was soll ich tun?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lasst sie auf dem Nergasacker ruh&amp;#039;n.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater sprach: &amp;quot;Mir ist nicht nach Scherzen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
untersuche ob ein Kind sie trug, unter ihrem Herzen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Medicus untersucht die Tote nun geschwind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann sagt er: &amp;quot;Ja, sie erwartete ein Kind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In vier, fünf Monden wär`s soweit gewesen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das kann ich an dem Körper lesen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater nickt, bezahlt den Mann, und nimmt die Leich&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bringt sie zum Nergasacker dann sogleich.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch Nergas Diener schicken ihn fort:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Begrabt sie einem anderen Ort!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nerga hasst jene, die sich selbst des Lebens berauben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das weiß der Vater, durch seinen tiefen Götterglauben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es schwillt die Wut ganz tief in ihm,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er denkt: Der Joost war mit Brunihild intim,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dafür sollte er nun bezahlen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn er verursacht diese Qualen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Leich&amp;#039; der Tochter in den Armen, die Augen voller Schmerz,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
stellt er den Joost und ohne Fragen, sticht er ihm `nen Dolch ins Herz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Richter nach acht langen Wochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat den Vater freigesprochen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn, so sprach der weise Mann:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bin selber Vater und daher ich verstehen kann,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was ihn zu dieser Tat gebracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vielleicht hätt`ich&amp;#039;s ebenso gemacht?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Betrüge den Verlobten nicht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eifersucht bei einem Mann,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gar schlimme Folgen haben kann!&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der Sohn der Maar-Fiar&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sein Clan längst erloschen, seine Geschichte dieses Lied bewahr. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Maar-Fiar waren Jäger, Jäger am Meer, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihre hölzernen Kanus glitten pfeilschnell umher. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, der stolze Aiva&amp;#039;un, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der verehrte gar sehr Lunin und auch den goldenen Lun, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
War nur Lunin, nicht Lun, am Nachthimmel zu sehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so wussten die Maar-Fiar: Es ist Zeit, auf die Jagd zu gehen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er und die Gefährten schoben ihre Kanus in die Wellen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
im Wissen, das Lunin ihren Weg wird erhellen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vier saßen in den Kanus, ob Mann, ob Frau,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zwei lenkten durch die Wogen, zwei spähten hinaus ins Grau. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Netzen und Angeln machten sie reiche Beute, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vom Ausmaß ihres Fangs erzählt man sich noch heute. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Speere und Spieße waren stets messerscharf gewetzt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
damit auch Raubfisch, kein Hai ihre Netze zerfetzt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eroberer und Mörder schlichen heran in dunkler Nacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als weder Lunin noch Lun den Himmel bewacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie drangen gewaltsam ein in Takoyas Haus, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
löschten zunächst seiner Familie die Lebenslichter aus. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gefesselt und geknebelt, gezwungen zuzusehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie all die Untaten vor seinen Augen geschehen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vom Schmerz wie von Sinnen, von Wut angefacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er das Unmögliche dennoch vollbracht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er zerriss seine Fesseln, spuckte den Knebel aus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
erschlug jeden Qim‑Mas, den er fand im Haus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er war nicht zu halten, von der Rache beseelt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
seine Muskeln und Sehnen in Eisen gestählt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch als er im Haus sein Werk vollbracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
trat er hinaus in die stockdunkle Nacht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Dutzend Qim‑Mas rangen den wilden Takoya nieder,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er starb – doch sein Pan‑Teon lebt fort, davon künden die Lieder. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Maar‑Fiar, den stolzen Jägern der Meere,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gebührt auf ewig unsere stille Ehre.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein ganzer Clan, gefallen durch fremde Horden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
durch wilde Feinde, die nur brandschatzen und morden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in der alten Heimat der Maar-Fiar, das weiß jedes Kind, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weht nun an allen Orten eine fremde Flagge im Wind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Grauländer, diese Qim-Mas, wohnen nun dort, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Geister der Maar-Fiar hüten jeden Ort. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der Ring des Räubers &amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht weit von hier in einem tiefen Tal,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da wohnte eine Maid im Wald an einem Wasserfall. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie war so schön, so schön wie Milch und Blut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von ganzem Herzen war sie einem Manne gut. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du armes Kind, du dauerst meine Seele. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weil ich nur ein Räuber bin, wohn&amp;#039; in einer Höhle&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Du kannst fürwahr nicht länger bei mir sein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ich muss jetzt fort, tief in den Wald hinein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nimm diesen Ring, und sollte man dich fragen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so sag&amp;#039; ein Räuber habe ihn getragen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der dich geliebt, geliebt bei Tag und Nacht&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der so manchen um Hab und Gut gebracht&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sprach er nach vielen Monden zu ihr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nach so  vielen Tagen und Nächten mit Pläsier, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihr half kein Wehen und auch kein Klagen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie musste seinen Weggang weinend ertragen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schöne tat, was der Geliebte ihr gesagt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging zurück zu ihrem Dorf, tieftraurig verzagt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie zeigte den Leuten den güldenen Ring, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das vermaledeite wertvolle, aber gestohlene Ding. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie weinte: &amp;quot;Der Räuber, den ich geliebt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat ihn getragen bei Tag und auch bei Nacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der so  manchen um Hab und Gut gebracht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat mich geliebt, bei Tag und auch bei Nacht.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Leute im Dorf waren empört, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht die Liebe an sich hat sie gestört, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aber, dass sie einem Räuber galt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dieses man eine Sünde schalt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sprachen: &amp;quot;Geh in den Tempel, törichte Maid &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und klag den Geweihten dort dein Leid, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Ring, den spende an die Götter, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann verstummen auch die Spötter.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie kann man einen Räuber lieben, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Unglückseliges Kind, was hat dich umgetrieben?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maid weinte bitter und lange, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vor der Zukunft war ihr sehr bange. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Verlust des Liebsten hat sie schon entsetzt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
war sie nun zusätzlich Hohn und Spott ausgesetzt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie trat in einen heiligen Orden ein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um eine Dienerin für die Götter zu sein. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So lebt sie nun dorten, fleißig und fromm,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Jahre verrinnen, die Welt bleibt ihr stumm.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch manchmal im Dunkel, wenn die Kerzen vergeh’n,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
meint sie den Räuber wie im Traume zu seh’n.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann flüstert sie leise, so sanft wie der Wind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass Herzen nicht wählen, wohin sie bestimmt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und tief in ihr drinnen, verborgen und sacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
lebt weiter die Liebe bei Tag und bei Nacht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der treue Hund&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr Leute, lasset mich berichten, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von gar wundersamen Geschichten, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine tue ich Euch nun kund, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie ist zu Orstoc einst geschehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ihr Held, das war ein Hund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein reicher Bauer mit dem Namen Friedrich Klein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kehrte nach dem Marktbesuch in ein Wirtshaus ein. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er hatte Vieh verkauft, trug bei sich den Erlös, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das rochen in der Schenke zwei Räuber, bitterbös. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als nun der reiche Bauer des Nachts zu Bette ging, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
beschlossen diese Räuber zu drehen ein schlimmes Ding. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie schlichen im Gasthaus in seine Kammer hinein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und drangen mit ihren Messern bedrohlich ein auf Friedrich Klein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schon packten ihn die Schlimmen, an seiner bloßen Kehle, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da schrie mit letzten Kräften, Friedrich die Angst sich von der Seele &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das hörte im Stalle, nicht sein Knecht aber der treue Hund, .&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er riss sich von der Kette und schon er in der Kammer stund &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bevor die Mörder die Messer setzten an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er stürzt sich auf die Kerle und rettet so den Mann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ward überwältigt, die böse Mörderbrut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu Orstoc, auf dem Richtblock, da floss zum Lohn ihr Blut. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch in dem Kampf fügten sie dem treuen Tier zu eine böse Wund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und schon am nächsten Tage da starb der arme Hund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es setzt in seinem Garten, der Bauer Klein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dem treuen braven Hunde aus Marmor einen Stein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darauf stand geschrieben dieses hier: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Viel treuer als die Menschen ist oft ein Hundetier. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Die Geschichte vom Räuber Hannes&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es sagt einst ein Kind zur seiner Großmama: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wenn ich erwachsen bin, was werd ich da?  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hab wenig Lust auf Feldarbeit. Kann ich vielleicht ein Räuber sein? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Muss wenig tun, nur ein bisschen rauben. Das wär&amp;#039; einfach und sehr fein.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Alte wiegt besorgt den Kopf, streichelt sanft den Enkelsohn. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich erzähl dir &amp;#039;ne Geschichte, die beantwortet deine Frage schon.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lehnt sich zurück, dann hebt sie an und sie erzählt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Geschichte vom Räuber Hannes hat sie gewählt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch des Waldes düstre Gründe auf naturverschlungnem Pfaden  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wandelt eine Magd zum Markt nach Vellhafen mit schmerzenden Waden. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hui, da plötzlich stürmt des Banditen kühner Sohn aus dem Geheg, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
scharf bewehrt bis an die Zähne, und vertritt ihr flugs den Weg. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Seid Ihr&amp;quot;, fragt die Frau erblassend, einer dunklen Ahnung voll, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;nicht vielleicht der Räuber Hannes, der allhier grassieren soll?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ja, ich bin´s, du Unglücksel´ge, ja, ich bin´s, der sich dir zeigt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und du bist diejen´ge, welche sich nun vor mir verneigt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn mit hochwillkomm´ner Beute nahst du mir zu guter Stund!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sprachs und nahm ihr weg den Korb, durchwühlt ihn schnell bis auf den Grund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wie Schuppen von den Augen fällt´s der schlichten Magd sogleich: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ihr seid Hannes!&amp;quot;, ruft sie bleich. &amp;quot;Bin es!&amp;quot; spricht der Räuber weich. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bin´s und sage dir noch dieses: ich töte dich du dummes Weib, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bringst du mir nicht auf dem Rückweg Gold, ramm ich meinen Dolch in deinen Leib.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Magd wird blass und blässer und eilt zum Markt, sucht den Büttel Reodan, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
findet ihn, fragt ängstlich dann, ob er ihr wohl helfen kann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jener stimmt zu, sie zu begleiten, denn den Räuber will er fangen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
baumeln soll der Räuber Hannes, an dem Galgen soll er hangen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesagt, getan und aus dem Walde eilt der Hannes schnell heran, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn er sieht nur das Mägdelein und nicht den guten Reodan. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jener hat sich vorher schon gut versteckt hinter einer dicken Eich, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er springt heraus, macht sich ganz groß und packt sogleich, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann den Räuber Hannes fest am Arm und am Halse an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
damit der Bösewicht dem harten Griffe nicht entweichen kann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Schurke! Hab dich!&amp;quot; so donnert er, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Nun entkommst du mir nicht mehr!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Mit des Seilers Tochter mach ich dich bekannt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aufatmen wird das ganze Land.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Werde besser Räuber nicht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sonst landet man am Ende nur an einem Strick und baumelt dann im Wind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Drum werde artig und bleib brav, sonst kommt Reodan mein Kind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Die Vogelscheuche Martha Stroh&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vogelscheuche Martha Stroh, wurd&amp;#039; ihres Daseins nicht mehr froh.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn es war nun einmal so, ein Strohhalm piekste sie am Po.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie fand es schrecklich, musste weinen, so schlimm juckte es der Kleinen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn, auch eine Scheuche hat ein Recht auf einen - unversehrten Po, sollte man meinen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da kam ein Zwerg am Feld vorbei, hörte sogleich das Wehgeschrei.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Mach doch hier nicht so&amp;#039; n Bohei! Trink dir nen Schnaps oder auch zwei.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was kannst es denn so Schlimmes geben, dass du so greinst wie um dein Leben?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Oder trinkt den vergorenen Saft der Reben, das wird deine Stimmung heben!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Törichter Zwerg, was rätst du mir da, kleiner Mann? Fast wie der Mönch vorhin, der riet zu Baldrian.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch musst doch sehen, dass ich nichts trinken kann, schau einfach meinen Mund mal an!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zwerg guckt Martha böse an und ganz brüskiert, &amp;quot;Töricht sagst du?&amp;quot; Er holt aus und hat ihr einfach eine geschmiert,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Martha erbebt als sie die Ohrfeige kassiert und durch die Erschütterung den Pieksehalm am Po verliert!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Martha ganz gücklich, kann&amp;#039;s kaum fassen: &amp;quot;Hab Dank, mein Retter. Das pieksige Stroh hat mich verlassen!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;So lass ich mir gerne eins verpassen, wenn dann die Pieksehalme meinen Po in Frieden lassen!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zwerg schaut verdutzt auf seine Hände, sichtlich erstaunt über dieses glückliche Ende,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Gern geschehen, Vogelscheuche! Nun wach du wieder über das Gelände, Und sag jedem Vogel, dass besser er verschwände.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Die glutäugige Susanne&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es dachten sich die Eltern der glutäugigen Susanne, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Kind ist nun erwachsen bald,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wir geben sie zu einem Manne,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn sonst ist sie schon bald … zu alt.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein reicher Händler war der erste Kandidat, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er schien dem Vater eine gute Partie, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auch wenn er keine Haare auf dem Kopf mehr hat, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Mutter meint: „Den nimmt das Kind doch nie!“ &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch wurde flugs, er zum Sonntagsmahl geladen, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er erschien im feinsten Zwirn und mit schwarzem Hut, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch biss der Hund ihn in die Waden, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er roch wohl nicht besonders gut? &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Susanne lobt den Hund und füttert ihn mit Leckerbissen, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn diesen Kahlkopf will sie nicht zum Manne.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater tobt: „Hast du denn gar kein Gewissen? &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nicht die Haare machen aus, den guten Ehemanne!“ &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Susanne schmollt: „Ist mir egal, den Kahlkopf nehme ich nicht!“ &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Händler schaut erst dumm, setzt wieder auf den Hut und geht dann wortlos fort. &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater schreit: „Hat denn mein Wunsch in diesem Hause kein Gewicht? &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich stand beim Händler doch im Wort!“ &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Susanne tobt und weint und schmollt, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
umarmt den Vater stumm.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie mag nicht wenn der Vater grollt &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und hofft sie stimmt ihn um. &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Mein Vater, mein Vater ich liebe dich sehr“, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hört es der Vater in seinen Ohren hallen. &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Bitte bring mir keinen Kahlkopf mehr,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch einer mit güldnen Locken, der könnt mir gefallen.“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Papperlapapp!“ sagt der Vater geschwind,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Güldene Locken ersetzen nicht Gold und Position&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so kommst du mir nicht davon, mein Kind,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den nächsten den ich dir präsentiere, der wird mein Schwiegersohn.“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sohn des Stadtkämmerers, ein Jüngling mit goldenem Haar,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
schon lange verliebt in Susanne, die im Stadtpark er gesehen,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wurde durch Dritte die Geschichte gewahr,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und meinte sofort: „Da muss was geschehen!“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Flugs suchte er den Vater der Holden auf in seinem Kontor,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der saß hinter seinem Schreibtisch mit grimmigem Gesicht&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Jüngling trat mutig und beherzt davor,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Gebt mir Susanne zu Weibe“ verlangte er schlicht.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vater Susannchens guckt bass erstaunt,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf den blondgelockten Jüngling von gutem Stande&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil Kandidat Susannens Gnade fand, war schon übel er gelaunt,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
des Stadtkämmerer Sohn jedoch, schien ihm geeignet für Familienbande.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Diener lässt er flugs Frau und  Tochter holen,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der Jüngling freut sich, vor Aufregung das Gesicht ganz fahl, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der Vater hat Susanne dann barsch befohlen&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Dieser hier wird dein Gemahl, ich lass dir keine andre Wahl!“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Susannchen erst stumm und blass dann bass erstaunt,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
glaubt ihren Augen nicht zu trauen,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Gut, ihn nehme ich“ hat sie dann leis geraunt&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und kann nicht aufhören mit Schauen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verliebt strahlt sie den Jüngling an, sie kann es gar nicht fassen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater hochzufrieden, schaut stolz zu seiner Gattin hin,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Die Hochzeit, Weib, kannst du nun richten, dieses Mal scheint es zu passen.“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Mutter strahlt nicht minder, hat Enkelkinder schon im Sinn.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ihr, ihr lieben Leute, euch sicher schon gedacht,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil es sich nach der Geschicht&amp;#039; vermuten lässt,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die große Liebe war es, die Glut der Minne war entfacht,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
es dauerte nicht lange, da gab &amp;#039;s ein schönes Hochzeitsfest,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch die Moral von der Geschicht&amp;#039;,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die es ja immer geben muss,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die verrate ich euch noch nicht,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn für heut ist erst Mal Schluss.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein ander Mal bin ich dann da &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und singe euch, was noch geschah,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
mit der glutäugigen Susanne &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ihrem blondgelockten Manne.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bis dahin, ihr lieben Leut&amp;#039;,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
geduldet euch .. bin durch für heut&amp;#039;! &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Markgraf Berenhard der Laute&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Markgraf Berenhardt der Laute, hat uns unser Kind geraubt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von Isenburg zur Festung hinauf, wo man sie zu seh&amp;#039;n geglaubt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nehmt die Fackel brave Leut&amp;#039;, helft, dass man sie wieder find&amp;#039;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Keine Hoffnung gibt&amp;#039;s ihr Braven, dort regieren Schwert und Wind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auf dem Turme hört man&amp;#039;s klagen, sind das dort droben unsre Frau&amp;#039;n?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die, die ihr lebt dort in der Stadt Isenburg, tut auf eure Brut gut schau&amp;#039;n!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Sven der Rote auf der Suche&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sven der Rote saß beim nem Met, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
überlegte wie es nun weitergeht. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Warf den Becher voll Wut an die Wand!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er schrie: &amp;quot;Ich zieh mir ein Weibsbild an Land. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Rothaarig, stolz mit schwellender Brust soll sie sein &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und gehören soll sie nur mir allein!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sven der Rote, sprang auf, ging fort, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
suchte die Frau erst hier, dann dort. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch keine der Frauen, die er traf. war so wie erdacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie das schöne Bild, was sich in seinem Kopf breitgemacht. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines Tages aber, Sven der Rote war Gast hier in diesem Haus, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
fielen ihm beinah die Augen heraus. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn es kam eine Frau mit rotem Haar und schwellender Brust hinein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
setzte sich an einen Tisch und trank ein Glas Wein. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sven sprang auf, war himmlisch entzückt &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und vor lauter Liebeswahn beinah verrückt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er ging zum Tische, sprach: &amp;quot;Du Schöne sei mein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
willst du bitte mein Augenstern sein?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Frau sah Sven den Roten zunächst schweigend nur an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch dann, dann hat sie plötzlich etwas getan. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie schüttelt wild den Kopf und dann dem Sven den Wein ins Gesicht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was willst du von mir, du Tropf&amp;quot; hat sie dabei laut gezischt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Lass mich in Frieden besoffener Nordmann, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sonst zeig ich dir mal, was ne Nordfrau so kann!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Belästige hübsche Nordahejmra nicht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
willst du keinen er Wein im Gesicht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn der landet bei dir auf Bart und dem Kopf, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und alle lachen laut über dich, du armer Tropf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der Zwerg und die drei Prüfungen&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hinweis: Diese Ballade basiert lose auf einem derben irdischen Witz, der in Mittelalterforen kursiert.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Die gereimte Fassung stammt von Tica.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da waren wilde Orks, ein Trupp, ein schlimmer,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sorgten beim Gegner für Gewimmer, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie fingen einen Menschen ein  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und auch ein grimmig Zwergelein.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sowie &amp;#039;nen Elf mit seinem Bogen,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
haben sie an Land gezogen.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ork-Anführer sprach zu den dreien: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wenn ihr euch selbst wollt befreien, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihr müsst tun drei Dinge schwer, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
schafft ihr&amp;#039;s nicht, lebt ihr nicht mehr. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schafft ihr jedoch alle drei, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann lass ich euch tatsächlich frei!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Das erste Ding: Ihr müsst viel saufen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und dann ohne lang&amp;#039; verschnaufen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das zweite Ding: &amp;#039;nem Bär die Pranken brechen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das sein sehr schwer, ich kann versprechen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das dritte Ding: Ihr kriegt ein Jüngferlein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nach eurem Besuch sie darf keins mehr sein! &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Also was ist? Wollt machen ihr? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dann geht in diese Zelte hier!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Elf strafft sich, steht und geht &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ins erste Zelt mit &amp;#039;nem Fass Met. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er säuft und säuft, kein Met gewöhnt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wankt halbtot raus, er kotzt und stöhnt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Orken kennen kein Erbarmen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
erschlagen ihn, den Elf, den Armen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mensch, ein großer Kriegersmann, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
versucht das Met und sieh mal an: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es geht! Er torkelt zwar, aber er steht. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Ork-Anführer nickt und sagt: &amp;quot;War schwer, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nun noch schwerer, geh zum Bär!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Mensch geht rein ins Zelt zum Bär, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch raus, das kam er nimmer mehr! &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er wurde daraus tot geborgen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nun ist er ledig aller Sorgen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun geht der Zwerg ganz siegessicher, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ins Zelt zum Met, mit viel Gekicher. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Säuft alles aus, kommt winkend &amp;#039;raus &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und erntet von den Orks Applaus. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nun zu Ding zwei, dem Bären, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den will der Zwerg nun auch beehren, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Orken sehen das Zelt wild schwanken, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nicken, sind ganz in Gedanken an die starken Bärenpranken. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann Ruhe und als wär&amp;#039;s das normalste Ding auf der Welt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kommt &amp;#039;raus der Zwerg, ganz unversehrt aus dem nun stillen Bärenzelt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Das wär&amp;#039; geschafft, es war recht schwer, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch schafft mir nun die Jungfer her, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Muss ihr ja doch noch die Arme brechen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dann bin ich frei, so lautete euer Versprechen!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gassen- und Handwerkslieder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesen Liedern besingt Walter das Leben der einfachen Leute: Handwerker, Händler, Hafenarbeiter und all jene, die in den Straßen und Gassen Vellhafens ihren Alltag bestreiten. Die Stücke sind oft humorvoll, manchmal rau, aber stets voller Wärme für die Menschen, die sie porträtieren. Viele davon entstanden unterwegs, zwischen Marktständen, Werkstätten und Tavernen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Das Lumpensammlerlied des Willem Willink&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Gott Pares hat mich verdammt auf Erden, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein Hader- und Lumpensammler zu werden. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin Willem Willink, ja seht mich nur an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein Lumpenkerl, ein armer, doch ehrlicher Mann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit verschossener Jacke, zerrissener Hose, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ja starrt mich ruhig an – ich bin keine Mimose. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist mir lieber, als wenn ihr verächtlich wegseht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als wär ich nur Dreck, den man mit Füßen wegfegt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Manch einer hält Nase und Maul mit dem Tuche bedeckt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil mein Duft ihn erschreckt und seine Sinne befleckt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch nach Ambra und Moschus kann ich nicht duften,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
muss für Hadern und Lumpen tagtäglich schuften.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bin kein feiner Pflastertreter mit Gold und mit Muße –&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Glück war bei anderen auf besserem Fuße.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hab des Lebens Mühsal bis zur Neige geleert,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch blieb ich stets ehrlich, hab mich nie beschwert.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Meer der Schmerzen bin ich geschwommen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf einem Lumpensack dann zu liegen gekommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun stapf ich durch Vellhafens Gassen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um eure alten Tücher und Kleider zu fassen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bringt mir ruhig ungewaschen, ungekrumpen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
eure Lappen, Fetzen, Flecken und Lumpen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Alles rein in den Sack – man macht daraus Papier:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eingeweicht, gestampft, gegautscht – harte Arbeit, kein Pläsier.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dann geschöpft, gepresst, getrocknet – ein neues Werk erschaffen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
verkauft an Schreiber, Pfeffersäcke und auch an die Pfaffen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin Willem Willink, pack Lumpen in meinen Sack,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und bin schon wieder fort – schwuppdiwupp, zackzack!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Ich liebte ein Mädchen ... &amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hinweis: Dieses Lied basiert auf dem irdischen Stück „Ich liebte ein Mädchen“ von Insterburg &amp;amp; Co. &amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Die antamarisierte Fassung stammt vom Spieler Pyromaniac.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Liwa, das war die reinste Diva.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Techuan, das hatte nie ein Röckchen an.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Toapac, dem gab ich meinen Anorak.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Yunava, das war mit ihrer Mutter da.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Pechutli, das fuhr so gerne Wasserski.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Mascunja, das zeigte mir ihr *tralala*&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Ximalcuan, das sah mich immer traurig an.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Punac, dann packte ich den Rucksack.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mir wurde nämlich Xetoka zu klein ,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so ging ich in die Wüste rein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Kalibah, das sagt ständig oh la la.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Finnekish, das aß am liebsten Tintenfisch.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Kefybeg, das nahm mir meine Stiefel weg.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Yntrein, dem zeigte ich mein Holzbein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Altersheim, das brachte ich beizeiten heim.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Tarrikum, das war ein wenig andersrum.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Ylgen, das konnte viel vertilgen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Djerset, dort sind sie alle sehr fett.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Esnau, das war wohl meine Traumfrau.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Yrlensbar, das war einfach wunderbar.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Chal&amp;#039;ginn, dort gehe ich nie wieder hin.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in El Bachan, die Rettung war ein Äppelkahn.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von nun an war mir auch Eriath zu klein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
drum stach ich in die See hinein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Mandoran, das sprach mich dort im Hafen an.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Eisentrutz, das wollte nur mit Kautschukschutz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Eisenstein, das lud mich in ihr Zimmer ein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Hälstrond, das war so richtig hellblond.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Hornsandt, das an der Straße ganz vorn stand.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Jotunheim, dem geht wohl jeder auf den Leim.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Belbrück, dort hatte ich ganz schnell Glück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Berggugg, das soff mit einem Zwergschluck.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Cargnac, zu zweit in einem Schlafsack.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Ismar, in deren Kleid ein Riss war.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Diertal, ich glaube es war viermal.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Echelon, da kam ich grade so davon.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Eisenrose, ach dort ist meine Unterhose.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Bragen, darüber darf ich nichts sagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Minenhall, das quatschte wie ein Wasserfall.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Dwimorgrim, da sollte ich mal wieder hin.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sind zwar keine Heldentaten, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was noch so war, wird nicht verraten. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Anne Samthaut und der hungrige Bilibo&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anne Samthaut , Halblingsfrau aus Altpforten , &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
buk ständig Kuchen und auch Torten, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bilibo Binsofroh, aus Huggelshausen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kam, um das Backwerk zu verschmausen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Flugs nahm die resolute Anne, den hungrigen Bilibo zum Manne, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn ihm schmeckten alle Sorten, ihrer Kuchen und auch Torten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bei so viel Süßem wurde Bilibos Bäuchlein kugelrund, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bei Anne hatte es sichtlich einen anderen Grund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Welchen, konnte man nach neun Monden sehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu dritt sie durch die Welt nun gehen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit kleinem Sohn leben sie nun in Veen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mal ehrlich? Ist das nicht wunderscheen? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das tut mir Leid. Die gibt es nicht. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schmäh- und Spottlieder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;==&lt;br /&gt;
Hier versammelt Walter von der Salzwiese all jene Lieder, in denen er mit fröhlicher Frechheit an Kronen, Krägen und Amtsketten zupft. Ob eitler Edelmann, überhebliche Amtsperson oder eine politische Entscheidung, die mehr Schatten als Glanz wirft – niemand ist vor Walters spitzem Humor sicher. Seine Spottlieder sind weniger Anklage als Kunststück: kleine musikalische Sticheleien, die Missgeschicke, Übertreibungen und Fehltritte in heitere Reime verwandeln. Mal neckisch, mal schelmisch, mal überraschend treffend – doch immer mit einem Lächeln, das zeigt, dass selbst die Mächtigen über sich lachen dürfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Conte Schiefhals&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hinweis: Dieses Lied ist eine antamarisierte Bearbeitung des irdischen Volksliedes „O hängt ihn auf“ aus dem 19. Jahrhundert. Die Melodie und Grundstruktur stammen aus der Vorlage, der Text wurde von mir für ein Rollenspielereignis in Vellhafen angepasst. Tica&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh hängt ihn auf! Oh hängt ihn auf! &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Oh hängt ihn auf, den Kranz voll Lorbeeren! &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dich oh Conte, dich oh Conte, dich mit deinem schiefen Hals, dich wollen wir verehren. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir treten, dich - wir treten dich, wir treten dich zu ehren, heut zusammen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wohl in den Leib, wohl in den Leib, wohl in den Leib lodern helle Flammen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du bist ein Vieh, du bist ein vie -, du bist ein vielgeliebter Conte in Vellhafen,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und auch ein Hund, und auch ein hund -, und auch einhundert Jahre sollst schaffen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh wie gemein, oh wie gemein, oh wie gemeinsam unser Herzen schlagen,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Siehst du heut aus, siehst du heut aus, siehst du heut aus den Worten , die wir sagen.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh wie es riecht, oh wie es riecht, oh wie es riecht nach deinem Ruhm im Lande. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aus deinem Mund, aus deinem Mund, aus deinem Mund, oh Conte, kam nie ein Wort der Schande. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir brechen dir, wir brechen dir, wir brechen dir zum Ruhm der Feinde Speere. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Selbst Hals und Bein, selbst Hals und Bein,  selbst Hals und Beine opfern wir zur Ehre. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh wie es glänzt, oh wie es glänzt, oh wie es glänzt in deinen goldnen Haaren, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vor Speck und Dreck, vor Speck und Dreck, vor Speck und Dreck soll man dich, oh Conte, stets bewahren. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Belbrücks&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Belbrücks sind kurze, scherzhafte Fünfzeiler, die in Antamar weit verbreitet sind. Walter sammelt sie seit seiner Jugend und dichtet selbst unzählige neue, meist über Orte, Menschen oder Begebenheiten, die ihm auf seinen Reisen begegnen. Sie folgen einer festen Reimform und werden in Tavernen gern laut mitgesprochen — oft zur großen Freude des Publikums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Heiliges Kaiserreich&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst Mädchen aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bragen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die wollt&amp;#039; was Besonderes wagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie sucht nach `nem Gatten im Kurier,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
jetzt hat sie nicht einen, sondern gleich vier,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die sich täglich übers Essen beklagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war mal ein Bauer aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ackerheim&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der machte in jeden Satz &amp;#039;nen Reim. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und als sein Haar wurde lichter, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da nannte er sich einen Dichter &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und blieb den ganzen Tag daheim. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Kind in &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kirchflecken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das wollte die Welt noch entdecken.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es konnte krabbeln, noch nich´ so gut laufen  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und purzelte prompt in jeden Misthaufen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und erschreckte wandernde Recken. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Oma aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Siebenbrück&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der bastelt der Sohn eine feine Krück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hat Oma hocherfreut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aber den Sohn hat&amp;#039;s gereut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn die Oma haute damit Leute in Stück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Junge aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Amartrutz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der nahm immer alle Gauner in Schutz, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als Mann er studierte, wurd&amp;#039; Rechtsanwalt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Gauner haben ihn nun bezahlt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und schon nannt&amp;#039; ihn keiner mehr Nichtsnutz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Kerl aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jatzlauken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der wollt nur Trompeten und Pauken, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn laute Musik, die liebte er sehr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
seinen Nachbarn machte das Leben er schwer. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie schimpfen ihn deshalb nen lauten Rabauken. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Recke aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bragen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der wollt auch was Besonderes wagen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er ging zu einem großen Turnier, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kam, sah und siegte gegen Vier, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gewann dann nen Helm mit Kragen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst der Vater vom Recken aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bragen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der wollte dem Sohn die Teilnahme versagen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bleib weg vom Turnier!&amp;quot; Wütend er droht: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Denn wenn du verlierst, dann bist ja tot!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Warum willst du dich unbedingt schlagen?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Thelessa&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gute Fürst aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Faelughaven&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
muss wie jeder in der Nacht auch schlafen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um dann sanft in den Schlaf zu gleiten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hilft dem gute Fürst beizeiten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Zählen von weißen Schafen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Orklande&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es zogen einst drei Kelten nach Westen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu suchen &amp;#039;nen Vierten, wenn möglich den Besten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie fanden ihn nah dem &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Orken-Lande&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht mittig sondern eher am Rande,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
im Eichenbaum sitzend auf Ästen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Vellhafener Städtebund&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Fleischer in &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ismar&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dessen Ware einfach nur Mist war, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
seine Würste schmeckte zum Kotzen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da taten die Kunden oft motzen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sein Name war Thönn Jes, das war ja eh klar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen Burschen aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lerbreck&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; quälte das Verlangen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zur Liebsten zu eilen, auf dem Weg lagen Schlangen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eines von den Dingern hat ihn gebissen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da hat er vor Angst in die Buxe geschissen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und das Verlangen war ihm gründlich vergangen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Königreich Lothrinien&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Pferdehirt aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Belbrück&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das war ein rechter Franz im Glück, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als von der Weide eine Herde Pferde wurde geklaut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er sich gründlich umgeschaut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und brachte sie, heil und am Stück, zurück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Burgherr auf &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Burg Obquell&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der fror ganz erbärmlich, trotz Wolle und Fell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Wind hier oben schneidend und bitterkalt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von drinnen die Stimm&amp;#039; seiner Frau erschallt: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mein Liebster, an den Kamin, zack zack aber schnell.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Adelsrepublik Grauland&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Jungfer aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Surquell&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die war ganz besonders schnell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Da kam ein Jüngling aus Untermoor, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der setzte ihr nen Floh ins Ohr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und zog sie nieder auf sein Schafsfell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Dûn-Reich&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Hund in &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tsakmur&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der ging allen auf die Hutschnur. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weil er bellte und jaulte, immer und stets, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging er den Leuten dort schwer auf den Keks. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die schickten den Jauler in die Wüste zur Kur.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Aivarunenlande&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Aivarune aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Qara Qorum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der fummelte sich immer am Ohr rum. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Seine Frau machte das Gefummel nervös, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
schrie ihn an und wurde ganz bös. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er hörte nicht auf, das war ganz dumm. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Xetoka&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Dame aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Liwa&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die war eine rechte Diva, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
trug nur seidene Kleider und Hüte, pompöse, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Verrückt, ja aber sie war keine Böse. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn das war was, was sie nie war. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Inoda&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Knabe aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Horami&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aß für sein Leben gerne Salami,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ob morgens, abends, zu jeder Zeit,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
für Salami war er immer bereit,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und verschlang sie rasant wie&amp;#039;n Tsunami.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Eiskönigreich&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Drache im Eise, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der machte sich auf die Reise, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von Nordhaar bis zur Stadt &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Eiswind&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ein Drache!&amp;quot; schrie laut ein Elfenkind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da zog der Drache wieder ab, das war weise. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tica</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.antamar.eu/index.php?title=Liedgut_des_Barden_Walter_von_der_Salzwiese&amp;diff=126559</id>
		<title>Liedgut des Barden Walter von der Salzwiese</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.antamar.eu/index.php?title=Liedgut_des_Barden_Walter_von_der_Salzwiese&amp;diff=126559"/>
		<updated>2026-02-19T07:46:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tica: /* Belbrücks */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Walter von der Salzwiese – Barde aus Vellhafen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walter von der Salzwiese gilt als einer der hoffnungsvollsten jungen Spielleute Vellhafens. Mit seinen gerade einmal erwachsenen Jahren hat er sich bereits einen Ruf erarbeitet, der manch älteren Barden neidisch werden lässt. Freundlich im Wesen, mit einer klaren, warmen Stimme und einem Talent, das Zuhörer mühelos in seinen Bann zieht, ist er in Schenken, auf Märkten und bei Festen gern gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein erstes Werk, „Das Lied von Brunihild“, verbreitete sich rasch über die Grenzen Vellhafens hinaus und wurde zu einem antamarweit bekannten Gassenhauer. Schon als Junge schickte Walter seine Verse und Melodien an den Vellhafener Kurier und erhielt dort früh Anerkennung für seine Dicht- und Vortragskunst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Herkunft und Familie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walter stammt aus Ismar, wo sein Vater Hein von der Salzwiese einen erfolgreichen Hof bewirtschaftet. Die Schafe der Familie grasen auf den salzhaltigen Wiesen Ismars, was dem Fleisch der berühmten Salzlämmer einen besonderen Geschmack verleiht. Wohlstand und Fleiß prägen Walters Herkunft, und es mangelte der Familie nie an etwas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein künstlerisches Talent verdankt Walter vor allem seiner Mutter Irina, die einst als Bardin unter dem Beinamen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;„Die Lerche aus Ismar“&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bekannt war. Sie tritt heute nicht mehr öffentlich auf, doch ihre Stimme und ihr Gespür für Melodie leben in ihrem Sohn weiter. Walters Brüder hingegen blieben der Landwirtschaft treu und führen den elterlichen Hof fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hinweis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die hier aufgeführten Lieder und Verse stammen — mit wenigen Ausnahmen (die aber immer extra gekennzeichnet sind)  — aus meiner eigener Feder.&lt;br /&gt;
Der Barde Walter von der Salzwiese wird im Spiel von mir verkörpert. Tica&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Balladen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
Walters Balladen erzählen von Liebe, Schicksal, Heldentum und den stillen Tragödien des Alltags. Sie sind länger gefasste Erzählgedichte, die oft auf wahren Begebenheiten beruhen oder von alten Sagen inspiriert wurden. Mit klarer Stimme und feinem Gespür für Stimmung trägt Walter sie auf Märkten, in Schenken und bei Festen vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Das Lied von Brunihild&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
War einst ein kleines Schneiderlein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das konnt schneidern, mit Stichlein fein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und dieses kleine Schneiderlein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging Nächtens in den Wald hinein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dort traf er sich mit Brunihild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die beiden trieben es dort wild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf einer Lichtung unerlaubt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er die Unschuld ihr geraubt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bruni aber war dem Joost versprochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der, der hatt&amp;#039; bald Lunt&amp;#039; gerochen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es kam, wie es dann kommen musste:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Joost, der ahnte, wenn auch nicht wusste,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass Brunihild ihn dreist belogen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und wahrscheinlich auch betrogen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er will es wissen, noch genauer,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und legt sich Nächtens auf die Lauer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Genau vor Brunihildes Elternhaus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und richtig, kaum war&amp;#039;s dunkel, trat sie hinaus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grimmig sieht Joost wie seine Braut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die selbst des Nachts sehr schön ausschaut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sich im Walde mit einem Schneider trifft,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihn gar küsst und herzt, das blonde Gift.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es schmerzt ihn sehr, er leidet Pein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie er so sieht sein Brunilein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Hals ihm schwillt und er sieht rot,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
stürmt auf die Lichtung: Schneider tot!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es heult und schreit die Braut vom Joost:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du Mörder! Bist du noch bei Trost?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch Joost, der schaut sie lange an,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kalt und böse sagt er dann:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du nahmst meinen Ring, warst mir versprochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bist mit dem Schneider hier ins Laub gekrochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hast ihn geküsst, geherzet sehr&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weißt du, dich will ich gar nicht mehr!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brunihilde, die war fassungslos,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
drehte sich um und rannte los.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach Hause will ich, denkt die Maid&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und rafft dann flugs das lange Kleid,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und sie rennet schnell und schneller,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zuhaus geht`s zunächst mal in den Keller.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wäscht aus das Kleid, besudelt von des Schneiders Blut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
lauscht nach oben, ob der Joost ihr womöglich folgen tut.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Joost jedoch, der will nur die Verlobung lösen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gleichgültig ihm ist, ob im Guten oder Bösen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Egal, ob sie ihn anzeigt, dieses Weib&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hauptsache sie bleibt ihm nun vom Leib.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am Elternhaus der Brunihild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ruft er laut und fuchtelt wild,:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich möchte meinen Ring zurück,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von diesem ungetreuen Stück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es wird keine Hochzeit geben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so eine heirat´ ich nie im Leben.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vater und Mutter sind bass erstaunt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was der Joost da ausposaunt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie befragen dann ihr Kind und schau&amp;#039;n es ratlos an:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sag uns Brunihild, was hast du nur getan,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass der Joost dich untreu schilt?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Setz uns bitte mal ins Bild.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Maid, die schweigt, nimmt kreidebleich&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Ring vom Finger dann sogleich.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vater gibt den Schmuck zurück,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf das er andere Hände schmück&amp;#039;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Joost läuft nun geschwind davon,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und dann brüllt der Vater schon:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was sollen denn die Leute denken?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Musstest du den Joost so kränken?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kind was hast du bloß gemacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
in dieser unglückseligen Nacht?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch Brunihild, die Ungetreue,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sagt kein Wort, schweigt nun auf Neue.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Mutter redet auf sie ein:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sag mir den Grund, Brunhildilein!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch auch der Mutter bleibt sie eine Antwort schuldig,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
diese schäumt vor Wut, fragt ungeduldig:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was sollen wir den Leuten sagen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wenn nach der Hochzeit sie uns fragen?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maid schweigt weiter, geht auf ihr Zimmer,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Lage, die wird schlimm und schlimmer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn Brunihilde weiß, dass sie ein Kindlein trägt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
in knapp fünf Monden es in der Wiege quäkt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Schande&amp;quot; denkt sie, &amp;quot;Welch ein Graus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie komme ich aus der Sache raus?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich geh ins Wasser!&amp;quot; ihr Entschluss,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sprach&amp;#039;s und ging geschwind zum Fluss.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am nächsten Tag hat der Vater sie gefunden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie aus dem Wasser raus gewunden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu einem Medicus verbracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch der hat nur aufgelacht:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Eine Tote bringt ihr mir? Was soll ich tun?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lasst sie auf dem Nergasacker ruh&amp;#039;n.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater sprach: &amp;quot;Mir ist nicht nach Scherzen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
untersuche ob ein Kind sie trug, unter ihrem Herzen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Medicus untersucht die Tote nun geschwind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann sagt er: &amp;quot;Ja, sie erwartete ein Kind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In vier, fünf Monden wär`s soweit gewesen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das kann ich an dem Körper lesen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater nickt, bezahlt den Mann, und nimmt die Leich&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bringt sie zum Nergasacker dann sogleich.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch Nergas Diener schicken ihn fort:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Begrabt sie einem anderen Ort!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nerga hasst jene, die sich selbst des Lebens berauben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das weiß der Vater, durch seinen tiefen Götterglauben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es schwillt die Wut ganz tief in ihm,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er denkt: Der Joost war mit Brunihild intim,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dafür sollte er nun bezahlen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn er verursacht diese Qualen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Leich&amp;#039; der Tochter in den Armen, die Augen voller Schmerz,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
stellt er den Joost und ohne Fragen, sticht er ihm `nen Dolch ins Herz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Richter nach acht langen Wochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat den Vater freigesprochen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn, so sprach der weise Mann:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bin selber Vater und daher ich verstehen kann,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was ihn zu dieser Tat gebracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vielleicht hätt`ich&amp;#039;s ebenso gemacht?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Betrüge den Verlobten nicht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eifersucht bei einem Mann,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gar schlimme Folgen haben kann!&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der Sohn der Maar-Fiar&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sein Clan längst erloschen, seine Geschichte dieses Lied bewahr. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Maar-Fiar waren Jäger, Jäger am Meer, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihre hölzernen Kanus glitten pfeilschnell umher. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, der stolze Aiva&amp;#039;un, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der verehrte gar sehr Lunin und auch den goldenen Lun, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
War nur Lunin, nicht Lun, am Nachthimmel zu sehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so wussten die Maar-Fiar: Es ist Zeit, auf die Jagd zu gehen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er und die Gefährten schoben ihre Kanus in die Wellen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
im Wissen, das Lunin ihren Weg wird erhellen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vier saßen in den Kanus, ob Mann, ob Frau,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zwei lenkten durch die Wogen, zwei spähten hinaus ins Grau. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Netzen und Angeln machten sie reiche Beute, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vom Ausmaß ihres Fangs erzählt man sich noch heute. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Speere und Spieße waren stets messerscharf gewetzt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
damit auch Raubfisch, kein Hai ihre Netze zerfetzt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eroberer und Mörder schlichen heran in dunkler Nacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als weder Lunin noch Lun den Himmel bewacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie drangen gewaltsam ein in Takoyas Haus, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
löschten zunächst seiner Familie die Lebenslichter aus. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gefesselt und geknebelt, gezwungen zuzusehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie all die Untaten vor seinen Augen geschehen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vom Schmerz wie von Sinnen, von Wut angefacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er das Unmögliche dennoch vollbracht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er zerriss seine Fesseln, spuckte den Knebel aus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
erschlug jeden Qim‑Mas, den er fand im Haus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er war nicht zu halten, von der Rache beseelt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
seine Muskeln und Sehnen in Eisen gestählt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch als er im Haus sein Werk vollbracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
trat er hinaus in die stockdunkle Nacht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Dutzend Qim‑Mas rangen den wilden Takoya nieder,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er starb – doch sein Pan‑Teon lebt fort, davon künden die Lieder. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Maar‑Fiar, den stolzen Jägern der Meere,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gebührt auf ewig unsere stille Ehre.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein ganzer Clan, gefallen durch fremde Horden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
durch wilde Feinde, die nur brandschatzen und morden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in der alten Heimat der Maar-Fiar, das weiß jedes Kind, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weht nun an allen Orten eine fremde Flagge im Wind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Grauländer, diese Qim-Mas, wohnen nun dort, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Geister der Maar-Fiar hüten jeden Ort. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der Ring des Räubers &amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht weit von hier in einem tiefen Tal,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da wohnte eine Maid im Wald an einem Wasserfall. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie war so schön, so schön wie Milch und Blut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von ganzem Herzen war sie einem Manne gut. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du armes Kind, du dauerst meine Seele. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weil ich nur ein Räuber bin, wohn&amp;#039; in einer Höhle&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Du kannst fürwahr nicht länger bei mir sein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ich muss jetzt fort, tief in den Wald hinein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nimm diesen Ring, und sollte man dich fragen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so sag&amp;#039; ein Räuber habe ihn getragen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der dich geliebt, geliebt bei Tag und Nacht&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der so manchen um Hab und Gut gebracht&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sprach er nach vielen Monden zu ihr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nach so  vielen Tagen und Nächten mit Pläsier, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihr half kein Wehen und auch kein Klagen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie musste seinen Weggang weinend ertragen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schöne tat, was der Geliebte ihr gesagt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging zurück zu ihrem Dorf, tieftraurig verzagt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie zeigte den Leuten den güldenen Ring, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das vermaledeite wertvolle, aber gestohlene Ding. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie weinte: &amp;quot;Der Räuber, den ich geliebt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat ihn getragen bei Tag und auch bei Nacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der so  manchen um Hab und Gut gebracht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat mich geliebt, bei Tag und auch bei Nacht.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Leute im Dorf waren empört, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht die Liebe an sich hat sie gestört, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aber, dass sie einem Räuber galt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dieses man eine Sünde schalt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sprachen: &amp;quot;Geh in den Tempel, törichte Maid &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und klag den Geweihten dort dein Leid, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Ring, den spende an die Götter, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann verstummen auch die Spötter.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie kann man einen Räuber lieben, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Unglückseliges Kind, was hat dich umgetrieben?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maid weinte bitter und lange, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vor der Zukunft war ihr sehr bange. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Verlust des Liebsten hat sie schon entsetzt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
war sie nun zusätzlich Hohn und Spott ausgesetzt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie trat in einen heiligen Orden ein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um eine Dienerin für die Götter zu sein. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So lebt sie nun dorten, fleißig und fromm,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Jahre verrinnen, die Welt bleibt ihr stumm.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch manchmal im Dunkel, wenn die Kerzen vergeh’n,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
meint sie den Räuber wie im Traume zu seh’n.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann flüstert sie leise, so sanft wie der Wind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass Herzen nicht wählen, wohin sie bestimmt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und tief in ihr drinnen, verborgen und sacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
lebt weiter die Liebe bei Tag und bei Nacht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der treue Hund&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr Leute, lasset mich berichten, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von gar wundersamen Geschichten, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine tue ich Euch nun kund, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie ist zu Orstoc einst geschehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ihr Held, das war ein Hund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein reicher Bauer mit dem Namen Friedrich Klein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kehrte nach dem Marktbesuch in ein Wirtshaus ein. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er hatte Vieh verkauft, trug bei sich den Erlös, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das rochen in der Schenke zwei Räuber, bitterbös. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als nun der reiche Bauer des Nachts zu Bette ging, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
beschlossen diese Räuber zu drehen ein schlimmes Ding. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie schlichen im Gasthaus in seine Kammer hinein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und drangen mit ihren Messern bedrohlich ein auf Friedrich Klein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schon packten ihn die Schlimmen, an seiner bloßen Kehle, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da schrie mit letzten Kräften, Friedrich die Angst sich von der Seele &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das hörte im Stalle, nicht sein Knecht aber der treue Hund, .&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er riss sich von der Kette und schon er in der Kammer stund &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bevor die Mörder die Messer setzten an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er stürzt sich auf die Kerle und rettet so den Mann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ward überwältigt, die böse Mörderbrut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu Orstoc, auf dem Richtblock, da floss zum Lohn ihr Blut. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch in dem Kampf fügten sie dem treuen Tier zu eine böse Wund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und schon am nächsten Tage da starb der arme Hund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es setzt in seinem Garten, der Bauer Klein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dem treuen braven Hunde aus Marmor einen Stein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darauf stand geschrieben dieses hier: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Viel treuer als die Menschen ist oft ein Hundetier. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Die Geschichte vom Räuber Hannes&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es sagt einst ein Kind zur seiner Großmama: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wenn ich erwachsen bin, was werd ich da?  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hab wenig Lust auf Feldarbeit. Kann ich vielleicht ein Räuber sein? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Muss wenig tun, nur ein bisschen rauben. Das wär&amp;#039; einfach und sehr fein.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Alte wiegt besorgt den Kopf, streichelt sanft den Enkelsohn. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich erzähl dir &amp;#039;ne Geschichte, die beantwortet deine Frage schon.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lehnt sich zurück, dann hebt sie an und sie erzählt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Geschichte vom Räuber Hannes hat sie gewählt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch des Waldes düstre Gründe auf naturverschlungnem Pfaden  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wandelt eine Magd zum Markt nach Vellhafen mit schmerzenden Waden. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hui, da plötzlich stürmt des Banditen kühner Sohn aus dem Geheg, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
scharf bewehrt bis an die Zähne, und vertritt ihr flugs den Weg. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Seid Ihr&amp;quot;, fragt die Frau erblassend, einer dunklen Ahnung voll, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;nicht vielleicht der Räuber Hannes, der allhier grassieren soll?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ja, ich bin´s, du Unglücksel´ge, ja, ich bin´s, der sich dir zeigt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und du bist diejen´ge, welche sich nun vor mir verneigt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn mit hochwillkomm´ner Beute nahst du mir zu guter Stund!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sprachs und nahm ihr weg den Korb, durchwühlt ihn schnell bis auf den Grund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wie Schuppen von den Augen fällt´s der schlichten Magd sogleich: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ihr seid Hannes!&amp;quot;, ruft sie bleich. &amp;quot;Bin es!&amp;quot; spricht der Räuber weich. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bin´s und sage dir noch dieses: ich töte dich du dummes Weib, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bringst du mir nicht auf dem Rückweg Gold, ramm ich meinen Dolch in deinen Leib.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Magd wird blass und blässer und eilt zum Markt, sucht den Büttel Reodan, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
findet ihn, fragt ängstlich dann, ob er ihr wohl helfen kann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jener stimmt zu, sie zu begleiten, denn den Räuber will er fangen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
baumeln soll der Räuber Hannes, an dem Galgen soll er hangen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesagt, getan und aus dem Walde eilt der Hannes schnell heran, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn er sieht nur das Mägdelein und nicht den guten Reodan. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jener hat sich vorher schon gut versteckt hinter einer dicken Eich, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er springt heraus, macht sich ganz groß und packt sogleich, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann den Räuber Hannes fest am Arm und am Halse an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
damit der Bösewicht dem harten Griffe nicht entweichen kann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Schurke! Hab dich!&amp;quot; so donnert er, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Nun entkommst du mir nicht mehr!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Mit des Seilers Tochter mach ich dich bekannt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aufatmen wird das ganze Land.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Werde besser Räuber nicht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sonst landet man am Ende nur an einem Strick und baumelt dann im Wind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Drum werde artig und bleib brav, sonst kommt Reodan mein Kind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Die Vogelscheuche Martha Stroh&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vogelscheuche Martha Stroh, wurd&amp;#039; ihres Daseins nicht mehr froh.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn es war nun einmal so, ein Strohhalm piekste sie am Po.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie fand es schrecklich, musste weinen, so schlimm juckte es der Kleinen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn, auch eine Scheuche hat ein Recht auf einen - unversehrten Po, sollte man meinen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da kam ein Zwerg am Feld vorbei, hörte sogleich das Wehgeschrei.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Mach doch hier nicht so&amp;#039; n Bohei! Trink dir nen Schnaps oder auch zwei.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was kannst es denn so Schlimmes geben, dass du so greinst wie um dein Leben?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Oder trinkt den vergorenen Saft der Reben, das wird deine Stimmung heben!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Törichter Zwerg, was rätst du mir da, kleiner Mann? Fast wie der Mönch vorhin, der riet zu Baldrian.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch musst doch sehen, dass ich nichts trinken kann, schau einfach meinen Mund mal an!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zwerg guckt Martha böse an und ganz brüskiert, &amp;quot;Töricht sagst du?&amp;quot; Er holt aus und hat ihr einfach eine geschmiert,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Martha erbebt als sie die Ohrfeige kassiert und durch die Erschütterung den Pieksehalm am Po verliert!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Martha ganz gücklich, kann&amp;#039;s kaum fassen: &amp;quot;Hab Dank, mein Retter. Das pieksige Stroh hat mich verlassen!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;So lass ich mir gerne eins verpassen, wenn dann die Pieksehalme meinen Po in Frieden lassen!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zwerg schaut verdutzt auf seine Hände, sichtlich erstaunt über dieses glückliche Ende,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Gern geschehen, Vogelscheuche! Nun wach du wieder über das Gelände, Und sag jedem Vogel, dass besser er verschwände.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Die glutäugige Susanne&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es dachten sich die Eltern der glutäugigen Susanne, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Kind ist nun erwachsen bald,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wir geben sie zu einem Manne,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn sonst ist sie schon bald … zu alt.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein reicher Händler war der erste Kandidat, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er schien dem Vater eine gute Partie, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auch wenn er keine Haare auf dem Kopf mehr hat, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Mutter meint: „Den nimmt das Kind doch nie!“ &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch wurde flugs, er zum Sonntagsmahl geladen, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er erschien im feinsten Zwirn und mit schwarzem Hut, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch biss der Hund ihn in die Waden, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er roch wohl nicht besonders gut? &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Susanne lobt den Hund und füttert ihn mit Leckerbissen, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn diesen Kahlkopf will sie nicht zum Manne.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater tobt: „Hast du denn gar kein Gewissen? &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nicht die Haare machen aus, den guten Ehemanne!“ &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Susanne schmollt: „Ist mir egal, den Kahlkopf nehme ich nicht!“ &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Händler schaut erst dumm, setzt wieder auf den Hut und geht dann wortlos fort. &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater schreit: „Hat denn mein Wunsch in diesem Hause kein Gewicht? &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich stand beim Händler doch im Wort!“ &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Susanne tobt und weint und schmollt, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
umarmt den Vater stumm.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie mag nicht wenn der Vater grollt &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und hofft sie stimmt ihn um. &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Mein Vater, mein Vater ich liebe dich sehr“, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hört es der Vater in seinen Ohren hallen. &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Bitte bring mir keinen Kahlkopf mehr,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch einer mit güldnen Locken, der könnt mir gefallen.“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Papperlapapp!“ sagt der Vater geschwind,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Güldene Locken ersetzen nicht Gold und Position&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so kommst du mir nicht davon, mein Kind,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den nächsten den ich dir präsentiere, der wird mein Schwiegersohn.“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sohn des Stadtkämmerers, ein Jüngling mit goldenem Haar,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
schon lange verliebt in Susanne, die im Stadtpark er gesehen,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wurde durch Dritte die Geschichte gewahr,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und meinte sofort: „Da muss was geschehen!“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Flugs suchte er den Vater der Holden auf in seinem Kontor,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der saß hinter seinem Schreibtisch mit grimmigem Gesicht&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Jüngling trat mutig und beherzt davor,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Gebt mir Susanne zu Weibe“ verlangte er schlicht.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vater Susannchens guckt bass erstaunt,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf den blondgelockten Jüngling von gutem Stande&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil Kandidat Susannens Gnade fand, war schon übel er gelaunt,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
des Stadtkämmerer Sohn jedoch, schien ihm geeignet für Familienbande.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Diener lässt er flugs Frau und  Tochter holen,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der Jüngling freut sich, vor Aufregung das Gesicht ganz fahl, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der Vater hat Susanne dann barsch befohlen&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Dieser hier wird dein Gemahl, ich lass dir keine andre Wahl!“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Susannchen erst stumm und blass dann bass erstaunt,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
glaubt ihren Augen nicht zu trauen,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Gut, ihn nehme ich“ hat sie dann leis geraunt&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und kann nicht aufhören mit Schauen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verliebt strahlt sie den Jüngling an, sie kann es gar nicht fassen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater hochzufrieden, schaut stolz zu seiner Gattin hin,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Die Hochzeit, Weib, kannst du nun richten, dieses Mal scheint es zu passen.“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Mutter strahlt nicht minder, hat Enkelkinder schon im Sinn.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ihr, ihr lieben Leute, euch sicher schon gedacht,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil es sich nach der Geschicht&amp;#039; vermuten lässt,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die große Liebe war es, die Glut der Minne war entfacht,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
es dauerte nicht lange, da gab &amp;#039;s ein schönes Hochzeitsfest,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch die Moral von der Geschicht&amp;#039;,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die es ja immer geben muss,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die verrate ich euch noch nicht,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn für heut ist erst Mal Schluss.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein ander Mal bin ich dann da &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und singe euch, was noch geschah,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
mit der glutäugigen Susanne &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ihrem blondgelockten Manne.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bis dahin, ihr lieben Leut&amp;#039;,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
geduldet euch .. bin durch für heut&amp;#039;! &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Markgraf Berenhard der Laute&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Markgraf Berenhardt der Laute, hat uns unser Kind geraubt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von Isenburg zur Festung hinauf, wo man sie zu seh&amp;#039;n geglaubt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nehmt die Fackel brave Leut&amp;#039;, helft, dass man sie wieder find&amp;#039;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Keine Hoffnung gibt&amp;#039;s ihr Braven, dort regieren Schwert und Wind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auf dem Turme hört man&amp;#039;s klagen, sind das dort droben unsre Frau&amp;#039;n?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die, die ihr lebt dort in der Stadt Isenburg, tut auf eure Brut gut schau&amp;#039;n!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Sven der Rote auf der Suche&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sven der Rote saß beim nem Met, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
überlegte wie es nun weitergeht. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Warf den Becher voll Wut an die Wand!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er schrie: &amp;quot;Ich zieh mir ein Weibsbild an Land. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Rothaarig, stolz mit schwellender Brust soll sie sein &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und gehören soll sie nur mir allein!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sven der Rote, sprang auf, ging fort, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
suchte die Frau erst hier, dann dort. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch keine der Frauen, die er traf. war so wie erdacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie das schöne Bild, was sich in seinem Kopf breitgemacht. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines Tages aber, Sven der Rote war Gast hier in diesem Haus, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
fielen ihm beinah die Augen heraus. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn es kam eine Frau mit rotem Haar und schwellender Brust hinein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
setzte sich an einen Tisch und trank ein Glas Wein. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sven sprang auf, war himmlisch entzückt &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und vor lauter Liebeswahn beinah verrückt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er ging zum Tische, sprach: &amp;quot;Du Schöne sei mein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
willst du bitte mein Augenstern sein?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Frau sah Sven den Roten zunächst schweigend nur an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch dann, dann hat sie plötzlich etwas getan. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie schüttelt wild den Kopf und dann dem Sven den Wein ins Gesicht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was willst du von mir, du Tropf&amp;quot; hat sie dabei laut gezischt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Lass mich in Frieden besoffener Nordmann, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sonst zeig ich dir mal, was ne Nordfrau so kann!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Belästige hübsche Nordahejmra nicht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
willst du keinen er Wein im Gesicht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn der landet bei dir auf Bart und dem Kopf, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und alle lachen laut über dich, du armer Tropf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der Zwerg und die drei Prüfungen&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hinweis: Diese Ballade basiert lose auf einem derben irdischen Witz, der in Mittelalterforen kursiert.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Die gereimte Fassung stammt von Tica.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da waren wilde Orks, ein Trupp, ein schlimmer,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sorgten beim Gegner für Gewimmer, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie fingen einen Menschen ein  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und auch ein grimmig Zwergelein.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sowie &amp;#039;nen Elf mit seinem Bogen,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
haben sie an Land gezogen.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ork-Anführer sprach zu den dreien: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wenn ihr euch selbst wollt befreien, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihr müsst tun drei Dinge schwer, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
schafft ihr&amp;#039;s nicht, lebt ihr nicht mehr. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schafft ihr jedoch alle drei, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann lass ich euch tatsächlich frei!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Das erste Ding: Ihr müsst viel saufen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und dann ohne lang&amp;#039; verschnaufen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das zweite Ding: &amp;#039;nem Bär die Pranken brechen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das sein sehr schwer, ich kann versprechen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das dritte Ding: Ihr kriegt ein Jüngferlein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nach eurem Besuch sie darf keins mehr sein! &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Also was ist? Wollt machen ihr? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dann geht in diese Zelte hier!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Elf strafft sich, steht und geht &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ins erste Zelt mit &amp;#039;nem Fass Met. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er säuft und säuft, kein Met gewöhnt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wankt halbtot raus, er kotzt und stöhnt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Orken kennen kein Erbarmen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
erschlagen ihn, den Elf, den Armen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mensch, ein großer Kriegersmann, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
versucht das Met und sieh mal an: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es geht! Er torkelt zwar, aber er steht. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Ork-Anführer nickt und sagt: &amp;quot;War schwer, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nun noch schwerer, geh zum Bär!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Mensch geht rein ins Zelt zum Bär, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch raus, das kam er nimmer mehr! &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er wurde daraus tot geborgen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nun ist er ledig aller Sorgen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun geht der Zwerg ganz siegessicher, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ins Zelt zum Met, mit viel Gekicher. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Säuft alles aus, kommt winkend &amp;#039;raus &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und erntet von den Orks Applaus. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nun zu Ding zwei, dem Bären, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den will der Zwerg nun auch beehren, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Orken sehen das Zelt wild schwanken, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nicken, sind ganz in Gedanken an die starken Bärenpranken. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann Ruhe und als wär&amp;#039;s das normalste Ding auf der Welt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kommt &amp;#039;raus der Zwerg, ganz unversehrt aus dem nun stillen Bärenzelt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Das wär&amp;#039; geschafft, es war recht schwer, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch schafft mir nun die Jungfer her, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Muss ihr ja doch noch die Arme brechen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dann bin ich frei, so lautete euer Versprechen!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gassen- und Handwerkslieder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesen Liedern besingt Walter das Leben der einfachen Leute: Handwerker, Händler, Hafenarbeiter und all jene, die in den Straßen und Gassen Vellhafens ihren Alltag bestreiten. Die Stücke sind oft humorvoll, manchmal rau, aber stets voller Wärme für die Menschen, die sie porträtieren. Viele davon entstanden unterwegs, zwischen Marktständen, Werkstätten und Tavernen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Das Lumpensammlerlied des Willem Willink&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Gott Pares hat mich verdammt auf Erden, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein Hader- und Lumpensammler zu werden. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin Willem Willink, ja seht mich nur an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein Lumpenkerl, ein armer, doch ehrlicher Mann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit verschossener Jacke, zerrissener Hose, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ja starrt mich ruhig an – ich bin keine Mimose. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist mir lieber, als wenn ihr verächtlich wegseht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als wär ich nur Dreck, den man mit Füßen wegfegt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Manch einer hält Nase und Maul mit dem Tuche bedeckt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil mein Duft ihn erschreckt und seine Sinne befleckt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch nach Ambra und Moschus kann ich nicht duften,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
muss für Hadern und Lumpen tagtäglich schuften.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bin kein feiner Pflastertreter mit Gold und mit Muße –&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Glück war bei anderen auf besserem Fuße.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hab des Lebens Mühsal bis zur Neige geleert,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch blieb ich stets ehrlich, hab mich nie beschwert.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Meer der Schmerzen bin ich geschwommen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf einem Lumpensack dann zu liegen gekommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun stapf ich durch Vellhafens Gassen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um eure alten Tücher und Kleider zu fassen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bringt mir ruhig ungewaschen, ungekrumpen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
eure Lappen, Fetzen, Flecken und Lumpen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Alles rein in den Sack – man macht daraus Papier:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eingeweicht, gestampft, gegautscht – harte Arbeit, kein Pläsier.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dann geschöpft, gepresst, getrocknet – ein neues Werk erschaffen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
verkauft an Schreiber, Pfeffersäcke und auch an die Pfaffen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin Willem Willink, pack Lumpen in meinen Sack,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und bin schon wieder fort – schwuppdiwupp, zackzack!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Ich liebte ein Mädchen ... &amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hinweis: Dieses Lied basiert auf dem irdischen Stück „Ich liebte ein Mädchen“ von Insterburg &amp;amp; Co. &amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Die antamarisierte Fassung stammt vom Spieler Pyromaniac.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Liwa, das war die reinste Diva.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Techuan, das hatte nie ein Röckchen an.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Toapac, dem gab ich meinen Anorak.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Yunava, das war mit ihrer Mutter da.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Pechutli, das fuhr so gerne Wasserski.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Mascunja, das zeigte mir ihr *tralala*&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Ximalcuan, das sah mich immer traurig an.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Punac, dann packte ich den Rucksack.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mir wurde nämlich Xetoka zu klein ,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so ging ich in die Wüste rein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Kalibah, das sagt ständig oh la la.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Finnekish, das aß am liebsten Tintenfisch.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Kefybeg, das nahm mir meine Stiefel weg.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Yntrein, dem zeigte ich mein Holzbein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Altersheim, das brachte ich beizeiten heim.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Tarrikum, das war ein wenig andersrum.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Ylgen, das konnte viel vertilgen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Djerset, dort sind sie alle sehr fett.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Esnau, das war wohl meine Traumfrau.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Yrlensbar, das war einfach wunderbar.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Chal&amp;#039;ginn, dort gehe ich nie wieder hin.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in El Bachan, die Rettung war ein Äppelkahn.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von nun an war mir auch Eriath zu klein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
drum stach ich in die See hinein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Mandoran, das sprach mich dort im Hafen an.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Eisentrutz, das wollte nur mit Kautschukschutz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Eisenstein, das lud mich in ihr Zimmer ein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Hälstrond, das war so richtig hellblond.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Hornsandt, das an der Straße ganz vorn stand.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Jotunheim, dem geht wohl jeder auf den Leim.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Belbrück, dort hatte ich ganz schnell Glück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Berggugg, das soff mit einem Zwergschluck.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Cargnac, zu zweit in einem Schlafsack.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Ismar, in deren Kleid ein Riss war.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Diertal, ich glaube es war viermal.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Echelon, da kam ich grade so davon.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Eisenrose, ach dort ist meine Unterhose.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Bragen, darüber darf ich nichts sagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Minenhall, das quatschte wie ein Wasserfall.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Dwimorgrim, da sollte ich mal wieder hin.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sind zwar keine Heldentaten, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was noch so war, wird nicht verraten. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Anne Samthaut und der hungrige Bilibo&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anne Samthaut , Halblingsfrau aus Altpforten , &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
buk ständig Kuchen und auch Torten, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bilibo Binsofroh, aus Huggelshausen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kam, um das Backwerk zu verschmausen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Flugs nahm die resolute Anne, den hungrigen Bilibo zum Manne, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn ihm schmeckten alle Sorten, ihrer Kuchen und auch Torten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bei so viel Süßem wurde Bilibos Bäuchlein kugelrund, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bei Anne hatte es sichtlich einen anderen Grund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Welchen, konnte man nach neun Monden sehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu dritt sie durch die Welt nun gehen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit kleinem Sohn leben sie nun in Veen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mal ehrlich? Ist das nicht wunderscheen? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das tut mir Leid. Die gibt es nicht. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schmäh- und Spottlieder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;==&lt;br /&gt;
Hier versammelt Walter von der Salzwiese all jene Lieder, in denen er mit fröhlicher Frechheit an Kronen, Krägen und Amtsketten zupft. Ob eitler Edelmann, überhebliche Amtsperson oder eine politische Entscheidung, die mehr Schatten als Glanz wirft – niemand ist vor Walters spitzem Humor sicher. Seine Spottlieder sind weniger Anklage als Kunststück: kleine musikalische Sticheleien, die Missgeschicke, Übertreibungen und Fehltritte in heitere Reime verwandeln. Mal neckisch, mal schelmisch, mal überraschend treffend – doch immer mit einem Lächeln, das zeigt, dass selbst die Mächtigen über sich lachen dürfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Conte Schiefhals&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hinweis: Dieses Lied ist eine antamarisierte Bearbeitung des irdischen Volksliedes „O hängt ihn auf“ aus dem 19. Jahrhundert. Die Melodie und Grundstruktur stammen aus der Vorlage, der Text wurde von mir für ein Rollenspielereignis in Vellhafen angepasst. Tica&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh hängt ihn auf! Oh hängt ihn auf! &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Oh hängt ihn auf, den Kranz voll Lorbeeren! &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dich oh Conte, dich oh Conte, dich mit deinem schiefen Hals, dich wollen wir verehren. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir treten, dich - wir treten dich, wir treten dich zu ehren, heut zusammen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wohl in den Leib, wohl in den Leib, wohl in den Leib lodern helle Flammen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du bist ein Vieh, du bist ein vie -, du bist ein vielgeliebter Conte in Vellhafen,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und auch ein Hund, und auch ein hund -, und auch einhundert Jahre sollst schaffen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh wie gemein, oh wie gemein, oh wie gemeinsam unser Herzen schlagen,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Siehst du heut aus, siehst du heut aus, siehst du heut aus den Worten , die wir sagen.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh wie es riecht, oh wie es riecht, oh wie es riecht nach deinem Ruhm im Lande. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aus deinem Mund, aus deinem Mund, aus deinem Mund, oh Conte, kam nie ein Wort der Schande. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir brechen dir, wir brechen dir, wir brechen dir zum Ruhm der Feinde Speere. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Selbst Hals und Bein, selbst Hals und Bein,  selbst Hals und Beine opfern wir zur Ehre. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh wie es glänzt, oh wie es glänzt, oh wie es glänzt in deinen goldnen Haaren, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vor Speck und Dreck, vor Speck und Dreck, vor Speck und Dreck soll man dich, oh Conte, stets bewahren. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Belbrücks&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Belbrücks sind kurze, scherzhafte Fünfzeiler, die in Antamar weit verbreitet sind. Walter sammelt sie seit seiner Jugend und dichtet selbst unzählige neue, meist über Orte, Menschen oder Begebenheiten, die ihm auf seinen Reisen begegnen. Sie folgen einer festen Reimform und werden in Tavernen gern laut mitgesprochen — oft zur großen Freude des Publikums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Heiliges Kaiserreich&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst Mädchen aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bragen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die wollt&amp;#039; was Besonderes wagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie sucht nach `nem Gatten im Kurier,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
jetzt hat sie nicht einen, sondern gleich vier,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die sich täglich übers Essen beklagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war mal ein Bauer aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ackerheim&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der machte in jeden Satz &amp;#039;nen Reim. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und als sein Haar wurde lichter, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da nannte er sich einen Dichter &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und blieb den ganzen Tag daheim. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Kind in &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kirchflecken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das wollte die Welt noch entdecken.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es konnte krabbeln, noch nich´ so gut laufen  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und purzelte prompt in jeden Misthaufen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und erschreckte wandernde Recken. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Oma aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Siebenbrück&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der bastelt der Sohn eine feine Krück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hat Oma hocherfreut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aber den Sohn hat&amp;#039;s gereut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn die Oma haute damit Leute in Stück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Junge aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Amartrutz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der nahm immer alle Gauner in Schutz, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als Mann er studierte, wurd&amp;#039; Rechtsanwalt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Gauner haben ihn nun bezahlt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und schon nannt&amp;#039; ihn keiner mehr Nichtsnutz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Kerl aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jatzlauken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der wollt nur Trompeten und Pauken, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn laute Musik, die liebte er sehr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
seinen Nachbarn machte das Leben er schwer. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie schimpfen ihn deshalb nen lauten Rabauken. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Recke aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bragen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der wollt auch was Besonderes wagen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er ging zu einem großen Turnier, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kam, sah und siegte gegen Vier, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gewann dann nen Helm mit Kragen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst der Vater vom Recken aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bragen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der wollte dem Sohn die Teilnahme versagen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bleib weg vom Turnier!&amp;quot; Wütend er droht: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Denn wenn du verlierst, dann bist ja tot!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Warum willst du dich unbedingt schlagen?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Thelessa&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gute Fürst aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Faelughaven&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
muss wie jeder in der Nacht auch schlafen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um dann sanft in den Schlaf zu gleiten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hilft dem gute Fürst beizeiten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Zählen von weißen Schafen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Orklande&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es zogen einst drei Kelten nach Westen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu suchen &amp;#039;nen Vierten, wenn möglich den Besten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie fanden ihn nah dem &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Orken-Lande&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht mittig sondern eher am Rande,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
im Eichenbaum sitzend auf Ästen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Vellhafener Städtebund&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Fleischer in &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ismar&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dessen Ware einfach nur Mist war, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
seine Würste schmeckte zum Kotzen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da taten die Kunden oft motzen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sein Name war Thönn Jes, das war ja eh klar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Königreich Lothrinien&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Pferdehirt aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Belbrück&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das war ein rechter Franz im Glück, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als von der Weide eine Herde Pferde wurde geklaut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er sich gründlich umgeschaut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und brachte sie, heil und am Stück, zurück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Burgherr auf &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Burg Obquell&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der fror ganz erbärmlich, trotz Wolle und Fell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Wind hier oben schneidend und bitterkalt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von drinnen die Stimm&amp;#039; seiner Frau erschallt: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mein Liebster, an den Kamin, zack zack aber schnell.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Adelsrepublik Grauland&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Jungfer aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Surquell&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die war ganz besonders schnell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Da kam ein Jüngling aus Untermoor, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der setzte ihr nen Floh ins Ohr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und zog sie nieder auf sein Schafsfell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Dûn-Reich&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Hund in &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tsakmur&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der ging allen auf die Hutschnur. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weil er bellte und jaulte, immer und stets, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging er den Leuten dort schwer auf den Keks. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die schickten den Jauler in die Wüste zur Kur.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Aivarunenlande&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Aivarune aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Qara Qorum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der fummelte sich immer am Ohr rum. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Seine Frau machte das Gefummel nervös, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
schrie ihn an und wurde ganz bös. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er hörte nicht auf, das war ganz dumm. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Xetoka&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Dame aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Liwa&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die war eine rechte Diva, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
trug nur seidene Kleider und Hüte, pompöse, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Verrückt, ja aber sie war keine Böse. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn das war was, was sie nie war. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Inoda&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Knabe aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Horami&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aß für sein Leben gerne Salami,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ob morgens, abends, zu jeder Zeit,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
für Salami war er immer bereit,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und verschlang sie rasant wie&amp;#039;n Tsunami.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Eiskönigreich&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Drache im Eise, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der machte sich auf die Reise, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von Nordhaar bis zur Stadt &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Eiswind&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ein Drache!&amp;quot; schrie laut ein Elfenkind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da zog der Drache wieder ab, das war weise. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tica</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.antamar.eu/index.php?title=Liedgut_des_Barden_Walter_von_der_Salzwiese&amp;diff=126558</id>
		<title>Liedgut des Barden Walter von der Salzwiese</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.antamar.eu/index.php?title=Liedgut_des_Barden_Walter_von_der_Salzwiese&amp;diff=126558"/>
		<updated>2026-02-19T07:43:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tica: /* Belbrücks */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Walter von der Salzwiese – Barde aus Vellhafen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walter von der Salzwiese gilt als einer der hoffnungsvollsten jungen Spielleute Vellhafens. Mit seinen gerade einmal erwachsenen Jahren hat er sich bereits einen Ruf erarbeitet, der manch älteren Barden neidisch werden lässt. Freundlich im Wesen, mit einer klaren, warmen Stimme und einem Talent, das Zuhörer mühelos in seinen Bann zieht, ist er in Schenken, auf Märkten und bei Festen gern gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein erstes Werk, „Das Lied von Brunihild“, verbreitete sich rasch über die Grenzen Vellhafens hinaus und wurde zu einem antamarweit bekannten Gassenhauer. Schon als Junge schickte Walter seine Verse und Melodien an den Vellhafener Kurier und erhielt dort früh Anerkennung für seine Dicht- und Vortragskunst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Herkunft und Familie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walter stammt aus Ismar, wo sein Vater Hein von der Salzwiese einen erfolgreichen Hof bewirtschaftet. Die Schafe der Familie grasen auf den salzhaltigen Wiesen Ismars, was dem Fleisch der berühmten Salzlämmer einen besonderen Geschmack verleiht. Wohlstand und Fleiß prägen Walters Herkunft, und es mangelte der Familie nie an etwas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein künstlerisches Talent verdankt Walter vor allem seiner Mutter Irina, die einst als Bardin unter dem Beinamen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;„Die Lerche aus Ismar“&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bekannt war. Sie tritt heute nicht mehr öffentlich auf, doch ihre Stimme und ihr Gespür für Melodie leben in ihrem Sohn weiter. Walters Brüder hingegen blieben der Landwirtschaft treu und führen den elterlichen Hof fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hinweis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die hier aufgeführten Lieder und Verse stammen — mit wenigen Ausnahmen (die aber immer extra gekennzeichnet sind)  — aus meiner eigener Feder.&lt;br /&gt;
Der Barde Walter von der Salzwiese wird im Spiel von mir verkörpert. Tica&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Balladen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
Walters Balladen erzählen von Liebe, Schicksal, Heldentum und den stillen Tragödien des Alltags. Sie sind länger gefasste Erzählgedichte, die oft auf wahren Begebenheiten beruhen oder von alten Sagen inspiriert wurden. Mit klarer Stimme und feinem Gespür für Stimmung trägt Walter sie auf Märkten, in Schenken und bei Festen vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Das Lied von Brunihild&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
War einst ein kleines Schneiderlein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das konnt schneidern, mit Stichlein fein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und dieses kleine Schneiderlein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging Nächtens in den Wald hinein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dort traf er sich mit Brunihild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die beiden trieben es dort wild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf einer Lichtung unerlaubt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er die Unschuld ihr geraubt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bruni aber war dem Joost versprochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der, der hatt&amp;#039; bald Lunt&amp;#039; gerochen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es kam, wie es dann kommen musste:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Joost, der ahnte, wenn auch nicht wusste,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass Brunihild ihn dreist belogen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und wahrscheinlich auch betrogen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er will es wissen, noch genauer,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und legt sich Nächtens auf die Lauer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Genau vor Brunihildes Elternhaus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und richtig, kaum war&amp;#039;s dunkel, trat sie hinaus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grimmig sieht Joost wie seine Braut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die selbst des Nachts sehr schön ausschaut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sich im Walde mit einem Schneider trifft,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihn gar küsst und herzt, das blonde Gift.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es schmerzt ihn sehr, er leidet Pein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie er so sieht sein Brunilein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Hals ihm schwillt und er sieht rot,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
stürmt auf die Lichtung: Schneider tot!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es heult und schreit die Braut vom Joost:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du Mörder! Bist du noch bei Trost?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch Joost, der schaut sie lange an,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kalt und böse sagt er dann:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du nahmst meinen Ring, warst mir versprochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bist mit dem Schneider hier ins Laub gekrochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hast ihn geküsst, geherzet sehr&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weißt du, dich will ich gar nicht mehr!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brunihilde, die war fassungslos,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
drehte sich um und rannte los.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach Hause will ich, denkt die Maid&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und rafft dann flugs das lange Kleid,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und sie rennet schnell und schneller,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zuhaus geht`s zunächst mal in den Keller.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wäscht aus das Kleid, besudelt von des Schneiders Blut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
lauscht nach oben, ob der Joost ihr womöglich folgen tut.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Joost jedoch, der will nur die Verlobung lösen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gleichgültig ihm ist, ob im Guten oder Bösen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Egal, ob sie ihn anzeigt, dieses Weib&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hauptsache sie bleibt ihm nun vom Leib.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am Elternhaus der Brunihild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ruft er laut und fuchtelt wild,:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich möchte meinen Ring zurück,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von diesem ungetreuen Stück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es wird keine Hochzeit geben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so eine heirat´ ich nie im Leben.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vater und Mutter sind bass erstaunt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was der Joost da ausposaunt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie befragen dann ihr Kind und schau&amp;#039;n es ratlos an:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sag uns Brunihild, was hast du nur getan,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass der Joost dich untreu schilt?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Setz uns bitte mal ins Bild.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Maid, die schweigt, nimmt kreidebleich&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Ring vom Finger dann sogleich.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vater gibt den Schmuck zurück,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf das er andere Hände schmück&amp;#039;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Joost läuft nun geschwind davon,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und dann brüllt der Vater schon:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was sollen denn die Leute denken?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Musstest du den Joost so kränken?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kind was hast du bloß gemacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
in dieser unglückseligen Nacht?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch Brunihild, die Ungetreue,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sagt kein Wort, schweigt nun auf Neue.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Mutter redet auf sie ein:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sag mir den Grund, Brunhildilein!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch auch der Mutter bleibt sie eine Antwort schuldig,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
diese schäumt vor Wut, fragt ungeduldig:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was sollen wir den Leuten sagen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wenn nach der Hochzeit sie uns fragen?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maid schweigt weiter, geht auf ihr Zimmer,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Lage, die wird schlimm und schlimmer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn Brunihilde weiß, dass sie ein Kindlein trägt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
in knapp fünf Monden es in der Wiege quäkt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Schande&amp;quot; denkt sie, &amp;quot;Welch ein Graus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie komme ich aus der Sache raus?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich geh ins Wasser!&amp;quot; ihr Entschluss,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sprach&amp;#039;s und ging geschwind zum Fluss.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am nächsten Tag hat der Vater sie gefunden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie aus dem Wasser raus gewunden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu einem Medicus verbracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch der hat nur aufgelacht:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Eine Tote bringt ihr mir? Was soll ich tun?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lasst sie auf dem Nergasacker ruh&amp;#039;n.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater sprach: &amp;quot;Mir ist nicht nach Scherzen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
untersuche ob ein Kind sie trug, unter ihrem Herzen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Medicus untersucht die Tote nun geschwind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann sagt er: &amp;quot;Ja, sie erwartete ein Kind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In vier, fünf Monden wär`s soweit gewesen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das kann ich an dem Körper lesen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater nickt, bezahlt den Mann, und nimmt die Leich&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bringt sie zum Nergasacker dann sogleich.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch Nergas Diener schicken ihn fort:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Begrabt sie einem anderen Ort!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nerga hasst jene, die sich selbst des Lebens berauben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das weiß der Vater, durch seinen tiefen Götterglauben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es schwillt die Wut ganz tief in ihm,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er denkt: Der Joost war mit Brunihild intim,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dafür sollte er nun bezahlen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn er verursacht diese Qualen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Leich&amp;#039; der Tochter in den Armen, die Augen voller Schmerz,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
stellt er den Joost und ohne Fragen, sticht er ihm `nen Dolch ins Herz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Richter nach acht langen Wochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat den Vater freigesprochen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn, so sprach der weise Mann:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bin selber Vater und daher ich verstehen kann,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was ihn zu dieser Tat gebracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vielleicht hätt`ich&amp;#039;s ebenso gemacht?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Betrüge den Verlobten nicht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eifersucht bei einem Mann,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gar schlimme Folgen haben kann!&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der Sohn der Maar-Fiar&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sein Clan längst erloschen, seine Geschichte dieses Lied bewahr. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Maar-Fiar waren Jäger, Jäger am Meer, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihre hölzernen Kanus glitten pfeilschnell umher. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, der stolze Aiva&amp;#039;un, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der verehrte gar sehr Lunin und auch den goldenen Lun, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
War nur Lunin, nicht Lun, am Nachthimmel zu sehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so wussten die Maar-Fiar: Es ist Zeit, auf die Jagd zu gehen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er und die Gefährten schoben ihre Kanus in die Wellen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
im Wissen, das Lunin ihren Weg wird erhellen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vier saßen in den Kanus, ob Mann, ob Frau,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zwei lenkten durch die Wogen, zwei spähten hinaus ins Grau. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Netzen und Angeln machten sie reiche Beute, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vom Ausmaß ihres Fangs erzählt man sich noch heute. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Speere und Spieße waren stets messerscharf gewetzt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
damit auch Raubfisch, kein Hai ihre Netze zerfetzt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eroberer und Mörder schlichen heran in dunkler Nacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als weder Lunin noch Lun den Himmel bewacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie drangen gewaltsam ein in Takoyas Haus, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
löschten zunächst seiner Familie die Lebenslichter aus. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gefesselt und geknebelt, gezwungen zuzusehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie all die Untaten vor seinen Augen geschehen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vom Schmerz wie von Sinnen, von Wut angefacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er das Unmögliche dennoch vollbracht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er zerriss seine Fesseln, spuckte den Knebel aus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
erschlug jeden Qim‑Mas, den er fand im Haus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er war nicht zu halten, von der Rache beseelt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
seine Muskeln und Sehnen in Eisen gestählt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch als er im Haus sein Werk vollbracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
trat er hinaus in die stockdunkle Nacht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Dutzend Qim‑Mas rangen den wilden Takoya nieder,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er starb – doch sein Pan‑Teon lebt fort, davon künden die Lieder. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Maar‑Fiar, den stolzen Jägern der Meere,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gebührt auf ewig unsere stille Ehre.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein ganzer Clan, gefallen durch fremde Horden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
durch wilde Feinde, die nur brandschatzen und morden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in der alten Heimat der Maar-Fiar, das weiß jedes Kind, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weht nun an allen Orten eine fremde Flagge im Wind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Grauländer, diese Qim-Mas, wohnen nun dort, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Geister der Maar-Fiar hüten jeden Ort. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der Ring des Räubers &amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht weit von hier in einem tiefen Tal,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da wohnte eine Maid im Wald an einem Wasserfall. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie war so schön, so schön wie Milch und Blut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von ganzem Herzen war sie einem Manne gut. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du armes Kind, du dauerst meine Seele. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weil ich nur ein Räuber bin, wohn&amp;#039; in einer Höhle&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Du kannst fürwahr nicht länger bei mir sein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ich muss jetzt fort, tief in den Wald hinein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nimm diesen Ring, und sollte man dich fragen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so sag&amp;#039; ein Räuber habe ihn getragen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der dich geliebt, geliebt bei Tag und Nacht&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der so manchen um Hab und Gut gebracht&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sprach er nach vielen Monden zu ihr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nach so  vielen Tagen und Nächten mit Pläsier, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihr half kein Wehen und auch kein Klagen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie musste seinen Weggang weinend ertragen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schöne tat, was der Geliebte ihr gesagt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging zurück zu ihrem Dorf, tieftraurig verzagt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie zeigte den Leuten den güldenen Ring, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das vermaledeite wertvolle, aber gestohlene Ding. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie weinte: &amp;quot;Der Räuber, den ich geliebt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat ihn getragen bei Tag und auch bei Nacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der so  manchen um Hab und Gut gebracht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat mich geliebt, bei Tag und auch bei Nacht.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Leute im Dorf waren empört, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht die Liebe an sich hat sie gestört, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aber, dass sie einem Räuber galt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dieses man eine Sünde schalt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sprachen: &amp;quot;Geh in den Tempel, törichte Maid &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und klag den Geweihten dort dein Leid, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Ring, den spende an die Götter, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann verstummen auch die Spötter.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie kann man einen Räuber lieben, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Unglückseliges Kind, was hat dich umgetrieben?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maid weinte bitter und lange, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vor der Zukunft war ihr sehr bange. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Verlust des Liebsten hat sie schon entsetzt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
war sie nun zusätzlich Hohn und Spott ausgesetzt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie trat in einen heiligen Orden ein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um eine Dienerin für die Götter zu sein. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So lebt sie nun dorten, fleißig und fromm,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Jahre verrinnen, die Welt bleibt ihr stumm.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch manchmal im Dunkel, wenn die Kerzen vergeh’n,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
meint sie den Räuber wie im Traume zu seh’n.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann flüstert sie leise, so sanft wie der Wind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass Herzen nicht wählen, wohin sie bestimmt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und tief in ihr drinnen, verborgen und sacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
lebt weiter die Liebe bei Tag und bei Nacht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der treue Hund&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr Leute, lasset mich berichten, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von gar wundersamen Geschichten, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine tue ich Euch nun kund, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie ist zu Orstoc einst geschehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ihr Held, das war ein Hund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein reicher Bauer mit dem Namen Friedrich Klein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kehrte nach dem Marktbesuch in ein Wirtshaus ein. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er hatte Vieh verkauft, trug bei sich den Erlös, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das rochen in der Schenke zwei Räuber, bitterbös. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als nun der reiche Bauer des Nachts zu Bette ging, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
beschlossen diese Räuber zu drehen ein schlimmes Ding. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie schlichen im Gasthaus in seine Kammer hinein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und drangen mit ihren Messern bedrohlich ein auf Friedrich Klein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schon packten ihn die Schlimmen, an seiner bloßen Kehle, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da schrie mit letzten Kräften, Friedrich die Angst sich von der Seele &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das hörte im Stalle, nicht sein Knecht aber der treue Hund, .&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er riss sich von der Kette und schon er in der Kammer stund &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bevor die Mörder die Messer setzten an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er stürzt sich auf die Kerle und rettet so den Mann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ward überwältigt, die böse Mörderbrut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu Orstoc, auf dem Richtblock, da floss zum Lohn ihr Blut. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch in dem Kampf fügten sie dem treuen Tier zu eine böse Wund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und schon am nächsten Tage da starb der arme Hund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es setzt in seinem Garten, der Bauer Klein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dem treuen braven Hunde aus Marmor einen Stein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darauf stand geschrieben dieses hier: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Viel treuer als die Menschen ist oft ein Hundetier. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Die Geschichte vom Räuber Hannes&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es sagt einst ein Kind zur seiner Großmama: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wenn ich erwachsen bin, was werd ich da?  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hab wenig Lust auf Feldarbeit. Kann ich vielleicht ein Räuber sein? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Muss wenig tun, nur ein bisschen rauben. Das wär&amp;#039; einfach und sehr fein.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Alte wiegt besorgt den Kopf, streichelt sanft den Enkelsohn. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich erzähl dir &amp;#039;ne Geschichte, die beantwortet deine Frage schon.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lehnt sich zurück, dann hebt sie an und sie erzählt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Geschichte vom Räuber Hannes hat sie gewählt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch des Waldes düstre Gründe auf naturverschlungnem Pfaden  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wandelt eine Magd zum Markt nach Vellhafen mit schmerzenden Waden. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hui, da plötzlich stürmt des Banditen kühner Sohn aus dem Geheg, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
scharf bewehrt bis an die Zähne, und vertritt ihr flugs den Weg. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Seid Ihr&amp;quot;, fragt die Frau erblassend, einer dunklen Ahnung voll, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;nicht vielleicht der Räuber Hannes, der allhier grassieren soll?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ja, ich bin´s, du Unglücksel´ge, ja, ich bin´s, der sich dir zeigt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und du bist diejen´ge, welche sich nun vor mir verneigt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn mit hochwillkomm´ner Beute nahst du mir zu guter Stund!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sprachs und nahm ihr weg den Korb, durchwühlt ihn schnell bis auf den Grund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wie Schuppen von den Augen fällt´s der schlichten Magd sogleich: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ihr seid Hannes!&amp;quot;, ruft sie bleich. &amp;quot;Bin es!&amp;quot; spricht der Räuber weich. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bin´s und sage dir noch dieses: ich töte dich du dummes Weib, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bringst du mir nicht auf dem Rückweg Gold, ramm ich meinen Dolch in deinen Leib.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Magd wird blass und blässer und eilt zum Markt, sucht den Büttel Reodan, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
findet ihn, fragt ängstlich dann, ob er ihr wohl helfen kann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jener stimmt zu, sie zu begleiten, denn den Räuber will er fangen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
baumeln soll der Räuber Hannes, an dem Galgen soll er hangen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesagt, getan und aus dem Walde eilt der Hannes schnell heran, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn er sieht nur das Mägdelein und nicht den guten Reodan. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jener hat sich vorher schon gut versteckt hinter einer dicken Eich, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er springt heraus, macht sich ganz groß und packt sogleich, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann den Räuber Hannes fest am Arm und am Halse an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
damit der Bösewicht dem harten Griffe nicht entweichen kann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Schurke! Hab dich!&amp;quot; so donnert er, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Nun entkommst du mir nicht mehr!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Mit des Seilers Tochter mach ich dich bekannt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aufatmen wird das ganze Land.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Werde besser Räuber nicht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sonst landet man am Ende nur an einem Strick und baumelt dann im Wind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Drum werde artig und bleib brav, sonst kommt Reodan mein Kind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Die Vogelscheuche Martha Stroh&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vogelscheuche Martha Stroh, wurd&amp;#039; ihres Daseins nicht mehr froh.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn es war nun einmal so, ein Strohhalm piekste sie am Po.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie fand es schrecklich, musste weinen, so schlimm juckte es der Kleinen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn, auch eine Scheuche hat ein Recht auf einen - unversehrten Po, sollte man meinen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da kam ein Zwerg am Feld vorbei, hörte sogleich das Wehgeschrei.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Mach doch hier nicht so&amp;#039; n Bohei! Trink dir nen Schnaps oder auch zwei.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was kannst es denn so Schlimmes geben, dass du so greinst wie um dein Leben?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Oder trinkt den vergorenen Saft der Reben, das wird deine Stimmung heben!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Törichter Zwerg, was rätst du mir da, kleiner Mann? Fast wie der Mönch vorhin, der riet zu Baldrian.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch musst doch sehen, dass ich nichts trinken kann, schau einfach meinen Mund mal an!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zwerg guckt Martha böse an und ganz brüskiert, &amp;quot;Töricht sagst du?&amp;quot; Er holt aus und hat ihr einfach eine geschmiert,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Martha erbebt als sie die Ohrfeige kassiert und durch die Erschütterung den Pieksehalm am Po verliert!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Martha ganz gücklich, kann&amp;#039;s kaum fassen: &amp;quot;Hab Dank, mein Retter. Das pieksige Stroh hat mich verlassen!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;So lass ich mir gerne eins verpassen, wenn dann die Pieksehalme meinen Po in Frieden lassen!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zwerg schaut verdutzt auf seine Hände, sichtlich erstaunt über dieses glückliche Ende,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Gern geschehen, Vogelscheuche! Nun wach du wieder über das Gelände, Und sag jedem Vogel, dass besser er verschwände.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Die glutäugige Susanne&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es dachten sich die Eltern der glutäugigen Susanne, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Kind ist nun erwachsen bald,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wir geben sie zu einem Manne,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn sonst ist sie schon bald … zu alt.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein reicher Händler war der erste Kandidat, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er schien dem Vater eine gute Partie, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auch wenn er keine Haare auf dem Kopf mehr hat, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Mutter meint: „Den nimmt das Kind doch nie!“ &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch wurde flugs, er zum Sonntagsmahl geladen, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er erschien im feinsten Zwirn und mit schwarzem Hut, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch biss der Hund ihn in die Waden, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er roch wohl nicht besonders gut? &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Susanne lobt den Hund und füttert ihn mit Leckerbissen, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn diesen Kahlkopf will sie nicht zum Manne.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater tobt: „Hast du denn gar kein Gewissen? &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nicht die Haare machen aus, den guten Ehemanne!“ &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Susanne schmollt: „Ist mir egal, den Kahlkopf nehme ich nicht!“ &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Händler schaut erst dumm, setzt wieder auf den Hut und geht dann wortlos fort. &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater schreit: „Hat denn mein Wunsch in diesem Hause kein Gewicht? &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich stand beim Händler doch im Wort!“ &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Susanne tobt und weint und schmollt, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
umarmt den Vater stumm.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie mag nicht wenn der Vater grollt &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und hofft sie stimmt ihn um. &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Mein Vater, mein Vater ich liebe dich sehr“, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hört es der Vater in seinen Ohren hallen. &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Bitte bring mir keinen Kahlkopf mehr,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch einer mit güldnen Locken, der könnt mir gefallen.“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Papperlapapp!“ sagt der Vater geschwind,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Güldene Locken ersetzen nicht Gold und Position&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so kommst du mir nicht davon, mein Kind,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den nächsten den ich dir präsentiere, der wird mein Schwiegersohn.“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sohn des Stadtkämmerers, ein Jüngling mit goldenem Haar,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
schon lange verliebt in Susanne, die im Stadtpark er gesehen,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wurde durch Dritte die Geschichte gewahr,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und meinte sofort: „Da muss was geschehen!“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Flugs suchte er den Vater der Holden auf in seinem Kontor,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der saß hinter seinem Schreibtisch mit grimmigem Gesicht&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Jüngling trat mutig und beherzt davor,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Gebt mir Susanne zu Weibe“ verlangte er schlicht.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vater Susannchens guckt bass erstaunt,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf den blondgelockten Jüngling von gutem Stande&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil Kandidat Susannens Gnade fand, war schon übel er gelaunt,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
des Stadtkämmerer Sohn jedoch, schien ihm geeignet für Familienbande.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Diener lässt er flugs Frau und  Tochter holen,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der Jüngling freut sich, vor Aufregung das Gesicht ganz fahl, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der Vater hat Susanne dann barsch befohlen&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Dieser hier wird dein Gemahl, ich lass dir keine andre Wahl!“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Susannchen erst stumm und blass dann bass erstaunt,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
glaubt ihren Augen nicht zu trauen,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Gut, ihn nehme ich“ hat sie dann leis geraunt&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und kann nicht aufhören mit Schauen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verliebt strahlt sie den Jüngling an, sie kann es gar nicht fassen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater hochzufrieden, schaut stolz zu seiner Gattin hin,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Die Hochzeit, Weib, kannst du nun richten, dieses Mal scheint es zu passen.“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Mutter strahlt nicht minder, hat Enkelkinder schon im Sinn.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ihr, ihr lieben Leute, euch sicher schon gedacht,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil es sich nach der Geschicht&amp;#039; vermuten lässt,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die große Liebe war es, die Glut der Minne war entfacht,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
es dauerte nicht lange, da gab &amp;#039;s ein schönes Hochzeitsfest,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch die Moral von der Geschicht&amp;#039;,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die es ja immer geben muss,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die verrate ich euch noch nicht,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn für heut ist erst Mal Schluss.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein ander Mal bin ich dann da &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und singe euch, was noch geschah,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
mit der glutäugigen Susanne &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ihrem blondgelockten Manne.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bis dahin, ihr lieben Leut&amp;#039;,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
geduldet euch .. bin durch für heut&amp;#039;! &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Markgraf Berenhard der Laute&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Markgraf Berenhardt der Laute, hat uns unser Kind geraubt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von Isenburg zur Festung hinauf, wo man sie zu seh&amp;#039;n geglaubt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nehmt die Fackel brave Leut&amp;#039;, helft, dass man sie wieder find&amp;#039;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Keine Hoffnung gibt&amp;#039;s ihr Braven, dort regieren Schwert und Wind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auf dem Turme hört man&amp;#039;s klagen, sind das dort droben unsre Frau&amp;#039;n?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die, die ihr lebt dort in der Stadt Isenburg, tut auf eure Brut gut schau&amp;#039;n!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Sven der Rote auf der Suche&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sven der Rote saß beim nem Met, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
überlegte wie es nun weitergeht. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Warf den Becher voll Wut an die Wand!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er schrie: &amp;quot;Ich zieh mir ein Weibsbild an Land. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Rothaarig, stolz mit schwellender Brust soll sie sein &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und gehören soll sie nur mir allein!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sven der Rote, sprang auf, ging fort, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
suchte die Frau erst hier, dann dort. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch keine der Frauen, die er traf. war so wie erdacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie das schöne Bild, was sich in seinem Kopf breitgemacht. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines Tages aber, Sven der Rote war Gast hier in diesem Haus, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
fielen ihm beinah die Augen heraus. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn es kam eine Frau mit rotem Haar und schwellender Brust hinein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
setzte sich an einen Tisch und trank ein Glas Wein. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sven sprang auf, war himmlisch entzückt &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und vor lauter Liebeswahn beinah verrückt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er ging zum Tische, sprach: &amp;quot;Du Schöne sei mein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
willst du bitte mein Augenstern sein?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Frau sah Sven den Roten zunächst schweigend nur an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch dann, dann hat sie plötzlich etwas getan. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie schüttelt wild den Kopf und dann dem Sven den Wein ins Gesicht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was willst du von mir, du Tropf&amp;quot; hat sie dabei laut gezischt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Lass mich in Frieden besoffener Nordmann, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sonst zeig ich dir mal, was ne Nordfrau so kann!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Belästige hübsche Nordahejmra nicht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
willst du keinen er Wein im Gesicht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn der landet bei dir auf Bart und dem Kopf, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und alle lachen laut über dich, du armer Tropf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der Zwerg und die drei Prüfungen&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hinweis: Diese Ballade basiert lose auf einem derben irdischen Witz, der in Mittelalterforen kursiert.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Die gereimte Fassung stammt von Tica.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da waren wilde Orks, ein Trupp, ein schlimmer,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sorgten beim Gegner für Gewimmer, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie fingen einen Menschen ein  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und auch ein grimmig Zwergelein.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sowie &amp;#039;nen Elf mit seinem Bogen,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
haben sie an Land gezogen.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ork-Anführer sprach zu den dreien: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wenn ihr euch selbst wollt befreien, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihr müsst tun drei Dinge schwer, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
schafft ihr&amp;#039;s nicht, lebt ihr nicht mehr. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schafft ihr jedoch alle drei, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann lass ich euch tatsächlich frei!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Das erste Ding: Ihr müsst viel saufen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und dann ohne lang&amp;#039; verschnaufen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das zweite Ding: &amp;#039;nem Bär die Pranken brechen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das sein sehr schwer, ich kann versprechen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das dritte Ding: Ihr kriegt ein Jüngferlein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nach eurem Besuch sie darf keins mehr sein! &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Also was ist? Wollt machen ihr? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dann geht in diese Zelte hier!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Elf strafft sich, steht und geht &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ins erste Zelt mit &amp;#039;nem Fass Met. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er säuft und säuft, kein Met gewöhnt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wankt halbtot raus, er kotzt und stöhnt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Orken kennen kein Erbarmen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
erschlagen ihn, den Elf, den Armen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mensch, ein großer Kriegersmann, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
versucht das Met und sieh mal an: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es geht! Er torkelt zwar, aber er steht. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Ork-Anführer nickt und sagt: &amp;quot;War schwer, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nun noch schwerer, geh zum Bär!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Mensch geht rein ins Zelt zum Bär, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch raus, das kam er nimmer mehr! &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er wurde daraus tot geborgen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nun ist er ledig aller Sorgen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun geht der Zwerg ganz siegessicher, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ins Zelt zum Met, mit viel Gekicher. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Säuft alles aus, kommt winkend &amp;#039;raus &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und erntet von den Orks Applaus. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nun zu Ding zwei, dem Bären, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den will der Zwerg nun auch beehren, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Orken sehen das Zelt wild schwanken, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nicken, sind ganz in Gedanken an die starken Bärenpranken. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann Ruhe und als wär&amp;#039;s das normalste Ding auf der Welt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kommt &amp;#039;raus der Zwerg, ganz unversehrt aus dem nun stillen Bärenzelt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Das wär&amp;#039; geschafft, es war recht schwer, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch schafft mir nun die Jungfer her, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Muss ihr ja doch noch die Arme brechen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dann bin ich frei, so lautete euer Versprechen!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gassen- und Handwerkslieder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesen Liedern besingt Walter das Leben der einfachen Leute: Handwerker, Händler, Hafenarbeiter und all jene, die in den Straßen und Gassen Vellhafens ihren Alltag bestreiten. Die Stücke sind oft humorvoll, manchmal rau, aber stets voller Wärme für die Menschen, die sie porträtieren. Viele davon entstanden unterwegs, zwischen Marktständen, Werkstätten und Tavernen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Das Lumpensammlerlied des Willem Willink&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Gott Pares hat mich verdammt auf Erden, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein Hader- und Lumpensammler zu werden. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin Willem Willink, ja seht mich nur an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein Lumpenkerl, ein armer, doch ehrlicher Mann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit verschossener Jacke, zerrissener Hose, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ja starrt mich ruhig an – ich bin keine Mimose. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist mir lieber, als wenn ihr verächtlich wegseht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als wär ich nur Dreck, den man mit Füßen wegfegt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Manch einer hält Nase und Maul mit dem Tuche bedeckt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil mein Duft ihn erschreckt und seine Sinne befleckt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch nach Ambra und Moschus kann ich nicht duften,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
muss für Hadern und Lumpen tagtäglich schuften.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bin kein feiner Pflastertreter mit Gold und mit Muße –&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Glück war bei anderen auf besserem Fuße.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hab des Lebens Mühsal bis zur Neige geleert,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch blieb ich stets ehrlich, hab mich nie beschwert.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Meer der Schmerzen bin ich geschwommen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf einem Lumpensack dann zu liegen gekommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun stapf ich durch Vellhafens Gassen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um eure alten Tücher und Kleider zu fassen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bringt mir ruhig ungewaschen, ungekrumpen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
eure Lappen, Fetzen, Flecken und Lumpen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Alles rein in den Sack – man macht daraus Papier:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eingeweicht, gestampft, gegautscht – harte Arbeit, kein Pläsier.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dann geschöpft, gepresst, getrocknet – ein neues Werk erschaffen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
verkauft an Schreiber, Pfeffersäcke und auch an die Pfaffen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin Willem Willink, pack Lumpen in meinen Sack,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und bin schon wieder fort – schwuppdiwupp, zackzack!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Ich liebte ein Mädchen ... &amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hinweis: Dieses Lied basiert auf dem irdischen Stück „Ich liebte ein Mädchen“ von Insterburg &amp;amp; Co. &amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Die antamarisierte Fassung stammt vom Spieler Pyromaniac.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Liwa, das war die reinste Diva.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Techuan, das hatte nie ein Röckchen an.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Toapac, dem gab ich meinen Anorak.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Yunava, das war mit ihrer Mutter da.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Pechutli, das fuhr so gerne Wasserski.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Mascunja, das zeigte mir ihr *tralala*&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Ximalcuan, das sah mich immer traurig an.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Punac, dann packte ich den Rucksack.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mir wurde nämlich Xetoka zu klein ,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so ging ich in die Wüste rein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Kalibah, das sagt ständig oh la la.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Finnekish, das aß am liebsten Tintenfisch.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Kefybeg, das nahm mir meine Stiefel weg.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Yntrein, dem zeigte ich mein Holzbein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Altersheim, das brachte ich beizeiten heim.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Tarrikum, das war ein wenig andersrum.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Ylgen, das konnte viel vertilgen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Djerset, dort sind sie alle sehr fett.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Esnau, das war wohl meine Traumfrau.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Yrlensbar, das war einfach wunderbar.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Chal&amp;#039;ginn, dort gehe ich nie wieder hin.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in El Bachan, die Rettung war ein Äppelkahn.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von nun an war mir auch Eriath zu klein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
drum stach ich in die See hinein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Mandoran, das sprach mich dort im Hafen an.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Eisentrutz, das wollte nur mit Kautschukschutz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Eisenstein, das lud mich in ihr Zimmer ein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Hälstrond, das war so richtig hellblond.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Hornsandt, das an der Straße ganz vorn stand.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Jotunheim, dem geht wohl jeder auf den Leim.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Belbrück, dort hatte ich ganz schnell Glück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Berggugg, das soff mit einem Zwergschluck.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Cargnac, zu zweit in einem Schlafsack.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Ismar, in deren Kleid ein Riss war.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Diertal, ich glaube es war viermal.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Echelon, da kam ich grade so davon.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Eisenrose, ach dort ist meine Unterhose.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Bragen, darüber darf ich nichts sagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Minenhall, das quatschte wie ein Wasserfall.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Dwimorgrim, da sollte ich mal wieder hin.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sind zwar keine Heldentaten, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was noch so war, wird nicht verraten. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Anne Samthaut und der hungrige Bilibo&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anne Samthaut , Halblingsfrau aus Altpforten , &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
buk ständig Kuchen und auch Torten, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bilibo Binsofroh, aus Huggelshausen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kam, um das Backwerk zu verschmausen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Flugs nahm die resolute Anne, den hungrigen Bilibo zum Manne, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn ihm schmeckten alle Sorten, ihrer Kuchen und auch Torten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bei so viel Süßem wurde Bilibos Bäuchlein kugelrund, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bei Anne hatte es sichtlich einen anderen Grund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Welchen, konnte man nach neun Monden sehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu dritt sie durch die Welt nun gehen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit kleinem Sohn leben sie nun in Veen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mal ehrlich? Ist das nicht wunderscheen? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das tut mir Leid. Die gibt es nicht. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schmäh- und Spottlieder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;==&lt;br /&gt;
Hier versammelt Walter von der Salzwiese all jene Lieder, in denen er mit fröhlicher Frechheit an Kronen, Krägen und Amtsketten zupft. Ob eitler Edelmann, überhebliche Amtsperson oder eine politische Entscheidung, die mehr Schatten als Glanz wirft – niemand ist vor Walters spitzem Humor sicher. Seine Spottlieder sind weniger Anklage als Kunststück: kleine musikalische Sticheleien, die Missgeschicke, Übertreibungen und Fehltritte in heitere Reime verwandeln. Mal neckisch, mal schelmisch, mal überraschend treffend – doch immer mit einem Lächeln, das zeigt, dass selbst die Mächtigen über sich lachen dürfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Conte Schiefhals&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hinweis: Dieses Lied ist eine antamarisierte Bearbeitung des irdischen Volksliedes „O hängt ihn auf“ aus dem 19. Jahrhundert. Die Melodie und Grundstruktur stammen aus der Vorlage, der Text wurde von mir für ein Rollenspielereignis in Vellhafen angepasst. Tica&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh hängt ihn auf! Oh hängt ihn auf! &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Oh hängt ihn auf, den Kranz voll Lorbeeren! &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dich oh Conte, dich oh Conte, dich mit deinem schiefen Hals, dich wollen wir verehren. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir treten, dich - wir treten dich, wir treten dich zu ehren, heut zusammen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wohl in den Leib, wohl in den Leib, wohl in den Leib lodern helle Flammen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du bist ein Vieh, du bist ein vie -, du bist ein vielgeliebter Conte in Vellhafen,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und auch ein Hund, und auch ein hund -, und auch einhundert Jahre sollst schaffen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh wie gemein, oh wie gemein, oh wie gemeinsam unser Herzen schlagen,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Siehst du heut aus, siehst du heut aus, siehst du heut aus den Worten , die wir sagen.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh wie es riecht, oh wie es riecht, oh wie es riecht nach deinem Ruhm im Lande. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aus deinem Mund, aus deinem Mund, aus deinem Mund, oh Conte, kam nie ein Wort der Schande. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir brechen dir, wir brechen dir, wir brechen dir zum Ruhm der Feinde Speere. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Selbst Hals und Bein, selbst Hals und Bein,  selbst Hals und Beine opfern wir zur Ehre. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh wie es glänzt, oh wie es glänzt, oh wie es glänzt in deinen goldnen Haaren, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vor Speck und Dreck, vor Speck und Dreck, vor Speck und Dreck soll man dich, oh Conte, stets bewahren. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Belbrücks&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Belbrücks sind kurze, scherzhafte Fünfzeiler, die in Antamar weit verbreitet sind. Walter sammelt sie seit seiner Jugend und dichtet selbst unzählige neue, meist über Orte, Menschen oder Begebenheiten, die ihm auf seinen Reisen begegnen. Sie folgen einer festen Reimform und werden in Tavernen gern laut mitgesprochen — oft zur großen Freude des Publikums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Heiliges Kaiserreich&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst Mädchen aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bragen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die wollt&amp;#039; was Besonderes wagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie sucht nach `nem Gatten im Kurier,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
jetzt hat sie nicht einen, sondern gleich vier,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die sich täglich übers Essen beklagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war mal ein Bauer aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ackerheim&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der machte in jeden Satz &amp;#039;nen Reim. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und als sein Haar wurde lichter, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da nannte er sich einen Dichter &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und blieb den ganzen Tag daheim. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Kind in &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kirchflecken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das wollte die Welt noch entdecken.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es konnte krabbeln, noch nich´ so gut laufen  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und purzelte prompt in jeden Misthaufen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und erschreckte wandernde Recken. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Oma aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Siebenbrück&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der bastelt der Sohn eine feine Krück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hat Oma hocherfreut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aber den Sohn hat&amp;#039;s gereut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn die Oma haute damit Leute in Stück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Junge aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Amartrutz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der nahm immer alle Gauner in Schutz, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als Mann er studierte, wurd&amp;#039; Rechtsanwalt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Gauner haben ihn nun bezahlt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und schon nannt&amp;#039; ihn keiner mehr Nichtsnutz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Kerl aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jatzlauken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der wollt nur Trompeten und Pauken, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn laute Musik, die liebte er sehr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
seinen Nachbarn machte das Leben er schwer. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie schimpfen ihn deshalb nen lauten Rabauken. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Recke aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bragen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der wollt auch was Besonderes wagen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er ging zu einem großen Turnier, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kam, sah und siegte gegen Vier, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gewann dann nen Helm mit Kragen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst der Vater vom Recken aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bragen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der wollte dem Sohn die Teilnahme versagen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bleib weg vom Turnier!&amp;quot; Wütend er droht: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Denn wenn du verlierst, dann bist ja tot!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Warum willst du dich unbedingt schlagen?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Thelessa&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gute Fürst aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Faelughaven&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
muss wie jeder in der Nacht auch schlafen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um dann sanft in den Schlaf zu gleiten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hilft dem gute Fürst beizeiten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Zählen von weißen Schafen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Orklande&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es zogen einst drei Kelten nach Westen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu suchen &amp;#039;nen Vierten, wenn möglich den Besten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie fanden ihn nah dem &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Orken-Lande&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht mittig sondern eher am Rande,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
im Eichenbaum sitzend auf Ästen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Vellhafener Städtebund&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Königreich Lothrinien&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Pferdehirt aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Belbrück&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das war ein rechter Franz im Glück, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als von der Weide eine Herde Pferde wurde geklaut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er sich gründlich umgeschaut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und brachte sie, heil und am Stück, zurück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Burgherr auf &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Burg Obquell&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der fror ganz erbärmlich, trotz Wolle und Fell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Wind hier oben schneidend und bitterkalt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von drinnen die Stimm&amp;#039; seiner Frau erschallt: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mein Liebster, an den Kamin, zack zack aber schnell.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Adelsrepublik Grauland&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Jungfer aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Surquell&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die war ganz besonders schnell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Da kam ein Jüngling aus Untermoor, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der setzte ihr nen Floh ins Ohr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und zog sie nieder auf sein Schafsfell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Dûn-Reich&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Hund in &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tsakmur&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der ging allen auf die Hutschnur. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weil er bellte und jaulte, immer und stets, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging er den Leuten dort schwer auf den Keks. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die schickten den Jauler in die Wüste zur Kur.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Aivarunenlande&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Aivarune aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Qara Qorum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der fummelte sich immer am Ohr rum. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Seine Frau machte das Gefummel nervös, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
schrie ihn an und wurde ganz bös. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er hörte nicht auf, das war ganz dumm. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Xetoka&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Dame aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Liwa&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die war eine rechte Diva, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
trug nur seidene Kleider und Hüte, pompöse, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Verrückt, ja aber sie war keine Böse. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn das war was, was sie nie war. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Inoda&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Knabe aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Horami&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aß für sein Leben gerne Salami,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ob morgens, abends, zu jeder Zeit,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
für Salami war er immer bereit,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und verschlang sie rasant wie&amp;#039;n Tsunami.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Eiskönigreich&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Drache im Eise, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der machte sich auf die Reise, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von Nordhaar bis zur Stadt &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Eiswind&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ein Drache!&amp;quot; schrie laut ein Elfenkind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da zog der Drache wieder ab, das war weise. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tica</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.antamar.eu/index.php?title=Liedgut_des_Barden_Walter_von_der_Salzwiese&amp;diff=126557</id>
		<title>Liedgut des Barden Walter von der Salzwiese</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.antamar.eu/index.php?title=Liedgut_des_Barden_Walter_von_der_Salzwiese&amp;diff=126557"/>
		<updated>2026-02-18T11:29:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tica: /* Balladen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Walter von der Salzwiese – Barde aus Vellhafen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walter von der Salzwiese gilt als einer der hoffnungsvollsten jungen Spielleute Vellhafens. Mit seinen gerade einmal erwachsenen Jahren hat er sich bereits einen Ruf erarbeitet, der manch älteren Barden neidisch werden lässt. Freundlich im Wesen, mit einer klaren, warmen Stimme und einem Talent, das Zuhörer mühelos in seinen Bann zieht, ist er in Schenken, auf Märkten und bei Festen gern gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein erstes Werk, „Das Lied von Brunihild“, verbreitete sich rasch über die Grenzen Vellhafens hinaus und wurde zu einem antamarweit bekannten Gassenhauer. Schon als Junge schickte Walter seine Verse und Melodien an den Vellhafener Kurier und erhielt dort früh Anerkennung für seine Dicht- und Vortragskunst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Herkunft und Familie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walter stammt aus Ismar, wo sein Vater Hein von der Salzwiese einen erfolgreichen Hof bewirtschaftet. Die Schafe der Familie grasen auf den salzhaltigen Wiesen Ismars, was dem Fleisch der berühmten Salzlämmer einen besonderen Geschmack verleiht. Wohlstand und Fleiß prägen Walters Herkunft, und es mangelte der Familie nie an etwas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein künstlerisches Talent verdankt Walter vor allem seiner Mutter Irina, die einst als Bardin unter dem Beinamen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;„Die Lerche aus Ismar“&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bekannt war. Sie tritt heute nicht mehr öffentlich auf, doch ihre Stimme und ihr Gespür für Melodie leben in ihrem Sohn weiter. Walters Brüder hingegen blieben der Landwirtschaft treu und führen den elterlichen Hof fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hinweis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die hier aufgeführten Lieder und Verse stammen — mit wenigen Ausnahmen (die aber immer extra gekennzeichnet sind)  — aus meiner eigener Feder.&lt;br /&gt;
Der Barde Walter von der Salzwiese wird im Spiel von mir verkörpert. Tica&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Balladen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
Walters Balladen erzählen von Liebe, Schicksal, Heldentum und den stillen Tragödien des Alltags. Sie sind länger gefasste Erzählgedichte, die oft auf wahren Begebenheiten beruhen oder von alten Sagen inspiriert wurden. Mit klarer Stimme und feinem Gespür für Stimmung trägt Walter sie auf Märkten, in Schenken und bei Festen vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Das Lied von Brunihild&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
War einst ein kleines Schneiderlein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das konnt schneidern, mit Stichlein fein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und dieses kleine Schneiderlein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging Nächtens in den Wald hinein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dort traf er sich mit Brunihild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die beiden trieben es dort wild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf einer Lichtung unerlaubt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er die Unschuld ihr geraubt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bruni aber war dem Joost versprochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der, der hatt&amp;#039; bald Lunt&amp;#039; gerochen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es kam, wie es dann kommen musste:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Joost, der ahnte, wenn auch nicht wusste,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass Brunihild ihn dreist belogen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und wahrscheinlich auch betrogen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er will es wissen, noch genauer,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und legt sich Nächtens auf die Lauer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Genau vor Brunihildes Elternhaus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und richtig, kaum war&amp;#039;s dunkel, trat sie hinaus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grimmig sieht Joost wie seine Braut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die selbst des Nachts sehr schön ausschaut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sich im Walde mit einem Schneider trifft,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihn gar küsst und herzt, das blonde Gift.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es schmerzt ihn sehr, er leidet Pein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie er so sieht sein Brunilein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Hals ihm schwillt und er sieht rot,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
stürmt auf die Lichtung: Schneider tot!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es heult und schreit die Braut vom Joost:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du Mörder! Bist du noch bei Trost?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch Joost, der schaut sie lange an,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kalt und böse sagt er dann:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du nahmst meinen Ring, warst mir versprochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bist mit dem Schneider hier ins Laub gekrochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hast ihn geküsst, geherzet sehr&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weißt du, dich will ich gar nicht mehr!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brunihilde, die war fassungslos,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
drehte sich um und rannte los.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach Hause will ich, denkt die Maid&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und rafft dann flugs das lange Kleid,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und sie rennet schnell und schneller,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zuhaus geht`s zunächst mal in den Keller.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wäscht aus das Kleid, besudelt von des Schneiders Blut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
lauscht nach oben, ob der Joost ihr womöglich folgen tut.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Joost jedoch, der will nur die Verlobung lösen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gleichgültig ihm ist, ob im Guten oder Bösen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Egal, ob sie ihn anzeigt, dieses Weib&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hauptsache sie bleibt ihm nun vom Leib.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am Elternhaus der Brunihild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ruft er laut und fuchtelt wild,:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich möchte meinen Ring zurück,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von diesem ungetreuen Stück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es wird keine Hochzeit geben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so eine heirat´ ich nie im Leben.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vater und Mutter sind bass erstaunt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was der Joost da ausposaunt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie befragen dann ihr Kind und schau&amp;#039;n es ratlos an:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sag uns Brunihild, was hast du nur getan,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass der Joost dich untreu schilt?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Setz uns bitte mal ins Bild.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Maid, die schweigt, nimmt kreidebleich&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Ring vom Finger dann sogleich.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vater gibt den Schmuck zurück,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf das er andere Hände schmück&amp;#039;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Joost läuft nun geschwind davon,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und dann brüllt der Vater schon:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was sollen denn die Leute denken?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Musstest du den Joost so kränken?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kind was hast du bloß gemacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
in dieser unglückseligen Nacht?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch Brunihild, die Ungetreue,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sagt kein Wort, schweigt nun auf Neue.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Mutter redet auf sie ein:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sag mir den Grund, Brunhildilein!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch auch der Mutter bleibt sie eine Antwort schuldig,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
diese schäumt vor Wut, fragt ungeduldig:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was sollen wir den Leuten sagen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wenn nach der Hochzeit sie uns fragen?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maid schweigt weiter, geht auf ihr Zimmer,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Lage, die wird schlimm und schlimmer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn Brunihilde weiß, dass sie ein Kindlein trägt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
in knapp fünf Monden es in der Wiege quäkt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Schande&amp;quot; denkt sie, &amp;quot;Welch ein Graus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie komme ich aus der Sache raus?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich geh ins Wasser!&amp;quot; ihr Entschluss,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sprach&amp;#039;s und ging geschwind zum Fluss.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am nächsten Tag hat der Vater sie gefunden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie aus dem Wasser raus gewunden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu einem Medicus verbracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch der hat nur aufgelacht:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Eine Tote bringt ihr mir? Was soll ich tun?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lasst sie auf dem Nergasacker ruh&amp;#039;n.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater sprach: &amp;quot;Mir ist nicht nach Scherzen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
untersuche ob ein Kind sie trug, unter ihrem Herzen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Medicus untersucht die Tote nun geschwind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann sagt er: &amp;quot;Ja, sie erwartete ein Kind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In vier, fünf Monden wär`s soweit gewesen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das kann ich an dem Körper lesen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater nickt, bezahlt den Mann, und nimmt die Leich&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bringt sie zum Nergasacker dann sogleich.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch Nergas Diener schicken ihn fort:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Begrabt sie einem anderen Ort!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nerga hasst jene, die sich selbst des Lebens berauben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das weiß der Vater, durch seinen tiefen Götterglauben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es schwillt die Wut ganz tief in ihm,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er denkt: Der Joost war mit Brunihild intim,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dafür sollte er nun bezahlen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn er verursacht diese Qualen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Leich&amp;#039; der Tochter in den Armen, die Augen voller Schmerz,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
stellt er den Joost und ohne Fragen, sticht er ihm `nen Dolch ins Herz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Richter nach acht langen Wochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat den Vater freigesprochen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn, so sprach der weise Mann:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bin selber Vater und daher ich verstehen kann,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was ihn zu dieser Tat gebracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vielleicht hätt`ich&amp;#039;s ebenso gemacht?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Betrüge den Verlobten nicht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eifersucht bei einem Mann,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gar schlimme Folgen haben kann!&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der Sohn der Maar-Fiar&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sein Clan längst erloschen, seine Geschichte dieses Lied bewahr. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Maar-Fiar waren Jäger, Jäger am Meer, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihre hölzernen Kanus glitten pfeilschnell umher. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, der stolze Aiva&amp;#039;un, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der verehrte gar sehr Lunin und auch den goldenen Lun, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
War nur Lunin, nicht Lun, am Nachthimmel zu sehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so wussten die Maar-Fiar: Es ist Zeit, auf die Jagd zu gehen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er und die Gefährten schoben ihre Kanus in die Wellen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
im Wissen, das Lunin ihren Weg wird erhellen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vier saßen in den Kanus, ob Mann, ob Frau,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zwei lenkten durch die Wogen, zwei spähten hinaus ins Grau. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Netzen und Angeln machten sie reiche Beute, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vom Ausmaß ihres Fangs erzählt man sich noch heute. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Speere und Spieße waren stets messerscharf gewetzt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
damit auch Raubfisch, kein Hai ihre Netze zerfetzt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eroberer und Mörder schlichen heran in dunkler Nacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als weder Lunin noch Lun den Himmel bewacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie drangen gewaltsam ein in Takoyas Haus, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
löschten zunächst seiner Familie die Lebenslichter aus. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gefesselt und geknebelt, gezwungen zuzusehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie all die Untaten vor seinen Augen geschehen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vom Schmerz wie von Sinnen, von Wut angefacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er das Unmögliche dennoch vollbracht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er zerriss seine Fesseln, spuckte den Knebel aus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
erschlug jeden Qim‑Mas, den er fand im Haus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er war nicht zu halten, von der Rache beseelt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
seine Muskeln und Sehnen in Eisen gestählt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch als er im Haus sein Werk vollbracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
trat er hinaus in die stockdunkle Nacht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Dutzend Qim‑Mas rangen den wilden Takoya nieder,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er starb – doch sein Pan‑Teon lebt fort, davon künden die Lieder. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Maar‑Fiar, den stolzen Jägern der Meere,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gebührt auf ewig unsere stille Ehre.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein ganzer Clan, gefallen durch fremde Horden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
durch wilde Feinde, die nur brandschatzen und morden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in der alten Heimat der Maar-Fiar, das weiß jedes Kind, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weht nun an allen Orten eine fremde Flagge im Wind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Grauländer, diese Qim-Mas, wohnen nun dort, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Geister der Maar-Fiar hüten jeden Ort. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der Ring des Räubers &amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht weit von hier in einem tiefen Tal,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da wohnte eine Maid im Wald an einem Wasserfall. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie war so schön, so schön wie Milch und Blut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von ganzem Herzen war sie einem Manne gut. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du armes Kind, du dauerst meine Seele. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weil ich nur ein Räuber bin, wohn&amp;#039; in einer Höhle&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Du kannst fürwahr nicht länger bei mir sein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ich muss jetzt fort, tief in den Wald hinein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nimm diesen Ring, und sollte man dich fragen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so sag&amp;#039; ein Räuber habe ihn getragen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der dich geliebt, geliebt bei Tag und Nacht&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der so manchen um Hab und Gut gebracht&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sprach er nach vielen Monden zu ihr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nach so  vielen Tagen und Nächten mit Pläsier, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihr half kein Wehen und auch kein Klagen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie musste seinen Weggang weinend ertragen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schöne tat, was der Geliebte ihr gesagt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging zurück zu ihrem Dorf, tieftraurig verzagt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie zeigte den Leuten den güldenen Ring, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das vermaledeite wertvolle, aber gestohlene Ding. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie weinte: &amp;quot;Der Räuber, den ich geliebt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat ihn getragen bei Tag und auch bei Nacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der so  manchen um Hab und Gut gebracht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat mich geliebt, bei Tag und auch bei Nacht.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Leute im Dorf waren empört, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht die Liebe an sich hat sie gestört, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aber, dass sie einem Räuber galt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dieses man eine Sünde schalt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sprachen: &amp;quot;Geh in den Tempel, törichte Maid &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und klag den Geweihten dort dein Leid, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Ring, den spende an die Götter, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann verstummen auch die Spötter.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie kann man einen Räuber lieben, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Unglückseliges Kind, was hat dich umgetrieben?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maid weinte bitter und lange, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vor der Zukunft war ihr sehr bange. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Verlust des Liebsten hat sie schon entsetzt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
war sie nun zusätzlich Hohn und Spott ausgesetzt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie trat in einen heiligen Orden ein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um eine Dienerin für die Götter zu sein. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So lebt sie nun dorten, fleißig und fromm,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Jahre verrinnen, die Welt bleibt ihr stumm.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch manchmal im Dunkel, wenn die Kerzen vergeh’n,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
meint sie den Räuber wie im Traume zu seh’n.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann flüstert sie leise, so sanft wie der Wind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass Herzen nicht wählen, wohin sie bestimmt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und tief in ihr drinnen, verborgen und sacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
lebt weiter die Liebe bei Tag und bei Nacht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der treue Hund&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr Leute, lasset mich berichten, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von gar wundersamen Geschichten, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine tue ich Euch nun kund, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie ist zu Orstoc einst geschehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ihr Held, das war ein Hund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein reicher Bauer mit dem Namen Friedrich Klein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kehrte nach dem Marktbesuch in ein Wirtshaus ein. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er hatte Vieh verkauft, trug bei sich den Erlös, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das rochen in der Schenke zwei Räuber, bitterbös. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als nun der reiche Bauer des Nachts zu Bette ging, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
beschlossen diese Räuber zu drehen ein schlimmes Ding. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie schlichen im Gasthaus in seine Kammer hinein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und drangen mit ihren Messern bedrohlich ein auf Friedrich Klein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schon packten ihn die Schlimmen, an seiner bloßen Kehle, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da schrie mit letzten Kräften, Friedrich die Angst sich von der Seele &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das hörte im Stalle, nicht sein Knecht aber der treue Hund, .&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er riss sich von der Kette und schon er in der Kammer stund &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bevor die Mörder die Messer setzten an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er stürzt sich auf die Kerle und rettet so den Mann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ward überwältigt, die böse Mörderbrut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu Orstoc, auf dem Richtblock, da floss zum Lohn ihr Blut. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch in dem Kampf fügten sie dem treuen Tier zu eine böse Wund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und schon am nächsten Tage da starb der arme Hund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es setzt in seinem Garten, der Bauer Klein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dem treuen braven Hunde aus Marmor einen Stein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darauf stand geschrieben dieses hier: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Viel treuer als die Menschen ist oft ein Hundetier. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Die Geschichte vom Räuber Hannes&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es sagt einst ein Kind zur seiner Großmama: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wenn ich erwachsen bin, was werd ich da?  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hab wenig Lust auf Feldarbeit. Kann ich vielleicht ein Räuber sein? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Muss wenig tun, nur ein bisschen rauben. Das wär&amp;#039; einfach und sehr fein.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Alte wiegt besorgt den Kopf, streichelt sanft den Enkelsohn. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich erzähl dir &amp;#039;ne Geschichte, die beantwortet deine Frage schon.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lehnt sich zurück, dann hebt sie an und sie erzählt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Geschichte vom Räuber Hannes hat sie gewählt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch des Waldes düstre Gründe auf naturverschlungnem Pfaden  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wandelt eine Magd zum Markt nach Vellhafen mit schmerzenden Waden. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hui, da plötzlich stürmt des Banditen kühner Sohn aus dem Geheg, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
scharf bewehrt bis an die Zähne, und vertritt ihr flugs den Weg. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Seid Ihr&amp;quot;, fragt die Frau erblassend, einer dunklen Ahnung voll, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;nicht vielleicht der Räuber Hannes, der allhier grassieren soll?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ja, ich bin´s, du Unglücksel´ge, ja, ich bin´s, der sich dir zeigt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und du bist diejen´ge, welche sich nun vor mir verneigt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn mit hochwillkomm´ner Beute nahst du mir zu guter Stund!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sprachs und nahm ihr weg den Korb, durchwühlt ihn schnell bis auf den Grund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wie Schuppen von den Augen fällt´s der schlichten Magd sogleich: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ihr seid Hannes!&amp;quot;, ruft sie bleich. &amp;quot;Bin es!&amp;quot; spricht der Räuber weich. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bin´s und sage dir noch dieses: ich töte dich du dummes Weib, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bringst du mir nicht auf dem Rückweg Gold, ramm ich meinen Dolch in deinen Leib.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Magd wird blass und blässer und eilt zum Markt, sucht den Büttel Reodan, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
findet ihn, fragt ängstlich dann, ob er ihr wohl helfen kann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jener stimmt zu, sie zu begleiten, denn den Räuber will er fangen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
baumeln soll der Räuber Hannes, an dem Galgen soll er hangen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesagt, getan und aus dem Walde eilt der Hannes schnell heran, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn er sieht nur das Mägdelein und nicht den guten Reodan. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jener hat sich vorher schon gut versteckt hinter einer dicken Eich, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er springt heraus, macht sich ganz groß und packt sogleich, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann den Räuber Hannes fest am Arm und am Halse an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
damit der Bösewicht dem harten Griffe nicht entweichen kann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Schurke! Hab dich!&amp;quot; so donnert er, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Nun entkommst du mir nicht mehr!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Mit des Seilers Tochter mach ich dich bekannt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aufatmen wird das ganze Land.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Werde besser Räuber nicht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sonst landet man am Ende nur an einem Strick und baumelt dann im Wind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Drum werde artig und bleib brav, sonst kommt Reodan mein Kind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Die Vogelscheuche Martha Stroh&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vogelscheuche Martha Stroh, wurd&amp;#039; ihres Daseins nicht mehr froh.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn es war nun einmal so, ein Strohhalm piekste sie am Po.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie fand es schrecklich, musste weinen, so schlimm juckte es der Kleinen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn, auch eine Scheuche hat ein Recht auf einen - unversehrten Po, sollte man meinen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da kam ein Zwerg am Feld vorbei, hörte sogleich das Wehgeschrei.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Mach doch hier nicht so&amp;#039; n Bohei! Trink dir nen Schnaps oder auch zwei.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was kannst es denn so Schlimmes geben, dass du so greinst wie um dein Leben?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Oder trinkt den vergorenen Saft der Reben, das wird deine Stimmung heben!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Törichter Zwerg, was rätst du mir da, kleiner Mann? Fast wie der Mönch vorhin, der riet zu Baldrian.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch musst doch sehen, dass ich nichts trinken kann, schau einfach meinen Mund mal an!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zwerg guckt Martha böse an und ganz brüskiert, &amp;quot;Töricht sagst du?&amp;quot; Er holt aus und hat ihr einfach eine geschmiert,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Martha erbebt als sie die Ohrfeige kassiert und durch die Erschütterung den Pieksehalm am Po verliert!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Martha ganz gücklich, kann&amp;#039;s kaum fassen: &amp;quot;Hab Dank, mein Retter. Das pieksige Stroh hat mich verlassen!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;So lass ich mir gerne eins verpassen, wenn dann die Pieksehalme meinen Po in Frieden lassen!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zwerg schaut verdutzt auf seine Hände, sichtlich erstaunt über dieses glückliche Ende,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Gern geschehen, Vogelscheuche! Nun wach du wieder über das Gelände, Und sag jedem Vogel, dass besser er verschwände.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Die glutäugige Susanne&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es dachten sich die Eltern der glutäugigen Susanne, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Kind ist nun erwachsen bald,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wir geben sie zu einem Manne,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn sonst ist sie schon bald … zu alt.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein reicher Händler war der erste Kandidat, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er schien dem Vater eine gute Partie, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auch wenn er keine Haare auf dem Kopf mehr hat, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Mutter meint: „Den nimmt das Kind doch nie!“ &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch wurde flugs, er zum Sonntagsmahl geladen, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er erschien im feinsten Zwirn und mit schwarzem Hut, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch biss der Hund ihn in die Waden, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er roch wohl nicht besonders gut? &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Susanne lobt den Hund und füttert ihn mit Leckerbissen, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn diesen Kahlkopf will sie nicht zum Manne.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater tobt: „Hast du denn gar kein Gewissen? &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nicht die Haare machen aus, den guten Ehemanne!“ &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Susanne schmollt: „Ist mir egal, den Kahlkopf nehme ich nicht!“ &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Händler schaut erst dumm, setzt wieder auf den Hut und geht dann wortlos fort. &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater schreit: „Hat denn mein Wunsch in diesem Hause kein Gewicht? &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich stand beim Händler doch im Wort!“ &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Susanne tobt und weint und schmollt, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
umarmt den Vater stumm.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie mag nicht wenn der Vater grollt &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und hofft sie stimmt ihn um. &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Mein Vater, mein Vater ich liebe dich sehr“, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hört es der Vater in seinen Ohren hallen. &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Bitte bring mir keinen Kahlkopf mehr,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch einer mit güldnen Locken, der könnt mir gefallen.“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Papperlapapp!“ sagt der Vater geschwind,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Güldene Locken ersetzen nicht Gold und Position&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so kommst du mir nicht davon, mein Kind,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den nächsten den ich dir präsentiere, der wird mein Schwiegersohn.“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sohn des Stadtkämmerers, ein Jüngling mit goldenem Haar,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
schon lange verliebt in Susanne, die im Stadtpark er gesehen,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wurde durch Dritte die Geschichte gewahr,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und meinte sofort: „Da muss was geschehen!“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Flugs suchte er den Vater der Holden auf in seinem Kontor,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der saß hinter seinem Schreibtisch mit grimmigem Gesicht&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Jüngling trat mutig und beherzt davor,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Gebt mir Susanne zu Weibe“ verlangte er schlicht.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vater Susannchens guckt bass erstaunt,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf den blondgelockten Jüngling von gutem Stande&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil Kandidat Susannens Gnade fand, war schon übel er gelaunt,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
des Stadtkämmerer Sohn jedoch, schien ihm geeignet für Familienbande.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Diener lässt er flugs Frau und  Tochter holen,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der Jüngling freut sich, vor Aufregung das Gesicht ganz fahl, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der Vater hat Susanne dann barsch befohlen&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Dieser hier wird dein Gemahl, ich lass dir keine andre Wahl!“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Susannchen erst stumm und blass dann bass erstaunt,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
glaubt ihren Augen nicht zu trauen,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Gut, ihn nehme ich“ hat sie dann leis geraunt&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und kann nicht aufhören mit Schauen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verliebt strahlt sie den Jüngling an, sie kann es gar nicht fassen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater hochzufrieden, schaut stolz zu seiner Gattin hin,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Die Hochzeit, Weib, kannst du nun richten, dieses Mal scheint es zu passen.“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Mutter strahlt nicht minder, hat Enkelkinder schon im Sinn.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ihr, ihr lieben Leute, euch sicher schon gedacht,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil es sich nach der Geschicht&amp;#039; vermuten lässt,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die große Liebe war es, die Glut der Minne war entfacht,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
es dauerte nicht lange, da gab &amp;#039;s ein schönes Hochzeitsfest,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch die Moral von der Geschicht&amp;#039;,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die es ja immer geben muss,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die verrate ich euch noch nicht,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn für heut ist erst Mal Schluss.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein ander Mal bin ich dann da &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und singe euch, was noch geschah,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
mit der glutäugigen Susanne &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ihrem blondgelockten Manne.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bis dahin, ihr lieben Leut&amp;#039;,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
geduldet euch .. bin durch für heut&amp;#039;! &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Markgraf Berenhard der Laute&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Markgraf Berenhardt der Laute, hat uns unser Kind geraubt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von Isenburg zur Festung hinauf, wo man sie zu seh&amp;#039;n geglaubt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nehmt die Fackel brave Leut&amp;#039;, helft, dass man sie wieder find&amp;#039;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Keine Hoffnung gibt&amp;#039;s ihr Braven, dort regieren Schwert und Wind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auf dem Turme hört man&amp;#039;s klagen, sind das dort droben unsre Frau&amp;#039;n?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die, die ihr lebt dort in der Stadt Isenburg, tut auf eure Brut gut schau&amp;#039;n!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Sven der Rote auf der Suche&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sven der Rote saß beim nem Met, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
überlegte wie es nun weitergeht. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Warf den Becher voll Wut an die Wand!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er schrie: &amp;quot;Ich zieh mir ein Weibsbild an Land. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Rothaarig, stolz mit schwellender Brust soll sie sein &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und gehören soll sie nur mir allein!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sven der Rote, sprang auf, ging fort, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
suchte die Frau erst hier, dann dort. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch keine der Frauen, die er traf. war so wie erdacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie das schöne Bild, was sich in seinem Kopf breitgemacht. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines Tages aber, Sven der Rote war Gast hier in diesem Haus, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
fielen ihm beinah die Augen heraus. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn es kam eine Frau mit rotem Haar und schwellender Brust hinein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
setzte sich an einen Tisch und trank ein Glas Wein. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sven sprang auf, war himmlisch entzückt &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und vor lauter Liebeswahn beinah verrückt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er ging zum Tische, sprach: &amp;quot;Du Schöne sei mein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
willst du bitte mein Augenstern sein?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Frau sah Sven den Roten zunächst schweigend nur an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch dann, dann hat sie plötzlich etwas getan. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie schüttelt wild den Kopf und dann dem Sven den Wein ins Gesicht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was willst du von mir, du Tropf&amp;quot; hat sie dabei laut gezischt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Lass mich in Frieden besoffener Nordmann, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sonst zeig ich dir mal, was ne Nordfrau so kann!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Belästige hübsche Nordahejmra nicht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
willst du keinen er Wein im Gesicht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn der landet bei dir auf Bart und dem Kopf, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und alle lachen laut über dich, du armer Tropf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der Zwerg und die drei Prüfungen&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hinweis: Diese Ballade basiert lose auf einem derben irdischen Witz, der in Mittelalterforen kursiert.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Die gereimte Fassung stammt von Tica.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da waren wilde Orks, ein Trupp, ein schlimmer,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sorgten beim Gegner für Gewimmer, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie fingen einen Menschen ein  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und auch ein grimmig Zwergelein.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sowie &amp;#039;nen Elf mit seinem Bogen,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
haben sie an Land gezogen.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ork-Anführer sprach zu den dreien: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wenn ihr euch selbst wollt befreien, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihr müsst tun drei Dinge schwer, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
schafft ihr&amp;#039;s nicht, lebt ihr nicht mehr. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schafft ihr jedoch alle drei, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann lass ich euch tatsächlich frei!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Das erste Ding: Ihr müsst viel saufen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und dann ohne lang&amp;#039; verschnaufen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das zweite Ding: &amp;#039;nem Bär die Pranken brechen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das sein sehr schwer, ich kann versprechen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das dritte Ding: Ihr kriegt ein Jüngferlein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nach eurem Besuch sie darf keins mehr sein! &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Also was ist? Wollt machen ihr? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dann geht in diese Zelte hier!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Elf strafft sich, steht und geht &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ins erste Zelt mit &amp;#039;nem Fass Met. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er säuft und säuft, kein Met gewöhnt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wankt halbtot raus, er kotzt und stöhnt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Orken kennen kein Erbarmen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
erschlagen ihn, den Elf, den Armen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mensch, ein großer Kriegersmann, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
versucht das Met und sieh mal an: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es geht! Er torkelt zwar, aber er steht. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Ork-Anführer nickt und sagt: &amp;quot;War schwer, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nun noch schwerer, geh zum Bär!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Mensch geht rein ins Zelt zum Bär, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch raus, das kam er nimmer mehr! &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er wurde daraus tot geborgen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nun ist er ledig aller Sorgen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun geht der Zwerg ganz siegessicher, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ins Zelt zum Met, mit viel Gekicher. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Säuft alles aus, kommt winkend &amp;#039;raus &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und erntet von den Orks Applaus. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nun zu Ding zwei, dem Bären, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den will der Zwerg nun auch beehren, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Orken sehen das Zelt wild schwanken, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nicken, sind ganz in Gedanken an die starken Bärenpranken. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann Ruhe und als wär&amp;#039;s das normalste Ding auf der Welt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kommt &amp;#039;raus der Zwerg, ganz unversehrt aus dem nun stillen Bärenzelt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Das wär&amp;#039; geschafft, es war recht schwer, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch schafft mir nun die Jungfer her, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Muss ihr ja doch noch die Arme brechen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dann bin ich frei, so lautete euer Versprechen!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gassen- und Handwerkslieder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesen Liedern besingt Walter das Leben der einfachen Leute: Handwerker, Händler, Hafenarbeiter und all jene, die in den Straßen und Gassen Vellhafens ihren Alltag bestreiten. Die Stücke sind oft humorvoll, manchmal rau, aber stets voller Wärme für die Menschen, die sie porträtieren. Viele davon entstanden unterwegs, zwischen Marktständen, Werkstätten und Tavernen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Das Lumpensammlerlied des Willem Willink&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Gott Pares hat mich verdammt auf Erden, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein Hader- und Lumpensammler zu werden. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin Willem Willink, ja seht mich nur an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein Lumpenkerl, ein armer, doch ehrlicher Mann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit verschossener Jacke, zerrissener Hose, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ja starrt mich ruhig an – ich bin keine Mimose. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist mir lieber, als wenn ihr verächtlich wegseht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als wär ich nur Dreck, den man mit Füßen wegfegt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Manch einer hält Nase und Maul mit dem Tuche bedeckt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil mein Duft ihn erschreckt und seine Sinne befleckt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch nach Ambra und Moschus kann ich nicht duften,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
muss für Hadern und Lumpen tagtäglich schuften.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bin kein feiner Pflastertreter mit Gold und mit Muße –&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Glück war bei anderen auf besserem Fuße.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hab des Lebens Mühsal bis zur Neige geleert,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch blieb ich stets ehrlich, hab mich nie beschwert.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Meer der Schmerzen bin ich geschwommen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf einem Lumpensack dann zu liegen gekommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun stapf ich durch Vellhafens Gassen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um eure alten Tücher und Kleider zu fassen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bringt mir ruhig ungewaschen, ungekrumpen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
eure Lappen, Fetzen, Flecken und Lumpen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Alles rein in den Sack – man macht daraus Papier:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eingeweicht, gestampft, gegautscht – harte Arbeit, kein Pläsier.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dann geschöpft, gepresst, getrocknet – ein neues Werk erschaffen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
verkauft an Schreiber, Pfeffersäcke und auch an die Pfaffen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin Willem Willink, pack Lumpen in meinen Sack,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und bin schon wieder fort – schwuppdiwupp, zackzack!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Ich liebte ein Mädchen ... &amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hinweis: Dieses Lied basiert auf dem irdischen Stück „Ich liebte ein Mädchen“ von Insterburg &amp;amp; Co. &amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Die antamarisierte Fassung stammt vom Spieler Pyromaniac.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Liwa, das war die reinste Diva.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Techuan, das hatte nie ein Röckchen an.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Toapac, dem gab ich meinen Anorak.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Yunava, das war mit ihrer Mutter da.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Pechutli, das fuhr so gerne Wasserski.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Mascunja, das zeigte mir ihr *tralala*&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Ximalcuan, das sah mich immer traurig an.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Punac, dann packte ich den Rucksack.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mir wurde nämlich Xetoka zu klein ,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so ging ich in die Wüste rein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Kalibah, das sagt ständig oh la la.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Finnekish, das aß am liebsten Tintenfisch.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Kefybeg, das nahm mir meine Stiefel weg.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Yntrein, dem zeigte ich mein Holzbein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Altersheim, das brachte ich beizeiten heim.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Tarrikum, das war ein wenig andersrum.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Ylgen, das konnte viel vertilgen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Djerset, dort sind sie alle sehr fett.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Esnau, das war wohl meine Traumfrau.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Yrlensbar, das war einfach wunderbar.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Chal&amp;#039;ginn, dort gehe ich nie wieder hin.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in El Bachan, die Rettung war ein Äppelkahn.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von nun an war mir auch Eriath zu klein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
drum stach ich in die See hinein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Mandoran, das sprach mich dort im Hafen an.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Eisentrutz, das wollte nur mit Kautschukschutz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Eisenstein, das lud mich in ihr Zimmer ein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Hälstrond, das war so richtig hellblond.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Hornsandt, das an der Straße ganz vorn stand.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Jotunheim, dem geht wohl jeder auf den Leim.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Belbrück, dort hatte ich ganz schnell Glück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Berggugg, das soff mit einem Zwergschluck.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Cargnac, zu zweit in einem Schlafsack.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Ismar, in deren Kleid ein Riss war.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Diertal, ich glaube es war viermal.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Echelon, da kam ich grade so davon.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Eisenrose, ach dort ist meine Unterhose.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Bragen, darüber darf ich nichts sagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Minenhall, das quatschte wie ein Wasserfall.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Dwimorgrim, da sollte ich mal wieder hin.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sind zwar keine Heldentaten, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was noch so war, wird nicht verraten. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Anne Samthaut und der hungrige Bilibo&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anne Samthaut , Halblingsfrau aus Altpforten , &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
buk ständig Kuchen und auch Torten, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bilibo Binsofroh, aus Huggelshausen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kam, um das Backwerk zu verschmausen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Flugs nahm die resolute Anne, den hungrigen Bilibo zum Manne, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn ihm schmeckten alle Sorten, ihrer Kuchen und auch Torten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bei so viel Süßem wurde Bilibos Bäuchlein kugelrund, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bei Anne hatte es sichtlich einen anderen Grund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Welchen, konnte man nach neun Monden sehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu dritt sie durch die Welt nun gehen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit kleinem Sohn leben sie nun in Veen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mal ehrlich? Ist das nicht wunderscheen? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das tut mir Leid. Die gibt es nicht. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schmäh- und Spottlieder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;==&lt;br /&gt;
Hier versammelt Walter von der Salzwiese all jene Lieder, in denen er mit fröhlicher Frechheit an Kronen, Krägen und Amtsketten zupft. Ob eitler Edelmann, überhebliche Amtsperson oder eine politische Entscheidung, die mehr Schatten als Glanz wirft – niemand ist vor Walters spitzem Humor sicher. Seine Spottlieder sind weniger Anklage als Kunststück: kleine musikalische Sticheleien, die Missgeschicke, Übertreibungen und Fehltritte in heitere Reime verwandeln. Mal neckisch, mal schelmisch, mal überraschend treffend – doch immer mit einem Lächeln, das zeigt, dass selbst die Mächtigen über sich lachen dürfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Conte Schiefhals&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hinweis: Dieses Lied ist eine antamarisierte Bearbeitung des irdischen Volksliedes „O hängt ihn auf“ aus dem 19. Jahrhundert. Die Melodie und Grundstruktur stammen aus der Vorlage, der Text wurde von mir für ein Rollenspielereignis in Vellhafen angepasst. Tica&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh hängt ihn auf! Oh hängt ihn auf! &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Oh hängt ihn auf, den Kranz voll Lorbeeren! &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dich oh Conte, dich oh Conte, dich mit deinem schiefen Hals, dich wollen wir verehren. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir treten, dich - wir treten dich, wir treten dich zu ehren, heut zusammen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wohl in den Leib, wohl in den Leib, wohl in den Leib lodern helle Flammen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du bist ein Vieh, du bist ein vie -, du bist ein vielgeliebter Conte in Vellhafen,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und auch ein Hund, und auch ein hund -, und auch einhundert Jahre sollst schaffen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh wie gemein, oh wie gemein, oh wie gemeinsam unser Herzen schlagen,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Siehst du heut aus, siehst du heut aus, siehst du heut aus den Worten , die wir sagen.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh wie es riecht, oh wie es riecht, oh wie es riecht nach deinem Ruhm im Lande. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aus deinem Mund, aus deinem Mund, aus deinem Mund, oh Conte, kam nie ein Wort der Schande. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir brechen dir, wir brechen dir, wir brechen dir zum Ruhm der Feinde Speere. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Selbst Hals und Bein, selbst Hals und Bein,  selbst Hals und Beine opfern wir zur Ehre. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh wie es glänzt, oh wie es glänzt, oh wie es glänzt in deinen goldnen Haaren, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vor Speck und Dreck, vor Speck und Dreck, vor Speck und Dreck soll man dich, oh Conte, stets bewahren. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Belbrücks&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Belbrücks sind kurze, scherzhafte Fünfzeiler, die in Antamar weit verbreitet sind. Walter sammelt sie seit seiner Jugend und dichtet selbst unzählige neue, meist über Orte, Menschen oder Begebenheiten, die ihm auf seinen Reisen begegnen. Sie folgen einer festen Reimform und werden in Tavernen gern laut mitgesprochen — oft zur großen Freude des Publikums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Heiliges Kaiserreich&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst Mädchen aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bragen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die wollt&amp;#039; was Besonderes wagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie sucht nach `nem Gatten im Kurier,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
jetzt hat sie nicht einen, sondern gleich vier,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die sich täglich übers Essen beklagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war mal ein Bauer aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ackerheim&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der machte in jeden Satz &amp;#039;nen Reim. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und als sein Haar wurde lichter, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da nannte er sich einen Dichter &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und blieb den ganzen Tag daheim. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Kind in &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kirchflecken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das wollte die Welt noch entdecken.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es konnte krabbeln, noch nich´ so gut laufen  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und purzelte prompt in jeden Misthaufen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und erschreckte wandernde Recken. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Oma aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Siebenbrück&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der bastelt der Sohn eine feine Krück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hat Oma hocherfreut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aber den Sohn hat&amp;#039;s gereut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn die Oma haute damit Leute in Stück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Junge aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Amartrutz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der nahm immer alle Gauner in Schutz, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als Mann er studierte, wurd&amp;#039; Rechtsanwalt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Gauner haben ihn nun bezahlt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und schon nannt&amp;#039; ihn keiner mehr Nichtsnutz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Kerl aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jatzlauken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der wollt nur Trompeten und Pauken, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn laute Musik, die liebte er sehr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
seinen Nachbarn machte das Leben er schwer. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie schimpfen ihn deshalb nen lauten Rabauken. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Recke aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bragen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der wollt auch was Besonderes wagen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er ging zu einem großen Turnier, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kam, sah und siegte gegen Vier, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gewann dann nen Helm mit Kragen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst der Vater vom Recken aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bragen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der wollte dem Sohn die Teilnahme versagen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bleib weg vom Turnier!&amp;quot; Wütend er droht: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Denn wenn du verlierst, dann bist ja tot!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Warum willst du dich unbedingt schlagen?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Thelessa&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gute Fürst aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Faelughaven&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
muss wie jeder in der Nacht auch schlafen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um dann sanft in den Schlaf zu gleiten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hilft dem gute Fürst beizeiten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Zählen von weißen Schafen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Orklande&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es zogen einst drei Kelten nach Westen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu suchen &amp;#039;nen Vierten, wenn möglich den Besten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie fanden ihn nah dem &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Orken-Lande&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht mittig sondern eher am Rande,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
im Eichenbaum sitzend auf Ästen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Vellhafener Städtebund&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Königreich Lothrinien&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Pferdehirt aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Belbrück&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das war ein rechter Franz im Glück, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als von der Weide eine Herde Pferde wurde geklaut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er sich gründlich umgeschaut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und brachte sie, heil und am Stück, zurück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Burgherr auf &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Burg Obquell&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der fror ganz erbärmlich, trotz Wolle und Fell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Wind hier oben schneidend und bitterkalt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von drinnen die Stimm&amp;#039; seiner Frau erschallt: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mein Liebster, an den Kamin, zack zack aber schnell.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Adelsrepublik Grauland&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Jungfer aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Surquell&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die war ganz besonders schnell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Da kam ein Jüngling aus Untermoor, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der setzte ihr nen Floh ins Ohr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und zog sie nieder auf sein Schafsfell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Dûn-Reich&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Hund in &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tsakmur&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der ging allen auf die Hutschnur. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weil er bellte und jaulte, immer und stets, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging er den Leuten dort schwer auf den Keks. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die schickten den Jauler in die Wüste zur Kur.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Aivarunenlande&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Aivarune aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Qara Qorum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der fummelte sich immer am Ohr rum. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Seine Frau machte das Gefummel nervös, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
schrie ihn an und wurde ganz bös. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er hörte nicht auf, das war ganz dumm. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Xetoka&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Dame aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Liwa&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die war eine rechte Diva, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
trug nur seidene Kleider und Hüte, pompöse, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Verrückt, ja aber sie war keine Böse. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn das war was, was sie nie war. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Inoda&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Knabe aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Horami&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aß für sein Leben gerne Salami,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ob morgens, abends, zu jeder Zeit,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
für Salami war er immer bereit,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und verschlang sie rasant wie&amp;#039;n Tsunami.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tica</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.antamar.eu/index.php?title=Liedgut_des_Barden_Walter_von_der_Salzwiese&amp;diff=126556</id>
		<title>Liedgut des Barden Walter von der Salzwiese</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.antamar.eu/index.php?title=Liedgut_des_Barden_Walter_von_der_Salzwiese&amp;diff=126556"/>
		<updated>2026-02-18T11:14:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tica: /* Balladen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Walter von der Salzwiese – Barde aus Vellhafen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walter von der Salzwiese gilt als einer der hoffnungsvollsten jungen Spielleute Vellhafens. Mit seinen gerade einmal erwachsenen Jahren hat er sich bereits einen Ruf erarbeitet, der manch älteren Barden neidisch werden lässt. Freundlich im Wesen, mit einer klaren, warmen Stimme und einem Talent, das Zuhörer mühelos in seinen Bann zieht, ist er in Schenken, auf Märkten und bei Festen gern gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein erstes Werk, „Das Lied von Brunihild“, verbreitete sich rasch über die Grenzen Vellhafens hinaus und wurde zu einem antamarweit bekannten Gassenhauer. Schon als Junge schickte Walter seine Verse und Melodien an den Vellhafener Kurier und erhielt dort früh Anerkennung für seine Dicht- und Vortragskunst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Herkunft und Familie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walter stammt aus Ismar, wo sein Vater Hein von der Salzwiese einen erfolgreichen Hof bewirtschaftet. Die Schafe der Familie grasen auf den salzhaltigen Wiesen Ismars, was dem Fleisch der berühmten Salzlämmer einen besonderen Geschmack verleiht. Wohlstand und Fleiß prägen Walters Herkunft, und es mangelte der Familie nie an etwas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein künstlerisches Talent verdankt Walter vor allem seiner Mutter Irina, die einst als Bardin unter dem Beinamen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;„Die Lerche aus Ismar“&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bekannt war. Sie tritt heute nicht mehr öffentlich auf, doch ihre Stimme und ihr Gespür für Melodie leben in ihrem Sohn weiter. Walters Brüder hingegen blieben der Landwirtschaft treu und führen den elterlichen Hof fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hinweis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die hier aufgeführten Lieder und Verse stammen — mit wenigen Ausnahmen (die aber immer extra gekennzeichnet sind)  — aus meiner eigener Feder.&lt;br /&gt;
Der Barde Walter von der Salzwiese wird im Spiel von mir verkörpert. Tica&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Balladen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
Walters Balladen erzählen von Liebe, Schicksal, Heldentum und den stillen Tragödien des Alltags. Sie sind länger gefasste Erzählgedichte, die oft auf wahren Begebenheiten beruhen oder von alten Sagen inspiriert wurden. Mit klarer Stimme und feinem Gespür für Stimmung trägt Walter sie auf Märkten, in Schenken und bei Festen vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Das Lied von Brunihild&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
War einst ein kleines Schneiderlein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das konnt schneidern, mit Stichlein fein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und dieses kleine Schneiderlein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging Nächtens in den Wald hinein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dort traf er sich mit Brunihild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die beiden trieben es dort wild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf einer Lichtung unerlaubt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er die Unschuld ihr geraubt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bruni aber war dem Joost versprochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der, der hatt&amp;#039; bald Lunt&amp;#039; gerochen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es kam, wie es dann kommen musste:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Joost, der ahnte, wenn auch nicht wusste,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass Brunihild ihn dreist belogen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und wahrscheinlich auch betrogen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er will es wissen, noch genauer,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und legt sich Nächtens auf die Lauer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Genau vor Brunihildes Elternhaus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und richtig, kaum war&amp;#039;s dunkel, trat sie hinaus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grimmig sieht Joost wie seine Braut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die selbst des Nachts sehr schön ausschaut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sich im Walde mit einem Schneider trifft,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihn gar küsst und herzt, das blonde Gift.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es schmerzt ihn sehr, er leidet Pein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie er so sieht sein Brunilein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Hals ihm schwillt und er sieht rot,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
stürmt auf die Lichtung: Schneider tot!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es heult und schreit die Braut vom Joost:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du Mörder! Bist du noch bei Trost?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch Joost, der schaut sie lange an,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kalt und böse sagt er dann:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du nahmst meinen Ring, warst mir versprochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bist mit dem Schneider hier ins Laub gekrochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hast ihn geküsst, geherzet sehr&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weißt du, dich will ich gar nicht mehr!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brunihilde, die war fassungslos,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
drehte sich um und rannte los.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach Hause will ich, denkt die Maid&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und rafft dann flugs das lange Kleid,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und sie rennet schnell und schneller,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zuhaus geht`s zunächst mal in den Keller.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wäscht aus das Kleid, besudelt von des Schneiders Blut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
lauscht nach oben, ob der Joost ihr womöglich folgen tut.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Joost jedoch, der will nur die Verlobung lösen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gleichgültig ihm ist, ob im Guten oder Bösen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Egal, ob sie ihn anzeigt, dieses Weib&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hauptsache sie bleibt ihm nun vom Leib.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am Elternhaus der Brunihild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ruft er laut und fuchtelt wild,:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich möchte meinen Ring zurück,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von diesem ungetreuen Stück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es wird keine Hochzeit geben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so eine heirat´ ich nie im Leben.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vater und Mutter sind bass erstaunt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was der Joost da ausposaunt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie befragen dann ihr Kind und schau&amp;#039;n es ratlos an:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sag uns Brunihild, was hast du nur getan,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass der Joost dich untreu schilt?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Setz uns bitte mal ins Bild.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Maid, die schweigt, nimmt kreidebleich&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Ring vom Finger dann sogleich.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vater gibt den Schmuck zurück,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf das er andere Hände schmück&amp;#039;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Joost läuft nun geschwind davon,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und dann brüllt der Vater schon:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was sollen denn die Leute denken?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Musstest du den Joost so kränken?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kind was hast du bloß gemacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
in dieser unglückseligen Nacht?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch Brunihild, die Ungetreue,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sagt kein Wort, schweigt nun auf Neue.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Mutter redet auf sie ein:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sag mir den Grund, Brunhildilein!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch auch der Mutter bleibt sie eine Antwort schuldig,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
diese schäumt vor Wut, fragt ungeduldig:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was sollen wir den Leuten sagen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wenn nach der Hochzeit sie uns fragen?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maid schweigt weiter, geht auf ihr Zimmer,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Lage, die wird schlimm und schlimmer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn Brunihilde weiß, dass sie ein Kindlein trägt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
in knapp fünf Monden es in der Wiege quäkt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Schande&amp;quot; denkt sie, &amp;quot;Welch ein Graus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie komme ich aus der Sache raus?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich geh ins Wasser!&amp;quot; ihr Entschluss,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sprach&amp;#039;s und ging geschwind zum Fluss.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am nächsten Tag hat der Vater sie gefunden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie aus dem Wasser raus gewunden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu einem Medicus verbracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch der hat nur aufgelacht:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Eine Tote bringt ihr mir? Was soll ich tun?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lasst sie auf dem Nergasacker ruh&amp;#039;n.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater sprach: &amp;quot;Mir ist nicht nach Scherzen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
untersuche ob ein Kind sie trug, unter ihrem Herzen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Medicus untersucht die Tote nun geschwind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann sagt er: &amp;quot;Ja, sie erwartete ein Kind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In vier, fünf Monden wär`s soweit gewesen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das kann ich an dem Körper lesen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater nickt, bezahlt den Mann, und nimmt die Leich&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bringt sie zum Nergasacker dann sogleich.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch Nergas Diener schicken ihn fort:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Begrabt sie einem anderen Ort!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nerga hasst jene, die sich selbst des Lebens berauben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das weiß der Vater, durch seinen tiefen Götterglauben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es schwillt die Wut ganz tief in ihm,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er denkt: Der Joost war mit Brunihild intim,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dafür sollte er nun bezahlen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn er verursacht diese Qualen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Leich&amp;#039; der Tochter in den Armen, die Augen voller Schmerz,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
stellt er den Joost und ohne Fragen, sticht er ihm `nen Dolch ins Herz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Richter nach acht langen Wochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat den Vater freigesprochen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn, so sprach der weise Mann:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bin selber Vater und daher ich verstehen kann,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was ihn zu dieser Tat gebracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vielleicht hätt`ich&amp;#039;s ebenso gemacht?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Betrüge den Verlobten nicht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eifersucht bei einem Mann,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gar schlimme Folgen haben kann!&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der Sohn der Maar-Fiar&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sein Clan längst erloschen, seine Geschichte dieses Lied bewahr. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Maar-Fiar waren Jäger, Jäger am Meer, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihre hölzernen Kanus glitten pfeilschnell umher. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, der stolze Aiva&amp;#039;un, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der verehrte gar sehr Lunin und auch den goldenen Lun, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
War nur Lunin, nicht Lun, am Nachthimmel zu sehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so wussten die Maar-Fiar: Es ist Zeit, auf die Jagd zu gehen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er und die Gefährten schoben ihre Kanus in die Wellen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
im Wissen, das Lunin ihren Weg wird erhellen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vier saßen in den Kanus, ob Mann, ob Frau,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zwei lenkten durch die Wogen, zwei spähten hinaus ins Grau. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Netzen und Angeln machten sie reiche Beute, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vom Ausmaß ihres Fangs erzählt man sich noch heute. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Speere und Spieße waren stets messerscharf gewetzt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
damit auch Raubfisch, kein Hai ihre Netze zerfetzt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eroberer und Mörder schlichen heran in dunkler Nacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als weder Lunin noch Lun den Himmel bewacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie drangen gewaltsam ein in Takoyas Haus, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
löschten zunächst seiner Familie die Lebenslichter aus. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gefesselt und geknebelt, gezwungen zuzusehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie all die Untaten vor seinen Augen geschehen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vom Schmerz wie von Sinnen, von Wut angefacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er das Unmögliche dennoch vollbracht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er zerriss seine Fesseln, spuckte den Knebel aus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
erschlug jeden Qim‑Mas, den er fand im Haus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er war nicht zu halten, von der Rache beseelt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
seine Muskeln und Sehnen in Eisen gestählt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch als er im Haus sein Werk vollbracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
trat er hinaus in die stockdunkle Nacht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Dutzend Qim‑Mas rangen den wilden Takoya nieder,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er starb – doch sein Pan‑Teon lebt fort, davon künden die Lieder. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Maar‑Fiar, den stolzen Jägern der Meere,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gebührt auf ewig unsere stille Ehre.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein ganzer Clan, gefallen durch fremde Horden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
durch wilde Feinde, die nur brandschatzen und morden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in der alten Heimat der Maar-Fiar, das weiß jedes Kind, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weht nun an allen Orten eine fremde Flagge im Wind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Grauländer, diese Qim-Mas, wohnen nun dort, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Geister der Maar-Fiar hüten jeden Ort. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der Ring des Räubers &amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht weit von hier in einem tiefen Tal,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da wohnte eine Maid im Wald an einem Wasserfall. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie war so schön, so schön wie Milch und Blut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von ganzem Herzen war sie einem Manne gut. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du armes Kind, du dauerst meine Seele. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weil ich nur ein Räuber bin, wohn&amp;#039; in einer Höhle&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Du kannst fürwahr nicht länger bei mir sein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ich muss jetzt fort, tief in den Wald hinein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nimm diesen Ring, und sollte man dich fragen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so sag&amp;#039; ein Räuber habe ihn getragen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der dich geliebt, geliebt bei Tag und Nacht&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der so manchen um Hab und Gut gebracht&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sprach er nach vielen Monden zu ihr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nach so  vielen Tagen und Nächten mit Pläsier, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihr half kein Wehen und auch kein Klagen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie musste seinen Weggang weinend ertragen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schöne tat, was der Geliebte ihr gesagt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging zurück zu ihrem Dorf, tieftraurig verzagt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie zeigte den Leuten den güldenen Ring, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das vermaledeite wertvolle, aber gestohlene Ding. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie weinte: &amp;quot;Der Räuber, den ich geliebt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat ihn getragen bei Tag und auch bei Nacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der so  manchen um Hab und Gut gebracht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat mich geliebt, bei Tag und auch bei Nacht.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Leute im Dorf waren empört, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht die Liebe an sich hat sie gestört, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aber, dass sie einem Räuber galt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dieses man eine Sünde schalt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sprachen: &amp;quot;Geh in den Tempel, törichte Maid &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und klag den Geweihten dort dein Leid, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Ring, den spende an die Götter, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann verstummen auch die Spötter.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie kann man einen Räuber lieben, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Unglückseliges Kind, was hat dich umgetrieben?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maid weinte bitter und lange, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vor der Zukunft war ihr sehr bange. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Verlust des Liebsten hat sie schon entsetzt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
war sie nun zusätzlich Hohn und Spott ausgesetzt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie trat in einen heiligen Orden ein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um eine Dienerin für die Götter zu sein. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So lebt sie nun dorten, fleißig und fromm,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Jahre verrinnen, die Welt bleibt ihr stumm.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch manchmal im Dunkel, wenn die Kerzen vergeh’n,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
meint sie den Räuber wie im Traume zu seh’n.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann flüstert sie leise, so sanft wie der Wind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass Herzen nicht wählen, wohin sie bestimmt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und tief in ihr drinnen, verborgen und sacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
lebt weiter die Liebe bei Tag und bei Nacht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der treue Hund&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr Leute, lasset mich berichten, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von gar wundersamen Geschichten, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine tue ich Euch nun kund, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie ist zu Orstoc einst geschehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ihr Held, das war ein Hund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein reicher Bauer mit dem Namen Friedrich Klein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kehrte nach dem Marktbesuch in ein Wirtshaus ein. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er hatte Vieh verkauft, trug bei sich den Erlös, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das rochen in der Schenke zwei Räuber, bitterbös. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als nun der reiche Bauer des Nachts zu Bette ging, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
beschlossen diese Räuber zu drehen ein schlimmes Ding. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie schlichen im Gasthaus in seine Kammer hinein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und drangen mit ihren Messern bedrohlich ein auf Friedrich Klein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schon packten ihn die Schlimmen, an seiner bloßen Kehle, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da schrie mit letzten Kräften, Friedrich die Angst sich von der Seele &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das hörte im Stalle, nicht sein Knecht aber der treue Hund, .&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er riss sich von der Kette und schon er in der Kammer stund &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bevor die Mörder die Messer setzten an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er stürzt sich auf die Kerle und rettet so den Mann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ward überwältigt, die böse Mörderbrut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu Orstoc, auf dem Richtblock, da floss zum Lohn ihr Blut. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch in dem Kampf fügten sie dem treuen Tier zu eine böse Wund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und schon am nächsten Tage da starb der arme Hund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es setzt in seinem Garten, der Bauer Klein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dem treuen braven Hunde aus Marmor einen Stein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darauf stand geschrieben dieses hier: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Viel treuer als die Menschen ist oft ein Hundetier. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Die Geschichte vom Räuber Hannes&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es sagt einst ein Kind zur seiner Großmama: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wenn ich erwachsen bin, was werd ich da?  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hab wenig Lust auf Feldarbeit. Kann ich vielleicht ein Räuber sein? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Muss wenig tun, nur ein bisschen rauben. Das wär&amp;#039; einfach und sehr fein.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Alte wiegt besorgt den Kopf, streichelt sanft den Enkelsohn. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich erzähl dir &amp;#039;ne Geschichte, die beantwortet deine Frage schon.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lehnt sich zurück, dann hebt sie an und sie erzählt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Geschichte vom Räuber Hannes hat sie gewählt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch des Waldes düstre Gründe auf naturverschlungnem Pfaden  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wandelt eine Magd zum Markt nach Vellhafen mit schmerzenden Waden. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hui, da plötzlich stürmt des Banditen kühner Sohn aus dem Geheg, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
scharf bewehrt bis an die Zähne, und vertritt ihr flugs den Weg. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Seid Ihr&amp;quot;, fragt die Frau erblassend, einer dunklen Ahnung voll, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;nicht vielleicht der Räuber Hannes, der allhier grassieren soll?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ja, ich bin´s, du Unglücksel´ge, ja, ich bin´s, der sich dir zeigt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und du bist diejen´ge, welche sich nun vor mir verneigt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn mit hochwillkomm´ner Beute nahst du mir zu guter Stund!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sprachs und nahm ihr weg den Korb, durchwühlt ihn schnell bis auf den Grund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wie Schuppen von den Augen fällt´s der schlichten Magd sogleich: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ihr seid Hannes!&amp;quot;, ruft sie bleich. &amp;quot;Bin es!&amp;quot; spricht der Räuber weich. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bin´s und sage dir noch dieses: ich töte dich du dummes Weib, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bringst du mir nicht auf dem Rückweg Gold, ramm ich meinen Dolch in deinen Leib.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Magd wird blass und blässer und eilt zum Markt, sucht den Büttel Reodan, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
findet ihn, fragt ängstlich dann, ob er ihr wohl helfen kann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jener stimmt zu, sie zu begleiten, denn den Räuber will er fangen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
baumeln soll der Räuber Hannes, an dem Galgen soll er hangen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesagt, getan und aus dem Walde eilt der Hannes schnell heran, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn er sieht nur das Mägdelein und nicht den guten Reodan. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jener hat sich vorher schon gut versteckt hinter einer dicken Eich, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er springt heraus, macht sich ganz groß und packt sogleich, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann den Räuber Hannes fest am Arm und am Halse an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
damit der Bösewicht dem harten Griffe nicht entweichen kann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Schurke! Hab dich!&amp;quot; so donnert er, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Nun entkommst du mir nicht mehr!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Mit des Seilers Tochter mach ich dich bekannt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aufatmen wird das ganze Land.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Werde besser Räuber nicht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sonst landet man am Ende nur an einem Strick und baumelt dann im Wind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Drum werde artig und bleib brav, sonst kommt Reodan mein Kind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Die Vogelscheuche Martha Stroh&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vogelscheuche Martha Stroh, wurd&amp;#039; ihres Daseins nicht mehr froh.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn es war nun einmal so, ein Strohhalm piekste sie am Po.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie fand es schrecklich, musste weinen, so schlimm juckte es der Kleinen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn, auch eine Scheuche hat ein Recht auf einen - unversehrten Po, sollte man meinen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da kam ein Zwerg am Feld vorbei, hörte sogleich das Wehgeschrei.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Mach doch hier nicht so&amp;#039; n Bohei! Trink dir nen Schnaps oder auch zwei.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was kannst es denn so Schlimmes geben, dass du so greinst wie um dein Leben?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Oder trinkt den vergorenen Saft der Reben, das wird deine Stimmung heben!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Törichter Zwerg, was rätst du mir da, kleiner Mann? Fast wie der Mönch vorhin, der riet zu Baldrian.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch musst doch sehen, dass ich nichts trinken kann, schau einfach meinen Mund mal an!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zwerg guckt Martha böse an und ganz brüskiert, &amp;quot;Töricht sagst du?&amp;quot; Er holt aus und hat ihr einfach eine geschmiert,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Martha erbebt als sie die Ohrfeige kassiert und durch die Erschütterung den Pieksehalm am Po verliert!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Martha ganz gücklich, kann&amp;#039;s kaum fassen: &amp;quot;Hab Dank, mein Retter. Das pieksige Stroh hat mich verlassen!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;So lass ich mir gerne eins verpassen, wenn dann die Pieksehalme meinen Po in Frieden lassen!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zwerg schaut verdutzt auf seine Hände, sichtlich erstaunt über dieses glückliche Ende,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Gern geschehen, Vogelscheuche! Nun wach du wieder über das Gelände, Und sag jedem Vogel, dass besser er verschwände.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Die glutäugige Susanne&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es dachten sich die Eltern der glutäugigen Susanne, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Kind ist nun erwachsen bald,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wir geben sie zu einem Manne,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn sonst ist sie schon bald … zu alt.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein reicher Händler war der erste Kandidat, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er schien dem Vater eine gute Partie, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auch wenn er keine Haare auf dem Kopf mehr hat, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Mutter meint: „Den nimmt das Kind doch nie!“ &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch wurde flugs, er zum Sonntagsmahl geladen, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er erschien im feinsten Zwirn und mit schwarzem Hut, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch biss der Hund ihn in die Waden, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er roch wohl nicht besonders gut? &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Susanne lobt den Hund und füttert ihn mit Leckerbissen, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn diesen Kahlkopf will sie nicht zum Manne.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater tobt: „Hast du denn gar kein Gewissen? &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nicht die Haare machen aus, den guten Ehemanne!“ &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Susanne schmollt: „Ist mir egal, den Kahlkopf nehme ich nicht!“ &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Händler schaut erst dumm, setzt wieder auf den Hut und geht dann wortlos fort. &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater schreit: „Hat denn mein Wunsch in diesem Hause kein Gewicht? &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich stand beim Händler doch im Wort!“ &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Susanne tobt und weint und schmollt, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
umarmt den Vater stumm.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie mag nicht wenn der Vater grollt &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und hofft sie stimmt ihn um. &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Mein Vater, mein Vater ich liebe dich sehr“, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hört es der Vater in seinen Ohren hallen. &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Bitte bring mir keinen Kahlkopf mehr,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch einer mit güldnen Locken, der könnt mir gefallen.“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Papperlapapp!“ sagt der Vater geschwind,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Güldene Locken ersetzen nicht Gold und Position&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so kommst du mir nicht davon, mein Kind,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den nächsten den ich dir präsentiere, der wird mein Schwiegersohn.“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sohn des Stadtkämmerers, ein Jüngling mit goldenem Haar,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
schon lange verliebt in Susanne, die im Stadtpark er gesehen,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wurde durch Dritte die Geschichte gewahr,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und meinte sofort: „Da muss was geschehen!“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Flugs suchte er den Vater der Holden auf in seinem Kontor,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der saß hinter seinem Schreibtisch mit grimmigem Gesicht&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Jüngling trat mutig und beherzt davor,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Gebt mir Susanne zu Weibe“ verlangte er schlicht.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vater Susannchens guckt bass erstaunt,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf den blondgelockten Jüngling von gutem Stande&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil Kandidat Susannens Gnade fand, war schon übel er gelaunt,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
des Stadtkämmerer Sohn jedoch, schien ihm geeignet für Familienbande.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Diener lässt er flugs Frau und  Tochter holen,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der Jüngling freut sich, vor Aufregung das Gesicht ganz fahl, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der Vater hat Susanne dann barsch befohlen&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Dieser hier wird dein Gemahl, ich lass dir keine andre Wahl!“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Susannchen erst stumm und blass dann bass erstaunt,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
glaubt ihren Augen nicht zu trauen,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Gut, ihn nehme ich“ hat sie dann leis geraunt&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und kann nicht aufhören mit Schauen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verliebt strahlt sie den Jüngling an, sie kann es gar nicht fassen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater hochzufrieden, schaut stolz zu seiner Gattin hin,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Die Hochzeit, Weib, kannst du nun richten, dieses Mal scheint es zu passen.“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Mutter strahlt nicht minder, hat Enkelkinder schon im Sinn.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ihr, ihr lieben Leute, euch sicher schon gedacht,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil es sich nach der Geschicht&amp;#039; vermuten lässt,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die große Liebe war es, die Glut der Minne war entfacht,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
es dauerte nicht lange, da gab &amp;#039;s ein schönes Hochzeitsfest,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch die Moral von der Geschicht&amp;#039;,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die es ja immer geben muss,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die verrate ich euch noch nicht,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn für heut ist erst Mal Schluss.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein ander Mal bin ich dann da &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und singe euch, was noch geschah,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
mit der glutäugigen Susanne &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ihrem blondgelockten Manne.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bis dahin, ihr lieben Leut&amp;#039;,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
geduldet euch .. bin durch für heut&amp;#039;! &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Markgraf Berenhard der Laute&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Markgraf Berenhardt der Laute, hat uns unser Kind geraubt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von Isenburg zur Festung hinauf, wo man sie zu seh&amp;#039;n geglaubt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nehmt die Fackel brave Leut&amp;#039;, helft, dass man sie wieder find&amp;#039;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Keine Hoffnung gibt&amp;#039;s ihr Braven, dort regieren Schwert und Wind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auf dem Turme hört man&amp;#039;s klagen, sind das dort droben unsre Frau&amp;#039;n?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die, die ihr lebt dort in der Stadt Isenburg, tut auf eure Brut gut schau&amp;#039;n!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Sven der Rote auf der Suche&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sven der Rote saß beim nem Met, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
überlegte wie es nun weitergeht. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Warf den Becher voll Wut an die Wand!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er schrie: &amp;quot;Ich zieh mir ein Weibsbild an Land. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Rothaarig, stolz mit schwellender Brust soll sie sein &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und gehören soll sie nur mir allein!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sven der Rote, sprang auf, ging fort, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
suchte die Frau erst hier, dann dort. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch keine der Frauen, die er traf. war so wie erdacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie das schöne Bild, was sich in seinem Kopf breitgemacht. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines Tages aber, Sven der Rote war Gast hier in diesem Haus, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
fielen ihm beinah die Augen heraus. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn es kam eine Frau mit rotem Haar und schwellender Brust hinein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
setzte sich an einen Tisch und trank ein Glas Wein. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sven sprang auf, war himmlisch entzückt &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und vor lauter Liebeswahn beinah verrückt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er ging zum Tische, sprach: &amp;quot;Du Schöne sei mein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
willst du bitte mein Augenstern sein?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Frau sah Sven den Roten zunächst schweigend nur an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch dann, dann hat sie plötzlich etwas getan. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie schüttelt wild den Kopf und dann dem Sven den Wein ins Gesicht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was willst du von mir, du Tropf&amp;quot; hat sie dabei laut gezischt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Lass mich in Frieden besoffener Nordmann, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sonst zeig ich dir mal, was ne Nordfrau so kann!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Belästige hübsche Nordahejmra nicht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
willst du keinen er Wein im Gesicht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn der landet bei dir auf Bart und dem Kopf, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und alle lachen laut über dich, du armer Tropf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gassen- und Handwerkslieder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesen Liedern besingt Walter das Leben der einfachen Leute: Handwerker, Händler, Hafenarbeiter und all jene, die in den Straßen und Gassen Vellhafens ihren Alltag bestreiten. Die Stücke sind oft humorvoll, manchmal rau, aber stets voller Wärme für die Menschen, die sie porträtieren. Viele davon entstanden unterwegs, zwischen Marktständen, Werkstätten und Tavernen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Das Lumpensammlerlied des Willem Willink&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Gott Pares hat mich verdammt auf Erden, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein Hader- und Lumpensammler zu werden. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin Willem Willink, ja seht mich nur an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein Lumpenkerl, ein armer, doch ehrlicher Mann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit verschossener Jacke, zerrissener Hose, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ja starrt mich ruhig an – ich bin keine Mimose. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist mir lieber, als wenn ihr verächtlich wegseht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als wär ich nur Dreck, den man mit Füßen wegfegt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Manch einer hält Nase und Maul mit dem Tuche bedeckt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil mein Duft ihn erschreckt und seine Sinne befleckt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch nach Ambra und Moschus kann ich nicht duften,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
muss für Hadern und Lumpen tagtäglich schuften.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bin kein feiner Pflastertreter mit Gold und mit Muße –&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Glück war bei anderen auf besserem Fuße.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hab des Lebens Mühsal bis zur Neige geleert,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch blieb ich stets ehrlich, hab mich nie beschwert.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Meer der Schmerzen bin ich geschwommen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf einem Lumpensack dann zu liegen gekommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun stapf ich durch Vellhafens Gassen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um eure alten Tücher und Kleider zu fassen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bringt mir ruhig ungewaschen, ungekrumpen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
eure Lappen, Fetzen, Flecken und Lumpen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Alles rein in den Sack – man macht daraus Papier:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eingeweicht, gestampft, gegautscht – harte Arbeit, kein Pläsier.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dann geschöpft, gepresst, getrocknet – ein neues Werk erschaffen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
verkauft an Schreiber, Pfeffersäcke und auch an die Pfaffen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin Willem Willink, pack Lumpen in meinen Sack,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und bin schon wieder fort – schwuppdiwupp, zackzack!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Ich liebte ein Mädchen ... &amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hinweis: Dieses Lied basiert auf dem irdischen Stück „Ich liebte ein Mädchen“ von Insterburg &amp;amp; Co. &amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Die antamarisierte Fassung stammt vom Spieler Pyromaniac.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Liwa, das war die reinste Diva.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Techuan, das hatte nie ein Röckchen an.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Toapac, dem gab ich meinen Anorak.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Yunava, das war mit ihrer Mutter da.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Pechutli, das fuhr so gerne Wasserski.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Mascunja, das zeigte mir ihr *tralala*&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Ximalcuan, das sah mich immer traurig an.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Punac, dann packte ich den Rucksack.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mir wurde nämlich Xetoka zu klein ,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so ging ich in die Wüste rein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Kalibah, das sagt ständig oh la la.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Finnekish, das aß am liebsten Tintenfisch.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Kefybeg, das nahm mir meine Stiefel weg.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Yntrein, dem zeigte ich mein Holzbein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Altersheim, das brachte ich beizeiten heim.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Tarrikum, das war ein wenig andersrum.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Ylgen, das konnte viel vertilgen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Djerset, dort sind sie alle sehr fett.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Esnau, das war wohl meine Traumfrau.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Yrlensbar, das war einfach wunderbar.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Chal&amp;#039;ginn, dort gehe ich nie wieder hin.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in El Bachan, die Rettung war ein Äppelkahn.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von nun an war mir auch Eriath zu klein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
drum stach ich in die See hinein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Mandoran, das sprach mich dort im Hafen an.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Eisentrutz, das wollte nur mit Kautschukschutz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Eisenstein, das lud mich in ihr Zimmer ein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Hälstrond, das war so richtig hellblond.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Hornsandt, das an der Straße ganz vorn stand.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Jotunheim, dem geht wohl jeder auf den Leim.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Belbrück, dort hatte ich ganz schnell Glück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Berggugg, das soff mit einem Zwergschluck.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Cargnac, zu zweit in einem Schlafsack.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Ismar, in deren Kleid ein Riss war.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Diertal, ich glaube es war viermal.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Echelon, da kam ich grade so davon.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Eisenrose, ach dort ist meine Unterhose.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Bragen, darüber darf ich nichts sagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Minenhall, das quatschte wie ein Wasserfall.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Dwimorgrim, da sollte ich mal wieder hin.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sind zwar keine Heldentaten, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was noch so war, wird nicht verraten. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Anne Samthaut und der hungrige Bilibo&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anne Samthaut , Halblingsfrau aus Altpforten , &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
buk ständig Kuchen und auch Torten, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bilibo Binsofroh, aus Huggelshausen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kam, um das Backwerk zu verschmausen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Flugs nahm die resolute Anne, den hungrigen Bilibo zum Manne, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn ihm schmeckten alle Sorten, ihrer Kuchen und auch Torten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bei so viel Süßem wurde Bilibos Bäuchlein kugelrund, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bei Anne hatte es sichtlich einen anderen Grund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Welchen, konnte man nach neun Monden sehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu dritt sie durch die Welt nun gehen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit kleinem Sohn leben sie nun in Veen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mal ehrlich? Ist das nicht wunderscheen? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das tut mir Leid. Die gibt es nicht. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schmäh- und Spottlieder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;==&lt;br /&gt;
Hier versammelt Walter von der Salzwiese all jene Lieder, in denen er mit fröhlicher Frechheit an Kronen, Krägen und Amtsketten zupft. Ob eitler Edelmann, überhebliche Amtsperson oder eine politische Entscheidung, die mehr Schatten als Glanz wirft – niemand ist vor Walters spitzem Humor sicher. Seine Spottlieder sind weniger Anklage als Kunststück: kleine musikalische Sticheleien, die Missgeschicke, Übertreibungen und Fehltritte in heitere Reime verwandeln. Mal neckisch, mal schelmisch, mal überraschend treffend – doch immer mit einem Lächeln, das zeigt, dass selbst die Mächtigen über sich lachen dürfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Conte Schiefhals&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hinweis: Dieses Lied ist eine antamarisierte Bearbeitung des irdischen Volksliedes „O hängt ihn auf“ aus dem 19. Jahrhundert. Die Melodie und Grundstruktur stammen aus der Vorlage, der Text wurde von mir für ein Rollenspielereignis in Vellhafen angepasst. Tica&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh hängt ihn auf! Oh hängt ihn auf! &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Oh hängt ihn auf, den Kranz voll Lorbeeren! &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dich oh Conte, dich oh Conte, dich mit deinem schiefen Hals, dich wollen wir verehren. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir treten, dich - wir treten dich, wir treten dich zu ehren, heut zusammen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wohl in den Leib, wohl in den Leib, wohl in den Leib lodern helle Flammen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du bist ein Vieh, du bist ein vie -, du bist ein vielgeliebter Conte in Vellhafen,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und auch ein Hund, und auch ein hund -, und auch einhundert Jahre sollst schaffen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh wie gemein, oh wie gemein, oh wie gemeinsam unser Herzen schlagen,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Siehst du heut aus, siehst du heut aus, siehst du heut aus den Worten , die wir sagen.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh wie es riecht, oh wie es riecht, oh wie es riecht nach deinem Ruhm im Lande. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aus deinem Mund, aus deinem Mund, aus deinem Mund, oh Conte, kam nie ein Wort der Schande. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir brechen dir, wir brechen dir, wir brechen dir zum Ruhm der Feinde Speere. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Selbst Hals und Bein, selbst Hals und Bein,  selbst Hals und Beine opfern wir zur Ehre. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh wie es glänzt, oh wie es glänzt, oh wie es glänzt in deinen goldnen Haaren, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vor Speck und Dreck, vor Speck und Dreck, vor Speck und Dreck soll man dich, oh Conte, stets bewahren. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Belbrücks&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Belbrücks sind kurze, scherzhafte Fünfzeiler, die in Antamar weit verbreitet sind. Walter sammelt sie seit seiner Jugend und dichtet selbst unzählige neue, meist über Orte, Menschen oder Begebenheiten, die ihm auf seinen Reisen begegnen. Sie folgen einer festen Reimform und werden in Tavernen gern laut mitgesprochen — oft zur großen Freude des Publikums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Heiliges Kaiserreich&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst Mädchen aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bragen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die wollt&amp;#039; was Besonderes wagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie sucht nach `nem Gatten im Kurier,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
jetzt hat sie nicht einen, sondern gleich vier,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die sich täglich übers Essen beklagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war mal ein Bauer aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ackerheim&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der machte in jeden Satz &amp;#039;nen Reim. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und als sein Haar wurde lichter, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da nannte er sich einen Dichter &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und blieb den ganzen Tag daheim. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Kind in &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kirchflecken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das wollte die Welt noch entdecken.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es konnte krabbeln, noch nich´ so gut laufen  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und purzelte prompt in jeden Misthaufen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und erschreckte wandernde Recken. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Oma aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Siebenbrück&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der bastelt der Sohn eine feine Krück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hat Oma hocherfreut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aber den Sohn hat&amp;#039;s gereut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn die Oma haute damit Leute in Stück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Junge aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Amartrutz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der nahm immer alle Gauner in Schutz, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als Mann er studierte, wurd&amp;#039; Rechtsanwalt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Gauner haben ihn nun bezahlt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und schon nannt&amp;#039; ihn keiner mehr Nichtsnutz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Kerl aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jatzlauken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der wollt nur Trompeten und Pauken, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn laute Musik, die liebte er sehr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
seinen Nachbarn machte das Leben er schwer. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie schimpfen ihn deshalb nen lauten Rabauken. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Recke aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bragen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der wollt auch was Besonderes wagen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er ging zu einem großen Turnier, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kam, sah und siegte gegen Vier, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gewann dann nen Helm mit Kragen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst der Vater vom Recken aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bragen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der wollte dem Sohn die Teilnahme versagen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bleib weg vom Turnier!&amp;quot; Wütend er droht: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Denn wenn du verlierst, dann bist ja tot!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Warum willst du dich unbedingt schlagen?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Thelessa&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gute Fürst aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Faelughaven&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
muss wie jeder in der Nacht auch schlafen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um dann sanft in den Schlaf zu gleiten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hilft dem gute Fürst beizeiten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Zählen von weißen Schafen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Orklande&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es zogen einst drei Kelten nach Westen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu suchen &amp;#039;nen Vierten, wenn möglich den Besten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie fanden ihn nah dem &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Orken-Lande&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht mittig sondern eher am Rande,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
im Eichenbaum sitzend auf Ästen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Vellhafener Städtebund&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Königreich Lothrinien&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Pferdehirt aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Belbrück&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das war ein rechter Franz im Glück, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als von der Weide eine Herde Pferde wurde geklaut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er sich gründlich umgeschaut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und brachte sie, heil und am Stück, zurück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Burgherr auf &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Burg Obquell&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der fror ganz erbärmlich, trotz Wolle und Fell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Wind hier oben schneidend und bitterkalt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von drinnen die Stimm&amp;#039; seiner Frau erschallt: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mein Liebster, an den Kamin, zack zack aber schnell.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Adelsrepublik Grauland&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Jungfer aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Surquell&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die war ganz besonders schnell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Da kam ein Jüngling aus Untermoor, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der setzte ihr nen Floh ins Ohr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und zog sie nieder auf sein Schafsfell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Dûn-Reich&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Hund in &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tsakmur&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der ging allen auf die Hutschnur. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weil er bellte und jaulte, immer und stets, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging er den Leuten dort schwer auf den Keks. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die schickten den Jauler in die Wüste zur Kur.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Aivarunenlande&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Aivarune aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Qara Qorum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der fummelte sich immer am Ohr rum. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Seine Frau machte das Gefummel nervös, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
schrie ihn an und wurde ganz bös. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er hörte nicht auf, das war ganz dumm. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Xetoka&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Dame aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Liwa&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die war eine rechte Diva, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
trug nur seidene Kleider und Hüte, pompöse, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Verrückt, ja aber sie war keine Böse. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn das war was, was sie nie war. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Inoda&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Knabe aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Horami&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aß für sein Leben gerne Salami,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ob morgens, abends, zu jeder Zeit,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
für Salami war er immer bereit,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und verschlang sie rasant wie&amp;#039;n Tsunami.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tica</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.antamar.eu/index.php?title=Liedgut_des_Barden_Walter_von_der_Salzwiese&amp;diff=126555</id>
		<title>Liedgut des Barden Walter von der Salzwiese</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.antamar.eu/index.php?title=Liedgut_des_Barden_Walter_von_der_Salzwiese&amp;diff=126555"/>
		<updated>2026-02-18T11:11:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tica: /* Balladen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Walter von der Salzwiese – Barde aus Vellhafen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walter von der Salzwiese gilt als einer der hoffnungsvollsten jungen Spielleute Vellhafens. Mit seinen gerade einmal erwachsenen Jahren hat er sich bereits einen Ruf erarbeitet, der manch älteren Barden neidisch werden lässt. Freundlich im Wesen, mit einer klaren, warmen Stimme und einem Talent, das Zuhörer mühelos in seinen Bann zieht, ist er in Schenken, auf Märkten und bei Festen gern gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein erstes Werk, „Das Lied von Brunihild“, verbreitete sich rasch über die Grenzen Vellhafens hinaus und wurde zu einem antamarweit bekannten Gassenhauer. Schon als Junge schickte Walter seine Verse und Melodien an den Vellhafener Kurier und erhielt dort früh Anerkennung für seine Dicht- und Vortragskunst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Herkunft und Familie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walter stammt aus Ismar, wo sein Vater Hein von der Salzwiese einen erfolgreichen Hof bewirtschaftet. Die Schafe der Familie grasen auf den salzhaltigen Wiesen Ismars, was dem Fleisch der berühmten Salzlämmer einen besonderen Geschmack verleiht. Wohlstand und Fleiß prägen Walters Herkunft, und es mangelte der Familie nie an etwas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein künstlerisches Talent verdankt Walter vor allem seiner Mutter Irina, die einst als Bardin unter dem Beinamen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;„Die Lerche aus Ismar“&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bekannt war. Sie tritt heute nicht mehr öffentlich auf, doch ihre Stimme und ihr Gespür für Melodie leben in ihrem Sohn weiter. Walters Brüder hingegen blieben der Landwirtschaft treu und führen den elterlichen Hof fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hinweis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die hier aufgeführten Lieder und Verse stammen — mit wenigen Ausnahmen (die aber immer extra gekennzeichnet sind)  — aus meiner eigener Feder.&lt;br /&gt;
Der Barde Walter von der Salzwiese wird im Spiel von mir verkörpert. Tica&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Balladen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
Walters Balladen erzählen von Liebe, Schicksal, Heldentum und den stillen Tragödien des Alltags. Sie sind länger gefasste Erzählgedichte, die oft auf wahren Begebenheiten beruhen oder von alten Sagen inspiriert wurden. Mit klarer Stimme und feinem Gespür für Stimmung trägt Walter sie auf Märkten, in Schenken und bei Festen vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Das Lied von Brunihild&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
War einst ein kleines Schneiderlein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das konnt schneidern, mit Stichlein fein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und dieses kleine Schneiderlein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging Nächtens in den Wald hinein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dort traf er sich mit Brunihild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die beiden trieben es dort wild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf einer Lichtung unerlaubt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er die Unschuld ihr geraubt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bruni aber war dem Joost versprochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der, der hatt&amp;#039; bald Lunt&amp;#039; gerochen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es kam, wie es dann kommen musste:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Joost, der ahnte, wenn auch nicht wusste,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass Brunihild ihn dreist belogen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und wahrscheinlich auch betrogen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er will es wissen, noch genauer,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und legt sich Nächtens auf die Lauer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Genau vor Brunihildes Elternhaus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und richtig, kaum war&amp;#039;s dunkel, trat sie hinaus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grimmig sieht Joost wie seine Braut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die selbst des Nachts sehr schön ausschaut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sich im Walde mit einem Schneider trifft,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihn gar küsst und herzt, das blonde Gift.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es schmerzt ihn sehr, er leidet Pein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie er so sieht sein Brunilein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Hals ihm schwillt und er sieht rot,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
stürmt auf die Lichtung: Schneider tot!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es heult und schreit die Braut vom Joost:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du Mörder! Bist du noch bei Trost?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch Joost, der schaut sie lange an,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kalt und böse sagt er dann:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du nahmst meinen Ring, warst mir versprochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bist mit dem Schneider hier ins Laub gekrochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hast ihn geküsst, geherzet sehr&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weißt du, dich will ich gar nicht mehr!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brunihilde, die war fassungslos,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
drehte sich um und rannte los.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach Hause will ich, denkt die Maid&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und rafft dann flugs das lange Kleid,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und sie rennet schnell und schneller,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zuhaus geht`s zunächst mal in den Keller.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wäscht aus das Kleid, besudelt von des Schneiders Blut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
lauscht nach oben, ob der Joost ihr womöglich folgen tut.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Joost jedoch, der will nur die Verlobung lösen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gleichgültig ihm ist, ob im Guten oder Bösen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Egal, ob sie ihn anzeigt, dieses Weib&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hauptsache sie bleibt ihm nun vom Leib.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am Elternhaus der Brunihild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ruft er laut und fuchtelt wild,:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich möchte meinen Ring zurück,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von diesem ungetreuen Stück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es wird keine Hochzeit geben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so eine heirat´ ich nie im Leben.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vater und Mutter sind bass erstaunt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was der Joost da ausposaunt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie befragen dann ihr Kind und schau&amp;#039;n es ratlos an:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sag uns Brunihild, was hast du nur getan,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass der Joost dich untreu schilt?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Setz uns bitte mal ins Bild.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Maid, die schweigt, nimmt kreidebleich&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Ring vom Finger dann sogleich.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vater gibt den Schmuck zurück,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf das er andere Hände schmück&amp;#039;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Joost läuft nun geschwind davon,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und dann brüllt der Vater schon:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was sollen denn die Leute denken?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Musstest du den Joost so kränken?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kind was hast du bloß gemacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
in dieser unglückseligen Nacht?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch Brunihild, die Ungetreue,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sagt kein Wort, schweigt nun auf Neue.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Mutter redet auf sie ein:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sag mir den Grund, Brunhildilein!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch auch der Mutter bleibt sie eine Antwort schuldig,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
diese schäumt vor Wut, fragt ungeduldig:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was sollen wir den Leuten sagen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wenn nach der Hochzeit sie uns fragen?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maid schweigt weiter, geht auf ihr Zimmer,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Lage, die wird schlimm und schlimmer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn Brunihilde weiß, dass sie ein Kindlein trägt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
in knapp fünf Monden es in der Wiege quäkt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Schande&amp;quot; denkt sie, &amp;quot;Welch ein Graus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie komme ich aus der Sache raus?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich geh ins Wasser!&amp;quot; ihr Entschluss,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sprach&amp;#039;s und ging geschwind zum Fluss.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am nächsten Tag hat der Vater sie gefunden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie aus dem Wasser raus gewunden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu einem Medicus verbracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch der hat nur aufgelacht:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Eine Tote bringt ihr mir? Was soll ich tun?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lasst sie auf dem Nergasacker ruh&amp;#039;n.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater sprach: &amp;quot;Mir ist nicht nach Scherzen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
untersuche ob ein Kind sie trug, unter ihrem Herzen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Medicus untersucht die Tote nun geschwind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann sagt er: &amp;quot;Ja, sie erwartete ein Kind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In vier, fünf Monden wär`s soweit gewesen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das kann ich an dem Körper lesen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater nickt, bezahlt den Mann, und nimmt die Leich&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bringt sie zum Nergasacker dann sogleich.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch Nergas Diener schicken ihn fort:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Begrabt sie einem anderen Ort!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nerga hasst jene, die sich selbst des Lebens berauben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das weiß der Vater, durch seinen tiefen Götterglauben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es schwillt die Wut ganz tief in ihm,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er denkt: Der Joost war mit Brunihild intim,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dafür sollte er nun bezahlen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn er verursacht diese Qualen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Leich&amp;#039; der Tochter in den Armen, die Augen voller Schmerz,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
stellt er den Joost und ohne Fragen, sticht er ihm `nen Dolch ins Herz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Richter nach acht langen Wochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat den Vater freigesprochen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn, so sprach der weise Mann:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bin selber Vater und daher ich verstehen kann,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was ihn zu dieser Tat gebracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vielleicht hätt`ich&amp;#039;s ebenso gemacht?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Betrüge den Verlobten nicht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eifersucht bei einem Mann,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gar schlimme Folgen haben kann!&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der Sohn der Maar-Fiar&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sein Clan längst erloschen, seine Geschichte dieses Lied bewahr. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Maar-Fiar waren Jäger, Jäger am Meer, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihre hölzernen Kanus glitten pfeilschnell umher. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, der stolze Aiva&amp;#039;un, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der verehrte gar sehr Lunin und auch den goldenen Lun, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
War nur Lunin, nicht Lun, am Nachthimmel zu sehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so wussten die Maar-Fiar: Es ist Zeit, auf die Jagd zu gehen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er und die Gefährten schoben ihre Kanus in die Wellen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
im Wissen, das Lunin ihren Weg wird erhellen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vier saßen in den Kanus, ob Mann, ob Frau,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zwei lenkten durch die Wogen, zwei spähten hinaus ins Grau. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Netzen und Angeln machten sie reiche Beute, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vom Ausmaß ihres Fangs erzählt man sich noch heute. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Speere und Spieße waren stets messerscharf gewetzt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
damit auch Raubfisch, kein Hai ihre Netze zerfetzt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eroberer und Mörder schlichen heran in dunkler Nacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als weder Lunin noch Lun den Himmel bewacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie drangen gewaltsam ein in Takoyas Haus, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
löschten zunächst seiner Familie die Lebenslichter aus. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gefesselt und geknebelt, gezwungen zuzusehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie all die Untaten vor seinen Augen geschehen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vom Schmerz wie von Sinnen, von Wut angefacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er das Unmögliche dennoch vollbracht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er zerriss seine Fesseln, spuckte den Knebel aus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
erschlug jeden Qim‑Mas, den er fand im Haus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er war nicht zu halten, von der Rache beseelt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
seine Muskeln und Sehnen in Eisen gestählt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch als er im Haus sein Werk vollbracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
trat er hinaus in die stockdunkle Nacht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Dutzend Qim‑Mas rangen den wilden Takoya nieder,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er starb – doch sein Pan‑Teon lebt fort, davon künden die Lieder. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Maar‑Fiar, den stolzen Jägern der Meere,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gebührt auf ewig unsere stille Ehre.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein ganzer Clan, gefallen durch fremde Horden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
durch wilde Feinde, die nur brandschatzen und morden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in der alten Heimat der Maar-Fiar, das weiß jedes Kind, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weht nun an allen Orten eine fremde Flagge im Wind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Grauländer, diese Qim-Mas, wohnen nun dort, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Geister der Maar-Fiar hüten jeden Ort. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der Ring des Räubers &amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht weit von hier in einem tiefen Tal,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da wohnte eine Maid im Wald an einem Wasserfall. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie war so schön, so schön wie Milch und Blut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von ganzem Herzen war sie einem Manne gut. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du armes Kind, du dauerst meine Seele. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weil ich nur ein Räuber bin, wohn&amp;#039; in einer Höhle&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Du kannst fürwahr nicht länger bei mir sein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ich muss jetzt fort, tief in den Wald hinein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nimm diesen Ring, und sollte man dich fragen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so sag&amp;#039; ein Räuber habe ihn getragen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der dich geliebt, geliebt bei Tag und Nacht&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der so manchen um Hab und Gut gebracht&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sprach er nach vielen Monden zu ihr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nach so  vielen Tagen und Nächten mit Pläsier, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihr half kein Wehen und auch kein Klagen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie musste seinen Weggang weinend ertragen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schöne tat, was der Geliebte ihr gesagt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging zurück zu ihrem Dorf, tieftraurig verzagt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie zeigte den Leuten den güldenen Ring, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das vermaledeite wertvolle, aber gestohlene Ding. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie weinte: &amp;quot;Der Räuber, den ich geliebt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat ihn getragen bei Tag und auch bei Nacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der so  manchen um Hab und Gut gebracht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat mich geliebt, bei Tag und auch bei Nacht.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Leute im Dorf waren empört, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht die Liebe an sich hat sie gestört, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aber, dass sie einem Räuber galt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dieses man eine Sünde schalt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sprachen: &amp;quot;Geh in den Tempel, törichte Maid &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und klag den Geweihten dort dein Leid, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Ring, den spende an die Götter, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann verstummen auch die Spötter.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie kann man einen Räuber lieben, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Unglückseliges Kind, was hat dich umgetrieben?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maid weinte bitter und lange, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vor der Zukunft war ihr sehr bange. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Verlust des Liebsten hat sie schon entsetzt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
war sie nun zusätzlich Hohn und Spott ausgesetzt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie trat in einen heiligen Orden ein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um eine Dienerin für die Götter zu sein. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So lebt sie nun dorten, fleißig und fromm,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Jahre verrinnen, die Welt bleibt ihr stumm.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch manchmal im Dunkel, wenn die Kerzen vergeh’n,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
meint sie den Räuber wie im Traume zu seh’n.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann flüstert sie leise, so sanft wie der Wind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass Herzen nicht wählen, wohin sie bestimmt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und tief in ihr drinnen, verborgen und sacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
lebt weiter die Liebe bei Tag und bei Nacht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der treue Hund&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr Leute, lasset mich berichten, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von gar wundersamen Geschichten, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine tue ich Euch nun kund, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie ist zu Orstoc einst geschehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ihr Held, das war ein Hund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein reicher Bauer mit dem Namen Friedrich Klein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kehrte nach dem Marktbesuch in ein Wirtshaus ein. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er hatte Vieh verkauft, trug bei sich den Erlös, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das rochen in der Schenke zwei Räuber, bitterbös. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als nun der reiche Bauer des Nachts zu Bette ging, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
beschlossen diese Räuber zu drehen ein schlimmes Ding. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie schlichen im Gasthaus in seine Kammer hinein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und drangen mit ihren Messern bedrohlich ein auf Friedrich Klein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schon packten ihn die Schlimmen, an seiner bloßen Kehle, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da schrie mit letzten Kräften, Friedrich die Angst sich von der Seele &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das hörte im Stalle, nicht sein Knecht aber der treue Hund, .&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er riss sich von der Kette und schon er in der Kammer stund &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bevor die Mörder die Messer setzten an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er stürzt sich auf die Kerle und rettet so den Mann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ward überwältigt, die böse Mörderbrut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu Orstoc, auf dem Richtblock, da floss zum Lohn ihr Blut. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch in dem Kampf fügten sie dem treuen Tier zu eine böse Wund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und schon am nächsten Tage da starb der arme Hund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es setzt in seinem Garten, der Bauer Klein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dem treuen braven Hunde aus Marmor einen Stein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darauf stand geschrieben dieses hier: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Viel treuer als die Menschen ist oft ein Hundetier. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Die Geschichte vom Räuber Hannes&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es sagt einst ein Kind zur seiner Großmama: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wenn ich erwachsen bin, was werd ich da?  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hab wenig Lust auf Feldarbeit. Kann ich vielleicht ein Räuber sein? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Muss wenig tun, nur ein bisschen rauben. Das wär&amp;#039; einfach und sehr fein.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Alte wiegt besorgt den Kopf, streichelt sanft den Enkelsohn. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich erzähl dir &amp;#039;ne Geschichte, die beantwortet deine Frage schon.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lehnt sich zurück, dann hebt sie an und sie erzählt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Geschichte vom Räuber Hannes hat sie gewählt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch des Waldes düstre Gründe auf naturverschlungnem Pfaden  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wandelt eine Magd zum Markt nach Vellhafen mit schmerzenden Waden. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hui, da plötzlich stürmt des Banditen kühner Sohn aus dem Geheg, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
scharf bewehrt bis an die Zähne, und vertritt ihr flugs den Weg. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Seid Ihr&amp;quot;, fragt die Frau erblassend, einer dunklen Ahnung voll, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;nicht vielleicht der Räuber Hannes, der allhier grassieren soll?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ja, ich bin´s, du Unglücksel´ge, ja, ich bin´s, der sich dir zeigt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und du bist diejen´ge, welche sich nun vor mir verneigt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn mit hochwillkomm´ner Beute nahst du mir zu guter Stund!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sprachs und nahm ihr weg den Korb, durchwühlt ihn schnell bis auf den Grund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wie Schuppen von den Augen fällt´s der schlichten Magd sogleich: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ihr seid Hannes!&amp;quot;, ruft sie bleich. &amp;quot;Bin es!&amp;quot; spricht der Räuber weich. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bin´s und sage dir noch dieses: ich töte dich du dummes Weib, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bringst du mir nicht auf dem Rückweg Gold, ramm ich meinen Dolch in deinen Leib.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Magd wird blass und blässer und eilt zum Markt, sucht den Büttel Reodan, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
findet ihn, fragt ängstlich dann, ob er ihr wohl helfen kann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jener stimmt zu, sie zu begleiten, denn den Räuber will er fangen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
baumeln soll der Räuber Hannes, an dem Galgen soll er hangen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesagt, getan und aus dem Walde eilt der Hannes schnell heran, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn er sieht nur das Mägdelein und nicht den guten Reodan. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jener hat sich vorher schon gut versteckt hinter einer dicken Eich, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er springt heraus, macht sich ganz groß und packt sogleich, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann den Räuber Hannes fest am Arm und am Halse an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
damit der Bösewicht dem harten Griffe nicht entweichen kann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Schurke! Hab dich!&amp;quot; so donnert er, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Nun entkommst du mir nicht mehr!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Mit des Seilers Tochter mach ich dich bekannt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aufatmen wird das ganze Land.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Werde besser Räuber nicht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sonst landet man am Ende nur an einem Strick und baumelt dann im Wind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Drum werde artig und bleib brav, sonst kommt Reodan mein Kind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Die Vogelscheuche Martha Stroh&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vogelscheuche Martha Stroh, wurd&amp;#039; ihres Daseins nicht mehr froh.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn es war nun einmal so, ein Strohhalm piekste sie am Po.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie fand es schrecklich, musste weinen, so schlimm juckte es der Kleinen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn, auch eine Scheuche hat ein Recht auf einen - unversehrten Po, sollte man meinen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da kam ein Zwerg am Feld vorbei, hörte sogleich das Wehgeschrei.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Mach doch hier nicht so&amp;#039; n Bohei! Trink dir nen Schnaps oder auch zwei.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was kannst es denn so Schlimmes geben, dass du so greinst wie um dein Leben?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Oder trinkt den vergorenen Saft der Reben, das wird deine Stimmung heben!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Törichter Zwerg, was rätst du mir da, kleiner Mann? Fast wie der Mönch vorhin, der riet zu Baldrian.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch musst doch sehen, dass ich nichts trinken kann, schau einfach meinen Mund mal an!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zwerg guckt Martha böse an und ganz brüskiert, &amp;quot;Töricht sagst du?&amp;quot; Er holt aus und hat ihr einfach eine geschmiert,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Martha erbebt als sie die Ohrfeige kassiert und durch die Erschütterung den Pieksehalm am Po verliert!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Martha ganz gücklich, kann&amp;#039;s kaum fassen: &amp;quot;Hab Dank, mein Retter. Das pieksige Stroh hat mich verlassen!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;So lass ich mir gerne eins verpassen, wenn dann die Pieksehalme meinen Po in Frieden lassen!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zwerg schaut verdutzt auf seine Hände, sichtlich erstaunt über dieses glückliche Ende,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Gern geschehen, Vogelscheuche! Nun wach du wieder über das Gelände, Und sag jedem Vogel, dass besser er verschwände.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Die glutäugige Susanne&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es dachten sich die Eltern der glutäugigen Susanne, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Kind ist nun erwachsen bald,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wir geben sie zu einem Manne,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn sonst ist sie schon bald … zu alt.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein reicher Händler war der erste Kandidat, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er schien dem Vater eine gute Partie, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auch wenn er keine Haare auf dem Kopf mehr hat, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Mutter meint: „Den nimmt das Kind doch nie!“ &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch wurde flugs, er zum Sonntagsmahl geladen, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er erschien im feinsten Zwirn und mit schwarzem Hut, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch biss der Hund ihn in die Waden, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er roch wohl nicht besonders gut? &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Susanne lobt den Hund und füttert ihn mit Leckerbissen, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn diesen Kahlkopf will sie nicht zum Manne.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater tobt: „Hast du denn gar kein Gewissen? &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nicht die Haare machen aus, den guten Ehemanne!“ &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Susanne schmollt: „Ist mir egal, den Kahlkopf nehme ich nicht!“ &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Händler schaut erst dumm, setzt wieder auf den Hut und geht dann wortlos fort. &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater schreit: „Hat denn mein Wunsch in diesem Hause kein Gewicht? &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich stand beim Händler doch im Wort!“ &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Susanne tobt und weint und schmollt, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
umarmt den Vater stumm.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie mag nicht wenn der Vater grollt &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und hofft sie stimmt ihn um. &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Mein Vater, mein Vater ich liebe dich sehr“, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hört es der Vater in seinen Ohren hallen. &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Bitte bring mir keinen Kahlkopf mehr,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch einer mit güldnen Locken, der könnt mir gefallen.“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Papperlapapp!“ sagt der Vater geschwind,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Güldene Locken ersetzen nicht Gold und Position&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so kommst du mir nicht davon, mein Kind,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den nächsten den ich dir präsentiere, der wird mein Schwiegersohn.“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sohn des Stadtkämmerers, ein Jüngling mit goldenem Haar,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
schon lange verliebt in Susanne, die im Stadtpark er gesehen,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wurde durch Dritte die Geschichte gewahr,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und meinte sofort: „Da muss was geschehen!“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Flugs suchte er den Vater der Holden auf in seinem Kontor,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der saß hinter seinem Schreibtisch mit grimmigem Gesicht&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Jüngling trat mutig und beherzt davor,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Gebt mir Susanne zu Weibe“ verlangte er schlicht.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vater Susannchens guckt bass erstaunt,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf den blondgelockten Jüngling von gutem Stande&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil Kandidat Susannens Gnade fand, war schon übel er gelaunt,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
des Stadtkämmerer Sohn jedoch, schien ihm geeignet für Familienbande.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Diener lässt er flugs Frau und  Tochter holen,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der Jüngling freut sich, vor Aufregung das Gesicht ganz fahl, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der Vater hat Susanne dann barsch befohlen&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Dieser hier wird dein Gemahl, ich lass dir keine andre Wahl!“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Susannchen erst stumm und blass dann bass erstaunt,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
glaubt ihren Augen nicht zu trauen,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Gut, ihn nehme ich“ hat sie dann leis geraunt&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und kann nicht aufhören mit Schauen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verliebt strahlt sie den Jüngling an, sie kann es gar nicht fassen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater hochzufrieden, schaut stolz zu seiner Gattin hin,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Die Hochzeit, Weib, kannst du nun richten, dieses Mal scheint es zu passen.“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Mutter strahlt nicht minder, hat Enkelkinder schon im Sinn.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ihr, ihr lieben Leute, euch sicher schon gedacht,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil es sich nach der Geschicht&amp;#039; vermuten lässt,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die große Liebe war es, die Glut der Minne war entfacht,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
es dauerte nicht lange, da gab &amp;#039;s ein schönes Hochzeitsfest,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch die Moral von der Geschicht&amp;#039;,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die es ja immer geben muss,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die verrate ich euch noch nicht,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn für heut ist erst Mal Schluss.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein ander Mal bin ich dann da &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und singe euch, was noch geschah,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
mit der glutäugigen Susanne &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ihrem blondgelockten Manne.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bis dahin, ihr lieben Leut&amp;#039;,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
geduldet euch .. bin durch für heut&amp;#039;! &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Markgraf Berenhard der Laute&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Markgraf Berenhardt der Laute, hat uns unser Kind geraubt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von Isenburg zur Festung hinauf, wo man sie zu seh&amp;#039;n geglaubt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nehmt die Fackel brave Leut&amp;#039;, helft, dass man sie wieder find&amp;#039;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Keine Hoffnung gibt&amp;#039;s ihr Braven, dort regieren Schwert und Wind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auf dem Turme hört man&amp;#039;s klagen, sind das dort droben unsre Frau&amp;#039;n?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die, die ihr lebt dort in der Stadt Isenburg, tut auf eure Brut gut schau&amp;#039;n!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Sven der Rote auf der Suche&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sven der Rote saß beim nem Met, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
überlegte wie es nun weitergeht. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Warf den Becher voll Wut an die Wand!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er schrie: &amp;quot;Ich zieh mir ein Weibsbild an Land. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Rothaarig, stolz mit schwellender Brust soll sie sein &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und gehören soll sie nur mir allein!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sven der Rote, sprang auf, ging fort, suchte die Frau erst hier, dann dort. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch keine der Frauen, die er traf. war so wie erdacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie das schöne Bild, was sich in seinem Kopf breitgemacht. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines Tages aber, Sven der Rote war Gast hier in diesem Haus, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
fielen ihm beinah die Augen heraus. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn es kam eine Frau mit rotem Haar und schwellender Brust hinein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
setzte sich an einen Tisch und trank ein Glas Wein. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sven sprang auf, war himmlisch entzückt und vor Liebeswahn beinah verrückt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er ging zum Tische, sprach: &amp;quot;Du Schöne sei mein, willst du bitte mein Augenstern sein?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Frau sah Sven den Roten zunächst schweigend nur an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch dann, dann hat sie plötzlich etwas getan. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie schüttelt wild den Kopf und dann dem Sven den Wein ins Gesicht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was willst du von mir, du Tropf&amp;quot; hat sie dabei laut gezischt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Lass mich in Frieden besoffener Nordmann, sonst zeig ich mal, was ne Nordfrau so kann!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Belästige hübsche Nordahejmra nicht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
willst du keinen er Wein im Gesicht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn der landet bei dir auf Bart und dem Kopf, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und alle lachen laut über dich, du armer Tropf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gassen- und Handwerkslieder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesen Liedern besingt Walter das Leben der einfachen Leute: Handwerker, Händler, Hafenarbeiter und all jene, die in den Straßen und Gassen Vellhafens ihren Alltag bestreiten. Die Stücke sind oft humorvoll, manchmal rau, aber stets voller Wärme für die Menschen, die sie porträtieren. Viele davon entstanden unterwegs, zwischen Marktständen, Werkstätten und Tavernen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Das Lumpensammlerlied des Willem Willink&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Gott Pares hat mich verdammt auf Erden, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein Hader- und Lumpensammler zu werden. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin Willem Willink, ja seht mich nur an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein Lumpenkerl, ein armer, doch ehrlicher Mann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit verschossener Jacke, zerrissener Hose, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ja starrt mich ruhig an – ich bin keine Mimose. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist mir lieber, als wenn ihr verächtlich wegseht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als wär ich nur Dreck, den man mit Füßen wegfegt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Manch einer hält Nase und Maul mit dem Tuche bedeckt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil mein Duft ihn erschreckt und seine Sinne befleckt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch nach Ambra und Moschus kann ich nicht duften,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
muss für Hadern und Lumpen tagtäglich schuften.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bin kein feiner Pflastertreter mit Gold und mit Muße –&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Glück war bei anderen auf besserem Fuße.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hab des Lebens Mühsal bis zur Neige geleert,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch blieb ich stets ehrlich, hab mich nie beschwert.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Meer der Schmerzen bin ich geschwommen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf einem Lumpensack dann zu liegen gekommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun stapf ich durch Vellhafens Gassen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um eure alten Tücher und Kleider zu fassen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bringt mir ruhig ungewaschen, ungekrumpen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
eure Lappen, Fetzen, Flecken und Lumpen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Alles rein in den Sack – man macht daraus Papier:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eingeweicht, gestampft, gegautscht – harte Arbeit, kein Pläsier.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dann geschöpft, gepresst, getrocknet – ein neues Werk erschaffen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
verkauft an Schreiber, Pfeffersäcke und auch an die Pfaffen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin Willem Willink, pack Lumpen in meinen Sack,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und bin schon wieder fort – schwuppdiwupp, zackzack!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Ich liebte ein Mädchen ... &amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hinweis: Dieses Lied basiert auf dem irdischen Stück „Ich liebte ein Mädchen“ von Insterburg &amp;amp; Co. &amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Die antamarisierte Fassung stammt vom Spieler Pyromaniac.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Liwa, das war die reinste Diva.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Techuan, das hatte nie ein Röckchen an.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Toapac, dem gab ich meinen Anorak.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Yunava, das war mit ihrer Mutter da.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Pechutli, das fuhr so gerne Wasserski.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Mascunja, das zeigte mir ihr *tralala*&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Ximalcuan, das sah mich immer traurig an.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Punac, dann packte ich den Rucksack.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mir wurde nämlich Xetoka zu klein ,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so ging ich in die Wüste rein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Kalibah, das sagt ständig oh la la.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Finnekish, das aß am liebsten Tintenfisch.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Kefybeg, das nahm mir meine Stiefel weg.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Yntrein, dem zeigte ich mein Holzbein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Altersheim, das brachte ich beizeiten heim.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Tarrikum, das war ein wenig andersrum.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Ylgen, das konnte viel vertilgen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Djerset, dort sind sie alle sehr fett.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Esnau, das war wohl meine Traumfrau.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Yrlensbar, das war einfach wunderbar.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Chal&amp;#039;ginn, dort gehe ich nie wieder hin.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in El Bachan, die Rettung war ein Äppelkahn.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von nun an war mir auch Eriath zu klein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
drum stach ich in die See hinein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Mandoran, das sprach mich dort im Hafen an.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Eisentrutz, das wollte nur mit Kautschukschutz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Eisenstein, das lud mich in ihr Zimmer ein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Hälstrond, das war so richtig hellblond.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Hornsandt, das an der Straße ganz vorn stand.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Jotunheim, dem geht wohl jeder auf den Leim.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Belbrück, dort hatte ich ganz schnell Glück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Berggugg, das soff mit einem Zwergschluck.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Cargnac, zu zweit in einem Schlafsack.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Ismar, in deren Kleid ein Riss war.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Diertal, ich glaube es war viermal.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Echelon, da kam ich grade so davon.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Eisenrose, ach dort ist meine Unterhose.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Bragen, darüber darf ich nichts sagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Minenhall, das quatschte wie ein Wasserfall.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Dwimorgrim, da sollte ich mal wieder hin.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sind zwar keine Heldentaten, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was noch so war, wird nicht verraten. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Anne Samthaut und der hungrige Bilibo&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anne Samthaut , Halblingsfrau aus Altpforten , &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
buk ständig Kuchen und auch Torten, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bilibo Binsofroh, aus Huggelshausen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kam, um das Backwerk zu verschmausen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Flugs nahm die resolute Anne, den hungrigen Bilibo zum Manne, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn ihm schmeckten alle Sorten, ihrer Kuchen und auch Torten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bei so viel Süßem wurde Bilibos Bäuchlein kugelrund, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bei Anne hatte es sichtlich einen anderen Grund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Welchen, konnte man nach neun Monden sehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu dritt sie durch die Welt nun gehen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit kleinem Sohn leben sie nun in Veen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mal ehrlich? Ist das nicht wunderscheen? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das tut mir Leid. Die gibt es nicht. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schmäh- und Spottlieder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;==&lt;br /&gt;
Hier versammelt Walter von der Salzwiese all jene Lieder, in denen er mit fröhlicher Frechheit an Kronen, Krägen und Amtsketten zupft. Ob eitler Edelmann, überhebliche Amtsperson oder eine politische Entscheidung, die mehr Schatten als Glanz wirft – niemand ist vor Walters spitzem Humor sicher. Seine Spottlieder sind weniger Anklage als Kunststück: kleine musikalische Sticheleien, die Missgeschicke, Übertreibungen und Fehltritte in heitere Reime verwandeln. Mal neckisch, mal schelmisch, mal überraschend treffend – doch immer mit einem Lächeln, das zeigt, dass selbst die Mächtigen über sich lachen dürfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Conte Schiefhals&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hinweis: Dieses Lied ist eine antamarisierte Bearbeitung des irdischen Volksliedes „O hängt ihn auf“ aus dem 19. Jahrhundert. Die Melodie und Grundstruktur stammen aus der Vorlage, der Text wurde von mir für ein Rollenspielereignis in Vellhafen angepasst. Tica&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh hängt ihn auf! Oh hängt ihn auf! &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Oh hängt ihn auf, den Kranz voll Lorbeeren! &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dich oh Conte, dich oh Conte, dich mit deinem schiefen Hals, dich wollen wir verehren. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir treten, dich - wir treten dich, wir treten dich zu ehren, heut zusammen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wohl in den Leib, wohl in den Leib, wohl in den Leib lodern helle Flammen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du bist ein Vieh, du bist ein vie -, du bist ein vielgeliebter Conte in Vellhafen,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und auch ein Hund, und auch ein hund -, und auch einhundert Jahre sollst schaffen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh wie gemein, oh wie gemein, oh wie gemeinsam unser Herzen schlagen,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Siehst du heut aus, siehst du heut aus, siehst du heut aus den Worten , die wir sagen.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh wie es riecht, oh wie es riecht, oh wie es riecht nach deinem Ruhm im Lande. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aus deinem Mund, aus deinem Mund, aus deinem Mund, oh Conte, kam nie ein Wort der Schande. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir brechen dir, wir brechen dir, wir brechen dir zum Ruhm der Feinde Speere. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Selbst Hals und Bein, selbst Hals und Bein,  selbst Hals und Beine opfern wir zur Ehre. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh wie es glänzt, oh wie es glänzt, oh wie es glänzt in deinen goldnen Haaren, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vor Speck und Dreck, vor Speck und Dreck, vor Speck und Dreck soll man dich, oh Conte, stets bewahren. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Belbrücks&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Belbrücks sind kurze, scherzhafte Fünfzeiler, die in Antamar weit verbreitet sind. Walter sammelt sie seit seiner Jugend und dichtet selbst unzählige neue, meist über Orte, Menschen oder Begebenheiten, die ihm auf seinen Reisen begegnen. Sie folgen einer festen Reimform und werden in Tavernen gern laut mitgesprochen — oft zur großen Freude des Publikums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Heiliges Kaiserreich&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst Mädchen aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bragen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die wollt&amp;#039; was Besonderes wagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie sucht nach `nem Gatten im Kurier,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
jetzt hat sie nicht einen, sondern gleich vier,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die sich täglich übers Essen beklagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war mal ein Bauer aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ackerheim&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der machte in jeden Satz &amp;#039;nen Reim. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und als sein Haar wurde lichter, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da nannte er sich einen Dichter &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und blieb den ganzen Tag daheim. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Kind in &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kirchflecken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das wollte die Welt noch entdecken.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es konnte krabbeln, noch nich´ so gut laufen  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und purzelte prompt in jeden Misthaufen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und erschreckte wandernde Recken. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Oma aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Siebenbrück&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der bastelt der Sohn eine feine Krück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hat Oma hocherfreut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aber den Sohn hat&amp;#039;s gereut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn die Oma haute damit Leute in Stück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Junge aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Amartrutz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der nahm immer alle Gauner in Schutz, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als Mann er studierte, wurd&amp;#039; Rechtsanwalt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Gauner haben ihn nun bezahlt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und schon nannt&amp;#039; ihn keiner mehr Nichtsnutz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Kerl aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jatzlauken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der wollt nur Trompeten und Pauken, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn laute Musik, die liebte er sehr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
seinen Nachbarn machte das Leben er schwer. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie schimpfen ihn deshalb nen lauten Rabauken. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Recke aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bragen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der wollt auch was Besonderes wagen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er ging zu einem großen Turnier, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kam, sah und siegte gegen Vier, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gewann dann nen Helm mit Kragen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst der Vater vom Recken aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bragen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der wollte dem Sohn die Teilnahme versagen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bleib weg vom Turnier!&amp;quot; Wütend er droht: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Denn wenn du verlierst, dann bist ja tot!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Warum willst du dich unbedingt schlagen?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Thelessa&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gute Fürst aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Faelughaven&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
muss wie jeder in der Nacht auch schlafen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um dann sanft in den Schlaf zu gleiten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hilft dem gute Fürst beizeiten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Zählen von weißen Schafen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Orklande&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es zogen einst drei Kelten nach Westen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu suchen &amp;#039;nen Vierten, wenn möglich den Besten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie fanden ihn nah dem &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Orken-Lande&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht mittig sondern eher am Rande,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
im Eichenbaum sitzend auf Ästen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Vellhafener Städtebund&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Königreich Lothrinien&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Pferdehirt aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Belbrück&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das war ein rechter Franz im Glück, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als von der Weide eine Herde Pferde wurde geklaut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er sich gründlich umgeschaut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und brachte sie, heil und am Stück, zurück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Burgherr auf &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Burg Obquell&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der fror ganz erbärmlich, trotz Wolle und Fell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Wind hier oben schneidend und bitterkalt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von drinnen die Stimm&amp;#039; seiner Frau erschallt: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mein Liebster, an den Kamin, zack zack aber schnell.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Adelsrepublik Grauland&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Jungfer aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Surquell&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die war ganz besonders schnell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Da kam ein Jüngling aus Untermoor, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der setzte ihr nen Floh ins Ohr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und zog sie nieder auf sein Schafsfell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Dûn-Reich&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Hund in &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tsakmur&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der ging allen auf die Hutschnur. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weil er bellte und jaulte, immer und stets, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging er den Leuten dort schwer auf den Keks. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die schickten den Jauler in die Wüste zur Kur.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Aivarunenlande&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Aivarune aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Qara Qorum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der fummelte sich immer am Ohr rum. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Seine Frau machte das Gefummel nervös, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
schrie ihn an und wurde ganz bös. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er hörte nicht auf, das war ganz dumm. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Xetoka&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Dame aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Liwa&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die war eine rechte Diva, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
trug nur seidene Kleider und Hüte, pompöse, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Verrückt, ja aber sie war keine Böse. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn das war was, was sie nie war. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Inoda&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Knabe aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Horami&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aß für sein Leben gerne Salami,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ob morgens, abends, zu jeder Zeit,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
für Salami war er immer bereit,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und verschlang sie rasant wie&amp;#039;n Tsunami.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tica</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.antamar.eu/index.php?title=Liedgut_des_Barden_Walter_von_der_Salzwiese&amp;diff=126554</id>
		<title>Liedgut des Barden Walter von der Salzwiese</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.antamar.eu/index.php?title=Liedgut_des_Barden_Walter_von_der_Salzwiese&amp;diff=126554"/>
		<updated>2026-02-18T10:55:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tica: /* Gassen- und Handwerkslieder */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Walter von der Salzwiese – Barde aus Vellhafen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walter von der Salzwiese gilt als einer der hoffnungsvollsten jungen Spielleute Vellhafens. Mit seinen gerade einmal erwachsenen Jahren hat er sich bereits einen Ruf erarbeitet, der manch älteren Barden neidisch werden lässt. Freundlich im Wesen, mit einer klaren, warmen Stimme und einem Talent, das Zuhörer mühelos in seinen Bann zieht, ist er in Schenken, auf Märkten und bei Festen gern gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein erstes Werk, „Das Lied von Brunihild“, verbreitete sich rasch über die Grenzen Vellhafens hinaus und wurde zu einem antamarweit bekannten Gassenhauer. Schon als Junge schickte Walter seine Verse und Melodien an den Vellhafener Kurier und erhielt dort früh Anerkennung für seine Dicht- und Vortragskunst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Herkunft und Familie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walter stammt aus Ismar, wo sein Vater Hein von der Salzwiese einen erfolgreichen Hof bewirtschaftet. Die Schafe der Familie grasen auf den salzhaltigen Wiesen Ismars, was dem Fleisch der berühmten Salzlämmer einen besonderen Geschmack verleiht. Wohlstand und Fleiß prägen Walters Herkunft, und es mangelte der Familie nie an etwas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein künstlerisches Talent verdankt Walter vor allem seiner Mutter Irina, die einst als Bardin unter dem Beinamen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;„Die Lerche aus Ismar“&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bekannt war. Sie tritt heute nicht mehr öffentlich auf, doch ihre Stimme und ihr Gespür für Melodie leben in ihrem Sohn weiter. Walters Brüder hingegen blieben der Landwirtschaft treu und führen den elterlichen Hof fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hinweis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die hier aufgeführten Lieder und Verse stammen — mit wenigen Ausnahmen (die aber immer extra gekennzeichnet sind)  — aus meiner eigener Feder.&lt;br /&gt;
Der Barde Walter von der Salzwiese wird im Spiel von mir verkörpert. Tica&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Balladen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
Walters Balladen erzählen von Liebe, Schicksal, Heldentum und den stillen Tragödien des Alltags. Sie sind länger gefasste Erzählgedichte, die oft auf wahren Begebenheiten beruhen oder von alten Sagen inspiriert wurden. Mit klarer Stimme und feinem Gespür für Stimmung trägt Walter sie auf Märkten, in Schenken und bei Festen vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Das Lied von Brunihild&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
War einst ein kleines Schneiderlein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das konnt schneidern, mit Stichlein fein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und dieses kleine Schneiderlein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging Nächtens in den Wald hinein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dort traf er sich mit Brunihild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die beiden trieben es dort wild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf einer Lichtung unerlaubt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er die Unschuld ihr geraubt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bruni aber war dem Joost versprochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der, der hatt&amp;#039; bald Lunt&amp;#039; gerochen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es kam, wie es dann kommen musste:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Joost, der ahnte, wenn auch nicht wusste,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass Brunihild ihn dreist belogen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und wahrscheinlich auch betrogen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er will es wissen, noch genauer,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und legt sich Nächtens auf die Lauer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Genau vor Brunihildes Elternhaus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und richtig, kaum war&amp;#039;s dunkel, trat sie hinaus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grimmig sieht Joost wie seine Braut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die selbst des Nachts sehr schön ausschaut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sich im Walde mit einem Schneider trifft,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihn gar küsst und herzt, das blonde Gift.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es schmerzt ihn sehr, er leidet Pein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie er so sieht sein Brunilein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Hals ihm schwillt und er sieht rot,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
stürmt auf die Lichtung: Schneider tot!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es heult und schreit die Braut vom Joost:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du Mörder! Bist du noch bei Trost?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch Joost, der schaut sie lange an,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kalt und böse sagt er dann:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du nahmst meinen Ring, warst mir versprochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bist mit dem Schneider hier ins Laub gekrochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hast ihn geküsst, geherzet sehr&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weißt du, dich will ich gar nicht mehr!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brunihilde, die war fassungslos,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
drehte sich um und rannte los.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach Hause will ich, denkt die Maid&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und rafft dann flugs das lange Kleid,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und sie rennet schnell und schneller,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zuhaus geht`s zunächst mal in den Keller.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wäscht aus das Kleid, besudelt von des Schneiders Blut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
lauscht nach oben, ob der Joost ihr womöglich folgen tut.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Joost jedoch, der will nur die Verlobung lösen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gleichgültig ihm ist, ob im Guten oder Bösen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Egal, ob sie ihn anzeigt, dieses Weib&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hauptsache sie bleibt ihm nun vom Leib.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am Elternhaus der Brunihild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ruft er laut und fuchtelt wild,:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich möchte meinen Ring zurück,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von diesem ungetreuen Stück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es wird keine Hochzeit geben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so eine heirat´ ich nie im Leben.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vater und Mutter sind bass erstaunt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was der Joost da ausposaunt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie befragen dann ihr Kind und schau&amp;#039;n es ratlos an:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sag uns Brunihild, was hast du nur getan,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass der Joost dich untreu schilt?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Setz uns bitte mal ins Bild.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Maid, die schweigt, nimmt kreidebleich&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Ring vom Finger dann sogleich.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vater gibt den Schmuck zurück,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf das er andere Hände schmück&amp;#039;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Joost läuft nun geschwind davon,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und dann brüllt der Vater schon:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was sollen denn die Leute denken?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Musstest du den Joost so kränken?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kind was hast du bloß gemacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
in dieser unglückseligen Nacht?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch Brunihild, die Ungetreue,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sagt kein Wort, schweigt nun auf Neue.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Mutter redet auf sie ein:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sag mir den Grund, Brunhildilein!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch auch der Mutter bleibt sie eine Antwort schuldig,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
diese schäumt vor Wut, fragt ungeduldig:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was sollen wir den Leuten sagen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wenn nach der Hochzeit sie uns fragen?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maid schweigt weiter, geht auf ihr Zimmer,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Lage, die wird schlimm und schlimmer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn Brunihilde weiß, dass sie ein Kindlein trägt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
in knapp fünf Monden es in der Wiege quäkt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Schande&amp;quot; denkt sie, &amp;quot;Welch ein Graus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie komme ich aus der Sache raus?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich geh ins Wasser!&amp;quot; ihr Entschluss,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sprach&amp;#039;s und ging geschwind zum Fluss.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am nächsten Tag hat der Vater sie gefunden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie aus dem Wasser raus gewunden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu einem Medicus verbracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch der hat nur aufgelacht:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Eine Tote bringt ihr mir? Was soll ich tun?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lasst sie auf dem Nergasacker ruh&amp;#039;n.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater sprach: &amp;quot;Mir ist nicht nach Scherzen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
untersuche ob ein Kind sie trug, unter ihrem Herzen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Medicus untersucht die Tote nun geschwind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann sagt er: &amp;quot;Ja, sie erwartete ein Kind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In vier, fünf Monden wär`s soweit gewesen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das kann ich an dem Körper lesen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater nickt, bezahlt den Mann, und nimmt die Leich&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bringt sie zum Nergasacker dann sogleich.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch Nergas Diener schicken ihn fort:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Begrabt sie einem anderen Ort!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nerga hasst jene, die sich selbst des Lebens berauben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das weiß der Vater, durch seinen tiefen Götterglauben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es schwillt die Wut ganz tief in ihm,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er denkt: Der Joost war mit Brunihild intim,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dafür sollte er nun bezahlen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn er verursacht diese Qualen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Leich&amp;#039; der Tochter in den Armen, die Augen voller Schmerz,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
stellt er den Joost und ohne Fragen, sticht er ihm `nen Dolch ins Herz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Richter nach acht langen Wochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat den Vater freigesprochen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn, so sprach der weise Mann:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bin selber Vater und daher ich verstehen kann,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was ihn zu dieser Tat gebracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vielleicht hätt`ich&amp;#039;s ebenso gemacht?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Betrüge den Verlobten nicht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eifersucht bei einem Mann,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gar schlimme Folgen haben kann!&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der Sohn der Maar-Fiar&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sein Clan längst erloschen, seine Geschichte dieses Lied bewahr. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Maar-Fiar waren Jäger, Jäger am Meer, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihre hölzernen Kanus glitten pfeilschnell umher. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, der stolze Aiva&amp;#039;un, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der verehrte gar sehr Lunin und auch den goldenen Lun, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
War nur Lunin, nicht Lun, am Nachthimmel zu sehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so wussten die Maar-Fiar: Es ist Zeit, auf die Jagd zu gehen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er und die Gefährten schoben ihre Kanus in die Wellen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
im Wissen, das Lunin ihren Weg wird erhellen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vier saßen in den Kanus, ob Mann, ob Frau,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zwei lenkten durch die Wogen, zwei spähten hinaus ins Grau. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Netzen und Angeln machten sie reiche Beute, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vom Ausmaß ihres Fangs erzählt man sich noch heute. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Speere und Spieße waren stets messerscharf gewetzt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
damit auch Raubfisch, kein Hai ihre Netze zerfetzt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eroberer und Mörder schlichen heran in dunkler Nacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als weder Lunin noch Lun den Himmel bewacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie drangen gewaltsam ein in Takoyas Haus, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
löschten zunächst seiner Familie die Lebenslichter aus. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gefesselt und geknebelt, gezwungen zuzusehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie all die Untaten vor seinen Augen geschehen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vom Schmerz wie von Sinnen, von Wut angefacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er das Unmögliche dennoch vollbracht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er zerriss seine Fesseln, spuckte den Knebel aus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
erschlug jeden Qim‑Mas, den er fand im Haus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er war nicht zu halten, von der Rache beseelt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
seine Muskeln und Sehnen in Eisen gestählt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch als er im Haus sein Werk vollbracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
trat er hinaus in die stockdunkle Nacht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Dutzend Qim‑Mas rangen den wilden Takoya nieder,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er starb – doch sein Pan‑Teon lebt fort, davon künden die Lieder. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Maar‑Fiar, den stolzen Jägern der Meere,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gebührt auf ewig unsere stille Ehre.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein ganzer Clan, gefallen durch fremde Horden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
durch wilde Feinde, die nur brandschatzen und morden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in der alten Heimat der Maar-Fiar, das weiß jedes Kind, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weht nun an allen Orten eine fremde Flagge im Wind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Grauländer, diese Qim-Mas, wohnen nun dort, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Geister der Maar-Fiar hüten jeden Ort. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der Ring des Räubers &amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht weit von hier in einem tiefen Tal,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da wohnte eine Maid im Wald an einem Wasserfall. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie war so schön, so schön wie Milch und Blut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von ganzem Herzen war sie einem Manne gut. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du armes Kind, du dauerst meine Seele. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weil ich nur ein Räuber bin, wohn&amp;#039; in einer Höhle&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Du kannst fürwahr nicht länger bei mir sein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ich muss jetzt fort, tief in den Wald hinein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nimm diesen Ring, und sollte man dich fragen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so sag&amp;#039; ein Räuber habe ihn getragen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der dich geliebt, geliebt bei Tag und Nacht&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der so manchen um Hab und Gut gebracht&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sprach er nach vielen Monden zu ihr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nach so  vielen Tagen und Nächten mit Pläsier, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihr half kein Wehen und auch kein Klagen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie musste seinen Weggang weinend ertragen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schöne tat, was der Geliebte ihr gesagt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging zurück zu ihrem Dorf, tieftraurig verzagt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie zeigte den Leuten den güldenen Ring, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das vermaledeite wertvolle, aber gestohlene Ding. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie weinte: &amp;quot;Der Räuber, den ich geliebt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat ihn getragen bei Tag und auch bei Nacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der so  manchen um Hab und Gut gebracht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat mich geliebt, bei Tag und auch bei Nacht.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Leute im Dorf waren empört, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht die Liebe an sich hat sie gestört, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aber, dass sie einem Räuber galt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dieses man eine Sünde schalt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sprachen: &amp;quot;Geh in den Tempel, törichte Maid &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und klag den Geweihten dort dein Leid, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Ring, den spende an die Götter, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann verstummen auch die Spötter.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie kann man einen Räuber lieben, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Unglückseliges Kind, was hat dich umgetrieben?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maid weinte bitter und lange, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vor der Zukunft war ihr sehr bange. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Verlust des Liebsten hat sie schon entsetzt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
war sie nun zusätzlich Hohn und Spott ausgesetzt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie trat in einen heiligen Orden ein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um eine Dienerin für die Götter zu sein. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So lebt sie nun dorten, fleißig und fromm,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Jahre verrinnen, die Welt bleibt ihr stumm.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch manchmal im Dunkel, wenn die Kerzen vergeh’n,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
meint sie den Räuber wie im Traume zu seh’n.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann flüstert sie leise, so sanft wie der Wind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass Herzen nicht wählen, wohin sie bestimmt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und tief in ihr drinnen, verborgen und sacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
lebt weiter die Liebe bei Tag und bei Nacht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der treue Hund&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr Leute, lasset mich berichten, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von gar wundersamen Geschichten, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine tue ich Euch nun kund, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie ist zu Orstoc einst geschehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ihr Held, das war ein Hund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein reicher Bauer mit dem Namen Friedrich Klein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kehrte nach dem Marktbesuch in ein Wirtshaus ein. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er hatte Vieh verkauft, trug bei sich den Erlös, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das rochen in der Schenke zwei Räuber, bitterbös. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als nun der reiche Bauer des Nachts zu Bette ging, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
beschlossen diese Räuber zu drehen ein schlimmes Ding. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie schlichen im Gasthaus in seine Kammer hinein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und drangen mit ihren Messern bedrohlich ein auf Friedrich Klein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schon packten ihn die Schlimmen, an seiner bloßen Kehle, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da schrie mit letzten Kräften, Friedrich die Angst sich von der Seele &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das hörte im Stalle, nicht sein Knecht aber der treue Hund, .&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er riss sich von der Kette und schon er in der Kammer stund &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bevor die Mörder die Messer setzten an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er stürzt sich auf die Kerle und rettet so den Mann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ward überwältigt, die böse Mörderbrut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu Orstoc, auf dem Richtblock, da floss zum Lohn ihr Blut. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch in dem Kampf fügten sie dem treuen Tier zu eine böse Wund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und schon am nächsten Tage da starb der arme Hund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es setzt in seinem Garten, der Bauer Klein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dem treuen braven Hunde aus Marmor einen Stein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darauf stand geschrieben dieses hier: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Viel treuer als die Menschen ist oft ein Hundetier. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Die Geschichte vom Räuber Hannes&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es sagt einst ein Kind zur seiner Großmama: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wenn ich erwachsen bin, was werd ich da?  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hab wenig Lust auf Feldarbeit. Kann ich vielleicht ein Räuber sein? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Muss wenig tun, nur ein bisschen rauben. Das wär&amp;#039; einfach und sehr fein.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Alte wiegt besorgt den Kopf, streichelt sanft den Enkelsohn. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich erzähl dir &amp;#039;ne Geschichte, die beantwortet deine Frage schon.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lehnt sich zurück, dann hebt sie an und sie erzählt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Geschichte vom Räuber Hannes hat sie gewählt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch des Waldes düstre Gründe auf naturverschlungnem Pfaden  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wandelt eine Magd zum Markt nach Vellhafen mit schmerzenden Waden. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hui, da plötzlich stürmt des Banditen kühner Sohn aus dem Geheg, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
scharf bewehrt bis an die Zähne, und vertritt ihr flugs den Weg. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Seid Ihr&amp;quot;, fragt die Frau erblassend, einer dunklen Ahnung voll, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;nicht vielleicht der Räuber Hannes, der allhier grassieren soll?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ja, ich bin´s, du Unglücksel´ge, ja, ich bin´s, der sich dir zeigt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und du bist diejen´ge, welche sich nun vor mir verneigt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn mit hochwillkomm´ner Beute nahst du mir zu guter Stund!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sprachs und nahm ihr weg den Korb, durchwühlt ihn schnell bis auf den Grund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wie Schuppen von den Augen fällt´s der schlichten Magd sogleich: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ihr seid Hannes!&amp;quot;, ruft sie bleich. &amp;quot;Bin es!&amp;quot; spricht der Räuber weich. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bin´s und sage dir noch dieses: ich töte dich du dummes Weib, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bringst du mir nicht auf dem Rückweg Gold, ramm ich meinen Dolch in deinen Leib.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Magd wird blass und blässer und eilt zum Markt, sucht den Büttel Reodan, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
findet ihn, fragt ängstlich dann, ob er ihr wohl helfen kann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jener stimmt zu, sie zu begleiten, denn den Räuber will er fangen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
baumeln soll der Räuber Hannes, an dem Galgen soll er hangen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesagt, getan und aus dem Walde eilt der Hannes schnell heran, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn er sieht nur das Mägdelein und nicht den guten Reodan. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jener hat sich vorher schon gut versteckt hinter einer dicken Eich, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er springt heraus, macht sich ganz groß und packt sogleich, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann den Räuber Hannes fest am Arm und am Halse an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
damit der Bösewicht dem harten Griffe nicht entweichen kann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Schurke! Hab dich!&amp;quot; so donnert er, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Nun entkommst du mir nicht mehr!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Mit des Seilers Tochter mach ich dich bekannt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aufatmen wird das ganze Land.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Werde besser Räuber nicht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sonst landet man am Ende nur an einem Strick und baumelt dann im Wind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Drum werde artig und bleib brav, sonst kommt Reodan mein Kind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Die Vogelscheuche Martha Stroh&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vogelscheuche Martha Stroh, wurd&amp;#039; ihres Daseins nicht mehr froh.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn es war nun einmal so, ein Strohhalm piekste sie am Po.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie fand es schrecklich, musste weinen, so schlimm juckte es der Kleinen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn, auch eine Scheuche hat ein Recht auf einen - unversehrten Po, sollte man meinen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da kam ein Zwerg am Feld vorbei, hörte sogleich das Wehgeschrei.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Mach doch hier nicht so&amp;#039; n Bohei! Trink dir nen Schnaps oder auch zwei.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was kannst es denn so Schlimmes geben, dass du so greinst wie um dein Leben?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Oder trinkt den vergorenen Saft der Reben, das wird deine Stimmung heben!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Törichter Zwerg, was rätst du mir da, kleiner Mann? Fast wie der Mönch vorhin, der riet zu Baldrian.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch musst doch sehen, dass ich nichts trinken kann, schau einfach meinen Mund mal an!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zwerg guckt Martha böse an und ganz brüskiert, &amp;quot;Töricht sagst du?&amp;quot; Er holt aus und hat ihr einfach eine geschmiert,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Martha erbebt als sie die Ohrfeige kassiert und durch die Erschütterung den Pieksehalm am Po verliert!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Martha ganz gücklich, kann&amp;#039;s kaum fassen: &amp;quot;Hab Dank, mein Retter. Das pieksige Stroh hat mich verlassen!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;So lass ich mir gerne eins verpassen, wenn dann die Pieksehalme meinen Po in Frieden lassen!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zwerg schaut verdutzt auf seine Hände, sichtlich erstaunt über dieses glückliche Ende,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Gern geschehen, Vogelscheuche! Nun wach du wieder über das Gelände, Und sag jedem Vogel, dass besser er verschwände.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Die glutäugige Susanne&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es dachten sich die Eltern der glutäugigen Susanne, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Kind ist nun erwachsen bald,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wir geben sie zu einem Manne,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn sonst ist sie schon bald … zu alt.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein reicher Händler war der erste Kandidat, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er schien dem Vater eine gute Partie, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auch wenn er keine Haare auf dem Kopf mehr hat, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Mutter meint: „Den nimmt das Kind doch nie!“ &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch wurde flugs, er zum Sonntagsmahl geladen, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er erschien im feinsten Zwirn und mit schwarzem Hut, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch biss der Hund ihn in die Waden, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er roch wohl nicht besonders gut? &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Susanne lobt den Hund und füttert ihn mit Leckerbissen, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn diesen Kahlkopf will sie nicht zum Manne.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater tobt: „Hast du denn gar kein Gewissen? &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nicht die Haare machen aus, den guten Ehemanne!“ &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Susanne schmollt: „Ist mir egal, den Kahlkopf nehme ich nicht!“ &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Händler schaut erst dumm, setzt wieder auf den Hut und geht dann wortlos fort. &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater schreit: „Hat denn mein Wunsch in diesem Hause kein Gewicht? &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich stand beim Händler doch im Wort!“ &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Susanne tobt und weint und schmollt, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
umarmt den Vater stumm.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie mag nicht wenn der Vater grollt &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und hofft sie stimmt ihn um. &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Mein Vater, mein Vater ich liebe dich sehr“, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hört es der Vater in seinen Ohren hallen. &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Bitte bring mir keinen Kahlkopf mehr,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch einer mit güldnen Locken, der könnt mir gefallen.“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Papperlapapp!“ sagt der Vater geschwind,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Güldene Locken ersetzen nicht Gold und Position&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so kommst du mir nicht davon, mein Kind,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den nächsten den ich dir präsentiere, der wird mein Schwiegersohn.“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sohn des Stadtkämmerers, ein Jüngling mit goldenem Haar,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
schon lange verliebt in Susanne, die im Stadtpark er gesehen,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wurde durch Dritte die Geschichte gewahr,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und meinte sofort: „Da muss was geschehen!“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Flugs suchte er den Vater der Holden auf in seinem Kontor,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der saß hinter seinem Schreibtisch mit grimmigem Gesicht&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Jüngling trat mutig und beherzt davor,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Gebt mir Susanne zu Weibe“ verlangte er schlicht.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vater Susannchens guckt bass erstaunt,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf den blondgelockten Jüngling von gutem Stande&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil Kandidat Susannens Gnade fand, war schon übel er gelaunt,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
des Stadtkämmerer Sohn jedoch, schien ihm geeignet für Familienbande.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Diener lässt er flugs Frau und  Tochter holen,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der Jüngling freut sich, vor Aufregung das Gesicht ganz fahl, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der Vater hat Susanne dann barsch befohlen&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Dieser hier wird dein Gemahl, ich lass dir keine andre Wahl!“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Susannchen erst stumm und blass dann bass erstaunt,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
glaubt ihren Augen nicht zu trauen,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Gut, ihn nehme ich“ hat sie dann leis geraunt&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und kann nicht aufhören mit Schauen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verliebt strahlt sie den Jüngling an, sie kann es gar nicht fassen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater hochzufrieden, schaut stolz zu seiner Gattin hin,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Die Hochzeit, Weib, kannst du nun richten, dieses Mal scheint es zu passen.“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Mutter strahlt nicht minder, hat Enkelkinder schon im Sinn.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ihr, ihr lieben Leute, euch sicher schon gedacht,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil es sich nach der Geschicht&amp;#039; vermuten lässt,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die große Liebe war es, die Glut der Minne war entfacht,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
es dauerte nicht lange, da gab &amp;#039;s ein schönes Hochzeitsfest,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch die Moral von der Geschicht&amp;#039;,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die es ja immer geben muss,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die verrate ich euch noch nicht,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn für heut ist erst Mal Schluss.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein ander Mal bin ich dann da &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und singe euch, was noch geschah,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
mit der glutäugigen Susanne &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ihrem blondgelockten Manne.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bis dahin, ihr lieben Leut&amp;#039;,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
geduldet euch .. bin durch für heut&amp;#039;! &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Markgraf Berenhard der Laute&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Markgraf Berenhardt der Laute, hat uns unser Kind geraubt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von Isenburg zur Festung hinauf, wo man sie zu seh&amp;#039;n geglaubt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nehmt die Fackel brave Leut&amp;#039;, helft, dass man sie wieder find&amp;#039;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Keine Hoffnung gibt&amp;#039;s ihr Braven, dort regiert das Schwert und Wind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auf dem Turme hört man &amp;#039;s klagen, sind dort droben unsre Frau&amp;#039;n?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die ihr lebet dort in der Stadt, am Fuß der Isenburg, tut auf eure Brut gut schau&amp;#039;n!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gassen- und Handwerkslieder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesen Liedern besingt Walter das Leben der einfachen Leute: Handwerker, Händler, Hafenarbeiter und all jene, die in den Straßen und Gassen Vellhafens ihren Alltag bestreiten. Die Stücke sind oft humorvoll, manchmal rau, aber stets voller Wärme für die Menschen, die sie porträtieren. Viele davon entstanden unterwegs, zwischen Marktständen, Werkstätten und Tavernen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Das Lumpensammlerlied des Willem Willink&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Gott Pares hat mich verdammt auf Erden, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein Hader- und Lumpensammler zu werden. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin Willem Willink, ja seht mich nur an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein Lumpenkerl, ein armer, doch ehrlicher Mann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit verschossener Jacke, zerrissener Hose, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ja starrt mich ruhig an – ich bin keine Mimose. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist mir lieber, als wenn ihr verächtlich wegseht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als wär ich nur Dreck, den man mit Füßen wegfegt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Manch einer hält Nase und Maul mit dem Tuche bedeckt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil mein Duft ihn erschreckt und seine Sinne befleckt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch nach Ambra und Moschus kann ich nicht duften,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
muss für Hadern und Lumpen tagtäglich schuften.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bin kein feiner Pflastertreter mit Gold und mit Muße –&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Glück war bei anderen auf besserem Fuße.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hab des Lebens Mühsal bis zur Neige geleert,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch blieb ich stets ehrlich, hab mich nie beschwert.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Meer der Schmerzen bin ich geschwommen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf einem Lumpensack dann zu liegen gekommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun stapf ich durch Vellhafens Gassen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um eure alten Tücher und Kleider zu fassen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bringt mir ruhig ungewaschen, ungekrumpen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
eure Lappen, Fetzen, Flecken und Lumpen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Alles rein in den Sack – man macht daraus Papier:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eingeweicht, gestampft, gegautscht – harte Arbeit, kein Pläsier.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dann geschöpft, gepresst, getrocknet – ein neues Werk erschaffen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
verkauft an Schreiber, Pfeffersäcke und auch an die Pfaffen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin Willem Willink, pack Lumpen in meinen Sack,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und bin schon wieder fort – schwuppdiwupp, zackzack!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Ich liebte ein Mädchen ... &amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hinweis: Dieses Lied basiert auf dem irdischen Stück „Ich liebte ein Mädchen“ von Insterburg &amp;amp; Co. &amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Die antamarisierte Fassung stammt vom Spieler Pyromaniac.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Liwa, das war die reinste Diva.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Techuan, das hatte nie ein Röckchen an.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Toapac, dem gab ich meinen Anorak.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Yunava, das war mit ihrer Mutter da.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Pechutli, das fuhr so gerne Wasserski.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Mascunja, das zeigte mir ihr *tralala*&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Ximalcuan, das sah mich immer traurig an.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Punac, dann packte ich den Rucksack.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mir wurde nämlich Xetoka zu klein ,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so ging ich in die Wüste rein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Kalibah, das sagt ständig oh la la.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Finnekish, das aß am liebsten Tintenfisch.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Kefybeg, das nahm mir meine Stiefel weg.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Yntrein, dem zeigte ich mein Holzbein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Altersheim, das brachte ich beizeiten heim.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Tarrikum, das war ein wenig andersrum.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Ylgen, das konnte viel vertilgen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Djerset, dort sind sie alle sehr fett.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Esnau, das war wohl meine Traumfrau.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Yrlensbar, das war einfach wunderbar.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Chal&amp;#039;ginn, dort gehe ich nie wieder hin.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in El Bachan, die Rettung war ein Äppelkahn.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von nun an war mir auch Eriath zu klein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
drum stach ich in die See hinein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Mandoran, das sprach mich dort im Hafen an.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Eisentrutz, das wollte nur mit Kautschukschutz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Eisenstein, das lud mich in ihr Zimmer ein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Hälstrond, das war so richtig hellblond.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Hornsandt, das an der Straße ganz vorn stand.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Jotunheim, dem geht wohl jeder auf den Leim.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Belbrück, dort hatte ich ganz schnell Glück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Berggugg, das soff mit einem Zwergschluck.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Cargnac, zu zweit in einem Schlafsack.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Ismar, in deren Kleid ein Riss war.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Diertal, ich glaube es war viermal.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Echelon, da kam ich grade so davon.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Eisenrose, ach dort ist meine Unterhose.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Bragen, darüber darf ich nichts sagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Minenhall, das quatschte wie ein Wasserfall.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Dwimorgrim, da sollte ich mal wieder hin.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sind zwar keine Heldentaten, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was noch so war, wird nicht verraten. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Anne Samthaut und der hungrige Bilibo&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anne Samthaut , Halblingsfrau aus Altpforten , &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
buk ständig Kuchen und auch Torten, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bilibo Binsofroh, aus Huggelshausen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kam, um das Backwerk zu verschmausen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Flugs nahm die resolute Anne, den hungrigen Bilibo zum Manne, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn ihm schmeckten alle Sorten, ihrer Kuchen und auch Torten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bei so viel Süßem wurde Bilibos Bäuchlein kugelrund, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bei Anne hatte es sichtlich einen anderen Grund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Welchen, konnte man nach neun Monden sehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu dritt sie durch die Welt nun gehen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit kleinem Sohn leben sie nun in Veen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mal ehrlich? Ist das nicht wunderscheen? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das tut mir Leid. Die gibt es nicht. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schmäh- und Spottlieder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;==&lt;br /&gt;
Hier versammelt Walter von der Salzwiese all jene Lieder, in denen er mit fröhlicher Frechheit an Kronen, Krägen und Amtsketten zupft. Ob eitler Edelmann, überhebliche Amtsperson oder eine politische Entscheidung, die mehr Schatten als Glanz wirft – niemand ist vor Walters spitzem Humor sicher. Seine Spottlieder sind weniger Anklage als Kunststück: kleine musikalische Sticheleien, die Missgeschicke, Übertreibungen und Fehltritte in heitere Reime verwandeln. Mal neckisch, mal schelmisch, mal überraschend treffend – doch immer mit einem Lächeln, das zeigt, dass selbst die Mächtigen über sich lachen dürfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Conte Schiefhals&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hinweis: Dieses Lied ist eine antamarisierte Bearbeitung des irdischen Volksliedes „O hängt ihn auf“ aus dem 19. Jahrhundert. Die Melodie und Grundstruktur stammen aus der Vorlage, der Text wurde von mir für ein Rollenspielereignis in Vellhafen angepasst. Tica&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh hängt ihn auf! Oh hängt ihn auf! &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Oh hängt ihn auf, den Kranz voll Lorbeeren! &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dich oh Conte, dich oh Conte, dich mit deinem schiefen Hals, dich wollen wir verehren. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir treten, dich - wir treten dich, wir treten dich zu ehren, heut zusammen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wohl in den Leib, wohl in den Leib, wohl in den Leib lodern helle Flammen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du bist ein Vieh, du bist ein vie -, du bist ein vielgeliebter Conte in Vellhafen,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und auch ein Hund, und auch ein hund -, und auch einhundert Jahre sollst schaffen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh wie gemein, oh wie gemein, oh wie gemeinsam unser Herzen schlagen,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Siehst du heut aus, siehst du heut aus, siehst du heut aus den Worten , die wir sagen.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh wie es riecht, oh wie es riecht, oh wie es riecht nach deinem Ruhm im Lande. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aus deinem Mund, aus deinem Mund, aus deinem Mund, oh Conte, kam nie ein Wort der Schande. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir brechen dir, wir brechen dir, wir brechen dir zum Ruhm der Feinde Speere. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Selbst Hals und Bein, selbst Hals und Bein,  selbst Hals und Beine opfern wir zur Ehre. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh wie es glänzt, oh wie es glänzt, oh wie es glänzt in deinen goldnen Haaren, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vor Speck und Dreck, vor Speck und Dreck, vor Speck und Dreck soll man dich, oh Conte, stets bewahren. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Belbrücks&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Belbrücks sind kurze, scherzhafte Fünfzeiler, die in Antamar weit verbreitet sind. Walter sammelt sie seit seiner Jugend und dichtet selbst unzählige neue, meist über Orte, Menschen oder Begebenheiten, die ihm auf seinen Reisen begegnen. Sie folgen einer festen Reimform und werden in Tavernen gern laut mitgesprochen — oft zur großen Freude des Publikums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Heiliges Kaiserreich&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst Mädchen aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bragen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die wollt&amp;#039; was Besonderes wagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie sucht nach `nem Gatten im Kurier,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
jetzt hat sie nicht einen, sondern gleich vier,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die sich täglich übers Essen beklagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war mal ein Bauer aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ackerheim&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der machte in jeden Satz &amp;#039;nen Reim. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und als sein Haar wurde lichter, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da nannte er sich einen Dichter &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und blieb den ganzen Tag daheim. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Kind in &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kirchflecken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das wollte die Welt noch entdecken.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es konnte krabbeln, noch nich´ so gut laufen  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und purzelte prompt in jeden Misthaufen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und erschreckte wandernde Recken. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Oma aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Siebenbrück&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der bastelt der Sohn eine feine Krück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hat Oma hocherfreut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aber den Sohn hat&amp;#039;s gereut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn die Oma haute damit Leute in Stück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Junge aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Amartrutz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der nahm immer alle Gauner in Schutz, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als Mann er studierte, wurd&amp;#039; Rechtsanwalt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Gauner haben ihn nun bezahlt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und schon nannt&amp;#039; ihn keiner mehr Nichtsnutz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Kerl aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jatzlauken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der wollt nur Trompeten und Pauken, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn laute Musik, die liebte er sehr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
seinen Nachbarn machte das Leben er schwer. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie schimpfen ihn deshalb nen lauten Rabauken. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Recke aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bragen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der wollt auch was Besonderes wagen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er ging zu einem großen Turnier, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kam, sah und siegte gegen Vier, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gewann dann nen Helm mit Kragen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst der Vater vom Recken aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bragen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der wollte dem Sohn die Teilnahme versagen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bleib weg vom Turnier!&amp;quot; Wütend er droht: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Denn wenn du verlierst, dann bist ja tot!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Warum willst du dich unbedingt schlagen?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Thelessa&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gute Fürst aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Faelughaven&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
muss wie jeder in der Nacht auch schlafen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um dann sanft in den Schlaf zu gleiten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hilft dem gute Fürst beizeiten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Zählen von weißen Schafen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Orklande&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es zogen einst drei Kelten nach Westen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu suchen &amp;#039;nen Vierten, wenn möglich den Besten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie fanden ihn nah dem &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Orken-Lande&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht mittig sondern eher am Rande,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
im Eichenbaum sitzend auf Ästen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Vellhafener Städtebund&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Königreich Lothrinien&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Pferdehirt aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Belbrück&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das war ein rechter Franz im Glück, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als von der Weide eine Herde Pferde wurde geklaut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er sich gründlich umgeschaut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und brachte sie, heil und am Stück, zurück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Burgherr auf &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Burg Obquell&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der fror ganz erbärmlich, trotz Wolle und Fell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Wind hier oben schneidend und bitterkalt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von drinnen die Stimm&amp;#039; seiner Frau erschallt: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mein Liebster, an den Kamin, zack zack aber schnell.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Adelsrepublik Grauland&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Jungfer aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Surquell&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die war ganz besonders schnell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Da kam ein Jüngling aus Untermoor, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der setzte ihr nen Floh ins Ohr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und zog sie nieder auf sein Schafsfell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Dûn-Reich&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Hund in &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tsakmur&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der ging allen auf die Hutschnur. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weil er bellte und jaulte, immer und stets, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging er den Leuten dort schwer auf den Keks. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die schickten den Jauler in die Wüste zur Kur.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Aivarunenlande&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Aivarune aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Qara Qorum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der fummelte sich immer am Ohr rum. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Seine Frau machte das Gefummel nervös, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
schrie ihn an und wurde ganz bös. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er hörte nicht auf, das war ganz dumm. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Xetoka&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Dame aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Liwa&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die war eine rechte Diva, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
trug nur seidene Kleider und Hüte, pompöse, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Verrückt, ja aber sie war keine Böse. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn das war was, was sie nie war. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Inoda&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Knabe aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Horami&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aß für sein Leben gerne Salami,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ob morgens, abends, zu jeder Zeit,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
für Salami war er immer bereit,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und verschlang sie rasant wie&amp;#039;n Tsunami.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tica</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.antamar.eu/index.php?title=Liedgut_des_Barden_Walter_von_der_Salzwiese&amp;diff=126553</id>
		<title>Liedgut des Barden Walter von der Salzwiese</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.antamar.eu/index.php?title=Liedgut_des_Barden_Walter_von_der_Salzwiese&amp;diff=126553"/>
		<updated>2026-02-18T10:42:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tica: /* Gassen- und Handwerkslieder */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Walter von der Salzwiese – Barde aus Vellhafen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walter von der Salzwiese gilt als einer der hoffnungsvollsten jungen Spielleute Vellhafens. Mit seinen gerade einmal erwachsenen Jahren hat er sich bereits einen Ruf erarbeitet, der manch älteren Barden neidisch werden lässt. Freundlich im Wesen, mit einer klaren, warmen Stimme und einem Talent, das Zuhörer mühelos in seinen Bann zieht, ist er in Schenken, auf Märkten und bei Festen gern gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein erstes Werk, „Das Lied von Brunihild“, verbreitete sich rasch über die Grenzen Vellhafens hinaus und wurde zu einem antamarweit bekannten Gassenhauer. Schon als Junge schickte Walter seine Verse und Melodien an den Vellhafener Kurier und erhielt dort früh Anerkennung für seine Dicht- und Vortragskunst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Herkunft und Familie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walter stammt aus Ismar, wo sein Vater Hein von der Salzwiese einen erfolgreichen Hof bewirtschaftet. Die Schafe der Familie grasen auf den salzhaltigen Wiesen Ismars, was dem Fleisch der berühmten Salzlämmer einen besonderen Geschmack verleiht. Wohlstand und Fleiß prägen Walters Herkunft, und es mangelte der Familie nie an etwas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein künstlerisches Talent verdankt Walter vor allem seiner Mutter Irina, die einst als Bardin unter dem Beinamen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;„Die Lerche aus Ismar“&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bekannt war. Sie tritt heute nicht mehr öffentlich auf, doch ihre Stimme und ihr Gespür für Melodie leben in ihrem Sohn weiter. Walters Brüder hingegen blieben der Landwirtschaft treu und führen den elterlichen Hof fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hinweis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die hier aufgeführten Lieder und Verse stammen — mit wenigen Ausnahmen (die aber immer extra gekennzeichnet sind)  — aus meiner eigener Feder.&lt;br /&gt;
Der Barde Walter von der Salzwiese wird im Spiel von mir verkörpert. Tica&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Balladen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
Walters Balladen erzählen von Liebe, Schicksal, Heldentum und den stillen Tragödien des Alltags. Sie sind länger gefasste Erzählgedichte, die oft auf wahren Begebenheiten beruhen oder von alten Sagen inspiriert wurden. Mit klarer Stimme und feinem Gespür für Stimmung trägt Walter sie auf Märkten, in Schenken und bei Festen vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Das Lied von Brunihild&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
War einst ein kleines Schneiderlein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das konnt schneidern, mit Stichlein fein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und dieses kleine Schneiderlein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging Nächtens in den Wald hinein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dort traf er sich mit Brunihild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die beiden trieben es dort wild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf einer Lichtung unerlaubt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er die Unschuld ihr geraubt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bruni aber war dem Joost versprochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der, der hatt&amp;#039; bald Lunt&amp;#039; gerochen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es kam, wie es dann kommen musste:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Joost, der ahnte, wenn auch nicht wusste,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass Brunihild ihn dreist belogen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und wahrscheinlich auch betrogen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er will es wissen, noch genauer,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und legt sich Nächtens auf die Lauer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Genau vor Brunihildes Elternhaus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und richtig, kaum war&amp;#039;s dunkel, trat sie hinaus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grimmig sieht Joost wie seine Braut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die selbst des Nachts sehr schön ausschaut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sich im Walde mit einem Schneider trifft,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihn gar küsst und herzt, das blonde Gift.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es schmerzt ihn sehr, er leidet Pein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie er so sieht sein Brunilein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Hals ihm schwillt und er sieht rot,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
stürmt auf die Lichtung: Schneider tot!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es heult und schreit die Braut vom Joost:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du Mörder! Bist du noch bei Trost?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch Joost, der schaut sie lange an,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kalt und böse sagt er dann:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du nahmst meinen Ring, warst mir versprochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bist mit dem Schneider hier ins Laub gekrochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hast ihn geküsst, geherzet sehr&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weißt du, dich will ich gar nicht mehr!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brunihilde, die war fassungslos,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
drehte sich um und rannte los.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach Hause will ich, denkt die Maid&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und rafft dann flugs das lange Kleid,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und sie rennet schnell und schneller,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zuhaus geht`s zunächst mal in den Keller.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wäscht aus das Kleid, besudelt von des Schneiders Blut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
lauscht nach oben, ob der Joost ihr womöglich folgen tut.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Joost jedoch, der will nur die Verlobung lösen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gleichgültig ihm ist, ob im Guten oder Bösen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Egal, ob sie ihn anzeigt, dieses Weib&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hauptsache sie bleibt ihm nun vom Leib.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am Elternhaus der Brunihild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ruft er laut und fuchtelt wild,:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich möchte meinen Ring zurück,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von diesem ungetreuen Stück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es wird keine Hochzeit geben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so eine heirat´ ich nie im Leben.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vater und Mutter sind bass erstaunt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was der Joost da ausposaunt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie befragen dann ihr Kind und schau&amp;#039;n es ratlos an:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sag uns Brunihild, was hast du nur getan,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass der Joost dich untreu schilt?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Setz uns bitte mal ins Bild.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Maid, die schweigt, nimmt kreidebleich&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Ring vom Finger dann sogleich.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vater gibt den Schmuck zurück,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf das er andere Hände schmück&amp;#039;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Joost läuft nun geschwind davon,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und dann brüllt der Vater schon:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was sollen denn die Leute denken?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Musstest du den Joost so kränken?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kind was hast du bloß gemacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
in dieser unglückseligen Nacht?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch Brunihild, die Ungetreue,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sagt kein Wort, schweigt nun auf Neue.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Mutter redet auf sie ein:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sag mir den Grund, Brunhildilein!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch auch der Mutter bleibt sie eine Antwort schuldig,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
diese schäumt vor Wut, fragt ungeduldig:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was sollen wir den Leuten sagen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wenn nach der Hochzeit sie uns fragen?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maid schweigt weiter, geht auf ihr Zimmer,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Lage, die wird schlimm und schlimmer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn Brunihilde weiß, dass sie ein Kindlein trägt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
in knapp fünf Monden es in der Wiege quäkt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Schande&amp;quot; denkt sie, &amp;quot;Welch ein Graus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie komme ich aus der Sache raus?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich geh ins Wasser!&amp;quot; ihr Entschluss,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sprach&amp;#039;s und ging geschwind zum Fluss.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am nächsten Tag hat der Vater sie gefunden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie aus dem Wasser raus gewunden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu einem Medicus verbracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch der hat nur aufgelacht:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Eine Tote bringt ihr mir? Was soll ich tun?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lasst sie auf dem Nergasacker ruh&amp;#039;n.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater sprach: &amp;quot;Mir ist nicht nach Scherzen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
untersuche ob ein Kind sie trug, unter ihrem Herzen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Medicus untersucht die Tote nun geschwind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann sagt er: &amp;quot;Ja, sie erwartete ein Kind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In vier, fünf Monden wär`s soweit gewesen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das kann ich an dem Körper lesen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater nickt, bezahlt den Mann, und nimmt die Leich&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bringt sie zum Nergasacker dann sogleich.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch Nergas Diener schicken ihn fort:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Begrabt sie einem anderen Ort!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nerga hasst jene, die sich selbst des Lebens berauben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das weiß der Vater, durch seinen tiefen Götterglauben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es schwillt die Wut ganz tief in ihm,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er denkt: Der Joost war mit Brunihild intim,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dafür sollte er nun bezahlen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn er verursacht diese Qualen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Leich&amp;#039; der Tochter in den Armen, die Augen voller Schmerz,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
stellt er den Joost und ohne Fragen, sticht er ihm `nen Dolch ins Herz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Richter nach acht langen Wochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat den Vater freigesprochen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn, so sprach der weise Mann:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bin selber Vater und daher ich verstehen kann,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was ihn zu dieser Tat gebracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vielleicht hätt`ich&amp;#039;s ebenso gemacht?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Betrüge den Verlobten nicht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eifersucht bei einem Mann,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gar schlimme Folgen haben kann!&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der Sohn der Maar-Fiar&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sein Clan längst erloschen, seine Geschichte dieses Lied bewahr. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Maar-Fiar waren Jäger, Jäger am Meer, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihre hölzernen Kanus glitten pfeilschnell umher. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, der stolze Aiva&amp;#039;un, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der verehrte gar sehr Lunin und auch den goldenen Lun, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
War nur Lunin, nicht Lun, am Nachthimmel zu sehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so wussten die Maar-Fiar: Es ist Zeit, auf die Jagd zu gehen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er und die Gefährten schoben ihre Kanus in die Wellen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
im Wissen, das Lunin ihren Weg wird erhellen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vier saßen in den Kanus, ob Mann, ob Frau,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zwei lenkten durch die Wogen, zwei spähten hinaus ins Grau. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Netzen und Angeln machten sie reiche Beute, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vom Ausmaß ihres Fangs erzählt man sich noch heute. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Speere und Spieße waren stets messerscharf gewetzt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
damit auch Raubfisch, kein Hai ihre Netze zerfetzt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eroberer und Mörder schlichen heran in dunkler Nacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als weder Lunin noch Lun den Himmel bewacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie drangen gewaltsam ein in Takoyas Haus, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
löschten zunächst seiner Familie die Lebenslichter aus. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gefesselt und geknebelt, gezwungen zuzusehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie all die Untaten vor seinen Augen geschehen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vom Schmerz wie von Sinnen, von Wut angefacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er das Unmögliche dennoch vollbracht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er zerriss seine Fesseln, spuckte den Knebel aus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
erschlug jeden Qim‑Mas, den er fand im Haus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er war nicht zu halten, von der Rache beseelt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
seine Muskeln und Sehnen in Eisen gestählt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch als er im Haus sein Werk vollbracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
trat er hinaus in die stockdunkle Nacht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Dutzend Qim‑Mas rangen den wilden Takoya nieder,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er starb – doch sein Pan‑Teon lebt fort, davon künden die Lieder. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Maar‑Fiar, den stolzen Jägern der Meere,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gebührt auf ewig unsere stille Ehre.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein ganzer Clan, gefallen durch fremde Horden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
durch wilde Feinde, die nur brandschatzen und morden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in der alten Heimat der Maar-Fiar, das weiß jedes Kind, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weht nun an allen Orten eine fremde Flagge im Wind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Grauländer, diese Qim-Mas, wohnen nun dort, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Geister der Maar-Fiar hüten jeden Ort. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der Ring des Räubers &amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht weit von hier in einem tiefen Tal,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da wohnte eine Maid im Wald an einem Wasserfall. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie war so schön, so schön wie Milch und Blut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von ganzem Herzen war sie einem Manne gut. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du armes Kind, du dauerst meine Seele. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weil ich nur ein Räuber bin, wohn&amp;#039; in einer Höhle&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Du kannst fürwahr nicht länger bei mir sein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ich muss jetzt fort, tief in den Wald hinein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nimm diesen Ring, und sollte man dich fragen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so sag&amp;#039; ein Räuber habe ihn getragen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der dich geliebt, geliebt bei Tag und Nacht&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der so manchen um Hab und Gut gebracht&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sprach er nach vielen Monden zu ihr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nach so  vielen Tagen und Nächten mit Pläsier, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihr half kein Wehen und auch kein Klagen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie musste seinen Weggang weinend ertragen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schöne tat, was der Geliebte ihr gesagt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging zurück zu ihrem Dorf, tieftraurig verzagt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie zeigte den Leuten den güldenen Ring, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das vermaledeite wertvolle, aber gestohlene Ding. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie weinte: &amp;quot;Der Räuber, den ich geliebt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat ihn getragen bei Tag und auch bei Nacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der so  manchen um Hab und Gut gebracht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat mich geliebt, bei Tag und auch bei Nacht.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Leute im Dorf waren empört, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht die Liebe an sich hat sie gestört, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aber, dass sie einem Räuber galt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dieses man eine Sünde schalt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sprachen: &amp;quot;Geh in den Tempel, törichte Maid &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und klag den Geweihten dort dein Leid, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Ring, den spende an die Götter, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann verstummen auch die Spötter.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie kann man einen Räuber lieben, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Unglückseliges Kind, was hat dich umgetrieben?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maid weinte bitter und lange, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vor der Zukunft war ihr sehr bange. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Verlust des Liebsten hat sie schon entsetzt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
war sie nun zusätzlich Hohn und Spott ausgesetzt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie trat in einen heiligen Orden ein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um eine Dienerin für die Götter zu sein. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So lebt sie nun dorten, fleißig und fromm,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Jahre verrinnen, die Welt bleibt ihr stumm.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch manchmal im Dunkel, wenn die Kerzen vergeh’n,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
meint sie den Räuber wie im Traume zu seh’n.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann flüstert sie leise, so sanft wie der Wind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass Herzen nicht wählen, wohin sie bestimmt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und tief in ihr drinnen, verborgen und sacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
lebt weiter die Liebe bei Tag und bei Nacht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der treue Hund&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr Leute, lasset mich berichten, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von gar wundersamen Geschichten, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine tue ich Euch nun kund, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie ist zu Orstoc einst geschehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ihr Held, das war ein Hund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein reicher Bauer mit dem Namen Friedrich Klein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kehrte nach dem Marktbesuch in ein Wirtshaus ein. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er hatte Vieh verkauft, trug bei sich den Erlös, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das rochen in der Schenke zwei Räuber, bitterbös. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als nun der reiche Bauer des Nachts zu Bette ging, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
beschlossen diese Räuber zu drehen ein schlimmes Ding. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie schlichen im Gasthaus in seine Kammer hinein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und drangen mit ihren Messern bedrohlich ein auf Friedrich Klein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schon packten ihn die Schlimmen, an seiner bloßen Kehle, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da schrie mit letzten Kräften, Friedrich die Angst sich von der Seele &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das hörte im Stalle, nicht sein Knecht aber der treue Hund, .&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er riss sich von der Kette und schon er in der Kammer stund &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bevor die Mörder die Messer setzten an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er stürzt sich auf die Kerle und rettet so den Mann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ward überwältigt, die böse Mörderbrut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu Orstoc, auf dem Richtblock, da floss zum Lohn ihr Blut. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch in dem Kampf fügten sie dem treuen Tier zu eine böse Wund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und schon am nächsten Tage da starb der arme Hund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es setzt in seinem Garten, der Bauer Klein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dem treuen braven Hunde aus Marmor einen Stein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darauf stand geschrieben dieses hier: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Viel treuer als die Menschen ist oft ein Hundetier. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Die Geschichte vom Räuber Hannes&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es sagt einst ein Kind zur seiner Großmama: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wenn ich erwachsen bin, was werd ich da?  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hab wenig Lust auf Feldarbeit. Kann ich vielleicht ein Räuber sein? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Muss wenig tun, nur ein bisschen rauben. Das wär&amp;#039; einfach und sehr fein.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Alte wiegt besorgt den Kopf, streichelt sanft den Enkelsohn. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich erzähl dir &amp;#039;ne Geschichte, die beantwortet deine Frage schon.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lehnt sich zurück, dann hebt sie an und sie erzählt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Geschichte vom Räuber Hannes hat sie gewählt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch des Waldes düstre Gründe auf naturverschlungnem Pfaden  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wandelt eine Magd zum Markt nach Vellhafen mit schmerzenden Waden. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hui, da plötzlich stürmt des Banditen kühner Sohn aus dem Geheg, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
scharf bewehrt bis an die Zähne, und vertritt ihr flugs den Weg. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Seid Ihr&amp;quot;, fragt die Frau erblassend, einer dunklen Ahnung voll, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;nicht vielleicht der Räuber Hannes, der allhier grassieren soll?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ja, ich bin´s, du Unglücksel´ge, ja, ich bin´s, der sich dir zeigt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und du bist diejen´ge, welche sich nun vor mir verneigt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn mit hochwillkomm´ner Beute nahst du mir zu guter Stund!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sprachs und nahm ihr weg den Korb, durchwühlt ihn schnell bis auf den Grund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wie Schuppen von den Augen fällt´s der schlichten Magd sogleich: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ihr seid Hannes!&amp;quot;, ruft sie bleich. &amp;quot;Bin es!&amp;quot; spricht der Räuber weich. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bin´s und sage dir noch dieses: ich töte dich du dummes Weib, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bringst du mir nicht auf dem Rückweg Gold, ramm ich meinen Dolch in deinen Leib.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Magd wird blass und blässer und eilt zum Markt, sucht den Büttel Reodan, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
findet ihn, fragt ängstlich dann, ob er ihr wohl helfen kann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jener stimmt zu, sie zu begleiten, denn den Räuber will er fangen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
baumeln soll der Räuber Hannes, an dem Galgen soll er hangen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesagt, getan und aus dem Walde eilt der Hannes schnell heran, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn er sieht nur das Mägdelein und nicht den guten Reodan. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jener hat sich vorher schon gut versteckt hinter einer dicken Eich, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er springt heraus, macht sich ganz groß und packt sogleich, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann den Räuber Hannes fest am Arm und am Halse an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
damit der Bösewicht dem harten Griffe nicht entweichen kann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Schurke! Hab dich!&amp;quot; so donnert er, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Nun entkommst du mir nicht mehr!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Mit des Seilers Tochter mach ich dich bekannt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aufatmen wird das ganze Land.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Werde besser Räuber nicht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sonst landet man am Ende nur an einem Strick und baumelt dann im Wind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Drum werde artig und bleib brav, sonst kommt Reodan mein Kind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Die Vogelscheuche Martha Stroh&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vogelscheuche Martha Stroh, wurd&amp;#039; ihres Daseins nicht mehr froh.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn es war nun einmal so, ein Strohhalm piekste sie am Po.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie fand es schrecklich, musste weinen, so schlimm juckte es der Kleinen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn, auch eine Scheuche hat ein Recht auf einen - unversehrten Po, sollte man meinen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da kam ein Zwerg am Feld vorbei, hörte sogleich das Wehgeschrei.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Mach doch hier nicht so&amp;#039; n Bohei! Trink dir nen Schnaps oder auch zwei.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was kannst es denn so Schlimmes geben, dass du so greinst wie um dein Leben?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Oder trinkt den vergorenen Saft der Reben, das wird deine Stimmung heben!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Törichter Zwerg, was rätst du mir da, kleiner Mann? Fast wie der Mönch vorhin, der riet zu Baldrian.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch musst doch sehen, dass ich nichts trinken kann, schau einfach meinen Mund mal an!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zwerg guckt Martha böse an und ganz brüskiert, &amp;quot;Töricht sagst du?&amp;quot; Er holt aus und hat ihr einfach eine geschmiert,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Martha erbebt als sie die Ohrfeige kassiert und durch die Erschütterung den Pieksehalm am Po verliert!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Martha ganz gücklich, kann&amp;#039;s kaum fassen: &amp;quot;Hab Dank, mein Retter. Das pieksige Stroh hat mich verlassen!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;So lass ich mir gerne eins verpassen, wenn dann die Pieksehalme meinen Po in Frieden lassen!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zwerg schaut verdutzt auf seine Hände, sichtlich erstaunt über dieses glückliche Ende,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Gern geschehen, Vogelscheuche! Nun wach du wieder über das Gelände, Und sag jedem Vogel, dass besser er verschwände.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Die glutäugige Susanne&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es dachten sich die Eltern der glutäugigen Susanne, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Kind ist nun erwachsen bald,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wir geben sie zu einem Manne,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn sonst ist sie schon bald … zu alt.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein reicher Händler war der erste Kandidat, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er schien dem Vater eine gute Partie, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auch wenn er keine Haare auf dem Kopf mehr hat, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Mutter meint: „Den nimmt das Kind doch nie!“ &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch wurde flugs, er zum Sonntagsmahl geladen, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er erschien im feinsten Zwirn und mit schwarzem Hut, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch biss der Hund ihn in die Waden, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er roch wohl nicht besonders gut? &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Susanne lobt den Hund und füttert ihn mit Leckerbissen, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn diesen Kahlkopf will sie nicht zum Manne.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater tobt: „Hast du denn gar kein Gewissen? &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nicht die Haare machen aus, den guten Ehemanne!“ &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Susanne schmollt: „Ist mir egal, den Kahlkopf nehme ich nicht!“ &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Händler schaut erst dumm, setzt wieder auf den Hut und geht dann wortlos fort. &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater schreit: „Hat denn mein Wunsch in diesem Hause kein Gewicht? &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich stand beim Händler doch im Wort!“ &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Susanne tobt und weint und schmollt, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
umarmt den Vater stumm.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie mag nicht wenn der Vater grollt &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und hofft sie stimmt ihn um. &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Mein Vater, mein Vater ich liebe dich sehr“, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hört es der Vater in seinen Ohren hallen. &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Bitte bring mir keinen Kahlkopf mehr,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch einer mit güldnen Locken, der könnt mir gefallen.“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Papperlapapp!“ sagt der Vater geschwind,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Güldene Locken ersetzen nicht Gold und Position&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so kommst du mir nicht davon, mein Kind,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den nächsten den ich dir präsentiere, der wird mein Schwiegersohn.“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sohn des Stadtkämmerers, ein Jüngling mit goldenem Haar,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
schon lange verliebt in Susanne, die im Stadtpark er gesehen,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wurde durch Dritte die Geschichte gewahr,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und meinte sofort: „Da muss was geschehen!“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Flugs suchte er den Vater der Holden auf in seinem Kontor,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der saß hinter seinem Schreibtisch mit grimmigem Gesicht&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Jüngling trat mutig und beherzt davor,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Gebt mir Susanne zu Weibe“ verlangte er schlicht.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vater Susannchens guckt bass erstaunt,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf den blondgelockten Jüngling von gutem Stande&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil Kandidat Susannens Gnade fand, war schon übel er gelaunt,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
des Stadtkämmerer Sohn jedoch, schien ihm geeignet für Familienbande.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Diener lässt er flugs Frau und  Tochter holen,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der Jüngling freut sich, vor Aufregung das Gesicht ganz fahl, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der Vater hat Susanne dann barsch befohlen&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Dieser hier wird dein Gemahl, ich lass dir keine andre Wahl!“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Susannchen erst stumm und blass dann bass erstaunt,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
glaubt ihren Augen nicht zu trauen,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Gut, ihn nehme ich“ hat sie dann leis geraunt&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und kann nicht aufhören mit Schauen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verliebt strahlt sie den Jüngling an, sie kann es gar nicht fassen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater hochzufrieden, schaut stolz zu seiner Gattin hin,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Die Hochzeit, Weib, kannst du nun richten, dieses Mal scheint es zu passen.“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Mutter strahlt nicht minder, hat Enkelkinder schon im Sinn.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ihr, ihr lieben Leute, euch sicher schon gedacht,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil es sich nach der Geschicht&amp;#039; vermuten lässt,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die große Liebe war es, die Glut der Minne war entfacht,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
es dauerte nicht lange, da gab &amp;#039;s ein schönes Hochzeitsfest,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch die Moral von der Geschicht&amp;#039;,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die es ja immer geben muss,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die verrate ich euch noch nicht,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn für heut ist erst Mal Schluss.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein ander Mal bin ich dann da &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und singe euch, was noch geschah,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
mit der glutäugigen Susanne &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ihrem blondgelockten Manne.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bis dahin, ihr lieben Leut&amp;#039;,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
geduldet euch .. bin durch für heut&amp;#039;! &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Markgraf Berenhard der Laute&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Markgraf Berenhardt der Laute, hat uns unser Kind geraubt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von Isenburg zur Festung hinauf, wo man sie zu seh&amp;#039;n geglaubt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nehmt die Fackel brave Leut&amp;#039;, helft, dass man sie wieder find&amp;#039;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Keine Hoffnung gibt&amp;#039;s ihr Braven, dort regiert das Schwert und Wind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auf dem Turme hört man &amp;#039;s klagen, sind dort droben unsre Frau&amp;#039;n?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die ihr lebet dort in der Stadt, am Fuß der Isenburg, tut auf eure Brut gut schau&amp;#039;n!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gassen- und Handwerkslieder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesen Liedern besingt Walter das Leben der einfachen Leute: Handwerker, Händler, Hafenarbeiter und all jene, die in den Straßen und Gassen Vellhafens ihren Alltag bestreiten. Die Stücke sind oft humorvoll, manchmal rau, aber stets voller Wärme für die Menschen, die sie porträtieren. Viele davon entstanden unterwegs, zwischen Marktständen, Werkstätten und Tavernen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Das Lumpensammlerlied des Willem Willink&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Gott Pares hat mich verdammt auf Erden, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein Hader- und Lumpensammler zu werden. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin Willem Willink, ja seht mich nur an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein Lumpenkerl, ein armer, doch ehrlicher Mann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit verschossener Jacke, zerrissener Hose, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ja starrt mich ruhig an – ich bin keine Mimose. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist mir lieber, als wenn ihr verächtlich wegseht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als wär ich nur Dreck, den man mit Füßen wegfegt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Manch einer hält Nase und Maul mit dem Tuche bedeckt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil mein Duft ihn erschreckt und seine Sinne befleckt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch nach Ambra und Moschus kann ich nicht duften,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
muss für Hadern und Lumpen tagtäglich schuften.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bin kein feiner Pflastertreter mit Gold und mit Muße –&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Glück war bei anderen auf besserem Fuße.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hab des Lebens Mühsal bis zur Neige geleert,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch blieb ich stets ehrlich, hab mich nie beschwert.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Meer der Schmerzen bin ich geschwommen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf einem Lumpensack dann zu liegen gekommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun stapf ich durch Vellhafens Gassen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um eure alten Tücher und Kleider zu fassen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bringt mir ruhig ungewaschen, ungekrumpen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
eure Lappen, Fetzen, Flecken und Lumpen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Alles rein in den Sack – man macht daraus Papier:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eingeweicht, gestampft, gegautscht – harte Arbeit, kein Pläsier.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dann geschöpft, gepresst, getrocknet – ein neues Werk erschaffen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
verkauft an Schreiber, Pfeffersäcke und auch an die Pfaffen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin Willem Willink, pack Lumpen in meinen Sack,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und bin schon wieder fort – schwuppdiwupp, zackzack!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Ich liebte ein Mädchen ... &amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hinweis: Dieses Lied basiert auf dem irdischen Stück „Ich liebte ein Mädchen“ von Insterburg &amp;amp; Co. &amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Die antamarisierte Fassung stammt vom Spieler Pyromaniac.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Liwa, das war die reinste Diva.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Techuan, das hatte nie ein Röckchen an.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Toapac, dem gab ich meinen Anorak.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Yunava, das war mit ihrer Mutter da.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Pechutli, das fuhr so gerne Wasserski.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Mascunja, das zeigte mir ihr *tralala*&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Ximalcuan, das sah mich immer traurig an.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Punac, dann packte ich den Rucksack.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mir wurde nämlich Xetoka zu klein ,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so ging ich in die Wüste rein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Kalibah, das sagt ständig oh la la.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Finnekish, das aß am liebsten Tintenfisch.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Kefybeg, das nahm mir meine Stiefel weg.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Yntrein, dem zeigte ich mein Holzbein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Altersheim, das brachte ich beizeiten heim.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Tarrikum, das war ein wenig andersrum.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Ylgen, das konnte viel vertilgen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Djerset, dort sind sie alle sehr fett.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Esnau, das war wohl meine Traumfrau.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Yrlensbar, das war einfach wunderbar.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Chal&amp;#039;ginn, dort gehe ich nie wieder hin.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in El Bachan, die Rettung war ein Äppelkahn.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von nun an war mir auch Eriath zu klein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
drum stach ich in die See hinein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Mandoran, das sprach mich dort im Hafen an.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Eisentrutz, das wollte nur mit Kautschukschutz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Eisenstein, das lud mich in ihr Zimmer ein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Hälstrond, das war so richtig hellblond.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Hornsandt, das an der Straße ganz vorn stand.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Jotunheim, dem geht wohl jeder auf den Leim.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Belbrück, dort hatte ich ganz schnell Glück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Berggugg, das soff mit einem Zwergschluck.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Cargnac, zu zweit in einem Schlafsack.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Ismar, in deren Kleid ein Riss war.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Diertal, ich glaube es war viermal.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Echelon, da kam ich grade so davon.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Eisenrose, ach dort ist meine Unterhose.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Bragen, darüber darf ich nichts sagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Minenhall, das quatschte wie ein Wasserfall.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Dwimorgrim, da sollte ich mal wieder hin.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sind zwar keine Heldentaten, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was noch so war, wird nicht verraten. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schmäh- und Spottlieder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;==&lt;br /&gt;
Hier versammelt Walter von der Salzwiese all jene Lieder, in denen er mit fröhlicher Frechheit an Kronen, Krägen und Amtsketten zupft. Ob eitler Edelmann, überhebliche Amtsperson oder eine politische Entscheidung, die mehr Schatten als Glanz wirft – niemand ist vor Walters spitzem Humor sicher. Seine Spottlieder sind weniger Anklage als Kunststück: kleine musikalische Sticheleien, die Missgeschicke, Übertreibungen und Fehltritte in heitere Reime verwandeln. Mal neckisch, mal schelmisch, mal überraschend treffend – doch immer mit einem Lächeln, das zeigt, dass selbst die Mächtigen über sich lachen dürfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Conte Schiefhals&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hinweis: Dieses Lied ist eine antamarisierte Bearbeitung des irdischen Volksliedes „O hängt ihn auf“ aus dem 19. Jahrhundert. Die Melodie und Grundstruktur stammen aus der Vorlage, der Text wurde von mir für ein Rollenspielereignis in Vellhafen angepasst. Tica&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh hängt ihn auf! Oh hängt ihn auf! &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Oh hängt ihn auf, den Kranz voll Lorbeeren! &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dich oh Conte, dich oh Conte, dich mit deinem schiefen Hals, dich wollen wir verehren. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir treten, dich - wir treten dich, wir treten dich zu ehren, heut zusammen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wohl in den Leib, wohl in den Leib, wohl in den Leib lodern helle Flammen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du bist ein Vieh, du bist ein vie -, du bist ein vielgeliebter Conte in Vellhafen,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und auch ein Hund, und auch ein hund -, und auch einhundert Jahre sollst schaffen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh wie gemein, oh wie gemein, oh wie gemeinsam unser Herzen schlagen,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Siehst du heut aus, siehst du heut aus, siehst du heut aus den Worten , die wir sagen.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh wie es riecht, oh wie es riecht, oh wie es riecht nach deinem Ruhm im Lande. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aus deinem Mund, aus deinem Mund, aus deinem Mund, oh Conte, kam nie ein Wort der Schande. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir brechen dir, wir brechen dir, wir brechen dir zum Ruhm der Feinde Speere. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Selbst Hals und Bein, selbst Hals und Bein,  selbst Hals und Beine opfern wir zur Ehre. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh wie es glänzt, oh wie es glänzt, oh wie es glänzt in deinen goldnen Haaren, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vor Speck und Dreck, vor Speck und Dreck, vor Speck und Dreck soll man dich, oh Conte, stets bewahren. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Belbrücks&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Belbrücks sind kurze, scherzhafte Fünfzeiler, die in Antamar weit verbreitet sind. Walter sammelt sie seit seiner Jugend und dichtet selbst unzählige neue, meist über Orte, Menschen oder Begebenheiten, die ihm auf seinen Reisen begegnen. Sie folgen einer festen Reimform und werden in Tavernen gern laut mitgesprochen — oft zur großen Freude des Publikums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Heiliges Kaiserreich&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst Mädchen aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bragen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die wollt&amp;#039; was Besonderes wagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie sucht nach `nem Gatten im Kurier,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
jetzt hat sie nicht einen, sondern gleich vier,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die sich täglich übers Essen beklagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war mal ein Bauer aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ackerheim&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der machte in jeden Satz &amp;#039;nen Reim. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und als sein Haar wurde lichter, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da nannte er sich einen Dichter &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und blieb den ganzen Tag daheim. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Kind in &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kirchflecken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das wollte die Welt noch entdecken.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es konnte krabbeln, noch nich´ so gut laufen  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und purzelte prompt in jeden Misthaufen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und erschreckte wandernde Recken. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Oma aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Siebenbrück&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der bastelt der Sohn eine feine Krück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hat Oma hocherfreut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aber den Sohn hat&amp;#039;s gereut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn die Oma haute damit Leute in Stück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Junge aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Amartrutz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der nahm immer alle Gauner in Schutz, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als Mann er studierte, wurd&amp;#039; Rechtsanwalt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Gauner haben ihn nun bezahlt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und schon nannt&amp;#039; ihn keiner mehr Nichtsnutz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Kerl aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jatzlauken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der wollt nur Trompeten und Pauken, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn laute Musik, die liebte er sehr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
seinen Nachbarn machte das Leben er schwer. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie schimpfen ihn deshalb nen lauten Rabauken. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Recke aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bragen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der wollt auch was Besonderes wagen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er ging zu einem großen Turnier, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kam, sah und siegte gegen Vier, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gewann dann nen Helm mit Kragen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst der Vater vom Recken aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bragen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der wollte dem Sohn die Teilnahme versagen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bleib weg vom Turnier!&amp;quot; Wütend er droht: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Denn wenn du verlierst, dann bist ja tot!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Warum willst du dich unbedingt schlagen?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Thelessa&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gute Fürst aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Faelughaven&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
muss wie jeder in der Nacht auch schlafen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um dann sanft in den Schlaf zu gleiten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hilft dem gute Fürst beizeiten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Zählen von weißen Schafen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Orklande&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es zogen einst drei Kelten nach Westen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu suchen &amp;#039;nen Vierten, wenn möglich den Besten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie fanden ihn nah dem &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Orken-Lande&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht mittig sondern eher am Rande,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
im Eichenbaum sitzend auf Ästen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Vellhafener Städtebund&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Königreich Lothrinien&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Pferdehirt aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Belbrück&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das war ein rechter Franz im Glück, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als von der Weide eine Herde Pferde wurde geklaut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er sich gründlich umgeschaut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und brachte sie, heil und am Stück, zurück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Burgherr auf &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Burg Obquell&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der fror ganz erbärmlich, trotz Wolle und Fell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Wind hier oben schneidend und bitterkalt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von drinnen die Stimm&amp;#039; seiner Frau erschallt: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mein Liebster, an den Kamin, zack zack aber schnell.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Adelsrepublik Grauland&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Jungfer aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Surquell&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die war ganz besonders schnell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Da kam ein Jüngling aus Untermoor, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der setzte ihr nen Floh ins Ohr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und zog sie nieder auf sein Schafsfell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Dûn-Reich&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Hund in &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tsakmur&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der ging allen auf die Hutschnur. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weil er bellte und jaulte, immer und stets, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging er den Leuten dort schwer auf den Keks. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die schickten den Jauler in die Wüste zur Kur.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Aivarunenlande&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Aivarune aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Qara Qorum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der fummelte sich immer am Ohr rum. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Seine Frau machte das Gefummel nervös, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
schrie ihn an und wurde ganz bös. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er hörte nicht auf, das war ganz dumm. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Xetoka&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Dame aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Liwa&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die war eine rechte Diva, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
trug nur seidene Kleider und Hüte, pompöse, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Verrückt, ja aber sie war keine Böse. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn das war was, was sie nie war. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Inoda&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Knabe aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Horami&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aß für sein Leben gerne Salami,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ob morgens, abends, zu jeder Zeit,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
für Salami war er immer bereit,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und verschlang sie rasant wie&amp;#039;n Tsunami.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tica</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.antamar.eu/index.php?title=Liedgut_des_Barden_Walter_von_der_Salzwiese&amp;diff=126552</id>
		<title>Liedgut des Barden Walter von der Salzwiese</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.antamar.eu/index.php?title=Liedgut_des_Barden_Walter_von_der_Salzwiese&amp;diff=126552"/>
		<updated>2026-02-18T10:42:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tica: /* Gassen- und Handwerkslieder */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Walter von der Salzwiese – Barde aus Vellhafen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walter von der Salzwiese gilt als einer der hoffnungsvollsten jungen Spielleute Vellhafens. Mit seinen gerade einmal erwachsenen Jahren hat er sich bereits einen Ruf erarbeitet, der manch älteren Barden neidisch werden lässt. Freundlich im Wesen, mit einer klaren, warmen Stimme und einem Talent, das Zuhörer mühelos in seinen Bann zieht, ist er in Schenken, auf Märkten und bei Festen gern gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein erstes Werk, „Das Lied von Brunihild“, verbreitete sich rasch über die Grenzen Vellhafens hinaus und wurde zu einem antamarweit bekannten Gassenhauer. Schon als Junge schickte Walter seine Verse und Melodien an den Vellhafener Kurier und erhielt dort früh Anerkennung für seine Dicht- und Vortragskunst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Herkunft und Familie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walter stammt aus Ismar, wo sein Vater Hein von der Salzwiese einen erfolgreichen Hof bewirtschaftet. Die Schafe der Familie grasen auf den salzhaltigen Wiesen Ismars, was dem Fleisch der berühmten Salzlämmer einen besonderen Geschmack verleiht. Wohlstand und Fleiß prägen Walters Herkunft, und es mangelte der Familie nie an etwas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein künstlerisches Talent verdankt Walter vor allem seiner Mutter Irina, die einst als Bardin unter dem Beinamen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;„Die Lerche aus Ismar“&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bekannt war. Sie tritt heute nicht mehr öffentlich auf, doch ihre Stimme und ihr Gespür für Melodie leben in ihrem Sohn weiter. Walters Brüder hingegen blieben der Landwirtschaft treu und führen den elterlichen Hof fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hinweis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die hier aufgeführten Lieder und Verse stammen — mit wenigen Ausnahmen (die aber immer extra gekennzeichnet sind)  — aus meiner eigener Feder.&lt;br /&gt;
Der Barde Walter von der Salzwiese wird im Spiel von mir verkörpert. Tica&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Balladen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
Walters Balladen erzählen von Liebe, Schicksal, Heldentum und den stillen Tragödien des Alltags. Sie sind länger gefasste Erzählgedichte, die oft auf wahren Begebenheiten beruhen oder von alten Sagen inspiriert wurden. Mit klarer Stimme und feinem Gespür für Stimmung trägt Walter sie auf Märkten, in Schenken und bei Festen vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Das Lied von Brunihild&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
War einst ein kleines Schneiderlein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das konnt schneidern, mit Stichlein fein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und dieses kleine Schneiderlein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging Nächtens in den Wald hinein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dort traf er sich mit Brunihild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die beiden trieben es dort wild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf einer Lichtung unerlaubt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er die Unschuld ihr geraubt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bruni aber war dem Joost versprochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der, der hatt&amp;#039; bald Lunt&amp;#039; gerochen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es kam, wie es dann kommen musste:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Joost, der ahnte, wenn auch nicht wusste,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass Brunihild ihn dreist belogen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und wahrscheinlich auch betrogen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er will es wissen, noch genauer,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und legt sich Nächtens auf die Lauer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Genau vor Brunihildes Elternhaus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und richtig, kaum war&amp;#039;s dunkel, trat sie hinaus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grimmig sieht Joost wie seine Braut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die selbst des Nachts sehr schön ausschaut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sich im Walde mit einem Schneider trifft,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihn gar küsst und herzt, das blonde Gift.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es schmerzt ihn sehr, er leidet Pein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie er so sieht sein Brunilein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Hals ihm schwillt und er sieht rot,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
stürmt auf die Lichtung: Schneider tot!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es heult und schreit die Braut vom Joost:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du Mörder! Bist du noch bei Trost?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch Joost, der schaut sie lange an,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kalt und böse sagt er dann:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du nahmst meinen Ring, warst mir versprochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bist mit dem Schneider hier ins Laub gekrochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hast ihn geküsst, geherzet sehr&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weißt du, dich will ich gar nicht mehr!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brunihilde, die war fassungslos,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
drehte sich um und rannte los.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach Hause will ich, denkt die Maid&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und rafft dann flugs das lange Kleid,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und sie rennet schnell und schneller,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zuhaus geht`s zunächst mal in den Keller.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wäscht aus das Kleid, besudelt von des Schneiders Blut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
lauscht nach oben, ob der Joost ihr womöglich folgen tut.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Joost jedoch, der will nur die Verlobung lösen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gleichgültig ihm ist, ob im Guten oder Bösen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Egal, ob sie ihn anzeigt, dieses Weib&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hauptsache sie bleibt ihm nun vom Leib.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am Elternhaus der Brunihild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ruft er laut und fuchtelt wild,:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich möchte meinen Ring zurück,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von diesem ungetreuen Stück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es wird keine Hochzeit geben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so eine heirat´ ich nie im Leben.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vater und Mutter sind bass erstaunt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was der Joost da ausposaunt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie befragen dann ihr Kind und schau&amp;#039;n es ratlos an:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sag uns Brunihild, was hast du nur getan,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass der Joost dich untreu schilt?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Setz uns bitte mal ins Bild.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Maid, die schweigt, nimmt kreidebleich&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Ring vom Finger dann sogleich.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vater gibt den Schmuck zurück,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf das er andere Hände schmück&amp;#039;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Joost läuft nun geschwind davon,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und dann brüllt der Vater schon:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was sollen denn die Leute denken?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Musstest du den Joost so kränken?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kind was hast du bloß gemacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
in dieser unglückseligen Nacht?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch Brunihild, die Ungetreue,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sagt kein Wort, schweigt nun auf Neue.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Mutter redet auf sie ein:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sag mir den Grund, Brunhildilein!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch auch der Mutter bleibt sie eine Antwort schuldig,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
diese schäumt vor Wut, fragt ungeduldig:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was sollen wir den Leuten sagen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wenn nach der Hochzeit sie uns fragen?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maid schweigt weiter, geht auf ihr Zimmer,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Lage, die wird schlimm und schlimmer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn Brunihilde weiß, dass sie ein Kindlein trägt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
in knapp fünf Monden es in der Wiege quäkt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Schande&amp;quot; denkt sie, &amp;quot;Welch ein Graus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie komme ich aus der Sache raus?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich geh ins Wasser!&amp;quot; ihr Entschluss,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sprach&amp;#039;s und ging geschwind zum Fluss.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am nächsten Tag hat der Vater sie gefunden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie aus dem Wasser raus gewunden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu einem Medicus verbracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch der hat nur aufgelacht:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Eine Tote bringt ihr mir? Was soll ich tun?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lasst sie auf dem Nergasacker ruh&amp;#039;n.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater sprach: &amp;quot;Mir ist nicht nach Scherzen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
untersuche ob ein Kind sie trug, unter ihrem Herzen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Medicus untersucht die Tote nun geschwind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann sagt er: &amp;quot;Ja, sie erwartete ein Kind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In vier, fünf Monden wär`s soweit gewesen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das kann ich an dem Körper lesen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater nickt, bezahlt den Mann, und nimmt die Leich&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bringt sie zum Nergasacker dann sogleich.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch Nergas Diener schicken ihn fort:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Begrabt sie einem anderen Ort!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nerga hasst jene, die sich selbst des Lebens berauben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das weiß der Vater, durch seinen tiefen Götterglauben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es schwillt die Wut ganz tief in ihm,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er denkt: Der Joost war mit Brunihild intim,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dafür sollte er nun bezahlen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn er verursacht diese Qualen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Leich&amp;#039; der Tochter in den Armen, die Augen voller Schmerz,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
stellt er den Joost und ohne Fragen, sticht er ihm `nen Dolch ins Herz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Richter nach acht langen Wochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat den Vater freigesprochen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn, so sprach der weise Mann:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bin selber Vater und daher ich verstehen kann,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was ihn zu dieser Tat gebracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vielleicht hätt`ich&amp;#039;s ebenso gemacht?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Betrüge den Verlobten nicht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eifersucht bei einem Mann,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gar schlimme Folgen haben kann!&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der Sohn der Maar-Fiar&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sein Clan längst erloschen, seine Geschichte dieses Lied bewahr. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Maar-Fiar waren Jäger, Jäger am Meer, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihre hölzernen Kanus glitten pfeilschnell umher. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, der stolze Aiva&amp;#039;un, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der verehrte gar sehr Lunin und auch den goldenen Lun, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
War nur Lunin, nicht Lun, am Nachthimmel zu sehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so wussten die Maar-Fiar: Es ist Zeit, auf die Jagd zu gehen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er und die Gefährten schoben ihre Kanus in die Wellen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
im Wissen, das Lunin ihren Weg wird erhellen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vier saßen in den Kanus, ob Mann, ob Frau,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zwei lenkten durch die Wogen, zwei spähten hinaus ins Grau. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Netzen und Angeln machten sie reiche Beute, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vom Ausmaß ihres Fangs erzählt man sich noch heute. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Speere und Spieße waren stets messerscharf gewetzt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
damit auch Raubfisch, kein Hai ihre Netze zerfetzt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eroberer und Mörder schlichen heran in dunkler Nacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als weder Lunin noch Lun den Himmel bewacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie drangen gewaltsam ein in Takoyas Haus, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
löschten zunächst seiner Familie die Lebenslichter aus. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gefesselt und geknebelt, gezwungen zuzusehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie all die Untaten vor seinen Augen geschehen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vom Schmerz wie von Sinnen, von Wut angefacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er das Unmögliche dennoch vollbracht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er zerriss seine Fesseln, spuckte den Knebel aus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
erschlug jeden Qim‑Mas, den er fand im Haus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er war nicht zu halten, von der Rache beseelt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
seine Muskeln und Sehnen in Eisen gestählt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch als er im Haus sein Werk vollbracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
trat er hinaus in die stockdunkle Nacht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Dutzend Qim‑Mas rangen den wilden Takoya nieder,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er starb – doch sein Pan‑Teon lebt fort, davon künden die Lieder. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Maar‑Fiar, den stolzen Jägern der Meere,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gebührt auf ewig unsere stille Ehre.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein ganzer Clan, gefallen durch fremde Horden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
durch wilde Feinde, die nur brandschatzen und morden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in der alten Heimat der Maar-Fiar, das weiß jedes Kind, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weht nun an allen Orten eine fremde Flagge im Wind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Grauländer, diese Qim-Mas, wohnen nun dort, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Geister der Maar-Fiar hüten jeden Ort. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der Ring des Räubers &amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht weit von hier in einem tiefen Tal,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da wohnte eine Maid im Wald an einem Wasserfall. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie war so schön, so schön wie Milch und Blut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von ganzem Herzen war sie einem Manne gut. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du armes Kind, du dauerst meine Seele. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weil ich nur ein Räuber bin, wohn&amp;#039; in einer Höhle&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Du kannst fürwahr nicht länger bei mir sein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ich muss jetzt fort, tief in den Wald hinein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nimm diesen Ring, und sollte man dich fragen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so sag&amp;#039; ein Räuber habe ihn getragen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der dich geliebt, geliebt bei Tag und Nacht&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der so manchen um Hab und Gut gebracht&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sprach er nach vielen Monden zu ihr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nach so  vielen Tagen und Nächten mit Pläsier, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihr half kein Wehen und auch kein Klagen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie musste seinen Weggang weinend ertragen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schöne tat, was der Geliebte ihr gesagt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging zurück zu ihrem Dorf, tieftraurig verzagt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie zeigte den Leuten den güldenen Ring, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das vermaledeite wertvolle, aber gestohlene Ding. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie weinte: &amp;quot;Der Räuber, den ich geliebt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat ihn getragen bei Tag und auch bei Nacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der so  manchen um Hab und Gut gebracht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat mich geliebt, bei Tag und auch bei Nacht.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Leute im Dorf waren empört, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht die Liebe an sich hat sie gestört, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aber, dass sie einem Räuber galt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dieses man eine Sünde schalt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sprachen: &amp;quot;Geh in den Tempel, törichte Maid &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und klag den Geweihten dort dein Leid, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Ring, den spende an die Götter, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann verstummen auch die Spötter.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie kann man einen Räuber lieben, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Unglückseliges Kind, was hat dich umgetrieben?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maid weinte bitter und lange, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vor der Zukunft war ihr sehr bange. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Verlust des Liebsten hat sie schon entsetzt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
war sie nun zusätzlich Hohn und Spott ausgesetzt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie trat in einen heiligen Orden ein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um eine Dienerin für die Götter zu sein. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So lebt sie nun dorten, fleißig und fromm,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Jahre verrinnen, die Welt bleibt ihr stumm.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch manchmal im Dunkel, wenn die Kerzen vergeh’n,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
meint sie den Räuber wie im Traume zu seh’n.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann flüstert sie leise, so sanft wie der Wind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass Herzen nicht wählen, wohin sie bestimmt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und tief in ihr drinnen, verborgen und sacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
lebt weiter die Liebe bei Tag und bei Nacht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der treue Hund&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr Leute, lasset mich berichten, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von gar wundersamen Geschichten, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine tue ich Euch nun kund, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie ist zu Orstoc einst geschehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ihr Held, das war ein Hund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein reicher Bauer mit dem Namen Friedrich Klein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kehrte nach dem Marktbesuch in ein Wirtshaus ein. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er hatte Vieh verkauft, trug bei sich den Erlös, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das rochen in der Schenke zwei Räuber, bitterbös. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als nun der reiche Bauer des Nachts zu Bette ging, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
beschlossen diese Räuber zu drehen ein schlimmes Ding. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie schlichen im Gasthaus in seine Kammer hinein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und drangen mit ihren Messern bedrohlich ein auf Friedrich Klein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schon packten ihn die Schlimmen, an seiner bloßen Kehle, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da schrie mit letzten Kräften, Friedrich die Angst sich von der Seele &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das hörte im Stalle, nicht sein Knecht aber der treue Hund, .&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er riss sich von der Kette und schon er in der Kammer stund &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bevor die Mörder die Messer setzten an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er stürzt sich auf die Kerle und rettet so den Mann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ward überwältigt, die böse Mörderbrut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu Orstoc, auf dem Richtblock, da floss zum Lohn ihr Blut. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch in dem Kampf fügten sie dem treuen Tier zu eine böse Wund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und schon am nächsten Tage da starb der arme Hund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es setzt in seinem Garten, der Bauer Klein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dem treuen braven Hunde aus Marmor einen Stein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darauf stand geschrieben dieses hier: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Viel treuer als die Menschen ist oft ein Hundetier. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Die Geschichte vom Räuber Hannes&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es sagt einst ein Kind zur seiner Großmama: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wenn ich erwachsen bin, was werd ich da?  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hab wenig Lust auf Feldarbeit. Kann ich vielleicht ein Räuber sein? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Muss wenig tun, nur ein bisschen rauben. Das wär&amp;#039; einfach und sehr fein.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Alte wiegt besorgt den Kopf, streichelt sanft den Enkelsohn. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich erzähl dir &amp;#039;ne Geschichte, die beantwortet deine Frage schon.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lehnt sich zurück, dann hebt sie an und sie erzählt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Geschichte vom Räuber Hannes hat sie gewählt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch des Waldes düstre Gründe auf naturverschlungnem Pfaden  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wandelt eine Magd zum Markt nach Vellhafen mit schmerzenden Waden. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hui, da plötzlich stürmt des Banditen kühner Sohn aus dem Geheg, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
scharf bewehrt bis an die Zähne, und vertritt ihr flugs den Weg. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Seid Ihr&amp;quot;, fragt die Frau erblassend, einer dunklen Ahnung voll, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;nicht vielleicht der Räuber Hannes, der allhier grassieren soll?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ja, ich bin´s, du Unglücksel´ge, ja, ich bin´s, der sich dir zeigt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und du bist diejen´ge, welche sich nun vor mir verneigt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn mit hochwillkomm´ner Beute nahst du mir zu guter Stund!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sprachs und nahm ihr weg den Korb, durchwühlt ihn schnell bis auf den Grund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wie Schuppen von den Augen fällt´s der schlichten Magd sogleich: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ihr seid Hannes!&amp;quot;, ruft sie bleich. &amp;quot;Bin es!&amp;quot; spricht der Räuber weich. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bin´s und sage dir noch dieses: ich töte dich du dummes Weib, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bringst du mir nicht auf dem Rückweg Gold, ramm ich meinen Dolch in deinen Leib.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Magd wird blass und blässer und eilt zum Markt, sucht den Büttel Reodan, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
findet ihn, fragt ängstlich dann, ob er ihr wohl helfen kann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jener stimmt zu, sie zu begleiten, denn den Räuber will er fangen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
baumeln soll der Räuber Hannes, an dem Galgen soll er hangen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesagt, getan und aus dem Walde eilt der Hannes schnell heran, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn er sieht nur das Mägdelein und nicht den guten Reodan. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jener hat sich vorher schon gut versteckt hinter einer dicken Eich, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er springt heraus, macht sich ganz groß und packt sogleich, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann den Räuber Hannes fest am Arm und am Halse an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
damit der Bösewicht dem harten Griffe nicht entweichen kann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Schurke! Hab dich!&amp;quot; so donnert er, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Nun entkommst du mir nicht mehr!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Mit des Seilers Tochter mach ich dich bekannt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aufatmen wird das ganze Land.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Werde besser Räuber nicht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sonst landet man am Ende nur an einem Strick und baumelt dann im Wind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Drum werde artig und bleib brav, sonst kommt Reodan mein Kind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Die Vogelscheuche Martha Stroh&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vogelscheuche Martha Stroh, wurd&amp;#039; ihres Daseins nicht mehr froh.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn es war nun einmal so, ein Strohhalm piekste sie am Po.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie fand es schrecklich, musste weinen, so schlimm juckte es der Kleinen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn, auch eine Scheuche hat ein Recht auf einen - unversehrten Po, sollte man meinen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da kam ein Zwerg am Feld vorbei, hörte sogleich das Wehgeschrei.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Mach doch hier nicht so&amp;#039; n Bohei! Trink dir nen Schnaps oder auch zwei.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was kannst es denn so Schlimmes geben, dass du so greinst wie um dein Leben?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Oder trinkt den vergorenen Saft der Reben, das wird deine Stimmung heben!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Törichter Zwerg, was rätst du mir da, kleiner Mann? Fast wie der Mönch vorhin, der riet zu Baldrian.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch musst doch sehen, dass ich nichts trinken kann, schau einfach meinen Mund mal an!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zwerg guckt Martha böse an und ganz brüskiert, &amp;quot;Töricht sagst du?&amp;quot; Er holt aus und hat ihr einfach eine geschmiert,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Martha erbebt als sie die Ohrfeige kassiert und durch die Erschütterung den Pieksehalm am Po verliert!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Martha ganz gücklich, kann&amp;#039;s kaum fassen: &amp;quot;Hab Dank, mein Retter. Das pieksige Stroh hat mich verlassen!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;So lass ich mir gerne eins verpassen, wenn dann die Pieksehalme meinen Po in Frieden lassen!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zwerg schaut verdutzt auf seine Hände, sichtlich erstaunt über dieses glückliche Ende,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Gern geschehen, Vogelscheuche! Nun wach du wieder über das Gelände, Und sag jedem Vogel, dass besser er verschwände.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Die glutäugige Susanne&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es dachten sich die Eltern der glutäugigen Susanne, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Kind ist nun erwachsen bald,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wir geben sie zu einem Manne,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn sonst ist sie schon bald … zu alt.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein reicher Händler war der erste Kandidat, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er schien dem Vater eine gute Partie, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auch wenn er keine Haare auf dem Kopf mehr hat, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Mutter meint: „Den nimmt das Kind doch nie!“ &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch wurde flugs, er zum Sonntagsmahl geladen, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er erschien im feinsten Zwirn und mit schwarzem Hut, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch biss der Hund ihn in die Waden, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er roch wohl nicht besonders gut? &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Susanne lobt den Hund und füttert ihn mit Leckerbissen, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn diesen Kahlkopf will sie nicht zum Manne.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater tobt: „Hast du denn gar kein Gewissen? &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nicht die Haare machen aus, den guten Ehemanne!“ &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Susanne schmollt: „Ist mir egal, den Kahlkopf nehme ich nicht!“ &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Händler schaut erst dumm, setzt wieder auf den Hut und geht dann wortlos fort. &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater schreit: „Hat denn mein Wunsch in diesem Hause kein Gewicht? &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich stand beim Händler doch im Wort!“ &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Susanne tobt und weint und schmollt, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
umarmt den Vater stumm.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie mag nicht wenn der Vater grollt &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und hofft sie stimmt ihn um. &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Mein Vater, mein Vater ich liebe dich sehr“, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hört es der Vater in seinen Ohren hallen. &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Bitte bring mir keinen Kahlkopf mehr,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch einer mit güldnen Locken, der könnt mir gefallen.“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Papperlapapp!“ sagt der Vater geschwind,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Güldene Locken ersetzen nicht Gold und Position&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so kommst du mir nicht davon, mein Kind,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den nächsten den ich dir präsentiere, der wird mein Schwiegersohn.“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sohn des Stadtkämmerers, ein Jüngling mit goldenem Haar,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
schon lange verliebt in Susanne, die im Stadtpark er gesehen,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wurde durch Dritte die Geschichte gewahr,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und meinte sofort: „Da muss was geschehen!“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Flugs suchte er den Vater der Holden auf in seinem Kontor,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der saß hinter seinem Schreibtisch mit grimmigem Gesicht&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Jüngling trat mutig und beherzt davor,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Gebt mir Susanne zu Weibe“ verlangte er schlicht.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vater Susannchens guckt bass erstaunt,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf den blondgelockten Jüngling von gutem Stande&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil Kandidat Susannens Gnade fand, war schon übel er gelaunt,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
des Stadtkämmerer Sohn jedoch, schien ihm geeignet für Familienbande.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Diener lässt er flugs Frau und  Tochter holen,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der Jüngling freut sich, vor Aufregung das Gesicht ganz fahl, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der Vater hat Susanne dann barsch befohlen&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Dieser hier wird dein Gemahl, ich lass dir keine andre Wahl!“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Susannchen erst stumm und blass dann bass erstaunt,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
glaubt ihren Augen nicht zu trauen,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Gut, ihn nehme ich“ hat sie dann leis geraunt&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und kann nicht aufhören mit Schauen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verliebt strahlt sie den Jüngling an, sie kann es gar nicht fassen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater hochzufrieden, schaut stolz zu seiner Gattin hin,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Die Hochzeit, Weib, kannst du nun richten, dieses Mal scheint es zu passen.“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Mutter strahlt nicht minder, hat Enkelkinder schon im Sinn.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ihr, ihr lieben Leute, euch sicher schon gedacht,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil es sich nach der Geschicht&amp;#039; vermuten lässt,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die große Liebe war es, die Glut der Minne war entfacht,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
es dauerte nicht lange, da gab &amp;#039;s ein schönes Hochzeitsfest,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch die Moral von der Geschicht&amp;#039;,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die es ja immer geben muss,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die verrate ich euch noch nicht,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn für heut ist erst Mal Schluss.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein ander Mal bin ich dann da &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und singe euch, was noch geschah,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
mit der glutäugigen Susanne &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ihrem blondgelockten Manne.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bis dahin, ihr lieben Leut&amp;#039;,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
geduldet euch .. bin durch für heut&amp;#039;! &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Markgraf Berenhard der Laute&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Markgraf Berenhardt der Laute, hat uns unser Kind geraubt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von Isenburg zur Festung hinauf, wo man sie zu seh&amp;#039;n geglaubt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nehmt die Fackel brave Leut&amp;#039;, helft, dass man sie wieder find&amp;#039;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Keine Hoffnung gibt&amp;#039;s ihr Braven, dort regiert das Schwert und Wind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auf dem Turme hört man &amp;#039;s klagen, sind dort droben unsre Frau&amp;#039;n?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die ihr lebet dort in der Stadt, am Fuß der Isenburg, tut auf eure Brut gut schau&amp;#039;n!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gassen- und Handwerkslieder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesen Liedern besingt Walter das Leben der einfachen Leute: Handwerker, Händler, Hafenarbeiter und all jene, die in den Straßen und Gassen Vellhafens ihren Alltag bestreiten. Die Stücke sind oft humorvoll, manchmal rau, aber stets voller Wärme für die Menschen, die sie porträtieren. Viele davon entstanden unterwegs, zwischen Marktständen, Werkstätten und Tavernen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Das Lumpensammlerlied des Willem Willink&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Gott Pares hat mich verdammt auf Erden, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein Hader- und Lumpensammler zu werden. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin Willem Willink, ja seht mich nur an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein Lumpenkerl, ein armer, doch ehrlicher Mann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit verschossener Jacke, zerrissener Hose, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ja starrt mich ruhig an – ich bin keine Mimose. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist mir lieber, als wenn ihr verächtlich wegseht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als wär ich nur Dreck, den man mit Füßen wegfegt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Manch einer hält Nase und Maul mit dem Tuche bedeckt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil mein Duft ihn erschreckt und seine Sinne befleckt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch nach Ambra und Moschus kann ich nicht duften,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
muss für Hadern und Lumpen tagtäglich schuften.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bin kein feiner Pflastertreter mit Gold und mit Muße –&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Glück war bei anderen auf besserem Fuße.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hab des Lebens Mühsal bis zur Neige geleert,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch blieb ich stets ehrlich, hab mich nie beschwert.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Meer der Schmerzen bin ich geschwommen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf einem Lumpensack dann zu liegen gekommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun stapf ich durch Vellhafens Gassen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um eure alten Tücher und Kleider zu fassen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bringt mir ruhig ungewaschen, ungekrumpen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
eure Lappen, Fetzen, Flecken und Lumpen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Alles rein in den Sack – man macht daraus Papier:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eingeweicht, gestampft, gegautscht – harte Arbeit, kein Pläsier.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dann geschöpft, gepresst, getrocknet – ein neues Werk erschaffen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
verkauft an Schreiber, Pfeffersäcke und auch an die Pfaffen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin Willem Willink, pack Lumpen in meinen Sack,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und bin schon wieder fort – schwuppdiwupp, zackzack!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Ich liebte ein Mädchen ... &amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hinweis: Dieses Lied basiert auf dem irdischen Stück „Ich liebte ein Mädchen“ von Insterburg &amp;amp; Co. &amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Die antamarisierte Fassung stammt vom Spieler Pyromaniac.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Liwa, das war die reinste Diva.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Techuan, das hatte nie ein Röckchen an.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Toapac, dem gab ich meinen Anorak.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Yunava, das war mit ihrer Mutter da.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Pechutli, das fuhr so gerne Wasserski.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Mascunja, das zeigte mir ihr *tralala*&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Ximalcuan, das sah mich immer traurig an.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Punac, dann packte ich den Rucksack.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mir wurde nämlich Xetoka zu klein ,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so ging ich in die Wüste rein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Kalibah, das sagt ständig oh la la.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Finnekish, das aß am liebsten Tintenfisch.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Kefybeg, das nahm mir meine Stiefel weg.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Yntrein, dem zeigte ich mein Holzbein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Altersheim, das brachte ich beizeiten heim.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Tarrikum, das war ein wenig andersrum.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Ylgen, das konnte viel vertilgen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Djerset, dort sind sie alle sehr fett.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Esnau, das war wohl meine Traumfrau.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Yrlensbar, das war einfach wunderbar.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Chal&amp;#039;ginn, dort gehe ich nie wieder hin.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in El Bachan, die Rettung war ein Äppelkahn.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von nun an war mir auch Eriath zu klein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
drum stach ich in die See hinein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Mandoran, das sprach mich dort im Hafen an.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Eisentrutz, das wollte nur mit Kautschukschutz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Eisenstein, das lud mich in ihr Zimmer ein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Hälstrond, das war so richtig hellblond.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Hornsandt, das an der Straße ganz vorn stand.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Jotunheim, dem geht wohl jeder auf den Leim.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Belbrück, dort hatte ich ganz schnell Glück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Berggugg, das soff mit einem Zwergschluck.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Cargnac, zu zweit in einem Schlafsack.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Ismar, in deren Kleid ein Riss war.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Diertal, ich glaube es war viermal.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Echelon, da kam ich grade so davon.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Eisenrose, ach dort ist meine Unterhose.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Bragen, darüber darf ich nichts sagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Minenhall, das quatschte wie ein Wasserfall.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Dwimorgrim, da sollte ich mal wieder hin.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sind zwar keine Heldentaten, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was noch so war, wird nicht verraten. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schmäh- und Spottlieder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;==&lt;br /&gt;
Hier versammelt Walter von der Salzwiese all jene Lieder, in denen er mit fröhlicher Frechheit an Kronen, Krägen und Amtsketten zupft. Ob eitler Edelmann, überhebliche Amtsperson oder eine politische Entscheidung, die mehr Schatten als Glanz wirft – niemand ist vor Walters spitzem Humor sicher. Seine Spottlieder sind weniger Anklage als Kunststück: kleine musikalische Sticheleien, die Missgeschicke, Übertreibungen und Fehltritte in heitere Reime verwandeln. Mal neckisch, mal schelmisch, mal überraschend treffend – doch immer mit einem Lächeln, das zeigt, dass selbst die Mächtigen über sich lachen dürfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Conte Schiefhals&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hinweis: Dieses Lied ist eine antamarisierte Bearbeitung des irdischen Volksliedes „O hängt ihn auf“ aus dem 19. Jahrhundert. Die Melodie und Grundstruktur stammen aus der Vorlage, der Text wurde von mir für ein Rollenspielereignis in Vellhafen angepasst. Tica&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh hängt ihn auf! Oh hängt ihn auf! &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Oh hängt ihn auf, den Kranz voll Lorbeeren! &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dich oh Conte, dich oh Conte, dich mit deinem schiefen Hals, dich wollen wir verehren. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir treten, dich - wir treten dich, wir treten dich zu ehren, heut zusammen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wohl in den Leib, wohl in den Leib, wohl in den Leib lodern helle Flammen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du bist ein Vieh, du bist ein vie -, du bist ein vielgeliebter Conte in Vellhafen,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und auch ein Hund, und auch ein hund -, und auch einhundert Jahre sollst schaffen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh wie gemein, oh wie gemein, oh wie gemeinsam unser Herzen schlagen,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Siehst du heut aus, siehst du heut aus, siehst du heut aus den Worten , die wir sagen.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh wie es riecht, oh wie es riecht, oh wie es riecht nach deinem Ruhm im Lande. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aus deinem Mund, aus deinem Mund, aus deinem Mund, oh Conte, kam nie ein Wort der Schande. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir brechen dir, wir brechen dir, wir brechen dir zum Ruhm der Feinde Speere. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Selbst Hals und Bein, selbst Hals und Bein,  selbst Hals und Beine opfern wir zur Ehre. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh wie es glänzt, oh wie es glänzt, oh wie es glänzt in deinen goldnen Haaren, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vor Speck und Dreck, vor Speck und Dreck, vor Speck und Dreck soll man dich, oh Conte, stets bewahren. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Belbrücks&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Belbrücks sind kurze, scherzhafte Fünfzeiler, die in Antamar weit verbreitet sind. Walter sammelt sie seit seiner Jugend und dichtet selbst unzählige neue, meist über Orte, Menschen oder Begebenheiten, die ihm auf seinen Reisen begegnen. Sie folgen einer festen Reimform und werden in Tavernen gern laut mitgesprochen — oft zur großen Freude des Publikums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Heiliges Kaiserreich&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst Mädchen aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bragen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die wollt&amp;#039; was Besonderes wagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie sucht nach `nem Gatten im Kurier,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
jetzt hat sie nicht einen, sondern gleich vier,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die sich täglich übers Essen beklagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war mal ein Bauer aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ackerheim&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der machte in jeden Satz &amp;#039;nen Reim. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und als sein Haar wurde lichter, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da nannte er sich einen Dichter &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und blieb den ganzen Tag daheim. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Kind in &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kirchflecken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das wollte die Welt noch entdecken.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es konnte krabbeln, noch nich´ so gut laufen  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und purzelte prompt in jeden Misthaufen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und erschreckte wandernde Recken. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Oma aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Siebenbrück&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der bastelt der Sohn eine feine Krück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hat Oma hocherfreut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aber den Sohn hat&amp;#039;s gereut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn die Oma haute damit Leute in Stück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Junge aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Amartrutz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der nahm immer alle Gauner in Schutz, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als Mann er studierte, wurd&amp;#039; Rechtsanwalt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Gauner haben ihn nun bezahlt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und schon nannt&amp;#039; ihn keiner mehr Nichtsnutz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Kerl aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jatzlauken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der wollt nur Trompeten und Pauken, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn laute Musik, die liebte er sehr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
seinen Nachbarn machte das Leben er schwer. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie schimpfen ihn deshalb nen lauten Rabauken. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Recke aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bragen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der wollt auch was Besonderes wagen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er ging zu einem großen Turnier, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kam, sah und siegte gegen Vier, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gewann dann nen Helm mit Kragen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst der Vater vom Recken aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bragen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der wollte dem Sohn die Teilnahme versagen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bleib weg vom Turnier!&amp;quot; Wütend er droht: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Denn wenn du verlierst, dann bist ja tot!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Warum willst du dich unbedingt schlagen?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Thelessa&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gute Fürst aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Faelughaven&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
muss wie jeder in der Nacht auch schlafen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um dann sanft in den Schlaf zu gleiten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hilft dem gute Fürst beizeiten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Zählen von weißen Schafen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Orklande&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es zogen einst drei Kelten nach Westen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu suchen &amp;#039;nen Vierten, wenn möglich den Besten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie fanden ihn nah dem &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Orken-Lande&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht mittig sondern eher am Rande,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
im Eichenbaum sitzend auf Ästen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Vellhafener Städtebund&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Königreich Lothrinien&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Pferdehirt aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Belbrück&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das war ein rechter Franz im Glück, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als von der Weide eine Herde Pferde wurde geklaut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er sich gründlich umgeschaut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und brachte sie, heil und am Stück, zurück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Burgherr auf &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Burg Obquell&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der fror ganz erbärmlich, trotz Wolle und Fell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Wind hier oben schneidend und bitterkalt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von drinnen die Stimm&amp;#039; seiner Frau erschallt: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mein Liebster, an den Kamin, zack zack aber schnell.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Adelsrepublik Grauland&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Jungfer aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Surquell&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die war ganz besonders schnell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Da kam ein Jüngling aus Untermoor, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der setzte ihr nen Floh ins Ohr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und zog sie nieder auf sein Schafsfell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Dûn-Reich&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Hund in &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tsakmur&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der ging allen auf die Hutschnur. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weil er bellte und jaulte, immer und stets, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging er den Leuten dort schwer auf den Keks. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die schickten den Jauler in die Wüste zur Kur.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Aivarunenlande&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Aivarune aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Qara Qorum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der fummelte sich immer am Ohr rum. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Seine Frau machte das Gefummel nervös, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
schrie ihn an und wurde ganz bös. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er hörte nicht auf, das war ganz dumm. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Xetoka&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Dame aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Liwa&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die war eine rechte Diva, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
trug nur seidene Kleider und Hüte, pompöse, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Verrückt, ja aber sie war keine Böse. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn das war was, was sie nie war. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Inoda&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Knabe aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Horami&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aß für sein Leben gerne Salami,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ob morgens, abends, zu jeder Zeit,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
für Salami war er immer bereit,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und verschlang sie rasant wie&amp;#039;n Tsunami.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tica</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.antamar.eu/index.php?title=Liedgut_des_Barden_Walter_von_der_Salzwiese&amp;diff=126551</id>
		<title>Liedgut des Barden Walter von der Salzwiese</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.antamar.eu/index.php?title=Liedgut_des_Barden_Walter_von_der_Salzwiese&amp;diff=126551"/>
		<updated>2026-02-18T10:41:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tica: /* Gassen- und Handwerkslieder */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Walter von der Salzwiese – Barde aus Vellhafen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walter von der Salzwiese gilt als einer der hoffnungsvollsten jungen Spielleute Vellhafens. Mit seinen gerade einmal erwachsenen Jahren hat er sich bereits einen Ruf erarbeitet, der manch älteren Barden neidisch werden lässt. Freundlich im Wesen, mit einer klaren, warmen Stimme und einem Talent, das Zuhörer mühelos in seinen Bann zieht, ist er in Schenken, auf Märkten und bei Festen gern gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein erstes Werk, „Das Lied von Brunihild“, verbreitete sich rasch über die Grenzen Vellhafens hinaus und wurde zu einem antamarweit bekannten Gassenhauer. Schon als Junge schickte Walter seine Verse und Melodien an den Vellhafener Kurier und erhielt dort früh Anerkennung für seine Dicht- und Vortragskunst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Herkunft und Familie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walter stammt aus Ismar, wo sein Vater Hein von der Salzwiese einen erfolgreichen Hof bewirtschaftet. Die Schafe der Familie grasen auf den salzhaltigen Wiesen Ismars, was dem Fleisch der berühmten Salzlämmer einen besonderen Geschmack verleiht. Wohlstand und Fleiß prägen Walters Herkunft, und es mangelte der Familie nie an etwas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein künstlerisches Talent verdankt Walter vor allem seiner Mutter Irina, die einst als Bardin unter dem Beinamen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;„Die Lerche aus Ismar“&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bekannt war. Sie tritt heute nicht mehr öffentlich auf, doch ihre Stimme und ihr Gespür für Melodie leben in ihrem Sohn weiter. Walters Brüder hingegen blieben der Landwirtschaft treu und führen den elterlichen Hof fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hinweis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die hier aufgeführten Lieder und Verse stammen — mit wenigen Ausnahmen (die aber immer extra gekennzeichnet sind)  — aus meiner eigener Feder.&lt;br /&gt;
Der Barde Walter von der Salzwiese wird im Spiel von mir verkörpert. Tica&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Balladen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
Walters Balladen erzählen von Liebe, Schicksal, Heldentum und den stillen Tragödien des Alltags. Sie sind länger gefasste Erzählgedichte, die oft auf wahren Begebenheiten beruhen oder von alten Sagen inspiriert wurden. Mit klarer Stimme und feinem Gespür für Stimmung trägt Walter sie auf Märkten, in Schenken und bei Festen vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Das Lied von Brunihild&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
War einst ein kleines Schneiderlein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das konnt schneidern, mit Stichlein fein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und dieses kleine Schneiderlein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging Nächtens in den Wald hinein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dort traf er sich mit Brunihild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die beiden trieben es dort wild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf einer Lichtung unerlaubt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er die Unschuld ihr geraubt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bruni aber war dem Joost versprochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der, der hatt&amp;#039; bald Lunt&amp;#039; gerochen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es kam, wie es dann kommen musste:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Joost, der ahnte, wenn auch nicht wusste,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass Brunihild ihn dreist belogen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und wahrscheinlich auch betrogen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er will es wissen, noch genauer,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und legt sich Nächtens auf die Lauer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Genau vor Brunihildes Elternhaus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und richtig, kaum war&amp;#039;s dunkel, trat sie hinaus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grimmig sieht Joost wie seine Braut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die selbst des Nachts sehr schön ausschaut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sich im Walde mit einem Schneider trifft,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihn gar küsst und herzt, das blonde Gift.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es schmerzt ihn sehr, er leidet Pein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie er so sieht sein Brunilein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Hals ihm schwillt und er sieht rot,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
stürmt auf die Lichtung: Schneider tot!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es heult und schreit die Braut vom Joost:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du Mörder! Bist du noch bei Trost?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch Joost, der schaut sie lange an,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kalt und böse sagt er dann:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du nahmst meinen Ring, warst mir versprochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bist mit dem Schneider hier ins Laub gekrochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hast ihn geküsst, geherzet sehr&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weißt du, dich will ich gar nicht mehr!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brunihilde, die war fassungslos,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
drehte sich um und rannte los.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach Hause will ich, denkt die Maid&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und rafft dann flugs das lange Kleid,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und sie rennet schnell und schneller,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zuhaus geht`s zunächst mal in den Keller.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wäscht aus das Kleid, besudelt von des Schneiders Blut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
lauscht nach oben, ob der Joost ihr womöglich folgen tut.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Joost jedoch, der will nur die Verlobung lösen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gleichgültig ihm ist, ob im Guten oder Bösen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Egal, ob sie ihn anzeigt, dieses Weib&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hauptsache sie bleibt ihm nun vom Leib.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am Elternhaus der Brunihild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ruft er laut und fuchtelt wild,:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich möchte meinen Ring zurück,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von diesem ungetreuen Stück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es wird keine Hochzeit geben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so eine heirat´ ich nie im Leben.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vater und Mutter sind bass erstaunt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was der Joost da ausposaunt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie befragen dann ihr Kind und schau&amp;#039;n es ratlos an:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sag uns Brunihild, was hast du nur getan,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass der Joost dich untreu schilt?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Setz uns bitte mal ins Bild.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Maid, die schweigt, nimmt kreidebleich&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Ring vom Finger dann sogleich.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vater gibt den Schmuck zurück,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf das er andere Hände schmück&amp;#039;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Joost läuft nun geschwind davon,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und dann brüllt der Vater schon:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was sollen denn die Leute denken?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Musstest du den Joost so kränken?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kind was hast du bloß gemacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
in dieser unglückseligen Nacht?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch Brunihild, die Ungetreue,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sagt kein Wort, schweigt nun auf Neue.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Mutter redet auf sie ein:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sag mir den Grund, Brunhildilein!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch auch der Mutter bleibt sie eine Antwort schuldig,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
diese schäumt vor Wut, fragt ungeduldig:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was sollen wir den Leuten sagen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wenn nach der Hochzeit sie uns fragen?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maid schweigt weiter, geht auf ihr Zimmer,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Lage, die wird schlimm und schlimmer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn Brunihilde weiß, dass sie ein Kindlein trägt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
in knapp fünf Monden es in der Wiege quäkt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Schande&amp;quot; denkt sie, &amp;quot;Welch ein Graus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie komme ich aus der Sache raus?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich geh ins Wasser!&amp;quot; ihr Entschluss,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sprach&amp;#039;s und ging geschwind zum Fluss.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am nächsten Tag hat der Vater sie gefunden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie aus dem Wasser raus gewunden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu einem Medicus verbracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch der hat nur aufgelacht:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Eine Tote bringt ihr mir? Was soll ich tun?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lasst sie auf dem Nergasacker ruh&amp;#039;n.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater sprach: &amp;quot;Mir ist nicht nach Scherzen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
untersuche ob ein Kind sie trug, unter ihrem Herzen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Medicus untersucht die Tote nun geschwind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann sagt er: &amp;quot;Ja, sie erwartete ein Kind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In vier, fünf Monden wär`s soweit gewesen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das kann ich an dem Körper lesen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater nickt, bezahlt den Mann, und nimmt die Leich&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bringt sie zum Nergasacker dann sogleich.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch Nergas Diener schicken ihn fort:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Begrabt sie einem anderen Ort!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nerga hasst jene, die sich selbst des Lebens berauben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das weiß der Vater, durch seinen tiefen Götterglauben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es schwillt die Wut ganz tief in ihm,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er denkt: Der Joost war mit Brunihild intim,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dafür sollte er nun bezahlen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn er verursacht diese Qualen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Leich&amp;#039; der Tochter in den Armen, die Augen voller Schmerz,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
stellt er den Joost und ohne Fragen, sticht er ihm `nen Dolch ins Herz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Richter nach acht langen Wochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat den Vater freigesprochen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn, so sprach der weise Mann:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bin selber Vater und daher ich verstehen kann,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was ihn zu dieser Tat gebracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vielleicht hätt`ich&amp;#039;s ebenso gemacht?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Betrüge den Verlobten nicht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eifersucht bei einem Mann,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gar schlimme Folgen haben kann!&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der Sohn der Maar-Fiar&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sein Clan längst erloschen, seine Geschichte dieses Lied bewahr. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Maar-Fiar waren Jäger, Jäger am Meer, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihre hölzernen Kanus glitten pfeilschnell umher. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, der stolze Aiva&amp;#039;un, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der verehrte gar sehr Lunin und auch den goldenen Lun, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
War nur Lunin, nicht Lun, am Nachthimmel zu sehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so wussten die Maar-Fiar: Es ist Zeit, auf die Jagd zu gehen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er und die Gefährten schoben ihre Kanus in die Wellen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
im Wissen, das Lunin ihren Weg wird erhellen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vier saßen in den Kanus, ob Mann, ob Frau,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zwei lenkten durch die Wogen, zwei spähten hinaus ins Grau. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Netzen und Angeln machten sie reiche Beute, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vom Ausmaß ihres Fangs erzählt man sich noch heute. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Speere und Spieße waren stets messerscharf gewetzt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
damit auch Raubfisch, kein Hai ihre Netze zerfetzt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eroberer und Mörder schlichen heran in dunkler Nacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als weder Lunin noch Lun den Himmel bewacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie drangen gewaltsam ein in Takoyas Haus, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
löschten zunächst seiner Familie die Lebenslichter aus. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gefesselt und geknebelt, gezwungen zuzusehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie all die Untaten vor seinen Augen geschehen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vom Schmerz wie von Sinnen, von Wut angefacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er das Unmögliche dennoch vollbracht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er zerriss seine Fesseln, spuckte den Knebel aus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
erschlug jeden Qim‑Mas, den er fand im Haus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er war nicht zu halten, von der Rache beseelt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
seine Muskeln und Sehnen in Eisen gestählt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch als er im Haus sein Werk vollbracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
trat er hinaus in die stockdunkle Nacht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Dutzend Qim‑Mas rangen den wilden Takoya nieder,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er starb – doch sein Pan‑Teon lebt fort, davon künden die Lieder. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Maar‑Fiar, den stolzen Jägern der Meere,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gebührt auf ewig unsere stille Ehre.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein ganzer Clan, gefallen durch fremde Horden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
durch wilde Feinde, die nur brandschatzen und morden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in der alten Heimat der Maar-Fiar, das weiß jedes Kind, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weht nun an allen Orten eine fremde Flagge im Wind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Grauländer, diese Qim-Mas, wohnen nun dort, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Geister der Maar-Fiar hüten jeden Ort. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der Ring des Räubers &amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht weit von hier in einem tiefen Tal,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da wohnte eine Maid im Wald an einem Wasserfall. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie war so schön, so schön wie Milch und Blut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von ganzem Herzen war sie einem Manne gut. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du armes Kind, du dauerst meine Seele. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weil ich nur ein Räuber bin, wohn&amp;#039; in einer Höhle&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Du kannst fürwahr nicht länger bei mir sein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ich muss jetzt fort, tief in den Wald hinein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nimm diesen Ring, und sollte man dich fragen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so sag&amp;#039; ein Räuber habe ihn getragen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der dich geliebt, geliebt bei Tag und Nacht&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der so manchen um Hab und Gut gebracht&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sprach er nach vielen Monden zu ihr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nach so  vielen Tagen und Nächten mit Pläsier, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihr half kein Wehen und auch kein Klagen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie musste seinen Weggang weinend ertragen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schöne tat, was der Geliebte ihr gesagt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging zurück zu ihrem Dorf, tieftraurig verzagt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie zeigte den Leuten den güldenen Ring, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das vermaledeite wertvolle, aber gestohlene Ding. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie weinte: &amp;quot;Der Räuber, den ich geliebt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat ihn getragen bei Tag und auch bei Nacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der so  manchen um Hab und Gut gebracht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat mich geliebt, bei Tag und auch bei Nacht.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Leute im Dorf waren empört, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht die Liebe an sich hat sie gestört, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aber, dass sie einem Räuber galt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dieses man eine Sünde schalt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sprachen: &amp;quot;Geh in den Tempel, törichte Maid &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und klag den Geweihten dort dein Leid, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Ring, den spende an die Götter, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann verstummen auch die Spötter.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie kann man einen Räuber lieben, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Unglückseliges Kind, was hat dich umgetrieben?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maid weinte bitter und lange, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vor der Zukunft war ihr sehr bange. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Verlust des Liebsten hat sie schon entsetzt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
war sie nun zusätzlich Hohn und Spott ausgesetzt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie trat in einen heiligen Orden ein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um eine Dienerin für die Götter zu sein. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So lebt sie nun dorten, fleißig und fromm,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Jahre verrinnen, die Welt bleibt ihr stumm.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch manchmal im Dunkel, wenn die Kerzen vergeh’n,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
meint sie den Räuber wie im Traume zu seh’n.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann flüstert sie leise, so sanft wie der Wind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass Herzen nicht wählen, wohin sie bestimmt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und tief in ihr drinnen, verborgen und sacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
lebt weiter die Liebe bei Tag und bei Nacht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der treue Hund&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr Leute, lasset mich berichten, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von gar wundersamen Geschichten, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine tue ich Euch nun kund, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie ist zu Orstoc einst geschehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ihr Held, das war ein Hund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein reicher Bauer mit dem Namen Friedrich Klein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kehrte nach dem Marktbesuch in ein Wirtshaus ein. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er hatte Vieh verkauft, trug bei sich den Erlös, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das rochen in der Schenke zwei Räuber, bitterbös. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als nun der reiche Bauer des Nachts zu Bette ging, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
beschlossen diese Räuber zu drehen ein schlimmes Ding. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie schlichen im Gasthaus in seine Kammer hinein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und drangen mit ihren Messern bedrohlich ein auf Friedrich Klein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schon packten ihn die Schlimmen, an seiner bloßen Kehle, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da schrie mit letzten Kräften, Friedrich die Angst sich von der Seele &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das hörte im Stalle, nicht sein Knecht aber der treue Hund, .&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er riss sich von der Kette und schon er in der Kammer stund &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bevor die Mörder die Messer setzten an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er stürzt sich auf die Kerle und rettet so den Mann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ward überwältigt, die böse Mörderbrut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu Orstoc, auf dem Richtblock, da floss zum Lohn ihr Blut. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch in dem Kampf fügten sie dem treuen Tier zu eine böse Wund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und schon am nächsten Tage da starb der arme Hund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es setzt in seinem Garten, der Bauer Klein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dem treuen braven Hunde aus Marmor einen Stein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darauf stand geschrieben dieses hier: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Viel treuer als die Menschen ist oft ein Hundetier. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Die Geschichte vom Räuber Hannes&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es sagt einst ein Kind zur seiner Großmama: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wenn ich erwachsen bin, was werd ich da?  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hab wenig Lust auf Feldarbeit. Kann ich vielleicht ein Räuber sein? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Muss wenig tun, nur ein bisschen rauben. Das wär&amp;#039; einfach und sehr fein.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Alte wiegt besorgt den Kopf, streichelt sanft den Enkelsohn. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich erzähl dir &amp;#039;ne Geschichte, die beantwortet deine Frage schon.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lehnt sich zurück, dann hebt sie an und sie erzählt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Geschichte vom Räuber Hannes hat sie gewählt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch des Waldes düstre Gründe auf naturverschlungnem Pfaden  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wandelt eine Magd zum Markt nach Vellhafen mit schmerzenden Waden. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hui, da plötzlich stürmt des Banditen kühner Sohn aus dem Geheg, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
scharf bewehrt bis an die Zähne, und vertritt ihr flugs den Weg. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Seid Ihr&amp;quot;, fragt die Frau erblassend, einer dunklen Ahnung voll, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;nicht vielleicht der Räuber Hannes, der allhier grassieren soll?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ja, ich bin´s, du Unglücksel´ge, ja, ich bin´s, der sich dir zeigt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und du bist diejen´ge, welche sich nun vor mir verneigt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn mit hochwillkomm´ner Beute nahst du mir zu guter Stund!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sprachs und nahm ihr weg den Korb, durchwühlt ihn schnell bis auf den Grund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wie Schuppen von den Augen fällt´s der schlichten Magd sogleich: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ihr seid Hannes!&amp;quot;, ruft sie bleich. &amp;quot;Bin es!&amp;quot; spricht der Räuber weich. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bin´s und sage dir noch dieses: ich töte dich du dummes Weib, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bringst du mir nicht auf dem Rückweg Gold, ramm ich meinen Dolch in deinen Leib.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Magd wird blass und blässer und eilt zum Markt, sucht den Büttel Reodan, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
findet ihn, fragt ängstlich dann, ob er ihr wohl helfen kann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jener stimmt zu, sie zu begleiten, denn den Räuber will er fangen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
baumeln soll der Räuber Hannes, an dem Galgen soll er hangen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesagt, getan und aus dem Walde eilt der Hannes schnell heran, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn er sieht nur das Mägdelein und nicht den guten Reodan. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jener hat sich vorher schon gut versteckt hinter einer dicken Eich, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er springt heraus, macht sich ganz groß und packt sogleich, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann den Räuber Hannes fest am Arm und am Halse an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
damit der Bösewicht dem harten Griffe nicht entweichen kann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Schurke! Hab dich!&amp;quot; so donnert er, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Nun entkommst du mir nicht mehr!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Mit des Seilers Tochter mach ich dich bekannt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aufatmen wird das ganze Land.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Werde besser Räuber nicht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sonst landet man am Ende nur an einem Strick und baumelt dann im Wind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Drum werde artig und bleib brav, sonst kommt Reodan mein Kind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Die Vogelscheuche Martha Stroh&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vogelscheuche Martha Stroh, wurd&amp;#039; ihres Daseins nicht mehr froh.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn es war nun einmal so, ein Strohhalm piekste sie am Po.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie fand es schrecklich, musste weinen, so schlimm juckte es der Kleinen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn, auch eine Scheuche hat ein Recht auf einen - unversehrten Po, sollte man meinen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da kam ein Zwerg am Feld vorbei, hörte sogleich das Wehgeschrei.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Mach doch hier nicht so&amp;#039; n Bohei! Trink dir nen Schnaps oder auch zwei.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was kannst es denn so Schlimmes geben, dass du so greinst wie um dein Leben?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Oder trinkt den vergorenen Saft der Reben, das wird deine Stimmung heben!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Törichter Zwerg, was rätst du mir da, kleiner Mann? Fast wie der Mönch vorhin, der riet zu Baldrian.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch musst doch sehen, dass ich nichts trinken kann, schau einfach meinen Mund mal an!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zwerg guckt Martha böse an und ganz brüskiert, &amp;quot;Töricht sagst du?&amp;quot; Er holt aus und hat ihr einfach eine geschmiert,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Martha erbebt als sie die Ohrfeige kassiert und durch die Erschütterung den Pieksehalm am Po verliert!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Martha ganz gücklich, kann&amp;#039;s kaum fassen: &amp;quot;Hab Dank, mein Retter. Das pieksige Stroh hat mich verlassen!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;So lass ich mir gerne eins verpassen, wenn dann die Pieksehalme meinen Po in Frieden lassen!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zwerg schaut verdutzt auf seine Hände, sichtlich erstaunt über dieses glückliche Ende,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Gern geschehen, Vogelscheuche! Nun wach du wieder über das Gelände, Und sag jedem Vogel, dass besser er verschwände.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Die glutäugige Susanne&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es dachten sich die Eltern der glutäugigen Susanne, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Kind ist nun erwachsen bald,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wir geben sie zu einem Manne,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn sonst ist sie schon bald … zu alt.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein reicher Händler war der erste Kandidat, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er schien dem Vater eine gute Partie, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auch wenn er keine Haare auf dem Kopf mehr hat, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Mutter meint: „Den nimmt das Kind doch nie!“ &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch wurde flugs, er zum Sonntagsmahl geladen, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er erschien im feinsten Zwirn und mit schwarzem Hut, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch biss der Hund ihn in die Waden, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er roch wohl nicht besonders gut? &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Susanne lobt den Hund und füttert ihn mit Leckerbissen, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn diesen Kahlkopf will sie nicht zum Manne.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater tobt: „Hast du denn gar kein Gewissen? &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nicht die Haare machen aus, den guten Ehemanne!“ &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Susanne schmollt: „Ist mir egal, den Kahlkopf nehme ich nicht!“ &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Händler schaut erst dumm, setzt wieder auf den Hut und geht dann wortlos fort. &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater schreit: „Hat denn mein Wunsch in diesem Hause kein Gewicht? &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich stand beim Händler doch im Wort!“ &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Susanne tobt und weint und schmollt, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
umarmt den Vater stumm.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie mag nicht wenn der Vater grollt &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und hofft sie stimmt ihn um. &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Mein Vater, mein Vater ich liebe dich sehr“, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hört es der Vater in seinen Ohren hallen. &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Bitte bring mir keinen Kahlkopf mehr,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch einer mit güldnen Locken, der könnt mir gefallen.“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Papperlapapp!“ sagt der Vater geschwind,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Güldene Locken ersetzen nicht Gold und Position&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so kommst du mir nicht davon, mein Kind,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den nächsten den ich dir präsentiere, der wird mein Schwiegersohn.“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sohn des Stadtkämmerers, ein Jüngling mit goldenem Haar,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
schon lange verliebt in Susanne, die im Stadtpark er gesehen,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wurde durch Dritte die Geschichte gewahr,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und meinte sofort: „Da muss was geschehen!“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Flugs suchte er den Vater der Holden auf in seinem Kontor,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der saß hinter seinem Schreibtisch mit grimmigem Gesicht&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Jüngling trat mutig und beherzt davor,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Gebt mir Susanne zu Weibe“ verlangte er schlicht.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vater Susannchens guckt bass erstaunt,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf den blondgelockten Jüngling von gutem Stande&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil Kandidat Susannens Gnade fand, war schon übel er gelaunt,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
des Stadtkämmerer Sohn jedoch, schien ihm geeignet für Familienbande.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Diener lässt er flugs Frau und  Tochter holen,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der Jüngling freut sich, vor Aufregung das Gesicht ganz fahl, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der Vater hat Susanne dann barsch befohlen&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Dieser hier wird dein Gemahl, ich lass dir keine andre Wahl!“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Susannchen erst stumm und blass dann bass erstaunt,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
glaubt ihren Augen nicht zu trauen,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Gut, ihn nehme ich“ hat sie dann leis geraunt&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und kann nicht aufhören mit Schauen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verliebt strahlt sie den Jüngling an, sie kann es gar nicht fassen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater hochzufrieden, schaut stolz zu seiner Gattin hin,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Die Hochzeit, Weib, kannst du nun richten, dieses Mal scheint es zu passen.“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Mutter strahlt nicht minder, hat Enkelkinder schon im Sinn.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ihr, ihr lieben Leute, euch sicher schon gedacht,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil es sich nach der Geschicht&amp;#039; vermuten lässt,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die große Liebe war es, die Glut der Minne war entfacht,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
es dauerte nicht lange, da gab &amp;#039;s ein schönes Hochzeitsfest,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch die Moral von der Geschicht&amp;#039;,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die es ja immer geben muss,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die verrate ich euch noch nicht,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn für heut ist erst Mal Schluss.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein ander Mal bin ich dann da &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und singe euch, was noch geschah,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
mit der glutäugigen Susanne &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ihrem blondgelockten Manne.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bis dahin, ihr lieben Leut&amp;#039;,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
geduldet euch .. bin durch für heut&amp;#039;! &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Markgraf Berenhard der Laute&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Markgraf Berenhardt der Laute, hat uns unser Kind geraubt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von Isenburg zur Festung hinauf, wo man sie zu seh&amp;#039;n geglaubt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nehmt die Fackel brave Leut&amp;#039;, helft, dass man sie wieder find&amp;#039;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Keine Hoffnung gibt&amp;#039;s ihr Braven, dort regiert das Schwert und Wind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auf dem Turme hört man &amp;#039;s klagen, sind dort droben unsre Frau&amp;#039;n?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die ihr lebet dort in der Stadt, am Fuß der Isenburg, tut auf eure Brut gut schau&amp;#039;n!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gassen- und Handwerkslieder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesen Liedern besingt Walter das Leben der einfachen Leute: Handwerker, Händler, Hafenarbeiter und all jene, die in den Straßen und Gassen Vellhafens ihren Alltag bestreiten. Die Stücke sind oft humorvoll, manchmal rau, aber stets voller Wärme für die Menschen, die sie porträtieren. Viele davon entstanden unterwegs, zwischen Marktständen, Werkstätten und Tavernen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Das Lumpensammlerlied des Willem Willink&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Gott Pares hat mich verdammt auf Erden, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein Hader- und Lumpensammler zu werden. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin Willem Willink, ja seht mich nur an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein Lumpenkerl, ein armer, doch ehrlicher Mann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit verschossener Jacke, zerrissener Hose, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ja starrt mich ruhig an – ich bin keine Mimose. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist mir lieber, als wenn ihr verächtlich wegseht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als wär ich nur Dreck, den man mit Füßen wegfegt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Manch einer hält Nase und Maul mit dem Tuche bedeckt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil mein Duft ihn erschreckt und seine Sinne befleckt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch nach Ambra und Moschus kann ich nicht duften,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
muss für Hadern und Lumpen tagtäglich schuften.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bin kein feiner Pflastertreter mit Gold und mit Muße –&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Glück war bei anderen auf besserem Fuße.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hab des Lebens Mühsal bis zur Neige geleert,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch blieb ich stets ehrlich, hab mich nie beschwert.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Meer der Schmerzen bin ich geschwommen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf einem Lumpensack dann zu liegen gekommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun stapf ich durch Vellhafens Gassen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um eure alten Tücher und Kleider zu fassen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bringt mir ruhig ungewaschen, ungekrumpen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
eure Lappen, Fetzen, Flecken und Lumpen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Alles rein in den Sack – man macht daraus Papier:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eingeweicht, gestampft, gegautscht – harte Arbeit, kein Pläsier.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dann geschöpft, gepresst, getrocknet – ein neues Werk erschaffen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
verkauft an Schreiber, Pfeffersäcke und auch an die Pfaffen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin Willem Willink, pack Lumpen in meinen Sack,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und bin schon wieder fort – schwuppdiwupp, zackzack!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Ich liebte ein Mädchen ... &amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hinweis: Dieses Lied basiert auf dem irdischen Stück „Ich liebte ein Mädchen“ von Insterburg &amp;amp; Co. &lt;br /&gt;
Die antamarisierte Fassung stammt vom Spieler Pyromaniac.&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Liwa, das war die reinste Diva.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Techuan, das hatte nie ein Röckchen an.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Toapac, dem gab ich meinen Anorak.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Yunava, das war mit ihrer Mutter da.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Pechutli, das fuhr so gerne Wasserski.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Mascunja, das zeigte mir ihr *tralala*&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Ximalcuan, das sah mich immer traurig an.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Punac, dann packte ich den Rucksack.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mir wurde nämlich Xetoka zu klein ,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so ging ich in die Wüste rein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Kalibah, das sagt ständig oh la la.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Finnekish, das aß am liebsten Tintenfisch.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Kefybeg, das nahm mir meine Stiefel weg.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Yntrein, dem zeigte ich mein Holzbein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Altersheim, das brachte ich beizeiten heim.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Tarrikum, das war ein wenig andersrum.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Ylgen, das konnte viel vertilgen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Djerset, dort sind sie alle sehr fett.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Esnau, das war wohl meine Traumfrau.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Yrlensbar, das war einfach wunderbar.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Chal&amp;#039;ginn, dort gehe ich nie wieder hin.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in El Bachan, die Rettung war ein Äppelkahn.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von nun an war mir auch Eriath zu klein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
drum stach ich in die See hinein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Mandoran, das sprach mich dort im Hafen an.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Eisentrutz, das wollte nur mit Kautschukschutz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Eisenstein, das lud mich in ihr Zimmer ein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Hälstrond, das war so richtig hellblond.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Hornsandt, das an der Straße ganz vorn stand.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Jotunheim, dem geht wohl jeder auf den Leim.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Belbrück, dort hatte ich ganz schnell Glück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Berggugg, das soff mit einem Zwergschluck.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Cargnac, zu zweit in einem Schlafsack.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Ismar, in deren Kleid ein Riss war.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Diertal, ich glaube es war viermal.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Echelon, da kam ich grade so davon.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Eisenrose, ach dort ist meine Unterhose.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Bragen, darüber darf ich nichts sagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Minenhall, das quatschte wie ein Wasserfall.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Dwimorgrim, da sollte ich mal wieder hin.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sind zwar keine Heldentaten, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was noch so war, wird nicht verraten. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schmäh- und Spottlieder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;==&lt;br /&gt;
Hier versammelt Walter von der Salzwiese all jene Lieder, in denen er mit fröhlicher Frechheit an Kronen, Krägen und Amtsketten zupft. Ob eitler Edelmann, überhebliche Amtsperson oder eine politische Entscheidung, die mehr Schatten als Glanz wirft – niemand ist vor Walters spitzem Humor sicher. Seine Spottlieder sind weniger Anklage als Kunststück: kleine musikalische Sticheleien, die Missgeschicke, Übertreibungen und Fehltritte in heitere Reime verwandeln. Mal neckisch, mal schelmisch, mal überraschend treffend – doch immer mit einem Lächeln, das zeigt, dass selbst die Mächtigen über sich lachen dürfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Conte Schiefhals&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hinweis: Dieses Lied ist eine antamarisierte Bearbeitung des irdischen Volksliedes „O hängt ihn auf“ aus dem 19. Jahrhundert. Die Melodie und Grundstruktur stammen aus der Vorlage, der Text wurde von mir für ein Rollenspielereignis in Vellhafen angepasst. Tica&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh hängt ihn auf! Oh hängt ihn auf! &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Oh hängt ihn auf, den Kranz voll Lorbeeren! &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dich oh Conte, dich oh Conte, dich mit deinem schiefen Hals, dich wollen wir verehren. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir treten, dich - wir treten dich, wir treten dich zu ehren, heut zusammen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wohl in den Leib, wohl in den Leib, wohl in den Leib lodern helle Flammen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du bist ein Vieh, du bist ein vie -, du bist ein vielgeliebter Conte in Vellhafen,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und auch ein Hund, und auch ein hund -, und auch einhundert Jahre sollst schaffen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh wie gemein, oh wie gemein, oh wie gemeinsam unser Herzen schlagen,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Siehst du heut aus, siehst du heut aus, siehst du heut aus den Worten , die wir sagen.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh wie es riecht, oh wie es riecht, oh wie es riecht nach deinem Ruhm im Lande. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aus deinem Mund, aus deinem Mund, aus deinem Mund, oh Conte, kam nie ein Wort der Schande. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir brechen dir, wir brechen dir, wir brechen dir zum Ruhm der Feinde Speere. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Selbst Hals und Bein, selbst Hals und Bein,  selbst Hals und Beine opfern wir zur Ehre. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh wie es glänzt, oh wie es glänzt, oh wie es glänzt in deinen goldnen Haaren, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vor Speck und Dreck, vor Speck und Dreck, vor Speck und Dreck soll man dich, oh Conte, stets bewahren. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Belbrücks&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Belbrücks sind kurze, scherzhafte Fünfzeiler, die in Antamar weit verbreitet sind. Walter sammelt sie seit seiner Jugend und dichtet selbst unzählige neue, meist über Orte, Menschen oder Begebenheiten, die ihm auf seinen Reisen begegnen. Sie folgen einer festen Reimform und werden in Tavernen gern laut mitgesprochen — oft zur großen Freude des Publikums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Heiliges Kaiserreich&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst Mädchen aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bragen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die wollt&amp;#039; was Besonderes wagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie sucht nach `nem Gatten im Kurier,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
jetzt hat sie nicht einen, sondern gleich vier,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die sich täglich übers Essen beklagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war mal ein Bauer aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ackerheim&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der machte in jeden Satz &amp;#039;nen Reim. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und als sein Haar wurde lichter, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da nannte er sich einen Dichter &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und blieb den ganzen Tag daheim. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Kind in &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kirchflecken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das wollte die Welt noch entdecken.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es konnte krabbeln, noch nich´ so gut laufen  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und purzelte prompt in jeden Misthaufen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und erschreckte wandernde Recken. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Oma aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Siebenbrück&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der bastelt der Sohn eine feine Krück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hat Oma hocherfreut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aber den Sohn hat&amp;#039;s gereut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn die Oma haute damit Leute in Stück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Junge aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Amartrutz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der nahm immer alle Gauner in Schutz, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als Mann er studierte, wurd&amp;#039; Rechtsanwalt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Gauner haben ihn nun bezahlt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und schon nannt&amp;#039; ihn keiner mehr Nichtsnutz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Kerl aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jatzlauken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der wollt nur Trompeten und Pauken, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn laute Musik, die liebte er sehr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
seinen Nachbarn machte das Leben er schwer. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie schimpfen ihn deshalb nen lauten Rabauken. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Recke aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bragen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der wollt auch was Besonderes wagen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er ging zu einem großen Turnier, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kam, sah und siegte gegen Vier, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gewann dann nen Helm mit Kragen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst der Vater vom Recken aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bragen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der wollte dem Sohn die Teilnahme versagen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bleib weg vom Turnier!&amp;quot; Wütend er droht: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Denn wenn du verlierst, dann bist ja tot!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Warum willst du dich unbedingt schlagen?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Thelessa&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gute Fürst aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Faelughaven&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
muss wie jeder in der Nacht auch schlafen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um dann sanft in den Schlaf zu gleiten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hilft dem gute Fürst beizeiten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Zählen von weißen Schafen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Orklande&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es zogen einst drei Kelten nach Westen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu suchen &amp;#039;nen Vierten, wenn möglich den Besten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie fanden ihn nah dem &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Orken-Lande&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht mittig sondern eher am Rande,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
im Eichenbaum sitzend auf Ästen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Vellhafener Städtebund&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Königreich Lothrinien&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Pferdehirt aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Belbrück&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das war ein rechter Franz im Glück, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als von der Weide eine Herde Pferde wurde geklaut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er sich gründlich umgeschaut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und brachte sie, heil und am Stück, zurück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Burgherr auf &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Burg Obquell&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der fror ganz erbärmlich, trotz Wolle und Fell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Wind hier oben schneidend und bitterkalt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von drinnen die Stimm&amp;#039; seiner Frau erschallt: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mein Liebster, an den Kamin, zack zack aber schnell.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Adelsrepublik Grauland&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Jungfer aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Surquell&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die war ganz besonders schnell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Da kam ein Jüngling aus Untermoor, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der setzte ihr nen Floh ins Ohr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und zog sie nieder auf sein Schafsfell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Dûn-Reich&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Hund in &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tsakmur&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der ging allen auf die Hutschnur. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weil er bellte und jaulte, immer und stets, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging er den Leuten dort schwer auf den Keks. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die schickten den Jauler in die Wüste zur Kur.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Aivarunenlande&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Aivarune aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Qara Qorum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der fummelte sich immer am Ohr rum. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Seine Frau machte das Gefummel nervös, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
schrie ihn an und wurde ganz bös. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er hörte nicht auf, das war ganz dumm. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Xetoka&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Dame aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Liwa&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die war eine rechte Diva, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
trug nur seidene Kleider und Hüte, pompöse, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Verrückt, ja aber sie war keine Böse. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn das war was, was sie nie war. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Inoda&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Knabe aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Horami&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aß für sein Leben gerne Salami,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ob morgens, abends, zu jeder Zeit,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
für Salami war er immer bereit,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und verschlang sie rasant wie&amp;#039;n Tsunami.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tica</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.antamar.eu/index.php?title=Liedgut_des_Barden_Walter_von_der_Salzwiese&amp;diff=126550</id>
		<title>Liedgut des Barden Walter von der Salzwiese</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.antamar.eu/index.php?title=Liedgut_des_Barden_Walter_von_der_Salzwiese&amp;diff=126550"/>
		<updated>2026-02-18T10:40:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tica: /* Gassen- und Handwerkslieder */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Walter von der Salzwiese – Barde aus Vellhafen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walter von der Salzwiese gilt als einer der hoffnungsvollsten jungen Spielleute Vellhafens. Mit seinen gerade einmal erwachsenen Jahren hat er sich bereits einen Ruf erarbeitet, der manch älteren Barden neidisch werden lässt. Freundlich im Wesen, mit einer klaren, warmen Stimme und einem Talent, das Zuhörer mühelos in seinen Bann zieht, ist er in Schenken, auf Märkten und bei Festen gern gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein erstes Werk, „Das Lied von Brunihild“, verbreitete sich rasch über die Grenzen Vellhafens hinaus und wurde zu einem antamarweit bekannten Gassenhauer. Schon als Junge schickte Walter seine Verse und Melodien an den Vellhafener Kurier und erhielt dort früh Anerkennung für seine Dicht- und Vortragskunst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Herkunft und Familie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walter stammt aus Ismar, wo sein Vater Hein von der Salzwiese einen erfolgreichen Hof bewirtschaftet. Die Schafe der Familie grasen auf den salzhaltigen Wiesen Ismars, was dem Fleisch der berühmten Salzlämmer einen besonderen Geschmack verleiht. Wohlstand und Fleiß prägen Walters Herkunft, und es mangelte der Familie nie an etwas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein künstlerisches Talent verdankt Walter vor allem seiner Mutter Irina, die einst als Bardin unter dem Beinamen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;„Die Lerche aus Ismar“&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bekannt war. Sie tritt heute nicht mehr öffentlich auf, doch ihre Stimme und ihr Gespür für Melodie leben in ihrem Sohn weiter. Walters Brüder hingegen blieben der Landwirtschaft treu und führen den elterlichen Hof fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hinweis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die hier aufgeführten Lieder und Verse stammen — mit wenigen Ausnahmen (die aber immer extra gekennzeichnet sind)  — aus meiner eigener Feder.&lt;br /&gt;
Der Barde Walter von der Salzwiese wird im Spiel von mir verkörpert. Tica&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Balladen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
Walters Balladen erzählen von Liebe, Schicksal, Heldentum und den stillen Tragödien des Alltags. Sie sind länger gefasste Erzählgedichte, die oft auf wahren Begebenheiten beruhen oder von alten Sagen inspiriert wurden. Mit klarer Stimme und feinem Gespür für Stimmung trägt Walter sie auf Märkten, in Schenken und bei Festen vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Das Lied von Brunihild&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
War einst ein kleines Schneiderlein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das konnt schneidern, mit Stichlein fein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und dieses kleine Schneiderlein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging Nächtens in den Wald hinein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dort traf er sich mit Brunihild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die beiden trieben es dort wild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf einer Lichtung unerlaubt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er die Unschuld ihr geraubt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bruni aber war dem Joost versprochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der, der hatt&amp;#039; bald Lunt&amp;#039; gerochen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es kam, wie es dann kommen musste:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Joost, der ahnte, wenn auch nicht wusste,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass Brunihild ihn dreist belogen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und wahrscheinlich auch betrogen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er will es wissen, noch genauer,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und legt sich Nächtens auf die Lauer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Genau vor Brunihildes Elternhaus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und richtig, kaum war&amp;#039;s dunkel, trat sie hinaus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grimmig sieht Joost wie seine Braut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die selbst des Nachts sehr schön ausschaut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sich im Walde mit einem Schneider trifft,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihn gar küsst und herzt, das blonde Gift.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es schmerzt ihn sehr, er leidet Pein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie er so sieht sein Brunilein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Hals ihm schwillt und er sieht rot,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
stürmt auf die Lichtung: Schneider tot!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es heult und schreit die Braut vom Joost:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du Mörder! Bist du noch bei Trost?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch Joost, der schaut sie lange an,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kalt und böse sagt er dann:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du nahmst meinen Ring, warst mir versprochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bist mit dem Schneider hier ins Laub gekrochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hast ihn geküsst, geherzet sehr&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weißt du, dich will ich gar nicht mehr!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brunihilde, die war fassungslos,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
drehte sich um und rannte los.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach Hause will ich, denkt die Maid&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und rafft dann flugs das lange Kleid,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und sie rennet schnell und schneller,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zuhaus geht`s zunächst mal in den Keller.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wäscht aus das Kleid, besudelt von des Schneiders Blut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
lauscht nach oben, ob der Joost ihr womöglich folgen tut.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Joost jedoch, der will nur die Verlobung lösen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gleichgültig ihm ist, ob im Guten oder Bösen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Egal, ob sie ihn anzeigt, dieses Weib&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hauptsache sie bleibt ihm nun vom Leib.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am Elternhaus der Brunihild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ruft er laut und fuchtelt wild,:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich möchte meinen Ring zurück,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von diesem ungetreuen Stück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es wird keine Hochzeit geben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so eine heirat´ ich nie im Leben.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vater und Mutter sind bass erstaunt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was der Joost da ausposaunt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie befragen dann ihr Kind und schau&amp;#039;n es ratlos an:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sag uns Brunihild, was hast du nur getan,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass der Joost dich untreu schilt?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Setz uns bitte mal ins Bild.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Maid, die schweigt, nimmt kreidebleich&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Ring vom Finger dann sogleich.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vater gibt den Schmuck zurück,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf das er andere Hände schmück&amp;#039;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Joost läuft nun geschwind davon,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und dann brüllt der Vater schon:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was sollen denn die Leute denken?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Musstest du den Joost so kränken?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kind was hast du bloß gemacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
in dieser unglückseligen Nacht?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch Brunihild, die Ungetreue,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sagt kein Wort, schweigt nun auf Neue.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Mutter redet auf sie ein:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sag mir den Grund, Brunhildilein!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch auch der Mutter bleibt sie eine Antwort schuldig,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
diese schäumt vor Wut, fragt ungeduldig:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was sollen wir den Leuten sagen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wenn nach der Hochzeit sie uns fragen?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maid schweigt weiter, geht auf ihr Zimmer,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Lage, die wird schlimm und schlimmer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn Brunihilde weiß, dass sie ein Kindlein trägt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
in knapp fünf Monden es in der Wiege quäkt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Schande&amp;quot; denkt sie, &amp;quot;Welch ein Graus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie komme ich aus der Sache raus?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich geh ins Wasser!&amp;quot; ihr Entschluss,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sprach&amp;#039;s und ging geschwind zum Fluss.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am nächsten Tag hat der Vater sie gefunden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie aus dem Wasser raus gewunden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu einem Medicus verbracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch der hat nur aufgelacht:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Eine Tote bringt ihr mir? Was soll ich tun?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lasst sie auf dem Nergasacker ruh&amp;#039;n.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater sprach: &amp;quot;Mir ist nicht nach Scherzen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
untersuche ob ein Kind sie trug, unter ihrem Herzen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Medicus untersucht die Tote nun geschwind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann sagt er: &amp;quot;Ja, sie erwartete ein Kind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In vier, fünf Monden wär`s soweit gewesen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das kann ich an dem Körper lesen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater nickt, bezahlt den Mann, und nimmt die Leich&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bringt sie zum Nergasacker dann sogleich.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch Nergas Diener schicken ihn fort:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Begrabt sie einem anderen Ort!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nerga hasst jene, die sich selbst des Lebens berauben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das weiß der Vater, durch seinen tiefen Götterglauben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es schwillt die Wut ganz tief in ihm,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er denkt: Der Joost war mit Brunihild intim,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dafür sollte er nun bezahlen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn er verursacht diese Qualen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Leich&amp;#039; der Tochter in den Armen, die Augen voller Schmerz,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
stellt er den Joost und ohne Fragen, sticht er ihm `nen Dolch ins Herz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Richter nach acht langen Wochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat den Vater freigesprochen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn, so sprach der weise Mann:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bin selber Vater und daher ich verstehen kann,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was ihn zu dieser Tat gebracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vielleicht hätt`ich&amp;#039;s ebenso gemacht?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Betrüge den Verlobten nicht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eifersucht bei einem Mann,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gar schlimme Folgen haben kann!&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der Sohn der Maar-Fiar&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sein Clan längst erloschen, seine Geschichte dieses Lied bewahr. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Maar-Fiar waren Jäger, Jäger am Meer, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihre hölzernen Kanus glitten pfeilschnell umher. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, der stolze Aiva&amp;#039;un, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der verehrte gar sehr Lunin und auch den goldenen Lun, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
War nur Lunin, nicht Lun, am Nachthimmel zu sehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so wussten die Maar-Fiar: Es ist Zeit, auf die Jagd zu gehen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er und die Gefährten schoben ihre Kanus in die Wellen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
im Wissen, das Lunin ihren Weg wird erhellen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vier saßen in den Kanus, ob Mann, ob Frau,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zwei lenkten durch die Wogen, zwei spähten hinaus ins Grau. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Netzen und Angeln machten sie reiche Beute, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vom Ausmaß ihres Fangs erzählt man sich noch heute. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Speere und Spieße waren stets messerscharf gewetzt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
damit auch Raubfisch, kein Hai ihre Netze zerfetzt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eroberer und Mörder schlichen heran in dunkler Nacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als weder Lunin noch Lun den Himmel bewacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie drangen gewaltsam ein in Takoyas Haus, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
löschten zunächst seiner Familie die Lebenslichter aus. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gefesselt und geknebelt, gezwungen zuzusehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie all die Untaten vor seinen Augen geschehen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vom Schmerz wie von Sinnen, von Wut angefacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er das Unmögliche dennoch vollbracht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er zerriss seine Fesseln, spuckte den Knebel aus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
erschlug jeden Qim‑Mas, den er fand im Haus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er war nicht zu halten, von der Rache beseelt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
seine Muskeln und Sehnen in Eisen gestählt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch als er im Haus sein Werk vollbracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
trat er hinaus in die stockdunkle Nacht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Dutzend Qim‑Mas rangen den wilden Takoya nieder,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er starb – doch sein Pan‑Teon lebt fort, davon künden die Lieder. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Maar‑Fiar, den stolzen Jägern der Meere,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gebührt auf ewig unsere stille Ehre.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein ganzer Clan, gefallen durch fremde Horden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
durch wilde Feinde, die nur brandschatzen und morden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in der alten Heimat der Maar-Fiar, das weiß jedes Kind, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weht nun an allen Orten eine fremde Flagge im Wind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Grauländer, diese Qim-Mas, wohnen nun dort, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Geister der Maar-Fiar hüten jeden Ort. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der Ring des Räubers &amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht weit von hier in einem tiefen Tal,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da wohnte eine Maid im Wald an einem Wasserfall. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie war so schön, so schön wie Milch und Blut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von ganzem Herzen war sie einem Manne gut. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du armes Kind, du dauerst meine Seele. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weil ich nur ein Räuber bin, wohn&amp;#039; in einer Höhle&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Du kannst fürwahr nicht länger bei mir sein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ich muss jetzt fort, tief in den Wald hinein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nimm diesen Ring, und sollte man dich fragen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so sag&amp;#039; ein Räuber habe ihn getragen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der dich geliebt, geliebt bei Tag und Nacht&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der so manchen um Hab und Gut gebracht&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sprach er nach vielen Monden zu ihr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nach so  vielen Tagen und Nächten mit Pläsier, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihr half kein Wehen und auch kein Klagen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie musste seinen Weggang weinend ertragen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schöne tat, was der Geliebte ihr gesagt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging zurück zu ihrem Dorf, tieftraurig verzagt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie zeigte den Leuten den güldenen Ring, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das vermaledeite wertvolle, aber gestohlene Ding. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie weinte: &amp;quot;Der Räuber, den ich geliebt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat ihn getragen bei Tag und auch bei Nacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der so  manchen um Hab und Gut gebracht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat mich geliebt, bei Tag und auch bei Nacht.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Leute im Dorf waren empört, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht die Liebe an sich hat sie gestört, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aber, dass sie einem Räuber galt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dieses man eine Sünde schalt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sprachen: &amp;quot;Geh in den Tempel, törichte Maid &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und klag den Geweihten dort dein Leid, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Ring, den spende an die Götter, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann verstummen auch die Spötter.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie kann man einen Räuber lieben, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Unglückseliges Kind, was hat dich umgetrieben?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maid weinte bitter und lange, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vor der Zukunft war ihr sehr bange. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Verlust des Liebsten hat sie schon entsetzt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
war sie nun zusätzlich Hohn und Spott ausgesetzt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie trat in einen heiligen Orden ein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um eine Dienerin für die Götter zu sein. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So lebt sie nun dorten, fleißig und fromm,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Jahre verrinnen, die Welt bleibt ihr stumm.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch manchmal im Dunkel, wenn die Kerzen vergeh’n,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
meint sie den Räuber wie im Traume zu seh’n.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann flüstert sie leise, so sanft wie der Wind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass Herzen nicht wählen, wohin sie bestimmt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und tief in ihr drinnen, verborgen und sacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
lebt weiter die Liebe bei Tag und bei Nacht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der treue Hund&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr Leute, lasset mich berichten, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von gar wundersamen Geschichten, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine tue ich Euch nun kund, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie ist zu Orstoc einst geschehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ihr Held, das war ein Hund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein reicher Bauer mit dem Namen Friedrich Klein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kehrte nach dem Marktbesuch in ein Wirtshaus ein. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er hatte Vieh verkauft, trug bei sich den Erlös, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das rochen in der Schenke zwei Räuber, bitterbös. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als nun der reiche Bauer des Nachts zu Bette ging, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
beschlossen diese Räuber zu drehen ein schlimmes Ding. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie schlichen im Gasthaus in seine Kammer hinein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und drangen mit ihren Messern bedrohlich ein auf Friedrich Klein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schon packten ihn die Schlimmen, an seiner bloßen Kehle, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da schrie mit letzten Kräften, Friedrich die Angst sich von der Seele &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das hörte im Stalle, nicht sein Knecht aber der treue Hund, .&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er riss sich von der Kette und schon er in der Kammer stund &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bevor die Mörder die Messer setzten an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er stürzt sich auf die Kerle und rettet so den Mann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ward überwältigt, die böse Mörderbrut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu Orstoc, auf dem Richtblock, da floss zum Lohn ihr Blut. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch in dem Kampf fügten sie dem treuen Tier zu eine böse Wund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und schon am nächsten Tage da starb der arme Hund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es setzt in seinem Garten, der Bauer Klein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dem treuen braven Hunde aus Marmor einen Stein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darauf stand geschrieben dieses hier: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Viel treuer als die Menschen ist oft ein Hundetier. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Die Geschichte vom Räuber Hannes&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es sagt einst ein Kind zur seiner Großmama: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wenn ich erwachsen bin, was werd ich da?  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hab wenig Lust auf Feldarbeit. Kann ich vielleicht ein Räuber sein? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Muss wenig tun, nur ein bisschen rauben. Das wär&amp;#039; einfach und sehr fein.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Alte wiegt besorgt den Kopf, streichelt sanft den Enkelsohn. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich erzähl dir &amp;#039;ne Geschichte, die beantwortet deine Frage schon.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lehnt sich zurück, dann hebt sie an und sie erzählt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Geschichte vom Räuber Hannes hat sie gewählt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch des Waldes düstre Gründe auf naturverschlungnem Pfaden  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wandelt eine Magd zum Markt nach Vellhafen mit schmerzenden Waden. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hui, da plötzlich stürmt des Banditen kühner Sohn aus dem Geheg, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
scharf bewehrt bis an die Zähne, und vertritt ihr flugs den Weg. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Seid Ihr&amp;quot;, fragt die Frau erblassend, einer dunklen Ahnung voll, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;nicht vielleicht der Räuber Hannes, der allhier grassieren soll?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ja, ich bin´s, du Unglücksel´ge, ja, ich bin´s, der sich dir zeigt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und du bist diejen´ge, welche sich nun vor mir verneigt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn mit hochwillkomm´ner Beute nahst du mir zu guter Stund!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sprachs und nahm ihr weg den Korb, durchwühlt ihn schnell bis auf den Grund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wie Schuppen von den Augen fällt´s der schlichten Magd sogleich: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ihr seid Hannes!&amp;quot;, ruft sie bleich. &amp;quot;Bin es!&amp;quot; spricht der Räuber weich. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bin´s und sage dir noch dieses: ich töte dich du dummes Weib, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bringst du mir nicht auf dem Rückweg Gold, ramm ich meinen Dolch in deinen Leib.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Magd wird blass und blässer und eilt zum Markt, sucht den Büttel Reodan, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
findet ihn, fragt ängstlich dann, ob er ihr wohl helfen kann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jener stimmt zu, sie zu begleiten, denn den Räuber will er fangen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
baumeln soll der Räuber Hannes, an dem Galgen soll er hangen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesagt, getan und aus dem Walde eilt der Hannes schnell heran, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn er sieht nur das Mägdelein und nicht den guten Reodan. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jener hat sich vorher schon gut versteckt hinter einer dicken Eich, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er springt heraus, macht sich ganz groß und packt sogleich, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann den Räuber Hannes fest am Arm und am Halse an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
damit der Bösewicht dem harten Griffe nicht entweichen kann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Schurke! Hab dich!&amp;quot; so donnert er, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Nun entkommst du mir nicht mehr!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Mit des Seilers Tochter mach ich dich bekannt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aufatmen wird das ganze Land.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Werde besser Räuber nicht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sonst landet man am Ende nur an einem Strick und baumelt dann im Wind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Drum werde artig und bleib brav, sonst kommt Reodan mein Kind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Die Vogelscheuche Martha Stroh&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vogelscheuche Martha Stroh, wurd&amp;#039; ihres Daseins nicht mehr froh.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn es war nun einmal so, ein Strohhalm piekste sie am Po.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie fand es schrecklich, musste weinen, so schlimm juckte es der Kleinen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn, auch eine Scheuche hat ein Recht auf einen - unversehrten Po, sollte man meinen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da kam ein Zwerg am Feld vorbei, hörte sogleich das Wehgeschrei.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Mach doch hier nicht so&amp;#039; n Bohei! Trink dir nen Schnaps oder auch zwei.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was kannst es denn so Schlimmes geben, dass du so greinst wie um dein Leben?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Oder trinkt den vergorenen Saft der Reben, das wird deine Stimmung heben!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Törichter Zwerg, was rätst du mir da, kleiner Mann? Fast wie der Mönch vorhin, der riet zu Baldrian.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch musst doch sehen, dass ich nichts trinken kann, schau einfach meinen Mund mal an!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zwerg guckt Martha böse an und ganz brüskiert, &amp;quot;Töricht sagst du?&amp;quot; Er holt aus und hat ihr einfach eine geschmiert,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Martha erbebt als sie die Ohrfeige kassiert und durch die Erschütterung den Pieksehalm am Po verliert!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Martha ganz gücklich, kann&amp;#039;s kaum fassen: &amp;quot;Hab Dank, mein Retter. Das pieksige Stroh hat mich verlassen!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;So lass ich mir gerne eins verpassen, wenn dann die Pieksehalme meinen Po in Frieden lassen!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zwerg schaut verdutzt auf seine Hände, sichtlich erstaunt über dieses glückliche Ende,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Gern geschehen, Vogelscheuche! Nun wach du wieder über das Gelände, Und sag jedem Vogel, dass besser er verschwände.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Die glutäugige Susanne&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es dachten sich die Eltern der glutäugigen Susanne, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Kind ist nun erwachsen bald,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wir geben sie zu einem Manne,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn sonst ist sie schon bald … zu alt.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein reicher Händler war der erste Kandidat, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er schien dem Vater eine gute Partie, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auch wenn er keine Haare auf dem Kopf mehr hat, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Mutter meint: „Den nimmt das Kind doch nie!“ &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch wurde flugs, er zum Sonntagsmahl geladen, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er erschien im feinsten Zwirn und mit schwarzem Hut, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch biss der Hund ihn in die Waden, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er roch wohl nicht besonders gut? &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Susanne lobt den Hund und füttert ihn mit Leckerbissen, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn diesen Kahlkopf will sie nicht zum Manne.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater tobt: „Hast du denn gar kein Gewissen? &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nicht die Haare machen aus, den guten Ehemanne!“ &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Susanne schmollt: „Ist mir egal, den Kahlkopf nehme ich nicht!“ &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Händler schaut erst dumm, setzt wieder auf den Hut und geht dann wortlos fort. &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater schreit: „Hat denn mein Wunsch in diesem Hause kein Gewicht? &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich stand beim Händler doch im Wort!“ &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Susanne tobt und weint und schmollt, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
umarmt den Vater stumm.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie mag nicht wenn der Vater grollt &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und hofft sie stimmt ihn um. &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Mein Vater, mein Vater ich liebe dich sehr“, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hört es der Vater in seinen Ohren hallen. &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Bitte bring mir keinen Kahlkopf mehr,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch einer mit güldnen Locken, der könnt mir gefallen.“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Papperlapapp!“ sagt der Vater geschwind,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Güldene Locken ersetzen nicht Gold und Position&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so kommst du mir nicht davon, mein Kind,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den nächsten den ich dir präsentiere, der wird mein Schwiegersohn.“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sohn des Stadtkämmerers, ein Jüngling mit goldenem Haar,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
schon lange verliebt in Susanne, die im Stadtpark er gesehen,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wurde durch Dritte die Geschichte gewahr,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und meinte sofort: „Da muss was geschehen!“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Flugs suchte er den Vater der Holden auf in seinem Kontor,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der saß hinter seinem Schreibtisch mit grimmigem Gesicht&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Jüngling trat mutig und beherzt davor,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Gebt mir Susanne zu Weibe“ verlangte er schlicht.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vater Susannchens guckt bass erstaunt,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf den blondgelockten Jüngling von gutem Stande&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil Kandidat Susannens Gnade fand, war schon übel er gelaunt,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
des Stadtkämmerer Sohn jedoch, schien ihm geeignet für Familienbande.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Diener lässt er flugs Frau und  Tochter holen,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der Jüngling freut sich, vor Aufregung das Gesicht ganz fahl, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der Vater hat Susanne dann barsch befohlen&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Dieser hier wird dein Gemahl, ich lass dir keine andre Wahl!“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Susannchen erst stumm und blass dann bass erstaunt,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
glaubt ihren Augen nicht zu trauen,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Gut, ihn nehme ich“ hat sie dann leis geraunt&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und kann nicht aufhören mit Schauen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verliebt strahlt sie den Jüngling an, sie kann es gar nicht fassen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater hochzufrieden, schaut stolz zu seiner Gattin hin,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Die Hochzeit, Weib, kannst du nun richten, dieses Mal scheint es zu passen.“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Mutter strahlt nicht minder, hat Enkelkinder schon im Sinn.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ihr, ihr lieben Leute, euch sicher schon gedacht,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil es sich nach der Geschicht&amp;#039; vermuten lässt,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die große Liebe war es, die Glut der Minne war entfacht,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
es dauerte nicht lange, da gab &amp;#039;s ein schönes Hochzeitsfest,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch die Moral von der Geschicht&amp;#039;,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die es ja immer geben muss,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die verrate ich euch noch nicht,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn für heut ist erst Mal Schluss.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein ander Mal bin ich dann da &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und singe euch, was noch geschah,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
mit der glutäugigen Susanne &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ihrem blondgelockten Manne.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bis dahin, ihr lieben Leut&amp;#039;,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
geduldet euch .. bin durch für heut&amp;#039;! &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Markgraf Berenhard der Laute&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Markgraf Berenhardt der Laute, hat uns unser Kind geraubt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von Isenburg zur Festung hinauf, wo man sie zu seh&amp;#039;n geglaubt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nehmt die Fackel brave Leut&amp;#039;, helft, dass man sie wieder find&amp;#039;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Keine Hoffnung gibt&amp;#039;s ihr Braven, dort regiert das Schwert und Wind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auf dem Turme hört man &amp;#039;s klagen, sind dort droben unsre Frau&amp;#039;n?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die ihr lebet dort in der Stadt, am Fuß der Isenburg, tut auf eure Brut gut schau&amp;#039;n!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gassen- und Handwerkslieder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesen Liedern besingt Walter das Leben der einfachen Leute: Handwerker, Händler, Hafenarbeiter und all jene, die in den Straßen und Gassen Vellhafens ihren Alltag bestreiten. Die Stücke sind oft humorvoll, manchmal rau, aber stets voller Wärme für die Menschen, die sie porträtieren. Viele davon entstanden unterwegs, zwischen Marktständen, Werkstätten und Tavernen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Das Lumpensammlerlied des Willem Willink&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Gott Pares hat mich verdammt auf Erden, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein Hader- und Lumpensammler zu werden. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin Willem Willink, ja seht mich nur an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein Lumpenkerl, ein armer, doch ehrlicher Mann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit verschossener Jacke, zerrissener Hose, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ja starrt mich ruhig an – ich bin keine Mimose. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist mir lieber, als wenn ihr verächtlich wegseht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als wär ich nur Dreck, den man mit Füßen wegfegt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Manch einer hält Nase und Maul mit dem Tuche bedeckt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil mein Duft ihn erschreckt und seine Sinne befleckt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch nach Ambra und Moschus kann ich nicht duften,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
muss für Hadern und Lumpen tagtäglich schuften.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bin kein feiner Pflastertreter mit Gold und mit Muße –&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Glück war bei anderen auf besserem Fuße.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hab des Lebens Mühsal bis zur Neige geleert,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch blieb ich stets ehrlich, hab mich nie beschwert.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Meer der Schmerzen bin ich geschwommen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf einem Lumpensack dann zu liegen gekommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun stapf ich durch Vellhafens Gassen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um eure alten Tücher und Kleider zu fassen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bringt mir ruhig ungewaschen, ungekrumpen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
eure Lappen, Fetzen, Flecken und Lumpen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Alles rein in den Sack – man macht daraus Papier:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eingeweicht, gestampft, gegautscht – harte Arbeit, kein Pläsier.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dann geschöpft, gepresst, getrocknet – ein neues Werk erschaffen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
verkauft an Schreiber, Pfeffersäcke und auch an die Pfaffen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin Willem Willink, pack Lumpen in meinen Sack,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und bin schon wieder fort – schwuppdiwupp, zackzack!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Ich liebte ein Mädchen ... &amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hinweis: Dieses Lied basiert auf dem irdischen Stück „Ich liebte ein Mädchen“ von Insterburg &amp;amp; Co. Die antamarisierte Fassung stammt vom Spieler Pyromaniac.&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Liwa, das war die reinste Diva.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Techuan, das hatte nie ein Röckchen an.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Toapac, dem gab ich meinen Anorak.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Yunava, das war mit ihrer Mutter da.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Pechutli, das fuhr so gerne Wasserski.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Mascunja, das zeigte mir ihr *tralala*&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Ximalcuan, das sah mich immer traurig an.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Punac, dann packte ich den Rucksack.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mir wurde nämlich Xetoka zu klein ,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so ging ich in die Wüste rein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Kalibah, das sagt ständig oh la la.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Finnekish, das aß am liebsten Tintenfisch.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Kefybeg, das nahm mir meine Stiefel weg.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Yntrein, dem zeigte ich mein Holzbein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Altersheim, das brachte ich beizeiten heim.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Tarrikum, das war ein wenig andersrum.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Ylgen, das konnte viel vertilgen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Djerset, dort sind sie alle sehr fett.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Esnau, das war wohl meine Traumfrau.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Yrlensbar, das war einfach wunderbar.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Chal&amp;#039;ginn, dort gehe ich nie wieder hin.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in El Bachan, die Rettung war ein Äppelkahn.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von nun an war mir auch Eriath zu klein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
drum stach ich in die See hinein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Mandoran, das sprach mich dort im Hafen an.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Eisentrutz, das wollte nur mit Kautschukschutz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Eisenstein, das lud mich in ihr Zimmer ein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Hälstrond, das war so richtig hellblond.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Hornsandt, das an der Straße ganz vorn stand.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Jotunheim, dem geht wohl jeder auf den Leim.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Belbrück, dort hatte ich ganz schnell Glück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Berggugg, das soff mit einem Zwergschluck.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Cargnac, zu zweit in einem Schlafsack.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Ismar, in deren Kleid ein Riss war.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Diertal, ich glaube es war viermal.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Echelon, da kam ich grade so davon.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Eisenrose, ach dort ist meine Unterhose.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Bragen, darüber darf ich nichts sagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Minenhall, das quatschte wie ein Wasserfall.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Dwimorgrim, da sollte ich mal wieder hin.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sind zwar keine Heldentaten, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was noch so war, wird nicht verraten. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schmäh- und Spottlieder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;==&lt;br /&gt;
Hier versammelt Walter von der Salzwiese all jene Lieder, in denen er mit fröhlicher Frechheit an Kronen, Krägen und Amtsketten zupft. Ob eitler Edelmann, überhebliche Amtsperson oder eine politische Entscheidung, die mehr Schatten als Glanz wirft – niemand ist vor Walters spitzem Humor sicher. Seine Spottlieder sind weniger Anklage als Kunststück: kleine musikalische Sticheleien, die Missgeschicke, Übertreibungen und Fehltritte in heitere Reime verwandeln. Mal neckisch, mal schelmisch, mal überraschend treffend – doch immer mit einem Lächeln, das zeigt, dass selbst die Mächtigen über sich lachen dürfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Conte Schiefhals&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hinweis: Dieses Lied ist eine antamarisierte Bearbeitung des irdischen Volksliedes „O hängt ihn auf“ aus dem 19. Jahrhundert. Die Melodie und Grundstruktur stammen aus der Vorlage, der Text wurde von mir für ein Rollenspielereignis in Vellhafen angepasst. Tica&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh hängt ihn auf! Oh hängt ihn auf! &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Oh hängt ihn auf, den Kranz voll Lorbeeren! &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dich oh Conte, dich oh Conte, dich mit deinem schiefen Hals, dich wollen wir verehren. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir treten, dich - wir treten dich, wir treten dich zu ehren, heut zusammen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wohl in den Leib, wohl in den Leib, wohl in den Leib lodern helle Flammen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du bist ein Vieh, du bist ein vie -, du bist ein vielgeliebter Conte in Vellhafen,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und auch ein Hund, und auch ein hund -, und auch einhundert Jahre sollst schaffen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh wie gemein, oh wie gemein, oh wie gemeinsam unser Herzen schlagen,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Siehst du heut aus, siehst du heut aus, siehst du heut aus den Worten , die wir sagen.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh wie es riecht, oh wie es riecht, oh wie es riecht nach deinem Ruhm im Lande. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aus deinem Mund, aus deinem Mund, aus deinem Mund, oh Conte, kam nie ein Wort der Schande. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir brechen dir, wir brechen dir, wir brechen dir zum Ruhm der Feinde Speere. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Selbst Hals und Bein, selbst Hals und Bein,  selbst Hals und Beine opfern wir zur Ehre. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh wie es glänzt, oh wie es glänzt, oh wie es glänzt in deinen goldnen Haaren, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vor Speck und Dreck, vor Speck und Dreck, vor Speck und Dreck soll man dich, oh Conte, stets bewahren. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Belbrücks&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Belbrücks sind kurze, scherzhafte Fünfzeiler, die in Antamar weit verbreitet sind. Walter sammelt sie seit seiner Jugend und dichtet selbst unzählige neue, meist über Orte, Menschen oder Begebenheiten, die ihm auf seinen Reisen begegnen. Sie folgen einer festen Reimform und werden in Tavernen gern laut mitgesprochen — oft zur großen Freude des Publikums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Heiliges Kaiserreich&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst Mädchen aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bragen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die wollt&amp;#039; was Besonderes wagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie sucht nach `nem Gatten im Kurier,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
jetzt hat sie nicht einen, sondern gleich vier,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die sich täglich übers Essen beklagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war mal ein Bauer aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ackerheim&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der machte in jeden Satz &amp;#039;nen Reim. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und als sein Haar wurde lichter, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da nannte er sich einen Dichter &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und blieb den ganzen Tag daheim. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Kind in &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kirchflecken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das wollte die Welt noch entdecken.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es konnte krabbeln, noch nich´ so gut laufen  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und purzelte prompt in jeden Misthaufen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und erschreckte wandernde Recken. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Oma aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Siebenbrück&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der bastelt der Sohn eine feine Krück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hat Oma hocherfreut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aber den Sohn hat&amp;#039;s gereut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn die Oma haute damit Leute in Stück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Junge aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Amartrutz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der nahm immer alle Gauner in Schutz, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als Mann er studierte, wurd&amp;#039; Rechtsanwalt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Gauner haben ihn nun bezahlt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und schon nannt&amp;#039; ihn keiner mehr Nichtsnutz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Kerl aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jatzlauken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der wollt nur Trompeten und Pauken, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn laute Musik, die liebte er sehr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
seinen Nachbarn machte das Leben er schwer. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie schimpfen ihn deshalb nen lauten Rabauken. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Recke aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bragen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der wollt auch was Besonderes wagen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er ging zu einem großen Turnier, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kam, sah und siegte gegen Vier, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gewann dann nen Helm mit Kragen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst der Vater vom Recken aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bragen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der wollte dem Sohn die Teilnahme versagen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bleib weg vom Turnier!&amp;quot; Wütend er droht: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Denn wenn du verlierst, dann bist ja tot!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Warum willst du dich unbedingt schlagen?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Thelessa&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gute Fürst aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Faelughaven&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
muss wie jeder in der Nacht auch schlafen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um dann sanft in den Schlaf zu gleiten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hilft dem gute Fürst beizeiten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Zählen von weißen Schafen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Orklande&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es zogen einst drei Kelten nach Westen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu suchen &amp;#039;nen Vierten, wenn möglich den Besten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie fanden ihn nah dem &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Orken-Lande&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht mittig sondern eher am Rande,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
im Eichenbaum sitzend auf Ästen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Vellhafener Städtebund&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Königreich Lothrinien&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Pferdehirt aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Belbrück&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das war ein rechter Franz im Glück, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als von der Weide eine Herde Pferde wurde geklaut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er sich gründlich umgeschaut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und brachte sie, heil und am Stück, zurück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Burgherr auf &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Burg Obquell&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der fror ganz erbärmlich, trotz Wolle und Fell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Wind hier oben schneidend und bitterkalt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von drinnen die Stimm&amp;#039; seiner Frau erschallt: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mein Liebster, an den Kamin, zack zack aber schnell.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Adelsrepublik Grauland&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Jungfer aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Surquell&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die war ganz besonders schnell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Da kam ein Jüngling aus Untermoor, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der setzte ihr nen Floh ins Ohr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und zog sie nieder auf sein Schafsfell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Dûn-Reich&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Hund in &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tsakmur&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der ging allen auf die Hutschnur. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weil er bellte und jaulte, immer und stets, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging er den Leuten dort schwer auf den Keks. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die schickten den Jauler in die Wüste zur Kur.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Aivarunenlande&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Aivarune aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Qara Qorum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der fummelte sich immer am Ohr rum. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Seine Frau machte das Gefummel nervös, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
schrie ihn an und wurde ganz bös. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er hörte nicht auf, das war ganz dumm. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Xetoka&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Dame aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Liwa&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die war eine rechte Diva, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
trug nur seidene Kleider und Hüte, pompöse, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Verrückt, ja aber sie war keine Böse. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn das war was, was sie nie war. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Inoda&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Knabe aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Horami&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aß für sein Leben gerne Salami,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ob morgens, abends, zu jeder Zeit,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
für Salami war er immer bereit,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und verschlang sie rasant wie&amp;#039;n Tsunami.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tica</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.antamar.eu/index.php?title=Liedgut_des_Barden_Walter_von_der_Salzwiese&amp;diff=126549</id>
		<title>Liedgut des Barden Walter von der Salzwiese</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.antamar.eu/index.php?title=Liedgut_des_Barden_Walter_von_der_Salzwiese&amp;diff=126549"/>
		<updated>2026-02-18T10:37:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tica: /* Gassen- und Handwerkslieder */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Walter von der Salzwiese – Barde aus Vellhafen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walter von der Salzwiese gilt als einer der hoffnungsvollsten jungen Spielleute Vellhafens. Mit seinen gerade einmal erwachsenen Jahren hat er sich bereits einen Ruf erarbeitet, der manch älteren Barden neidisch werden lässt. Freundlich im Wesen, mit einer klaren, warmen Stimme und einem Talent, das Zuhörer mühelos in seinen Bann zieht, ist er in Schenken, auf Märkten und bei Festen gern gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein erstes Werk, „Das Lied von Brunihild“, verbreitete sich rasch über die Grenzen Vellhafens hinaus und wurde zu einem antamarweit bekannten Gassenhauer. Schon als Junge schickte Walter seine Verse und Melodien an den Vellhafener Kurier und erhielt dort früh Anerkennung für seine Dicht- und Vortragskunst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Herkunft und Familie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walter stammt aus Ismar, wo sein Vater Hein von der Salzwiese einen erfolgreichen Hof bewirtschaftet. Die Schafe der Familie grasen auf den salzhaltigen Wiesen Ismars, was dem Fleisch der berühmten Salzlämmer einen besonderen Geschmack verleiht. Wohlstand und Fleiß prägen Walters Herkunft, und es mangelte der Familie nie an etwas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein künstlerisches Talent verdankt Walter vor allem seiner Mutter Irina, die einst als Bardin unter dem Beinamen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;„Die Lerche aus Ismar“&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bekannt war. Sie tritt heute nicht mehr öffentlich auf, doch ihre Stimme und ihr Gespür für Melodie leben in ihrem Sohn weiter. Walters Brüder hingegen blieben der Landwirtschaft treu und führen den elterlichen Hof fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hinweis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die hier aufgeführten Lieder und Verse stammen — mit wenigen Ausnahmen (die aber immer extra gekennzeichnet sind)  — aus meiner eigener Feder.&lt;br /&gt;
Der Barde Walter von der Salzwiese wird im Spiel von mir verkörpert. Tica&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Balladen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
Walters Balladen erzählen von Liebe, Schicksal, Heldentum und den stillen Tragödien des Alltags. Sie sind länger gefasste Erzählgedichte, die oft auf wahren Begebenheiten beruhen oder von alten Sagen inspiriert wurden. Mit klarer Stimme und feinem Gespür für Stimmung trägt Walter sie auf Märkten, in Schenken und bei Festen vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Das Lied von Brunihild&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
War einst ein kleines Schneiderlein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das konnt schneidern, mit Stichlein fein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und dieses kleine Schneiderlein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging Nächtens in den Wald hinein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dort traf er sich mit Brunihild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die beiden trieben es dort wild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf einer Lichtung unerlaubt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er die Unschuld ihr geraubt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bruni aber war dem Joost versprochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der, der hatt&amp;#039; bald Lunt&amp;#039; gerochen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es kam, wie es dann kommen musste:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Joost, der ahnte, wenn auch nicht wusste,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass Brunihild ihn dreist belogen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und wahrscheinlich auch betrogen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er will es wissen, noch genauer,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und legt sich Nächtens auf die Lauer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Genau vor Brunihildes Elternhaus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und richtig, kaum war&amp;#039;s dunkel, trat sie hinaus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grimmig sieht Joost wie seine Braut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die selbst des Nachts sehr schön ausschaut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sich im Walde mit einem Schneider trifft,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihn gar küsst und herzt, das blonde Gift.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es schmerzt ihn sehr, er leidet Pein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie er so sieht sein Brunilein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Hals ihm schwillt und er sieht rot,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
stürmt auf die Lichtung: Schneider tot!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es heult und schreit die Braut vom Joost:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du Mörder! Bist du noch bei Trost?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch Joost, der schaut sie lange an,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kalt und böse sagt er dann:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du nahmst meinen Ring, warst mir versprochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bist mit dem Schneider hier ins Laub gekrochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hast ihn geküsst, geherzet sehr&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weißt du, dich will ich gar nicht mehr!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brunihilde, die war fassungslos,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
drehte sich um und rannte los.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach Hause will ich, denkt die Maid&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und rafft dann flugs das lange Kleid,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und sie rennet schnell und schneller,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zuhaus geht`s zunächst mal in den Keller.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wäscht aus das Kleid, besudelt von des Schneiders Blut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
lauscht nach oben, ob der Joost ihr womöglich folgen tut.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Joost jedoch, der will nur die Verlobung lösen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gleichgültig ihm ist, ob im Guten oder Bösen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Egal, ob sie ihn anzeigt, dieses Weib&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hauptsache sie bleibt ihm nun vom Leib.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am Elternhaus der Brunihild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ruft er laut und fuchtelt wild,:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich möchte meinen Ring zurück,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von diesem ungetreuen Stück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es wird keine Hochzeit geben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so eine heirat´ ich nie im Leben.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vater und Mutter sind bass erstaunt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was der Joost da ausposaunt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie befragen dann ihr Kind und schau&amp;#039;n es ratlos an:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sag uns Brunihild, was hast du nur getan,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass der Joost dich untreu schilt?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Setz uns bitte mal ins Bild.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Maid, die schweigt, nimmt kreidebleich&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Ring vom Finger dann sogleich.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vater gibt den Schmuck zurück,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf das er andere Hände schmück&amp;#039;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Joost läuft nun geschwind davon,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und dann brüllt der Vater schon:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was sollen denn die Leute denken?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Musstest du den Joost so kränken?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kind was hast du bloß gemacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
in dieser unglückseligen Nacht?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch Brunihild, die Ungetreue,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sagt kein Wort, schweigt nun auf Neue.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Mutter redet auf sie ein:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sag mir den Grund, Brunhildilein!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch auch der Mutter bleibt sie eine Antwort schuldig,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
diese schäumt vor Wut, fragt ungeduldig:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was sollen wir den Leuten sagen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wenn nach der Hochzeit sie uns fragen?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maid schweigt weiter, geht auf ihr Zimmer,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Lage, die wird schlimm und schlimmer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn Brunihilde weiß, dass sie ein Kindlein trägt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
in knapp fünf Monden es in der Wiege quäkt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Schande&amp;quot; denkt sie, &amp;quot;Welch ein Graus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie komme ich aus der Sache raus?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich geh ins Wasser!&amp;quot; ihr Entschluss,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sprach&amp;#039;s und ging geschwind zum Fluss.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am nächsten Tag hat der Vater sie gefunden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie aus dem Wasser raus gewunden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu einem Medicus verbracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch der hat nur aufgelacht:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Eine Tote bringt ihr mir? Was soll ich tun?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lasst sie auf dem Nergasacker ruh&amp;#039;n.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater sprach: &amp;quot;Mir ist nicht nach Scherzen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
untersuche ob ein Kind sie trug, unter ihrem Herzen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Medicus untersucht die Tote nun geschwind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann sagt er: &amp;quot;Ja, sie erwartete ein Kind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In vier, fünf Monden wär`s soweit gewesen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das kann ich an dem Körper lesen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater nickt, bezahlt den Mann, und nimmt die Leich&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bringt sie zum Nergasacker dann sogleich.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch Nergas Diener schicken ihn fort:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Begrabt sie einem anderen Ort!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nerga hasst jene, die sich selbst des Lebens berauben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das weiß der Vater, durch seinen tiefen Götterglauben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es schwillt die Wut ganz tief in ihm,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er denkt: Der Joost war mit Brunihild intim,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dafür sollte er nun bezahlen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn er verursacht diese Qualen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Leich&amp;#039; der Tochter in den Armen, die Augen voller Schmerz,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
stellt er den Joost und ohne Fragen, sticht er ihm `nen Dolch ins Herz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Richter nach acht langen Wochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat den Vater freigesprochen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn, so sprach der weise Mann:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bin selber Vater und daher ich verstehen kann,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was ihn zu dieser Tat gebracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vielleicht hätt`ich&amp;#039;s ebenso gemacht?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Betrüge den Verlobten nicht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eifersucht bei einem Mann,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gar schlimme Folgen haben kann!&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der Sohn der Maar-Fiar&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sein Clan längst erloschen, seine Geschichte dieses Lied bewahr. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Maar-Fiar waren Jäger, Jäger am Meer, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihre hölzernen Kanus glitten pfeilschnell umher. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, der stolze Aiva&amp;#039;un, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der verehrte gar sehr Lunin und auch den goldenen Lun, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
War nur Lunin, nicht Lun, am Nachthimmel zu sehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so wussten die Maar-Fiar: Es ist Zeit, auf die Jagd zu gehen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er und die Gefährten schoben ihre Kanus in die Wellen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
im Wissen, das Lunin ihren Weg wird erhellen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vier saßen in den Kanus, ob Mann, ob Frau,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zwei lenkten durch die Wogen, zwei spähten hinaus ins Grau. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Netzen und Angeln machten sie reiche Beute, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vom Ausmaß ihres Fangs erzählt man sich noch heute. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Speere und Spieße waren stets messerscharf gewetzt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
damit auch Raubfisch, kein Hai ihre Netze zerfetzt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eroberer und Mörder schlichen heran in dunkler Nacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als weder Lunin noch Lun den Himmel bewacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie drangen gewaltsam ein in Takoyas Haus, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
löschten zunächst seiner Familie die Lebenslichter aus. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gefesselt und geknebelt, gezwungen zuzusehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie all die Untaten vor seinen Augen geschehen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vom Schmerz wie von Sinnen, von Wut angefacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er das Unmögliche dennoch vollbracht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er zerriss seine Fesseln, spuckte den Knebel aus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
erschlug jeden Qim‑Mas, den er fand im Haus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er war nicht zu halten, von der Rache beseelt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
seine Muskeln und Sehnen in Eisen gestählt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch als er im Haus sein Werk vollbracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
trat er hinaus in die stockdunkle Nacht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Dutzend Qim‑Mas rangen den wilden Takoya nieder,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er starb – doch sein Pan‑Teon lebt fort, davon künden die Lieder. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Maar‑Fiar, den stolzen Jägern der Meere,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gebührt auf ewig unsere stille Ehre.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein ganzer Clan, gefallen durch fremde Horden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
durch wilde Feinde, die nur brandschatzen und morden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in der alten Heimat der Maar-Fiar, das weiß jedes Kind, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weht nun an allen Orten eine fremde Flagge im Wind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Grauländer, diese Qim-Mas, wohnen nun dort, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Geister der Maar-Fiar hüten jeden Ort. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der Ring des Räubers &amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht weit von hier in einem tiefen Tal,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da wohnte eine Maid im Wald an einem Wasserfall. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie war so schön, so schön wie Milch und Blut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von ganzem Herzen war sie einem Manne gut. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du armes Kind, du dauerst meine Seele. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weil ich nur ein Räuber bin, wohn&amp;#039; in einer Höhle&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Du kannst fürwahr nicht länger bei mir sein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ich muss jetzt fort, tief in den Wald hinein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nimm diesen Ring, und sollte man dich fragen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so sag&amp;#039; ein Räuber habe ihn getragen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der dich geliebt, geliebt bei Tag und Nacht&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der so manchen um Hab und Gut gebracht&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sprach er nach vielen Monden zu ihr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nach so  vielen Tagen und Nächten mit Pläsier, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihr half kein Wehen und auch kein Klagen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie musste seinen Weggang weinend ertragen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schöne tat, was der Geliebte ihr gesagt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging zurück zu ihrem Dorf, tieftraurig verzagt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie zeigte den Leuten den güldenen Ring, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das vermaledeite wertvolle, aber gestohlene Ding. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie weinte: &amp;quot;Der Räuber, den ich geliebt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat ihn getragen bei Tag und auch bei Nacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der so  manchen um Hab und Gut gebracht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat mich geliebt, bei Tag und auch bei Nacht.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Leute im Dorf waren empört, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht die Liebe an sich hat sie gestört, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aber, dass sie einem Räuber galt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dieses man eine Sünde schalt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sprachen: &amp;quot;Geh in den Tempel, törichte Maid &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und klag den Geweihten dort dein Leid, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Ring, den spende an die Götter, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann verstummen auch die Spötter.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie kann man einen Räuber lieben, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Unglückseliges Kind, was hat dich umgetrieben?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maid weinte bitter und lange, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vor der Zukunft war ihr sehr bange. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Verlust des Liebsten hat sie schon entsetzt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
war sie nun zusätzlich Hohn und Spott ausgesetzt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie trat in einen heiligen Orden ein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um eine Dienerin für die Götter zu sein. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So lebt sie nun dorten, fleißig und fromm,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Jahre verrinnen, die Welt bleibt ihr stumm.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch manchmal im Dunkel, wenn die Kerzen vergeh’n,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
meint sie den Räuber wie im Traume zu seh’n.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann flüstert sie leise, so sanft wie der Wind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass Herzen nicht wählen, wohin sie bestimmt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und tief in ihr drinnen, verborgen und sacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
lebt weiter die Liebe bei Tag und bei Nacht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der treue Hund&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr Leute, lasset mich berichten, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von gar wundersamen Geschichten, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine tue ich Euch nun kund, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie ist zu Orstoc einst geschehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ihr Held, das war ein Hund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein reicher Bauer mit dem Namen Friedrich Klein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kehrte nach dem Marktbesuch in ein Wirtshaus ein. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er hatte Vieh verkauft, trug bei sich den Erlös, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das rochen in der Schenke zwei Räuber, bitterbös. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als nun der reiche Bauer des Nachts zu Bette ging, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
beschlossen diese Räuber zu drehen ein schlimmes Ding. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie schlichen im Gasthaus in seine Kammer hinein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und drangen mit ihren Messern bedrohlich ein auf Friedrich Klein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schon packten ihn die Schlimmen, an seiner bloßen Kehle, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da schrie mit letzten Kräften, Friedrich die Angst sich von der Seele &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das hörte im Stalle, nicht sein Knecht aber der treue Hund, .&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er riss sich von der Kette und schon er in der Kammer stund &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bevor die Mörder die Messer setzten an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er stürzt sich auf die Kerle und rettet so den Mann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ward überwältigt, die böse Mörderbrut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu Orstoc, auf dem Richtblock, da floss zum Lohn ihr Blut. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch in dem Kampf fügten sie dem treuen Tier zu eine böse Wund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und schon am nächsten Tage da starb der arme Hund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es setzt in seinem Garten, der Bauer Klein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dem treuen braven Hunde aus Marmor einen Stein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darauf stand geschrieben dieses hier: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Viel treuer als die Menschen ist oft ein Hundetier. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Die Geschichte vom Räuber Hannes&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es sagt einst ein Kind zur seiner Großmama: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wenn ich erwachsen bin, was werd ich da?  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hab wenig Lust auf Feldarbeit. Kann ich vielleicht ein Räuber sein? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Muss wenig tun, nur ein bisschen rauben. Das wär&amp;#039; einfach und sehr fein.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Alte wiegt besorgt den Kopf, streichelt sanft den Enkelsohn. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich erzähl dir &amp;#039;ne Geschichte, die beantwortet deine Frage schon.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lehnt sich zurück, dann hebt sie an und sie erzählt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Geschichte vom Räuber Hannes hat sie gewählt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch des Waldes düstre Gründe auf naturverschlungnem Pfaden  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wandelt eine Magd zum Markt nach Vellhafen mit schmerzenden Waden. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hui, da plötzlich stürmt des Banditen kühner Sohn aus dem Geheg, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
scharf bewehrt bis an die Zähne, und vertritt ihr flugs den Weg. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Seid Ihr&amp;quot;, fragt die Frau erblassend, einer dunklen Ahnung voll, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;nicht vielleicht der Räuber Hannes, der allhier grassieren soll?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ja, ich bin´s, du Unglücksel´ge, ja, ich bin´s, der sich dir zeigt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und du bist diejen´ge, welche sich nun vor mir verneigt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn mit hochwillkomm´ner Beute nahst du mir zu guter Stund!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sprachs und nahm ihr weg den Korb, durchwühlt ihn schnell bis auf den Grund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wie Schuppen von den Augen fällt´s der schlichten Magd sogleich: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ihr seid Hannes!&amp;quot;, ruft sie bleich. &amp;quot;Bin es!&amp;quot; spricht der Räuber weich. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bin´s und sage dir noch dieses: ich töte dich du dummes Weib, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bringst du mir nicht auf dem Rückweg Gold, ramm ich meinen Dolch in deinen Leib.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Magd wird blass und blässer und eilt zum Markt, sucht den Büttel Reodan, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
findet ihn, fragt ängstlich dann, ob er ihr wohl helfen kann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jener stimmt zu, sie zu begleiten, denn den Räuber will er fangen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
baumeln soll der Räuber Hannes, an dem Galgen soll er hangen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesagt, getan und aus dem Walde eilt der Hannes schnell heran, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn er sieht nur das Mägdelein und nicht den guten Reodan. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jener hat sich vorher schon gut versteckt hinter einer dicken Eich, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er springt heraus, macht sich ganz groß und packt sogleich, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann den Räuber Hannes fest am Arm und am Halse an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
damit der Bösewicht dem harten Griffe nicht entweichen kann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Schurke! Hab dich!&amp;quot; so donnert er, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Nun entkommst du mir nicht mehr!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Mit des Seilers Tochter mach ich dich bekannt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aufatmen wird das ganze Land.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Werde besser Räuber nicht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sonst landet man am Ende nur an einem Strick und baumelt dann im Wind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Drum werde artig und bleib brav, sonst kommt Reodan mein Kind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Die Vogelscheuche Martha Stroh&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vogelscheuche Martha Stroh, wurd&amp;#039; ihres Daseins nicht mehr froh.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn es war nun einmal so, ein Strohhalm piekste sie am Po.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie fand es schrecklich, musste weinen, so schlimm juckte es der Kleinen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn, auch eine Scheuche hat ein Recht auf einen - unversehrten Po, sollte man meinen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da kam ein Zwerg am Feld vorbei, hörte sogleich das Wehgeschrei.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Mach doch hier nicht so&amp;#039; n Bohei! Trink dir nen Schnaps oder auch zwei.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was kannst es denn so Schlimmes geben, dass du so greinst wie um dein Leben?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Oder trinkt den vergorenen Saft der Reben, das wird deine Stimmung heben!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Törichter Zwerg, was rätst du mir da, kleiner Mann? Fast wie der Mönch vorhin, der riet zu Baldrian.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch musst doch sehen, dass ich nichts trinken kann, schau einfach meinen Mund mal an!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zwerg guckt Martha böse an und ganz brüskiert, &amp;quot;Töricht sagst du?&amp;quot; Er holt aus und hat ihr einfach eine geschmiert,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Martha erbebt als sie die Ohrfeige kassiert und durch die Erschütterung den Pieksehalm am Po verliert!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Martha ganz gücklich, kann&amp;#039;s kaum fassen: &amp;quot;Hab Dank, mein Retter. Das pieksige Stroh hat mich verlassen!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;So lass ich mir gerne eins verpassen, wenn dann die Pieksehalme meinen Po in Frieden lassen!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zwerg schaut verdutzt auf seine Hände, sichtlich erstaunt über dieses glückliche Ende,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Gern geschehen, Vogelscheuche! Nun wach du wieder über das Gelände, Und sag jedem Vogel, dass besser er verschwände.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Die glutäugige Susanne&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es dachten sich die Eltern der glutäugigen Susanne, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Kind ist nun erwachsen bald,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wir geben sie zu einem Manne,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn sonst ist sie schon bald … zu alt.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein reicher Händler war der erste Kandidat, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er schien dem Vater eine gute Partie, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auch wenn er keine Haare auf dem Kopf mehr hat, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Mutter meint: „Den nimmt das Kind doch nie!“ &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch wurde flugs, er zum Sonntagsmahl geladen, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er erschien im feinsten Zwirn und mit schwarzem Hut, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch biss der Hund ihn in die Waden, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er roch wohl nicht besonders gut? &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Susanne lobt den Hund und füttert ihn mit Leckerbissen, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn diesen Kahlkopf will sie nicht zum Manne.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater tobt: „Hast du denn gar kein Gewissen? &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nicht die Haare machen aus, den guten Ehemanne!“ &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Susanne schmollt: „Ist mir egal, den Kahlkopf nehme ich nicht!“ &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Händler schaut erst dumm, setzt wieder auf den Hut und geht dann wortlos fort. &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater schreit: „Hat denn mein Wunsch in diesem Hause kein Gewicht? &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich stand beim Händler doch im Wort!“ &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Susanne tobt und weint und schmollt, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
umarmt den Vater stumm.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie mag nicht wenn der Vater grollt &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und hofft sie stimmt ihn um. &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Mein Vater, mein Vater ich liebe dich sehr“, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hört es der Vater in seinen Ohren hallen. &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Bitte bring mir keinen Kahlkopf mehr,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch einer mit güldnen Locken, der könnt mir gefallen.“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Papperlapapp!“ sagt der Vater geschwind,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Güldene Locken ersetzen nicht Gold und Position&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so kommst du mir nicht davon, mein Kind,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den nächsten den ich dir präsentiere, der wird mein Schwiegersohn.“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sohn des Stadtkämmerers, ein Jüngling mit goldenem Haar,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
schon lange verliebt in Susanne, die im Stadtpark er gesehen,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wurde durch Dritte die Geschichte gewahr,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und meinte sofort: „Da muss was geschehen!“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Flugs suchte er den Vater der Holden auf in seinem Kontor,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der saß hinter seinem Schreibtisch mit grimmigem Gesicht&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Jüngling trat mutig und beherzt davor,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Gebt mir Susanne zu Weibe“ verlangte er schlicht.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vater Susannchens guckt bass erstaunt,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf den blondgelockten Jüngling von gutem Stande&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil Kandidat Susannens Gnade fand, war schon übel er gelaunt,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
des Stadtkämmerer Sohn jedoch, schien ihm geeignet für Familienbande.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Diener lässt er flugs Frau und  Tochter holen,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der Jüngling freut sich, vor Aufregung das Gesicht ganz fahl, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der Vater hat Susanne dann barsch befohlen&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Dieser hier wird dein Gemahl, ich lass dir keine andre Wahl!“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Susannchen erst stumm und blass dann bass erstaunt,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
glaubt ihren Augen nicht zu trauen,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Gut, ihn nehme ich“ hat sie dann leis geraunt&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und kann nicht aufhören mit Schauen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verliebt strahlt sie den Jüngling an, sie kann es gar nicht fassen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater hochzufrieden, schaut stolz zu seiner Gattin hin,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Die Hochzeit, Weib, kannst du nun richten, dieses Mal scheint es zu passen.“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Mutter strahlt nicht minder, hat Enkelkinder schon im Sinn.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ihr, ihr lieben Leute, euch sicher schon gedacht,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil es sich nach der Geschicht&amp;#039; vermuten lässt,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die große Liebe war es, die Glut der Minne war entfacht,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
es dauerte nicht lange, da gab &amp;#039;s ein schönes Hochzeitsfest,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch die Moral von der Geschicht&amp;#039;,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die es ja immer geben muss,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die verrate ich euch noch nicht,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn für heut ist erst Mal Schluss.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein ander Mal bin ich dann da &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und singe euch, was noch geschah,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
mit der glutäugigen Susanne &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ihrem blondgelockten Manne.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bis dahin, ihr lieben Leut&amp;#039;,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
geduldet euch .. bin durch für heut&amp;#039;! &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Markgraf Berenhard der Laute&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Markgraf Berenhardt der Laute, hat uns unser Kind geraubt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von Isenburg zur Festung hinauf, wo man sie zu seh&amp;#039;n geglaubt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nehmt die Fackel brave Leut&amp;#039;, helft, dass man sie wieder find&amp;#039;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Keine Hoffnung gibt&amp;#039;s ihr Braven, dort regiert das Schwert und Wind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auf dem Turme hört man &amp;#039;s klagen, sind dort droben unsre Frau&amp;#039;n?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die ihr lebet dort in der Stadt, am Fuß der Isenburg, tut auf eure Brut gut schau&amp;#039;n!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gassen- und Handwerkslieder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesen Liedern besingt Walter das Leben der einfachen Leute: Handwerker, Händler, Hafenarbeiter und all jene, die in den Straßen und Gassen Vellhafens ihren Alltag bestreiten. Die Stücke sind oft humorvoll, manchmal rau, aber stets voller Wärme für die Menschen, die sie porträtieren. Viele davon entstanden unterwegs, zwischen Marktständen, Werkstätten und Tavernen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Das Lumpensammlerlied des Willem Willink&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Gott Pares hat mich verdammt auf Erden, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein Hader- und Lumpensammler zu werden. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin Willem Willink, ja seht mich nur an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein Lumpenkerl, ein armer, doch ehrlicher Mann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit verschossener Jacke, zerrissener Hose, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ja starrt mich ruhig an – ich bin keine Mimose. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist mir lieber, als wenn ihr verächtlich wegseht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als wär ich nur Dreck, den man mit Füßen wegfegt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Manch einer hält Nase und Maul mit dem Tuche bedeckt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil mein Duft ihn erschreckt und seine Sinne befleckt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch nach Ambra und Moschus kann ich nicht duften,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
muss für Hadern und Lumpen tagtäglich schuften.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bin kein feiner Pflastertreter mit Gold und mit Muße –&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Glück war bei anderen auf besserem Fuße.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hab des Lebens Mühsal bis zur Neige geleert,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch blieb ich stets ehrlich, hab mich nie beschwert.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Meer der Schmerzen bin ich geschwommen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf einem Lumpensack dann zu liegen gekommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun stapf ich durch Vellhafens Gassen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um eure alten Tücher und Kleider zu fassen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bringt mir ruhig ungewaschen, ungekrumpen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
eure Lappen, Fetzen, Flecken und Lumpen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Alles rein in den Sack – man macht daraus Papier:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eingeweicht, gestampft, gegautscht – harte Arbeit, kein Pläsier.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dann geschöpft, gepresst, getrocknet – ein neues Werk erschaffen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
verkauft an Schreiber, Pfeffersäcke und auch an die Pfaffen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin Willem Willink, pack Lumpen in meinen Sack,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und bin schon wieder fort – schwuppdiwupp, zackzack!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Ich liebte ein Mädchen ... &amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hinweis: Dieses Lied basiert auf dem irdischen Stück „Ich liebte ein Mädchen“ von Insterburg &amp;amp; Co. Die antamarisierte Fassung stammt vom Spieler Pyromaniac.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Liwa, das war die reinste Diva.&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Techuan, das hatte nie ein Röckchen an.&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Toapac, dem gab ich meinen Anorak.&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Yunava, das war mit ihrer Mutter da.&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Pechutli, das fuhr so gerne Wasserski.&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Mascunja, das zeigte mir ihr *tralala*&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Ximalcuan, das sah mich immer traurig an.&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Punac, dann packte ich den Rucksack.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mir wurde nämlich Xetoka zu klein ,&lt;br /&gt;
so ging ich in die Wüste rein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Kalibah, das sagt ständig oh la la.&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Finnekish, das aß am liebsten Tintenfisch.&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Kefybeg, das nahm mir meine Stiefel weg.&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Yntrein, dem zeigte ich mein Holzbein.&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Altersheim, das brachte ich beizeiten heim.&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Tarrikum, das war ein wenig andersrum.&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Ylgen, das konnte viel vertilgen.&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Djerset, dort sind sie alle sehr fett.&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Esnau, das war wohl meine Traumfrau.&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Yrlensbar, das war einfach wunderbar.&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Chal&amp;#039;ginn, dort gehe ich nie wieder hin.&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in El Bachan, die Rettung war ein Äppelkahn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von nun an war mir auch Eriath zu klein,&lt;br /&gt;
drum stach ich in die See hinein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Mandoran, das sprach mich dort im Hafen an.&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Eisentrutz, das wollte nur mit Kautschukschutz.&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Eisenstein, das lud mich in ihr Zimmer ein.&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Hälstrond, das war so richtig hellblond.&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Hornsandt, das an der Straße ganz vorn stand.&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Jotunheim, dem geht wohl jeder auf den Leim.&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Belbrück, dort hatte ich ganz schnell Glück.&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Berggugg, das soff mit einem Zwergschluck.&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Cargnac, zu zweit in einem Schlafsack.&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Ismar, in deren Kleid ein Riss war.&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Diertal, ich glaube es war viermal.&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Echelon, da kam ich grade so davon.&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Eisenrose, ach dort ist meine Unterhose.&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Bragen, darüber darf ich nichts sagen.&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Minenhall, das quatschte wie ein Wasserfall.&lt;br /&gt;
Ich liebte ein Mädchen in Dwimorgrim, da sollte ich mal wieder hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sind zwar keine Heldentaten,&lt;br /&gt;
was noch so war, wird nicht verraten.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schmäh- und Spottlieder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;==&lt;br /&gt;
Hier versammelt Walter von der Salzwiese all jene Lieder, in denen er mit fröhlicher Frechheit an Kronen, Krägen und Amtsketten zupft. Ob eitler Edelmann, überhebliche Amtsperson oder eine politische Entscheidung, die mehr Schatten als Glanz wirft – niemand ist vor Walters spitzem Humor sicher. Seine Spottlieder sind weniger Anklage als Kunststück: kleine musikalische Sticheleien, die Missgeschicke, Übertreibungen und Fehltritte in heitere Reime verwandeln. Mal neckisch, mal schelmisch, mal überraschend treffend – doch immer mit einem Lächeln, das zeigt, dass selbst die Mächtigen über sich lachen dürfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Conte Schiefhals&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hinweis: Dieses Lied ist eine antamarisierte Bearbeitung des irdischen Volksliedes „O hängt ihn auf“ aus dem 19. Jahrhundert. Die Melodie und Grundstruktur stammen aus der Vorlage, der Text wurde von mir für ein Rollenspielereignis in Vellhafen angepasst. Tica&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh hängt ihn auf! Oh hängt ihn auf! &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Oh hängt ihn auf, den Kranz voll Lorbeeren! &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dich oh Conte, dich oh Conte, dich mit deinem schiefen Hals, dich wollen wir verehren. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir treten, dich - wir treten dich, wir treten dich zu ehren, heut zusammen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wohl in den Leib, wohl in den Leib, wohl in den Leib lodern helle Flammen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du bist ein Vieh, du bist ein vie -, du bist ein vielgeliebter Conte in Vellhafen,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und auch ein Hund, und auch ein hund -, und auch einhundert Jahre sollst schaffen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh wie gemein, oh wie gemein, oh wie gemeinsam unser Herzen schlagen,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Siehst du heut aus, siehst du heut aus, siehst du heut aus den Worten , die wir sagen.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh wie es riecht, oh wie es riecht, oh wie es riecht nach deinem Ruhm im Lande. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aus deinem Mund, aus deinem Mund, aus deinem Mund, oh Conte, kam nie ein Wort der Schande. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir brechen dir, wir brechen dir, wir brechen dir zum Ruhm der Feinde Speere. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Selbst Hals und Bein, selbst Hals und Bein,  selbst Hals und Beine opfern wir zur Ehre. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh wie es glänzt, oh wie es glänzt, oh wie es glänzt in deinen goldnen Haaren, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vor Speck und Dreck, vor Speck und Dreck, vor Speck und Dreck soll man dich, oh Conte, stets bewahren. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Belbrücks&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Belbrücks sind kurze, scherzhafte Fünfzeiler, die in Antamar weit verbreitet sind. Walter sammelt sie seit seiner Jugend und dichtet selbst unzählige neue, meist über Orte, Menschen oder Begebenheiten, die ihm auf seinen Reisen begegnen. Sie folgen einer festen Reimform und werden in Tavernen gern laut mitgesprochen — oft zur großen Freude des Publikums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Heiliges Kaiserreich&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst Mädchen aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bragen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die wollt&amp;#039; was Besonderes wagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie sucht nach `nem Gatten im Kurier,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
jetzt hat sie nicht einen, sondern gleich vier,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die sich täglich übers Essen beklagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war mal ein Bauer aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ackerheim&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der machte in jeden Satz &amp;#039;nen Reim. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und als sein Haar wurde lichter, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da nannte er sich einen Dichter &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und blieb den ganzen Tag daheim. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Kind in &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kirchflecken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das wollte die Welt noch entdecken.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es konnte krabbeln, noch nich´ so gut laufen  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und purzelte prompt in jeden Misthaufen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und erschreckte wandernde Recken. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Oma aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Siebenbrück&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der bastelt der Sohn eine feine Krück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hat Oma hocherfreut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aber den Sohn hat&amp;#039;s gereut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn die Oma haute damit Leute in Stück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Junge aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Amartrutz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der nahm immer alle Gauner in Schutz, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als Mann er studierte, wurd&amp;#039; Rechtsanwalt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Gauner haben ihn nun bezahlt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und schon nannt&amp;#039; ihn keiner mehr Nichtsnutz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Kerl aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jatzlauken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der wollt nur Trompeten und Pauken, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn laute Musik, die liebte er sehr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
seinen Nachbarn machte das Leben er schwer. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie schimpfen ihn deshalb nen lauten Rabauken. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Recke aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bragen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der wollt auch was Besonderes wagen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er ging zu einem großen Turnier, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kam, sah und siegte gegen Vier, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gewann dann nen Helm mit Kragen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst der Vater vom Recken aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bragen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der wollte dem Sohn die Teilnahme versagen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bleib weg vom Turnier!&amp;quot; Wütend er droht: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Denn wenn du verlierst, dann bist ja tot!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Warum willst du dich unbedingt schlagen?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Thelessa&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gute Fürst aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Faelughaven&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
muss wie jeder in der Nacht auch schlafen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um dann sanft in den Schlaf zu gleiten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hilft dem gute Fürst beizeiten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Zählen von weißen Schafen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Orklande&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es zogen einst drei Kelten nach Westen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu suchen &amp;#039;nen Vierten, wenn möglich den Besten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie fanden ihn nah dem &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Orken-Lande&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht mittig sondern eher am Rande,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
im Eichenbaum sitzend auf Ästen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Vellhafener Städtebund&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Königreich Lothrinien&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Pferdehirt aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Belbrück&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das war ein rechter Franz im Glück, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als von der Weide eine Herde Pferde wurde geklaut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er sich gründlich umgeschaut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und brachte sie, heil und am Stück, zurück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Burgherr auf &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Burg Obquell&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der fror ganz erbärmlich, trotz Wolle und Fell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Wind hier oben schneidend und bitterkalt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von drinnen die Stimm&amp;#039; seiner Frau erschallt: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mein Liebster, an den Kamin, zack zack aber schnell.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Adelsrepublik Grauland&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Jungfer aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Surquell&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die war ganz besonders schnell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Da kam ein Jüngling aus Untermoor, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der setzte ihr nen Floh ins Ohr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und zog sie nieder auf sein Schafsfell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Dûn-Reich&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Hund in &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tsakmur&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der ging allen auf die Hutschnur. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weil er bellte und jaulte, immer und stets, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging er den Leuten dort schwer auf den Keks. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die schickten den Jauler in die Wüste zur Kur.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Aivarunenlande&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Aivarune aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Qara Qorum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der fummelte sich immer am Ohr rum. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Seine Frau machte das Gefummel nervös, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
schrie ihn an und wurde ganz bös. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er hörte nicht auf, das war ganz dumm. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Xetoka&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Dame aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Liwa&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die war eine rechte Diva, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
trug nur seidene Kleider und Hüte, pompöse, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Verrückt, ja aber sie war keine Böse. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn das war was, was sie nie war. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Inoda&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Knabe aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Horami&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aß für sein Leben gerne Salami,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ob morgens, abends, zu jeder Zeit,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
für Salami war er immer bereit,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und verschlang sie rasant wie&amp;#039;n Tsunami.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tica</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.antamar.eu/index.php?title=Liedgut_des_Barden_Walter_von_der_Salzwiese&amp;diff=126547</id>
		<title>Liedgut des Barden Walter von der Salzwiese</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.antamar.eu/index.php?title=Liedgut_des_Barden_Walter_von_der_Salzwiese&amp;diff=126547"/>
		<updated>2026-02-18T09:44:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tica: /* Balladen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Walter von der Salzwiese – Barde aus Vellhafen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walter von der Salzwiese gilt als einer der hoffnungsvollsten jungen Spielleute Vellhafens. Mit seinen gerade einmal erwachsenen Jahren hat er sich bereits einen Ruf erarbeitet, der manch älteren Barden neidisch werden lässt. Freundlich im Wesen, mit einer klaren, warmen Stimme und einem Talent, das Zuhörer mühelos in seinen Bann zieht, ist er in Schenken, auf Märkten und bei Festen gern gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein erstes Werk, „Das Lied von Brunihild“, verbreitete sich rasch über die Grenzen Vellhafens hinaus und wurde zu einem antamarweit bekannten Gassenhauer. Schon als Junge schickte Walter seine Verse und Melodien an den Vellhafener Kurier und erhielt dort früh Anerkennung für seine Dicht- und Vortragskunst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Herkunft und Familie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walter stammt aus Ismar, wo sein Vater Hein von der Salzwiese einen erfolgreichen Hof bewirtschaftet. Die Schafe der Familie grasen auf den salzhaltigen Wiesen Ismars, was dem Fleisch der berühmten Salzlämmer einen besonderen Geschmack verleiht. Wohlstand und Fleiß prägen Walters Herkunft, und es mangelte der Familie nie an etwas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein künstlerisches Talent verdankt Walter vor allem seiner Mutter Irina, die einst als Bardin unter dem Beinamen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;„Die Lerche aus Ismar“&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bekannt war. Sie tritt heute nicht mehr öffentlich auf, doch ihre Stimme und ihr Gespür für Melodie leben in ihrem Sohn weiter. Walters Brüder hingegen blieben der Landwirtschaft treu und führen den elterlichen Hof fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hinweis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die hier aufgeführten Lieder und Verse stammen — mit wenigen Ausnahmen (die aber immer extra gekennzeichnet sind)  — aus meiner eigener Feder.&lt;br /&gt;
Der Barde Walter von der Salzwiese wird im Spiel von mir verkörpert. Tica&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Balladen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
Walters Balladen erzählen von Liebe, Schicksal, Heldentum und den stillen Tragödien des Alltags. Sie sind länger gefasste Erzählgedichte, die oft auf wahren Begebenheiten beruhen oder von alten Sagen inspiriert wurden. Mit klarer Stimme und feinem Gespür für Stimmung trägt Walter sie auf Märkten, in Schenken und bei Festen vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Das Lied von Brunihild&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
War einst ein kleines Schneiderlein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das konnt schneidern, mit Stichlein fein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und dieses kleine Schneiderlein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging Nächtens in den Wald hinein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dort traf er sich mit Brunihild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die beiden trieben es dort wild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf einer Lichtung unerlaubt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er die Unschuld ihr geraubt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bruni aber war dem Joost versprochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der, der hatt&amp;#039; bald Lunt&amp;#039; gerochen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es kam, wie es dann kommen musste:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Joost, der ahnte, wenn auch nicht wusste,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass Brunihild ihn dreist belogen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und wahrscheinlich auch betrogen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er will es wissen, noch genauer,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und legt sich Nächtens auf die Lauer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Genau vor Brunihildes Elternhaus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und richtig, kaum war&amp;#039;s dunkel, trat sie hinaus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grimmig sieht Joost wie seine Braut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die selbst des Nachts sehr schön ausschaut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sich im Walde mit einem Schneider trifft,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihn gar küsst und herzt, das blonde Gift.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es schmerzt ihn sehr, er leidet Pein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie er so sieht sein Brunilein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Hals ihm schwillt und er sieht rot,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
stürmt auf die Lichtung: Schneider tot!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es heult und schreit die Braut vom Joost:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du Mörder! Bist du noch bei Trost?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch Joost, der schaut sie lange an,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kalt und böse sagt er dann:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du nahmst meinen Ring, warst mir versprochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bist mit dem Schneider hier ins Laub gekrochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hast ihn geküsst, geherzet sehr&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weißt du, dich will ich gar nicht mehr!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brunihilde, die war fassungslos,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
drehte sich um und rannte los.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach Hause will ich, denkt die Maid&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und rafft dann flugs das lange Kleid,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und sie rennet schnell und schneller,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zuhaus geht`s zunächst mal in den Keller.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wäscht aus das Kleid, besudelt von des Schneiders Blut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
lauscht nach oben, ob der Joost ihr womöglich folgen tut.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Joost jedoch, der will nur die Verlobung lösen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gleichgültig ihm ist, ob im Guten oder Bösen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Egal, ob sie ihn anzeigt, dieses Weib&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hauptsache sie bleibt ihm nun vom Leib.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am Elternhaus der Brunihild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ruft er laut und fuchtelt wild,:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich möchte meinen Ring zurück,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von diesem ungetreuen Stück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es wird keine Hochzeit geben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so eine heirat´ ich nie im Leben.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vater und Mutter sind bass erstaunt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was der Joost da ausposaunt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie befragen dann ihr Kind und schau&amp;#039;n es ratlos an:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sag uns Brunihild, was hast du nur getan,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass der Joost dich untreu schilt?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Setz uns bitte mal ins Bild.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Maid, die schweigt, nimmt kreidebleich&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Ring vom Finger dann sogleich.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vater gibt den Schmuck zurück,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf das er andere Hände schmück&amp;#039;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Joost läuft nun geschwind davon,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und dann brüllt der Vater schon:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was sollen denn die Leute denken?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Musstest du den Joost so kränken?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kind was hast du bloß gemacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
in dieser unglückseligen Nacht?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch Brunihild, die Ungetreue,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sagt kein Wort, schweigt nun auf Neue.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Mutter redet auf sie ein:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sag mir den Grund, Brunhildilein!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch auch der Mutter bleibt sie eine Antwort schuldig,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
diese schäumt vor Wut, fragt ungeduldig:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was sollen wir den Leuten sagen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wenn nach der Hochzeit sie uns fragen?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maid schweigt weiter, geht auf ihr Zimmer,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Lage, die wird schlimm und schlimmer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn Brunihilde weiß, dass sie ein Kindlein trägt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
in knapp fünf Monden es in der Wiege quäkt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Schande&amp;quot; denkt sie, &amp;quot;Welch ein Graus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie komme ich aus der Sache raus?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich geh ins Wasser!&amp;quot; ihr Entschluss,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sprach&amp;#039;s und ging geschwind zum Fluss.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am nächsten Tag hat der Vater sie gefunden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie aus dem Wasser raus gewunden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu einem Medicus verbracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch der hat nur aufgelacht:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Eine Tote bringt ihr mir? Was soll ich tun?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lasst sie auf dem Nergasacker ruh&amp;#039;n.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater sprach: &amp;quot;Mir ist nicht nach Scherzen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
untersuche ob ein Kind sie trug, unter ihrem Herzen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Medicus untersucht die Tote nun geschwind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann sagt er: &amp;quot;Ja, sie erwartete ein Kind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In vier, fünf Monden wär`s soweit gewesen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das kann ich an dem Körper lesen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater nickt, bezahlt den Mann, und nimmt die Leich&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bringt sie zum Nergasacker dann sogleich.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch Nergas Diener schicken ihn fort:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Begrabt sie einem anderen Ort!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nerga hasst jene, die sich selbst des Lebens berauben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das weiß der Vater, durch seinen tiefen Götterglauben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es schwillt die Wut ganz tief in ihm,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er denkt: Der Joost war mit Brunihild intim,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dafür sollte er nun bezahlen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn er verursacht diese Qualen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Leich&amp;#039; der Tochter in den Armen, die Augen voller Schmerz,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
stellt er den Joost und ohne Fragen, sticht er ihm `nen Dolch ins Herz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Richter nach acht langen Wochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat den Vater freigesprochen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn, so sprach der weise Mann:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bin selber Vater und daher ich verstehen kann,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was ihn zu dieser Tat gebracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vielleicht hätt`ich&amp;#039;s ebenso gemacht?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Betrüge den Verlobten nicht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eifersucht bei einem Mann,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gar schlimme Folgen haben kann!&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der Sohn der Maar-Fiar&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sein Clan längst erloschen, seine Geschichte dieses Lied bewahr. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Maar-Fiar waren Jäger, Jäger am Meer, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihre hölzernen Kanus glitten pfeilschnell umher. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, der stolze Aiva&amp;#039;un, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der verehrte gar sehr Lunin und auch den goldenen Lun, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
War nur Lunin, nicht Lun, am Nachthimmel zu sehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so wussten die Maar-Fiar: Es ist Zeit, auf die Jagd zu gehen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er und die Gefährten schoben ihre Kanus in die Wellen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
im Wissen, das Lunin ihren Weg wird erhellen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vier saßen in den Kanus, ob Mann, ob Frau,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zwei lenkten durch die Wogen, zwei spähten hinaus ins Grau. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Netzen und Angeln machten sie reiche Beute, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vom Ausmaß ihres Fangs erzählt man sich noch heute. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Speere und Spieße waren stets messerscharf gewetzt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
damit auch Raubfisch, kein Hai ihre Netze zerfetzt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eroberer und Mörder schlichen heran in dunkler Nacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als weder Lunin noch Lun den Himmel bewacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie drangen gewaltsam ein in Takoyas Haus, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
löschten zunächst seiner Familie die Lebenslichter aus. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gefesselt und geknebelt, gezwungen zuzusehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie all die Untaten vor seinen Augen geschehen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vom Schmerz wie von Sinnen, von Wut angefacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er das Unmögliche dennoch vollbracht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er zerriss seine Fesseln, spuckte den Knebel aus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
erschlug jeden Qim‑Mas, den er fand im Haus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er war nicht zu halten, von der Rache beseelt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
seine Muskeln und Sehnen in Eisen gestählt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch als er im Haus sein Werk vollbracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
trat er hinaus in die stockdunkle Nacht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Dutzend Qim‑Mas rangen den wilden Takoya nieder,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er starb – doch sein Pan‑Teon lebt fort, davon künden die Lieder. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Maar‑Fiar, den stolzen Jägern der Meere,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gebührt auf ewig unsere stille Ehre.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein ganzer Clan, gefallen durch fremde Horden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
durch wilde Feinde, die nur brandschatzen und morden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in der alten Heimat der Maar-Fiar, das weiß jedes Kind, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weht nun an allen Orten eine fremde Flagge im Wind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Grauländer, diese Qim-Mas, wohnen nun dort, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Geister der Maar-Fiar hüten jeden Ort. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der Ring des Räubers &amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht weit von hier in einem tiefen Tal,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da wohnte eine Maid im Wald an einem Wasserfall. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie war so schön, so schön wie Milch und Blut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von ganzem Herzen war sie einem Manne gut. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du armes Kind, du dauerst meine Seele. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weil ich nur ein Räuber bin, wohn&amp;#039; in einer Höhle&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Du kannst fürwahr nicht länger bei mir sein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ich muss jetzt fort, tief in den Wald hinein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nimm diesen Ring, und sollte man dich fragen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so sag&amp;#039; ein Räuber habe ihn getragen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der dich geliebt, geliebt bei Tag und Nacht&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der so manchen um Hab und Gut gebracht&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sprach er nach vielen Monden zu ihr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nach so  vielen Tagen und Nächten mit Pläsier, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihr half kein Wehen und auch kein Klagen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie musste seinen Weggang weinend ertragen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schöne tat, was der Geliebte ihr gesagt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging zurück zu ihrem Dorf, tieftraurig verzagt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie zeigte den Leuten den güldenen Ring, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das vermaledeite wertvolle, aber gestohlene Ding. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie weinte: &amp;quot;Der Räuber, den ich geliebt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat ihn getragen bei Tag und auch bei Nacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der so  manchen um Hab und Gut gebracht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat mich geliebt, bei Tag und auch bei Nacht.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Leute im Dorf waren empört, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht die Liebe an sich hat sie gestört, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aber, dass sie einem Räuber galt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dieses man eine Sünde schalt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sprachen: &amp;quot;Geh in den Tempel, törichte Maid &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und klag den Geweihten dort dein Leid, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Ring, den spende an die Götter, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann verstummen auch die Spötter.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie kann man einen Räuber lieben, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Unglückseliges Kind, was hat dich umgetrieben?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maid weinte bitter und lange, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vor der Zukunft war ihr sehr bange. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Verlust des Liebsten hat sie schon entsetzt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
war sie nun zusätzlich Hohn und Spott ausgesetzt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie trat in einen heiligen Orden ein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um eine Dienerin für die Götter zu sein. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So lebt sie nun dorten, fleißig und fromm,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Jahre verrinnen, die Welt bleibt ihr stumm.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch manchmal im Dunkel, wenn die Kerzen vergeh’n,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
meint sie den Räuber wie im Traume zu seh’n.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann flüstert sie leise, so sanft wie der Wind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass Herzen nicht wählen, wohin sie bestimmt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und tief in ihr drinnen, verborgen und sacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
lebt weiter die Liebe bei Tag und bei Nacht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der treue Hund&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr Leute, lasset mich berichten, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von gar wundersamen Geschichten, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine tue ich Euch nun kund, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie ist zu Orstoc einst geschehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ihr Held, das war ein Hund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein reicher Bauer mit dem Namen Friedrich Klein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kehrte nach dem Marktbesuch in ein Wirtshaus ein. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er hatte Vieh verkauft, trug bei sich den Erlös, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das rochen in der Schenke zwei Räuber, bitterbös. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als nun der reiche Bauer des Nachts zu Bette ging, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
beschlossen diese Räuber zu drehen ein schlimmes Ding. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie schlichen im Gasthaus in seine Kammer hinein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und drangen mit ihren Messern bedrohlich ein auf Friedrich Klein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schon packten ihn die Schlimmen, an seiner bloßen Kehle, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da schrie mit letzten Kräften, Friedrich die Angst sich von der Seele &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das hörte im Stalle, nicht sein Knecht aber der treue Hund, .&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er riss sich von der Kette und schon er in der Kammer stund &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bevor die Mörder die Messer setzten an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er stürzt sich auf die Kerle und rettet so den Mann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ward überwältigt, die böse Mörderbrut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu Orstoc, auf dem Richtblock, da floss zum Lohn ihr Blut. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch in dem Kampf fügten sie dem treuen Tier zu eine böse Wund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und schon am nächsten Tage da starb der arme Hund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es setzt in seinem Garten, der Bauer Klein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dem treuen braven Hunde aus Marmor einen Stein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darauf stand geschrieben dieses hier: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Viel treuer als die Menschen ist oft ein Hundetier. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Die Geschichte vom Räuber Hannes&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es sagt einst ein Kind zur seiner Großmama: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wenn ich erwachsen bin, was werd ich da?  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hab wenig Lust auf Feldarbeit. Kann ich vielleicht ein Räuber sein? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Muss wenig tun, nur ein bisschen rauben. Das wär&amp;#039; einfach und sehr fein.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Alte wiegt besorgt den Kopf, streichelt sanft den Enkelsohn. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich erzähl dir &amp;#039;ne Geschichte, die beantwortet deine Frage schon.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lehnt sich zurück, dann hebt sie an und sie erzählt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Geschichte vom Räuber Hannes hat sie gewählt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch des Waldes düstre Gründe auf naturverschlungnem Pfaden  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wandelt eine Magd zum Markt nach Vellhafen mit schmerzenden Waden. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hui, da plötzlich stürmt des Banditen kühner Sohn aus dem Geheg, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
scharf bewehrt bis an die Zähne, und vertritt ihr flugs den Weg. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Seid Ihr&amp;quot;, fragt die Frau erblassend, einer dunklen Ahnung voll, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;nicht vielleicht der Räuber Hannes, der allhier grassieren soll?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ja, ich bin´s, du Unglücksel´ge, ja, ich bin´s, der sich dir zeigt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und du bist diejen´ge, welche sich nun vor mir verneigt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn mit hochwillkomm´ner Beute nahst du mir zu guter Stund!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sprachs und nahm ihr weg den Korb, durchwühlt ihn schnell bis auf den Grund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wie Schuppen von den Augen fällt´s der schlichten Magd sogleich: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ihr seid Hannes!&amp;quot;, ruft sie bleich. &amp;quot;Bin es!&amp;quot; spricht der Räuber weich. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bin´s und sage dir noch dieses: ich töte dich du dummes Weib, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bringst du mir nicht auf dem Rückweg Gold, ramm ich meinen Dolch in deinen Leib.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Magd wird blass und blässer und eilt zum Markt, sucht den Büttel Reodan, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
findet ihn, fragt ängstlich dann, ob er ihr wohl helfen kann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jener stimmt zu, sie zu begleiten, denn den Räuber will er fangen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
baumeln soll der Räuber Hannes, an dem Galgen soll er hangen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesagt, getan und aus dem Walde eilt der Hannes schnell heran, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn er sieht nur das Mägdelein und nicht den guten Reodan. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jener hat sich vorher schon gut versteckt hinter einer dicken Eich, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er springt heraus, macht sich ganz groß und packt sogleich, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann den Räuber Hannes fest am Arm und am Halse an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
damit der Bösewicht dem harten Griffe nicht entweichen kann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Schurke! Hab dich!&amp;quot; so donnert er, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Nun entkommst du mir nicht mehr!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Mit des Seilers Tochter mach ich dich bekannt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aufatmen wird das ganze Land.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Werde besser Räuber nicht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sonst landet man am Ende nur an einem Strick und baumelt dann im Wind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Drum werde artig und bleib brav, sonst kommt Reodan mein Kind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Die Vogelscheuche Martha Stroh&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vogelscheuche Martha Stroh, wurd&amp;#039; ihres Daseins nicht mehr froh.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn es war nun einmal so, ein Strohhalm piekste sie am Po.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie fand es schrecklich, musste weinen, so schlimm juckte es der Kleinen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn, auch eine Scheuche hat ein Recht auf einen - unversehrten Po, sollte man meinen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da kam ein Zwerg am Feld vorbei, hörte sogleich das Wehgeschrei.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Mach doch hier nicht so&amp;#039; n Bohei! Trink dir nen Schnaps oder auch zwei.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was kannst es denn so Schlimmes geben, dass du so greinst wie um dein Leben?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Oder trinkt den vergorenen Saft der Reben, das wird deine Stimmung heben!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Törichter Zwerg, was rätst du mir da, kleiner Mann? Fast wie der Mönch vorhin, der riet zu Baldrian.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch musst doch sehen, dass ich nichts trinken kann, schau einfach meinen Mund mal an!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zwerg guckt Martha böse an und ganz brüskiert, &amp;quot;Töricht sagst du?&amp;quot; Er holt aus und hat ihr einfach eine geschmiert,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Martha erbebt als sie die Ohrfeige kassiert und durch die Erschütterung den Pieksehalm am Po verliert!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Martha ganz gücklich, kann&amp;#039;s kaum fassen: &amp;quot;Hab Dank, mein Retter. Das pieksige Stroh hat mich verlassen!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;So lass ich mir gerne eins verpassen, wenn dann die Pieksehalme meinen Po in Frieden lassen!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zwerg schaut verdutzt auf seine Hände, sichtlich erstaunt über dieses glückliche Ende,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Gern geschehen, Vogelscheuche! Nun wach du wieder über das Gelände, Und sag jedem Vogel, dass besser er verschwände.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Die glutäugige Susanne&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es dachten sich die Eltern der glutäugigen Susanne, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Kind ist nun erwachsen bald,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wir geben sie zu einem Manne,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn sonst ist sie schon bald … zu alt.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein reicher Händler war der erste Kandidat, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er schien dem Vater eine gute Partie, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auch wenn er keine Haare auf dem Kopf mehr hat, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Mutter meint: „Den nimmt das Kind doch nie!“ &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch wurde flugs, er zum Sonntagsmahl geladen, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er erschien im feinsten Zwirn und mit schwarzem Hut, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch biss der Hund ihn in die Waden, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er roch wohl nicht besonders gut? &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Susanne lobt den Hund und füttert ihn mit Leckerbissen, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn diesen Kahlkopf will sie nicht zum Manne.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater tobt: „Hast du denn gar kein Gewissen? &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nicht die Haare machen aus, den guten Ehemanne!“ &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Susanne schmollt: „Ist mir egal, den Kahlkopf nehme ich nicht!“ &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Händler schaut erst dumm, setzt wieder auf den Hut und geht dann wortlos fort. &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater schreit: „Hat denn mein Wunsch in diesem Hause kein Gewicht? &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich stand beim Händler doch im Wort!“ &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Susanne tobt und weint und schmollt, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
umarmt den Vater stumm.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie mag nicht wenn der Vater grollt &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und hofft sie stimmt ihn um. &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Mein Vater, mein Vater ich liebe dich sehr“, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hört es der Vater in seinen Ohren hallen. &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Bitte bring mir keinen Kahlkopf mehr,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch einer mit güldnen Locken, der könnt mir gefallen.“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Papperlapapp!“ sagt der Vater geschwind,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Güldene Locken ersetzen nicht Gold und Position&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so kommst du mir nicht davon, mein Kind,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den nächsten den ich dir präsentiere, der wird mein Schwiegersohn.“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sohn des Stadtkämmerers, ein Jüngling mit goldenem Haar,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
schon lange verliebt in Susanne, die im Stadtpark er gesehen,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wurde durch Dritte die Geschichte gewahr,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und meinte sofort: „Da muss was geschehen!“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Flugs suchte er den Vater der Holden auf in seinem Kontor,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der saß hinter seinem Schreibtisch mit grimmigem Gesicht&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Jüngling trat mutig und beherzt davor,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Gebt mir Susanne zu Weibe“ verlangte er schlicht.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vater Susannchens guckt bass erstaunt,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf den blondgelockten Jüngling von gutem Stande&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil Kandidat Susannens Gnade fand, war schon übel er gelaunt,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
des Stadtkämmerer Sohn jedoch, schien ihm geeignet für Familienbande.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Diener lässt er flugs Frau und  Tochter holen,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der Jüngling freut sich, vor Aufregung das Gesicht ganz fahl, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der Vater hat Susanne dann barsch befohlen&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Dieser hier wird dein Gemahl, ich lass dir keine andre Wahl!“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Susannchen erst stumm und blass dann bass erstaunt,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
glaubt ihren Augen nicht zu trauen,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Gut, ihn nehme ich“ hat sie dann leis geraunt&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und kann nicht aufhören mit Schauen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verliebt strahlt sie den Jüngling an, sie kann es gar nicht fassen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater hochzufrieden, schaut stolz zu seiner Gattin hin,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Die Hochzeit, Weib, kannst du nun richten, dieses Mal scheint es zu passen.“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Mutter strahlt nicht minder, hat Enkelkinder schon im Sinn.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ihr, ihr lieben Leute, euch sicher schon gedacht,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil es sich nach der Geschicht&amp;#039; vermuten lässt,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die große Liebe war es, die Glut der Minne war entfacht,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
es dauerte nicht lange, da gab &amp;#039;s ein schönes Hochzeitsfest,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch die Moral von der Geschicht&amp;#039;,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die es ja immer geben muss,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die verrate ich euch noch nicht,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn für heut ist erst Mal Schluss.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein ander Mal bin ich dann da &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und singe euch, was noch geschah,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
mit der glutäugigen Susanne &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ihrem blondgelockten Manne.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bis dahin, ihr lieben Leut&amp;#039;,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
geduldet euch .. bin durch für heut&amp;#039;! &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Markgraf Berenhard der Laute&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Markgraf Berenhardt der Laute, hat uns unser Kind geraubt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von Isenburg zur Festung hinauf, wo man sie zu seh&amp;#039;n geglaubt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nehmt die Fackel brave Leut&amp;#039;, helft, dass man sie wieder find&amp;#039;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Keine Hoffnung gibt&amp;#039;s ihr Braven, dort regiert das Schwert und Wind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auf dem Turme hört man &amp;#039;s klagen, sind dort droben unsre Frau&amp;#039;n?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die ihr lebet dort in der Stadt, am Fuß der Isenburg, tut auf eure Brut gut schau&amp;#039;n!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gassen- und Handwerkslieder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesen Liedern besingt Walter das Leben der einfachen Leute: Handwerker, Händler, Hafenarbeiter und all jene, die in den Straßen und Gassen Vellhafens ihren Alltag bestreiten. Die Stücke sind oft humorvoll, manchmal rau, aber stets voller Wärme für die Menschen, die sie porträtieren. Viele davon entstanden unterwegs, zwischen Marktständen, Werkstätten und Tavernen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Das Lumpensammlerlied des Willem Willink&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Gott Pares hat mich verdammt auf Erden, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein Hader- und Lumpensammler zu werden. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin Willem Willink, ja seht mich nur an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein Lumpenkerl, ein armer, doch ehrlicher Mann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit verschossener Jacke, zerrissener Hose, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ja starrt mich ruhig an – ich bin keine Mimose. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist mir lieber, als wenn ihr verächtlich wegseht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als wär ich nur Dreck, den man mit Füßen wegfegt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Manch einer hält Nase und Maul mit dem Tuche bedeckt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil mein Duft ihn erschreckt und seine Sinne befleckt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch nach Ambra und Moschus kann ich nicht duften,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
muss für Hadern und Lumpen tagtäglich schuften.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bin kein feiner Pflastertreter mit Gold und mit Muße –&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Glück war bei anderen auf besserem Fuße.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hab des Lebens Mühsal bis zur Neige geleert,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch blieb ich stets ehrlich, hab mich nie beschwert.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Meer der Schmerzen bin ich geschwommen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf einem Lumpensack dann zu liegen gekommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun stapf ich durch Vellhafens Gassen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um eure alten Tücher und Kleider zu fassen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bringt mir ruhig ungewaschen, ungekrumpen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
eure Lappen, Fetzen, Flecken und Lumpen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Alles rein in den Sack – man macht daraus Papier:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eingeweicht, gestampft, gegautscht – harte Arbeit, kein Pläsier.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dann geschöpft, gepresst, getrocknet – ein neues Werk erschaffen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
verkauft an Schreiber, Pfeffersäcke und auch an die Pfaffen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin Willem Willink, pack Lumpen in meinen Sack,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und bin schon wieder fort – schwuppdiwupp, zackzack!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schmäh- und Spottlieder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;==&lt;br /&gt;
Hier versammelt Walter von der Salzwiese all jene Lieder, in denen er mit fröhlicher Frechheit an Kronen, Krägen und Amtsketten zupft. Ob eitler Edelmann, überhebliche Amtsperson oder eine politische Entscheidung, die mehr Schatten als Glanz wirft – niemand ist vor Walters spitzem Humor sicher. Seine Spottlieder sind weniger Anklage als Kunststück: kleine musikalische Sticheleien, die Missgeschicke, Übertreibungen und Fehltritte in heitere Reime verwandeln. Mal neckisch, mal schelmisch, mal überraschend treffend – doch immer mit einem Lächeln, das zeigt, dass selbst die Mächtigen über sich lachen dürfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Conte Schiefhals&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hinweis: Dieses Lied ist eine antamarisierte Bearbeitung des irdischen Volksliedes „O hängt ihn auf“ aus dem 19. Jahrhundert. Die Melodie und Grundstruktur stammen aus der Vorlage, der Text wurde von mir für ein Rollenspielereignis in Vellhafen angepasst. Tica&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh hängt ihn auf! Oh hängt ihn auf! &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Oh hängt ihn auf, den Kranz voll Lorbeeren! &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dich oh Conte, dich oh Conte, dich mit deinem schiefen Hals, dich wollen wir verehren. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir treten, dich - wir treten dich, wir treten dich zu ehren, heut zusammen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wohl in den Leib, wohl in den Leib, wohl in den Leib lodern helle Flammen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du bist ein Vieh, du bist ein vie -, du bist ein vielgeliebter Conte in Vellhafen,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und auch ein Hund, und auch ein hund -, und auch einhundert Jahre sollst schaffen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh wie gemein, oh wie gemein, oh wie gemeinsam unser Herzen schlagen,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Siehst du heut aus, siehst du heut aus, siehst du heut aus den Worten , die wir sagen.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh wie es riecht, oh wie es riecht, oh wie es riecht nach deinem Ruhm im Lande. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aus deinem Mund, aus deinem Mund, aus deinem Mund, oh Conte, kam nie ein Wort der Schande. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir brechen dir, wir brechen dir, wir brechen dir zum Ruhm der Feinde Speere. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Selbst Hals und Bein, selbst Hals und Bein,  selbst Hals und Beine opfern wir zur Ehre. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh wie es glänzt, oh wie es glänzt, oh wie es glänzt in deinen goldnen Haaren, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vor Speck und Dreck, vor Speck und Dreck, vor Speck und Dreck soll man dich, oh Conte, stets bewahren. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Belbrücks&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Belbrücks sind kurze, scherzhafte Fünfzeiler, die in Antamar weit verbreitet sind. Walter sammelt sie seit seiner Jugend und dichtet selbst unzählige neue, meist über Orte, Menschen oder Begebenheiten, die ihm auf seinen Reisen begegnen. Sie folgen einer festen Reimform und werden in Tavernen gern laut mitgesprochen — oft zur großen Freude des Publikums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Heiliges Kaiserreich&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst Mädchen aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bragen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die wollt&amp;#039; was Besonderes wagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie sucht nach `nem Gatten im Kurier,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
jetzt hat sie nicht einen, sondern gleich vier,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die sich täglich übers Essen beklagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war mal ein Bauer aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ackerheim&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der machte in jeden Satz &amp;#039;nen Reim. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und als sein Haar wurde lichter, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da nannte er sich einen Dichter &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und blieb den ganzen Tag daheim. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Kind in &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kirchflecken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das wollte die Welt noch entdecken.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es konnte krabbeln, noch nich´ so gut laufen  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und purzelte prompt in jeden Misthaufen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und erschreckte wandernde Recken. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Oma aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Siebenbrück&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der bastelt der Sohn eine feine Krück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hat Oma hocherfreut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aber den Sohn hat&amp;#039;s gereut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn die Oma haute damit Leute in Stück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Junge aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Amartrutz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der nahm immer alle Gauner in Schutz, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als Mann er studierte, wurd&amp;#039; Rechtsanwalt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Gauner haben ihn nun bezahlt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und schon nannt&amp;#039; ihn keiner mehr Nichtsnutz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Kerl aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jatzlauken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der wollt nur Trompeten und Pauken, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn laute Musik, die liebte er sehr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
seinen Nachbarn machte das Leben er schwer. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie schimpfen ihn deshalb nen lauten Rabauken. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Recke aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bragen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der wollt auch was Besonderes wagen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er ging zu einem großen Turnier, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kam, sah und siegte gegen Vier, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gewann dann nen Helm mit Kragen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst der Vater vom Recken aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bragen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der wollte dem Sohn die Teilnahme versagen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bleib weg vom Turnier!&amp;quot; Wütend er droht: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Denn wenn du verlierst, dann bist ja tot!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Warum willst du dich unbedingt schlagen?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Thelessa&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gute Fürst aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Faelughaven&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
muss wie jeder in der Nacht auch schlafen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um dann sanft in den Schlaf zu gleiten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hilft dem gute Fürst beizeiten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Zählen von weißen Schafen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Orklande&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es zogen einst drei Kelten nach Westen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu suchen &amp;#039;nen Vierten, wenn möglich den Besten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie fanden ihn nah dem &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Orken-Lande&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht mittig sondern eher am Rande,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
im Eichenbaum sitzend auf Ästen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Vellhafener Städtebund&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Königreich Lothrinien&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Pferdehirt aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Belbrück&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das war ein rechter Franz im Glück, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als von der Weide eine Herde Pferde wurde geklaut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er sich gründlich umgeschaut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und brachte sie, heil und am Stück, zurück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Burgherr auf &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Burg Obquell&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der fror ganz erbärmlich, trotz Wolle und Fell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Wind hier oben schneidend und bitterkalt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von drinnen die Stimm&amp;#039; seiner Frau erschallt: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mein Liebster, an den Kamin, zack zack aber schnell.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Adelsrepublik Grauland&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Jungfer aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Surquell&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die war ganz besonders schnell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Da kam ein Jüngling aus Untermoor, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der setzte ihr nen Floh ins Ohr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und zog sie nieder auf sein Schafsfell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Dûn-Reich&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Hund in &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tsakmur&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der ging allen auf die Hutschnur. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weil er bellte und jaulte, immer und stets, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging er den Leuten dort schwer auf den Keks. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die schickten den Jauler in die Wüste zur Kur.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Aivarunenlande&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Aivarune aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Qara Qorum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der fummelte sich immer am Ohr rum. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Seine Frau machte das Gefummel nervös, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
schrie ihn an und wurde ganz bös. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er hörte nicht auf, das war ganz dumm. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Xetoka&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Dame aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Liwa&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die war eine rechte Diva, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
trug nur seidene Kleider und Hüte, pompöse, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Verrückt, ja aber sie war keine Böse. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn das war was, was sie nie war. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Inoda&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Knabe aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Horami&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aß für sein Leben gerne Salami,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ob morgens, abends, zu jeder Zeit,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
für Salami war er immer bereit,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und verschlang sie rasant wie&amp;#039;n Tsunami.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tica</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.antamar.eu/index.php?title=Liedgut_des_Barden_Walter_von_der_Salzwiese&amp;diff=126546</id>
		<title>Liedgut des Barden Walter von der Salzwiese</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.antamar.eu/index.php?title=Liedgut_des_Barden_Walter_von_der_Salzwiese&amp;diff=126546"/>
		<updated>2026-02-18T09:20:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tica: /* Schmäh- und Spottlieder */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Walter von der Salzwiese – Barde aus Vellhafen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walter von der Salzwiese gilt als einer der hoffnungsvollsten jungen Spielleute Vellhafens. Mit seinen gerade einmal erwachsenen Jahren hat er sich bereits einen Ruf erarbeitet, der manch älteren Barden neidisch werden lässt. Freundlich im Wesen, mit einer klaren, warmen Stimme und einem Talent, das Zuhörer mühelos in seinen Bann zieht, ist er in Schenken, auf Märkten und bei Festen gern gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein erstes Werk, „Das Lied von Brunihild“, verbreitete sich rasch über die Grenzen Vellhafens hinaus und wurde zu einem antamarweit bekannten Gassenhauer. Schon als Junge schickte Walter seine Verse und Melodien an den Vellhafener Kurier und erhielt dort früh Anerkennung für seine Dicht- und Vortragskunst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Herkunft und Familie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walter stammt aus Ismar, wo sein Vater Hein von der Salzwiese einen erfolgreichen Hof bewirtschaftet. Die Schafe der Familie grasen auf den salzhaltigen Wiesen Ismars, was dem Fleisch der berühmten Salzlämmer einen besonderen Geschmack verleiht. Wohlstand und Fleiß prägen Walters Herkunft, und es mangelte der Familie nie an etwas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein künstlerisches Talent verdankt Walter vor allem seiner Mutter Irina, die einst als Bardin unter dem Beinamen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;„Die Lerche aus Ismar“&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bekannt war. Sie tritt heute nicht mehr öffentlich auf, doch ihre Stimme und ihr Gespür für Melodie leben in ihrem Sohn weiter. Walters Brüder hingegen blieben der Landwirtschaft treu und führen den elterlichen Hof fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hinweis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die hier aufgeführten Lieder und Verse stammen — mit wenigen Ausnahmen (die aber immer extra gekennzeichnet sind)  — aus meiner eigener Feder.&lt;br /&gt;
Der Barde Walter von der Salzwiese wird im Spiel von mir verkörpert. Tica&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Balladen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
Walters Balladen erzählen von Liebe, Schicksal, Heldentum und den stillen Tragödien des Alltags. Sie sind länger gefasste Erzählgedichte, die oft auf wahren Begebenheiten beruhen oder von alten Sagen inspiriert wurden. Mit klarer Stimme und feinem Gespür für Stimmung trägt Walter sie auf Märkten, in Schenken und bei Festen vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Das Lied von Brunihild&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
War einst ein kleines Schneiderlein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das konnt schneidern, mit Stichlein fein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und dieses kleine Schneiderlein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging Nächtens in den Wald hinein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dort traf er sich mit Brunihild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die beiden trieben es dort wild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf einer Lichtung unerlaubt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er die Unschuld ihr geraubt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bruni aber war dem Joost versprochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der, der hatt&amp;#039; bald Lunt&amp;#039; gerochen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es kam, wie es dann kommen musste:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Joost, der ahnte, wenn auch nicht wusste,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass Brunihild ihn dreist belogen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und wahrscheinlich auch betrogen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er will es wissen, noch genauer,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und legt sich Nächtens auf die Lauer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Genau vor Brunihildes Elternhaus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und richtig, kaum war&amp;#039;s dunkel, trat sie hinaus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grimmig sieht Joost wie seine Braut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die selbst des Nachts sehr schön ausschaut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sich im Walde mit einem Schneider trifft,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihn gar küsst und herzt, das blonde Gift.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es schmerzt ihn sehr, er leidet Pein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie er so sieht sein Brunilein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Hals ihm schwillt und er sieht rot,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
stürmt auf die Lichtung: Schneider tot!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es heult und schreit die Braut vom Joost:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du Mörder! Bist du noch bei Trost?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch Joost, der schaut sie lange an,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kalt und böse sagt er dann:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du nahmst meinen Ring, warst mir versprochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bist mit dem Schneider hier ins Laub gekrochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hast ihn geküsst, geherzet sehr&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weißt du, dich will ich gar nicht mehr!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brunihilde, die war fassungslos,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
drehte sich um und rannte los.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach Hause will ich, denkt die Maid&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und rafft dann flugs das lange Kleid,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und sie rennet schnell und schneller,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zuhaus geht`s zunächst mal in den Keller.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wäscht aus das Kleid, besudelt von des Schneiders Blut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
lauscht nach oben, ob der Joost ihr womöglich folgen tut.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Joost jedoch, der will nur die Verlobung lösen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gleichgültig ihm ist, ob im Guten oder Bösen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Egal, ob sie ihn anzeigt, dieses Weib&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hauptsache sie bleibt ihm nun vom Leib.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am Elternhaus der Brunihild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ruft er laut und fuchtelt wild,:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich möchte meinen Ring zurück,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von diesem ungetreuen Stück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es wird keine Hochzeit geben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so eine heirat´ ich nie im Leben.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vater und Mutter sind bass erstaunt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was der Joost da ausposaunt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie befragen dann ihr Kind und schau&amp;#039;n es ratlos an:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sag uns Brunihild, was hast du nur getan,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass der Joost dich untreu schilt?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Setz uns bitte mal ins Bild.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Maid, die schweigt, nimmt kreidebleich&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Ring vom Finger dann sogleich.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vater gibt den Schmuck zurück,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf das er andere Hände schmück&amp;#039;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Joost läuft nun geschwind davon,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und dann brüllt der Vater schon:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was sollen denn die Leute denken?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Musstest du den Joost so kränken?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kind was hast du bloß gemacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
in dieser unglückseligen Nacht?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch Brunihild, die Ungetreue,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sagt kein Wort, schweigt nun auf Neue.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Mutter redet auf sie ein:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sag mir den Grund, Brunhildilein!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch auch der Mutter bleibt sie eine Antwort schuldig,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
diese schäumt vor Wut, fragt ungeduldig:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was sollen wir den Leuten sagen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wenn nach der Hochzeit sie uns fragen?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maid schweigt weiter, geht auf ihr Zimmer,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Lage, die wird schlimm und schlimmer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn Brunihilde weiß, dass sie ein Kindlein trägt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
in knapp fünf Monden es in der Wiege quäkt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Schande&amp;quot; denkt sie, &amp;quot;Welch ein Graus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie komme ich aus der Sache raus?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich geh ins Wasser!&amp;quot; ihr Entschluss,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sprach&amp;#039;s und ging geschwind zum Fluss.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am nächsten Tag hat der Vater sie gefunden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie aus dem Wasser raus gewunden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu einem Medicus verbracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch der hat nur aufgelacht:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Eine Tote bringt ihr mir? Was soll ich tun?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lasst sie auf dem Nergasacker ruh&amp;#039;n.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater sprach: &amp;quot;Mir ist nicht nach Scherzen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
untersuche ob ein Kind sie trug, unter ihrem Herzen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Medicus untersucht die Tote nun geschwind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann sagt er: &amp;quot;Ja, sie erwartete ein Kind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In vier, fünf Monden wär`s soweit gewesen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das kann ich an dem Körper lesen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater nickt, bezahlt den Mann, und nimmt die Leich&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bringt sie zum Nergasacker dann sogleich.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch Nergas Diener schicken ihn fort:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Begrabt sie einem anderen Ort!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nerga hasst jene, die sich selbst des Lebens berauben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das weiß der Vater, durch seinen tiefen Götterglauben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es schwillt die Wut ganz tief in ihm,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er denkt: Der Joost war mit Brunihild intim,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dafür sollte er nun bezahlen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn er verursacht diese Qualen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Leich&amp;#039; der Tochter in den Armen, die Augen voller Schmerz,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
stellt er den Joost und ohne Fragen, sticht er ihm `nen Dolch ins Herz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Richter nach acht langen Wochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat den Vater freigesprochen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn, so sprach der weise Mann:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bin selber Vater und daher ich verstehen kann,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was ihn zu dieser Tat gebracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vielleicht hätt`ich&amp;#039;s ebenso gemacht?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Betrüge den Verlobten nicht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eifersucht bei einem Mann,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gar schlimme Folgen haben kann!&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der Sohn der Maar-Fiar&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sein Clan längst erloschen, seine Geschichte dieses Lied bewahr. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Maar-Fiar waren Jäger, Jäger am Meer, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihre hölzernen Kanus glitten pfeilschnell umher. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, der stolze Aiva&amp;#039;un, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der verehrte gar sehr Lunin und auch den goldenen Lun, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
War nur Lunin, nicht Lun, am Nachthimmel zu sehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so wussten die Maar-Fiar: Es ist Zeit, auf die Jagd zu gehen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er und die Gefährten schoben ihre Kanus in die Wellen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
im Wissen, das Lunin ihren Weg wird erhellen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vier saßen in den Kanus, ob Mann, ob Frau,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zwei lenkten durch die Wogen, zwei spähten hinaus ins Grau. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Netzen und Angeln machten sie reiche Beute, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vom Ausmaß ihres Fangs erzählt man sich noch heute. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Speere und Spieße waren stets messerscharf gewetzt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
damit auch Raubfisch, kein Hai ihre Netze zerfetzt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eroberer und Mörder schlichen heran in dunkler Nacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als weder Lunin noch Lun den Himmel bewacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie drangen gewaltsam ein in Takoyas Haus, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
löschten zunächst seiner Familie die Lebenslichter aus. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gefesselt und geknebelt, gezwungen zuzusehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie all die Untaten vor seinen Augen geschehen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vom Schmerz wie von Sinnen, von Wut angefacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er das Unmögliche dennoch vollbracht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er zerriss seine Fesseln, spuckte den Knebel aus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
erschlug jeden Qim‑Mas, den er fand im Haus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er war nicht zu halten, von der Rache beseelt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
seine Muskeln und Sehnen in Eisen gestählt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch als er im Haus sein Werk vollbracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
trat er hinaus in die stockdunkle Nacht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Dutzend Qim‑Mas rangen den wilden Takoya nieder,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er starb – doch sein Pan‑Teon lebt fort, davon künden die Lieder. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Maar‑Fiar, den stolzen Jägern der Meere,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gebührt auf ewig unsere stille Ehre.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein ganzer Clan, gefallen durch fremde Horden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
durch wilde Feinde, die nur brandschatzen und morden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in der alten Heimat der Maar-Fiar, das weiß jedes Kind, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weht nun an allen Orten eine fremde Flagge im Wind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Grauländer, diese Qim-Mas, wohnen nun dort, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Geister der Maar-Fiar hüten jeden Ort. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der Ring des Räubers &amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht weit von hier in einem tiefen Tal,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da wohnte eine Maid im Wald an einem Wasserfall. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie war so schön, so schön wie Milch und Blut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von ganzem Herzen war sie einem Manne gut. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du armes Kind, du dauerst meine Seele. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weil ich nur ein Räuber bin, wohn&amp;#039; in einer Höhle&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Du kannst fürwahr nicht länger bei mir sein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ich muss jetzt fort, tief in den Wald hinein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nimm diesen Ring, und sollte man dich fragen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so sag&amp;#039; ein Räuber habe ihn getragen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der dich geliebt, geliebt bei Tag und Nacht&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der so manchen um Hab und Gut gebracht&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sprach er nach vielen Monden zu ihr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nach so  vielen Tagen und Nächten mit Pläsier, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihr half kein Wehen und auch kein Klagen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie musste seinen Weggang weinend ertragen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schöne tat, was der Geliebte ihr gesagt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging zurück zu ihrem Dorf, tieftraurig verzagt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie zeigte den Leuten den güldenen Ring, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das vermaledeite wertvolle, aber gestohlene Ding. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie weinte: &amp;quot;Der Räuber, den ich geliebt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat ihn getragen bei Tag und auch bei Nacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der so  manchen um Hab und Gut gebracht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat mich geliebt, bei Tag und auch bei Nacht.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Leute im Dorf waren empört, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht die Liebe an sich hat sie gestört, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aber, dass sie einem Räuber galt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dieses man eine Sünde schalt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sprachen: &amp;quot;Geh in den Tempel, törichte Maid &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und klag den Geweihten dort dein Leid, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Ring, den spende an die Götter, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann verstummen auch die Spötter.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie kann man einen Räuber lieben, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Unglückseliges Kind, was hat dich umgetrieben?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maid weinte bitter und lange, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vor der Zukunft war ihr sehr bange. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Verlust des Liebsten hat sie schon entsetzt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
war sie nun zusätzlich Hohn und Spott ausgesetzt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie trat in einen heiligen Orden ein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um eine Dienerin für die Götter zu sein. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So lebt sie nun dorten, fleißig und fromm,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Jahre verrinnen, die Welt bleibt ihr stumm.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch manchmal im Dunkel, wenn die Kerzen vergeh’n,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
meint sie den Räuber wie im Traume zu seh’n.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann flüstert sie leise, so sanft wie der Wind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass Herzen nicht wählen, wohin sie bestimmt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und tief in ihr drinnen, verborgen und sacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
lebt weiter die Liebe bei Tag und bei Nacht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der treue Hund&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr Leute, lasset mich berichten, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von gar wundersamen Geschichten, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine tue ich Euch nun kund, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie ist zu Orstoc einst geschehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ihr Held, das war ein Hund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein reicher Bauer mit dem Namen Friedrich Klein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kehrte nach dem Marktbesuch in ein Wirtshaus ein. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er hatte Vieh verkauft, trug bei sich den Erlös, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das rochen in der Schenke zwei Räuber, bitterbös. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als nun der reiche Bauer des Nachts zu Bette ging, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
beschlossen diese Räuber zu drehen ein schlimmes Ding. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie schlichen im Gasthaus in seine Kammer hinein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und drangen mit ihren Messern bedrohlich ein auf Friedrich Klein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schon packten ihn die Schlimmen, an seiner bloßen Kehle, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da schrie mit letzten Kräften, Friedrich die Angst sich von der Seele &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das hörte im Stalle, nicht sein Knecht aber der treue Hund, .&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er riss sich von der Kette und schon er in der Kammer stund &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bevor die Mörder die Messer setzten an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er stürzt sich auf die Kerle und rettet so den Mann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ward überwältigt, die böse Mörderbrut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu Orstoc, auf dem Richtblock, da floss zum Lohn ihr Blut. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch in dem Kampf fügten sie dem treuen Tier zu eine böse Wund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und schon am nächsten Tage da starb der arme Hund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es setzt in seinem Garten, der Bauer Klein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dem treuen braven Hunde aus Marmor einen Stein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darauf stand geschrieben dieses hier: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Viel treuer als die Menschen ist oft ein Hundetier. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Die Geschichte vom Räuber Hannes&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es sagt einst ein Kind zur seiner Großmama: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wenn ich erwachsen bin, was werd ich da?  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hab wenig Lust auf Feldarbeit. Kann ich vielleicht ein Räuber sein? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Muss wenig tun, nur ein bisschen rauben. Das wär&amp;#039; einfach und sehr fein.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Alte wiegt besorgt den Kopf, streichelt sanft den Enkelsohn. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich erzähl dir &amp;#039;ne Geschichte, die beantwortet deine Frage schon.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lehnt sich zurück, dann hebt sie an und sie erzählt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Geschichte vom Räuber Hannes hat sie gewählt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch des Waldes düstre Gründe auf naturverschlungnem Pfaden  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wandelt eine Magd zum Markt nach Vellhafen mit schmerzenden Waden. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hui, da plötzlich stürmt des Banditen kühner Sohn aus dem Geheg, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
scharf bewehrt bis an die Zähne, und vertritt ihr flugs den Weg. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Seid Ihr&amp;quot;, fragt die Frau erblassend, einer dunklen Ahnung voll, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;nicht vielleicht der Räuber Hannes, der allhier grassieren soll?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ja, ich bin´s, du Unglücksel´ge, ja, ich bin´s, der sich dir zeigt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und du bist diejen´ge, welche sich nun vor mir verneigt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn mit hochwillkomm´ner Beute nahst du mir zu guter Stund!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sprachs und nahm ihr weg den Korb, durchwühlt ihn schnell bis auf den Grund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wie Schuppen von den Augen fällt´s der schlichten Magd sogleich: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ihr seid Hannes!&amp;quot;, ruft sie bleich. &amp;quot;Bin es!&amp;quot; spricht der Räuber weich. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bin´s und sage dir noch dieses: ich töte dich du dummes Weib, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bringst du mir nicht auf dem Rückweg Gold, ramm ich meinen Dolch in deinen Leib.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Magd wird blass und blässer und eilt zum Markt, sucht den Büttel Reodan, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
findet ihn, fragt ängstlich dann, ob er ihr wohl helfen kann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jener stimmt zu, sie zu begleiten, denn den Räuber will er fangen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
baumeln soll der Räuber Hannes, an dem Galgen soll er hangen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesagt, getan und aus dem Walde eilt der Hannes schnell heran, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn er sieht nur das Mägdelein und nicht den guten Reodan. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jener hat sich vorher schon gut versteckt hinter einer dicken Eich, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er springt heraus, macht sich ganz groß und packt sogleich, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann den Räuber Hannes fest am Arm und am Halse an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
damit der Bösewicht dem harten Griffe nicht entweichen kann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Schurke! Hab dich!&amp;quot; so donnert er, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Nun entkommst du mir nicht mehr!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Mit des Seilers Tochter mach ich dich bekannt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aufatmen wird das ganze Land.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Werde besser Räuber nicht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sonst landet man am Ende nur an einem Strick und baumelt dann im Wind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Drum werde artig und bleib brav, sonst kommt Reodan mein Kind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Die Vogelscheuche Martha Stroh&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vogelscheuche Martha Stroh, wurd&amp;#039; ihres Daseins nicht mehr froh.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn es war nun einmal so, ein Strohhalm piekste sie am Po.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie fand es schrecklich, musste weinen, so schlimm juckte es der Kleinen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn, auch eine Scheuche hat ein Recht auf einen - unversehrten Po, sollte man meinen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da kam ein Zwerg am Feld vorbei, hörte sogleich das Wehgeschrei.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Mach doch hier nicht so&amp;#039; n Bohei! Trink dir nen Schnaps oder auch zwei.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was kannst es denn so Schlimmes geben, dass du so greinst wie um dein Leben?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Oder trinkt den vergorenen Saft der Reben, das wird deine Stimmung heben!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Törichter Zwerg, was rätst du mir da, kleiner Mann? Fast wie der Mönch vorhin, der riet zu Baldrian.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch musst doch sehen, dass ich nichts trinken kann, schau einfach meinen Mund mal an!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zwerg guckt Martha böse an und ganz brüskiert, &amp;quot;Töricht sagst du?&amp;quot; Er holt aus und hat ihr einfach eine geschmiert,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Martha erbebt als sie die Ohrfeige kassiert und durch die Erschütterung den Pieksehalm am Po verliert!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Martha ganz gücklich, kann&amp;#039;s kaum fassen: &amp;quot;Hab Dank, mein Retter. Das pieksige Stroh hat mich verlassen!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;So lass ich mir gerne eins verpassen, wenn dann die Pieksehalme meinen Po in Frieden lassen!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zwerg schaut verdutzt auf seine Hände, sichtlich erstaunt über dieses glückliche Ende,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Gern geschehen, Vogelscheuche! Nun wach du wieder über das Gelände, Und sag jedem Vogel, dass besser er verschwände.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Die glutäugige Susanne&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es dachten sich die Eltern der glutäugigen Susanne, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Kind ist nun erwachsen bald,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wir geben sie zu einem Manne,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn sonst ist sie schon bald … zu alt.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein reicher Händler war der erste Kandidat, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er schien dem Vater eine gute Partie, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auch wenn er keine Haare auf dem Kopf mehr hat, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Mutter meint: „Den nimmt das Kind doch nie!“ &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch wurde flugs, er zum Sonntagsmahl geladen, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er erschien im feinsten Zwirn und mit schwarzem Hut, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch biss der Hund ihn in die Waden, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er roch wohl nicht besonders gut? &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Susanne lobt den Hund und füttert ihn mit Leckerbissen, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn diesen Kahlkopf will sie nicht zum Manne.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater tobt: „Hast du denn gar kein Gewissen? &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nicht die Haare machen aus, den guten Ehemanne!“ &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Susanne schmollt: „Ist mir egal, den Kahlkopf nehme ich nicht!“ &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Händler schaut erst dumm, setzt wieder auf den Hut und geht dann wortlos fort. &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater schreit: „Hat denn mein Wunsch in diesem Hause kein Gewicht? &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich stand beim Händler doch im Wort!“ &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Susanne tobt und weint und schmollt, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
umarmt den Vater stumm.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie mag nicht wenn der Vater grollt &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und hofft sie stimmt ihn um. &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Mein Vater, mein Vater ich liebe dich sehr“, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hört es der Vater in seinen Ohren hallen. &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Bitte bring mir keinen Kahlkopf mehr,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch einer mit güldnen Locken, der könnt mir gefallen.“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Papperlapapp!“ sagt der Vater geschwind,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Güldene Locken ersetzen nicht Gold und Position&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so kommst du mir nicht davon, mein Kind,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den nächsten den ich dir präsentiere, der wird mein Schwiegersohn.“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sohn des Stadtkämmerers, ein Jüngling mit goldenem Haar,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
schon lange verliebt in Susanne, die im Stadtpark er gesehen,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wurde durch Dritte die Geschichte gewahr,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und meinte sofort: „Da muss was geschehen!“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Flugs suchte er den Vater der Holden auf in seinem Kontor,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der saß hinter seinem Schreibtisch mit grimmigem Gesicht&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Jüngling trat mutig und beherzt davor,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Gebt mir Susanne zu Weibe“ verlangte er schlicht.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vater Susannchens guckt bass erstaunt,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf den blondgelockten Jüngling von gutem Stande&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil Kandidat Susannens Gnade fand, war schon übel er gelaunt,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
des Stadtkämmerer Sohn jedoch, schien ihm geeignet für Familienbande.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Diener lässt er flugs Frau und  Tochter holen,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der Jüngling freut sich, vor Aufregung das Gesicht ganz fahl, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der Vater hat Susanne dann barsch befohlen&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Dieser hier wird dein Gemahl, ich lass dir keine andre Wahl!“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Susannchen erst stumm und blass dann bass erstaunt,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
glaubt ihren Augen nicht zu trauen,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Gut, ihn nehme ich“ hat sie dann leis geraunt&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und kann nicht aufhören mit Schauen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verliebt strahlt sie den Jüngling an, sie kann es gar nicht fassen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater hochzufrieden, schaut stolz zu seiner Gattin hin,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Die Hochzeit, Weib, kannst du nun richten, dieses Mal scheint es zu passen.“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Mutter strahlt nicht minder, hat Enkelkinder schon im Sinn.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ihr, ihr lieben Leute, euch sicher schon gedacht,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil es sich nach der Geschicht&amp;#039; vermuten lässt,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die große Liebe war es, die Glut der Minne war entfacht,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
es dauerte nicht lange, da gab &amp;#039;s ein schönes Hochzeitsfest,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch die Moral von der Geschicht&amp;#039;,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die es ja immer geben muss,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die verrate ich euch noch nicht,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn für heut ist erst Mal Schluss.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein ander Mal bin ich dann da &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und singe euch, was noch geschah,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
mit der glutäugigen Susanne &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ihrem blondgelockten Manne.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bis dahin, ihr lieben Leut&amp;#039;,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
geduldet euch .. bin durch für heut&amp;#039;! &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gassen- und Handwerkslieder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesen Liedern besingt Walter das Leben der einfachen Leute: Handwerker, Händler, Hafenarbeiter und all jene, die in den Straßen und Gassen Vellhafens ihren Alltag bestreiten. Die Stücke sind oft humorvoll, manchmal rau, aber stets voller Wärme für die Menschen, die sie porträtieren. Viele davon entstanden unterwegs, zwischen Marktständen, Werkstätten und Tavernen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Das Lumpensammlerlied des Willem Willink&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Gott Pares hat mich verdammt auf Erden, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein Hader- und Lumpensammler zu werden. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin Willem Willink, ja seht mich nur an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein Lumpenkerl, ein armer, doch ehrlicher Mann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit verschossener Jacke, zerrissener Hose, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ja starrt mich ruhig an – ich bin keine Mimose. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist mir lieber, als wenn ihr verächtlich wegseht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als wär ich nur Dreck, den man mit Füßen wegfegt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Manch einer hält Nase und Maul mit dem Tuche bedeckt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil mein Duft ihn erschreckt und seine Sinne befleckt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch nach Ambra und Moschus kann ich nicht duften,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
muss für Hadern und Lumpen tagtäglich schuften.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bin kein feiner Pflastertreter mit Gold und mit Muße –&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Glück war bei anderen auf besserem Fuße.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hab des Lebens Mühsal bis zur Neige geleert,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch blieb ich stets ehrlich, hab mich nie beschwert.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Meer der Schmerzen bin ich geschwommen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf einem Lumpensack dann zu liegen gekommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun stapf ich durch Vellhafens Gassen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um eure alten Tücher und Kleider zu fassen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bringt mir ruhig ungewaschen, ungekrumpen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
eure Lappen, Fetzen, Flecken und Lumpen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Alles rein in den Sack – man macht daraus Papier:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eingeweicht, gestampft, gegautscht – harte Arbeit, kein Pläsier.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dann geschöpft, gepresst, getrocknet – ein neues Werk erschaffen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
verkauft an Schreiber, Pfeffersäcke und auch an die Pfaffen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin Willem Willink, pack Lumpen in meinen Sack,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und bin schon wieder fort – schwuppdiwupp, zackzack!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schmäh- und Spottlieder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;==&lt;br /&gt;
Hier versammelt Walter von der Salzwiese all jene Lieder, in denen er mit fröhlicher Frechheit an Kronen, Krägen und Amtsketten zupft. Ob eitler Edelmann, überhebliche Amtsperson oder eine politische Entscheidung, die mehr Schatten als Glanz wirft – niemand ist vor Walters spitzem Humor sicher. Seine Spottlieder sind weniger Anklage als Kunststück: kleine musikalische Sticheleien, die Missgeschicke, Übertreibungen und Fehltritte in heitere Reime verwandeln. Mal neckisch, mal schelmisch, mal überraschend treffend – doch immer mit einem Lächeln, das zeigt, dass selbst die Mächtigen über sich lachen dürfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Conte Schiefhals&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hinweis: Dieses Lied ist eine antamarisierte Bearbeitung des irdischen Volksliedes „O hängt ihn auf“ aus dem 19. Jahrhundert. Die Melodie und Grundstruktur stammen aus der Vorlage, der Text wurde von mir für ein Rollenspielereignis in Vellhafen angepasst. Tica&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh hängt ihn auf! Oh hängt ihn auf! &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Oh hängt ihn auf, den Kranz voll Lorbeeren! &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dich oh Conte, dich oh Conte, dich mit deinem schiefen Hals, dich wollen wir verehren. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir treten, dich - wir treten dich, wir treten dich zu ehren, heut zusammen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wohl in den Leib, wohl in den Leib, wohl in den Leib lodern helle Flammen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du bist ein Vieh, du bist ein vie -, du bist ein vielgeliebter Conte in Vellhafen,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und auch ein Hund, und auch ein hund -, und auch einhundert Jahre sollst schaffen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh wie gemein, oh wie gemein, oh wie gemeinsam unser Herzen schlagen,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Siehst du heut aus, siehst du heut aus, siehst du heut aus den Worten , die wir sagen.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh wie es riecht, oh wie es riecht, oh wie es riecht nach deinem Ruhm im Lande. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aus deinem Mund, aus deinem Mund, aus deinem Mund, oh Conte, kam nie ein Wort der Schande. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir brechen dir, wir brechen dir, wir brechen dir zum Ruhm der Feinde Speere. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Selbst Hals und Bein, selbst Hals und Bein,  selbst Hals und Beine opfern wir zur Ehre. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh wie es glänzt, oh wie es glänzt, oh wie es glänzt in deinen goldnen Haaren, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vor Speck und Dreck, vor Speck und Dreck, vor Speck und Dreck soll man dich, oh Conte, stets bewahren. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Belbrücks&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Belbrücks sind kurze, scherzhafte Fünfzeiler, die in Antamar weit verbreitet sind. Walter sammelt sie seit seiner Jugend und dichtet selbst unzählige neue, meist über Orte, Menschen oder Begebenheiten, die ihm auf seinen Reisen begegnen. Sie folgen einer festen Reimform und werden in Tavernen gern laut mitgesprochen — oft zur großen Freude des Publikums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Heiliges Kaiserreich&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst Mädchen aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bragen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die wollt&amp;#039; was Besonderes wagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie sucht nach `nem Gatten im Kurier,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
jetzt hat sie nicht einen, sondern gleich vier,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die sich täglich übers Essen beklagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war mal ein Bauer aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ackerheim&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der machte in jeden Satz &amp;#039;nen Reim. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und als sein Haar wurde lichter, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da nannte er sich einen Dichter &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und blieb den ganzen Tag daheim. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Kind in &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kirchflecken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das wollte die Welt noch entdecken.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es konnte krabbeln, noch nich´ so gut laufen  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und purzelte prompt in jeden Misthaufen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und erschreckte wandernde Recken. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Oma aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Siebenbrück&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der bastelt der Sohn eine feine Krück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hat Oma hocherfreut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aber den Sohn hat&amp;#039;s gereut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn die Oma haute damit Leute in Stück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Junge aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Amartrutz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der nahm immer alle Gauner in Schutz, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als Mann er studierte, wurd&amp;#039; Rechtsanwalt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Gauner haben ihn nun bezahlt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und schon nannt&amp;#039; ihn keiner mehr Nichtsnutz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Kerl aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jatzlauken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der wollt nur Trompeten und Pauken, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn laute Musik, die liebte er sehr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
seinen Nachbarn machte das Leben er schwer. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie schimpfen ihn deshalb nen lauten Rabauken. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Recke aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bragen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der wollt auch was Besonderes wagen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er ging zu einem großen Turnier, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kam, sah und siegte gegen Vier, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gewann dann nen Helm mit Kragen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst der Vater vom Recken aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bragen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der wollte dem Sohn die Teilnahme versagen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bleib weg vom Turnier!&amp;quot; Wütend er droht: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Denn wenn du verlierst, dann bist ja tot!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Warum willst du dich unbedingt schlagen?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Thelessa&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gute Fürst aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Faelughaven&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
muss wie jeder in der Nacht auch schlafen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um dann sanft in den Schlaf zu gleiten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hilft dem gute Fürst beizeiten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Zählen von weißen Schafen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Orklande&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es zogen einst drei Kelten nach Westen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu suchen &amp;#039;nen Vierten, wenn möglich den Besten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie fanden ihn nah dem &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Orken-Lande&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht mittig sondern eher am Rande,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
im Eichenbaum sitzend auf Ästen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Vellhafener Städtebund&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Königreich Lothrinien&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Pferdehirt aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Belbrück&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das war ein rechter Franz im Glück, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als von der Weide eine Herde Pferde wurde geklaut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er sich gründlich umgeschaut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und brachte sie, heil und am Stück, zurück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Burgherr auf &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Burg Obquell&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der fror ganz erbärmlich, trotz Wolle und Fell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Wind hier oben schneidend und bitterkalt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von drinnen die Stimm&amp;#039; seiner Frau erschallt: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mein Liebster, an den Kamin, zack zack aber schnell.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Adelsrepublik Grauland&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Jungfer aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Surquell&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die war ganz besonders schnell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Da kam ein Jüngling aus Untermoor, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der setzte ihr nen Floh ins Ohr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und zog sie nieder auf sein Schafsfell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Dûn-Reich&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Hund in &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tsakmur&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der ging allen auf die Hutschnur. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weil er bellte und jaulte, immer und stets, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging er den Leuten dort schwer auf den Keks. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die schickten den Jauler in die Wüste zur Kur.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Aivarunenlande&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Aivarune aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Qara Qorum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der fummelte sich immer am Ohr rum. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Seine Frau machte das Gefummel nervös, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
schrie ihn an und wurde ganz bös. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er hörte nicht auf, das war ganz dumm. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Xetoka&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Dame aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Liwa&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die war eine rechte Diva, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
trug nur seidene Kleider und Hüte, pompöse, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Verrückt, ja aber sie war keine Böse. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn das war was, was sie nie war. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Inoda&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Knabe aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Horami&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aß für sein Leben gerne Salami,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ob morgens, abends, zu jeder Zeit,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
für Salami war er immer bereit,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und verschlang sie rasant wie&amp;#039;n Tsunami.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tica</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.antamar.eu/index.php?title=Liedgut_des_Barden_Walter_von_der_Salzwiese&amp;diff=126545</id>
		<title>Liedgut des Barden Walter von der Salzwiese</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.antamar.eu/index.php?title=Liedgut_des_Barden_Walter_von_der_Salzwiese&amp;diff=126545"/>
		<updated>2026-02-18T09:18:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tica: /* Schmäh- und Spottlieder */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Walter von der Salzwiese – Barde aus Vellhafen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walter von der Salzwiese gilt als einer der hoffnungsvollsten jungen Spielleute Vellhafens. Mit seinen gerade einmal erwachsenen Jahren hat er sich bereits einen Ruf erarbeitet, der manch älteren Barden neidisch werden lässt. Freundlich im Wesen, mit einer klaren, warmen Stimme und einem Talent, das Zuhörer mühelos in seinen Bann zieht, ist er in Schenken, auf Märkten und bei Festen gern gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein erstes Werk, „Das Lied von Brunihild“, verbreitete sich rasch über die Grenzen Vellhafens hinaus und wurde zu einem antamarweit bekannten Gassenhauer. Schon als Junge schickte Walter seine Verse und Melodien an den Vellhafener Kurier und erhielt dort früh Anerkennung für seine Dicht- und Vortragskunst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Herkunft und Familie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walter stammt aus Ismar, wo sein Vater Hein von der Salzwiese einen erfolgreichen Hof bewirtschaftet. Die Schafe der Familie grasen auf den salzhaltigen Wiesen Ismars, was dem Fleisch der berühmten Salzlämmer einen besonderen Geschmack verleiht. Wohlstand und Fleiß prägen Walters Herkunft, und es mangelte der Familie nie an etwas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein künstlerisches Talent verdankt Walter vor allem seiner Mutter Irina, die einst als Bardin unter dem Beinamen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;„Die Lerche aus Ismar“&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bekannt war. Sie tritt heute nicht mehr öffentlich auf, doch ihre Stimme und ihr Gespür für Melodie leben in ihrem Sohn weiter. Walters Brüder hingegen blieben der Landwirtschaft treu und führen den elterlichen Hof fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hinweis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die hier aufgeführten Lieder und Verse stammen — mit wenigen Ausnahmen (die aber immer extra gekennzeichnet sind)  — aus meiner eigener Feder.&lt;br /&gt;
Der Barde Walter von der Salzwiese wird im Spiel von mir verkörpert. Tica&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Balladen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
Walters Balladen erzählen von Liebe, Schicksal, Heldentum und den stillen Tragödien des Alltags. Sie sind länger gefasste Erzählgedichte, die oft auf wahren Begebenheiten beruhen oder von alten Sagen inspiriert wurden. Mit klarer Stimme und feinem Gespür für Stimmung trägt Walter sie auf Märkten, in Schenken und bei Festen vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Das Lied von Brunihild&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
War einst ein kleines Schneiderlein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das konnt schneidern, mit Stichlein fein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und dieses kleine Schneiderlein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging Nächtens in den Wald hinein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dort traf er sich mit Brunihild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die beiden trieben es dort wild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf einer Lichtung unerlaubt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er die Unschuld ihr geraubt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bruni aber war dem Joost versprochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der, der hatt&amp;#039; bald Lunt&amp;#039; gerochen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es kam, wie es dann kommen musste:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Joost, der ahnte, wenn auch nicht wusste,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass Brunihild ihn dreist belogen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und wahrscheinlich auch betrogen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er will es wissen, noch genauer,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und legt sich Nächtens auf die Lauer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Genau vor Brunihildes Elternhaus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und richtig, kaum war&amp;#039;s dunkel, trat sie hinaus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grimmig sieht Joost wie seine Braut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die selbst des Nachts sehr schön ausschaut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sich im Walde mit einem Schneider trifft,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihn gar küsst und herzt, das blonde Gift.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es schmerzt ihn sehr, er leidet Pein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie er so sieht sein Brunilein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Hals ihm schwillt und er sieht rot,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
stürmt auf die Lichtung: Schneider tot!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es heult und schreit die Braut vom Joost:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du Mörder! Bist du noch bei Trost?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch Joost, der schaut sie lange an,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kalt und böse sagt er dann:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du nahmst meinen Ring, warst mir versprochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bist mit dem Schneider hier ins Laub gekrochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hast ihn geküsst, geherzet sehr&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weißt du, dich will ich gar nicht mehr!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brunihilde, die war fassungslos,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
drehte sich um und rannte los.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach Hause will ich, denkt die Maid&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und rafft dann flugs das lange Kleid,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und sie rennet schnell und schneller,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zuhaus geht`s zunächst mal in den Keller.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wäscht aus das Kleid, besudelt von des Schneiders Blut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
lauscht nach oben, ob der Joost ihr womöglich folgen tut.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Joost jedoch, der will nur die Verlobung lösen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gleichgültig ihm ist, ob im Guten oder Bösen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Egal, ob sie ihn anzeigt, dieses Weib&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hauptsache sie bleibt ihm nun vom Leib.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am Elternhaus der Brunihild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ruft er laut und fuchtelt wild,:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich möchte meinen Ring zurück,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von diesem ungetreuen Stück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es wird keine Hochzeit geben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so eine heirat´ ich nie im Leben.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vater und Mutter sind bass erstaunt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was der Joost da ausposaunt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie befragen dann ihr Kind und schau&amp;#039;n es ratlos an:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sag uns Brunihild, was hast du nur getan,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass der Joost dich untreu schilt?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Setz uns bitte mal ins Bild.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Maid, die schweigt, nimmt kreidebleich&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Ring vom Finger dann sogleich.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vater gibt den Schmuck zurück,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf das er andere Hände schmück&amp;#039;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Joost läuft nun geschwind davon,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und dann brüllt der Vater schon:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was sollen denn die Leute denken?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Musstest du den Joost so kränken?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kind was hast du bloß gemacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
in dieser unglückseligen Nacht?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch Brunihild, die Ungetreue,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sagt kein Wort, schweigt nun auf Neue.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Mutter redet auf sie ein:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sag mir den Grund, Brunhildilein!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch auch der Mutter bleibt sie eine Antwort schuldig,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
diese schäumt vor Wut, fragt ungeduldig:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was sollen wir den Leuten sagen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wenn nach der Hochzeit sie uns fragen?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maid schweigt weiter, geht auf ihr Zimmer,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Lage, die wird schlimm und schlimmer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn Brunihilde weiß, dass sie ein Kindlein trägt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
in knapp fünf Monden es in der Wiege quäkt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Schande&amp;quot; denkt sie, &amp;quot;Welch ein Graus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie komme ich aus der Sache raus?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich geh ins Wasser!&amp;quot; ihr Entschluss,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sprach&amp;#039;s und ging geschwind zum Fluss.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am nächsten Tag hat der Vater sie gefunden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie aus dem Wasser raus gewunden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu einem Medicus verbracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch der hat nur aufgelacht:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Eine Tote bringt ihr mir? Was soll ich tun?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lasst sie auf dem Nergasacker ruh&amp;#039;n.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater sprach: &amp;quot;Mir ist nicht nach Scherzen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
untersuche ob ein Kind sie trug, unter ihrem Herzen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Medicus untersucht die Tote nun geschwind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann sagt er: &amp;quot;Ja, sie erwartete ein Kind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In vier, fünf Monden wär`s soweit gewesen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das kann ich an dem Körper lesen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater nickt, bezahlt den Mann, und nimmt die Leich&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bringt sie zum Nergasacker dann sogleich.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch Nergas Diener schicken ihn fort:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Begrabt sie einem anderen Ort!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nerga hasst jene, die sich selbst des Lebens berauben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das weiß der Vater, durch seinen tiefen Götterglauben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es schwillt die Wut ganz tief in ihm,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er denkt: Der Joost war mit Brunihild intim,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dafür sollte er nun bezahlen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn er verursacht diese Qualen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Leich&amp;#039; der Tochter in den Armen, die Augen voller Schmerz,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
stellt er den Joost und ohne Fragen, sticht er ihm `nen Dolch ins Herz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Richter nach acht langen Wochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat den Vater freigesprochen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn, so sprach der weise Mann:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bin selber Vater und daher ich verstehen kann,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was ihn zu dieser Tat gebracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vielleicht hätt`ich&amp;#039;s ebenso gemacht?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Betrüge den Verlobten nicht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eifersucht bei einem Mann,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gar schlimme Folgen haben kann!&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der Sohn der Maar-Fiar&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sein Clan längst erloschen, seine Geschichte dieses Lied bewahr. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Maar-Fiar waren Jäger, Jäger am Meer, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihre hölzernen Kanus glitten pfeilschnell umher. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, der stolze Aiva&amp;#039;un, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der verehrte gar sehr Lunin und auch den goldenen Lun, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
War nur Lunin, nicht Lun, am Nachthimmel zu sehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so wussten die Maar-Fiar: Es ist Zeit, auf die Jagd zu gehen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er und die Gefährten schoben ihre Kanus in die Wellen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
im Wissen, das Lunin ihren Weg wird erhellen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vier saßen in den Kanus, ob Mann, ob Frau,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zwei lenkten durch die Wogen, zwei spähten hinaus ins Grau. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Netzen und Angeln machten sie reiche Beute, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vom Ausmaß ihres Fangs erzählt man sich noch heute. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Speere und Spieße waren stets messerscharf gewetzt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
damit auch Raubfisch, kein Hai ihre Netze zerfetzt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eroberer und Mörder schlichen heran in dunkler Nacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als weder Lunin noch Lun den Himmel bewacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie drangen gewaltsam ein in Takoyas Haus, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
löschten zunächst seiner Familie die Lebenslichter aus. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gefesselt und geknebelt, gezwungen zuzusehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie all die Untaten vor seinen Augen geschehen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vom Schmerz wie von Sinnen, von Wut angefacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er das Unmögliche dennoch vollbracht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er zerriss seine Fesseln, spuckte den Knebel aus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
erschlug jeden Qim‑Mas, den er fand im Haus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er war nicht zu halten, von der Rache beseelt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
seine Muskeln und Sehnen in Eisen gestählt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch als er im Haus sein Werk vollbracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
trat er hinaus in die stockdunkle Nacht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Dutzend Qim‑Mas rangen den wilden Takoya nieder,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er starb – doch sein Pan‑Teon lebt fort, davon künden die Lieder. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Maar‑Fiar, den stolzen Jägern der Meere,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gebührt auf ewig unsere stille Ehre.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein ganzer Clan, gefallen durch fremde Horden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
durch wilde Feinde, die nur brandschatzen und morden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in der alten Heimat der Maar-Fiar, das weiß jedes Kind, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weht nun an allen Orten eine fremde Flagge im Wind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Grauländer, diese Qim-Mas, wohnen nun dort, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Geister der Maar-Fiar hüten jeden Ort. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der Ring des Räubers &amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht weit von hier in einem tiefen Tal,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da wohnte eine Maid im Wald an einem Wasserfall. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie war so schön, so schön wie Milch und Blut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von ganzem Herzen war sie einem Manne gut. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du armes Kind, du dauerst meine Seele. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weil ich nur ein Räuber bin, wohn&amp;#039; in einer Höhle&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Du kannst fürwahr nicht länger bei mir sein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ich muss jetzt fort, tief in den Wald hinein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nimm diesen Ring, und sollte man dich fragen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so sag&amp;#039; ein Räuber habe ihn getragen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der dich geliebt, geliebt bei Tag und Nacht&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der so manchen um Hab und Gut gebracht&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sprach er nach vielen Monden zu ihr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nach so  vielen Tagen und Nächten mit Pläsier, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihr half kein Wehen und auch kein Klagen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie musste seinen Weggang weinend ertragen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schöne tat, was der Geliebte ihr gesagt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging zurück zu ihrem Dorf, tieftraurig verzagt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie zeigte den Leuten den güldenen Ring, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das vermaledeite wertvolle, aber gestohlene Ding. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie weinte: &amp;quot;Der Räuber, den ich geliebt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat ihn getragen bei Tag und auch bei Nacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der so  manchen um Hab und Gut gebracht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat mich geliebt, bei Tag und auch bei Nacht.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Leute im Dorf waren empört, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht die Liebe an sich hat sie gestört, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aber, dass sie einem Räuber galt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dieses man eine Sünde schalt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sprachen: &amp;quot;Geh in den Tempel, törichte Maid &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und klag den Geweihten dort dein Leid, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Ring, den spende an die Götter, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann verstummen auch die Spötter.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie kann man einen Räuber lieben, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Unglückseliges Kind, was hat dich umgetrieben?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maid weinte bitter und lange, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vor der Zukunft war ihr sehr bange. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Verlust des Liebsten hat sie schon entsetzt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
war sie nun zusätzlich Hohn und Spott ausgesetzt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie trat in einen heiligen Orden ein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um eine Dienerin für die Götter zu sein. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So lebt sie nun dorten, fleißig und fromm,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Jahre verrinnen, die Welt bleibt ihr stumm.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch manchmal im Dunkel, wenn die Kerzen vergeh’n,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
meint sie den Räuber wie im Traume zu seh’n.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann flüstert sie leise, so sanft wie der Wind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass Herzen nicht wählen, wohin sie bestimmt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und tief in ihr drinnen, verborgen und sacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
lebt weiter die Liebe bei Tag und bei Nacht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der treue Hund&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr Leute, lasset mich berichten, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von gar wundersamen Geschichten, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine tue ich Euch nun kund, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie ist zu Orstoc einst geschehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ihr Held, das war ein Hund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein reicher Bauer mit dem Namen Friedrich Klein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kehrte nach dem Marktbesuch in ein Wirtshaus ein. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er hatte Vieh verkauft, trug bei sich den Erlös, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das rochen in der Schenke zwei Räuber, bitterbös. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als nun der reiche Bauer des Nachts zu Bette ging, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
beschlossen diese Räuber zu drehen ein schlimmes Ding. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie schlichen im Gasthaus in seine Kammer hinein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und drangen mit ihren Messern bedrohlich ein auf Friedrich Klein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schon packten ihn die Schlimmen, an seiner bloßen Kehle, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da schrie mit letzten Kräften, Friedrich die Angst sich von der Seele &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das hörte im Stalle, nicht sein Knecht aber der treue Hund, .&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er riss sich von der Kette und schon er in der Kammer stund &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bevor die Mörder die Messer setzten an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er stürzt sich auf die Kerle und rettet so den Mann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ward überwältigt, die böse Mörderbrut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu Orstoc, auf dem Richtblock, da floss zum Lohn ihr Blut. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch in dem Kampf fügten sie dem treuen Tier zu eine böse Wund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und schon am nächsten Tage da starb der arme Hund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es setzt in seinem Garten, der Bauer Klein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dem treuen braven Hunde aus Marmor einen Stein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darauf stand geschrieben dieses hier: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Viel treuer als die Menschen ist oft ein Hundetier. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Die Geschichte vom Räuber Hannes&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es sagt einst ein Kind zur seiner Großmama: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wenn ich erwachsen bin, was werd ich da?  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hab wenig Lust auf Feldarbeit. Kann ich vielleicht ein Räuber sein? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Muss wenig tun, nur ein bisschen rauben. Das wär&amp;#039; einfach und sehr fein.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Alte wiegt besorgt den Kopf, streichelt sanft den Enkelsohn. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich erzähl dir &amp;#039;ne Geschichte, die beantwortet deine Frage schon.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lehnt sich zurück, dann hebt sie an und sie erzählt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Geschichte vom Räuber Hannes hat sie gewählt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch des Waldes düstre Gründe auf naturverschlungnem Pfaden  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wandelt eine Magd zum Markt nach Vellhafen mit schmerzenden Waden. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hui, da plötzlich stürmt des Banditen kühner Sohn aus dem Geheg, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
scharf bewehrt bis an die Zähne, und vertritt ihr flugs den Weg. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Seid Ihr&amp;quot;, fragt die Frau erblassend, einer dunklen Ahnung voll, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;nicht vielleicht der Räuber Hannes, der allhier grassieren soll?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ja, ich bin´s, du Unglücksel´ge, ja, ich bin´s, der sich dir zeigt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und du bist diejen´ge, welche sich nun vor mir verneigt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn mit hochwillkomm´ner Beute nahst du mir zu guter Stund!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sprachs und nahm ihr weg den Korb, durchwühlt ihn schnell bis auf den Grund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wie Schuppen von den Augen fällt´s der schlichten Magd sogleich: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ihr seid Hannes!&amp;quot;, ruft sie bleich. &amp;quot;Bin es!&amp;quot; spricht der Räuber weich. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bin´s und sage dir noch dieses: ich töte dich du dummes Weib, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bringst du mir nicht auf dem Rückweg Gold, ramm ich meinen Dolch in deinen Leib.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Magd wird blass und blässer und eilt zum Markt, sucht den Büttel Reodan, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
findet ihn, fragt ängstlich dann, ob er ihr wohl helfen kann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jener stimmt zu, sie zu begleiten, denn den Räuber will er fangen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
baumeln soll der Räuber Hannes, an dem Galgen soll er hangen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesagt, getan und aus dem Walde eilt der Hannes schnell heran, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn er sieht nur das Mägdelein und nicht den guten Reodan. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jener hat sich vorher schon gut versteckt hinter einer dicken Eich, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er springt heraus, macht sich ganz groß und packt sogleich, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann den Räuber Hannes fest am Arm und am Halse an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
damit der Bösewicht dem harten Griffe nicht entweichen kann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Schurke! Hab dich!&amp;quot; so donnert er, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Nun entkommst du mir nicht mehr!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Mit des Seilers Tochter mach ich dich bekannt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aufatmen wird das ganze Land.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Werde besser Räuber nicht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sonst landet man am Ende nur an einem Strick und baumelt dann im Wind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Drum werde artig und bleib brav, sonst kommt Reodan mein Kind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Die Vogelscheuche Martha Stroh&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vogelscheuche Martha Stroh, wurd&amp;#039; ihres Daseins nicht mehr froh.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn es war nun einmal so, ein Strohhalm piekste sie am Po.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie fand es schrecklich, musste weinen, so schlimm juckte es der Kleinen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn, auch eine Scheuche hat ein Recht auf einen - unversehrten Po, sollte man meinen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da kam ein Zwerg am Feld vorbei, hörte sogleich das Wehgeschrei.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Mach doch hier nicht so&amp;#039; n Bohei! Trink dir nen Schnaps oder auch zwei.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was kannst es denn so Schlimmes geben, dass du so greinst wie um dein Leben?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Oder trinkt den vergorenen Saft der Reben, das wird deine Stimmung heben!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Törichter Zwerg, was rätst du mir da, kleiner Mann? Fast wie der Mönch vorhin, der riet zu Baldrian.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch musst doch sehen, dass ich nichts trinken kann, schau einfach meinen Mund mal an!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zwerg guckt Martha böse an und ganz brüskiert, &amp;quot;Töricht sagst du?&amp;quot; Er holt aus und hat ihr einfach eine geschmiert,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Martha erbebt als sie die Ohrfeige kassiert und durch die Erschütterung den Pieksehalm am Po verliert!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Martha ganz gücklich, kann&amp;#039;s kaum fassen: &amp;quot;Hab Dank, mein Retter. Das pieksige Stroh hat mich verlassen!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;So lass ich mir gerne eins verpassen, wenn dann die Pieksehalme meinen Po in Frieden lassen!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zwerg schaut verdutzt auf seine Hände, sichtlich erstaunt über dieses glückliche Ende,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Gern geschehen, Vogelscheuche! Nun wach du wieder über das Gelände, Und sag jedem Vogel, dass besser er verschwände.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Die glutäugige Susanne&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es dachten sich die Eltern der glutäugigen Susanne, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Kind ist nun erwachsen bald,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wir geben sie zu einem Manne,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn sonst ist sie schon bald … zu alt.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein reicher Händler war der erste Kandidat, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er schien dem Vater eine gute Partie, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auch wenn er keine Haare auf dem Kopf mehr hat, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Mutter meint: „Den nimmt das Kind doch nie!“ &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch wurde flugs, er zum Sonntagsmahl geladen, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er erschien im feinsten Zwirn und mit schwarzem Hut, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch biss der Hund ihn in die Waden, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er roch wohl nicht besonders gut? &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Susanne lobt den Hund und füttert ihn mit Leckerbissen, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn diesen Kahlkopf will sie nicht zum Manne.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater tobt: „Hast du denn gar kein Gewissen? &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nicht die Haare machen aus, den guten Ehemanne!“ &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Susanne schmollt: „Ist mir egal, den Kahlkopf nehme ich nicht!“ &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Händler schaut erst dumm, setzt wieder auf den Hut und geht dann wortlos fort. &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater schreit: „Hat denn mein Wunsch in diesem Hause kein Gewicht? &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich stand beim Händler doch im Wort!“ &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Susanne tobt und weint und schmollt, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
umarmt den Vater stumm.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie mag nicht wenn der Vater grollt &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und hofft sie stimmt ihn um. &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Mein Vater, mein Vater ich liebe dich sehr“, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hört es der Vater in seinen Ohren hallen. &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Bitte bring mir keinen Kahlkopf mehr,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch einer mit güldnen Locken, der könnt mir gefallen.“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Papperlapapp!“ sagt der Vater geschwind,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Güldene Locken ersetzen nicht Gold und Position&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so kommst du mir nicht davon, mein Kind,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den nächsten den ich dir präsentiere, der wird mein Schwiegersohn.“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sohn des Stadtkämmerers, ein Jüngling mit goldenem Haar,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
schon lange verliebt in Susanne, die im Stadtpark er gesehen,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wurde durch Dritte die Geschichte gewahr,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und meinte sofort: „Da muss was geschehen!“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Flugs suchte er den Vater der Holden auf in seinem Kontor,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der saß hinter seinem Schreibtisch mit grimmigem Gesicht&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Jüngling trat mutig und beherzt davor,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Gebt mir Susanne zu Weibe“ verlangte er schlicht.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vater Susannchens guckt bass erstaunt,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf den blondgelockten Jüngling von gutem Stande&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil Kandidat Susannens Gnade fand, war schon übel er gelaunt,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
des Stadtkämmerer Sohn jedoch, schien ihm geeignet für Familienbande.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Diener lässt er flugs Frau und  Tochter holen,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der Jüngling freut sich, vor Aufregung das Gesicht ganz fahl, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der Vater hat Susanne dann barsch befohlen&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Dieser hier wird dein Gemahl, ich lass dir keine andre Wahl!“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Susannchen erst stumm und blass dann bass erstaunt,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
glaubt ihren Augen nicht zu trauen,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Gut, ihn nehme ich“ hat sie dann leis geraunt&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und kann nicht aufhören mit Schauen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verliebt strahlt sie den Jüngling an, sie kann es gar nicht fassen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater hochzufrieden, schaut stolz zu seiner Gattin hin,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Die Hochzeit, Weib, kannst du nun richten, dieses Mal scheint es zu passen.“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Mutter strahlt nicht minder, hat Enkelkinder schon im Sinn.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ihr, ihr lieben Leute, euch sicher schon gedacht,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil es sich nach der Geschicht&amp;#039; vermuten lässt,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die große Liebe war es, die Glut der Minne war entfacht,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
es dauerte nicht lange, da gab &amp;#039;s ein schönes Hochzeitsfest,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch die Moral von der Geschicht&amp;#039;,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die es ja immer geben muss,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die verrate ich euch noch nicht,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn für heut ist erst Mal Schluss.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein ander Mal bin ich dann da &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und singe euch, was noch geschah,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
mit der glutäugigen Susanne &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ihrem blondgelockten Manne.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bis dahin, ihr lieben Leut&amp;#039;,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
geduldet euch .. bin durch für heut&amp;#039;! &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gassen- und Handwerkslieder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesen Liedern besingt Walter das Leben der einfachen Leute: Handwerker, Händler, Hafenarbeiter und all jene, die in den Straßen und Gassen Vellhafens ihren Alltag bestreiten. Die Stücke sind oft humorvoll, manchmal rau, aber stets voller Wärme für die Menschen, die sie porträtieren. Viele davon entstanden unterwegs, zwischen Marktständen, Werkstätten und Tavernen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Das Lumpensammlerlied des Willem Willink&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Gott Pares hat mich verdammt auf Erden, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein Hader- und Lumpensammler zu werden. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin Willem Willink, ja seht mich nur an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein Lumpenkerl, ein armer, doch ehrlicher Mann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit verschossener Jacke, zerrissener Hose, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ja starrt mich ruhig an – ich bin keine Mimose. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist mir lieber, als wenn ihr verächtlich wegseht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als wär ich nur Dreck, den man mit Füßen wegfegt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Manch einer hält Nase und Maul mit dem Tuche bedeckt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil mein Duft ihn erschreckt und seine Sinne befleckt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch nach Ambra und Moschus kann ich nicht duften,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
muss für Hadern und Lumpen tagtäglich schuften.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bin kein feiner Pflastertreter mit Gold und mit Muße –&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Glück war bei anderen auf besserem Fuße.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hab des Lebens Mühsal bis zur Neige geleert,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch blieb ich stets ehrlich, hab mich nie beschwert.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Meer der Schmerzen bin ich geschwommen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf einem Lumpensack dann zu liegen gekommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun stapf ich durch Vellhafens Gassen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um eure alten Tücher und Kleider zu fassen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bringt mir ruhig ungewaschen, ungekrumpen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
eure Lappen, Fetzen, Flecken und Lumpen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Alles rein in den Sack – man macht daraus Papier:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eingeweicht, gestampft, gegautscht – harte Arbeit, kein Pläsier.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dann geschöpft, gepresst, getrocknet – ein neues Werk erschaffen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
verkauft an Schreiber, Pfeffersäcke und auch an die Pfaffen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin Willem Willink, pack Lumpen in meinen Sack,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und bin schon wieder fort – schwuppdiwupp, zackzack!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schmäh- und Spottlieder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;==&lt;br /&gt;
Hier versammelt Walter von der Salzwiese all jene Lieder, in denen er mit fröhlicher Frechheit an Kronen, Krägen und Amtsketten zupft. Ob eitler Edelmann, überhebliche Amtsperson oder eine politische Entscheidung, die mehr Schatten als Glanz wirft – niemand ist vor Walters spitzem Humor sicher. Seine Spottlieder sind weniger Anklage als Kunststück: kleine musikalische Sticheleien, die Missgeschicke, Übertreibungen und Fehltritte in heitere Reime verwandeln. Mal neckisch, mal schelmisch, mal überraschend treffend – doch immer mit einem Lächeln, das zeigt, dass selbst die Mächtigen über sich lachen dürfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Conte Schiefhals&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hinweis: Dieses Lied ist eine antamarisierte Bearbeitung des irdischen Volksliedes „O hängt ihn auf“ aus dem 19. Jahrhundert. Die Melodie und Grundstruktur stammen aus der Vorlage, der Text wurde von mir für ein Rollenspielereignis in Vellhafen angepasst.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh hängt ihn auf! Oh hängt ihn auf! &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Oh hängt ihn auf, den Kranz voll Lorbeeren! &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dich oh Conte, dich oh Conte, dich mit deinem schiefen Hals, dich wollen wir verehren. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir treten, dich - wir treten dich, wir treten dich zu ehren, heut zusammen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wohl in den Leib, wohl in den Leib, wohl in den Leib lodern helle Flammen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du bist ein Vieh, du bist ein vie -, du bist ein vielgeliebter Conte in Vellhafen,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und auch ein Hund, und auch ein hund -, und auch einhundert Jahre sollst schaffen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh wie gemein, oh wie gemein, oh wie gemeinsam unser Herzen schlagen,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Siehst du heut aus, siehst du heut aus, siehst du heut aus den Worten , die wir sagen.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh wie es riecht, oh wie es riecht, oh wie es riecht nach deinem Ruhm im Lande. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aus deinem Mund, aus deinem Mund, aus deinem Mund, oh Conte, kam nie ein Wort der Schande. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir brechen dir, wir brechen dir, wir brechen dir zum Ruhm der Feinde Speere. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Selbst Hals und Bein, selbst Hals und Bein,  selbst Hals und Beine opfern wir zur Ehre. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh wie es glänzt, oh wie es glänzt, oh wie es glänzt in deinen goldnen Haaren, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vor Speck und Dreck, vor Speck und Dreck, vor Speck und Dreck soll man dich, oh Conte, stets bewahren. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Belbrücks&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Belbrücks sind kurze, scherzhafte Fünfzeiler, die in Antamar weit verbreitet sind. Walter sammelt sie seit seiner Jugend und dichtet selbst unzählige neue, meist über Orte, Menschen oder Begebenheiten, die ihm auf seinen Reisen begegnen. Sie folgen einer festen Reimform und werden in Tavernen gern laut mitgesprochen — oft zur großen Freude des Publikums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Heiliges Kaiserreich&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst Mädchen aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bragen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die wollt&amp;#039; was Besonderes wagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie sucht nach `nem Gatten im Kurier,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
jetzt hat sie nicht einen, sondern gleich vier,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die sich täglich übers Essen beklagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war mal ein Bauer aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ackerheim&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der machte in jeden Satz &amp;#039;nen Reim. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und als sein Haar wurde lichter, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da nannte er sich einen Dichter &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und blieb den ganzen Tag daheim. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Kind in &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kirchflecken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das wollte die Welt noch entdecken.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es konnte krabbeln, noch nich´ so gut laufen  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und purzelte prompt in jeden Misthaufen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und erschreckte wandernde Recken. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Oma aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Siebenbrück&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der bastelt der Sohn eine feine Krück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hat Oma hocherfreut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aber den Sohn hat&amp;#039;s gereut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn die Oma haute damit Leute in Stück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Junge aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Amartrutz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der nahm immer alle Gauner in Schutz, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als Mann er studierte, wurd&amp;#039; Rechtsanwalt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Gauner haben ihn nun bezahlt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und schon nannt&amp;#039; ihn keiner mehr Nichtsnutz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Kerl aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jatzlauken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der wollt nur Trompeten und Pauken, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn laute Musik, die liebte er sehr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
seinen Nachbarn machte das Leben er schwer. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie schimpfen ihn deshalb nen lauten Rabauken. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Recke aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bragen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der wollt auch was Besonderes wagen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er ging zu einem großen Turnier, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kam, sah und siegte gegen Vier, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gewann dann nen Helm mit Kragen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst der Vater vom Recken aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bragen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der wollte dem Sohn die Teilnahme versagen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bleib weg vom Turnier!&amp;quot; Wütend er droht: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Denn wenn du verlierst, dann bist ja tot!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Warum willst du dich unbedingt schlagen?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Thelessa&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gute Fürst aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Faelughaven&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
muss wie jeder in der Nacht auch schlafen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um dann sanft in den Schlaf zu gleiten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hilft dem gute Fürst beizeiten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Zählen von weißen Schafen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Orklande&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es zogen einst drei Kelten nach Westen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu suchen &amp;#039;nen Vierten, wenn möglich den Besten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie fanden ihn nah dem &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Orken-Lande&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht mittig sondern eher am Rande,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
im Eichenbaum sitzend auf Ästen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Vellhafener Städtebund&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Königreich Lothrinien&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Pferdehirt aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Belbrück&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das war ein rechter Franz im Glück, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als von der Weide eine Herde Pferde wurde geklaut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er sich gründlich umgeschaut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und brachte sie, heil und am Stück, zurück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Burgherr auf &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Burg Obquell&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der fror ganz erbärmlich, trotz Wolle und Fell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Wind hier oben schneidend und bitterkalt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von drinnen die Stimm&amp;#039; seiner Frau erschallt: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mein Liebster, an den Kamin, zack zack aber schnell.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Adelsrepublik Grauland&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Jungfer aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Surquell&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die war ganz besonders schnell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Da kam ein Jüngling aus Untermoor, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der setzte ihr nen Floh ins Ohr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und zog sie nieder auf sein Schafsfell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Dûn-Reich&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Hund in &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tsakmur&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der ging allen auf die Hutschnur. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weil er bellte und jaulte, immer und stets, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging er den Leuten dort schwer auf den Keks. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die schickten den Jauler in die Wüste zur Kur.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Aivarunenlande&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Aivarune aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Qara Qorum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der fummelte sich immer am Ohr rum. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Seine Frau machte das Gefummel nervös, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
schrie ihn an und wurde ganz bös. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er hörte nicht auf, das war ganz dumm. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Xetoka&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Dame aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Liwa&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die war eine rechte Diva, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
trug nur seidene Kleider und Hüte, pompöse, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Verrückt, ja aber sie war keine Böse. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn das war was, was sie nie war. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Inoda&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Knabe aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Horami&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aß für sein Leben gerne Salami,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ob morgens, abends, zu jeder Zeit,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
für Salami war er immer bereit,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und verschlang sie rasant wie&amp;#039;n Tsunami.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tica</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.antamar.eu/index.php?title=Liedgut_des_Barden_Walter_von_der_Salzwiese&amp;diff=126544</id>
		<title>Liedgut des Barden Walter von der Salzwiese</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.antamar.eu/index.php?title=Liedgut_des_Barden_Walter_von_der_Salzwiese&amp;diff=126544"/>
		<updated>2026-02-18T09:17:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tica: /* Schmäh- und Spottlieder */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Walter von der Salzwiese – Barde aus Vellhafen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walter von der Salzwiese gilt als einer der hoffnungsvollsten jungen Spielleute Vellhafens. Mit seinen gerade einmal erwachsenen Jahren hat er sich bereits einen Ruf erarbeitet, der manch älteren Barden neidisch werden lässt. Freundlich im Wesen, mit einer klaren, warmen Stimme und einem Talent, das Zuhörer mühelos in seinen Bann zieht, ist er in Schenken, auf Märkten und bei Festen gern gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein erstes Werk, „Das Lied von Brunihild“, verbreitete sich rasch über die Grenzen Vellhafens hinaus und wurde zu einem antamarweit bekannten Gassenhauer. Schon als Junge schickte Walter seine Verse und Melodien an den Vellhafener Kurier und erhielt dort früh Anerkennung für seine Dicht- und Vortragskunst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Herkunft und Familie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walter stammt aus Ismar, wo sein Vater Hein von der Salzwiese einen erfolgreichen Hof bewirtschaftet. Die Schafe der Familie grasen auf den salzhaltigen Wiesen Ismars, was dem Fleisch der berühmten Salzlämmer einen besonderen Geschmack verleiht. Wohlstand und Fleiß prägen Walters Herkunft, und es mangelte der Familie nie an etwas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein künstlerisches Talent verdankt Walter vor allem seiner Mutter Irina, die einst als Bardin unter dem Beinamen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;„Die Lerche aus Ismar“&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bekannt war. Sie tritt heute nicht mehr öffentlich auf, doch ihre Stimme und ihr Gespür für Melodie leben in ihrem Sohn weiter. Walters Brüder hingegen blieben der Landwirtschaft treu und führen den elterlichen Hof fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hinweis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die hier aufgeführten Lieder und Verse stammen — mit wenigen Ausnahmen (die aber immer extra gekennzeichnet sind)  — aus meiner eigener Feder.&lt;br /&gt;
Der Barde Walter von der Salzwiese wird im Spiel von mir verkörpert. Tica&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Balladen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
Walters Balladen erzählen von Liebe, Schicksal, Heldentum und den stillen Tragödien des Alltags. Sie sind länger gefasste Erzählgedichte, die oft auf wahren Begebenheiten beruhen oder von alten Sagen inspiriert wurden. Mit klarer Stimme und feinem Gespür für Stimmung trägt Walter sie auf Märkten, in Schenken und bei Festen vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Das Lied von Brunihild&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
War einst ein kleines Schneiderlein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das konnt schneidern, mit Stichlein fein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und dieses kleine Schneiderlein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging Nächtens in den Wald hinein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dort traf er sich mit Brunihild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die beiden trieben es dort wild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf einer Lichtung unerlaubt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er die Unschuld ihr geraubt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bruni aber war dem Joost versprochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der, der hatt&amp;#039; bald Lunt&amp;#039; gerochen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es kam, wie es dann kommen musste:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Joost, der ahnte, wenn auch nicht wusste,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass Brunihild ihn dreist belogen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und wahrscheinlich auch betrogen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er will es wissen, noch genauer,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und legt sich Nächtens auf die Lauer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Genau vor Brunihildes Elternhaus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und richtig, kaum war&amp;#039;s dunkel, trat sie hinaus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grimmig sieht Joost wie seine Braut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die selbst des Nachts sehr schön ausschaut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sich im Walde mit einem Schneider trifft,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihn gar küsst und herzt, das blonde Gift.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es schmerzt ihn sehr, er leidet Pein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie er so sieht sein Brunilein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Hals ihm schwillt und er sieht rot,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
stürmt auf die Lichtung: Schneider tot!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es heult und schreit die Braut vom Joost:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du Mörder! Bist du noch bei Trost?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch Joost, der schaut sie lange an,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kalt und böse sagt er dann:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du nahmst meinen Ring, warst mir versprochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bist mit dem Schneider hier ins Laub gekrochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hast ihn geküsst, geherzet sehr&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weißt du, dich will ich gar nicht mehr!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brunihilde, die war fassungslos,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
drehte sich um und rannte los.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach Hause will ich, denkt die Maid&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und rafft dann flugs das lange Kleid,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und sie rennet schnell und schneller,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zuhaus geht`s zunächst mal in den Keller.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wäscht aus das Kleid, besudelt von des Schneiders Blut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
lauscht nach oben, ob der Joost ihr womöglich folgen tut.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Joost jedoch, der will nur die Verlobung lösen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gleichgültig ihm ist, ob im Guten oder Bösen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Egal, ob sie ihn anzeigt, dieses Weib&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hauptsache sie bleibt ihm nun vom Leib.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am Elternhaus der Brunihild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ruft er laut und fuchtelt wild,:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich möchte meinen Ring zurück,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von diesem ungetreuen Stück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es wird keine Hochzeit geben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so eine heirat´ ich nie im Leben.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vater und Mutter sind bass erstaunt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was der Joost da ausposaunt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie befragen dann ihr Kind und schau&amp;#039;n es ratlos an:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sag uns Brunihild, was hast du nur getan,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass der Joost dich untreu schilt?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Setz uns bitte mal ins Bild.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Maid, die schweigt, nimmt kreidebleich&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Ring vom Finger dann sogleich.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vater gibt den Schmuck zurück,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf das er andere Hände schmück&amp;#039;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Joost läuft nun geschwind davon,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und dann brüllt der Vater schon:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was sollen denn die Leute denken?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Musstest du den Joost so kränken?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kind was hast du bloß gemacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
in dieser unglückseligen Nacht?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch Brunihild, die Ungetreue,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sagt kein Wort, schweigt nun auf Neue.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Mutter redet auf sie ein:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sag mir den Grund, Brunhildilein!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch auch der Mutter bleibt sie eine Antwort schuldig,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
diese schäumt vor Wut, fragt ungeduldig:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was sollen wir den Leuten sagen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wenn nach der Hochzeit sie uns fragen?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maid schweigt weiter, geht auf ihr Zimmer,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Lage, die wird schlimm und schlimmer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn Brunihilde weiß, dass sie ein Kindlein trägt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
in knapp fünf Monden es in der Wiege quäkt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Schande&amp;quot; denkt sie, &amp;quot;Welch ein Graus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie komme ich aus der Sache raus?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich geh ins Wasser!&amp;quot; ihr Entschluss,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sprach&amp;#039;s und ging geschwind zum Fluss.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am nächsten Tag hat der Vater sie gefunden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie aus dem Wasser raus gewunden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu einem Medicus verbracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch der hat nur aufgelacht:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Eine Tote bringt ihr mir? Was soll ich tun?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lasst sie auf dem Nergasacker ruh&amp;#039;n.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater sprach: &amp;quot;Mir ist nicht nach Scherzen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
untersuche ob ein Kind sie trug, unter ihrem Herzen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Medicus untersucht die Tote nun geschwind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann sagt er: &amp;quot;Ja, sie erwartete ein Kind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In vier, fünf Monden wär`s soweit gewesen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das kann ich an dem Körper lesen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater nickt, bezahlt den Mann, und nimmt die Leich&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bringt sie zum Nergasacker dann sogleich.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch Nergas Diener schicken ihn fort:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Begrabt sie einem anderen Ort!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nerga hasst jene, die sich selbst des Lebens berauben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das weiß der Vater, durch seinen tiefen Götterglauben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es schwillt die Wut ganz tief in ihm,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er denkt: Der Joost war mit Brunihild intim,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dafür sollte er nun bezahlen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn er verursacht diese Qualen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Leich&amp;#039; der Tochter in den Armen, die Augen voller Schmerz,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
stellt er den Joost und ohne Fragen, sticht er ihm `nen Dolch ins Herz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Richter nach acht langen Wochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat den Vater freigesprochen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn, so sprach der weise Mann:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bin selber Vater und daher ich verstehen kann,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was ihn zu dieser Tat gebracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vielleicht hätt`ich&amp;#039;s ebenso gemacht?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Betrüge den Verlobten nicht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eifersucht bei einem Mann,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gar schlimme Folgen haben kann!&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der Sohn der Maar-Fiar&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sein Clan längst erloschen, seine Geschichte dieses Lied bewahr. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Maar-Fiar waren Jäger, Jäger am Meer, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihre hölzernen Kanus glitten pfeilschnell umher. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, der stolze Aiva&amp;#039;un, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der verehrte gar sehr Lunin und auch den goldenen Lun, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
War nur Lunin, nicht Lun, am Nachthimmel zu sehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so wussten die Maar-Fiar: Es ist Zeit, auf die Jagd zu gehen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er und die Gefährten schoben ihre Kanus in die Wellen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
im Wissen, das Lunin ihren Weg wird erhellen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vier saßen in den Kanus, ob Mann, ob Frau,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zwei lenkten durch die Wogen, zwei spähten hinaus ins Grau. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Netzen und Angeln machten sie reiche Beute, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vom Ausmaß ihres Fangs erzählt man sich noch heute. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Speere und Spieße waren stets messerscharf gewetzt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
damit auch Raubfisch, kein Hai ihre Netze zerfetzt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eroberer und Mörder schlichen heran in dunkler Nacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als weder Lunin noch Lun den Himmel bewacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie drangen gewaltsam ein in Takoyas Haus, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
löschten zunächst seiner Familie die Lebenslichter aus. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gefesselt und geknebelt, gezwungen zuzusehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie all die Untaten vor seinen Augen geschehen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vom Schmerz wie von Sinnen, von Wut angefacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er das Unmögliche dennoch vollbracht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er zerriss seine Fesseln, spuckte den Knebel aus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
erschlug jeden Qim‑Mas, den er fand im Haus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er war nicht zu halten, von der Rache beseelt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
seine Muskeln und Sehnen in Eisen gestählt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch als er im Haus sein Werk vollbracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
trat er hinaus in die stockdunkle Nacht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Dutzend Qim‑Mas rangen den wilden Takoya nieder,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er starb – doch sein Pan‑Teon lebt fort, davon künden die Lieder. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Maar‑Fiar, den stolzen Jägern der Meere,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gebührt auf ewig unsere stille Ehre.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein ganzer Clan, gefallen durch fremde Horden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
durch wilde Feinde, die nur brandschatzen und morden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in der alten Heimat der Maar-Fiar, das weiß jedes Kind, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weht nun an allen Orten eine fremde Flagge im Wind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Grauländer, diese Qim-Mas, wohnen nun dort, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Geister der Maar-Fiar hüten jeden Ort. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der Ring des Räubers &amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht weit von hier in einem tiefen Tal,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da wohnte eine Maid im Wald an einem Wasserfall. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie war so schön, so schön wie Milch und Blut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von ganzem Herzen war sie einem Manne gut. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du armes Kind, du dauerst meine Seele. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weil ich nur ein Räuber bin, wohn&amp;#039; in einer Höhle&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Du kannst fürwahr nicht länger bei mir sein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ich muss jetzt fort, tief in den Wald hinein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nimm diesen Ring, und sollte man dich fragen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so sag&amp;#039; ein Räuber habe ihn getragen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der dich geliebt, geliebt bei Tag und Nacht&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der so manchen um Hab und Gut gebracht&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sprach er nach vielen Monden zu ihr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nach so  vielen Tagen und Nächten mit Pläsier, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihr half kein Wehen und auch kein Klagen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie musste seinen Weggang weinend ertragen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schöne tat, was der Geliebte ihr gesagt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging zurück zu ihrem Dorf, tieftraurig verzagt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie zeigte den Leuten den güldenen Ring, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das vermaledeite wertvolle, aber gestohlene Ding. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie weinte: &amp;quot;Der Räuber, den ich geliebt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat ihn getragen bei Tag und auch bei Nacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der so  manchen um Hab und Gut gebracht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat mich geliebt, bei Tag und auch bei Nacht.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Leute im Dorf waren empört, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht die Liebe an sich hat sie gestört, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aber, dass sie einem Räuber galt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dieses man eine Sünde schalt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sprachen: &amp;quot;Geh in den Tempel, törichte Maid &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und klag den Geweihten dort dein Leid, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Ring, den spende an die Götter, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann verstummen auch die Spötter.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie kann man einen Räuber lieben, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Unglückseliges Kind, was hat dich umgetrieben?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maid weinte bitter und lange, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vor der Zukunft war ihr sehr bange. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Verlust des Liebsten hat sie schon entsetzt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
war sie nun zusätzlich Hohn und Spott ausgesetzt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie trat in einen heiligen Orden ein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um eine Dienerin für die Götter zu sein. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So lebt sie nun dorten, fleißig und fromm,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Jahre verrinnen, die Welt bleibt ihr stumm.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch manchmal im Dunkel, wenn die Kerzen vergeh’n,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
meint sie den Räuber wie im Traume zu seh’n.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann flüstert sie leise, so sanft wie der Wind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass Herzen nicht wählen, wohin sie bestimmt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und tief in ihr drinnen, verborgen und sacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
lebt weiter die Liebe bei Tag und bei Nacht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der treue Hund&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr Leute, lasset mich berichten, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von gar wundersamen Geschichten, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine tue ich Euch nun kund, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie ist zu Orstoc einst geschehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ihr Held, das war ein Hund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein reicher Bauer mit dem Namen Friedrich Klein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kehrte nach dem Marktbesuch in ein Wirtshaus ein. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er hatte Vieh verkauft, trug bei sich den Erlös, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das rochen in der Schenke zwei Räuber, bitterbös. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als nun der reiche Bauer des Nachts zu Bette ging, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
beschlossen diese Räuber zu drehen ein schlimmes Ding. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie schlichen im Gasthaus in seine Kammer hinein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und drangen mit ihren Messern bedrohlich ein auf Friedrich Klein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schon packten ihn die Schlimmen, an seiner bloßen Kehle, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da schrie mit letzten Kräften, Friedrich die Angst sich von der Seele &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das hörte im Stalle, nicht sein Knecht aber der treue Hund, .&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er riss sich von der Kette und schon er in der Kammer stund &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bevor die Mörder die Messer setzten an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er stürzt sich auf die Kerle und rettet so den Mann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ward überwältigt, die böse Mörderbrut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu Orstoc, auf dem Richtblock, da floss zum Lohn ihr Blut. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch in dem Kampf fügten sie dem treuen Tier zu eine böse Wund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und schon am nächsten Tage da starb der arme Hund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es setzt in seinem Garten, der Bauer Klein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dem treuen braven Hunde aus Marmor einen Stein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darauf stand geschrieben dieses hier: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Viel treuer als die Menschen ist oft ein Hundetier. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Die Geschichte vom Räuber Hannes&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es sagt einst ein Kind zur seiner Großmama: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wenn ich erwachsen bin, was werd ich da?  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hab wenig Lust auf Feldarbeit. Kann ich vielleicht ein Räuber sein? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Muss wenig tun, nur ein bisschen rauben. Das wär&amp;#039; einfach und sehr fein.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Alte wiegt besorgt den Kopf, streichelt sanft den Enkelsohn. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich erzähl dir &amp;#039;ne Geschichte, die beantwortet deine Frage schon.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lehnt sich zurück, dann hebt sie an und sie erzählt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Geschichte vom Räuber Hannes hat sie gewählt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch des Waldes düstre Gründe auf naturverschlungnem Pfaden  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wandelt eine Magd zum Markt nach Vellhafen mit schmerzenden Waden. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hui, da plötzlich stürmt des Banditen kühner Sohn aus dem Geheg, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
scharf bewehrt bis an die Zähne, und vertritt ihr flugs den Weg. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Seid Ihr&amp;quot;, fragt die Frau erblassend, einer dunklen Ahnung voll, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;nicht vielleicht der Räuber Hannes, der allhier grassieren soll?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ja, ich bin´s, du Unglücksel´ge, ja, ich bin´s, der sich dir zeigt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und du bist diejen´ge, welche sich nun vor mir verneigt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn mit hochwillkomm´ner Beute nahst du mir zu guter Stund!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sprachs und nahm ihr weg den Korb, durchwühlt ihn schnell bis auf den Grund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wie Schuppen von den Augen fällt´s der schlichten Magd sogleich: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ihr seid Hannes!&amp;quot;, ruft sie bleich. &amp;quot;Bin es!&amp;quot; spricht der Räuber weich. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bin´s und sage dir noch dieses: ich töte dich du dummes Weib, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bringst du mir nicht auf dem Rückweg Gold, ramm ich meinen Dolch in deinen Leib.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Magd wird blass und blässer und eilt zum Markt, sucht den Büttel Reodan, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
findet ihn, fragt ängstlich dann, ob er ihr wohl helfen kann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jener stimmt zu, sie zu begleiten, denn den Räuber will er fangen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
baumeln soll der Räuber Hannes, an dem Galgen soll er hangen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesagt, getan und aus dem Walde eilt der Hannes schnell heran, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn er sieht nur das Mägdelein und nicht den guten Reodan. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jener hat sich vorher schon gut versteckt hinter einer dicken Eich, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er springt heraus, macht sich ganz groß und packt sogleich, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann den Räuber Hannes fest am Arm und am Halse an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
damit der Bösewicht dem harten Griffe nicht entweichen kann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Schurke! Hab dich!&amp;quot; so donnert er, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Nun entkommst du mir nicht mehr!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Mit des Seilers Tochter mach ich dich bekannt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aufatmen wird das ganze Land.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Werde besser Räuber nicht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sonst landet man am Ende nur an einem Strick und baumelt dann im Wind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Drum werde artig und bleib brav, sonst kommt Reodan mein Kind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Die Vogelscheuche Martha Stroh&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vogelscheuche Martha Stroh, wurd&amp;#039; ihres Daseins nicht mehr froh.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn es war nun einmal so, ein Strohhalm piekste sie am Po.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie fand es schrecklich, musste weinen, so schlimm juckte es der Kleinen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn, auch eine Scheuche hat ein Recht auf einen - unversehrten Po, sollte man meinen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da kam ein Zwerg am Feld vorbei, hörte sogleich das Wehgeschrei.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Mach doch hier nicht so&amp;#039; n Bohei! Trink dir nen Schnaps oder auch zwei.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was kannst es denn so Schlimmes geben, dass du so greinst wie um dein Leben?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Oder trinkt den vergorenen Saft der Reben, das wird deine Stimmung heben!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Törichter Zwerg, was rätst du mir da, kleiner Mann? Fast wie der Mönch vorhin, der riet zu Baldrian.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch musst doch sehen, dass ich nichts trinken kann, schau einfach meinen Mund mal an!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zwerg guckt Martha böse an und ganz brüskiert, &amp;quot;Töricht sagst du?&amp;quot; Er holt aus und hat ihr einfach eine geschmiert,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Martha erbebt als sie die Ohrfeige kassiert und durch die Erschütterung den Pieksehalm am Po verliert!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Martha ganz gücklich, kann&amp;#039;s kaum fassen: &amp;quot;Hab Dank, mein Retter. Das pieksige Stroh hat mich verlassen!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;So lass ich mir gerne eins verpassen, wenn dann die Pieksehalme meinen Po in Frieden lassen!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zwerg schaut verdutzt auf seine Hände, sichtlich erstaunt über dieses glückliche Ende,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Gern geschehen, Vogelscheuche! Nun wach du wieder über das Gelände, Und sag jedem Vogel, dass besser er verschwände.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Die glutäugige Susanne&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es dachten sich die Eltern der glutäugigen Susanne, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Kind ist nun erwachsen bald,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wir geben sie zu einem Manne,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn sonst ist sie schon bald … zu alt.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein reicher Händler war der erste Kandidat, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er schien dem Vater eine gute Partie, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auch wenn er keine Haare auf dem Kopf mehr hat, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Mutter meint: „Den nimmt das Kind doch nie!“ &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch wurde flugs, er zum Sonntagsmahl geladen, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er erschien im feinsten Zwirn und mit schwarzem Hut, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch biss der Hund ihn in die Waden, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er roch wohl nicht besonders gut? &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Susanne lobt den Hund und füttert ihn mit Leckerbissen, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn diesen Kahlkopf will sie nicht zum Manne.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater tobt: „Hast du denn gar kein Gewissen? &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nicht die Haare machen aus, den guten Ehemanne!“ &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Susanne schmollt: „Ist mir egal, den Kahlkopf nehme ich nicht!“ &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Händler schaut erst dumm, setzt wieder auf den Hut und geht dann wortlos fort. &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater schreit: „Hat denn mein Wunsch in diesem Hause kein Gewicht? &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich stand beim Händler doch im Wort!“ &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Susanne tobt und weint und schmollt, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
umarmt den Vater stumm.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie mag nicht wenn der Vater grollt &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und hofft sie stimmt ihn um. &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Mein Vater, mein Vater ich liebe dich sehr“, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hört es der Vater in seinen Ohren hallen. &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Bitte bring mir keinen Kahlkopf mehr,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch einer mit güldnen Locken, der könnt mir gefallen.“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Papperlapapp!“ sagt der Vater geschwind,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Güldene Locken ersetzen nicht Gold und Position&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so kommst du mir nicht davon, mein Kind,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den nächsten den ich dir präsentiere, der wird mein Schwiegersohn.“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sohn des Stadtkämmerers, ein Jüngling mit goldenem Haar,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
schon lange verliebt in Susanne, die im Stadtpark er gesehen,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wurde durch Dritte die Geschichte gewahr,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und meinte sofort: „Da muss was geschehen!“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Flugs suchte er den Vater der Holden auf in seinem Kontor,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der saß hinter seinem Schreibtisch mit grimmigem Gesicht&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Jüngling trat mutig und beherzt davor,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Gebt mir Susanne zu Weibe“ verlangte er schlicht.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vater Susannchens guckt bass erstaunt,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf den blondgelockten Jüngling von gutem Stande&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil Kandidat Susannens Gnade fand, war schon übel er gelaunt,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
des Stadtkämmerer Sohn jedoch, schien ihm geeignet für Familienbande.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Diener lässt er flugs Frau und  Tochter holen,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der Jüngling freut sich, vor Aufregung das Gesicht ganz fahl, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der Vater hat Susanne dann barsch befohlen&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Dieser hier wird dein Gemahl, ich lass dir keine andre Wahl!“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Susannchen erst stumm und blass dann bass erstaunt,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
glaubt ihren Augen nicht zu trauen,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Gut, ihn nehme ich“ hat sie dann leis geraunt&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und kann nicht aufhören mit Schauen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verliebt strahlt sie den Jüngling an, sie kann es gar nicht fassen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater hochzufrieden, schaut stolz zu seiner Gattin hin,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Die Hochzeit, Weib, kannst du nun richten, dieses Mal scheint es zu passen.“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Mutter strahlt nicht minder, hat Enkelkinder schon im Sinn.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ihr, ihr lieben Leute, euch sicher schon gedacht,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil es sich nach der Geschicht&amp;#039; vermuten lässt,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die große Liebe war es, die Glut der Minne war entfacht,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
es dauerte nicht lange, da gab &amp;#039;s ein schönes Hochzeitsfest,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch die Moral von der Geschicht&amp;#039;,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die es ja immer geben muss,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die verrate ich euch noch nicht,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn für heut ist erst Mal Schluss.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein ander Mal bin ich dann da &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und singe euch, was noch geschah,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
mit der glutäugigen Susanne &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ihrem blondgelockten Manne.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bis dahin, ihr lieben Leut&amp;#039;,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
geduldet euch .. bin durch für heut&amp;#039;! &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gassen- und Handwerkslieder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesen Liedern besingt Walter das Leben der einfachen Leute: Handwerker, Händler, Hafenarbeiter und all jene, die in den Straßen und Gassen Vellhafens ihren Alltag bestreiten. Die Stücke sind oft humorvoll, manchmal rau, aber stets voller Wärme für die Menschen, die sie porträtieren. Viele davon entstanden unterwegs, zwischen Marktständen, Werkstätten und Tavernen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Das Lumpensammlerlied des Willem Willink&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Gott Pares hat mich verdammt auf Erden, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein Hader- und Lumpensammler zu werden. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin Willem Willink, ja seht mich nur an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein Lumpenkerl, ein armer, doch ehrlicher Mann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit verschossener Jacke, zerrissener Hose, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ja starrt mich ruhig an – ich bin keine Mimose. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist mir lieber, als wenn ihr verächtlich wegseht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als wär ich nur Dreck, den man mit Füßen wegfegt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Manch einer hält Nase und Maul mit dem Tuche bedeckt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil mein Duft ihn erschreckt und seine Sinne befleckt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch nach Ambra und Moschus kann ich nicht duften,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
muss für Hadern und Lumpen tagtäglich schuften.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bin kein feiner Pflastertreter mit Gold und mit Muße –&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Glück war bei anderen auf besserem Fuße.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hab des Lebens Mühsal bis zur Neige geleert,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch blieb ich stets ehrlich, hab mich nie beschwert.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Meer der Schmerzen bin ich geschwommen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf einem Lumpensack dann zu liegen gekommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun stapf ich durch Vellhafens Gassen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um eure alten Tücher und Kleider zu fassen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bringt mir ruhig ungewaschen, ungekrumpen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
eure Lappen, Fetzen, Flecken und Lumpen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Alles rein in den Sack – man macht daraus Papier:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eingeweicht, gestampft, gegautscht – harte Arbeit, kein Pläsier.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dann geschöpft, gepresst, getrocknet – ein neues Werk erschaffen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
verkauft an Schreiber, Pfeffersäcke und auch an die Pfaffen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin Willem Willink, pack Lumpen in meinen Sack,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und bin schon wieder fort – schwuppdiwupp, zackzack!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schmäh- und Spottlieder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;==&lt;br /&gt;
Hier versammelt Walter von der Salzwiese all jene Lieder, in denen er mit fröhlicher Frechheit an Kronen, Krägen und Amtsketten zupft. Ob eitler Edelmann, überhebliche Amtsperson oder eine politische Entscheidung, die mehr Schatten als Glanz wirft – niemand ist vor Walters spitzem Humor sicher. Seine Spottlieder sind weniger Anklage als Kunststück: kleine musikalische Sticheleien, die Missgeschicke, Übertreibungen und Fehltritte in heitere Reime verwandeln. Mal neckisch, mal schelmisch, mal überraschend treffend – doch immer mit einem Lächeln, das zeigt, dass selbst die Mächtigen über sich lachen dürfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Conte Schiefhals&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Hinweis: Dieses Lied ist eine antamarisierte Bearbeitung des irdischen Volksliedes „O hängt ihn auf“ aus dem 19. Jahrhundert. Die Melodie und Grundstruktur stammen aus der Vorlage, der Text wurde von mir für ein Rollenspielereignis in Vellhafen angepasst.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh hängt ihn auf! Oh hängt ihn auf! &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Oh hängt ihn auf, den Kranz voll Lorbeeren! &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dich oh Conte, dich oh Conte, dich mit deinem schiefen Hals, dich wollen wir verehren. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir treten, dich - wir treten dich, wir treten dich zu ehren, heut zusammen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wohl in den Leib, wohl in den Leib, wohl in den Leib lodern helle Flammen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du bist ein Vieh, du bist ein vie -, du bist ein vielgeliebter Conte in Vellhafen,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und auch ein Hund, und auch ein hund -, und auch einhundert Jahre sollst schaffen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh wie gemein, oh wie gemein, oh wie gemeinsam unser Herzen schlagen,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Siehst du heut aus, siehst du heut aus, siehst du heut aus den Worten , die wir sagen.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh wie es riecht, oh wie es riecht, oh wie es riecht nach deinem Ruhm im Lande. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aus deinem Mund, aus deinem Mund, aus deinem Mund, oh Conte, kam nie ein Wort der Schande. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir brechen dir, wir brechen dir, wir brechen dir zum Ruhm der Feinde Speere. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Selbst Hals und Bein, selbst Hals und Bein,  selbst Hals und Beine opfern wir zur Ehre. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh wie es glänzt, oh wie es glänzt, oh wie es glänzt in deinen goldnen Haaren, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vor Speck und Dreck, vor Speck und Dreck, vor Speck und Dreck soll man dich, oh Conte, stets bewahren. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Belbrücks&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Belbrücks sind kurze, scherzhafte Fünfzeiler, die in Antamar weit verbreitet sind. Walter sammelt sie seit seiner Jugend und dichtet selbst unzählige neue, meist über Orte, Menschen oder Begebenheiten, die ihm auf seinen Reisen begegnen. Sie folgen einer festen Reimform und werden in Tavernen gern laut mitgesprochen — oft zur großen Freude des Publikums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Heiliges Kaiserreich&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst Mädchen aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bragen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die wollt&amp;#039; was Besonderes wagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie sucht nach `nem Gatten im Kurier,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
jetzt hat sie nicht einen, sondern gleich vier,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die sich täglich übers Essen beklagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war mal ein Bauer aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ackerheim&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der machte in jeden Satz &amp;#039;nen Reim. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und als sein Haar wurde lichter, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da nannte er sich einen Dichter &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und blieb den ganzen Tag daheim. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Kind in &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kirchflecken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das wollte die Welt noch entdecken.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es konnte krabbeln, noch nich´ so gut laufen  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und purzelte prompt in jeden Misthaufen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und erschreckte wandernde Recken. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Oma aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Siebenbrück&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der bastelt der Sohn eine feine Krück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hat Oma hocherfreut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aber den Sohn hat&amp;#039;s gereut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn die Oma haute damit Leute in Stück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Junge aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Amartrutz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der nahm immer alle Gauner in Schutz, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als Mann er studierte, wurd&amp;#039; Rechtsanwalt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Gauner haben ihn nun bezahlt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und schon nannt&amp;#039; ihn keiner mehr Nichtsnutz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Kerl aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jatzlauken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der wollt nur Trompeten und Pauken, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn laute Musik, die liebte er sehr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
seinen Nachbarn machte das Leben er schwer. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie schimpfen ihn deshalb nen lauten Rabauken. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Recke aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bragen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der wollt auch was Besonderes wagen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er ging zu einem großen Turnier, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kam, sah und siegte gegen Vier, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gewann dann nen Helm mit Kragen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst der Vater vom Recken aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bragen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der wollte dem Sohn die Teilnahme versagen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bleib weg vom Turnier!&amp;quot; Wütend er droht: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Denn wenn du verlierst, dann bist ja tot!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Warum willst du dich unbedingt schlagen?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Thelessa&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gute Fürst aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Faelughaven&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
muss wie jeder in der Nacht auch schlafen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um dann sanft in den Schlaf zu gleiten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hilft dem gute Fürst beizeiten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Zählen von weißen Schafen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Orklande&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es zogen einst drei Kelten nach Westen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu suchen &amp;#039;nen Vierten, wenn möglich den Besten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie fanden ihn nah dem &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Orken-Lande&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht mittig sondern eher am Rande,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
im Eichenbaum sitzend auf Ästen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Vellhafener Städtebund&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Königreich Lothrinien&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Pferdehirt aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Belbrück&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das war ein rechter Franz im Glück, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als von der Weide eine Herde Pferde wurde geklaut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er sich gründlich umgeschaut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und brachte sie, heil und am Stück, zurück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Burgherr auf &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Burg Obquell&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der fror ganz erbärmlich, trotz Wolle und Fell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Wind hier oben schneidend und bitterkalt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von drinnen die Stimm&amp;#039; seiner Frau erschallt: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mein Liebster, an den Kamin, zack zack aber schnell.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Adelsrepublik Grauland&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Jungfer aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Surquell&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die war ganz besonders schnell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Da kam ein Jüngling aus Untermoor, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der setzte ihr nen Floh ins Ohr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und zog sie nieder auf sein Schafsfell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Dûn-Reich&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Hund in &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tsakmur&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der ging allen auf die Hutschnur. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weil er bellte und jaulte, immer und stets, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging er den Leuten dort schwer auf den Keks. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die schickten den Jauler in die Wüste zur Kur.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Aivarunenlande&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Aivarune aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Qara Qorum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der fummelte sich immer am Ohr rum. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Seine Frau machte das Gefummel nervös, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
schrie ihn an und wurde ganz bös. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er hörte nicht auf, das war ganz dumm. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Xetoka&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Dame aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Liwa&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die war eine rechte Diva, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
trug nur seidene Kleider und Hüte, pompöse, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Verrückt, ja aber sie war keine Böse. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn das war was, was sie nie war. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Inoda&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Knabe aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Horami&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aß für sein Leben gerne Salami,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ob morgens, abends, zu jeder Zeit,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
für Salami war er immer bereit,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und verschlang sie rasant wie&amp;#039;n Tsunami.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tica</name></author>
		
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		<id>https://wiki.antamar.eu/index.php?title=Liedgut_des_Barden_Walter_von_der_Salzwiese&amp;diff=126543</id>
		<title>Liedgut des Barden Walter von der Salzwiese</title>
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		<updated>2026-02-18T09:16:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tica: /* Schmäh- und Spottlieder */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Walter von der Salzwiese – Barde aus Vellhafen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walter von der Salzwiese gilt als einer der hoffnungsvollsten jungen Spielleute Vellhafens. Mit seinen gerade einmal erwachsenen Jahren hat er sich bereits einen Ruf erarbeitet, der manch älteren Barden neidisch werden lässt. Freundlich im Wesen, mit einer klaren, warmen Stimme und einem Talent, das Zuhörer mühelos in seinen Bann zieht, ist er in Schenken, auf Märkten und bei Festen gern gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein erstes Werk, „Das Lied von Brunihild“, verbreitete sich rasch über die Grenzen Vellhafens hinaus und wurde zu einem antamarweit bekannten Gassenhauer. Schon als Junge schickte Walter seine Verse und Melodien an den Vellhafener Kurier und erhielt dort früh Anerkennung für seine Dicht- und Vortragskunst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Herkunft und Familie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walter stammt aus Ismar, wo sein Vater Hein von der Salzwiese einen erfolgreichen Hof bewirtschaftet. Die Schafe der Familie grasen auf den salzhaltigen Wiesen Ismars, was dem Fleisch der berühmten Salzlämmer einen besonderen Geschmack verleiht. Wohlstand und Fleiß prägen Walters Herkunft, und es mangelte der Familie nie an etwas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein künstlerisches Talent verdankt Walter vor allem seiner Mutter Irina, die einst als Bardin unter dem Beinamen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;„Die Lerche aus Ismar“&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bekannt war. Sie tritt heute nicht mehr öffentlich auf, doch ihre Stimme und ihr Gespür für Melodie leben in ihrem Sohn weiter. Walters Brüder hingegen blieben der Landwirtschaft treu und führen den elterlichen Hof fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hinweis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die hier aufgeführten Lieder und Verse stammen — mit wenigen Ausnahmen (die aber immer extra gekennzeichnet sind)  — aus meiner eigener Feder.&lt;br /&gt;
Der Barde Walter von der Salzwiese wird im Spiel von mir verkörpert. Tica&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Balladen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
Walters Balladen erzählen von Liebe, Schicksal, Heldentum und den stillen Tragödien des Alltags. Sie sind länger gefasste Erzählgedichte, die oft auf wahren Begebenheiten beruhen oder von alten Sagen inspiriert wurden. Mit klarer Stimme und feinem Gespür für Stimmung trägt Walter sie auf Märkten, in Schenken und bei Festen vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Das Lied von Brunihild&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
War einst ein kleines Schneiderlein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das konnt schneidern, mit Stichlein fein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und dieses kleine Schneiderlein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging Nächtens in den Wald hinein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dort traf er sich mit Brunihild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die beiden trieben es dort wild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf einer Lichtung unerlaubt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er die Unschuld ihr geraubt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bruni aber war dem Joost versprochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der, der hatt&amp;#039; bald Lunt&amp;#039; gerochen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es kam, wie es dann kommen musste:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Joost, der ahnte, wenn auch nicht wusste,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass Brunihild ihn dreist belogen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und wahrscheinlich auch betrogen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er will es wissen, noch genauer,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und legt sich Nächtens auf die Lauer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Genau vor Brunihildes Elternhaus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und richtig, kaum war&amp;#039;s dunkel, trat sie hinaus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grimmig sieht Joost wie seine Braut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die selbst des Nachts sehr schön ausschaut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sich im Walde mit einem Schneider trifft,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihn gar küsst und herzt, das blonde Gift.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es schmerzt ihn sehr, er leidet Pein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie er so sieht sein Brunilein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Hals ihm schwillt und er sieht rot,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
stürmt auf die Lichtung: Schneider tot!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es heult und schreit die Braut vom Joost:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du Mörder! Bist du noch bei Trost?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch Joost, der schaut sie lange an,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kalt und böse sagt er dann:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du nahmst meinen Ring, warst mir versprochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bist mit dem Schneider hier ins Laub gekrochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hast ihn geküsst, geherzet sehr&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weißt du, dich will ich gar nicht mehr!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brunihilde, die war fassungslos,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
drehte sich um und rannte los.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach Hause will ich, denkt die Maid&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und rafft dann flugs das lange Kleid,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und sie rennet schnell und schneller,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zuhaus geht`s zunächst mal in den Keller.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wäscht aus das Kleid, besudelt von des Schneiders Blut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
lauscht nach oben, ob der Joost ihr womöglich folgen tut.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Joost jedoch, der will nur die Verlobung lösen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gleichgültig ihm ist, ob im Guten oder Bösen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Egal, ob sie ihn anzeigt, dieses Weib&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hauptsache sie bleibt ihm nun vom Leib.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am Elternhaus der Brunihild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ruft er laut und fuchtelt wild,:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich möchte meinen Ring zurück,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von diesem ungetreuen Stück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es wird keine Hochzeit geben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so eine heirat´ ich nie im Leben.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vater und Mutter sind bass erstaunt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was der Joost da ausposaunt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie befragen dann ihr Kind und schau&amp;#039;n es ratlos an:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sag uns Brunihild, was hast du nur getan,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass der Joost dich untreu schilt?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Setz uns bitte mal ins Bild.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Maid, die schweigt, nimmt kreidebleich&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Ring vom Finger dann sogleich.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vater gibt den Schmuck zurück,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf das er andere Hände schmück&amp;#039;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Joost läuft nun geschwind davon,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und dann brüllt der Vater schon:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was sollen denn die Leute denken?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Musstest du den Joost so kränken?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kind was hast du bloß gemacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
in dieser unglückseligen Nacht?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch Brunihild, die Ungetreue,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sagt kein Wort, schweigt nun auf Neue.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Mutter redet auf sie ein:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sag mir den Grund, Brunhildilein!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch auch der Mutter bleibt sie eine Antwort schuldig,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
diese schäumt vor Wut, fragt ungeduldig:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was sollen wir den Leuten sagen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wenn nach der Hochzeit sie uns fragen?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maid schweigt weiter, geht auf ihr Zimmer,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Lage, die wird schlimm und schlimmer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn Brunihilde weiß, dass sie ein Kindlein trägt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
in knapp fünf Monden es in der Wiege quäkt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Schande&amp;quot; denkt sie, &amp;quot;Welch ein Graus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie komme ich aus der Sache raus?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich geh ins Wasser!&amp;quot; ihr Entschluss,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sprach&amp;#039;s und ging geschwind zum Fluss.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am nächsten Tag hat der Vater sie gefunden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie aus dem Wasser raus gewunden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu einem Medicus verbracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch der hat nur aufgelacht:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Eine Tote bringt ihr mir? Was soll ich tun?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lasst sie auf dem Nergasacker ruh&amp;#039;n.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater sprach: &amp;quot;Mir ist nicht nach Scherzen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
untersuche ob ein Kind sie trug, unter ihrem Herzen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Medicus untersucht die Tote nun geschwind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann sagt er: &amp;quot;Ja, sie erwartete ein Kind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In vier, fünf Monden wär`s soweit gewesen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das kann ich an dem Körper lesen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater nickt, bezahlt den Mann, und nimmt die Leich&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bringt sie zum Nergasacker dann sogleich.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch Nergas Diener schicken ihn fort:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Begrabt sie einem anderen Ort!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nerga hasst jene, die sich selbst des Lebens berauben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das weiß der Vater, durch seinen tiefen Götterglauben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es schwillt die Wut ganz tief in ihm,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er denkt: Der Joost war mit Brunihild intim,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dafür sollte er nun bezahlen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn er verursacht diese Qualen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Leich&amp;#039; der Tochter in den Armen, die Augen voller Schmerz,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
stellt er den Joost und ohne Fragen, sticht er ihm `nen Dolch ins Herz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Richter nach acht langen Wochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat den Vater freigesprochen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn, so sprach der weise Mann:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bin selber Vater und daher ich verstehen kann,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was ihn zu dieser Tat gebracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vielleicht hätt`ich&amp;#039;s ebenso gemacht?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Betrüge den Verlobten nicht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eifersucht bei einem Mann,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gar schlimme Folgen haben kann!&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der Sohn der Maar-Fiar&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sein Clan längst erloschen, seine Geschichte dieses Lied bewahr. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Maar-Fiar waren Jäger, Jäger am Meer, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihre hölzernen Kanus glitten pfeilschnell umher. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, der stolze Aiva&amp;#039;un, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der verehrte gar sehr Lunin und auch den goldenen Lun, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
War nur Lunin, nicht Lun, am Nachthimmel zu sehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so wussten die Maar-Fiar: Es ist Zeit, auf die Jagd zu gehen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er und die Gefährten schoben ihre Kanus in die Wellen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
im Wissen, das Lunin ihren Weg wird erhellen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vier saßen in den Kanus, ob Mann, ob Frau,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zwei lenkten durch die Wogen, zwei spähten hinaus ins Grau. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Netzen und Angeln machten sie reiche Beute, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vom Ausmaß ihres Fangs erzählt man sich noch heute. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Speere und Spieße waren stets messerscharf gewetzt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
damit auch Raubfisch, kein Hai ihre Netze zerfetzt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eroberer und Mörder schlichen heran in dunkler Nacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als weder Lunin noch Lun den Himmel bewacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie drangen gewaltsam ein in Takoyas Haus, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
löschten zunächst seiner Familie die Lebenslichter aus. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gefesselt und geknebelt, gezwungen zuzusehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie all die Untaten vor seinen Augen geschehen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vom Schmerz wie von Sinnen, von Wut angefacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er das Unmögliche dennoch vollbracht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er zerriss seine Fesseln, spuckte den Knebel aus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
erschlug jeden Qim‑Mas, den er fand im Haus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er war nicht zu halten, von der Rache beseelt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
seine Muskeln und Sehnen in Eisen gestählt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch als er im Haus sein Werk vollbracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
trat er hinaus in die stockdunkle Nacht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Dutzend Qim‑Mas rangen den wilden Takoya nieder,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er starb – doch sein Pan‑Teon lebt fort, davon künden die Lieder. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Maar‑Fiar, den stolzen Jägern der Meere,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gebührt auf ewig unsere stille Ehre.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein ganzer Clan, gefallen durch fremde Horden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
durch wilde Feinde, die nur brandschatzen und morden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in der alten Heimat der Maar-Fiar, das weiß jedes Kind, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weht nun an allen Orten eine fremde Flagge im Wind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Grauländer, diese Qim-Mas, wohnen nun dort, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Geister der Maar-Fiar hüten jeden Ort. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der Ring des Räubers &amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht weit von hier in einem tiefen Tal,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da wohnte eine Maid im Wald an einem Wasserfall. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie war so schön, so schön wie Milch und Blut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von ganzem Herzen war sie einem Manne gut. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du armes Kind, du dauerst meine Seele. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weil ich nur ein Räuber bin, wohn&amp;#039; in einer Höhle&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Du kannst fürwahr nicht länger bei mir sein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ich muss jetzt fort, tief in den Wald hinein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nimm diesen Ring, und sollte man dich fragen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so sag&amp;#039; ein Räuber habe ihn getragen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der dich geliebt, geliebt bei Tag und Nacht&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der so manchen um Hab und Gut gebracht&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sprach er nach vielen Monden zu ihr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nach so  vielen Tagen und Nächten mit Pläsier, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihr half kein Wehen und auch kein Klagen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie musste seinen Weggang weinend ertragen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schöne tat, was der Geliebte ihr gesagt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging zurück zu ihrem Dorf, tieftraurig verzagt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie zeigte den Leuten den güldenen Ring, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das vermaledeite wertvolle, aber gestohlene Ding. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie weinte: &amp;quot;Der Räuber, den ich geliebt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat ihn getragen bei Tag und auch bei Nacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der so  manchen um Hab und Gut gebracht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat mich geliebt, bei Tag und auch bei Nacht.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Leute im Dorf waren empört, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht die Liebe an sich hat sie gestört, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aber, dass sie einem Räuber galt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dieses man eine Sünde schalt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sprachen: &amp;quot;Geh in den Tempel, törichte Maid &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und klag den Geweihten dort dein Leid, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Ring, den spende an die Götter, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann verstummen auch die Spötter.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie kann man einen Räuber lieben, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Unglückseliges Kind, was hat dich umgetrieben?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maid weinte bitter und lange, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vor der Zukunft war ihr sehr bange. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Verlust des Liebsten hat sie schon entsetzt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
war sie nun zusätzlich Hohn und Spott ausgesetzt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie trat in einen heiligen Orden ein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um eine Dienerin für die Götter zu sein. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So lebt sie nun dorten, fleißig und fromm,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Jahre verrinnen, die Welt bleibt ihr stumm.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch manchmal im Dunkel, wenn die Kerzen vergeh’n,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
meint sie den Räuber wie im Traume zu seh’n.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann flüstert sie leise, so sanft wie der Wind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass Herzen nicht wählen, wohin sie bestimmt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und tief in ihr drinnen, verborgen und sacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
lebt weiter die Liebe bei Tag und bei Nacht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der treue Hund&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr Leute, lasset mich berichten, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von gar wundersamen Geschichten, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine tue ich Euch nun kund, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie ist zu Orstoc einst geschehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ihr Held, das war ein Hund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein reicher Bauer mit dem Namen Friedrich Klein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kehrte nach dem Marktbesuch in ein Wirtshaus ein. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er hatte Vieh verkauft, trug bei sich den Erlös, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das rochen in der Schenke zwei Räuber, bitterbös. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als nun der reiche Bauer des Nachts zu Bette ging, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
beschlossen diese Räuber zu drehen ein schlimmes Ding. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie schlichen im Gasthaus in seine Kammer hinein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und drangen mit ihren Messern bedrohlich ein auf Friedrich Klein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schon packten ihn die Schlimmen, an seiner bloßen Kehle, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da schrie mit letzten Kräften, Friedrich die Angst sich von der Seele &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das hörte im Stalle, nicht sein Knecht aber der treue Hund, .&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er riss sich von der Kette und schon er in der Kammer stund &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bevor die Mörder die Messer setzten an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er stürzt sich auf die Kerle und rettet so den Mann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ward überwältigt, die böse Mörderbrut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu Orstoc, auf dem Richtblock, da floss zum Lohn ihr Blut. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch in dem Kampf fügten sie dem treuen Tier zu eine böse Wund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und schon am nächsten Tage da starb der arme Hund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es setzt in seinem Garten, der Bauer Klein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dem treuen braven Hunde aus Marmor einen Stein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darauf stand geschrieben dieses hier: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Viel treuer als die Menschen ist oft ein Hundetier. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Die Geschichte vom Räuber Hannes&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es sagt einst ein Kind zur seiner Großmama: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wenn ich erwachsen bin, was werd ich da?  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hab wenig Lust auf Feldarbeit. Kann ich vielleicht ein Räuber sein? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Muss wenig tun, nur ein bisschen rauben. Das wär&amp;#039; einfach und sehr fein.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Alte wiegt besorgt den Kopf, streichelt sanft den Enkelsohn. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich erzähl dir &amp;#039;ne Geschichte, die beantwortet deine Frage schon.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lehnt sich zurück, dann hebt sie an und sie erzählt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Geschichte vom Räuber Hannes hat sie gewählt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch des Waldes düstre Gründe auf naturverschlungnem Pfaden  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wandelt eine Magd zum Markt nach Vellhafen mit schmerzenden Waden. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hui, da plötzlich stürmt des Banditen kühner Sohn aus dem Geheg, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
scharf bewehrt bis an die Zähne, und vertritt ihr flugs den Weg. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Seid Ihr&amp;quot;, fragt die Frau erblassend, einer dunklen Ahnung voll, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;nicht vielleicht der Räuber Hannes, der allhier grassieren soll?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ja, ich bin´s, du Unglücksel´ge, ja, ich bin´s, der sich dir zeigt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und du bist diejen´ge, welche sich nun vor mir verneigt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn mit hochwillkomm´ner Beute nahst du mir zu guter Stund!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sprachs und nahm ihr weg den Korb, durchwühlt ihn schnell bis auf den Grund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wie Schuppen von den Augen fällt´s der schlichten Magd sogleich: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ihr seid Hannes!&amp;quot;, ruft sie bleich. &amp;quot;Bin es!&amp;quot; spricht der Räuber weich. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bin´s und sage dir noch dieses: ich töte dich du dummes Weib, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bringst du mir nicht auf dem Rückweg Gold, ramm ich meinen Dolch in deinen Leib.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Magd wird blass und blässer und eilt zum Markt, sucht den Büttel Reodan, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
findet ihn, fragt ängstlich dann, ob er ihr wohl helfen kann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jener stimmt zu, sie zu begleiten, denn den Räuber will er fangen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
baumeln soll der Räuber Hannes, an dem Galgen soll er hangen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesagt, getan und aus dem Walde eilt der Hannes schnell heran, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn er sieht nur das Mägdelein und nicht den guten Reodan. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jener hat sich vorher schon gut versteckt hinter einer dicken Eich, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er springt heraus, macht sich ganz groß und packt sogleich, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann den Räuber Hannes fest am Arm und am Halse an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
damit der Bösewicht dem harten Griffe nicht entweichen kann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Schurke! Hab dich!&amp;quot; so donnert er, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Nun entkommst du mir nicht mehr!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Mit des Seilers Tochter mach ich dich bekannt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aufatmen wird das ganze Land.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Werde besser Räuber nicht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sonst landet man am Ende nur an einem Strick und baumelt dann im Wind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Drum werde artig und bleib brav, sonst kommt Reodan mein Kind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Die Vogelscheuche Martha Stroh&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vogelscheuche Martha Stroh, wurd&amp;#039; ihres Daseins nicht mehr froh.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn es war nun einmal so, ein Strohhalm piekste sie am Po.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie fand es schrecklich, musste weinen, so schlimm juckte es der Kleinen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn, auch eine Scheuche hat ein Recht auf einen - unversehrten Po, sollte man meinen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da kam ein Zwerg am Feld vorbei, hörte sogleich das Wehgeschrei.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Mach doch hier nicht so&amp;#039; n Bohei! Trink dir nen Schnaps oder auch zwei.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was kannst es denn so Schlimmes geben, dass du so greinst wie um dein Leben?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Oder trinkt den vergorenen Saft der Reben, das wird deine Stimmung heben!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Törichter Zwerg, was rätst du mir da, kleiner Mann? Fast wie der Mönch vorhin, der riet zu Baldrian.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch musst doch sehen, dass ich nichts trinken kann, schau einfach meinen Mund mal an!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zwerg guckt Martha böse an und ganz brüskiert, &amp;quot;Töricht sagst du?&amp;quot; Er holt aus und hat ihr einfach eine geschmiert,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Martha erbebt als sie die Ohrfeige kassiert und durch die Erschütterung den Pieksehalm am Po verliert!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Martha ganz gücklich, kann&amp;#039;s kaum fassen: &amp;quot;Hab Dank, mein Retter. Das pieksige Stroh hat mich verlassen!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;So lass ich mir gerne eins verpassen, wenn dann die Pieksehalme meinen Po in Frieden lassen!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zwerg schaut verdutzt auf seine Hände, sichtlich erstaunt über dieses glückliche Ende,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Gern geschehen, Vogelscheuche! Nun wach du wieder über das Gelände, Und sag jedem Vogel, dass besser er verschwände.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Die glutäugige Susanne&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es dachten sich die Eltern der glutäugigen Susanne, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Kind ist nun erwachsen bald,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wir geben sie zu einem Manne,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn sonst ist sie schon bald … zu alt.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein reicher Händler war der erste Kandidat, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er schien dem Vater eine gute Partie, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auch wenn er keine Haare auf dem Kopf mehr hat, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Mutter meint: „Den nimmt das Kind doch nie!“ &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch wurde flugs, er zum Sonntagsmahl geladen, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er erschien im feinsten Zwirn und mit schwarzem Hut, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch biss der Hund ihn in die Waden, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er roch wohl nicht besonders gut? &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Susanne lobt den Hund und füttert ihn mit Leckerbissen, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn diesen Kahlkopf will sie nicht zum Manne.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater tobt: „Hast du denn gar kein Gewissen? &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nicht die Haare machen aus, den guten Ehemanne!“ &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Susanne schmollt: „Ist mir egal, den Kahlkopf nehme ich nicht!“ &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Händler schaut erst dumm, setzt wieder auf den Hut und geht dann wortlos fort. &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater schreit: „Hat denn mein Wunsch in diesem Hause kein Gewicht? &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich stand beim Händler doch im Wort!“ &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Susanne tobt und weint und schmollt, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
umarmt den Vater stumm.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie mag nicht wenn der Vater grollt &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und hofft sie stimmt ihn um. &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Mein Vater, mein Vater ich liebe dich sehr“, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hört es der Vater in seinen Ohren hallen. &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Bitte bring mir keinen Kahlkopf mehr,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch einer mit güldnen Locken, der könnt mir gefallen.“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Papperlapapp!“ sagt der Vater geschwind,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Güldene Locken ersetzen nicht Gold und Position&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so kommst du mir nicht davon, mein Kind,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den nächsten den ich dir präsentiere, der wird mein Schwiegersohn.“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sohn des Stadtkämmerers, ein Jüngling mit goldenem Haar,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
schon lange verliebt in Susanne, die im Stadtpark er gesehen,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wurde durch Dritte die Geschichte gewahr,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und meinte sofort: „Da muss was geschehen!“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Flugs suchte er den Vater der Holden auf in seinem Kontor,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der saß hinter seinem Schreibtisch mit grimmigem Gesicht&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Jüngling trat mutig und beherzt davor,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Gebt mir Susanne zu Weibe“ verlangte er schlicht.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vater Susannchens guckt bass erstaunt,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf den blondgelockten Jüngling von gutem Stande&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil Kandidat Susannens Gnade fand, war schon übel er gelaunt,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
des Stadtkämmerer Sohn jedoch, schien ihm geeignet für Familienbande.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Diener lässt er flugs Frau und  Tochter holen,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der Jüngling freut sich, vor Aufregung das Gesicht ganz fahl, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der Vater hat Susanne dann barsch befohlen&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Dieser hier wird dein Gemahl, ich lass dir keine andre Wahl!“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Susannchen erst stumm und blass dann bass erstaunt,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
glaubt ihren Augen nicht zu trauen,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Gut, ihn nehme ich“ hat sie dann leis geraunt&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und kann nicht aufhören mit Schauen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verliebt strahlt sie den Jüngling an, sie kann es gar nicht fassen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater hochzufrieden, schaut stolz zu seiner Gattin hin,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Die Hochzeit, Weib, kannst du nun richten, dieses Mal scheint es zu passen.“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Mutter strahlt nicht minder, hat Enkelkinder schon im Sinn.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ihr, ihr lieben Leute, euch sicher schon gedacht,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil es sich nach der Geschicht&amp;#039; vermuten lässt,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die große Liebe war es, die Glut der Minne war entfacht,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
es dauerte nicht lange, da gab &amp;#039;s ein schönes Hochzeitsfest,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch die Moral von der Geschicht&amp;#039;,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die es ja immer geben muss,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die verrate ich euch noch nicht,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn für heut ist erst Mal Schluss.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein ander Mal bin ich dann da &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und singe euch, was noch geschah,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
mit der glutäugigen Susanne &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ihrem blondgelockten Manne.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bis dahin, ihr lieben Leut&amp;#039;,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
geduldet euch .. bin durch für heut&amp;#039;! &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gassen- und Handwerkslieder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesen Liedern besingt Walter das Leben der einfachen Leute: Handwerker, Händler, Hafenarbeiter und all jene, die in den Straßen und Gassen Vellhafens ihren Alltag bestreiten. Die Stücke sind oft humorvoll, manchmal rau, aber stets voller Wärme für die Menschen, die sie porträtieren. Viele davon entstanden unterwegs, zwischen Marktständen, Werkstätten und Tavernen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Das Lumpensammlerlied des Willem Willink&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Gott Pares hat mich verdammt auf Erden, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein Hader- und Lumpensammler zu werden. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin Willem Willink, ja seht mich nur an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein Lumpenkerl, ein armer, doch ehrlicher Mann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit verschossener Jacke, zerrissener Hose, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ja starrt mich ruhig an – ich bin keine Mimose. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist mir lieber, als wenn ihr verächtlich wegseht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als wär ich nur Dreck, den man mit Füßen wegfegt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Manch einer hält Nase und Maul mit dem Tuche bedeckt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil mein Duft ihn erschreckt und seine Sinne befleckt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch nach Ambra und Moschus kann ich nicht duften,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
muss für Hadern und Lumpen tagtäglich schuften.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bin kein feiner Pflastertreter mit Gold und mit Muße –&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Glück war bei anderen auf besserem Fuße.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hab des Lebens Mühsal bis zur Neige geleert,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch blieb ich stets ehrlich, hab mich nie beschwert.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Meer der Schmerzen bin ich geschwommen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf einem Lumpensack dann zu liegen gekommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun stapf ich durch Vellhafens Gassen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um eure alten Tücher und Kleider zu fassen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bringt mir ruhig ungewaschen, ungekrumpen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
eure Lappen, Fetzen, Flecken und Lumpen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Alles rein in den Sack – man macht daraus Papier:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eingeweicht, gestampft, gegautscht – harte Arbeit, kein Pläsier.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dann geschöpft, gepresst, getrocknet – ein neues Werk erschaffen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
verkauft an Schreiber, Pfeffersäcke und auch an die Pfaffen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin Willem Willink, pack Lumpen in meinen Sack,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und bin schon wieder fort – schwuppdiwupp, zackzack!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schmäh- und Spottlieder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;==&lt;br /&gt;
Hier versammelt Walter von der Salzwiese all jene Lieder, in denen er mit fröhlicher Frechheit an Kronen, Krägen und Amtsketten zupft. Ob eitler Edelmann, überhebliche Amtsperson oder eine politische Entscheidung, die mehr Schatten als Glanz wirft – niemand ist vor Walters spitzem Humor sicher. Seine Spottlieder sind weniger Anklage als Kunststück: kleine musikalische Sticheleien, die Missgeschicke, Übertreibungen und Fehltritte in heitere Reime verwandeln. Mal neckisch, mal schelmisch, mal überraschend treffend – doch immer mit einem Lächeln, das zeigt, dass selbst die Mächtigen über sich lachen dürfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Conte Schiefhals&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Hinweis: Dieses Lied ist eine antamarisierte Bearbeitung des irdischen Volksliedes „O hängt ihn auf“ aus dem 19. Jahrhundert. Die Melodie und Grundstruktur stammen aus der Vorlage, der Text wurde von mir für ein Rollenspielereignis in Vellhafen angepasst.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh hängt ihn auf! Oh hängt ihn auf! &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Oh hängt ihn auf, den Kranz voll Lorbeeren! &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dich oh Conte, dich oh Conte, dich mit deinem schiefen Hals, dich wollen wir verehren. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir treten, dich - wir treten dich, wir treten dich zu ehren, heut zusammen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wohl in den Leib, wohl in den Leib, wohl in den Leib lodern helle Flammen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du bist ein Vieh, du bist ein vie -, du bist ein vielgeliebter Conte in Vellhafen,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und auch ein Hund, und auch ein hund -, und auch einhundert Jahre sollst schaffen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh wie gemein, oh wie gemein, oh wie gemeinsam unser Herzen schlagen,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Siehst du heut aus, siehst du heut aus, siehst du heut aus den Worten , die wir sagen.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh wie es riecht, oh wie es riecht, oh wie es riecht nach deinem Ruhm im Lande. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aus deinem Mund, aus deinem Mund, aus deinem Mund, oh Conte, kam nie ein Wort der Schande. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir brechen dir, wir brechen dir, wir brechen dir zum Ruhm der Feinde Speere. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Selbst Hals und Bein, selbst Hals und Bein,  selbst Hals und Beine opfern wir zur Ehre. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh wie es glänzt, oh wie es glänzt, oh wie es glänzt in deinen goldnen Haaren, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vor Speck und Dreck, vor Speck und Dreck, vor Speck und Dreck soll man dich, oh Conte, stets bewahren. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Belbrücks&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Belbrücks sind kurze, scherzhafte Fünfzeiler, die in Antamar weit verbreitet sind. Walter sammelt sie seit seiner Jugend und dichtet selbst unzählige neue, meist über Orte, Menschen oder Begebenheiten, die ihm auf seinen Reisen begegnen. Sie folgen einer festen Reimform und werden in Tavernen gern laut mitgesprochen — oft zur großen Freude des Publikums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Heiliges Kaiserreich&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst Mädchen aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bragen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die wollt&amp;#039; was Besonderes wagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie sucht nach `nem Gatten im Kurier,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
jetzt hat sie nicht einen, sondern gleich vier,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die sich täglich übers Essen beklagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war mal ein Bauer aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ackerheim&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der machte in jeden Satz &amp;#039;nen Reim. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und als sein Haar wurde lichter, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da nannte er sich einen Dichter &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und blieb den ganzen Tag daheim. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Kind in &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kirchflecken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das wollte die Welt noch entdecken.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es konnte krabbeln, noch nich´ so gut laufen  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und purzelte prompt in jeden Misthaufen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und erschreckte wandernde Recken. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Oma aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Siebenbrück&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der bastelt der Sohn eine feine Krück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hat Oma hocherfreut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aber den Sohn hat&amp;#039;s gereut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn die Oma haute damit Leute in Stück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Junge aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Amartrutz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der nahm immer alle Gauner in Schutz, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als Mann er studierte, wurd&amp;#039; Rechtsanwalt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Gauner haben ihn nun bezahlt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und schon nannt&amp;#039; ihn keiner mehr Nichtsnutz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Kerl aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jatzlauken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der wollt nur Trompeten und Pauken, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn laute Musik, die liebte er sehr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
seinen Nachbarn machte das Leben er schwer. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie schimpfen ihn deshalb nen lauten Rabauken. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Recke aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bragen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der wollt auch was Besonderes wagen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er ging zu einem großen Turnier, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kam, sah und siegte gegen Vier, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gewann dann nen Helm mit Kragen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst der Vater vom Recken aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bragen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der wollte dem Sohn die Teilnahme versagen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bleib weg vom Turnier!&amp;quot; Wütend er droht: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Denn wenn du verlierst, dann bist ja tot!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Warum willst du dich unbedingt schlagen?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Thelessa&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gute Fürst aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Faelughaven&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
muss wie jeder in der Nacht auch schlafen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um dann sanft in den Schlaf zu gleiten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hilft dem gute Fürst beizeiten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Zählen von weißen Schafen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Orklande&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es zogen einst drei Kelten nach Westen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu suchen &amp;#039;nen Vierten, wenn möglich den Besten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie fanden ihn nah dem &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Orken-Lande&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht mittig sondern eher am Rande,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
im Eichenbaum sitzend auf Ästen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Vellhafener Städtebund&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Königreich Lothrinien&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Pferdehirt aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Belbrück&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das war ein rechter Franz im Glück, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als von der Weide eine Herde Pferde wurde geklaut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er sich gründlich umgeschaut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und brachte sie, heil und am Stück, zurück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Burgherr auf &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Burg Obquell&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der fror ganz erbärmlich, trotz Wolle und Fell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Wind hier oben schneidend und bitterkalt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von drinnen die Stimm&amp;#039; seiner Frau erschallt: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mein Liebster, an den Kamin, zack zack aber schnell.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Adelsrepublik Grauland&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Jungfer aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Surquell&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die war ganz besonders schnell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Da kam ein Jüngling aus Untermoor, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der setzte ihr nen Floh ins Ohr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und zog sie nieder auf sein Schafsfell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Dûn-Reich&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Hund in &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tsakmur&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der ging allen auf die Hutschnur. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weil er bellte und jaulte, immer und stets, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging er den Leuten dort schwer auf den Keks. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die schickten den Jauler in die Wüste zur Kur.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Aivarunenlande&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Aivarune aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Qara Qorum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der fummelte sich immer am Ohr rum. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Seine Frau machte das Gefummel nervös, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
schrie ihn an und wurde ganz bös. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er hörte nicht auf, das war ganz dumm. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Xetoka&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Dame aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Liwa&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die war eine rechte Diva, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
trug nur seidene Kleider und Hüte, pompöse, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Verrückt, ja aber sie war keine Böse. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn das war was, was sie nie war. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Inoda&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Knabe aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Horami&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aß für sein Leben gerne Salami,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ob morgens, abends, zu jeder Zeit,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
für Salami war er immer bereit,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und verschlang sie rasant wie&amp;#039;n Tsunami.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tica</name></author>
		
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		<title>Liedgut des Barden Walter von der Salzwiese</title>
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		<updated>2026-02-18T09:15:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tica: /* Schmäh- und Spottlieder */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Walter von der Salzwiese – Barde aus Vellhafen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walter von der Salzwiese gilt als einer der hoffnungsvollsten jungen Spielleute Vellhafens. Mit seinen gerade einmal erwachsenen Jahren hat er sich bereits einen Ruf erarbeitet, der manch älteren Barden neidisch werden lässt. Freundlich im Wesen, mit einer klaren, warmen Stimme und einem Talent, das Zuhörer mühelos in seinen Bann zieht, ist er in Schenken, auf Märkten und bei Festen gern gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein erstes Werk, „Das Lied von Brunihild“, verbreitete sich rasch über die Grenzen Vellhafens hinaus und wurde zu einem antamarweit bekannten Gassenhauer. Schon als Junge schickte Walter seine Verse und Melodien an den Vellhafener Kurier und erhielt dort früh Anerkennung für seine Dicht- und Vortragskunst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Herkunft und Familie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walter stammt aus Ismar, wo sein Vater Hein von der Salzwiese einen erfolgreichen Hof bewirtschaftet. Die Schafe der Familie grasen auf den salzhaltigen Wiesen Ismars, was dem Fleisch der berühmten Salzlämmer einen besonderen Geschmack verleiht. Wohlstand und Fleiß prägen Walters Herkunft, und es mangelte der Familie nie an etwas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein künstlerisches Talent verdankt Walter vor allem seiner Mutter Irina, die einst als Bardin unter dem Beinamen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;„Die Lerche aus Ismar“&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bekannt war. Sie tritt heute nicht mehr öffentlich auf, doch ihre Stimme und ihr Gespür für Melodie leben in ihrem Sohn weiter. Walters Brüder hingegen blieben der Landwirtschaft treu und führen den elterlichen Hof fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hinweis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die hier aufgeführten Lieder und Verse stammen — mit wenigen Ausnahmen (die aber immer extra gekennzeichnet sind)  — aus meiner eigener Feder.&lt;br /&gt;
Der Barde Walter von der Salzwiese wird im Spiel von mir verkörpert. Tica&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Balladen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
Walters Balladen erzählen von Liebe, Schicksal, Heldentum und den stillen Tragödien des Alltags. Sie sind länger gefasste Erzählgedichte, die oft auf wahren Begebenheiten beruhen oder von alten Sagen inspiriert wurden. Mit klarer Stimme und feinem Gespür für Stimmung trägt Walter sie auf Märkten, in Schenken und bei Festen vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Das Lied von Brunihild&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
War einst ein kleines Schneiderlein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das konnt schneidern, mit Stichlein fein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und dieses kleine Schneiderlein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging Nächtens in den Wald hinein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dort traf er sich mit Brunihild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die beiden trieben es dort wild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf einer Lichtung unerlaubt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er die Unschuld ihr geraubt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bruni aber war dem Joost versprochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der, der hatt&amp;#039; bald Lunt&amp;#039; gerochen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es kam, wie es dann kommen musste:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Joost, der ahnte, wenn auch nicht wusste,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass Brunihild ihn dreist belogen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und wahrscheinlich auch betrogen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er will es wissen, noch genauer,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und legt sich Nächtens auf die Lauer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Genau vor Brunihildes Elternhaus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und richtig, kaum war&amp;#039;s dunkel, trat sie hinaus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grimmig sieht Joost wie seine Braut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die selbst des Nachts sehr schön ausschaut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sich im Walde mit einem Schneider trifft,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihn gar küsst und herzt, das blonde Gift.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es schmerzt ihn sehr, er leidet Pein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie er so sieht sein Brunilein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Hals ihm schwillt und er sieht rot,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
stürmt auf die Lichtung: Schneider tot!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es heult und schreit die Braut vom Joost:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du Mörder! Bist du noch bei Trost?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch Joost, der schaut sie lange an,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kalt und böse sagt er dann:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du nahmst meinen Ring, warst mir versprochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bist mit dem Schneider hier ins Laub gekrochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hast ihn geküsst, geherzet sehr&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weißt du, dich will ich gar nicht mehr!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brunihilde, die war fassungslos,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
drehte sich um und rannte los.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach Hause will ich, denkt die Maid&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und rafft dann flugs das lange Kleid,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und sie rennet schnell und schneller,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zuhaus geht`s zunächst mal in den Keller.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wäscht aus das Kleid, besudelt von des Schneiders Blut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
lauscht nach oben, ob der Joost ihr womöglich folgen tut.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Joost jedoch, der will nur die Verlobung lösen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gleichgültig ihm ist, ob im Guten oder Bösen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Egal, ob sie ihn anzeigt, dieses Weib&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hauptsache sie bleibt ihm nun vom Leib.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am Elternhaus der Brunihild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ruft er laut und fuchtelt wild,:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich möchte meinen Ring zurück,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von diesem ungetreuen Stück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es wird keine Hochzeit geben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so eine heirat´ ich nie im Leben.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vater und Mutter sind bass erstaunt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was der Joost da ausposaunt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie befragen dann ihr Kind und schau&amp;#039;n es ratlos an:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sag uns Brunihild, was hast du nur getan,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass der Joost dich untreu schilt?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Setz uns bitte mal ins Bild.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Maid, die schweigt, nimmt kreidebleich&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Ring vom Finger dann sogleich.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vater gibt den Schmuck zurück,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf das er andere Hände schmück&amp;#039;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Joost läuft nun geschwind davon,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und dann brüllt der Vater schon:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was sollen denn die Leute denken?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Musstest du den Joost so kränken?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kind was hast du bloß gemacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
in dieser unglückseligen Nacht?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch Brunihild, die Ungetreue,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sagt kein Wort, schweigt nun auf Neue.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Mutter redet auf sie ein:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sag mir den Grund, Brunhildilein!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch auch der Mutter bleibt sie eine Antwort schuldig,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
diese schäumt vor Wut, fragt ungeduldig:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was sollen wir den Leuten sagen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wenn nach der Hochzeit sie uns fragen?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maid schweigt weiter, geht auf ihr Zimmer,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Lage, die wird schlimm und schlimmer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn Brunihilde weiß, dass sie ein Kindlein trägt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
in knapp fünf Monden es in der Wiege quäkt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Schande&amp;quot; denkt sie, &amp;quot;Welch ein Graus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie komme ich aus der Sache raus?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich geh ins Wasser!&amp;quot; ihr Entschluss,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sprach&amp;#039;s und ging geschwind zum Fluss.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am nächsten Tag hat der Vater sie gefunden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie aus dem Wasser raus gewunden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu einem Medicus verbracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch der hat nur aufgelacht:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Eine Tote bringt ihr mir? Was soll ich tun?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lasst sie auf dem Nergasacker ruh&amp;#039;n.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater sprach: &amp;quot;Mir ist nicht nach Scherzen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
untersuche ob ein Kind sie trug, unter ihrem Herzen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Medicus untersucht die Tote nun geschwind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann sagt er: &amp;quot;Ja, sie erwartete ein Kind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In vier, fünf Monden wär`s soweit gewesen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das kann ich an dem Körper lesen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater nickt, bezahlt den Mann, und nimmt die Leich&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bringt sie zum Nergasacker dann sogleich.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch Nergas Diener schicken ihn fort:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Begrabt sie einem anderen Ort!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nerga hasst jene, die sich selbst des Lebens berauben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das weiß der Vater, durch seinen tiefen Götterglauben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es schwillt die Wut ganz tief in ihm,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er denkt: Der Joost war mit Brunihild intim,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dafür sollte er nun bezahlen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn er verursacht diese Qualen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Leich&amp;#039; der Tochter in den Armen, die Augen voller Schmerz,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
stellt er den Joost und ohne Fragen, sticht er ihm `nen Dolch ins Herz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Richter nach acht langen Wochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat den Vater freigesprochen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn, so sprach der weise Mann:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bin selber Vater und daher ich verstehen kann,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was ihn zu dieser Tat gebracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vielleicht hätt`ich&amp;#039;s ebenso gemacht?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Betrüge den Verlobten nicht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eifersucht bei einem Mann,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gar schlimme Folgen haben kann!&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der Sohn der Maar-Fiar&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sein Clan längst erloschen, seine Geschichte dieses Lied bewahr. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Maar-Fiar waren Jäger, Jäger am Meer, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihre hölzernen Kanus glitten pfeilschnell umher. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, der stolze Aiva&amp;#039;un, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der verehrte gar sehr Lunin und auch den goldenen Lun, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
War nur Lunin, nicht Lun, am Nachthimmel zu sehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so wussten die Maar-Fiar: Es ist Zeit, auf die Jagd zu gehen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er und die Gefährten schoben ihre Kanus in die Wellen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
im Wissen, das Lunin ihren Weg wird erhellen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vier saßen in den Kanus, ob Mann, ob Frau,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zwei lenkten durch die Wogen, zwei spähten hinaus ins Grau. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Netzen und Angeln machten sie reiche Beute, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vom Ausmaß ihres Fangs erzählt man sich noch heute. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Speere und Spieße waren stets messerscharf gewetzt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
damit auch Raubfisch, kein Hai ihre Netze zerfetzt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eroberer und Mörder schlichen heran in dunkler Nacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als weder Lunin noch Lun den Himmel bewacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie drangen gewaltsam ein in Takoyas Haus, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
löschten zunächst seiner Familie die Lebenslichter aus. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gefesselt und geknebelt, gezwungen zuzusehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie all die Untaten vor seinen Augen geschehen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vom Schmerz wie von Sinnen, von Wut angefacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er das Unmögliche dennoch vollbracht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er zerriss seine Fesseln, spuckte den Knebel aus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
erschlug jeden Qim‑Mas, den er fand im Haus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er war nicht zu halten, von der Rache beseelt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
seine Muskeln und Sehnen in Eisen gestählt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch als er im Haus sein Werk vollbracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
trat er hinaus in die stockdunkle Nacht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Dutzend Qim‑Mas rangen den wilden Takoya nieder,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er starb – doch sein Pan‑Teon lebt fort, davon künden die Lieder. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Maar‑Fiar, den stolzen Jägern der Meere,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gebührt auf ewig unsere stille Ehre.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein ganzer Clan, gefallen durch fremde Horden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
durch wilde Feinde, die nur brandschatzen und morden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in der alten Heimat der Maar-Fiar, das weiß jedes Kind, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weht nun an allen Orten eine fremde Flagge im Wind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Grauländer, diese Qim-Mas, wohnen nun dort, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Geister der Maar-Fiar hüten jeden Ort. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der Ring des Räubers &amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht weit von hier in einem tiefen Tal,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da wohnte eine Maid im Wald an einem Wasserfall. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie war so schön, so schön wie Milch und Blut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von ganzem Herzen war sie einem Manne gut. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du armes Kind, du dauerst meine Seele. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weil ich nur ein Räuber bin, wohn&amp;#039; in einer Höhle&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Du kannst fürwahr nicht länger bei mir sein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ich muss jetzt fort, tief in den Wald hinein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nimm diesen Ring, und sollte man dich fragen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so sag&amp;#039; ein Räuber habe ihn getragen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der dich geliebt, geliebt bei Tag und Nacht&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der so manchen um Hab und Gut gebracht&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sprach er nach vielen Monden zu ihr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nach so  vielen Tagen und Nächten mit Pläsier, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihr half kein Wehen und auch kein Klagen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie musste seinen Weggang weinend ertragen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schöne tat, was der Geliebte ihr gesagt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging zurück zu ihrem Dorf, tieftraurig verzagt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie zeigte den Leuten den güldenen Ring, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das vermaledeite wertvolle, aber gestohlene Ding. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie weinte: &amp;quot;Der Räuber, den ich geliebt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat ihn getragen bei Tag und auch bei Nacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der so  manchen um Hab und Gut gebracht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat mich geliebt, bei Tag und auch bei Nacht.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Leute im Dorf waren empört, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht die Liebe an sich hat sie gestört, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aber, dass sie einem Räuber galt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dieses man eine Sünde schalt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sprachen: &amp;quot;Geh in den Tempel, törichte Maid &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und klag den Geweihten dort dein Leid, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Ring, den spende an die Götter, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann verstummen auch die Spötter.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie kann man einen Räuber lieben, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Unglückseliges Kind, was hat dich umgetrieben?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maid weinte bitter und lange, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vor der Zukunft war ihr sehr bange. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Verlust des Liebsten hat sie schon entsetzt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
war sie nun zusätzlich Hohn und Spott ausgesetzt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie trat in einen heiligen Orden ein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um eine Dienerin für die Götter zu sein. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So lebt sie nun dorten, fleißig und fromm,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Jahre verrinnen, die Welt bleibt ihr stumm.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch manchmal im Dunkel, wenn die Kerzen vergeh’n,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
meint sie den Räuber wie im Traume zu seh’n.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann flüstert sie leise, so sanft wie der Wind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass Herzen nicht wählen, wohin sie bestimmt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und tief in ihr drinnen, verborgen und sacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
lebt weiter die Liebe bei Tag und bei Nacht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der treue Hund&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr Leute, lasset mich berichten, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von gar wundersamen Geschichten, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine tue ich Euch nun kund, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie ist zu Orstoc einst geschehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ihr Held, das war ein Hund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein reicher Bauer mit dem Namen Friedrich Klein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kehrte nach dem Marktbesuch in ein Wirtshaus ein. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er hatte Vieh verkauft, trug bei sich den Erlös, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das rochen in der Schenke zwei Räuber, bitterbös. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als nun der reiche Bauer des Nachts zu Bette ging, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
beschlossen diese Räuber zu drehen ein schlimmes Ding. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie schlichen im Gasthaus in seine Kammer hinein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und drangen mit ihren Messern bedrohlich ein auf Friedrich Klein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schon packten ihn die Schlimmen, an seiner bloßen Kehle, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da schrie mit letzten Kräften, Friedrich die Angst sich von der Seele &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das hörte im Stalle, nicht sein Knecht aber der treue Hund, .&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er riss sich von der Kette und schon er in der Kammer stund &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bevor die Mörder die Messer setzten an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er stürzt sich auf die Kerle und rettet so den Mann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ward überwältigt, die böse Mörderbrut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu Orstoc, auf dem Richtblock, da floss zum Lohn ihr Blut. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch in dem Kampf fügten sie dem treuen Tier zu eine böse Wund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und schon am nächsten Tage da starb der arme Hund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es setzt in seinem Garten, der Bauer Klein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dem treuen braven Hunde aus Marmor einen Stein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darauf stand geschrieben dieses hier: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Viel treuer als die Menschen ist oft ein Hundetier. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Die Geschichte vom Räuber Hannes&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es sagt einst ein Kind zur seiner Großmama: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wenn ich erwachsen bin, was werd ich da?  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hab wenig Lust auf Feldarbeit. Kann ich vielleicht ein Räuber sein? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Muss wenig tun, nur ein bisschen rauben. Das wär&amp;#039; einfach und sehr fein.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Alte wiegt besorgt den Kopf, streichelt sanft den Enkelsohn. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich erzähl dir &amp;#039;ne Geschichte, die beantwortet deine Frage schon.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lehnt sich zurück, dann hebt sie an und sie erzählt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Geschichte vom Räuber Hannes hat sie gewählt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch des Waldes düstre Gründe auf naturverschlungnem Pfaden  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wandelt eine Magd zum Markt nach Vellhafen mit schmerzenden Waden. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hui, da plötzlich stürmt des Banditen kühner Sohn aus dem Geheg, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
scharf bewehrt bis an die Zähne, und vertritt ihr flugs den Weg. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Seid Ihr&amp;quot;, fragt die Frau erblassend, einer dunklen Ahnung voll, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;nicht vielleicht der Räuber Hannes, der allhier grassieren soll?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ja, ich bin´s, du Unglücksel´ge, ja, ich bin´s, der sich dir zeigt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und du bist diejen´ge, welche sich nun vor mir verneigt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn mit hochwillkomm´ner Beute nahst du mir zu guter Stund!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sprachs und nahm ihr weg den Korb, durchwühlt ihn schnell bis auf den Grund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wie Schuppen von den Augen fällt´s der schlichten Magd sogleich: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ihr seid Hannes!&amp;quot;, ruft sie bleich. &amp;quot;Bin es!&amp;quot; spricht der Räuber weich. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bin´s und sage dir noch dieses: ich töte dich du dummes Weib, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bringst du mir nicht auf dem Rückweg Gold, ramm ich meinen Dolch in deinen Leib.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Magd wird blass und blässer und eilt zum Markt, sucht den Büttel Reodan, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
findet ihn, fragt ängstlich dann, ob er ihr wohl helfen kann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jener stimmt zu, sie zu begleiten, denn den Räuber will er fangen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
baumeln soll der Räuber Hannes, an dem Galgen soll er hangen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesagt, getan und aus dem Walde eilt der Hannes schnell heran, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn er sieht nur das Mägdelein und nicht den guten Reodan. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jener hat sich vorher schon gut versteckt hinter einer dicken Eich, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er springt heraus, macht sich ganz groß und packt sogleich, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann den Räuber Hannes fest am Arm und am Halse an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
damit der Bösewicht dem harten Griffe nicht entweichen kann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Schurke! Hab dich!&amp;quot; so donnert er, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Nun entkommst du mir nicht mehr!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Mit des Seilers Tochter mach ich dich bekannt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aufatmen wird das ganze Land.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Werde besser Räuber nicht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sonst landet man am Ende nur an einem Strick und baumelt dann im Wind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Drum werde artig und bleib brav, sonst kommt Reodan mein Kind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Die Vogelscheuche Martha Stroh&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vogelscheuche Martha Stroh, wurd&amp;#039; ihres Daseins nicht mehr froh.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn es war nun einmal so, ein Strohhalm piekste sie am Po.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie fand es schrecklich, musste weinen, so schlimm juckte es der Kleinen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn, auch eine Scheuche hat ein Recht auf einen - unversehrten Po, sollte man meinen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da kam ein Zwerg am Feld vorbei, hörte sogleich das Wehgeschrei.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Mach doch hier nicht so&amp;#039; n Bohei! Trink dir nen Schnaps oder auch zwei.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was kannst es denn so Schlimmes geben, dass du so greinst wie um dein Leben?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Oder trinkt den vergorenen Saft der Reben, das wird deine Stimmung heben!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Törichter Zwerg, was rätst du mir da, kleiner Mann? Fast wie der Mönch vorhin, der riet zu Baldrian.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch musst doch sehen, dass ich nichts trinken kann, schau einfach meinen Mund mal an!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zwerg guckt Martha böse an und ganz brüskiert, &amp;quot;Töricht sagst du?&amp;quot; Er holt aus und hat ihr einfach eine geschmiert,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Martha erbebt als sie die Ohrfeige kassiert und durch die Erschütterung den Pieksehalm am Po verliert!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Martha ganz gücklich, kann&amp;#039;s kaum fassen: &amp;quot;Hab Dank, mein Retter. Das pieksige Stroh hat mich verlassen!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;So lass ich mir gerne eins verpassen, wenn dann die Pieksehalme meinen Po in Frieden lassen!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zwerg schaut verdutzt auf seine Hände, sichtlich erstaunt über dieses glückliche Ende,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Gern geschehen, Vogelscheuche! Nun wach du wieder über das Gelände, Und sag jedem Vogel, dass besser er verschwände.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Die glutäugige Susanne&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es dachten sich die Eltern der glutäugigen Susanne, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Kind ist nun erwachsen bald,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wir geben sie zu einem Manne,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn sonst ist sie schon bald … zu alt.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein reicher Händler war der erste Kandidat, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er schien dem Vater eine gute Partie, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auch wenn er keine Haare auf dem Kopf mehr hat, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Mutter meint: „Den nimmt das Kind doch nie!“ &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch wurde flugs, er zum Sonntagsmahl geladen, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er erschien im feinsten Zwirn und mit schwarzem Hut, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch biss der Hund ihn in die Waden, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er roch wohl nicht besonders gut? &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Susanne lobt den Hund und füttert ihn mit Leckerbissen, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn diesen Kahlkopf will sie nicht zum Manne.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater tobt: „Hast du denn gar kein Gewissen? &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nicht die Haare machen aus, den guten Ehemanne!“ &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Susanne schmollt: „Ist mir egal, den Kahlkopf nehme ich nicht!“ &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Händler schaut erst dumm, setzt wieder auf den Hut und geht dann wortlos fort. &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater schreit: „Hat denn mein Wunsch in diesem Hause kein Gewicht? &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich stand beim Händler doch im Wort!“ &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Susanne tobt und weint und schmollt, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
umarmt den Vater stumm.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie mag nicht wenn der Vater grollt &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und hofft sie stimmt ihn um. &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Mein Vater, mein Vater ich liebe dich sehr“, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hört es der Vater in seinen Ohren hallen. &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Bitte bring mir keinen Kahlkopf mehr,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch einer mit güldnen Locken, der könnt mir gefallen.“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Papperlapapp!“ sagt der Vater geschwind,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Güldene Locken ersetzen nicht Gold und Position&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so kommst du mir nicht davon, mein Kind,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den nächsten den ich dir präsentiere, der wird mein Schwiegersohn.“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sohn des Stadtkämmerers, ein Jüngling mit goldenem Haar,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
schon lange verliebt in Susanne, die im Stadtpark er gesehen,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wurde durch Dritte die Geschichte gewahr,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und meinte sofort: „Da muss was geschehen!“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Flugs suchte er den Vater der Holden auf in seinem Kontor,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der saß hinter seinem Schreibtisch mit grimmigem Gesicht&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Jüngling trat mutig und beherzt davor,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Gebt mir Susanne zu Weibe“ verlangte er schlicht.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vater Susannchens guckt bass erstaunt,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf den blondgelockten Jüngling von gutem Stande&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil Kandidat Susannens Gnade fand, war schon übel er gelaunt,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
des Stadtkämmerer Sohn jedoch, schien ihm geeignet für Familienbande.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Diener lässt er flugs Frau und  Tochter holen,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der Jüngling freut sich, vor Aufregung das Gesicht ganz fahl, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der Vater hat Susanne dann barsch befohlen&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Dieser hier wird dein Gemahl, ich lass dir keine andre Wahl!“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Susannchen erst stumm und blass dann bass erstaunt,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
glaubt ihren Augen nicht zu trauen,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Gut, ihn nehme ich“ hat sie dann leis geraunt&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und kann nicht aufhören mit Schauen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verliebt strahlt sie den Jüngling an, sie kann es gar nicht fassen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater hochzufrieden, schaut stolz zu seiner Gattin hin,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Die Hochzeit, Weib, kannst du nun richten, dieses Mal scheint es zu passen.“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Mutter strahlt nicht minder, hat Enkelkinder schon im Sinn.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ihr, ihr lieben Leute, euch sicher schon gedacht,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil es sich nach der Geschicht&amp;#039; vermuten lässt,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die große Liebe war es, die Glut der Minne war entfacht,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
es dauerte nicht lange, da gab &amp;#039;s ein schönes Hochzeitsfest,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch die Moral von der Geschicht&amp;#039;,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die es ja immer geben muss,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die verrate ich euch noch nicht,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn für heut ist erst Mal Schluss.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein ander Mal bin ich dann da &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und singe euch, was noch geschah,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
mit der glutäugigen Susanne &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ihrem blondgelockten Manne.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bis dahin, ihr lieben Leut&amp;#039;,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
geduldet euch .. bin durch für heut&amp;#039;! &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gassen- und Handwerkslieder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesen Liedern besingt Walter das Leben der einfachen Leute: Handwerker, Händler, Hafenarbeiter und all jene, die in den Straßen und Gassen Vellhafens ihren Alltag bestreiten. Die Stücke sind oft humorvoll, manchmal rau, aber stets voller Wärme für die Menschen, die sie porträtieren. Viele davon entstanden unterwegs, zwischen Marktständen, Werkstätten und Tavernen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Das Lumpensammlerlied des Willem Willink&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Gott Pares hat mich verdammt auf Erden, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein Hader- und Lumpensammler zu werden. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin Willem Willink, ja seht mich nur an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein Lumpenkerl, ein armer, doch ehrlicher Mann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit verschossener Jacke, zerrissener Hose, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ja starrt mich ruhig an – ich bin keine Mimose. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist mir lieber, als wenn ihr verächtlich wegseht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als wär ich nur Dreck, den man mit Füßen wegfegt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Manch einer hält Nase und Maul mit dem Tuche bedeckt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil mein Duft ihn erschreckt und seine Sinne befleckt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch nach Ambra und Moschus kann ich nicht duften,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
muss für Hadern und Lumpen tagtäglich schuften.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bin kein feiner Pflastertreter mit Gold und mit Muße –&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Glück war bei anderen auf besserem Fuße.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hab des Lebens Mühsal bis zur Neige geleert,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch blieb ich stets ehrlich, hab mich nie beschwert.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Meer der Schmerzen bin ich geschwommen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf einem Lumpensack dann zu liegen gekommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun stapf ich durch Vellhafens Gassen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um eure alten Tücher und Kleider zu fassen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bringt mir ruhig ungewaschen, ungekrumpen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
eure Lappen, Fetzen, Flecken und Lumpen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Alles rein in den Sack – man macht daraus Papier:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eingeweicht, gestampft, gegautscht – harte Arbeit, kein Pläsier.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dann geschöpft, gepresst, getrocknet – ein neues Werk erschaffen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
verkauft an Schreiber, Pfeffersäcke und auch an die Pfaffen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin Willem Willink, pack Lumpen in meinen Sack,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und bin schon wieder fort – schwuppdiwupp, zackzack!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schmäh- und Spottlieder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;==&lt;br /&gt;
Hier versammelt Walter von der Salzwiese all jene Lieder, in denen er mit fröhlicher Frechheit an Kronen, Krägen und Amtsketten zupft. Ob eitler Edelmann, überhebliche Amtsperson oder eine politische Entscheidung, die mehr Schatten als Glanz wirft – niemand ist vor Walters spitzem Humor sicher. Seine Spottlieder sind weniger Anklage als Kunststück: kleine musikalische Sticheleien, die Missgeschicke, Übertreibungen und Fehltritte in heitere Reime verwandeln. Mal neckisch, mal schelmisch, mal überraschend treffend – doch immer mit einem Lächeln, das zeigt, dass selbst die Mächtigen über sich lachen dürfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Conte Schiefhals&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Hinweis: Dieses Lied ist eine antamarisierte Bearbeitung des irdischen Volksliedes „O hängt ihn auf“ aus dem 19. Jahrhundert. Die Melodie und Grundstruktur stammen aus der Vorlage, der Text wurde von mir für ein Rollenspielereignis in Vellhafen angepasst.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh hängt ihn auf! Oh hängt ihn auf!&lt;br /&gt;
Oh hängt ihn auf, den Kranz voll Lorbeeren!&lt;br /&gt;
Dich oh Conte, dich oh Conte, dich mit deinem schiefen Hals, dich wollen wir verehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir treten, dich - wir treten dich, wir treten dich zu ehren, heut zusammen.&lt;br /&gt;
Wohl in den Leib, wohl in den Leib, wohl in den Leib lodern helle Flammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du bist ein Vieh, du bist ein vie -, du bist ein vielgeliebter Conte in Vellhafen, &lt;br /&gt;
Und auch ein Hund, und auch ein hund -, und auch einhundert Jahre sollst schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh wie gemein, oh wie gemein, oh wie gemeinsam unser Herzen schlagen, &lt;br /&gt;
Siehst du heut aus, siehst du heut aus, siehst du heut aus den Worten , die wir sagen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh wie es riecht, oh wie es riecht, oh wie es riecht nach deinem Ruhm im Lande.&lt;br /&gt;
Aus deinem Mund, aus deinem Mund, aus deinem Mund, oh Conte, kam nie ein Wort der Schande.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir brechen dir, wir brechen dir, wir brechen dir zum Ruhm der Feinde Speere.&lt;br /&gt;
Selbst Hals und Bein, selbst Hals und Bein,  selbst Hals und Beine opfern wir zur Ehre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh wie es glänzt, oh wie es glänzt, oh wie es glänzt in deinen goldnen Haaren,&lt;br /&gt;
vor Speck und Dreck, vor Speck und Dreck, vor Speck und Dreck soll man dich, oh Conte, stets bewahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Belbrücks&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Belbrücks sind kurze, scherzhafte Fünfzeiler, die in Antamar weit verbreitet sind. Walter sammelt sie seit seiner Jugend und dichtet selbst unzählige neue, meist über Orte, Menschen oder Begebenheiten, die ihm auf seinen Reisen begegnen. Sie folgen einer festen Reimform und werden in Tavernen gern laut mitgesprochen — oft zur großen Freude des Publikums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Heiliges Kaiserreich&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst Mädchen aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bragen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die wollt&amp;#039; was Besonderes wagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie sucht nach `nem Gatten im Kurier,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
jetzt hat sie nicht einen, sondern gleich vier,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die sich täglich übers Essen beklagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war mal ein Bauer aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ackerheim&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der machte in jeden Satz &amp;#039;nen Reim. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und als sein Haar wurde lichter, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da nannte er sich einen Dichter &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und blieb den ganzen Tag daheim. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Kind in &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kirchflecken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das wollte die Welt noch entdecken.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es konnte krabbeln, noch nich´ so gut laufen  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und purzelte prompt in jeden Misthaufen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und erschreckte wandernde Recken. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Oma aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Siebenbrück&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der bastelt der Sohn eine feine Krück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hat Oma hocherfreut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aber den Sohn hat&amp;#039;s gereut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn die Oma haute damit Leute in Stück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Junge aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Amartrutz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der nahm immer alle Gauner in Schutz, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als Mann er studierte, wurd&amp;#039; Rechtsanwalt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Gauner haben ihn nun bezahlt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und schon nannt&amp;#039; ihn keiner mehr Nichtsnutz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Kerl aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jatzlauken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der wollt nur Trompeten und Pauken, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn laute Musik, die liebte er sehr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
seinen Nachbarn machte das Leben er schwer. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie schimpfen ihn deshalb nen lauten Rabauken. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Recke aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bragen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der wollt auch was Besonderes wagen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er ging zu einem großen Turnier, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kam, sah und siegte gegen Vier, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gewann dann nen Helm mit Kragen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst der Vater vom Recken aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bragen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der wollte dem Sohn die Teilnahme versagen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bleib weg vom Turnier!&amp;quot; Wütend er droht: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Denn wenn du verlierst, dann bist ja tot!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Warum willst du dich unbedingt schlagen?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Thelessa&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gute Fürst aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Faelughaven&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
muss wie jeder in der Nacht auch schlafen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um dann sanft in den Schlaf zu gleiten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hilft dem gute Fürst beizeiten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Zählen von weißen Schafen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Orklande&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es zogen einst drei Kelten nach Westen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu suchen &amp;#039;nen Vierten, wenn möglich den Besten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie fanden ihn nah dem &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Orken-Lande&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht mittig sondern eher am Rande,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
im Eichenbaum sitzend auf Ästen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Vellhafener Städtebund&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Königreich Lothrinien&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Pferdehirt aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Belbrück&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das war ein rechter Franz im Glück, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als von der Weide eine Herde Pferde wurde geklaut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er sich gründlich umgeschaut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und brachte sie, heil und am Stück, zurück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Burgherr auf &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Burg Obquell&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der fror ganz erbärmlich, trotz Wolle und Fell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Wind hier oben schneidend und bitterkalt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von drinnen die Stimm&amp;#039; seiner Frau erschallt: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mein Liebster, an den Kamin, zack zack aber schnell.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Adelsrepublik Grauland&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Jungfer aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Surquell&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die war ganz besonders schnell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Da kam ein Jüngling aus Untermoor, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der setzte ihr nen Floh ins Ohr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und zog sie nieder auf sein Schafsfell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Dûn-Reich&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Hund in &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tsakmur&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der ging allen auf die Hutschnur. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weil er bellte und jaulte, immer und stets, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging er den Leuten dort schwer auf den Keks. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die schickten den Jauler in die Wüste zur Kur.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Aivarunenlande&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Aivarune aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Qara Qorum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der fummelte sich immer am Ohr rum. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Seine Frau machte das Gefummel nervös, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
schrie ihn an und wurde ganz bös. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er hörte nicht auf, das war ganz dumm. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Xetoka&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Dame aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Liwa&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die war eine rechte Diva, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
trug nur seidene Kleider und Hüte, pompöse, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Verrückt, ja aber sie war keine Böse. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn das war was, was sie nie war. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Inoda&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Knabe aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Horami&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aß für sein Leben gerne Salami,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ob morgens, abends, zu jeder Zeit,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
für Salami war er immer bereit,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und verschlang sie rasant wie&amp;#039;n Tsunami.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tica</name></author>
		
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		<title>Liedgut des Barden Walter von der Salzwiese</title>
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		<updated>2026-02-18T09:08:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tica: /* Gassen- und Handwerkslieder */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Walter von der Salzwiese – Barde aus Vellhafen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walter von der Salzwiese gilt als einer der hoffnungsvollsten jungen Spielleute Vellhafens. Mit seinen gerade einmal erwachsenen Jahren hat er sich bereits einen Ruf erarbeitet, der manch älteren Barden neidisch werden lässt. Freundlich im Wesen, mit einer klaren, warmen Stimme und einem Talent, das Zuhörer mühelos in seinen Bann zieht, ist er in Schenken, auf Märkten und bei Festen gern gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein erstes Werk, „Das Lied von Brunihild“, verbreitete sich rasch über die Grenzen Vellhafens hinaus und wurde zu einem antamarweit bekannten Gassenhauer. Schon als Junge schickte Walter seine Verse und Melodien an den Vellhafener Kurier und erhielt dort früh Anerkennung für seine Dicht- und Vortragskunst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Herkunft und Familie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walter stammt aus Ismar, wo sein Vater Hein von der Salzwiese einen erfolgreichen Hof bewirtschaftet. Die Schafe der Familie grasen auf den salzhaltigen Wiesen Ismars, was dem Fleisch der berühmten Salzlämmer einen besonderen Geschmack verleiht. Wohlstand und Fleiß prägen Walters Herkunft, und es mangelte der Familie nie an etwas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein künstlerisches Talent verdankt Walter vor allem seiner Mutter Irina, die einst als Bardin unter dem Beinamen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;„Die Lerche aus Ismar“&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bekannt war. Sie tritt heute nicht mehr öffentlich auf, doch ihre Stimme und ihr Gespür für Melodie leben in ihrem Sohn weiter. Walters Brüder hingegen blieben der Landwirtschaft treu und führen den elterlichen Hof fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hinweis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die hier aufgeführten Lieder und Verse stammen — mit wenigen Ausnahmen (die aber immer extra gekennzeichnet sind)  — aus meiner eigener Feder.&lt;br /&gt;
Der Barde Walter von der Salzwiese wird im Spiel von mir verkörpert. Tica&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Balladen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
Walters Balladen erzählen von Liebe, Schicksal, Heldentum und den stillen Tragödien des Alltags. Sie sind länger gefasste Erzählgedichte, die oft auf wahren Begebenheiten beruhen oder von alten Sagen inspiriert wurden. Mit klarer Stimme und feinem Gespür für Stimmung trägt Walter sie auf Märkten, in Schenken und bei Festen vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Das Lied von Brunihild&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
War einst ein kleines Schneiderlein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das konnt schneidern, mit Stichlein fein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und dieses kleine Schneiderlein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging Nächtens in den Wald hinein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dort traf er sich mit Brunihild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die beiden trieben es dort wild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf einer Lichtung unerlaubt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er die Unschuld ihr geraubt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bruni aber war dem Joost versprochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der, der hatt&amp;#039; bald Lunt&amp;#039; gerochen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es kam, wie es dann kommen musste:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Joost, der ahnte, wenn auch nicht wusste,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass Brunihild ihn dreist belogen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und wahrscheinlich auch betrogen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er will es wissen, noch genauer,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und legt sich Nächtens auf die Lauer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Genau vor Brunihildes Elternhaus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und richtig, kaum war&amp;#039;s dunkel, trat sie hinaus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grimmig sieht Joost wie seine Braut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die selbst des Nachts sehr schön ausschaut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sich im Walde mit einem Schneider trifft,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihn gar küsst und herzt, das blonde Gift.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es schmerzt ihn sehr, er leidet Pein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie er so sieht sein Brunilein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Hals ihm schwillt und er sieht rot,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
stürmt auf die Lichtung: Schneider tot!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es heult und schreit die Braut vom Joost:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du Mörder! Bist du noch bei Trost?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch Joost, der schaut sie lange an,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kalt und böse sagt er dann:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du nahmst meinen Ring, warst mir versprochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bist mit dem Schneider hier ins Laub gekrochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hast ihn geküsst, geherzet sehr&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weißt du, dich will ich gar nicht mehr!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brunihilde, die war fassungslos,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
drehte sich um und rannte los.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach Hause will ich, denkt die Maid&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und rafft dann flugs das lange Kleid,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und sie rennet schnell und schneller,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zuhaus geht`s zunächst mal in den Keller.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wäscht aus das Kleid, besudelt von des Schneiders Blut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
lauscht nach oben, ob der Joost ihr womöglich folgen tut.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Joost jedoch, der will nur die Verlobung lösen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gleichgültig ihm ist, ob im Guten oder Bösen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Egal, ob sie ihn anzeigt, dieses Weib&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hauptsache sie bleibt ihm nun vom Leib.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am Elternhaus der Brunihild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ruft er laut und fuchtelt wild,:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich möchte meinen Ring zurück,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von diesem ungetreuen Stück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es wird keine Hochzeit geben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so eine heirat´ ich nie im Leben.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vater und Mutter sind bass erstaunt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was der Joost da ausposaunt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie befragen dann ihr Kind und schau&amp;#039;n es ratlos an:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sag uns Brunihild, was hast du nur getan,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass der Joost dich untreu schilt?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Setz uns bitte mal ins Bild.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Maid, die schweigt, nimmt kreidebleich&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Ring vom Finger dann sogleich.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vater gibt den Schmuck zurück,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf das er andere Hände schmück&amp;#039;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Joost läuft nun geschwind davon,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und dann brüllt der Vater schon:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was sollen denn die Leute denken?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Musstest du den Joost so kränken?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kind was hast du bloß gemacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
in dieser unglückseligen Nacht?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch Brunihild, die Ungetreue,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sagt kein Wort, schweigt nun auf Neue.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Mutter redet auf sie ein:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sag mir den Grund, Brunhildilein!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch auch der Mutter bleibt sie eine Antwort schuldig,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
diese schäumt vor Wut, fragt ungeduldig:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was sollen wir den Leuten sagen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wenn nach der Hochzeit sie uns fragen?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maid schweigt weiter, geht auf ihr Zimmer,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Lage, die wird schlimm und schlimmer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn Brunihilde weiß, dass sie ein Kindlein trägt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
in knapp fünf Monden es in der Wiege quäkt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Schande&amp;quot; denkt sie, &amp;quot;Welch ein Graus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie komme ich aus der Sache raus?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich geh ins Wasser!&amp;quot; ihr Entschluss,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sprach&amp;#039;s und ging geschwind zum Fluss.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am nächsten Tag hat der Vater sie gefunden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie aus dem Wasser raus gewunden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu einem Medicus verbracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch der hat nur aufgelacht:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Eine Tote bringt ihr mir? Was soll ich tun?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lasst sie auf dem Nergasacker ruh&amp;#039;n.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater sprach: &amp;quot;Mir ist nicht nach Scherzen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
untersuche ob ein Kind sie trug, unter ihrem Herzen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Medicus untersucht die Tote nun geschwind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann sagt er: &amp;quot;Ja, sie erwartete ein Kind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In vier, fünf Monden wär`s soweit gewesen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das kann ich an dem Körper lesen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater nickt, bezahlt den Mann, und nimmt die Leich&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bringt sie zum Nergasacker dann sogleich.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch Nergas Diener schicken ihn fort:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Begrabt sie einem anderen Ort!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nerga hasst jene, die sich selbst des Lebens berauben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das weiß der Vater, durch seinen tiefen Götterglauben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es schwillt die Wut ganz tief in ihm,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er denkt: Der Joost war mit Brunihild intim,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dafür sollte er nun bezahlen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn er verursacht diese Qualen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Leich&amp;#039; der Tochter in den Armen, die Augen voller Schmerz,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
stellt er den Joost und ohne Fragen, sticht er ihm `nen Dolch ins Herz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Richter nach acht langen Wochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat den Vater freigesprochen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn, so sprach der weise Mann:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bin selber Vater und daher ich verstehen kann,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was ihn zu dieser Tat gebracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vielleicht hätt`ich&amp;#039;s ebenso gemacht?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Betrüge den Verlobten nicht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eifersucht bei einem Mann,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gar schlimme Folgen haben kann!&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der Sohn der Maar-Fiar&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sein Clan längst erloschen, seine Geschichte dieses Lied bewahr. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Maar-Fiar waren Jäger, Jäger am Meer, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihre hölzernen Kanus glitten pfeilschnell umher. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, der stolze Aiva&amp;#039;un, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der verehrte gar sehr Lunin und auch den goldenen Lun, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
War nur Lunin, nicht Lun, am Nachthimmel zu sehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so wussten die Maar-Fiar: Es ist Zeit, auf die Jagd zu gehen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er und die Gefährten schoben ihre Kanus in die Wellen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
im Wissen, das Lunin ihren Weg wird erhellen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vier saßen in den Kanus, ob Mann, ob Frau,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zwei lenkten durch die Wogen, zwei spähten hinaus ins Grau. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Netzen und Angeln machten sie reiche Beute, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vom Ausmaß ihres Fangs erzählt man sich noch heute. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Speere und Spieße waren stets messerscharf gewetzt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
damit auch Raubfisch, kein Hai ihre Netze zerfetzt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eroberer und Mörder schlichen heran in dunkler Nacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als weder Lunin noch Lun den Himmel bewacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie drangen gewaltsam ein in Takoyas Haus, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
löschten zunächst seiner Familie die Lebenslichter aus. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gefesselt und geknebelt, gezwungen zuzusehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie all die Untaten vor seinen Augen geschehen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vom Schmerz wie von Sinnen, von Wut angefacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er das Unmögliche dennoch vollbracht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er zerriss seine Fesseln, spuckte den Knebel aus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
erschlug jeden Qim‑Mas, den er fand im Haus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er war nicht zu halten, von der Rache beseelt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
seine Muskeln und Sehnen in Eisen gestählt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch als er im Haus sein Werk vollbracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
trat er hinaus in die stockdunkle Nacht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Dutzend Qim‑Mas rangen den wilden Takoya nieder,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er starb – doch sein Pan‑Teon lebt fort, davon künden die Lieder. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Maar‑Fiar, den stolzen Jägern der Meere,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gebührt auf ewig unsere stille Ehre.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein ganzer Clan, gefallen durch fremde Horden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
durch wilde Feinde, die nur brandschatzen und morden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in der alten Heimat der Maar-Fiar, das weiß jedes Kind, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weht nun an allen Orten eine fremde Flagge im Wind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Grauländer, diese Qim-Mas, wohnen nun dort, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Geister der Maar-Fiar hüten jeden Ort. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der Ring des Räubers &amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht weit von hier in einem tiefen Tal,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da wohnte eine Maid im Wald an einem Wasserfall. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie war so schön, so schön wie Milch und Blut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von ganzem Herzen war sie einem Manne gut. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du armes Kind, du dauerst meine Seele. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weil ich nur ein Räuber bin, wohn&amp;#039; in einer Höhle&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Du kannst fürwahr nicht länger bei mir sein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ich muss jetzt fort, tief in den Wald hinein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nimm diesen Ring, und sollte man dich fragen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so sag&amp;#039; ein Räuber habe ihn getragen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der dich geliebt, geliebt bei Tag und Nacht&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der so manchen um Hab und Gut gebracht&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sprach er nach vielen Monden zu ihr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nach so  vielen Tagen und Nächten mit Pläsier, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihr half kein Wehen und auch kein Klagen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie musste seinen Weggang weinend ertragen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schöne tat, was der Geliebte ihr gesagt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging zurück zu ihrem Dorf, tieftraurig verzagt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie zeigte den Leuten den güldenen Ring, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das vermaledeite wertvolle, aber gestohlene Ding. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie weinte: &amp;quot;Der Räuber, den ich geliebt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat ihn getragen bei Tag und auch bei Nacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der so  manchen um Hab und Gut gebracht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat mich geliebt, bei Tag und auch bei Nacht.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Leute im Dorf waren empört, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht die Liebe an sich hat sie gestört, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aber, dass sie einem Räuber galt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dieses man eine Sünde schalt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sprachen: &amp;quot;Geh in den Tempel, törichte Maid &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und klag den Geweihten dort dein Leid, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Ring, den spende an die Götter, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann verstummen auch die Spötter.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie kann man einen Räuber lieben, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Unglückseliges Kind, was hat dich umgetrieben?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maid weinte bitter und lange, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vor der Zukunft war ihr sehr bange. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Verlust des Liebsten hat sie schon entsetzt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
war sie nun zusätzlich Hohn und Spott ausgesetzt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie trat in einen heiligen Orden ein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um eine Dienerin für die Götter zu sein. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So lebt sie nun dorten, fleißig und fromm,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Jahre verrinnen, die Welt bleibt ihr stumm.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch manchmal im Dunkel, wenn die Kerzen vergeh’n,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
meint sie den Räuber wie im Traume zu seh’n.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann flüstert sie leise, so sanft wie der Wind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass Herzen nicht wählen, wohin sie bestimmt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und tief in ihr drinnen, verborgen und sacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
lebt weiter die Liebe bei Tag und bei Nacht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der treue Hund&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr Leute, lasset mich berichten, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von gar wundersamen Geschichten, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine tue ich Euch nun kund, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie ist zu Orstoc einst geschehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ihr Held, das war ein Hund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein reicher Bauer mit dem Namen Friedrich Klein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kehrte nach dem Marktbesuch in ein Wirtshaus ein. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er hatte Vieh verkauft, trug bei sich den Erlös, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das rochen in der Schenke zwei Räuber, bitterbös. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als nun der reiche Bauer des Nachts zu Bette ging, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
beschlossen diese Räuber zu drehen ein schlimmes Ding. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie schlichen im Gasthaus in seine Kammer hinein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und drangen mit ihren Messern bedrohlich ein auf Friedrich Klein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schon packten ihn die Schlimmen, an seiner bloßen Kehle, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da schrie mit letzten Kräften, Friedrich die Angst sich von der Seele &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das hörte im Stalle, nicht sein Knecht aber der treue Hund, .&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er riss sich von der Kette und schon er in der Kammer stund &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bevor die Mörder die Messer setzten an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er stürzt sich auf die Kerle und rettet so den Mann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ward überwältigt, die böse Mörderbrut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu Orstoc, auf dem Richtblock, da floss zum Lohn ihr Blut. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch in dem Kampf fügten sie dem treuen Tier zu eine böse Wund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und schon am nächsten Tage da starb der arme Hund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es setzt in seinem Garten, der Bauer Klein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dem treuen braven Hunde aus Marmor einen Stein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darauf stand geschrieben dieses hier: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Viel treuer als die Menschen ist oft ein Hundetier. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Die Geschichte vom Räuber Hannes&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es sagt einst ein Kind zur seiner Großmama: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wenn ich erwachsen bin, was werd ich da?  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hab wenig Lust auf Feldarbeit. Kann ich vielleicht ein Räuber sein? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Muss wenig tun, nur ein bisschen rauben. Das wär&amp;#039; einfach und sehr fein.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Alte wiegt besorgt den Kopf, streichelt sanft den Enkelsohn. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich erzähl dir &amp;#039;ne Geschichte, die beantwortet deine Frage schon.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lehnt sich zurück, dann hebt sie an und sie erzählt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Geschichte vom Räuber Hannes hat sie gewählt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch des Waldes düstre Gründe auf naturverschlungnem Pfaden  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wandelt eine Magd zum Markt nach Vellhafen mit schmerzenden Waden. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hui, da plötzlich stürmt des Banditen kühner Sohn aus dem Geheg, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
scharf bewehrt bis an die Zähne, und vertritt ihr flugs den Weg. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Seid Ihr&amp;quot;, fragt die Frau erblassend, einer dunklen Ahnung voll, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;nicht vielleicht der Räuber Hannes, der allhier grassieren soll?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ja, ich bin´s, du Unglücksel´ge, ja, ich bin´s, der sich dir zeigt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und du bist diejen´ge, welche sich nun vor mir verneigt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn mit hochwillkomm´ner Beute nahst du mir zu guter Stund!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sprachs und nahm ihr weg den Korb, durchwühlt ihn schnell bis auf den Grund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wie Schuppen von den Augen fällt´s der schlichten Magd sogleich: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ihr seid Hannes!&amp;quot;, ruft sie bleich. &amp;quot;Bin es!&amp;quot; spricht der Räuber weich. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bin´s und sage dir noch dieses: ich töte dich du dummes Weib, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bringst du mir nicht auf dem Rückweg Gold, ramm ich meinen Dolch in deinen Leib.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Magd wird blass und blässer und eilt zum Markt, sucht den Büttel Reodan, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
findet ihn, fragt ängstlich dann, ob er ihr wohl helfen kann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jener stimmt zu, sie zu begleiten, denn den Räuber will er fangen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
baumeln soll der Räuber Hannes, an dem Galgen soll er hangen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesagt, getan und aus dem Walde eilt der Hannes schnell heran, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn er sieht nur das Mägdelein und nicht den guten Reodan. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jener hat sich vorher schon gut versteckt hinter einer dicken Eich, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er springt heraus, macht sich ganz groß und packt sogleich, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann den Räuber Hannes fest am Arm und am Halse an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
damit der Bösewicht dem harten Griffe nicht entweichen kann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Schurke! Hab dich!&amp;quot; so donnert er, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Nun entkommst du mir nicht mehr!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Mit des Seilers Tochter mach ich dich bekannt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aufatmen wird das ganze Land.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Werde besser Räuber nicht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sonst landet man am Ende nur an einem Strick und baumelt dann im Wind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Drum werde artig und bleib brav, sonst kommt Reodan mein Kind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Die Vogelscheuche Martha Stroh&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vogelscheuche Martha Stroh, wurd&amp;#039; ihres Daseins nicht mehr froh.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn es war nun einmal so, ein Strohhalm piekste sie am Po.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie fand es schrecklich, musste weinen, so schlimm juckte es der Kleinen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn, auch eine Scheuche hat ein Recht auf einen - unversehrten Po, sollte man meinen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da kam ein Zwerg am Feld vorbei, hörte sogleich das Wehgeschrei.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Mach doch hier nicht so&amp;#039; n Bohei! Trink dir nen Schnaps oder auch zwei.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was kannst es denn so Schlimmes geben, dass du so greinst wie um dein Leben?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Oder trinkt den vergorenen Saft der Reben, das wird deine Stimmung heben!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Törichter Zwerg, was rätst du mir da, kleiner Mann? Fast wie der Mönch vorhin, der riet zu Baldrian.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch musst doch sehen, dass ich nichts trinken kann, schau einfach meinen Mund mal an!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zwerg guckt Martha böse an und ganz brüskiert, &amp;quot;Töricht sagst du?&amp;quot; Er holt aus und hat ihr einfach eine geschmiert,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Martha erbebt als sie die Ohrfeige kassiert und durch die Erschütterung den Pieksehalm am Po verliert!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Martha ganz gücklich, kann&amp;#039;s kaum fassen: &amp;quot;Hab Dank, mein Retter. Das pieksige Stroh hat mich verlassen!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;So lass ich mir gerne eins verpassen, wenn dann die Pieksehalme meinen Po in Frieden lassen!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zwerg schaut verdutzt auf seine Hände, sichtlich erstaunt über dieses glückliche Ende,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Gern geschehen, Vogelscheuche! Nun wach du wieder über das Gelände, Und sag jedem Vogel, dass besser er verschwände.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Die glutäugige Susanne&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es dachten sich die Eltern der glutäugigen Susanne, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Kind ist nun erwachsen bald,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wir geben sie zu einem Manne,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn sonst ist sie schon bald … zu alt.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein reicher Händler war der erste Kandidat, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er schien dem Vater eine gute Partie, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auch wenn er keine Haare auf dem Kopf mehr hat, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Mutter meint: „Den nimmt das Kind doch nie!“ &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch wurde flugs, er zum Sonntagsmahl geladen, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er erschien im feinsten Zwirn und mit schwarzem Hut, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch biss der Hund ihn in die Waden, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er roch wohl nicht besonders gut? &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Susanne lobt den Hund und füttert ihn mit Leckerbissen, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn diesen Kahlkopf will sie nicht zum Manne.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater tobt: „Hast du denn gar kein Gewissen? &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nicht die Haare machen aus, den guten Ehemanne!“ &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Susanne schmollt: „Ist mir egal, den Kahlkopf nehme ich nicht!“ &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Händler schaut erst dumm, setzt wieder auf den Hut und geht dann wortlos fort. &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater schreit: „Hat denn mein Wunsch in diesem Hause kein Gewicht? &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich stand beim Händler doch im Wort!“ &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Susanne tobt und weint und schmollt, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
umarmt den Vater stumm.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie mag nicht wenn der Vater grollt &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und hofft sie stimmt ihn um. &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Mein Vater, mein Vater ich liebe dich sehr“, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hört es der Vater in seinen Ohren hallen. &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Bitte bring mir keinen Kahlkopf mehr,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch einer mit güldnen Locken, der könnt mir gefallen.“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Papperlapapp!“ sagt der Vater geschwind,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Güldene Locken ersetzen nicht Gold und Position&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so kommst du mir nicht davon, mein Kind,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den nächsten den ich dir präsentiere, der wird mein Schwiegersohn.“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sohn des Stadtkämmerers, ein Jüngling mit goldenem Haar,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
schon lange verliebt in Susanne, die im Stadtpark er gesehen,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wurde durch Dritte die Geschichte gewahr,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und meinte sofort: „Da muss was geschehen!“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Flugs suchte er den Vater der Holden auf in seinem Kontor,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der saß hinter seinem Schreibtisch mit grimmigem Gesicht&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Jüngling trat mutig und beherzt davor,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Gebt mir Susanne zu Weibe“ verlangte er schlicht.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vater Susannchens guckt bass erstaunt,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf den blondgelockten Jüngling von gutem Stande&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil Kandidat Susannens Gnade fand, war schon übel er gelaunt,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
des Stadtkämmerer Sohn jedoch, schien ihm geeignet für Familienbande.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Diener lässt er flugs Frau und  Tochter holen,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der Jüngling freut sich, vor Aufregung das Gesicht ganz fahl, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der Vater hat Susanne dann barsch befohlen&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Dieser hier wird dein Gemahl, ich lass dir keine andre Wahl!“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Susannchen erst stumm und blass dann bass erstaunt,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
glaubt ihren Augen nicht zu trauen,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Gut, ihn nehme ich“ hat sie dann leis geraunt&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und kann nicht aufhören mit Schauen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verliebt strahlt sie den Jüngling an, sie kann es gar nicht fassen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater hochzufrieden, schaut stolz zu seiner Gattin hin,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Die Hochzeit, Weib, kannst du nun richten, dieses Mal scheint es zu passen.“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Mutter strahlt nicht minder, hat Enkelkinder schon im Sinn.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ihr, ihr lieben Leute, euch sicher schon gedacht,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil es sich nach der Geschicht&amp;#039; vermuten lässt,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die große Liebe war es, die Glut der Minne war entfacht,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
es dauerte nicht lange, da gab &amp;#039;s ein schönes Hochzeitsfest,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch die Moral von der Geschicht&amp;#039;,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die es ja immer geben muss,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die verrate ich euch noch nicht,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn für heut ist erst Mal Schluss.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein ander Mal bin ich dann da &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und singe euch, was noch geschah,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
mit der glutäugigen Susanne &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ihrem blondgelockten Manne.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bis dahin, ihr lieben Leut&amp;#039;,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
geduldet euch .. bin durch für heut&amp;#039;! &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gassen- und Handwerkslieder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesen Liedern besingt Walter das Leben der einfachen Leute: Handwerker, Händler, Hafenarbeiter und all jene, die in den Straßen und Gassen Vellhafens ihren Alltag bestreiten. Die Stücke sind oft humorvoll, manchmal rau, aber stets voller Wärme für die Menschen, die sie porträtieren. Viele davon entstanden unterwegs, zwischen Marktständen, Werkstätten und Tavernen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Das Lumpensammlerlied des Willem Willink&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Gott Pares hat mich verdammt auf Erden, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein Hader- und Lumpensammler zu werden. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin Willem Willink, ja seht mich nur an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein Lumpenkerl, ein armer, doch ehrlicher Mann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit verschossener Jacke, zerrissener Hose, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ja starrt mich ruhig an – ich bin keine Mimose. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist mir lieber, als wenn ihr verächtlich wegseht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als wär ich nur Dreck, den man mit Füßen wegfegt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Manch einer hält Nase und Maul mit dem Tuche bedeckt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil mein Duft ihn erschreckt und seine Sinne befleckt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch nach Ambra und Moschus kann ich nicht duften,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
muss für Hadern und Lumpen tagtäglich schuften.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bin kein feiner Pflastertreter mit Gold und mit Muße –&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Glück war bei anderen auf besserem Fuße.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hab des Lebens Mühsal bis zur Neige geleert,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch blieb ich stets ehrlich, hab mich nie beschwert.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Meer der Schmerzen bin ich geschwommen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf einem Lumpensack dann zu liegen gekommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun stapf ich durch Vellhafens Gassen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um eure alten Tücher und Kleider zu fassen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bringt mir ruhig ungewaschen, ungekrumpen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
eure Lappen, Fetzen, Flecken und Lumpen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Alles rein in den Sack – man macht daraus Papier:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eingeweicht, gestampft, gegautscht – harte Arbeit, kein Pläsier.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dann geschöpft, gepresst, getrocknet – ein neues Werk erschaffen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
verkauft an Schreiber, Pfeffersäcke und auch an die Pfaffen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin Willem Willink, pack Lumpen in meinen Sack,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und bin schon wieder fort – schwuppdiwupp, zackzack!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schmäh- und Spottlieder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;==&lt;br /&gt;
Hier versammelt Walter von der Salzwiese all jene Lieder, in denen er mit fröhlicher Frechheit an Kronen, Krägen und Amtsketten zupft. Ob eitler Edelmann, überhebliche Amtsperson oder eine politische Entscheidung, die mehr Schatten als Glanz wirft – niemand ist vor Walters spitzem Humor sicher. Seine Spottlieder sind weniger Anklage als Kunststück: kleine musikalische Sticheleien, die Missgeschicke, Übertreibungen und Fehltritte in heitere Reime verwandeln. Mal neckisch, mal schelmisch, mal überraschend treffend – doch immer mit einem Lächeln, das zeigt, dass selbst die Mächtigen über sich lachen dürfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Conte Schiefhals&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Belbrücks&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Belbrücks sind kurze, scherzhafte Fünfzeiler, die in Antamar weit verbreitet sind. Walter sammelt sie seit seiner Jugend und dichtet selbst unzählige neue, meist über Orte, Menschen oder Begebenheiten, die ihm auf seinen Reisen begegnen. Sie folgen einer festen Reimform und werden in Tavernen gern laut mitgesprochen — oft zur großen Freude des Publikums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Heiliges Kaiserreich&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst Mädchen aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bragen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die wollt&amp;#039; was Besonderes wagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie sucht nach `nem Gatten im Kurier,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
jetzt hat sie nicht einen, sondern gleich vier,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die sich täglich übers Essen beklagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war mal ein Bauer aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ackerheim&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der machte in jeden Satz &amp;#039;nen Reim. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und als sein Haar wurde lichter, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da nannte er sich einen Dichter &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und blieb den ganzen Tag daheim. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Kind in &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kirchflecken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das wollte die Welt noch entdecken.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es konnte krabbeln, noch nich´ so gut laufen  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und purzelte prompt in jeden Misthaufen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und erschreckte wandernde Recken. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Oma aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Siebenbrück&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der bastelt der Sohn eine feine Krück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hat Oma hocherfreut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aber den Sohn hat&amp;#039;s gereut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn die Oma haute damit Leute in Stück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Junge aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Amartrutz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der nahm immer alle Gauner in Schutz, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als Mann er studierte, wurd&amp;#039; Rechtsanwalt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Gauner haben ihn nun bezahlt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und schon nannt&amp;#039; ihn keiner mehr Nichtsnutz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Kerl aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jatzlauken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der wollt nur Trompeten und Pauken, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn laute Musik, die liebte er sehr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
seinen Nachbarn machte das Leben er schwer. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie schimpfen ihn deshalb nen lauten Rabauken. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Recke aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bragen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der wollt auch was Besonderes wagen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er ging zu einem großen Turnier, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kam, sah und siegte gegen Vier, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gewann dann nen Helm mit Kragen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst der Vater vom Recken aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bragen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der wollte dem Sohn die Teilnahme versagen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bleib weg vom Turnier!&amp;quot; Wütend er droht: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Denn wenn du verlierst, dann bist ja tot!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Warum willst du dich unbedingt schlagen?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Thelessa&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gute Fürst aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Faelughaven&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
muss wie jeder in der Nacht auch schlafen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um dann sanft in den Schlaf zu gleiten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hilft dem gute Fürst beizeiten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Zählen von weißen Schafen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Orklande&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es zogen einst drei Kelten nach Westen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu suchen &amp;#039;nen Vierten, wenn möglich den Besten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie fanden ihn nah dem &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Orken-Lande&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht mittig sondern eher am Rande,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
im Eichenbaum sitzend auf Ästen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Vellhafener Städtebund&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Königreich Lothrinien&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Pferdehirt aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Belbrück&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das war ein rechter Franz im Glück, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als von der Weide eine Herde Pferde wurde geklaut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er sich gründlich umgeschaut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und brachte sie, heil und am Stück, zurück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Burgherr auf &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Burg Obquell&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der fror ganz erbärmlich, trotz Wolle und Fell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Wind hier oben schneidend und bitterkalt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von drinnen die Stimm&amp;#039; seiner Frau erschallt: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mein Liebster, an den Kamin, zack zack aber schnell.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Adelsrepublik Grauland&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Jungfer aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Surquell&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die war ganz besonders schnell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Da kam ein Jüngling aus Untermoor, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der setzte ihr nen Floh ins Ohr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und zog sie nieder auf sein Schafsfell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Dûn-Reich&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Hund in &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tsakmur&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der ging allen auf die Hutschnur. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weil er bellte und jaulte, immer und stets, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging er den Leuten dort schwer auf den Keks. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die schickten den Jauler in die Wüste zur Kur.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Aivarunenlande&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Aivarune aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Qara Qorum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der fummelte sich immer am Ohr rum. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Seine Frau machte das Gefummel nervös, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
schrie ihn an und wurde ganz bös. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er hörte nicht auf, das war ganz dumm. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Xetoka&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Dame aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Liwa&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die war eine rechte Diva, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
trug nur seidene Kleider und Hüte, pompöse, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Verrückt, ja aber sie war keine Böse. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn das war was, was sie nie war. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Inoda&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Knabe aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Horami&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aß für sein Leben gerne Salami,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ob morgens, abends, zu jeder Zeit,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
für Salami war er immer bereit,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und verschlang sie rasant wie&amp;#039;n Tsunami.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tica</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.antamar.eu/index.php?title=Liedgut_des_Barden_Walter_von_der_Salzwiese&amp;diff=126537</id>
		<title>Liedgut des Barden Walter von der Salzwiese</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.antamar.eu/index.php?title=Liedgut_des_Barden_Walter_von_der_Salzwiese&amp;diff=126537"/>
		<updated>2026-02-16T15:13:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tica: /* Balladen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Walter von der Salzwiese – Barde aus Vellhafen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walter von der Salzwiese gilt als einer der hoffnungsvollsten jungen Spielleute Vellhafens. Mit seinen gerade einmal erwachsenen Jahren hat er sich bereits einen Ruf erarbeitet, der manch älteren Barden neidisch werden lässt. Freundlich im Wesen, mit einer klaren, warmen Stimme und einem Talent, das Zuhörer mühelos in seinen Bann zieht, ist er in Schenken, auf Märkten und bei Festen gern gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein erstes Werk, „Das Lied von Brunihild“, verbreitete sich rasch über die Grenzen Vellhafens hinaus und wurde zu einem antamarweit bekannten Gassenhauer. Schon als Junge schickte Walter seine Verse und Melodien an den Vellhafener Kurier und erhielt dort früh Anerkennung für seine Dicht- und Vortragskunst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Herkunft und Familie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walter stammt aus Ismar, wo sein Vater Hein von der Salzwiese einen erfolgreichen Hof bewirtschaftet. Die Schafe der Familie grasen auf den salzhaltigen Wiesen Ismars, was dem Fleisch der berühmten Salzlämmer einen besonderen Geschmack verleiht. Wohlstand und Fleiß prägen Walters Herkunft, und es mangelte der Familie nie an etwas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein künstlerisches Talent verdankt Walter vor allem seiner Mutter Irina, die einst als Bardin unter dem Beinamen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;„Die Lerche aus Ismar“&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bekannt war. Sie tritt heute nicht mehr öffentlich auf, doch ihre Stimme und ihr Gespür für Melodie leben in ihrem Sohn weiter. Walters Brüder hingegen blieben der Landwirtschaft treu und führen den elterlichen Hof fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hinweis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die hier aufgeführten Lieder und Verse stammen — mit wenigen Ausnahmen (die aber immer extra gekennzeichnet sind)  — aus meiner eigener Feder.&lt;br /&gt;
Der Barde Walter von der Salzwiese wird im Spiel von mir verkörpert. Tica&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Balladen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
Walters Balladen erzählen von Liebe, Schicksal, Heldentum und den stillen Tragödien des Alltags. Sie sind länger gefasste Erzählgedichte, die oft auf wahren Begebenheiten beruhen oder von alten Sagen inspiriert wurden. Mit klarer Stimme und feinem Gespür für Stimmung trägt Walter sie auf Märkten, in Schenken und bei Festen vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Das Lied von Brunihild&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
War einst ein kleines Schneiderlein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das konnt schneidern, mit Stichlein fein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und dieses kleine Schneiderlein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging Nächtens in den Wald hinein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dort traf er sich mit Brunihild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die beiden trieben es dort wild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf einer Lichtung unerlaubt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er die Unschuld ihr geraubt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bruni aber war dem Joost versprochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der, der hatt&amp;#039; bald Lunt&amp;#039; gerochen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es kam, wie es dann kommen musste:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Joost, der ahnte, wenn auch nicht wusste,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass Brunihild ihn dreist belogen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und wahrscheinlich auch betrogen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er will es wissen, noch genauer,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und legt sich Nächtens auf die Lauer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Genau vor Brunihildes Elternhaus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und richtig, kaum war&amp;#039;s dunkel, trat sie hinaus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grimmig sieht Joost wie seine Braut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die selbst des Nachts sehr schön ausschaut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sich im Walde mit einem Schneider trifft,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihn gar küsst und herzt, das blonde Gift.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es schmerzt ihn sehr, er leidet Pein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie er so sieht sein Brunilein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Hals ihm schwillt und er sieht rot,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
stürmt auf die Lichtung: Schneider tot!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es heult und schreit die Braut vom Joost:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du Mörder! Bist du noch bei Trost?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch Joost, der schaut sie lange an,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kalt und böse sagt er dann:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du nahmst meinen Ring, warst mir versprochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bist mit dem Schneider hier ins Laub gekrochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hast ihn geküsst, geherzet sehr&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weißt du, dich will ich gar nicht mehr!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brunihilde, die war fassungslos,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
drehte sich um und rannte los.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach Hause will ich, denkt die Maid&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und rafft dann flugs das lange Kleid,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und sie rennet schnell und schneller,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zuhaus geht`s zunächst mal in den Keller.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wäscht aus das Kleid, besudelt von des Schneiders Blut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
lauscht nach oben, ob der Joost ihr womöglich folgen tut.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Joost jedoch, der will nur die Verlobung lösen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gleichgültig ihm ist, ob im Guten oder Bösen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Egal, ob sie ihn anzeigt, dieses Weib&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hauptsache sie bleibt ihm nun vom Leib.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am Elternhaus der Brunihild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ruft er laut und fuchtelt wild,:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich möchte meinen Ring zurück,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von diesem ungetreuen Stück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es wird keine Hochzeit geben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so eine heirat´ ich nie im Leben.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vater und Mutter sind bass erstaunt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was der Joost da ausposaunt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie befragen dann ihr Kind und schau&amp;#039;n es ratlos an:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sag uns Brunihild, was hast du nur getan,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass der Joost dich untreu schilt?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Setz uns bitte mal ins Bild.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Maid, die schweigt, nimmt kreidebleich&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Ring vom Finger dann sogleich.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vater gibt den Schmuck zurück,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf das er andere Hände schmück&amp;#039;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Joost läuft nun geschwind davon,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und dann brüllt der Vater schon:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was sollen denn die Leute denken?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Musstest du den Joost so kränken?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kind was hast du bloß gemacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
in dieser unglückseligen Nacht?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch Brunihild, die Ungetreue,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sagt kein Wort, schweigt nun auf Neue.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Mutter redet auf sie ein:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sag mir den Grund, Brunhildilein!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch auch der Mutter bleibt sie eine Antwort schuldig,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
diese schäumt vor Wut, fragt ungeduldig:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was sollen wir den Leuten sagen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wenn nach der Hochzeit sie uns fragen?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maid schweigt weiter, geht auf ihr Zimmer,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Lage, die wird schlimm und schlimmer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn Brunihilde weiß, dass sie ein Kindlein trägt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
in knapp fünf Monden es in der Wiege quäkt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Schande&amp;quot; denkt sie, &amp;quot;Welch ein Graus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie komme ich aus der Sache raus?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich geh ins Wasser!&amp;quot; ihr Entschluss,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sprach&amp;#039;s und ging geschwind zum Fluss.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am nächsten Tag hat der Vater sie gefunden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie aus dem Wasser raus gewunden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu einem Medicus verbracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch der hat nur aufgelacht:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Eine Tote bringt ihr mir? Was soll ich tun?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lasst sie auf dem Nergasacker ruh&amp;#039;n.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater sprach: &amp;quot;Mir ist nicht nach Scherzen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
untersuche ob ein Kind sie trug, unter ihrem Herzen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Medicus untersucht die Tote nun geschwind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann sagt er: &amp;quot;Ja, sie erwartete ein Kind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In vier, fünf Monden wär`s soweit gewesen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das kann ich an dem Körper lesen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater nickt, bezahlt den Mann, und nimmt die Leich&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bringt sie zum Nergasacker dann sogleich.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch Nergas Diener schicken ihn fort:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Begrabt sie einem anderen Ort!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nerga hasst jene, die sich selbst des Lebens berauben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das weiß der Vater, durch seinen tiefen Götterglauben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es schwillt die Wut ganz tief in ihm,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er denkt: Der Joost war mit Brunihild intim,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dafür sollte er nun bezahlen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn er verursacht diese Qualen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Leich&amp;#039; der Tochter in den Armen, die Augen voller Schmerz,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
stellt er den Joost und ohne Fragen, sticht er ihm `nen Dolch ins Herz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Richter nach acht langen Wochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat den Vater freigesprochen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn, so sprach der weise Mann:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bin selber Vater und daher ich verstehen kann,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was ihn zu dieser Tat gebracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vielleicht hätt`ich&amp;#039;s ebenso gemacht?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Betrüge den Verlobten nicht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eifersucht bei einem Mann,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gar schlimme Folgen haben kann!&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der Sohn der Maar-Fiar&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sein Clan längst erloschen, seine Geschichte dieses Lied bewahr. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Maar-Fiar waren Jäger, Jäger am Meer, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihre hölzernen Kanus glitten pfeilschnell umher. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, der stolze Aiva&amp;#039;un, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der verehrte gar sehr Lunin und auch den goldenen Lun, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
War nur Lunin, nicht Lun, am Nachthimmel zu sehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so wussten die Maar-Fiar: Es ist Zeit, auf die Jagd zu gehen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er und die Gefährten schoben ihre Kanus in die Wellen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
im Wissen, das Lunin ihren Weg wird erhellen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vier saßen in den Kanus, ob Mann, ob Frau,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zwei lenkten durch die Wogen, zwei spähten hinaus ins Grau. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Netzen und Angeln machten sie reiche Beute, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vom Ausmaß ihres Fangs erzählt man sich noch heute. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Speere und Spieße waren stets messerscharf gewetzt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
damit auch Raubfisch, kein Hai ihre Netze zerfetzt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eroberer und Mörder schlichen heran in dunkler Nacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als weder Lunin noch Lun den Himmel bewacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie drangen gewaltsam ein in Takoyas Haus, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
löschten zunächst seiner Familie die Lebenslichter aus. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gefesselt und geknebelt, gezwungen zuzusehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie all die Untaten vor seinen Augen geschehen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vom Schmerz wie von Sinnen, von Wut angefacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er das Unmögliche dennoch vollbracht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er zerriss seine Fesseln, spuckte den Knebel aus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
erschlug jeden Qim‑Mas, den er fand im Haus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er war nicht zu halten, von der Rache beseelt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
seine Muskeln und Sehnen in Eisen gestählt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch als er im Haus sein Werk vollbracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
trat er hinaus in die stockdunkle Nacht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Dutzend Qim‑Mas rangen den wilden Takoya nieder,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er starb – doch sein Pan‑Teon lebt fort, davon künden die Lieder. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Maar‑Fiar, den stolzen Jägern der Meere,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gebührt auf ewig unsere stille Ehre.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein ganzer Clan, gefallen durch fremde Horden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
durch wilde Feinde, die nur brandschatzen und morden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in der alten Heimat der Maar-Fiar, das weiß jedes Kind, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weht nun an allen Orten eine fremde Flagge im Wind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Grauländer, diese Qim-Mas, wohnen nun dort, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Geister der Maar-Fiar hüten jeden Ort. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der Ring des Räubers &amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht weit von hier in einem tiefen Tal,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da wohnte eine Maid im Wald an einem Wasserfall. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie war so schön, so schön wie Milch und Blut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von ganzem Herzen war sie einem Manne gut. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du armes Kind, du dauerst meine Seele. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weil ich nur ein Räuber bin, wohn&amp;#039; in einer Höhle&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Du kannst fürwahr nicht länger bei mir sein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ich muss jetzt fort, tief in den Wald hinein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nimm diesen Ring, und sollte man dich fragen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so sag&amp;#039; ein Räuber habe ihn getragen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der dich geliebt, geliebt bei Tag und Nacht&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der so manchen um Hab und Gut gebracht&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sprach er nach vielen Monden zu ihr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nach so  vielen Tagen und Nächten mit Pläsier, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihr half kein Wehen und auch kein Klagen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie musste seinen Weggang weinend ertragen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schöne tat, was der Geliebte ihr gesagt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging zurück zu ihrem Dorf, tieftraurig verzagt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie zeigte den Leuten den güldenen Ring, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das vermaledeite wertvolle, aber gestohlene Ding. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie weinte: &amp;quot;Der Räuber, den ich geliebt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat ihn getragen bei Tag und auch bei Nacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der so  manchen um Hab und Gut gebracht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat mich geliebt, bei Tag und auch bei Nacht.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Leute im Dorf waren empört, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht die Liebe an sich hat sie gestört, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aber, dass sie einem Räuber galt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dieses man eine Sünde schalt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sprachen: &amp;quot;Geh in den Tempel, törichte Maid &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und klag den Geweihten dort dein Leid, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Ring, den spende an die Götter, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann verstummen auch die Spötter.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie kann man einen Räuber lieben, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Unglückseliges Kind, was hat dich umgetrieben?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maid weinte bitter und lange, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vor der Zukunft war ihr sehr bange. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Verlust des Liebsten hat sie schon entsetzt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
war sie nun zusätzlich Hohn und Spott ausgesetzt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie trat in einen heiligen Orden ein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um eine Dienerin für die Götter zu sein. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So lebt sie nun dorten, fleißig und fromm,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Jahre verrinnen, die Welt bleibt ihr stumm.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch manchmal im Dunkel, wenn die Kerzen vergeh’n,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
meint sie den Räuber wie im Traume zu seh’n.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann flüstert sie leise, so sanft wie der Wind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass Herzen nicht wählen, wohin sie bestimmt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und tief in ihr drinnen, verborgen und sacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
lebt weiter die Liebe bei Tag und bei Nacht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der treue Hund&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr Leute, lasset mich berichten, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von gar wundersamen Geschichten, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine tue ich Euch nun kund, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie ist zu Orstoc einst geschehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ihr Held, das war ein Hund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein reicher Bauer mit dem Namen Friedrich Klein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kehrte nach dem Marktbesuch in ein Wirtshaus ein. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er hatte Vieh verkauft, trug bei sich den Erlös, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das rochen in der Schenke zwei Räuber, bitterbös. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als nun der reiche Bauer des Nachts zu Bette ging, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
beschlossen diese Räuber zu drehen ein schlimmes Ding. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie schlichen im Gasthaus in seine Kammer hinein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und drangen mit ihren Messern bedrohlich ein auf Friedrich Klein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schon packten ihn die Schlimmen, an seiner bloßen Kehle, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da schrie mit letzten Kräften, Friedrich die Angst sich von der Seele &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das hörte im Stalle, nicht sein Knecht aber der treue Hund, .&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er riss sich von der Kette und schon er in der Kammer stund &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bevor die Mörder die Messer setzten an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er stürzt sich auf die Kerle und rettet so den Mann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ward überwältigt, die böse Mörderbrut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu Orstoc, auf dem Richtblock, da floss zum Lohn ihr Blut. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch in dem Kampf fügten sie dem treuen Tier zu eine böse Wund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und schon am nächsten Tage da starb der arme Hund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es setzt in seinem Garten, der Bauer Klein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dem treuen braven Hunde aus Marmor einen Stein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darauf stand geschrieben dieses hier: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Viel treuer als die Menschen ist oft ein Hundetier. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Die Geschichte vom Räuber Hannes&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es sagt einst ein Kind zur seiner Großmama: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wenn ich erwachsen bin, was werd ich da?  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hab wenig Lust auf Feldarbeit. Kann ich vielleicht ein Räuber sein? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Muss wenig tun, nur ein bisschen rauben. Das wär&amp;#039; einfach und sehr fein.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Alte wiegt besorgt den Kopf, streichelt sanft den Enkelsohn. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich erzähl dir &amp;#039;ne Geschichte, die beantwortet deine Frage schon.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lehnt sich zurück, dann hebt sie an und sie erzählt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Geschichte vom Räuber Hannes hat sie gewählt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch des Waldes düstre Gründe auf naturverschlungnem Pfaden  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wandelt eine Magd zum Markt nach Vellhafen mit schmerzenden Waden. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hui, da plötzlich stürmt des Banditen kühner Sohn aus dem Geheg, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
scharf bewehrt bis an die Zähne, und vertritt ihr flugs den Weg. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Seid Ihr&amp;quot;, fragt die Frau erblassend, einer dunklen Ahnung voll, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;nicht vielleicht der Räuber Hannes, der allhier grassieren soll?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ja, ich bin´s, du Unglücksel´ge, ja, ich bin´s, der sich dir zeigt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und du bist diejen´ge, welche sich nun vor mir verneigt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn mit hochwillkomm´ner Beute nahst du mir zu guter Stund!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sprachs und nahm ihr weg den Korb, durchwühlt ihn schnell bis auf den Grund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wie Schuppen von den Augen fällt´s der schlichten Magd sogleich: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ihr seid Hannes!&amp;quot;, ruft sie bleich. &amp;quot;Bin es!&amp;quot; spricht der Räuber weich. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bin´s und sage dir noch dieses: ich töte dich du dummes Weib, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bringst du mir nicht auf dem Rückweg Gold, ramm ich meinen Dolch in deinen Leib.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Magd wird blass und blässer und eilt zum Markt, sucht den Büttel Reodan, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
findet ihn, fragt ängstlich dann, ob er ihr wohl helfen kann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jener stimmt zu, sie zu begleiten, denn den Räuber will er fangen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
baumeln soll der Räuber Hannes, an dem Galgen soll er hangen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesagt, getan und aus dem Walde eilt der Hannes schnell heran, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn er sieht nur das Mägdelein und nicht den guten Reodan. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jener hat sich vorher schon gut versteckt hinter einer dicken Eich, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er springt heraus, macht sich ganz groß und packt sogleich, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann den Räuber Hannes fest am Arm und am Halse an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
damit der Bösewicht dem harten Griffe nicht entweichen kann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Schurke! Hab dich!&amp;quot; so donnert er, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Nun entkommst du mir nicht mehr!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Mit des Seilers Tochter mach ich dich bekannt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aufatmen wird das ganze Land.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Werde besser Räuber nicht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sonst landet man am Ende nur an einem Strick und baumelt dann im Wind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Drum werde artig und bleib brav, sonst kommt Reodan mein Kind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Die Vogelscheuche Martha Stroh&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vogelscheuche Martha Stroh, wurd&amp;#039; ihres Daseins nicht mehr froh.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn es war nun einmal so, ein Strohhalm piekste sie am Po.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie fand es schrecklich, musste weinen, so schlimm juckte es der Kleinen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn, auch eine Scheuche hat ein Recht auf einen - unversehrten Po, sollte man meinen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da kam ein Zwerg am Feld vorbei, hörte sogleich das Wehgeschrei.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Mach doch hier nicht so&amp;#039; n Bohei! Trink dir nen Schnaps oder auch zwei.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was kannst es denn so Schlimmes geben, dass du so greinst wie um dein Leben?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Oder trinkt den vergorenen Saft der Reben, das wird deine Stimmung heben!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Törichter Zwerg, was rätst du mir da, kleiner Mann? Fast wie der Mönch vorhin, der riet zu Baldrian.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch musst doch sehen, dass ich nichts trinken kann, schau einfach meinen Mund mal an!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zwerg guckt Martha böse an und ganz brüskiert, &amp;quot;Töricht sagst du?&amp;quot; Er holt aus und hat ihr einfach eine geschmiert,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Martha erbebt als sie die Ohrfeige kassiert und durch die Erschütterung den Pieksehalm am Po verliert!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Martha ganz gücklich, kann&amp;#039;s kaum fassen: &amp;quot;Hab Dank, mein Retter. Das pieksige Stroh hat mich verlassen!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;So lass ich mir gerne eins verpassen, wenn dann die Pieksehalme meinen Po in Frieden lassen!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zwerg schaut verdutzt auf seine Hände, sichtlich erstaunt über dieses glückliche Ende,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Gern geschehen, Vogelscheuche! Nun wach du wieder über das Gelände, Und sag jedem Vogel, dass besser er verschwände.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Die glutäugige Susanne&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es dachten sich die Eltern der glutäugigen Susanne, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Kind ist nun erwachsen bald,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wir geben sie zu einem Manne,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn sonst ist sie schon bald … zu alt.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein reicher Händler war der erste Kandidat, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er schien dem Vater eine gute Partie, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auch wenn er keine Haare auf dem Kopf mehr hat, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Mutter meint: „Den nimmt das Kind doch nie!“ &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch wurde flugs, er zum Sonntagsmahl geladen, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er erschien im feinsten Zwirn und mit schwarzem Hut, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch biss der Hund ihn in die Waden, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er roch wohl nicht besonders gut? &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Susanne lobt den Hund und füttert ihn mit Leckerbissen, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn diesen Kahlkopf will sie nicht zum Manne.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater tobt: „Hast du denn gar kein Gewissen? &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nicht die Haare machen aus, den guten Ehemanne!“ &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Susanne schmollt: „Ist mir egal, den Kahlkopf nehme ich nicht!“ &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Händler schaut erst dumm, setzt wieder auf den Hut und geht dann wortlos fort. &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater schreit: „Hat denn mein Wunsch in diesem Hause kein Gewicht? &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich stand beim Händler doch im Wort!“ &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Susanne tobt und weint und schmollt, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
umarmt den Vater stumm.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie mag nicht wenn der Vater grollt &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und hofft sie stimmt ihn um. &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Mein Vater, mein Vater ich liebe dich sehr“, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hört es der Vater in seinen Ohren hallen. &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Bitte bring mir keinen Kahlkopf mehr,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch einer mit güldnen Locken, der könnt mir gefallen.“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Papperlapapp!“ sagt der Vater geschwind,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Güldene Locken ersetzen nicht Gold und Position&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so kommst du mir nicht davon, mein Kind,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den nächsten den ich dir präsentiere, der wird mein Schwiegersohn.“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sohn des Stadtkämmerers, ein Jüngling mit goldenem Haar,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
schon lange verliebt in Susanne, die im Stadtpark er gesehen,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wurde durch Dritte die Geschichte gewahr,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und meinte sofort: „Da muss was geschehen!“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Flugs suchte er den Vater der Holden auf in seinem Kontor,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der saß hinter seinem Schreibtisch mit grimmigem Gesicht&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Jüngling trat mutig und beherzt davor,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Gebt mir Susanne zu Weibe“ verlangte er schlicht.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vater Susannchens guckt bass erstaunt,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf den blondgelockten Jüngling von gutem Stande&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil Kandidat Susannens Gnade fand, war schon übel er gelaunt,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
des Stadtkämmerer Sohn jedoch, schien ihm geeignet für Familienbande.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Diener lässt er flugs Frau und  Tochter holen,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der Jüngling freut sich, vor Aufregung das Gesicht ganz fahl, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der Vater hat Susanne dann barsch befohlen&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Dieser hier wird dein Gemahl, ich lass dir keine andre Wahl!“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Susannchen erst stumm und blass dann bass erstaunt,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
glaubt ihren Augen nicht zu trauen,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Gut, ihn nehme ich“ hat sie dann leis geraunt&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und kann nicht aufhören mit Schauen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verliebt strahlt sie den Jüngling an, sie kann es gar nicht fassen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater hochzufrieden, schaut stolz zu seiner Gattin hin,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Die Hochzeit, Weib, kannst du nun richten, dieses Mal scheint es zu passen.“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Mutter strahlt nicht minder, hat Enkelkinder schon im Sinn.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ihr, ihr lieben Leute, euch sicher schon gedacht,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil es sich nach der Geschicht&amp;#039; vermuten lässt,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die große Liebe war es, die Glut der Minne war entfacht,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
es dauerte nicht lange, da gab &amp;#039;s ein schönes Hochzeitsfest,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch die Moral von der Geschicht&amp;#039;,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die es ja immer geben muss,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die verrate ich euch noch nicht,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn für heut ist erst Mal Schluss.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein ander Mal bin ich dann da &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und singe euch, was noch geschah,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
mit der glutäugigen Susanne &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ihrem blondgelockten Manne.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bis dahin, ihr lieben Leut&amp;#039;,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
geduldet euch .. bin durch für heut&amp;#039;! &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gassen- und Handwerkslieder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesen Liedern besingt Walter das Leben der einfachen Leute: Handwerker, Händler, Hafenarbeiter und all jene, die in den Straßen und Gassen Vellhafens ihren Alltag bestreiten. Die Stücke sind oft humorvoll, manchmal rau, aber stets voller Wärme für die Menschen, die sie porträtieren. Viele davon entstanden unterwegs, zwischen Marktständen, Werkstätten und Tavernen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Das Lumpensammlerlied des Willem Willink&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Gott Pares hat mich verdammt auf Erden, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein Hader- und Lumpensammler zu werden. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin Willem Willink, ja seht mich nur an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein Lumpenkerl, ein armer, doch ehrlicher Mann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit verschossener Jacke, zerrissener Hose, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ja starrt mich ruhig an – ich bin keine Mimose. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist mir lieber, als wenn ihr verächtlich wegseht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als wär ich nur Dreck, den man mit Füßen wegfegt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Manch einer hält Nase und Maul mit dem Tuche bedeckt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil mein Duft ihn erschreckt und seine Sinne befleckt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch nach Ambra und Moschus kann ich nicht duften,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
muss für Hadern und Lumpen tagtäglich schuften.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bin kein feiner Pflastertreter mit Gold und mit Muße –&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Glück war bei anderen auf besserem Fuße.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hab des Lebens Mühsal bis zur Neige geleert,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch blieb ich stets ehrlich, hab mich nie beschwert.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Meer der Schmerzen bin ich geschwommen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf einem Lumpensack dann zu liegen gekommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun stapf ich durch Vellhafens Gassen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um eure alten Tücher und Kleider zu fassen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bringt mir ruhig ungewaschen, ungekrumpen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
eure Lappen, Fetzen, Flecken und Lumpen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Alles rein in den Sack – man macht daraus Papier:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eingeweicht, gestampft, gegautscht – harte Arbeit, kein Pläsier.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dann geschöpft, gepresst, getrocknet – ein neues Werk erschaffen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
verkauft an Schreiber, Pfeffersäcke und auch an die Pfaffen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin Willem Willink, pack Lumpen in meinen Sack,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und bin schon wieder fort – schwuppdiwupp, zackzack!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Belbrücks&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Belbrücks sind kurze, scherzhafte Fünfzeiler, die in Antamar weit verbreitet sind. Walter sammelt sie seit seiner Jugend und dichtet selbst unzählige neue, meist über Orte, Menschen oder Begebenheiten, die ihm auf seinen Reisen begegnen. Sie folgen einer festen Reimform und werden in Tavernen gern laut mitgesprochen — oft zur großen Freude des Publikums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Heiliges Kaiserreich&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst Mädchen aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bragen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die wollt&amp;#039; was Besonderes wagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie sucht nach `nem Gatten im Kurier,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
jetzt hat sie nicht einen, sondern gleich vier,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die sich täglich übers Essen beklagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war mal ein Bauer aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ackerheim&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der machte in jeden Satz &amp;#039;nen Reim. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und als sein Haar wurde lichter, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da nannte er sich einen Dichter &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und blieb den ganzen Tag daheim. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Kind in &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kirchflecken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das wollte die Welt noch entdecken.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es konnte krabbeln, noch nich´ so gut laufen  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und purzelte prompt in jeden Misthaufen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und erschreckte wandernde Recken. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Oma aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Siebenbrück&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der bastelt der Sohn eine feine Krück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hat Oma hocherfreut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aber den Sohn hat&amp;#039;s gereut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn die Oma haute damit Leute in Stück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Junge aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Amartrutz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der nahm immer alle Gauner in Schutz, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als Mann er studierte, wurd&amp;#039; Rechtsanwalt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Gauner haben ihn nun bezahlt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und schon nannt&amp;#039; ihn keiner mehr Nichtsnutz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Kerl aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jatzlauken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der wollt nur Trompeten und Pauken, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn laute Musik, die liebte er sehr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
seinen Nachbarn machte das Leben er schwer. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie schimpfen ihn deshalb nen lauten Rabauken. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Recke aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bragen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der wollt auch was Besonderes wagen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er ging zu einem großen Turnier, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kam, sah und siegte gegen Vier, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gewann dann nen Helm mit Kragen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst der Vater vom Recken aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bragen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der wollte dem Sohn die Teilnahme versagen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bleib weg vom Turnier!&amp;quot; Wütend er droht: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Denn wenn du verlierst, dann bist ja tot!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Warum willst du dich unbedingt schlagen?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Thelessa&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gute Fürst aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Faelughaven&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
muss wie jeder in der Nacht auch schlafen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um dann sanft in den Schlaf zu gleiten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hilft dem gute Fürst beizeiten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Zählen von weißen Schafen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Orklande&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es zogen einst drei Kelten nach Westen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu suchen &amp;#039;nen Vierten, wenn möglich den Besten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie fanden ihn nah dem &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Orken-Lande&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht mittig sondern eher am Rande,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
im Eichenbaum sitzend auf Ästen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Vellhafener Städtebund&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Königreich Lothrinien&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Pferdehirt aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Belbrück&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das war ein rechter Franz im Glück, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als von der Weide eine Herde Pferde wurde geklaut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er sich gründlich umgeschaut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und brachte sie, heil und am Stück, zurück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Burgherr auf &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Burg Obquell&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der fror ganz erbärmlich, trotz Wolle und Fell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Wind hier oben schneidend und bitterkalt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von drinnen die Stimm&amp;#039; seiner Frau erschallt: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mein Liebster, an den Kamin, zack zack aber schnell.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Adelsrepublik Grauland&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Jungfer aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Surquell&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die war ganz besonders schnell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Da kam ein Jüngling aus Untermoor, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der setzte ihr nen Floh ins Ohr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und zog sie nieder auf sein Schafsfell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Dûn-Reich&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Hund in &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tsakmur&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der ging allen auf die Hutschnur. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weil er bellte und jaulte, immer und stets, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging er den Leuten dort schwer auf den Keks. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die schickten den Jauler in die Wüste zur Kur.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Aivarunenlande&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Aivarune aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Qara Qorum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der fummelte sich immer am Ohr rum. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Seine Frau machte das Gefummel nervös, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
schrie ihn an und wurde ganz bös. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er hörte nicht auf, das war ganz dumm. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Xetoka&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Dame aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Liwa&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die war eine rechte Diva, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
trug nur seidene Kleider und Hüte, pompöse, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Verrückt, ja aber sie war keine Böse. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn das war was, was sie nie war. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Inoda&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Knabe aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Horami&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aß für sein Leben gerne Salami,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ob morgens, abends, zu jeder Zeit,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
für Salami war er immer bereit,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und verschlang sie rasant wie&amp;#039;n Tsunami.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tica</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.antamar.eu/index.php?title=Liedgut_des_Barden_Walter_von_der_Salzwiese&amp;diff=126536</id>
		<title>Liedgut des Barden Walter von der Salzwiese</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.antamar.eu/index.php?title=Liedgut_des_Barden_Walter_von_der_Salzwiese&amp;diff=126536"/>
		<updated>2026-02-16T15:02:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tica: /* Balladen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Walter von der Salzwiese – Barde aus Vellhafen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walter von der Salzwiese gilt als einer der hoffnungsvollsten jungen Spielleute Vellhafens. Mit seinen gerade einmal erwachsenen Jahren hat er sich bereits einen Ruf erarbeitet, der manch älteren Barden neidisch werden lässt. Freundlich im Wesen, mit einer klaren, warmen Stimme und einem Talent, das Zuhörer mühelos in seinen Bann zieht, ist er in Schenken, auf Märkten und bei Festen gern gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein erstes Werk, „Das Lied von Brunihild“, verbreitete sich rasch über die Grenzen Vellhafens hinaus und wurde zu einem antamarweit bekannten Gassenhauer. Schon als Junge schickte Walter seine Verse und Melodien an den Vellhafener Kurier und erhielt dort früh Anerkennung für seine Dicht- und Vortragskunst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Herkunft und Familie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walter stammt aus Ismar, wo sein Vater Hein von der Salzwiese einen erfolgreichen Hof bewirtschaftet. Die Schafe der Familie grasen auf den salzhaltigen Wiesen Ismars, was dem Fleisch der berühmten Salzlämmer einen besonderen Geschmack verleiht. Wohlstand und Fleiß prägen Walters Herkunft, und es mangelte der Familie nie an etwas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein künstlerisches Talent verdankt Walter vor allem seiner Mutter Irina, die einst als Bardin unter dem Beinamen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;„Die Lerche aus Ismar“&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bekannt war. Sie tritt heute nicht mehr öffentlich auf, doch ihre Stimme und ihr Gespür für Melodie leben in ihrem Sohn weiter. Walters Brüder hingegen blieben der Landwirtschaft treu und führen den elterlichen Hof fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hinweis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die hier aufgeführten Lieder und Verse stammen — mit wenigen Ausnahmen (die aber immer extra gekennzeichnet sind)  — aus meiner eigener Feder.&lt;br /&gt;
Der Barde Walter von der Salzwiese wird im Spiel von mir verkörpert. Tica&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Balladen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
Walters Balladen erzählen von Liebe, Schicksal, Heldentum und den stillen Tragödien des Alltags. Sie sind länger gefasste Erzählgedichte, die oft auf wahren Begebenheiten beruhen oder von alten Sagen inspiriert wurden. Mit klarer Stimme und feinem Gespür für Stimmung trägt Walter sie auf Märkten, in Schenken und bei Festen vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Das Lied von Brunihild&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
War einst ein kleines Schneiderlein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das konnt schneidern, mit Stichlein fein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und dieses kleine Schneiderlein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging Nächtens in den Wald hinein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dort traf er sich mit Brunihild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die beiden trieben es dort wild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf einer Lichtung unerlaubt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er die Unschuld ihr geraubt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bruni aber war dem Joost versprochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der, der hatt&amp;#039; bald Lunt&amp;#039; gerochen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es kam, wie es dann kommen musste:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Joost, der ahnte, wenn auch nicht wusste,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass Brunihild ihn dreist belogen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und wahrscheinlich auch betrogen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er will es wissen, noch genauer,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und legt sich Nächtens auf die Lauer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Genau vor Brunihildes Elternhaus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und richtig, kaum war&amp;#039;s dunkel, trat sie hinaus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grimmig sieht Joost wie seine Braut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die selbst des Nachts sehr schön ausschaut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sich im Walde mit einem Schneider trifft,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihn gar küsst und herzt, das blonde Gift.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es schmerzt ihn sehr, er leidet Pein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie er so sieht sein Brunilein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Hals ihm schwillt und er sieht rot,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
stürmt auf die Lichtung: Schneider tot!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es heult und schreit die Braut vom Joost:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du Mörder! Bist du noch bei Trost?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch Joost, der schaut sie lange an,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kalt und böse sagt er dann:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du nahmst meinen Ring, warst mir versprochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bist mit dem Schneider hier ins Laub gekrochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hast ihn geküsst, geherzet sehr&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weißt du, dich will ich gar nicht mehr!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brunihilde, die war fassungslos,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
drehte sich um und rannte los.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach Hause will ich, denkt die Maid&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und rafft dann flugs das lange Kleid,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und sie rennet schnell und schneller,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zuhaus geht`s zunächst mal in den Keller.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wäscht aus das Kleid, besudelt von des Schneiders Blut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
lauscht nach oben, ob der Joost ihr womöglich folgen tut.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Joost jedoch, der will nur die Verlobung lösen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gleichgültig ihm ist, ob im Guten oder Bösen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Egal, ob sie ihn anzeigt, dieses Weib&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hauptsache sie bleibt ihm nun vom Leib.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am Elternhaus der Brunihild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ruft er laut und fuchtelt wild,:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich möchte meinen Ring zurück,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von diesem ungetreuen Stück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es wird keine Hochzeit geben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so eine heirat´ ich nie im Leben.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vater und Mutter sind bass erstaunt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was der Joost da ausposaunt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie befragen dann ihr Kind und schau&amp;#039;n es ratlos an:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sag uns Brunihild, was hast du nur getan,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass der Joost dich untreu schilt?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Setz uns bitte mal ins Bild.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Maid, die schweigt, nimmt kreidebleich&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Ring vom Finger dann sogleich.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vater gibt den Schmuck zurück,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf das er andere Hände schmück&amp;#039;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Joost läuft nun geschwind davon,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und dann brüllt der Vater schon:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was sollen denn die Leute denken?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Musstest du den Joost so kränken?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kind was hast du bloß gemacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
in dieser unglückseligen Nacht?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch Brunihild, die Ungetreue,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sagt kein Wort, schweigt nun auf Neue.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Mutter redet auf sie ein:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sag mir den Grund, Brunhildilein!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch auch der Mutter bleibt sie eine Antwort schuldig,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
diese schäumt vor Wut, fragt ungeduldig:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was sollen wir den Leuten sagen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wenn nach der Hochzeit sie uns fragen?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maid schweigt weiter, geht auf ihr Zimmer,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Lage, die wird schlimm und schlimmer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn Brunihilde weiß, dass sie ein Kindlein trägt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
in knapp fünf Monden es in der Wiege quäkt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Schande&amp;quot; denkt sie, &amp;quot;Welch ein Graus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie komme ich aus der Sache raus?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich geh ins Wasser!&amp;quot; ihr Entschluss,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sprach&amp;#039;s und ging geschwind zum Fluss.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am nächsten Tag hat der Vater sie gefunden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie aus dem Wasser raus gewunden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu einem Medicus verbracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch der hat nur aufgelacht:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Eine Tote bringt ihr mir? Was soll ich tun?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lasst sie auf dem Nergasacker ruh&amp;#039;n.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater sprach: &amp;quot;Mir ist nicht nach Scherzen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
untersuche ob ein Kind sie trug, unter ihrem Herzen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Medicus untersucht die Tote nun geschwind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann sagt er: &amp;quot;Ja, sie erwartete ein Kind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In vier, fünf Monden wär`s soweit gewesen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das kann ich an dem Körper lesen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater nickt, bezahlt den Mann, und nimmt die Leich&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bringt sie zum Nergasacker dann sogleich.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch Nergas Diener schicken ihn fort:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Begrabt sie einem anderen Ort!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nerga hasst jene, die sich selbst des Lebens berauben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das weiß der Vater, durch seinen tiefen Götterglauben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es schwillt die Wut ganz tief in ihm,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er denkt: Der Joost war mit Brunihild intim,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dafür sollte er nun bezahlen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn er verursacht diese Qualen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Leich&amp;#039; der Tochter in den Armen, die Augen voller Schmerz,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
stellt er den Joost und ohne Fragen, sticht er ihm `nen Dolch ins Herz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Richter nach acht langen Wochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat den Vater freigesprochen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn, so sprach der weise Mann:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bin selber Vater und daher ich verstehen kann,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was ihn zu dieser Tat gebracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vielleicht hätt`ich&amp;#039;s ebenso gemacht?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Betrüge den Verlobten nicht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eifersucht bei einem Mann,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gar schlimme Folgen haben kann!&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der Sohn der Maar-Fiar&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sein Clan längst erloschen, seine Geschichte dieses Lied bewahr. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Maar-Fiar waren Jäger, Jäger am Meer, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihre hölzernen Kanus glitten pfeilschnell umher. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, der stolze Aiva&amp;#039;un, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der verehrte gar sehr Lunin und auch den goldenen Lun, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
War nur Lunin, nicht Lun, am Nachthimmel zu sehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so wussten die Maar-Fiar: Es ist Zeit, auf die Jagd zu gehen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er und die Gefährten schoben ihre Kanus in die Wellen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
im Wissen, das Lunin ihren Weg wird erhellen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vier saßen in den Kanus, ob Mann, ob Frau,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zwei lenkten durch die Wogen, zwei spähten hinaus ins Grau. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Netzen und Angeln machten sie reiche Beute, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vom Ausmaß ihres Fangs erzählt man sich noch heute. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Speere und Spieße waren stets messerscharf gewetzt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
damit auch Raubfisch, kein Hai ihre Netze zerfetzt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eroberer und Mörder schlichen heran in dunkler Nacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als weder Lunin noch Lun den Himmel bewacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie drangen gewaltsam ein in Takoyas Haus, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
löschten zunächst seiner Familie die Lebenslichter aus. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gefesselt und geknebelt, gezwungen zuzusehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie all die Untaten vor seinen Augen geschehen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vom Schmerz wie von Sinnen, von Wut angefacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er das Unmögliche dennoch vollbracht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er zerriss seine Fesseln, spuckte den Knebel aus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
erschlug jeden Qim‑Mas, den er fand im Haus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er war nicht zu halten, von der Rache beseelt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
seine Muskeln und Sehnen in Eisen gestählt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch als er im Haus sein Werk vollbracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
trat er hinaus in die stockdunkle Nacht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Dutzend Qim‑Mas rangen den wilden Takoya nieder,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er starb – doch sein Pan‑Teon lebt fort, davon künden die Lieder. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Maar‑Fiar, den stolzen Jägern der Meere,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gebührt auf ewig unsere stille Ehre.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein ganzer Clan, gefallen durch fremde Horden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
durch wilde Feinde, die nur brandschatzen und morden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in der alten Heimat der Maar-Fiar, das weiß jedes Kind, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weht nun an allen Orten eine fremde Flagge im Wind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Grauländer, diese Qim-Mas, wohnen nun dort, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Geister der Maar-Fiar hüten jeden Ort. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der Ring des Räubers &amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht weit von hier in einem tiefen Tal,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da wohnte eine Maid im Wald an einem Wasserfall. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie war so schön, so schön wie Milch und Blut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von ganzem Herzen war sie einem Manne gut. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du armes Kind, du dauerst meine Seele. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weil ich nur ein Räuber bin, wohn&amp;#039; in einer Höhle&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Du kannst fürwahr nicht länger bei mir sein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ich muss jetzt fort, tief in den Wald hinein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nimm diesen Ring, und sollte man dich fragen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so sag&amp;#039; ein Räuber habe ihn getragen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der dich geliebt, geliebt bei Tag und Nacht&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der so manchen um Hab und Gut gebracht&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sprach er nach vielen Monden zu ihr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nach so  vielen Tagen und Nächten mit Pläsier, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihr half kein Wehen und auch kein Klagen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie musste seinen Weggang weinend ertragen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schöne tat, was der Geliebte ihr gesagt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging zurück zu ihrem Dorf, tieftraurig verzagt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie zeigte den Leuten den güldenen Ring, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das vermaledeite wertvolle, aber gestohlene Ding. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie weinte: &amp;quot;Der Räuber, den ich geliebt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat ihn getragen bei Tag und auch bei Nacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der so  manchen um Hab und Gut gebracht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat mich geliebt, bei Tag und auch bei Nacht.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Leute im Dorf waren empört, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht die Liebe an sich hat sie gestört, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aber, dass sie einem Räuber galt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dieses man eine Sünde schalt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sprachen: &amp;quot;Geh in den Tempel, törichte Maid &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und klag den Geweihten dort dein Leid, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Ring, den spende an die Götter, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann verstummen auch die Spötter.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie kann man einen Räuber lieben, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Unglückseliges Kind, was hat dich umgetrieben?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maid weinte bitter und lange, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vor der Zukunft war ihr sehr bange. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Verlust des Liebsten hat sie schon entsetzt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
war sie nun zusätzlich Hohn und Spott ausgesetzt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie trat in einen heiligen Orden ein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um eine Dienerin für die Götter zu sein. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So lebt sie nun dorten, fleißig und fromm,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Jahre verrinnen, die Welt bleibt ihr stumm.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch manchmal im Dunkel, wenn die Kerzen vergeh’n,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
meint sie den Räuber wie im Traume zu seh’n.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann flüstert sie leise, so sanft wie der Wind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass Herzen nicht wählen, wohin sie bestimmt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und tief in ihr drinnen, verborgen und sacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
lebt weiter die Liebe bei Tag und bei Nacht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der treue Hund&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr Leute, lasset mich berichten, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von gar wundersamen Geschichten, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine tue ich Euch nun kund, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie ist zu Orstoc einst geschehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ihr Held, das war ein Hund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein reicher Bauer mit dem Namen Friedrich Klein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kehrte nach dem Marktbesuch in ein Wirtshaus ein. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er hatte Vieh verkauft, trug bei sich den Erlös, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das rochen in der Schenke zwei Räuber, bitterbös. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als nun der reiche Bauer des Nachts zu Bette ging, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
beschlossen diese Räuber zu drehen ein schlimmes Ding. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie schlichen im Gasthaus in seine Kammer hinein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und drangen mit ihren Messern bedrohlich ein auf Friedrich Klein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schon packten ihn die Schlimmen, an seiner bloßen Kehle, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da schrie mit letzten Kräften, Friedrich die Angst sich von der Seele &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das hörte im Stalle, nicht sein Knecht aber der treue Hund, .&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er riss sich von der Kette und schon er in der Kammer stund &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bevor die Mörder die Messer setzten an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er stürzt sich auf die Kerle und rettet so den Mann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ward überwältigt, die böse Mörderbrut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu Orstoc, auf dem Richtblock, da floss zum Lohn ihr Blut. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch in dem Kampf fügten sie dem treuen Tier zu eine böse Wund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und schon am nächsten Tage da starb der arme Hund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es setzt in seinem Garten, der Bauer Klein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dem treuen braven Hunde aus Marmor einen Stein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darauf stand geschrieben dieses hier: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Viel treuer als die Menschen ist oft ein Hundetier. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Die Geschichte vom Räuber Hannes&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es sagt einst ein Kind zur seiner Großmama: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wenn ich erwachsen bin, was werd ich da?  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hab wenig Lust auf Feldarbeit. Kann ich vielleicht ein Räuber sein? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Muss wenig tun, nur ein bisschen rauben. Das wär&amp;#039; einfach und sehr fein.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Alte wiegt besorgt den Kopf, streichelt sanft den Enkelsohn. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich erzähl dir &amp;#039;ne Geschichte, die beantwortet deine Frage schon.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lehnt sich zurück, dann hebt sie an und sie erzählt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Geschichte vom Räuber Hannes hat sie gewählt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch des Waldes düstre Gründe auf naturverschlungnem Pfaden  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wandelt eine Magd zum Markt nach Vellhafen mit schmerzenden Waden. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hui, da plötzlich stürmt des Banditen kühner Sohn aus dem Geheg, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
scharf bewehrt bis an die Zähne, und vertritt ihr flugs den Weg. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Seid Ihr&amp;quot;, fragt die Frau erblassend, einer dunklen Ahnung voll, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;nicht vielleicht der Räuber Hannes, der allhier grassieren soll?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ja, ich bin´s, du Unglücksel´ge, ja, ich bin´s, der sich dir zeigt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und du bist diejen´ge, welche sich nun vor mir verneigt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn mit hochwillkomm´ner Beute nahst du mir zu guter Stund!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sprachs und nahm ihr weg den Korb, durchwühlt ihn schnell bis auf den Grund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wie Schuppen von den Augen fällt´s der schlichten Magd sogleich: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ihr seid Hannes!&amp;quot;, ruft sie bleich. &amp;quot;Bin es!&amp;quot; spricht der Räuber weich. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bin´s und sage dir noch dieses: ich töte dich du dummes Weib, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bringst du mir nicht auf dem Rückweg Gold, ramm ich meinen Dolch in deinen Leib.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Magd wird blass und blässer und eilt zum Markt, sucht den Büttel Reodan, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
findet ihn, fragt ängstlich dann, ob er ihr wohl helfen kann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jener stimmt zu, sie zu begleiten, denn den Räuber will er fangen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
baumeln soll der Räuber Hannes, an dem Galgen soll er hangen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesagt, getan und aus dem Walde eilt der Hannes schnell heran, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn er sieht nur das Mägdelein und nicht den guten Reodan. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jener hat sich vorher schon gut versteckt hinter einer dicken Eich, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er springt heraus, macht sich ganz groß und packt sogleich, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann den Räuber Hannes fest am Arm und am Halse an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
damit der Bösewicht dem harten Griffe nicht entweichen kann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Schurke! Hab dich!&amp;quot; so donnert er, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Nun entkommst du mir nicht mehr!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Mit des Seilers Tochter mach ich dich bekannt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aufatmen wird das ganze Land.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Werde besser Räuber nicht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sonst landet man am Ende nur an einem Strick und baumelt dann im Wind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Drum werde artig und bleib brav, sonst kommt Reodan mein Kind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Die Vogelscheuche Martha Stroh&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vogelscheuche Martha Stroh, wurd&amp;#039; ihres Daseins nicht mehr froh.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn es war nun einmal so, ein Strohhalm piekste sie am Po.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie fand es schrecklich, musste weinen, so schlimm juckte es der Kleinen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn, auch eine Scheuche hat ein Recht auf einen - unversehrten Po, sollte man meinen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da kam ein Zwerg am Feld vorbei, hörte sogleich das Wehgeschrei.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Mach doch hier nicht so&amp;#039; n Bohei! Trink dir nen Schnaps oder auch zwei.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was kannst es denn so Schlimmes geben, dass du so greinst wie um dein Leben?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Oder trinkt den vergorenen Saft der Reben, das wird deine Stimmung heben!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Törichter Zwerg, was rätst du mir da, kleiner Mann? Fast wie der Mönch vorhin, der riet zu Baldrian.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch musst doch sehen, dass ich nichts trinken kann, schau einfach meinen Mund mal an!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zwerg guckt Martha böse an und ganz brüskiert, &amp;quot;Töricht sagst du?&amp;quot; Er holt aus und hat ihr einfach eine geschmiert,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Martha erbebt als sie die Ohrfeige kassiert und durch die Erschütterung den Pieksehalm am Po verliert!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Martha ganz gücklich, kann&amp;#039;s kaum fassen: &amp;quot;Hab Dank, mein Retter. Das pieksige Stroh hat mich verlassen!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;So lass ich mir gerne eins verpassen, wenn dann die Pieksehalme meinen Po in Frieden lassen!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zwerg schaut verdutzt auf seine Hände, sichtlich erstaunt über dieses glückliche Ende,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Gern geschehen, Vogelscheuche! Nun wach du wieder über das Gelände, Und sag jedem Vogel, dass besser er verschwände.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Die glutäugige Susanne&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es dachten sich die Eltern der glutäugigen Susanne, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Kind ist nun erwachsen bald,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wir geben sie zu einem Manne,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn sonst ist sie schon bald … zu alt.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
    Ein reicher Händler war der erste Kandidat, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
    er schien dem Vater eine gute Partie, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
    auch wenn er keine Haare auf dem Kopf mehr hat, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
    Die Mutter meint: „Den nimmt das Kind doch nie!“ &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
    Dennoch wurde flugs, er zum Sonntagsmahl geladen, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
    er erschien im feinsten Zwirn und mit schwarzem Hut, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
    doch biss der Hund ihn in die Waden, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
    er roch wohl nicht besonders gut? &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
    Susanne lobt den Hund und füttert ihn mit Leckerbissen, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
    denn diesen Kahlkopf will sie nicht zum Manne.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
    Der Vater tobt: „Hast du denn gar kein Gewissen? &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
    Nicht die Haare machen aus, den guten Ehemanne!“ &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
    Susanne schmollt: „Ist mir egal, den Kahlkopf nehme ich nicht!“ &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
    Der Händler schaut erst dumm, setzt wieder auf den Hut und geht dann wortlos fort. &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
    Der Vater schreit: „Hat denn mein Wunsch in diesem Hause kein Gewicht? &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
    Ich stand beim Händler doch im Wort!“ &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
    Susanne tobt und weint und schmollt, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
    umarmt den Vater stumm.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
    sie mag nicht wenn der Vater grollt &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
    und hofft sie stimmt ihn um. &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
    „Mein Vater, mein Vater ich liebe dich sehr“, &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
    hört es der Vater in seinen Ohren hallen. &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
    „Bitte bring mir keinen Kahlkopf mehr,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
    doch einer mit güldnen Locken, der könnt mir gefallen.“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
    „Papperlapapp!“ sagt der Vater geschwind,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
    „Güldene Locken ersetzen nicht Gold und Position&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
    so kommst du mir nicht davon, mein Kind,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
    den nächsten den ich dir präsentiere, der wird mein Schwiegersohn.“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
    Der Sohn des Stadtkämmerers, ein Jüngling mit goldenem Haar,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
    schon lange verliebt in Susanne, die im Stadtpark er gesehen,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
    wurde durch Dritte die Geschichte gewahr,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
    und meinte sofort: „Da muss was geschehen!“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
    Flugs suchte er den Vater der Holden auf in seinem Kontor,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
    der saß hinter seinem Schreibtisch mit grimmigem Gesicht&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
    Der Jüngling trat mutig und beherzt davor,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
    „Gebt mir Susanne zu Weibe“ verlangte er schlicht.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
    Der Vater Susannchens guckt bass erstaunt,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
    auf den blondgelockten Jüngling von gutem Stande&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
    weil Kandidat Susannens Gnade fand, war schon übel er gelaunt,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
    des Stadtkämmerer Sohn jedoch, schien ihm geeignet für Familienbande.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
    Vom Diener lässt er flugs Frau und  Tochter holen,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
    der Jüngling freut sich, vor Aufregung das Gesicht ganz fahl, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
    der Vater hat Susanne dann barsch befohlen&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
    „Dieser hier wird dein Gemahl, ich lass dir keine andre Wahl!“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
    Susannchen erst stumm und blass dann bass erstaunt,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
    glaubt ihren Augen nicht zu trauen,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
    „Gut, ihn nehme ich“ hat sie dann leis geraunt&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
    und kann nicht aufhören mit Schauen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
    Verliebt strahlt sie den Jüngling an, sie kann es gar nicht fassen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
    Der Vater hochzufrieden, schaut stolz zu seiner Gattin hin,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
    „Die Hochzeit, Weib, kannst du nun richten, dieses Mal scheint es zu passen.“&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
    Die Mutter strahlt nicht minder, hat Enkelkinder schon im Sinn.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
    Was ihr, ihr lieben Leute, euch sicher schon gedacht,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
    weil es sich nach der Geschicht&amp;#039; vermuten lässt,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
    die große Liebe war es, die Glut der Minne war entfacht,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
    es dauerte nicht lange, da gab &amp;#039;s ein schönes Hochzeitsfest,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
    Doch die Moral von der Geschicht&amp;#039;,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
    die es ja immer geben muss,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
    die verrate ich euch noch nicht,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
    denn für heut ist erst Mal Schluss.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
    Ein ander Mal bin ich dann da &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
    und singe euch, was noch geschah,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
    mit der glutäugigen Susanne &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
    und ihrem blondgelockten Manne.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
    Bis dahin, ihr lieben Leut&amp;#039;,&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
    geduldet euch .. bin durch für heut&amp;#039;! &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gassen- und Handwerkslieder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesen Liedern besingt Walter das Leben der einfachen Leute: Handwerker, Händler, Hafenarbeiter und all jene, die in den Straßen und Gassen Vellhafens ihren Alltag bestreiten. Die Stücke sind oft humorvoll, manchmal rau, aber stets voller Wärme für die Menschen, die sie porträtieren. Viele davon entstanden unterwegs, zwischen Marktständen, Werkstätten und Tavernen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Das Lumpensammlerlied des Willem Willink&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Gott Pares hat mich verdammt auf Erden, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein Hader- und Lumpensammler zu werden. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin Willem Willink, ja seht mich nur an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein Lumpenkerl, ein armer, doch ehrlicher Mann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit verschossener Jacke, zerrissener Hose, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ja starrt mich ruhig an – ich bin keine Mimose. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist mir lieber, als wenn ihr verächtlich wegseht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als wär ich nur Dreck, den man mit Füßen wegfegt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Manch einer hält Nase und Maul mit dem Tuche bedeckt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil mein Duft ihn erschreckt und seine Sinne befleckt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch nach Ambra und Moschus kann ich nicht duften,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
muss für Hadern und Lumpen tagtäglich schuften.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bin kein feiner Pflastertreter mit Gold und mit Muße –&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Glück war bei anderen auf besserem Fuße.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hab des Lebens Mühsal bis zur Neige geleert,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch blieb ich stets ehrlich, hab mich nie beschwert.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Meer der Schmerzen bin ich geschwommen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf einem Lumpensack dann zu liegen gekommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun stapf ich durch Vellhafens Gassen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um eure alten Tücher und Kleider zu fassen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bringt mir ruhig ungewaschen, ungekrumpen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
eure Lappen, Fetzen, Flecken und Lumpen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Alles rein in den Sack – man macht daraus Papier:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eingeweicht, gestampft, gegautscht – harte Arbeit, kein Pläsier.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dann geschöpft, gepresst, getrocknet – ein neues Werk erschaffen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
verkauft an Schreiber, Pfeffersäcke und auch an die Pfaffen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin Willem Willink, pack Lumpen in meinen Sack,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und bin schon wieder fort – schwuppdiwupp, zackzack!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Belbrücks&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Belbrücks sind kurze, scherzhafte Fünfzeiler, die in Antamar weit verbreitet sind. Walter sammelt sie seit seiner Jugend und dichtet selbst unzählige neue, meist über Orte, Menschen oder Begebenheiten, die ihm auf seinen Reisen begegnen. Sie folgen einer festen Reimform und werden in Tavernen gern laut mitgesprochen — oft zur großen Freude des Publikums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Heiliges Kaiserreich&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst Mädchen aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bragen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die wollt&amp;#039; was Besonderes wagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie sucht nach `nem Gatten im Kurier,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
jetzt hat sie nicht einen, sondern gleich vier,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die sich täglich übers Essen beklagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war mal ein Bauer aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ackerheim&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der machte in jeden Satz &amp;#039;nen Reim. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und als sein Haar wurde lichter, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da nannte er sich einen Dichter &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und blieb den ganzen Tag daheim. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Kind in &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kirchflecken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das wollte die Welt noch entdecken.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es konnte krabbeln, noch nich´ so gut laufen  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und purzelte prompt in jeden Misthaufen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und erschreckte wandernde Recken. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Oma aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Siebenbrück&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der bastelt der Sohn eine feine Krück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hat Oma hocherfreut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aber den Sohn hat&amp;#039;s gereut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn die Oma haute damit Leute in Stück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Junge aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Amartrutz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der nahm immer alle Gauner in Schutz, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als Mann er studierte, wurd&amp;#039; Rechtsanwalt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Gauner haben ihn nun bezahlt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und schon nannt&amp;#039; ihn keiner mehr Nichtsnutz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Kerl aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jatzlauken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der wollt nur Trompeten und Pauken, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn laute Musik, die liebte er sehr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
seinen Nachbarn machte das Leben er schwer. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie schimpfen ihn deshalb nen lauten Rabauken. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Recke aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bragen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der wollt auch was Besonderes wagen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er ging zu einem großen Turnier, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kam, sah und siegte gegen Vier, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gewann dann nen Helm mit Kragen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst der Vater vom Recken aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bragen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der wollte dem Sohn die Teilnahme versagen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bleib weg vom Turnier!&amp;quot; Wütend er droht: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Denn wenn du verlierst, dann bist ja tot!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Warum willst du dich unbedingt schlagen?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Thelessa&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gute Fürst aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Faelughaven&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
muss wie jeder in der Nacht auch schlafen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um dann sanft in den Schlaf zu gleiten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hilft dem gute Fürst beizeiten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Zählen von weißen Schafen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Orklande&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es zogen einst drei Kelten nach Westen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu suchen &amp;#039;nen Vierten, wenn möglich den Besten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie fanden ihn nah dem &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Orken-Lande&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht mittig sondern eher am Rande,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
im Eichenbaum sitzend auf Ästen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Vellhafener Städtebund&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Königreich Lothrinien&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Pferdehirt aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Belbrück&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das war ein rechter Franz im Glück, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als von der Weide eine Herde Pferde wurde geklaut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er sich gründlich umgeschaut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und brachte sie, heil und am Stück, zurück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Burgherr auf &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Burg Obquell&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der fror ganz erbärmlich, trotz Wolle und Fell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Wind hier oben schneidend und bitterkalt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von drinnen die Stimm&amp;#039; seiner Frau erschallt: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mein Liebster, an den Kamin, zack zack aber schnell.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Adelsrepublik Grauland&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Jungfer aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Surquell&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die war ganz besonders schnell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Da kam ein Jüngling aus Untermoor, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der setzte ihr nen Floh ins Ohr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und zog sie nieder auf sein Schafsfell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Dûn-Reich&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Hund in &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tsakmur&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der ging allen auf die Hutschnur. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weil er bellte und jaulte, immer und stets, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging er den Leuten dort schwer auf den Keks. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die schickten den Jauler in die Wüste zur Kur.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Aivarunenlande&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Aivarune aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Qara Qorum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der fummelte sich immer am Ohr rum. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Seine Frau machte das Gefummel nervös, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
schrie ihn an und wurde ganz bös. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er hörte nicht auf, das war ganz dumm. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Xetoka&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Dame aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Liwa&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die war eine rechte Diva, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
trug nur seidene Kleider und Hüte, pompöse, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Verrückt, ja aber sie war keine Böse. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn das war was, was sie nie war. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Inoda&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Knabe aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Horami&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aß für sein Leben gerne Salami,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ob morgens, abends, zu jeder Zeit,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
für Salami war er immer bereit,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und verschlang sie rasant wie&amp;#039;n Tsunami.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tica</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.antamar.eu/index.php?title=Liedgut_des_Barden_Walter_von_der_Salzwiese&amp;diff=126535</id>
		<title>Liedgut des Barden Walter von der Salzwiese</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.antamar.eu/index.php?title=Liedgut_des_Barden_Walter_von_der_Salzwiese&amp;diff=126535"/>
		<updated>2026-02-16T14:50:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tica: /* Balladen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Walter von der Salzwiese – Barde aus Vellhafen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walter von der Salzwiese gilt als einer der hoffnungsvollsten jungen Spielleute Vellhafens. Mit seinen gerade einmal erwachsenen Jahren hat er sich bereits einen Ruf erarbeitet, der manch älteren Barden neidisch werden lässt. Freundlich im Wesen, mit einer klaren, warmen Stimme und einem Talent, das Zuhörer mühelos in seinen Bann zieht, ist er in Schenken, auf Märkten und bei Festen gern gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein erstes Werk, „Das Lied von Brunihild“, verbreitete sich rasch über die Grenzen Vellhafens hinaus und wurde zu einem antamarweit bekannten Gassenhauer. Schon als Junge schickte Walter seine Verse und Melodien an den Vellhafener Kurier und erhielt dort früh Anerkennung für seine Dicht- und Vortragskunst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Herkunft und Familie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walter stammt aus Ismar, wo sein Vater Hein von der Salzwiese einen erfolgreichen Hof bewirtschaftet. Die Schafe der Familie grasen auf den salzhaltigen Wiesen Ismars, was dem Fleisch der berühmten Salzlämmer einen besonderen Geschmack verleiht. Wohlstand und Fleiß prägen Walters Herkunft, und es mangelte der Familie nie an etwas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein künstlerisches Talent verdankt Walter vor allem seiner Mutter Irina, die einst als Bardin unter dem Beinamen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;„Die Lerche aus Ismar“&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bekannt war. Sie tritt heute nicht mehr öffentlich auf, doch ihre Stimme und ihr Gespür für Melodie leben in ihrem Sohn weiter. Walters Brüder hingegen blieben der Landwirtschaft treu und führen den elterlichen Hof fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hinweis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die hier aufgeführten Lieder und Verse stammen — mit wenigen Ausnahmen (die aber immer extra gekennzeichnet sind)  — aus meiner eigener Feder.&lt;br /&gt;
Der Barde Walter von der Salzwiese wird im Spiel von mir verkörpert. Tica&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Balladen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
Walters Balladen erzählen von Liebe, Schicksal, Heldentum und den stillen Tragödien des Alltags. Sie sind länger gefasste Erzählgedichte, die oft auf wahren Begebenheiten beruhen oder von alten Sagen inspiriert wurden. Mit klarer Stimme und feinem Gespür für Stimmung trägt Walter sie auf Märkten, in Schenken und bei Festen vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Das Lied von Brunihild&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
War einst ein kleines Schneiderlein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das konnt schneidern, mit Stichlein fein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und dieses kleine Schneiderlein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging Nächtens in den Wald hinein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dort traf er sich mit Brunihild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die beiden trieben es dort wild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf einer Lichtung unerlaubt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er die Unschuld ihr geraubt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bruni aber war dem Joost versprochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der, der hatt&amp;#039; bald Lunt&amp;#039; gerochen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es kam, wie es dann kommen musste:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Joost, der ahnte, wenn auch nicht wusste,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass Brunihild ihn dreist belogen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und wahrscheinlich auch betrogen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er will es wissen, noch genauer,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und legt sich Nächtens auf die Lauer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Genau vor Brunihildes Elternhaus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und richtig, kaum war&amp;#039;s dunkel, trat sie hinaus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grimmig sieht Joost wie seine Braut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die selbst des Nachts sehr schön ausschaut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sich im Walde mit einem Schneider trifft,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihn gar küsst und herzt, das blonde Gift.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es schmerzt ihn sehr, er leidet Pein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie er so sieht sein Brunilein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Hals ihm schwillt und er sieht rot,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
stürmt auf die Lichtung: Schneider tot!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es heult und schreit die Braut vom Joost:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du Mörder! Bist du noch bei Trost?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch Joost, der schaut sie lange an,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kalt und böse sagt er dann:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du nahmst meinen Ring, warst mir versprochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bist mit dem Schneider hier ins Laub gekrochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hast ihn geküsst, geherzet sehr&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weißt du, dich will ich gar nicht mehr!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brunihilde, die war fassungslos,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
drehte sich um und rannte los.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach Hause will ich, denkt die Maid&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und rafft dann flugs das lange Kleid,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und sie rennet schnell und schneller,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zuhaus geht`s zunächst mal in den Keller.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wäscht aus das Kleid, besudelt von des Schneiders Blut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
lauscht nach oben, ob der Joost ihr womöglich folgen tut.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Joost jedoch, der will nur die Verlobung lösen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gleichgültig ihm ist, ob im Guten oder Bösen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Egal, ob sie ihn anzeigt, dieses Weib&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hauptsache sie bleibt ihm nun vom Leib.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am Elternhaus der Brunihild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ruft er laut und fuchtelt wild,:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich möchte meinen Ring zurück,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von diesem ungetreuen Stück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es wird keine Hochzeit geben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so eine heirat´ ich nie im Leben.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vater und Mutter sind bass erstaunt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was der Joost da ausposaunt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie befragen dann ihr Kind und schau&amp;#039;n es ratlos an:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sag uns Brunihild, was hast du nur getan,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass der Joost dich untreu schilt?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Setz uns bitte mal ins Bild.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Maid, die schweigt, nimmt kreidebleich&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Ring vom Finger dann sogleich.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vater gibt den Schmuck zurück,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf das er andere Hände schmück&amp;#039;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Joost läuft nun geschwind davon,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und dann brüllt der Vater schon:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was sollen denn die Leute denken?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Musstest du den Joost so kränken?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kind was hast du bloß gemacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
in dieser unglückseligen Nacht?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch Brunihild, die Ungetreue,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sagt kein Wort, schweigt nun auf Neue.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Mutter redet auf sie ein:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sag mir den Grund, Brunhildilein!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch auch der Mutter bleibt sie eine Antwort schuldig,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
diese schäumt vor Wut, fragt ungeduldig:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was sollen wir den Leuten sagen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wenn nach der Hochzeit sie uns fragen?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maid schweigt weiter, geht auf ihr Zimmer,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Lage, die wird schlimm und schlimmer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn Brunihilde weiß, dass sie ein Kindlein trägt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
in knapp fünf Monden es in der Wiege quäkt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Schande&amp;quot; denkt sie, &amp;quot;Welch ein Graus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie komme ich aus der Sache raus?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich geh ins Wasser!&amp;quot; ihr Entschluss,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sprach&amp;#039;s und ging geschwind zum Fluss.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am nächsten Tag hat der Vater sie gefunden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie aus dem Wasser raus gewunden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu einem Medicus verbracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch der hat nur aufgelacht:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Eine Tote bringt ihr mir? Was soll ich tun?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lasst sie auf dem Nergasacker ruh&amp;#039;n.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater sprach: &amp;quot;Mir ist nicht nach Scherzen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
untersuche ob ein Kind sie trug, unter ihrem Herzen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Medicus untersucht die Tote nun geschwind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann sagt er: &amp;quot;Ja, sie erwartete ein Kind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In vier, fünf Monden wär`s soweit gewesen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das kann ich an dem Körper lesen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater nickt, bezahlt den Mann, und nimmt die Leich&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bringt sie zum Nergasacker dann sogleich.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch Nergas Diener schicken ihn fort:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Begrabt sie einem anderen Ort!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nerga hasst jene, die sich selbst des Lebens berauben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das weiß der Vater, durch seinen tiefen Götterglauben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es schwillt die Wut ganz tief in ihm,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er denkt: Der Joost war mit Brunihild intim,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dafür sollte er nun bezahlen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn er verursacht diese Qualen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Leich&amp;#039; der Tochter in den Armen, die Augen voller Schmerz,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
stellt er den Joost und ohne Fragen, sticht er ihm `nen Dolch ins Herz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Richter nach acht langen Wochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat den Vater freigesprochen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn, so sprach der weise Mann:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bin selber Vater und daher ich verstehen kann,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was ihn zu dieser Tat gebracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vielleicht hätt`ich&amp;#039;s ebenso gemacht?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Betrüge den Verlobten nicht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eifersucht bei einem Mann,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gar schlimme Folgen haben kann!&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der Sohn der Maar-Fiar&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sein Clan längst erloschen, seine Geschichte dieses Lied bewahr. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Maar-Fiar waren Jäger, Jäger am Meer, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihre hölzernen Kanus glitten pfeilschnell umher. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, der stolze Aiva&amp;#039;un, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der verehrte gar sehr Lunin und auch den goldenen Lun, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
War nur Lunin, nicht Lun, am Nachthimmel zu sehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so wussten die Maar-Fiar: Es ist Zeit, auf die Jagd zu gehen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er und die Gefährten schoben ihre Kanus in die Wellen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
im Wissen, das Lunin ihren Weg wird erhellen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vier saßen in den Kanus, ob Mann, ob Frau,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zwei lenkten durch die Wogen, zwei spähten hinaus ins Grau. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Netzen und Angeln machten sie reiche Beute, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vom Ausmaß ihres Fangs erzählt man sich noch heute. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Speere und Spieße waren stets messerscharf gewetzt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
damit auch Raubfisch, kein Hai ihre Netze zerfetzt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eroberer und Mörder schlichen heran in dunkler Nacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als weder Lunin noch Lun den Himmel bewacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie drangen gewaltsam ein in Takoyas Haus, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
löschten zunächst seiner Familie die Lebenslichter aus. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gefesselt und geknebelt, gezwungen zuzusehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie all die Untaten vor seinen Augen geschehen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vom Schmerz wie von Sinnen, von Wut angefacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er das Unmögliche dennoch vollbracht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er zerriss seine Fesseln, spuckte den Knebel aus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
erschlug jeden Qim‑Mas, den er fand im Haus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er war nicht zu halten, von der Rache beseelt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
seine Muskeln und Sehnen in Eisen gestählt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch als er im Haus sein Werk vollbracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
trat er hinaus in die stockdunkle Nacht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Dutzend Qim‑Mas rangen den wilden Takoya nieder,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er starb – doch sein Pan‑Teon lebt fort, davon künden die Lieder. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Maar‑Fiar, den stolzen Jägern der Meere,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gebührt auf ewig unsere stille Ehre.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein ganzer Clan, gefallen durch fremde Horden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
durch wilde Feinde, die nur brandschatzen und morden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in der alten Heimat der Maar-Fiar, das weiß jedes Kind, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weht nun an allen Orten eine fremde Flagge im Wind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Grauländer, diese Qim-Mas, wohnen nun dort, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Geister der Maar-Fiar hüten jeden Ort. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der Ring des Räubers &amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht weit von hier in einem tiefen Tal,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da wohnte eine Maid im Wald an einem Wasserfall. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie war so schön, so schön wie Milch und Blut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von ganzem Herzen war sie einem Manne gut. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du armes Kind, du dauerst meine Seele. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weil ich nur ein Räuber bin, wohn&amp;#039; in einer Höhle&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Du kannst fürwahr nicht länger bei mir sein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ich muss jetzt fort, tief in den Wald hinein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nimm diesen Ring, und sollte man dich fragen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so sag&amp;#039; ein Räuber habe ihn getragen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der dich geliebt, geliebt bei Tag und Nacht&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der so manchen um Hab und Gut gebracht&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sprach er nach vielen Monden zu ihr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nach so  vielen Tagen und Nächten mit Pläsier, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihr half kein Wehen und auch kein Klagen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie musste seinen Weggang weinend ertragen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schöne tat, was der Geliebte ihr gesagt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging zurück zu ihrem Dorf, tieftraurig verzagt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie zeigte den Leuten den güldenen Ring, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das vermaledeite wertvolle, aber gestohlene Ding. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie weinte: &amp;quot;Der Räuber, den ich geliebt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat ihn getragen bei Tag und auch bei Nacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der so  manchen um Hab und Gut gebracht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat mich geliebt, bei Tag und auch bei Nacht.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Leute im Dorf waren empört, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht die Liebe an sich hat sie gestört, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aber, dass sie einem Räuber galt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dieses man eine Sünde schalt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sprachen: &amp;quot;Geh in den Tempel, törichte Maid &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und klag den Geweihten dort dein Leid, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Ring, den spende an die Götter, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann verstummen auch die Spötter.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie kann man einen Räuber lieben, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Unglückseliges Kind, was hat dich umgetrieben?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maid weinte bitter und lange, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vor der Zukunft war ihr sehr bange. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Verlust des Liebsten hat sie schon entsetzt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
war sie nun zusätzlich Hohn und Spott ausgesetzt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie trat in einen heiligen Orden ein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um eine Dienerin für die Götter zu sein. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So lebt sie nun dorten, fleißig und fromm,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Jahre verrinnen, die Welt bleibt ihr stumm.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch manchmal im Dunkel, wenn die Kerzen vergeh’n,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
meint sie den Räuber wie im Traume zu seh’n.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann flüstert sie leise, so sanft wie der Wind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass Herzen nicht wählen, wohin sie bestimmt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und tief in ihr drinnen, verborgen und sacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
lebt weiter die Liebe bei Tag und bei Nacht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der treue Hund&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr Leute, lasset mich berichten, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von gar wundersamen Geschichten, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine tue ich Euch nun kund, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie ist zu Orstoc einst geschehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ihr Held, das war ein Hund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein reicher Bauer mit dem Namen Friedrich Klein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kehrte nach dem Marktbesuch in ein Wirtshaus ein. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er hatte Vieh verkauft, trug bei sich den Erlös, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das rochen in der Schenke zwei Räuber, bitterbös. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als nun der reiche Bauer des Nachts zu Bette ging, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
beschlossen diese Räuber zu drehen ein schlimmes Ding. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie schlichen im Gasthaus in seine Kammer hinein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und drangen mit ihren Messern bedrohlich ein auf Friedrich Klein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schon packten ihn die Schlimmen, an seiner bloßen Kehle, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da schrie mit letzten Kräften, Friedrich die Angst sich von der Seele &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das hörte im Stalle, nicht sein Knecht aber der treue Hund, .&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er riss sich von der Kette und schon er in der Kammer stund &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bevor die Mörder die Messer setzten an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er stürzt sich auf die Kerle und rettet so den Mann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ward überwältigt, die böse Mörderbrut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu Orstoc, auf dem Richtblock, da floss zum Lohn ihr Blut. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch in dem Kampf fügten sie dem treuen Tier zu eine böse Wund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und schon am nächsten Tage da starb der arme Hund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es setzt in seinem Garten, der Bauer Klein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dem treuen braven Hunde aus Marmor einen Stein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darauf stand geschrieben dieses hier: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Viel treuer als die Menschen ist oft ein Hundetier. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Die Geschichte vom Räuber Hannes&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es sagt einst ein Kind zur seiner Großmama: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wenn ich erwachsen bin, was werd ich da?  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hab wenig Lust auf Feldarbeit. Kann ich vielleicht ein Räuber sein? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Muss wenig tun, nur ein bisschen rauben. Das wär&amp;#039; einfach und sehr fein.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Alte wiegt besorgt den Kopf, streichelt sanft den Enkelsohn. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich erzähl dir &amp;#039;ne Geschichte, die beantwortet deine Frage schon.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lehnt sich zurück, dann hebt sie an und sie erzählt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Geschichte vom Räuber Hannes hat sie gewählt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch des Waldes düstre Gründe auf naturverschlungnem Pfaden  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wandelt eine Magd zum Markt nach Vellhafen mit schmerzenden Waden. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hui, da plötzlich stürmt des Banditen kühner Sohn aus dem Geheg, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
scharf bewehrt bis an die Zähne, und vertritt ihr flugs den Weg. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Seid Ihr&amp;quot;, fragt die Frau erblassend, einer dunklen Ahnung voll, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;nicht vielleicht der Räuber Hannes, der allhier grassieren soll?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ja, ich bin´s, du Unglücksel´ge, ja, ich bin´s, der sich dir zeigt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und du bist diejen´ge, welche sich nun vor mir verneigt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn mit hochwillkomm´ner Beute nahst du mir zu guter Stund!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sprachs und nahm ihr weg den Korb, durchwühlt ihn schnell bis auf den Grund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wie Schuppen von den Augen fällt´s der schlichten Magd sogleich: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ihr seid Hannes!&amp;quot;, ruft sie bleich. &amp;quot;Bin es!&amp;quot; spricht der Räuber weich. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bin´s und sage dir noch dieses: ich töte dich du dummes Weib, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bringst du mir nicht auf dem Rückweg Gold, ramm ich meinen Dolch in deinen Leib.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Magd wird blass und blässer und eilt zum Markt, sucht den Büttel Reodan, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
findet ihn, fragt ängstlich dann, ob er ihr wohl helfen kann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jener stimmt zu, sie zu begleiten, denn den Räuber will er fangen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
baumeln soll der Räuber Hannes, an dem Galgen soll er hangen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesagt, getan und aus dem Walde eilt der Hannes schnell heran, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn er sieht nur das Mägdelein und nicht den guten Reodan. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jener hat sich vorher schon gut versteckt hinter einer dicken Eich, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er springt heraus, macht sich ganz groß und packt sogleich, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann den Räuber Hannes fest am Arm und am Halse an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
damit der Bösewicht dem harten Griffe nicht entweichen kann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Schurke! Hab dich!&amp;quot; so donnert er, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Nun entkommst du mir nicht mehr!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Mit des Seilers Tochter mach ich dich bekannt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aufatmen wird das ganze Land.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Werde besser Räuber nicht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sonst landet man am Ende nur an einem Strick und baumelt dann im Wind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Drum werde artig und bleib brav, sonst kommt Reodan mein Kind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Die Vogelscheuche Martha Stroh&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vogelscheuche Martha Stroh, wurd&amp;#039; ihres Daseins nicht mehr froh.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn es war nun einmal so, ein Strohhalm piekste sie am Po.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie fand es schrecklich, musste weinen, so schlimm juckte es der Kleinen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn, auch eine Scheuche hat ein Recht auf einen - unversehrten Po, sollte man meinen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da kam ein Zwerg am Feld vorbei, hörte sogleich das Wehgeschrei.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Mach doch hier nicht so&amp;#039; n Bohei! Trink dir nen Schnaps oder auch zwei.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was kannst es denn so Schlimmes geben, dass du so greinst wie um dein Leben?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Oder trinkt den vergorenen Saft der Reben, das wird deine Stimmung heben!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Törichter Zwerg, was rätst du mir da, kleiner Mann? Fast wie der Mönch vorhin, der riet zu Baldrian.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch musst doch sehen, dass ich nichts trinken kann, schau einfach meinen Mund mal an!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zwerg guckt Martha böse an und ganz brüskiert, &amp;quot;Töricht sagst du?&amp;quot; Er holt aus und hat ihr einfach eine geschmiert,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Martha erbebt als sie die Ohrfeige kassiert und durch die Erschütterung den Pieksehalm am Po verliert!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Martha ganz gücklich, kann&amp;#039;s kaum fassen: &amp;quot;Hab Dank, mein Retter. Das pieksige Stroh hat mich verlassen!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;So lass ich mir gerne eins verpassen, wenn dann die Pieksehalme meinen Po in Frieden lassen!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zwerg schaut verdutzt auf seine Hände, sichtlich erstaunt über dieses glückliche Ende,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Gern geschehen, Vogelscheuche! Nun wach du wieder über das Gelände, Und sag jedem Vogel, dass besser er verschwände.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gassen- und Handwerkslieder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesen Liedern besingt Walter das Leben der einfachen Leute: Handwerker, Händler, Hafenarbeiter und all jene, die in den Straßen und Gassen Vellhafens ihren Alltag bestreiten. Die Stücke sind oft humorvoll, manchmal rau, aber stets voller Wärme für die Menschen, die sie porträtieren. Viele davon entstanden unterwegs, zwischen Marktständen, Werkstätten und Tavernen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Das Lumpensammlerlied des Willem Willink&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Gott Pares hat mich verdammt auf Erden, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein Hader- und Lumpensammler zu werden. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin Willem Willink, ja seht mich nur an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein Lumpenkerl, ein armer, doch ehrlicher Mann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit verschossener Jacke, zerrissener Hose, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ja starrt mich ruhig an – ich bin keine Mimose. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist mir lieber, als wenn ihr verächtlich wegseht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als wär ich nur Dreck, den man mit Füßen wegfegt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Manch einer hält Nase und Maul mit dem Tuche bedeckt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil mein Duft ihn erschreckt und seine Sinne befleckt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch nach Ambra und Moschus kann ich nicht duften,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
muss für Hadern und Lumpen tagtäglich schuften.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bin kein feiner Pflastertreter mit Gold und mit Muße –&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Glück war bei anderen auf besserem Fuße.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hab des Lebens Mühsal bis zur Neige geleert,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch blieb ich stets ehrlich, hab mich nie beschwert.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Meer der Schmerzen bin ich geschwommen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf einem Lumpensack dann zu liegen gekommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun stapf ich durch Vellhafens Gassen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um eure alten Tücher und Kleider zu fassen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bringt mir ruhig ungewaschen, ungekrumpen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
eure Lappen, Fetzen, Flecken und Lumpen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Alles rein in den Sack – man macht daraus Papier:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eingeweicht, gestampft, gegautscht – harte Arbeit, kein Pläsier.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dann geschöpft, gepresst, getrocknet – ein neues Werk erschaffen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
verkauft an Schreiber, Pfeffersäcke und auch an die Pfaffen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin Willem Willink, pack Lumpen in meinen Sack,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und bin schon wieder fort – schwuppdiwupp, zackzack!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Belbrücks&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Belbrücks sind kurze, scherzhafte Fünfzeiler, die in Antamar weit verbreitet sind. Walter sammelt sie seit seiner Jugend und dichtet selbst unzählige neue, meist über Orte, Menschen oder Begebenheiten, die ihm auf seinen Reisen begegnen. Sie folgen einer festen Reimform und werden in Tavernen gern laut mitgesprochen — oft zur großen Freude des Publikums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Heiliges Kaiserreich&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst Mädchen aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bragen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die wollt&amp;#039; was Besonderes wagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie sucht nach `nem Gatten im Kurier,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
jetzt hat sie nicht einen, sondern gleich vier,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die sich täglich übers Essen beklagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war mal ein Bauer aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ackerheim&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der machte in jeden Satz &amp;#039;nen Reim. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und als sein Haar wurde lichter, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da nannte er sich einen Dichter &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und blieb den ganzen Tag daheim. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Kind in &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kirchflecken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das wollte die Welt noch entdecken.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es konnte krabbeln, noch nich´ so gut laufen  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und purzelte prompt in jeden Misthaufen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und erschreckte wandernde Recken. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Oma aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Siebenbrück&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der bastelt der Sohn eine feine Krück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hat Oma hocherfreut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aber den Sohn hat&amp;#039;s gereut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn die Oma haute damit Leute in Stück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Junge aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Amartrutz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der nahm immer alle Gauner in Schutz, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als Mann er studierte, wurd&amp;#039; Rechtsanwalt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Gauner haben ihn nun bezahlt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und schon nannt&amp;#039; ihn keiner mehr Nichtsnutz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Kerl aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jatzlauken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der wollt nur Trompeten und Pauken, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn laute Musik, die liebte er sehr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
seinen Nachbarn machte das Leben er schwer. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie schimpfen ihn deshalb nen lauten Rabauken. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Recke aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bragen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der wollt auch was Besonderes wagen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er ging zu einem großen Turnier, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kam, sah und siegte gegen Vier, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gewann dann nen Helm mit Kragen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst der Vater vom Recken aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bragen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der wollte dem Sohn die Teilnahme versagen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bleib weg vom Turnier!&amp;quot; Wütend er droht: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Denn wenn du verlierst, dann bist ja tot!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Warum willst du dich unbedingt schlagen?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Thelessa&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gute Fürst aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Faelughaven&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
muss wie jeder in der Nacht auch schlafen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um dann sanft in den Schlaf zu gleiten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hilft dem gute Fürst beizeiten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Zählen von weißen Schafen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Orklande&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es zogen einst drei Kelten nach Westen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu suchen &amp;#039;nen Vierten, wenn möglich den Besten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie fanden ihn nah dem &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Orken-Lande&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht mittig sondern eher am Rande,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
im Eichenbaum sitzend auf Ästen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Vellhafener Städtebund&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Königreich Lothrinien&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Pferdehirt aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Belbrück&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das war ein rechter Franz im Glück, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als von der Weide eine Herde Pferde wurde geklaut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er sich gründlich umgeschaut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und brachte sie, heil und am Stück, zurück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Burgherr auf &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Burg Obquell&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der fror ganz erbärmlich, trotz Wolle und Fell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Wind hier oben schneidend und bitterkalt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von drinnen die Stimm&amp;#039; seiner Frau erschallt: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mein Liebster, an den Kamin, zack zack aber schnell.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Adelsrepublik Grauland&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Jungfer aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Surquell&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die war ganz besonders schnell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Da kam ein Jüngling aus Untermoor, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der setzte ihr nen Floh ins Ohr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und zog sie nieder auf sein Schafsfell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Dûn-Reich&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Hund in &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tsakmur&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der ging allen auf die Hutschnur. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weil er bellte und jaulte, immer und stets, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging er den Leuten dort schwer auf den Keks. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die schickten den Jauler in die Wüste zur Kur.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Aivarunenlande&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Aivarune aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Qara Qorum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der fummelte sich immer am Ohr rum. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Seine Frau machte das Gefummel nervös, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
schrie ihn an und wurde ganz bös. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er hörte nicht auf, das war ganz dumm. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Xetoka&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Dame aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Liwa&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die war eine rechte Diva, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
trug nur seidene Kleider und Hüte, pompöse, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Verrückt, ja aber sie war keine Böse. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn das war was, was sie nie war. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Inoda&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Knabe aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Horami&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aß für sein Leben gerne Salami,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ob morgens, abends, zu jeder Zeit,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
für Salami war er immer bereit,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und verschlang sie rasant wie&amp;#039;n Tsunami.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tica</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.antamar.eu/index.php?title=Liedgut_des_Barden_Walter_von_der_Salzwiese&amp;diff=126534</id>
		<title>Liedgut des Barden Walter von der Salzwiese</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.antamar.eu/index.php?title=Liedgut_des_Barden_Walter_von_der_Salzwiese&amp;diff=126534"/>
		<updated>2026-02-16T14:41:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tica: /* Belbrücks */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Walter von der Salzwiese – Barde aus Vellhafen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walter von der Salzwiese gilt als einer der hoffnungsvollsten jungen Spielleute Vellhafens. Mit seinen gerade einmal erwachsenen Jahren hat er sich bereits einen Ruf erarbeitet, der manch älteren Barden neidisch werden lässt. Freundlich im Wesen, mit einer klaren, warmen Stimme und einem Talent, das Zuhörer mühelos in seinen Bann zieht, ist er in Schenken, auf Märkten und bei Festen gern gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein erstes Werk, „Das Lied von Brunihild“, verbreitete sich rasch über die Grenzen Vellhafens hinaus und wurde zu einem antamarweit bekannten Gassenhauer. Schon als Junge schickte Walter seine Verse und Melodien an den Vellhafener Kurier und erhielt dort früh Anerkennung für seine Dicht- und Vortragskunst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Herkunft und Familie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walter stammt aus Ismar, wo sein Vater Hein von der Salzwiese einen erfolgreichen Hof bewirtschaftet. Die Schafe der Familie grasen auf den salzhaltigen Wiesen Ismars, was dem Fleisch der berühmten Salzlämmer einen besonderen Geschmack verleiht. Wohlstand und Fleiß prägen Walters Herkunft, und es mangelte der Familie nie an etwas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein künstlerisches Talent verdankt Walter vor allem seiner Mutter Irina, die einst als Bardin unter dem Beinamen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;„Die Lerche aus Ismar“&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bekannt war. Sie tritt heute nicht mehr öffentlich auf, doch ihre Stimme und ihr Gespür für Melodie leben in ihrem Sohn weiter. Walters Brüder hingegen blieben der Landwirtschaft treu und führen den elterlichen Hof fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hinweis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die hier aufgeführten Lieder und Verse stammen — mit wenigen Ausnahmen (die aber immer extra gekennzeichnet sind)  — aus meiner eigener Feder.&lt;br /&gt;
Der Barde Walter von der Salzwiese wird im Spiel von mir verkörpert. Tica&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Balladen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
Walters Balladen erzählen von Liebe, Schicksal, Heldentum und den stillen Tragödien des Alltags. Sie sind länger gefasste Erzählgedichte, die oft auf wahren Begebenheiten beruhen oder von alten Sagen inspiriert wurden. Mit klarer Stimme und feinem Gespür für Stimmung trägt Walter sie auf Märkten, in Schenken und bei Festen vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Das Lied von Brunihild&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
War einst ein kleines Schneiderlein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das konnt schneidern, mit Stichlein fein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und dieses kleine Schneiderlein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging Nächtens in den Wald hinein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dort traf er sich mit Brunihild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die beiden trieben es dort wild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf einer Lichtung unerlaubt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er die Unschuld ihr geraubt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bruni aber war dem Joost versprochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der, der hatt&amp;#039; bald Lunt&amp;#039; gerochen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es kam, wie es dann kommen musste:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Joost, der ahnte, wenn auch nicht wusste,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass Brunihild ihn dreist belogen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und wahrscheinlich auch betrogen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er will es wissen, noch genauer,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und legt sich Nächtens auf die Lauer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Genau vor Brunihildes Elternhaus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und richtig, kaum war&amp;#039;s dunkel, trat sie hinaus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grimmig sieht Joost wie seine Braut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die selbst des Nachts sehr schön ausschaut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sich im Walde mit einem Schneider trifft,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihn gar küsst und herzt, das blonde Gift.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es schmerzt ihn sehr, er leidet Pein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie er so sieht sein Brunilein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Hals ihm schwillt und er sieht rot,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
stürmt auf die Lichtung: Schneider tot!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es heult und schreit die Braut vom Joost:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du Mörder! Bist du noch bei Trost?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch Joost, der schaut sie lange an,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kalt und böse sagt er dann:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du nahmst meinen Ring, warst mir versprochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bist mit dem Schneider hier ins Laub gekrochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hast ihn geküsst, geherzet sehr&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weißt du, dich will ich gar nicht mehr!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brunihilde, die war fassungslos,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
drehte sich um und rannte los.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach Hause will ich, denkt die Maid&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und rafft dann flugs das lange Kleid,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und sie rennet schnell und schneller,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zuhaus geht`s zunächst mal in den Keller.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wäscht aus das Kleid, besudelt von des Schneiders Blut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
lauscht nach oben, ob der Joost ihr womöglich folgen tut.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Joost jedoch, der will nur die Verlobung lösen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gleichgültig ihm ist, ob im Guten oder Bösen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Egal, ob sie ihn anzeigt, dieses Weib&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hauptsache sie bleibt ihm nun vom Leib.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am Elternhaus der Brunihild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ruft er laut und fuchtelt wild,:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich möchte meinen Ring zurück,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von diesem ungetreuen Stück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es wird keine Hochzeit geben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so eine heirat´ ich nie im Leben.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vater und Mutter sind bass erstaunt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was der Joost da ausposaunt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie befragen dann ihr Kind und schau&amp;#039;n es ratlos an:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sag uns Brunihild, was hast du nur getan,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass der Joost dich untreu schilt?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Setz uns bitte mal ins Bild.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Maid, die schweigt, nimmt kreidebleich&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Ring vom Finger dann sogleich.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vater gibt den Schmuck zurück,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf das er andere Hände schmück&amp;#039;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Joost läuft nun geschwind davon,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und dann brüllt der Vater schon:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was sollen denn die Leute denken?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Musstest du den Joost so kränken?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kind was hast du bloß gemacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
in dieser unglückseligen Nacht?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch Brunihild, die Ungetreue,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sagt kein Wort, schweigt nun auf Neue.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Mutter redet auf sie ein:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sag mir den Grund, Brunhildilein!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch auch der Mutter bleibt sie eine Antwort schuldig,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
diese schäumt vor Wut, fragt ungeduldig:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was sollen wir den Leuten sagen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wenn nach der Hochzeit sie uns fragen?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maid schweigt weiter, geht auf ihr Zimmer,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Lage, die wird schlimm und schlimmer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn Brunihilde weiß, dass sie ein Kindlein trägt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
in knapp fünf Monden es in der Wiege quäkt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Schande&amp;quot; denkt sie, &amp;quot;Welch ein Graus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie komme ich aus der Sache raus?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich geh ins Wasser!&amp;quot; ihr Entschluss,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sprach&amp;#039;s und ging geschwind zum Fluss.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am nächsten Tag hat der Vater sie gefunden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie aus dem Wasser raus gewunden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu einem Medicus verbracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch der hat nur aufgelacht:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Eine Tote bringt ihr mir? Was soll ich tun?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lasst sie auf dem Nergasacker ruh&amp;#039;n.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater sprach: &amp;quot;Mir ist nicht nach Scherzen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
untersuche ob ein Kind sie trug, unter ihrem Herzen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Medicus untersucht die Tote nun geschwind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann sagt er: &amp;quot;Ja, sie erwartete ein Kind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In vier, fünf Monden wär`s soweit gewesen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das kann ich an dem Körper lesen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater nickt, bezahlt den Mann, und nimmt die Leich&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bringt sie zum Nergasacker dann sogleich.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch Nergas Diener schicken ihn fort:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Begrabt sie einem anderen Ort!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nerga hasst jene, die sich selbst des Lebens berauben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das weiß der Vater, durch seinen tiefen Götterglauben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es schwillt die Wut ganz tief in ihm,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er denkt: Der Joost war mit Brunihild intim,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dafür sollte er nun bezahlen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn er verursacht diese Qualen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Leich&amp;#039; der Tochter in den Armen, die Augen voller Schmerz,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
stellt er den Joost und ohne Fragen, sticht er ihm `nen Dolch ins Herz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Richter nach acht langen Wochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat den Vater freigesprochen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn, so sprach der weise Mann:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bin selber Vater und daher ich verstehen kann,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was ihn zu dieser Tat gebracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vielleicht hätt`ich&amp;#039;s ebenso gemacht?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Betrüge den Verlobten nicht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eifersucht bei einem Mann,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gar schlimme Folgen haben kann!&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der Sohn der Maar-Fiar&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sein Clan längst erloschen, seine Geschichte dieses Lied bewahr. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Maar-Fiar waren Jäger, Jäger am Meer, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihre hölzernen Kanus glitten pfeilschnell umher. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, der stolze Aiva&amp;#039;un, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der verehrte gar sehr Lunin und auch den goldenen Lun, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
War nur Lunin, nicht Lun, am Nachthimmel zu sehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so wussten die Maar-Fiar: Es ist Zeit, auf die Jagd zu gehen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er und die Gefährten schoben ihre Kanus in die Wellen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
im Wissen, das Lunin ihren Weg wird erhellen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vier saßen in den Kanus, ob Mann, ob Frau,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zwei lenkten durch die Wogen, zwei spähten hinaus ins Grau. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Netzen und Angeln machten sie reiche Beute, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vom Ausmaß ihres Fangs erzählt man sich noch heute. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Speere und Spieße waren stets messerscharf gewetzt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
damit auch Raubfisch, kein Hai ihre Netze zerfetzt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eroberer und Mörder schlichen heran in dunkler Nacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als weder Lunin noch Lun den Himmel bewacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie drangen gewaltsam ein in Takoyas Haus, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
löschten zunächst seiner Familie die Lebenslichter aus. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gefesselt und geknebelt, gezwungen zuzusehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie all die Untaten vor seinen Augen geschehen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vom Schmerz wie von Sinnen, von Wut angefacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er das Unmögliche dennoch vollbracht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er zerriss seine Fesseln, spuckte den Knebel aus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
erschlug jeden Qim‑Mas, den er fand im Haus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er war nicht zu halten, von der Rache beseelt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
seine Muskeln und Sehnen in Eisen gestählt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch als er im Haus sein Werk vollbracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
trat er hinaus in die stockdunkle Nacht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Dutzend Qim‑Mas rangen den wilden Takoya nieder,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er starb – doch sein Pan‑Teon lebt fort, davon künden die Lieder. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Maar‑Fiar, den stolzen Jägern der Meere,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gebührt auf ewig unsere stille Ehre.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein ganzer Clan, gefallen durch fremde Horden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
durch wilde Feinde, die nur brandschatzen und morden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in der alten Heimat der Maar-Fiar, das weiß jedes Kind, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weht nun an allen Orten eine fremde Flagge im Wind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Grauländer, diese Qim-Mas, wohnen nun dort, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Geister der Maar-Fiar hüten jeden Ort. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der Ring des Räubers &amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht weit von hier in einem tiefen Tal,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da wohnte eine Maid im Wald an einem Wasserfall. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie war so schön, so schön wie Milch und Blut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von ganzem Herzen war sie einem Manne gut. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du armes Kind, du dauerst meine Seele. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weil ich nur ein Räuber bin, wohn&amp;#039; in einer Höhle&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Du kannst fürwahr nicht länger bei mir sein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ich muss jetzt fort, tief in den Wald hinein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nimm diesen Ring, und sollte man dich fragen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so sag&amp;#039; ein Räuber habe ihn getragen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der dich geliebt, geliebt bei Tag und Nacht&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der so manchen um Hab und Gut gebracht&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sprach er nach vielen Monden zu ihr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nach so  vielen Tagen und Nächten mit Pläsier, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihr half kein Wehen und auch kein Klagen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie musste seinen Weggang weinend ertragen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schöne tat, was der Geliebte ihr gesagt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging zurück zu ihrem Dorf, tieftraurig verzagt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie zeigte den Leuten den güldenen Ring, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das vermaledeite wertvolle, aber gestohlene Ding. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie weinte: &amp;quot;Der Räuber, den ich geliebt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat ihn getragen bei Tag und auch bei Nacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der so  manchen um Hab und Gut gebracht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat mich geliebt, bei Tag und auch bei Nacht.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Leute im Dorf waren empört, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht die Liebe an sich hat sie gestört, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aber, dass sie einem Räuber galt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dieses man eine Sünde schalt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sprachen: &amp;quot;Geh in den Tempel, törichte Maid &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und klag den Geweihten dort dein Leid, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Ring, den spende an die Götter, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann verstummen auch die Spötter.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie kann man einen Räuber lieben, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Unglückseliges Kind, was hat dich umgetrieben?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maid weinte bitter und lange, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vor der Zukunft war ihr sehr bange. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Verlust des Liebsten hat sie schon entsetzt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
war sie nun zusätzlich Hohn und Spott ausgesetzt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie trat in einen heiligen Orden ein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um eine Dienerin für die Götter zu sein. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So lebt sie nun dorten, fleißig und fromm,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Jahre verrinnen, die Welt bleibt ihr stumm.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch manchmal im Dunkel, wenn die Kerzen vergeh’n,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
meint sie den Räuber wie im Traume zu seh’n.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann flüstert sie leise, so sanft wie der Wind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass Herzen nicht wählen, wohin sie bestimmt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und tief in ihr drinnen, verborgen und sacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
lebt weiter die Liebe bei Tag und bei Nacht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der treue Hund&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr Leute, lasset mich berichten, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von gar wundersamen Geschichten, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine tue ich Euch nun kund, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie ist zu Orstoc einst geschehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ihr Held, das war ein Hund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein reicher Bauer mit dem Namen Friedrich Klein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kehrte nach dem Marktbesuch in ein Wirtshaus ein. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er hatte Vieh verkauft, trug bei sich den Erlös, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das rochen in der Schenke zwei Räuber, bitterbös. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als nun der reiche Bauer des Nachts zu Bette ging, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
beschlossen diese Räuber zu drehen ein schlimmes Ding. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie schlichen im Gasthaus in seine Kammer hinein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und drangen mit ihren Messern bedrohlich ein auf Friedrich Klein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schon packten ihn die Schlimmen, an seiner bloßen Kehle, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da schrie mit letzten Kräften, Friedrich die Angst sich von der Seele &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das hörte im Stalle, nicht sein Knecht aber der treue Hund, .&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er riss sich von der Kette und schon er in der Kammer stund &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bevor die Mörder die Messer setzten an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er stürzt sich auf die Kerle und rettet so den Mann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ward überwältigt, die böse Mörderbrut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu Orstoc, auf dem Richtblock, da floss zum Lohn ihr Blut. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch in dem Kampf fügten sie dem treuen Tier zu eine böse Wund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und schon am nächsten Tage da starb der arme Hund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es setzt in seinem Garten, der Bauer Klein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dem treuen braven Hunde aus Marmor einen Stein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darauf stand geschrieben dieses hier: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Viel treuer als die Menschen ist oft ein Hundetier. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Die Geschichte vom Räuber Hannes&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es sagt einst ein Kind zur seiner Großmama: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wenn ich erwachsen bin, was werd ich da?  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hab wenig Lust auf Feldarbeit. Kann ich vielleicht ein Räuber sein? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Muss wenig tun, nur ein bisschen rauben. Das wär&amp;#039; einfach und sehr fein.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Alte wiegt besorgt den Kopf, streichelt sanft den Enkelsohn. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich erzähl dir &amp;#039;ne Geschichte, die beantwortet deine Frage schon.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lehnt sich zurück, dann hebt sie an und sie erzählt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Geschichte vom Räuber Hannes hat sie gewählt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch des Waldes düstre Gründe auf naturverschlungnem Pfaden  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wandelt eine Magd zum Markt nach Vellhafen mit schmerzenden Waden. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hui, da plötzlich stürmt des Banditen kühner Sohn aus dem Geheg, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
scharf bewehrt bis an die Zähne, und vertritt ihr flugs den Weg. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Seid Ihr&amp;quot;, fragt die Frau erblassend, einer dunklen Ahnung voll, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;nicht vielleicht der Räuber Hannes, der allhier grassieren soll?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ja, ich bin´s, du Unglücksel´ge, ja, ich bin´s, der sich dir zeigt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und du bist diejen´ge, welche sich nun vor mir verneigt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn mit hochwillkomm´ner Beute nahst du mir zu guter Stund!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sprachs und nahm ihr weg den Korb, durchwühlt ihn schnell bis auf den Grund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wie Schuppen von den Augen fällt´s der schlichten Magd sogleich: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ihr seid Hannes!&amp;quot;, ruft sie bleich. &amp;quot;Bin es!&amp;quot; spricht der Räuber weich. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bin´s und sage dir noch dieses: ich töte dich du dummes Weib, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bringst du mir nicht auf dem Rückweg Gold, ramm ich meinen Dolch in deinen Leib.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Magd wird blass und blässer und eilt zum Markt, sucht den Büttel Reodan, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
findet ihn, fragt ängstlich dann, ob er ihr wohl helfen kann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jener stimmt zu, sie zu begleiten, denn den Räuber will er fangen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
baumeln soll der Räuber Hannes, an dem Galgen soll er hangen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesagt, getan und aus dem Walde eilt der Hannes schnell heran, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn er sieht nur das Mägdelein und nicht den guten Reodan. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jener hat sich vorher schon gut versteckt hinter einer dicken Eich, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er springt heraus, macht sich ganz groß und packt sogleich, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann den Räuber Hannes fest am Arm und am Halse an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
damit der Bösewicht dem harten Griffe nicht entweichen kann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Schurke! Hab dich!&amp;quot; so donnert er, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Nun entkommst du mir nicht mehr!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Mit des Seilers Tochter mach ich dich bekannt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aufatmen wird das ganze Land.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Werde besser Räuber nicht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sonst landet man am Ende nur an einem Strick und baumelt dann im Wind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Drum werde artig und bleib brav, sonst kommt Reodan mein Kind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gassen- und Handwerkslieder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesen Liedern besingt Walter das Leben der einfachen Leute: Handwerker, Händler, Hafenarbeiter und all jene, die in den Straßen und Gassen Vellhafens ihren Alltag bestreiten. Die Stücke sind oft humorvoll, manchmal rau, aber stets voller Wärme für die Menschen, die sie porträtieren. Viele davon entstanden unterwegs, zwischen Marktständen, Werkstätten und Tavernen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Das Lumpensammlerlied des Willem Willink&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Gott Pares hat mich verdammt auf Erden, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein Hader- und Lumpensammler zu werden. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin Willem Willink, ja seht mich nur an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein Lumpenkerl, ein armer, doch ehrlicher Mann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit verschossener Jacke, zerrissener Hose, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ja starrt mich ruhig an – ich bin keine Mimose. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist mir lieber, als wenn ihr verächtlich wegseht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als wär ich nur Dreck, den man mit Füßen wegfegt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Manch einer hält Nase und Maul mit dem Tuche bedeckt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil mein Duft ihn erschreckt und seine Sinne befleckt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch nach Ambra und Moschus kann ich nicht duften,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
muss für Hadern und Lumpen tagtäglich schuften.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bin kein feiner Pflastertreter mit Gold und mit Muße –&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Glück war bei anderen auf besserem Fuße.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hab des Lebens Mühsal bis zur Neige geleert,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch blieb ich stets ehrlich, hab mich nie beschwert.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Meer der Schmerzen bin ich geschwommen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf einem Lumpensack dann zu liegen gekommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun stapf ich durch Vellhafens Gassen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um eure alten Tücher und Kleider zu fassen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bringt mir ruhig ungewaschen, ungekrumpen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
eure Lappen, Fetzen, Flecken und Lumpen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Alles rein in den Sack – man macht daraus Papier:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eingeweicht, gestampft, gegautscht – harte Arbeit, kein Pläsier.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dann geschöpft, gepresst, getrocknet – ein neues Werk erschaffen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
verkauft an Schreiber, Pfeffersäcke und auch an die Pfaffen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin Willem Willink, pack Lumpen in meinen Sack,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und bin schon wieder fort – schwuppdiwupp, zackzack!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Belbrücks&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Belbrücks sind kurze, scherzhafte Fünfzeiler, die in Antamar weit verbreitet sind. Walter sammelt sie seit seiner Jugend und dichtet selbst unzählige neue, meist über Orte, Menschen oder Begebenheiten, die ihm auf seinen Reisen begegnen. Sie folgen einer festen Reimform und werden in Tavernen gern laut mitgesprochen — oft zur großen Freude des Publikums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Heiliges Kaiserreich&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst Mädchen aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bragen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die wollt&amp;#039; was Besonderes wagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie sucht nach `nem Gatten im Kurier,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
jetzt hat sie nicht einen, sondern gleich vier,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die sich täglich übers Essen beklagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war mal ein Bauer aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ackerheim&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der machte in jeden Satz &amp;#039;nen Reim. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und als sein Haar wurde lichter, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da nannte er sich einen Dichter &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und blieb den ganzen Tag daheim. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Kind in &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kirchflecken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das wollte die Welt noch entdecken.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es konnte krabbeln, noch nich´ so gut laufen  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und purzelte prompt in jeden Misthaufen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und erschreckte wandernde Recken. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Oma aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Siebenbrück&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der bastelt der Sohn eine feine Krück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hat Oma hocherfreut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aber den Sohn hat&amp;#039;s gereut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn die Oma haute damit Leute in Stück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Junge aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Amartrutz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der nahm immer alle Gauner in Schutz, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als Mann er studierte, wurd&amp;#039; Rechtsanwalt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Gauner haben ihn nun bezahlt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und schon nannt&amp;#039; ihn keiner mehr Nichtsnutz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Kerl aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jatzlauken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der wollt nur Trompeten und Pauken, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn laute Musik, die liebte er sehr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
seinen Nachbarn machte das Leben er schwer. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie schimpfen ihn deshalb nen lauten Rabauken. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Recke aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bragen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der wollt auch was Besonderes wagen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er ging zu einem großen Turnier, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kam, sah und siegte gegen Vier, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gewann dann nen Helm mit Kragen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst der Vater vom Recken aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bragen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der wollte dem Sohn die Teilnahme versagen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bleib weg vom Turnier!&amp;quot; Wütend er droht: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Denn wenn du verlierst, dann bist ja tot!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Warum willst du dich unbedingt schlagen?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Thelessa&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gute Fürst aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Faelughaven&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
muss wie jeder in der Nacht auch schlafen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um dann sanft in den Schlaf zu gleiten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hilft dem gute Fürst beizeiten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Zählen von weißen Schafen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Orklande&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es zogen einst drei Kelten nach Westen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu suchen &amp;#039;nen Vierten, wenn möglich den Besten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie fanden ihn nah dem &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Orken-Lande&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht mittig sondern eher am Rande,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
im Eichenbaum sitzend auf Ästen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Vellhafener Städtebund&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Königreich Lothrinien&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Pferdehirt aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Belbrück&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das war ein rechter Franz im Glück, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als von der Weide eine Herde Pferde wurde geklaut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er sich gründlich umgeschaut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und brachte sie, heil und am Stück, zurück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Burgherr auf &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Burg Obquell&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der fror ganz erbärmlich, trotz Wolle und Fell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Wind hier oben schneidend und bitterkalt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von drinnen die Stimm&amp;#039; seiner Frau erschallt: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mein Liebster, an den Kamin, zack zack aber schnell.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Adelsrepublik Grauland&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Jungfer aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Surquell&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die war ganz besonders schnell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Da kam ein Jüngling aus Untermoor, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der setzte ihr nen Floh ins Ohr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und zog sie nieder auf sein Schafsfell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Dûn-Reich&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Hund in &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tsakmur&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der ging allen auf die Hutschnur. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weil er bellte und jaulte, immer und stets, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging er den Leuten dort schwer auf den Keks. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die schickten den Jauler in die Wüste zur Kur.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Aivarunenlande&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Aivarune aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Qara Qorum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der fummelte sich immer am Ohr rum. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Seine Frau machte das Gefummel nervös, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
schrie ihn an und wurde ganz bös. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er hörte nicht auf, das war ganz dumm. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Xetoka&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Dame aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Liwa&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die war eine rechte Diva, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
trug nur seidene Kleider und Hüte, pompöse, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Verrückt, ja aber sie war keine Böse. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn das war was, was sie nie war. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Inoda&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Knabe aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Horami&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aß für sein Leben gerne Salami,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ob morgens, abends, zu jeder Zeit,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
für Salami war er immer bereit,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und verschlang sie rasant wie&amp;#039;n Tsunami.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tica</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.antamar.eu/index.php?title=Liedgut_des_Barden_Walter_von_der_Salzwiese&amp;diff=126533</id>
		<title>Liedgut des Barden Walter von der Salzwiese</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.antamar.eu/index.php?title=Liedgut_des_Barden_Walter_von_der_Salzwiese&amp;diff=126533"/>
		<updated>2026-02-16T14:39:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tica: /* Belbrücks */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Walter von der Salzwiese – Barde aus Vellhafen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walter von der Salzwiese gilt als einer der hoffnungsvollsten jungen Spielleute Vellhafens. Mit seinen gerade einmal erwachsenen Jahren hat er sich bereits einen Ruf erarbeitet, der manch älteren Barden neidisch werden lässt. Freundlich im Wesen, mit einer klaren, warmen Stimme und einem Talent, das Zuhörer mühelos in seinen Bann zieht, ist er in Schenken, auf Märkten und bei Festen gern gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein erstes Werk, „Das Lied von Brunihild“, verbreitete sich rasch über die Grenzen Vellhafens hinaus und wurde zu einem antamarweit bekannten Gassenhauer. Schon als Junge schickte Walter seine Verse und Melodien an den Vellhafener Kurier und erhielt dort früh Anerkennung für seine Dicht- und Vortragskunst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Herkunft und Familie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walter stammt aus Ismar, wo sein Vater Hein von der Salzwiese einen erfolgreichen Hof bewirtschaftet. Die Schafe der Familie grasen auf den salzhaltigen Wiesen Ismars, was dem Fleisch der berühmten Salzlämmer einen besonderen Geschmack verleiht. Wohlstand und Fleiß prägen Walters Herkunft, und es mangelte der Familie nie an etwas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein künstlerisches Talent verdankt Walter vor allem seiner Mutter Irina, die einst als Bardin unter dem Beinamen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;„Die Lerche aus Ismar“&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bekannt war. Sie tritt heute nicht mehr öffentlich auf, doch ihre Stimme und ihr Gespür für Melodie leben in ihrem Sohn weiter. Walters Brüder hingegen blieben der Landwirtschaft treu und führen den elterlichen Hof fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hinweis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die hier aufgeführten Lieder und Verse stammen — mit wenigen Ausnahmen (die aber immer extra gekennzeichnet sind)  — aus meiner eigener Feder.&lt;br /&gt;
Der Barde Walter von der Salzwiese wird im Spiel von mir verkörpert. Tica&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Balladen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
Walters Balladen erzählen von Liebe, Schicksal, Heldentum und den stillen Tragödien des Alltags. Sie sind länger gefasste Erzählgedichte, die oft auf wahren Begebenheiten beruhen oder von alten Sagen inspiriert wurden. Mit klarer Stimme und feinem Gespür für Stimmung trägt Walter sie auf Märkten, in Schenken und bei Festen vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Das Lied von Brunihild&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
War einst ein kleines Schneiderlein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das konnt schneidern, mit Stichlein fein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und dieses kleine Schneiderlein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging Nächtens in den Wald hinein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dort traf er sich mit Brunihild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die beiden trieben es dort wild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf einer Lichtung unerlaubt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er die Unschuld ihr geraubt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bruni aber war dem Joost versprochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der, der hatt&amp;#039; bald Lunt&amp;#039; gerochen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es kam, wie es dann kommen musste:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Joost, der ahnte, wenn auch nicht wusste,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass Brunihild ihn dreist belogen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und wahrscheinlich auch betrogen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er will es wissen, noch genauer,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und legt sich Nächtens auf die Lauer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Genau vor Brunihildes Elternhaus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und richtig, kaum war&amp;#039;s dunkel, trat sie hinaus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grimmig sieht Joost wie seine Braut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die selbst des Nachts sehr schön ausschaut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sich im Walde mit einem Schneider trifft,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihn gar küsst und herzt, das blonde Gift.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es schmerzt ihn sehr, er leidet Pein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie er so sieht sein Brunilein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Hals ihm schwillt und er sieht rot,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
stürmt auf die Lichtung: Schneider tot!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es heult und schreit die Braut vom Joost:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du Mörder! Bist du noch bei Trost?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch Joost, der schaut sie lange an,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kalt und böse sagt er dann:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du nahmst meinen Ring, warst mir versprochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bist mit dem Schneider hier ins Laub gekrochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hast ihn geküsst, geherzet sehr&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weißt du, dich will ich gar nicht mehr!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brunihilde, die war fassungslos,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
drehte sich um und rannte los.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach Hause will ich, denkt die Maid&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und rafft dann flugs das lange Kleid,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und sie rennet schnell und schneller,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zuhaus geht`s zunächst mal in den Keller.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wäscht aus das Kleid, besudelt von des Schneiders Blut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
lauscht nach oben, ob der Joost ihr womöglich folgen tut.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Joost jedoch, der will nur die Verlobung lösen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gleichgültig ihm ist, ob im Guten oder Bösen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Egal, ob sie ihn anzeigt, dieses Weib&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hauptsache sie bleibt ihm nun vom Leib.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am Elternhaus der Brunihild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ruft er laut und fuchtelt wild,:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich möchte meinen Ring zurück,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von diesem ungetreuen Stück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es wird keine Hochzeit geben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so eine heirat´ ich nie im Leben.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vater und Mutter sind bass erstaunt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was der Joost da ausposaunt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie befragen dann ihr Kind und schau&amp;#039;n es ratlos an:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sag uns Brunihild, was hast du nur getan,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass der Joost dich untreu schilt?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Setz uns bitte mal ins Bild.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Maid, die schweigt, nimmt kreidebleich&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Ring vom Finger dann sogleich.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vater gibt den Schmuck zurück,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf das er andere Hände schmück&amp;#039;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Joost läuft nun geschwind davon,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und dann brüllt der Vater schon:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was sollen denn die Leute denken?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Musstest du den Joost so kränken?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kind was hast du bloß gemacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
in dieser unglückseligen Nacht?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch Brunihild, die Ungetreue,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sagt kein Wort, schweigt nun auf Neue.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Mutter redet auf sie ein:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sag mir den Grund, Brunhildilein!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch auch der Mutter bleibt sie eine Antwort schuldig,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
diese schäumt vor Wut, fragt ungeduldig:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was sollen wir den Leuten sagen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wenn nach der Hochzeit sie uns fragen?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maid schweigt weiter, geht auf ihr Zimmer,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Lage, die wird schlimm und schlimmer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn Brunihilde weiß, dass sie ein Kindlein trägt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
in knapp fünf Monden es in der Wiege quäkt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Schande&amp;quot; denkt sie, &amp;quot;Welch ein Graus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie komme ich aus der Sache raus?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich geh ins Wasser!&amp;quot; ihr Entschluss,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sprach&amp;#039;s und ging geschwind zum Fluss.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am nächsten Tag hat der Vater sie gefunden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie aus dem Wasser raus gewunden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu einem Medicus verbracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch der hat nur aufgelacht:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Eine Tote bringt ihr mir? Was soll ich tun?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lasst sie auf dem Nergasacker ruh&amp;#039;n.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater sprach: &amp;quot;Mir ist nicht nach Scherzen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
untersuche ob ein Kind sie trug, unter ihrem Herzen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Medicus untersucht die Tote nun geschwind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann sagt er: &amp;quot;Ja, sie erwartete ein Kind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In vier, fünf Monden wär`s soweit gewesen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das kann ich an dem Körper lesen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater nickt, bezahlt den Mann, und nimmt die Leich&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bringt sie zum Nergasacker dann sogleich.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch Nergas Diener schicken ihn fort:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Begrabt sie einem anderen Ort!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nerga hasst jene, die sich selbst des Lebens berauben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das weiß der Vater, durch seinen tiefen Götterglauben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es schwillt die Wut ganz tief in ihm,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er denkt: Der Joost war mit Brunihild intim,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dafür sollte er nun bezahlen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn er verursacht diese Qualen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Leich&amp;#039; der Tochter in den Armen, die Augen voller Schmerz,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
stellt er den Joost und ohne Fragen, sticht er ihm `nen Dolch ins Herz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Richter nach acht langen Wochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat den Vater freigesprochen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn, so sprach der weise Mann:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bin selber Vater und daher ich verstehen kann,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was ihn zu dieser Tat gebracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vielleicht hätt`ich&amp;#039;s ebenso gemacht?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Betrüge den Verlobten nicht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eifersucht bei einem Mann,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gar schlimme Folgen haben kann!&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der Sohn der Maar-Fiar&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sein Clan längst erloschen, seine Geschichte dieses Lied bewahr. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Maar-Fiar waren Jäger, Jäger am Meer, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihre hölzernen Kanus glitten pfeilschnell umher. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, der stolze Aiva&amp;#039;un, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der verehrte gar sehr Lunin und auch den goldenen Lun, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
War nur Lunin, nicht Lun, am Nachthimmel zu sehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so wussten die Maar-Fiar: Es ist Zeit, auf die Jagd zu gehen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er und die Gefährten schoben ihre Kanus in die Wellen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
im Wissen, das Lunin ihren Weg wird erhellen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vier saßen in den Kanus, ob Mann, ob Frau,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zwei lenkten durch die Wogen, zwei spähten hinaus ins Grau. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Netzen und Angeln machten sie reiche Beute, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vom Ausmaß ihres Fangs erzählt man sich noch heute. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Speere und Spieße waren stets messerscharf gewetzt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
damit auch Raubfisch, kein Hai ihre Netze zerfetzt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eroberer und Mörder schlichen heran in dunkler Nacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als weder Lunin noch Lun den Himmel bewacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie drangen gewaltsam ein in Takoyas Haus, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
löschten zunächst seiner Familie die Lebenslichter aus. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gefesselt und geknebelt, gezwungen zuzusehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie all die Untaten vor seinen Augen geschehen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vom Schmerz wie von Sinnen, von Wut angefacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er das Unmögliche dennoch vollbracht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er zerriss seine Fesseln, spuckte den Knebel aus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
erschlug jeden Qim‑Mas, den er fand im Haus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er war nicht zu halten, von der Rache beseelt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
seine Muskeln und Sehnen in Eisen gestählt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch als er im Haus sein Werk vollbracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
trat er hinaus in die stockdunkle Nacht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Dutzend Qim‑Mas rangen den wilden Takoya nieder,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er starb – doch sein Pan‑Teon lebt fort, davon künden die Lieder. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Maar‑Fiar, den stolzen Jägern der Meere,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gebührt auf ewig unsere stille Ehre.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein ganzer Clan, gefallen durch fremde Horden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
durch wilde Feinde, die nur brandschatzen und morden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in der alten Heimat der Maar-Fiar, das weiß jedes Kind, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weht nun an allen Orten eine fremde Flagge im Wind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Grauländer, diese Qim-Mas, wohnen nun dort, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Geister der Maar-Fiar hüten jeden Ort. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der Ring des Räubers &amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht weit von hier in einem tiefen Tal,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da wohnte eine Maid im Wald an einem Wasserfall. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie war so schön, so schön wie Milch und Blut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von ganzem Herzen war sie einem Manne gut. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du armes Kind, du dauerst meine Seele. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weil ich nur ein Räuber bin, wohn&amp;#039; in einer Höhle&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Du kannst fürwahr nicht länger bei mir sein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ich muss jetzt fort, tief in den Wald hinein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nimm diesen Ring, und sollte man dich fragen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so sag&amp;#039; ein Räuber habe ihn getragen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der dich geliebt, geliebt bei Tag und Nacht&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der so manchen um Hab und Gut gebracht&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sprach er nach vielen Monden zu ihr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nach so  vielen Tagen und Nächten mit Pläsier, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihr half kein Wehen und auch kein Klagen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie musste seinen Weggang weinend ertragen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schöne tat, was der Geliebte ihr gesagt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging zurück zu ihrem Dorf, tieftraurig verzagt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie zeigte den Leuten den güldenen Ring, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das vermaledeite wertvolle, aber gestohlene Ding. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie weinte: &amp;quot;Der Räuber, den ich geliebt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat ihn getragen bei Tag und auch bei Nacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der so  manchen um Hab und Gut gebracht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat mich geliebt, bei Tag und auch bei Nacht.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Leute im Dorf waren empört, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht die Liebe an sich hat sie gestört, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aber, dass sie einem Räuber galt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dieses man eine Sünde schalt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sprachen: &amp;quot;Geh in den Tempel, törichte Maid &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und klag den Geweihten dort dein Leid, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Ring, den spende an die Götter, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann verstummen auch die Spötter.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie kann man einen Räuber lieben, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Unglückseliges Kind, was hat dich umgetrieben?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maid weinte bitter und lange, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vor der Zukunft war ihr sehr bange. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Verlust des Liebsten hat sie schon entsetzt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
war sie nun zusätzlich Hohn und Spott ausgesetzt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie trat in einen heiligen Orden ein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um eine Dienerin für die Götter zu sein. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So lebt sie nun dorten, fleißig und fromm,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Jahre verrinnen, die Welt bleibt ihr stumm.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch manchmal im Dunkel, wenn die Kerzen vergeh’n,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
meint sie den Räuber wie im Traume zu seh’n.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann flüstert sie leise, so sanft wie der Wind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass Herzen nicht wählen, wohin sie bestimmt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und tief in ihr drinnen, verborgen und sacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
lebt weiter die Liebe bei Tag und bei Nacht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der treue Hund&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr Leute, lasset mich berichten, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von gar wundersamen Geschichten, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine tue ich Euch nun kund, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie ist zu Orstoc einst geschehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ihr Held, das war ein Hund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein reicher Bauer mit dem Namen Friedrich Klein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kehrte nach dem Marktbesuch in ein Wirtshaus ein. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er hatte Vieh verkauft, trug bei sich den Erlös, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das rochen in der Schenke zwei Räuber, bitterbös. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als nun der reiche Bauer des Nachts zu Bette ging, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
beschlossen diese Räuber zu drehen ein schlimmes Ding. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie schlichen im Gasthaus in seine Kammer hinein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und drangen mit ihren Messern bedrohlich ein auf Friedrich Klein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schon packten ihn die Schlimmen, an seiner bloßen Kehle, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da schrie mit letzten Kräften, Friedrich die Angst sich von der Seele &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das hörte im Stalle, nicht sein Knecht aber der treue Hund, .&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er riss sich von der Kette und schon er in der Kammer stund &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bevor die Mörder die Messer setzten an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er stürzt sich auf die Kerle und rettet so den Mann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ward überwältigt, die böse Mörderbrut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu Orstoc, auf dem Richtblock, da floss zum Lohn ihr Blut. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch in dem Kampf fügten sie dem treuen Tier zu eine böse Wund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und schon am nächsten Tage da starb der arme Hund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es setzt in seinem Garten, der Bauer Klein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dem treuen braven Hunde aus Marmor einen Stein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darauf stand geschrieben dieses hier: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Viel treuer als die Menschen ist oft ein Hundetier. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Die Geschichte vom Räuber Hannes&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es sagt einst ein Kind zur seiner Großmama: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wenn ich erwachsen bin, was werd ich da?  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hab wenig Lust auf Feldarbeit. Kann ich vielleicht ein Räuber sein? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Muss wenig tun, nur ein bisschen rauben. Das wär&amp;#039; einfach und sehr fein.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Alte wiegt besorgt den Kopf, streichelt sanft den Enkelsohn. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich erzähl dir &amp;#039;ne Geschichte, die beantwortet deine Frage schon.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lehnt sich zurück, dann hebt sie an und sie erzählt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Geschichte vom Räuber Hannes hat sie gewählt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch des Waldes düstre Gründe auf naturverschlungnem Pfaden  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wandelt eine Magd zum Markt nach Vellhafen mit schmerzenden Waden. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hui, da plötzlich stürmt des Banditen kühner Sohn aus dem Geheg, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
scharf bewehrt bis an die Zähne, und vertritt ihr flugs den Weg. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Seid Ihr&amp;quot;, fragt die Frau erblassend, einer dunklen Ahnung voll, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;nicht vielleicht der Räuber Hannes, der allhier grassieren soll?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ja, ich bin´s, du Unglücksel´ge, ja, ich bin´s, der sich dir zeigt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und du bist diejen´ge, welche sich nun vor mir verneigt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn mit hochwillkomm´ner Beute nahst du mir zu guter Stund!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sprachs und nahm ihr weg den Korb, durchwühlt ihn schnell bis auf den Grund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wie Schuppen von den Augen fällt´s der schlichten Magd sogleich: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ihr seid Hannes!&amp;quot;, ruft sie bleich. &amp;quot;Bin es!&amp;quot; spricht der Räuber weich. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bin´s und sage dir noch dieses: ich töte dich du dummes Weib, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bringst du mir nicht auf dem Rückweg Gold, ramm ich meinen Dolch in deinen Leib.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Magd wird blass und blässer und eilt zum Markt, sucht den Büttel Reodan, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
findet ihn, fragt ängstlich dann, ob er ihr wohl helfen kann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jener stimmt zu, sie zu begleiten, denn den Räuber will er fangen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
baumeln soll der Räuber Hannes, an dem Galgen soll er hangen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesagt, getan und aus dem Walde eilt der Hannes schnell heran, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn er sieht nur das Mägdelein und nicht den guten Reodan. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jener hat sich vorher schon gut versteckt hinter einer dicken Eich, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er springt heraus, macht sich ganz groß und packt sogleich, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann den Räuber Hannes fest am Arm und am Halse an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
damit der Bösewicht dem harten Griffe nicht entweichen kann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Schurke! Hab dich!&amp;quot; so donnert er, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Nun entkommst du mir nicht mehr!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Mit des Seilers Tochter mach ich dich bekannt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aufatmen wird das ganze Land.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Werde besser Räuber nicht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sonst landet man am Ende nur an einem Strick und baumelt dann im Wind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Drum werde artig und bleib brav, sonst kommt Reodan mein Kind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gassen- und Handwerkslieder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesen Liedern besingt Walter das Leben der einfachen Leute: Handwerker, Händler, Hafenarbeiter und all jene, die in den Straßen und Gassen Vellhafens ihren Alltag bestreiten. Die Stücke sind oft humorvoll, manchmal rau, aber stets voller Wärme für die Menschen, die sie porträtieren. Viele davon entstanden unterwegs, zwischen Marktständen, Werkstätten und Tavernen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Das Lumpensammlerlied des Willem Willink&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Gott Pares hat mich verdammt auf Erden, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein Hader- und Lumpensammler zu werden. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin Willem Willink, ja seht mich nur an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein Lumpenkerl, ein armer, doch ehrlicher Mann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit verschossener Jacke, zerrissener Hose, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ja starrt mich ruhig an – ich bin keine Mimose. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist mir lieber, als wenn ihr verächtlich wegseht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als wär ich nur Dreck, den man mit Füßen wegfegt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Manch einer hält Nase und Maul mit dem Tuche bedeckt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil mein Duft ihn erschreckt und seine Sinne befleckt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch nach Ambra und Moschus kann ich nicht duften,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
muss für Hadern und Lumpen tagtäglich schuften.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bin kein feiner Pflastertreter mit Gold und mit Muße –&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Glück war bei anderen auf besserem Fuße.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hab des Lebens Mühsal bis zur Neige geleert,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch blieb ich stets ehrlich, hab mich nie beschwert.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Meer der Schmerzen bin ich geschwommen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf einem Lumpensack dann zu liegen gekommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun stapf ich durch Vellhafens Gassen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um eure alten Tücher und Kleider zu fassen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bringt mir ruhig ungewaschen, ungekrumpen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
eure Lappen, Fetzen, Flecken und Lumpen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Alles rein in den Sack – man macht daraus Papier:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eingeweicht, gestampft, gegautscht – harte Arbeit, kein Pläsier.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dann geschöpft, gepresst, getrocknet – ein neues Werk erschaffen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
verkauft an Schreiber, Pfeffersäcke und auch an die Pfaffen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin Willem Willink, pack Lumpen in meinen Sack,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und bin schon wieder fort – schwuppdiwupp, zackzack!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Belbrücks&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Belbrücks sind kurze, scherzhafte Fünfzeiler, die in Antamar weit verbreitet sind. Walter sammelt sie seit seiner Jugend und dichtet selbst unzählige neue, meist über Orte, Menschen oder Begebenheiten, die ihm auf seinen Reisen begegnen. Sie folgen einer festen Reimform und werden in Tavernen gern laut mitgesprochen — oft zur großen Freude des Publikums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Heiliges Kaiserreich&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst Mädchen aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bragen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die wollt&amp;#039; was Besonderes wagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie sucht nach `nem Gatten im Kurier,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
jetzt hat sie nicht einen, sondern gleich vier,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die sich täglich übers Essen beklagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war mal ein Bauer aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ackerheim&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der machte in jeden Satz &amp;#039;nen Reim. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und als sein Haar wurde lichter, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da nannte er sich einen Dichter &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und blieb den ganzen Tag daheim. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Kind in &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kirchflecken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das wollte die Welt noch entdecken.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es konnte krabbeln, noch nich´ so gut laufen  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und purzelte prompt in jeden Misthaufen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und erschreckte wandernde Recken. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Oma aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Siebenbrück&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der bastelt der Sohn eine feine Krück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hat Oma hocherfreut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aber den Sohn hat&amp;#039;s gereut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn die Oma haute damit Leute in Stück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Junge aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Amartrutz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der nahm immer alle Gauner in Schutz, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als Mann er studierte, wurd&amp;#039; Rechtsanwalt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Gauner haben ihn nun bezahlt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und schon nannt&amp;#039; ihn keiner mehr Nichtsnutz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Kerl aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jatzlauken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der wollt nur Trompeten und Pauken, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn laute Musik, die liebte er sehr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
seinen Nachbarn machte das Leben er schwer. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie schimpfen ihn deshalb nen lauten Rabauken. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Recke aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bragen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der wollt auch was Besonderes wagen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er ging zu einem großen Turnier, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kam, sah und siegte gegen Vier, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gewann dann nen Helm mit Kragen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst der Vater vom Recken aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bragen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der wollte dem Sohn die Teilnahme versagen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bleib weg vom Turnier!&amp;quot; Wütend er droht: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Denn wenn du verlierst, dann bist ja tot!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Warum willst du dich unbedingt schlagen?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Thelessa&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gute Fürst aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Faelughaven&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
muss wie jeder in der Nacht auch schlafen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um dann sanft in den Schlaf zu gleiten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hilft dem gute Fürst beizeiten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Zählen von weißen Schafen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Orklande&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es zogen einst drei Kelten nach Westen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu suchen &amp;#039;nen Vierten, wenn möglich den Besten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie fanden ihn nah dem &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Orken-Lande&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht mittig sondern eher am Rande,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
im Eichenbaum sitzend auf Ästen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Vellhafener Städtebund&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Königreich Lothrinien&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Pferdehirt aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Belbrück&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das war ein rechter Franz im Glück, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als von der Weide eine Herde Pferde wurde geklaut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er sich gründlich umgeschaut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und brachte sie, heil und am Stück, zurück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Adelsrepublik Grauland&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Jungfer aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Surquell&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die war ganz besonders schnell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Da kam ein Jüngling aus Untermoor, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der setzte ihr nen Floh ins Ohr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und zog sie nieder auf sein Schafsfell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Dûn-Reich&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Hund in &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tsakmur&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der ging allen auf die Hutschnur. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weil er bellte und jaulte, immer und stets, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging er den Leuten dort schwer auf den Keks. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die schickten den Jauler in die Wüste zur Kur.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Aivarunenlande&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Aivarune aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Qara Qorum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der fummelte sich immer am Ohr rum. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Seine Frau machte das Gefummel nervös, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
schrie ihn an und wurde ganz bös. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er hörte nicht auf, das war ganz dumm. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Xetoka&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Dame aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Liwa&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die war eine rechte Diva, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
trug nur seidene Kleider und Hüte, pompöse, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Verrückt, ja aber sie war keine Böse. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn das war was, was sie nie war. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Inoda&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Knabe aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Horami&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aß für sein Leben gerne Salami,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ob morgens, abends, zu jeder Zeit,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
für Salami war er immer bereit,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und verschlang sie rasant wie&amp;#039;n Tsunami.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tica</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.antamar.eu/index.php?title=Liedgut_des_Barden_Walter_von_der_Salzwiese&amp;diff=126532</id>
		<title>Liedgut des Barden Walter von der Salzwiese</title>
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		<updated>2026-02-16T14:35:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tica: /* Belbrücks */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Walter von der Salzwiese – Barde aus Vellhafen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walter von der Salzwiese gilt als einer der hoffnungsvollsten jungen Spielleute Vellhafens. Mit seinen gerade einmal erwachsenen Jahren hat er sich bereits einen Ruf erarbeitet, der manch älteren Barden neidisch werden lässt. Freundlich im Wesen, mit einer klaren, warmen Stimme und einem Talent, das Zuhörer mühelos in seinen Bann zieht, ist er in Schenken, auf Märkten und bei Festen gern gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein erstes Werk, „Das Lied von Brunihild“, verbreitete sich rasch über die Grenzen Vellhafens hinaus und wurde zu einem antamarweit bekannten Gassenhauer. Schon als Junge schickte Walter seine Verse und Melodien an den Vellhafener Kurier und erhielt dort früh Anerkennung für seine Dicht- und Vortragskunst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Herkunft und Familie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walter stammt aus Ismar, wo sein Vater Hein von der Salzwiese einen erfolgreichen Hof bewirtschaftet. Die Schafe der Familie grasen auf den salzhaltigen Wiesen Ismars, was dem Fleisch der berühmten Salzlämmer einen besonderen Geschmack verleiht. Wohlstand und Fleiß prägen Walters Herkunft, und es mangelte der Familie nie an etwas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein künstlerisches Talent verdankt Walter vor allem seiner Mutter Irina, die einst als Bardin unter dem Beinamen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;„Die Lerche aus Ismar“&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bekannt war. Sie tritt heute nicht mehr öffentlich auf, doch ihre Stimme und ihr Gespür für Melodie leben in ihrem Sohn weiter. Walters Brüder hingegen blieben der Landwirtschaft treu und führen den elterlichen Hof fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hinweis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die hier aufgeführten Lieder und Verse stammen — mit wenigen Ausnahmen (die aber immer extra gekennzeichnet sind)  — aus meiner eigener Feder.&lt;br /&gt;
Der Barde Walter von der Salzwiese wird im Spiel von mir verkörpert. Tica&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Balladen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
Walters Balladen erzählen von Liebe, Schicksal, Heldentum und den stillen Tragödien des Alltags. Sie sind länger gefasste Erzählgedichte, die oft auf wahren Begebenheiten beruhen oder von alten Sagen inspiriert wurden. Mit klarer Stimme und feinem Gespür für Stimmung trägt Walter sie auf Märkten, in Schenken und bei Festen vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Das Lied von Brunihild&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
War einst ein kleines Schneiderlein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das konnt schneidern, mit Stichlein fein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und dieses kleine Schneiderlein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging Nächtens in den Wald hinein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dort traf er sich mit Brunihild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die beiden trieben es dort wild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf einer Lichtung unerlaubt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er die Unschuld ihr geraubt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bruni aber war dem Joost versprochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der, der hatt&amp;#039; bald Lunt&amp;#039; gerochen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es kam, wie es dann kommen musste:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Joost, der ahnte, wenn auch nicht wusste,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass Brunihild ihn dreist belogen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und wahrscheinlich auch betrogen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er will es wissen, noch genauer,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und legt sich Nächtens auf die Lauer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Genau vor Brunihildes Elternhaus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und richtig, kaum war&amp;#039;s dunkel, trat sie hinaus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grimmig sieht Joost wie seine Braut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die selbst des Nachts sehr schön ausschaut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sich im Walde mit einem Schneider trifft,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihn gar küsst und herzt, das blonde Gift.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es schmerzt ihn sehr, er leidet Pein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie er so sieht sein Brunilein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Hals ihm schwillt und er sieht rot,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
stürmt auf die Lichtung: Schneider tot!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es heult und schreit die Braut vom Joost:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du Mörder! Bist du noch bei Trost?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch Joost, der schaut sie lange an,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kalt und böse sagt er dann:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du nahmst meinen Ring, warst mir versprochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bist mit dem Schneider hier ins Laub gekrochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hast ihn geküsst, geherzet sehr&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weißt du, dich will ich gar nicht mehr!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brunihilde, die war fassungslos,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
drehte sich um und rannte los.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach Hause will ich, denkt die Maid&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und rafft dann flugs das lange Kleid,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und sie rennet schnell und schneller,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zuhaus geht`s zunächst mal in den Keller.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wäscht aus das Kleid, besudelt von des Schneiders Blut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
lauscht nach oben, ob der Joost ihr womöglich folgen tut.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Joost jedoch, der will nur die Verlobung lösen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gleichgültig ihm ist, ob im Guten oder Bösen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Egal, ob sie ihn anzeigt, dieses Weib&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hauptsache sie bleibt ihm nun vom Leib.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am Elternhaus der Brunihild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ruft er laut und fuchtelt wild,:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich möchte meinen Ring zurück,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von diesem ungetreuen Stück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es wird keine Hochzeit geben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so eine heirat´ ich nie im Leben.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vater und Mutter sind bass erstaunt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was der Joost da ausposaunt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie befragen dann ihr Kind und schau&amp;#039;n es ratlos an:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sag uns Brunihild, was hast du nur getan,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass der Joost dich untreu schilt?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Setz uns bitte mal ins Bild.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Maid, die schweigt, nimmt kreidebleich&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Ring vom Finger dann sogleich.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vater gibt den Schmuck zurück,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf das er andere Hände schmück&amp;#039;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Joost läuft nun geschwind davon,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und dann brüllt der Vater schon:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was sollen denn die Leute denken?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Musstest du den Joost so kränken?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kind was hast du bloß gemacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
in dieser unglückseligen Nacht?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch Brunihild, die Ungetreue,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sagt kein Wort, schweigt nun auf Neue.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Mutter redet auf sie ein:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sag mir den Grund, Brunhildilein!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch auch der Mutter bleibt sie eine Antwort schuldig,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
diese schäumt vor Wut, fragt ungeduldig:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was sollen wir den Leuten sagen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wenn nach der Hochzeit sie uns fragen?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maid schweigt weiter, geht auf ihr Zimmer,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Lage, die wird schlimm und schlimmer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn Brunihilde weiß, dass sie ein Kindlein trägt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
in knapp fünf Monden es in der Wiege quäkt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Schande&amp;quot; denkt sie, &amp;quot;Welch ein Graus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie komme ich aus der Sache raus?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich geh ins Wasser!&amp;quot; ihr Entschluss,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sprach&amp;#039;s und ging geschwind zum Fluss.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am nächsten Tag hat der Vater sie gefunden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie aus dem Wasser raus gewunden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu einem Medicus verbracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch der hat nur aufgelacht:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Eine Tote bringt ihr mir? Was soll ich tun?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lasst sie auf dem Nergasacker ruh&amp;#039;n.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater sprach: &amp;quot;Mir ist nicht nach Scherzen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
untersuche ob ein Kind sie trug, unter ihrem Herzen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Medicus untersucht die Tote nun geschwind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann sagt er: &amp;quot;Ja, sie erwartete ein Kind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In vier, fünf Monden wär`s soweit gewesen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das kann ich an dem Körper lesen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater nickt, bezahlt den Mann, und nimmt die Leich&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bringt sie zum Nergasacker dann sogleich.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch Nergas Diener schicken ihn fort:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Begrabt sie einem anderen Ort!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nerga hasst jene, die sich selbst des Lebens berauben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das weiß der Vater, durch seinen tiefen Götterglauben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es schwillt die Wut ganz tief in ihm,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er denkt: Der Joost war mit Brunihild intim,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dafür sollte er nun bezahlen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn er verursacht diese Qualen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Leich&amp;#039; der Tochter in den Armen, die Augen voller Schmerz,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
stellt er den Joost und ohne Fragen, sticht er ihm `nen Dolch ins Herz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Richter nach acht langen Wochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat den Vater freigesprochen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn, so sprach der weise Mann:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bin selber Vater und daher ich verstehen kann,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was ihn zu dieser Tat gebracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vielleicht hätt`ich&amp;#039;s ebenso gemacht?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Betrüge den Verlobten nicht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eifersucht bei einem Mann,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gar schlimme Folgen haben kann!&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der Sohn der Maar-Fiar&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sein Clan längst erloschen, seine Geschichte dieses Lied bewahr. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Maar-Fiar waren Jäger, Jäger am Meer, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihre hölzernen Kanus glitten pfeilschnell umher. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, der stolze Aiva&amp;#039;un, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der verehrte gar sehr Lunin und auch den goldenen Lun, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
War nur Lunin, nicht Lun, am Nachthimmel zu sehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so wussten die Maar-Fiar: Es ist Zeit, auf die Jagd zu gehen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er und die Gefährten schoben ihre Kanus in die Wellen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
im Wissen, das Lunin ihren Weg wird erhellen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vier saßen in den Kanus, ob Mann, ob Frau,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zwei lenkten durch die Wogen, zwei spähten hinaus ins Grau. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Netzen und Angeln machten sie reiche Beute, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vom Ausmaß ihres Fangs erzählt man sich noch heute. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Speere und Spieße waren stets messerscharf gewetzt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
damit auch Raubfisch, kein Hai ihre Netze zerfetzt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eroberer und Mörder schlichen heran in dunkler Nacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als weder Lunin noch Lun den Himmel bewacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie drangen gewaltsam ein in Takoyas Haus, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
löschten zunächst seiner Familie die Lebenslichter aus. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gefesselt und geknebelt, gezwungen zuzusehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie all die Untaten vor seinen Augen geschehen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vom Schmerz wie von Sinnen, von Wut angefacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er das Unmögliche dennoch vollbracht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er zerriss seine Fesseln, spuckte den Knebel aus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
erschlug jeden Qim‑Mas, den er fand im Haus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er war nicht zu halten, von der Rache beseelt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
seine Muskeln und Sehnen in Eisen gestählt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch als er im Haus sein Werk vollbracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
trat er hinaus in die stockdunkle Nacht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Dutzend Qim‑Mas rangen den wilden Takoya nieder,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er starb – doch sein Pan‑Teon lebt fort, davon künden die Lieder. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Maar‑Fiar, den stolzen Jägern der Meere,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gebührt auf ewig unsere stille Ehre.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein ganzer Clan, gefallen durch fremde Horden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
durch wilde Feinde, die nur brandschatzen und morden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in der alten Heimat der Maar-Fiar, das weiß jedes Kind, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weht nun an allen Orten eine fremde Flagge im Wind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Grauländer, diese Qim-Mas, wohnen nun dort, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Geister der Maar-Fiar hüten jeden Ort. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der Ring des Räubers &amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht weit von hier in einem tiefen Tal,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da wohnte eine Maid im Wald an einem Wasserfall. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie war so schön, so schön wie Milch und Blut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von ganzem Herzen war sie einem Manne gut. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du armes Kind, du dauerst meine Seele. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weil ich nur ein Räuber bin, wohn&amp;#039; in einer Höhle&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Du kannst fürwahr nicht länger bei mir sein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ich muss jetzt fort, tief in den Wald hinein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nimm diesen Ring, und sollte man dich fragen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so sag&amp;#039; ein Räuber habe ihn getragen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der dich geliebt, geliebt bei Tag und Nacht&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der so manchen um Hab und Gut gebracht&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sprach er nach vielen Monden zu ihr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nach so  vielen Tagen und Nächten mit Pläsier, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihr half kein Wehen und auch kein Klagen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie musste seinen Weggang weinend ertragen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schöne tat, was der Geliebte ihr gesagt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging zurück zu ihrem Dorf, tieftraurig verzagt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie zeigte den Leuten den güldenen Ring, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das vermaledeite wertvolle, aber gestohlene Ding. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie weinte: &amp;quot;Der Räuber, den ich geliebt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat ihn getragen bei Tag und auch bei Nacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der so  manchen um Hab und Gut gebracht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat mich geliebt, bei Tag und auch bei Nacht.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Leute im Dorf waren empört, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht die Liebe an sich hat sie gestört, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aber, dass sie einem Räuber galt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dieses man eine Sünde schalt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sprachen: &amp;quot;Geh in den Tempel, törichte Maid &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und klag den Geweihten dort dein Leid, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Ring, den spende an die Götter, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann verstummen auch die Spötter.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie kann man einen Räuber lieben, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Unglückseliges Kind, was hat dich umgetrieben?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maid weinte bitter und lange, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vor der Zukunft war ihr sehr bange. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Verlust des Liebsten hat sie schon entsetzt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
war sie nun zusätzlich Hohn und Spott ausgesetzt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie trat in einen heiligen Orden ein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um eine Dienerin für die Götter zu sein. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So lebt sie nun dorten, fleißig und fromm,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Jahre verrinnen, die Welt bleibt ihr stumm.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch manchmal im Dunkel, wenn die Kerzen vergeh’n,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
meint sie den Räuber wie im Traume zu seh’n.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann flüstert sie leise, so sanft wie der Wind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass Herzen nicht wählen, wohin sie bestimmt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und tief in ihr drinnen, verborgen und sacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
lebt weiter die Liebe bei Tag und bei Nacht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der treue Hund&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr Leute, lasset mich berichten, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von gar wundersamen Geschichten, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine tue ich Euch nun kund, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie ist zu Orstoc einst geschehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ihr Held, das war ein Hund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein reicher Bauer mit dem Namen Friedrich Klein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kehrte nach dem Marktbesuch in ein Wirtshaus ein. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er hatte Vieh verkauft, trug bei sich den Erlös, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das rochen in der Schenke zwei Räuber, bitterbös. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als nun der reiche Bauer des Nachts zu Bette ging, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
beschlossen diese Räuber zu drehen ein schlimmes Ding. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie schlichen im Gasthaus in seine Kammer hinein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und drangen mit ihren Messern bedrohlich ein auf Friedrich Klein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schon packten ihn die Schlimmen, an seiner bloßen Kehle, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da schrie mit letzten Kräften, Friedrich die Angst sich von der Seele &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das hörte im Stalle, nicht sein Knecht aber der treue Hund, .&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er riss sich von der Kette und schon er in der Kammer stund &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bevor die Mörder die Messer setzten an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er stürzt sich auf die Kerle und rettet so den Mann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ward überwältigt, die böse Mörderbrut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu Orstoc, auf dem Richtblock, da floss zum Lohn ihr Blut. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch in dem Kampf fügten sie dem treuen Tier zu eine böse Wund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und schon am nächsten Tage da starb der arme Hund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es setzt in seinem Garten, der Bauer Klein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dem treuen braven Hunde aus Marmor einen Stein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darauf stand geschrieben dieses hier: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Viel treuer als die Menschen ist oft ein Hundetier. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Die Geschichte vom Räuber Hannes&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es sagt einst ein Kind zur seiner Großmama: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wenn ich erwachsen bin, was werd ich da?  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hab wenig Lust auf Feldarbeit. Kann ich vielleicht ein Räuber sein? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Muss wenig tun, nur ein bisschen rauben. Das wär&amp;#039; einfach und sehr fein.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Alte wiegt besorgt den Kopf, streichelt sanft den Enkelsohn. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich erzähl dir &amp;#039;ne Geschichte, die beantwortet deine Frage schon.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lehnt sich zurück, dann hebt sie an und sie erzählt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Geschichte vom Räuber Hannes hat sie gewählt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch des Waldes düstre Gründe auf naturverschlungnem Pfaden  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wandelt eine Magd zum Markt nach Vellhafen mit schmerzenden Waden. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hui, da plötzlich stürmt des Banditen kühner Sohn aus dem Geheg, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
scharf bewehrt bis an die Zähne, und vertritt ihr flugs den Weg. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Seid Ihr&amp;quot;, fragt die Frau erblassend, einer dunklen Ahnung voll, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;nicht vielleicht der Räuber Hannes, der allhier grassieren soll?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ja, ich bin´s, du Unglücksel´ge, ja, ich bin´s, der sich dir zeigt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und du bist diejen´ge, welche sich nun vor mir verneigt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn mit hochwillkomm´ner Beute nahst du mir zu guter Stund!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sprachs und nahm ihr weg den Korb, durchwühlt ihn schnell bis auf den Grund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wie Schuppen von den Augen fällt´s der schlichten Magd sogleich: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ihr seid Hannes!&amp;quot;, ruft sie bleich. &amp;quot;Bin es!&amp;quot; spricht der Räuber weich. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bin´s und sage dir noch dieses: ich töte dich du dummes Weib, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bringst du mir nicht auf dem Rückweg Gold, ramm ich meinen Dolch in deinen Leib.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Magd wird blass und blässer und eilt zum Markt, sucht den Büttel Reodan, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
findet ihn, fragt ängstlich dann, ob er ihr wohl helfen kann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jener stimmt zu, sie zu begleiten, denn den Räuber will er fangen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
baumeln soll der Räuber Hannes, an dem Galgen soll er hangen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesagt, getan und aus dem Walde eilt der Hannes schnell heran, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn er sieht nur das Mägdelein und nicht den guten Reodan. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jener hat sich vorher schon gut versteckt hinter einer dicken Eich, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er springt heraus, macht sich ganz groß und packt sogleich, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann den Räuber Hannes fest am Arm und am Halse an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
damit der Bösewicht dem harten Griffe nicht entweichen kann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Schurke! Hab dich!&amp;quot; so donnert er, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Nun entkommst du mir nicht mehr!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Mit des Seilers Tochter mach ich dich bekannt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aufatmen wird das ganze Land.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Werde besser Räuber nicht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sonst landet man am Ende nur an einem Strick und baumelt dann im Wind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Drum werde artig und bleib brav, sonst kommt Reodan mein Kind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gassen- und Handwerkslieder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesen Liedern besingt Walter das Leben der einfachen Leute: Handwerker, Händler, Hafenarbeiter und all jene, die in den Straßen und Gassen Vellhafens ihren Alltag bestreiten. Die Stücke sind oft humorvoll, manchmal rau, aber stets voller Wärme für die Menschen, die sie porträtieren. Viele davon entstanden unterwegs, zwischen Marktständen, Werkstätten und Tavernen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Das Lumpensammlerlied des Willem Willink&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Gott Pares hat mich verdammt auf Erden, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein Hader- und Lumpensammler zu werden. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin Willem Willink, ja seht mich nur an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein Lumpenkerl, ein armer, doch ehrlicher Mann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit verschossener Jacke, zerrissener Hose, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ja starrt mich ruhig an – ich bin keine Mimose. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist mir lieber, als wenn ihr verächtlich wegseht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als wär ich nur Dreck, den man mit Füßen wegfegt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Manch einer hält Nase und Maul mit dem Tuche bedeckt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil mein Duft ihn erschreckt und seine Sinne befleckt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch nach Ambra und Moschus kann ich nicht duften,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
muss für Hadern und Lumpen tagtäglich schuften.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bin kein feiner Pflastertreter mit Gold und mit Muße –&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Glück war bei anderen auf besserem Fuße.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hab des Lebens Mühsal bis zur Neige geleert,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch blieb ich stets ehrlich, hab mich nie beschwert.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Meer der Schmerzen bin ich geschwommen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf einem Lumpensack dann zu liegen gekommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun stapf ich durch Vellhafens Gassen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um eure alten Tücher und Kleider zu fassen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bringt mir ruhig ungewaschen, ungekrumpen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
eure Lappen, Fetzen, Flecken und Lumpen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Alles rein in den Sack – man macht daraus Papier:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eingeweicht, gestampft, gegautscht – harte Arbeit, kein Pläsier.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dann geschöpft, gepresst, getrocknet – ein neues Werk erschaffen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
verkauft an Schreiber, Pfeffersäcke und auch an die Pfaffen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin Willem Willink, pack Lumpen in meinen Sack,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und bin schon wieder fort – schwuppdiwupp, zackzack!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Belbrücks&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Belbrücks sind kurze, scherzhafte Fünfzeiler, die in Antamar weit verbreitet sind. Walter sammelt sie seit seiner Jugend und dichtet selbst unzählige neue, meist über Orte, Menschen oder Begebenheiten, die ihm auf seinen Reisen begegnen. Sie folgen einer festen Reimform und werden in Tavernen gern laut mitgesprochen — oft zur großen Freude des Publikums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Heiliges Kaiserreich&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst Mädchen aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bragen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die wollt&amp;#039; was Besonderes wagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie sucht nach `nem Gatten im Kurier,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
jetzt hat sie nicht einen, sondern gleich vier,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die sich täglich übers Essen beklagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war mal ein Bauer aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ackerheim&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der machte in jeden Satz &amp;#039;nen Reim. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und als sein Haar wurde lichter, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da nannte er sich einen Dichter &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und blieb den ganzen Tag daheim. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Kind in &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kirchflecken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das wollte die Welt noch entdecken.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es konnte krabbeln, noch nich´ so gut laufen  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und purzelte prompt in jeden Misthaufen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und erschreckte wandernde Recken. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Oma aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Siebenbrück&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der bastelt der Sohn eine feine Krück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hat Oma hocherfreut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aber den Sohn hat&amp;#039;s gereut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn die Oma haute damit Leute in Stück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Junge aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Amartrutz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der nahm immer alle Gauner in Schutz, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als Mann er studierte, wurd&amp;#039; Rechtsanwalt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Gauner haben ihn nun bezahlt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und schon nannt&amp;#039; ihn keiner mehr Nichtsnutz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Kerl aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jatzlauken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der wollt nur Trompeten und Pauken, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn laute Musik, die liebte er sehr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
seinen Nachbarn machte das Leben er schwer. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie schimpfen ihn deshalb nen lauten Rabauken. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Thelessa&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gute Fürst aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Faelughaven&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
muss wie jeder in der Nacht auch schlafen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um dann sanft in den Schlaf zu gleiten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hilft dem gute Fürst beizeiten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Zählen von weißen Schafen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Orklande&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es zogen einst drei Kelten nach Westen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu suchen &amp;#039;nen Vierten, wenn möglich den Besten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie fanden ihn nah dem &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Orken-Lande&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht mittig sondern eher am Rande,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
im Eichenbaum sitzend auf Ästen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Vellhafener Städtebund&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Königreich Lothrinien&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Pferdehirt aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Belbrück&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das war ein rechter Franz im Glück, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als von der Weide eine Herde Pferde wurde geklaut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er sich gründlich umgeschaut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und brachte sie, heil und am Stück, zurück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Adelsrepublik Grauland&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Jungfer aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Surquell&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die war ganz besonders schnell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Da kam ein Jüngling aus Untermoor, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der setzte ihr nen Floh ins Ohr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und zog sie nieder auf sein Schafsfell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Dûn-Reich&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Hund in &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tsakmur&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der ging allen auf die Hutschnur. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weil er bellte und jaulte, immer und stets, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging er den Leuten dort schwer auf den Keks. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die schickten den Jauler in die Wüste zur Kur.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Aivarunenlande&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Aivarune aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Qara Qorum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der fummelte sich immer am Ohr rum. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Seine Frau machte das Gefummel nervös, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
schrie ihn an und wurde ganz bös. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er hörte nicht auf, das war ganz dumm. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Xetoka&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Dame aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Liwa&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die war eine rechte Diva, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
trug nur seidene Kleider und Hüte, pompöse, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Verrückt, ja aber sie war keine Böse. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn das war was, was sie nie war. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Inoda&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Knabe aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Horami&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aß für sein Leben gerne Salami,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ob morgens, abends, zu jeder Zeit,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
für Salami war er immer bereit,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und verschlang sie rasant wie&amp;#039;n Tsunami.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tica</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.antamar.eu/index.php?title=Liedgut_des_Barden_Walter_von_der_Salzwiese&amp;diff=126531</id>
		<title>Liedgut des Barden Walter von der Salzwiese</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.antamar.eu/index.php?title=Liedgut_des_Barden_Walter_von_der_Salzwiese&amp;diff=126531"/>
		<updated>2026-02-16T14:30:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tica: /* Belbrücks */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Walter von der Salzwiese – Barde aus Vellhafen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walter von der Salzwiese gilt als einer der hoffnungsvollsten jungen Spielleute Vellhafens. Mit seinen gerade einmal erwachsenen Jahren hat er sich bereits einen Ruf erarbeitet, der manch älteren Barden neidisch werden lässt. Freundlich im Wesen, mit einer klaren, warmen Stimme und einem Talent, das Zuhörer mühelos in seinen Bann zieht, ist er in Schenken, auf Märkten und bei Festen gern gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein erstes Werk, „Das Lied von Brunihild“, verbreitete sich rasch über die Grenzen Vellhafens hinaus und wurde zu einem antamarweit bekannten Gassenhauer. Schon als Junge schickte Walter seine Verse und Melodien an den Vellhafener Kurier und erhielt dort früh Anerkennung für seine Dicht- und Vortragskunst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Herkunft und Familie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walter stammt aus Ismar, wo sein Vater Hein von der Salzwiese einen erfolgreichen Hof bewirtschaftet. Die Schafe der Familie grasen auf den salzhaltigen Wiesen Ismars, was dem Fleisch der berühmten Salzlämmer einen besonderen Geschmack verleiht. Wohlstand und Fleiß prägen Walters Herkunft, und es mangelte der Familie nie an etwas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein künstlerisches Talent verdankt Walter vor allem seiner Mutter Irina, die einst als Bardin unter dem Beinamen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;„Die Lerche aus Ismar“&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bekannt war. Sie tritt heute nicht mehr öffentlich auf, doch ihre Stimme und ihr Gespür für Melodie leben in ihrem Sohn weiter. Walters Brüder hingegen blieben der Landwirtschaft treu und führen den elterlichen Hof fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hinweis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die hier aufgeführten Lieder und Verse stammen — mit wenigen Ausnahmen (die aber immer extra gekennzeichnet sind)  — aus meiner eigener Feder.&lt;br /&gt;
Der Barde Walter von der Salzwiese wird im Spiel von mir verkörpert. Tica&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Balladen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
Walters Balladen erzählen von Liebe, Schicksal, Heldentum und den stillen Tragödien des Alltags. Sie sind länger gefasste Erzählgedichte, die oft auf wahren Begebenheiten beruhen oder von alten Sagen inspiriert wurden. Mit klarer Stimme und feinem Gespür für Stimmung trägt Walter sie auf Märkten, in Schenken und bei Festen vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Das Lied von Brunihild&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
War einst ein kleines Schneiderlein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das konnt schneidern, mit Stichlein fein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und dieses kleine Schneiderlein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging Nächtens in den Wald hinein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dort traf er sich mit Brunihild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die beiden trieben es dort wild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf einer Lichtung unerlaubt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er die Unschuld ihr geraubt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bruni aber war dem Joost versprochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der, der hatt&amp;#039; bald Lunt&amp;#039; gerochen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es kam, wie es dann kommen musste:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Joost, der ahnte, wenn auch nicht wusste,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass Brunihild ihn dreist belogen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und wahrscheinlich auch betrogen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er will es wissen, noch genauer,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und legt sich Nächtens auf die Lauer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Genau vor Brunihildes Elternhaus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und richtig, kaum war&amp;#039;s dunkel, trat sie hinaus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grimmig sieht Joost wie seine Braut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die selbst des Nachts sehr schön ausschaut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sich im Walde mit einem Schneider trifft,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihn gar küsst und herzt, das blonde Gift.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es schmerzt ihn sehr, er leidet Pein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie er so sieht sein Brunilein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Hals ihm schwillt und er sieht rot,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
stürmt auf die Lichtung: Schneider tot!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es heult und schreit die Braut vom Joost:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du Mörder! Bist du noch bei Trost?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch Joost, der schaut sie lange an,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kalt und böse sagt er dann:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du nahmst meinen Ring, warst mir versprochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bist mit dem Schneider hier ins Laub gekrochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hast ihn geküsst, geherzet sehr&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weißt du, dich will ich gar nicht mehr!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brunihilde, die war fassungslos,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
drehte sich um und rannte los.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach Hause will ich, denkt die Maid&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und rafft dann flugs das lange Kleid,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und sie rennet schnell und schneller,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zuhaus geht`s zunächst mal in den Keller.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wäscht aus das Kleid, besudelt von des Schneiders Blut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
lauscht nach oben, ob der Joost ihr womöglich folgen tut.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Joost jedoch, der will nur die Verlobung lösen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gleichgültig ihm ist, ob im Guten oder Bösen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Egal, ob sie ihn anzeigt, dieses Weib&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hauptsache sie bleibt ihm nun vom Leib.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am Elternhaus der Brunihild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ruft er laut und fuchtelt wild,:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich möchte meinen Ring zurück,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von diesem ungetreuen Stück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es wird keine Hochzeit geben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so eine heirat´ ich nie im Leben.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vater und Mutter sind bass erstaunt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was der Joost da ausposaunt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie befragen dann ihr Kind und schau&amp;#039;n es ratlos an:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sag uns Brunihild, was hast du nur getan,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass der Joost dich untreu schilt?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Setz uns bitte mal ins Bild.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Maid, die schweigt, nimmt kreidebleich&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Ring vom Finger dann sogleich.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vater gibt den Schmuck zurück,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf das er andere Hände schmück&amp;#039;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Joost läuft nun geschwind davon,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und dann brüllt der Vater schon:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was sollen denn die Leute denken?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Musstest du den Joost so kränken?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kind was hast du bloß gemacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
in dieser unglückseligen Nacht?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch Brunihild, die Ungetreue,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sagt kein Wort, schweigt nun auf Neue.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Mutter redet auf sie ein:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sag mir den Grund, Brunhildilein!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch auch der Mutter bleibt sie eine Antwort schuldig,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
diese schäumt vor Wut, fragt ungeduldig:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was sollen wir den Leuten sagen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wenn nach der Hochzeit sie uns fragen?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maid schweigt weiter, geht auf ihr Zimmer,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Lage, die wird schlimm und schlimmer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn Brunihilde weiß, dass sie ein Kindlein trägt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
in knapp fünf Monden es in der Wiege quäkt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Schande&amp;quot; denkt sie, &amp;quot;Welch ein Graus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie komme ich aus der Sache raus?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich geh ins Wasser!&amp;quot; ihr Entschluss,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sprach&amp;#039;s und ging geschwind zum Fluss.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am nächsten Tag hat der Vater sie gefunden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie aus dem Wasser raus gewunden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu einem Medicus verbracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch der hat nur aufgelacht:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Eine Tote bringt ihr mir? Was soll ich tun?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lasst sie auf dem Nergasacker ruh&amp;#039;n.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater sprach: &amp;quot;Mir ist nicht nach Scherzen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
untersuche ob ein Kind sie trug, unter ihrem Herzen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Medicus untersucht die Tote nun geschwind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann sagt er: &amp;quot;Ja, sie erwartete ein Kind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In vier, fünf Monden wär`s soweit gewesen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das kann ich an dem Körper lesen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater nickt, bezahlt den Mann, und nimmt die Leich&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bringt sie zum Nergasacker dann sogleich.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch Nergas Diener schicken ihn fort:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Begrabt sie einem anderen Ort!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nerga hasst jene, die sich selbst des Lebens berauben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das weiß der Vater, durch seinen tiefen Götterglauben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es schwillt die Wut ganz tief in ihm,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er denkt: Der Joost war mit Brunihild intim,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dafür sollte er nun bezahlen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn er verursacht diese Qualen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Leich&amp;#039; der Tochter in den Armen, die Augen voller Schmerz,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
stellt er den Joost und ohne Fragen, sticht er ihm `nen Dolch ins Herz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Richter nach acht langen Wochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat den Vater freigesprochen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn, so sprach der weise Mann:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bin selber Vater und daher ich verstehen kann,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was ihn zu dieser Tat gebracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vielleicht hätt`ich&amp;#039;s ebenso gemacht?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Betrüge den Verlobten nicht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eifersucht bei einem Mann,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gar schlimme Folgen haben kann!&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der Sohn der Maar-Fiar&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sein Clan längst erloschen, seine Geschichte dieses Lied bewahr. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Maar-Fiar waren Jäger, Jäger am Meer, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihre hölzernen Kanus glitten pfeilschnell umher. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, der stolze Aiva&amp;#039;un, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der verehrte gar sehr Lunin und auch den goldenen Lun, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
War nur Lunin, nicht Lun, am Nachthimmel zu sehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so wussten die Maar-Fiar: Es ist Zeit, auf die Jagd zu gehen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er und die Gefährten schoben ihre Kanus in die Wellen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
im Wissen, das Lunin ihren Weg wird erhellen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vier saßen in den Kanus, ob Mann, ob Frau,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zwei lenkten durch die Wogen, zwei spähten hinaus ins Grau. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Netzen und Angeln machten sie reiche Beute, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vom Ausmaß ihres Fangs erzählt man sich noch heute. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Speere und Spieße waren stets messerscharf gewetzt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
damit auch Raubfisch, kein Hai ihre Netze zerfetzt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eroberer und Mörder schlichen heran in dunkler Nacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als weder Lunin noch Lun den Himmel bewacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie drangen gewaltsam ein in Takoyas Haus, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
löschten zunächst seiner Familie die Lebenslichter aus. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gefesselt und geknebelt, gezwungen zuzusehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie all die Untaten vor seinen Augen geschehen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vom Schmerz wie von Sinnen, von Wut angefacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er das Unmögliche dennoch vollbracht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er zerriss seine Fesseln, spuckte den Knebel aus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
erschlug jeden Qim‑Mas, den er fand im Haus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er war nicht zu halten, von der Rache beseelt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
seine Muskeln und Sehnen in Eisen gestählt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch als er im Haus sein Werk vollbracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
trat er hinaus in die stockdunkle Nacht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Dutzend Qim‑Mas rangen den wilden Takoya nieder,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er starb – doch sein Pan‑Teon lebt fort, davon künden die Lieder. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Maar‑Fiar, den stolzen Jägern der Meere,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gebührt auf ewig unsere stille Ehre.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein ganzer Clan, gefallen durch fremde Horden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
durch wilde Feinde, die nur brandschatzen und morden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in der alten Heimat der Maar-Fiar, das weiß jedes Kind, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weht nun an allen Orten eine fremde Flagge im Wind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Grauländer, diese Qim-Mas, wohnen nun dort, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Geister der Maar-Fiar hüten jeden Ort. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der Ring des Räubers &amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht weit von hier in einem tiefen Tal,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da wohnte eine Maid im Wald an einem Wasserfall. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie war so schön, so schön wie Milch und Blut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von ganzem Herzen war sie einem Manne gut. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du armes Kind, du dauerst meine Seele. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weil ich nur ein Räuber bin, wohn&amp;#039; in einer Höhle&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Du kannst fürwahr nicht länger bei mir sein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ich muss jetzt fort, tief in den Wald hinein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nimm diesen Ring, und sollte man dich fragen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so sag&amp;#039; ein Räuber habe ihn getragen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der dich geliebt, geliebt bei Tag und Nacht&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der so manchen um Hab und Gut gebracht&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sprach er nach vielen Monden zu ihr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nach so  vielen Tagen und Nächten mit Pläsier, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihr half kein Wehen und auch kein Klagen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie musste seinen Weggang weinend ertragen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schöne tat, was der Geliebte ihr gesagt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging zurück zu ihrem Dorf, tieftraurig verzagt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie zeigte den Leuten den güldenen Ring, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das vermaledeite wertvolle, aber gestohlene Ding. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie weinte: &amp;quot;Der Räuber, den ich geliebt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat ihn getragen bei Tag und auch bei Nacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der so  manchen um Hab und Gut gebracht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat mich geliebt, bei Tag und auch bei Nacht.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Leute im Dorf waren empört, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht die Liebe an sich hat sie gestört, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aber, dass sie einem Räuber galt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dieses man eine Sünde schalt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sprachen: &amp;quot;Geh in den Tempel, törichte Maid &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und klag den Geweihten dort dein Leid, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Ring, den spende an die Götter, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann verstummen auch die Spötter.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie kann man einen Räuber lieben, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Unglückseliges Kind, was hat dich umgetrieben?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maid weinte bitter und lange, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vor der Zukunft war ihr sehr bange. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Verlust des Liebsten hat sie schon entsetzt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
war sie nun zusätzlich Hohn und Spott ausgesetzt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie trat in einen heiligen Orden ein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um eine Dienerin für die Götter zu sein. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So lebt sie nun dorten, fleißig und fromm,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Jahre verrinnen, die Welt bleibt ihr stumm.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch manchmal im Dunkel, wenn die Kerzen vergeh’n,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
meint sie den Räuber wie im Traume zu seh’n.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann flüstert sie leise, so sanft wie der Wind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass Herzen nicht wählen, wohin sie bestimmt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und tief in ihr drinnen, verborgen und sacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
lebt weiter die Liebe bei Tag und bei Nacht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der treue Hund&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr Leute, lasset mich berichten, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von gar wundersamen Geschichten, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine tue ich Euch nun kund, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie ist zu Orstoc einst geschehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ihr Held, das war ein Hund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein reicher Bauer mit dem Namen Friedrich Klein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kehrte nach dem Marktbesuch in ein Wirtshaus ein. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er hatte Vieh verkauft, trug bei sich den Erlös, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das rochen in der Schenke zwei Räuber, bitterbös. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als nun der reiche Bauer des Nachts zu Bette ging, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
beschlossen diese Räuber zu drehen ein schlimmes Ding. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie schlichen im Gasthaus in seine Kammer hinein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und drangen mit ihren Messern bedrohlich ein auf Friedrich Klein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schon packten ihn die Schlimmen, an seiner bloßen Kehle, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da schrie mit letzten Kräften, Friedrich die Angst sich von der Seele &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das hörte im Stalle, nicht sein Knecht aber der treue Hund, .&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er riss sich von der Kette und schon er in der Kammer stund &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bevor die Mörder die Messer setzten an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er stürzt sich auf die Kerle und rettet so den Mann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ward überwältigt, die böse Mörderbrut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu Orstoc, auf dem Richtblock, da floss zum Lohn ihr Blut. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch in dem Kampf fügten sie dem treuen Tier zu eine böse Wund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und schon am nächsten Tage da starb der arme Hund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es setzt in seinem Garten, der Bauer Klein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dem treuen braven Hunde aus Marmor einen Stein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darauf stand geschrieben dieses hier: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Viel treuer als die Menschen ist oft ein Hundetier. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Die Geschichte vom Räuber Hannes&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es sagt einst ein Kind zur seiner Großmama: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wenn ich erwachsen bin, was werd ich da?  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hab wenig Lust auf Feldarbeit. Kann ich vielleicht ein Räuber sein? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Muss wenig tun, nur ein bisschen rauben. Das wär&amp;#039; einfach und sehr fein.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Alte wiegt besorgt den Kopf, streichelt sanft den Enkelsohn. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich erzähl dir &amp;#039;ne Geschichte, die beantwortet deine Frage schon.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lehnt sich zurück, dann hebt sie an und sie erzählt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Geschichte vom Räuber Hannes hat sie gewählt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch des Waldes düstre Gründe auf naturverschlungnem Pfaden  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wandelt eine Magd zum Markt nach Vellhafen mit schmerzenden Waden. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hui, da plötzlich stürmt des Banditen kühner Sohn aus dem Geheg, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
scharf bewehrt bis an die Zähne, und vertritt ihr flugs den Weg. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Seid Ihr&amp;quot;, fragt die Frau erblassend, einer dunklen Ahnung voll, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;nicht vielleicht der Räuber Hannes, der allhier grassieren soll?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ja, ich bin´s, du Unglücksel´ge, ja, ich bin´s, der sich dir zeigt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und du bist diejen´ge, welche sich nun vor mir verneigt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn mit hochwillkomm´ner Beute nahst du mir zu guter Stund!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sprachs und nahm ihr weg den Korb, durchwühlt ihn schnell bis auf den Grund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wie Schuppen von den Augen fällt´s der schlichten Magd sogleich: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ihr seid Hannes!&amp;quot;, ruft sie bleich. &amp;quot;Bin es!&amp;quot; spricht der Räuber weich. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bin´s und sage dir noch dieses: ich töte dich du dummes Weib, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bringst du mir nicht auf dem Rückweg Gold, ramm ich meinen Dolch in deinen Leib.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Magd wird blass und blässer und eilt zum Markt, sucht den Büttel Reodan, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
findet ihn, fragt ängstlich dann, ob er ihr wohl helfen kann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jener stimmt zu, sie zu begleiten, denn den Räuber will er fangen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
baumeln soll der Räuber Hannes, an dem Galgen soll er hangen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesagt, getan und aus dem Walde eilt der Hannes schnell heran, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn er sieht nur das Mägdelein und nicht den guten Reodan. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jener hat sich vorher schon gut versteckt hinter einer dicken Eich, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er springt heraus, macht sich ganz groß und packt sogleich, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann den Räuber Hannes fest am Arm und am Halse an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
damit der Bösewicht dem harten Griffe nicht entweichen kann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Schurke! Hab dich!&amp;quot; so donnert er, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Nun entkommst du mir nicht mehr!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Mit des Seilers Tochter mach ich dich bekannt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aufatmen wird das ganze Land.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Werde besser Räuber nicht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sonst landet man am Ende nur an einem Strick und baumelt dann im Wind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Drum werde artig und bleib brav, sonst kommt Reodan mein Kind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gassen- und Handwerkslieder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesen Liedern besingt Walter das Leben der einfachen Leute: Handwerker, Händler, Hafenarbeiter und all jene, die in den Straßen und Gassen Vellhafens ihren Alltag bestreiten. Die Stücke sind oft humorvoll, manchmal rau, aber stets voller Wärme für die Menschen, die sie porträtieren. Viele davon entstanden unterwegs, zwischen Marktständen, Werkstätten und Tavernen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Das Lumpensammlerlied des Willem Willink&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Gott Pares hat mich verdammt auf Erden, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein Hader- und Lumpensammler zu werden. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin Willem Willink, ja seht mich nur an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein Lumpenkerl, ein armer, doch ehrlicher Mann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit verschossener Jacke, zerrissener Hose, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ja starrt mich ruhig an – ich bin keine Mimose. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist mir lieber, als wenn ihr verächtlich wegseht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als wär ich nur Dreck, den man mit Füßen wegfegt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Manch einer hält Nase und Maul mit dem Tuche bedeckt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil mein Duft ihn erschreckt und seine Sinne befleckt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch nach Ambra und Moschus kann ich nicht duften,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
muss für Hadern und Lumpen tagtäglich schuften.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bin kein feiner Pflastertreter mit Gold und mit Muße –&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Glück war bei anderen auf besserem Fuße.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hab des Lebens Mühsal bis zur Neige geleert,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch blieb ich stets ehrlich, hab mich nie beschwert.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Meer der Schmerzen bin ich geschwommen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf einem Lumpensack dann zu liegen gekommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun stapf ich durch Vellhafens Gassen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um eure alten Tücher und Kleider zu fassen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bringt mir ruhig ungewaschen, ungekrumpen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
eure Lappen, Fetzen, Flecken und Lumpen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Alles rein in den Sack – man macht daraus Papier:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eingeweicht, gestampft, gegautscht – harte Arbeit, kein Pläsier.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dann geschöpft, gepresst, getrocknet – ein neues Werk erschaffen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
verkauft an Schreiber, Pfeffersäcke und auch an die Pfaffen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin Willem Willink, pack Lumpen in meinen Sack,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und bin schon wieder fort – schwuppdiwupp, zackzack!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Belbrücks&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Belbrücks sind kurze, scherzhafte Fünfzeiler, die in Antamar weit verbreitet sind. Walter sammelt sie seit seiner Jugend und dichtet selbst unzählige neue, meist über Orte, Menschen oder Begebenheiten, die ihm auf seinen Reisen begegnen. Sie folgen einer festen Reimform und werden in Tavernen gern laut mitgesprochen — oft zur großen Freude des Publikums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Heiliges Kaiserreich&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst Mädchen aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bragen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die wollt&amp;#039; was Besonderes wagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie sucht nach `nem Gatten im Kurier,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
jetzt hat sie nicht einen, sondern gleich vier,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die sich täglich übers Essen beklagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war mal ein Bauer aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ackerheim&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der machte in jeden Satz &amp;#039;nen Reim. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und als sein Haar wurde lichter, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da nannte er sich einen Dichter &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und blieb den ganzen Tag daheim. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Kind in &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kirchflecken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das wollte die Welt noch entdecken.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es konnte krabbeln, noch nich´ so gut laufen  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und purzelte prompt in jeden Misthaufen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und erschreckte wandernde Recken. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Oma aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Siebenbrück&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der bastelt der Sohn eine feine Krück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hat Oma hocherfreut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aber den Sohn hat&amp;#039;s gereut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn die Oma haute damit Leute in Stück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Junge aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Amartrutz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der nahm immer alle Gauner in Schutz, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als Mann er studierte, wurd&amp;#039; Rechtsanwalt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Gauner haben ihn nun bezahlt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und schon nannt&amp;#039; ihn keiner mehr Nichtsnutz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Kerl aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jatzlauken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der wollt nur Trompeten und Pauken, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn laute Musik, die liebte er sehr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
seinen Nachbarn machte das Leben er schwer. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie schimpfen ihn deshalb nen lauten Rabauken. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Thelessa&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gute Fürst aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Faelughaven&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
muss wie jeder in der Nacht auch schlafen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um dann sanft in den Schlaf zu gleiten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hilft dem gute Fürst beizeiten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Zählen von weißen Schafen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Orklande&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es zogen einst drei Kelten nach Westen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu suchen &amp;#039;nen Vierten, wenn möglich den Besten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie fanden ihn nah dem &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Orken-Lande&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht mittig sondern eher am Rande,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
im Eichenbaum sitzend auf Ästen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Vellhafener Städtebund&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Königreich Lothrinien&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Pferdehirt aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Belbrück&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das war ein rechter Franz im Glück, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als von der Weide eine Herde Pferde wurde geklaut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er sich gründlich umgeschaut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und brachte sie, heil und am Stück, zurück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Adelsrepublik Grauland&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Jungfer aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Surquell&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die war ganz besonders schnell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Da kam ein Jüngling aus Untermoor, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der setzte ihr nen Floh ins Ohr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und zog sie nieder auf sein Schafsfell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Dûn-Reich&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Hund in &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tsakmur&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der ging allen auf die Hutschnur. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weil er bellte und jaulte, immer und stets, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging er den Leuten dort schwer auf den Keks. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die schickten den Jauler in die Wüste zur Kur.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Aivarunenlande&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Aivarune aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Qara Qorum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der fummelte sich immer am Ohr rum. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Seine Frau machte das Gefummel nervös, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
schrie ihn an und wurde ganz bös. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er hörte nicht auf, das war ganz dumm. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tica</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.antamar.eu/index.php?title=Liedgut_des_Barden_Walter_von_der_Salzwiese&amp;diff=126530</id>
		<title>Liedgut des Barden Walter von der Salzwiese</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.antamar.eu/index.php?title=Liedgut_des_Barden_Walter_von_der_Salzwiese&amp;diff=126530"/>
		<updated>2026-02-16T14:29:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tica: /* Belbrücks */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Walter von der Salzwiese – Barde aus Vellhafen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walter von der Salzwiese gilt als einer der hoffnungsvollsten jungen Spielleute Vellhafens. Mit seinen gerade einmal erwachsenen Jahren hat er sich bereits einen Ruf erarbeitet, der manch älteren Barden neidisch werden lässt. Freundlich im Wesen, mit einer klaren, warmen Stimme und einem Talent, das Zuhörer mühelos in seinen Bann zieht, ist er in Schenken, auf Märkten und bei Festen gern gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein erstes Werk, „Das Lied von Brunihild“, verbreitete sich rasch über die Grenzen Vellhafens hinaus und wurde zu einem antamarweit bekannten Gassenhauer. Schon als Junge schickte Walter seine Verse und Melodien an den Vellhafener Kurier und erhielt dort früh Anerkennung für seine Dicht- und Vortragskunst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Herkunft und Familie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walter stammt aus Ismar, wo sein Vater Hein von der Salzwiese einen erfolgreichen Hof bewirtschaftet. Die Schafe der Familie grasen auf den salzhaltigen Wiesen Ismars, was dem Fleisch der berühmten Salzlämmer einen besonderen Geschmack verleiht. Wohlstand und Fleiß prägen Walters Herkunft, und es mangelte der Familie nie an etwas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein künstlerisches Talent verdankt Walter vor allem seiner Mutter Irina, die einst als Bardin unter dem Beinamen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;„Die Lerche aus Ismar“&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bekannt war. Sie tritt heute nicht mehr öffentlich auf, doch ihre Stimme und ihr Gespür für Melodie leben in ihrem Sohn weiter. Walters Brüder hingegen blieben der Landwirtschaft treu und führen den elterlichen Hof fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hinweis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die hier aufgeführten Lieder und Verse stammen — mit wenigen Ausnahmen (die aber immer extra gekennzeichnet sind)  — aus meiner eigener Feder.&lt;br /&gt;
Der Barde Walter von der Salzwiese wird im Spiel von mir verkörpert. Tica&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Balladen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
Walters Balladen erzählen von Liebe, Schicksal, Heldentum und den stillen Tragödien des Alltags. Sie sind länger gefasste Erzählgedichte, die oft auf wahren Begebenheiten beruhen oder von alten Sagen inspiriert wurden. Mit klarer Stimme und feinem Gespür für Stimmung trägt Walter sie auf Märkten, in Schenken und bei Festen vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Das Lied von Brunihild&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
War einst ein kleines Schneiderlein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das konnt schneidern, mit Stichlein fein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und dieses kleine Schneiderlein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging Nächtens in den Wald hinein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dort traf er sich mit Brunihild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die beiden trieben es dort wild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf einer Lichtung unerlaubt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er die Unschuld ihr geraubt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bruni aber war dem Joost versprochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der, der hatt&amp;#039; bald Lunt&amp;#039; gerochen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es kam, wie es dann kommen musste:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Joost, der ahnte, wenn auch nicht wusste,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass Brunihild ihn dreist belogen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und wahrscheinlich auch betrogen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er will es wissen, noch genauer,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und legt sich Nächtens auf die Lauer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Genau vor Brunihildes Elternhaus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und richtig, kaum war&amp;#039;s dunkel, trat sie hinaus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grimmig sieht Joost wie seine Braut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die selbst des Nachts sehr schön ausschaut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sich im Walde mit einem Schneider trifft,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihn gar küsst und herzt, das blonde Gift.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es schmerzt ihn sehr, er leidet Pein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie er so sieht sein Brunilein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Hals ihm schwillt und er sieht rot,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
stürmt auf die Lichtung: Schneider tot!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es heult und schreit die Braut vom Joost:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du Mörder! Bist du noch bei Trost?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch Joost, der schaut sie lange an,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kalt und böse sagt er dann:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du nahmst meinen Ring, warst mir versprochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bist mit dem Schneider hier ins Laub gekrochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hast ihn geküsst, geherzet sehr&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weißt du, dich will ich gar nicht mehr!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brunihilde, die war fassungslos,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
drehte sich um und rannte los.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach Hause will ich, denkt die Maid&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und rafft dann flugs das lange Kleid,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und sie rennet schnell und schneller,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zuhaus geht`s zunächst mal in den Keller.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wäscht aus das Kleid, besudelt von des Schneiders Blut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
lauscht nach oben, ob der Joost ihr womöglich folgen tut.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Joost jedoch, der will nur die Verlobung lösen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gleichgültig ihm ist, ob im Guten oder Bösen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Egal, ob sie ihn anzeigt, dieses Weib&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hauptsache sie bleibt ihm nun vom Leib.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am Elternhaus der Brunihild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ruft er laut und fuchtelt wild,:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich möchte meinen Ring zurück,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von diesem ungetreuen Stück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es wird keine Hochzeit geben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so eine heirat´ ich nie im Leben.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vater und Mutter sind bass erstaunt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was der Joost da ausposaunt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie befragen dann ihr Kind und schau&amp;#039;n es ratlos an:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sag uns Brunihild, was hast du nur getan,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass der Joost dich untreu schilt?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Setz uns bitte mal ins Bild.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Maid, die schweigt, nimmt kreidebleich&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Ring vom Finger dann sogleich.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vater gibt den Schmuck zurück,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf das er andere Hände schmück&amp;#039;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Joost läuft nun geschwind davon,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und dann brüllt der Vater schon:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was sollen denn die Leute denken?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Musstest du den Joost so kränken?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kind was hast du bloß gemacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
in dieser unglückseligen Nacht?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch Brunihild, die Ungetreue,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sagt kein Wort, schweigt nun auf Neue.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Mutter redet auf sie ein:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sag mir den Grund, Brunhildilein!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch auch der Mutter bleibt sie eine Antwort schuldig,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
diese schäumt vor Wut, fragt ungeduldig:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was sollen wir den Leuten sagen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wenn nach der Hochzeit sie uns fragen?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maid schweigt weiter, geht auf ihr Zimmer,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Lage, die wird schlimm und schlimmer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn Brunihilde weiß, dass sie ein Kindlein trägt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
in knapp fünf Monden es in der Wiege quäkt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Schande&amp;quot; denkt sie, &amp;quot;Welch ein Graus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie komme ich aus der Sache raus?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich geh ins Wasser!&amp;quot; ihr Entschluss,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sprach&amp;#039;s und ging geschwind zum Fluss.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am nächsten Tag hat der Vater sie gefunden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie aus dem Wasser raus gewunden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu einem Medicus verbracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch der hat nur aufgelacht:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Eine Tote bringt ihr mir? Was soll ich tun?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lasst sie auf dem Nergasacker ruh&amp;#039;n.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater sprach: &amp;quot;Mir ist nicht nach Scherzen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
untersuche ob ein Kind sie trug, unter ihrem Herzen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Medicus untersucht die Tote nun geschwind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann sagt er: &amp;quot;Ja, sie erwartete ein Kind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In vier, fünf Monden wär`s soweit gewesen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das kann ich an dem Körper lesen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater nickt, bezahlt den Mann, und nimmt die Leich&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bringt sie zum Nergasacker dann sogleich.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch Nergas Diener schicken ihn fort:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Begrabt sie einem anderen Ort!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nerga hasst jene, die sich selbst des Lebens berauben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das weiß der Vater, durch seinen tiefen Götterglauben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es schwillt die Wut ganz tief in ihm,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er denkt: Der Joost war mit Brunihild intim,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dafür sollte er nun bezahlen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn er verursacht diese Qualen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Leich&amp;#039; der Tochter in den Armen, die Augen voller Schmerz,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
stellt er den Joost und ohne Fragen, sticht er ihm `nen Dolch ins Herz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Richter nach acht langen Wochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat den Vater freigesprochen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn, so sprach der weise Mann:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bin selber Vater und daher ich verstehen kann,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was ihn zu dieser Tat gebracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vielleicht hätt`ich&amp;#039;s ebenso gemacht?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Betrüge den Verlobten nicht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eifersucht bei einem Mann,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gar schlimme Folgen haben kann!&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der Sohn der Maar-Fiar&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sein Clan längst erloschen, seine Geschichte dieses Lied bewahr. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Maar-Fiar waren Jäger, Jäger am Meer, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihre hölzernen Kanus glitten pfeilschnell umher. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, der stolze Aiva&amp;#039;un, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der verehrte gar sehr Lunin und auch den goldenen Lun, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
War nur Lunin, nicht Lun, am Nachthimmel zu sehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so wussten die Maar-Fiar: Es ist Zeit, auf die Jagd zu gehen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er und die Gefährten schoben ihre Kanus in die Wellen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
im Wissen, das Lunin ihren Weg wird erhellen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vier saßen in den Kanus, ob Mann, ob Frau,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zwei lenkten durch die Wogen, zwei spähten hinaus ins Grau. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Netzen und Angeln machten sie reiche Beute, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vom Ausmaß ihres Fangs erzählt man sich noch heute. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Speere und Spieße waren stets messerscharf gewetzt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
damit auch Raubfisch, kein Hai ihre Netze zerfetzt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eroberer und Mörder schlichen heran in dunkler Nacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als weder Lunin noch Lun den Himmel bewacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie drangen gewaltsam ein in Takoyas Haus, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
löschten zunächst seiner Familie die Lebenslichter aus. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gefesselt und geknebelt, gezwungen zuzusehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie all die Untaten vor seinen Augen geschehen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vom Schmerz wie von Sinnen, von Wut angefacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er das Unmögliche dennoch vollbracht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er zerriss seine Fesseln, spuckte den Knebel aus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
erschlug jeden Qim‑Mas, den er fand im Haus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er war nicht zu halten, von der Rache beseelt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
seine Muskeln und Sehnen in Eisen gestählt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch als er im Haus sein Werk vollbracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
trat er hinaus in die stockdunkle Nacht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Dutzend Qim‑Mas rangen den wilden Takoya nieder,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er starb – doch sein Pan‑Teon lebt fort, davon künden die Lieder. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Maar‑Fiar, den stolzen Jägern der Meere,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gebührt auf ewig unsere stille Ehre.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein ganzer Clan, gefallen durch fremde Horden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
durch wilde Feinde, die nur brandschatzen und morden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in der alten Heimat der Maar-Fiar, das weiß jedes Kind, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weht nun an allen Orten eine fremde Flagge im Wind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Grauländer, diese Qim-Mas, wohnen nun dort, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Geister der Maar-Fiar hüten jeden Ort. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der Ring des Räubers &amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht weit von hier in einem tiefen Tal,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da wohnte eine Maid im Wald an einem Wasserfall. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie war so schön, so schön wie Milch und Blut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von ganzem Herzen war sie einem Manne gut. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du armes Kind, du dauerst meine Seele. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weil ich nur ein Räuber bin, wohn&amp;#039; in einer Höhle&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Du kannst fürwahr nicht länger bei mir sein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ich muss jetzt fort, tief in den Wald hinein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nimm diesen Ring, und sollte man dich fragen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so sag&amp;#039; ein Räuber habe ihn getragen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der dich geliebt, geliebt bei Tag und Nacht&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der so manchen um Hab und Gut gebracht&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sprach er nach vielen Monden zu ihr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nach so  vielen Tagen und Nächten mit Pläsier, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihr half kein Wehen und auch kein Klagen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie musste seinen Weggang weinend ertragen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schöne tat, was der Geliebte ihr gesagt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging zurück zu ihrem Dorf, tieftraurig verzagt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie zeigte den Leuten den güldenen Ring, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das vermaledeite wertvolle, aber gestohlene Ding. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie weinte: &amp;quot;Der Räuber, den ich geliebt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat ihn getragen bei Tag und auch bei Nacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der so  manchen um Hab und Gut gebracht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat mich geliebt, bei Tag und auch bei Nacht.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Leute im Dorf waren empört, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht die Liebe an sich hat sie gestört, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aber, dass sie einem Räuber galt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dieses man eine Sünde schalt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sprachen: &amp;quot;Geh in den Tempel, törichte Maid &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und klag den Geweihten dort dein Leid, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Ring, den spende an die Götter, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann verstummen auch die Spötter.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie kann man einen Räuber lieben, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Unglückseliges Kind, was hat dich umgetrieben?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maid weinte bitter und lange, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vor der Zukunft war ihr sehr bange. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Verlust des Liebsten hat sie schon entsetzt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
war sie nun zusätzlich Hohn und Spott ausgesetzt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie trat in einen heiligen Orden ein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um eine Dienerin für die Götter zu sein. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So lebt sie nun dorten, fleißig und fromm,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Jahre verrinnen, die Welt bleibt ihr stumm.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch manchmal im Dunkel, wenn die Kerzen vergeh’n,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
meint sie den Räuber wie im Traume zu seh’n.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann flüstert sie leise, so sanft wie der Wind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass Herzen nicht wählen, wohin sie bestimmt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und tief in ihr drinnen, verborgen und sacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
lebt weiter die Liebe bei Tag und bei Nacht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der treue Hund&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr Leute, lasset mich berichten, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von gar wundersamen Geschichten, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine tue ich Euch nun kund, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie ist zu Orstoc einst geschehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ihr Held, das war ein Hund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein reicher Bauer mit dem Namen Friedrich Klein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kehrte nach dem Marktbesuch in ein Wirtshaus ein. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er hatte Vieh verkauft, trug bei sich den Erlös, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das rochen in der Schenke zwei Räuber, bitterbös. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als nun der reiche Bauer des Nachts zu Bette ging, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
beschlossen diese Räuber zu drehen ein schlimmes Ding. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie schlichen im Gasthaus in seine Kammer hinein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und drangen mit ihren Messern bedrohlich ein auf Friedrich Klein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schon packten ihn die Schlimmen, an seiner bloßen Kehle, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da schrie mit letzten Kräften, Friedrich die Angst sich von der Seele &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das hörte im Stalle, nicht sein Knecht aber der treue Hund, .&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er riss sich von der Kette und schon er in der Kammer stund &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bevor die Mörder die Messer setzten an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er stürzt sich auf die Kerle und rettet so den Mann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ward überwältigt, die böse Mörderbrut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu Orstoc, auf dem Richtblock, da floss zum Lohn ihr Blut. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch in dem Kampf fügten sie dem treuen Tier zu eine böse Wund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und schon am nächsten Tage da starb der arme Hund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es setzt in seinem Garten, der Bauer Klein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dem treuen braven Hunde aus Marmor einen Stein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darauf stand geschrieben dieses hier: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Viel treuer als die Menschen ist oft ein Hundetier. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Die Geschichte vom Räuber Hannes&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es sagt einst ein Kind zur seiner Großmama: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wenn ich erwachsen bin, was werd ich da?  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hab wenig Lust auf Feldarbeit. Kann ich vielleicht ein Räuber sein? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Muss wenig tun, nur ein bisschen rauben. Das wär&amp;#039; einfach und sehr fein.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Alte wiegt besorgt den Kopf, streichelt sanft den Enkelsohn. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich erzähl dir &amp;#039;ne Geschichte, die beantwortet deine Frage schon.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lehnt sich zurück, dann hebt sie an und sie erzählt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Geschichte vom Räuber Hannes hat sie gewählt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch des Waldes düstre Gründe auf naturverschlungnem Pfaden  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wandelt eine Magd zum Markt nach Vellhafen mit schmerzenden Waden. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hui, da plötzlich stürmt des Banditen kühner Sohn aus dem Geheg, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
scharf bewehrt bis an die Zähne, und vertritt ihr flugs den Weg. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Seid Ihr&amp;quot;, fragt die Frau erblassend, einer dunklen Ahnung voll, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;nicht vielleicht der Räuber Hannes, der allhier grassieren soll?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ja, ich bin´s, du Unglücksel´ge, ja, ich bin´s, der sich dir zeigt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und du bist diejen´ge, welche sich nun vor mir verneigt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn mit hochwillkomm´ner Beute nahst du mir zu guter Stund!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sprachs und nahm ihr weg den Korb, durchwühlt ihn schnell bis auf den Grund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wie Schuppen von den Augen fällt´s der schlichten Magd sogleich: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ihr seid Hannes!&amp;quot;, ruft sie bleich. &amp;quot;Bin es!&amp;quot; spricht der Räuber weich. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bin´s und sage dir noch dieses: ich töte dich du dummes Weib, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bringst du mir nicht auf dem Rückweg Gold, ramm ich meinen Dolch in deinen Leib.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Magd wird blass und blässer und eilt zum Markt, sucht den Büttel Reodan, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
findet ihn, fragt ängstlich dann, ob er ihr wohl helfen kann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jener stimmt zu, sie zu begleiten, denn den Räuber will er fangen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
baumeln soll der Räuber Hannes, an dem Galgen soll er hangen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesagt, getan und aus dem Walde eilt der Hannes schnell heran, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn er sieht nur das Mägdelein und nicht den guten Reodan. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jener hat sich vorher schon gut versteckt hinter einer dicken Eich, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er springt heraus, macht sich ganz groß und packt sogleich, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann den Räuber Hannes fest am Arm und am Halse an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
damit der Bösewicht dem harten Griffe nicht entweichen kann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Schurke! Hab dich!&amp;quot; so donnert er, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Nun entkommst du mir nicht mehr!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Mit des Seilers Tochter mach ich dich bekannt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aufatmen wird das ganze Land.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Werde besser Räuber nicht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sonst landet man am Ende nur an einem Strick und baumelt dann im Wind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Drum werde artig und bleib brav, sonst kommt Reodan mein Kind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gassen- und Handwerkslieder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesen Liedern besingt Walter das Leben der einfachen Leute: Handwerker, Händler, Hafenarbeiter und all jene, die in den Straßen und Gassen Vellhafens ihren Alltag bestreiten. Die Stücke sind oft humorvoll, manchmal rau, aber stets voller Wärme für die Menschen, die sie porträtieren. Viele davon entstanden unterwegs, zwischen Marktständen, Werkstätten und Tavernen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Das Lumpensammlerlied des Willem Willink&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Gott Pares hat mich verdammt auf Erden, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein Hader- und Lumpensammler zu werden. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin Willem Willink, ja seht mich nur an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein Lumpenkerl, ein armer, doch ehrlicher Mann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit verschossener Jacke, zerrissener Hose, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ja starrt mich ruhig an – ich bin keine Mimose. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist mir lieber, als wenn ihr verächtlich wegseht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als wär ich nur Dreck, den man mit Füßen wegfegt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Manch einer hält Nase und Maul mit dem Tuche bedeckt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil mein Duft ihn erschreckt und seine Sinne befleckt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch nach Ambra und Moschus kann ich nicht duften,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
muss für Hadern und Lumpen tagtäglich schuften.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bin kein feiner Pflastertreter mit Gold und mit Muße –&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Glück war bei anderen auf besserem Fuße.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hab des Lebens Mühsal bis zur Neige geleert,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch blieb ich stets ehrlich, hab mich nie beschwert.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Meer der Schmerzen bin ich geschwommen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf einem Lumpensack dann zu liegen gekommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun stapf ich durch Vellhafens Gassen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um eure alten Tücher und Kleider zu fassen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bringt mir ruhig ungewaschen, ungekrumpen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
eure Lappen, Fetzen, Flecken und Lumpen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Alles rein in den Sack – man macht daraus Papier:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eingeweicht, gestampft, gegautscht – harte Arbeit, kein Pläsier.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dann geschöpft, gepresst, getrocknet – ein neues Werk erschaffen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
verkauft an Schreiber, Pfeffersäcke und auch an die Pfaffen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin Willem Willink, pack Lumpen in meinen Sack,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und bin schon wieder fort – schwuppdiwupp, zackzack!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Belbrücks&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Belbrücks sind kurze, scherzhafte Fünfzeiler, die in Antamar weit verbreitet sind. Walter sammelt sie seit seiner Jugend und dichtet selbst unzählige neue, meist über Orte, Menschen oder Begebenheiten, die ihm auf seinen Reisen begegnen. Sie folgen einer festen Reimform und werden in Tavernen gern laut mitgesprochen — oft zur großen Freude des Publikums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Heiliges Kaiserreich&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst Mädchen aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bragen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die wollt&amp;#039; was Besonderes wagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie sucht nach `nem Gatten im Kurier,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
jetzt hat sie nicht einen, sondern gleich vier,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die sich täglich übers Essen beklagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war mal ein Bauer aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ackerheim&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der machte in jeden Satz &amp;#039;nen Reim. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und als sein Haar wurde lichter, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da nannte er sich einen Dichter &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und blieb den ganzen Tag daheim. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Kind in &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kirchflecken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das wollte die Welt noch entdecken.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es konnte krabbeln, noch nich´ so gut laufen  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und purzelte prompt in jeden Misthaufen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und erschreckte wandernde Recken. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Oma aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Siebenbrück&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der bastelt der Sohn eine feine Krück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hat Oma hocherfreut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aber den Sohn hat&amp;#039;s gereut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn die Oma haute damit Leute in Stück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Junge aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Amartrutz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der nahm immer alle Gauner in Schutz, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als Mann er studierte, wurd&amp;#039; Rechtsanwalt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Gauner haben ihn nun bezahlt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und schon nannt&amp;#039; ihn keiner mehr Nichtsnutz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Kerl aus Jatzlauken, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der wollt nur Trompeten und Pauken, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn laute Musik, die liebte er sehr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
seinen Nachbarn machte das Leben er schwer. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie schimpfen ihn deshalb nen lauten Rabauken. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Thelessa&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gute Fürst aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Faelughaven&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
muss wie jeder in der Nacht auch schlafen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um dann sanft in den Schlaf zu gleiten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hilft dem gute Fürst beizeiten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Zählen von weißen Schafen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Orklande&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es zogen einst drei Kelten nach Westen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu suchen &amp;#039;nen Vierten, wenn möglich den Besten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie fanden ihn nah dem &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Orken-Lande&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht mittig sondern eher am Rande,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
im Eichenbaum sitzend auf Ästen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Vellhafener Städtebund&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Königreich Lothrinien&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Pferdehirt aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Belbrück&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das war ein rechter Franz im Glück, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als von der Weide eine Herde Pferde wurde geklaut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er sich gründlich umgeschaut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und brachte sie, heil und am Stück, zurück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Adelsrepublik Grauland&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Jungfer aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Surquell&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die war ganz besonders schnell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Da kam ein Jüngling aus Untermoor, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der setzte ihr nen Floh ins Ohr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und zog sie nieder auf sein Schafsfell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Dûn-Reich&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Hund in &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tsakmur&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der ging allen auf die Hutschnur. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weil er bellte und jaulte, immer und stets, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging er den Leuten dort schwer auf den Keks. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die schickten den Jauler in die Wüste zur Kur.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Aivarunenlande&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Aivarune aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Qara Qorum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der fummelte sich immer am Ohr rum. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Seine Frau machte das Gefummel nervös, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
schrie ihn an und wurde ganz bös. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er hörte nicht auf, das war ganz dumm. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tica</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.antamar.eu/index.php?title=Liedgut_des_Barden_Walter_von_der_Salzwiese&amp;diff=126529</id>
		<title>Liedgut des Barden Walter von der Salzwiese</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.antamar.eu/index.php?title=Liedgut_des_Barden_Walter_von_der_Salzwiese&amp;diff=126529"/>
		<updated>2026-02-16T14:26:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tica: /* Belbrücks */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Walter von der Salzwiese – Barde aus Vellhafen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walter von der Salzwiese gilt als einer der hoffnungsvollsten jungen Spielleute Vellhafens. Mit seinen gerade einmal erwachsenen Jahren hat er sich bereits einen Ruf erarbeitet, der manch älteren Barden neidisch werden lässt. Freundlich im Wesen, mit einer klaren, warmen Stimme und einem Talent, das Zuhörer mühelos in seinen Bann zieht, ist er in Schenken, auf Märkten und bei Festen gern gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein erstes Werk, „Das Lied von Brunihild“, verbreitete sich rasch über die Grenzen Vellhafens hinaus und wurde zu einem antamarweit bekannten Gassenhauer. Schon als Junge schickte Walter seine Verse und Melodien an den Vellhafener Kurier und erhielt dort früh Anerkennung für seine Dicht- und Vortragskunst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Herkunft und Familie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walter stammt aus Ismar, wo sein Vater Hein von der Salzwiese einen erfolgreichen Hof bewirtschaftet. Die Schafe der Familie grasen auf den salzhaltigen Wiesen Ismars, was dem Fleisch der berühmten Salzlämmer einen besonderen Geschmack verleiht. Wohlstand und Fleiß prägen Walters Herkunft, und es mangelte der Familie nie an etwas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein künstlerisches Talent verdankt Walter vor allem seiner Mutter Irina, die einst als Bardin unter dem Beinamen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;„Die Lerche aus Ismar“&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bekannt war. Sie tritt heute nicht mehr öffentlich auf, doch ihre Stimme und ihr Gespür für Melodie leben in ihrem Sohn weiter. Walters Brüder hingegen blieben der Landwirtschaft treu und führen den elterlichen Hof fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hinweis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die hier aufgeführten Lieder und Verse stammen — mit wenigen Ausnahmen (die aber immer extra gekennzeichnet sind)  — aus meiner eigener Feder.&lt;br /&gt;
Der Barde Walter von der Salzwiese wird im Spiel von mir verkörpert. Tica&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Balladen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
Walters Balladen erzählen von Liebe, Schicksal, Heldentum und den stillen Tragödien des Alltags. Sie sind länger gefasste Erzählgedichte, die oft auf wahren Begebenheiten beruhen oder von alten Sagen inspiriert wurden. Mit klarer Stimme und feinem Gespür für Stimmung trägt Walter sie auf Märkten, in Schenken und bei Festen vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Das Lied von Brunihild&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
War einst ein kleines Schneiderlein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das konnt schneidern, mit Stichlein fein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und dieses kleine Schneiderlein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging Nächtens in den Wald hinein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dort traf er sich mit Brunihild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die beiden trieben es dort wild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf einer Lichtung unerlaubt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er die Unschuld ihr geraubt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bruni aber war dem Joost versprochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der, der hatt&amp;#039; bald Lunt&amp;#039; gerochen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es kam, wie es dann kommen musste:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Joost, der ahnte, wenn auch nicht wusste,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass Brunihild ihn dreist belogen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und wahrscheinlich auch betrogen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er will es wissen, noch genauer,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und legt sich Nächtens auf die Lauer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Genau vor Brunihildes Elternhaus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und richtig, kaum war&amp;#039;s dunkel, trat sie hinaus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grimmig sieht Joost wie seine Braut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die selbst des Nachts sehr schön ausschaut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sich im Walde mit einem Schneider trifft,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihn gar küsst und herzt, das blonde Gift.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es schmerzt ihn sehr, er leidet Pein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie er so sieht sein Brunilein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Hals ihm schwillt und er sieht rot,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
stürmt auf die Lichtung: Schneider tot!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es heult und schreit die Braut vom Joost:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du Mörder! Bist du noch bei Trost?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch Joost, der schaut sie lange an,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kalt und böse sagt er dann:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du nahmst meinen Ring, warst mir versprochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bist mit dem Schneider hier ins Laub gekrochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hast ihn geküsst, geherzet sehr&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weißt du, dich will ich gar nicht mehr!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brunihilde, die war fassungslos,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
drehte sich um und rannte los.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach Hause will ich, denkt die Maid&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und rafft dann flugs das lange Kleid,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und sie rennet schnell und schneller,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zuhaus geht`s zunächst mal in den Keller.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wäscht aus das Kleid, besudelt von des Schneiders Blut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
lauscht nach oben, ob der Joost ihr womöglich folgen tut.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Joost jedoch, der will nur die Verlobung lösen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gleichgültig ihm ist, ob im Guten oder Bösen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Egal, ob sie ihn anzeigt, dieses Weib&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hauptsache sie bleibt ihm nun vom Leib.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am Elternhaus der Brunihild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ruft er laut und fuchtelt wild,:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich möchte meinen Ring zurück,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von diesem ungetreuen Stück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es wird keine Hochzeit geben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so eine heirat´ ich nie im Leben.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vater und Mutter sind bass erstaunt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was der Joost da ausposaunt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie befragen dann ihr Kind und schau&amp;#039;n es ratlos an:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sag uns Brunihild, was hast du nur getan,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass der Joost dich untreu schilt?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Setz uns bitte mal ins Bild.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Maid, die schweigt, nimmt kreidebleich&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Ring vom Finger dann sogleich.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vater gibt den Schmuck zurück,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf das er andere Hände schmück&amp;#039;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Joost läuft nun geschwind davon,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und dann brüllt der Vater schon:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was sollen denn die Leute denken?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Musstest du den Joost so kränken?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kind was hast du bloß gemacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
in dieser unglückseligen Nacht?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch Brunihild, die Ungetreue,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sagt kein Wort, schweigt nun auf Neue.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Mutter redet auf sie ein:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sag mir den Grund, Brunhildilein!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch auch der Mutter bleibt sie eine Antwort schuldig,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
diese schäumt vor Wut, fragt ungeduldig:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was sollen wir den Leuten sagen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wenn nach der Hochzeit sie uns fragen?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maid schweigt weiter, geht auf ihr Zimmer,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Lage, die wird schlimm und schlimmer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn Brunihilde weiß, dass sie ein Kindlein trägt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
in knapp fünf Monden es in der Wiege quäkt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Schande&amp;quot; denkt sie, &amp;quot;Welch ein Graus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie komme ich aus der Sache raus?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich geh ins Wasser!&amp;quot; ihr Entschluss,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sprach&amp;#039;s und ging geschwind zum Fluss.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am nächsten Tag hat der Vater sie gefunden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie aus dem Wasser raus gewunden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu einem Medicus verbracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch der hat nur aufgelacht:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Eine Tote bringt ihr mir? Was soll ich tun?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lasst sie auf dem Nergasacker ruh&amp;#039;n.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater sprach: &amp;quot;Mir ist nicht nach Scherzen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
untersuche ob ein Kind sie trug, unter ihrem Herzen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Medicus untersucht die Tote nun geschwind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann sagt er: &amp;quot;Ja, sie erwartete ein Kind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In vier, fünf Monden wär`s soweit gewesen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das kann ich an dem Körper lesen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater nickt, bezahlt den Mann, und nimmt die Leich&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bringt sie zum Nergasacker dann sogleich.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch Nergas Diener schicken ihn fort:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Begrabt sie einem anderen Ort!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nerga hasst jene, die sich selbst des Lebens berauben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das weiß der Vater, durch seinen tiefen Götterglauben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es schwillt die Wut ganz tief in ihm,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er denkt: Der Joost war mit Brunihild intim,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dafür sollte er nun bezahlen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn er verursacht diese Qualen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Leich&amp;#039; der Tochter in den Armen, die Augen voller Schmerz,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
stellt er den Joost und ohne Fragen, sticht er ihm `nen Dolch ins Herz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Richter nach acht langen Wochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat den Vater freigesprochen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn, so sprach der weise Mann:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bin selber Vater und daher ich verstehen kann,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was ihn zu dieser Tat gebracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vielleicht hätt`ich&amp;#039;s ebenso gemacht?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Betrüge den Verlobten nicht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eifersucht bei einem Mann,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gar schlimme Folgen haben kann!&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der Sohn der Maar-Fiar&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sein Clan längst erloschen, seine Geschichte dieses Lied bewahr. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Maar-Fiar waren Jäger, Jäger am Meer, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihre hölzernen Kanus glitten pfeilschnell umher. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, der stolze Aiva&amp;#039;un, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der verehrte gar sehr Lunin und auch den goldenen Lun, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
War nur Lunin, nicht Lun, am Nachthimmel zu sehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so wussten die Maar-Fiar: Es ist Zeit, auf die Jagd zu gehen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er und die Gefährten schoben ihre Kanus in die Wellen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
im Wissen, das Lunin ihren Weg wird erhellen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vier saßen in den Kanus, ob Mann, ob Frau,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zwei lenkten durch die Wogen, zwei spähten hinaus ins Grau. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Netzen und Angeln machten sie reiche Beute, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vom Ausmaß ihres Fangs erzählt man sich noch heute. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Speere und Spieße waren stets messerscharf gewetzt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
damit auch Raubfisch, kein Hai ihre Netze zerfetzt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eroberer und Mörder schlichen heran in dunkler Nacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als weder Lunin noch Lun den Himmel bewacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie drangen gewaltsam ein in Takoyas Haus, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
löschten zunächst seiner Familie die Lebenslichter aus. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gefesselt und geknebelt, gezwungen zuzusehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie all die Untaten vor seinen Augen geschehen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vom Schmerz wie von Sinnen, von Wut angefacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er das Unmögliche dennoch vollbracht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er zerriss seine Fesseln, spuckte den Knebel aus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
erschlug jeden Qim‑Mas, den er fand im Haus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er war nicht zu halten, von der Rache beseelt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
seine Muskeln und Sehnen in Eisen gestählt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch als er im Haus sein Werk vollbracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
trat er hinaus in die stockdunkle Nacht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Dutzend Qim‑Mas rangen den wilden Takoya nieder,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er starb – doch sein Pan‑Teon lebt fort, davon künden die Lieder. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Maar‑Fiar, den stolzen Jägern der Meere,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gebührt auf ewig unsere stille Ehre.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein ganzer Clan, gefallen durch fremde Horden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
durch wilde Feinde, die nur brandschatzen und morden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in der alten Heimat der Maar-Fiar, das weiß jedes Kind, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weht nun an allen Orten eine fremde Flagge im Wind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Grauländer, diese Qim-Mas, wohnen nun dort, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Geister der Maar-Fiar hüten jeden Ort. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der Ring des Räubers &amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht weit von hier in einem tiefen Tal,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da wohnte eine Maid im Wald an einem Wasserfall. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie war so schön, so schön wie Milch und Blut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von ganzem Herzen war sie einem Manne gut. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du armes Kind, du dauerst meine Seele. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weil ich nur ein Räuber bin, wohn&amp;#039; in einer Höhle&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Du kannst fürwahr nicht länger bei mir sein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ich muss jetzt fort, tief in den Wald hinein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nimm diesen Ring, und sollte man dich fragen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so sag&amp;#039; ein Räuber habe ihn getragen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der dich geliebt, geliebt bei Tag und Nacht&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der so manchen um Hab und Gut gebracht&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sprach er nach vielen Monden zu ihr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nach so  vielen Tagen und Nächten mit Pläsier, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihr half kein Wehen und auch kein Klagen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie musste seinen Weggang weinend ertragen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schöne tat, was der Geliebte ihr gesagt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging zurück zu ihrem Dorf, tieftraurig verzagt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie zeigte den Leuten den güldenen Ring, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das vermaledeite wertvolle, aber gestohlene Ding. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie weinte: &amp;quot;Der Räuber, den ich geliebt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat ihn getragen bei Tag und auch bei Nacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der so  manchen um Hab und Gut gebracht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat mich geliebt, bei Tag und auch bei Nacht.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Leute im Dorf waren empört, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht die Liebe an sich hat sie gestört, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aber, dass sie einem Räuber galt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dieses man eine Sünde schalt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sprachen: &amp;quot;Geh in den Tempel, törichte Maid &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und klag den Geweihten dort dein Leid, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Ring, den spende an die Götter, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann verstummen auch die Spötter.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie kann man einen Räuber lieben, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Unglückseliges Kind, was hat dich umgetrieben?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maid weinte bitter und lange, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vor der Zukunft war ihr sehr bange. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Verlust des Liebsten hat sie schon entsetzt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
war sie nun zusätzlich Hohn und Spott ausgesetzt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie trat in einen heiligen Orden ein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um eine Dienerin für die Götter zu sein. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So lebt sie nun dorten, fleißig und fromm,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Jahre verrinnen, die Welt bleibt ihr stumm.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch manchmal im Dunkel, wenn die Kerzen vergeh’n,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
meint sie den Räuber wie im Traume zu seh’n.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann flüstert sie leise, so sanft wie der Wind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass Herzen nicht wählen, wohin sie bestimmt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und tief in ihr drinnen, verborgen und sacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
lebt weiter die Liebe bei Tag und bei Nacht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der treue Hund&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr Leute, lasset mich berichten, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von gar wundersamen Geschichten, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine tue ich Euch nun kund, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie ist zu Orstoc einst geschehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ihr Held, das war ein Hund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein reicher Bauer mit dem Namen Friedrich Klein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kehrte nach dem Marktbesuch in ein Wirtshaus ein. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er hatte Vieh verkauft, trug bei sich den Erlös, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das rochen in der Schenke zwei Räuber, bitterbös. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als nun der reiche Bauer des Nachts zu Bette ging, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
beschlossen diese Räuber zu drehen ein schlimmes Ding. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie schlichen im Gasthaus in seine Kammer hinein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und drangen mit ihren Messern bedrohlich ein auf Friedrich Klein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schon packten ihn die Schlimmen, an seiner bloßen Kehle, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da schrie mit letzten Kräften, Friedrich die Angst sich von der Seele &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das hörte im Stalle, nicht sein Knecht aber der treue Hund, .&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er riss sich von der Kette und schon er in der Kammer stund &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bevor die Mörder die Messer setzten an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er stürzt sich auf die Kerle und rettet so den Mann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ward überwältigt, die böse Mörderbrut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu Orstoc, auf dem Richtblock, da floss zum Lohn ihr Blut. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch in dem Kampf fügten sie dem treuen Tier zu eine böse Wund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und schon am nächsten Tage da starb der arme Hund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es setzt in seinem Garten, der Bauer Klein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dem treuen braven Hunde aus Marmor einen Stein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darauf stand geschrieben dieses hier: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Viel treuer als die Menschen ist oft ein Hundetier. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Die Geschichte vom Räuber Hannes&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es sagt einst ein Kind zur seiner Großmama: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wenn ich erwachsen bin, was werd ich da?  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hab wenig Lust auf Feldarbeit. Kann ich vielleicht ein Räuber sein? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Muss wenig tun, nur ein bisschen rauben. Das wär&amp;#039; einfach und sehr fein.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Alte wiegt besorgt den Kopf, streichelt sanft den Enkelsohn. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich erzähl dir &amp;#039;ne Geschichte, die beantwortet deine Frage schon.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lehnt sich zurück, dann hebt sie an und sie erzählt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Geschichte vom Räuber Hannes hat sie gewählt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch des Waldes düstre Gründe auf naturverschlungnem Pfaden  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wandelt eine Magd zum Markt nach Vellhafen mit schmerzenden Waden. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hui, da plötzlich stürmt des Banditen kühner Sohn aus dem Geheg, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
scharf bewehrt bis an die Zähne, und vertritt ihr flugs den Weg. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Seid Ihr&amp;quot;, fragt die Frau erblassend, einer dunklen Ahnung voll, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;nicht vielleicht der Räuber Hannes, der allhier grassieren soll?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ja, ich bin´s, du Unglücksel´ge, ja, ich bin´s, der sich dir zeigt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und du bist diejen´ge, welche sich nun vor mir verneigt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn mit hochwillkomm´ner Beute nahst du mir zu guter Stund!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sprachs und nahm ihr weg den Korb, durchwühlt ihn schnell bis auf den Grund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wie Schuppen von den Augen fällt´s der schlichten Magd sogleich: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ihr seid Hannes!&amp;quot;, ruft sie bleich. &amp;quot;Bin es!&amp;quot; spricht der Räuber weich. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bin´s und sage dir noch dieses: ich töte dich du dummes Weib, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bringst du mir nicht auf dem Rückweg Gold, ramm ich meinen Dolch in deinen Leib.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Magd wird blass und blässer und eilt zum Markt, sucht den Büttel Reodan, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
findet ihn, fragt ängstlich dann, ob er ihr wohl helfen kann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jener stimmt zu, sie zu begleiten, denn den Räuber will er fangen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
baumeln soll der Räuber Hannes, an dem Galgen soll er hangen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesagt, getan und aus dem Walde eilt der Hannes schnell heran, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn er sieht nur das Mägdelein und nicht den guten Reodan. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jener hat sich vorher schon gut versteckt hinter einer dicken Eich, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er springt heraus, macht sich ganz groß und packt sogleich, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann den Räuber Hannes fest am Arm und am Halse an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
damit der Bösewicht dem harten Griffe nicht entweichen kann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Schurke! Hab dich!&amp;quot; so donnert er, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Nun entkommst du mir nicht mehr!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Mit des Seilers Tochter mach ich dich bekannt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aufatmen wird das ganze Land.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Werde besser Räuber nicht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sonst landet man am Ende nur an einem Strick und baumelt dann im Wind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Drum werde artig und bleib brav, sonst kommt Reodan mein Kind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gassen- und Handwerkslieder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesen Liedern besingt Walter das Leben der einfachen Leute: Handwerker, Händler, Hafenarbeiter und all jene, die in den Straßen und Gassen Vellhafens ihren Alltag bestreiten. Die Stücke sind oft humorvoll, manchmal rau, aber stets voller Wärme für die Menschen, die sie porträtieren. Viele davon entstanden unterwegs, zwischen Marktständen, Werkstätten und Tavernen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Das Lumpensammlerlied des Willem Willink&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Gott Pares hat mich verdammt auf Erden, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein Hader- und Lumpensammler zu werden. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin Willem Willink, ja seht mich nur an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein Lumpenkerl, ein armer, doch ehrlicher Mann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit verschossener Jacke, zerrissener Hose, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ja starrt mich ruhig an – ich bin keine Mimose. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist mir lieber, als wenn ihr verächtlich wegseht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als wär ich nur Dreck, den man mit Füßen wegfegt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Manch einer hält Nase und Maul mit dem Tuche bedeckt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil mein Duft ihn erschreckt und seine Sinne befleckt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch nach Ambra und Moschus kann ich nicht duften,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
muss für Hadern und Lumpen tagtäglich schuften.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bin kein feiner Pflastertreter mit Gold und mit Muße –&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Glück war bei anderen auf besserem Fuße.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hab des Lebens Mühsal bis zur Neige geleert,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch blieb ich stets ehrlich, hab mich nie beschwert.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Meer der Schmerzen bin ich geschwommen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf einem Lumpensack dann zu liegen gekommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun stapf ich durch Vellhafens Gassen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um eure alten Tücher und Kleider zu fassen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bringt mir ruhig ungewaschen, ungekrumpen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
eure Lappen, Fetzen, Flecken und Lumpen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Alles rein in den Sack – man macht daraus Papier:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eingeweicht, gestampft, gegautscht – harte Arbeit, kein Pläsier.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dann geschöpft, gepresst, getrocknet – ein neues Werk erschaffen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
verkauft an Schreiber, Pfeffersäcke und auch an die Pfaffen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin Willem Willink, pack Lumpen in meinen Sack,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und bin schon wieder fort – schwuppdiwupp, zackzack!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Belbrücks&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Belbrücks sind kurze, scherzhafte Fünfzeiler, die in Antamar weit verbreitet sind. Walter sammelt sie seit seiner Jugend und dichtet selbst unzählige neue, meist über Orte, Menschen oder Begebenheiten, die ihm auf seinen Reisen begegnen. Sie folgen einer festen Reimform und werden in Tavernen gern laut mitgesprochen — oft zur großen Freude des Publikums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Heiliges Kaiserreich&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst Mädchen aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bragen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die wollt&amp;#039; was Besonderes wagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie sucht nach `nem Gatten im Kurier,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
jetzt hat sie nicht einen, sondern gleich vier,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die sich täglich übers Essen beklagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war mal ein Bauer aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ackerheim&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der machte in jeden Satz &amp;#039;nen Reim. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und als sein Haar wurde lichter, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da nannte er sich einen Dichter &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und blieb den ganzen Tag daheim. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Kind in &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kirchflecken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das wollte die Welt noch entdecken.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es konnte krabbeln, noch nich´ so gut laufen  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und purzelte prompt in jeden Misthaufen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und erschreckte wandernde Recken. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Oma aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Siebenbrück&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der bastelt der Sohn eine feine Krück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hat Oma hocherfreut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aber den Sohn hat&amp;#039;s gereut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn die Oma haute damit Leute in Stück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Junge aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Amartrutz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der nahm immer alle Gauner in Schutz, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als Mann er studierte, wurd&amp;#039; Rechtsanwalt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Gauner haben ihn nun bezahlt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und schon nannt&amp;#039; ihn keiner mehr Nichtsnutz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Thelessa&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gute Fürst aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Faelughaven&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
muss wie jeder in der Nacht auch schlafen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um dann sanft in den Schlaf zu gleiten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hilft dem gute Fürst beizeiten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Zählen von weißen Schafen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Orklande&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es zogen einst drei Kelten nach Westen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu suchen &amp;#039;nen Vierten, wenn möglich den Besten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie fanden ihn nah dem &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Orken-Lande&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht mittig sondern eher am Rande,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
im Eichenbaum sitzend auf Ästen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Vellhafener Städtebund&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Königreich Lothrinien&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Pferdehirt aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Belbrück&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das war ein rechter Franz im Glück, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als von der Weide eine Herde Pferde wurde geklaut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er sich gründlich umgeschaut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und brachte sie, heil und am Stück, zurück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Adelsrepublik Grauland&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Jungfer aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Surquell&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die war ganz besonders schnell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Da kam ein Jüngling aus Untermoor, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der setzte ihr nen Floh ins Ohr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und zog sie nieder auf sein Schafsfell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Dûn-Reich&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Hund in &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tsakmur&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der ging allen auf die Hutschnur. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weil er bellte und jaulte, immer und stets, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging er den Leuten dort schwer auf den Keks. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die schickten den Jauler in die Wüste zur Kur.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Aivarunenlande&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Aivarune aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Qara Qorum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der fummelte sich immer am Ohr rum. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Seine Frau machte das Gefummel nervös, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
schrie ihn an und wurde ganz bös. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er hörte nicht auf, das war ganz dumm. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tica</name></author>
		
	</entry>
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		<id>https://wiki.antamar.eu/index.php?title=Liedgut_des_Barden_Walter_von_der_Salzwiese&amp;diff=126528</id>
		<title>Liedgut des Barden Walter von der Salzwiese</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.antamar.eu/index.php?title=Liedgut_des_Barden_Walter_von_der_Salzwiese&amp;diff=126528"/>
		<updated>2026-02-16T14:26:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tica: /* Belbrücks */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Walter von der Salzwiese – Barde aus Vellhafen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walter von der Salzwiese gilt als einer der hoffnungsvollsten jungen Spielleute Vellhafens. Mit seinen gerade einmal erwachsenen Jahren hat er sich bereits einen Ruf erarbeitet, der manch älteren Barden neidisch werden lässt. Freundlich im Wesen, mit einer klaren, warmen Stimme und einem Talent, das Zuhörer mühelos in seinen Bann zieht, ist er in Schenken, auf Märkten und bei Festen gern gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein erstes Werk, „Das Lied von Brunihild“, verbreitete sich rasch über die Grenzen Vellhafens hinaus und wurde zu einem antamarweit bekannten Gassenhauer. Schon als Junge schickte Walter seine Verse und Melodien an den Vellhafener Kurier und erhielt dort früh Anerkennung für seine Dicht- und Vortragskunst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Herkunft und Familie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walter stammt aus Ismar, wo sein Vater Hein von der Salzwiese einen erfolgreichen Hof bewirtschaftet. Die Schafe der Familie grasen auf den salzhaltigen Wiesen Ismars, was dem Fleisch der berühmten Salzlämmer einen besonderen Geschmack verleiht. Wohlstand und Fleiß prägen Walters Herkunft, und es mangelte der Familie nie an etwas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein künstlerisches Talent verdankt Walter vor allem seiner Mutter Irina, die einst als Bardin unter dem Beinamen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;„Die Lerche aus Ismar“&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bekannt war. Sie tritt heute nicht mehr öffentlich auf, doch ihre Stimme und ihr Gespür für Melodie leben in ihrem Sohn weiter. Walters Brüder hingegen blieben der Landwirtschaft treu und führen den elterlichen Hof fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hinweis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die hier aufgeführten Lieder und Verse stammen — mit wenigen Ausnahmen (die aber immer extra gekennzeichnet sind)  — aus meiner eigener Feder.&lt;br /&gt;
Der Barde Walter von der Salzwiese wird im Spiel von mir verkörpert. Tica&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Balladen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
Walters Balladen erzählen von Liebe, Schicksal, Heldentum und den stillen Tragödien des Alltags. Sie sind länger gefasste Erzählgedichte, die oft auf wahren Begebenheiten beruhen oder von alten Sagen inspiriert wurden. Mit klarer Stimme und feinem Gespür für Stimmung trägt Walter sie auf Märkten, in Schenken und bei Festen vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Das Lied von Brunihild&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
War einst ein kleines Schneiderlein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das konnt schneidern, mit Stichlein fein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und dieses kleine Schneiderlein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging Nächtens in den Wald hinein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dort traf er sich mit Brunihild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die beiden trieben es dort wild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf einer Lichtung unerlaubt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er die Unschuld ihr geraubt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bruni aber war dem Joost versprochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der, der hatt&amp;#039; bald Lunt&amp;#039; gerochen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es kam, wie es dann kommen musste:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Joost, der ahnte, wenn auch nicht wusste,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass Brunihild ihn dreist belogen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und wahrscheinlich auch betrogen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er will es wissen, noch genauer,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und legt sich Nächtens auf die Lauer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Genau vor Brunihildes Elternhaus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und richtig, kaum war&amp;#039;s dunkel, trat sie hinaus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grimmig sieht Joost wie seine Braut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die selbst des Nachts sehr schön ausschaut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sich im Walde mit einem Schneider trifft,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihn gar küsst und herzt, das blonde Gift.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es schmerzt ihn sehr, er leidet Pein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie er so sieht sein Brunilein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Hals ihm schwillt und er sieht rot,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
stürmt auf die Lichtung: Schneider tot!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es heult und schreit die Braut vom Joost:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du Mörder! Bist du noch bei Trost?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch Joost, der schaut sie lange an,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kalt und böse sagt er dann:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du nahmst meinen Ring, warst mir versprochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bist mit dem Schneider hier ins Laub gekrochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hast ihn geküsst, geherzet sehr&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weißt du, dich will ich gar nicht mehr!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brunihilde, die war fassungslos,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
drehte sich um und rannte los.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach Hause will ich, denkt die Maid&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und rafft dann flugs das lange Kleid,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und sie rennet schnell und schneller,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zuhaus geht`s zunächst mal in den Keller.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wäscht aus das Kleid, besudelt von des Schneiders Blut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
lauscht nach oben, ob der Joost ihr womöglich folgen tut.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Joost jedoch, der will nur die Verlobung lösen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gleichgültig ihm ist, ob im Guten oder Bösen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Egal, ob sie ihn anzeigt, dieses Weib&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hauptsache sie bleibt ihm nun vom Leib.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am Elternhaus der Brunihild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ruft er laut und fuchtelt wild,:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich möchte meinen Ring zurück,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von diesem ungetreuen Stück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es wird keine Hochzeit geben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so eine heirat´ ich nie im Leben.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vater und Mutter sind bass erstaunt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was der Joost da ausposaunt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie befragen dann ihr Kind und schau&amp;#039;n es ratlos an:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sag uns Brunihild, was hast du nur getan,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass der Joost dich untreu schilt?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Setz uns bitte mal ins Bild.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Maid, die schweigt, nimmt kreidebleich&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Ring vom Finger dann sogleich.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vater gibt den Schmuck zurück,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf das er andere Hände schmück&amp;#039;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Joost läuft nun geschwind davon,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und dann brüllt der Vater schon:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was sollen denn die Leute denken?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Musstest du den Joost so kränken?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kind was hast du bloß gemacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
in dieser unglückseligen Nacht?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch Brunihild, die Ungetreue,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sagt kein Wort, schweigt nun auf Neue.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Mutter redet auf sie ein:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sag mir den Grund, Brunhildilein!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch auch der Mutter bleibt sie eine Antwort schuldig,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
diese schäumt vor Wut, fragt ungeduldig:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was sollen wir den Leuten sagen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wenn nach der Hochzeit sie uns fragen?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maid schweigt weiter, geht auf ihr Zimmer,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Lage, die wird schlimm und schlimmer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn Brunihilde weiß, dass sie ein Kindlein trägt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
in knapp fünf Monden es in der Wiege quäkt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Schande&amp;quot; denkt sie, &amp;quot;Welch ein Graus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie komme ich aus der Sache raus?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich geh ins Wasser!&amp;quot; ihr Entschluss,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sprach&amp;#039;s und ging geschwind zum Fluss.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am nächsten Tag hat der Vater sie gefunden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie aus dem Wasser raus gewunden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu einem Medicus verbracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch der hat nur aufgelacht:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Eine Tote bringt ihr mir? Was soll ich tun?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lasst sie auf dem Nergasacker ruh&amp;#039;n.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater sprach: &amp;quot;Mir ist nicht nach Scherzen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
untersuche ob ein Kind sie trug, unter ihrem Herzen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Medicus untersucht die Tote nun geschwind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann sagt er: &amp;quot;Ja, sie erwartete ein Kind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In vier, fünf Monden wär`s soweit gewesen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das kann ich an dem Körper lesen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater nickt, bezahlt den Mann, und nimmt die Leich&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bringt sie zum Nergasacker dann sogleich.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch Nergas Diener schicken ihn fort:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Begrabt sie einem anderen Ort!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nerga hasst jene, die sich selbst des Lebens berauben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das weiß der Vater, durch seinen tiefen Götterglauben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es schwillt die Wut ganz tief in ihm,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er denkt: Der Joost war mit Brunihild intim,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dafür sollte er nun bezahlen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn er verursacht diese Qualen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Leich&amp;#039; der Tochter in den Armen, die Augen voller Schmerz,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
stellt er den Joost und ohne Fragen, sticht er ihm `nen Dolch ins Herz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Richter nach acht langen Wochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat den Vater freigesprochen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn, so sprach der weise Mann:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bin selber Vater und daher ich verstehen kann,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was ihn zu dieser Tat gebracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vielleicht hätt`ich&amp;#039;s ebenso gemacht?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Betrüge den Verlobten nicht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eifersucht bei einem Mann,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gar schlimme Folgen haben kann!&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der Sohn der Maar-Fiar&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sein Clan längst erloschen, seine Geschichte dieses Lied bewahr. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Maar-Fiar waren Jäger, Jäger am Meer, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihre hölzernen Kanus glitten pfeilschnell umher. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, der stolze Aiva&amp;#039;un, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der verehrte gar sehr Lunin und auch den goldenen Lun, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
War nur Lunin, nicht Lun, am Nachthimmel zu sehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so wussten die Maar-Fiar: Es ist Zeit, auf die Jagd zu gehen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er und die Gefährten schoben ihre Kanus in die Wellen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
im Wissen, das Lunin ihren Weg wird erhellen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vier saßen in den Kanus, ob Mann, ob Frau,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zwei lenkten durch die Wogen, zwei spähten hinaus ins Grau. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Netzen und Angeln machten sie reiche Beute, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vom Ausmaß ihres Fangs erzählt man sich noch heute. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Speere und Spieße waren stets messerscharf gewetzt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
damit auch Raubfisch, kein Hai ihre Netze zerfetzt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eroberer und Mörder schlichen heran in dunkler Nacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als weder Lunin noch Lun den Himmel bewacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie drangen gewaltsam ein in Takoyas Haus, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
löschten zunächst seiner Familie die Lebenslichter aus. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gefesselt und geknebelt, gezwungen zuzusehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie all die Untaten vor seinen Augen geschehen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vom Schmerz wie von Sinnen, von Wut angefacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er das Unmögliche dennoch vollbracht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er zerriss seine Fesseln, spuckte den Knebel aus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
erschlug jeden Qim‑Mas, den er fand im Haus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er war nicht zu halten, von der Rache beseelt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
seine Muskeln und Sehnen in Eisen gestählt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch als er im Haus sein Werk vollbracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
trat er hinaus in die stockdunkle Nacht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Dutzend Qim‑Mas rangen den wilden Takoya nieder,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er starb – doch sein Pan‑Teon lebt fort, davon künden die Lieder. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Maar‑Fiar, den stolzen Jägern der Meere,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gebührt auf ewig unsere stille Ehre.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein ganzer Clan, gefallen durch fremde Horden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
durch wilde Feinde, die nur brandschatzen und morden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in der alten Heimat der Maar-Fiar, das weiß jedes Kind, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weht nun an allen Orten eine fremde Flagge im Wind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Grauländer, diese Qim-Mas, wohnen nun dort, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Geister der Maar-Fiar hüten jeden Ort. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der Ring des Räubers &amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht weit von hier in einem tiefen Tal,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da wohnte eine Maid im Wald an einem Wasserfall. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie war so schön, so schön wie Milch und Blut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von ganzem Herzen war sie einem Manne gut. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du armes Kind, du dauerst meine Seele. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weil ich nur ein Räuber bin, wohn&amp;#039; in einer Höhle&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Du kannst fürwahr nicht länger bei mir sein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ich muss jetzt fort, tief in den Wald hinein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nimm diesen Ring, und sollte man dich fragen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so sag&amp;#039; ein Räuber habe ihn getragen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der dich geliebt, geliebt bei Tag und Nacht&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der so manchen um Hab und Gut gebracht&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sprach er nach vielen Monden zu ihr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nach so  vielen Tagen und Nächten mit Pläsier, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihr half kein Wehen und auch kein Klagen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie musste seinen Weggang weinend ertragen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schöne tat, was der Geliebte ihr gesagt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging zurück zu ihrem Dorf, tieftraurig verzagt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie zeigte den Leuten den güldenen Ring, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das vermaledeite wertvolle, aber gestohlene Ding. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie weinte: &amp;quot;Der Räuber, den ich geliebt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat ihn getragen bei Tag und auch bei Nacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der so  manchen um Hab und Gut gebracht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat mich geliebt, bei Tag und auch bei Nacht.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Leute im Dorf waren empört, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht die Liebe an sich hat sie gestört, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aber, dass sie einem Räuber galt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dieses man eine Sünde schalt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sprachen: &amp;quot;Geh in den Tempel, törichte Maid &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und klag den Geweihten dort dein Leid, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Ring, den spende an die Götter, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann verstummen auch die Spötter.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie kann man einen Räuber lieben, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Unglückseliges Kind, was hat dich umgetrieben?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maid weinte bitter und lange, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vor der Zukunft war ihr sehr bange. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Verlust des Liebsten hat sie schon entsetzt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
war sie nun zusätzlich Hohn und Spott ausgesetzt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie trat in einen heiligen Orden ein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um eine Dienerin für die Götter zu sein. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So lebt sie nun dorten, fleißig und fromm,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Jahre verrinnen, die Welt bleibt ihr stumm.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch manchmal im Dunkel, wenn die Kerzen vergeh’n,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
meint sie den Räuber wie im Traume zu seh’n.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann flüstert sie leise, so sanft wie der Wind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass Herzen nicht wählen, wohin sie bestimmt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und tief in ihr drinnen, verborgen und sacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
lebt weiter die Liebe bei Tag und bei Nacht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der treue Hund&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr Leute, lasset mich berichten, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von gar wundersamen Geschichten, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine tue ich Euch nun kund, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie ist zu Orstoc einst geschehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ihr Held, das war ein Hund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein reicher Bauer mit dem Namen Friedrich Klein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kehrte nach dem Marktbesuch in ein Wirtshaus ein. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er hatte Vieh verkauft, trug bei sich den Erlös, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das rochen in der Schenke zwei Räuber, bitterbös. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als nun der reiche Bauer des Nachts zu Bette ging, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
beschlossen diese Räuber zu drehen ein schlimmes Ding. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie schlichen im Gasthaus in seine Kammer hinein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und drangen mit ihren Messern bedrohlich ein auf Friedrich Klein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schon packten ihn die Schlimmen, an seiner bloßen Kehle, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da schrie mit letzten Kräften, Friedrich die Angst sich von der Seele &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das hörte im Stalle, nicht sein Knecht aber der treue Hund, .&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er riss sich von der Kette und schon er in der Kammer stund &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bevor die Mörder die Messer setzten an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er stürzt sich auf die Kerle und rettet so den Mann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ward überwältigt, die böse Mörderbrut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu Orstoc, auf dem Richtblock, da floss zum Lohn ihr Blut. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch in dem Kampf fügten sie dem treuen Tier zu eine böse Wund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und schon am nächsten Tage da starb der arme Hund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es setzt in seinem Garten, der Bauer Klein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dem treuen braven Hunde aus Marmor einen Stein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darauf stand geschrieben dieses hier: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Viel treuer als die Menschen ist oft ein Hundetier. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Die Geschichte vom Räuber Hannes&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es sagt einst ein Kind zur seiner Großmama: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wenn ich erwachsen bin, was werd ich da?  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hab wenig Lust auf Feldarbeit. Kann ich vielleicht ein Räuber sein? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Muss wenig tun, nur ein bisschen rauben. Das wär&amp;#039; einfach und sehr fein.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Alte wiegt besorgt den Kopf, streichelt sanft den Enkelsohn. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich erzähl dir &amp;#039;ne Geschichte, die beantwortet deine Frage schon.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lehnt sich zurück, dann hebt sie an und sie erzählt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Geschichte vom Räuber Hannes hat sie gewählt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch des Waldes düstre Gründe auf naturverschlungnem Pfaden  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wandelt eine Magd zum Markt nach Vellhafen mit schmerzenden Waden. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hui, da plötzlich stürmt des Banditen kühner Sohn aus dem Geheg, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
scharf bewehrt bis an die Zähne, und vertritt ihr flugs den Weg. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Seid Ihr&amp;quot;, fragt die Frau erblassend, einer dunklen Ahnung voll, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;nicht vielleicht der Räuber Hannes, der allhier grassieren soll?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ja, ich bin´s, du Unglücksel´ge, ja, ich bin´s, der sich dir zeigt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und du bist diejen´ge, welche sich nun vor mir verneigt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn mit hochwillkomm´ner Beute nahst du mir zu guter Stund!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sprachs und nahm ihr weg den Korb, durchwühlt ihn schnell bis auf den Grund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wie Schuppen von den Augen fällt´s der schlichten Magd sogleich: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ihr seid Hannes!&amp;quot;, ruft sie bleich. &amp;quot;Bin es!&amp;quot; spricht der Räuber weich. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bin´s und sage dir noch dieses: ich töte dich du dummes Weib, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bringst du mir nicht auf dem Rückweg Gold, ramm ich meinen Dolch in deinen Leib.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Magd wird blass und blässer und eilt zum Markt, sucht den Büttel Reodan, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
findet ihn, fragt ängstlich dann, ob er ihr wohl helfen kann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jener stimmt zu, sie zu begleiten, denn den Räuber will er fangen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
baumeln soll der Räuber Hannes, an dem Galgen soll er hangen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesagt, getan und aus dem Walde eilt der Hannes schnell heran, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn er sieht nur das Mägdelein und nicht den guten Reodan. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jener hat sich vorher schon gut versteckt hinter einer dicken Eich, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er springt heraus, macht sich ganz groß und packt sogleich, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann den Räuber Hannes fest am Arm und am Halse an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
damit der Bösewicht dem harten Griffe nicht entweichen kann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Schurke! Hab dich!&amp;quot; so donnert er, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Nun entkommst du mir nicht mehr!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Mit des Seilers Tochter mach ich dich bekannt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aufatmen wird das ganze Land.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Werde besser Räuber nicht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sonst landet man am Ende nur an einem Strick und baumelt dann im Wind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Drum werde artig und bleib brav, sonst kommt Reodan mein Kind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gassen- und Handwerkslieder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesen Liedern besingt Walter das Leben der einfachen Leute: Handwerker, Händler, Hafenarbeiter und all jene, die in den Straßen und Gassen Vellhafens ihren Alltag bestreiten. Die Stücke sind oft humorvoll, manchmal rau, aber stets voller Wärme für die Menschen, die sie porträtieren. Viele davon entstanden unterwegs, zwischen Marktständen, Werkstätten und Tavernen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Das Lumpensammlerlied des Willem Willink&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Gott Pares hat mich verdammt auf Erden, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein Hader- und Lumpensammler zu werden. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin Willem Willink, ja seht mich nur an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein Lumpenkerl, ein armer, doch ehrlicher Mann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit verschossener Jacke, zerrissener Hose, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ja starrt mich ruhig an – ich bin keine Mimose. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist mir lieber, als wenn ihr verächtlich wegseht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als wär ich nur Dreck, den man mit Füßen wegfegt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Manch einer hält Nase und Maul mit dem Tuche bedeckt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil mein Duft ihn erschreckt und seine Sinne befleckt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch nach Ambra und Moschus kann ich nicht duften,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
muss für Hadern und Lumpen tagtäglich schuften.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bin kein feiner Pflastertreter mit Gold und mit Muße –&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Glück war bei anderen auf besserem Fuße.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hab des Lebens Mühsal bis zur Neige geleert,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch blieb ich stets ehrlich, hab mich nie beschwert.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Meer der Schmerzen bin ich geschwommen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf einem Lumpensack dann zu liegen gekommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun stapf ich durch Vellhafens Gassen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um eure alten Tücher und Kleider zu fassen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bringt mir ruhig ungewaschen, ungekrumpen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
eure Lappen, Fetzen, Flecken und Lumpen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Alles rein in den Sack – man macht daraus Papier:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eingeweicht, gestampft, gegautscht – harte Arbeit, kein Pläsier.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dann geschöpft, gepresst, getrocknet – ein neues Werk erschaffen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
verkauft an Schreiber, Pfeffersäcke und auch an die Pfaffen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin Willem Willink, pack Lumpen in meinen Sack,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und bin schon wieder fort – schwuppdiwupp, zackzack!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Belbrücks&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Belbrücks sind kurze, scherzhafte Fünfzeiler, die in Antamar weit verbreitet sind. Walter sammelt sie seit seiner Jugend und dichtet selbst unzählige neue, meist über Orte, Menschen oder Begebenheiten, die ihm auf seinen Reisen begegnen. Sie folgen einer festen Reimform und werden in Tavernen gern laut mitgesprochen — oft zur großen Freude des Publikums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Heiliges Kaiserreich&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst Mädchen aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bragen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die wollt&amp;#039; was Besonderes wagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie sucht nach `nem Gatten im Kurier,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
jetzt hat sie nicht einen, sondern gleich vier,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die sich täglich übers Essen beklagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war mal ein Bauer aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ackerheim&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der machte in jeden Satz &amp;#039;nen Reim. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und als sein Haar wurde lichter, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da nannte er sich einen Dichter &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und blieb den ganzen Tag daheim. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Kind in &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kirchflecken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das wollte die Welt noch entdecken.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es konnte krabbeln, noch nich´ so gut laufen  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und purzelte prompt in jeden Misthaufen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und erschreckte wandernde Recken. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Oma aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Siebenbrück&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der bastelt der Sohn eine feine Krück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hat Oma hocherfreut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aber den Sohn hat&amp;#039;s gereut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn die Oma haute damit Leute in Stück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Junge aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Amartrutz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der nahm immer alle Gauner in Schutz, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als Mann er studierte, wurd&amp;#039; Rechtsanwalt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Gauner haben ihn nun bezahlt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und schon nannt&amp;#039; ihn keiner mehr Nichtsnutz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Thelessa&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gute Fürst aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Faelughaven&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
muss wie jeder in der Nacht auch schlafen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um dann sanft in den Schlaf zu gleiten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hilft dem gute Fürst beizeiten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Zählen von weißen Schafen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Orklande&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es zogen einst drei Kelten nach Westen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu suchen &amp;#039;nen Vierten, wenn möglich den Besten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie fanden ihn nah dem &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Orken-Lande&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht mittig sondern eher am Rande,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
im Eichenbaum sitzend auf Ästen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Vellhafener Städtebund&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Königreich Lothrinien&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Pferdehirt aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Belbrück&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das war ein rechter Franz im Glück, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als von der Weide eine Herde Pferde wurde geklaut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er sich gründlich umgeschaut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und brachte sie, heil und am Stück, zurück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Adelsrepublik Grauland&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Jungfer aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Surquell&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die war ganz besonders schnell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Da kam ein Jüngling aus Untermoor, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der setzte ihr nen Floh ins Ohr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und zog sie nieder auf sein Schafsfell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Dûn-Reich&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Hund in &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tsakmur&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der ging allen auf die Hutschnur. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weil er bellte und jaulte, immer und stets, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging er den Leuten dort schwer auf den Keks. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die schickten den Jauler in die Wüste zur Kur.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Aivarunenlande&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Aivarune aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Qara Qorum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der fummelte sich immer am Ohr rum. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Seine Frau machte das Gefummel nervös, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
schrie ihn an und wurde ganz bös. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er hörte nicht auf, das war ganz dumm. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tica</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.antamar.eu/index.php?title=Liedgut_des_Barden_Walter_von_der_Salzwiese&amp;diff=126527</id>
		<title>Liedgut des Barden Walter von der Salzwiese</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.antamar.eu/index.php?title=Liedgut_des_Barden_Walter_von_der_Salzwiese&amp;diff=126527"/>
		<updated>2026-02-16T14:22:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tica: /* Belbrücks */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Walter von der Salzwiese – Barde aus Vellhafen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walter von der Salzwiese gilt als einer der hoffnungsvollsten jungen Spielleute Vellhafens. Mit seinen gerade einmal erwachsenen Jahren hat er sich bereits einen Ruf erarbeitet, der manch älteren Barden neidisch werden lässt. Freundlich im Wesen, mit einer klaren, warmen Stimme und einem Talent, das Zuhörer mühelos in seinen Bann zieht, ist er in Schenken, auf Märkten und bei Festen gern gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein erstes Werk, „Das Lied von Brunihild“, verbreitete sich rasch über die Grenzen Vellhafens hinaus und wurde zu einem antamarweit bekannten Gassenhauer. Schon als Junge schickte Walter seine Verse und Melodien an den Vellhafener Kurier und erhielt dort früh Anerkennung für seine Dicht- und Vortragskunst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Herkunft und Familie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walter stammt aus Ismar, wo sein Vater Hein von der Salzwiese einen erfolgreichen Hof bewirtschaftet. Die Schafe der Familie grasen auf den salzhaltigen Wiesen Ismars, was dem Fleisch der berühmten Salzlämmer einen besonderen Geschmack verleiht. Wohlstand und Fleiß prägen Walters Herkunft, und es mangelte der Familie nie an etwas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein künstlerisches Talent verdankt Walter vor allem seiner Mutter Irina, die einst als Bardin unter dem Beinamen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;„Die Lerche aus Ismar“&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bekannt war. Sie tritt heute nicht mehr öffentlich auf, doch ihre Stimme und ihr Gespür für Melodie leben in ihrem Sohn weiter. Walters Brüder hingegen blieben der Landwirtschaft treu und führen den elterlichen Hof fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hinweis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die hier aufgeführten Lieder und Verse stammen — mit wenigen Ausnahmen (die aber immer extra gekennzeichnet sind)  — aus meiner eigener Feder.&lt;br /&gt;
Der Barde Walter von der Salzwiese wird im Spiel von mir verkörpert. Tica&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Balladen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
Walters Balladen erzählen von Liebe, Schicksal, Heldentum und den stillen Tragödien des Alltags. Sie sind länger gefasste Erzählgedichte, die oft auf wahren Begebenheiten beruhen oder von alten Sagen inspiriert wurden. Mit klarer Stimme und feinem Gespür für Stimmung trägt Walter sie auf Märkten, in Schenken und bei Festen vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Das Lied von Brunihild&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
War einst ein kleines Schneiderlein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das konnt schneidern, mit Stichlein fein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und dieses kleine Schneiderlein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging Nächtens in den Wald hinein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dort traf er sich mit Brunihild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die beiden trieben es dort wild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf einer Lichtung unerlaubt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er die Unschuld ihr geraubt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bruni aber war dem Joost versprochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der, der hatt&amp;#039; bald Lunt&amp;#039; gerochen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es kam, wie es dann kommen musste:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Joost, der ahnte, wenn auch nicht wusste,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass Brunihild ihn dreist belogen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und wahrscheinlich auch betrogen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er will es wissen, noch genauer,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und legt sich Nächtens auf die Lauer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Genau vor Brunihildes Elternhaus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und richtig, kaum war&amp;#039;s dunkel, trat sie hinaus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grimmig sieht Joost wie seine Braut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die selbst des Nachts sehr schön ausschaut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sich im Walde mit einem Schneider trifft,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihn gar küsst und herzt, das blonde Gift.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es schmerzt ihn sehr, er leidet Pein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie er so sieht sein Brunilein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Hals ihm schwillt und er sieht rot,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
stürmt auf die Lichtung: Schneider tot!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es heult und schreit die Braut vom Joost:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du Mörder! Bist du noch bei Trost?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch Joost, der schaut sie lange an,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kalt und böse sagt er dann:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du nahmst meinen Ring, warst mir versprochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bist mit dem Schneider hier ins Laub gekrochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hast ihn geküsst, geherzet sehr&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weißt du, dich will ich gar nicht mehr!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brunihilde, die war fassungslos,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
drehte sich um und rannte los.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach Hause will ich, denkt die Maid&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und rafft dann flugs das lange Kleid,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und sie rennet schnell und schneller,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zuhaus geht`s zunächst mal in den Keller.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wäscht aus das Kleid, besudelt von des Schneiders Blut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
lauscht nach oben, ob der Joost ihr womöglich folgen tut.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Joost jedoch, der will nur die Verlobung lösen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gleichgültig ihm ist, ob im Guten oder Bösen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Egal, ob sie ihn anzeigt, dieses Weib&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hauptsache sie bleibt ihm nun vom Leib.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am Elternhaus der Brunihild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ruft er laut und fuchtelt wild,:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich möchte meinen Ring zurück,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von diesem ungetreuen Stück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es wird keine Hochzeit geben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so eine heirat´ ich nie im Leben.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vater und Mutter sind bass erstaunt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was der Joost da ausposaunt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie befragen dann ihr Kind und schau&amp;#039;n es ratlos an:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sag uns Brunihild, was hast du nur getan,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass der Joost dich untreu schilt?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Setz uns bitte mal ins Bild.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Maid, die schweigt, nimmt kreidebleich&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Ring vom Finger dann sogleich.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vater gibt den Schmuck zurück,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf das er andere Hände schmück&amp;#039;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Joost läuft nun geschwind davon,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und dann brüllt der Vater schon:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was sollen denn die Leute denken?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Musstest du den Joost so kränken?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kind was hast du bloß gemacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
in dieser unglückseligen Nacht?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch Brunihild, die Ungetreue,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sagt kein Wort, schweigt nun auf Neue.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Mutter redet auf sie ein:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sag mir den Grund, Brunhildilein!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch auch der Mutter bleibt sie eine Antwort schuldig,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
diese schäumt vor Wut, fragt ungeduldig:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was sollen wir den Leuten sagen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wenn nach der Hochzeit sie uns fragen?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maid schweigt weiter, geht auf ihr Zimmer,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Lage, die wird schlimm und schlimmer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn Brunihilde weiß, dass sie ein Kindlein trägt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
in knapp fünf Monden es in der Wiege quäkt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Schande&amp;quot; denkt sie, &amp;quot;Welch ein Graus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie komme ich aus der Sache raus?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich geh ins Wasser!&amp;quot; ihr Entschluss,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sprach&amp;#039;s und ging geschwind zum Fluss.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am nächsten Tag hat der Vater sie gefunden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie aus dem Wasser raus gewunden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu einem Medicus verbracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch der hat nur aufgelacht:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Eine Tote bringt ihr mir? Was soll ich tun?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lasst sie auf dem Nergasacker ruh&amp;#039;n.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater sprach: &amp;quot;Mir ist nicht nach Scherzen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
untersuche ob ein Kind sie trug, unter ihrem Herzen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Medicus untersucht die Tote nun geschwind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann sagt er: &amp;quot;Ja, sie erwartete ein Kind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In vier, fünf Monden wär`s soweit gewesen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das kann ich an dem Körper lesen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater nickt, bezahlt den Mann, und nimmt die Leich&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bringt sie zum Nergasacker dann sogleich.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch Nergas Diener schicken ihn fort:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Begrabt sie einem anderen Ort!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nerga hasst jene, die sich selbst des Lebens berauben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das weiß der Vater, durch seinen tiefen Götterglauben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es schwillt die Wut ganz tief in ihm,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er denkt: Der Joost war mit Brunihild intim,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dafür sollte er nun bezahlen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn er verursacht diese Qualen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Leich&amp;#039; der Tochter in den Armen, die Augen voller Schmerz,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
stellt er den Joost und ohne Fragen, sticht er ihm `nen Dolch ins Herz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Richter nach acht langen Wochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat den Vater freigesprochen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn, so sprach der weise Mann:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bin selber Vater und daher ich verstehen kann,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was ihn zu dieser Tat gebracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vielleicht hätt`ich&amp;#039;s ebenso gemacht?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Betrüge den Verlobten nicht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eifersucht bei einem Mann,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gar schlimme Folgen haben kann!&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der Sohn der Maar-Fiar&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sein Clan längst erloschen, seine Geschichte dieses Lied bewahr. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Maar-Fiar waren Jäger, Jäger am Meer, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihre hölzernen Kanus glitten pfeilschnell umher. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, der stolze Aiva&amp;#039;un, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der verehrte gar sehr Lunin und auch den goldenen Lun, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
War nur Lunin, nicht Lun, am Nachthimmel zu sehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so wussten die Maar-Fiar: Es ist Zeit, auf die Jagd zu gehen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er und die Gefährten schoben ihre Kanus in die Wellen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
im Wissen, das Lunin ihren Weg wird erhellen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vier saßen in den Kanus, ob Mann, ob Frau,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zwei lenkten durch die Wogen, zwei spähten hinaus ins Grau. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Netzen und Angeln machten sie reiche Beute, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vom Ausmaß ihres Fangs erzählt man sich noch heute. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Speere und Spieße waren stets messerscharf gewetzt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
damit auch Raubfisch, kein Hai ihre Netze zerfetzt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eroberer und Mörder schlichen heran in dunkler Nacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als weder Lunin noch Lun den Himmel bewacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie drangen gewaltsam ein in Takoyas Haus, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
löschten zunächst seiner Familie die Lebenslichter aus. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gefesselt und geknebelt, gezwungen zuzusehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie all die Untaten vor seinen Augen geschehen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vom Schmerz wie von Sinnen, von Wut angefacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er das Unmögliche dennoch vollbracht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er zerriss seine Fesseln, spuckte den Knebel aus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
erschlug jeden Qim‑Mas, den er fand im Haus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er war nicht zu halten, von der Rache beseelt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
seine Muskeln und Sehnen in Eisen gestählt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch als er im Haus sein Werk vollbracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
trat er hinaus in die stockdunkle Nacht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Dutzend Qim‑Mas rangen den wilden Takoya nieder,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er starb – doch sein Pan‑Teon lebt fort, davon künden die Lieder. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Maar‑Fiar, den stolzen Jägern der Meere,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gebührt auf ewig unsere stille Ehre.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein ganzer Clan, gefallen durch fremde Horden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
durch wilde Feinde, die nur brandschatzen und morden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in der alten Heimat der Maar-Fiar, das weiß jedes Kind, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weht nun an allen Orten eine fremde Flagge im Wind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Grauländer, diese Qim-Mas, wohnen nun dort, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Geister der Maar-Fiar hüten jeden Ort. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der Ring des Räubers &amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht weit von hier in einem tiefen Tal,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da wohnte eine Maid im Wald an einem Wasserfall. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie war so schön, so schön wie Milch und Blut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von ganzem Herzen war sie einem Manne gut. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du armes Kind, du dauerst meine Seele. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weil ich nur ein Räuber bin, wohn&amp;#039; in einer Höhle&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Du kannst fürwahr nicht länger bei mir sein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ich muss jetzt fort, tief in den Wald hinein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nimm diesen Ring, und sollte man dich fragen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so sag&amp;#039; ein Räuber habe ihn getragen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der dich geliebt, geliebt bei Tag und Nacht&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der so manchen um Hab und Gut gebracht&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sprach er nach vielen Monden zu ihr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nach so  vielen Tagen und Nächten mit Pläsier, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihr half kein Wehen und auch kein Klagen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie musste seinen Weggang weinend ertragen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schöne tat, was der Geliebte ihr gesagt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging zurück zu ihrem Dorf, tieftraurig verzagt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie zeigte den Leuten den güldenen Ring, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das vermaledeite wertvolle, aber gestohlene Ding. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie weinte: &amp;quot;Der Räuber, den ich geliebt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat ihn getragen bei Tag und auch bei Nacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der so  manchen um Hab und Gut gebracht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat mich geliebt, bei Tag und auch bei Nacht.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Leute im Dorf waren empört, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht die Liebe an sich hat sie gestört, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aber, dass sie einem Räuber galt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dieses man eine Sünde schalt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sprachen: &amp;quot;Geh in den Tempel, törichte Maid &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und klag den Geweihten dort dein Leid, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Ring, den spende an die Götter, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann verstummen auch die Spötter.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie kann man einen Räuber lieben, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Unglückseliges Kind, was hat dich umgetrieben?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maid weinte bitter und lange, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vor der Zukunft war ihr sehr bange. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Verlust des Liebsten hat sie schon entsetzt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
war sie nun zusätzlich Hohn und Spott ausgesetzt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie trat in einen heiligen Orden ein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um eine Dienerin für die Götter zu sein. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So lebt sie nun dorten, fleißig und fromm,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Jahre verrinnen, die Welt bleibt ihr stumm.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch manchmal im Dunkel, wenn die Kerzen vergeh’n,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
meint sie den Räuber wie im Traume zu seh’n.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann flüstert sie leise, so sanft wie der Wind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass Herzen nicht wählen, wohin sie bestimmt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und tief in ihr drinnen, verborgen und sacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
lebt weiter die Liebe bei Tag und bei Nacht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der treue Hund&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr Leute, lasset mich berichten, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von gar wundersamen Geschichten, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine tue ich Euch nun kund, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie ist zu Orstoc einst geschehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ihr Held, das war ein Hund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein reicher Bauer mit dem Namen Friedrich Klein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kehrte nach dem Marktbesuch in ein Wirtshaus ein. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er hatte Vieh verkauft, trug bei sich den Erlös, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das rochen in der Schenke zwei Räuber, bitterbös. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als nun der reiche Bauer des Nachts zu Bette ging, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
beschlossen diese Räuber zu drehen ein schlimmes Ding. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie schlichen im Gasthaus in seine Kammer hinein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und drangen mit ihren Messern bedrohlich ein auf Friedrich Klein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schon packten ihn die Schlimmen, an seiner bloßen Kehle, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da schrie mit letzten Kräften, Friedrich die Angst sich von der Seele &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das hörte im Stalle, nicht sein Knecht aber der treue Hund, .&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er riss sich von der Kette und schon er in der Kammer stund &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bevor die Mörder die Messer setzten an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er stürzt sich auf die Kerle und rettet so den Mann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ward überwältigt, die böse Mörderbrut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu Orstoc, auf dem Richtblock, da floss zum Lohn ihr Blut. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch in dem Kampf fügten sie dem treuen Tier zu eine böse Wund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und schon am nächsten Tage da starb der arme Hund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es setzt in seinem Garten, der Bauer Klein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dem treuen braven Hunde aus Marmor einen Stein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darauf stand geschrieben dieses hier: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Viel treuer als die Menschen ist oft ein Hundetier. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Die Geschichte vom Räuber Hannes&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es sagt einst ein Kind zur seiner Großmama: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wenn ich erwachsen bin, was werd ich da?  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hab wenig Lust auf Feldarbeit. Kann ich vielleicht ein Räuber sein? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Muss wenig tun, nur ein bisschen rauben. Das wär&amp;#039; einfach und sehr fein.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Alte wiegt besorgt den Kopf, streichelt sanft den Enkelsohn. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich erzähl dir &amp;#039;ne Geschichte, die beantwortet deine Frage schon.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lehnt sich zurück, dann hebt sie an und sie erzählt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Geschichte vom Räuber Hannes hat sie gewählt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch des Waldes düstre Gründe auf naturverschlungnem Pfaden  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wandelt eine Magd zum Markt nach Vellhafen mit schmerzenden Waden. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hui, da plötzlich stürmt des Banditen kühner Sohn aus dem Geheg, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
scharf bewehrt bis an die Zähne, und vertritt ihr flugs den Weg. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Seid Ihr&amp;quot;, fragt die Frau erblassend, einer dunklen Ahnung voll, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;nicht vielleicht der Räuber Hannes, der allhier grassieren soll?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ja, ich bin´s, du Unglücksel´ge, ja, ich bin´s, der sich dir zeigt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und du bist diejen´ge, welche sich nun vor mir verneigt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn mit hochwillkomm´ner Beute nahst du mir zu guter Stund!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sprachs und nahm ihr weg den Korb, durchwühlt ihn schnell bis auf den Grund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wie Schuppen von den Augen fällt´s der schlichten Magd sogleich: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ihr seid Hannes!&amp;quot;, ruft sie bleich. &amp;quot;Bin es!&amp;quot; spricht der Räuber weich. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bin´s und sage dir noch dieses: ich töte dich du dummes Weib, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bringst du mir nicht auf dem Rückweg Gold, ramm ich meinen Dolch in deinen Leib.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Magd wird blass und blässer und eilt zum Markt, sucht den Büttel Reodan, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
findet ihn, fragt ängstlich dann, ob er ihr wohl helfen kann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jener stimmt zu, sie zu begleiten, denn den Räuber will er fangen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
baumeln soll der Räuber Hannes, an dem Galgen soll er hangen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesagt, getan und aus dem Walde eilt der Hannes schnell heran, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn er sieht nur das Mägdelein und nicht den guten Reodan. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jener hat sich vorher schon gut versteckt hinter einer dicken Eich, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er springt heraus, macht sich ganz groß und packt sogleich, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann den Räuber Hannes fest am Arm und am Halse an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
damit der Bösewicht dem harten Griffe nicht entweichen kann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Schurke! Hab dich!&amp;quot; so donnert er, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Nun entkommst du mir nicht mehr!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Mit des Seilers Tochter mach ich dich bekannt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aufatmen wird das ganze Land.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Werde besser Räuber nicht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sonst landet man am Ende nur an einem Strick und baumelt dann im Wind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Drum werde artig und bleib brav, sonst kommt Reodan mein Kind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gassen- und Handwerkslieder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesen Liedern besingt Walter das Leben der einfachen Leute: Handwerker, Händler, Hafenarbeiter und all jene, die in den Straßen und Gassen Vellhafens ihren Alltag bestreiten. Die Stücke sind oft humorvoll, manchmal rau, aber stets voller Wärme für die Menschen, die sie porträtieren. Viele davon entstanden unterwegs, zwischen Marktständen, Werkstätten und Tavernen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Das Lumpensammlerlied des Willem Willink&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Gott Pares hat mich verdammt auf Erden, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein Hader- und Lumpensammler zu werden. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin Willem Willink, ja seht mich nur an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein Lumpenkerl, ein armer, doch ehrlicher Mann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit verschossener Jacke, zerrissener Hose, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ja starrt mich ruhig an – ich bin keine Mimose. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist mir lieber, als wenn ihr verächtlich wegseht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als wär ich nur Dreck, den man mit Füßen wegfegt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Manch einer hält Nase und Maul mit dem Tuche bedeckt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil mein Duft ihn erschreckt und seine Sinne befleckt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch nach Ambra und Moschus kann ich nicht duften,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
muss für Hadern und Lumpen tagtäglich schuften.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bin kein feiner Pflastertreter mit Gold und mit Muße –&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Glück war bei anderen auf besserem Fuße.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hab des Lebens Mühsal bis zur Neige geleert,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch blieb ich stets ehrlich, hab mich nie beschwert.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Meer der Schmerzen bin ich geschwommen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf einem Lumpensack dann zu liegen gekommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun stapf ich durch Vellhafens Gassen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um eure alten Tücher und Kleider zu fassen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bringt mir ruhig ungewaschen, ungekrumpen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
eure Lappen, Fetzen, Flecken und Lumpen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Alles rein in den Sack – man macht daraus Papier:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eingeweicht, gestampft, gegautscht – harte Arbeit, kein Pläsier.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dann geschöpft, gepresst, getrocknet – ein neues Werk erschaffen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
verkauft an Schreiber, Pfeffersäcke und auch an die Pfaffen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin Willem Willink, pack Lumpen in meinen Sack,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und bin schon wieder fort – schwuppdiwupp, zackzack!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Belbrücks&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Belbrücks sind kurze, scherzhafte Fünfzeiler, die in Antamar weit verbreitet sind. Walter sammelt sie seit seiner Jugend und dichtet selbst unzählige neue, meist über Orte, Menschen oder Begebenheiten, die ihm auf seinen Reisen begegnen. Sie folgen einer festen Reimform und werden in Tavernen gern laut mitgesprochen — oft zur großen Freude des Publikums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Heiliges Kaiserreich&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst Mädchen aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bragen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die wollt&amp;#039; was Besonderes wagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie sucht nach `nem Gatten im Kurier,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
jetzt hat sie nicht einen, sondern gleich vier,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die sich täglich übers Essen beklagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war mal ein Bauer aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ackerheim&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der machte in jeden Satz &amp;#039;nen Reim. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und als sein Haar wurde lichter, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da nannte er sich einen Dichter &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und blieb den ganzen Tag daheim. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Kind in &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kirchflecken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das wollte die Welt noch entdecken.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es konnte krabbeln, noch nich´ so gut laufen  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und purzelte prompt in jeden Misthaufen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und erschreckte wandernde Recken. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Oma aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Siebenbrück&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der bastelt der Sohn eine feine Krück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hat Oma hocherfreut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aber den Sohn hat&amp;#039;s gereut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn die Oma haute damit Leute in Stück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Junge aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Amartrutz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der nahm immer alle Gauner in Schutz, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als Mann er studierte, wurd&amp;#039; Rechtsanwalt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Gauner haben ihn nun bezahlt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und schon nannt&amp;#039; ihn keiner mehr Nichtsnutz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Thelessa&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gute Fürst aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Faelughaven&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
muss wie jeder in der Nacht auch schlafen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um dann sanft in den Schlaf zu gleiten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hilft dem gute Fürst beizeiten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Zählen von weißen Schafen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Orklande&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es zogen einst drei Kelten nach Westen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu suchen &amp;#039;nen Vierten, wenn möglich den Besten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie fanden ihn nah dem &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Orken-Lande&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht mittig sondern eher am Rande,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
im Eichenbaum sitzend auf Ästen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Vellhafener Städtebund&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Königreich Lothrinien&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Pferdehirt aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Belbrück&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das war ein rechter Franz im Glück, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als von der Weide eine Herde Pferde wurde geklaut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er sich gründlich umgeschaut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und brachte sie, heil und am Stück, zurück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Adelsrepublik Grauland&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Jungfer aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Surquell&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die war ganz besonders schnell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Da kam ein Jüngling aus Untermoor, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der setzte ihr nen Floh ins Ohr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und zog sie nieder auf sein Schafsfell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Dûn-Reich&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Hund in &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tsakmur&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der ging allen auf die Hutschnur. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weil er bellte und jaulte, immer und stets, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging er den Leuten dort schwer auf den Keks. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die schickten den Jauler in die Wüste zur Kur.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tica</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.antamar.eu/index.php?title=Liedgut_des_Barden_Walter_von_der_Salzwiese&amp;diff=126526</id>
		<title>Liedgut des Barden Walter von der Salzwiese</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.antamar.eu/index.php?title=Liedgut_des_Barden_Walter_von_der_Salzwiese&amp;diff=126526"/>
		<updated>2026-02-16T14:16:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tica: /* Walter von der Salzwiese – Barde aus Vellhafen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Walter von der Salzwiese – Barde aus Vellhafen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walter von der Salzwiese gilt als einer der hoffnungsvollsten jungen Spielleute Vellhafens. Mit seinen gerade einmal erwachsenen Jahren hat er sich bereits einen Ruf erarbeitet, der manch älteren Barden neidisch werden lässt. Freundlich im Wesen, mit einer klaren, warmen Stimme und einem Talent, das Zuhörer mühelos in seinen Bann zieht, ist er in Schenken, auf Märkten und bei Festen gern gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein erstes Werk, „Das Lied von Brunihild“, verbreitete sich rasch über die Grenzen Vellhafens hinaus und wurde zu einem antamarweit bekannten Gassenhauer. Schon als Junge schickte Walter seine Verse und Melodien an den Vellhafener Kurier und erhielt dort früh Anerkennung für seine Dicht- und Vortragskunst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Herkunft und Familie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walter stammt aus Ismar, wo sein Vater Hein von der Salzwiese einen erfolgreichen Hof bewirtschaftet. Die Schafe der Familie grasen auf den salzhaltigen Wiesen Ismars, was dem Fleisch der berühmten Salzlämmer einen besonderen Geschmack verleiht. Wohlstand und Fleiß prägen Walters Herkunft, und es mangelte der Familie nie an etwas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein künstlerisches Talent verdankt Walter vor allem seiner Mutter Irina, die einst als Bardin unter dem Beinamen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;„Die Lerche aus Ismar“&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bekannt war. Sie tritt heute nicht mehr öffentlich auf, doch ihre Stimme und ihr Gespür für Melodie leben in ihrem Sohn weiter. Walters Brüder hingegen blieben der Landwirtschaft treu und führen den elterlichen Hof fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hinweis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die hier aufgeführten Lieder und Verse stammen — mit wenigen Ausnahmen (die aber immer extra gekennzeichnet sind)  — aus meiner eigener Feder.&lt;br /&gt;
Der Barde Walter von der Salzwiese wird im Spiel von mir verkörpert. Tica&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Balladen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
Walters Balladen erzählen von Liebe, Schicksal, Heldentum und den stillen Tragödien des Alltags. Sie sind länger gefasste Erzählgedichte, die oft auf wahren Begebenheiten beruhen oder von alten Sagen inspiriert wurden. Mit klarer Stimme und feinem Gespür für Stimmung trägt Walter sie auf Märkten, in Schenken und bei Festen vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Das Lied von Brunihild&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
War einst ein kleines Schneiderlein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das konnt schneidern, mit Stichlein fein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und dieses kleine Schneiderlein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging Nächtens in den Wald hinein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dort traf er sich mit Brunihild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die beiden trieben es dort wild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf einer Lichtung unerlaubt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er die Unschuld ihr geraubt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bruni aber war dem Joost versprochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der, der hatt&amp;#039; bald Lunt&amp;#039; gerochen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es kam, wie es dann kommen musste:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Joost, der ahnte, wenn auch nicht wusste,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass Brunihild ihn dreist belogen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und wahrscheinlich auch betrogen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er will es wissen, noch genauer,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und legt sich Nächtens auf die Lauer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Genau vor Brunihildes Elternhaus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und richtig, kaum war&amp;#039;s dunkel, trat sie hinaus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grimmig sieht Joost wie seine Braut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die selbst des Nachts sehr schön ausschaut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sich im Walde mit einem Schneider trifft,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihn gar küsst und herzt, das blonde Gift.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es schmerzt ihn sehr, er leidet Pein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie er so sieht sein Brunilein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Hals ihm schwillt und er sieht rot,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
stürmt auf die Lichtung: Schneider tot!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es heult und schreit die Braut vom Joost:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du Mörder! Bist du noch bei Trost?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch Joost, der schaut sie lange an,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kalt und böse sagt er dann:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du nahmst meinen Ring, warst mir versprochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bist mit dem Schneider hier ins Laub gekrochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hast ihn geküsst, geherzet sehr&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weißt du, dich will ich gar nicht mehr!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brunihilde, die war fassungslos,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
drehte sich um und rannte los.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach Hause will ich, denkt die Maid&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und rafft dann flugs das lange Kleid,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und sie rennet schnell und schneller,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zuhaus geht`s zunächst mal in den Keller.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wäscht aus das Kleid, besudelt von des Schneiders Blut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
lauscht nach oben, ob der Joost ihr womöglich folgen tut.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Joost jedoch, der will nur die Verlobung lösen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gleichgültig ihm ist, ob im Guten oder Bösen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Egal, ob sie ihn anzeigt, dieses Weib&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hauptsache sie bleibt ihm nun vom Leib.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am Elternhaus der Brunihild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ruft er laut und fuchtelt wild,:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich möchte meinen Ring zurück,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von diesem ungetreuen Stück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es wird keine Hochzeit geben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so eine heirat´ ich nie im Leben.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vater und Mutter sind bass erstaunt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was der Joost da ausposaunt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie befragen dann ihr Kind und schau&amp;#039;n es ratlos an:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sag uns Brunihild, was hast du nur getan,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass der Joost dich untreu schilt?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Setz uns bitte mal ins Bild.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Maid, die schweigt, nimmt kreidebleich&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Ring vom Finger dann sogleich.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vater gibt den Schmuck zurück,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf das er andere Hände schmück&amp;#039;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Joost läuft nun geschwind davon,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und dann brüllt der Vater schon:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was sollen denn die Leute denken?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Musstest du den Joost so kränken?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kind was hast du bloß gemacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
in dieser unglückseligen Nacht?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch Brunihild, die Ungetreue,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sagt kein Wort, schweigt nun auf Neue.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Mutter redet auf sie ein:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sag mir den Grund, Brunhildilein!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch auch der Mutter bleibt sie eine Antwort schuldig,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
diese schäumt vor Wut, fragt ungeduldig:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was sollen wir den Leuten sagen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wenn nach der Hochzeit sie uns fragen?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maid schweigt weiter, geht auf ihr Zimmer,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Lage, die wird schlimm und schlimmer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn Brunihilde weiß, dass sie ein Kindlein trägt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
in knapp fünf Monden es in der Wiege quäkt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Schande&amp;quot; denkt sie, &amp;quot;Welch ein Graus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie komme ich aus der Sache raus?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich geh ins Wasser!&amp;quot; ihr Entschluss,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sprach&amp;#039;s und ging geschwind zum Fluss.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am nächsten Tag hat der Vater sie gefunden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie aus dem Wasser raus gewunden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu einem Medicus verbracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch der hat nur aufgelacht:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Eine Tote bringt ihr mir? Was soll ich tun?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lasst sie auf dem Nergasacker ruh&amp;#039;n.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater sprach: &amp;quot;Mir ist nicht nach Scherzen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
untersuche ob ein Kind sie trug, unter ihrem Herzen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Medicus untersucht die Tote nun geschwind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann sagt er: &amp;quot;Ja, sie erwartete ein Kind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In vier, fünf Monden wär`s soweit gewesen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das kann ich an dem Körper lesen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater nickt, bezahlt den Mann, und nimmt die Leich&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bringt sie zum Nergasacker dann sogleich.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch Nergas Diener schicken ihn fort:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Begrabt sie einem anderen Ort!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nerga hasst jene, die sich selbst des Lebens berauben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das weiß der Vater, durch seinen tiefen Götterglauben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es schwillt die Wut ganz tief in ihm,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er denkt: Der Joost war mit Brunihild intim,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dafür sollte er nun bezahlen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn er verursacht diese Qualen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Leich&amp;#039; der Tochter in den Armen, die Augen voller Schmerz,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
stellt er den Joost und ohne Fragen, sticht er ihm `nen Dolch ins Herz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Richter nach acht langen Wochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat den Vater freigesprochen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn, so sprach der weise Mann:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bin selber Vater und daher ich verstehen kann,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was ihn zu dieser Tat gebracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vielleicht hätt`ich&amp;#039;s ebenso gemacht?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Betrüge den Verlobten nicht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eifersucht bei einem Mann,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gar schlimme Folgen haben kann!&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der Sohn der Maar-Fiar&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sein Clan längst erloschen, seine Geschichte dieses Lied bewahr. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Maar-Fiar waren Jäger, Jäger am Meer, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihre hölzernen Kanus glitten pfeilschnell umher. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, der stolze Aiva&amp;#039;un, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der verehrte gar sehr Lunin und auch den goldenen Lun, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
War nur Lunin, nicht Lun, am Nachthimmel zu sehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so wussten die Maar-Fiar: Es ist Zeit, auf die Jagd zu gehen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er und die Gefährten schoben ihre Kanus in die Wellen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
im Wissen, das Lunin ihren Weg wird erhellen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vier saßen in den Kanus, ob Mann, ob Frau,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zwei lenkten durch die Wogen, zwei spähten hinaus ins Grau. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Netzen und Angeln machten sie reiche Beute, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vom Ausmaß ihres Fangs erzählt man sich noch heute. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Speere und Spieße waren stets messerscharf gewetzt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
damit auch Raubfisch, kein Hai ihre Netze zerfetzt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eroberer und Mörder schlichen heran in dunkler Nacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als weder Lunin noch Lun den Himmel bewacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie drangen gewaltsam ein in Takoyas Haus, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
löschten zunächst seiner Familie die Lebenslichter aus. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gefesselt und geknebelt, gezwungen zuzusehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie all die Untaten vor seinen Augen geschehen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vom Schmerz wie von Sinnen, von Wut angefacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er das Unmögliche dennoch vollbracht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er zerriss seine Fesseln, spuckte den Knebel aus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
erschlug jeden Qim‑Mas, den er fand im Haus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er war nicht zu halten, von der Rache beseelt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
seine Muskeln und Sehnen in Eisen gestählt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch als er im Haus sein Werk vollbracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
trat er hinaus in die stockdunkle Nacht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Dutzend Qim‑Mas rangen den wilden Takoya nieder,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er starb – doch sein Pan‑Teon lebt fort, davon künden die Lieder. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Maar‑Fiar, den stolzen Jägern der Meere,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gebührt auf ewig unsere stille Ehre.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein ganzer Clan, gefallen durch fremde Horden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
durch wilde Feinde, die nur brandschatzen und morden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in der alten Heimat der Maar-Fiar, das weiß jedes Kind, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weht nun an allen Orten eine fremde Flagge im Wind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Grauländer, diese Qim-Mas, wohnen nun dort, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Geister der Maar-Fiar hüten jeden Ort. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der Ring des Räubers &amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht weit von hier in einem tiefen Tal,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da wohnte eine Maid im Wald an einem Wasserfall. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie war so schön, so schön wie Milch und Blut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von ganzem Herzen war sie einem Manne gut. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du armes Kind, du dauerst meine Seele. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weil ich nur ein Räuber bin, wohn&amp;#039; in einer Höhle&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Du kannst fürwahr nicht länger bei mir sein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ich muss jetzt fort, tief in den Wald hinein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nimm diesen Ring, und sollte man dich fragen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so sag&amp;#039; ein Räuber habe ihn getragen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der dich geliebt, geliebt bei Tag und Nacht&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der so manchen um Hab und Gut gebracht&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sprach er nach vielen Monden zu ihr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nach so  vielen Tagen und Nächten mit Pläsier, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihr half kein Wehen und auch kein Klagen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie musste seinen Weggang weinend ertragen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schöne tat, was der Geliebte ihr gesagt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging zurück zu ihrem Dorf, tieftraurig verzagt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie zeigte den Leuten den güldenen Ring, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das vermaledeite wertvolle, aber gestohlene Ding. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie weinte: &amp;quot;Der Räuber, den ich geliebt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat ihn getragen bei Tag und auch bei Nacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der so  manchen um Hab und Gut gebracht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat mich geliebt, bei Tag und auch bei Nacht.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Leute im Dorf waren empört, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht die Liebe an sich hat sie gestört, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aber, dass sie einem Räuber galt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dieses man eine Sünde schalt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sprachen: &amp;quot;Geh in den Tempel, törichte Maid &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und klag den Geweihten dort dein Leid, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Ring, den spende an die Götter, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann verstummen auch die Spötter.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie kann man einen Räuber lieben, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Unglückseliges Kind, was hat dich umgetrieben?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maid weinte bitter und lange, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vor der Zukunft war ihr sehr bange. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Verlust des Liebsten hat sie schon entsetzt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
war sie nun zusätzlich Hohn und Spott ausgesetzt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie trat in einen heiligen Orden ein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um eine Dienerin für die Götter zu sein. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So lebt sie nun dorten, fleißig und fromm,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Jahre verrinnen, die Welt bleibt ihr stumm.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch manchmal im Dunkel, wenn die Kerzen vergeh’n,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
meint sie den Räuber wie im Traume zu seh’n.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann flüstert sie leise, so sanft wie der Wind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass Herzen nicht wählen, wohin sie bestimmt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und tief in ihr drinnen, verborgen und sacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
lebt weiter die Liebe bei Tag und bei Nacht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der treue Hund&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr Leute, lasset mich berichten, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von gar wundersamen Geschichten, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine tue ich Euch nun kund, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie ist zu Orstoc einst geschehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ihr Held, das war ein Hund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein reicher Bauer mit dem Namen Friedrich Klein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kehrte nach dem Marktbesuch in ein Wirtshaus ein. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er hatte Vieh verkauft, trug bei sich den Erlös, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das rochen in der Schenke zwei Räuber, bitterbös. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als nun der reiche Bauer des Nachts zu Bette ging, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
beschlossen diese Räuber zu drehen ein schlimmes Ding. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie schlichen im Gasthaus in seine Kammer hinein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und drangen mit ihren Messern bedrohlich ein auf Friedrich Klein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schon packten ihn die Schlimmen, an seiner bloßen Kehle, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da schrie mit letzten Kräften, Friedrich die Angst sich von der Seele &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das hörte im Stalle, nicht sein Knecht aber der treue Hund, .&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er riss sich von der Kette und schon er in der Kammer stund &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bevor die Mörder die Messer setzten an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er stürzt sich auf die Kerle und rettet so den Mann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ward überwältigt, die böse Mörderbrut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu Orstoc, auf dem Richtblock, da floss zum Lohn ihr Blut. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch in dem Kampf fügten sie dem treuen Tier zu eine böse Wund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und schon am nächsten Tage da starb der arme Hund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es setzt in seinem Garten, der Bauer Klein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dem treuen braven Hunde aus Marmor einen Stein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darauf stand geschrieben dieses hier: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Viel treuer als die Menschen ist oft ein Hundetier. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Die Geschichte vom Räuber Hannes&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es sagt einst ein Kind zur seiner Großmama: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wenn ich erwachsen bin, was werd ich da?  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hab wenig Lust auf Feldarbeit. Kann ich vielleicht ein Räuber sein? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Muss wenig tun, nur ein bisschen rauben. Das wär&amp;#039; einfach und sehr fein.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Alte wiegt besorgt den Kopf, streichelt sanft den Enkelsohn. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich erzähl dir &amp;#039;ne Geschichte, die beantwortet deine Frage schon.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lehnt sich zurück, dann hebt sie an und sie erzählt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Geschichte vom Räuber Hannes hat sie gewählt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch des Waldes düstre Gründe auf naturverschlungnem Pfaden  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wandelt eine Magd zum Markt nach Vellhafen mit schmerzenden Waden. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hui, da plötzlich stürmt des Banditen kühner Sohn aus dem Geheg, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
scharf bewehrt bis an die Zähne, und vertritt ihr flugs den Weg. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Seid Ihr&amp;quot;, fragt die Frau erblassend, einer dunklen Ahnung voll, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;nicht vielleicht der Räuber Hannes, der allhier grassieren soll?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ja, ich bin´s, du Unglücksel´ge, ja, ich bin´s, der sich dir zeigt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und du bist diejen´ge, welche sich nun vor mir verneigt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn mit hochwillkomm´ner Beute nahst du mir zu guter Stund!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sprachs und nahm ihr weg den Korb, durchwühlt ihn schnell bis auf den Grund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wie Schuppen von den Augen fällt´s der schlichten Magd sogleich: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ihr seid Hannes!&amp;quot;, ruft sie bleich. &amp;quot;Bin es!&amp;quot; spricht der Räuber weich. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bin´s und sage dir noch dieses: ich töte dich du dummes Weib, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bringst du mir nicht auf dem Rückweg Gold, ramm ich meinen Dolch in deinen Leib.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Magd wird blass und blässer und eilt zum Markt, sucht den Büttel Reodan, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
findet ihn, fragt ängstlich dann, ob er ihr wohl helfen kann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jener stimmt zu, sie zu begleiten, denn den Räuber will er fangen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
baumeln soll der Räuber Hannes, an dem Galgen soll er hangen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesagt, getan und aus dem Walde eilt der Hannes schnell heran, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn er sieht nur das Mägdelein und nicht den guten Reodan. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jener hat sich vorher schon gut versteckt hinter einer dicken Eich, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er springt heraus, macht sich ganz groß und packt sogleich, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann den Räuber Hannes fest am Arm und am Halse an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
damit der Bösewicht dem harten Griffe nicht entweichen kann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Schurke! Hab dich!&amp;quot; so donnert er, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Nun entkommst du mir nicht mehr!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Mit des Seilers Tochter mach ich dich bekannt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aufatmen wird das ganze Land.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Werde besser Räuber nicht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sonst landet man am Ende nur an einem Strick und baumelt dann im Wind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Drum werde artig und bleib brav, sonst kommt Reodan mein Kind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gassen- und Handwerkslieder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesen Liedern besingt Walter das Leben der einfachen Leute: Handwerker, Händler, Hafenarbeiter und all jene, die in den Straßen und Gassen Vellhafens ihren Alltag bestreiten. Die Stücke sind oft humorvoll, manchmal rau, aber stets voller Wärme für die Menschen, die sie porträtieren. Viele davon entstanden unterwegs, zwischen Marktständen, Werkstätten und Tavernen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Das Lumpensammlerlied des Willem Willink&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Gott Pares hat mich verdammt auf Erden, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein Hader- und Lumpensammler zu werden. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin Willem Willink, ja seht mich nur an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein Lumpenkerl, ein armer, doch ehrlicher Mann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit verschossener Jacke, zerrissener Hose, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ja starrt mich ruhig an – ich bin keine Mimose. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist mir lieber, als wenn ihr verächtlich wegseht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als wär ich nur Dreck, den man mit Füßen wegfegt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Manch einer hält Nase und Maul mit dem Tuche bedeckt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil mein Duft ihn erschreckt und seine Sinne befleckt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch nach Ambra und Moschus kann ich nicht duften,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
muss für Hadern und Lumpen tagtäglich schuften.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bin kein feiner Pflastertreter mit Gold und mit Muße –&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Glück war bei anderen auf besserem Fuße.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hab des Lebens Mühsal bis zur Neige geleert,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch blieb ich stets ehrlich, hab mich nie beschwert.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Meer der Schmerzen bin ich geschwommen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf einem Lumpensack dann zu liegen gekommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun stapf ich durch Vellhafens Gassen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um eure alten Tücher und Kleider zu fassen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bringt mir ruhig ungewaschen, ungekrumpen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
eure Lappen, Fetzen, Flecken und Lumpen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Alles rein in den Sack – man macht daraus Papier:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eingeweicht, gestampft, gegautscht – harte Arbeit, kein Pläsier.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dann geschöpft, gepresst, getrocknet – ein neues Werk erschaffen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
verkauft an Schreiber, Pfeffersäcke und auch an die Pfaffen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin Willem Willink, pack Lumpen in meinen Sack,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und bin schon wieder fort – schwuppdiwupp, zackzack!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Belbrücks&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Belbrücks sind kurze, scherzhafte Fünfzeiler, die in Antamar weit verbreitet sind. Walter sammelt sie seit seiner Jugend und dichtet selbst unzählige neue, meist über Orte, Menschen oder Begebenheiten, die ihm auf seinen Reisen begegnen. Sie folgen einer festen Reimform und werden in Tavernen gern laut mitgesprochen — oft zur großen Freude des Publikums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Heiliges Kaiserreich&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst Mädchen aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bragen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die wollt&amp;#039; was Besonderes wagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie sucht nach `nem Gatten im Kurier,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
jetzt hat sie nicht einen, sondern gleich vier,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die sich täglich übers Essen beklagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war mal ein Bauer aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ackerheim&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der machte in jeden Satz &amp;#039;nen Reim. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und als sein Haar wurde lichter, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da nannte er sich einen Dichter &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und blieb den ganzen Tag daheim. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Kind in &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kirchflecken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das wollte die Welt noch entdecken.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es konnte krabbeln, noch nich´ so gut laufen  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und purzelte prompt in jeden Misthaufen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und erschreckte wandernde Recken. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Oma aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Siebenbrück&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der bastelt der Sohn eine feine Krück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hat Oma hocherfreut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aber den Sohn hat&amp;#039;s gereut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn die Oma haute damit Leute in Stück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Junge aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Amartrutz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der nahm immer alle Gauner in Schutz, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als Mann er studierte, wurd&amp;#039; Rechtsanwalt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Gauner haben ihn nun bezahlt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und schon nannt&amp;#039; ihn keiner mehr Nichtsnutz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Thelessa&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gute Fürst aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Faelughaven&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
muss wie jeder in der Nacht auch schlafen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um dann sanft in den Schlaf zu gleiten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hilft dem gute Fürst beizeiten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Zählen von weißen Schafen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Orklande&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es zogen einst drei Kelten nach Westen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu suchen &amp;#039;nen Vierten, wenn möglich den Besten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie fanden ihn nah dem &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Orken-Lande&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht mittig sondern eher am Rande,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
im Eichenbaum sitzend auf Ästen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Vellhafener Städtebund&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Königreich Lothrinien&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Pferdehirt aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Belbrück&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das war ein rechter Franz im Glück, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als von der Weide eine Herde Pferde wurde geklaut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er sich gründlich umgeschaut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und brachte sie, heil und am Stück, zurück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Adelsrepublik Grauland&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Jungfer aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Surquell&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die war ganz besonders schnell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Da kam ein Jüngling aus Untermoor, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der setzte ihr nen Floh ins Ohr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und zog sie nieder auf sein Schafsfell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tica</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.antamar.eu/index.php?title=Liedgut_des_Barden_Walter_von_der_Salzwiese&amp;diff=126525</id>
		<title>Liedgut des Barden Walter von der Salzwiese</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.antamar.eu/index.php?title=Liedgut_des_Barden_Walter_von_der_Salzwiese&amp;diff=126525"/>
		<updated>2026-02-16T13:53:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tica: /* Balladen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Walter von der Salzwiese – Barde aus Vellhafen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walter von der Salzwiese gilt als einer der hoffnungsvollsten jungen Spielleute Vellhafens. Mit seinen gerade einmal erwachsenen Jahren hat er sich bereits einen Ruf erarbeitet, der manch älteren Barden neidisch werden lässt. Freundlich im Wesen, mit einer klaren, warmen Stimme und einem Talent, das Zuhörer mühelos in seinen Bann zieht, ist er in Schenken, auf Märkten und bei Festen gern gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein erstes Werk, „Das Lied von Brunihild“, verbreitete sich rasch über die Grenzen Vellhafens hinaus und wurde zu einem antamarweit bekannten Gassenhauer. Schon als Junge schickte Walter seine Verse und Melodien an den Vellhafener Kurier und erhielt dort früh Anerkennung für seine Dicht- und Vortragskunst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Herkunft und Familie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walter stammt aus Ismar, wo sein Vater Hein von der Salzwiese einen erfolgreichen Hof bewirtschaftet. Die Schafe der Familie grasen auf den salzhaltigen Wiesen Ismars, was dem Fleisch der berühmten Salzlämmer einen besonderen Geschmack verleiht. Wohlstand und Fleiß prägen Walters Herkunft, und es mangelte der Familie nie an etwas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein künstlerisches Talent verdankt Walter vor allem seiner Mutter Irina, die einst als Bardin unter dem Beinamen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;„Die Lerche aus Ismar“&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bekannt war. Sie tritt heute nicht mehr öffentlich auf, doch ihre Stimme und ihr Gespür für Melodie leben in ihrem Sohn weiter. Walters Brüder hingegen blieben der Landwirtschaft treu und führen den elterlichen Hof fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Balladen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
Walters Balladen erzählen von Liebe, Schicksal, Heldentum und den stillen Tragödien des Alltags. Sie sind länger gefasste Erzählgedichte, die oft auf wahren Begebenheiten beruhen oder von alten Sagen inspiriert wurden. Mit klarer Stimme und feinem Gespür für Stimmung trägt Walter sie auf Märkten, in Schenken und bei Festen vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Das Lied von Brunihild&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
War einst ein kleines Schneiderlein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das konnt schneidern, mit Stichlein fein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und dieses kleine Schneiderlein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging Nächtens in den Wald hinein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dort traf er sich mit Brunihild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die beiden trieben es dort wild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf einer Lichtung unerlaubt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er die Unschuld ihr geraubt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bruni aber war dem Joost versprochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der, der hatt&amp;#039; bald Lunt&amp;#039; gerochen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es kam, wie es dann kommen musste:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Joost, der ahnte, wenn auch nicht wusste,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass Brunihild ihn dreist belogen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und wahrscheinlich auch betrogen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er will es wissen, noch genauer,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und legt sich Nächtens auf die Lauer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Genau vor Brunihildes Elternhaus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und richtig, kaum war&amp;#039;s dunkel, trat sie hinaus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grimmig sieht Joost wie seine Braut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die selbst des Nachts sehr schön ausschaut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sich im Walde mit einem Schneider trifft,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihn gar küsst und herzt, das blonde Gift.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es schmerzt ihn sehr, er leidet Pein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie er so sieht sein Brunilein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Hals ihm schwillt und er sieht rot,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
stürmt auf die Lichtung: Schneider tot!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es heult und schreit die Braut vom Joost:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du Mörder! Bist du noch bei Trost?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch Joost, der schaut sie lange an,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kalt und böse sagt er dann:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du nahmst meinen Ring, warst mir versprochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bist mit dem Schneider hier ins Laub gekrochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hast ihn geküsst, geherzet sehr&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weißt du, dich will ich gar nicht mehr!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brunihilde, die war fassungslos,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
drehte sich um und rannte los.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach Hause will ich, denkt die Maid&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und rafft dann flugs das lange Kleid,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und sie rennet schnell und schneller,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zuhaus geht`s zunächst mal in den Keller.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wäscht aus das Kleid, besudelt von des Schneiders Blut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
lauscht nach oben, ob der Joost ihr womöglich folgen tut.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Joost jedoch, der will nur die Verlobung lösen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gleichgültig ihm ist, ob im Guten oder Bösen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Egal, ob sie ihn anzeigt, dieses Weib&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hauptsache sie bleibt ihm nun vom Leib.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am Elternhaus der Brunihild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ruft er laut und fuchtelt wild,:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich möchte meinen Ring zurück,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von diesem ungetreuen Stück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es wird keine Hochzeit geben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so eine heirat´ ich nie im Leben.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vater und Mutter sind bass erstaunt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was der Joost da ausposaunt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie befragen dann ihr Kind und schau&amp;#039;n es ratlos an:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sag uns Brunihild, was hast du nur getan,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass der Joost dich untreu schilt?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Setz uns bitte mal ins Bild.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Maid, die schweigt, nimmt kreidebleich&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Ring vom Finger dann sogleich.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vater gibt den Schmuck zurück,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf das er andere Hände schmück&amp;#039;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Joost läuft nun geschwind davon,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und dann brüllt der Vater schon:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was sollen denn die Leute denken?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Musstest du den Joost so kränken?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kind was hast du bloß gemacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
in dieser unglückseligen Nacht?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch Brunihild, die Ungetreue,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sagt kein Wort, schweigt nun auf Neue.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Mutter redet auf sie ein:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sag mir den Grund, Brunhildilein!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch auch der Mutter bleibt sie eine Antwort schuldig,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
diese schäumt vor Wut, fragt ungeduldig:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was sollen wir den Leuten sagen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wenn nach der Hochzeit sie uns fragen?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maid schweigt weiter, geht auf ihr Zimmer,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Lage, die wird schlimm und schlimmer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn Brunihilde weiß, dass sie ein Kindlein trägt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
in knapp fünf Monden es in der Wiege quäkt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Schande&amp;quot; denkt sie, &amp;quot;Welch ein Graus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie komme ich aus der Sache raus?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich geh ins Wasser!&amp;quot; ihr Entschluss,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sprach&amp;#039;s und ging geschwind zum Fluss.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am nächsten Tag hat der Vater sie gefunden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie aus dem Wasser raus gewunden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu einem Medicus verbracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch der hat nur aufgelacht:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Eine Tote bringt ihr mir? Was soll ich tun?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lasst sie auf dem Nergasacker ruh&amp;#039;n.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater sprach: &amp;quot;Mir ist nicht nach Scherzen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
untersuche ob ein Kind sie trug, unter ihrem Herzen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Medicus untersucht die Tote nun geschwind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann sagt er: &amp;quot;Ja, sie erwartete ein Kind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In vier, fünf Monden wär`s soweit gewesen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das kann ich an dem Körper lesen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater nickt, bezahlt den Mann, und nimmt die Leich&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bringt sie zum Nergasacker dann sogleich.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch Nergas Diener schicken ihn fort:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Begrabt sie einem anderen Ort!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nerga hasst jene, die sich selbst des Lebens berauben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das weiß der Vater, durch seinen tiefen Götterglauben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es schwillt die Wut ganz tief in ihm,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er denkt: Der Joost war mit Brunihild intim,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dafür sollte er nun bezahlen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn er verursacht diese Qualen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Leich&amp;#039; der Tochter in den Armen, die Augen voller Schmerz,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
stellt er den Joost und ohne Fragen, sticht er ihm `nen Dolch ins Herz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Richter nach acht langen Wochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat den Vater freigesprochen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn, so sprach der weise Mann:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bin selber Vater und daher ich verstehen kann,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was ihn zu dieser Tat gebracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vielleicht hätt`ich&amp;#039;s ebenso gemacht?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Betrüge den Verlobten nicht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eifersucht bei einem Mann,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gar schlimme Folgen haben kann!&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der Sohn der Maar-Fiar&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sein Clan längst erloschen, seine Geschichte dieses Lied bewahr. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Maar-Fiar waren Jäger, Jäger am Meer, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihre hölzernen Kanus glitten pfeilschnell umher. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, der stolze Aiva&amp;#039;un, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der verehrte gar sehr Lunin und auch den goldenen Lun, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
War nur Lunin, nicht Lun, am Nachthimmel zu sehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so wussten die Maar-Fiar: Es ist Zeit, auf die Jagd zu gehen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er und die Gefährten schoben ihre Kanus in die Wellen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
im Wissen, das Lunin ihren Weg wird erhellen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vier saßen in den Kanus, ob Mann, ob Frau,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zwei lenkten durch die Wogen, zwei spähten hinaus ins Grau. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Netzen und Angeln machten sie reiche Beute, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vom Ausmaß ihres Fangs erzählt man sich noch heute. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Speere und Spieße waren stets messerscharf gewetzt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
damit auch Raubfisch, kein Hai ihre Netze zerfetzt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eroberer und Mörder schlichen heran in dunkler Nacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als weder Lunin noch Lun den Himmel bewacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie drangen gewaltsam ein in Takoyas Haus, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
löschten zunächst seiner Familie die Lebenslichter aus. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gefesselt und geknebelt, gezwungen zuzusehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie all die Untaten vor seinen Augen geschehen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vom Schmerz wie von Sinnen, von Wut angefacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er das Unmögliche dennoch vollbracht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er zerriss seine Fesseln, spuckte den Knebel aus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
erschlug jeden Qim‑Mas, den er fand im Haus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er war nicht zu halten, von der Rache beseelt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
seine Muskeln und Sehnen in Eisen gestählt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch als er im Haus sein Werk vollbracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
trat er hinaus in die stockdunkle Nacht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Dutzend Qim‑Mas rangen den wilden Takoya nieder,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er starb – doch sein Pan‑Teon lebt fort, davon künden die Lieder. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Maar‑Fiar, den stolzen Jägern der Meere,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gebührt auf ewig unsere stille Ehre.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein ganzer Clan, gefallen durch fremde Horden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
durch wilde Feinde, die nur brandschatzen und morden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in der alten Heimat der Maar-Fiar, das weiß jedes Kind, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weht nun an allen Orten eine fremde Flagge im Wind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Grauländer, diese Qim-Mas, wohnen nun dort, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Geister der Maar-Fiar hüten jeden Ort. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der Ring des Räubers &amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht weit von hier in einem tiefen Tal,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da wohnte eine Maid im Wald an einem Wasserfall. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie war so schön, so schön wie Milch und Blut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von ganzem Herzen war sie einem Manne gut. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du armes Kind, du dauerst meine Seele. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weil ich nur ein Räuber bin, wohn&amp;#039; in einer Höhle&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Du kannst fürwahr nicht länger bei mir sein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ich muss jetzt fort, tief in den Wald hinein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nimm diesen Ring, und sollte man dich fragen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so sag&amp;#039; ein Räuber habe ihn getragen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der dich geliebt, geliebt bei Tag und Nacht&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der so manchen um Hab und Gut gebracht&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sprach er nach vielen Monden zu ihr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nach so  vielen Tagen und Nächten mit Pläsier, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihr half kein Wehen und auch kein Klagen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie musste seinen Weggang weinend ertragen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schöne tat, was der Geliebte ihr gesagt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging zurück zu ihrem Dorf, tieftraurig verzagt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie zeigte den Leuten den güldenen Ring, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das vermaledeite wertvolle, aber gestohlene Ding. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie weinte: &amp;quot;Der Räuber, den ich geliebt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat ihn getragen bei Tag und auch bei Nacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der so  manchen um Hab und Gut gebracht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat mich geliebt, bei Tag und auch bei Nacht.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Leute im Dorf waren empört, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht die Liebe an sich hat sie gestört, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aber, dass sie einem Räuber galt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dieses man eine Sünde schalt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sprachen: &amp;quot;Geh in den Tempel, törichte Maid &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und klag den Geweihten dort dein Leid, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Ring, den spende an die Götter, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann verstummen auch die Spötter.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie kann man einen Räuber lieben, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Unglückseliges Kind, was hat dich umgetrieben?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maid weinte bitter und lange, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vor der Zukunft war ihr sehr bange. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Verlust des Liebsten hat sie schon entsetzt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
war sie nun zusätzlich Hohn und Spott ausgesetzt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie trat in einen heiligen Orden ein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um eine Dienerin für die Götter zu sein. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So lebt sie nun dorten, fleißig und fromm,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Jahre verrinnen, die Welt bleibt ihr stumm.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch manchmal im Dunkel, wenn die Kerzen vergeh’n,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
meint sie den Räuber wie im Traume zu seh’n.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann flüstert sie leise, so sanft wie der Wind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass Herzen nicht wählen, wohin sie bestimmt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und tief in ihr drinnen, verborgen und sacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
lebt weiter die Liebe bei Tag und bei Nacht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der treue Hund&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr Leute, lasset mich berichten, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von gar wundersamen Geschichten, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine tue ich Euch nun kund, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie ist zu Orstoc einst geschehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ihr Held, das war ein Hund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein reicher Bauer mit dem Namen Friedrich Klein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kehrte nach dem Marktbesuch in ein Wirtshaus ein. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er hatte Vieh verkauft, trug bei sich den Erlös, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das rochen in der Schenke zwei Räuber, bitterbös. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als nun der reiche Bauer des Nachts zu Bette ging, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
beschlossen diese Räuber zu drehen ein schlimmes Ding. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie schlichen im Gasthaus in seine Kammer hinein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und drangen mit ihren Messern bedrohlich ein auf Friedrich Klein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schon packten ihn die Schlimmen, an seiner bloßen Kehle, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da schrie mit letzten Kräften, Friedrich die Angst sich von der Seele &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das hörte im Stalle, nicht sein Knecht aber der treue Hund, .&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er riss sich von der Kette und schon er in der Kammer stund &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bevor die Mörder die Messer setzten an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er stürzt sich auf die Kerle und rettet so den Mann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ward überwältigt, die böse Mörderbrut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu Orstoc, auf dem Richtblock, da floss zum Lohn ihr Blut. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch in dem Kampf fügten sie dem treuen Tier zu eine böse Wund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und schon am nächsten Tage da starb der arme Hund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es setzt in seinem Garten, der Bauer Klein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dem treuen braven Hunde aus Marmor einen Stein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darauf stand geschrieben dieses hier: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Viel treuer als die Menschen ist oft ein Hundetier. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Die Geschichte vom Räuber Hannes&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es sagt einst ein Kind zur seiner Großmama: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wenn ich erwachsen bin, was werd ich da?  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hab wenig Lust auf Feldarbeit. Kann ich vielleicht ein Räuber sein? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Muss wenig tun, nur ein bisschen rauben. Das wär&amp;#039; einfach und sehr fein.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Alte wiegt besorgt den Kopf, streichelt sanft den Enkelsohn. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich erzähl dir &amp;#039;ne Geschichte, die beantwortet deine Frage schon.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lehnt sich zurück, dann hebt sie an und sie erzählt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Geschichte vom Räuber Hannes hat sie gewählt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch des Waldes düstre Gründe auf naturverschlungnem Pfaden  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wandelt eine Magd zum Markt nach Vellhafen mit schmerzenden Waden. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hui, da plötzlich stürmt des Banditen kühner Sohn aus dem Geheg, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
scharf bewehrt bis an die Zähne, und vertritt ihr flugs den Weg. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Seid Ihr&amp;quot;, fragt die Frau erblassend, einer dunklen Ahnung voll, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;nicht vielleicht der Räuber Hannes, der allhier grassieren soll?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ja, ich bin´s, du Unglücksel´ge, ja, ich bin´s, der sich dir zeigt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und du bist diejen´ge, welche sich nun vor mir verneigt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn mit hochwillkomm´ner Beute nahst du mir zu guter Stund!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sprachs und nahm ihr weg den Korb, durchwühlt ihn schnell bis auf den Grund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wie Schuppen von den Augen fällt´s der schlichten Magd sogleich: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ihr seid Hannes!&amp;quot;, ruft sie bleich. &amp;quot;Bin es!&amp;quot; spricht der Räuber weich. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bin´s und sage dir noch dieses: ich töte dich du dummes Weib, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bringst du mir nicht auf dem Rückweg Gold, ramm ich meinen Dolch in deinen Leib.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Magd wird blass und blässer und eilt zum Markt, sucht den Büttel Reodan, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
findet ihn, fragt ängstlich dann, ob er ihr wohl helfen kann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jener stimmt zu, sie zu begleiten, denn den Räuber will er fangen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
baumeln soll der Räuber Hannes, an dem Galgen soll er hangen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesagt, getan und aus dem Walde eilt der Hannes schnell heran, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn er sieht nur das Mägdelein und nicht den guten Reodan. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jener hat sich vorher schon gut versteckt hinter einer dicken Eich, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er springt heraus, macht sich ganz groß und packt sogleich, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann den Räuber Hannes fest am Arm und am Halse an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
damit der Bösewicht dem harten Griffe nicht entweichen kann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Schurke! Hab dich!&amp;quot; so donnert er, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Nun entkommst du mir nicht mehr!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Mit des Seilers Tochter mach ich dich bekannt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aufatmen wird das ganze Land.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Werde besser Räuber nicht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sonst landet man am Ende nur an einem Strick und baumelt dann im Wind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Drum werde artig und bleib brav, sonst kommt Reodan mein Kind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gassen- und Handwerkslieder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesen Liedern besingt Walter das Leben der einfachen Leute: Handwerker, Händler, Hafenarbeiter und all jene, die in den Straßen und Gassen Vellhafens ihren Alltag bestreiten. Die Stücke sind oft humorvoll, manchmal rau, aber stets voller Wärme für die Menschen, die sie porträtieren. Viele davon entstanden unterwegs, zwischen Marktständen, Werkstätten und Tavernen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Das Lumpensammlerlied des Willem Willink&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Gott Pares hat mich verdammt auf Erden, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein Hader- und Lumpensammler zu werden. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin Willem Willink, ja seht mich nur an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein Lumpenkerl, ein armer, doch ehrlicher Mann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit verschossener Jacke, zerrissener Hose, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ja starrt mich ruhig an – ich bin keine Mimose. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist mir lieber, als wenn ihr verächtlich wegseht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als wär ich nur Dreck, den man mit Füßen wegfegt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Manch einer hält Nase und Maul mit dem Tuche bedeckt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil mein Duft ihn erschreckt und seine Sinne befleckt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch nach Ambra und Moschus kann ich nicht duften,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
muss für Hadern und Lumpen tagtäglich schuften.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bin kein feiner Pflastertreter mit Gold und mit Muße –&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Glück war bei anderen auf besserem Fuße.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hab des Lebens Mühsal bis zur Neige geleert,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch blieb ich stets ehrlich, hab mich nie beschwert.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Meer der Schmerzen bin ich geschwommen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf einem Lumpensack dann zu liegen gekommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun stapf ich durch Vellhafens Gassen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um eure alten Tücher und Kleider zu fassen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bringt mir ruhig ungewaschen, ungekrumpen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
eure Lappen, Fetzen, Flecken und Lumpen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Alles rein in den Sack – man macht daraus Papier:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eingeweicht, gestampft, gegautscht – harte Arbeit, kein Pläsier.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dann geschöpft, gepresst, getrocknet – ein neues Werk erschaffen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
verkauft an Schreiber, Pfeffersäcke und auch an die Pfaffen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin Willem Willink, pack Lumpen in meinen Sack,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und bin schon wieder fort – schwuppdiwupp, zackzack!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Belbrücks&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Belbrücks sind kurze, scherzhafte Fünfzeiler, die in Antamar weit verbreitet sind. Walter sammelt sie seit seiner Jugend und dichtet selbst unzählige neue, meist über Orte, Menschen oder Begebenheiten, die ihm auf seinen Reisen begegnen. Sie folgen einer festen Reimform und werden in Tavernen gern laut mitgesprochen — oft zur großen Freude des Publikums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Heiliges Kaiserreich&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst Mädchen aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bragen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die wollt&amp;#039; was Besonderes wagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie sucht nach `nem Gatten im Kurier,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
jetzt hat sie nicht einen, sondern gleich vier,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die sich täglich übers Essen beklagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war mal ein Bauer aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ackerheim&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der machte in jeden Satz &amp;#039;nen Reim. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und als sein Haar wurde lichter, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da nannte er sich einen Dichter &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und blieb den ganzen Tag daheim. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Kind in &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kirchflecken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das wollte die Welt noch entdecken.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es konnte krabbeln, noch nich´ so gut laufen  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und purzelte prompt in jeden Misthaufen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und erschreckte wandernde Recken. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Oma aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Siebenbrück&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der bastelt der Sohn eine feine Krück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hat Oma hocherfreut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aber den Sohn hat&amp;#039;s gereut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn die Oma haute damit Leute in Stück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Junge aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Amartrutz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der nahm immer alle Gauner in Schutz, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als Mann er studierte, wurd&amp;#039; Rechtsanwalt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Gauner haben ihn nun bezahlt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und schon nannt&amp;#039; ihn keiner mehr Nichtsnutz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Thelessa&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gute Fürst aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Faelughaven&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
muss wie jeder in der Nacht auch schlafen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um dann sanft in den Schlaf zu gleiten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hilft dem gute Fürst beizeiten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Zählen von weißen Schafen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Orklande&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es zogen einst drei Kelten nach Westen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu suchen &amp;#039;nen Vierten, wenn möglich den Besten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie fanden ihn nah dem &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Orken-Lande&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht mittig sondern eher am Rande,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
im Eichenbaum sitzend auf Ästen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Vellhafener Städtebund&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Königreich Lothrinien&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Pferdehirt aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Belbrück&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das war ein rechter Franz im Glück, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als von der Weide eine Herde Pferde wurde geklaut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er sich gründlich umgeschaut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und brachte sie, heil und am Stück, zurück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Adelsrepublik Grauland&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Jungfer aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Surquell&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die war ganz besonders schnell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Da kam ein Jüngling aus Untermoor, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der setzte ihr nen Floh ins Ohr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und zog sie nieder auf sein Schafsfell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tica</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.antamar.eu/index.php?title=Liedgut_des_Barden_Walter_von_der_Salzwiese&amp;diff=126524</id>
		<title>Liedgut des Barden Walter von der Salzwiese</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.antamar.eu/index.php?title=Liedgut_des_Barden_Walter_von_der_Salzwiese&amp;diff=126524"/>
		<updated>2026-02-16T13:53:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tica: /* Balladen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Walter von der Salzwiese – Barde aus Vellhafen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walter von der Salzwiese gilt als einer der hoffnungsvollsten jungen Spielleute Vellhafens. Mit seinen gerade einmal erwachsenen Jahren hat er sich bereits einen Ruf erarbeitet, der manch älteren Barden neidisch werden lässt. Freundlich im Wesen, mit einer klaren, warmen Stimme und einem Talent, das Zuhörer mühelos in seinen Bann zieht, ist er in Schenken, auf Märkten und bei Festen gern gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein erstes Werk, „Das Lied von Brunihild“, verbreitete sich rasch über die Grenzen Vellhafens hinaus und wurde zu einem antamarweit bekannten Gassenhauer. Schon als Junge schickte Walter seine Verse und Melodien an den Vellhafener Kurier und erhielt dort früh Anerkennung für seine Dicht- und Vortragskunst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Herkunft und Familie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walter stammt aus Ismar, wo sein Vater Hein von der Salzwiese einen erfolgreichen Hof bewirtschaftet. Die Schafe der Familie grasen auf den salzhaltigen Wiesen Ismars, was dem Fleisch der berühmten Salzlämmer einen besonderen Geschmack verleiht. Wohlstand und Fleiß prägen Walters Herkunft, und es mangelte der Familie nie an etwas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein künstlerisches Talent verdankt Walter vor allem seiner Mutter Irina, die einst als Bardin unter dem Beinamen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;„Die Lerche aus Ismar“&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bekannt war. Sie tritt heute nicht mehr öffentlich auf, doch ihre Stimme und ihr Gespür für Melodie leben in ihrem Sohn weiter. Walters Brüder hingegen blieben der Landwirtschaft treu und führen den elterlichen Hof fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Balladen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
Walters Balladen erzählen von Liebe, Schicksal, Heldentum und den stillen Tragödien des Alltags. Sie sind länger gefasste Erzählgedichte, die oft auf wahren Begebenheiten beruhen oder von alten Sagen inspiriert wurden. Mit klarer Stimme und feinem Gespür für Stimmung trägt Walter sie auf Märkten, in Schenken und bei Festen vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Das Lied von Brunihild&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
War einst ein kleines Schneiderlein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das konnt schneidern, mit Stichlein fein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und dieses kleine Schneiderlein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging Nächtens in den Wald hinein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dort traf er sich mit Brunihild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die beiden trieben es dort wild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf einer Lichtung unerlaubt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er die Unschuld ihr geraubt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bruni aber war dem Joost versprochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der, der hatt&amp;#039; bald Lunt&amp;#039; gerochen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es kam, wie es dann kommen musste:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Joost, der ahnte, wenn auch nicht wusste,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass Brunihild ihn dreist belogen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und wahrscheinlich auch betrogen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er will es wissen, noch genauer,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und legt sich Nächtens auf die Lauer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Genau vor Brunihildes Elternhaus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und richtig, kaum war&amp;#039;s dunkel, trat sie hinaus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grimmig sieht Joost wie seine Braut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die selbst des Nachts sehr schön ausschaut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sich im Walde mit einem Schneider trifft,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihn gar küsst und herzt, das blonde Gift.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es schmerzt ihn sehr, er leidet Pein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie er so sieht sein Brunilein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Hals ihm schwillt und er sieht rot,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
stürmt auf die Lichtung: Schneider tot!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es heult und schreit die Braut vom Joost:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du Mörder! Bist du noch bei Trost?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch Joost, der schaut sie lange an,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kalt und böse sagt er dann:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du nahmst meinen Ring, warst mir versprochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bist mit dem Schneider hier ins Laub gekrochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hast ihn geküsst, geherzet sehr&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weißt du, dich will ich gar nicht mehr!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brunihilde, die war fassungslos,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
drehte sich um und rannte los.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach Hause will ich, denkt die Maid&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und rafft dann flugs das lange Kleid,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und sie rennet schnell und schneller,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zuhaus geht`s zunächst mal in den Keller.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wäscht aus das Kleid, besudelt von des Schneiders Blut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
lauscht nach oben, ob der Joost ihr womöglich folgen tut.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Joost jedoch, der will nur die Verlobung lösen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gleichgültig ihm ist, ob im Guten oder Bösen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Egal, ob sie ihn anzeigt, dieses Weib&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hauptsache sie bleibt ihm nun vom Leib.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am Elternhaus der Brunihild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ruft er laut und fuchtelt wild,:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich möchte meinen Ring zurück,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von diesem ungetreuen Stück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es wird keine Hochzeit geben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so eine heirat´ ich nie im Leben.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vater und Mutter sind bass erstaunt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was der Joost da ausposaunt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie befragen dann ihr Kind und schau&amp;#039;n es ratlos an:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sag uns Brunihild, was hast du nur getan,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass der Joost dich untreu schilt?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Setz uns bitte mal ins Bild.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Maid, die schweigt, nimmt kreidebleich&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Ring vom Finger dann sogleich.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vater gibt den Schmuck zurück,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf das er andere Hände schmück&amp;#039;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Joost läuft nun geschwind davon,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und dann brüllt der Vater schon:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was sollen denn die Leute denken?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Musstest du den Joost so kränken?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kind was hast du bloß gemacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
in dieser unglückseligen Nacht?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch Brunihild, die Ungetreue,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sagt kein Wort, schweigt nun auf Neue.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Mutter redet auf sie ein:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sag mir den Grund, Brunhildilein!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch auch der Mutter bleibt sie eine Antwort schuldig,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
diese schäumt vor Wut, fragt ungeduldig:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was sollen wir den Leuten sagen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wenn nach der Hochzeit sie uns fragen?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maid schweigt weiter, geht auf ihr Zimmer,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Lage, die wird schlimm und schlimmer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn Brunihilde weiß, dass sie ein Kindlein trägt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
in knapp fünf Monden es in der Wiege quäkt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Schande&amp;quot; denkt sie, &amp;quot;Welch ein Graus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie komme ich aus der Sache raus?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich geh ins Wasser!&amp;quot; ihr Entschluss,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sprach&amp;#039;s und ging geschwind zum Fluss.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am nächsten Tag hat der Vater sie gefunden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie aus dem Wasser raus gewunden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu einem Medicus verbracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch der hat nur aufgelacht:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Eine Tote bringt ihr mir? Was soll ich tun?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lasst sie auf dem Nergasacker ruh&amp;#039;n.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater sprach: &amp;quot;Mir ist nicht nach Scherzen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
untersuche ob ein Kind sie trug, unter ihrem Herzen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Medicus untersucht die Tote nun geschwind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann sagt er: &amp;quot;Ja, sie erwartete ein Kind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In vier, fünf Monden wär`s soweit gewesen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das kann ich an dem Körper lesen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater nickt, bezahlt den Mann, und nimmt die Leich&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bringt sie zum Nergasacker dann sogleich.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch Nergas Diener schicken ihn fort:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Begrabt sie einem anderen Ort!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nerga hasst jene, die sich selbst des Lebens berauben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das weiß der Vater, durch seinen tiefen Götterglauben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es schwillt die Wut ganz tief in ihm,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er denkt: Der Joost war mit Brunihild intim,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dafür sollte er nun bezahlen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn er verursacht diese Qualen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Leich&amp;#039; der Tochter in den Armen, die Augen voller Schmerz,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
stellt er den Joost und ohne Fragen, sticht er ihm `nen Dolch ins Herz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Richter nach acht langen Wochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat den Vater freigesprochen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn, so sprach der weise Mann:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bin selber Vater und daher ich verstehen kann,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was ihn zu dieser Tat gebracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vielleicht hätt`ich&amp;#039;s ebenso gemacht?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Betrüge den Verlobten nicht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eifersucht bei einem Mann,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gar schlimme Folgen haben kann!&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der Sohn der Maar-Fiar&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sein Clan längst erloschen, seine Geschichte dieses Lied bewahr. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Maar-Fiar waren Jäger, Jäger am Meer, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihre hölzernen Kanus glitten pfeilschnell umher. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, der stolze Aiva&amp;#039;un, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der verehrte gar sehr Lunin und auch den goldenen Lun, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
War nur Lunin, nicht Lun, am Nachthimmel zu sehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so wussten die Maar-Fiar: Es ist Zeit, auf die Jagd zu gehen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er und die Gefährten schoben ihre Kanus in die Wellen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
im Wissen, das Lunin ihren Weg wird erhellen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vier saßen in den Kanus, ob Mann, ob Frau,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zwei lenkten durch die Wogen, zwei spähten hinaus ins Grau. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Netzen und Angeln machten sie reiche Beute, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vom Ausmaß ihres Fangs erzählt man sich noch heute. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Speere und Spieße waren stets messerscharf gewetzt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
damit auch Raubfisch, kein Hai ihre Netze zerfetzt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eroberer und Mörder schlichen heran in dunkler Nacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als weder Lunin noch Lun den Himmel bewacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie drangen gewaltsam ein in Takoyas Haus, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
löschten zunächst seiner Familie die Lebenslichter aus. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gefesselt und geknebelt, gezwungen zuzusehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie all die Untaten vor seinen Augen geschehen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vom Schmerz wie von Sinnen, von Wut angefacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er das Unmögliche dennoch vollbracht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er zerriss seine Fesseln, spuckte den Knebel aus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
erschlug jeden Qim‑Mas, den er fand im Haus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er war nicht zu halten, von der Rache beseelt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
seine Muskeln und Sehnen in Eisen gestählt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch als er im Haus sein Werk vollbracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
trat er hinaus in die stockdunkle Nacht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Dutzend Qim‑Mas rangen den wilden Takoya nieder,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er starb – doch sein Pan‑Teon lebt fort, davon künden die Lieder. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Maar‑Fiar, den stolzen Jägern der Meere,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gebührt auf ewig unsere stille Ehre.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein ganzer Clan, gefallen durch fremde Horden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
durch wilde Feinde, die nur brandschatzen und morden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in der alten Heimat der Maar-Fiar, das weiß jedes Kind, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weht nun an allen Orten eine fremde Flagge im Wind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Grauländer, diese Qim-Mas, wohnen nun dort, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Geister der Maar-Fiar hüten jeden Ort. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der Ring des Räubers &amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht weit von hier in einem tiefen Tal,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da wohnte eine Maid im Wald an einem Wasserfall. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie war so schön, so schön wie Milch und Blut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von ganzem Herzen war sie einem Manne gut. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du armes Kind, du dauerst meine Seele. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weil ich nur ein Räuber bin, wohn&amp;#039; in einer Höhle&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Du kannst fürwahr nicht länger bei mir sein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ich muss jetzt fort, tief in den Wald hinein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nimm diesen Ring, und sollte man dich fragen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so sag&amp;#039; ein Räuber habe ihn getragen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der dich geliebt, geliebt bei Tag und Nacht&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der so manchen um Hab und Gut gebracht&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sprach er nach vielen Monden zu ihr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nach so  vielen Tagen und Nächten mit Pläsier, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihr half kein Wehen und auch kein Klagen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie musste seinen Weggang weinend ertragen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schöne tat, was der Geliebte ihr gesagt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging zurück zu ihrem Dorf, tieftraurig verzagt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie zeigte den Leuten den güldenen Ring, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das vermaledeite wertvolle, aber gestohlene Ding. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie weinte: &amp;quot;Der Räuber, den ich geliebt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat ihn getragen bei Tag und auch bei Nacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der so  manchen um Hab und Gut gebracht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat mich geliebt, bei Tag und auch bei Nacht.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Leute im Dorf waren empört, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht die Liebe an sich hat sie gestört, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aber, dass sie einem Räuber galt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dieses man eine Sünde schalt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sprachen: &amp;quot;Geh in den Tempel, törichte Maid &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und klag den Geweihten dort dein Leid, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Ring, den spende an die Götter, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann verstummen auch die Spötter.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie kann man einen Räuber lieben, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Unglückseliges Kind, was hat dich umgetrieben?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maid weinte bitter und lange, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vor der Zukunft war ihr sehr bange. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Verlust des Liebsten hat sie schon entsetzt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
war sie nun zusätzlich Hohn und Spott ausgesetzt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie trat in einen heiligen Orden ein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um eine Dienerin für die Götter zu sein. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So lebt sie nun dorten, fleißig und fromm,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Jahre verrinnen, die Welt bleibt ihr stumm.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch manchmal im Dunkel, wenn die Kerzen vergeh’n,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
meint sie den Räuber wie im Traume zu seh’n.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann flüstert sie leise, so sanft wie der Wind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass Herzen nicht wählen, wohin sie bestimmt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und tief in ihr drinnen, verborgen und sacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
lebt weiter die Liebe bei Tag und bei Nacht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der treue Hund&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr Leute, lasset mich berichten, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von gar wundersamen Geschichten, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine tue ich Euch nun kund, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie ist zu Orstoc einst geschehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ihr Held, das war ein Hund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein reicher Bauer mit dem Namen Friedrich Klein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kehrte nach dem Marktbesuch in ein Wirtshaus ein. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er hatte Vieh verkauft, trug bei sich den Erlös, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das rochen in der Schenke zwei Räuber, bitterbös. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als nun der reiche Bauer des Nachts zu Bette ging, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
beschlossen diese Räuber zu drehen ein schlimmes Ding. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie schlichen im Gasthaus in seine Kammer hinein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und drangen mit ihren Messern bedrohlich ein auf Friedrich Klein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schon packten ihn die Schlimmen, an seiner bloßen Kehle, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da schrie mit letzten Kräften, Friedrich die Angst sich von der Seele &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das hörte im Stalle, nicht sein Knecht aber der treue Hund, .&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er riss sich von der Kette und schon er in der Kammer stund &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bevor die Mörder die Messer setzten an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er stürzt sich auf die Kerle und rettet so den Mann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ward überwältigt, die böse Mörderbrut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu Orstoc, auf dem Richtblock, da floss zum Lohn ihr Blut. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch in dem Kampf fügten sie dem treuen Tier zu eine böse Wund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und schon am nächsten Tage da starb der arme Hund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es setzt in seinem Garten, der Bauer Klein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dem treuen braven Hunde aus Marmor einen Stein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darauf stand geschrieben dieses hier: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Viel treuer als die Menschen ist oft ein Hundetier. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Die Geschichte vom Räuber Hannes&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es sagt einst ein Kind zur seiner Großmama: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wenn ich erwachsen bin, was werd ich da?  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hab wenig Lust auf Feldarbeit. Kann ich vielleicht ein Räuber sein? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Muss wenig tun, nur ein bisschen rauben. Das wär&amp;#039; einfach und sehr fein.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Alte wiegt besorgt den Kopf, streichelt sanft den Enkelsohn. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich erzähl dir &amp;#039;ne Geschichte, die beantwortet deine Frage schon.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lehnt sich zurück, dann hebt sie an und sie erzählt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Geschichte vom Räuber Hannes hat sie gewählt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch des Waldes düstre Gründe auf naturverschlungnem Pfaden  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wandelt eine Magd zum Markt nach Vellhafen mit schmerzenden Waden. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hui, da plötzlich stürmt des Banditen kühner Sohn aus dem Geheg, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
scharf bewehrt bis an die Zähne, und vertritt ihr flugs den Weg. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Seid Ihr&amp;quot;, fragt die Frau erblassend, einer dunklen Ahnung voll, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;nicht vielleicht der Räuber Hannes, der allhier grassieren soll?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ja, ich bin´s, du Unglücksel´ge, ja, ich bin´s, der sich dir zeigt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und du bist diejen´ge, welche sich nun vor mir verneigt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn mit hochwillkomm´ner Beute nahst du mir zu guter Stund!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sprachs und nahm ihr weg den Korb, durchwühlt ihn schnell bis auf den Grund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wie Schuppen von den Augen fällt´s der schlichten Magd sogleich: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ihr seid Hannes!&amp;quot;, ruft sie bleich. &amp;quot;Bin es!&amp;quot; spricht der Räuber weich. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bin´s und sage dir noch dieses: ich töte dich du dummes Weib, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bringst du mir nicht auf dem Rückweg Gold, ramm ich meinen Dolch in deinen Leib.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Magd wird blass und blässer und eilt zum Markt, sucht den Büttel Reodan, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
findet ihn, fragt ängstlich dann, ob er ihr wohl helfen kann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jener stimmt zu, sie zu begleiten, denn den Räuber will er fangen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
baumeln soll der Räuber Hannes, an dem Galgen soll er hangen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesagt, getan und aus dem Walde eilt der Hannes schnell heran, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn er sieht nur das Mägdelein und nicht den guten Reodan. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jener hat sich vorher schon gut versteckt hinter einer dicken Eich, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er springt heraus, macht sich ganz groß und packt sogleich, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann den Räuber Hannes fest am Arm und am Halse an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
damit der Bösewicht dem harten Griffe nicht entweichen kann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Schurke! Hab dich!&amp;quot; so donnert er, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Nun entkommst du mir nicht mehr!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Mit des Seilers Tochter mach ich dich bekannt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aufatmen wird das ganze Land.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Werde besser Räuber nicht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sonst landet man am Ende nur an einem Strick und baumelt dann im Wind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Drum werde artig und bleib brav, sonst kommt Reodan mein Kind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gassen- und Handwerkslieder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesen Liedern besingt Walter das Leben der einfachen Leute: Handwerker, Händler, Hafenarbeiter und all jene, die in den Straßen und Gassen Vellhafens ihren Alltag bestreiten. Die Stücke sind oft humorvoll, manchmal rau, aber stets voller Wärme für die Menschen, die sie porträtieren. Viele davon entstanden unterwegs, zwischen Marktständen, Werkstätten und Tavernen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Das Lumpensammlerlied des Willem Willink&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Gott Pares hat mich verdammt auf Erden, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein Hader- und Lumpensammler zu werden. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin Willem Willink, ja seht mich nur an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein Lumpenkerl, ein armer, doch ehrlicher Mann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit verschossener Jacke, zerrissener Hose, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ja starrt mich ruhig an – ich bin keine Mimose. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist mir lieber, als wenn ihr verächtlich wegseht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als wär ich nur Dreck, den man mit Füßen wegfegt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Manch einer hält Nase und Maul mit dem Tuche bedeckt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil mein Duft ihn erschreckt und seine Sinne befleckt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch nach Ambra und Moschus kann ich nicht duften,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
muss für Hadern und Lumpen tagtäglich schuften.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bin kein feiner Pflastertreter mit Gold und mit Muße –&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Glück war bei anderen auf besserem Fuße.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hab des Lebens Mühsal bis zur Neige geleert,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch blieb ich stets ehrlich, hab mich nie beschwert.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Meer der Schmerzen bin ich geschwommen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf einem Lumpensack dann zu liegen gekommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun stapf ich durch Vellhafens Gassen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um eure alten Tücher und Kleider zu fassen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bringt mir ruhig ungewaschen, ungekrumpen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
eure Lappen, Fetzen, Flecken und Lumpen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Alles rein in den Sack – man macht daraus Papier:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eingeweicht, gestampft, gegautscht – harte Arbeit, kein Pläsier.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dann geschöpft, gepresst, getrocknet – ein neues Werk erschaffen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
verkauft an Schreiber, Pfeffersäcke und auch an die Pfaffen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin Willem Willink, pack Lumpen in meinen Sack,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und bin schon wieder fort – schwuppdiwupp, zackzack!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Belbrücks&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Belbrücks sind kurze, scherzhafte Fünfzeiler, die in Antamar weit verbreitet sind. Walter sammelt sie seit seiner Jugend und dichtet selbst unzählige neue, meist über Orte, Menschen oder Begebenheiten, die ihm auf seinen Reisen begegnen. Sie folgen einer festen Reimform und werden in Tavernen gern laut mitgesprochen — oft zur großen Freude des Publikums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Heiliges Kaiserreich&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst Mädchen aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bragen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die wollt&amp;#039; was Besonderes wagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie sucht nach `nem Gatten im Kurier,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
jetzt hat sie nicht einen, sondern gleich vier,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die sich täglich übers Essen beklagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war mal ein Bauer aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ackerheim&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der machte in jeden Satz &amp;#039;nen Reim. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und als sein Haar wurde lichter, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da nannte er sich einen Dichter &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und blieb den ganzen Tag daheim. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Kind in &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kirchflecken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das wollte die Welt noch entdecken.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es konnte krabbeln, noch nich´ so gut laufen  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und purzelte prompt in jeden Misthaufen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und erschreckte wandernde Recken. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Oma aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Siebenbrück&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der bastelt der Sohn eine feine Krück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hat Oma hocherfreut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aber den Sohn hat&amp;#039;s gereut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn die Oma haute damit Leute in Stück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Junge aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Amartrutz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der nahm immer alle Gauner in Schutz, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als Mann er studierte, wurd&amp;#039; Rechtsanwalt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Gauner haben ihn nun bezahlt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und schon nannt&amp;#039; ihn keiner mehr Nichtsnutz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Thelessa&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gute Fürst aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Faelughaven&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
muss wie jeder in der Nacht auch schlafen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um dann sanft in den Schlaf zu gleiten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hilft dem gute Fürst beizeiten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Zählen von weißen Schafen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Orklande&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es zogen einst drei Kelten nach Westen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu suchen &amp;#039;nen Vierten, wenn möglich den Besten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie fanden ihn nah dem &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Orken-Lande&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht mittig sondern eher am Rande,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
im Eichenbaum sitzend auf Ästen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Vellhafener Städtebund&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Königreich Lothrinien&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Pferdehirt aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Belbrück&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das war ein rechter Franz im Glück, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als von der Weide eine Herde Pferde wurde geklaut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er sich gründlich umgeschaut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und brachte sie, heil und am Stück, zurück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Adelsrepublik Grauland&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Jungfer aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Surquell&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die war ganz besonders schnell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Da kam ein Jüngling aus Untermoor, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der setzte ihr nen Floh ins Ohr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und zog sie nieder auf sein Schafsfell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tica</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.antamar.eu/index.php?title=Liedgut_des_Barden_Walter_von_der_Salzwiese&amp;diff=126523</id>
		<title>Liedgut des Barden Walter von der Salzwiese</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.antamar.eu/index.php?title=Liedgut_des_Barden_Walter_von_der_Salzwiese&amp;diff=126523"/>
		<updated>2026-02-16T13:52:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tica: /* Balladen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Walter von der Salzwiese – Barde aus Vellhafen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walter von der Salzwiese gilt als einer der hoffnungsvollsten jungen Spielleute Vellhafens. Mit seinen gerade einmal erwachsenen Jahren hat er sich bereits einen Ruf erarbeitet, der manch älteren Barden neidisch werden lässt. Freundlich im Wesen, mit einer klaren, warmen Stimme und einem Talent, das Zuhörer mühelos in seinen Bann zieht, ist er in Schenken, auf Märkten und bei Festen gern gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein erstes Werk, „Das Lied von Brunihild“, verbreitete sich rasch über die Grenzen Vellhafens hinaus und wurde zu einem antamarweit bekannten Gassenhauer. Schon als Junge schickte Walter seine Verse und Melodien an den Vellhafener Kurier und erhielt dort früh Anerkennung für seine Dicht- und Vortragskunst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Herkunft und Familie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walter stammt aus Ismar, wo sein Vater Hein von der Salzwiese einen erfolgreichen Hof bewirtschaftet. Die Schafe der Familie grasen auf den salzhaltigen Wiesen Ismars, was dem Fleisch der berühmten Salzlämmer einen besonderen Geschmack verleiht. Wohlstand und Fleiß prägen Walters Herkunft, und es mangelte der Familie nie an etwas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein künstlerisches Talent verdankt Walter vor allem seiner Mutter Irina, die einst als Bardin unter dem Beinamen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;„Die Lerche aus Ismar“&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bekannt war. Sie tritt heute nicht mehr öffentlich auf, doch ihre Stimme und ihr Gespür für Melodie leben in ihrem Sohn weiter. Walters Brüder hingegen blieben der Landwirtschaft treu und führen den elterlichen Hof fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Balladen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
Walters Balladen erzählen von Liebe, Schicksal, Heldentum und den stillen Tragödien des Alltags. Sie sind länger gefasste Erzählgedichte, die oft auf wahren Begebenheiten beruhen oder von alten Sagen inspiriert wurden. Mit klarer Stimme und feinem Gespür für Stimmung trägt Walter sie auf Märkten, in Schenken und bei Festen vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Das Lied von Brunihild&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
War einst ein kleines Schneiderlein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das konnt schneidern, mit Stichlein fein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und dieses kleine Schneiderlein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging Nächtens in den Wald hinein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dort traf er sich mit Brunihild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die beiden trieben es dort wild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf einer Lichtung unerlaubt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er die Unschuld ihr geraubt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bruni aber war dem Joost versprochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der, der hatt&amp;#039; bald Lunt&amp;#039; gerochen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es kam, wie es dann kommen musste:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Joost, der ahnte, wenn auch nicht wusste,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass Brunihild ihn dreist belogen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und wahrscheinlich auch betrogen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er will es wissen, noch genauer,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und legt sich Nächtens auf die Lauer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Genau vor Brunihildes Elternhaus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und richtig, kaum war&amp;#039;s dunkel, trat sie hinaus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grimmig sieht Joost wie seine Braut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die selbst des Nachts sehr schön ausschaut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sich im Walde mit einem Schneider trifft,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihn gar küsst und herzt, das blonde Gift.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es schmerzt ihn sehr, er leidet Pein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie er so sieht sein Brunilein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Hals ihm schwillt und er sieht rot,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
stürmt auf die Lichtung: Schneider tot!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es heult und schreit die Braut vom Joost:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du Mörder! Bist du noch bei Trost?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch Joost, der schaut sie lange an,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kalt und böse sagt er dann:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du nahmst meinen Ring, warst mir versprochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bist mit dem Schneider hier ins Laub gekrochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hast ihn geküsst, geherzet sehr&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weißt du, dich will ich gar nicht mehr!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brunihilde, die war fassungslos,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
drehte sich um und rannte los.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach Hause will ich, denkt die Maid&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und rafft dann flugs das lange Kleid,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und sie rennet schnell und schneller,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zuhaus geht`s zunächst mal in den Keller.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wäscht aus das Kleid, besudelt von des Schneiders Blut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
lauscht nach oben, ob der Joost ihr womöglich folgen tut.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Joost jedoch, der will nur die Verlobung lösen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gleichgültig ihm ist, ob im Guten oder Bösen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Egal, ob sie ihn anzeigt, dieses Weib&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hauptsache sie bleibt ihm nun vom Leib.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am Elternhaus der Brunihild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ruft er laut und fuchtelt wild,:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich möchte meinen Ring zurück,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von diesem ungetreuen Stück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es wird keine Hochzeit geben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so eine heirat´ ich nie im Leben.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vater und Mutter sind bass erstaunt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was der Joost da ausposaunt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie befragen dann ihr Kind und schau&amp;#039;n es ratlos an:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sag uns Brunihild, was hast du nur getan,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass der Joost dich untreu schilt?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Setz uns bitte mal ins Bild.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Maid, die schweigt, nimmt kreidebleich&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Ring vom Finger dann sogleich.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vater gibt den Schmuck zurück,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf das er andere Hände schmück&amp;#039;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Joost läuft nun geschwind davon,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und dann brüllt der Vater schon:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was sollen denn die Leute denken?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Musstest du den Joost so kränken?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kind was hast du bloß gemacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
in dieser unglückseligen Nacht?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch Brunihild, die Ungetreue,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sagt kein Wort, schweigt nun auf Neue.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Mutter redet auf sie ein:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sag mir den Grund, Brunhildilein!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch auch der Mutter bleibt sie eine Antwort schuldig,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
diese schäumt vor Wut, fragt ungeduldig:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was sollen wir den Leuten sagen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wenn nach der Hochzeit sie uns fragen?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maid schweigt weiter, geht auf ihr Zimmer,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Lage, die wird schlimm und schlimmer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn Brunihilde weiß, dass sie ein Kindlein trägt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
in knapp fünf Monden es in der Wiege quäkt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Schande&amp;quot; denkt sie, &amp;quot;Welch ein Graus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie komme ich aus der Sache raus?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich geh ins Wasser!&amp;quot; ihr Entschluss,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sprach&amp;#039;s und ging geschwind zum Fluss.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am nächsten Tag hat der Vater sie gefunden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie aus dem Wasser raus gewunden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu einem Medicus verbracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch der hat nur aufgelacht:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Eine Tote bringt ihr mir? Was soll ich tun?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lasst sie auf dem Nergasacker ruh&amp;#039;n.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater sprach: &amp;quot;Mir ist nicht nach Scherzen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
untersuche ob ein Kind sie trug, unter ihrem Herzen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Medicus untersucht die Tote nun geschwind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann sagt er: &amp;quot;Ja, sie erwartete ein Kind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In vier, fünf Monden wär`s soweit gewesen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das kann ich an dem Körper lesen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater nickt, bezahlt den Mann, und nimmt die Leich&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bringt sie zum Nergasacker dann sogleich.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch Nergas Diener schicken ihn fort:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Begrabt sie einem anderen Ort!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nerga hasst jene, die sich selbst des Lebens berauben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das weiß der Vater, durch seinen tiefen Götterglauben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es schwillt die Wut ganz tief in ihm,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er denkt: Der Joost war mit Brunihild intim,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dafür sollte er nun bezahlen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn er verursacht diese Qualen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Leich&amp;#039; der Tochter in den Armen, die Augen voller Schmerz,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
stellt er den Joost und ohne Fragen, sticht er ihm `nen Dolch ins Herz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Richter nach acht langen Wochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat den Vater freigesprochen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn, so sprach der weise Mann:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bin selber Vater und daher ich verstehen kann,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was ihn zu dieser Tat gebracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vielleicht hätt`ich&amp;#039;s ebenso gemacht?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Betrüge den Verlobten nicht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eifersucht bei einem Mann,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gar schlimme Folgen haben kann!&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der Sohn der Maar-Fiar&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sein Clan längst erloschen, seine Geschichte dieses Lied bewahr. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Maar-Fiar waren Jäger, Jäger am Meer, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihre hölzernen Kanus glitten pfeilschnell umher. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, der stolze Aiva&amp;#039;un, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der verehrte gar sehr Lunin und auch den goldenen Lun, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
War nur Lunin, nicht Lun, am Nachthimmel zu sehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so wussten die Maar-Fiar: Es ist Zeit, auf die Jagd zu gehen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er und die Gefährten schoben ihre Kanus in die Wellen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
im Wissen, das Lunin ihren Weg wird erhellen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vier saßen in den Kanus, ob Mann, ob Frau,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zwei lenkten durch die Wogen, zwei spähten hinaus ins Grau. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Netzen und Angeln machten sie reiche Beute, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vom Ausmaß ihres Fangs erzählt man sich noch heute. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Speere und Spieße waren stets messerscharf gewetzt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
damit auch Raubfisch, kein Hai ihre Netze zerfetzt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eroberer und Mörder schlichen heran in dunkler Nacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als weder Lunin noch Lun den Himmel bewacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie drangen gewaltsam ein in Takoyas Haus, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
löschten zunächst seiner Familie die Lebenslichter aus. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gefesselt und geknebelt, gezwungen zuzusehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie all die Untaten vor seinen Augen geschehen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vom Schmerz wie von Sinnen, von Wut angefacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er das Unmögliche dennoch vollbracht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er zerriss seine Fesseln, spuckte den Knebel aus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
erschlug jeden Qim‑Mas, den er fand im Haus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er war nicht zu halten, von der Rache beseelt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
seine Muskeln und Sehnen in Eisen gestählt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch als er im Haus sein Werk vollbracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
trat er hinaus in die stockdunkle Nacht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Dutzend Qim‑Mas rangen den wilden Takoya nieder,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er starb – doch sein Pan‑Teon lebt fort, davon künden die Lieder. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Maar‑Fiar, den stolzen Jägern der Meere,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gebührt auf ewig unsere stille Ehre.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein ganzer Clan, gefallen durch fremde Horden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
durch wilde Feinde, die nur brandschatzen und morden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in der alten Heimat der Maar-Fiar, das weiß jedes Kind, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weht nun an allen Orten eine fremde Flagge im Wind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Grauländer, diese Qim-Mas, wohnen nun dort, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Geister der Maar-Fiar hüten jeden Ort. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der Ring des Räubers &amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht weit von hier in einem tiefen Tal,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da wohnte eine Maid im Wald an einem Wasserfall. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie war so schön, so schön wie Milch und Blut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von ganzem Herzen war sie einem Manne gut. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du armes Kind, du dauerst meine Seele. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weil ich nur ein Räuber bin, wohn&amp;#039; in einer Höhle&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Du kannst fürwahr nicht länger bei mir sein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ich muss jetzt fort, tief in den Wald hinein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nimm diesen Ring, und sollte man dich fragen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so sag&amp;#039; ein Räuber habe ihn getragen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der dich geliebt, geliebt bei Tag und Nacht&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der so manchen um Hab und Gut gebracht&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sprach er nach vielen Monden zu ihr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nach so  vielen Tagen und Nächten mit Pläsier, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihr half kein Wehen und auch kein Klagen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie musste seinen Weggang weinend ertragen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schöne tat, was der Geliebte ihr gesagt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging zurück zu ihrem Dorf, tieftraurig verzagt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie zeigte den Leuten den güldenen Ring, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das vermaledeite wertvolle, aber gestohlene Ding. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie weinte: &amp;quot;Der Räuber, den ich geliebt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat ihn getragen bei Tag und auch bei Nacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der so  manchen um Hab und Gut gebracht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat mich geliebt, bei Tag und auch bei Nacht.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Leute im Dorf waren empört, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht die Liebe an sich hat sie gestört, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aber, dass sie einem Räuber galt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dieses man eine Sünde schalt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sprachen: &amp;quot;Geh in den Tempel, törichte Maid &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und klag den Geweihten dort dein Leid, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Ring, den spende an die Götter, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann verstummen auch die Spötter.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie kann man einen Räuber lieben, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Unglückseliges Kind, was hat dich umgetrieben?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maid weinte bitter und lange, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vor der Zukunft war ihr sehr bange. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Verlust des Liebsten hat sie schon entsetzt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
war sie nun zusätzlich Hohn und Spott ausgesetzt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie trat in einen heiligen Orden ein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um eine Dienerin für die Götter zu sein. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So lebt sie nun dorten, fleißig und fromm,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Jahre verrinnen, die Welt bleibt ihr stumm.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch manchmal im Dunkel, wenn die Kerzen vergeh’n,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
meint sie den Räuber wie im Traume zu seh’n.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann flüstert sie leise, so sanft wie der Wind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass Herzen nicht wählen, wohin sie bestimmt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und tief in ihr drinnen, verborgen und sacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
lebt weiter die Liebe bei Tag und bei Nacht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der treue Hund&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr Leute, lasset mich berichten, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von gar wundersamen Geschichten, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine tue ich Euch nun kund, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie ist zu Orstoc einst geschehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ihr Held, das war ein Hund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein reicher Bauer mit dem Namen Friedrich Klein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kehrte nach dem Marktbesuch in ein Wirtshaus ein. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er hatte Vieh verkauft, trug bei sich den Erlös, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das rochen in der Schenke zwei Räuber, bitterbös. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als nun der reiche Bauer des Nachts zu Bette ging, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
beschlossen diese Räuber zu drehen ein schlimmes Ding. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie schlichen im Gasthaus in seine Kammer hinein, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und drangen mit ihren Messern bedrohlich ein auf Friedrich Klein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schon packten ihn die Schlimmen, an seiner bloßen Kehle, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da schrie mit letzten Kräften, Friedrich die Angst sich von der Seele &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das hörte im Stalle, nicht sein Knecht aber der treue Hund, .&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er riss sich von der Kette und schon er in der Kammer stund &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bevor die Mörder die Messer setzten an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er stürzt sich auf die Kerle und rettet so den Mann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ward überwältigt, die böse Mörderbrut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu Orstoc, auf dem Richtblock, da floss zum Lohn ihr Blut. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch in dem Kampf fügten sie dem treuen Tier zu eine böse Wund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und schon am nächsten Tage da starb der arme Hund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es setzt in seinem Garten, der Bauer Klein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dem treuen braven Hunde aus Marmor einen Stein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darauf stand geschrieben dieses hier: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Viel treuer als die Menschen ist oft ein Hundetier. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Die Geschichte vom Räuber Hannes&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es sagt einst ein Kind zur seiner Großmama: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wenn ich erwachsen bin, was werd ich da?  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hab wenig Lust auf Feldarbeit. Kann ich vielleicht ein Räuber sein? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Muss wenig tun, nur ein bisschen rauben. Das wär&amp;#039; einfach und sehr fein.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Alte wiegt besorgt den Kopf, streichelt sanft den Enkelsohn. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich erzähl dir &amp;#039;ne Geschichte, die beantwortet deine Frage schon.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lehnt sich zurück, dann hebt sie an und sie erzählt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Geschichte vom Räuber Hannes hat sie gewählt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch des Waldes düstre Gründe auf naturverschlungnem Pfaden  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wandelt eine Magd zum Markt nach Vellhafen mit schmerzenden Waden. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hui, da plötzlich stürmt des Banditen kühner Sohn aus dem Geheg, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
scharf bewehrt bis an die Zähne, und vertritt ihr flugs den Weg. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Seid Ihr&amp;quot;, fragt die Frau erblassend, einer dunklen Ahnung voll, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;nicht vielleicht der Räuber Hannes, der allhier grassieren soll?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ja, ich bin´s, du Unglücksel´ge, ja, ich bin´s, der sich dir zeigt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und du bist diejen´ge, welche sich nun vor mir verneigt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn mit hochwillkomm´ner Beute nahst du mir zu guter Stund!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sprachs und nahm ihr weg den Korb, durchwühlt ihn schnell bis auf den Grund. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wie Schuppen von den Augen fällt´s der schlichten Magd sogleich: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ihr seid Hannes!&amp;quot;, ruft sie bleich. &amp;quot;Bin es!&amp;quot; spricht der Räuber weich. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bin´s und sage dir noch dieses: ich töte dich du dummes Weib, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bringst du mir nicht auf dem Rückweg Gold, ramm ich meinen Dolch in deinen Leib.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Magd wird blass und blässer und eilt zum Markt, sucht den Büttel Reodan, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
findet ihn, fragt ängstlich dann, ob er ihr wohl helfen kann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jener stimmt zu, sie zu begleiten, denn den Räuber will er fangen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
baumeln soll der Räuber Hannes, an dem Galgen soll er hangen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesagt, getan und aus dem Walde eilt der Hannes schnell heran, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn er sieht nur das Mägdelein und nicht den guten Reodan. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jener hat sich vorher schon gut versteckt hinter einer dicken Eich, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er springt heraus, macht sich ganz groß und packt sogleich, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann den Räuber Hannes fest am Arm und am Halse an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
damit der Bösewicht dem harten Griffe nicht entweichen kann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Schurke! Hab dich!&amp;quot; so donnert er, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Nun entkommst du mir nicht mehr!&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Mit des Seilers Tochter mach ich dich bekannt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aufatmen wird das ganze Land.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Werde besser Räuber nicht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sonst landet man am Ende nur an einem Strick und baumelt dann im Wind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Drum werde artig und bleib brav, sonst kommt Reodan mein Kind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gassen- und Handwerkslieder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesen Liedern besingt Walter das Leben der einfachen Leute: Handwerker, Händler, Hafenarbeiter und all jene, die in den Straßen und Gassen Vellhafens ihren Alltag bestreiten. Die Stücke sind oft humorvoll, manchmal rau, aber stets voller Wärme für die Menschen, die sie porträtieren. Viele davon entstanden unterwegs, zwischen Marktständen, Werkstätten und Tavernen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Das Lumpensammlerlied des Willem Willink&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Gott Pares hat mich verdammt auf Erden, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein Hader- und Lumpensammler zu werden. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin Willem Willink, ja seht mich nur an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein Lumpenkerl, ein armer, doch ehrlicher Mann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit verschossener Jacke, zerrissener Hose, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ja starrt mich ruhig an – ich bin keine Mimose. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist mir lieber, als wenn ihr verächtlich wegseht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als wär ich nur Dreck, den man mit Füßen wegfegt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Manch einer hält Nase und Maul mit dem Tuche bedeckt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil mein Duft ihn erschreckt und seine Sinne befleckt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch nach Ambra und Moschus kann ich nicht duften,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
muss für Hadern und Lumpen tagtäglich schuften.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bin kein feiner Pflastertreter mit Gold und mit Muße –&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Glück war bei anderen auf besserem Fuße.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hab des Lebens Mühsal bis zur Neige geleert,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch blieb ich stets ehrlich, hab mich nie beschwert.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Meer der Schmerzen bin ich geschwommen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf einem Lumpensack dann zu liegen gekommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun stapf ich durch Vellhafens Gassen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um eure alten Tücher und Kleider zu fassen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bringt mir ruhig ungewaschen, ungekrumpen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
eure Lappen, Fetzen, Flecken und Lumpen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Alles rein in den Sack – man macht daraus Papier:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eingeweicht, gestampft, gegautscht – harte Arbeit, kein Pläsier.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dann geschöpft, gepresst, getrocknet – ein neues Werk erschaffen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
verkauft an Schreiber, Pfeffersäcke und auch an die Pfaffen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin Willem Willink, pack Lumpen in meinen Sack,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und bin schon wieder fort – schwuppdiwupp, zackzack!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Belbrücks&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Belbrücks sind kurze, scherzhafte Fünfzeiler, die in Antamar weit verbreitet sind. Walter sammelt sie seit seiner Jugend und dichtet selbst unzählige neue, meist über Orte, Menschen oder Begebenheiten, die ihm auf seinen Reisen begegnen. Sie folgen einer festen Reimform und werden in Tavernen gern laut mitgesprochen — oft zur großen Freude des Publikums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Heiliges Kaiserreich&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst Mädchen aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bragen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die wollt&amp;#039; was Besonderes wagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie sucht nach `nem Gatten im Kurier,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
jetzt hat sie nicht einen, sondern gleich vier,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die sich täglich übers Essen beklagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war mal ein Bauer aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ackerheim&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der machte in jeden Satz &amp;#039;nen Reim. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und als sein Haar wurde lichter, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da nannte er sich einen Dichter &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und blieb den ganzen Tag daheim. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Kind in &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kirchflecken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das wollte die Welt noch entdecken.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es konnte krabbeln, noch nich´ so gut laufen  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und purzelte prompt in jeden Misthaufen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und erschreckte wandernde Recken. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Oma aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Siebenbrück&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der bastelt der Sohn eine feine Krück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hat Oma hocherfreut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aber den Sohn hat&amp;#039;s gereut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn die Oma haute damit Leute in Stück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Junge aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Amartrutz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der nahm immer alle Gauner in Schutz, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als Mann er studierte, wurd&amp;#039; Rechtsanwalt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Gauner haben ihn nun bezahlt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und schon nannt&amp;#039; ihn keiner mehr Nichtsnutz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Thelessa&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gute Fürst aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Faelughaven&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
muss wie jeder in der Nacht auch schlafen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um dann sanft in den Schlaf zu gleiten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hilft dem gute Fürst beizeiten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Zählen von weißen Schafen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Orklande&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es zogen einst drei Kelten nach Westen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu suchen &amp;#039;nen Vierten, wenn möglich den Besten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie fanden ihn nah dem &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Orken-Lande&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht mittig sondern eher am Rande,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
im Eichenbaum sitzend auf Ästen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Vellhafener Städtebund&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Königreich Lothrinien&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Pferdehirt aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Belbrück&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das war ein rechter Franz im Glück, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als von der Weide eine Herde Pferde wurde geklaut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er sich gründlich umgeschaut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und brachte sie, heil und am Stück, zurück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Adelsrepublik Grauland&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Jungfer aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Surquell&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die war ganz besonders schnell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Da kam ein Jüngling aus Untermoor, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der setzte ihr nen Floh ins Ohr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und zog sie nieder auf sein Schafsfell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tica</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.antamar.eu/index.php?title=Liedgut_des_Barden_Walter_von_der_Salzwiese&amp;diff=126522</id>
		<title>Liedgut des Barden Walter von der Salzwiese</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.antamar.eu/index.php?title=Liedgut_des_Barden_Walter_von_der_Salzwiese&amp;diff=126522"/>
		<updated>2026-02-16T13:43:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tica: /* Balladen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Walter von der Salzwiese – Barde aus Vellhafen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walter von der Salzwiese gilt als einer der hoffnungsvollsten jungen Spielleute Vellhafens. Mit seinen gerade einmal erwachsenen Jahren hat er sich bereits einen Ruf erarbeitet, der manch älteren Barden neidisch werden lässt. Freundlich im Wesen, mit einer klaren, warmen Stimme und einem Talent, das Zuhörer mühelos in seinen Bann zieht, ist er in Schenken, auf Märkten und bei Festen gern gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein erstes Werk, „Das Lied von Brunihild“, verbreitete sich rasch über die Grenzen Vellhafens hinaus und wurde zu einem antamarweit bekannten Gassenhauer. Schon als Junge schickte Walter seine Verse und Melodien an den Vellhafener Kurier und erhielt dort früh Anerkennung für seine Dicht- und Vortragskunst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Herkunft und Familie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walter stammt aus Ismar, wo sein Vater Hein von der Salzwiese einen erfolgreichen Hof bewirtschaftet. Die Schafe der Familie grasen auf den salzhaltigen Wiesen Ismars, was dem Fleisch der berühmten Salzlämmer einen besonderen Geschmack verleiht. Wohlstand und Fleiß prägen Walters Herkunft, und es mangelte der Familie nie an etwas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein künstlerisches Talent verdankt Walter vor allem seiner Mutter Irina, die einst als Bardin unter dem Beinamen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;„Die Lerche aus Ismar“&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bekannt war. Sie tritt heute nicht mehr öffentlich auf, doch ihre Stimme und ihr Gespür für Melodie leben in ihrem Sohn weiter. Walters Brüder hingegen blieben der Landwirtschaft treu und führen den elterlichen Hof fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Balladen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
Walters Balladen erzählen von Liebe, Schicksal, Heldentum und den stillen Tragödien des Alltags. Sie sind länger gefasste Erzählgedichte, die oft auf wahren Begebenheiten beruhen oder von alten Sagen inspiriert wurden. Mit klarer Stimme und feinem Gespür für Stimmung trägt Walter sie auf Märkten, in Schenken und bei Festen vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Das Lied von Brunihild&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
War einst ein kleines Schneiderlein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das konnt schneidern, mit Stichlein fein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und dieses kleine Schneiderlein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging Nächtens in den Wald hinein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dort traf er sich mit Brunihild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die beiden trieben es dort wild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf einer Lichtung unerlaubt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er die Unschuld ihr geraubt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bruni aber war dem Joost versprochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der, der hatt&amp;#039; bald Lunt&amp;#039; gerochen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es kam, wie es dann kommen musste:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Joost, der ahnte, wenn auch nicht wusste,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass Brunihild ihn dreist belogen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und wahrscheinlich auch betrogen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er will es wissen, noch genauer,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und legt sich Nächtens auf die Lauer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Genau vor Brunihildes Elternhaus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und richtig, kaum war&amp;#039;s dunkel, trat sie hinaus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grimmig sieht Joost wie seine Braut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die selbst des Nachts sehr schön ausschaut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sich im Walde mit einem Schneider trifft,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihn gar küsst und herzt, das blonde Gift.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es schmerzt ihn sehr, er leidet Pein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie er so sieht sein Brunilein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Hals ihm schwillt und er sieht rot,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
stürmt auf die Lichtung: Schneider tot!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es heult und schreit die Braut vom Joost:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du Mörder! Bist du noch bei Trost?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch Joost, der schaut sie lange an,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kalt und böse sagt er dann:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du nahmst meinen Ring, warst mir versprochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bist mit dem Schneider hier ins Laub gekrochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hast ihn geküsst, geherzet sehr&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weißt du, dich will ich gar nicht mehr!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brunihilde, die war fassungslos,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
drehte sich um und rannte los.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach Hause will ich, denkt die Maid&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und rafft dann flugs das lange Kleid,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und sie rennet schnell und schneller,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zuhaus geht`s zunächst mal in den Keller.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wäscht aus das Kleid, besudelt von des Schneiders Blut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
lauscht nach oben, ob der Joost ihr womöglich folgen tut.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Joost jedoch, der will nur die Verlobung lösen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gleichgültig ihm ist, ob im Guten oder Bösen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Egal, ob sie ihn anzeigt, dieses Weib&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hauptsache sie bleibt ihm nun vom Leib.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am Elternhaus der Brunihild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ruft er laut und fuchtelt wild,:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich möchte meinen Ring zurück,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von diesem ungetreuen Stück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es wird keine Hochzeit geben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so eine heirat´ ich nie im Leben.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vater und Mutter sind bass erstaunt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was der Joost da ausposaunt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie befragen dann ihr Kind und schau&amp;#039;n es ratlos an:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sag uns Brunihild, was hast du nur getan,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass der Joost dich untreu schilt?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Setz uns bitte mal ins Bild.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Maid, die schweigt, nimmt kreidebleich&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Ring vom Finger dann sogleich.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vater gibt den Schmuck zurück,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf das er andere Hände schmück&amp;#039;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Joost läuft nun geschwind davon,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und dann brüllt der Vater schon:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was sollen denn die Leute denken?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Musstest du den Joost so kränken?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kind was hast du bloß gemacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
in dieser unglückseligen Nacht?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch Brunihild, die Ungetreue,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sagt kein Wort, schweigt nun auf Neue.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Mutter redet auf sie ein:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sag mir den Grund, Brunhildilein!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch auch der Mutter bleibt sie eine Antwort schuldig,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
diese schäumt vor Wut, fragt ungeduldig:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was sollen wir den Leuten sagen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wenn nach der Hochzeit sie uns fragen?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maid schweigt weiter, geht auf ihr Zimmer,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Lage, die wird schlimm und schlimmer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn Brunihilde weiß, dass sie ein Kindlein trägt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
in knapp fünf Monden es in der Wiege quäkt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Schande&amp;quot; denkt sie, &amp;quot;Welch ein Graus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie komme ich aus der Sache raus?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich geh ins Wasser!&amp;quot; ihr Entschluss,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sprach&amp;#039;s und ging geschwind zum Fluss.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am nächsten Tag hat der Vater sie gefunden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie aus dem Wasser raus gewunden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu einem Medicus verbracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch der hat nur aufgelacht:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Eine Tote bringt ihr mir? Was soll ich tun?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lasst sie auf dem Nergasacker ruh&amp;#039;n.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater sprach: &amp;quot;Mir ist nicht nach Scherzen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
untersuche ob ein Kind sie trug, unter ihrem Herzen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Medicus untersucht die Tote nun geschwind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann sagt er: &amp;quot;Ja, sie erwartete ein Kind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In vier, fünf Monden wär`s soweit gewesen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das kann ich an dem Körper lesen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater nickt, bezahlt den Mann, und nimmt die Leich&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bringt sie zum Nergasacker dann sogleich.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch Nergas Diener schicken ihn fort:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Begrabt sie einem anderen Ort!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nerga hasst jene, die sich selbst des Lebens berauben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das weiß der Vater, durch seinen tiefen Götterglauben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es schwillt die Wut ganz tief in ihm,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er denkt: Der Joost war mit Brunihild intim,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dafür sollte er nun bezahlen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn er verursacht diese Qualen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Leich&amp;#039; der Tochter in den Armen, die Augen voller Schmerz,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
stellt er den Joost und ohne Fragen, sticht er ihm `nen Dolch ins Herz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Richter nach acht langen Wochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat den Vater freigesprochen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn, so sprach der weise Mann:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bin selber Vater und daher ich verstehen kann,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was ihn zu dieser Tat gebracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vielleicht hätt`ich&amp;#039;s ebenso gemacht?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Betrüge den Verlobten nicht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eifersucht bei einem Mann,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gar schlimme Folgen haben kann!&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der Sohn der Maar-Fiar&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sein Clan längst erloschen, seine Geschichte dieses Lied bewahr. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Maar-Fiar waren Jäger, Jäger am Meer, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihre hölzernen Kanus glitten pfeilschnell umher. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, der stolze Aiva&amp;#039;un, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der verehrte gar sehr Lunin und auch den goldenen Lun, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
War nur Lunin, nicht Lun, am Nachthimmel zu sehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so wussten die Maar-Fiar: Es ist Zeit, auf die Jagd zu gehen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er und die Gefährten schoben ihre Kanus in die Wellen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
im Wissen, das Lunin ihren Weg wird erhellen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vier saßen in den Kanus, ob Mann, ob Frau,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zwei lenkten durch die Wogen, zwei spähten hinaus ins Grau. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Netzen und Angeln machten sie reiche Beute, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vom Ausmaß ihres Fangs erzählt man sich noch heute. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Speere und Spieße waren stets messerscharf gewetzt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
damit auch Raubfisch, kein Hai ihre Netze zerfetzt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eroberer und Mörder schlichen heran in dunkler Nacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als weder Lunin noch Lun den Himmel bewacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie drangen gewaltsam ein in Takoyas Haus, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
löschten zunächst seiner Familie die Lebenslichter aus. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gefesselt und geknebelt, gezwungen zuzusehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie all die Untaten vor seinen Augen geschehen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vom Schmerz wie von Sinnen, von Wut angefacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er das Unmögliche dennoch vollbracht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er zerriss seine Fesseln, spuckte den Knebel aus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
erschlug jeden Qim‑Mas, den er fand im Haus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er war nicht zu halten, von der Rache beseelt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
seine Muskeln und Sehnen in Eisen gestählt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch als er im Haus sein Werk vollbracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
trat er hinaus in die stockdunkle Nacht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Dutzend Qim‑Mas rangen den wilden Takoya nieder,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er starb – doch sein Pan‑Teon lebt fort, davon künden die Lieder. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Maar‑Fiar, den stolzen Jägern der Meere,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gebührt auf ewig unsere stille Ehre.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein ganzer Clan, gefallen durch fremde Horden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
durch wilde Feinde, die nur brandschatzen und morden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in der alten Heimat der Maar-Fiar, das weiß jedes Kind, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weht nun an allen Orten eine fremde Flagge im Wind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Grauländer, diese Qim-Mas, wohnen nun dort, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Geister der Maar-Fiar hüten jeden Ort. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der Ring des Räubers &amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht weit von hier in einem tiefen Tal,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da wohnte eine Maid im Wald an einem Wasserfall. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie war so schön, so schön wie Milch und Blut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von ganzem Herzen war sie einem Manne gut. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du armes Kind, du dauerst meine Seele. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weil ich nur ein Räuber bin, wohn&amp;#039; in einer Höhle&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Du kannst fürwahr nicht länger bei mir sein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ich muss jetzt fort, tief in den Wald hinein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nimm diesen Ring, und sollte man dich fragen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so sag&amp;#039; ein Räuber habe ihn getragen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der dich geliebt, geliebt bei Tag und Nacht&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der so manchen um Hab und Gut gebracht&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sprach er nach vielen Monden zu ihr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nach so  vielen Tagen und Nächten mit Pläsier, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihr half kein Wehen und auch kein Klagen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie musste seinen Weggang weinend ertragen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schöne tat, was der Geliebte ihr gesagt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging zurück zu ihrem Dorf, tieftraurig verzagt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie zeigte den Leuten den güldenen Ring, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das vermaledeite wertvolle, aber gestohlene Ding. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie weinte: &amp;quot;Der Räuber, den ich geliebt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat ihn getragen bei Tag und auch bei Nacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der so  manchen um Hab und Gut gebracht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat mich geliebt, bei Tag und auch bei Nacht.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Leute im Dorf waren empört, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht die Liebe an sich hat sie gestört, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aber, dass sie einem Räuber galt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dieses man eine Sünde schalt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sprachen: &amp;quot;Geh in den Tempel, törichte Maid &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und klag den Geweihten dort dein Leid, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Ring, den spende an die Götter, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann verstummen auch die Spötter.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie kann man einen Räuber lieben, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Unglückseliges Kind, was hat dich umgetrieben?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maid weinte bitter und lange, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vor der Zukunft war ihr sehr bange. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Verlust des Liebsten hat sie schon entsetzt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
war sie nun zusätzlich Hohn und Spott ausgesetzt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie trat in einen heiligen Orden ein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um eine Dienerin für die Götter zu sein. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So lebt sie nun dorten, fleißig und fromm,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Jahre verrinnen, die Welt bleibt ihr stumm.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch manchmal im Dunkel, wenn die Kerzen vergeh’n,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
meint sie den Räuber wie im Traume zu seh’n.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann flüstert sie leise, so sanft wie der Wind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass Herzen nicht wählen, wohin sie bestimmt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und tief in ihr drinnen, verborgen und sacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
lebt weiter die Liebe bei Tag und bei Nacht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der treue Hund&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr Leute, lasset mich berichten, .&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von gar wundersamen Geschichten, .&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine tue ich Euch nun kund, .&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie ist zu Orstoc einst geschehen, .&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ihr Held, das war ein Hund. .&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein reicher Bauer mit dem Namen Friedrich Klein, .&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kehrte nach dem Marktbesuch in ein Wirtshaus ein. .&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er hatte Vieh verkauft, trug bei sich den Erlös, .&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das rochen in der Schenke zwei Räuber, bitterbös. .&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als nun der reiche Bauer des Nachts zu Bette ging, .&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
beschlossen diese Räuber zu drehen ein schlimmes Ding. .&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie schlichen im Gasthaus in seine Kammer hinein, .&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und drangen mit ihren Messern bedrohlich ein auf Friedrich Klein..&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schon packten ihn die Schlimmen, an seiner bloßen Kehle, .&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da schrie mit letzten Kräften, Friedrich die Angst sich von der Seele .&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das hörte im Stalle, nicht sein Knecht aber der treue Hund, .&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er riss sich von der Kette und schon er in der Kammer stund .&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bevor die Mörder die Messer setzten an, .&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er stürzt sich auf die Kerle und rettet so den Mann. .&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ward überwältigt, die böse Mörderbrut, .&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu Orstoc, auf dem Richtblock, da floss zum Lohn ihr Blut. .&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch in dem Kampf fügten sie dem treuen Tier zu eine böse Wund. .&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und schon am nächsten Tage da starb der arme Hund. .&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es setzt in seinem Garten, der Bauer Klein .&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dem treuen braven Hunde aus Marmor einen Stein. .&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darauf stand geschrieben dieses hier: .&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Viel treuer als die Menschen ist oft ein Hundetier. .&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gassen- und Handwerkslieder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesen Liedern besingt Walter das Leben der einfachen Leute: Handwerker, Händler, Hafenarbeiter und all jene, die in den Straßen und Gassen Vellhafens ihren Alltag bestreiten. Die Stücke sind oft humorvoll, manchmal rau, aber stets voller Wärme für die Menschen, die sie porträtieren. Viele davon entstanden unterwegs, zwischen Marktständen, Werkstätten und Tavernen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Das Lumpensammlerlied des Willem Willink&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Gott Pares hat mich verdammt auf Erden, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein Hader- und Lumpensammler zu werden. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin Willem Willink, ja seht mich nur an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein Lumpenkerl, ein armer, doch ehrlicher Mann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit verschossener Jacke, zerrissener Hose, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ja starrt mich ruhig an – ich bin keine Mimose. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist mir lieber, als wenn ihr verächtlich wegseht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als wär ich nur Dreck, den man mit Füßen wegfegt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Manch einer hält Nase und Maul mit dem Tuche bedeckt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil mein Duft ihn erschreckt und seine Sinne befleckt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch nach Ambra und Moschus kann ich nicht duften,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
muss für Hadern und Lumpen tagtäglich schuften.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bin kein feiner Pflastertreter mit Gold und mit Muße –&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Glück war bei anderen auf besserem Fuße.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hab des Lebens Mühsal bis zur Neige geleert,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch blieb ich stets ehrlich, hab mich nie beschwert.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Meer der Schmerzen bin ich geschwommen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf einem Lumpensack dann zu liegen gekommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun stapf ich durch Vellhafens Gassen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um eure alten Tücher und Kleider zu fassen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bringt mir ruhig ungewaschen, ungekrumpen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
eure Lappen, Fetzen, Flecken und Lumpen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Alles rein in den Sack – man macht daraus Papier:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eingeweicht, gestampft, gegautscht – harte Arbeit, kein Pläsier.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dann geschöpft, gepresst, getrocknet – ein neues Werk erschaffen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
verkauft an Schreiber, Pfeffersäcke und auch an die Pfaffen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin Willem Willink, pack Lumpen in meinen Sack,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und bin schon wieder fort – schwuppdiwupp, zackzack!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Belbrücks&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Belbrücks sind kurze, scherzhafte Fünfzeiler, die in Antamar weit verbreitet sind. Walter sammelt sie seit seiner Jugend und dichtet selbst unzählige neue, meist über Orte, Menschen oder Begebenheiten, die ihm auf seinen Reisen begegnen. Sie folgen einer festen Reimform und werden in Tavernen gern laut mitgesprochen — oft zur großen Freude des Publikums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Heiliges Kaiserreich&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst Mädchen aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bragen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die wollt&amp;#039; was Besonderes wagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie sucht nach `nem Gatten im Kurier,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
jetzt hat sie nicht einen, sondern gleich vier,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die sich täglich übers Essen beklagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war mal ein Bauer aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ackerheim&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der machte in jeden Satz &amp;#039;nen Reim. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und als sein Haar wurde lichter, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da nannte er sich einen Dichter &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und blieb den ganzen Tag daheim. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Kind in &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kirchflecken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das wollte die Welt noch entdecken.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es konnte krabbeln, noch nich´ so gut laufen  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und purzelte prompt in jeden Misthaufen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und erschreckte wandernde Recken. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Oma aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Siebenbrück&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der bastelt der Sohn eine feine Krück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hat Oma hocherfreut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aber den Sohn hat&amp;#039;s gereut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn die Oma haute damit Leute in Stück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Junge aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Amartrutz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der nahm immer alle Gauner in Schutz, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als Mann er studierte, wurd&amp;#039; Rechtsanwalt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Gauner haben ihn nun bezahlt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und schon nannt&amp;#039; ihn keiner mehr Nichtsnutz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Thelessa&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gute Fürst aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Faelughaven&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
muss wie jeder in der Nacht auch schlafen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um dann sanft in den Schlaf zu gleiten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hilft dem gute Fürst beizeiten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Zählen von weißen Schafen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Orklande&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es zogen einst drei Kelten nach Westen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu suchen &amp;#039;nen Vierten, wenn möglich den Besten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie fanden ihn nah dem &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Orken-Lande&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht mittig sondern eher am Rande,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
im Eichenbaum sitzend auf Ästen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Vellhafener Städtebund&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Königreich Lothrinien&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Pferdehirt aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Belbrück&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das war ein rechter Franz im Glück, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als von der Weide eine Herde Pferde wurde geklaut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er sich gründlich umgeschaut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und brachte sie, heil und am Stück, zurück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Adelsrepublik Grauland&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Jungfer aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Surquell&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die war ganz besonders schnell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Da kam ein Jüngling aus Untermoor, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der setzte ihr nen Floh ins Ohr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und zog sie nieder auf sein Schafsfell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tica</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.antamar.eu/index.php?title=Liedgut_des_Barden_Walter_von_der_Salzwiese&amp;diff=126521</id>
		<title>Liedgut des Barden Walter von der Salzwiese</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.antamar.eu/index.php?title=Liedgut_des_Barden_Walter_von_der_Salzwiese&amp;diff=126521"/>
		<updated>2026-02-16T13:36:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tica: /* Balladen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Walter von der Salzwiese – Barde aus Vellhafen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walter von der Salzwiese gilt als einer der hoffnungsvollsten jungen Spielleute Vellhafens. Mit seinen gerade einmal erwachsenen Jahren hat er sich bereits einen Ruf erarbeitet, der manch älteren Barden neidisch werden lässt. Freundlich im Wesen, mit einer klaren, warmen Stimme und einem Talent, das Zuhörer mühelos in seinen Bann zieht, ist er in Schenken, auf Märkten und bei Festen gern gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein erstes Werk, „Das Lied von Brunihild“, verbreitete sich rasch über die Grenzen Vellhafens hinaus und wurde zu einem antamarweit bekannten Gassenhauer. Schon als Junge schickte Walter seine Verse und Melodien an den Vellhafener Kurier und erhielt dort früh Anerkennung für seine Dicht- und Vortragskunst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Herkunft und Familie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walter stammt aus Ismar, wo sein Vater Hein von der Salzwiese einen erfolgreichen Hof bewirtschaftet. Die Schafe der Familie grasen auf den salzhaltigen Wiesen Ismars, was dem Fleisch der berühmten Salzlämmer einen besonderen Geschmack verleiht. Wohlstand und Fleiß prägen Walters Herkunft, und es mangelte der Familie nie an etwas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein künstlerisches Talent verdankt Walter vor allem seiner Mutter Irina, die einst als Bardin unter dem Beinamen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;„Die Lerche aus Ismar“&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bekannt war. Sie tritt heute nicht mehr öffentlich auf, doch ihre Stimme und ihr Gespür für Melodie leben in ihrem Sohn weiter. Walters Brüder hingegen blieben der Landwirtschaft treu und führen den elterlichen Hof fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Balladen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
Walters Balladen erzählen von Liebe, Schicksal, Heldentum und den stillen Tragödien des Alltags. Sie sind länger gefasste Erzählgedichte, die oft auf wahren Begebenheiten beruhen oder von alten Sagen inspiriert wurden. Mit klarer Stimme und feinem Gespür für Stimmung trägt Walter sie auf Märkten, in Schenken und bei Festen vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Das Lied von Brunihild&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
War einst ein kleines Schneiderlein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das konnt schneidern, mit Stichlein fein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und dieses kleine Schneiderlein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging Nächtens in den Wald hinein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dort traf er sich mit Brunihild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die beiden trieben es dort wild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf einer Lichtung unerlaubt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er die Unschuld ihr geraubt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bruni aber war dem Joost versprochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der, der hatt&amp;#039; bald Lunt&amp;#039; gerochen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es kam, wie es dann kommen musste:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Joost, der ahnte, wenn auch nicht wusste,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass Brunihild ihn dreist belogen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und wahrscheinlich auch betrogen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er will es wissen, noch genauer,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und legt sich Nächtens auf die Lauer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Genau vor Brunihildes Elternhaus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und richtig, kaum war&amp;#039;s dunkel, trat sie hinaus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grimmig sieht Joost wie seine Braut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die selbst des Nachts sehr schön ausschaut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sich im Walde mit einem Schneider trifft,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihn gar küsst und herzt, das blonde Gift.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es schmerzt ihn sehr, er leidet Pein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie er so sieht sein Brunilein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Hals ihm schwillt und er sieht rot,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
stürmt auf die Lichtung: Schneider tot!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es heult und schreit die Braut vom Joost:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du Mörder! Bist du noch bei Trost?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch Joost, der schaut sie lange an,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kalt und böse sagt er dann:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du nahmst meinen Ring, warst mir versprochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bist mit dem Schneider hier ins Laub gekrochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hast ihn geküsst, geherzet sehr&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weißt du, dich will ich gar nicht mehr!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brunihilde, die war fassungslos,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
drehte sich um und rannte los.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach Hause will ich, denkt die Maid&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und rafft dann flugs das lange Kleid,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und sie rennet schnell und schneller,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zuhaus geht`s zunächst mal in den Keller.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wäscht aus das Kleid, besudelt von des Schneiders Blut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
lauscht nach oben, ob der Joost ihr womöglich folgen tut.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Joost jedoch, der will nur die Verlobung lösen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gleichgültig ihm ist, ob im Guten oder Bösen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Egal, ob sie ihn anzeigt, dieses Weib&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hauptsache sie bleibt ihm nun vom Leib.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am Elternhaus der Brunihild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ruft er laut und fuchtelt wild,:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich möchte meinen Ring zurück,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von diesem ungetreuen Stück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es wird keine Hochzeit geben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so eine heirat´ ich nie im Leben.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vater und Mutter sind bass erstaunt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was der Joost da ausposaunt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie befragen dann ihr Kind und schau&amp;#039;n es ratlos an:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sag uns Brunihild, was hast du nur getan,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass der Joost dich untreu schilt?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Setz uns bitte mal ins Bild.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Maid, die schweigt, nimmt kreidebleich&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Ring vom Finger dann sogleich.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vater gibt den Schmuck zurück,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf das er andere Hände schmück&amp;#039;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Joost läuft nun geschwind davon,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und dann brüllt der Vater schon:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was sollen denn die Leute denken?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Musstest du den Joost so kränken?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kind was hast du bloß gemacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
in dieser unglückseligen Nacht?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch Brunihild, die Ungetreue,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sagt kein Wort, schweigt nun auf Neue.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Mutter redet auf sie ein:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sag mir den Grund, Brunhildilein!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch auch der Mutter bleibt sie eine Antwort schuldig,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
diese schäumt vor Wut, fragt ungeduldig:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was sollen wir den Leuten sagen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wenn nach der Hochzeit sie uns fragen?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maid schweigt weiter, geht auf ihr Zimmer,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Lage, die wird schlimm und schlimmer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn Brunihilde weiß, dass sie ein Kindlein trägt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
in knapp fünf Monden es in der Wiege quäkt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Schande&amp;quot; denkt sie, &amp;quot;Welch ein Graus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie komme ich aus der Sache raus?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich geh ins Wasser!&amp;quot; ihr Entschluss,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sprach&amp;#039;s und ging geschwind zum Fluss.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am nächsten Tag hat der Vater sie gefunden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie aus dem Wasser raus gewunden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu einem Medicus verbracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch der hat nur aufgelacht:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Eine Tote bringt ihr mir? Was soll ich tun?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lasst sie auf dem Nergasacker ruh&amp;#039;n.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater sprach: &amp;quot;Mir ist nicht nach Scherzen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
untersuche ob ein Kind sie trug, unter ihrem Herzen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Medicus untersucht die Tote nun geschwind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann sagt er: &amp;quot;Ja, sie erwartete ein Kind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In vier, fünf Monden wär`s soweit gewesen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das kann ich an dem Körper lesen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater nickt, bezahlt den Mann, und nimmt die Leich&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bringt sie zum Nergasacker dann sogleich.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch Nergas Diener schicken ihn fort:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Begrabt sie einem anderen Ort!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nerga hasst jene, die sich selbst des Lebens berauben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das weiß der Vater, durch seinen tiefen Götterglauben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es schwillt die Wut ganz tief in ihm,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er denkt: Der Joost war mit Brunihild intim,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dafür sollte er nun bezahlen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn er verursacht diese Qualen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Leich&amp;#039; der Tochter in den Armen, die Augen voller Schmerz,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
stellt er den Joost und ohne Fragen, sticht er ihm `nen Dolch ins Herz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Richter nach acht langen Wochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat den Vater freigesprochen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn, so sprach der weise Mann:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bin selber Vater und daher ich verstehen kann,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was ihn zu dieser Tat gebracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vielleicht hätt`ich&amp;#039;s ebenso gemacht?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Betrüge den Verlobten nicht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eifersucht bei einem Mann,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gar schlimme Folgen haben kann!&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der Sohn der Maar-Fiar&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sein Clan längst erloschen, seine Geschichte dieses Lied bewahr. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Maar-Fiar waren Jäger, Jäger am Meer, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihre hölzernen Kanus glitten pfeilschnell umher. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, der stolze Aiva&amp;#039;un, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der verehrte gar sehr Lunin und auch den goldenen Lun, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
War nur Lunin, nicht Lun, am Nachthimmel zu sehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so wussten die Maar-Fiar: Es ist Zeit, auf die Jagd zu gehen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er und die Gefährten schoben ihre Kanus in die Wellen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
im Wissen, das Lunin ihren Weg wird erhellen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vier saßen in den Kanus, ob Mann, ob Frau,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zwei lenkten durch die Wogen, zwei spähten hinaus ins Grau. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Netzen und Angeln machten sie reiche Beute, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vom Ausmaß ihres Fangs erzählt man sich noch heute. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Speere und Spieße waren stets messerscharf gewetzt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
damit auch Raubfisch, kein Hai ihre Netze zerfetzt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eroberer und Mörder schlichen heran in dunkler Nacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als weder Lunin noch Lun den Himmel bewacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie drangen gewaltsam ein in Takoyas Haus, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
löschten zunächst seiner Familie die Lebenslichter aus. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gefesselt und geknebelt, gezwungen zuzusehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie all die Untaten vor seinen Augen geschehen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vom Schmerz wie von Sinnen, von Wut angefacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er das Unmögliche dennoch vollbracht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er zerriss seine Fesseln, spuckte den Knebel aus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
erschlug jeden Qim‑Mas, den er fand im Haus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er war nicht zu halten, von der Rache beseelt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
seine Muskeln und Sehnen in Eisen gestählt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch als er im Haus sein Werk vollbracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
trat er hinaus in die stockdunkle Nacht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Dutzend Qim‑Mas rangen den wilden Takoya nieder,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er starb – doch sein Pan‑Teon lebt fort, davon künden die Lieder. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Maar‑Fiar, den stolzen Jägern der Meere,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gebührt auf ewig unsere stille Ehre.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein ganzer Clan, gefallen durch fremde Horden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
durch wilde Feinde, die nur brandschatzen und morden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in der alten Heimat der Maar-Fiar, das weiß jedes Kind, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weht nun an allen Orten eine fremde Flagge im Wind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Grauländer, diese Qim-Mas, wohnen nun dort, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Geister der Maar-Fiar hüten jeden Ort. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der Ring des Räubers &amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht weit von hier in einem tiefen Tal,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da wohnte eine Maid im Wald an einem Wasserfall. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie war so schön, so schön wie Milch und Blut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von ganzem Herzen war sie einem Manne gut. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du armes Kind, du dauerst meine Seele. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weil ich nur ein Räuber bin, wohn&amp;#039; in einer Höhle&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Du kannst fürwahr nicht länger bei mir sein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ich muss jetzt fort, tief in den Wald hinein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nimm diesen Ring, und sollte man dich fragen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so sag&amp;#039; ein Räuber habe ihn getragen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der dich geliebt, geliebt bei Tag und Nacht&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der so manchen um Hab und Gut gebracht&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sprach er nach vielen Monden zu ihr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nach so  vielen Tagen und Nächten mit Pläsier, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihr half kein Wehen und auch kein Klagen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie musste seinen Weggang weinend ertragen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schöne tat, was der Geliebte ihr gesagt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging zurück zu ihrem Dorf, tieftraurig verzagt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie zeigte den Leuten den güldenen Ring, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das vermaledeite wertvolle, aber gestohlene Ding. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie weinte: &amp;quot;Der Räuber, den ich geliebt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat ihn getragen bei Tag und auch bei Nacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der so  manchen um Hab und Gut gebracht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat mich geliebt, bei Tag und auch bei Nacht.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Leute im Dorf waren empört, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht die Liebe an sich hat sie gestört, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aber, dass sie einem Räuber galt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dieses man eine Sünde schalt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sprachen: &amp;quot;Geh in den Tempel, törichte Maid &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und klag den Geweihten dort dein Leid, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Ring, den spende an die Götter, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann verstummen auch die Spötter.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie kann man einen Räuber lieben, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Unglückseliges Kind, was hat dich umgetrieben?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maid weinte bitter und lange, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vor der Zukunft war ihr sehr bange. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Verlust des Liebsten hat sie schon entsetzt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
war sie nun zusätzlich Hohn und Spott ausgesetzt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie trat in einen heiligen Orden ein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um eine Dienerin für die Götter zu sein. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So lebt sie nun dorten, fleißig und fromm,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Jahre verrinnen, die Welt bleibt ihr stumm.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch manchmal im Dunkel, wenn die Kerzen vergeh’n,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
meint sie den Räuber wie im Traume zu seh’n.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann flüstert sie leise, so sanft wie der Wind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass Herzen nicht wählen, wohin sie bestimmt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und tief in ihr drinnen, verborgen und sacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
lebt weiter die Liebe bei Tag und bei Nacht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der treue Hund&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr Leute, lasset mich berichten, .&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von gar wundersamen Geschichten, .&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine tue ich Euch nun kund, .&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie ist bei Orstoc einst geschehen, .&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ihr Held, das war ein Hund. .&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein reicher Bauer mit dem Namen Friedrich Klein, .&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kehrte nach dem Marktbesuch in ein Wirtshaus ein. .&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er hatte Vieh verkauft, trug bei sich den Erlös, .&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das rochen in der Schenke zwei Räuber, bitterbös. .&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als nun der reiche Bauer des Nachts zu Bette ging, .&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
beschlossen diese Räuber zu drehen ein schlimmes Ding. .&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie schlichen im Gasthaus in seine Kammer hinein, .&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und drangen mit ihren Messern bedrohlich ein auf Friedrich Klein..&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schon packten ihn die Schlimmen, an seiner bloßen Kehle, .&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da schrie mit letzten Kräften, Friedrich die Angst sich von der Seele .&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das hörte im Stalle, nicht sein Knecht aber der treue Hund, .&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er riss sich von der Kette und schon er in der Kammer stund .&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bevor die Mörder die Messer setzten an, .&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er stürzt sich auf die Kerle und rettet so den Mann. .&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wurde überwältigt, die böse Mörderbrut, .&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu Orstoc, auf dem Richtblock, da floss zum Lohn ihr Blut. .&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch in dem Kampf fügten sie dem treuen Tier zu eine böse Wund. .&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und schon am nächsten Tage da starb der arme Hund. .&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es setzt in seinem Garten, der Bauer Klein .&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dem treuen braven Hunde aus Marmor einen Stein. .&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darauf stand geschrieben dieses hier: .&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Viel treuer als die Menschen ist oft ein Hundetier. .&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gassen- und Handwerkslieder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesen Liedern besingt Walter das Leben der einfachen Leute: Handwerker, Händler, Hafenarbeiter und all jene, die in den Straßen und Gassen Vellhafens ihren Alltag bestreiten. Die Stücke sind oft humorvoll, manchmal rau, aber stets voller Wärme für die Menschen, die sie porträtieren. Viele davon entstanden unterwegs, zwischen Marktständen, Werkstätten und Tavernen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Das Lumpensammlerlied des Willem Willink&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Gott Pares hat mich verdammt auf Erden, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein Hader- und Lumpensammler zu werden. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin Willem Willink, ja seht mich nur an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein Lumpenkerl, ein armer, doch ehrlicher Mann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit verschossener Jacke, zerrissener Hose, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ja starrt mich ruhig an – ich bin keine Mimose. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist mir lieber, als wenn ihr verächtlich wegseht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als wär ich nur Dreck, den man mit Füßen wegfegt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Manch einer hält Nase und Maul mit dem Tuche bedeckt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil mein Duft ihn erschreckt und seine Sinne befleckt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch nach Ambra und Moschus kann ich nicht duften,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
muss für Hadern und Lumpen tagtäglich schuften.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bin kein feiner Pflastertreter mit Gold und mit Muße –&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Glück war bei anderen auf besserem Fuße.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hab des Lebens Mühsal bis zur Neige geleert,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch blieb ich stets ehrlich, hab mich nie beschwert.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Meer der Schmerzen bin ich geschwommen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf einem Lumpensack dann zu liegen gekommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun stapf ich durch Vellhafens Gassen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um eure alten Tücher und Kleider zu fassen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bringt mir ruhig ungewaschen, ungekrumpen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
eure Lappen, Fetzen, Flecken und Lumpen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Alles rein in den Sack – man macht daraus Papier:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eingeweicht, gestampft, gegautscht – harte Arbeit, kein Pläsier.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dann geschöpft, gepresst, getrocknet – ein neues Werk erschaffen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
verkauft an Schreiber, Pfeffersäcke und auch an die Pfaffen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin Willem Willink, pack Lumpen in meinen Sack,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und bin schon wieder fort – schwuppdiwupp, zackzack!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Belbrücks&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Belbrücks sind kurze, scherzhafte Fünfzeiler, die in Antamar weit verbreitet sind. Walter sammelt sie seit seiner Jugend und dichtet selbst unzählige neue, meist über Orte, Menschen oder Begebenheiten, die ihm auf seinen Reisen begegnen. Sie folgen einer festen Reimform und werden in Tavernen gern laut mitgesprochen — oft zur großen Freude des Publikums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Heiliges Kaiserreich&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst Mädchen aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bragen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die wollt&amp;#039; was Besonderes wagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie sucht nach `nem Gatten im Kurier,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
jetzt hat sie nicht einen, sondern gleich vier,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die sich täglich übers Essen beklagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war mal ein Bauer aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ackerheim&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der machte in jeden Satz &amp;#039;nen Reim. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und als sein Haar wurde lichter, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da nannte er sich einen Dichter &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und blieb den ganzen Tag daheim. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Kind in &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kirchflecken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das wollte die Welt noch entdecken.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es konnte krabbeln, noch nich´ so gut laufen  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und purzelte prompt in jeden Misthaufen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und erschreckte wandernde Recken. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Oma aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Siebenbrück&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der bastelt der Sohn eine feine Krück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hat Oma hocherfreut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aber den Sohn hat&amp;#039;s gereut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn die Oma haute damit Leute in Stück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Junge aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Amartrutz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der nahm immer alle Gauner in Schutz, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als Mann er studierte, wurd&amp;#039; Rechtsanwalt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Gauner haben ihn nun bezahlt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und schon nannt&amp;#039; ihn keiner mehr Nichtsnutz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Thelessa&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gute Fürst aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Faelughaven&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
muss wie jeder in der Nacht auch schlafen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um dann sanft in den Schlaf zu gleiten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hilft dem gute Fürst beizeiten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Zählen von weißen Schafen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Orklande&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es zogen einst drei Kelten nach Westen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu suchen &amp;#039;nen Vierten, wenn möglich den Besten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie fanden ihn nah dem &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Orken-Lande&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht mittig sondern eher am Rande,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
im Eichenbaum sitzend auf Ästen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Vellhafener Städtebund&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Königreich Lothrinien&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Pferdehirt aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Belbrück&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das war ein rechter Franz im Glück, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als von der Weide eine Herde Pferde wurde geklaut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er sich gründlich umgeschaut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und brachte sie, heil und am Stück, zurück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Adelsrepublik Grauland&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Jungfer aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Surquell&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die war ganz besonders schnell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Da kam ein Jüngling aus Untermoor, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der setzte ihr nen Floh ins Ohr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und zog sie nieder auf sein Schafsfell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tica</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.antamar.eu/index.php?title=Liedgut_des_Barden_Walter_von_der_Salzwiese&amp;diff=126520</id>
		<title>Liedgut des Barden Walter von der Salzwiese</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.antamar.eu/index.php?title=Liedgut_des_Barden_Walter_von_der_Salzwiese&amp;diff=126520"/>
		<updated>2026-02-16T13:11:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tica: /* Belbrücks */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Walter von der Salzwiese – Barde aus Vellhafen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walter von der Salzwiese gilt als einer der hoffnungsvollsten jungen Spielleute Vellhafens. Mit seinen gerade einmal erwachsenen Jahren hat er sich bereits einen Ruf erarbeitet, der manch älteren Barden neidisch werden lässt. Freundlich im Wesen, mit einer klaren, warmen Stimme und einem Talent, das Zuhörer mühelos in seinen Bann zieht, ist er in Schenken, auf Märkten und bei Festen gern gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein erstes Werk, „Das Lied von Brunihild“, verbreitete sich rasch über die Grenzen Vellhafens hinaus und wurde zu einem antamarweit bekannten Gassenhauer. Schon als Junge schickte Walter seine Verse und Melodien an den Vellhafener Kurier und erhielt dort früh Anerkennung für seine Dicht- und Vortragskunst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Herkunft und Familie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walter stammt aus Ismar, wo sein Vater Hein von der Salzwiese einen erfolgreichen Hof bewirtschaftet. Die Schafe der Familie grasen auf den salzhaltigen Wiesen Ismars, was dem Fleisch der berühmten Salzlämmer einen besonderen Geschmack verleiht. Wohlstand und Fleiß prägen Walters Herkunft, und es mangelte der Familie nie an etwas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein künstlerisches Talent verdankt Walter vor allem seiner Mutter Irina, die einst als Bardin unter dem Beinamen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;„Die Lerche aus Ismar“&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bekannt war. Sie tritt heute nicht mehr öffentlich auf, doch ihre Stimme und ihr Gespür für Melodie leben in ihrem Sohn weiter. Walters Brüder hingegen blieben der Landwirtschaft treu und führen den elterlichen Hof fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Balladen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
Walters Balladen erzählen von Liebe, Schicksal, Heldentum und den stillen Tragödien des Alltags. Sie sind länger gefasste Erzählgedichte, die oft auf wahren Begebenheiten beruhen oder von alten Sagen inspiriert wurden. Mit klarer Stimme und feinem Gespür für Stimmung trägt Walter sie auf Märkten, in Schenken und bei Festen vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Das Lied von Brunihild&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
War einst ein kleines Schneiderlein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das konnt schneidern, mit Stichlein fein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und dieses kleine Schneiderlein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging Nächtens in den Wald hinein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dort traf er sich mit Brunihild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die beiden trieben es dort wild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf einer Lichtung unerlaubt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er die Unschuld ihr geraubt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bruni aber war dem Joost versprochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der, der hatt&amp;#039; bald Lunt&amp;#039; gerochen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es kam, wie es dann kommen musste:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Joost, der ahnte, wenn auch nicht wusste,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass Brunihild ihn dreist belogen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und wahrscheinlich auch betrogen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er will es wissen, noch genauer,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und legt sich Nächtens auf die Lauer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Genau vor Brunihildes Elternhaus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und richtig, kaum war&amp;#039;s dunkel, trat sie hinaus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grimmig sieht Joost wie seine Braut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die selbst des Nachts sehr schön ausschaut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sich im Walde mit einem Schneider trifft,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihn gar küsst und herzt, das blonde Gift.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es schmerzt ihn sehr, er leidet Pein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie er so sieht sein Brunilein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Hals ihm schwillt und er sieht rot,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
stürmt auf die Lichtung: Schneider tot!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es heult und schreit die Braut vom Joost:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du Mörder! Bist du noch bei Trost?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch Joost, der schaut sie lange an,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kalt und böse sagt er dann:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du nahmst meinen Ring, warst mir versprochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bist mit dem Schneider hier ins Laub gekrochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hast ihn geküsst, geherzet sehr&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weißt du, dich will ich gar nicht mehr!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brunihilde, die war fassungslos,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
drehte sich um und rannte los.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach Hause will ich, denkt die Maid&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und rafft dann flugs das lange Kleid,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und sie rennet schnell und schneller,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zuhaus geht`s zunächst mal in den Keller.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wäscht aus das Kleid, besudelt von des Schneiders Blut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
lauscht nach oben, ob der Joost ihr womöglich folgen tut.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Joost jedoch, der will nur die Verlobung lösen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gleichgültig ihm ist, ob im Guten oder Bösen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Egal, ob sie ihn anzeigt, dieses Weib&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hauptsache sie bleibt ihm nun vom Leib.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am Elternhaus der Brunihild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ruft er laut und fuchtelt wild,:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich möchte meinen Ring zurück,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von diesem ungetreuen Stück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es wird keine Hochzeit geben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so eine heirat´ ich nie im Leben.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vater und Mutter sind bass erstaunt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was der Joost da ausposaunt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie befragen dann ihr Kind und schau&amp;#039;n es ratlos an:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sag uns Brunihild, was hast du nur getan,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass der Joost dich untreu schilt?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Setz uns bitte mal ins Bild.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Maid, die schweigt, nimmt kreidebleich&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Ring vom Finger dann sogleich.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vater gibt den Schmuck zurück,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf das er andere Hände schmück&amp;#039;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Joost läuft nun geschwind davon,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und dann brüllt der Vater schon:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was sollen denn die Leute denken?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Musstest du den Joost so kränken?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kind was hast du bloß gemacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
in dieser unglückseligen Nacht?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch Brunihild, die Ungetreue,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sagt kein Wort, schweigt nun auf Neue.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Mutter redet auf sie ein:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sag mir den Grund, Brunhildilein!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch auch der Mutter bleibt sie eine Antwort schuldig,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
diese schäumt vor Wut, fragt ungeduldig:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was sollen wir den Leuten sagen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wenn nach der Hochzeit sie uns fragen?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maid schweigt weiter, geht auf ihr Zimmer,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Lage, die wird schlimm und schlimmer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn Brunihilde weiß, dass sie ein Kindlein trägt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
in knapp fünf Monden es in der Wiege quäkt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Schande&amp;quot; denkt sie, &amp;quot;Welch ein Graus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie komme ich aus der Sache raus?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich geh ins Wasser!&amp;quot; ihr Entschluss,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sprach&amp;#039;s und ging geschwind zum Fluss.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am nächsten Tag hat der Vater sie gefunden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie aus dem Wasser raus gewunden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu einem Medicus verbracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch der hat nur aufgelacht:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Eine Tote bringt ihr mir? Was soll ich tun?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lasst sie auf dem Nergasacker ruh&amp;#039;n.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater sprach: &amp;quot;Mir ist nicht nach Scherzen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
untersuche ob ein Kind sie trug, unter ihrem Herzen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Medicus untersucht die Tote nun geschwind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann sagt er: &amp;quot;Ja, sie erwartete ein Kind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In vier, fünf Monden wär`s soweit gewesen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das kann ich an dem Körper lesen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater nickt, bezahlt den Mann, und nimmt die Leich&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bringt sie zum Nergasacker dann sogleich.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch Nergas Diener schicken ihn fort:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Begrabt sie einem anderen Ort!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nerga hasst jene, die sich selbst des Lebens berauben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das weiß der Vater, durch seinen tiefen Götterglauben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es schwillt die Wut ganz tief in ihm,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er denkt: Der Joost war mit Brunihild intim,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dafür sollte er nun bezahlen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn er verursacht diese Qualen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Leich&amp;#039; der Tochter in den Armen, die Augen voller Schmerz,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
stellt er den Joost und ohne Fragen, sticht er ihm `nen Dolch ins Herz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Richter nach acht langen Wochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat den Vater freigesprochen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn, so sprach der weise Mann:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bin selber Vater und daher ich verstehen kann,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was ihn zu dieser Tat gebracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vielleicht hätt`ich&amp;#039;s ebenso gemacht?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Betrüge den Verlobten nicht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eifersucht bei einem Mann,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gar schlimme Folgen haben kann!&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der Sohn der Maar-Fiar&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sein Clan längst erloschen, seine Geschichte dieses Lied bewahr. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Maar-Fiar waren Jäger, Jäger am Meer, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihre hölzernen Kanus glitten pfeilschnell umher. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, der stolze Aiva&amp;#039;un, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der verehrte gar sehr Lunin und auch den goldenen Lun, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
War nur Lunin, nicht Lun, am Nachthimmel zu sehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so wussten die Maar-Fiar: Es ist Zeit, auf die Jagd zu gehen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er und die Gefährten schoben ihre Kanus in die Wellen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
im Wissen, das Lunin ihren Weg wird erhellen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vier saßen in den Kanus, ob Mann, ob Frau,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zwei lenkten durch die Wogen, zwei spähten hinaus ins Grau. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Netzen und Angeln machten sie reiche Beute, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vom Ausmaß ihres Fangs erzählt man sich noch heute. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Speere und Spieße waren stets messerscharf gewetzt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
damit auch Raubfisch, kein Hai ihre Netze zerfetzt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eroberer und Mörder schlichen heran in dunkler Nacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als weder Lunin noch Lun den Himmel bewacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie drangen gewaltsam ein in Takoyas Haus, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
löschten zunächst seiner Familie die Lebenslichter aus. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gefesselt und geknebelt, gezwungen zuzusehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie all die Untaten vor seinen Augen geschehen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vom Schmerz wie von Sinnen, von Wut angefacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er das Unmögliche dennoch vollbracht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er zerriss seine Fesseln, spuckte den Knebel aus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
erschlug jeden Qim‑Mas, den er fand im Haus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er war nicht zu halten, von der Rache beseelt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
seine Muskeln und Sehnen in Eisen gestählt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch als er im Haus sein Werk vollbracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
trat er hinaus in die stockdunkle Nacht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Dutzend Qim‑Mas rangen den wilden Takoya nieder,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er starb – doch sein Pan‑Teon lebt fort, davon künden die Lieder. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Maar‑Fiar, den stolzen Jägern der Meere,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gebührt auf ewig unsere stille Ehre.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein ganzer Clan, gefallen durch fremde Horden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
durch wilde Feinde, die nur brandschatzen und morden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in der alten Heimat der Maar-Fiar, das weiß jedes Kind, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weht nun an allen Orten eine fremde Flagge im Wind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Grauländer, diese Qim-Mas, wohnen nun dort, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Geister der Maar-Fiar hüten jeden Ort. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der Ring des Räubers &amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht weit von hier in einem tiefen Tal,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da wohnte eine Maid im Wald an einem Wasserfall. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie war so schön, so schön wie Milch und Blut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von ganzem Herzen war sie einem Manne gut. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du armes Kind, du dauerst meine Seele. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weil ich nur ein Räuber bin, wohn&amp;#039; in einer Höhle&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Du kannst fürwahr nicht länger bei mir sein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ich muss jetzt fort, tief in den Wald hinein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nimm diesen Ring, und sollte man dich fragen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so sag&amp;#039; ein Räuber habe ihn getragen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der dich geliebt, geliebt bei Tag und Nacht&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der so manchen um Hab und Gut gebracht&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sprach er nach vielen Monden zu ihr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nach so  vielen Tagen und Nächten mit Pläsier, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihr half kein Wehen und auch kein Klagen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie musste seinen Weggang weinend ertragen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schöne tat, was der Geliebte ihr gesagt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging zurück zu ihrem Dorf, tieftraurig verzagt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie zeigte den Leuten den güldenen Ring, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das vermaledeite wertvolle, aber gestohlene Ding. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie weinte: &amp;quot;Der Räuber, den ich geliebt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat ihn getragen bei Tag und auch bei Nacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der so  manchen um Hab und Gut gebracht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat mich geliebt, bei Tag und auch bei Nacht.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Leute im Dorf waren empört, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht die Liebe an sich hat sie gestört, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aber, dass sie einem Räuber galt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dieses man eine Sünde schalt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sprachen: &amp;quot;Geh in den Tempel, törichte Maid &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und klag den Geweihten dort dein Leid, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Ring, den spende an die Götter, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann verstummen auch die Spötter.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie kann man einen Räuber lieben, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Unglückseliges Kind, was hat dich umgetrieben?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maid weinte bitter und lange, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vor der Zukunft war ihr sehr bange. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Verlust des Liebsten hat sie schon entsetzt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
war sie nun zusätzlich Hohn und Spott ausgesetzt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie trat in einen heiligen Orden ein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um eine Dienerin für die Götter zu sein. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So lebt sie nun dorten, fleißig und fromm,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Jahre verrinnen, die Welt bleibt ihr stumm.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch manchmal im Dunkel, wenn die Kerzen vergeh’n,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
meint sie den Räuber wie im Traume zu seh’n.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann flüstert sie leise, so sanft wie der Wind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass Herzen nicht wählen, wohin sie bestimmt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und tief in ihr drinnen, verborgen und sacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
lebt weiter die Liebe bei Tag und bei Nacht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gassen- und Handwerkslieder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesen Liedern besingt Walter das Leben der einfachen Leute: Handwerker, Händler, Hafenarbeiter und all jene, die in den Straßen und Gassen Vellhafens ihren Alltag bestreiten. Die Stücke sind oft humorvoll, manchmal rau, aber stets voller Wärme für die Menschen, die sie porträtieren. Viele davon entstanden unterwegs, zwischen Marktständen, Werkstätten und Tavernen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Das Lumpensammlerlied des Willem Willink&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Gott Pares hat mich verdammt auf Erden, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein Hader- und Lumpensammler zu werden. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin Willem Willink, ja seht mich nur an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein Lumpenkerl, ein armer, doch ehrlicher Mann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit verschossener Jacke, zerrissener Hose, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ja starrt mich ruhig an – ich bin keine Mimose. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist mir lieber, als wenn ihr verächtlich wegseht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als wär ich nur Dreck, den man mit Füßen wegfegt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Manch einer hält Nase und Maul mit dem Tuche bedeckt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil mein Duft ihn erschreckt und seine Sinne befleckt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch nach Ambra und Moschus kann ich nicht duften,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
muss für Hadern und Lumpen tagtäglich schuften.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bin kein feiner Pflastertreter mit Gold und mit Muße –&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Glück war bei anderen auf besserem Fuße.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hab des Lebens Mühsal bis zur Neige geleert,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch blieb ich stets ehrlich, hab mich nie beschwert.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Meer der Schmerzen bin ich geschwommen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf einem Lumpensack dann zu liegen gekommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun stapf ich durch Vellhafens Gassen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um eure alten Tücher und Kleider zu fassen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bringt mir ruhig ungewaschen, ungekrumpen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
eure Lappen, Fetzen, Flecken und Lumpen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Alles rein in den Sack – man macht daraus Papier:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eingeweicht, gestampft, gegautscht – harte Arbeit, kein Pläsier.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dann geschöpft, gepresst, getrocknet – ein neues Werk erschaffen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
verkauft an Schreiber, Pfeffersäcke und auch an die Pfaffen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin Willem Willink, pack Lumpen in meinen Sack,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und bin schon wieder fort – schwuppdiwupp, zackzack!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Belbrücks&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Belbrücks sind kurze, scherzhafte Fünfzeiler, die in Antamar weit verbreitet sind. Walter sammelt sie seit seiner Jugend und dichtet selbst unzählige neue, meist über Orte, Menschen oder Begebenheiten, die ihm auf seinen Reisen begegnen. Sie folgen einer festen Reimform und werden in Tavernen gern laut mitgesprochen — oft zur großen Freude des Publikums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Heiliges Kaiserreich&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst Mädchen aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bragen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die wollt&amp;#039; was Besonderes wagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie sucht nach `nem Gatten im Kurier,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
jetzt hat sie nicht einen, sondern gleich vier,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die sich täglich übers Essen beklagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war mal ein Bauer aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ackerheim&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der machte in jeden Satz &amp;#039;nen Reim. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und als sein Haar wurde lichter, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da nannte er sich einen Dichter &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und blieb den ganzen Tag daheim. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Kind in &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kirchflecken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das wollte die Welt noch entdecken.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es konnte krabbeln, noch nich´ so gut laufen  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und purzelte prompt in jeden Misthaufen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und erschreckte wandernde Recken. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Oma aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Siebenbrück&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der bastelt der Sohn eine feine Krück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hat Oma hocherfreut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aber den Sohn hat&amp;#039;s gereut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn die Oma haute damit Leute in Stück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Junge aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Amartrutz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der nahm immer alle Gauner in Schutz, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als Mann er studierte, wurd&amp;#039; Rechtsanwalt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Gauner haben ihn nun bezahlt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und schon nannt&amp;#039; ihn keiner mehr Nichtsnutz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Thelessa&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gute Fürst aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Faelughaven&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
muss wie jeder in der Nacht auch schlafen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um dann sanft in den Schlaf zu gleiten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hilft dem gute Fürst beizeiten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Zählen von weißen Schafen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Orklande&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es zogen einst drei Kelten nach Westen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu suchen &amp;#039;nen Vierten, wenn möglich den Besten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie fanden ihn nah dem &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Orken-Lande&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht mittig sondern eher am Rande,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
im Eichenbaum sitzend auf Ästen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Vellhafener Städtebund&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Königreich Lothrinien&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Pferdehirt aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Belbrück&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das war ein rechter Franz im Glück, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als von der Weide eine Herde Pferde wurde geklaut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er sich gründlich umgeschaut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und brachte sie, heil und am Stück, zurück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Adelsrepublik Grauland&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Jungfer aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Surquell&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die war ganz besonders schnell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Da kam ein Jüngling aus Untermoor, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der setzte ihr nen Floh ins Ohr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und zog sie nieder auf sein Schafsfell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tica</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.antamar.eu/index.php?title=Liedgut_des_Barden_Walter_von_der_Salzwiese&amp;diff=126519</id>
		<title>Liedgut des Barden Walter von der Salzwiese</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.antamar.eu/index.php?title=Liedgut_des_Barden_Walter_von_der_Salzwiese&amp;diff=126519"/>
		<updated>2026-02-16T13:09:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tica: /* Belbrücks */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Walter von der Salzwiese – Barde aus Vellhafen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walter von der Salzwiese gilt als einer der hoffnungsvollsten jungen Spielleute Vellhafens. Mit seinen gerade einmal erwachsenen Jahren hat er sich bereits einen Ruf erarbeitet, der manch älteren Barden neidisch werden lässt. Freundlich im Wesen, mit einer klaren, warmen Stimme und einem Talent, das Zuhörer mühelos in seinen Bann zieht, ist er in Schenken, auf Märkten und bei Festen gern gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein erstes Werk, „Das Lied von Brunihild“, verbreitete sich rasch über die Grenzen Vellhafens hinaus und wurde zu einem antamarweit bekannten Gassenhauer. Schon als Junge schickte Walter seine Verse und Melodien an den Vellhafener Kurier und erhielt dort früh Anerkennung für seine Dicht- und Vortragskunst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Herkunft und Familie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walter stammt aus Ismar, wo sein Vater Hein von der Salzwiese einen erfolgreichen Hof bewirtschaftet. Die Schafe der Familie grasen auf den salzhaltigen Wiesen Ismars, was dem Fleisch der berühmten Salzlämmer einen besonderen Geschmack verleiht. Wohlstand und Fleiß prägen Walters Herkunft, und es mangelte der Familie nie an etwas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein künstlerisches Talent verdankt Walter vor allem seiner Mutter Irina, die einst als Bardin unter dem Beinamen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;„Die Lerche aus Ismar“&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bekannt war. Sie tritt heute nicht mehr öffentlich auf, doch ihre Stimme und ihr Gespür für Melodie leben in ihrem Sohn weiter. Walters Brüder hingegen blieben der Landwirtschaft treu und führen den elterlichen Hof fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Balladen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
Walters Balladen erzählen von Liebe, Schicksal, Heldentum und den stillen Tragödien des Alltags. Sie sind länger gefasste Erzählgedichte, die oft auf wahren Begebenheiten beruhen oder von alten Sagen inspiriert wurden. Mit klarer Stimme und feinem Gespür für Stimmung trägt Walter sie auf Märkten, in Schenken und bei Festen vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Das Lied von Brunihild&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
War einst ein kleines Schneiderlein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das konnt schneidern, mit Stichlein fein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und dieses kleine Schneiderlein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging Nächtens in den Wald hinein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dort traf er sich mit Brunihild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die beiden trieben es dort wild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf einer Lichtung unerlaubt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er die Unschuld ihr geraubt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bruni aber war dem Joost versprochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der, der hatt&amp;#039; bald Lunt&amp;#039; gerochen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es kam, wie es dann kommen musste:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Joost, der ahnte, wenn auch nicht wusste,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass Brunihild ihn dreist belogen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und wahrscheinlich auch betrogen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er will es wissen, noch genauer,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und legt sich Nächtens auf die Lauer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Genau vor Brunihildes Elternhaus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und richtig, kaum war&amp;#039;s dunkel, trat sie hinaus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grimmig sieht Joost wie seine Braut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die selbst des Nachts sehr schön ausschaut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sich im Walde mit einem Schneider trifft,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihn gar küsst und herzt, das blonde Gift.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es schmerzt ihn sehr, er leidet Pein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie er so sieht sein Brunilein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Hals ihm schwillt und er sieht rot,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
stürmt auf die Lichtung: Schneider tot!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es heult und schreit die Braut vom Joost:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du Mörder! Bist du noch bei Trost?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch Joost, der schaut sie lange an,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kalt und böse sagt er dann:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du nahmst meinen Ring, warst mir versprochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bist mit dem Schneider hier ins Laub gekrochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hast ihn geküsst, geherzet sehr&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weißt du, dich will ich gar nicht mehr!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brunihilde, die war fassungslos,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
drehte sich um und rannte los.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach Hause will ich, denkt die Maid&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und rafft dann flugs das lange Kleid,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und sie rennet schnell und schneller,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zuhaus geht`s zunächst mal in den Keller.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wäscht aus das Kleid, besudelt von des Schneiders Blut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
lauscht nach oben, ob der Joost ihr womöglich folgen tut.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Joost jedoch, der will nur die Verlobung lösen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gleichgültig ihm ist, ob im Guten oder Bösen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Egal, ob sie ihn anzeigt, dieses Weib&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hauptsache sie bleibt ihm nun vom Leib.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am Elternhaus der Brunihild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ruft er laut und fuchtelt wild,:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich möchte meinen Ring zurück,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von diesem ungetreuen Stück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es wird keine Hochzeit geben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so eine heirat´ ich nie im Leben.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vater und Mutter sind bass erstaunt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was der Joost da ausposaunt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie befragen dann ihr Kind und schau&amp;#039;n es ratlos an:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sag uns Brunihild, was hast du nur getan,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass der Joost dich untreu schilt?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Setz uns bitte mal ins Bild.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Maid, die schweigt, nimmt kreidebleich&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Ring vom Finger dann sogleich.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vater gibt den Schmuck zurück,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf das er andere Hände schmück&amp;#039;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Joost läuft nun geschwind davon,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und dann brüllt der Vater schon:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was sollen denn die Leute denken?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Musstest du den Joost so kränken?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kind was hast du bloß gemacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
in dieser unglückseligen Nacht?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch Brunihild, die Ungetreue,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sagt kein Wort, schweigt nun auf Neue.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Mutter redet auf sie ein:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sag mir den Grund, Brunhildilein!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch auch der Mutter bleibt sie eine Antwort schuldig,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
diese schäumt vor Wut, fragt ungeduldig:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was sollen wir den Leuten sagen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wenn nach der Hochzeit sie uns fragen?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maid schweigt weiter, geht auf ihr Zimmer,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Lage, die wird schlimm und schlimmer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn Brunihilde weiß, dass sie ein Kindlein trägt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
in knapp fünf Monden es in der Wiege quäkt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Schande&amp;quot; denkt sie, &amp;quot;Welch ein Graus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie komme ich aus der Sache raus?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich geh ins Wasser!&amp;quot; ihr Entschluss,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sprach&amp;#039;s und ging geschwind zum Fluss.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am nächsten Tag hat der Vater sie gefunden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie aus dem Wasser raus gewunden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu einem Medicus verbracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch der hat nur aufgelacht:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Eine Tote bringt ihr mir? Was soll ich tun?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lasst sie auf dem Nergasacker ruh&amp;#039;n.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater sprach: &amp;quot;Mir ist nicht nach Scherzen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
untersuche ob ein Kind sie trug, unter ihrem Herzen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Medicus untersucht die Tote nun geschwind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann sagt er: &amp;quot;Ja, sie erwartete ein Kind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In vier, fünf Monden wär`s soweit gewesen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das kann ich an dem Körper lesen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater nickt, bezahlt den Mann, und nimmt die Leich&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bringt sie zum Nergasacker dann sogleich.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch Nergas Diener schicken ihn fort:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Begrabt sie einem anderen Ort!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nerga hasst jene, die sich selbst des Lebens berauben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das weiß der Vater, durch seinen tiefen Götterglauben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es schwillt die Wut ganz tief in ihm,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er denkt: Der Joost war mit Brunihild intim,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dafür sollte er nun bezahlen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn er verursacht diese Qualen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Leich&amp;#039; der Tochter in den Armen, die Augen voller Schmerz,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
stellt er den Joost und ohne Fragen, sticht er ihm `nen Dolch ins Herz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Richter nach acht langen Wochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat den Vater freigesprochen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn, so sprach der weise Mann:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bin selber Vater und daher ich verstehen kann,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was ihn zu dieser Tat gebracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vielleicht hätt`ich&amp;#039;s ebenso gemacht?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Betrüge den Verlobten nicht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eifersucht bei einem Mann,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gar schlimme Folgen haben kann!&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der Sohn der Maar-Fiar&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sein Clan längst erloschen, seine Geschichte dieses Lied bewahr. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Maar-Fiar waren Jäger, Jäger am Meer, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihre hölzernen Kanus glitten pfeilschnell umher. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, der stolze Aiva&amp;#039;un, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der verehrte gar sehr Lunin und auch den goldenen Lun, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
War nur Lunin, nicht Lun, am Nachthimmel zu sehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so wussten die Maar-Fiar: Es ist Zeit, auf die Jagd zu gehen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er und die Gefährten schoben ihre Kanus in die Wellen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
im Wissen, das Lunin ihren Weg wird erhellen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vier saßen in den Kanus, ob Mann, ob Frau,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zwei lenkten durch die Wogen, zwei spähten hinaus ins Grau. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Netzen und Angeln machten sie reiche Beute, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vom Ausmaß ihres Fangs erzählt man sich noch heute. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Speere und Spieße waren stets messerscharf gewetzt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
damit auch Raubfisch, kein Hai ihre Netze zerfetzt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eroberer und Mörder schlichen heran in dunkler Nacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als weder Lunin noch Lun den Himmel bewacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie drangen gewaltsam ein in Takoyas Haus, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
löschten zunächst seiner Familie die Lebenslichter aus. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gefesselt und geknebelt, gezwungen zuzusehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie all die Untaten vor seinen Augen geschehen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vom Schmerz wie von Sinnen, von Wut angefacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er das Unmögliche dennoch vollbracht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er zerriss seine Fesseln, spuckte den Knebel aus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
erschlug jeden Qim‑Mas, den er fand im Haus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er war nicht zu halten, von der Rache beseelt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
seine Muskeln und Sehnen in Eisen gestählt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch als er im Haus sein Werk vollbracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
trat er hinaus in die stockdunkle Nacht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Dutzend Qim‑Mas rangen den wilden Takoya nieder,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er starb – doch sein Pan‑Teon lebt fort, davon künden die Lieder. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Maar‑Fiar, den stolzen Jägern der Meere,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gebührt auf ewig unsere stille Ehre.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein ganzer Clan, gefallen durch fremde Horden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
durch wilde Feinde, die nur brandschatzen und morden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in der alten Heimat der Maar-Fiar, das weiß jedes Kind, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weht nun an allen Orten eine fremde Flagge im Wind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Grauländer, diese Qim-Mas, wohnen nun dort, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Geister der Maar-Fiar hüten jeden Ort. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der Ring des Räubers &amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht weit von hier in einem tiefen Tal,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da wohnte eine Maid im Wald an einem Wasserfall. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie war so schön, so schön wie Milch und Blut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von ganzem Herzen war sie einem Manne gut. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du armes Kind, du dauerst meine Seele. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weil ich nur ein Räuber bin, wohn&amp;#039; in einer Höhle&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Du kannst fürwahr nicht länger bei mir sein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ich muss jetzt fort, tief in den Wald hinein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nimm diesen Ring, und sollte man dich fragen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so sag&amp;#039; ein Räuber habe ihn getragen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der dich geliebt, geliebt bei Tag und Nacht&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der so manchen um Hab und Gut gebracht&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sprach er nach vielen Monden zu ihr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nach so  vielen Tagen und Nächten mit Pläsier, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihr half kein Wehen und auch kein Klagen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie musste seinen Weggang weinend ertragen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schöne tat, was der Geliebte ihr gesagt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging zurück zu ihrem Dorf, tieftraurig verzagt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie zeigte den Leuten den güldenen Ring, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das vermaledeite wertvolle, aber gestohlene Ding. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie weinte: &amp;quot;Der Räuber, den ich geliebt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat ihn getragen bei Tag und auch bei Nacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der so  manchen um Hab und Gut gebracht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat mich geliebt, bei Tag und auch bei Nacht.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Leute im Dorf waren empört, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht die Liebe an sich hat sie gestört, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aber, dass sie einem Räuber galt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dieses man eine Sünde schalt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sprachen: &amp;quot;Geh in den Tempel, törichte Maid &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und klag den Geweihten dort dein Leid, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Ring, den spende an die Götter, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann verstummen auch die Spötter.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie kann man einen Räuber lieben, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Unglückseliges Kind, was hat dich umgetrieben?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maid weinte bitter und lange, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vor der Zukunft war ihr sehr bange. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Verlust des Liebsten hat sie schon entsetzt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
war sie nun zusätzlich Hohn und Spott ausgesetzt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie trat in einen heiligen Orden ein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um eine Dienerin für die Götter zu sein. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So lebt sie nun dorten, fleißig und fromm,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Jahre verrinnen, die Welt bleibt ihr stumm.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch manchmal im Dunkel, wenn die Kerzen vergeh’n,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
meint sie den Räuber wie im Traume zu seh’n.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann flüstert sie leise, so sanft wie der Wind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass Herzen nicht wählen, wohin sie bestimmt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und tief in ihr drinnen, verborgen und sacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
lebt weiter die Liebe bei Tag und bei Nacht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gassen- und Handwerkslieder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesen Liedern besingt Walter das Leben der einfachen Leute: Handwerker, Händler, Hafenarbeiter und all jene, die in den Straßen und Gassen Vellhafens ihren Alltag bestreiten. Die Stücke sind oft humorvoll, manchmal rau, aber stets voller Wärme für die Menschen, die sie porträtieren. Viele davon entstanden unterwegs, zwischen Marktständen, Werkstätten und Tavernen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Das Lumpensammlerlied des Willem Willink&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Gott Pares hat mich verdammt auf Erden, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein Hader- und Lumpensammler zu werden. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin Willem Willink, ja seht mich nur an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein Lumpenkerl, ein armer, doch ehrlicher Mann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit verschossener Jacke, zerrissener Hose, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ja starrt mich ruhig an – ich bin keine Mimose. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist mir lieber, als wenn ihr verächtlich wegseht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als wär ich nur Dreck, den man mit Füßen wegfegt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Manch einer hält Nase und Maul mit dem Tuche bedeckt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil mein Duft ihn erschreckt und seine Sinne befleckt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch nach Ambra und Moschus kann ich nicht duften,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
muss für Hadern und Lumpen tagtäglich schuften.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bin kein feiner Pflastertreter mit Gold und mit Muße –&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Glück war bei anderen auf besserem Fuße.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hab des Lebens Mühsal bis zur Neige geleert,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch blieb ich stets ehrlich, hab mich nie beschwert.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Meer der Schmerzen bin ich geschwommen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf einem Lumpensack dann zu liegen gekommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun stapf ich durch Vellhafens Gassen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um eure alten Tücher und Kleider zu fassen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bringt mir ruhig ungewaschen, ungekrumpen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
eure Lappen, Fetzen, Flecken und Lumpen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Alles rein in den Sack – man macht daraus Papier:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eingeweicht, gestampft, gegautscht – harte Arbeit, kein Pläsier.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dann geschöpft, gepresst, getrocknet – ein neues Werk erschaffen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
verkauft an Schreiber, Pfeffersäcke und auch an die Pfaffen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin Willem Willink, pack Lumpen in meinen Sack,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und bin schon wieder fort – schwuppdiwupp, zackzack!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Belbrücks&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Belbrücks sind kurze, scherzhafte Fünfzeiler, die in Antamar weit verbreitet sind. Walter sammelt sie seit seiner Jugend und dichtet selbst unzählige neue, meist über Orte, Menschen oder Begebenheiten, die ihm auf seinen Reisen begegnen. Sie folgen einer festen Reimform und werden in Tavernen gern laut mitgesprochen — oft zur großen Freude des Publikums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Heiliges Kaiserreich&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst Mädchen aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bragen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die wollt&amp;#039; was Besonderes wagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie sucht nach `nem Gatten im Kurier,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
jetzt hat sie nicht einen, sondern gleich vier,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die sich täglich übers Essen beklagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war mal ein Bauer aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ackerheim&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der machte in jeden Satz &amp;#039;nen Reim. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und als sein Haar wurde lichter, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da nannte er sich einen Dichter &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und blieb den ganzen Tag daheim. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Kind in &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kirchflecken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das wollte die Welt noch entdecken.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es konnte krabbeln, noch nich´ so gut laufen  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und purzelte prompt in jeden Misthaufen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und erschreckte wandernde Recken. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Oma aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Siebenbrück&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der bastelt der Sohn eine feine Krück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hat Oma hocherfreut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aber den Sohn hat&amp;#039;s gereut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn die Oma haute damit Leute in Stück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Thelessa&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gute Fürst aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Faelughaven&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
muss wie jeder in der Nacht auch schlafen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um dann sanft in den Schlaf zu gleiten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hilft dem gute Fürst beizeiten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Zählen von weißen Schafen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Orklande&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es zogen einst drei Kelten nach Westen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu suchen &amp;#039;nen Vierten, wenn möglich den Besten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie fanden ihn nah dem &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Orken-Lande&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht mittig sondern eher am Rande,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
im Eichenbaum sitzend auf Ästen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Vellhafener Städtebund&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Königreich Lothrinien&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Pferdehirt aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Belbrück&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das war ein rechter Franz im Glück, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als von der Weide eine Herde Pferde wurde geklaut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er sich gründlich umgeschaut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und brachte sie, heil und am Stück, zurück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Adelsrepublik Grauland&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Jungfer aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Surquell&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die war ganz besonders schnell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Da kam ein Jüngling aus Untermoor, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der setzte ihr nen Floh ins Ohr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und zog sie nieder auf sein Schafsfell. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tica</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.antamar.eu/index.php?title=Liedgut_des_Barden_Walter_von_der_Salzwiese&amp;diff=126518</id>
		<title>Liedgut des Barden Walter von der Salzwiese</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.antamar.eu/index.php?title=Liedgut_des_Barden_Walter_von_der_Salzwiese&amp;diff=126518"/>
		<updated>2026-02-16T13:04:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tica: /* Belbrücks */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Walter von der Salzwiese – Barde aus Vellhafen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walter von der Salzwiese gilt als einer der hoffnungsvollsten jungen Spielleute Vellhafens. Mit seinen gerade einmal erwachsenen Jahren hat er sich bereits einen Ruf erarbeitet, der manch älteren Barden neidisch werden lässt. Freundlich im Wesen, mit einer klaren, warmen Stimme und einem Talent, das Zuhörer mühelos in seinen Bann zieht, ist er in Schenken, auf Märkten und bei Festen gern gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein erstes Werk, „Das Lied von Brunihild“, verbreitete sich rasch über die Grenzen Vellhafens hinaus und wurde zu einem antamarweit bekannten Gassenhauer. Schon als Junge schickte Walter seine Verse und Melodien an den Vellhafener Kurier und erhielt dort früh Anerkennung für seine Dicht- und Vortragskunst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Herkunft und Familie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walter stammt aus Ismar, wo sein Vater Hein von der Salzwiese einen erfolgreichen Hof bewirtschaftet. Die Schafe der Familie grasen auf den salzhaltigen Wiesen Ismars, was dem Fleisch der berühmten Salzlämmer einen besonderen Geschmack verleiht. Wohlstand und Fleiß prägen Walters Herkunft, und es mangelte der Familie nie an etwas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein künstlerisches Talent verdankt Walter vor allem seiner Mutter Irina, die einst als Bardin unter dem Beinamen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;„Die Lerche aus Ismar“&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bekannt war. Sie tritt heute nicht mehr öffentlich auf, doch ihre Stimme und ihr Gespür für Melodie leben in ihrem Sohn weiter. Walters Brüder hingegen blieben der Landwirtschaft treu und führen den elterlichen Hof fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Balladen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
Walters Balladen erzählen von Liebe, Schicksal, Heldentum und den stillen Tragödien des Alltags. Sie sind länger gefasste Erzählgedichte, die oft auf wahren Begebenheiten beruhen oder von alten Sagen inspiriert wurden. Mit klarer Stimme und feinem Gespür für Stimmung trägt Walter sie auf Märkten, in Schenken und bei Festen vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Das Lied von Brunihild&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
War einst ein kleines Schneiderlein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das konnt schneidern, mit Stichlein fein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und dieses kleine Schneiderlein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging Nächtens in den Wald hinein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dort traf er sich mit Brunihild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die beiden trieben es dort wild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf einer Lichtung unerlaubt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er die Unschuld ihr geraubt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bruni aber war dem Joost versprochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der, der hatt&amp;#039; bald Lunt&amp;#039; gerochen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es kam, wie es dann kommen musste:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Joost, der ahnte, wenn auch nicht wusste,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass Brunihild ihn dreist belogen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und wahrscheinlich auch betrogen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er will es wissen, noch genauer,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und legt sich Nächtens auf die Lauer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Genau vor Brunihildes Elternhaus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und richtig, kaum war&amp;#039;s dunkel, trat sie hinaus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grimmig sieht Joost wie seine Braut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die selbst des Nachts sehr schön ausschaut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sich im Walde mit einem Schneider trifft,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihn gar küsst und herzt, das blonde Gift.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es schmerzt ihn sehr, er leidet Pein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie er so sieht sein Brunilein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Hals ihm schwillt und er sieht rot,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
stürmt auf die Lichtung: Schneider tot!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es heult und schreit die Braut vom Joost:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du Mörder! Bist du noch bei Trost?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch Joost, der schaut sie lange an,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kalt und böse sagt er dann:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du nahmst meinen Ring, warst mir versprochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bist mit dem Schneider hier ins Laub gekrochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hast ihn geküsst, geherzet sehr&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weißt du, dich will ich gar nicht mehr!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brunihilde, die war fassungslos,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
drehte sich um und rannte los.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach Hause will ich, denkt die Maid&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und rafft dann flugs das lange Kleid,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und sie rennet schnell und schneller,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zuhaus geht`s zunächst mal in den Keller.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wäscht aus das Kleid, besudelt von des Schneiders Blut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
lauscht nach oben, ob der Joost ihr womöglich folgen tut.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Joost jedoch, der will nur die Verlobung lösen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gleichgültig ihm ist, ob im Guten oder Bösen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Egal, ob sie ihn anzeigt, dieses Weib&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hauptsache sie bleibt ihm nun vom Leib.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am Elternhaus der Brunihild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ruft er laut und fuchtelt wild,:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich möchte meinen Ring zurück,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von diesem ungetreuen Stück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es wird keine Hochzeit geben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so eine heirat´ ich nie im Leben.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vater und Mutter sind bass erstaunt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was der Joost da ausposaunt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie befragen dann ihr Kind und schau&amp;#039;n es ratlos an:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sag uns Brunihild, was hast du nur getan,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass der Joost dich untreu schilt?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Setz uns bitte mal ins Bild.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Maid, die schweigt, nimmt kreidebleich&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Ring vom Finger dann sogleich.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vater gibt den Schmuck zurück,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf das er andere Hände schmück&amp;#039;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Joost läuft nun geschwind davon,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und dann brüllt der Vater schon:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was sollen denn die Leute denken?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Musstest du den Joost so kränken?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kind was hast du bloß gemacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
in dieser unglückseligen Nacht?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch Brunihild, die Ungetreue,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sagt kein Wort, schweigt nun auf Neue.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Mutter redet auf sie ein:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sag mir den Grund, Brunhildilein!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch auch der Mutter bleibt sie eine Antwort schuldig,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
diese schäumt vor Wut, fragt ungeduldig:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was sollen wir den Leuten sagen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wenn nach der Hochzeit sie uns fragen?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maid schweigt weiter, geht auf ihr Zimmer,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Lage, die wird schlimm und schlimmer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn Brunihilde weiß, dass sie ein Kindlein trägt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
in knapp fünf Monden es in der Wiege quäkt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Schande&amp;quot; denkt sie, &amp;quot;Welch ein Graus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie komme ich aus der Sache raus?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich geh ins Wasser!&amp;quot; ihr Entschluss,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sprach&amp;#039;s und ging geschwind zum Fluss.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am nächsten Tag hat der Vater sie gefunden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie aus dem Wasser raus gewunden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu einem Medicus verbracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch der hat nur aufgelacht:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Eine Tote bringt ihr mir? Was soll ich tun?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lasst sie auf dem Nergasacker ruh&amp;#039;n.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater sprach: &amp;quot;Mir ist nicht nach Scherzen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
untersuche ob ein Kind sie trug, unter ihrem Herzen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Medicus untersucht die Tote nun geschwind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann sagt er: &amp;quot;Ja, sie erwartete ein Kind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In vier, fünf Monden wär`s soweit gewesen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das kann ich an dem Körper lesen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater nickt, bezahlt den Mann, und nimmt die Leich&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bringt sie zum Nergasacker dann sogleich.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch Nergas Diener schicken ihn fort:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Begrabt sie einem anderen Ort!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nerga hasst jene, die sich selbst des Lebens berauben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das weiß der Vater, durch seinen tiefen Götterglauben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es schwillt die Wut ganz tief in ihm,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er denkt: Der Joost war mit Brunihild intim,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dafür sollte er nun bezahlen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn er verursacht diese Qualen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Leich&amp;#039; der Tochter in den Armen, die Augen voller Schmerz,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
stellt er den Joost und ohne Fragen, sticht er ihm `nen Dolch ins Herz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Richter nach acht langen Wochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat den Vater freigesprochen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn, so sprach der weise Mann:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bin selber Vater und daher ich verstehen kann,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was ihn zu dieser Tat gebracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vielleicht hätt`ich&amp;#039;s ebenso gemacht?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Betrüge den Verlobten nicht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eifersucht bei einem Mann,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gar schlimme Folgen haben kann!&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der Sohn der Maar-Fiar&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sein Clan längst erloschen, seine Geschichte dieses Lied bewahr. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Maar-Fiar waren Jäger, Jäger am Meer, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihre hölzernen Kanus glitten pfeilschnell umher. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, der stolze Aiva&amp;#039;un, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der verehrte gar sehr Lunin und auch den goldenen Lun, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
War nur Lunin, nicht Lun, am Nachthimmel zu sehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so wussten die Maar-Fiar: Es ist Zeit, auf die Jagd zu gehen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er und die Gefährten schoben ihre Kanus in die Wellen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
im Wissen, das Lunin ihren Weg wird erhellen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vier saßen in den Kanus, ob Mann, ob Frau,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zwei lenkten durch die Wogen, zwei spähten hinaus ins Grau. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Netzen und Angeln machten sie reiche Beute, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vom Ausmaß ihres Fangs erzählt man sich noch heute. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Speere und Spieße waren stets messerscharf gewetzt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
damit auch Raubfisch, kein Hai ihre Netze zerfetzt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eroberer und Mörder schlichen heran in dunkler Nacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als weder Lunin noch Lun den Himmel bewacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie drangen gewaltsam ein in Takoyas Haus, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
löschten zunächst seiner Familie die Lebenslichter aus. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gefesselt und geknebelt, gezwungen zuzusehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie all die Untaten vor seinen Augen geschehen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vom Schmerz wie von Sinnen, von Wut angefacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er das Unmögliche dennoch vollbracht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er zerriss seine Fesseln, spuckte den Knebel aus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
erschlug jeden Qim‑Mas, den er fand im Haus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er war nicht zu halten, von der Rache beseelt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
seine Muskeln und Sehnen in Eisen gestählt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch als er im Haus sein Werk vollbracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
trat er hinaus in die stockdunkle Nacht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Dutzend Qim‑Mas rangen den wilden Takoya nieder,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er starb – doch sein Pan‑Teon lebt fort, davon künden die Lieder. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Maar‑Fiar, den stolzen Jägern der Meere,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gebührt auf ewig unsere stille Ehre.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein ganzer Clan, gefallen durch fremde Horden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
durch wilde Feinde, die nur brandschatzen und morden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in der alten Heimat der Maar-Fiar, das weiß jedes Kind, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weht nun an allen Orten eine fremde Flagge im Wind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Grauländer, diese Qim-Mas, wohnen nun dort, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Geister der Maar-Fiar hüten jeden Ort. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der Ring des Räubers &amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht weit von hier in einem tiefen Tal,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da wohnte eine Maid im Wald an einem Wasserfall. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie war so schön, so schön wie Milch und Blut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von ganzem Herzen war sie einem Manne gut. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du armes Kind, du dauerst meine Seele. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weil ich nur ein Räuber bin, wohn&amp;#039; in einer Höhle&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Du kannst fürwahr nicht länger bei mir sein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ich muss jetzt fort, tief in den Wald hinein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nimm diesen Ring, und sollte man dich fragen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so sag&amp;#039; ein Räuber habe ihn getragen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der dich geliebt, geliebt bei Tag und Nacht&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der so manchen um Hab und Gut gebracht&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sprach er nach vielen Monden zu ihr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nach so  vielen Tagen und Nächten mit Pläsier, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihr half kein Wehen und auch kein Klagen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie musste seinen Weggang weinend ertragen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schöne tat, was der Geliebte ihr gesagt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging zurück zu ihrem Dorf, tieftraurig verzagt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie zeigte den Leuten den güldenen Ring, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das vermaledeite wertvolle, aber gestohlene Ding. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie weinte: &amp;quot;Der Räuber, den ich geliebt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat ihn getragen bei Tag und auch bei Nacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der so  manchen um Hab und Gut gebracht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat mich geliebt, bei Tag und auch bei Nacht.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Leute im Dorf waren empört, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht die Liebe an sich hat sie gestört, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aber, dass sie einem Räuber galt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dieses man eine Sünde schalt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sprachen: &amp;quot;Geh in den Tempel, törichte Maid &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und klag den Geweihten dort dein Leid, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Ring, den spende an die Götter, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann verstummen auch die Spötter.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie kann man einen Räuber lieben, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Unglückseliges Kind, was hat dich umgetrieben?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maid weinte bitter und lange, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vor der Zukunft war ihr sehr bange. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Verlust des Liebsten hat sie schon entsetzt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
war sie nun zusätzlich Hohn und Spott ausgesetzt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie trat in einen heiligen Orden ein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um eine Dienerin für die Götter zu sein. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So lebt sie nun dorten, fleißig und fromm,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Jahre verrinnen, die Welt bleibt ihr stumm.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch manchmal im Dunkel, wenn die Kerzen vergeh’n,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
meint sie den Räuber wie im Traume zu seh’n.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann flüstert sie leise, so sanft wie der Wind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass Herzen nicht wählen, wohin sie bestimmt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und tief in ihr drinnen, verborgen und sacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
lebt weiter die Liebe bei Tag und bei Nacht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gassen- und Handwerkslieder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesen Liedern besingt Walter das Leben der einfachen Leute: Handwerker, Händler, Hafenarbeiter und all jene, die in den Straßen und Gassen Vellhafens ihren Alltag bestreiten. Die Stücke sind oft humorvoll, manchmal rau, aber stets voller Wärme für die Menschen, die sie porträtieren. Viele davon entstanden unterwegs, zwischen Marktständen, Werkstätten und Tavernen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Das Lumpensammlerlied des Willem Willink&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Gott Pares hat mich verdammt auf Erden, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein Hader- und Lumpensammler zu werden. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin Willem Willink, ja seht mich nur an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein Lumpenkerl, ein armer, doch ehrlicher Mann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit verschossener Jacke, zerrissener Hose, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ja starrt mich ruhig an – ich bin keine Mimose. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist mir lieber, als wenn ihr verächtlich wegseht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als wär ich nur Dreck, den man mit Füßen wegfegt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Manch einer hält Nase und Maul mit dem Tuche bedeckt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil mein Duft ihn erschreckt und seine Sinne befleckt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch nach Ambra und Moschus kann ich nicht duften,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
muss für Hadern und Lumpen tagtäglich schuften.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bin kein feiner Pflastertreter mit Gold und mit Muße –&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Glück war bei anderen auf besserem Fuße.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hab des Lebens Mühsal bis zur Neige geleert,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch blieb ich stets ehrlich, hab mich nie beschwert.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Meer der Schmerzen bin ich geschwommen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf einem Lumpensack dann zu liegen gekommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun stapf ich durch Vellhafens Gassen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um eure alten Tücher und Kleider zu fassen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bringt mir ruhig ungewaschen, ungekrumpen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
eure Lappen, Fetzen, Flecken und Lumpen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Alles rein in den Sack – man macht daraus Papier:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eingeweicht, gestampft, gegautscht – harte Arbeit, kein Pläsier.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dann geschöpft, gepresst, getrocknet – ein neues Werk erschaffen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
verkauft an Schreiber, Pfeffersäcke und auch an die Pfaffen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin Willem Willink, pack Lumpen in meinen Sack,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und bin schon wieder fort – schwuppdiwupp, zackzack!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Belbrücks&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Belbrücks sind kurze, scherzhafte Fünfzeiler, die in Antamar weit verbreitet sind. Walter sammelt sie seit seiner Jugend und dichtet selbst unzählige neue, meist über Orte, Menschen oder Begebenheiten, die ihm auf seinen Reisen begegnen. Sie folgen einer festen Reimform und werden in Tavernen gern laut mitgesprochen — oft zur großen Freude des Publikums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Heiliges Kaiserreich&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst Mädchen aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bragen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die wollt&amp;#039; was Besonderes wagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie sucht nach `nem Gatten im Kurier,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
jetzt hat sie nicht einen, sondern gleich vier,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die sich täglich übers Essen beklagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war mal ein Bauer aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ackerheim&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der machte in jeden Satz &amp;#039;nen Reim. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und als sein Haar wurde lichter, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da nannte er sich einen Dichter &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und blieb den ganzen Tag daheim. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Kind in &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kirchflecken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das wollte die Welt noch entdecken.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es konnte krabbeln, noch nich´ so gut laufen  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und purzelte prompt in jeden Misthaufen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und erschreckte wandernde Recken. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ne Oma aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Siebenbrück&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der bastelt der Sohn eine feine Krück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hat Oma hocherfreut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aber den Sohn hat&amp;#039;s gereut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn die Oma haute damit Leute in Stück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Thelessa&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gute Fürst aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Faelughaven&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
muss wie jeder in der Nacht auch schlafen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um dann sanft in den Schlaf zu gleiten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hilft dem gute Fürst beizeiten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Zählen von weißen Schafen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Orklande&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es zogen einst drei Kelten nach Westen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu suchen &amp;#039;nen Vierten, wenn möglich den Besten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie fanden ihn nah dem &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Orken-Lande&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht mittig sondern eher am Rande,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
im Eichenbaum sitzend auf Ästen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Vellhafener Städtebund&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Königreich Lothrinien&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Pferdehirt aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Belbrück&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das war ein rechter Franz im Glück, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als von der Weide eine Herde Pferde wurde geklaut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er sich gründlich umgeschaut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und brachte sie, heil und am Stück, zurück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tica</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.antamar.eu/index.php?title=Liedgut_des_Barden_Walter_von_der_Salzwiese&amp;diff=126517</id>
		<title>Liedgut des Barden Walter von der Salzwiese</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.antamar.eu/index.php?title=Liedgut_des_Barden_Walter_von_der_Salzwiese&amp;diff=126517"/>
		<updated>2026-02-16T13:02:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tica: /* Belbrücks */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Walter von der Salzwiese – Barde aus Vellhafen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walter von der Salzwiese gilt als einer der hoffnungsvollsten jungen Spielleute Vellhafens. Mit seinen gerade einmal erwachsenen Jahren hat er sich bereits einen Ruf erarbeitet, der manch älteren Barden neidisch werden lässt. Freundlich im Wesen, mit einer klaren, warmen Stimme und einem Talent, das Zuhörer mühelos in seinen Bann zieht, ist er in Schenken, auf Märkten und bei Festen gern gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein erstes Werk, „Das Lied von Brunihild“, verbreitete sich rasch über die Grenzen Vellhafens hinaus und wurde zu einem antamarweit bekannten Gassenhauer. Schon als Junge schickte Walter seine Verse und Melodien an den Vellhafener Kurier und erhielt dort früh Anerkennung für seine Dicht- und Vortragskunst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Herkunft und Familie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walter stammt aus Ismar, wo sein Vater Hein von der Salzwiese einen erfolgreichen Hof bewirtschaftet. Die Schafe der Familie grasen auf den salzhaltigen Wiesen Ismars, was dem Fleisch der berühmten Salzlämmer einen besonderen Geschmack verleiht. Wohlstand und Fleiß prägen Walters Herkunft, und es mangelte der Familie nie an etwas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein künstlerisches Talent verdankt Walter vor allem seiner Mutter Irina, die einst als Bardin unter dem Beinamen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;„Die Lerche aus Ismar“&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bekannt war. Sie tritt heute nicht mehr öffentlich auf, doch ihre Stimme und ihr Gespür für Melodie leben in ihrem Sohn weiter. Walters Brüder hingegen blieben der Landwirtschaft treu und führen den elterlichen Hof fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Balladen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
Walters Balladen erzählen von Liebe, Schicksal, Heldentum und den stillen Tragödien des Alltags. Sie sind länger gefasste Erzählgedichte, die oft auf wahren Begebenheiten beruhen oder von alten Sagen inspiriert wurden. Mit klarer Stimme und feinem Gespür für Stimmung trägt Walter sie auf Märkten, in Schenken und bei Festen vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Das Lied von Brunihild&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
War einst ein kleines Schneiderlein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das konnt schneidern, mit Stichlein fein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und dieses kleine Schneiderlein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging Nächtens in den Wald hinein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dort traf er sich mit Brunihild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die beiden trieben es dort wild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf einer Lichtung unerlaubt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er die Unschuld ihr geraubt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bruni aber war dem Joost versprochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der, der hatt&amp;#039; bald Lunt&amp;#039; gerochen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es kam, wie es dann kommen musste:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Joost, der ahnte, wenn auch nicht wusste,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass Brunihild ihn dreist belogen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und wahrscheinlich auch betrogen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er will es wissen, noch genauer,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und legt sich Nächtens auf die Lauer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Genau vor Brunihildes Elternhaus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und richtig, kaum war&amp;#039;s dunkel, trat sie hinaus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grimmig sieht Joost wie seine Braut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die selbst des Nachts sehr schön ausschaut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sich im Walde mit einem Schneider trifft,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihn gar küsst und herzt, das blonde Gift.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es schmerzt ihn sehr, er leidet Pein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie er so sieht sein Brunilein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Hals ihm schwillt und er sieht rot,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
stürmt auf die Lichtung: Schneider tot!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es heult und schreit die Braut vom Joost:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du Mörder! Bist du noch bei Trost?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch Joost, der schaut sie lange an,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kalt und böse sagt er dann:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du nahmst meinen Ring, warst mir versprochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bist mit dem Schneider hier ins Laub gekrochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hast ihn geküsst, geherzet sehr&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weißt du, dich will ich gar nicht mehr!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brunihilde, die war fassungslos,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
drehte sich um und rannte los.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach Hause will ich, denkt die Maid&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und rafft dann flugs das lange Kleid,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und sie rennet schnell und schneller,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zuhaus geht`s zunächst mal in den Keller.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wäscht aus das Kleid, besudelt von des Schneiders Blut,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
lauscht nach oben, ob der Joost ihr womöglich folgen tut.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Joost jedoch, der will nur die Verlobung lösen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gleichgültig ihm ist, ob im Guten oder Bösen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Egal, ob sie ihn anzeigt, dieses Weib&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hauptsache sie bleibt ihm nun vom Leib.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am Elternhaus der Brunihild,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ruft er laut und fuchtelt wild,:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich möchte meinen Ring zurück,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von diesem ungetreuen Stück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es wird keine Hochzeit geben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so eine heirat´ ich nie im Leben.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vater und Mutter sind bass erstaunt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was der Joost da ausposaunt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie befragen dann ihr Kind und schau&amp;#039;n es ratlos an:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sag uns Brunihild, was hast du nur getan,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass der Joost dich untreu schilt?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Setz uns bitte mal ins Bild.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Maid, die schweigt, nimmt kreidebleich&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Ring vom Finger dann sogleich.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vater gibt den Schmuck zurück,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf das er andere Hände schmück&amp;#039;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Joost läuft nun geschwind davon,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und dann brüllt der Vater schon:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was sollen denn die Leute denken?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Musstest du den Joost so kränken?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kind was hast du bloß gemacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
in dieser unglückseligen Nacht?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch Brunihild, die Ungetreue,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sagt kein Wort, schweigt nun auf Neue.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Mutter redet auf sie ein:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sag mir den Grund, Brunhildilein!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch auch der Mutter bleibt sie eine Antwort schuldig,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
diese schäumt vor Wut, fragt ungeduldig:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Was sollen wir den Leuten sagen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wenn nach der Hochzeit sie uns fragen?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maid schweigt weiter, geht auf ihr Zimmer,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Lage, die wird schlimm und schlimmer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn Brunihilde weiß, dass sie ein Kindlein trägt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
in knapp fünf Monden es in der Wiege quäkt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Schande&amp;quot; denkt sie, &amp;quot;Welch ein Graus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie komme ich aus der Sache raus?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich geh ins Wasser!&amp;quot; ihr Entschluss,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sprach&amp;#039;s und ging geschwind zum Fluss.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am nächsten Tag hat der Vater sie gefunden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie aus dem Wasser raus gewunden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu einem Medicus verbracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch der hat nur aufgelacht:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Eine Tote bringt ihr mir? Was soll ich tun?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lasst sie auf dem Nergasacker ruh&amp;#039;n.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater sprach: &amp;quot;Mir ist nicht nach Scherzen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
untersuche ob ein Kind sie trug, unter ihrem Herzen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Medicus untersucht die Tote nun geschwind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann sagt er: &amp;quot;Ja, sie erwartete ein Kind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In vier, fünf Monden wär`s soweit gewesen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das kann ich an dem Körper lesen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater nickt, bezahlt den Mann, und nimmt die Leich&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bringt sie zum Nergasacker dann sogleich.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch Nergas Diener schicken ihn fort:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Begrabt sie einem anderen Ort!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nerga hasst jene, die sich selbst des Lebens berauben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das weiß der Vater, durch seinen tiefen Götterglauben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es schwillt die Wut ganz tief in ihm,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er denkt: Der Joost war mit Brunihild intim,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dafür sollte er nun bezahlen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn er verursacht diese Qualen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Leich&amp;#039; der Tochter in den Armen, die Augen voller Schmerz,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
stellt er den Joost und ohne Fragen, sticht er ihm `nen Dolch ins Herz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Richter nach acht langen Wochen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat den Vater freigesprochen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn, so sprach der weise Mann:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bin selber Vater und daher ich verstehen kann,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was ihn zu dieser Tat gebracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vielleicht hätt`ich&amp;#039;s ebenso gemacht?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Betrüge den Verlobten nicht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eifersucht bei einem Mann,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gar schlimme Folgen haben kann!&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der Sohn der Maar-Fiar&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sein Clan längst erloschen, seine Geschichte dieses Lied bewahr. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Maar-Fiar waren Jäger, Jäger am Meer, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihre hölzernen Kanus glitten pfeilschnell umher. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, der stolze Aiva&amp;#039;un, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der verehrte gar sehr Lunin und auch den goldenen Lun, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
War nur Lunin, nicht Lun, am Nachthimmel zu sehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so wussten die Maar-Fiar: Es ist Zeit, auf die Jagd zu gehen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er und die Gefährten schoben ihre Kanus in die Wellen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
im Wissen, das Lunin ihren Weg wird erhellen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vier saßen in den Kanus, ob Mann, ob Frau,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zwei lenkten durch die Wogen, zwei spähten hinaus ins Grau. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Netzen und Angeln machten sie reiche Beute, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vom Ausmaß ihres Fangs erzählt man sich noch heute. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Speere und Spieße waren stets messerscharf gewetzt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
damit auch Raubfisch, kein Hai ihre Netze zerfetzt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eroberer und Mörder schlichen heran in dunkler Nacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als weder Lunin noch Lun den Himmel bewacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie drangen gewaltsam ein in Takoyas Haus, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
löschten zunächst seiner Familie die Lebenslichter aus. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gefesselt und geknebelt, gezwungen zuzusehen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie all die Untaten vor seinen Augen geschehen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vom Schmerz wie von Sinnen, von Wut angefacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er das Unmögliche dennoch vollbracht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er zerriss seine Fesseln, spuckte den Knebel aus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
erschlug jeden Qim‑Mas, den er fand im Haus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er war nicht zu halten, von der Rache beseelt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
seine Muskeln und Sehnen in Eisen gestählt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch als er im Haus sein Werk vollbracht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
trat er hinaus in die stockdunkle Nacht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Dutzend Qim‑Mas rangen den wilden Takoya nieder,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er starb – doch sein Pan‑Teon lebt fort, davon künden die Lieder. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Maar‑Fiar, den stolzen Jägern der Meere,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gebührt auf ewig unsere stille Ehre.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein ganzer Clan, gefallen durch fremde Horden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
durch wilde Feinde, die nur brandschatzen und morden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in der alten Heimat der Maar-Fiar, das weiß jedes Kind, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weht nun an allen Orten eine fremde Flagge im Wind. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Grauländer, diese Qim-Mas, wohnen nun dort, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Geister der Maar-Fiar hüten jeden Ort. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Geister flüstern im Wind: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Takoya vom Ostmeer, ein Sohn der Maar-Fiar, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein wahrer Held, ein stolzer Krieger - jetzt und immerdar. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Der Ring des Räubers &amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht weit von hier in einem tiefen Tal,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da wohnte eine Maid im Wald an einem Wasserfall. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie war so schön, so schön wie Milch und Blut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von ganzem Herzen war sie einem Manne gut. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Du armes Kind, du dauerst meine Seele. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weil ich nur ein Räuber bin, wohn&amp;#039; in einer Höhle&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Du kannst fürwahr nicht länger bei mir sein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ich muss jetzt fort, tief in den Wald hinein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nimm diesen Ring, und sollte man dich fragen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so sag&amp;#039; ein Räuber habe ihn getragen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der dich geliebt, geliebt bei Tag und Nacht&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der so manchen um Hab und Gut gebracht&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sprach er nach vielen Monden zu ihr, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nach so  vielen Tagen und Nächten mit Pläsier, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihr half kein Wehen und auch kein Klagen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie musste seinen Weggang weinend ertragen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schöne tat, was der Geliebte ihr gesagt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging zurück zu ihrem Dorf, tieftraurig verzagt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie zeigte den Leuten den güldenen Ring, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das vermaledeite wertvolle, aber gestohlene Ding. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie weinte: &amp;quot;Der Räuber, den ich geliebt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat ihn getragen bei Tag und auch bei Nacht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der so  manchen um Hab und Gut gebracht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat mich geliebt, bei Tag und auch bei Nacht.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Leute im Dorf waren empört, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht die Liebe an sich hat sie gestört, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aber, dass sie einem Räuber galt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dieses man eine Sünde schalt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sprachen: &amp;quot;Geh in den Tempel, törichte Maid &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und klag den Geweihten dort dein Leid, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Ring, den spende an die Götter, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann verstummen auch die Spötter.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie kann man einen Räuber lieben, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Unglückseliges Kind, was hat dich umgetrieben?&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maid weinte bitter und lange, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vor der Zukunft war ihr sehr bange. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Verlust des Liebsten hat sie schon entsetzt, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
war sie nun zusätzlich Hohn und Spott ausgesetzt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie trat in einen heiligen Orden ein,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um eine Dienerin für die Götter zu sein. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So lebt sie nun dorten, fleißig und fromm,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Jahre verrinnen, die Welt bleibt ihr stumm.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch manchmal im Dunkel, wenn die Kerzen vergeh’n,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
meint sie den Räuber wie im Traume zu seh’n.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann flüstert sie leise, so sanft wie der Wind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass Herzen nicht wählen, wohin sie bestimmt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und tief in ihr drinnen, verborgen und sacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
lebt weiter die Liebe bei Tag und bei Nacht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gassen- und Handwerkslieder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesen Liedern besingt Walter das Leben der einfachen Leute: Handwerker, Händler, Hafenarbeiter und all jene, die in den Straßen und Gassen Vellhafens ihren Alltag bestreiten. Die Stücke sind oft humorvoll, manchmal rau, aber stets voller Wärme für die Menschen, die sie porträtieren. Viele davon entstanden unterwegs, zwischen Marktständen, Werkstätten und Tavernen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Das Lumpensammlerlied des Willem Willink&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Gott Pares hat mich verdammt auf Erden, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein Hader- und Lumpensammler zu werden. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin Willem Willink, ja seht mich nur an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein Lumpenkerl, ein armer, doch ehrlicher Mann. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit verschossener Jacke, zerrissener Hose, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ja starrt mich ruhig an – ich bin keine Mimose. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist mir lieber, als wenn ihr verächtlich wegseht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als wär ich nur Dreck, den man mit Füßen wegfegt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Manch einer hält Nase und Maul mit dem Tuche bedeckt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil mein Duft ihn erschreckt und seine Sinne befleckt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch nach Ambra und Moschus kann ich nicht duften,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
muss für Hadern und Lumpen tagtäglich schuften.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bin kein feiner Pflastertreter mit Gold und mit Muße –&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Glück war bei anderen auf besserem Fuße.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hab des Lebens Mühsal bis zur Neige geleert,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
doch blieb ich stets ehrlich, hab mich nie beschwert.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Meer der Schmerzen bin ich geschwommen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf einem Lumpensack dann zu liegen gekommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun stapf ich durch Vellhafens Gassen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um eure alten Tücher und Kleider zu fassen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bringt mir ruhig ungewaschen, ungekrumpen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
eure Lappen, Fetzen, Flecken und Lumpen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Alles rein in den Sack – man macht daraus Papier:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eingeweicht, gestampft, gegautscht – harte Arbeit, kein Pläsier.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dann geschöpft, gepresst, getrocknet – ein neues Werk erschaffen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
verkauft an Schreiber, Pfeffersäcke und auch an die Pfaffen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin Willem Willink, pack Lumpen in meinen Sack,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und bin schon wieder fort – schwuppdiwupp, zackzack!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Belbrücks&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Belbrücks sind kurze, scherzhafte Fünfzeiler, die in Antamar weit verbreitet sind. Walter sammelt sie seit seiner Jugend und dichtet selbst unzählige neue, meist über Orte, Menschen oder Begebenheiten, die ihm auf seinen Reisen begegnen. Sie folgen einer festen Reimform und werden in Tavernen gern laut mitgesprochen — oft zur großen Freude des Publikums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Heiliges Kaiserreich&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst Mädchen aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bragen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die wollt&amp;#039; was Besonderes wagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie sucht nach `nem Gatten im Kurier,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
jetzt hat sie nicht einen, sondern gleich vier,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die sich täglich übers Essen beklagen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war mal ein Bauer aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ackerheim&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der machte in jeden Satz &amp;#039;nen Reim. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und als sein Haar wurde lichter, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da nannte er sich einen Dichter &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und blieb den ganzen Tag daheim. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war einst ein Kind in &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kirchflecken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das wollte die Welt noch entdecken.  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es konnte krabbeln, noch nich´ so gut laufen  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und purzelte prompt in jeden Misthaufen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und erschreckte wandernde Recken. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Thelessa&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gute Fürst aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Faelughaven&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
muss wie jeder in der Nacht auch schlafen, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
um dann sanft in den Schlaf zu gleiten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hilft dem gute Fürst beizeiten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Zählen von weißen Schafen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavFrame collapsed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavHead&amp;quot;&amp;gt;Orklande&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;NavContent&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es zogen einst drei Kelten nach Westen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu suchen &amp;#039;nen Vierten, wenn möglich den Besten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie fanden ihn nah dem &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Orken-Lande&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht mittig sondern eher am Rande,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
im Eichenbaum sitzend auf Ästen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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Da war einst ein Pferdehirt aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Belbrück&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das war ein rechter Franz im Glück, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als von der Weide eine Herde Pferde wurde geklaut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat er sich gründlich umgeschaut, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und brachte sie, heil und am Stück, zurück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
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		<author><name>Tica</name></author>
		
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